Kategorie: Städtereisen

  • Singapur Sehenswürdigkeiten: Die schönsten Highlights

    Singapur Sehenswürdigkeiten: Die schönsten Highlights

    Singapur ist eigentlich immer meine Empfehlung, wenn du Südostasien kennenlernen willst, aber noch gar nicht weißt, wo du anfangen sollst. Denn der kleine Stadtstaat ist ein Schmelztiegel verschiedenster Kulturen aus den umliegenden Ländern. Und auch Singapurs eigene Geschichte und Kultur sind ziemlich spannend. Ich zeige dir, welche Sehenswürdigkeiten du in Singapur unbedingt sehen musst, und verrate dir zum Schluss, was ich wirklich von Singapur halte.

    Gardens by the Bay

    Die Gardens by the Bay gehören zu den neueren Attraktionen Singapurs – zur Jahrtausendwende war hier noch Wasser. Auf dem künstlich aufgeschütteten Gelände entstand hier ein Freizeitareal, das unbedingt auf deiner Bucket List für Singapur stehen sollte.

    Besonders lohnt sich ein Besuch im Cloud Forest: Schon kurz nach dem Eingang stehst du direkt vor einem 35 Meter hohen Wasserfall, um dich herum Nebelschwaden und Bergregenwald, und über mehrere Ebenen läufst du an der bepflanzten Wand entlang nach oben. Im Flower Dome nebenan finden wechselnde Blumenausstellungen statt; allerdings fand ich den Cloud Forest interessanter, vor allem, wenn du weniger Zeit hast.

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    In den Gardens by the Bay befindet sich ebenfalls ein weiteres Wahrzeichen Singapurs: die riesigen Supertrees. Die in Baumform gestalteten Gerüste sind über und über bepflanzt und mit modernster Photovoltaiktechnik ausgestattet. Gegen eine Eintrittsgebühr kannst du auch den OCBC Skyway, eine Brücke, die zwei der Supertrees miteinander verbindet, betreten. Das Ticket bekommst du nur vor Ort.

    Falls du auf dein Budget achten musst: Die Außenanlagen sind frei zugänglich. Ein Besuch der Gardens by the Bay lohnt sich also auch, wenn du in keine der Attraktionen wie den Cloud Forest oder den Flower Dome hineingehst. Und auch die jeden Abend stattfindende Lightshow, bei der die Supertrees zu Musik beleuchtet werden, ist kostenlos und wirklich schön.

    Plane für die Gardens by the Bay am besten einen Nachmittag ein und bleib bis zum Abend, um dir die Lightshow anzusehen.

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    Marina Bay Sands & der wohl berühmteste Hotelpool der Welt

    Wahrscheinlich hast du schon unzählige Bilder davon gesehen: Der berühmte Infinity-Pool auf dem Dach des Marina Bay Sands ist wirklich beeindruckend. Es gibt nur ein kleines Problem: Die Nutzung ist ausschließlich Hotelgästen vorbehalten. Und schon nur eine Nacht im Marina Bay Sands kann ordentlich zu Buche schlagen. Entscheide selbst, ob sich ein Aufenthalt hier lohnt:

    Checke hier die aktuellen Preise im Marina Bay Sands in Singapur

    Wenn du auf das Pool-Erlebnis verzichten kannst, bekommst du die Aussicht auch ohne Hotelgast zu sein: Das SkyPark Observation Deck nebenan ist gegen Gebühr öffentlich zugänglich. Von dort aus hast du einen Panoramablick auf Singapurs Skyline und die gesamte Marina Bay.

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    Rund um das Marina Bay Sands:
    ArtScience Museum

    Merlion Park & Waterfront: Das Wahrzeichen Singapurs

    Der Merlion – halb Löwe, halb Fisch – ist Singapurs Wahrzeichen und der Treffpunkt in Downtown Singapur. Zweimal täglich findet hier abends eine beeindruckende Lightshow statt, freitags und samstags sogar dreimal. Die Show heißt „Spectra – A Light & Water Show„, dauert fünfzehn Minuten und erleuchtet die gesamte Bucht. Wenn du die Besuchermassen meiden möchtest, kannst du auch eine nächtliche Bootstour buchen, um die Lightshow vom Wasser aus zu sehen.

    Buche hier die abendliche Bootsfahrt zur Lightshow in der Marina Bay

    Oder du sicherst dir einen guten Platz in einem der Lokale an der Fullerton Promenade. Leider sind die meisten eher teure Touristenfallen oder wenig spannende Filialen von Ketten wie z.B. Starbucks. Im ersten Stock des Fullerton Square findest du aber etwas versteckt einen Ableger der lokalen Kette PS.Cafe (liebe ich!). Von hier aus hast du nicht nur einen super Blick auf die Lightshow, sondern kannst dich auch in lässigem Ambiente mit kühlen Drinks und leckeren Snacks verwöhnen lassen.

    Chinatown

    In Chinatown wirst du früher oder später ohnehin hineinstolpern; hier finden sich so bekannte Sehenswürdigkeiten wie der große Buddha Tooth Relic Temple, ein mehrstöckiger buddhistischer Tempel, in dem ein Zahn Buddhas aufbewahrt sein soll, oder das Maxwell Food Center mit seinen zahlreichen Imbissständen.

    Sehr interessant fand ich auch einen Besuch im Chinatown Heritage Centre, das sich durch drei Shophouses über mehrere Etagen zieht und Einblick in das Leben in Chinatown in den 1950er Jahren bietet – ich mag einfach das nostalgische Design dieser Zeit, speziell in Singapur.

    Straßen zum Erkunden in Chinatown
    Pagoda Street
    Temple Street
    Ann Siang Road
    Club Street

    Little India

    Einen ganz anderen Vibe erlebst du wiederum im nahegelegenen Little India. Wie der Name schon vermuten lässt, kannst du hier vor allem indische Einflüsse sehen. Bunte Häuser prägen hier das Straßenbild rund um die geschäftige Serangoon Road und lassen dich für einen kurzen Moment vergessen, dass du in Singapur bist.

    Besonders beeindruckend fand ich den Sri Veeramakaliamman Temple, der mit seinem mit unzähligen hinduistischen Gottheiten verzierten bunten Eingang nicht zu übersehen ist. Der Tempel ist öffentlich für jedermann zugänglich, achte allerdings auf eine entsprechende Kleiderwahl. Schuhe musst du am Eingang ausziehen; das Betreten ist nur barfuß erlaubt.

    Hotspots in Little India
    House of Tan Teng Niah – Ehemalige Villa eines chinesischen Geschäftsmannes, mit seiner bunten Fassade einer der beliebtesten Fotospots des Viertels
    Serangoon Road – Haupteinkaufsstraße von Little India
    Tekka Centre – Überdachter Markt mit Food Court

    Kampong Glam

    Das historische malaiisch-muslimische Viertel rund um die Sultan Mosque ist in den letzten Jahren gehört zu den touristischen Hotspots Singapur; hier ist eigentlich immer etwas los. Die Moschee mit ihrer goldenen Kuppel gehört für mich zu den schönsten Gebäuden der Stadt.

    Hier findest du auch die Haji Lane, eine schmale Gasse mit Shophouses, deren Fassaden teilweise mit bunter Street Art verziert sind. Neben Bars und Restaurants gibt es hier auch zahlreiche spannende Indie Stores wie z.B. Digicam Depository, einem Geschäft nur mit alten gebrauchten Digicams der Nullerjahre, ausgefallene Souvenirshops oder kleine Manufakturen.

    Auf der ebenfalls sehr belebten Arab Street nebenan findest du eher gewöhnlichere Geschäfte mit z.B. Stoffen oder Teppichen. In jedem Fall lohnt es sich, durch die kleinen Straßen zu bummeln – obwohl es sehr touristisch ist, finde ich die Gegend trotzdem sehr spannend.

    Tipp: Es ist wirklich faszinierend, wie nah Viertel wie Chinatown, Kampong Glam und Little India beieinander liegen und doch so unterschiedlich sind. Die vielen Eindrücke können schnell überwältigen und da ist es sehr praktisch, noch einmal einen Überblick vor Ort von einem Local zu bekommen.

    Geführte Walking-Tour durch Chinatown, Kampong Glam und Little India hier buchen

    Lau Pa Sat & Maxwell Food Centre

    Obwohl Singapur ein verhältnismäßig teures Reiseziel ist, kann auswärts essen hier recht preiswert sein (und dabei auch richtig gut!). Das liegt vor allem an den Hawker Centres, die du überall in der Stadt findest. Die offenen Markthallen mit ihren Dutzenden Garküchen sind sozusagen das kulinarische Herz der Stadt; die Hawker-Kultur wurde sogar in das immaterielle Kulturerbe der UNESCO aufgenommen. Oft bieten die einzelnen, kleinen Stände nur wenige Gerichte an – die dann aber dafür über Generationen perfektioniert wurden und dennoch bezahlbar sind.

    Sicherlich findest du abseits der touristischeren Ecke noch viel spannendere Hawker Centre (schau hier mal am besten in meinen Artikel über Tiong Bahru), aber selbst die beiden beliebtesten sind definitiv einen Abstecher wert.

    Das Maxwell Food Centre in Chinatown ist der Klassiker schlechthin. Der berühmteste Stand hier ist wohl Tian Tian, der mit seinem Chicken Hainanese Rice schon Anthony Bourdain begeistert hat. Das Lau Pa Sat im Bankenviertel ist allein wegen seiner auffälligen Architektur aus dem 19. Jahrhundert inmitten der modernsten Wolkenkratzer einen Besuch wert; das achteckige Gebäude mit seiner gusseisernen Dachkonstruktion steht heute unter Denkmalschutz.

    Singapore Botanic Gardens

    Wenn du noch ein bisschen Zeit hast und eine Sehenswürdigkeit besuchen möchtest, die nicht unbedingt auf jedermanns Liste steht und eine erholsame Abwechslung zum Stadttrubel bietet, dann solltest du dir die botanischen Gärten von Singapur nicht entgehen lassen.

    Obwohl ich kein Frühaufsteher bin, habe ich mich zu einer Walking Tour zum Sonnenaufgang durch die Singapore Botanic Gardens mit anschließendem Abstecher durch den Stadtteil Tiong Bahru hinreißen lassen und es war wirklich toll. Die Tour sollte eigentlich in einer Gruppe stattfinden, aber da sich sonst niemand angemeldet hatte, war ich ganz allein, und so wurde es eine private Tour. Mein Guide Ping kannte Tiong Bahru und die Singapore Botanic Gardens wie ihre Westentasche; es war so spannend, ihr zuzuhören und mehr über einen ganz anderen Teil Singapurs zu erfahren.

    Ping ist übrigens ganz offiziell akkreditierter Tourguide und stemmt ihr kleines Business als One-Woman-Show. Buchen beschert euch also nicht nur eine einmalig schöne Tour, sondern ihr unterstützt damit auch ein frauengeführtes Business.

    Tour mit Ping durch die Singapore Botanic Gardens & Tiong Bahru buchen

    Der Garten selbst ist kostenlos zugänglich und von 5 Uhr morgens bis Mitternacht geöffnet; nur der National Orchid Garden mit seiner weltberühmten Orchideensammlung kostet Eintritt.

    National Gallery

    Zwei historische Regierungsgebäude der ehemalige Supreme Court und die City Hall wurden für die National Gallery zu einem einzigen Museum verbunden, und allein die Architektur ist schon sehenswert. Im Museum selbst findest du die weltweit größte öffentliche Sammlung moderner Kunst aus Singapur und Südostasien.

    Orchard Road

    Ich bin zwar kein großer Fan von Einkaufszentren, aber das ION Orchard auf Singapurs berühmter Shoppingmeile Orchard Road ist schon sehr beeindruckend. Außerdem findest du auf der Orchard Road Flagship Stores so ziemlich aller internationalen Luxusmarken – allein schon, um sich die detailreich dekorierten Schaufenster anzusehen, lohnt sich ein kleiner Spaziergang. Allerdings: Singapur hat wirklich so viel zu bieten; falls du weniger Zeit hast und nicht shoppen willst, würde ich die Orchard Road eher ganz nach hinten auf die Bucket List schieben.

    Jewel Changi Airport

    Spätestens am Flughafen kannst du nämlich noch einmal auf Shoppingtour gehen. Denn direkt am Changi Airport befindet sich ein riesiges Einkaufszentrum: Im Jewel findest du zahlreiche Stores bekannter Marken und sogar einen Apple Store!

    Tatsächlich habe ich es meinem Uber-Fahrer zu verdanken, dass ich einen Abstecher ins Jewel gemacht habe: Zufälligerweise war mein Abflug im Terminal direkt gegenüber dem Eingang, und er meinte, das dürfte ich mir doch nicht entgehen lassen. Also stolperte noch schnell durch das Wirrwarr aus Passagieren und ankommenden und abfahrenden Taxis in die Mall hinein und stand nach wenigen Schritten genau davor: Ein tropischer Wasserfall mitten in einer riesigen verglasten Kuppel, dem Forest Valley.

    Der Rain Vortex stürzt übrigens ganze 40 Meter in die Tiefe und ist der höchste Indoor-Wasserfall der Welt. Abends wird er mit Licht und Musik bespielt.

    Hier findest du die Betriebszeiten des Wasserfalls und die Zeiten für die Lightshow

    In der obersten Etage befindet sich der Canopy Park, eine Art tropischer Erlebnispark – du kannst dir also an diesem Flughafen wirklich gut die Zeit vertreiben!

    Tipp: Changi Airport gehört zu den größten Flughäfen der Welt, und von einigen Terminals aus ist Jewel nur mit einem längeren Fußweg erreichbar. Plane bei deinem Abflug also genug Puffer ein. Einige Airlines bieten einen bis zu 24 Stunden früheren Check-In an speziellen Gepäckaufgabeschaltern in Jewel an. Oder du drehst nach deiner Ankunft noch eine Runde durch Jewel, bevor du in die Stadt fährst. Eine Gepäckaufbewahrung findest du ebenfalls in der Mall.

    Geheimtipp: Tiong Bahru

    Wenn du wissen willst, wie Singapur abseits der Skyline tickt, fahr nach Tiong Bahru. Das älteste Wohnviertel der Stadt mit seiner Art-déco-Architektur aus den 1930ern hat sich zu einem der spannendsten Quartiere entwickelt – mit unabhängigen Buchläden, Bäckereien und einem Markt, auf dem die Nachbarschaft frühstückt. Ich habe dem Viertel einen eigenen Artikel gewidmet: [→ Tiong Bahru: Singapurs schönstes Viertel abseits des Trubels] (interner Link) und der Singapore Zoo

    Übernachten in Singapur

    Unterkünfte in Singapur sind wirklich teuer. Ein gutes Zimmer in zentraler Lage kostet schnell 150 SGD pro Nacht, und rund um den Grand Prix im September oder zum Chinesischen Neujahr ziehen die Preise noch einmal deutlich an. Mein wichtigster Rat deshalb: Buch so früh wie möglich. Die schönsten bezahlbaren Hotels sind oft schnell ausgebucht.

    Hier findest du einige interessante Hotels:

    lyf Bugis – modernes Co-Living-Hotel mit Gemeinschaftsküchen und Co-Working-Lounge, liegt praktisch zwischen Bugis und Kampong Glam und eignet sich gut für Alleinreisende und alle, die ein bisschen Community-Gefühl suchen

    Nostalgia Hotel – denkmalgeschütztes Haus mit kleinem Rooftop-Pool mitten in Tiong Bahru, direkt gegenüber vom Tiong Bahru Market und ideal, wenn du mal ein anderes Singapur abseits der Skyline erleben willst

    The Clan Hotel – elegantes Haus mitten in Chinatown, das chinesische Einflüsse mit zeitgenössischem Design verbindet

    The Warehouse Hotel – ehemaliges Gewürzlager aus dem 19. Jahrhundert direkt am Singapore River in Robertson Quay, mit Industriecharme und Rooftop-Pool

    Naumi Hotel – Boutique-Hotel nahe Marina Bay mit individuell gestalteten Zimmern und einem der schönsten Rooftop-Pools der Stadt

    The Vagabond Club – exzentrisches Designhotel in Scharlachrot und Gold am Rand von Little India, beherbergt auch Artists in Residence und bietet Live-Jazz in der hoteleigenen Bar

    Hier kannst du Hotels in Singapur vergleichen

    Häufige Fragen zu Singapur

    Wie viele Tage brauchst du für Singapur? Drei Tage reichen für Marina Bay, die wichtigsten Viertel und viel gutes Essen. Mit vier bis fünf Tagen kannst du auch den Botanischen Garten, Mandai oder Sentosa entspannt einbauen.

    Ist Singapur teuer? Ja und nein. Hotels sind unglaublich teuer. Auch wenn du hier eine wirklich große Bandbreite von Budgethostels bis zu luxuriösen 5-Sterne-Hotels vorfindet, sind Unterkünfte generell teurer und die Zimmer kleiner als in anderen südostasiatischen Metropolen. Dafür kannst du in den Hawker Centres sehr gut und günstig essen, und viele Attraktionen wie die Singapore Botanic Gardens oder die Lightshows am Merlion und in den Gardens by the Bay sind kostenlos.

    Brauche ich ein Visum? Deutsche, Österreicher und Schweizer reisen visumfrei ein (bis zu 90 Tage). Der Reisepass muss noch mindestens sechs Monate gültig sein.

    Was muss ich unbedingt gegessen haben? Hainanese Chicken Rice, das inoffizielle Nationalgericht. Dazu Laksa, Char Kway Teow und zum Frühstück einmal Kaya Toast mit weichen Eiern.

    Warum Singapur?

    Ich erinnere mich noch genau, dass ich bei meinem allerersten Besuch in Singapur gar nicht so begeistert war. Die Stadt war mir zu aufgeräumt, zu sortiert und ich empfand die Ordnung allerorts fast schon beklemmend. Dazu kommt das Wissen um die politischen Verhältnisse; denn die vielgepriesene Sicherheit kommt nicht von ungefähr. Öffentliche Plätze werden durchgängig videoüberwacht, und auch kleine Vergehen und Ordnungswidrigkeiten können mit drakonischen Strafen sanktioniert werden. Die verbotene Einfuhr von Kaugummi ist da nur ein Beispiel.

    Dennoch ist der Mix von Kulturen sehr faszinierend, und auch für mich als PoC gehört Singapur zu den Städten, in denen ich das Gefühl habe, einfach in der Masse untergehen zu können – und nicht, weil alle anderen aussehen wie man selbst, sondern weil es einfach so viele Ethnien und Kulturen gibt.

    Tatsächlich muss ich aber sagen, dass ich, wenn es um südostasiatische Metropolen geht, Bangkok immer noch viel spannender finde; eben weil es etwas chaotischer und für mich lebendiger wirkt. Dennoch: Mit einem Besuch in Singapur machst du nichts falsch – und es gibt (garantiert auch für mich!) noch viel dort zu entdecken.

  • Vancouver: Rundflug mit dem Wasserflugzeug

    Vancouver: Rundflug mit dem Wasserflugzeug

    Wenn du ein paar Tage in Downtown Vancouver verbringst, siehst du sie ständig: kleine Propellermaschinen, die im Minutentakt über dem Coal Harbour einschweben, aufs Wasser aufsetzen und kurz darauf wieder Richtung Berge abheben. Wasserflugzeuge gehören hier so selbstverständlich zum Stadtbild wie die Skyline selbst – Vancouver hat einen der verkehrsreichsten Wasserflughäfen der Welt, mitten im Zentrum.

    Wasserflugzeuge am Dock in Vancouver mit Bergen im Hintergrund

    Mitten in Downtown: Abflug im Coal Harbour

    Harbour Air heißt die Fluggesellschaft, deren Wasserflugzeuge für den regen Betrieb im Hafen von Vancouver sorgen. Neben Panoramaflügen kannst du auch reguläre Linienflüge mit dem Wasserflugzeug absolvieren. Neben Fähren und „normalen“ Flugzeugen sind Wasserflugzeuge in Vancouver nämlich ein übliches Verkehrsmittel für längere Strecken innerhalb British Columbias oder sogar bis nach Seattle. Der Abflug in Vancouver ist praktischerweise mitten in Downtown. Das Vancouver Harbour Flight Centre befindet sich direkt neben dem großen Kreuzfahrtterminal am Canada Place.

    Buche hier dein Ticket für den Panoramaflug

    Harbour Air Wasserflugzeuge am Dock in Vancouver mit Skyline

    Für den 30-minütigen Panoramaflug checkst du in einer kleinen Abflughalle ein (in der Regel 40 Minuten vorher), bis es dann kurz vor Abflug auf die Stege zum Flugzeug geht. Geflogen wird mit kleinen Propeller-Maschinen von De Havilland, in denen maximal 19 Passagiere Platz finden. Ich bin mit einer DHC-3 Single Otter mit 14 Sitzplätzen geflogen, und obwohl ich das Fliegen in relativ kleinen Linienflugzeugen gewöhnt bin, war es trotzdem super aufregend.

