Kategorie: Städtereisen

  • Chicago Food Guide: 6 richtig gute Restaurant-Tipps

    Chicago Food Guide: 6 richtig gute Restaurant-Tipps

    Chicago ist das absolute Foodie-Paradies! Restauraunts, Bars, Cafés ohne Ende! In den USA bekommt man nur schlechtes Essen? Nicht in Chicago… die Recherche für diesen Food Guide Chicago war wirklich nicht schwer. Ich muss ja zugeben, dass ich in den USA oft Schwierigkeiten habe, was die Essensbeschaffung angeht. Burger&Co. sind sicherlich ab und zu okay, aber immer wieder Frittiertes, übersalzenes Essen, wenig frisches Obst und Gemüse und keine geschmackliche Abwechslung ist auf Dauer langweilig. In Großstädten findet man dann doch noch Alternativen, wie gewohnt teuer, aber wenig spektakulär bzw. den Preis auch wert. Chicago dagegen ist ein Paradies für alle, die gerne lecker essen und trinken: Hier reiht sich ein gutes Restaurant an das nächste, genauso wie tolle Bars mit sehr guten Bartendern. Eine kleine Auswahl habe ich euch hier mitgebracht: Meine besten Restaurants aus Chicago – Klassiker und neue Trends!

    ginos

    1) Gino’s East: Originale Chicago Deep Dish Pizza

    Die Deep Dish Pizza ist wohl das berühmteste Chicagoer Gericht. Von italienischen Einwanderern erfunden, gehört die Deep Dish Pizza zu Chicago wie der Willis Tower. Ohne einmal eine Deep Dish Pizza probiert zu haben, sollte man Chicago eigentlich nicht verlassen. Dabei ist die Deep Dish Pizza so ganz anders als die herkömmliche italienische Pizza.

    Sie ist erstens kleiner und viel höher, ähnlich einer Quiche, und zweitens in anderer Reihenfolge belegt, nämlich fast genau andersherum. Der Teig ist durch das enthaltene Maismehl gelblich und ist eher eine Mischung aus Blätter- und Mürbeteig. Der Käse kommt ganz unten auf die Pizza, Tomatensoße und andere Beläge obenauf. Geschnitten wird die Pizza in Viertel, und beim Anschneiden zieht der reichlich vorhandene Käse Unmengen an Fäden, wenn man das Pizzastück anhebt.

    Tipp für Pizzafans
    Auf dieser Foodtour lernst du alles über die berühmte Deep Dish Pizza und kannst verschiedene Sorten probieren:
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    ginos

    Gino’s East ist seit 1966 einer der Institutionen in Chicago, was Deep Dish Pizza angeht! Das Besondere an dieser Location ist allerdings nicht nur die Pizza, sondern die Tatsache, dass jeder Gast zur Pizza einen Edding ausgeliehen bekommt, mit dem er sich irgendwo an einem der Wände in diesem sich über mehrere Etagen erstreckende Lokal verewigen kann! Und nichts wird von den Betreibern überstrichen! Die Wahrscheinlichkeit ist also sehr groß, dass man sein Kunstwerk beim nächsten Besuch auch wiederfindet, vorausgesetzt, man hat sich in dem ganzen Kritzel-Wirrwarr noch einigermaßen die Stelle gemerkt: das komplette Lokal ist nämlich von oben bis unten bekritzelt!

    www.ginoseast.com

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    2) Lou Mitchell’s: American Diner an der Route 66

    Richtig amerikanisch gibt’s in Chicago auch – und zwar wirklich richtig! Das Lou Mitchell’s liegt genau am Ende der berühmten Route 66 (der Anfang liegt in der Parallelstraße, da beide Straßen Einbahnstraßen sind) und ist ein klassisches amerikanisches Diner. Das Essen ist authentisch, wie gewohnt amerikanisch schwer, und vielleicht daher auch nicht jedermanns Sache. Was mich allerdings viel mehr beeindruckt hat als das Essen (und deswegen habe ich es auch hier in die Liste aufgenommen) ist die absolut authentische American-Diner-Atmosphäre mit einer echten Retro-Einrichtung und Kaffee bis zum Abwinken. Einen besseren Ort, um einen Roadtrip entlang der Route 66 zu starten, gibt es eigentlich nicht!

    www.loumitchells.com

    Städtereise in den USA geplant?
    ➜ Hier erfährst Du mehr über Chicago und viele andere US-Großstädte!

    3) Chicago Hot Dogs am Navy Pier

    Wie auch schon bei der Pizza, war mir vorher gar nicht bewusst, dass es einen Hot Dog im Chicago-Style gibt, der in Chicago an jeder Ecke zu bekommen ist und viel beliebter ist als die herkömmlichen Varianten mit Röstzwiebeln oder Sauerkraut.

    Im Biergarten am Navy Pier gibt es einen besonders leckeren Hot Dog – meint man gar nicht! Da gibt’s nämlich noch die fantastische Aussicht auf den Lake Michigan und die Skyline von Chicago gratis dazu. Auf den Chicago Hot Dog kommt übrigens allerlei Frisches: weiße Zwiebelwürfel, viele Tomatenstückchen, Gewürzgurken, Senf und eingelegtes Gemüse. Das Brötchen ist mit Mohn bestreut, das Würstchen nur aus Rindfleisch. Bunt und lecker! Und: Ketchup ist ein absolutes No-Go beim Chicago-Style Hot Dog!

    Biergarten auf dem Navy Pier

    4) Hugo’s Frog Bar & Fish House: Froschschenkel, Steaks und Seafood

    Ja, ich hab’s echt getan: Ich habe Froschschenkel gegessen. Und was soll ich sagen? Schmeckt wie Hühnchen! Natürlich! 🙂 Hugo’s Frog Bar ist die Institution in Chicago für Froschschenkel, der französische Einfluss halt, irgendwie haben alle Küchen dieser Welt ihre Spuren in Chicago hinterlassen. Hugo’s ist etwas hochpreisiger, dafür aber auch unschlagbar, was die Qualität angeht. Fisch esse ich sowieso liebend gerne, Meeresfrüchte wie Krabben und Muscheln eher weniger, aber bei Hugo’s habe ich sogar Königskrabben mit Freuden gegessen.

    Hugo’s Frog Bar & Fish House gehört übrigens zum besten Steakhaus der Stadt, Gibson’s (gleich nebenan), und serviert für Nicht-Fisch-Fans auch bestes Black-Angus-Rind. Mein Filet war göttlich! Das Ambiente ist ebenfalls klassisch amerikanisch, aber halt in schön… Große Bar, viel dunkles Holz, Tische mit karierten Tischdecken und aufmerksamer Service. Vorsicht bei den Desserts: Eine Portion reicht locker für fünf – oder man nimmt den Rest in der Doggy Bag mit und kann am nächsten Tag noch Gäste zum Kaffee einladen.

    www.hugosfrogbar.com

    5) The Allis: Afternoon Tea im Soho House

    Ein Soho House ist immer auch eine Garantie für ein schönes Café. In Chicago findet sich im Erdgeschoss des Soho House The Allis, schön zum Kaffeetrinken, Frühstück oder Afternoon Tea. Die Einrichtung ist irgendwas zwischen englischer Bibliothek und amerikanischem Clubhaus, gemütlich aber null angestaubt. Kaffee trinken und staunen.

    www.theallis.com

    allis

    6) Dove’s Luncheonette: Chicago Blues & Soul aus den 70ern

    Noch ein Diner. Diesmal aber eine gelungene Symbiose aus Retrolook und moderner Tex-Mex-Küche. Die Einrichtung mit Holzvertäfelungen und Jukebox versetzen einen umgehend in die 70er Jahre. Dazu ist die Küche modern: Keine überladenen Teller, wie man es vielleicht sonst von mexikanischer Küche in den USA gewohnt ist, viele frische Zutaten und ungewöhnliche Kombinationen.

    Dove’s Luncheonette liegt in Wicker Park gleich unter der CTA Station Damen. In der Gegend gibt es übrigens jede Menge spannende Lokale, und direkt um die Ecke ist die Milwaukee Avenue, eine richtig nette Einkaufsstraße, in der man kleinere Boutiquen, aber auch größere Filialen wie Urban Outfitters findet. Perfekt, wenn man keine Lust auf Shopping Malls oder das geschäftige Treiben rund um die Michigan Avenue in Downtown hat.

    www.doveschicago.com

    In welcher Gegend gibt es die besten Locations?

    Chicago hat natürlich noch viel mehr zu bieten, aber ich denke, das ist eine schöne Auswahl, die gut die Bandbreite der Möglichkeiten repräsentiert. Selber entdecken macht auch Spaß – hier noch ein paar Gegenden, in denen man tolle Lokale findet:

    • West Loop: ein ehemaliges Industriegebiet, rund um den Fulton Market und entlang der Randolph Street finden sich jede Menge tolle Lokale, auch abends eine nette Ausgehmeile. Einmal im Jahr findet das Food Festival „Taste of Randolph“ mit viel Musik und Essen der umliegenden Lokale statt.
    • Wicker Park: rund um die Station „Damen“, entlang der Milwaukee Avenue und der Division Street
    • rund um den Logan Square
    • und natürlich Downtown

    Mehr Artikel über Chicago und Illinois auf einen Blick:

    Die besten Sehenswürdigkeiten in Chicago
    Von Chicago aus die Route 66 entlang durch Illinois
    Springfield: Illinois‘ bedeutende Hauptstadt
    Budget-Tipp: So kannst du im teuren Chicago dein Portemonnaie schonen!

    Auf die Reise nach Chicago und Illinois wurde ich von Enjoy Illinois eingeladen.

  • Chicago im Sommer: Tipps für deine Städtereise in die USA

    Chicago im Sommer: Tipps für deine Städtereise in die USA

    Willst du im Sommer nach Chicago? Städtereisen in die USA gehen eigentlich das ganze Jahr über, aber hier in diesem Artikel habe ich dir speziell ein paar sommerliche Ideen zusammengetragen! Und keine Sorge, auch im Sommer ist Chicago richtig spannend!

    Tipps:
    ➜ Die 20 besten Sehenswürdigkeiten in Chicago
    ➜ Mein Foodguide für Chicago
    ➜ Architektur in Chicago
    ➜ Günstige Unterkünfte für Chicago

    Chicago im Sommer Blick auf den Chicago River und die Skyline

    Beim Abschied letztes Mal von Chicago wurde ich tatsächlich sehr sentimental: Nur 24 Stunden hatten gereicht, mich von dieser Stadt faszinieren zu lassen. Vielleicht auch, weil ich ohne große Erwartungen dort landete.

    Chicago: Der Geheimtipp unter amerikanischen Großstädten

    Wer hat schon Chicago als coole Stadt auf’m Schirm? Während dieser Zeit, in der ich ausnahmsweise Lang- statt Kurzstrecke geflogen bin, war ich oft in den USA. Das nie wirklich gerne: die Flüge waren sowieso anstrengend, die Ruhezeit kurz und wenn man schon als eigentlicher Berlin-Langschläfer ungewohnterweise schon um vier Uhr morgens jetlagbedingt senkrecht im Hotelbett steht, dann nimmt der folgende halbe freie Tag schon keinen guten Anfang.

    Chicago im Sommer Vorbeifahrende Hochbahn Chicago Loop

    Und überhaupt gab es nicht viel, was mich an den Zielen in den USA reizte: Sicherlich – es war toll, mal Boston, Washington oder Denver kennenzulernen, von New York (das ich zwar schon kannte, doch von New York kriegt man/ich einfach nie genug) und Miami ganz zu schweigen. Aber New York ist nun mal New York, und Miami – naja, das war mit meinen südamerikanischen Wurzeln eher wie ein Heimatbesuch als das große Amerika.

