Kategorie: USA

Roadtrips, Megastädte oder endlose Weite: Die USA sind wahrlich das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Eine USA Reise lässt wohl niemanden unbeeindruckt! Ein paar Tipps für euren Urlaub könnt ihr euch hier abholen, vor allem, was Städtereisen in den USA angeht. New York ist nämlich eine meiner Herzensstädte!

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  • Bainbridge Island: Tipp für einen Tagesausflug ab Seattle

    Bainbridge Island: Tipp für einen Tagesausflug ab Seattle

    Sogar im Sommer kann das Wetter im Pazifischen Nordwesten überraschen: Seattle ist zwar schon bekannt für regnerische Episoden, aber auf meiner Reise hat es mich mitten im August böse erwischt. Tagelanger Regen gepaart mit einem verrückten Temperatursturz machten Sightseeing in Seattle zu einer großen Herausforderung. Aber als dann die Sonne wieder herauskam, habe ich mich spontan zu einem Tagesausflug nach Bainbridge Island entschlossen – und dieser Ausflug gehört ab jetzt definitiv zu meinen persönlichen Tipps für Seattle.

    Drei Passagiere blicken durch Fährfenster auf das Meer
    Die Fähre nach Bainbridge Island bietet tolle Aussichten auf den Puget Sound

    Schon die Überfahrt ist ein Highlight

    Die Fähre nach Bainbridge Island gehört zum öffentlichen Personennahverkehr und transportiert täglich Hunderte Pendler mitsamt ihrer Autos hinüber nach Seattle und wieder zurück. Daneben gehört sie aber zu den schönsten Erlebnissen, die Seattle zu bieten hat. Für knapp 11 Dollar hin und zurück fährst du 35 Minuten auf dem Puget Sound und kannst dabei eine filmreife Aussicht genießen.

    Passagiere auf dem Deck einer Fähre bei blauem Himmel

    Abgelegt wird am Colman Dock, und innerhalb von Sekunden breitet sich die komplette Skyline von Seattle vor dir aus: Du siehst die Space Needle, die Skyline von Downtown, das Riesenrad an der Waterfront und an klaren Tagen kannst du sogar den Mount Rainier in der Ferne erkennen.

    Seattle Skyline vom Wasser aus mit Space Needle und Riesenrad

    Langsam wird die Skyline kleiner, und eh du dich versiehst, taucht vor dir die bewaldete Küste von Bainbridge Island auf. Ein absolutes Kontrastprogramm; perfekt, wenn du kurz dem Großstadttrubel entfliehen und die beeindruckende Natur rund um Seattle genießen willst.

    Passagiere auf dem Deck einer Fähre bei ruhigem Meer
    Blick aus Fähre auf Seattle-Skyline und Puget Sound

    Winslow: Urlaubsatmosphäre pur

    Nach der Ankunft bist du in zehn Minuten zu Fuß in Winslow, dem Ortskern von Bainbridge Island. Und irgendwie dachte ich sofort: Winslow sieht genauso aus, wie man sich eine typisch amerikanische Kleinstadt auf einer mondänen Insel vorstellt. Du findest hier eine Hauptstraße mit Indie-Läden, Galerien mit lokalem Kunsthandwerk, süße Restaurants und eine Handvoll Café in entspannter Atmosphäre.

    Küstenstadt mit Häusern und Wäldern am ruhigen Wasser

    Willst du noch mehr in kürzester Zeit von Bainbridge Island entdecken? Dann schließe dich am besten einer Tour an:
    Entdeckungstour durch Bainbridge Island

    Willkommensschild für Bainbridge Island, Washington mit Fähre

    Lust auf Nordamerika?
    Hier findest du alle Artikel über den Pazifischen Nordwesten und weitere spannende Reiseziele in den USA und Kanada

    Pickleball: Volkssport auf Bainbridge Island

    Auf Bainbridge Island dreht sich alles um Pickleball. In jedem Souvenirshop findest du alles von Schlägern, Bällen, T-Shirts und anderem Gedöns – der Sport ist hier omnipräsent. Pickleball wurde nämlich 1965 genau hier auf Bainbridge Island erfunden, und die Insel ist bis heute stolz darauf.

    Pickleball-Zubehör mit Bällen und blauem Trikot im Korb

    Die Geschichte dahinter ist so banal wie schön: Drei Väter – Joel Pritchard, Bill Bell und Barney McCallum – suchten an einem verregneten Sommertag eine Beschäftigung für ihre gelangweilten Kinder. Sie fanden einen alten Badminton-Platz, aber kein passendes Equipment. Also nahmen sie Tischtennisschläger, einen löchrigen Plastikball und senkten das Netz ab. Die Kinder hatten so viel Spaß, dass die Väter mitmachten und anfingen, richtige Regeln aufzustellen. Heute ist Pickleball der am schnellsten wachsende Sport in den USA und seit 2022 offizieller Staatssport von Washington; das Bainbridge Island Historical Museum hat sogar eine eigene Pickleball-Ausstellung.

    Tipp: Im Battle Point Park findest du öffentliche Pickleball Courts, die jeder kostenlos nutzen darf. Mehr Infos hier.

    Pickleball-Schläger und Lichter beim Founders Tournament 2024

    Meine Tipps zum Bummeln & Shoppen

    Eagle Harbor Book Co.

    Bainbridge Island verbreitet echt irgendwie Urlaubsstimmung. Ich weiß nicht, wie es bei dir ist, aber bei mir setzt dann schnell der Wunsch ein, mich gechillt irgendwo in ein Café zu setzen und ein bisschen in einem spannenden Buch zu schmökern. Seattle ist ohnehin sehr buch- und kulturaffin, da wundert es nicht, dass du hier mit Eagle Harbor Book Co. mitten in Winslow einen tollen Indie-Buchladen findest. Mein Tipp, wenn du Lesematerial brauchst.

    Buchhandlung mit Sachbüchern und lokalen Autoren im Regal

    La Mercerie

    La Mercerie hat eine feine Auswahl an Wolle, Handarbeitszubehör und allerlei DIY-Accessoires. Wenn du gerne bastelst, strickst oder nähst und ein schönes Souvenir suchst, wirst du hier garantiert fündig.

    Schaufenster des Kurzwarengeschäfts La Mercerie mit Wollgarn

    Conservatory Coastal Home

    Wenn du dir ein Stück der Leichtigkeit von Bainbridge Island in Form vom nordamerikanischen Coastal Living Style nach Hause mitnehmen möchtest, solltest du bei Conservatory Coastal Home vorbeischauen.

    Eingang eines Ladens mit Holzveranda und Herbstbaum
    Bainbridge Apothecary & Tea Shop charmantes weißes Holzhaus mit Blumen

    Essen auf Bainbridge Island

    Proper Fish

    Falls du Fisch isst, solltest du dir an diesem maritimen Tag einen Stopp bei Proper Fish nicht entgehen lassen. Hier bekommst du Fish & Chips und Fish Tacos aus frischem, nachhaltig gefangenem Fisch. Ich habe mich für die Fish Tacos entschieden und dann war mir auch klar, warum es gar nicht einfach war, hier noch einen Platz zu finden: Knuspriger Fisch, frische Toppings und eine passende Sauce – richtig lecker. Bring ein bisschen Geduld mit, wenn du zu Stoßzeiten vorbeigehst; es lohnt sich.

    Gemütliche Außenterrasse eines Fish-Restaurants mit Gästen
    Belebtes Restaurant mit Theke, Hängeleuchten und grünen Fliesen
    Zwei Tacos mit Pommes und Gemüse neben Corona-Bier

    Bruciato

    Bruciato wäre meine zweite Adresse gewesen: Hier gibt es neapolitanische Pizza aus dem Holzofen und saisonale Küche, die auch bei den Locals auf Bainbridge Island ziemlich beliebt ist. Falls dir also lieber nach einer fisch-freien Alternative ist, bist du hier genau richtig.

    Was es sonst noch auf Bainbridge Island zu sehen gibt

    Ich gestehe: Ich war nur einen halben Tag auf Bainbridge Island (leider!) und bin irgendwie nur in Winslow hängengeblieben – es war einfach zu schön, dort entlang zu bummeln. Bainbridge Island hat aber deutlich mehr zu bieten, wenn du etwas mehr Zeit mitbringst. Die folgenden Orte standen zum Beispiel auch noch auf meiner Recherche-Liste:

    Bainbridge Island Museum of Art (BIMA)

    Das Bainbridge Island Museum of Art (BIMA) liegt direkt am Anfang der Hauptstraße Winslow Way, wenn du vom Fährterminal kommst. Das Museum zeigt zeitgenössische Kunst und Kunsthandwerk aus der Puget-Sound-Region und die Ausstellungen wechseln regelmäßig. Der Eintritt ist kostenlos.