    Weißes Wasserflugzeug mit Nummer 302 vor Stadtkulisse
    Passagiere blicken auf Cockpit-Instrumente in einem Kleinflugzeug

    Einmal über Vancouver mit dem Wasserflugzeug

    Ein bisschen traurig war ich vor Abflug schon. Nachdem meine ersten Tage in Vancouver von so viel Sonnenschein geprägt waren, dass ich zwischenzeitlich sogar einen kleinen Sonnenstich erlitten hatte (mach es besser als ich und achte in Vancouver auch bei weniger heißen Temperaturen auf guten Sonnenschutz!), war das Wetter an meinem Abflugtag weniger schön. Leider konnte ich nicht mehr umbuchen, und so bin ich dann trotzdem los.

    Harbour Air Wasserflugzeug landet auf dem Meer vor Bergen

    Allerdings war die schlechte Laune schnell verflogen, denn der ganze Flug war auch ohne Sonnenschein ein absolutes Erlebnis. Ich bin vorher noch nie mit einem Wasserflugzeug geflogen und allein die Tatsache, wirklich auf Wasser zu starten und zu landen, war für mich so faszinierend, dass es den Flug absolut wert war.

    Luftaufnahme aus Wasserflugzeug über Hafen und Stadt

    Eine Stadt mitten in purer Natur

    Der Panoramaflug wird offiziell mit 30 Minuten angegeben, die reine Flugdauer sind allerdings nur 20 Minuten. Das reicht aber vollkommen, um zu begreifen, was Vancouver eigentlich so besonders macht. Denn schon kurz nach dem Abflug kreist der Flieger plötzlich über die schönsten Landschaften: zerklüftete Berge, dicht begrünte Hügel und eine Fjordlandschaft wie in Norwegen. Vancouver ist einfach von purer Natur umgeben.

    Luftaufnahme von bewaldeten Inseln und See aus Flugzeugfenster
    Luftaufnahme eines Fjords mit bewaldeten Bergen aus dem Flugzeug

    Vancouver’s Skyline

    Kaum hatte ich meine Kinnlade wieder langsam hochgeklappt, dreht unser Pilot ab und fliegt eine große Runde rund um Downtown und den Hafen, ganz so, alles wolle er uns nochmal den großen Kontrast zeigen: Denn die Skyline Vancouvers ist auch nicht von schlechten Eltern. Daneben gibt es noch Ausblicke auf das BC Place Stadium und den riesigen Hafen mit seinen zahlreichen Containern.

    Luftaufnahme von Vancouver aus einem Kleinflugzeug

    Suchst du noch mehr Inspiration für deinen Trip?
    Alle meine Artikel über Kanada findest du hier

    Praktische Tipps für den Wasserflugzeug-Rundflug

    Wie und wann du buchen solltest: Im Sommer und in der Kreuzfahrtsaison sind die Rundflüge gut gebucht – reserviere am besten ein paar Tage im Voraus.

    Hier kannst du den Panaromaflug direkt buchen

    Was ist mit dem Wetter? Geflogen wird nach Sicht. Bei tief hängenden Wolken oder starkem Wind kann sich der Flug verschieben – plane den Rundflug also nicht auf den letzten Reisetag.

    Was kostet ein Rundflug? Günstig ist das Vergnügen nicht – rechne für den 30-Minuten-Rundflug mit ca. 150 CA$ (100€). Für mich war es jeden Dollar wert, und angesichts des generell hohen Preisniveaus in Vancouver klang die Summe vor Ort gar nicht mehr so astronomisch.

    Sind die Flugzeuge sicher? Bezüglich Sicherheit hatte ich nun wirklich gar keine Bedenken. Solltest du allerdings große Flugangst haben, bin ich mir nicht sicher, ob so ein Panoramaflug das Richtige für dich ist. Die Flugzeuge sind sehr klein, du spürst jede Kurve und auch die Lautstärke in der Kabine könnte ein zusätzlicher Stressfaktor sein. Allerdings ist der Flug selbst mit 20 Minuten sehr kurz – überleg es dir einfach. Die Aussicht von oben ist jedenfalls traumhaft schön.

    Rotes Harbour Air Wasserflugzeug am Dock in Vancouver
    Harbour Air Seaplanes Sicherheitskarte im Flugzeugsitz

    Übernachten in Vancouver: Mein Hotel-Tipp

    Vancouver ist wirklich teuer und gute Tipps Gold wert! Ich empfehle dir das The Burrard in Downtown Vancouver – ein umgebautes 50er-Jahre-Motel mit Retro-Charme, Innenhof voller Palmen und – für die hiesigen Verhältnisse – recht moderaten Preisen. Von hier läufst du in etwa 20 Minuten zum Wasserflugzeug-Terminal am Canada Place.

    Weitere Unterkünfte in Vancouver findest du hier

    Mehr als ein Rundflug: Mit dem Wasserflugzeug nach Vancouver Island

    Harbour Air ist im übrigen keine reine Rundflug-Airline, sondern fliegt im Linienverkehr auch quer durch British Columbia. Vom selben Terminal in Downtown Vancouver gehen z.b. regelmäßig Flüge nach Victoria, Nanaimo, Tofino, Whistler und saisonal sogar nach Seattle! Der Flug nach Victoria dauert etwa 35 Minuten und landet direkt im Inner Harbour – von Downtown zu Downtown, schneller geht es nicht nach Vancouver Island.

    Harbour Air Wasserflugzeuge am Dock im Hafen Vancouvers

    Die kleinen Wasserflugzeuge sind allerdings sehr gewichtssensibel, daher gelten strenge Gepäcklimits. Wie viel Gepäck du mitnehmen kannst, hängt vom gewählten Tarif ab. Gewogen wird allerdings alles bis zur kleinsten Tasche. Reist du also mit viel Gepäck, solltest du dich unbedingt erkundigen, ob du alles so mitnehmen kannst, und dann weit im Voraus buchen. Der Platz für Gepäck ist nämlich sehr begrenzt. Hier findest du die Gepäckregelungen bei Harbour Air

    Die Alternative: Mit der Fähre nach Vancouver Island

    Bei den Fähren hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Die klassische Variante sind die Autofähren von BC Ferries – allerdings legen die nicht in der Innenstadt ab, sondern in Horseshoe Bay (West Vancouver) beziehungsweise Tsawwassen, beides eine gute Stunde mit Bus oder Auto vom Zentrum entfernt.

    Bist du ohne Auto unterwegs, gibt es inzwischen eine deutlich bequemere Option: Die Schnellfähre hullo verbindet seit 2023 Downtown Vancouver in etwa 70 Minuten direkt mit Downtown Nanaimo – als reine Passagierfähre.

    Kreuzfahrtschiffe von Princess Cruises im Hafen Vancouver

    Das Beste daran: Die Fähre legt am Canada Place neben dem Wasserflugzeug-Terminal ab. Du musst also nicht mehr aus der Stadt raus nach Horseshoe Bay fahren, sondern kannst mitten in Downtown aufs Boot steigen. Für Fußgänger auf dem Weg nach Vancouver Island ist das aktuell die unkomplizierteste Verbindung – und mit Gepäck deutlich stressfreier als das Wasserflugzeug. Ich bin von Vancouver aus mit der hullo Fähre nach Vancouver Island gefahren und es war super unkompliziert.

    Mein Fazit: Lohnt sich der Rundflug mit dem Wasserflugzeug?

    Meiner Meinung nach ist keine große Reise nach Vancouver komplett ohne einen Flug mit einem Wasserflugzeug. Obwohl bei meinem Besuch das Wetter nicht perfekt war, war das gesamte Erlebnis für mich unvergesslich.

    Warum auch du unbedingt fliegen solltest? Erstens siehst du so erst einmal, in welch außergewöhnlichem Umfeld Vancouver liegt, mitten zwischen Regenwald, Meer und Bergen – und zweitens ist es so faszinierend, auf Wasser zu starten und zu landen. Für den kurzen Flug ist es sicher ein teurer Spaß, aber einer, der sich wirklich lohnt und dir auf ewig in Erinnerung bleiben wird.

    Harbour Air Wasserflugzeug am Dock vor Vancouvers Skyline

    Disclaimer: Ich war im Auftrag von Travellers Insight, dem Online-Magazin des Flughafen München, im Pazifischen Nordwesten unterwegs. Mehr über Vancouver findest du in diesem Artikel – und schaue auch in meine Tipps für Victoria und Seattle!

  • Hamburg Sehenswürdigkeiten: Die 15 wichtigsten Highlights

    Hamburg Sehenswürdigkeiten: Die 15 wichtigsten Highlights

    Mit Hamburg habe ich eine ganz besondere Verbindung (mehr dazu am Ende dieses Artikels!) und kann dir einen Trip dorthin nur empfehlen. Damit du weißt, was du in der Hansestadt nicht verpassen darfst, zeige ich dir die tollsten Sehenswürdigkeiten in Hamburg und verrate dir den ein oder anderen Geheimtipp.

    1. Speicherstadt

    Die Speicherstadt ist das größte Lagerhausensemble der Welt und UNESCO-Weltkulturerbe. In diesen massiven Backsteinbauten wurden früher die vielen Güter, die ihren Weg aus aller Welt in den Hamburger Hafen fanden, gelagert; einige Gebäude werden dafür auch heute noch genutzt.

    Hamburger Speicherstadt mit Kanal und historischen Backsteinlagerhäusern

    Am besten du spazierst selbst ein wenig durch die Speicherstadt mit ihren vielen Brücken und Kanälen. Mit etwas Glück kannst du auch eines der Häuser von innen sehen: oft finden hier Lagerverkäufe statt. Ich bin so z.B. in einen Teppichhandel hineingestolpert und so einen alten Speicher von innen zu sehen, war schon sehr atmosphärisch.

    Tipp: Die Speicherstadt kannst du sowohl zu Fuß als auch zu Wasser erkunden. Bestimmte Hafenrundfahrten führen nämlich auch durch die schmalen Kanäle, z.B. diese hier*.

    Boot auf dem Kanal in Hamburgs Speicherstadt mit Brücke

    2. Elbphilharmonie

    Die Elbphilharmonie wird oft auch nur „Elphi“ genannt und ist das wohl beeindruckendste Wahrzeichen der Moderne in Hamburg. Anfangs durch ihre astronomischen Baukosten nicht ganz unumstritten, hat sie mit ihrer gläsernen Fassade die Skyline von Hamburg maßgeblich geprägt und ist zum absoluten Publikumsmagneten geworden. Schon von außen ist die Kombination aus Backsteinspeicher und gläserner Welle beeindruckend – aber richtig besonders wird es oben.

    Elbphilharmonie Hamburg mit Glasfassade vor blauem Himmel

    Der Clou ist nämlich die um die Elbphilharmonie umlaufende Aussichtsplattform, die Elbphilharmonie Plaza, von der aus man einen fantastischen Ausblick auf den riesigen Hamburger Hafen, die Elbe und die Speicherstadt hat. Hinauf geht es durch einen spacigen Tunnel mit der längsten Rolltreppe Westeuropas. Das Beste: Der Zugang zur Aussichtsplattform ist kostenlos. Du holst dir entweder spontan vor Ort am Infopoint ein kostenfreies Ticket – oder buchst online für 3 € ein festes Zeitfenster, falls du auf Nummer sicher gehen willst.

    Besucher in modernem Tunnel mit ovalen Mustern an Wänden

    Die Konzerthalle selbst befindet sich im Inneren des Gebäudes, darüber liegt das luxuriöse Westin Hamburg, dessen Zimmer mit Aussicht auf die Elbe eine echte Attraktion sind. Wenn du dir mal etwas gönnen möchtest, solltest du hier eine Nacht verbringen.

    ➜ Mein Aufenthalt im Westin Hamburg

    Fotografin fotografiert Hamburger Hafen durch geschwungene Glasfassade

    Im Rahmen des Elbjazz Festivals war ich zu einem Konzert in der Elbphilharmonie und kann die außergewöhnliche Akustik nur bestätigen. Ich saß ziemlich weit oben und trotzdem hat es sich angefühlt, als säße ich mitten auf der Bühne. Es finden übrigens nicht nur klassische Konzerte statt, sondern auch ein richtig guter Mix aus den verschiedensten Musikrichtungen.

    ➜ Hier findest du den aktuellen Veranstaltungskalender der Elbphilharmonie

    Konzerthalle mit Bühne und Publikum aus der Vogelperspektive

    Falls du keine Lust auf ein Konzert hast oder die Abende lieber anderweitig verbringen möchtest (in Hamburg gibt es da eh so viele Möglichkeiten), dann kannst du dir den Konzertsaal auch bei einer Führung ansehen. Dabei erfährst du mehr interessante Details über das spannende Bauwerk – architektonisch ist die Elbphilharmonie nämlich einzigartig. Oder hättest du gewusst, dass der gesamte Saal auf 362 Stahlfedern montiert ist, die den Schall so gut im Saal verteilen?

    ➜ Hier kannst du deine Führung durch die Elbphilharmonie buchen

    3. HafenCity

    Direkt neben der Speicherstadt liegt mit der HafenCity Europas größtes innerstädtisches Stadtentwicklungsprojekt – ein komplett neues Stadtviertel, das auf ehemaligen Hafenflächen gewachsen ist und ein ziemlich krasses Kontrastprogramm zur historischen Altstadt liefert.

    Hafenfähre auf der Elbe im Hamburger Hafen

    Das neue Herzstück der HafenCity ist seit 2025 das Überseequartier: ein Komplex aus 14 Gebäuden mit Shops, Restaurants, Hotels, Kino und direktem Anschluss ans Kreuzfahrtterminal. Architektonisch lohnt sich besonders ein Blick auf das Bürogebäude „The Yard“, dessen Fassade vom Dogenpalast in Venedig inspiriert ist.

    Belebter Außenbereich am Miamiplatz mit modernem Backsteingebäude und weißen Bögen

    Tipp: Wenn du in der HafenCity hungrig wirst und Fisch oder Meeresfrüchte magst, probier unbedingt das Pesca aus. Das Konzept des Restaurant ist irgendwo zwischen Theater und Fischmarkt angelegt – besonders abends ein schönes Erlebnis.

    4. Landungsbrücken

    An den Landungsbrücken kommst du als Hamburg-Besucher kaum vorbei: Seit über einem Jahrhundert ist das große Gebäude am Elbufer mit seinen markanten Türmen und grünen Kuppeln eines der Wahrzeichen Hamburgs. Ursprünglich als Anlegestelle für Überseelinien-Schiffe erbaut, dienen die Landungsbrücken heute als Startpunkt für zahlreiche Erkundungstouren durch die Hafenmetropole.

    Hier beginnen in der Regel auch die zahlreichen Hafenrundfahrten, von denen du wirklich eine einmal unternommen haben solltest. Der Hamburger Hafen ist nämlich echt beeindruckend. Es gibt allerdings so viele verschiedene Anbieter und Fahrten mit unterschiedlichen Schwerpunkten, dass man schnell schon einmal den Überblick verliert.

    Hafenrundfahrt in Hamburg mit Blick auf die Elbphilharmonie

    In diesem Artikel findest du die besten Anbieter, sowie Alternativen für einen schmaleren Geldbeutel: Die besten Hafenrundfahrten in Hamburg

    Wer du es noch günstiger magst, nimmst du einfach eine HVV-Fähre (z.B. die Linie 62) und nutzt einfach ein reguläres Nahverkehrsticket. Mit einer Hamburg Card kannst du den öffentlichen Nahverkehr kostenlos nutzen.

    Außerdem findest du nahe der Landungsbrücken zwei der berühmtesten Museumsschiffe Hamburgs, die Rickmer Rickmers und die Cap San Diego.

    ➜ Tickets für die Rickmer Rickmers hier kaufen*

    ➜ Tickets für die Cap San Diego hier kaufen*

    5. Alter Elbtunnel

    Der Alte Elbtunnel ist auch nach über 100 Jahren ein architektonisches Meisterwerk. Ursprünglich wurde er für den immer größer werdenden Verkehr zwischen der City auf der einen Seite und den Hafenanlagen und Werften auf der anderen Seite der Elbe gebaut. In den 1970er Jahren wurde der Alte Elbtunnel aber durch den neueren Elbtunnel der A7 quasi abgelöst. Zwei 426,5 Meter lange Tunnelröhren liegen in 24 Metern Tiefe unter der Elbe und verbinden die beiden Ufer – mit gekachelten Wänden, Majolika-Reliefs von Seesternen und Krabben und schummrigem Licht.

    Menschen in einer U-Bahn-Station mit beeindruckender Architektur und Lichtdecke.

    Das Besondere: Der Alte Elbtunnel verfügt nicht über Zufahrten oder Rampen an den Eingängen, sondern über eindrucksvolle historische Lastenaufzüge, die alles von Fussgängern über Radfahrer bis Autos transportieren.

    Tipp: Vom Aussichtspunkt Steinwerder auf der anderen Seite des Alten Elbtunnels hast du eine tolle Aussicht auf die Elbe und die Hamburger Skyline. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist es von hier aus zudem ein Katzensprung in den neuen Trend-Stadtteil Wilhelmsburg.

    Historischer Hamburger Elbtunnel mit alten Holzaufzügen und Warnschildern

    6. Fischmarkt & Fischauktionshalle

    „Moin„, sage ich zum Busfahrer, als ich in aller Frühe zum Fischmarkt aufbreche, aber egal, wie oft ich übe, es hört sich immer ein bisschen gestelzt an. So richtig norddeutsch will es einfach nicht klingen. Umso typischer ist dafür der Fischmarkt, der jeden Sonntag in St. Pauli stattfindet – eine absolute Hamburger Institution.

    Aale-Dieter Fischstand am Hamburger Hafen mit Kränen

    Die wilden Marktschreier hier sind Kult, und man muss sich wirklich beherrschen, bei soviel Überredungskunst nicht doch noch bei einem überbordenden Obstkorb oder einem Monatsvorrat Räucheraal zuzuschlagen. Aale, Bananen und Blumensträuße fliegen in halsbrecherischer Geschwindigkeit über die Theken – das musst du einmal live erlebt haben.

    Seit 1703 findet der Altonaer Fischmarkt jeden Sonntag am Elbufer statt. Aber: Schon um 9.30 Uhr ist hier leider wirklich Schluss. Gehörst du nicht zu den Frühaufstehern, gibt es nur eine Alternative: Erst gar nicht ins Bett gehen! Denn ein morgendlicher Snack auf dem Fischmarkt nach einer langen Nacht auf der nahegelegenen Reeperbahn ist besonders in den Sommermonaten fast schon ein Muss. Auf dem Fischmarkt trifft sich nämlich eine herrlich absurde Mischung aus Frühaufstehern, Nachtschwärmern und Touristen.

    Geflochtene Hamburg-Körbe mit frischem Obst und Gemüse

    Der Fischmarkt zieht sich übrigens um die eindrucksvolle Fischauktionshalle. Jeden Sonntag von 6 bis 12 Uhr treten hier Live-Bands auf – perfekt, um sich mit einem Fischbrötchen und einem frühen Bier (oder einem späten, je nach Perspektive) durch den Vormittag treiben zu lassen.

    Tipp: Von April bis Oktober öffnet der Fischmarkt schon um 5 Uhr, im Winter (November bis März) gelten verkürzte Öffnungszeiten ab 7.30 Uhr. Schluss ist immer um 9.30 Uhr. Und: Nimm Bargeld mit.

    Alternative unter der Woche: Isemarkt

    Wenn dein Hamburg-Trip nicht über einen Sonntag geht oder du keine Lust hast, durchzumachen oder vor 6 Uhr aufzustehen: Mach stattdessen einen Abstecher zum Isemarkt im Stadtteil Eppendorf/Harvestehude (U3 zwischen Hoheluftbrücke und Eppendorfer Baum). Der Isemarkt ist dienstags und freitags von 8:30 bis 14 Uhr geöffnet und erstreckt sich auf rund einem Kilometer unter dem Hochbahn-Viadukt. Touristen findest du hier kaum, dafür echtes Hamburger Lebensgefühl.

    7. Reeperbahn

    Die Reeperbahn in St. Pauli ist die legendäre Partyzone Hamburgs und zieht jährlich Millionen von Besuchern aus aller Welt an. Ursprünglich war die Gegend um die Reeperbahn eher als zwielichtiges Rotlichtviertel mit vielen Legenden rund um Zuhälter, Drogenbarone und Kriminelle bekannt, aber heute sind Straßenzüge wie z.B. die Große Freiheit auch eine einzige Feiermeile für Jugendliche, Touristen, Junggesellenabschiede und Spaßsuchende. Du findest hier eine wirklich bunte Mischung aus den verschiedensten Bars, Clubs, Theatern, aber auch fancy Restaurants.

    Große Freiheit 36 Hamburg Reeperbahn mit Gitarren-Neonschild

    Suchst du nach Gastro-Tipps für Hamburg?
    Dann schau am besten in meinen großen Hamburg Food Guide!

    Daneben gibt es aber immer noch Lokale, die dem Rotlichtmilieu zuzuordnen sind, wie z.B. die berühmt-berüchtigte Herbertstraße. Mit einer Betonwand als Sichtschutz abgeschottet ist die Herbertstraße eine klitzekleine Straße mitten in St. Pauli, zu der als Frau keinen Zutritt haben – es sei denn, du arbeitest in einem der dortigen Etablissements.