    Alle Berichte zu Chicago und Umgebung findest du hier

    Chicago Theatre bei Nacht Städtereise in die USA

    Nur Chicago hatte mich zum Ende meines Langstreckengastspiels gepackt und das irgendwie ganz unerwartet. Auf meiner persönlichen Muss-ich-mal-gesehen-haben-Landkarte war Chicago nie existent – doch dann entpuppte es sich als eine so tolle Stadt, dass ich gar nicht mehr weg wollte: Großartige Architektur, eine Skyline und Großstadtflair fast wie in New York, tolle Museen, riesige Shoppingtempel und trotzdem eine freundliche, nahezu herzliche Atmosphäre, überall wo man hinkommt. Der miesepetrige Berliner in mir war irritiert und begeistert zugleich. Der Abschied war wie zu erwarten schwer, ich wäre zu gerne noch 1-2 Tage länger geblieben, aber im Dienst fragt einen ja keiner. Der Pick-Up wartet, los, los, ab zum Flughafen, zurück nach Deutschland. Und ich wusste: Ich war bestimmt nicht zum letzten Mal hier. Wie der Zufall es so wollte, landete ich fast ein Jahr später wieder in Chicago – und diesmal musste ich nicht wieder nach 24 Stunden zurück. Eins vorweg: An meiner Begeisterung für die Stadt hat sich nichts geändert.

    Chicago als Sommer-Destination: Städtereise in die USA

    Chicago kann im Winter eiskalt und mehr als ungemütlich werden – der Sommer ist dafür umso schöner. Grundsätzlich muss man in Chicago für sämtliche Wetterkapriolen gerüstet sein. Innerhalb weniger Tage änderte sich das Wetter von windig und regnerisch zur schlimmsten Hitzewelle mit offizieller Wetterwarnung. Aber die ständigen extremen Wetterwechsel schienen niemandem die gute Laune zu rauben und mehr als einmal hörte ich den allgemeinen Standardspruch zum Wetter:

    Wenn du dir in Chicago anderes Wetter wünschst, wechsele einfach die Straßenseite!

    Und so genießen alle den Sommer in Chicago: Mit freien Konzerten und Events überall, Straßenfesten, Strandleben (ja, kleine Strandabschnitte am Lake Michigan gibt’s auch fast mitten in der Stadt) oder einfach nur Grillen im Vorgarten.

    Buckingham Fountain in Chicago Städtereise USA

    Was kann man im Sommer in Chicago unternehmen? Einige Tipps.

    Die Liste an Sehenswürdigkeiten und „Things to do“ in Chicago ist lang. Speziell im Sommer gibt es noch viel mehr Outdoor-Möglichkeiten, daher sind dies nur ein paar Vorschläge, um den Aufenthalt in Chicago zu gestalten.

    Millenium Park – Konzerte für lau und ein Foto vor „The Bean“

    The Bean heißt eigentlich Cloud Gate und ist eine Skulptur von Sir Anish Kapoor. Schnell wurde The Bean nach seiner Fertigstellung 2006 zum Wahrzeichen der Stadt und heute kloppen sich Scharen von Touristen tagtäglich davor, um das beste Foto zusammen mit The Bean zu ergattern. Ich natürlich auch, denn The Bean hat mich schon beim letzten Mal Chicago beeindruckt. Die Spiegelungen von Menschen, Skyline und Himmel auf der blank polierten Oberfläche sind einfach faszinierend.

    Chicago Städtereise USA im Sommer The Bean

    Nebenan, im Jay Pritzker Pavilion, einem Open-Air-Gelände, und den angrenzenden Parks gibt es den gesamten Sommer hindurch kostenlose(!) Konzerte und Musikfestivals von Jazz über House bis Reggae, dazu noch allerlei Events wie morgendlichem Yoga oder Urban Gardening Projekten. Ein Blick in das jährliche Sommer-Programm des Millennium Parks lohnt sich!

    Straßenfeste ohne Ende: Raus in die Kieze von Chicago!

    Nicht nur mitten in der Stadt wird der Sommer gefeiert, auch in den einzelnen Stadtteilen und Bezirken von Chicago finden immer wieder Outdoor-Events statt. Chicago ist wahrlich ein Schmelztiegel vieler verschiedener Kulturen und jede einzelne feiert sich mit einem eigenen Event, so bekommt man den Eindruck. Bemerkenswert daran fand ich, das viele Einwandererfamilien in Chicago bereits seit mehreren Generationen in Chicago leben und immer noch ihre eigene Kultur pflegen – ohne sich dabei abzukapseln. Im Herzen sind alle auch Chicagoer – und diese Gemeinsamkeit spürt man. Auch in Bezug auf das multikulterelle Miteinander ist die Atmosphäre in Chicago wirklich einzigartig.

    Stadtteil Humboldt Park in Chicago

    In Humboldt Park fand zum Beispiel das Puerto Rican Festival statt – Paraden, Autokorsos, ein Park voller Kirmesbuden und Salsa und Reggaeton an jeder Ecke. Einladend und offen für alle.

    Puerto Rican Festival in Humboldt Park in Chicago USA

    Oder es gibt Foodfestivals wie das „Taste of Randolph“ in West Loop. Dieser Stadtteil war früher Gewerbegebiet, mit Lagerhallen und Fabriken, ist aber in den letzten Jahren zum absoluten Food-Mekka (die Chicagoer lieben gutes Essen sowas von) und Hipster-Stadtteil mutiert.

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    Rund um den Fulton Market und entlang der Randolph Street gibt es die tollsten Restaurants und Bars; so viele, dass man garantiert einige Wochen bräuchte, um sich da durchzuprobieren. Das „Taste of Randolph“ ist daher die beste Gelegenheit. Alle dieser Restaurants sind mit einem Essensstand vertreten und bieten ihre besten Gerichte zum kleinen Preis an. Dazu gibt’s Bühnen mit richtiger guter Musik – und wieder mal: einer absolut einladenden und entspannten Atmosphäre. Die sind einfach herzlich, diese Chicagoer.

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    Mit dem Segway durch die Parks von Chicago

    Wenn man die ganzen Skyline-Fotos von Chicago sieht, scheint es unglaublich, dass es mitten in dieser Stadt große Grünflächen gibt. Aber so wie beim Central Park in New York hat man auch in Chicago wert darauf gelegt, mitten in der Stadt große Parks wie den Grant Park, der den Millennium Park beherbergt, oder den Lincoln Park mit seinem kostenlosen (!) Zoo zu unterhalten.

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    Den Grant Park und die folgenden Grünflächen entlang des Ufer des Lake Michigan habe ich mit dem Segway erkundet – was rückblickend gesehen trotz der hohen Temperaturen echt eine gute Idee war. Zum einen kühlt der Fahrtwind ein bisschen, zum anderen ist die ganze Anlage so riesig, dass man zu Fuss lange unterwegs wäre. Außerdem ist die gesamte Strecke relativ flach und gut asphaltiert. Segway fahren ist innerhalb weniger Minuten gelernt und macht jede Menge Spaß!

    Zur Segway-Tour entlang des Lake Michigan*

    Chicago von oben – die zwei besten Möglichkeiten

    Eine Stadt wie Chicago schaut man sich am besten von oben an – dafür gibt es zwei besondere Spots: den Willis Tower (früher Sears Tower und mal das höchste Gebäude der Welt) oder das 360 Chicago Observation Deck auf dem John Hancock Tower mitten auf der Michigan Avenue, der Haupteinkaufsstraße Magnificent Mile. Beide bieten bei gutem Wetter tolle Aussichten auf ganz Chicago und den Lake Michigan – und beide Locations haben noch ein extra Gimmick! Auf dem Skydeck des Willis Tower gibt es vier vollverglaste Austritte und im 360 Chicago kann man sich auf schräge Panoramafenster legen, die nach vorne kippen.

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    Früh kommen lohnt sich, die Aussicht ist besser und man erspart sich lange Warteschlangen, vor allem im Sommer. Auch der Sonnenuntergang von einer der Aussichtsplattformen ist sehenswert. Der Eintritt ist leider relativ happig, aber mit einem Chicago City Pass kannst du die Reisekasse schonen. Am besten du vergleichst einfach: Lohnt sich der Chicago City Pass? (Erfahrung & Preise)

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    Willst Du noch mehr über Chicago lesen? Hier findest du mehr:

    The 606 – Outdoor-Geheimtipp in Wicker Park

    Die Stadtteile in Chicago sind definitiv eine Erkundungstour wert. Gegenden wie Wicker Park, Bucktown, Logan Square oder Boystown haben alle ihren eigenen Charme und man kann durchaus einen ganzen Tag damit verbringen, sich einzelne Stadtteile näher anzusehen. Wicker Park hat zum Beispiel jede Menge toller Cafés und Restaurants, bei denen man bei sommerlichen Temperaturen auch draußen sitzen kann (kommt mir als Klimaanlagenvermeider immer sehr entgegen!). Und kleine, feine Läden. Und zwischendurch Street Art. Die perfekte Umgebung also für einen chilligen Tag in Chicago!

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    Wer nach den Parks in Downtown noch mehr Lust hat auf Outdoor, der sollte sich in Wicker Park den 606 Trail ansehen – eine relative gut versteckte alte Hochbahntrasse, die ähnlich der Highline in New York zum Naherholungsgebiet umfunktioniert wurde. Die Zugänge sind auf Anhieb schwer zu finden und Touristen zieht es weniger her, aber ist man einmal oben, sieht man Chicagos Wohngebiete mal von einer anderen Perspektive. Schöner Kontrast zum geschäftigen Zentrum! Wie man am besten hinkommt: Webseite des 606 Trails.

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    Mit dem Boot, Bus und Bahn durch Chicago

    Weil’s letztes Mal so schön war, und um mich an diesen tollen Tag nochmal zu erinnern, habe ich dieses Mal wieder eine Bootstour gemacht. Die Möglichkeit durch die Wolkenkratzer fast hindurchfahren zu können, ist einmalig.

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    Die Architektur-Bootstour* ist wirklich sehr gut und hebt sich sehr von üblichen Touristentouren ab. Die Guides haben wirklich ein breites Architekturwissen – und ich wäre vor meinem ersten Besuch niemals auf die Idee gekommen, dass Chicago architektonisch so interessant ist! Wer sich doch nicht so für Architektur interessiert, dem empfehle ich wenigstens eine klassische Bootstour durch Chicago, um wenigstens einmal Chicago vom Lake Michigan aus zu sehen – der Blick auf die Skyline vom Wasser aus ist einmalig.

    Für das Fortkommen innerhalb der Stadt kann man einfach eines der Water Taxis nehmen. Die sind kleiner, meist nie überlaufen, und mit einem Tagespass für nur 10 Dollar kann man die Stadt erkunden wie mit einem Hop-On-Hop-Off-Bus! Die Water Taxis halten nämlich an allen wichtigen Punkten des Chicago River. Zusammen mit einem CTA Tagesticket für ebenfalls nur 10 Dollar, mit dem man alle öffentlichen Busse, U- und Hoch-Bahnen (inklusive der, die rundherum ums Zentrum fährt, The Loop, und tolle Aussichten bereithält!) nutzen kann, ist das die perfekte Kombination.

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    Unterkünfte in Chicago

    Ein Hotel oder eine Übernachtungsmöglichkeit ist in einer Stadt wie Chicago kein Problem – nur leider eben sehr teuer. Was sich aber auch bei dieser fantastischen Stadt wirklich lohnt.

    Hier ein paar selbst getestete Hotel-Vorschläge:

    Low Budget mit authentischem Charme: Freehand Chicago, mittendrin und mit einer sensationell guten Bar nicht nur für Hotelgäste ausgestattet
    Riesiger Hotelklassiker mit beeindruckendem Ballsaal als Eingangshalle: Hilton Chicago an der Michigan Avenue
    Direkt auf der Magnificent Mile: das Warwick Allerton Chicago verbindet Großstadtflair mit klassischem Luxus

    Auf die Reise nach Chicago und Illinois wurde ich von Enjoy Illinois eingeladen. Meine Meinung bleibt davon natürlich unberührt – ich war ohnehin schon vorher von Chicago begeistert 🙂

  • Jerusalem: Ein persönlicher Reisebericht.

    Jerusalem: Ein persönlicher Reisebericht.

    Mit Religion hatte meine Jerusalem-Reise nichts zu tun, auch wenn ein Großteil der Touristen aus religiösen Gründen dorthin pilgert. Damit habe ich so gar nichts am Hut. Auch, seitdem ein Großteil meiner brasilianischen Familie sich immer intensiver mit dem Thema beschäftigt und die eigene Religion mittlerweile allgegenwärtig ist.