    Außenansicht des Bainbridge Island Museum of Arts mit buntem Wandgemälde

    Pia the Peacekeeper

    Im Sakai Park steht eine 5,5 Meter hohe Trollfigur aus recyceltem Holz, geschaffen vom dänischen Künstler Thomas Dambo. Pia the Peacekeeper gehört zur Installation „Way of the Bird King“, einer Serie von sechs Riesentrollen im pazifischen Nordwesten. Der Park liegt ungefähr eine Meile vom Fährterminal entfernt und ist über den Sound-to-Olympics Trail auch zu Fuß gut erreichbar.

    Bloedel Reserve

    Wenn du Gärten liebst wie ich und etwas mehr Zeit hast, solltest du einen Abstecher ins Bloedel Reserve machen. Auf dem 57 Hektar großen Anwesen im Norden der Insel findest du einen Japanischen Garten, einen Moosgarten, ein Arboretum und viele verschlungene Waldwege. Allerdings liegt es etwa 15 Autominuten vom Fährterminal entfernt und Uber ist auf Bainbridge Island eher schwach vertreten. Alternativ kannst du ein lokales Taxi nehmen oder mit etwas Glück fährt gerade eine der Buslinien 390 oder 391 in die Richtung.

    Fahrpläne für die öffentlichen Busse findest du hier

    Gelbe Blumen im Topf neben Eingangstür mit Push-Schild

    Übernachten auf Bainbridge Island

    Wenn du aus dem Tagesausflug ein Wochenende machen willst – und ich war ehrlich gesagt versucht –, findest du auf Bainbridge Island ein paar richtig schöne Unterkünfte.

    Das Eagle Harbor Inn liegt mitten in Winslow, ein paar Gehminuten vom Fährterminal, den Restaurants und der Winslow Way entfernt. Das kleine Boutique-Hotel hat individuell eingerichtete Zimmer mit viel Liebe zum Detail, einen lauschigen Innenhof und eine Atmosphäre, die eher an eine kleine Pension in Italien erinnert als an ein amerikanisches Motel. Es gibt klassische Hotelzimmer, größere Suiten und sogar Townhouses für Familien oder längere Aufenthalte.

    Preise und Verfügbarkeit für das Eagle Harbor Inn

    Wenn du es etwas komfortabler magst: Das Inn at Pleasant Beach auf der Südseite der Insel ist eine Art Boutique-Resort mit Pool, Spa, eigenen Restaurants und Blick auf den Puget Sound. Um dort hinzukommen, brauchst du ein Auto oder du nutzt den kostenlosen Hotel-Shuttle ab dem Fährterminal.

    Ruhige Stadtstraße mit Bäumen und Backsteingebäuden im Sommer

    Praktische Tipps

    Wie komme ich nach Bainbridge Island?

    Die Washington State Ferry verkehrt regelmäßig zwischen dem Colman Dock am Pier 52 in Downtown Seattle und dem Bainbridge Island Ferry Terminal. Die Überfahrt dauert ca. 35 Minuten und die Fähre fährt je nach Tageszeit alle 40 bis 70 Minuten. Als Walk-on-Passagier zahlst du nur auf der Hinfahrt ab Seattle – aktuell ca. 11 US$ für Erwachsene, unter 19 Jahren ist die Fahrt komplett kostenlos. Die Rückfahrt von Bainbridge nach Seattle ist für Fußgänger gratis.

    Das macht die Fähre zu einem der besten Budget-Tipps für Seattle überhaupt: Für kleines Geld bekommst du eine 35-minütige Bootsfahrt mit Traumblick auf die Skyline und landest dabei noch auf einer süßen Insel, wo du herrlich die Zeit verbummeln und die Natur rundherum genießen kannst.

    Schlepper am Hafen Seattle mit Riesenrad bei Sonnenuntergang
    Blick aus Fähre auf Segelboote im goldenen Abendlicht
    Riesenrad am Hafen von Seattle bei Sonnenuntergang

    Tipp: In Seattle erreichst du das Fährterminal bequem zu Fuß vom Pike Place Market und kannst so auch die Gelegenheit nutzen, die Seattle Waterfront entlang zu spazieren. Den aktuellen Fahrplan findest du auf der Website der Washington State Ferries. Tickets kannst du vor Ort im Fährterminal kaufen.

    Übrigens: Die Sicht auf die Skyline Seattles vom Wasser aus bekommst du auch bei der Argosy Harbor Cruise, der klassischen einstündigen Hafenrundfahrt, die unter anderem im Seattle CityPASS enthalten ist.

    Orion-Kranschiff im Hafen bei goldenem Sonnenuntergang

    Wie ist das Wetter?

    Seattle hat den Ruf, zuweilen ziemlich regnerisch zu sein, und mich hat es bei meinem Trip voll erwischt. Ob der August eigentlich sommerlich warm ist, durfte ich mehrere Tage übelstes Regenwetter und einen massiven Temperatursturz erleben. Das war aber schon sehr ungewöhnlich.

    Normalerweise ist der Sommer in Seattle (Juni bis September) mild und überwiegend trocken. Aber das Wetter in der Region ist launisch, und es kann trotzdem vorkommen, dass eine Kaltfront durchzieht. Pack dir also besonders für die Fähre eine extra Lage an Kleidung ein, damit du die Fahrt auch ohne zu frieren auf dem Außendeck genießen kannst.

    Bainbridge Tea Shop Schild an charmanter Einkaufsstraße

    Wie viel Zeit musst du für Bainbridge Island einplanen?

    Für Winslow und die Fähre reicht ein halber Tag locker aus. Ich bin ja eher spontan dorthin gefahren; vormittags war ich sogar noch auf der Space Needle. Allerdings würde ich dir raten, lieber gleich morgens die Fähre zu nehmen. Die Insel ist nämlich wirklich schön, und ich hätte dort gerne noch ein paar Stunden länger verbracht. Mit einem ganzen Tag kannst du dann auch noch z.B. das Bloedel Reserve oder die Strände im Norden der Insel sehen. Oder du planst gleich eine Übernachtung hier ein.

    Hier findest du Unterkünfte auf Bainbridge Island

    Himbeer-Softeis in Waffelbecher an sonnigem Tag

    Hinweis: Ich war im Auftrag von Travellers Insight, dem Online-Reisemagazin des Flughafen München im Pazifischen Nordwesten unterwegs. Ich habe u.a. Vancouver, Vancouver Island mit der Hauptstadt Victoria und Seattle erkundet – und unterwegs die Lufthansa Business Class mit ihrer neuen Allegris-Kabine getestet. Schaut mal rein, dort findet ihr noch viele weitere schöne Tipps für eure Reise!

  • Grand Prairie, Texas: BBQ, Epic Central & der größte Flohmarkt der USA

    Grand Prairie, Texas: BBQ, Epic Central & der größte Flohmarkt der USA

    Grand Prairie war der Auftakt unseres Roadtrips durch Texas und war mein Einstieg in eine Reise durch einen ziemlich verrückten Bundesstaat. In diesem Artikel zeige ich dir, was Grand Prairie zu bieten hat – vom besten Brisket bis zum größten Flohmarkt der USA.

    Wo liegt Grand Prairie?

    Grand Prairie liegt mitten im sogenannten Metroplex, dem riesigen Ballungsraum zwischen Dallas und Fort Worth – und damit nur einen Katzensprung vom Dallas/Fort Worth International Airport (DFW), einem der größten Flughäfen der Welt, entfernt. Genau das macht die Stadt zum idealen ersten Stopp nach einem Langstreckenflug: Statt dich direkt in den Großstadtverkehr von Dallas zu stürzen oder deinen Roadtrip durch Texas zu starten, kannst du dich hier erstmal vom Jetlag erholen.

    Zavala’s Barbecue: Preisgekröntes Brisket

    Bessere Einführung in die texanische Barbecue-Kultur geht kaum: Zavala’s Barbecue gehört laut Texas Monthly Magazine zu den Top 50 BBQ-Spots in ganz Texas – und das will in diesem grillverrückten Bundesstaat wirklich etwas heißen. Das Familienunternehmen ist berühmt für sein butterzartes Brisket, aber auch Rippchen und die hausgemachten Jalapeño-Cheddar-Würstchen stehen dem in nichts nach.