    Tagsüber spürst du viel vom anderen Charakter von St. Pauli: ein bisschen rough, ein bisschen kreativ und sehr lebendig. Es lohnt sich, auch in die Nebenstraßen abzubiegen und sich in der besonderen Atmosphäre dieses ambivalenten Stadtteils zu verlieren.

    Graffiti-Wandbild am Hamburger Fischmarkt mit Digga-Schriftzug

    Interessierst du dich für die kleinen und großen Geschichten rund um die Reeperbahn? Es gibt thematisch tolle Touren, die dir Einblicke in das Leben in diesem speziellen Teil Hamburgs geben.

    Die besten Touren auf St. Pauli

    Sex & Crime auf St. Pauli* (ab 18)

    Kieztour mit Insidern aus der berühmten Olivia Jones Family* – Bei dieser Tour kannst du deinen Tourguide im Voraus wählen, je nachdem, welche Facette des Kiezlebens dich am meisten interessiert. Absolute Empfehlung!

    Nachtwächter-Tour durch den Kiez* – Mit einem Nachtwächter mit typisch maritim-hanseatischem Charme geht es hier weniger spicy durch den Kiez.

    Die Kiez-Kapitän Reeperbahn & Beatles Kieztour* – Jugendfreie Tour durch den Kiez, mit den wichtigsten Locations der Beatles: Wusstest du, dass die legendären Beatles ihre Karriere in Hamburg auf dem Kiez begonnen haben?

    8. Bunker Feldstraße / Grüner Bunker

    Wenn ich einen Spot in Hamburg empfehlen müsste, an dem sich in den letzten Jahren am meisten getan hat, dann würde ich wohl den Bunker an der Feldstraße in St. Pauli nennen. Der wuchtige Betonklotz aus dem Zweiten Weltkrieg wurde um einen begrünten Dachgarten erweitert. Heute findest du auf dem Dach des Bunkers zwei Restaurants, eine Bar, ein Hotel und einen Gedenkort zur Geschichte des Gebäudes.

    Um hochzukommen, läufst du über den 560 Meter langen Bergpfad einmal außen um den Bunker herum bis zum Dach auf 58 Metern Höhe. Von oben hast du dann den vielleicht spektakulärsten Stadtblick Hamburgs.

    Tipp: Der Eintritt ist frei. Bei gutem Wetter und bei Sonnenuntergang kann es zu Wartezeiten kommen.

    Mehr Infos findest du in diesem Artikel: Grüner Bunker Hamburg

    Hamburger Flakbunker mit begrünten Dachterrassen vor blauem Himmel

    9. Schanzenviertel & Karolinenviertel

    Wenn du genug von Backstein, Hafen und Hanseatik hast: ab ins Schanzenviertel. Hier zeigt Hamburg seine alternative, leicht raue, sehr lebendige Seite. Streetart, kleine Designerläden, Concept-Stores – und mittendrin die Rote Flora, das ehemalige Theatergebäude und bis heute ein Symbol der Hamburger Hausbesetzer und der linken Subkulturszene.

    Belebte Hamburger Straße mit Café, Graffiti und Geschäften

    Besonders stark ist hier die Gastro-Szene: vom langen Frühstück über Brunch-Spots, Bagel-Läden und Sourdough-Bäckereien bis hin zu kleinen Bistros, internationalen Küchen und sehr guten Bars findest du in der Schanze alles, was man sich für einen entspannten Tag oder einen langen Abend wünscht.

    Offenes Sandwich mit Rote Bete, Salat und Cappuccino

    Direkt nebenan, hinter den Messehallen, liegt das Karolinenviertel – das Karoviertel ist das kleinere, ruhigere Nachbarviertel der Schanze mit Hinterhofläden, Vintage-Stores und vielen kleinen Lokalen. Beide Viertel gehen so fließend ineinander über, dass man oft gar nicht merkt, wo das eine aufhört und das andere anfängt.

    10. Planten un Blomen

    Planten un Blomen ist die größte grüne Oase mitten in Hamburg: Hier findest du einen 47 Hektar großen Park, der kostenlos zugänglich ist. Wenn du eine Pause vom Sightseeing brauchst, ist das hier die richtige Adresse. Es gibt mehrere unterschiedlich gestaltete Bereiche, darunter einen großen japanischen Garten – einen der größten seiner Art in Europa.

    Sonniger Stadtpark mit Wasserbecken, Bäumen und Spaziergängern

    Ein Highlight im Sommer sind die Wasserlichtkonzerte am Parksee – ein kostenloses Spektakel aus tanzenden Wasserfontänen, Lichteffekten und Musik. Sie finden täglich von Mai bis September statt (im Mai/Juni um 22 Uhr, ab Juli um 21 Uhr).

    11. Binnen- & Außenalster

    Mitten in der Hamburger Innenstadt liegt mit der Alster ein wunderschönes Naherholungsgebiet. Die kleinere Binnenalster wird von der Lombards- und Kennedybrücke begrenzt – hier bist du mitten in der City und trotzdem direkt am Wasser. Die größere Außenalster zieht sich nach Norden und ist im Sommer voll mit Seglern, SUP-Paddlern, Joggern und Hamburgern, die einfach nur am Ufer sitzen und die Sonne genießen.

    Segelboote ankern an einem ruhigen See mit Bäumen

    Tipp: Plan dir Zeit für einen Spaziergang oder eine Radtour um die Außenalster ein (rund 7,5 km). Die Strecke führt durch Pöseldorf, vorbei an alten Villen und Bootsstegen. Halt machen kannst du an der Alsterperle, einem kleinen Kiosk-Café direkt am Wasser.

    12. St. Michaelis Kirche / Hamburger Michel

    Die St. Michaelis Kirche mit ihrem 132 Meter hohen Turm ist ein weiteres unübersehbares Wahrzeichen Hamburgs. Bekannt ist der Turm vor allem unter dem Spitznamen „Michel“.

    Kirchturm des Hamburger Michels mit großer Turmuhr

    Die Kirche prägt seit Jahrhunderten das Stadtbild und war für Seefahrer, die in den Hafen einliefen, oft das erste Zeichen, dass sie Hamburg erreicht hatten. Zweimal wurde der Michel jedoch durch Brände zerstört, und zweimal wieder aufgebaut – das macht ihn auch zu einem Symbol für den Durchhaltewillen der Hansestadt.

    Luftaufnahme der Hamburger Innenstadt mit Kirchturmspitzen

    Vom Michel hast du einen wirklich beeindruckenden Blick auf die City und den Hafen. Du bekommst hier ein Gefühl dafür, wie nah Innenstadt, Hafen und Elbe beieinanderliegen. Innen ist die Kirche überraschend hell und freundlich, fast schon mediterran für eine norddeutsche Hauptkirche. Hinauf geht es größtenteils mit dem Aufzug. (Du kannst aber auch den kompletten Aufstieg zu Fuß absolvieren – es sind ganze 453 Stufen.) Achtung: Oben weht je nach Wetterlage schon mal eine steife Brise – nimm dir also besser einen Schal o.ä. mit.

    Luftpanorama Hamburg mit Elbphilharmonie, Hafen und Containerschiff

    Tipp: Der Aufstieg auf den Michel kostet Eintritt, aber mit der Hamburg Card kannst du auch hier wie bei vielen anderen Sehenswürdigkeiten in Hamburg ein paar Euro sparen.

    13. Komponistenquartier & Großneumarkt

    Mitten in der Neustadt, ein paar Schritte vom Michel entfernt, liegt der Großneumarkt – ein Platz mit Charakter, der nie überlaufen ist. Rund um den Platz findest du das ein oder andere richtig süße Café (perfekt für eine Pause zwischen zwei Sightseeing-Stops) und ein paar gute Restaurants. Vom typischen Trubel der Innenstadt bist du hier komplett raus.

    Gemütliches Straßencafé mit Gästen auf dem Bürgersteig
    Das feels like Coffee & Art ist eines der cuten Cafés in der Nähe vom Großneumarkt

    Direkt nebenan liegt das Komponistenquartier: Hier stehen die Wohn- bzw. Geburtshäuser von Mendelssohn, Brahms, Telemann, Mahler, Bach (Carl Philipp Emanuel) und Hasse – heute kleine, sehr feine Museen, die zusammen das Komponistenquartier bilden. Man muss kein Klassik-Nerd sein, um das schön zu finden – allein die Atmosphäre der Gassen ist besonders.

    14. Hamburger Rathaus

    Das Hamburger Rathaus mit seiner Neorenaissance-Fassade ist einer der schönsten Kontraste zu Hafen und den Backsteinfassaden der Speicherstadt. Davor liegt der Rathausmarkt, auf dem im Sommer viele Veranstaltungen stattfinden. Im Winter ist er der Standort des Hamburger Weihnachtsmarkts, der übrigens als einer der schönsten Deutschlands gilt.

    Hygieia-Brunnen im Innenhof des Hamburger Rathauses

    Der Innenhof ist frei zugänglich und überraschend ruhig. Mit einer Führung kannst du auch das Innere das Rathauses erkunden. Tickets bekommst du vor Ort, mit einer Hamburg Card gibt’s Rabatt. Die genauen Uhrzeiten findest du hier.

    15. Stadthöfe & Stadthaus

    Nur 3 Minuten vom Rathaus liegt eine Ecke, die ich persönlich richtig beeindruckend finde, weil sie mitten in der Stadt liegt und trotzdem so wenig bekannt ist: die Stadthöfe. Sie sind Hamburgs elegante Hinterhof-Variante – und mit einem Mix aus Architektur, Passagen, Cafés und kleinen Läden perfekt für eine kleine Pause vom Sightseeing.

    Elegantes Außenrestaurant in historischem Innenhof mit Gästen

    Hier sitzt auch einiges an toller Gastronomie – u.a. die Bars und Restaurants vom Boutique-Hotel Tortue Hamburg, übrigens auch eine tolle Adresse zum Übernachten in Hamburg, wenn du dir etwas gönnen möchtest.

    Direkt an die Stadthöfe angeschlossen liegt das Stadthaus – ein Ort mit einer dunklen Geschichte. Während der NS-Zeit befand sich hier das Hauptquartier der Gestapo, in dem Menschen verhört, gefoltert und in den Tod geschickt wurden. Lange Zeit blieb das im öffentlichen Bewusstsein erstaunlich unbeachtet, bis das Gebäude saniert und neu entwickelt wurde. Heute erinnert eine kleine, kostenfrei zugängliche Gedenkstätte im Erdgeschoss an die Opfer des Nationalsozialismus.

    Meine Verbindung zu Hamburg

    Falls du dich gefragt hast, woher meine besondere Verbindung zu Hamburg kommt: Ich durfte ein ganzes Jahr lang im Rahmen der Friend of Hamburg Kampagne mit Hamburg Marketing Hamburgs kulinarische Highlights auf meinem Instagram-Account @thehappyjetlagger vorstellen und habe so die Stadt noch einmal von einer ganz anderen Seiten kennenlernen dürfen.

    Hier findest du alle Artikel über Hamburg

    Elegante Teller mit Burrata und Tomaten auf Holztisch
  • Grüner Bunker Hamburg: St. Pauli’s neue Sehenswürdigkeit

    Grüner Bunker Hamburg: St. Pauli’s neue Sehenswürdigkeit

    Mitten auf St. Pauli steht ein 58 Meter hoher Betonklotz aus dem Zweiten Weltkrieg – und auf seinem Dach wächst neuerdings ein riesiger Garten! Ich bin den neuen Bergpfad hochspaziert und habe sogar oben übernachtet. Was du über den Grünen Bunker in Hamburg wissen musst, erfährst du hier.

    Bewegte Vergangenheit: Architektur & Geschichte des Feldstraßenbunkers

    Schon bevor er zu einer der gehyptesten Sehenswürdigkeiten Hamburgs in den letzten Jahren wurde, war der Bunker an der Feldstraße im Stadtbild unübersehbar. Offiziell übrigens Flakturm IV genannt, gehört der Feldstraßenbunker zu den größten Bunkern, die je gebaut wurden. Die Grundfläche beträgt ganze 75 mal 75 Meter!

    Menschen stehen auf einem Betonbalkon vor blauem Himmel

    Man kann schon ahnen, welchem Zweck der Bunker einst gedient hat: Hier suchten im Zweiten Weltkrieg bis zu 18.000 Menschen Schutz; während der schweren Luftangriffe im Sommer 1943 zeitweise sogar bis zu 25.000. Gebaut wurde er von 1942-1944 in Rekordzeit; wie so viele Bauten dieser Zeit mit der Hilfe von Zwangsarbeitern.

    Die massive Bauweise und enorme Größe übrigens der Grund, wieso der Bunker heute noch so prominent auf St.Pauli steht. Viele Bunker wurden nach Ende des Krieges in Deutschland gesprengt, aber die Sprengkraft, die hier nötig gewesen wäre, hätte die dicht bebauten Wohnviertel ringsum gefährdet. Die Außenwände sind nämlich bis zu dreieinhalb Meter dick – der Bunker ist ein echter Koloss. Heute steht er sogar unter Denkmalschutz.

    Grüner Bunker in Hamburg umgeben von Bäumen und Pflanzen.

    Danach wurde der Bunker vielfältig genutzt, viele Unternehmen aus der Kreativbranche zogen ein – aber die bekannteste Location ist wohl der Club Uebel & Gefährlich. Von 2019 bis 2024 wurde das Dach dann aufgestockt und begrünt: fünf neue Etagen, ein 560 Meter langer Bergpfad außen herum, ein 1.400 m² großer Dachgarten mit tausenden Pflanzen. Seit Sommer 2024 ist der Grüne Bunker offiziell für alle zugänglich.

    Suchst du noch mehr Tipps für deinen Trip nach Hamburg?
    Hier findest du alle Artikel über Hamburg

    Der grüne Bunker in Hamburg, eine einzigartige Sehenswürdigkeit im Stadtteil St. Pauli.

    Den Grünen Bunker besichtigen: Rauf auf den Dachgarten

    Nach oben führt der Bergpfad – ein 560 Meter langer, fünf Meter breiter Weg, der sich spiralförmig außen um den Bunker windet. Du bist allerdings schneller oben als du denkst, weil sich die Aussicht mit jeder Etage verändert und du immer andere interessante Blickwinkel findest.

    Hilldegarden Urban-Garten-Hochbeet mit Pflanzen und Graffiti
    Blick auf den grünen Bunker in Hamburg im Sonnenschein.

    Oben warten dann rund 1.400 Quadratmeter Dachgarten mit über 4.700 Pflanzen auf 58 Metern Höhe auf dich. Die Aussicht ist wirklich einmalig; von hier aus hast du einen Rundumblick über Hamburg, und kannst z.B. die Elbphilharmonie, den Michel und den Hafen sehen. Direkt unter dir siehst du das Millerntor-Stadion, das Heimatstadion des FC St.Pauli.
    Buche hier eine Führung durch das Millerntor-Stadion*

    Panoramaansicht von Hamburg mit Blick auf die Stadt und den Himmel.
    Silhouette vor Treppe mit Fernsehturm im Hintergrund

    In der obersten Etage findest du dann eine kleine Ausstellung zur Geschichte des Bunkers und die Eingänge zum Hotel und der dazugehörigen Gastronomie. Der Verein Hilldegarden setzt sich auch kritisch mit dem Erbe des Bunkers auseinander und veranstaltet einmal im Monat Führungen. Mehr Infos hier.

    Blick auf den Fernsehturm in Hamburg bei schönem Wetter.
    Blick auf Hamburg mit Fernsehturm und historische Häuser bei schönem Wetter.
    Panorama von Hamburg mit St. Michaelis Kirche im Zentrum.

    Praktische Tipps für den Besuch

    Den Dachgarten kannst du kostenlos besichtigen. Der Zugang wird aber kontrolliert, und besonders an sonnigen Wochenenden kann es hier zu Warteschlangen kommen. Essen und Trinken mitzubringen, sowie Kinderwagen und Hunde, sind nicht erlaubt.

    Es gibt etwas versteckt Aufzüge, die sind allerdings Hotelgästen vorbehalten (Schlüsselkarten werden kontrolliert); ich konnte nicht in Erfahrung bringen, ob man diese auch als Besucher mit eingeschränkter Mobilität nutzen kann.

    Am besten du kommst morgens in der Woche oder zum Sonnenuntergang, dann ist die Aussicht besonders schön.

    Zu erreichen ist der Grüne Bunker am besten mit der U3 bis Feldstraße. Achtung: Das Millerntor-Stadion ist direkt nebenan, an Spieltagen wird es in der U-Bahn voll.

    Der Grüne Bunker Hamburg ist täglich von 9 bis 22 Uhr geöffnet.

    Hamburger Flakbunker mit Bergpfad Visitor Walkway Schild
    Kunstinstallation am Grünen Bunker in Hamburg, St. Pauli, mit bunten Herz- und Tiermotiven.

    Übernachten im Grünen Bunker Hamburg & Reverb by Hard Rock

    Der größte Clou ist wohl, dass du mit der Eröffnung des Reverb by Hard Rock Hamburg jetzt sogar auf dem Dach des Grünen Bunkers übernachtest – und das ist wirklich ein einmaliges Erlebnis. Ich habe ja eine Vorliebe für ungewöhnliche Unterkünfte; und wenn du mal eine ganz besondere Übernachtungsmöglichkeit in Hamburg suchst, dann solltest du dir das Reverb mal ansehen.

    Checke hier Preise & Verfügbarkeit im Reverb by Hard Rock

    Modernes Hotelzimmer mit Balkon, Blick auf Bäume, helle Einrichtung, komfortabel.

    Übrigens ist eine Übernachtung hier wirklich nicht so teuer, wie man der Location nach meinen könnte; das Reverb ist eher ein Mittelklasse-Hotel, dass sich an eine junge Zielgruppe richtet. Leider kommt auch der Vibe des Hard Rock Franchises nicht immer so gut durch, und ich empfand das Hotel selbst aufgrund der nur wenigen öffentlichen Bereiche (im Prinzip nur die Rezeption und die Gastronomie) sehr anonym.

    Dafür hat man aus einigen Zimmern eine tolle Aussicht durch das Grün des Dachgartens hindurch. Außerdem ist die Lage wirklich einmalig: Mitten auf St.Pauli, aber dennoch sehr ruhig durch die Höhe. Allerdings ist der Weg von der Straße aus zum Zimmer trotz Aufzug schon ziemlich weit – wenn du das Zimmer verlässt, solltest du besser nichts für deine Sightseeingtour vergessen.

    Blick auf Hamburgs Stadtzentrum mit Kirche im Hintergrund, umrahmt von Bäumen.

    Essen & Trinken im Bunker

    Im Bunker gibt mehrere gastronomische Locations. Ich habe nur das Café getestet und ja, es gibt ein schönes Panoramafenster, aber ansonsten ist mir nichts in Erinnerung geblieben. Ich rate dir aber ohnehin, die Gegend rund um den Bunker gut zu erkunden, denn du befindest dich hier in einem der spannendsten Viertel Hamburgs.

    Gleich gegenüber des Bunkers findet z.B. jeden Samstag auf dem Gelände der Alten Rinderschlachthalle die Flohschanze statt, einem der schönsten Flohmärkte der Stadt.

    Gemütliches Café in Hamburg mit Fahrrädern und Außenbestuhlung.

    Nebenan im Karoviertel reihen sich kleine Boutiquen, alternative Läden und supersüße Cafés aneinander. Und die Stimmung ist immer so relaxed und angenehm, dass ich immer wieder gerne hierherkomme.

    Frischer Salat mit Karotten und Gurken auf weißem Teller, Kaffee daneben.

    Meine Tipps fürs Karoviertel:
    Café Marktstr.25 Café mit einfacher Bistroküche, und so, so gut! Probier unbedingt eines der belegten Sauerteigbrote.
    Moin Karo Eigentlich ein kleiner Bioladen – aber super für ein kleines, entspanntes Frühstück oder einen Kaffee zwischendurch.
    Tibreizh Leckere bretonische Crêpes und Galettes; schöne Plätze draußen.

    Mehr Gastro-Tipps findest du auch in meinem Food-Guide für Hamburg

    Disclaimer: Mein Aufenthalt im Reverb by Hard Rock erfolgte im Rahmen meiner Zusammenarbeit mit Hamburg Marketing.

    Belebte Hamburger Straße mit Geschäften und Graffiti
    Stadtpanorama mit Kirchturm hinter herbstlichen Bäumen und Beeren
  • Günstig nach Seattle: Lohnt sich der Seattle CityPASS?

    Günstig nach Seattle: Lohnt sich der Seattle CityPASS?

    Werbung. | Seattle – eingebettet zwischen dem Pazifik und majestätischen Bergen – ist die große Metropole im Pazifischen Nordwesten. Klar, dass ich auf meiner Westküsten-Reise dort ein paar Tage verbringen musste. Aber wie viele Großstädte in den USA ist Seattle unglaublich teuer und eine Sightseeingtour kann schon zu einem kleinen Investment werden.

    Der Seattle CityPASS* verspricht dabei eine Reihe von Ersparnissen bei den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Ob das wirklich stimmt und für wen sich so ein Ticket wirklich lohnt, habe ich in Seattle für dich recherchiert.