    Das stört mich sehr und bietet immer öfter Nährboden für Konflikte, weil jeder insgeheim denkt, sein Glaube sei der einzig wahre. Eine Entwicklung, die so in vielen Bereichen in Brasilien gerade stattfindet – und manchmal mache ich mir Sorgen, ob dieser Religionswahn sich nicht irgendwann zum Schlechten wenden wird. Vielleicht war die Reise nach Jerusalem deswegen so intensiv für mich. Also vorab: Dieser Reisebericht über Jerusalem ist sehr persönlich geprägt, manche mögen es anders erleben – aber das gehört auch eben zum Reisen dazu.

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    Anreise nach Tel Aviv: Abenteuer Israel

    Meine Reise stand einfach nicht unter einem guten Stern. Ich flog von Deutschland aus direkt nach Tel Aviv und, weil ich’s wahrscheinlich einfach wissen wollte, wählte ich die israelische Hausairline. Waren die Sicherheitsvorkehrungen dort wirklich so anders? Tatsächlich. Total unvorbereitet wie immer, fand ich mich kurz vorm Check-In-Schalter in einem intensiven Interview bezüglich meiner Reisepläne und meiner Lebensumstände in Berlin wieder.

    Das eindringliche Gespräch fühlte sich für mich so sehr nach Verhör an, dass ich befürchtete, mein Gegenüber würde mich jeden Moment in einen geheimen Flughafenkerker werfen und dort verrotten lassen. Wegen was auch immer. Tat er aber dann doch nicht. Schweißgebadet musste ich danach mein Gepäck einer intensiven Gepäckkontrolle unterziehen lassen, und irgendwann war ich dann doch des Check-Ins würdig. Meine Laune war aber am Boden und ich wäre am liebsten wieder heulend nach Hause gefahren. Ging schon gut los.

    Lese noch mehr Tipps & Reiseberichte über Israel in meinem Israel Blog

    Über Jerusalem hatte ich mir vorher nie Gedanken gemacht. Eigentlich war es nur der Zufall, der für diese Reise sorgte. So kam ich frühmorgens relativ unbedarft dorthin. Relativ erstaunt. Jerusalem ist DAS Zentrum von drei Weltreligionen, die sich bekanntermaßen nicht immer mögen. Aber diese Spannung spürte ich in der ganzen Stadt, immer. Schon kurios, wenn man bedenkt, dass alle diese Religionen Liebe und Frieden propagieren.

    Was man in der Altstadt nicht verpassen sollte

    Die Jerusalemer Altstadt ist gespickt mit weltberühmten Sehenswürdigkeiten, die du dir unbedingt anschauen solltest. Die wichtigsten findest du hier, aber ich empfehle dir auch meinen großen Jerusalem Guide. Dort findest du neben weiteren Sehenswürdigkeiten außerhalb der Altstadt auch viele praktische Tipps für deine Reise nach Jerusalem.

    #1 Die Grabeskirche

    Die Grabeskirche liegt ganz versteckt, fast inmitten der Altstadt, und würden einem nicht die Kondensstreifen von Tausenden Reisegruppen den Weg dorthin weisen, würde man wohl kaum hinter der unscheinbaren Fassade eines der größten Heiligtümer des Christentums vermuten.

    Grabeskirche Jerusalem Eingang

    An der Stelle, an der später die Kirche erbaut wurde, soll Jesus gekreuzigt worden sein. Und sein Grab soll sich hier befinden. Weil die Grabeskirche daher so ziemlich für jede christliche Glaubensrichtung von Bedeutung ist, zanken sich auch dementsprechend viele Interessengruppen seit jeher um die Grabeskirche. Das hat dann irgendwann dazu geführt, dass die Schlüssel für die Kirche innerhalb einer bestimmten muslimischen Familie weitervererbt wurden – morgens und abends kommt dann jemand mit dem Schlüssel und schließt auf oder zu. Verrückt.

    #2 Die Klagemauer

    Die Klagemauer mit dem Tempelberg und der goldenen Kuppel des Felsendoms ist wohl eines der bekanntesten Postkartenmotive Jerusalems, ach, wahrscheinlich auch Israels. Eine Pilgerstätte des (orthodoxen) Judentums. Daher beten hier Männer und Frauen getrennt.

    Trennung Frauen Männer Klagemauer Jerusalem
    Flagge Israel Klagemauer

    Der Zugang ist geregelt: Man muss vorher eine der Sicherheitskontrollen passieren. Passender hätte die Szenerie nicht sein können, als plötzlich eine Jugendgruppe auftauchte und alle fröhlich „Hava Nagila“ sangen und im Kreis tanzten.

    #3 Die Davidszitadelle

    Die Davidszitadelle neben dem Jaffator bietet nicht nur ein informatives Museum zur Stadtgeschichte, sondern auch einen tollen Ausblick auf die Altstadt. Abends gibt’s in der Zitadelle auch noch eine Open-Air-Lightshow. Hört sich nach Touristenkitsch an, ist aber vor der einmaligen Kulisse der Festung sehr beeindruckend. (Eintrittspreise und Öffnungszeiten auf der Webseite des Museums.)

    #4 Das Gassenlabyrinth in der Altstadt

    Die Altstadt Jerusalems besteht zum großen Teil aus kleinen, engen Gassen, und an jeder Ecke dieses Gassenlabyrinths glaubt man, die Geschichte der Stadt – ach, was, der ganzen Menschheit! – erleben zu können. Wenn diese massiven Mauern nur sprechen könnten. Man kann gut und gerne einen ganzen Tag in der Altstadt verbringen und sich einfach nur treiben lassen. Fast hat man auch keine andere Wahl, denn früher oder später wird einen der eigene Orientierungssinn im Gassenwirrwarr eh verlassen.

    Bunte Schalen Jerusalem

    Was sehr schön ist: Wer glaubt, die Altstadt wäre nur ein Ort voll mit Touristen-Klimbim, irrt. Sicherlich gibt es viele Souvenirshops, bei der Menge der Touristen, die täglich durch die Jerusalemer Altstadt strömen, ist das kein Wunder. Aber es findet auch richtiges, einheimisches Leben statt!

    Das Jerusalem-Syndrom und ich

    Tatsächlich fühlte ich mich während meines Aufenthaltes in Jerusalem von Stunde zu Stunde unwohler. Selten hat mich ein Ort so irritiert. Ist es eine Überdosis an Religion? Ich fuhr überstürzt nach Hause zurück, weil ich nur noch weg wollte. Und das, obwohl ich mir eigentlich gerne noch mehr angesehen hätte, um mir ein besseres Bild zu machen. Ich war nämlich anlässlich eines Events dort, der vom örtlichen Tourismusbüro gesponsert wurde, und uns daher eher an Orte führte, die das Gesamtbild von Jerusalem eher unvollständig hinterliessen – ich denke, ihr wißt, was ich meine.

    Hinter vorgehaltener Hand bekam ich jedenfalls mehrfach den Ratschlag zugeraunt, mir doch auch mal den palästinensischen Teil anzuschauen, der sei ganz anders. Wie dem auch sei, die Stimmung in Jerusalem fand ich so beklemmend – oder besser gesagt, meine persönliche Stimmung –, dass ich nur wenige Tage aushielt. Wie mir aber später ein Israel-kundiger Kollege versicherte, sind starke Reaktionen bei Jerusalem-Besuchern nicht unüblich.

    Die einen haben wundersame Erscheinungen, empfangen irgendwelche spirituellen Botschaften oder kriegen einfach nur die Krise vor lauter Religion, so wie ich. Das Jerusalem-Syndrom bezeichnet eigentlich eine psychische Störung, bei der die Betroffenen an religiösen Wahnvorstellungen leiden – hört sich amüsant an, aber irgendwie geht von Jerusalem aus schon eine seltsame Energie, sodass man sich gar nicht mehr wundert, dass manche Menschen so stark auf diese Stadt anspringen.

    Kruzifixe Krippen Heiligenbilder Jerusalem
  • New York: Ausflug nach Coney Island & Brighton Beach

    New York: Ausflug nach Coney Island & Brighton Beach

    Ach, New York. Dieser Stadt werde ich wohl nie überdrüssig, sogar die frische Brise am Brighton Beach in Coney Island konnte mir nichts anhaben. Im Januar bin ich nochmal privat nach New York geflogen, wahrscheinlich auch ein bisschen aus Gründen der Aufarbeitung. In neun Monaten auf der Langstrecke war ich nämlich drei oder vier Mal dort, glaube ich. Ein besonderer Umstand, denn eigentlich habe ich immer dafür gesorgt, dass sich die Destinations in meinem Dienstplan nicht allzu sehr wiederholen. Ich wollte ja in der kurzen Zeit möglichst alles sehen, was der Flugplan hergibt.

    coney island

    Aber für New York habe ich von meinem Vorsatz eine Ausnahme gemacht. New York ist nie zuviel. Wobei die Aufenthalte immer kurz waren und ich mit meiner Mischung aus Erschöpfung und Jetlag zu kämpfen hatte, so dass am Ende von gut 24 Stunden vor Ort abzüglich langen Busfahrten zum Hotel und einer Mütze Schlaf nie viel Zeit blieb. Also war klar: Irgendwann müsste ich nochmal zurück nach New York, mit mehr Zeit. Um zu sehen, ob ich es nicht vielleicht doch vermisse, dienstlich nicht mehr regelmässig dort aufzuschlagen.

    Hier findest du übrigens noch mehr Inspirationen für deinen Trip nach New York

    Fakten zu Coney Island

    • Coney Island befindet sich im südlichen Teil vom New Yorker Stadtteil Brooklyn
    • Anfang des 20. Jahrhunderts war Coney Island für seine Vergnügungsmeile weltweit berühmt
    • Fahrgeschäfte wie das 1920 erbaute Riesenrad „Wonder Wheel“ oder die 1927 eröffnete Holzachterbahn „The Cyclone“ waren revolutionär
    • Jährlich findet die Mermaid Parade statt, ein großer Straßenumzug, der den Beginn der Sommersaison markiert

    Coney Island im Winter

    Drei Faktoren kamen dann Anfang des Jahres zusammen: Ich hatte jede Menge frei, ich hatte noch einen Urlaubsflug aus dem letzten Jahr übrig und das Beste: es gab einen Direktflug von Berlin nach New York, der immer unterirdisch leer war. Direktflüge auf der Langstrecke sind von Berlin aus ja immer eine Rarität, und viele Routen überleben auch nicht mehr als eine Saison. (Den Flug nach New York gibt’s jetzt im Sommerflugplan auch schon wieder nicht mehr.) Umsteigen ist mir nämlich immer ein Gräuel, vor allem an großen Flughäfen. Die Wege sind lang, das Drumherum stressig und laut; das macht Reisen einfach nur doof und anstrengend. Da ist ein menschenleerer Direktflug ohne viel Schnickschnack und Gerenne von einem kleineren Flughafen direkt vor der Haustür ein wahres Geschenk.

    Wonder Wheel Schild
    Das berühmte Riesenrad Wonder Wheel ist das Wahrzeichen von Coney Island

    Brighton Beach: Der Strand von Coney Island

    Ziemlich schnell stellte sich während meiner Zeit auf der Langstrecke heraus: Ich mag New York, ich mag weit weg reisen – aber dann lieber privat als dienstlich. Zum ersten Mal wieder in Amerika mehr Zeit zu haben, nicht von totaler Erschöpfung und diversen emotionalen Nebenschauplätzen geplagt zu sein, war so entspannend und angenehm. Und die viele Zeit vor Ort! Fast einen ganzen Tag habe ich damit verbracht, nach Coney Island bis nach Brighton Beach zu fahren und einen sonnigen Tag am Meer zu genießen. Wettermäßig ein echtes Geschenk.

    coney island
    Im Sommer perfekt zum Baden: Die weiten Strände von Coney Island

    Und alles ist so nostalgisch schön. Die Strandpromenade, die Essensbuden, das bekannte Riesenrad Wonder Wheel, das zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten von Coney Island zählt. Über den Winter hat alles geschlossen; kein Wunder, denn die Winter in New York sind manchmal so hart, dass man wochenlang nicht das Haus verlassen möchte. Trotzdem: An einem klaren Wintertag ist Coney Island aber die totale Abwechslung vom Großstadtdschungel Manhattans und man kann sich vom frischen Atlantikwind den Kopf frei pusten lassen.

    Bist du USA-Fan?
    Hier findest Du noch mehr Inspirationen zu Städtereisen in den USA

    Vergnügungsparks in Coney Island

    Wer Coney Island mit seinen ganzen Buden und Fahrgeschäften in Aktion erleben will, sollte von Frühjahr bis Herbst vorbeikommen: Die Saison ist in Coney Island von Ende März bis Ende Oktober. Für eine Fahrt mit dem legendären Wonder Wheel muss man in Deno’s Wonder Wheel Amusement Park, für die nostalgische Achterbahn Cyclone in den Luna Park.