    Großes BBQ-Platte mit Fleisch, Bohnen und Mac and Cheese
    Koch schneidet geräuchertes BBQ-Brisket auf Holzbrett

    Du darfst hier auch einen Blick hinter die Kulissen werfen: Das Fleisch wird hier über Stunden langsam gesmoked, bis es fast von allein zerfällt. Serviert wird klassisch auf Papier, ohne Schnickschnack.

    Schwarzer BBQ-Smoker in rustikalem Holzpavillon mit Gegenlicht
    Rote gotische Schrift auf weißer Wand in Bar

    Epic Central: Entertainment-Komplex mit Wasserpark & Lichtshow

    Geprägt wird Grand Prairie von Epic Central, einem in den letzten Jahren entstandenen Entertainment-Komplex mit Hotels, Gastronomie, Grünanlagen und gleich mehreren Attraktionen:

    Epic Waters ist ein riesiger Indoor-Wasserpark mit Rutschen und Pools – dank Glasdach auch bei texanischer Sommerhitze oder dem seltenen Regentag eine gute Idee. Nebenan lockt der Bolder Adventure Park mit Kletterwänden und Action für die ganze Familie.

    Wasserfontänen im Wellenbad mit Menschen im Hintergrund

    Abends gibt es eine kostenlose Lightshow mitten in der Anlage, die vor allem Locals anzieht. Ein bisschen kitschig, aber eben auch typisch amerikanisch. Übernachtest du im Hilton Garden Inn at Epic Central ist die Lightshow (sowie die umliegenden Bars und Restaurants) fußläufig entfernt.

    Menschen gehen durch futuristischen LED-beleuchteten Tunnel bei Nacht

    Pickleball bei Chicken N Pickle

    Falls du den Namen noch nie gehört hast: Pickleball ist der absolute Trendsport in den USA. Nachdem es mir kurz vorher erst so richtig auf Bainbridge Island bei Seattle aufgefallen ist (die Geburtsstätte von Pickleball), war ich super überrascht auch hier Courts zu sehen. Pickleball ist eine Mischung aus Tennis, Badminton und Tischtennis, gespielt mit Paddles und einem Lochball auf einem kleinen Court. Klingt simpel, macht aber genau deswegen viel Spaß und ist auch für komplette Anfänger nach fünf Minuten spielbar.

    Bei Chicken N Pickle in Epic Central kannst du den Hype selbst testen: Das Konzept kombiniert Pickleball-Courts mit Restaurant und Bar.

    Traders Village: Der größte Flohmarkt der USA

    Jedes Wochenende verwandelt sich das Traders Village in einen gigantischen Jahrmarkt: Über 3.500 Verkäufer machen den Markt zum größten Flohmarkt der USA. Dazu kommen unzählige Street-Food-Stände, eine große Showbühne mit Live-Musik und sogar Fahrgeschäfte.

    Freizeitpark mit Pharaoh's Fury Fahrgeschäft und Besuchern

    Das Angebot reicht von frischem Obst über Werkzeug bis zu traditioneller indigener Kunst – ein wilder Querschnitt durch das echte Texas abseits der Touristenpfade. Mein Tipp: Komm so früh wie möglich. Vormittags kannst du noch in Ruhe stöbern, ab mittags wird es voll und heiß. Geöffnet ist nur samstags und sonntags, der Eintritt ist frei (Parken kostet).

    Marktstand mit Mangos und Papayas in Kartons
    Flohmarkt in Grand Prairie mit Wasserturm im Hintergrund
    Bunte mexikanische Keramikbecher mit traditionellen Mustern auf Markt
    Bestickte Cowboystiefel in einem Western-Schuhgeschäft
    Laden mit Native-American-Kunsthandwerk, Traumfängern und Federschmuck
    Jackfrucht-Stand mit aufgeschnittener Frucht auf Markt
    Mehrere Fahrzeugkühlergrills und Stoßstangen im Autoteillager

    Lone Star Park: Pferderennen wie bei Dallas

    Keine Ahnung, ob in der Serie damals überhaupt eine Rennbahn vorkam – aber im Lone Star Park habe ich mich unter der texanischen Haute Volée ein bisschen so gefühlt wie in der alten Fernsehserie “Dallas”. Von der Tribüne kannst du hier echte Pferderennen verfolgen – inklusive Wettschein, wenn du dich traust. Selbst ohne Ahnung von Quoten und Jockeys ist die Atmosphäre ein Erlebnis: das Stimmengewirr, die Anspannung vor dem Start, der Jubel auf der Zielgeraden.

    Zuschauer beobachten Pferderennen auf Sandbahn
    Jockeys auf Pferden beim Pferderennen im Lone Star Park
    Zuschauer beobachten eine leere Sandpferderennbahn von oben
    Reiter mit Schutzweste auf Pferd im Lone Star Park
    Drei Rodeo-Königinnen mit weißen Cowboyhüten und Schärpen
    Verzierter Western-Sattel mit Aufschrift
    Person mit weißem Cowboyhut steht an Sandpiste
    Pferderennen mit mehreren Jockeys auf grüner Rennbahn

    Außerdem in Grand Prairie

    Direkt an der Interstate liegen die Grand Prairie Premium Outlets. Die Preise sind meinem Empfinden nach nicht unbedingt grundsätzlich niedriger als in Europa. Allerdings habe ich ein Estée Lauder Outlet mit Marken wie Clinique, Smashbox und Mac gefunden – und da habe für kleines Geld einen ganzen Jahresvorrat an Gesichtspflege und Make-Up auffüllen können.

    Dann wäre da noch das Ripley’s Believe It or Not samt Wachsfigurenkabinett und das ist ein einziger Fiebertraum: Da stehen das letzte Abendmahl in Wachs oder Cowboy-Helden wie John Wayne, und ein paar Räume weiter warten Figuren von Beyoncé oder den übelsten Diktatoren der Geschichte, als wäre diese Mischung das Normalste auf der Welt. Wenn du genau diese Art von schrägem Americana suchst, wirst du hier definitiv fündig.

    Ripleys Believe it or Not Museum in Grand Prairie Texas
    Wachsfiguren von Beyoncé und Will Ferrell im Museum

    Essen & Trinken in Grand Prairie

    Vidorra Gehobene mexikanische Küche in richtig coolem Ambiente, mitten im Epic Central Komplex. Hier kannst du modern interpretierte mexikanische Gerichte probieren. An Wochenenden solltest du besser vorab reservieren. Nebenan findest du die Alternative Chicken N Pickle.

    Rauchend gegrilltes Fleisch mit Chili auf Steingrill
    Belebtes modernes Restaurant mit Bar und Neonschild

    Good Day Café Wenn du eine authentische Brunch-Location außerhalb von Epic Central suchst, bist du hier richtig – hier bekommst du echte amerikanische Frühstücksklassiker. Aber Vorsicht: Die Portionen sind texanisch riesig, ein Gericht reicht locker für zwei.

    Reichhaltiges amerikanisches Frühstück mit Eiern, Toast und Kaffee
    Amerikanisches Restaurant mit Gästen und patriotischer Dekoration

    Wenn dir nach echtem texanischen Barbecue ist, empfehle ich dir Zavala’s Barbecue.

    Alle Stopps unseres Roadtrips zum Nachlesen:
    Grand Prairie – Grapevine – Lubbock – Amarillo

    Übernachten in Grand Prairie

    Wir haben im Hilton Garden Inn at Epic Central übernachtet. Anonyme Ketten sind oft nicht meins, aber dieses Hotel ist relativ neu, modern gestaltet und die Lage mit dem Highway in der Nähe ist perfekt, wenn du ohnehin am nächsten Tag ausgeschlafen deinen Roadtrip starten willst. Außerdem kannst du abends noch kurz mit einem Drink oder Snack in den Bars und Restaurants nebenan den Tag ausklingen lassen.

    Checke hier Preise & Verfügbarkeit des Hilton Garden Inn at Epic Central

    Praktische Tipps für Grand Prairie

    Anreise: Vom Flughafen Dallas-Fort Worth (DFW) bist du in etwa 20 Minuten mit dem Auto in Grand Prairie. Die Stadt eignet sich perfekt als erste oder letzte Station eines Texas-Roadtrips.

    Wie viel Zeit einplanen? Ein bis zwei Nächte reichen. Liegt dein Besuch auf einem Wochenende, plane unbedingt das Traders Village ein.