    Space Needle in Seattle von unten an einem sonnigen Tag.
    Auch die berühmte Space Needle ist im Seattle CityPASS enthalten.

    Was ist der Seattle CityPass?

    Der Seattle CityPASS* ist im Grunde ein Sammelticket, mit dem Du Zugang zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt erhältst. Statt dir jedes einzelne Mal wieder neue Tickets kaufen zu müssen (und oft auch insgesamt mehr zu bezahlen), kannst Du Dir mit dem CityPASS ein individuelles Paket aus Eintrittstickets zusammenstellen, das viele Highlights auf einmal abdeckt.

    Du sparst also Zeit an den Kassen – und in den meisten Fällen auch Geld, da diese Kombi-Tickets insgesamt günstiger sind und/oder weitere Extras beinhalten, die in Einzeltickets nicht inkludiert sind.

    Menschen schauen auf den Puget Sound von der Aussichtsplattform der Space Needle in Seattle.
    Allein schon wegen der atemberaubenden Aussicht auf den Puget Sound lohnt sich ein Besuch der Space Needle in Seattle.

    Was ist im Seattle CityPass enthalten?

    Mit dem Seattle CityPASS kannst Du fünf Attraktionen besuchen. Standardmäßig dabei sind:

    • Space Needle – Wahrzeichen von Seattle und absolutes Must-See. Von der Aussichtsplattform hast du einen atemberaubenden Blick auf Seattles Skyline, den Puget Sound und die umliegenden Berge.
    • Seattle Aquarium – Direkt an der Waterfront gelegen, erlebst Du hier die faszinierende Unterwasserwelt des Pazifiks.

    Außerdem bekommst du Zutritt zu 3 weiteren Attraktionen deiner Wahl. Du musst dich übrigens nicht gleich beim Kauf festlegen, sondern kannst spontan vor Ort entscheiden, welche der drei folgenden Sehenswürdigkeiten du noch besuchen willst:

    • Chihuly Garden and Glass
    • Argosy Cruises Harbor Tour Eine Bootstour durch den Hafen von Seattle, bei der Du die Skyline vom Wasser aus siehst.
    • Museum of Pop Culture (MOPOP)
    • Woodland Park Zoo
    • Pacific Science Center

    Sobald du den Pass zum ersten Mal benutzt, ist er neun aufeinanderfolgende Tage gültig. Damit hast Du genug Zeit, um dir alle Sehenswürdigkeiten in Ruhe und stressfrei anzuschauen.

    Bestelle hier den Seattle CityPASS*

    Hängende Installation aus orange-gelben Glasblumen in Glashaus im Chihuly Garden, Seattle.
    Das Chihuly Garden and Glass mit den beeindruckenden Skulpturen des Glaskünstlers Dale Chihuly befindet sich direkt gegenüber der Space Needle.

    Vorteile des Seattle CityPASS

    • Preisersparnis: Kaufst Du jede Attraktion einzeln, kann das richtig ins Geld gehen. Der CityPASS bündelt alles zu einem günstigeren Gesamtpreis.
    • Planungskomfort: Wenn Du weißt, dass Du bestimmte Highlights sehen willst, hast Du mit dem CityPASS alles an einem Ort. Du brauchst nicht dauernd nach einzelnen Tickets zu suchen.
    • Bevorzugter Einlass und weniger Schlangestehen: An einigen Attraktionen ist der Einlass mit dem CityPASS etwas beschleunigt, sodass Du weniger Zeit in Warteschlangen verbringst.
    • Planungshilfe: Du sparst nicht nur beim Anstehen, sondern bekommst auch eine gute Übersicht, was Du in Deiner Zeit in Seattle sehen kannst. Ich persönlich finde das oft sehr praktisch, um die Tage vor Ort besser zu strukturieren.
    • Perfekt für Erstbesucher: Wenn Du neu in Seattle bist und möglichst viel sehen willst, deckt der Pass die absoluten Highlights ab.

    Nachteile des Seattle CityPASS

    • Zeitdruck: Auch wenn Du neun Tage hast, können diese schnell vergehen. Wenn Du zu viel anderes Programm planst (Restaurants ausprobieren, Tagesausflüge, Bummeln durch verschiedene Viertel), kann es passieren, dass Du nicht alle CityPASS-Attraktionen schaffst.
    • Eingeschränkte Auswahl: Vielleicht interessieren Dich gar nicht alle Attraktionen, oder Du möchtest etwas ganz anderes sehen. Wenn Du eher auf kleine Szene-Viertel oder andere Museen stehst, lohnt sich der Pass möglicherweise weniger.
    • Vorausplanung: Natürlich musst Du ein bisschen im Voraus wissen, wann Du welche Sehenswürdigkeit besuchst. Spontan nur einen Teil zu machen, lohnt sich oft nicht so sehr, weil der Ticketpreis dann vielleicht nicht voll ausgenutzt wird.
    • Alternative Rabatte: Manche Attraktionen bieten eigene Aktionen an, z. B. kombinierte Tickets für Familien oder reduzierte Eintrittskarten bei bestimmten Tageszeiten. Wenn Du gerne flexibel bist und verschiedenste Optionen mischst, könnte das im Einzelfall günstiger sein als der CityPASS.
    Aussichtsplattform auf der Space Needle in Seattle, USA.

    Für wen lohnt sich der Seattle CityPASS?

    • Erstbesucher: Grundsätzlich liebe ich Städte-Cards, wenn ich zum ersten Mal in einer Stadt bin. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind so schon einmal abgedeckt und ich muss mich nicht mit dem Kauf von einzelnen Eintrittstickets befassen.
    • Familien und Gruppen: Gerade wenn Du mit mehreren Leuten unterwegs bist, können die Kosten schnell ausarten. Mit dem CityPass ist die Ersparnis bei mehreren Personen noch größer, außerdem lassen sich Besuche in Gruppen bei viel frequentierten Sehenswürdigkeiten leichter organisieren, wenn jeder schon sein Eintrittsticket parat hat.
    • Kurzzeit-Reisende: Wenn Du nur wenige Tage in Seattle hast und sicher sein möchtest, dass Du die Hauptattraktionen mitnimmst, sind solche Kombi-Tickets Gold wert.
    Blick auf die Space Needle und Skyline von Seattle in der Dämmerung

    Suchst du Inspiration für deine nächste Reise in die USA?
    Hier findest du alle meine Artikel über US-Reiseziele

    Alternative zum Seattle CityPASS: Seattle C3

    Falls dich gar nicht so viele Sehenswürdigkeiten auf der Liste des Seattle CityPASS interessieren, oder du gar nicht so viel Zeit in der Stadt hast, gibt es eine super Alternative!

    Mit einem Seattle C3 Ticket kannst du dir einfach aus folgender Liste drei Sehenswürdigkeiten herauspicken:

    • Space Needle
    • Chihuly Garden and Glass
    • Seattle Aquarium
    • Argosy Cruises Harbor Tour
    • Museum of Pop Culture (MOPOP)
    • Woodland Park Zoo
    • The Museum of Flight
    • Sky View Observatory
    • Seattle Art Museum
    • Pacific Science Center

    Die Space Needle ist so oder so ein absolutes Must-See und auch das Museum of Flight und das Seattle Art Museum kann ich dir sehr empfehlen. Mit einem C3 Ticket hast du eine noch größere Auswahl und kannst dich aber auf wirklich ausgesuchte Spots konzentrieren. Außerdem ist das C3 Ticket noch einmal ganze 30 Euro günstiger.

    Vorteile von Seattle C3

    • mehr Auswahl
    • gut 30 Euro günstiger
    • keine Tierattraktionen (im Seattle CityPASS dagegen ist immer das Seattle Aquarium enthalten)
    Menschen in einer Kuppel vor einem Aquarium
    Das Seattle Aquarium kannst du mit einem C3 Ticket gegen eine andere Sehenswürdigkeit tauschen.

    Achtung: Das Seattle C3 Ticket bekommst du nur auf der Website von CityPASS. Hier kannst du das Seattle C3 Ticket kaufen*

    Lohnt sich der Seattle CityPASS?

    Meiner Meinung nach ja, wenn du sowieso vorhast, dir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Seattles anzuschauen. Vor allem bei deinem ersten Besuch in Seattle sparst du Geld und Zeit – und die Space Needle ist sowieso ein Muss. Außerdem fand ich es super angenehm, mich gar nicht mehr vor Ort mit dem Kauf von Eintrittstickets auseinandersetzen zu müssen.

    Möchtest du flexibler sein, würde ich dir zumindest den Seattle C3 empfehlen – die Space Needle und zwei weitere Sehenswürdigkeiten wirst du garantiert besuchen!

    Der CityPASS lohnt sich übrigens auch für andere Städte in den USA: Hier habe ich den Chicago CityPASS für dich getestet


    Seattle habe ich im Rahmen einer Recherchereise für Travellers Insight, den Reiseblog des Flughafen München, besucht. Meinen Artikel über Seattle kannst du hier lesen. Der Seattle CityPASS wurde mir von CityPASS zur Verfügung gestellt.

  • Die 15 schönsten Sehenswürdigkeiten in Palma

    Die 15 schönsten Sehenswürdigkeiten in Palma

    Palma ist schon seit Ewigkeiten meine zweite Heimat. Ich zeige dir die 15 schönsten Sehenswürdigkeiten in Palma und verrate dir den einen oder anderen Geheimtipp! Bevor du dich wunderst: Der offizielle Name der Hauptstadt von Mallorca wurde 2016 von “Palma de Mallorca” in “Palma” geändert. Aber an der Schönheit dieser tollen Stadt ändert das natürlich nichts!

    1. Königspalast La Almudaina

    Der Königspalast La Almudaina kann auf eine lange Geschichte zurückblicken: Er wurde im 13. Jahrhundert während der maurischen Besetzung errichtet. Heute ist La Almudaina die offizielle Residenz der spanischen Königsfamilie, die jedes Jahr ihren Sommerurlaub auf Mallorca verbringt, und den Palast für repräsentative Zwecke nutzt. Gewohnt wird aber im neueren Palacio Marivent in Cala Mayor, dessen Gärten du ebenfalls besichtigen kannst.

    Turm des Palacio Almudaina in Palma de Mallorca.

    Der Palacio Almudaina ist mit seinen vielen Exponaten aus der ereignisreichen Geschichte Mallorcas und seiner außergewöhnlichen Architektur eine der beliebtesten Attraktionen Palmas. Am Fuß findest du eine kleine Gartenanlage, die Jardines de S’Hort del Rei – ein toller Fotospot und perfekt für eine kleine Pause vom Sightseeing.

    Tipp: Mittwochs und sonntags nachmittags ist der Eintritt frei.

    Hier kannst du Tickets für den Königspalast La Almudaina kaufen*

    Blühender Garten mit Brunnen und Bäumen in den Jardines d'es Hort del Rei in Palma, Mallorca.

    2. Kathedrale La Seu

    Die gotische Kathedrale La Seu ist das Wahrzeichen von Palma. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist mit ihrer Lage auf einer Anhöhe unübersehbar. Von hier aus hast du auch eine traumhafte Aussicht auf das Meer. Um die Kathedrale von innen zu sehen, musst du ein Ticket kaufen – aufgrund des hohen Andrangs, vor allem im Sommer, empfehle ich dir, dein Ticket vorher online zu buchen.

    Kaufe hier dein Eintrittsticket für die Kathedrale von Palma im Voraus*

    Kathedrale La Seu in Palma am Wasser bei Sonnenschein

    Übrigens: Von April bis Oktober kannst du gegen eine zusätzliche Gebühr auch an einer Führung auf dem Dach der Kathedrale teilnehmen – ein wirklich besonderes Erlebnis!

    Kathedrale im Sonnenuntergang mit Palmenumriss

    3. Passeig des Born

    Wusstest du, dass man in Palma perfekt shoppen kann? Du findest hier eine große Bandbreite von teuren Designerboutiquen bis hin zu allen möglichen Filialen der großen Modeketten. Und der pompöse Passeig des Born mit seiner traumhaften Allee ist dabei etwas ganz Besonderes: Hier sind sogar Läden wie Zara Home oder H&M in wunderschönen Altbauten untergebracht.

    Boulevard Passeig del Born in Palma mit Café

    Zur Weihnachtszeit und rund um den Jahreswechsel werden die Bäume hier besonders geschmückt und die ganze Straße funkelt und glitzert jeden Abend.

    4. Plaza Mayor

    Wie in vielen spanischen Städten ist die Plaza Mayor das Herz Palmas. Bei einem Bummel durch die Altstadt wirst du früher oder später an diesem markanten Platz vorbeikommen. Hier findest du viele Cafés und Restaurants, aber die meisten sind, ehrlich gesagt, ziemliche Touristenfallen. Es lohnt sich, ein bisschen in den Seitenstraßen zu schauen oder an den kleineren Plätzen rundherum. Dort findest du garantiert bessere Alternativen.

    Leere Plaza Mayor in Palma, Mallorca.

    Du suchst eine tolle Unterkunft in Palma?
    Hier findest du Hotels für jeden Geldbeutel

    5. Die Altstadt von Palma

    Wirklich verlieren kannst du dich in Palmas Altstadt. Du findest hier zum einen die Shoppingmeilen wie die Carrer Sant Miquel oder die Carrer Sindicat und unglaublich viele kleine Stores und Boutiquen, zum anderen gibt es auch ruhigere Ecken mit verwunschenen Plätzen und süßen Gassen.

    Historische Gebäude mit Balkonen und Fensterläden in der Altstadt von Palma, Mallorca.

    Zu meinen Lieblingsorten gehört zum Beispiel die Plaça del Banc de l’Oli oder der kleine Platz mit Cafés vor der Església de Sant Nicolau.

    6. Die Hafenpromenade Paseo Marítimo

    Der Paseo Marítimo ist der perfekte Ort für einen abendlichen Spaziergang. Genieße den Blick auf die Luxusjachten und besuche die vielen Bars und Restaurants. Besonders am Wochenende verwandelt sich der Paseo Marítimo zwischen der Avinguda de l’Argentina und Porto Pí zur lebendigen Partymeile. Und hier ist der Vibe wesentlich angenehmer als an der Playa de Palma!

    Jachthafen mit Palmen und Segelbooten in Palma.

    Tipp: Am schönsten ist der Sonnenuntergang vom Restaurant Varadero! Es liegt etwas versteckt am Eingang zum Yachthafen von Palma. Entgegen vieler anderer hochpreisiger Lokale rund um den Hafen ist der Vibe eher bodenständig und viele Palmesaner treffen sich hier zu einem Sundowner.

    Hast du noch mehr Lust auf die Insel bekommen?
    Auf meinem Blog findest du viele hilfreiche Artikel für bekannte und weniger bekannte Ecken Mallorcas!
    Meine Tipps für Mallorca

    7. Trendviertel Santa Catalina

    Früher war Santa Catalina ein schmuckloses Fischerdorf. Heute zählt es mit seiner lebhaften Gastronomieszene zu den Trendvierteln Palmas! Außerdem findest du hier noch eine der letzten erhaltenen Windmühlen der Stadt, die früher die Insel geprägt haben. Nicht verpassen solltest du ebenfalls einen Besuch im Mercat de Santa Catalina, der Markthalle des Viertels.

    Lies hier den kompletten Artikel über Santa Catalina

    santacatalina

    8. Strand Ca’n Pere Antoni

    Der Stadtstrand Ca’n Pere Antoni liegt nur einen Steinwurf von der Kathedrale entfernt am Ende des Paseo Marítimo. Ich liebe den Strand hier besonders, weil die Stimmung immer superentspannt ist und man hier sogar sehr gut baden kann, obwohl der Strand mitten in der Stadt und relativ nah am Hafen von Palma liegt. Am Wochenende oder nach Feierabend treffen sich auch gerne Locals hier zum Volleyballspielen oder Picknicken.

    Strandpromenade Can Pere Antoni mit Radweg in Palma, Mallorca.

    Tipp: Wenn du dir etwas gönnen willst, verbringe den Tag einfach im Assaona bei guten Drinks und leckerem Essen. Zu diesem Beach Club gehören auch die stylischen Sonnenliegen nebenan, dort kannst du als Gast nach Herzenslust chillen.

    Willst du noch mehr von Mallorca sehen? Hier findest du die 20 schönsten Sehenswürdigkeiten im Rest der Insel!

    9. Playa de Palma

    Die Playa de Palma liegt außerhalb des Stadtzentrums östlich von Palma. Bekannt geworden durch exzessive Feiern rund um den Ballermann 6, hat sich der viereinhalb Kilometer lange Strandabschnitt in den letzten Jahren ganz schön gewandelt. Gefeiert wird hier zwar immer noch, aber mittlerweile findet man an der Strandpromenade die ein oder andere Trendlocation. Der flach abfallende Strand selbst ist übrigens perfekt zum Baden.

    Strandbar mit Aufschrift B06, auch bekannt als Ballermann 6, mit Gästen unter Palmen.
    Der Balneario 6, besser bekannt als Ballermann 6: Kann man sehen, muss man nicht

    Vom Übernachten an der Playa de Palma würde ich dir allerdings abraten: Es gibt so viele schönere Ecken in Palma und auf der Insel generell – und persönlich kann ich dem Partyvibe mit viel Bier, Getöse und leider auch sehr viel Müll nichts abgewinnen.

    Promenade und Strand in Playa de Palma, Mallorca, mit kleiner Mauer getrennt.

    Tipp: Miete dir ein Rad und fahre ab Palma immer am Meer entlang. Auf gut ausgebauten Radwegen kommst du so am schönsten zur Playa de Palma und kannst die tolle Aussicht aufs Meer genießen!

    Außerdem fährst du so automatisch am kleinen Yachthafen Portixol und am anliegenden Stadtteil Molinar vorbei, einer der schönsten Ecken Palmas!

    Hier findest du meine Insidertipps für Molinar

    10. Banys Arabs (Arabische Bäder)

    Die jahrhundertealten Arabischen Bäder (Banys Arabs) befinden sich etwas versteckt in einer kleinen Seitenstraße in der Nähe der Kathedrale und sind eines der wenigen noch erhaltenen Beispiele für maurische Architektur in Palma. Das Dampfbad mit seinen Oberlichtern ist ein tolles Fotomotiv!

    banys arabs palma de mallorca

    Tipp: Die Arabischen Bäder liegen mitten in einem zauberhaften Garten. Hier kannst du wunderbar eine Pause vom hektischen Trubel in der Altstadt oder an der Kathedrale einlegen.

    Lies hier den gesamten Artikel zu den Banys Arabs

    banys arabs palma de mallorca

    11. Ferrocarril de Sóller

    Ein absolutes Muss ist eine Fahrt mit der historischen Eisenbahn nach Sóller, dem „Roten Blitz“. Blitzartig ist aber nicht an diesem Zug: Die hölzernen Waggons bringen dich gemütlich durch die beeindruckende Landschaft Mallorcas von der Plaza España im Zentrum Palmas bis nach Sóller. Von dort aus kannst du mit einer historischen Tram weiter bis zum Hafen nach Port de Sóller fahren. Für den ganzen Trip solltest du allerdings einen ganzen Tag einplanen.

    Altes Zugabteil im historischen Tren de Sollér, Ausblick auf Bäume und Gebäude.

    Die Tickets sind übrigens wirklich sehr teuer, aber es lohnt sich wirklich! Tipp: Kaufe gleich Hin- und Rückfahrt inklusive der Straßenbahnfahrt, das ist am günstigsten.

    Tickets hier online kaufen

    Falls du noch mehr von der Insel sehen willst, gibt es weitere Touren ab Palma, die nur eine Strecke mit dem Roten Blitz enthalten, dich aber auch zum Kloster Lluc und nach Sa Calobra bringen – eine schöne Alternative!

    Buche hier eine Inseltour für einen Tag*

    Plaça de sa Constitució mit Església de Sant Bartomeu und Café mit Stühlen im Freien in Sóller, Mallorca.

    12. Sa Llotja

    Die ehemalige Börse Sa Llotja gehört zu den schönsten Gebäuden Palmas. Tagsüber kannst du einfach hinein und die tolle Architektur bewundern; manchmal wird die große Halle auch für Kunstausstellungen genutzt. Auf dem Platz rundherum findest du viele Lokale und der ganze Ort hat einfach eine schöne Atmosphäre. Perfekt für einen kleinen Aperol Spritz oder ein paar leckere Tapas.

    Blick aus Sa Llotja in Palma auf Straßencafé mit Sonnenschirmen und Palmen.
    Gotisches Fenster und Säule in Sa Llotja, Palma.

    13. Mercat de l’Olivar

    Der Mercat de l’Olivar ist eine traditionsreiche Markthalle mitten in Palmas Zentrum. Falls du auf der Suche nach kulinarischen Köstlichkeiten bist, bist du hier genau richtig! Besonders vormittags findest du hier alles von frischem Gemüse, bis hin zu Fisch, Meeresfrüchten oder Feinkost wie Käse oder Schinken.

    Frischer Fisch an einem Marktstand im Mercat Olivar in Palma, Mallorca.