    Coney Island ist irgendwie wie ein Kuriositätenkabinett aus vergangenen Zeiten: Jährlich finden vom Coney Island Art Center organisierte skurrile Veranstaltungen wie die Mermaid Parade statt. Hauptsächlich natürlich in der Saison – alle Termine gibt’s hier.

    Freak Show Plakate Coney Island New York

    Die berühmten Hot Dogs von Coney Island

    Bei Nathan’s Famous soll es die besten Hot Dogs der Stadt geben, in jeden Fall aber die bekanntesten. 1916 von polnisch-jüdischen Einwanderern gegründet, avancierte der anfangs kleine Hot-Dog-Stand zum beliebten Fast-Food-Restaurant in Coney Island.

    In den 70er Jahren wurde dann das jährliche Hot-Dog-Wettessen erfunden, das Nathan’s Famous noch mehr Popularität verschaffte. Das gut besuchte und sehr populäre Event findet jedes Jahr am 4. Juli statt, dem Unabhängigkeitstag und großen Nationalfeiertag der USA. Es wird in der großen Hauptfiliale an der Ecke von Surf und Stillwell Avenue ausgetragen.

    Aber auch wenn du es nicht zum großen Wettessen schaffst (und Fleisch magst, denn für Vegetarier gibt es leider nicht allzu viele Optionen), solltest du in jedem Fall in der Hauptfiliale vorbeischauen und einen der legendären Hot Dogs in stilechtem Ambiente probieren.

    Nathan's Famous, Coney Island
    Seit 1916 beliebt: Die Hot Dogs von Nathan’s Famous in Coney Island.

    Gleich um die Ecke befinden sich übrigens auch die Coney Art Walls. Die frei zugängliche Open-Air-Galerie besteht aus mehreren bunten Murals und hat mich ein bisschen an die Wynwood Walls in Miami erinnert. Sehr sehenswert und ein weiterer schöner Fotospot in Coney Island.

    Häufige Fragen zu Coney Island

    Planst du einen Trip nach New York? Coney Island ist bei einem Besuch in New York nicht unbedingt der allererste Anlaufpunkt, aber dennoch sehr sehenswert. Außerdem ist Coney Island relativ schnell zu erreichen. Ich beantworte dir hier die wichtigsten Fragen, damit du einen guten Überblick hast.

  • Salzburg an einem Tag: Die besten Tipps

    Salzburg an einem Tag: Die besten Tipps

    Was macht man mit einem freien Tag in Linz? Den Tag in Salzburg verbringen! Nach Salzburg dauert es mit dem Zug eine gute Stunde, perfekt also für einen Tagesausflug. Salzburg – da wollte ich schon immer mal hin. Wegen der Geschichte. Kultur. Mozart. Berge. Und überhaupt. Millionen von Touristen, die jährlich um einen Tagestrip Salzburg ihre Europareise planen, können ja nicht irren. Außerdem ist Salzburg an einem Tag wirklich gut zu erkunden! Was man alles in einem Tag in Salzburg sehen kann, zeige ich dir in diesem Artikel und verrate dir gleichzeitig ein paar hilfreiche Tipps!

    salzburg goldene kugel
    Der Mann auf der Goldenen Kugel vor der Festung Hohensalzburg: In Salzburg trifft Neu auf Alt.

    Salzburg an einem Tag entdecken: Start in der Altstadt

    Das Schöne an Salzburg für einen Tagestrip: Alles ist fussläufig zu erreichen. Perfekt, wenn man eh ohne Auto, sondern wie ich mit der Bahn unterwegs ist. Der Hauptbahnhof liegt außerhalb der Altstadt auf der anderen Seite der Salzach, aber mit dem Bus ist man in 10 Minuten mitten in der Stadt. Mittendrin in diesem lieblichen Altstadttraum in Pastellfarben. Die Gassen der Altstadt sind klein und eng, mal wie befürchtet überfüllt, mal überraschenderweise leer, aber immer gepflegt und hübsch anzusehen.

    Tipp: Mit der Salzburg Card für 24 Stunden sparst du dir den Eintritt für die meisten Sehenswürdigkeiten und kannst den ÖPNV, den Mönchsbergaufzug und die Festungsbahn (beide bringen dich zu den besten Aussichtspunkten über Salzburg) kostenlos nutzen.

    Mitten in der Altstadt: Der Dom zu Salzburg

    In der Altstadt findest du grandiose Bauten wie den Salzburger Dom – den man auch als Nicht-Kirchenfan von innen gesehen haben sollte. Die restaurierten Deckengemälde sind wirklich beeindruckend.

    Kaufe dein Ticket für den Dom zu Salzburg hier

    Salzburg Dom
    salzburg dom

    Mozart und Salzburg: Das Geburtshaus

    Mozart. Mozart. Überall Mozart. Wer so null mit klassischer Musik kann, für den ist Salzburg vielleicht auch nur halb so interessant. Salzburg lebt vom berühmtesten Sohn der Stadt und an jeder Ecke wird man mit der Nase drauf gestossen. Mozartkugeln, Mozart-Kühlschrankmagnete, Mozart-Postkarten, Mozart-wasauchimmer findet man in jedem Geschäft, jedem Lokal, jedem Supermarkt.

    Salzburg Mozart Geburtshaus

    Ein bisschen Mozart musste also auch noch in meinen Tag rein. In Salzburg lassen sich sowohl das Geburts- als auch das spätere Wohnhaus Mozarts besichtigen und ich entschied mich für ersteres. Obwohl ich Sorge hatte, mich am Ende für teuer Geld zusammen mit asiatischen Reisegruppen auf Ganz-Europa-in-fünf-Tagen-Tournee durch ein kleines Fachwerkhaus schieben zu müssen.

    Mehr Orte in Salzburg für Mozart-Fans findest du hier: Mozart in Salzburg

    salzburg mozart geburtshaus

    War aber am Ende doch nicht so. Das Haus/Museum ist ziemlich geräumig (waren wohl keine armen Leute, die Mozarts), und der asiatischen Reisegruppe blieb nur Zeit für Fotos vor dem Haus. Mit 11 Euro ist der Eintritt auch ziemlich heftig, aber was soll’s. Muss man in Salzburg mal gesehen haben. Die Ausstellung lohnt sich.

    Suchst du noch mehr Tipps für Salzburg? Hier geht es zum Salzburg Blog

    Salzburg Altstadt

    Mit der Salzburg Card hat man dort aber freien Eintritt, wie in vielen anderen Sehenswürdigkeiten auch – das habe ich nur leider hinterher erfahren. Es lohnt sich, einmal zu vergleichen – es lässt sich so jede Menge Geld sparen!

    Salzburg von oben: Mönchsberg oder Festung Hohensalzburg?

    „Du musst unbedingt rauf auf den Mönchsberg„, gab mir noch eine Freundin als ultimativen Tipp mit auf den Weg. Wäre wohl schöner als oben auf der Festung Hohensalzburg, die wohl auch immer gut besucht ist. Menschenmassen sind ja privat eh nicht meins – also: rauf auf den Mönchsberg. Und, wie praktisch: Man kann einfach mit dem Aufzug hoch. Was in meinem Fall eine schöne Zeitersparnis war, da ich langsam wieder zurück nach Linz musste.

    Salzburg Mönchsberg

    Der Blick vom Mönchsberg auf Altstadt und Festung und schneebedeckte Berge im Hintergrund lohnt aber wirklich. Außerdem gibt’s dort oben noch ein sehenswertes Museum für moderne Kunst, das sehr imposant und mit viel Beton auf den massiven Felsen geklöppelt wurde.

    Wenn Du beides machen willst: Dann lohnt sich erst recht der Kauf der Salzburg Card, mit der kommst Du nämlich umsonst mit der Festungsbahn auf die Festung Hohensalzburg und Du kannst kostenlos den Aufzug auf den Mönchsberg nutzen!

    Café-Tipp für Salzburg

    Das mit dem Kaffee bestellen in Österreich habe ich immer noch nicht raus. Kleiner Brauner, Einspänner… keine Ahnung, was nun was ist. Aber ich habe dafür ein lauschiges Café gefunden, um meinen plötzlichen Hunger nach original österreichischer Küche zu stillen: Im Café Würfelzucker gibt’s handgemachten Apfelstrudel! In alpinem Flair kannst du zudem den perfekten Blick auf die Salzach genießen.

    Mehr tolle Locations findest du auch in meinem großen Salzburg Food Guide.

    Lohnt sich Salzburg?

    Salzburg ist wirklich hübsch. Kann man nicht anders sagen. Ich würde mit Sicherheit nochmal wiederkommen, wenn es sich ergibt. Auch, um mal das sagenhaft schöne Umland zu erkunden. Und nochmal in Ruhe durch die Gassen von Salzburg zu schlendern, die so wunderbar fotogen sind, dass ich mich geärgert habe, nicht doch meine große Kamera mitgebracht zu haben und stattdessen nur mit dem Smartphone durch die Gegend gerannt bin.

    festung hohensalzburg

    Übernachten in Salzburg

    Willst du doch länger als einen Tag in Salzburg bleiben? Passende Unterkünfte kannst du hier vergleichen:
    Unterkünfte in Salzburg

    In Salzburg gibt außerdem 6 sogenannte religiöse Unterkünfte, die von kirchlichen Trägern betrieben werden. Hört sich ungewöhnlich an, aber hier kann man oft günstig (Salzburg ist ja sonst eher teurer) und gut übernachten. Mehr über diese Unterkünfte erfährst du in meinem Artikel Salzburg und seine Kirchen: Das Rom des Nordens.

    Mehr Tipps für Salzburg

    Du hast mehr Zeit in Salzburg? Dann gibt es noch einiges mehr, was du dir anschauen kannst. Hier findest du die schönsten Sehenswürdigkeiten in Salzburg sowie mystische Geheimtipps in Salzburg.

    Tipp: Eintrittsgelder in Salzburg können ganz schön happig sein. Spare Geld mit der Salzburg Card und erhalte in vielen Sehenswürdigkeiten freien Eintritt

  • Aberdeen: Sehenswürdigkeiten und Tipps für die Silver City

    Aberdeen: Sehenswürdigkeiten und Tipps für die Silver City

    Bei illustren Großstädten wie Edinburgh oder Glasgow ist Aberdeen ein richtiger Underdog unter den Städten in Schottland. Warum ein Besuch trotzdem lohnt, verrate ich dir in diesem Artikel! Und zeige dir gleichzeitig die Aberdeen Sehenswürdigkeiten, die du unbedingt sehen solltest.

    Aberdeen: Die silberne Stadt

    Auf dem Flug nach Aberdeen warnte mich ein Passagier: „Aberdeen ist wirklich eine sehr spezielle Stadt. Alles ist grau, die gesamte Stadt. Ich wette, Sie haben in ihrem Leben noch nie soviel Grau auf einmal gesehen!“ Ha. Von wegen. Als Ruhrpottkind bin ich mit grauen Städten und deprimierenden Umgebungen gut vertraut. Nicht, dass ich falsch verstanden werden, den Ruhrpott liebe ich bis heute heiß und innig – aber schön… schön is watt anderes. Mitten im Grau bin ich also aufgewachsen und Aberdeen soll noch grauer sein? Aber Aberdeen hatte doch mehr zu bieten als gedacht…

    Tipp: Günstige Unterkünfte in Aberdeen gibt es hier

    Aberdeen Sehenswürdigkeiten Schottland Castlegate The Salvation Army Citadel
    Aberdeen Sehenswürdigkeiten Schottland Castlegate The Salvation Army Citadel

    Aberdeen Sehenswürdigkeiten & Tipps

    Es kam, wie es kommen musste, unser Gast hatte doch tatsächlich recht. Alles, aber auch wirklich alles war grau. Sogar der Himmel. Fifty shades of grey live sozusagen. Irgendwie kommt so hoch im Norden Schottlands die Sonne im Herbst nicht wirklich zum Vorschein. War aber auch gar nicht schlimm, Aberdeen beeindruckt auch so.

    aberdeen
    Aberdeen’s Stadtteil Castlegate ist nach dem Aberdeen Castle benannt, das hier einmal stand. Heute befindet sich hier die Salvation Army Citadel.