    Fortbewegung: Ohne Auto kommst du nicht weit – die Attraktionen liegen verstreut. Nur innerhalb von Epic Central ist alles fußläufig erreichbar. Mietwagen für Texas findest du hier

    Suchst du noch mehr Inspiration für einen Trip in die USA? Hier findest du alle Artikel über Destinationen in den USA

    Buntes Wandbild mit Schriftzug Grand Prairie Texas
    Bunte Lichterkette hängt an einem Wellblechdach
    Bunte religiöse Rosenkränze und Kreuze mit Heiligenbildern
    Buntes Wandmural in Texas mit Aufschrift Join the Movement
    Patriotische weiße Tierfiguren mit rot-blauem Glitzerschmuck auf Holztheke
    E&W Trading Company Flohmarkt mit Kleidung und Souvenirs

    Hinweis: Meine Recherchereise wurde unterstützt von Travel Texas.

  • Amarillo, Texas: Route 66, Cadillac Ranch & echte Cowgirlspower

    Amarillo, Texas: Route 66, Cadillac Ranch & echte Cowgirlspower

    Amarillo konnte kein besserer Stopp für den Roadtrip durch Texas sein – den ganzen Weg über hatte ich mit „Is this the way to Amarillo?“ schon einen alten Schlager im Ohr. Mitten im texanischen Panhandle verbirgt sich diese Stadt, in der die legendäre Route 66 auf Cowboykultur und einen der größten Canyons der USA trifft. In diesem Artikel zeige ich dir, welche Sehenswürdigkeiten in Amarillo sich wirklich lohnen, warum ein bestimmtes Steakhouse eher an einen Vergnügungspark als ein Restaurant erinnert und wie du dein inneres Cowgirl (oder deinen inneren Cowboy) channelst.

    Brauerei Old Tasca in Amarillo, Texas, mit Straßenszene und Werbetafeln.

    Was ist los in Amarillo?

    Amarillo liegt im äußersten Norden von Texas, im sogenannten Panhandle – diesem schmalen Streifen, der auf der Landkarte wie ein Pfannenstiel in den Nachbarstaat Oklahoma hineinragt. Rund um Amarillo befinden sich unzählige riesige Ranches. Außerdem war die Stadt früher ein wichtiger Stopp auf der Route 66 zwischen Chicago und Los Angeles.

    Tank auf Route 66 in Amarillo, Texas, mit Tankstelle und Auto im Vordergrund.

    Wenn du also Texas wirklich kennenlernen willst, bist du hier genau richtig: Hier erlebst du das Texas der Cowboys und endlosen Weiten, gepaart mit einer ordentlichen Portion amerikanischer Nostalgie.

    Die historische Route 66 in Amarillo

    Nachdem ich in Illinois bereits einige Orte entlang der sogenannten Mother Road erkundet hatte, habe ich mich umso mehr gefreut, in Amarillo wieder auf die Route 66 zu treffen. Die historische Straße wurde auch hier durch moderne Highways ersetzt und verläuft jetzt mitten durch die Stadt, entlang der Sixth Avenue im San Jacinto District.

    Zum Weiterlesen: 8 tolle Stopps auf der Route 66 in Illinois

    Drei Stühle vor einem Texas Route 66 Schild in Amarillo, Texas.
    Touristen auf Route 66 in Amarillo, Texas.

    Heute erwartet dich hier ein lebendiges Viertel mit kleinen Antiquitätenläden, ausgefallenen Second-Hand-Stores und hübschen Cafés. Unbedingt reinschauen solltest du bei Aunt Eeks, einem verwinkelten Laden voller Bücher, Vintagedeko und Kuriositäten, und bei Chapterhouse Books. Die Betreiberin der kleinen Buchhandlung setzt sich aktiv für die LGBTQ+- und die migrantische Community im San Jacinto District ein – und bietet damit in dieser schwierigen Zeit einen wichtigen Safe Space.

    Vintage Fotos und Erinnerungsstücke in einem nostalgischen Raum.
    Vintage Deko-Artikel und Kerzen in einem Antiquitätenladen.
    Gemütliche Buchhandlung mit Regalen voller Bücher und Pflanzen.

    Übrigens: Jedes Jahr im Juni feiert Amarillo das Texas Route 66 Festival im San Jacinto District – mit Oldtimern, Livemusik und Straßenständen.

    Lust auf noch mehr Texas?
    Hier findest du alle Artikel

    Musikerinnen auf einer Bühne bei einem Live-Konzert in Amarillo, Texas.
    Traditionelle mexikanische Tänzerinnen in farbenfrohen Trachten bei einem Festival in Amarillo, TX.
    Klassische Cadillac-Autos bei einem Oldtimer-Event in Amarillo, Texas.
    Bunter VW-Bus in Amarillo, Texas, bei Route 66.

    Cadillac Ranch: Das berühmteste Fotomotiv von Amarillo

    Zehn Cadillacs, kopfüber in der texanischen Erde versenkt, besprüht mit unzähligen Schichten bunter Graffiti: Die Cadillac Ranch ist mit Abstand die bekannteste Sehenswürdigkeit von Amarillo und eine Hommage an die goldene Ära der Route 66.

    Die Kunstinstallation steht seit 1974 mitten auf einem Feld neben dem Interstate Highway I-40 und kann kostenlos und rund um die Uhr besichtigt werden. Das Besondere: Jeder Besucher darf sich mit eigenen Graffitis auf den Karosserien verewigen. Mitgestalten ist hier ausdrücklich erlaubt. Sprühdosen bekommst du teilweise vor Ort von anderen Besuchern geschenkt – oder du bringst einfach selbst eine mit. Dadurch verändert die Cadillac Ranch ständig ihr Aussehen.

    Tipp: Am besten zum Sonnenuntergang kommen. Die bunten Autos sehen dann im warmen Licht besonders beeindruckend aus. Achte bei Regenwetter auf festes Schuhwerk.

    Bunte Graffiti bemalte Cadillac-Ranch-Skulpturen in Amarillo, Texas.

    Cowgirls & Cowboys in the West: Reiten entlang des Palo Duro Canyon

    Ein bisschen ansteckend ist sie schon, die Cowboykultur in Texas. Immer wieder sieht man Texaner in kompletter Kluft aus Cowboystiefel, Hut und anderen Accessoires – und da ist es kein Wunder, dass man das Cowboyleben auch einmal selbst ausprobieren möchte. Mit Cowgirls and Cowboys in the West findest du auf der Los Cedros Ranch vor den Toren der Stadt damit die beste Gelegenheit. Inhaberin Phyllis hat nach einer erfolgreichen Karriere in der Hotellerie das Businessleben gegen das Ranchleben getauscht – und beschäftigt auf ihrer Farm fast ausschließlich waschechte Cowgirls.

    Frau mit Sonnenbrille und Hut vor einem roten Türrahmen in Amarillo, Texas.

    Nach einer kurzen Einführung sitzt du im Sattel und reitest am Rand des Palo Duro Canyon entlang, mit spektakulären Ausblicken in die rot-orangen Schluchten. Viele der Pferde hat Phyllis von anderen Ranches gerettet und ihnen hier ein neues Zuhause gegeben – man merkt ihr wirklich an, wie viel Herzblut sie in diesen Ort gesteckt hat. Auch als Reitanfängerin musst du übrigens keine Angst haben: Die Cowgirls suchen für jeden das passende Pferd aus.

    Tipp: Geschlossene Schuhe und lange Hosen sind Pflicht, langärmlige Shirts werden empfohlen. Und mach’s besser als ich und bring eine Kopfbedeckung mit. Oder gleich standesgemäß einen Cowboyhut!

    Reihe von Pferden mit Sätteln vor einer Holzzäune in Amarillo, Texas.
    Karte von Texas an einer Holz-Wand mit Cowgirl-Accessoires.

    Palo Duro Canyon: Der zweitgrößte Canyon der USA

    Wusstest du, dass der Palo Duro Canyon nach dem Grand Canyon der zweitgrößte Canyon der USA ist? Rund 190 Kilometer lang und bis zu 300 Meter tief frisst sich die Schlucht durch die ansonsten flache Landschaft des Panhandle.

    Reiter auf Pferden in der Wüstenlandschaft von Texas.

    Wenn du mehr Zeit mitbringst, kannst du im Palo Duro Canyon State Park wandern, mountainbiken oder den Scenic Drive hinunter auf den Boden des Canyons fahren. Beachte aber wie überall in der Region: Im Sommer wird es extrem heiß, also nimm die Warnungen der Parkranger ernst und plane Aktivitäten in die Morgenstunden.

    Bist du auch Richtung Lubbock unterwegs, ist alternativ der Caprock Canyons State Park mit seinen frei lebenden Bisons einen Abstecher wert.