    Tipp: Mittags gibt es auch viele Stände mit einem typischen „menú del día„, das ist ein komplettes Tagesmenü mit Vorspeise, Hauptgericht und Dessert. Meist sind auch einfache Getränke wie Wasser, Cola oder Hauswein inklusive.

    Vielfältige Käsesorten auf einem Wochenmarkt mit Obst

    In Palma gibt es übrigens noch einige weitere tolle Markthallen und Wochenmärkte: Die schönsten Märkte in Palma

    Wenn du es genauso liebst wie ich, über Märkte zu schlendern, dann gibt es noch ein paar richtig große und bekannte Bauernmärkte auf der Insel, die du dir nicht entgehen lassen solltest: Die schönsten Märkte auf Mallorca

    14. Es Baluard

    Vom Es Baluard hast du nicht nur eine fantastische Aussicht auf den Hafen von Palma, sondern du kannst hier auch eine beeindruckende Sammlung moderner Kunstwerke von Pablo Picasso, Joan Miró oder Salvador Dalí bewundern. Weitere Highlights sind Werke zeitgenössischer Künstler wie Banksy und Ai Weiwei. Regelmäßig finden zudem interessante Wechselausstellungen statt.

    Tipp: Am Donnerstagabend ist der Eintritt frei!

    Antike Steinmauer und Eingang vom Museum Es Baluard in Palma, Mallorca.

    Übrigens: Wenn du dich für moderne Kunst interessierst und du einen Abstecher in den Norden Mallorcas machst, solltest du auch dem Museo Sa Bassa Blanca in Alcúdia einen Besuch abstatten!

    15. Pueblo Español

    Das Pueblo Español ist eine typische Touristenattraktion: Hier kannst du Spanien im Miniformat erleben. In Form eines kleinen Dorfes wurden hier die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Spaniens nachgebaut.

    Tipp: Besonders schön ist es hier zur Weihnachtszeit. Im Dezember verwandelt sich das Pueblo Español nämlich in den schönsten Weihnachtsmarkt Palmas: Hier kannst du dich bei einem Becher Glühwein in Weihnachtsstimmung bringen und das ein oder andere Weihnachtsgeschenk an einem der vielen kleinen Stände mit Kunsthandwerk shoppen!

    Bonus-Tipp: Museu Fundación Juan March

    Wahrscheinlich kommst du so oder so hier vorbei, denn das Museu Fundación Juan March befindet sich mitten in der Fußgängerzone der Carrer Sant Miquel mitten in der Altstadt Palmas. Die meisten Touristen laufen hier aber ganz einfach vorbei, deswegen ist dieser Spot ein echter Insidertipp!

    Im Museum selbst findest du Werke spanischer Künstler des 20. Jahrhunderts. Außerdem finden hier regelmäßig kulturelle Veranstaltungen statt. Und selbst wenn du nicht besonders auf Museen stehst, lohnt sich ein Besuch: Der Patio des alten Stadthauses ist nämlich traumhaft schön.

    Das Beste: Der Eintritt ist frei!

    Noch mehr Insidertipps für Palma: Palma ist eine meiner Herzensstädte und es gibt immer wieder Neues zu entdecken. Wenn du noch mehr aktuelle Tipps aus der Inselhauptstadt brauchst, folge mir auf Instagram oder stöbere durch meine immer größere werdende Sammlung an Blogartikeln über Palma.

  • Donostia / San Sebastián: Sehenswürdigkeiten & Highlights für den eleganten Küstenort

    Donostia / San Sebastián: Sehenswürdigkeiten & Highlights für den eleganten Küstenort

    Donostia / San Sebastián ist wirklich ein besonderes Reiseziel: Mit 180.000 Einwohnern ist es die drittgrößte Stadt des Baskenlandes, versprüht aber den eleganten Charme eines wohlhabenden Kurortes aus vergangenen Tagen. Dazu ist die Altstadt von San Sebastián nicht nur pittoresk, sondern auch der wahr gewordene Traum eines jeden Foodies: So ziemlich jeder Besucher verfällt im Nu dem erfrischenden Txakoli und elaborierten Pintxos. Und von den atemberaubenden Stränden will ich gar nicht erst anfangen. Was du sonst alles noch in San Sebastián erleben kannst, erfährst du in diesem Artikel.

    Historische Brücke vor Stadthäusern mit Statuen.

    Was du in San Sebastián sehen musst: Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

    San Sebastián, oder Donostia, wie es auf Baskisch heißt (offiziell heißt es auch Donostia-San Sebastián), hat einige echte Highlights zu bieten. Vielleicht wirst du dich auch an den einen oder anderen Kurort erinnert fühlen: Kein Wunder, denn Ende des 19. Jahrhunderts hat die Königin von Spanien San Sebastián als ihre Sommerresidenz auserkoren und somit den Grundstein für den gesellschaftlichen Aufschwung gelegt. Zahlreiche Bauten aus dieser Zeit zieren San Sebastián noch heute und machen die Stadt zu einer der schönsten Städte Spaniens.

    Historisches Gebäude und Lampenmasten in Stadtansicht.

    1. Altstadt (Parte Vieja)

    Die Altstadt ist das Herz von San Sebastián. Enge Gassen, historische Gebäude und unzählige Pintxo-Bars verleihen ihr ihren Charme. Mitten drin findest du die beeindruckende Basilica de Santa María del Coro und etwas versteckter die zentrale Plaza de la Constitución, die von Arkaden und kleinen Lokalen umgeben ist.

    Barocke Kirchenfassade mit Uhr in San Sebastián Altstadt
    Klassische französische Gebäudefassade mit Balkonen und Fensterläden
    Belebte Altstadt-Einkaufsstraße in San Sebastián mit Passanten

    2. Playa de la Concha & Ondarreta

    Mit der Playa de la Concha verfügt San Sebastián über einen beeindruckenden Stadtstrand. Wenn es nach diversen Strand-Rankings geht, zählt die halbmondförmige Bucht La Concha mit ihrem feinen Sand und türkisblauen Wasser sogar zu den schönsten Stränden der Welt. Für mich als Strandfan stand La Concha deshalb schon lange auf meiner Bucket List und wirklich, ich wurde nicht enttäuscht.

    Belebter Stadtstrand mit weißen Gebäuden und türkisem Meer
    Weißes Gebäude am Wasser mit Terrasse und Liegestühlen

    San Sebastián war ab Ende des 19. Jahrhunderts die Sommerresidenz der spanischen Königin Maria Christina, und besonders entlang der Strandpromenade hast du bis heute das Gefühl, in einem eleganten Kurort wie in alten Zeiten zu sein. Das aufwendig verzierte Geländer der Promenade mit seinem filigranen Blütenmuster ist heute eines der Wahrzeichen der Stadt.

    Weißer historischer Laternenpfahl mit fünf Kugelleuchten vor blauem Himmel
    Weißes verziertes Schmiedeeisen-Geländer mit floralen Ornamenten am Meer

    Etwas weiter von der Altstadt entfernt schließt sich die Playa Ondarreta an. Der Strand ist hier ebenfalls breit und traumhaft schön, und die Bebauung rundherum ist nicht so hoch und massiv wie an der Playa de la Concha. Perfekt, um ein paar Stunden zu chillen und die einmalige Landschaft zu genießen.

    Weitläufiger Sandstrand mit Hügel und Ortschaft im Hintergrund
    Sandstrand mit Menschen und weißen Häusern am Hügel

    3. Monte Urgull

    Dieser Hügel bietet dir nicht nur eine fantastische Aussicht über die Stadt und die Bucht, sondern auch ein Stück Geschichte. Auf dem Gipfel befindet sich das Castillo de la Mota und die Statue des Heiligen Herzens. Der Aufstieg ist angenehm und du kannst unterwegs immer wieder anhalten, um die Aussicht zu genießen.

    Historisches Gebäude mit Karussell und Statue

    4. Monte Igueldo

    Für eine noch spektakulärere Aussicht kannst du mit der historischen Standseilbahn auf den Monte Igueldo fahren. Oben angekommen erwartet dich ein kleiner Vergnügungspark und ein Blick über die gesamte Küste.

    Leere holzvertäfelte Kabine mit Anweisungen an der Wand.
    Rote historische Straßenbahn mit Fenstern

    Die Standseilbahn ist wirklich toll erhalten, und eine Fahrt damit solltest du definitiv auf deinem Trip nach San Sebastián unternehmen. Und der Ausblick vom Monte Igueldo ist sowieso traumhaft.

    Strand und Küste bei sonnigem Wetter.
    Panoramablick auf Küstenstadt und Berge im Hintergrund.

    5. Peine del Viento

    Die moderne Skulptur „Peine del Viento“ des baskischen Bildhauers Eduardo Chillida befindet sich am westlichen Ende der Bucht von La Concha. Die drei gigantischen Stahlskulpturen sind direkt in die Felsen integriert und bieten einen faszinierenden Anblick, besonders wenn die Wellen dagegen schlagen.

    Wellen brechen an Felsen bei einer Küstenskulptur
    Kunstwerk am Meer mit Felsen und Wellen
    Menschen beobachten Wellen am Ufer

    6. Chillida-Leku Skulpturenpark

    Ein bisschen außerhalb von San Sebastián liegt der Skulpturenpark und Museum Chillida-Leku, der dem Werk von Eduardo Chillida gewidmet ist. In einem wunderschönen, weitläufigen Park kannst du seine beeindruckenden Skulpturen inmitten der Natur bewundern: Ein Ort der Ruhe und Inspiration.

    Hier kannst du dein Ticket für das Chillida Leku im Voraus buchen*

    Person fotografiert Statue im Park
    Ruhiger Park mit Bäumen und Sonnenschein.
    Weiße Marmorskulptur mit geometrischen Formen von Eduardo Chillida
    Rostige Metallstruktur im Sonnenlicht

    7. San Telmo Museoa

    Das San Telmo Museoa ist ein Museum für baskische Kultur und Geschichte und befindet sich in einem alten Dominikanerkloster und bietet eine spannende Ausstellung, die von der Vorgeschichte bis zur Moderne reicht. Ein Besuch lohnt sich, um einen tieferen Einblick in die regionale Kultur zu bekommen.

    8. Palacio de Miramar

    Der königliche Palast Palacio de Miramar wurde Ende des 19. Jahrhunderts für die spanische Königsfamilie erbaut. Von hier aus hast du einen herrlichen Blick auf die Bucht von La Concha und fühlst dich ein bisschen in den Glanz vergangener Tage versetzt, als San Sebastián ein exklusiver Kurort für Adlige und Gutbetuchte war. Der umliegende Park ist perfekt für einen entspannten Spaziergang.

    Historisches Herrenhaus aus rotem Backstein mit gotischen Bögen
    Historisches Schloss mit rotem Backsteinturm und Fachwerk
    Panoramablick auf die Bucht von San Sebastián mit grünen Hügeln

    9. Catedral del Buen Pastor

    Die neugotische Kathedrale ist das größte religiöse Bauwerk der Stadt. Mit ihrem hohen Turm und den schönen Buntglasfenstern ist sie wirklich markant und gehört zu den auffälligsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

    10. Plaza Gipuzkoa

    Die zentral gelegene Plaza Gipuzkoa ist das grüne Herz inmitten der Stadt. In den gepflegten Gärten findest du hier einen perfekten Ort, um eine kleine Pause vom Sightseeing einzulegen.

    Historisches Gebäude hinter grünem Park mit Fahne.

    Schnapp‘ dir am besten einen Kaffee im anliegenden Syra Coffee (leider nur to go) und genieße das charmante Stadtleben von San Sebastián auf einer der Parkbänke. Oder du gehst ein paar Meter weiter in das lässige Koh Tao, wo du auch gut länger sitzen kannst.

    Eingang von Syra Coffee in Donostia-San Sebastián mit moderner Einrichtung.

    11. Kursaal Kongresszentrum

    Der Kursaal befindet sich etwas außerhalb des eigentlichen Zentrums von San Sebastián, ist aber dennoch fußläufig zu erreichen. Hier finden regelmäßig große Events und Kongresse statt, sowie Veranstaltungen im Rahmen des weltberühmten San Sebastián Film Festival.

    Grüne und weiße Brückenpfeiler, historische Gebäude im Hintergrund.
    Brücke mit Gebäuden im Hintergrund

    Möchtest du in den Süden?
    Hier findest du noch mehr tolle Reiseziele in Spanien

    Essen & Trinken in San Sebastián

    San Sebastián ist ein absolutes Paradies für Gourmets. Die Stadt hat die höchste Dichte an Michelin-Sternen pro Quadratmeter in Europa. Wenn dein Budget keine Sterneküche hergibt, brauchst du dir aber keine Sorgen machen. Auch mit normalem Geldbeutel wirst du dich fantastisch durch die lokalen Spezialitäten probieren können: San Sebastián gilt als die Wiege der Pintxo-Tradition.

    Tapas und Wein auf einem Café-Tisch.

    Auf Pintxos-Tour durch die Altstadt

    Pintxos sind kleine Häppchen, die wie Tapas zum Getränk gereicht werden. Oft sucht man sich seine Pintxos an der Bar aus und bekommt sie dann am Tisch serviert. In der Altstadt von San Sebastián gibt es viele Lokale, die ihre Pintxos mittlerweile fast schon zur Kunstform erhoben haben, so aufwendig werden die Häppchen montiert und präsentiert.

    Tipp: Falls du vor lauter Angeboten gar nicht weißt, wo du anfangen sollst, empfehle ich dir eine Foodtour durch die Altstadt!

    Hier kannst du eine Foodtour durch die Altstadt von San Sebastián buchen*

    Modern dekorierte Tapas auf einem Tablett.
    Wein und Tapas auf einem Tisch

    Txakoli: Die perfekte Weinbegleitung

    Perfekt begleitet werden Pintxos von einem Glas Txakoli (sprich: Tschak-ko-lie); das ist ein sehr leichter, fruchtiger Weißwein mit etwas Kohlensäure und typisch aus dem Baskenland. Vielleicht wird dir dein Txakoli auch noch traditionell eingeschenkt: Dafür wird die Flasche in die Höhe gereckt und der Wein so schwungvoll im Glas, dass er nochmal aufschäumt. Eine echte Show!

    Cidre: Der spritzige Apfelwein mit Showeffekt

    Schwungvoll eingeschenkt wird übrigens auch wird übrigens der in der Region ebenfalls beliebte Cidre, ein Schaumwein aus Äpfeln. Wie der Txakoli ist Cidre super erfrischend, dabei aber niedriger im Alkoholgehalt. Mir persönlich schmeckt Txakoli viel besser. Der Cidre, den ich überall in San Sebastián probiert habe, war mir zu säuerlich. Ist aber wie immer Geschmackssache, am besten du machst dir selbst ein Bild und probierst beides!

    Großes Cidre-Holzfass mit Bild verziert.

    Cidre bekommst du in vielen Lokalen in der Stadt. Aber es lohnt sich auch, einen Ausflug in eine traditionelle Sidreria wie Petritegi zu unternehmen. Hier kannst du den kompletten Herstellungsprozess erleben, von Anbau über Ernte bis hin zur Reifung des Cidre. Besonders beeindruckend sind die großen Fässer, in denen der Sidre gelagert ist, und das traditionelle Restaurant, wo du weitere baskische Spezialitäten in rustikalem Ambiente probieren kannst.

    Tipp: Diese traditionellen Sidrerias befinden sich außerhalb der Stadt. Falls du nicht mit dem Auto unterwegs bist, kannst du dich auch einer Tour anschließen. Ist ohnehin entspannter, weil du dann nach Belieben den Cidre probieren kannst!

    Hier kannst du eine Tour zu einer Sidreria buchen*

    Landschaft mit Hügeln und Straße unter blauem Himmel.

    Hast du Lust auf das Baskenland bekommen?
    Hier findest du mehr Artikel

    Food-Locations in San Sebastián: Meine Tipps

    Hier findest du ein paar Food-Tipps, die du dir nicht entgehen lassen solltest:

    Bar La Cepa Diese traditionelle Pintxo-Bar in der Altstadt ist ein Klassiker. Probiere unbedingt die Jamón Ibérico und die leckeren Bacalao-Pintxos (Kabeljauhäppchen).

    La Viña Hier bekommst du den besten Käsekuchen der Stadt. Vielleicht hast du ja schon einmal vom San Sebastián Cheesecake gehört? Er ist weltberühmt und schmilzt förmlich auf der Zunge. Mir persönlich ist er zwar viel zu cremig und buttrig, aber probieren solltest du ihn allemal.

    Mercado de la Bretxa Wenn du frische, lokale Produkte liebst, solltest du diesen Markt besuchen. Hier findest du alles von frischem Fisch bis hin zu baskischen Käsespezialitäten. Perfekt, um ein paar Leckereien für ein Picknick am Strand zu kaufen.

    In San Sebastián gibt es aber noch so viel mehr tolle Food-Locations zu entdecken! Mehr Tipps findest du daher bald in meinem San Sebastián Food Guide.

    Tapas in Nahaufnahme mit knusprigen Elementen.
    Stücke Käsekuchen auf dem Tablett, bereit zum Servieren.

    Übernachten in San Sebastián

    In San Sebastián ein hübsches Hotel zu finden, ist nicht schwer. Ich würde dir allerdings eher davon abraten, eine Bleibe mitten in der Altstadt zu wählen. Besonders in der Saison und am Wochenende kann es nachts hier schon mal sehr laut werden. Außerdem ist die komplette Altstadt autofrei, du musst also mit dem kompletten Gepäck über Kopfsteinplaster durch die schmalen Gassen bis zu deiner Unterkunft.

    Modernes Café mit industriellem Design und Sitzbereich.

    Ich kann dir das The Social Hub San Sebastián* empfehlen. Es liegt zwar nicht direkt im Zentrum, mit dem Bus bist du allerdings in 15 Minuten mitten in der Stadt; Tickets kannst du einfach kontaktlos im Bus beim Einsteigen kaufen. Die Zimmer sind super geräumig und stylisch, und in der Lobby oder im Restaurant kann man arbeiten, lesen oder einfach nur gemeinsam zusammensitzen. Im Sommer gibt’s auch noch eine tolle Rooftop Bar mit Pool und Aussicht; regelmäßig finden Events statt.

    Hier findest du noch mehr Unterkünfte in San Sebastián*

    Events und Aktivitäten: Was du in San Sebastián unternehmen kannst

    San Sebastián International Film Festival Das renommierte Filmfestival zieht jedes Jahr im September Filmstars und Cineasten aus aller Welt an. Eine großartige Gelegenheit, um neue Filme zu entdecken und vielleicht sogar den ein oder anderen Star zu treffen.

    Tamborrada: Am 20. Januar wird der Tag des Heiligen Sebastian gefeiert. Die ganze Stadt ist in Feierlaune und es gibt Paraden mit Trommlern in traditionellen Kostümen. Ein Erlebnis, das du nicht verpassen solltest, wenn du um diese Zeit in der Stadt bist.

    Wassersport: San Sebastián ist perfekt, wenn du auf Wassersport stehst. Der Strand Zurriola in der Nachbarschaft Gros zum Beispiel ist besonders bei Surfern beliebt. Keine Lust, alles an Ausrüstung mitzuschleppen? Hier kannst du einen Ganztagesausflug zum Surfen buchen*

    Oder du versuchst dich am baskischen Nationalsport, dem Rudern!

    Ruderer auf einem Fluss vor Stadtansicht
    Kleiner Hafenkai mit Booten und Gebäuden

    Rund um San Sebastián

    Überhaupt ist das Baskenland eine super spannende Region und es lohnt sich, mehr Zeit hier zu verbringen. San Sebastián kannst du z.B. gut in einen Roadtrip durch das Baskenland einbauen und auch die französische Atlantikküste mit Saint-Jean-de-Luz und Biarritz ist nicht weit entfernt.

    Oder du verbindest deinen Trip mit einem Abstecher nach Bilbao, der ebenfalls sehr sehenswerten baskischen Metropole. Hier findest du meinen Guide für Bilbao

    Historisches Denkmal mit Wappen in Stadtansicht

    Anreise nach San Sebastián

    San Sebastián verfügt über einen eigenen Flughafen. Dieser ist allerdings sehr klein, und wird zumeist nur von spanischen Airlines angeflogen, die San Sebastián mit anderen Inlandszielen verbinden.

    Praktischer ist die Anreise über den Flughafen Bilbao. Von dort aus gibt es eine regelmäßige Busverbindung (ungefähr stündlich) zum Busbahnhof von San Sebastián. Dieser liegt zwar nicht direkt im Zentrum, ist aber dennoch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar.

    Checke hier Flugverbindungen nach Bilbao (BIO)*

  • Correfoc in Palma: Alles über das große Feuer-Spektakel

    Correfoc in Palma: Alles über das große Feuer-Spektakel

    Wenn du Palma schon einmal im Sommer erlebt hast, wirst du die Hauptstadt Mallorcas besonders im Januar nicht wieder erkennen. Durch die Gassen der Altstadt strömen keine Menschenmassen mehr, einige Geschäfte haben sogar komplett geschlossen und im Allgemeinen triffst du eher Locals als Touristen an. Aber der Januar hat trotzdem jede Menge zu bieten – wie zum Beispiel den aufregenden Correfoc!