    Warum ist alles in Aberdeen grau?

    Das ganze Grau, was einen in Aberdeen umgibt, ist nämlich in Wirklichkeit gar nicht so fahl grau. Die allermeisten Häuserfassaden sind nämlich aus Granit – wenn man näher rangeht, sieht man einen leicht silbrigen Schimmer, der umso schöner wird, wenn die (zugegeben seltene) Sonne draufscheint. Normalerweise würde man solche Gebäude niemals mit Granit bauen – das wäre viel zu teuer! Aber in der Nähe von Aberdeen befinden sich große Granitvorkommen, die in der Vergangenheit in der Region für viel Wohlstand gesorgt haben.

    Aberdeen Schottland Sehenswürdigkeiten graue Häuser
    Vorherrschende Häuserfarbe in Aberdeen, Schottland: Grau.
    Aberdeen Schottland Linksverkehr Straßenbemalung

    Das Maritime Museum

    Kein Wunder, dass Aberdeen ein megagroßes Seefahrtsmuseum hat, das Aberdeen Maritime Museum. Neben Granit gibt’s hier in der Umgebung auch noch jede Menge  Öl vor der Küste! Und im Maritime Museum erfährt man so einiges über Schiffe, Ölförderung und die Geschichte Aberdeens.

    Aberdeen Sehenswürdigkeiten Schottland Aberdeen Maritime Museum
    Besuchermagnet in Aberdeen: Das Aberdeen Maritime Museum.
    Aberdeen Sehenswürdigkeiten Schottland Hafen Hafenstadt
    Hafenstadt durch und durch: Riesige Schiffe liegen im Hafen von Aberdeen, das besonders von der Ölförderung in der Nordsee lebt.

    Friedhofsspaziergang an der St. Nicholas Kirche

    Okay, normalerweise bin ich kein großer Fan von Friedhöfen. Aber dieser hier ist wirklich besonders. Alles auf diesem Friedhof ist über und über mit leuchtendgrünem Moos bewuchert – das einzig farbige in dem ganzen Aberdeen-Grau rundherum. Die Kirche steht übrigens mitten auf der Union Street, der großen Einkaufsstraße mitten im Zentrum. Wenn man eh gerade also zum Shopping unterwegs ist, kann man hier einen kleinen Spaziergang einlegen.

    Aberdeen Sehenswürdigkeiten Schottland Friedhof St. Nicholas Kirche
    Schaurig-schön: Der moosbedeckte Friedhof der St. Nicholas Kirche mitten im Zentrum von Aberdeen.

    Shopping in Aberdeen

    In England generell liebe ich es ja, Klamotten einzukaufen – wenn man nicht gerade normal groß ist, ist die große Auswahl an Petite-Größen in so ziemlich allen Läden ein echter Traum! (Und von der Gourmet-Abteilung bei Marks&Spencer fange ich erst gar nicht an… ) Gibt’s auch alles in Aberdeen. Und für Fans von Jamie Oliver: Dies.

    Aberdeen Sehenswürdigkeiten Schottland Jamie Oliver Restaurant
    Aberdeen Sehenswürdigkeiten Schottland Jamie Oliver Restaurant Buchladen

    Aberdeen Foodtipp: Tea time – der Five O’Clock Tea!

    Ich bin absoluter Teetrinker, da gehört dann natürlich eine originale Teatime dazu. Am besten noch mit Scones, Marmelade und Clotted Cream. Mmh.

    Aberdeen Sehenswürdigkeiten Schottland Afternoon Tea mit Scones und Clotted Cream
    Auch in Aberdeen ein Muss: Afternoon Tea mit Scones, Clotted Cream und Marmelade.

    Warst Du schon mal in Aberdeen? Hast Du Vorschläge für meine nächste Aberdeen-Übernachtung? Immer her damit. (Und wenn hier Berliner mitlesen… wo kriege ich hier um Himmels Clotted Cream für ’nen echt britischen Fünfuhrtee her?)

    Aberdeen Sehenswürdigkeiten Schottland Silver City grau Granit

    ***

    Lesetipps

    Mehr über die Briten und ihren Tee findet ihr auf dem Britblog.

    A decent cup of tea berichtet nicht nur über Tee, sondern kennt sich auch richtig gut in Schottland aus: Schottland Reisetipps vom Großbritannien Profi

  • Shopping-Tipp für Bangkok: Der Chatuchak Markt

    Shopping-Tipp für Bangkok: Der Chatuchak Markt

    Du willst das ultimative Shoppingerlebnis während Deines Bangkok-Aufenthaltes? Dann musst Du zum Chatuchak Markt. Günstige Klamotten und Mitbringsel finden sich ja in Bangkok nahezu an jeder Ecke, aber der Chatuchak Markt ist allein auf Grund seiner Größe echt sehenswert.

    Einkaufen auf dem Chatuchak Markt Bangkok

    Der Chatuchak Markt am Wochenende

    Hier kann man den ganzen Tag vertrödeln, denn der Markt ist einfach riesig (und nebenbei der weltgrößte Wochendendmarkt)! Größtenteils überdacht kann man sich richtig in den schmalen, vollgestellten Gängen verlieren und dem Kaufrausch hingeben.

    Was kann man auf dem Chatuchak Markt einkaufen?

    Am besten man fragt, was es dort nicht gibt! Denn von Kleidung über Haushaltswaren über lebende Haustiere kann man auf dem Chatuchak Markt hier fast alles einkaufen! Damit ihr mal einen Eindruck bekommt, wie groß der Markt ist – hier der Standortplan (kann man an der Marktinfo auch kostenlos als Faltplan mitnehmen – und ja, es ist hilfreich!):

    Map of Chatuchak Market, Bangkok

    Street Food auf dem Chatuchak Markt

    Zum Glück ist der gesamte Markt ordentlich nach Branchen unterteilt, wer also nach Bestimmten wie Vintage-Klamotten, Kunst, Seifen oder so sucht, weiß dann direkt, wohin. Essen kann man hier natürlich auch – an den Außenseiten steht ein Streetfood-Stand nach dem anderen.

    Street Food at Chatuchak Market, Bangkok

    Im Thailand Blog findest du noch mehr Tipps & Tricks für deine Thailand Reise

    Street Food atChatuchak Market, Bangkok

    Teilweise gibt auch richtige Bars, wie das Viva 8, wo man sich vom Live-DJ und Showcooking berieseln lassen kann, wenn einem vom Powershoppen die Füße brennen:

    ChatuchakMarktBangkokVivaBar
    ChatuchakMarktBangkokBarViva
    VivaChatuchakMarktBangkokThailand

    Öffnungszeiten des Chatuchak-Markts

    Der Chatuchak-Markt hat samstags und sonntags von 6–18 Uhr geöffnet und ist super mit dem Bus oder der Metro zu erreichen.

    Tipp: Früh kommen, denn mittags kann’s richtig heiß werden, besonders innerhalb des Marktes in den schmalen Gängen. Und wie immer: Vieeeeeel trinken!

    Website des Chatuchak Markts

  • 12 Bilder, bei denen Du sofort nach Lissabon möchtest

    12 Bilder, bei denen Du sofort nach Lissabon möchtest

    Vor kurzem war ich in Lissabon – nicht zum ersten Mal, und da ich so ziemlich alle Sehenswürdigkeiten schon mehrfach abgeklappert habe, habe ich dieses Mal auch nicht unbedingt viele klassische Lissabon-Fotos mitgebracht. Schade eigentlich, denn es gibt so viel Schönes dort zu sehen. Also habe ich mal in meinem mittlerweile explodierendem Foto-Archiv ein paar Lissabon-Bilder rausgekramt.

    Alfama & Straßenbahn

    Straßenbahn vor Kathedrale in Lissabon

    Was unbedingt zu Lissabon gehört: Eine Fahrt durch die Alfama mit einer der alten Straßenbahnen. Mache ich jedes Mal, weil’s so dermaßen Lissabon ist.

    Miradouro de Santa Luzia

    Aussicht auf Alfama vom Miradouro de Santa Luzia Lissabon

    Lissabon ist so hügelig, das ist unglaublich. Gut für die Fitness – und es gibt einfach so viele tolle Aussichtspunkte wie den Miradouro de Santa Luzia.

    ➜ Infos & Tipps für deine Portugal Reise gibt es in meinem Portugal Blog

    Seefahrer-Romantik

    Lissabon Seefahrer Statue

    An der Mündung des Tejo in den Atlantik gelegen, sind die Portugiesen schon immer ein Seefahrervolk gewesen. Überhaupt ist das viele Wasser rund um Lissabon toll: Ich liebe diese frische Meeresluft. Ganz nette Strände gibt es im Übrigen auch ganz in der Nähe.

    Azulejos

    Fassade mit Azulejos in Lissabon Portugal

    Diese Fassaden! Überall in Lissabon stehen noch diese tollen Altbauten, über und über mit Fliesen, den Azulejos, verkleidet. Eine Fassade ist schöner als die andere. Die Portugiesen sind totale Fliesenkünstler. Das ist eine eigene Handwerkssparte für sich. Auf Flohmärkten und in Antiquitätengeschäften findet man auch jede Menge alte Fliesen als Souvenir zum Mitnehmen – allerdings werden die mittlerweile auch aufgrund der steigenden Popularität von Fliesen bei Touristen wohl ganz gerne aus alten Häusern zum Weiterverkauf geklaut…

    Elevador do Carmo

    Elevador do Carmo und Chiado in Lissabon

    Vom Castelo de São Jorge oben in der Alfama aus hat man eine der besten Aussichten auf die Stadt. Das Graue in der Mitte ist übrigens ein Aufzug! Der Elevador do Carmo, auch Elevador de Santa Justa genannt, verbindet die Stadtteile Baixa (unten) und Chiado (oben). Das Stahlkonstrukt ist über 100 Jahre alt und läuft wie ’ne Eins! Und eine Fahrt damit gehört zu den Dingen, die man auch unbedingt in Lissabon mal gemacht haben muss.

    Castelo de São Jorge

    Pfau im Castelo de São Jorge Lissabon

    Um das Castelo de São Jorge kann man es vor allem im heißen Sommer gut aushalten, viele Schatten spendende Bäume, die tolle Aussicht – und freilaufende Pfaue gibt’s auch.

    Kopfsteinpflaster

    Kopfsteinpflaster in Lissabon Portugal

    Noch eine Sache, für die Lissabon bekannt ist: kunstvolle Kopfsteinpflaster. Die Muster sind immer schwarzweiß – und so toll gemacht.

    Tante-Emma-Läden

    Laden mit Kerzen in Lissabon

    Was in Lissabon auffällt: es gibt so viele alte Spezialgeschäfte mit viel Geschichte. Zwar sieht man in der Innenstadt auch viele Filialen großer Ketten, aber alles in allem lieben die Lissabonner ihre kleinen Tante-Emma-Läden mit Charme. Und ich auch. Wie diesen Kerzenladen. In Lissabon gibt’s übrigens auch mitten in der Stadt einen uralten Laden, der nur Handschuhe verkauft. Das ganze Jahr über! Nur Handschuhe! Dabei wird’s hier noch nicht mal richtig kalt…

    Vintage-Charme

    Alte Häuserfassade in Lissabon

    Lissabon ist nicht dreckig – Lissabon hat Patina! Angeranzte Fassaden wie diese hier machen echt den Charme der Stadt aus. Und die Farbe fand ich einfach toll.

    Elevador da Bica

    Elevador da Bica Lissabon

    Keine Straßenbahn, sondern ein Aufzug: Der Elevador da Bica fährt einfach nur eine Straße hinauf und hinunter. Den ganzen Tag. Aber bei der üblen Steigung nimmt man ihn auch gerne in Anspruch.

    Alltag in Lissabon

    Wäscheleinen vor Fenster in Lissabon

    Wäscheständer gibt’s in Lissabon nicht. Leine vors Fenster und fertig.

    Aussichten

    Aussicht vom Miradouro in Lissabon

    Wer möchte bei der Aussicht nicht sofort hin? Ich am liebsten wieder gleich!