    Zum Weiterlesen: Mein Artikel über Lubbock

    Bisons grasen in grüner Landschaft am Flussufer im Caprocks Canyon State Park

    Buc-ee’s: Die Kult-Tankstelle der Superlative

    Klingt erstmal absurd, eine Tankstelle zu empfehlen – aber Buc-ee’s ist in Texas eine Institution. Tanken musst du bei den riesigen Entfernungen auf einem Roadtrip immer wieder mal, daher solltest du deinen Stopp hier planen. Denn diese Tankstelle zeigt wieder einmal eindrücklich, dass wirklich alles in Texas überdimensional ist.

    Du findest hier gefühlte hunderte Zapfsäulen, dahinter ein Store von der Größe eines Walmarts, vollgepackt mit Snacks, Reisegadgets und Texas-Merchandise rund um das Maskottchen der Kette, einem Biber. Außerdem rühmt sich Buc-ee’s damit, die saubersten Tankstellen-Toiletten Amerikas zu haben. Es ist einfach nur verrückt.

    Hier findest du alle Buc-ee’s Filialen

    Essen & Trinken in Amarillo

    Klar kannst du in Amarillo auch typisch texanisch essen, und das nicht zu knapp. Falls du aber ein bisschen Abwechslung brauchst, wirst du hier ebenfalls fündig. Hier sind meine persönlichen Tipps:

    The Big Texan Steak Ranch

    In Amarillo befindet sich das wohl berühmteste Steakhouse von Texas, The Big Texan Steak Ranch, das eher an einen Vergnügungsparkt als ein Restaurant erinnert. Menschenmassen strömen hierher; es gibt einen riesigen Souvernirshop mit allerlei Merch und an jeder Ecke lockt Entertainment. In der riesigen Halle, die ein bisschen an eine Mischung aus Oktoberfestzelt und riesigem Stall erinnert, wird groß aufgetischt: Es gibt Steaks in allen Variationen. Begleitet wird das ganze von Live-Musik am Tisch; irgendwo spielt und singt immer ein mobiler Musikertrupp, es wird gelacht, gegessen und gequatscht – ein absolutes Erlebnis.

    Touristen vor dem Big Texan Steakhouse in Amarillo, Texas, an Route 66.

    Weltbekannt wurde das Restaurant allerdings durch seine 72-Unzen-Steak-Challenge: Wer das gut zwei Kilogramm schwere Steak samt Beilagen in unter einer Stunde schafft, isst gratis. Die Mutigen sitzen dafür auf einer kleinen Bühne mitten im Restaurant, angefeuert vom gesamten Saal. Es ist eine richtige Show, die dort stattfindet – kurios, aber sehenswert. Und eben typisch texanisch.

    Gemütliches Restaurant mit vielen Gästen und rustikaler Dekoration im Western-Stil.

    Little Laos

    Wenn du nach ein paar Tagen in Texas eine Pause von Barbecue und XXL-Portionen brauchst, habe ich einen echten Geheimtipp für dich. Das Little Laos ist super simpel eingerichtet, aber hier werden original laotische und thailändische Gerichte gekocht. Vielleicht war es auch nur die brütende texanische Hitze, aber hier habe ich mich wirklich für einen Moment kurz wie in Südostasien gefühlt.

    Smokey Joe’s

    Mitten auf der historischen Route 66 gelegen, ist Smokey Joe’s genau die Art von Kneipe, die man sich nach unzähligen amerikanischen Serien und Filmen vorstellt – nur eben in echt. Auf der Karte steht das übliche Repertoire von Burgern bis Chicken Wings. Hierher kommst du weniger wegen des Essens, sondern vor allem wegen der Atmosphäre.

    Alte US-Dollar-Scheine und Fotos in einer Bar oder einem Café.

    Café Moonwater

    Im Café Moonwater trifft Shabby Chic auf Country Style. Ich gebe zu, der Stil ist normalerweise so gar nicht meins – aber für eine Kaffeepause oder einen leichten Snack ist das Café wirklich süß und eine willkommene Abwechslung zwischen all den Diners. Wenn du eh gerade den San Jacinto District erkundest, lohnt sich der Abstecher.

    Gemütliches Esszimmer mit Vintage-Dekor und Holzstühlen.

    Übernachten in Amarillo

    Ganz ehrlich: Die Hotelauswahl in Amarillo ist überschaubar. Statt hübscher Boutiquehotels findest du hier vor allem die üblichen Ketten und unzählige Motels entlang des Interstate. Hier solltest du ein bisschen schauen; manche Motels sind aufgrund der Lage direkt am Highway wirklich nur für eine kurze Übernachtung geeignet. Originellste Option: Das Big Texan Steakhouse betreibt gleich direkt neben dem Restaurant ein eigenes Motel im passenden Look – mehr Americana geht kaum.

    The Big Texan Motel hier buchen*

    Praktische Tipps für deinen Besuch in Amarillo

    Anreise: Amarillo liegt am I-40, gut 600 Kilometer nordwestlich von Dallas und schon sehr weit von anderen sehenswerten Locations in Texas entfernt. Meine Route war etwas ungewöhnlich – den kompletten Trip findest du hier: Mein Roadtrip durch Texas

    Beste Reisezeit: Frühling und Herbst sind ideal. Der Juni hat mit dem Route 66 Festival einen besonderen Reiz, der Vibe auf dem Festival ist wirklich sehr toll. Es kann dann aber schon sehr heiß werden.

    Fortbewegung: Ein Auto ist Pflicht. Die Sehenswürdigkeiten liegen weit auseinander und öffentlichen Nahverkehr gibt es praktisch nicht. Mietwagen für Texas findest du hier

    Mobiles Internet: Für die USA empfehle ich dir eine eSIM, die du schon vor Abflug installieren kannst. Gerade im dünn besiedelten Panhandle sind die Strecken oft sehr lange einsam und da bietet sich aus Sicherheitsgründen (z.B. bei Autopannen) immer an, zumindest ein Handy mit Internetzugang dabei zu haben. Ich nutze in den USA immer gerne Saily oder Holafly.

    Lust auf noch mehr Inspiration für deine nächste USA-Reise? Hier findest du alle Artikel über Reiseziele in den USA

    Hinweis: Meine Recherchereise nach Texas erfolgte auf Einladung von Travel Texas.

    Amerikanische Flaggen-Dekoration vor einem Laden in Amarillo, Texas.
    Bunte Geschäfte in Amarillo, Texas, mit Route 66 und Cowgirl-Motiven.
    Altes, rostiges Auto vor einer Kirche in Amarillo, Texas.
  • Grapevine, Texas: Der perfekte Stopover am Flughafen Dallas/Fort Worth

    Grapevine, Texas: Der perfekte Stopover am Flughafen Dallas/Fort Worth

    Der Flughafen Dallas/Fort Worth ist einer der größten Flughäfen der Welt, und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass du bei einem Trip nach Texas früher oder später hier landest. Wenn du ein bisschen mehr Zeit und keine Lust auf Flughafenatmosphäre hast, habe ich einen charmanten Tipp für dich. Die kleine Stadt Grapevine liegt direkt neben dem Dallas Fort Worth International Airport und ist mit dem Zug in nur zehn Minuten zu erreichen. Ich verrate dir in diesem Artikel, warum sich Grapevine nicht nur als Stopover lohnt, warum du unbedingt in eine Shopping Mall musst (Spoiler: Es geht nicht ums Einkaufen!) und welches Boutiquehotel mich hier überrascht hat.

    Historischer Bahnhof mit Uhr und wartenden Passagieren in Grapevine, Texas.

    Kleinstadt-Charme statt Langeweile am Flughafen

    Mit den großen Metropolen Dallas und Fort Worth in der Nähe könnte man Grapevine fast übersehen. Dabei ist die Location von Grapevine schon speziell: Der Trinity Metro TEXRail bringt dich in nur zehn Minuten vom Terminal B des riesigen Flughafens direkt ins historische Zentrum der typisch texanischen Kleinstadt. Bei einem längeren Layover am Flughafen Dallas Fort Worth kannst du also problemlos für ein paar Stunden in eine komplett andere Welt eintauchen – und bist trotzdem rechtzeitig zum Flug wieder zurück.

    Charmantes Stadtbild in Grapevine, Texas mit Windmühle und historischen Gebäuden.

    Tipp: Grapevine eignet sich ebenfalls gut als Startpunkt für einen Roadtrip durch Texas. Meine etwas andere Route durch einen der spannendsten Bundesstaaten der USA findest du hier.