    Passeig del Born in Palma, beleuchtet mit Lichterketten in den Bäumen.
    Der Correfoc zieht auch auf dem noch weihnachtlich beleuchteten Passeig del Born entlang.

    Was ist Correfoc?

    Correfoc kann mit „Feuerlauf“ übersetzt werden: Verschiedene Kulturvereine ziehen mit brennenden Fackeln und Feuerwerk aller Art durch die Stadt, verkleidet als teufelsähnliche „Dimonis“ und begleitet von lauten Trommelgruppen. Der Correfoc ist eine katalanische Tradition, die seit Jahrhunderten gepflegt wird. Mallorca bildet zwar mit den anderen balearischen Inseln Ibiza, Menorca und Formentera eine eigene Provinz, teilt aber mit Katalonien ähnliche Wurzeln.

    Dämonenschatten vor orangefarbenem Himmel beim Correfoc

    So ist auch der Correfoc fester Bestandteil des kulturellen Lebens der Insel. Im Sommer werden diese Umzüge zu verschiedenen Events veranstaltet; der größte jedoch ist der Correfoc im Rahmen der Festivitäten zu Sant Sebastián.

    Sant Sebastián ist der Schutzpatron der Stadt und rund um dessen Jahrestag im Januar finden viele große Events in Palma statt, die vor allem von Einheimischen besucht werden. Möchtest du also tiefer in die mallorquinische Kultur eintauchen, bist du im Januar in Palma genau richtig!

    Feuerwerk und Menschen mit Smartphones im Dunkeln

    Correfoc & die Hintergründe

    Ursprünglich haben die Correfocs zum großen Teil einen religiösen Hintergrund: Die Dimonis symbolisieren das Böse, welches mit Feuer und lautem Getrommel vertrieben werden soll. Über die Jahrhunderte haben sich die Correfocs zu einem eigenständigen Teil der katalanischen Kultur entwickelt und haben heute eher Volksfestcharakter, auch wenn sie zunächst sehr abschreckend anmuten. So wird zum großen Correfoc im Januar zum Beispiel eine große Bühne auf dem Passeig del Born aufgebaut, auf der lokale Acts auftreten.

    Musiker auf rot beleuchteter Bühne mit Gitarren beim Correfoc in Palma

    Die Stimmung unter den Dimonis

    Das ganze Feuerwerk, die lauten Trommeln und die wild verkleideten Dimonis sind schon sehr beeindruckend. Ähnlich wie bei der alemannischen Fastnacht in Süddeutschland ist der Umzug eher düsterer Natur. Das Publikum wird aber dennoch miteinbezogen und trotz der einschüchternden Kulisse ist die Stimmung fröhlich und gelöst.

    Menschen mit Hörnern auf Helmen auf dem Correfoc in Palam, Mallorca.
    Schattenriss mit Hörnern vor Funken und Licht.

    Mitmachen beim Correfoc

    Die Dimonis ziehen auch mitunter mitten durch die Menschenmengen, lassen sich bereitwillig fotografieren und scherzen gerne mit den Zuschauern. Besonders Jugendliche machen sich einen Spaß daraus und mischen sich unter die tanzenden Dimonis mit ihren feuerspeienden Fackeln. Das Mitmachen ist höchstoffiziell erlaubt und Teil des Spektakel.

    Dämonische Maske und Kind beim Correfoc in Palma, Mallorca.
    Pyrotechnik bei Nacht in Menschenmenge beim Correfoc in Palma

    Auch als reiner Zuschauer kommst du ganz nah an das Feuerwerk heran; manchmal auch ungewollt, wenn plötzlich ein Dimonis neben dir steht und seine Pyrotechnik entzündet. In der Regel wird aber sehr aufeinander Rücksicht genommen und niemand gezielt mit Feuerwerk belästigt.

    Person mit Funken und Feuerwerk an der Hand
    Pyrotechnik mit sprühenden Funken an der Hand eines Dimonis beim Correfoc.

    Sicherheitsmaßnahmen: Das musst du beim Correfoc unbedingt beachten

    Trotzdem solltest du dich besonders vorbereiten, wenn du zu einem Correfoc gehst und folgende wichtige Dinge beachten:

    • Kleidung: Ziehe Kleidung an, bei denen du es notfalls verschmerzen kannst, wenn sie ein Brandloch davontragen – der Funkenflug ist nicht zu unterschätzen! Achte darauf, dass Arme und Beine bedeckt sind.
    • Kopfbedeckung: Schütze deine Haare, zum Beispiel mit einem Basecap oder wähle einfach einen alten Kapuzenpulli.
    • Gehörschutz: Der Correfoc ist wirklich laut! Die Trommeln und die pfeifende Pyrotechnik sind nichts für Geräuschempfindliche.
    • Festes Schuhwerk: Bei den niedrigeren Temperaturen im Januar bieten sich ohnehin geschlossene Schuhe an. Achte dennoch darauf, eher Schuhe mit robuster Sohle und Obermaterial zu wählen.
    • Kamera/Smartphones: Fotografieren und Filmen ist erlaubt, allerdings können vor allem die Linsen durch die Funken beschädigt werden. Einige Leute kleben sich die Linse bei Smartphone mit Tesafilm ab.
      Für Kameras mit Wechselobjektiv bieten sich Filter zum Aufschrauben an. (Ich habe auf meinen Kameraobjektiven sowieso immer einen UV-Filter zum Schutz, das hat mich schon mehrmals vor einem größeren Schaden bewahrt.) Am besten nutzt du Objektive mit großer Brennweite, so kannst du auch aus sicherer Entfernung fotografieren.
    Person filmt Feuerwerk mit Handy in der Nacht

    Die Sicherheitsstandards bei Correfocs sind wirklich hoch. Sowohl Dimonis als auch Zuschauer nehmen sehr viel Rücksicht aufeinander. Aggressives Verhalten wird nicht toleriert. So ist zum Beispiel eigenes, mitgebrachtes Feuerwerk strengstens verboten! Du darfst dir auch nicht das Feuerwerk der Dimonis ausleihen. Bekommst du trotz allem einen Funken ab, geschieht dies auf eigene Verantwortung – schütze dich daher gut!

    Bunte Feuerwerkskörper explodieren am Nachthimmel.

    Wo findet der Correfoc in Palma statt?

    Die einzelnen Gruppen laufen gegen 19 Uhr ab verschiedenen Startpunkten sternförmig auf den zentralen Passeig del Born zu. Die Abschlussveranstaltung mit großer Bühne ist dann auf der Plaça Rei Joan Carles I.

    Hast du Lust auf einen Abstecher nach Palma bekommen? Hier findest du noch mehr Tipps!

    Feuerwerk erhellt den Nachthimmel mit bunten Funken.
    Fackel in der Nacht leuchtet hell auf.
    Brennende Fackel eines Dimonis im dunklen Hintergrund
  • 36 Stunden in Halifax: Mein Guide mit allen Highlights & Tipps

    36 Stunden in Halifax: Mein Guide mit allen Highlights & Tipps

    Hätte ich vorher gewusst, was uns erwartet – ich hätte noch ein bisschen mehr Zeit für Halifax auf unserem Roadtrip durch Nova Scotia eingeplant. seiner relaxten Mischung aus maritimen Vibes und viel Street Art ziemlich überrascht.

    In meinem Guide zeige ich dir, was du auf einem Kurztrip in Halifax erleben kannst und welche Sehenswürdigkeiten und Hotspots in der Hauptstadt Nova Scotias du auf keinen Fall auslassen solltest.

    Halifax: Das Wichtigste in Kürze

    • liegt an der Ostküste Kanadas und ist bekannt für seinen natürlichen Hafen, der zu den größten der Welt gehört
    • ist mit rund 440.000 Einwohner die größte Stadt der Atlantikprovinzen Kanadas
    • verfügt über historische Sehenswürdigkeiten wie der Zitadelle von Halifax, interessante Museen und eine tollen Hafenpromenade, aber auch viel Street Art und eine spannende Gastro-Szene
    • Beste Reisezeit: zwischen Mai und Oktober

    Die besten Sehenswürdigkeiten in Halifax

    Für unsere Sightseeing-Tour durch Halifax hatten wir nur wenig Zeit. Trotzdem konnten wir uns einiges anschauen, denn Halifax lässt sich auch zu Fuß super erkunden.

    Waterfront Boardwalk

    Der Waterfront Boardwalk erstreckt sich über mehrere Kilometer entlang des Hafens von Halifax. Auf der Promenade kannst du flanieren, gastronomische Highlights erkunden oder einfach nur den Blick aufs Wasser genießen.

    Buntes Wandbild mit Meereselementen auf Hauswand.
    Historisches Dampfschiff am Pier im Hafen
    Kleines Geschäft mit Passanten.

    Von hier aus gelangst du außerdem schnell zu vielen weiteren Sehenswürdigkeiten von Halifax wie dem Maritime Museum of the Atlantic oder dem Pier 21 Museum of Immigration, die ebenfalls am Wasser liegen.

    Küste mit Leuchtturm am Meer

    Willst du dir die Skyline von Halifax aus der Entfernung ansehen, kannst du vom Hafen aus z.B. auch eine Bootstour zum Sonnenuntergang unternehmen oder gleich eine kleine Sightseeingtour durch die Stadt und auf dem Wasser mit einem der beliebten Amphibienfahrzeuge machen.

    Buche hier die Bootstour zum Sonnenuntergang mit Blick auf die Skyline von Halifax*

    Buche hier die Sightseeingtour mit Amphibienfahrzeug*

    Budget-Tipp, falls du : Für wenige Dollar kannst du auch die reguläre Fähre nach Dartmouth bzw. Alderney nehmen. Diese gehört zu den öffentlichen Verkehrsmitteln in Halifax und pendelt im 15- bis 30-Minuten-Takt zwischen den beiden Fährterminals.

    Werbung / *Affiliatelink

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    Maritime Museum of the Atlantic

    Nicht nur, wenn du dich für Seefahrt interessierst, ist das Maritime Museum of the Atlantic einen Besuch wert. Der Hafen von Halifax gehört zu den größten Häfen Nordamerikas und ist nicht nur ziemlich geschäftig, sondern auch sehr historisch bedeutsam.

    1912 kamen die Überlebenden der gesunkenen Titanic in Halifax an Land, die von anderen Schiffen gerettet werden konnten. Ein Teil der Ausstellung beschäftigt sich daher auch mit dem Untergang der Titanic und zeigt unter anderem Originalgegenstände vom Schiff sowie Zeitzeugenberichte.

    Tischdecke mit Royal Mail Logo im Museum

    Ein weiterer Teil des Museums beschäftigt sich mit der großen Explosion im Jahr 1917 im Hafen von Halifax, die einen Teil der Stadt komplett zerstörte und tausende Menschen tötete oder verletzte. Diese Katastrophe ist bis heute tief in der Stadtgeschichte verwurzelt und zählt bis heute zu den tödlichsten Unglücken auf nordamerikanischem Boden.

    Modell des Schiffs Mauretania im Museum
    Modell eines historischen Ozeandampfers im Museum.
    Titanic-Modell im Museum ausgestellt
    Segelboote im Museum ausgestellt

    Pier 21 Museum of Immigration

    Das Pier 21 Museum of Immigration beschäftigt sich auf eine andere Art mit der maritimen Geschichte von Halifax und gehört zu meinen absoluten Lieblingsspots der Stadt. Wie das Maritime Museum of the Atlantic ist die Ausstellung detailreich aufbereitet, ist aber zudem noch sehr interaktiv gestaltet.

    Kreuzfahrtschiff im Hafen bei Regenwetter
    Direkt hinter dem Museum legen heute Kreuzfahrtschiffe an.

    Einerseits wird hier die Historie Kanadas als klassisches Einwanderungsland gezeigt und anhand von Familiengeschichten aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern näher beleuchtet. Durch seinen großen Hafen gehörte Halifax seit jeher zu den Orten, an denen unzählige Einwanderer auf der Suche nach dem großen Glück ins Land kamen. Andererseits laden interaktive Elemente zum Teilen der eigenen familiären Immigrationsgeschichte ein – und das ist so schön gestaltet, dass wirklich kein Auge trocken bleibt.

    Handgeschriebene Notizen an einer Wäscheleine.
    Handgeschriebene Nachrichten auf aufgehängten Papieretiketten
    Hand hält bemalte Karte vor Regal

    Ich hätte wirklich stundenlang durch die vielen bewegenden Momentaufnahmen und Andenken stöbern können, die einzelne Museumsbesucher hinterlassen haben. Gerade, wenn Migration – wie bei mir auch – deine Familiengeschichte geprägt hat, wirst du dich bestimmt hier wiederfinden und dich vielleicht auch an deine Wurzeln erinnern.

    Farbige Weltkarte mit verbundenen Anhängern

    Was mich außerdem sehr beeindruckt hat, ist, wie sehr Kanada seine Tradition als Ziel vieler Einwanderer schätzt und entgegen der in meinen Augen traurigen Entwicklung in vielen anderen westlichen Ländern seine offene Willkommenskultur sehr pflegt. Kein Wunder, dass Kanada für viele Menschen immer noch ein Sehnsuchtsort ist.

    Ticket für das Pier 21 Museum of Immigration hier buchen*

    Handgeschriebene Zitate über Einwanderung auf Schildern.

    Queen’s Marque

    Queen’s Marque ist das neueste Trendviertel an der Waterfront, und der große Gebäudekomplex mittendrin ist eine Sehenswürdigkeit für sich. Die Kombination aus zeitgenössischer Architektur, Kunst und Gastronomie ist wirklich sehr gelungen. Wir haben im Muir Hotel* übernachtet, das in den Komplex integriert ist, und konnten so hier den Vibe so richtig genießen.

    Tagsüber kannst du hier in den kleinen Boutiquen shoppen oder dich in ein Café setzen. Abends findest du hier gute Restaurants und Bars, die zu den besten der Stadt gehören, und im Sommer ist es draußen mit Straßenmusik richtig belebt.

    Mehr Lust auf Kanada?
    Hier findest du alle Kanada-Artikel

    Halifax Central Public Library

    Wenn du moderne Architektur magst, solltest du bei deiner Sightseeingtour durch das Stadtzentrum die Halifax Central Public Library nicht auslassen. Das moderne Gebäude mit seiner auffälligen Bauweise ist ein echter Blickfang und befindet sich direkt an einer der Haupteinkaufstraßen von Halifax, der Spring Garden Road.

    Moderne Innenarchitektur mit Treppen und Bürobereich

    Du kannst einfach hineingehen und durch die Bibliothek spazieren. Besonders die langen Aufgängen zwischen den Etagen im Inneren der Bibliothek sind ein toller Fotospot. Ganz oben in der letzten Etage befindet sich ein kleines Café mit einer Terrasse: Im Sommer ein schöner Tipp für einen kurzen Kaffee-Stopp mit Aussicht über die Dächer von Halifax!

    Moderne Bibliothek mit Treppe und Glaswänden.

    Halifax Public Gardens

    An der Spring Garden Road befindet sich noch ein weiterer, gar nicht mal so kleiner Schatz von Halifax. Die Halifax Public Gardens sind eine der ältesten viktorianischen Gartenanlagen Nordamerikas.

    In dieser grünen Oase kannst du Energie tanken, ein bisschen spazieren gehen oder einfach nur die idyllische Atmosphäre mitten in der geschäftigen Großstadt genießen.

    Verziertes schmiedeeisernes Tor mit Wappen in Park.
    Romantische Gartenbrücke umgeben von üppigem Grün.
    Garten mit Brunnen und Enten am Teich

    Street Art in Halifax

    Halifax ist ausgesprochen bunt: Immer wieder sind uns die schönsten Murals in der Stadt begegnet. Es sind wirklich so viele, dass du in Downtown einfach loslaufen kannst und irgendwo automatisch auf Street Art triffst. Vor allem rund um die Gottingen Street im North End findest du viel Street Art.

    Buntes Blumenwandgemälde neben weißer Haustür, Hausnummer 1547.

    Wenn du bestimmte Murals suchst, findest du hier eine Karte mit den bekanntesten Kunstwerken in Downtown Halifax.

    Bunte Wandmalereien mit Leuchtturm und Frau

    Weitere Highlights in Halifax & was du noch unternehmen kannst

    36 Stunden sind wirklich nicht viel, um Halifax zu erkunden, und selbst mit unserem Power-Programm haben wir nicht alles geschafft, was wir uns vorgenommen haben. Falls du aber mehr Zeit haben solltest, habe ich noch einen Vorschlag für dich, was du dir in Halifax anschauen solltest.

    Zitadelle von Halifax

    Die Zitadelle gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Halifax, aber leider machte das zuletzt regnerische Wetter unseren Besuch einen Strich durch die Rechnung und wir haben uns lieber in das nicht minder interessante Museum am Pier 21 verzogen.

    Bei gutem Wetter hast du aber von der höher gelegenen Zitadelle aus eine tolle Aussicht auf Halifax und die umliegende Landschaft. Die Festung stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde damals von den Engländern erbaut, um sich gegen die ebenfalls in Nova Scotia präsenten Franzosen zu behaupten.

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    Besonders wenn du dich für Geschichte interessierst, ist die sternförmige Anlage mit dem Army Museum und einem großen Angebot an themenspezifischen Führungen eigentlich ein Muss. Von Tourguides in historischen Kostümen kannst du dir hier die gesamten Hintergründe erklären lassen und mittags dem täglichen (!) Kanonenschuss zuschauen.

    Essen & Trinken in Halifax

    Meine persönlichen Tipps für Restaurants in Halifax

    The Bicycle Thief wurde uns immer wieder als Tipp genannt, und tatsächlich ist das an der Waterfront gelegene Restaurant wirklich beliebt. Sogar unter der Woche und in der Nebensaison war es so voll, dass es ohne vorherige Reservierung unmöglich war, einen Tisch zu bekommen. Hier gibt es italienische Küche mit kanadischem Einschlag (viel Fisch und Lobster) und es ist sicherlich auch sehr gut – trotzdem schien es mir nicht so spektakulär, dass es den Aufwand rechtfertigt.

    Rote Fahrradskulptur mit Schild im Freien

    Bar Sofia im Queen’s Marquee war letztendlich unsere Alternative, und es hätte uns nicht besser treffen können. Hier konnten wir uns durch die wildesten lateinamerikanischen Fusiongerichte probieren und wirklich gute Cocktails genießen. Das bunte Interieur und der super aufmerksame Service sorgten dazu für so gute Laune, dass ich dir einen Besuch hier echt ans Herz lege, wenn du in Halifax zu Besuch bist.

    Moderne Restaurantküche mit Pflanzen und Beleuchtung
    Gemischter Teller mit Gemüse und Fleischgericht.
    Graffiti und gelbe Struktur an Betonwand

    Für alle Tageszeiten ist das Drift geeignet. Eigentlich gehört es zum Muir Hotel, aber wie die Bar Sofia auch gehört es zum großen Komplex des Queen’s Marquee. Wir haben hier im Rahmen unseres Hotelaufenthalts gefrühstückt, und entgegen dem Angebot in vielen anderen (auch teureren) Hotels würde ich das Drift auch Nicht-Hotelgästen jederzeit empfehlen.

    Schickes Restaurantinterieur mit moderner Beleuchtung und Einrichtung.

    Das Frühstück ist ohnehin à la carte, sodass du hier kein uninspiriertes Hotelbüfett findest, sondern nur das, was du wirklich bestellst. Wenn du also eine Location für ein entspanntes Frühstück oder Brunch in tollem Ambiente suchst, bist du hier genau richtig!

    Modernes Restaurant mit gedeckten Tischen

    Typische Spezialitäten aus Halifax

    Aus Halifax nicht mehr wegzudenken ist der Donair, eine Imbiss-Spezialität, die mittlerweile über die Grenzen von Halifax hinaus bekannt ist. Mit dem in Deutschland erfundenen Döner hat der Donair allerdings nicht ganz so viel zu tun: Für einen echten Donair wird Pitabrot mit Fleisch, gewürfelten Tomaten, Zwiebeln und einer süßlichen Knoblauchsoße serviert.

    Gyros mit Zwiebeln und Tomaten in Pita-Brot

    Der authentischste Donair wird bei King of Donair auf der Quinpool Road serviert (es gibt aber auch weitere Filialen in Halifax), die sich damit rühmen, den Donair in den 1970er Jahren in Halifax eingeführt zu haben. Andere bevorzugen den Donair von Tony’s Famous Donairs auf der Robie Street.

    Döner Kebab in der Hand gehalten

    Wir sind für die fleischlose Variante zu Real Fake Meats gefahren, etwas außerhalb des Stadtzentrum. Der Fleischersatz schmeckt hier superlecker, allerdings fand ich die Kombination mit der süßlichen Soße ziemlich gewöhnungsbedürftig. Interessant ist der Laden allemal: Alle Fleischersatzprodukte werden vor Ort hergestellt und du kannst auch einen Blick in die Produktion werfen.