  • Lissabon: Tipps für einen Tag

    Lissabon: Tipps für einen Tag

    Beruflich gehört Lissabon leider nicht in mein Reiserepertoire, daher bin ich selten dort. Aber wenn, dann flasht mich diese Stadt jedes Mal. Und immer fühle ich mich wie in einer zweiten Heimat. Portugal mag ich überhaupt gern, das liegt vielleicht auch an meiner frühkindlichen Prägung.

    lissabon

    Damit ich wenigstens ein bisschen Portugiesisch mitkriege, schickte mich meine brasilianische Mutter in Grundschulzeiten immer zum „Muttersprachlichen Ergänzungsunterricht“. Hört sich wichtig an, war aber nur heiße Luft. Ich war das einzige Mädchen unter 8 portugiesischen Jungs, denn das Angebot richtete sich eigentlich an Gastarbeiterfamilien aus Portugal. Brasilianer? Gab’s damals nicht in unserer Großstadt. Und so fuhr ich nachmittags einmal die Woche mit Bus und Bahn quer durch die Stadt, damit ich eine Stunde den Jungs beim Scheißebauen zugucken konnte, ansonsten nur Bahnhof verstand und versuchte, das mit konsequenter Sprechverweigerung und der Zuhilfenahme eines herzzerreißenden Kulleraugen-Hundeblicks zu vertuschen. Denn unsere großmütterliche Lehrerin sprach nun mal Portugiesisch aus Portugal, das ich mit meinen spärlichen Sprachkenntnissen noch weniger verstand. Am Ende jedes Schulhalbjahres gab’s aber dafür eine schicke Zwei (für die Kulleraugen, nicht fürs Portugiesisch, aber das kam ja nicht ins Zeugnis) und eine dicke Umarmung unserer Lehrerin fürs Durchhalten.

    lissabon

    Lissabons 28: Nostalgie in der Alfama

    Jahrzehnte später stehe ich in einer überfüllten Straßenbahn und frage mich, warum ich das denn nun wirklich auf mich nehmen musste. In kleinen Räumen, dichtgedrängt mit fremden Menschen, ist so gar nicht meins. Berufskrankheit halt. Es rumpelt und pumpelt, knarzt und kracht. Mit unerwartetem Karacho prescht die Miniatur-Straßenbahn durch die Straßen der Alfama, berg rauf, berg runter, und bei jeder rasanten Anfahrt falle ich mit der Nase in eine andere fremde Männerachsel, die an einem der von der Decke baumelnden Handgriffe hängt: Ein Meter sechzig in Turnschuhen ist nicht wirklich vorteilhaft in überfüllten Verkehrsmitteln. Aber eine Fahrt mit der Linie 28 muss schon sein, wenn man eh gerade in Lissabon ist. Denken sich auch die hundert anderen Touristen, mit denen ich mich in die Bahn gepresst habe – auf der Jagd nach dem richtigen, authentischen Lissabon-Feeling.

    Vamos passear! Vamos para a Feira da Ladra!

    Von den Einheimischen fährt garantiert keiner mehr auf dieser Linie. Die 28, das ist nämlich sowas wie der 100er-Bus hier in Berlin – für kleines Geld gibt’s eine Fahrt an die besten Sehenswürdigkeiten und ’ne Ladung Lokalkolorit umsonst dazu. Während in Berlin aber der Anschiss für was auch immer vom Busfahrer auch noch gratis ist, sprüht unser Fahrer vor portugiesischer Lebensfreude: „Kommt alle rein, steigt zu, lasst uns spazierenfahren, heute ist doch so ein toller Tag! Geht mal zum Flohmarkt! Und macht mal richtig viele Fotos von der Bahn, kommt mal näher ran!“ ruft er den Touristen zu, die an jeder Ecke stehen, um das typische Lissabon-Bild zu fotografieren, und posiert stolz hinter seinem Straßenbahnsteuerraddings für jedes Foto. Straßenbahn in einer engen Straße, Straßenbahn vor der Kathedrale da Sé, Straßenbahn um die Ecke kommend, Straßenbahn am Miradouro. Kein Lissabon ohne Straßenbahnfoto. Diese unverwüstlich-nostalgischen Bahnen sind aber auch einfach einmalig.

    Alle meine Portugal Tipps findest du im Portugal Blog

    Wer dienstags oder samstags in der Alfama ist, sollte auch unbedingt auf der Feira da Ladra vorbeischauen, einem Flohmarkt mit einigem an Lissabon-Kitsch-Souvenirs – aber auch richtig schönem Trödelkram.

    Lx Factory in Lissabon: Nostalgie für Hipster

    In der Lx Factory, einem alten Fabrikgelände, gibt’s dafür das Pendant zur historischen Alfama – hier ist das Hipster-Lissabon. Und irgendwie ein bisschen so, wie an allen anderen Hipster-Orten dieser Welt auch. Hipster-Café. Hipster-Restaurants. Hipster-Läden. Bärte. Street Art. Sehenswert: Die Buchhandlung Ler Devagar. Ein bisschen außerhalb der Innenstadt, aber gut mit Bus und Bahn zu erreichen (eine Tageskarte für nur 6€ oder so bietet sich in Lissabon eh an, allein wegen der spektakulären Tramfahrten durch die Altstadt).

    Ich muss allerdings sagen: Wirklich begeistert hat mich die Lx Factory nicht – vielleicht lag’s auch einfach daran, dass ich mittags da war; abends ist es möglicherweise noch interessanter. Oder ich bin einfach der sich ständig wiederholenden Hipsterläden dieser Welt müde. Oder: Es fühlt sich einfach relativ wenig nach Lissabon an – oder zumindest danach, was ich mit Lissabon verbinde: dieser grandiose Charme einer einstmals pompösen Stadt, von Sonne und Wasser umgeben und immer noch voller Geschichte. Alte Fabrik hin oder her – Lissabon kann eben noch viel mehr.

  • Die 10 besten Sehenswürdigkeiten in Kuala Lumpur

    Die 10 besten Sehenswürdigkeiten in Kuala Lumpur

    Malaysia, wo fängt man da nur an? Ich bin ja die beste Reiseplanerin überhaupt. Nicht. Während andere sich schon Monate vorher ausgeklügelte Routen ausgedacht und ganze Tage durchgeplant haben, weiß ich ungefähr mit Glück drei Tage vorher, in welche Richtung ich überhaupt aufbreche. Ich hasse Planen. Und so wusste ich über Malaysia auch nur das, was ich noch im Schnelldurchgang aus dem Reiseführer rauslesen konnte. War nicht viel. Egal, ganz unvorbelastet mit eigenen Augen erleben ist eh spannender und so erkundete ich die schönsten Sehenswürdigkeiten in Kuala Lumpur.

    kuala lumpur

    Kuala Lumpur Sehenswürdigkeiten & ein paar Facts

    Ein paar grobe Fakten über Kuala Lumpur, bevor ich euch mit ein paar wirklich coolen Tipps für euren Kuala-Lumpur-Besuch versorge:

    • Kuala Lumpur ist die Hauptstadt Malaysias und ist für eine asiatische Großstadt mit ca. 1,6 Millionen Einwohner eher mini
    • Die Petronas Towers sind DAS Wahrzeichen der Stadt und WAREN mal das höchste Gebäude der Welt, sind dafür aber immer noch die höchsten Zwillingstürme der Welt
    • Multikulti: In Kuala Lumpur leben wie auch im Rest Malaysias die verschiedensten Kulturen und Religionen auf engstem Raum: Chinesen, Malaien, Inder, Araber, Buddhisten, Muslime, Christen, Hindus – hier findet jeder seinen Platz.

    Petronas Twin Towers

    In Kuala Lumpur kommt man an den Petronas Towers nicht vorbei. Blitzblank poliert und mit interessanten Formdetails sind die Zwillingstürme ein außergewöhnliches Stück Architektur. Von der riesigen Höhe ganz abgesehen. Rauf kann man übrigens auch.

    Buche hier dein Ticket für die Petronas Twin Towers

    kuala lumpur

    Planst du eine Malaysia Reise?
    Dann solltest du dir auch meinen Malaysia Blog mit vielen Infos & Inspirationen ansehen!

    Merdeka Square

    Ein bisschen was für Geschichtsinteressierte: Hier wurde 1957 erstmals die malaiische Flagge gehisst und die Unabhängigkeit von Großbritannien gefeiert. Eigentlich nur ein großer Rasen, war ja auch mal ein Cricket-Feld. Aber das Gebäude am Platz, das Sultan Abdul Samad Building, ist mit seinem riesigen Uhrturm, seinen ungewöhnlichen Wendeltreppen und seinen Arkaden ganz sehenswert.

    kuala lumpur

    Außerdem sind die beiden Touristeninformationen ein guter Grund, hier direkt vorbeizuschauen. Einmal das nationale Touristenbüro für ganz Malaysia im Sultan Abdul Samad Building und ein paar Meter um den Platz herum die Touristeninformation für Kuala Lumpur. Hier kann man sich mit wirklich sehr informativen Broschüren eindecken und die Mitarbeiter sind durchweg sehr nett und helfen gern mit Tipps.

    Chinatown

    In der Welt gibt es garantiert chinesischere und aufregendere Chinatowns als die in Kuala Lumpur. Trotzdem gibt’s hier einige tolle Tempel und ’nen schönen Indoormarkt, sollte man nicht verpassen:

    Central Market

    Hier gibt’s einige schöne Souvenirläden und -stände und in der oberen Etage einen guten und günstigen Foodcourt.

    Sri Mahamariamman Tempel

    Mitten im chinesischen Chinatown ein Hindu-Tempel – das ist Malaysia. In Multikulti macht denen keiner mehr was vor. Am Eingang gibt man die Schuhe ab, auch in Hindutempeln läuft man nur barfuß herum, und dann kann man sich den Tempel auch von innen anschauen. Auch hier gilt: Die klatschengen Hotpants werden besser verhüllt. Saris kann man sich vor Ort leihen.

    kuala lumpur
    kuala lumpur
    sri mahamariamman tempel kuala lumpur

    Guan Di Tempel

    Ein paar Meter weiter weg vom Hindutempel taucht man in eine ganz andere Welt ein. So schnell springt man hier in Malaysia von einer Weltreligion in die andere. Der Guan-Di-Tempel ist ein taoistischer Schrein, gewidmet dem Gott Guan Di, dem Schutzpatron der Kampfsportarten. Polizisten und Triaden kommen angeblich gleichermaßen hierher, um Schutz zu erbitten.

    chinesischer tempel in chinatown kuala lumpur malaysia
    chinesischer tempel in kuala lumpur
    chinesischer tempel in chinatown kuala lumpur

    Petaling Street

    Ich fand’s nicht so spektakulär, aber wer noch China-Schnickschnack, Teddy-Plastikblumensträuße und original unoriginale Louis-Vuitton-Taschen einkaufen will, der besucht noch die Petaling Street, eine überdachte Einkaufsmeile mitten in Chinatown und im Herzen des Viertels.

    Jalan Alor Food Street

    Der beste Ort für nächtliche Street-Food-Abenteuer ist die Jalan Alor. Hier gibt’s alles – vor allem aber auch viel chinesische Küche. Ein Restaurant reiht sich an das andere, Essensstände ohne Ende und ab und zu Livemusik.

    street food in japan alor kuala lumpur

    Wer genug probiert hat, zieht danach weiter zur Changkat Bukit Bintang – eine Straße in der Nähe mit vielen Bars, Musik und Nightlife.

    Batu Caves

    Das absolute Tempel-Highlight! Ein Hindutempel mitten in eine riesige Felsspalte hineingeklöppelt! Die imposante Statue am Eingang weist den Weg: Steile Treppen führen hinauf in das Innerste der Batu Caves. Entlang der Treppen in den Bäumen leben Unmengen von Affen: Nicht füttern, kleine Teile (Kameras etc.) gut festhalten (Affen können echt gut klauen) und süß finden!

    kuala lumpur

    Im Tempel wurde übrigens gerade gebaut, und die Arbeiter freuen sich über Mithilfe, da der Tempel spendenfinanziert ist und keinen Eintritt kostet – am Eingang oben einfach einen Eimer Sand mitnehmen, an der Baustelle abstellen und beim Rausgehen einen leeren Eimer mitnehmen.