    Historic Main Street: Das Herz von Grapevine

    Das Leben in Grapevine spielt sich entlang der Historic Main Street ab. Hier reihen sich restaurierte Gebäude aus der Gründerzeit aneinander; dazwischen findest du kleine Boutiquen, Galerien, Cafés und immer wieder Tasting Rooms texanischer Weingüter. Du kannst hier also bis in den späten Abend hinein entspannt entlang bummeln und typisch amerikanisches Kleinstadtflair erleben.

    Gemütliches Café im Freien mit schwarzen und weißen Sonnenschirmen in Grapevine, Texas.
    Historische Statue vor dem Grapevine Texas Hotel mit Schildern.

    Grapevine ist übrigens eine der wenigen Orte in Texas, in der du komplett ohne Auto auskommen wirst. Der Grapevine Visitors Shuttle verbindet alle wichtigen Punkte der Stadt – die Main Street, die Hotels und Resorts, die Grapevine Mills Shopping Mall mit Meow Wolf – und ist dabei komplett kostenlos. Für amerikanische Verhältnisse ist das fast revolutionär, denn ohne dieses Angebot kämst du tatsächlich nicht weit über die Main Street hinaus.

    Straßenszene in Grapevine, Texas mit Lancaster Theatre und Fußgängerüberweg.

    Wein aus Texas: Tasting Rooms in Grapevine

    Ja, richtig gelesen: Texas ist Weinland – und zwar eines der größten Weinanbaugebiete der USA. Die meisten Trauben wachsen in den High Plains rund um Lubbock, verkostet wird aber gerne in Grapevine, wo zahlreiche Weingüter ihre Tasting Rooms direkt an der Main Street betreiben, wie z.B. Messina Hof oder Bingham Family Vineyards.

    Tipp: Jedes Jahr im September feiert Grapevine das GrapeFest, eines der größten Weinfestivals im Südwesten der USA.

    Rotwein wird elegant in ein Weinglas eingeschenkt

    Suchst du noch mehr Tipps für Texas?
    Hier findest du alle Artikel

    Grapevine Vintage Railroad: Zeitreise im historischen Zug

    Vom Bahnhof Grapevine Main Station startet die Grapevine Vintage Railroad zu nostalgischen Touren in historischen Waggons aus den 1920er Jahren. Die Fahrt führt dich durch die weite Landschaft des Cotton Belt und fühlt sich an wie eine kleine Zeitreise in die Eisenbahn-Vergangenheit von Texas – inklusive originaler roter Lokomotive.

    Hier kannst du Tickets für die Vintage Railroad Tour buchen*

    Historischer Zug in Grapevine, Texas, vor einem Bahnhof mit Überdachung.
    Historischer Wasserturm Cotton Belt Route Grapevine Texas mit Windmühle

    Harvest Hall: Food Hall im historischen Bahnhof

    Gleich am Bahnhof – und somit die erste Anlaufstelle, wenn du mit dem TEXRail ankommst – liegt die Harvest Hall. Die große Food Hall ist Teil des nachgebauten ehemaligen Bahnhofsgebäudes und versammelt mehrere Foodstalls unter einem Dach. Von Kaffee bis asiatischem Street Food ist hier alles dabei.

    Belebtes Restaurant in historischer Bahnhofshalle mit Wandgemälden

    Tipp: Das Bahnhofsgebäude verfügt auch über eine Aussichtsplattform, von der du sogar die Skyline von Dallas erkennen sowie den Flugzeugen auf dem Dallas Fort Worth Airport bei Start und Landung zusehen kannst. Infos über den Grapevine Observation Tower hier

    Stadtpanorama durch Säulen eines historischen Gebäudes
    Zwei Wassertürme in Grapevine Texas mit Stadtpanorama

    Nash Farm: Texanische Geschichte zum Anfassen

    Etwas abseits der Main Street liegt die Nash Farm, eine historische Farm aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Auf dem Gelände bekommst du einen Eindruck davon, wie die ersten Siedler in dieser Region gelebt und gewirtschaftet haben – mit originalem Farmhaus, Scheune und Tieren.

    Reiseführer zeigt auf historisches grünes Holzhaus mit weißem Zaun
    Weiße Handtücher hängen an einer Leine im Garten vor einem weißen Zaun.

    Die Farm wird dir hier von einem Guide vorgestellt, der in die Rolle des Farmers schlüpft und dich sowohl über das Grundstück als auch durch das erhaltene Farmhaus führt. Ehrlicherweise habe ich mir von dieser Location nicht viel versprochen, aber die Einblicke in das Leben von damals waren wirklich interessant. Und mich hat fasziniert, wie sehr unser Guide in seiner Rolle blieb – das ist auch etwas, was ich so eher nur aus den USA kenne.

    Hand streichelt Schaf durch Holzzaun auf Bauernhof
    Mann mit Strohhut und weißem Hemd vor Holzwand
    Bauer hält Strohhut neben rustikaler Holzscheune
    Gemütlicher Essbereich mit antiken Stühlen und Kamin im Hintergrund.

    Übrigens: Mehr Artikel über Reiseziele in den USA findest du hier
    USA Reiseblog

    Meow Wolf Grapevine: Kunst im Einkaufszentrum

    Ein Kulturerlebnis ganz anderer Art findest du in der Grapevine Mills Shopping Mall. In einer ehemaligen Bed Bath & Beyond Filiale befindet sich jetzt Meow Wolf; eine Kunstinstallation, die so oder ähnlich bereits in anderen Städten der USA Erfolge feiert.

    Bunte Neon-Installation mit leuchtenden geometrischen Formen und Person bei Meow Wolf in Grapevine

    „The Real Unreal“ heißt die Installation in Grapevine, bei der du ein scheinbar normales Wohnhaus betrittst und dabei immer weiter in ein buntes psychedelisches Paralleluniversum aus bunt dekorierten Räumen und surrealen Installationen hineingesogen wirst. Hinter allem steckt eine interaktive Geschichte, die du auf eigene Faust erkunden kannst – ein einziger Fiebertraum im besten Sinne und ziemlich beeindruckend.

    Einlass ist immer slotweise, da der Platz begrenzt ist. Tickets bekommst du im Voraus hier

    XXL-Resorts am Lake Grapevine: Gaylord Texan & Great Wolf Lodge

    Grapevine hat neben dem historischen Kern noch eine ganz andere Seite: gigantische Resorts, die wie so vieles in Texas einfach überdimensioniert sind. Das bekannteste ist das Gaylord Texan Resort am Lake Grapevine – eine Hotelanlage mit über 1800(!) Zimmern und entsprechend vielen Restaurants, Shops und einem komplett überdachten Atrium, durch das du auch als Nicht-Hotelgast schlendern kannst. Ich sage mal so: Die Dimensionen würden mich als Hotelgast eher abschrecken. Als kurioses Stück Americana ist ein kurzer Abstecher aber durchaus unterhaltsam.

    Gaylord Texan Resort Atrium mit Besuchern und DC-Bannern

    Gleich in der Nähe liegt die Great Wolf Lodge mit einem riesigen Indoor-Spaßbad – ich habe nur kurz reingeschaut, aber wenn du mit Kindern unterwegs bist, die sich mal austoben müssen, dürfte das hier das Paradies sein.

    Essen & Trinken in Grapevine

    In Grapevine findest du neben der Harvest Hall im Bahnhof auch einige Lokale, die einen Besuch wert sind:

    Tolbert’s Eine Institution an der Main Street mit Livemusik am Abend. Besonders bekannt ist Tolbert’s für sein typisch texanisches Chili ganz ohne Bohnen. Du kannst zwischen verschiedenen Schärfegraden wählen und ja, hier heißt scharf wirklich noch scharf! Dazu Livemusik und eine herrlich unprätentiöse Stimmung: typischer geht es kaum.

    Gemütliche Bar mit Gästen in einem amerikanischen Restaurant in Texas.

    Main Street Bistro & Bakery Wenn du morgens Lust auf etwas anderes als das übliche amerikanische Frühstück hast, wirst du in diesem französisch angehauchten Bistro glücklich – frisches Gebäck und ordentlicher Kaffee sorgen für einen guten Start in den Tag, bevor du die Main Street erkundest.

    Rock & Brews Zugegeben, eine Restaurantkette (mitgegründet übrigens von den Musikern von KISS) – aber mit Burgern, Craft Beer und Rock’n’Roll-Deko an den Wänden so schön typisch amerikanisch, dass der Besuch trotzdem Spaß macht.