    Veganes Restaurant mit rotem Bistro-Set.
    Veganes Café mit handgeschriebener Speisekarte

    Übernachten in Halifax

    In Halifax findest du eine gute Auswahl an Hotels für jedes Budget, es lohnt sich aber, etwas mehr auszugeben! Das Muir* ist ein Fünf-Sterne-Hotel und liegt zentral im neu gestalteten Queen’s Marque District, direkt an der Promenade – besser könnte die Lage nicht sein! Von hier aus kannst du die wichtigsten Orte in Halifax zu Fuß erreichen.

    Modernes Hotelzimmer mit Doppelbett
    Modernes Hotelzimmer mit Ausblick auf Stadtlandschaft.

    Das Beste allerdings ist die herausragend angenehme Atmosphäre, angefangen von den durchgängig aufmerksamen und herzlichen Mitarbeitern bis hin zur detailreichen Zimmerausstattung: Hier wurde wirklich an alles gedacht, um einen Aufenthalt so entspannend wie möglich zu gestalten.

    Checke hier Preise & Verfügbarkeit im Muir Halifax*

    Person entspannt im Innenpool

    Solltest du ein bisschen Entspannung benötigen, verfügt das Muir auch über ein erstklassiges Spa mit Pool, Sauna und Dampfbad. Nach unserem ereignisreichen Roadtrip und der kleinen Sightseeingtour durch Halifax war das einfach der krönende Abschluss einer tollen Reise.

    Mehr Hotels in Halifax findest du hier*

    Hand mit Zimmerkarte im Hotelflur
    Vase mit Trockenblumen auf Marmortisch

    Fortbewegen in Halifax

    Obwohl Halifax eine Großstadt ist, war die Fahrt in die Stadt mit dem Mietwagen kein Problem. Zur Rush-Hour kann es schon mal zu Staus kommen, aber alles in allem ist das Fahren sehr entspannt, wie auch sonst in Kanada und den USA (jedenfalls meiner Erfahrung nach).

    Der Flughafen von Halifax ist relativ weit entfernt. Daher solltest du dir überlegen, ob du gleich einen Mietwagen nimmst, wenn du einen Roadtrip durch Nova Scotia planst. Auch wenn du den Mietwagen in der Stadt weniger nutzt, ist es so viel praktischer. Erkundige dich am besten vorher bei deiner Unterkunft, ob Parkmöglichkeiten zur Verfügung stehen, so kannst du den Mietwagen sicher abstellen.

    Hier kannst du Preise für einen Mietwagen ab Halifax (YHZ) vergleichen*

    Solltest du ohne Mietwagen unterwegs sein, und nach bzw. vor dem Flug einfach nur in die Stadt ins Hotel wollen, kannst du dir auch einen privaten Transfer organisieren.

    Transfer vom Flughafen in die Stadt hier buchen*

    Wenn du direkt im Zentrum übernachtest, kannst du viele Locations auch zu Fuß erreichen. Das öffentliche Transportnetz besteht in der Stadt eigentlich nur aus Bussen, ist aber einfach zu nutzen. Alternativ kannst du dich auch per Uber fortbewegen, was relativ günstig ist.

    Falls du keine Lust hast, dich mit Fahrplänen oder der Parkplatzsuche herumzuschlagen und etwas lauffaul bist, kannst du dich zum Sightseeing auch für eine Hop-On-Hop-Off-Tour* entscheiden.

    Karte mit allen Highlights

    Damit du dich in Halifax besser orientieren kannst, habe ich dir alle Locations aus dem Artikel auf einer Karte zusammengefasst. Diese kannst du dir auch abspeichern. So hast du alles auch unterwegs zur Hand.

    Ausflüge rund um Halifax

    Halifax eignet sich hervorragend als Startpunkt für eine Erkundungstour durch Nova Scotia. Solltest du allerdings nicht viel Zeit haben, stelle ich dir hier die schönsten Ausflugsziele vor, die du auch innerhalb eines Tages erreichen kannst.

    Peggy’s Cove

    Nur etwa 45 Minuten von Halifax entfernt liegt das malerische Fischerdorf Peggy’s Cove. Berühmt für seinen beeindruckenden Leuchtturm, ist es ein beliebtes Ziel für Tagesausflüge. Besonders bei Sonnenauf- und -untergang ergeben sich hier die schönsten Fotomotive. Aber auch tagsüber ist Peggy Cove’s einen Abstecher wert.

    Küstenhafen mit Booten und Häusern im Hintergrund

    Neben dem Leuchtturm gibt es im kleinen Fischerdorf nebenan kleine Galerien und Souvenirläden, in denen du dich mit handgefertigten Produkten und lokaler Kunst eindecken kannst. Wirklich sehr süß!

    Buche hier eine Tour nach Peggy’s Cove*

    Leuchtturm bei Sonnenuntergang auf Felsen

    Lunenburg

    Die historische Stadt Lunenburg ist etwa eine Stunde Fahrt von Halifax entfernt und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Lunenburg ist zwar sehr touristisch, aber mit seinen bunten Holzhäusern, süßen Cafés und hübschen Läden ist das kein Wunder. Falls du Lunenburg nicht ohnehin als Stopp auf einem Roadtrip durch Nova Scotia eingeplant hast, kannst du ab Halifax auch Tagestouren nach Lunenburg buchen.

    Buche hier eine Tagestour nach Lunenburg*

    Hier findest du meinen kompletten Guide für Lunenburg

    Frau sitzt auf Pier vor roten Gebäuden.
    Historisches Segelschiff am Dock im Hafen

    Mahone Bay

    Ein weiterer lohnenswerter Abstecher ist Mahone Bay, eigentlich bekannt für seine drei Kirchen, die malerisch am Ufer stehen. Viel schöner fand ich persönlich aber das besondere Flair dieser Kleinstadt mit ihren hübschen Cafés, Antiquitätengeschäften und kleinen Läden mit Kunsthandwerk.

    Herbstliche Straße mit bunten Bäumen und Häusern

    Weingüter im Annapolis Valley

    Wenn du gerne Wein trinkst, solltest du das Annapolis Valley nicht verpassen. Diese Region ist bekannt für ihre Weingüter und ihren großflächigen Obstanbau.

    Ich kann dir zum Beispiel Luckett Vineyards sehr empfehlen: Nicht nur das Weingut an sich ist einen Besuch wert (wo sieht man schon mal eine original britische rote Telefonzelle mitten zwischen den Weinreben?), sondern auch das anliegende Restaurant mit tollem Blick auf die Landschaft: Hier habe ich bei einem Glas kühlen Rosé den wohl göttlichsten Chicken Pie meines Lebens verputzt! Sehr zu empfehlen!

    Hier kannst du eine Tagestour mit Weinprobe ins Annapolis Valley buchen*

    Rote Äpfel in einer Holzkiste auf dem Feld

    Besonders schön ist es im Annapolis Valley im Herbst, wenn sich die Blätter an den Bäumen langsam in den buntesten Farben zeigen und die Erntezeit beginnt. An vielen Stellen findest du dann Stände mit frischen Äpfeln, Kürbissen und allem, was die Natur sonst noch zu bieten hat.

    Bist du auf den Geschmack gekommen und willst die Region länger erkunden?
    Hier findest du meine komplette Route für einen Roadtrip durch Nova Scotia

    Meine Reise nach Halifax und Nova Scotia fand in Zusammenarbeit mit Tourism Nova Scotia statt.

  • Bilbao Food Guide: Meine besten Tipps für Cafés, Restaurants & Pintxo-Bars

    Bilbao Food Guide: Meine besten Tipps für Cafés, Restaurants & Pintxo-Bars

    Gutes Essen spielt im Baskenland eine große Rolle: Die Dichte an Sterneköchen ist nirgendwo in Europa so hoch wie hier. Aber auch wenn du kein großes Budget für Gourmetrestaurants hast, wirst du in Bilbao jede Menge tolle Locations finden, die jedes Foodie-Herz höher schlagen lassen. Ich stelle dir hier meine liebsten Cafés und Restaurants in Bilbao vor.

    Belebte Altstadt-Gasse in Bilbao mit bunten Fassaden

    Bilbao & die Pintxos

    Bevor du dich aber ins Getümmel der vielen Bars stürzt, solltest du dich mit der Tradition der Pintxos in Bilbao vertraut machen. Pintxos (auf Spanisch: Pinchos) heißt wörtlich übersetzt Spieße und sind etwas größere Häppchen, die gerne zu einem Getränk gesnackt werden.

    Spanische Tapas mit Muscheln und Anchovis-Bruschetta in Vitrine

    Ursprünglich lagen sie kunstvoll gestapelt auf großen Tellern auf der Kneipentheke und jeder Gast hat sich nach Lust und Laune bedient. Abgerechnet wurde dann einfach nach der Anzahl der Holzspießchen, die jedes Häppchen zusammenhalten und am Schluss auf dem Teller übrig bleiben. Diese Tradition hat sich ein bisschen gewandelt: Pintxos liegen oft nicht mehr ganz offen auf der Theke, sondern in Vitrinen, und auch preislich gibt es je nach Zutat Unterschiede.

    Interessiert dich das spanische Baskenland? Die Region im Nordosten mit seiner ganz eigenen Kultur und Sprache ist super spannend!
    Hier findest du meine Tipps für das Baskenland

    Meine Tipps für Restaurants, Pintxos und Cafés in Bilbao

    In Bilbao gute Locations zu finden, ist nicht schwer. Die Qualität ist sehr gut, und das Angebot riesig. Hier ein paar meiner Favoriten:

    Baristas Club Direkt hinter der Kathedrale und somit mitten in der Altstadt. Guter Kaffee, entspannter Vibe – perfekt für eine Kaffeepause beim Sightseeing.

    La Olla de la Plaza Nueva & Toma y Daka Diese beiden Locations befinden sich direkt an der Plaza Nueva in der Altstadt. Hier gibt es eine riesige Auswahl an Pintxos. Einfach in einer Bar einkehren, ein paar Pintxos probieren und weiterziehen.

    Spanische Pintxos in einer Theke einer Bar
    Dessert in Eierschalen mit Karamellcreme und knusprigen Chips
    Spanische Pintxos mit Schinken und Padrón-Paprika auf Brot

    Los Fueros Zentral am Rand der Altstadt gelegen, aber doch irgendwie versteckt. Kleines Restaurant mit wirklich toller baskischer Küche aus frischen lokalen Produkten. Sehr empfehlenswert für einen gemütlichen Abend mit gutem Essen und Wein.

    Tapas-Spieße mit orangefarbener Sauce und weißen Dip-Bechern

    Übrigens: Als Vegetarier*in bzw. Veganer*in kann es in traditionelleren Lokalen etwas schwierig sein, da viele Gerichte mit Fisch (z.B. dem beliebten Bacalao) oder Fleisch zubereitet werden. In einer modernen Stadt wie Bilbao sollte es aber kein Problem sein, auch dort gute Alternativen zu finden.

    Foodtouren durch Bilbao

    Pintxos sind dennoch eine tolle Möglichkeit, sich für wenig Geld durch die baskische Küche zu essen. So kannst du zwanglos von Bar zu Bar schlendern und die Foodszene Bilbaos erkunden.

    Eine lustige Möglichkeit, Pintxos zu probieren, ist auch eine Foodtour durch Bilbao, bei der du die leckersten Spezialitäten kennenlernen und mehr über die baskische Küche erfahren kannst.

    Buche hier eine Food-Tour durch Bilbao*

    Frische rote Fleischtomaten auf Stroh in Metallschale

    Wo du noch in Bilbao gute Lokale findest

    Alle tollen Locations in Bilbao hier aufzulisten, wird mir nicht gelingen – dafür ist das Angebot einfach zu groß. Ausgehen oder auswärts essen ist ein großer Teil der baskischen Kultur, und so findest du nahezu überall Bars und Restaurants. In einigen Straßen konzentrieren sich besonders viele Lokale, daher lohnt es sich, einfach dort mal entlangzuschlendern und selbst auf Entdeckungsreise zu gehen.

    Auf diesen Straßen bzw. Stadtteilen findest du viel Gastronomie:

    Poza Lizentziatuaren Kalea Auf dieser Parallelstraße der Gran Vía ist besonders an Spieltagen von Atletico Bilbao viel los. Die Straße führt nämlich direkt zum Stadion San Mames, dessen glitzernde Fassade du schon von weitem durch die Straßenschluchten erkennen kannst.

    Ledesma Kalea Die Calle Ledesma liegt sehr praktisch zwischen Gran Vía, dem Guggenheim Museum und der Altstadt. Außerdem ist sie reine Fußgängerzone und ein Lokal reiht sich hier an das nächste.

    Belebte Stadtstraße mit Bar Antomar und historischen Gebäuden

    Suchst du noch mehr Tipps für Bilbao? Die schönsten Highlights in der baskischen Metropole

    Planst du einen Roadtrip durch das Baskenland? Hier findest du günstige Mietwagen am Flughafen Bilbao (BIO)*

  • Catania: Meine Tipps für die zweitgrößte Stadt Siziliens

    Catania: Meine Tipps für die zweitgrößte Stadt Siziliens

    Ein bisschen rauh ist sie, die zweitgrößte Stadt Siziliens, und scheint immer ein wenig im Schatten Palermos zu stehen. Aber Catania ist auch unerwartet charmant und definitiv eine Reise wert. Ich zeige dir hier in diesem Artikel Catanias Sehenswürdigkeiten, die du nicht verpassen solltest, und ein paar sehr interessante Geheimtipps!

    Sizilien steht sowieso auf deiner Bucket List? Hier findest noch mehr Tipps für die größte Insel im Mittelmeer.

    Sehenswürdigkeiten in Catania

    In Catania gibt es einiges zu sehen und wenn du kannst, plane ruhig ein bisschen mehr Zeit ein, um diese Seite von Sizilien kennenzulernen. Denn auch Catania hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten.

    Kathedrale von Catania, Piazza del Duomo & Fontana dell’Elefante

    Fast noch markanter als die Kathedrale selbst ist die Fontana dell’Elefante auf der davor liegenden Piazza del Duomo. Der Elefantenbrunnen zeigt den Liotru, Symbol der Stadt Catania.

    Historische Kirche mit Kuppel in Catania, Sizilien, bei Sonnenschein.

    Um den Liotru ranken sich viele Mythen, am schönsten fand ich die Interpretation als Symbol der Stärke der Einwohner Catania, schweren Naturkatastrophen wie Erdbeben und Vulkanausbrüchen im Laufe der Geschichte zu trotzen.

    Historischer Platz mit Elefantenstatue und Barockfassaden

    Piazza dell’Universita

    Die große Piazza dell’Universita schließt sich fast gleich der Piazza del Duomo an. Sie markiert auch gleichzeitig den Beginn der Via Etnea. Von hier aus starten viele Walking-Touren durch das Zentrum Catanias.

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    Lebendige Fußgängerzone in einer europäischen Stadt.

    Fischmarkt von Catania

    Beim traditionellen Fischmarkt von Catania bin ich mir bis heute nicht sicher, ob diesen Ort guten Gewissens empfehlen kann: Die vielen halbierten Schwertfische, blutige Fischmesser und ein sehr rustikales Ambiente können die eigene Stimmung schon etwas trüben.

    Lebhafter Markt in einer Altstadtgasse.
    Statue an Brunnen vor historischem Gebäude.

    Trotz allem fand ich das Markttreiben super interessant und irgendwie faszinierend. Der Fischmarkt befindet sich direkt hinter der Piazza Duomo, aber der Zugang ist so gut in einer Ecke hinter einem Springbrunnen, der Fontana dell’Amenano, versteckt, dass man glaubt, man betritt eine andere Welt.

    Ein paar Treppenstufen unter dem eigentlichen Straßenniveau liegt der eigentliche Fischmarkt mit seinen vielen Ständen, so dass man von oben aus die perfekte Sicht auf das Geschehen hat.

    Metzger schneidet Fleisch auf Marktstand.

    Die hohen Gebäude rundherum mit ihren dunklen Fassaden aus Marmorgestein verleihen dem Markt zusätzliche Atmosphäre.

    Austern-Verkaufsstand auf einem Markt

    In den Seitenstraßen rund um den Fischmarkt findest du übrigens weitere Marktstände mit Obst und Gemüse sowie viele kleine, tolle Bars und Restaurants.

    Fisch und Fleisch auf Marktstand.
    Bunte Schirme schweben über belebter Straße.

    Lust auf mehr Sizilien?
    Hier findest noch mehr Tipps, was du alles auf Sizilien sehen kannst:
    Alle Highlights auf Sizilien auf einen Blick

    Bunte Blumenkohlköpfe auf Marktstand.

    Teatro Romano

    Außer dem Teatro Romano findest du mitten in Catania noch eine weitere Ausgrabung. Das Anfiteatro Romano an der Piazza Stesicoro kannst du gegen eine kleine Gebühr besichtigen.

    Antike Ruinen vor historischem Gebäude in Stadt.

    Via Etnea

    Im Gegensatz zur Via Maqueda, der zentralen Einkaufstraße in Palermo, ist die Via Etnea in Catania eher schmucklos. Nur zum Teil Fußgängerzone, lädt die Via Etnea nicht unbedingt ganz so doll zum Bummeln ein. Allerdings kommt der Name nicht von ungefähr: Von der Via Etnea aus siehst du bei gutem Wetter den Gipfel des Ätna!

    Straßencafé in europäischer Altstadt.

    Via Crociferi

    Ein besseres Beispiel für barocke Architektur in Sizilien auf so engem Raum gibt es kaum: Die Via Crociferi wurde nach dem Erdbeben von 1693 erbaut, wurde zu dieser Zeit zu einem der wichtigsten städtebaulichen Projekte in Catania. Hier reihen sich barocke Kirchen und Klöster nur so aneinander.

    Historische Tür mit kunstvoller Metallverzierung und Reliefs in Catania, Sizilien.

    Castello Ursino

    Mitten in der Stadt wirst du auch auf das Castello Ursino stossen. Die mittelalterliche Festung wurde im 13. Jahrhundert unter der Herrschaft von Friedrich II. von Hohenstaufen erbaut, um Catania gegen Angriffe zu schützen.

    Historische Stadtmauer in Catania, Sizilien, mit einem Besucher im Vordergrund.

    Die enorme Größe und massive Bauweise mutet hier an der heutigen Stelle kurios an, passt die Festung so gar nicht zum restlichen Stadtbild. Bei seiner Erbauung jedoch befand sich das Castello Ursino direkt am Wasser! Durch eine großen Ausbruch des Ätnas im Jahr 1669 allerdings strömte Lava rund um die Festung und sorgte dafür, dass sich die Küstenlinie verschob.

    Alte steinerne Festung bei Tageslicht.

    Essen & Trinken in Catania

    Scirocco Sicilian Fish Lab

    Mit dem Scirocco hat der Street-Food-Hype in Catania erst so richtig angefangen: Was einst als kleine Bude am Rand des Fischmarkts begann, ist heute DER Anlaufpunkt für Fisch & Meeresfrüchte auf die Hand.

    Wenn du nach dem blutigen Fischmarkt-Spektakel noch etwas runterbekommst, gibt es keinen besseren Ort als das Scirocco für einen kleinen Snack zwischendurch. Oder du kommst einfach nochmal abends wieder.

    Mooddika

    Eine kleine Überraschung war das Mooddika. Eigentlich hatte ich hier, in einer Seitenstraße nahe der zentralen Piazza dell’Università eine langweilige Touristenfalle erwartet, und bin eigentlich nur aus Bequemlichkeit dort gelandet.

    Gemütliches Restaurant mit gemauerter Wand und Gewölbedecke

    Aber die Pasta war überraschend frisch und überragend lecker – und auch sonst war das Ambiente aus Bar, Restaurant und Salumeria sehr angenehm. Absolute Empfehlung!

    Pasta mit Tomatensauce und Käse

    Du liebst Italien?
    Hier findest du noch mehr Reiseinspiration für dieses tolle Land.

    Übernachten in Catania

    Ich war auf einem großen Roadtrip durch Sizilien unterwegs, und daher habe ich mich besonders gefreut, als ich ein absolutes zentrales Boutique-Hotel mit angeschlossenem Stellplatz gefunden habe.

    Das B&B Palazzo Bruca* befindet sich in einem altem Palazzo und ist nur wenige Meter von der Piazza del Duomo entfernt. Wenn du also eine zentrale Unterkunft in Catania suchst, bist du hier genau richtig!

    Preise & Verfügbarkeit im B&B Palazzo Bruca checken*

    Ausflüge rund um Catania

    Wanderung auf den Ätna

    Durch die Nähe zum Ätna kannst du von Catania aus sehr gut Ausflüge auf den immer noch aktiven Vulkan unternehmen. Du fährst mit einer Seilbahn hinauf bis zur Bergstation, von dort aus geht es mit einem Jeep weiter hoch – alternativ kannst du aber auch gleich die Wanderung beginnen.

    Powered by GetYourGuide

    Ich empfehle dir unbedingt eine geführte Tour. Auf dem Ätna kann sich das Wetter schnell ändern, die Wege sind nicht unbedingt gesichert und zu Orientierungsschwierigkeiten in den weiten Lavafeldern können auf einer Höhe von bis zu knapp 3000 Metern auch durch Höhenkrankheit verursachte Beschwerden hinzukommen. Hier einen ortskundigen Guide dabei zu haben, ist Gold wert.