    Buche hier deine Tour zu den Batu Caves ab Kuala Lumpur

    kuala lumpur

    Heli Lounge Bar: Die beste Rooftop-Bar

    Rooftop-Bars sind immer eine gute Idee. Aber die Heli Lounge Bar ist echt einzigartig, nicht nur für Flieger. Ein ECHTER Helikopterlandeplatz (!) mitten in Kuala Lumpur auf einem unscheinbaren Hochhaus mit spektakulärem, unversperrtem Blick auf die funkelnden Petronas Twin Towers. Geländer? Gibt’s nicht. Frei wie ein Vogel über Kuala Lumpur – dazu Drinks vom Feinsten. Tagsüber wird der Helipad tatsächlich benutzt, aber nachts wird der Landeplatz zur ungewöhnlichsten Rooftopbar in Kuala Lumpur.

    heli lounge kuala lumpur

    Ein bisschen teurer, etwas schwierig zu finden, da am Eingang unten kaum beschildert – lohnt aber definitiv. Unten ist die eigentliche Lounge Bar, aber über Treppen und schmale Metallstiegen geht’s rauf auf den Helipad mit der besten Aussicht überhaupt. Cooler geht’s wirklich nicht.

    Adresse: auf dem Menara KH Hochhaus, 34.Etage, Jalan Sultan Ismail, geöffnet von montags bis samstags ab 18.00

    petronas tower von heli lounge bar aus
    heli lounge in kuala lumpur

    Praktische Tipps für Anreise und Transport in Kuala Lumpur

    • Kuala Lumpur hat zwei Flughäfen: den Kuala Lumpur International Airport (KUL), KLIA genannt, und den Sultan Abdul Aziz Shah Airport (auch Subang Airport). Letzterer ist der ältere von beiden und liegt näher an der City, wird aber nur noch von drei kleineren malaysischen Airlines angeflogen (Berjaya Air, Malindo Air, Firefly). Von Deutschland aus gibt keinen Direktflug nach Kuala Lumpur (KUL) – ich bin ab Berlin mit Qatar Airways über Doha geflogen, das war die kürzeste Verbindung.
    • Das öffentliche Nahverkehrssystem in Kuala Lumpur ist mit U-Bahnen und Bussen sehr gut ausgestattet – allerdings habe ich es echt wenig genutzt, da ich in Kuala Lumpur endgültig zum totalen Uber- und Grab-Fan mutiert bin. Die beiden Dienste sind unschlagbar günstig und superpraktisch.
  • Marrakesch: Sehenswürdigkeiten & Tipps für alleinreisende Frauen in Marokko

    Marrakesch: Sehenswürdigkeiten & Tipps für alleinreisende Frauen in Marokko

    Marrakesch ist ein Traum aus tausendundeiner Nacht. Ich war Feuer und Flamme, als ich mich aufgemacht habe, die schönsten Sehenswürdigkeiten in Marrakesch zu erkunden. Allein als Frau in Marokko ist es aber nicht immer einfach! Am Ende des Artikels findest Du ein paar hilfreiche Marrakesch Tipps extra für Frauen!

    Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Marrakesch

    „Sind die Farben in Marokko wirklich so intensiv und schön, wie man immer sagt?“ fragte mich eine Freundin nach meiner Reise. Und ja, tatsächlich – die Farben, die Muster: Marokko und speziell Marrakesch sind ein absolutes Fest für die Augen. Überall gibt es Interessantes zu sehen, und es macht Spass, sich in den engen, verwinkelten Gassen der geschichtsträchtigen Medina zu verlieren und Neues zu entdecken. Wahrscheinlich hätte ich auch noch viel mehr Zeit an diesem einzigartigen Ort verbracht, wenn da nicht ein paar Sachen gewesen wären…

    Place Djemaa el-Fna – Von Schlangenbeschwörern und marokkanischem Barbecue

    Der Place Djemaa el-Fna ist der zentrale Punkt in der Medina, der Altstadt von Marrakesch, und gleichzeitig der große Marktplatz, auf dem sich alles abspielt. Auch wenn man sich in den labyrinthartigen Gängen in der Altstadt verläuft, zum Place Djemma-el-Fna findet man irgendwie immer zurück. Der Platz ist riesig groß, um ihn herum einige Geschäfte und Cafés. Tagsüber ist wirklich nicht viel los – ein paar Saftstände hier und da, ein paar Henna-Malerinnen. Bis der Abend naht – dann kommt Bewegung auf den Platz. Und das jeden Abend!

    Marrakesch Sehenswürdigkeiten Place Djemaa el Fna bei Sonnenuntergang
    Der Place Djemaa el Fna in Marrakesch: Bei Sonnenuntergang besonders schön.

    Langsam füllt sich der vorher leere Platz mit Unmengen von Essensständen, an den denen Fleisch und Fisch auf den Grill kommen, Musikern und Schlangenbeschwörern. Marokkanische Volksfeststimmung! Am besten kann man das ganze Treiben von einer der Dachterrassen rund um den Platz beobachten. Keine Sorge, die Lokale sehen zwar alle sehr nach Touristenfalle aus, sind aber gar nicht so überteuert! Und man kann ganz ungestört 1-2 Stunden dort sitzen, den Sonnenuntergang beobachten und die Stimmung auf sich wirken.

    Auf dem Platz selbst hingegen sollte man mit Umschauen und Gucken vorsichtig sein… Jeder Essensstand hat seine Touristenfänger gut postiert, die nicht locker lassen und unermüdlich mit ihren Speisekarten vor einem herumwedeln. Wirklich in Ruhe schauen ist unmöglich. Auch bei den Schlangenbeschwörern und Musikern ist Vorsicht geboten, zückt man die Kamera. Für jedes Foto wird nicht gerade unaggressiv ein Obolus eingefordert, wenn man nicht von selbst darauf kommt. Schließlich leben die Darsteller davon – also Spende oder kein Foto. Wer dann auch kein Herz für Tiere hat, kann noch Fotos mit Affen, die an Ketten gehalten werden und dämliche Verkleidungen wie Tutus und Sonnenbrillen tragen müssen, machen.

    Jardin Majorelle – die Gärten von Yves Saint Laurent

    Der Jardin Majorelle war eigentlich immer das erste, was mir bei Marrakesch in den Sinn kam. Exotische Pflanzen, mittendrin ein Haus in sattem Mondrianblau (schon wieder diese Farben!) und die Symbiose zwischen Orient und Moderne. Ganz so geflasht war ich dann doch nicht. Der Garten an sich ist kleiner als in meiner Vorstellung und leider war das Yves Saint Laurent Museum auf dem Gelände gerade geschlossen. Aber die Sammlung an unterschiedlichsten Pflanzen aus aller Welt ist auch für Nicht-Botaniker beeindruckend. Im klimatisierten lauschigen Café (ein Traum bei Außentemperaturen von 40 Grad) kann man gemütlich bei Minztee und frischen Säften eine Pause einlegen.

    Der Jardin Majorelle liegt außerhalb der Medina und ist am besten per Taxi zu erreichen. Auch wenn man hier handeln sollte – wir haben es nie wirklich zu einem realistischen Preis geschafft und für Hin- und Rückfahrt überteuerte 40 bis 50 Dirham (ca.4-5€) bezahlt. Eintritt für den Jardin Majorelle (ohne Museum): 70 Dirham.

    Aktuelle Preise und Öffnungszeiten

    ➜ Mehr über Marokko erfährst du noch auf meinem Marokko Blog!

    Merdersa Ben Youssef

    Marrakesch Sehenswürdigkeiten Medersa Ben Youssef Innenhof
    Die Medersa Ben Youssef von innen: Eines der beeindruckendsten Gebäude in Marrakesch.

    Eine der schönsten Gebäude in Marrakesch ist die Merdersa Ben Youssef, eine ehemalige Koranschule. Der Innenhof ist mit Stuckornamenten und Mosaiken sehr beeindruckend gestaltet – absolut sehenswert!

    Musée de Marrakech

    Ganz in der Nähe liegt das Musée de Marrakech – dort finden oft kulturelle Events und Ausstellungen statt. Interessanter ist jedoch, dass sich das Museum in einem alten Palast befindet.

    La Maison de la Photographie

    Vielleicht nicht für jeden interessant, aber ein kleiner Geheimtipp in der Nähe des Musée de Marrakesch und der Medersa: die Maison de la Photographie. In einem kleinen Riad (übrigens wunderschön restauriert) werden hier Schwarzweiss-Fotos verschiedener Fotografen ausgestellt, die Marokko zwischen 1870 und 1950 besucht haben. Ein toller Einblick in eine Welt, die damals noch viel exotischer als heute war! Zu zivilen Preisen kann man auch sein Lieblingsfoto mit nach Hause nehmen.

    Portrait Fotografien im Maison de la Photographie Marrakesch Sehenswürdigkeiten
    Ausdrucksstarke Schwarz-Weiß-Fotografien im Maison de la Photographie.

    Tipp: Unbedingt rauf auf die Dachterrasse, den Ausblick geniessen und zu relativ günstigen Preisen essen und trinken!

    Saadier-Gräber

    Saadier Gräber Marrakesch
    Nur durch ein großes Fenster kann man einen Blick auf die prunkvollen Saadier-Gräber werfen.

    Die Saadier-Gräber sind eine der meistbesuchtesten Sehenswürdigkeiten in Marrakesch. Allerdings kann hier die Wartezeit manchmal ziemlich lang sein, wenn Du Pech hast. Die Hauptattraktion hier ist das Große Mausoleum, in dem Sultane und ihre Bediensteten begraben liegen – wirklich sehr schön! Leider kann man das Mausoleum nur durch eine schmale Seitentür betrachten, was bei großem Andrang dazu führt, dass man lange Schlange stehen muss. Hast Du also wenig Zeit, würde ich diesen Ort überspringen.

    Bahia-Palast

    Bahia Palast Innenhof Marrakesch
    Tropisches Flair im Palais Bahia

    Bei den Saadier-Gräbern findet sich der Bahia-Palast. Hier fühlt es wirklich einmal mehr nach Marrakesch und tausendundeiner Nacht an. Tropisch bepflanzte Innenhöfe, bunte Mosaike und prunkvolle Verzierungen!

    Die Souks von Marrakesch

    Für die Souks selbst kann man sich gut und gerne einen ganzen Tag Zeit nehmen – vielfach sind die Souks nach Branchen unterteilt: Hier mehr Lederwaren, da mehr Lampen, dort mehr Teppiche. Zum Teil kann man auch noch den Handwerkern über die Schulter schauen und sehen, wie zum Beispiel Leder gegerbt oder Stoff gefärbt wird. Alles sehr ursprünglich und faszinierend.

    Richtige Schnäppchen kann man in Marrakesch kaum machen. Man muss sich zudem auf lange Preisverhandlungen einstellen (und daran bin ich wirklich schlecht!). In Marrakesch sind die Preise überzogen, wer also noch weiterreist, kauft lieber woanders ein. Interessant ist das Markttreiben aber allemal.

    Ausflugstipp ab Marrakesch: Essaouira

    Marrakesch liegt ja nicht am Meer, und je nach Reisezeit ist ein bisschen Abkühlung gar nicht schlecht. Die Küstenstadt Essaouira ist knapp 3 Stunden Busfahrt von Marrakesch entfernt und ist ein interessanter Kontrast zu Marrakesch. Ich habe dort ein paar Tage verbracht. Mehr kannst Du in diesem Blogpost nachlesen:

    Essaouira Tipps & Sehenswürdigkeiten

    Von Marrakesch kommst du ganz leicht mit dem Linienbus nach Essaouira, aber du kannst auch einen organisierten Tagesausflug buchen, wenn du nicht ganz so viel Zeit hast

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    Tipps für alleinreisende Frauen in Marokko

    Marokko ist aus meiner Sicht kein „einfaches“ Land für alleinreisende Frauen. Trotzdem würde ich sagen, dass man sich zumindest in Touristenorten wie Marrakesch und Essaouira sowie großen Orten wie Casablanca und Rabat gut umherbewegen kann, wenn man ein paar Dinge beachtet.

    Kleidung für Marokko: Was ziehe ich als Frau an?

    Auch wenn es manche Touristinnen vormachen und sich nicht um Hinweise scheren, man möge doch besser „züchtigere“ Kleidung in einem muslimischen Land wählen, sind knallenge Hot Pants als Alleinreisende wohl keine gute Idee. Persönlich bin ich zwar der Meinung, dass es keinen Unterschied macht, ob man nun lange Hosen oder kurze Shorts als Frau trägt – blöd angemacht wird man so oder so, und ich glaube nicht, dass nackte Beine da noch irgendwas schlimmer machen, als es eh schon ist. Ich habe mich immer sehr gut „verhüllt“. Trotzdem wurden mir die übelsten Sachen hinterhergerufen.