    Nachos mit Käse, Jalapeños und Salsa auf Backblech

    Übernachten in Grapevine: Hotel Vin

    Wenn du vor oder nach einem Langstreckenflug in Flughafennähe übernachten musst, gibt es kaum eine schönere Option als das Hotel Vin. Das Boutiquehotel ist Teil des historischen Bahnhofsensembles an der Grapevine Main Station und hebt sich von den üblichen Airport-Hotels ab: stilvolles Design, viel Liebe zum Detail und die Main Street direkt vor der Tür. Falls du also eine Unterkunft direkt am Flughafen suchst, ist das eine super Alternative zu einer Nacht im anonymen Flughafenhotel – zumal du mit dem TEXRail in zehn Minuten am Terminal bist.

    Lieber direkt in der Stadt übernachten? Hier findest du Hotels in Downtown Dallas

    Praktische Tipps für Grapevine

    Anreise vom Flughafen: Der TEXRail fährt vom DFW Terminal B bis Grapevine Main Station und braucht rund 10 Minuten.

    Fortbewegung vor Ort: Das historische Zentrum kannst du komplett zu Fuß erkunden. Praktisch: Der Grapevine Visitors Shuttle verbindet die Main Street mit den Hotels und Resorts der Stadt und ist kostenlos.

    Wie viel Zeit solltest du einplanen? Für die Main Street, eine Weinprobe und ein kleines Lunch reichen 4 bis 5 Stunden. Willst du noch mehr unternehmen, z.B. eine Fahrt mit der Vintage Railroad oder einen Besuch der Nash Farm, wird daraus ein kompletter Tag – oder eben eine Übernachtung als Start deines Roadtrips durch Texas.

    Mietwagen: Für Grapevine brauchst du dank der Zuganbindung und des Shuttles eigentlich kein Auto. Startest du von hier deinen Roadtrip, holst du den Mietwagen am besten direkt am Flughafen ab. Mietwagen für Texas findest du hier

    Hinweis: Meine Reise erfolgte zu Recherchezwecken auf Einladung von Travel Texas.

    Farmer's Market in Grapevine, Texas mit Blumen und historischem Gebäude.
    Verfallenes Gebäude in Grapevine, Texas, mit moderner Skyline im Hintergrund.
    Altes Bauernkalenderblatt mit Huhn-Figur und Korb im Hintergrund.
  • Lubbock, Texas: Tipps für die Musikstadt in den High Plains

    Lubbock, Texas: Tipps für die Musikstadt in den High Plains

    Inmitten der Weiten von Texas gelegen, stösst du in Lubbock auf eine überraschend kreative Stadt, geprägt von Cowboyromantik, Street Art und Musik. Ich habe drei Tage in Lubbock verbracht und zeige dir in diesem Artikel meine Lieblingsspots, die du nicht verpassen solltest.

    Ein anderes Texas: Weite Horizonte und das Herz der High Plains

    Lubbock liegt im Nordwesten von Texas, in den sogenannten High Plains. Diese Region ist hauptsächlich von weiten Landschaften und riesigen Feldern geprägt. Auf unserem Roadtrip durch Texas sind wir durch so spärlich besiedelte Gegenden gefahren, dass es mir wirklich vorkam, als ob wir in einem Hollywood-Roadmovie wären: Der Himmel hier scheint größer, das Licht klarer, die Horizonte weiter. Lubbock selbst liegt auf rund 1.000 Metern Höhe und hat ein trockenes, sonniges Klima – im Frühsommer perfekt.

    Mobile Home auf Landstraße in Texas, USA

    Geografisch befindest du dich hier abseits der großen Metropolen wie Austin oder Dallas. Aber genau deswegen hat Lubbock seinen Reiz: Hier ticken die Uhr ein bisschen langsamer und du hast die Gelegenheit, in das echte Texas abseits der typischen Touristenziele einzutauchen.

    Lubbock & Musik: Mit Buddy Holly begann hier der Rock’n’Roll

    Lubbock ist untrennbar mit dem Namen Buddy Holly verbunden – einem der ersten großen Rock’n’Roll-Stars der Musikgeschichte. Geboren 1936 in Lubbock, prägte Holly mit seinem einzigartigen Stil und seiner markanten Brille Generationen von Musikern. Noch heute spürt man seinen Einfluss in der Stadt, etwa im Buddy Holly Center, das sich seiner Musik und seinem Leben widmet.

    Werkstattwand mit Vintage-Schildern und Schränken

    Die Musikszene ist auch heute noch sehr lebendig. Besonders im Umkreis der Texas Tech University finden regelmäßig Live-Konzerte statt – von Country über Jazz bis Indie. Du solltest abends unbedingt in eine der kleinen Bars oder Musiklounges schauen, denn oft stehen dort lokale Künstler auf der Bühne, die noch echte Geheimtipps sind.

    Gemütliche Sitzecke im La Diosa Cellars Lubbock mit Lampe und Blumen

    Wofür ist Lubbock noch bekannt?

    Was viele nicht wissen: Lubbock ist eines der weltweit größten Anbaugebiete für Baumwolle. Die Landwirtschaft prägt die Region seit Jahrzehnten und hat nicht nur das Landschaftsbild, sondern auch die Kultur stark beeinflusst. In den Herbstmonaten, wenn die Baumwollernte beginnt, sieht man überall die weißen Felder leuchten – ein faszinierender Anblick.

    Weg durch blühenden Garten im National Ranching Heritage Center in Lubbock

    Gleichzeitig hat die Region in den letzten Jahren begonnen, sich breiter aufzustellen: Weinanbau, neue Technologien und kreative Start-ups entwickeln sich rund um die Universität. Diese Kombination aus Tradition und Aufbruch fand ich in Lubbock sehr besonders – einerseits texanisch bodenständig, andererseits jung und progressiv.

    Cowboyhüte an einer Wand in verschiedenen Farben

    Hotel-Tipp: Im The Cotton Court Hotel* treffen Tradition des Baumwollanbaus und modernes Design aufeinander. Sehr ästhetisch, ziemlich trendy und es gibt sogar einen großen Pool im Innenhof, in dem du dich an heißen Sommertagen abkühlen kannst.

    Sehenswürdigkeiten & interessante Locations in Lubbock

    In Lubbock kannst du locker einen entspannten Tag verbringen. Wie für viele US-amerikanische Städte typisch, bist du hier am besten mit dem Auto unterwegs, da die einzelnen Locations schon etwas voneinander entfernt und öffentliche Verkehrsmittel selten sind. Es gibt aber auch Uber, falls du abends unterwegs bist und einen Drink mitnehmen möchtest.

    National Ranching Heritage Center

    Das National Ranching Heritage Center ist ein großes Freilichtmuseum, in dem du eine kleine Zeitreise durch die texanische Geschichte machen kannst. Auf dem Gelände wurden über fünfzig originale Gebäude aus dem 18. bis frühen 20. Jahrhundert detailgetreu wieder aufgebaut, die du dir in eigenem Tempo anschauen kannst.

    Lehmbauhaus mit Ofen und Garten im National Ranching Heritage Center Lubbock, Texas

    Hier spazierst du durch historische Ranchhäuser, Stallungen, Blockhütten und Saloons und fühlst dich plötzlich wie in einem Westernfilm. Besonders interessant: Die authentischen Möbel, Werkzeuge und kleinen Details lassen dich nachempfinden, wie hart und entbehrungsreich das Leben in dieser Gegend damals war.

    Suchst du noch mehr Tipps für deinen Trip?
    Hier findest du alle Artikel über Texas

    Töpferkurs im LHuca

    Mitten in Downtown Lubbock liegt das „Louise Hopkins Underwood Center for the Arts“, kurz LHuca – eine kreative Organisation, die mit ihren offenen Ateliers, Ausstellungen und Workshops so gar nicht in diese abgelegene Region von Texas zu passen scheint. Besonders empfehlen kann ich euch das Clay Studio, in dem regelmäßig Töpferkurse stattfinden.

    Keramikwerkstatt mit Materialien und Regalen

    Passionierte Keramikerin werde ich wohl in diesem Leben nicht mehr – ich bin in dieser Hinsicht absolut untalentiert – aber die kreative Atmosphäre dort war allgemein sehr angenehm und inspirierend. Wenn du also mal das Töpfern ausprobieren möchtest und gerne auch auf Reisen neue kreative Erfahrungen sammelst, nur zu!

    Person töpfert auf Drehscheibe in Werkstatt

    Wild Honey Hats

    Eigentlich finde ich es immer ein bisschen unangenehm, in fremden Ländern die lokale Mode zu imitieren – aber die Cowboykultur ist gerade einfach zu en vogue, um sich nicht ein kleines Souvenir mitzubringen.