    Hier kannst du eine Wanderung auf den Ätna buchen (inklusive Guide, Ticket für die Seilbahn & Ausrüstung wie z.B. Helm)*

    Um den Ätna herum mit der Ferrovia Circumetnea

    Willst du den Ätna nicht hoch, dann kannst du den Vulkan auch mit der Ferrovia Circumetnea fast komplett umrunden. Die letzte Schmalspurbahn Siziliens versprüht absolute Retro-Vibes und fährt viele kleine Ortschaften rund um den Ätna an.

    Die Ferrovia Circumetnea startet in Catania am Bahnhof Borgo in der nördlichen Innenstadt.

    Hier findest du Fahrplan & genaute Route der Ferrovia Circumetnea

    Tagestour nach Taormina

    Von Catania aus kannst du auch viele weitere interessante Orte an der Ostküste Siziliens erreichen. Der romantische Bergort Taormina zum Beispiel ist nur 50 Kilometer von Catania entfernt.

    Lebhafte Straße in mediterraner Altstadt.

    Tipp: Spare dir die Parkplatzsuche mit dem Mietwagen durch enge Straßen in Taormina oder komplizierte Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln und buche gleich eine Tagestour ab Catania!

    Buche hier eine komplette Tour ab Catania nach Taormina*

    Alte Ruinen mit Palme

    Karte mit allen Locations in Catania

    Damit du dich schnell in Catania zurechtfindest, habe ich dir hier eine Karte mit allen Tipps aus diesem Artikel zusammengestellt. Du kannst sie dir auch ganz einfach herunterladen und dann auf deinem Handy unterwegs nutzen.

    Dieser Post entstand auf einer Recherchereise durch Sizilien für Travellers Insight, dem Reiseblog des Flughafen München. Hier findest du weitere spannende Tipps für Sizilien, Trapani & Palermo.

  • Bilbao: Die besten Sehenswürdigkeiten in der baskischen Metropole

    Bilbao: Die besten Sehenswürdigkeiten in der baskischen Metropole

    Du planst einen Trip in das Baskenland? Dann wird Bilbao sicherlich auf deiner Sightseeing-Liste stehen! In diesem Artikel zeige ich dir, welche Sehenswürdigkeiten in Bilbao du nicht verpassen solltest – aber ich verrate dir auch, warum die Stadt mich persönlich auch nach mehreren Besuchen nicht so recht begeistern konnte! (Dazu später mehr im Artikel.)

    Guggenheim Museum

    Das Guggenheim Museum ist wohl DAS Wahrzeichen Bilbaos. Das Museum für moderne Kunst ist eine Dependance des Guggenheim Museums in New York und wohl die allererste Location, die Besucher in Bilbao ansteuern. Der Bau dieses von Frank O. Gehry entworfenen architektonischen Superprojekts hat die ehemalige Industriestadt so dermaßen umgekrempelt, dass nach diesem einschneidenden Ereignis sogar ein Phänomen benannt wurde: Der Bilbao-Effekt beschreibt die Aufwertung eines Ortes allein durch einen spektakulären Bau.

    Modernes Guggenheim-Museum in Bilbao, futuristische Architektur.
    Metallische Spinnen-Skulptur im Nebel vor Brücke.

    Das Guggenheim Museum Bilbao ist aber nicht nur von außen eine Augenweide: Innen kannst du dir in der Dauerausstellung richtig beeindruckende zeitgenössische Kunstwerke ansehen. Zusätzlich gibt es immer wieder spektakuläre temporäre Ausstellungen und Werke zu sehen.

    Hier kannst du Tickets für das Guggenheim Museum Bilbao online kaufen

    Geheimtipp: Wenn du wissen willst, wie Bilbao früher einmal aussah, findest du direkt rechts neben der Ticketkasse einen kleinen Raum mit einer Videoinstallation namens “Zero”. (Die meisten Besucher laufen einfach daran vorbei.)

    Sie zeigt, wie Bilbao früher ausgesehen hat und wie krass sich die Stadt in den letzten hundert Jahren verändert hat. Übrigens: Um dir die Installation anzusehen, brauchst du kein Ticket für das Museum, da es sich vor der Einlasskontrolle befindet. Aber ganz ehrlich: Wenn du schon einmal hier bist, solltest du dir die Ausstellung nicht entgehen lassen!

    Special-Tipp für Bilbao

    Die volle Schönheit der Architektur des Guggenheim kannst du am besten vom Wasser aus bewundern. Die 1- oder 2-stündige Bootstour kostet nicht viel und du lernst mehr über die krasse Entwicklung Bilbaos von der Industriestadt zum Touristenmagneten.

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    Zubizuri Brücke

    Das Design der Zubizuri-Brücke unweit des Guggenheim Museums kommt dir bekannt vor? Zum einen soll die geschwungene Form an ein Segel erinnern – zum anderen sieht sie dem Terminal des Flughafen von Bilbaos ziemlich ähnlich. Kein Wunder, denn sowohl die Fußgängerbrücke über den Nervión als auch das Terminal wurden vom spanischen Stararchitekten Santiago Calatrava entworfen.

    Blick auf Flussufer und moderne Brücke in Stadtlandschaft.

    Altstadt von Bilbao / Casco Viejo

    Einen Besuch der Altstadt von Bilbao solltest du dir ebenfalls nicht entgehen lassen. In den engen Gassen mit ihren zahlreichen Lokalen kann man sich nur zu leicht verlieren. Außerdem ist das Baskenland für seine hervorragende Küche bekannt und die Anzahl der Sterne-Restaurants ist außergewöhnlich hoch. Komm also am besten hungrig!

    Lebendige Szene an einem europäischen Straßencafé.

    Du hast kein großes Budget für feine Gourmetrestaurants? Auch kein Problem! In der Altstadt von Bilbao findest du auch zahlreiche Bars und Restaurants, die wirklich gute Pintxos zum kleinen Preis anbieten. Pintxos sind kleine Häppchen, ähnlich Tapas, die traditionell zu einem Getränk gegessen werden – man kann sich aber auch sehr leicht an der großen Auswahl satt essen.

    Hier findest du meinen Food Guide für Bilbao

    Belebte Altstadtgasse mit bunten Fassaden und Passanten.

    Falls du dir unsicher bist, wie das mit den Pintxos so funktioniert, empfehle ich dir eine Foodtour durch die Altstadt – du wirst es lieben!

    Buche hier deine Food-Tour durch die Altstadt von Bilbao*

    Spanische Tapas in einer Theke ausgestellt.

    Plaza Nueva

    In vielen spanischen Städten eher Plaza Mayor genannt, ist die Plaza Nueva sozusagen das Herz der Altstadt. Rund um den sehenswerten Platz findest du ebenfalls viele gute Bars und Restaurants, in denen du dich durch die Auswahl an Pintxos probieren kannst.

    Historischer Platz in Bilbao mit Palmen und Sitzbänken, baskische Architektur im Hintergrund.

    Kathedrale von Bilbao

    Die Kathedrale von Bilbao befindet sich ebenfalls mitten in der Altstadt von Bilbao. Sie ist quasi nicht zu verfehlen. Interessant: Bilbao befindet sich auf dem Jakobsweg und die Kathedrale von Bilbao geht auf eine alte Pilgerkirche zurück. Daher trifft du hier auch immer wieder Pilger, die gerade auf dem Jakobsweg unterwegs sind.

    Kaufe hier im voraus dein Eintrittsticket für die Kathedrale von Bilbao*

    Gotischer Kirchturm mit Uhr und Rosettenfenster.
    Gotische Kathedrale Fassade mit Rosettenfenster.

    Azkuna Zentroa (Alhóndiga Bilbao)

    Ursprünglich war der leerstehende ehemalige Weinspeicher als Standort des Guggenheim Museums im Gespräch; das Vorhaben scheiterte letztendlich u.a. aufgrund der mangelnden Fläche. Was aus heutiger Sicht ein Glücksfall ist: 2010 wurde hier das von Philippe Starck entworfene Kultur- und Mehrzweckzentrum Azkuna Zentroa eröffnet.

    Historisches Gebäude in Bilbao mit moderner Kunst im Vordergrund.

    Hier befinden sich neben Kinos, Restaurants, einem Auditorium und einer städtischen Bibliothek auch ein Fitnessstudio sowie ein öffentliches Schwimmbad in der letzten Etage des Komplexes.

    Innenansicht eines modernen Einkaufszentrums in Bilbao mit Menschen und Glasdach.

    Eines der Schwimmbecken hat sogar einen Glasboden, den du aus dem Erdgeschoss sehen kannst! Das Schwimmbad selbst kannst du übrigens mit einem Tagesticket besuchen – wenn du ein bisschen mehr Zeit in Bilbao hast, ist das definitiv eine gute Idee für ein bisschen Sport unterwegs!

    Puente de Viscaya / Bizkaya-Brücke

    Etwas außerhalb von Bilbao befindet sich eine sehr ungewöhnliche Sehenswürdigkeit, die du dir unbedingt ansehen solltest. Die Puente de Biskaya verbindet die beiden Gemeinden Portugalete und Getxo und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das Besondere: Fußgänger, Radfahrer und sogar Autos überqueren die Flussmündung nicht über die Brücke selbst, sondern mittels einer Schwebefähre, die an der Brückenkonstruktion aufgehängt ist. Die Fähre wird von den Anwohnern als ganz normales Transportmittel genutzt; ein Einzelticket kostet tagsüber nur 55 Cent.

    Brücke über Fluss mit Fähre und bunten Häusern.
    Historische Hängebrücke über Fluss in Stadtlandschaft.

    Die Brücke selbst kann man ebenfalls besichtigen und mit einem Aufzug hinauffahren; das Eintrittsticket für die Brücke beinhaltet auch eine Fahrt mit der Fähre. Die Puente de Viscaya ist vom Stadtzentrum in Bilbao per Metro erreichbar.

    Roter Brückenturm mit hölzernem Gehweg.

    Tipp: Erkunde auch den Rest des hübschen Küstenortes Getxo! Von dessen Promenade aus kannst du auch den heutigen Hafen von Bilbao sehen.

    Nachdem in Bilbao selbst alle Hafenanlagen verschwunden sind und keine großen Schiffe mehr dort verkehren, befindet sich der Großteil des Hafens von Bilbao in den an der Mündung gelegenen Gemeinden Santurtzi und Zierbena. Und der ist wirklich riesig: Der Hafen von Bilbao ist der größte Spaniens.

    Hier kannst eine Halb-Tagestour zur Puente de Viscaya und Getxo buchen*

    Grünes Boot fährt auf ruhigem Fluss.

    Artxanda

    Vom Gipfel des Artxanda aus hast du eine einmalige Aussicht auf Bilbao und die umliegenden grünen Berge. Hinauf kommst du am schnellsten mit der Standseilbahn, der Funicular de Artxanda. Besonders am Wochenende ist der Hausberg Bilbao auch bei Locals beliebt: Hier finden sich diverse Freizeitmöglichkeiten für Groß und Klein, aber auch das beliebte Ausflugslokal Txakoli.

    Stadtbild mit moderner Architektur und grünen Hügeln.

    Gran Vía

    Die Gran Vía heißt eigentlich Gran Vía de Don Diego López de Haro und ist die große Geschäftsstraße mitten durch Bilbao. Auf anderthalb Kilometern findest du hier Geschäfte großer Ketten wie Zara und Mango sowie zwei Filialen des spanischen Kaufhauses El Corte Inglés.

    In Richtung Altstadt wird die Gran Vía noch belebter, und in den Seitenstraßen findest du immer wieder ein paar Ecken mit kleineren Bars und Restaurants, zum Beispiel in der parallel verlaufenden Calle Ledesma.

    Iberdrola Tower

    Ob der Iberodrola Tower wirklich so sehenswert ist, darüber lässt sich streiten. In jedem Fall ist das Bürogebäude der höchste Wolkenkratzer Bilbaos und damit eine gute Orientierungshilfe. Und mit ein bisschen Glück und der richtigen Tageszeit funkelt das Sonnenlicht so schön in der spiegelnden Fassade, dass sich doch ein hübsches Fotomotiv ergibt.

    Moderne und historische Architektur in städtischer Straße.

    Mehr Museen in Bilbao

    Falls du durch das Guggenheim Museum ein bisschen auf den Geschmack gekommen bist (oder das Wetter nicht ganz so mitspielt), kannst du auch noch folgende Museen in Bilbao besuchen:

    Das Museo de Bellas Artes ist zwar nicht ganz so spektakulär wie das Guggenheim, gehört aber dennoch zu den wichtigsten Museen Spaniens. Du findest hier eine große Kunstsammlung, die von der Gegenwart bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht. Derzeit wird das Gebäude renoviert und ausgebaut, und es klingt sehr vielversprechend, was hier entsteht.

    Möchtest du mehr über Bilbao, die Geschichte des Hafens und seinen Bezug zur Seefahrt solltest du dem Itsasmuseum einen Besuch abstatten.

    Übernachten in Bilbao

    Die Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten in Bilbao ist groß – und es gibt für jeden Geldbeutel etwas. Persönlich würde ich dir eine Unterkunft rund um die Gran Vía empfehlen, nicht in der Altstadt, z.B. im Stadtteil Abando. Hier kommst du gut zu allen wichtigen Locations, kannst ein bisschen shoppen und das Leben der Locals miterleben.

    Lebhafte Straße mit Bäumen und Außenbars in der Stadt.

    Zwar ist die Altstadt mit einer Station an das Metronetz angebunden, aber ansonsten ist sie eine reine Fußgängerzone. Somit musst du unter Umständen mit deinem Gepäck durch die halbe Altstadt zu deiner Unterkunft gehen. Außerdem ist die Altstadt abends sehr belebt, falls du es lieber ruhiger magst.

    Ich habe im Catalonia Gran Vía* übernachtet, einem komfortablen Boutique-Hotel in bester Lage (Bus zum Flughafen hält direkt vor der Tür) und einem wirklich gutem Frühstücksbuffet (normalerweise bin ich ja davon kein Fan, aber hier ist es wirklich gut).

    Checke hier Verfügbarkeit & Preise im Catalonia Gran Vía*

    Hier findest du die besten Unterkünfte in Bilbao

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    Ausflüge ab Bilbao

    Wenn du ein bisschen mehr Zeit hast, empfehle ich dir auch unbedingt auch die Umgebung zu erkunden. Das mondäne San Sebastián zum Beispiel ist nur eine Autostunde entfernt oder du erkundest die umliegenden Küstenorte. Du brauchst auch nicht unbedingt einen Mietwagen, ab Bilbao werden jede Menge organisierter Touren angeboten:

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    Anreise & Fortbewegung innerhalb Bilbaos

    Von Frankfurt und München aus wird Bilbao mehrmals täglich angeflogen, aber auch ab anderen Flughäfen in Deutschland gibt es Direktflüge nach Bilbao.

    Checke hier aktuelle Flugverbindungen nach Bilbao (BIO)*

    Vom Flughafen kommst du ganz easy mit der Bus-Linie A3247 ins Zentrum von Bilbao. Das Busticket kannst du direkt beim Fahrer im Bus kaufen (nur Bargeld); die Haltestelle befindet sich direkt vor der Ankunftshalle. Der Bus fährt größtenteils über die Autobahn und hält u.a. auch auf der Gran Via. Die Endstation ist Bilbao Intermodal, von hier aus kannst du in den Zug, Straßenbahnen, die Metro oder Fernbusse umsteigen.

    Verzierter Bahnhofseingang mit kunstvollen Skulpturen.

    Innerhalb Bilbaos kannst du viel zu Fuß erkunden (besonders in der Altstadt). Ansonsten verfügt Bilbao auch über ein gutes Straßenbahn- und Metronetz. Tickets gibt es an den Haltestellen bzw. Stationen und die Preise sind sehr günstig.

    Historische Gebäude mit schmiedeeisernen Balkonen.

    Sprache & Kultur in Bilbao

    Bilbao liegt im spanischen Teil des Baskenlandes, ist aber übrigens nicht dessen Hauptstadt. (Die ist nämlich das eine Autostunde entfernte Victoria-Gasteiz.) Als Autonome Gemeinschaft in Spanien verfügt das Baskenland über eine weitere Amtssprache: Neben Spanisch ist hier auch Baskisch gleichwertige Amtssprache.

    Schild einer traditionellen spanischen Süßwarenhandlung.
    Spanisch ist neben Baskisch Amtssprache

    Als Besucher brauchst du dir aber wegen der Verständigung keine Sorgen zu machen. Wie in anderen Teilen Spaniens mit weiteren Amtssprachen (z.B. Katalonien) sprechen die Locals in der Regel auch Spanisch, und in einer internationalen Stadt wie Bilbao kommst du außerdem mit Englisch gut zurecht.

    Baskisch ist allerdings eine superinteressante Sprache, da sie mit keiner anderen Sprache verwandt ist. Es wird sonst noch in einem Teil des benachbarten Navarras und im kleineren französischen Teil des Baskenlandes gesprochen, wo es allerdings keine offizielle Amtssprache ist.

    Balkon mit bunten Blumentöpfen und Pflanzen.

    Politisch ist und war das Baskenland immer ein bisschen ein heißes Eisen. Unabhängigkeitsbestrebungen und der Widerstand gegen die Diktatur Francos in Spanien brachten z.B. die Terrororganisation ETA hervor, die über mehrere Jahrzehnte das Land mit vielen Anschlägen in Atem hielt.

    Bis heute ist dieses Thema sehr heikel. Wenn du mehr darüber erfahren und dich mit Locals austauschen willst, empfehle ich dir, dich vorher etwas in die Thematik einzulesen, um nicht gleich ins erste Fettnäppchen zu treten. In dieser Quelle findest du eine sehr gute Übersicht über die politische Geschichte und die heutige Situation des Baskenlandes.

    Wetter & die beste Reisezeit

    Ich bin kein Wetterexperte, aber die Kombination aus einer Lage am wilden Golf von Biskaya und den Bergen drumherum macht das Wetter in Bilbao schon zu einer großen Herausforderung. In meiner Erinnerung habe ich die schlimmsten Anflüge meiner Flugbegleiterkarriere in Bilbao erlebt – und somit nehme ich Bilbao als ständiges Wetterloch war.

    Stadtansicht mit Fluss und bewaldeten Hügeln im Hintergrund.

    Gerne ist es hier naß, es regnet oft; dafür sind die Sommer warm, aber nicht drückend heiß wie z.B. im Süden Spaniens. Und der viele Niederschlag sorgt für sattgrüne Berge rund um Bilbao.

    Ich empfehle dir daher, die Herbst- und Wintermonate eher zu meiden, auch wenn du dich dafür in den wärmeren Monaten mit dem Rest der Touristenmassen durch die Stadt pressen musst. Aber meiner Meinung nach ist Bilbao bei schlechtem Wetter einfach viel zu ungemütlich und unwirtlich.

    Sicherheit in Bilbao

    Wenn du regelmäßig meinen Blog liest oder mir auf Instagram folgst, wirst du wissen, dass ich mich für jedes Reiseziel begeistern kann. Auch Bilbao hat wirklich interessante Seiten, z.B. finde ich die Geschichte Bilbaos und die Veränderung des Stadtbildes in den letzten hundert Jahren super faszinierend.

    Lebhafte Straßenszene mit historischen Gebäuden in der Stadt.

    Trotzdem bin ich auch nach meinem letzten längeren Aufenthalt nicht zum großen Fan geworden. Das mag zum einen allgemein an der Stadt selbst liegen, die für mich immer noch ein bisschen Industrie-Tristesse versprüht, vielleicht am zuweilen feuchten Wetter, aber auch an der Tatsache, dass ich mich hier von meinem brandneuen iPhone trennen musste – es wurde mir aus meiner Manteltasche gestohlen.

    Taschendiebstähle passieren tagtäglich in jeder europäischen Großstadt, und Bilbao hat in dieser Hinsicht noch nicht die Berühmtheit von z.B. Barcelona erreicht, soweit ich weiß. Dennoch würde ich gerne die Gelegenheit nutzen, dich ein wenig darauf aufmerksam zu machen. Denn mir kam Bilbao auf den ersten Blick immer relativ entspannt und sicher vor. Aber besonders in der gut besuchten Altstadt mit ihren engen Gassen sind viele Taschendiebe unterwegs.

    Streetkunst und Graffiti in Bilbao, baskische Metropole.

    Von Locals wurde ich auch zu mehr Aufmerksamkeit in der Ecke rund um die Calle San Francisco ermahnt, einem Stadtteil auf der anderen Flussseite gegenüber dem Mercado Ribera. Hier gibt es viel Street Art, spannende Gastronomie und Geschäfte – allerdings ist es auch ein Problemkiez und wird gerne auch mal als der gefährlichste Stadtteil Bilbaos bezeichnet. Ich war neugierig und wollte die Gegend eigentlich erkunden, aber nach meinem Erlebnis mit dem Taschendiebstahl ist mir die Lust darauf vergangen. Falls du also hierhin willst (was ich mir tatsächlich trotz meines Erlebnisses für meinen nächsten Besuch vorgenommen habe) – pass gut auf.

    Dieser Artikel entstand in Teilen mit Unterstützung von Visit Euskadi, der Tourismusorganisation des Baskenlandes.

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