    Allerdings: Als Alleinreisende wirst Du Dich garantiert wohler fühlen, wenn Du etwas mehr Stoff am Körper trägst wie z.B. eine weite Stoffhose und luftigere Oberteile. Man ist dann zwar immer noch nicht vor dummen Kommentaren gefeit, zieht aber dann auch nicht mehr Aufmerksamkeit auf sich als nötig. Eine Kopftuchpflicht für Frauen gibt es in Marokko nicht und Kopftuchtragen wird von Nicht-Muslimas auch nicht erwartet.

    Taschendiebe in Marrakesch

    Taschendiebstahl ist wohl weniger ein Problem in Marrakesch, außer um den Place Djemma-el-Fna. Dort bin ich mehrmals vor Taschendieben gewarnt worden.

    Sicherheit bei Nacht – ist es als Frau in Marrakesch gefährlich?

    Falls Du in der Altstadt übernachtest: Je nachdem, wo Dein Hotel gelegen ist, kann es dort nachts schon zwielichtig erscheinen. In der ersten Nacht habe ich meine Unterkunft nach Einbruch nicht verlassen, und das, obwohl ich normalerweise kein großer Schisser bin. In den nächsten Nächten habe ich mich zwar dann doch getraut, bin aber grundsätzlich schnellen Schrittes und mit offenen Augen und Ohren durch die zum Teil stockdunklen Gassen gelaufen, wenn ich allein war.

    Obwohl ich letztendlich nicht glaube, dass es in der Altstadt megagefährlich ist, ist es doch das subjektive Empfinden, was es für die ein oder andere Frau unangenehm machen könnte. Ich fand es mitunter unheimlich.

    Also: Achtung bei der Lage Deiner Unterkunft! Oder wähle eine Unterkunft außerhalb der Medina, wo man bis zur Tür mit dem Taxi vorfahren kann, wenn Du nach Einbruch der Dunkelheit unterwegs bist. (In der Medina ist das oft nicht möglich.) Ach, und wer sagt, man müsste als Frau besser abends im Hotel bleiben: Den Place Djemaa el Fna sollte man wirklich abends erlebt haben, da verpasst man einiges!

    Unterkunft in Marrakesch

    Das Angebot an Unterkünften in Marrakesch ist riesig. Möchtest Du ganz typisch in einem Riad übernachten, so mit lauschigem Innenhof, echt marokkanischem Ambiente und so, musst Du Dich in der Altstadt umsehen. (Hier kann es aber nachts etwas unheimlich werden, siehe oben.) Als Alleinreisende würde ich Dir hier zu einer Unterkunft raten, die etwas kommunikativer ist und wo Du schneller mit anderen Reisenden in Kontakt kommst.

    Mein Tipp: Rodamon Marrakesch (gibt auch private Zimmer dort). Es ist nagelneu und blitzblank sauber, netter Empfang, eine absolut tolle Entdeckung! Allerdings ist die Lage etwas außerhalb des Trubels (nachts etwas einsam), und die vom Hotel angegebene Adresse stimmt nicht, dass man so oder so erstmal auf die zwielichtigen Dienste einer der zahlreichen „Stadtführer“ angewiesen ist.

    Allein als Frau in Marokko? Du bist nicht allein!

    Du denkst, Du bist die erste Frau, die auf die Idee kommt, allein in ein Land wie Marokko zu reisen? Nö! Erstaunlicherweise habe ich in Marrakesch viele alleinreisende Frauen getroffen. Und das war wirklich meine Rettung. Schon fast am ersten Tag habe ich eine andere Alleinreisende kennengelernt. Ab da war mir wieder etwas wohler in den Gassen der Medina, zu zweit fühlt man sich doch etwas sicherer und kann sich besser gegen aufdringliche Verkäufer wehren. Oder sich zusammen über deren Avancen kaputtlachen! Also, trau‘ Dich ruhig, nach anderen „Leidensgenossinnen“ Ausschau zu halten!

    Frau in Marrakesch Reisen
    Allein als Frau nach Marrakesch reisen: Manchmal eine Herausforderung.

    Vorsicht vor freundlichen Helfern und Stadtführern

    Eine riesengroße Warnung vor allen scheinbar hilfsbereiten und zuweilen aufdringlichen Leuten in den Straßen der Altstadt, die dir sofort gerne den Weg zeigen möchten oder Tipps parat haben! Glaube nichts, was Dir Leute im Vorbeigehen zurufen und rede mit niemanden! Das klingt sehr harsch (und ist auch sehr traurig) – aber in 99,9% aller Fälle wirst Du nur Geld los und gerät schlimmstenfalls noch in üblere Diskussionen, die schnell unangenehm werden können. Besonders, wenn man allein unterwegs ist! Die Verkäufer/Möchtegern-Stadtführer/wasauchimmer in Marrakesch sind sehr gewieft und können richtig ausfallend und bedrohlich werden, wenn man sich zu sehr auf sie einlässt.

    Eine kleine Auswahl der beliebtesten Scams in Marrakesch:

    • „it’s closed“ – egal, wo du hinmöchtest: es ist gerade geschlossen. Sagen zumindest ein paar findige Typen. Und lotsen dich erstmal ganz woandershin, am besten in den eigenen Laden oder den des Schwipp-Schwagers, wo du dich erstmal einem Verkaufsgespräch unterziehen musst.
    • „the place is this way“ – weil Touristen sich oft am Place Djemma el-Fna orientieren, kriegt man grundsätzlich diese Info hinterhergeschrien, die Richtung stimmt aber so gut wie
    • „I show you the way, but I don’t want any money“ – schlimmster Scam überhaupt, denn der Typ macht wirklich einen vertrauenserweckenden Eindruck, verweist dich aber in der Folge an einen anderen zufällig auftauchenden „Freund“, der dann wieder an den nächsten und so weiter, und spätestens der letzte verlangt Geld für was auch immer.

    Eigentlich gibt es auf Reisen nichts Schöneres als mal mit Einheimischen (egal, ob Mann oder Frau) sprechen zu können, um aus erster Hand mehr über Land und Leute zu erfahren. Allerdings rate ich sehr davon ab, als Alleinreisende mit Männern auch nur irgendwie in Kontakt zu treten. Frauen halten sich meist eh ganz zurück und sind in öffentlichen Bereichen weniger zu sehen. Mir war irgendwie oft unwohl und ich hatte das Gefühl, ein wunderbares Opfer für Touristenscams abzugeben. Selbst in einem Café sind wir nachher vom vorher sympathischen Kellner unter dem Vorwand einer kleinen Tour noch in einen Gewürzladen abgeschleppt worden.

    Generell sind ein sicheres Auftreten und Bestimmtheit Gold wert! Und das ist gar nicht mal so einfach, denn oft findet man sich in sehr unangenehmen Situationen wieder, auf die man als halbnaive Touristin mit einem sonst positiven Menschenbild nicht vorbereitet ist. Alles in allem hat das meinen Marrakesch-Besuch sehr anstrengend gemacht – leider.

  • Chicago: Bootsfahrt, Architektur und der beste Blick auf die Skyline Chicagos

    Chicago: Bootsfahrt, Architektur und der beste Blick auf die Skyline Chicagos

    Chicagos Architektur ist einfach bemerkenswert: Die unterschiedlichsten Stile der Moderne mischen sich hier wild untereinander. Das fällt auch Nicht-Architekturinteressierten schnell auf. Am besten kann man die kunstvollen Wolkenkratzer vom Boot aus beobachten: Ich verrate dir, welche Bootstour du bei deiner Reise nach Chicago nicht auslassen solltest!

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    Bootstour in Chicago: Architektur im Schnelldurchlauf

    Auf dem Chicago River, der mitten durch die Stadt fließt, fahren reguläre Wassertaxis – aber es gibt auch Bootstouren verschiedener Anbieter, bei denen man sich in Ruhe Chicago vom Wasser aus anschauen kann. Besonders empfehlenswert ist die Architektur-Bootstour durch Chicago, dort erhält man auch von Chicago-Insidern jede Menge interessante Infos über Chicagos Architektur!

    Mein Talent fürs Speed-Sightseeing habe ich zwar fast zur Perfektion gebracht, aber ein halber Tag in Chicago mit Jetlag im Kopf war eine echte Herausforderung. Ich erkunde Städte ja gerne zu Fuß oder mit dem Rad (wenn es denn geht). In Layovern nach Langstreckenflügen hat mich dann immer mehr nach faulem Herumgefahrenwerden gelüstet – so dass ich oft in irgendwelchen roten Hop-On-Hop-Off-Touristenbussen endete. Aber in Chicago empfahl mir eine Kollegin die Architektur-Bootstour – und das klang auch sehr entspannt.

    Chicago: Architektur in der Second City

    Von Chicago selbst wusste ich wenig. Dass Chicago so unterbewertet wird, ist aber wohl nix Neues. Sagt auch Chicagos Spitzname: „The Second City“. Second, weil immer im Schatten von New York. Irgendwie schlagen Chicago und New York ja auch in dieselbe Bresche: große Stadt, geschichtsträchtig (für amerikanische Verhältnisse), riesige Wolkenkratzer. Aber irgendwie eben nix Markantes, was wirklich jeder auf der Welt kennt: kein Empire State Building, keine Freiheitsstatue, kein Big Apple. Oder fällt dir spontan was zu Chicago ein?

    Planst du einen Trip in die USA?
    Mehr Tipps für Chicago findest Du hier

    Und dabei hat Chicago so viel zu bieten! Der Lake Michigan, der eigentlich eher Meer als See ist. Die berühmte Pan Pizza (von der ich kein Stück probiert habe, eine Schande!). Gangsterstories aus alten Zeiten. Kunst! Kunst! Kunst! Und: Architektur. Und die guckt man sich am besten auf einer Bootstour an.

    Chicagos Architektur vom Schiff aus

    Ich hatte es ja schon angedeutet: Die Langstrecke macht sightseeingfaul. Wie soll man sich auch noch fortbewegen, wenn man in zweieinhalb Tagen einmal um die halbe Welt fliegt, und den Großteil mit Arbeit verbringt. Für Chicago kann ich daher wärmstens eine Bootstour empfehlen. Bei gutem Wetter natürlich. Das in Chicago zugegebenermaßen auch etwas übel werden kann – denn Chicago hat noch einen anderen Spitznamen: The Windy City. Und der Wind dort kann einen ganz schön umhauen. In unserem Fall hat der Chicago-Wind nur die letzten Wölkchen weggefegt und uns mit wirklich absolut fantastischem megablauem Himmel belohnt! Kein Wunder, dass meine Begeisterung für Chicago sofort entflammte.

    Hier kannst du die Architektur Bootsfahrt durch Chicago buchen*

    Die Bootsfahrt lockte. Und enttäuschte nicht. Wir wählten die besagte Architekturbootstour durch die Hochhäuserschluchten Chicagos. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich so mit den einzelnen riesigen Wolkenkratzern befasst hätte, wenn ich einfach nur mit Nackenstarre vom Hochgucken durch die Straßen getigert wäre. Viele der Gebäude sind einfach imposant, war Chicago doch vor über hundert Jahren die Wiege der Wolkenkratzer. Von wegen New York! Ha!

    chicago

    Buckingham Fountain: Der berühmte Brunnen

    Kleine Anekdote zum Schluss: Auf der Rückfahrt zum Hotel schwärmte uns unser Fahrer von seiner Heimatstadt Chicago vor, und uns wurde klar, wie viel wir trotz des tollen Tages nicht von der Stadt gesehen haben. Mit Hingabe zählte er alle Attraktionen von Chicago auf. Nix von alledem kam uns bekannt vor. Bis wir am Buckingham-Brunnen vorbeifuhren, einem riesigen freistehenden Brunnen, sofort sangen wir als Kinder der 90er die Titelmusik von „Eine schrecklich nette Familie“ – und unser Fahrer konnte es nicht fassen, dass sich von seinem Chicago bei uns in Deutschland nur Al Bundy ins Gedächtnis gebrannt hat.

    ***

    Tipp: 

    Die Architektur-Bootstour kann man vor Ort oder auch online buchen:
    Chicago Architektur Bootstour hier buchen*

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