    Cowboy Hut wird mit Vintage-Spielkarten und Tuch verziert

    Wenn du dir einen echten Cowboyhut zulegen willst, bist du in Texas natürlich genau richtig. Richtig gute, klassische Exemplare bekommst du zum Beispiel in den Filialen von Cavenders, einer großen Kette mit typischer Western-Wear, die besonders im Süden der USA und in Texas weit verbreitet ist.

    Sollte es dich auf deinem Roadtrip durch Texas nach Lubbock verschlagen, empfehle ich dir mit dem Hut-Shopping zu warten und einen Abstecher zu Wild Honey Hats zu machen. Hier kannst du dir mit Accessoires wie Vintage-Streichholzschachteln, Patches, Spielkarten, Bändern und Tüchern in allen Variationen deinen ganz persönlichen DIY-Cowboyhut zusammenstellen. Du brauchst dafür übrigens nicht handwerklich begabt zu sein: Der Hut wird für dich live vor Ort von den Girls von Wild Honey Hats gefertigt.

    Vintage Spielkarten mit Kreuz und Karo Symbolen.

    Eine super süße Idee, mit der du zum Schluss nicht nur ein einzigartiges Texas-Souvenir in den Händen hältst, sondern auch ein von jungen, kreativen Frauen gegründetes kleines Business unterstützt.

    Caprock Canyons State Park

    Wenn du von Lubbock aus auf deinem Roadtrip weiter in Richtung Norden (zum Beispiel nach Amarillo) unterwegs bist, solltest du unbedingt einen Abstecher zum Caprock Canyons State Park einplanen. Nur etwa 90 Minuten von Lubbock entfernt, erwartet dich dort eine spektakuläre Landschaft aus roten Sandsteinfelsen, weitläufigen Canyons und sogar freilebenden Bisons.

    Bisons grasen auf einer Wiese, durch Autofenster gesehen.

    Die Scenic Drive Route im Park führt dich durch dramatische Felsformationen, vorbei an Aussichtspunkten und kleinen Wanderwegen, auf denen du die Natur ganz für dich hast. Ein echtes Naturhighlight – besonders in den frühen Morgenstunden oder zum Sonnenuntergang.

    Mehr Informationen über den Caprock Canyons State Park

    Rote Felsklippen in grüner Landschaft im Caprocks Canyon State Park in Texas
    Bisons grasen in grüner Landschaft am Flussufer im Caprocks Canyon State Park

    Essen & Trinken in Lubbock

    Brulee Bakery

    Die Brulee Bakery ist eine schöne Location, um in den Tag zu starten. Hier findest du frisches Gebäck, Croissants, Scones oder Zimtschnecken. Die Auswahl wechselt oft, und der Kaffee kommt von Monomyth Coffee, einem lokalen Kaffeeröster.

    Bunte Pop-Tarts mit Beschriftung auf Teller

    Evie Mae’s Pit BBQ

    Für Vegetarier ist Texas schon ein schwierigeres Reiseziel. Ein echtes Barbecue mit Unmengen an Fleisch gehört zu einem authentischen kulinarischen Erlebnis in Texas einfach dazu. Das Evie Mae’s in der Nähe von Lubbock gilt dabei als eine der besten Adressen im Bundesstaat. Das Restaurant liegt ein wenig außerhalb in Wolfforth, aber der Weg hierhin lohnt sich wirklich.

    Tresen des Restaurants Evie Mae’s Pit BBQ

    Saftiges Brisket, würziger Truthahnbraten und so butterzarte Spare Ribs, dass sie fast von allein vom Knochen fallen: Wenn du gerne grillst, wirst du hier im Barbecue-Himmel landen. Ergänzt wird das Fleischfest mit Beilagen wie Mac’n’Cheese, Jalapeño-Grits oder Green Beans.

    Übrigens: Gesmoked und gegrillt wird direkt nebenan – dort wird das Fleisch über Stunden hinweg langsam gegart, um ihm den so typisch rauchigen Grill-Geschmack und die zarte Konsistenz zu verleihen. Du kannst auch so wie wir einfach den Barbecue-Profis über die Schulter schauen – herzlich und offen wie Texaner nun mal sind, bekommst du bestimmt bei Interesse ebenso eine kleine private Einführung in das Geheimnis des Smokens.

    Papierverpacktes Fleisch auf einem Grill

    Offen ist ab 11 Uhr bis alles ausverkauft ist – plane das Evie Mae’s also am besten für ein Mittagessen ein.

    La Diosa Cellars

    Wenn du schon länger in Texas unterwegs bist und ein bisschen Pause von der doch sehr barbecue-lastigen texanischen Küche brauchst, dann empfehle ich dir das La Diosa Cellars. Allein die schon die Location in einer alten Lagerhalle in einem Gewerbegebiet ist außergewöhnlich, aber auch das Interieur ist farbenfroh, kreativ und einfach speziell.

    Bunte Bar mit dekorativen Wandgemälden und Flaschen im La Diosa Cellars in Lubbock.

    Kulinarisch bewegt sich die Küche irgendwo zwischen mediterran und lateinamerikanisch. Serviert wird in Tapas-Portionen, so kannst du dich nach Herzenslust durch die wirklich leckeren Gerichte probieren.

    La Sirena

    Tapas sind ja nicht unbedingt jedermanns Sache, vor allem wenn man sich schon an die riesigen texanischen Portionen gewöhnt hat (und das geht manchmal schneller, als dir auf der Waage lieb ist!).

    Eine schöne Alternative für ein ebenso atmosphärisches Dinner ist das La Sirena: Elegant, gute Küche, aber trotzdem lockeres Ambiente. Die Küche ist mexikanisch geprägt, aber modern interpretiert: frische Zutaten werden kreativ kombininiert und sorgfältig angerichtet. Und die Cocktailkarte ist ebenso ausgewählt.

    Terrasse des Restaurants La Sirena in Lubbock bei Nacht mit Lichterketten
    Vielfältige Tapas auf kleinen Tellern serviert.

    Cast Iron Grill

    Suchst du etwas für ein typisch texanisches Frühstück, dann empfehle ich dir den Cast Iron Grill. Hier gibt es große Portionen, herzliche Bedienung und nonstop heißen Kaffee frisch aus der gläsernen Kugelkanne – wie im Film.

    Volles Restaurant mit Menschen und Dekoration in Texas
    Verschiedene Wandkreuze und religiöse Schilder im Cast Iron Grill in Lubbock, Texas

    Neben den üblichen Brunchgerichten wie Pancakes, Biscuits & Gravy, Bacon, Eiern in allen Variationen und French Toast solltest du hier unbedingt die hausgemachten Torten probieren. Die cremigen Versuchungen werden nach einem geheimen Rezept des Hauses jeden Tag frisch hergestellt und bildeten den Grundstein des Erfolgs des Cast Iron Grill. Aber Vorsicht, ein Stück reicht locker für drei Personen 🙂

    Übernachten in Lubbock

    Eine Reise steht und fällt oft mit der Unterkunft, wie ich finde. Wenn dich Lubbock jetzt noch nicht überzeugt hat, dann vielleicht spätestens mit diesem süßen Boutiquehotel: Das Cotton Court Hotel* ist nämlich eine absolute Augenweide, und für sich allein schon einen Stopp in Lubbock wert. Gute und dabei auch bezahlbare Boutiquehotels zu finden ist in manchen Regionen der USA nämlich nicht einfach!

    Moderner Pool mit Bar und Liegen im Cotton Court Hotel in Lubbock, Texas
    Midcentury-Sofa im Hotelzimmer
    Kleiderschrank mit Bademantel und Kleiderbügeln im Cotton Court Hotel in Lubbock, Texas

    Die Zimmer im Cotton Court Hotel* sind in Anlehnung der Geschichte Lubbocks als Zentrum des Baumwollanbaus gestaltet. Die hohen Holzdecken erinnern an die großen Scheunen, in denen die Ernte gelagert wurde und die kleinen Vintage-Details versetzen dich zurück in die Zeit des Baumwollbooms.

    An heißen Tagen kannst du dich im großzügigen Patio im kühlen Pool erfrischen; abends gibt es in der hoteleigenen Bar auch Live-Musik – wie es sich für das Musikmekka Lubbock gehört.

    Checke hier Preise & Verfügbarkeit des The Cotton Court Hotel in Lubbock*

    Beste Reisezeit für die High Plains in Texas

    Die besten Monate für einen Besuch in Lubbock sind Frühling (März bis Mai) und Herbst (September bis November). Dann sind die Temperaturen angenehm, die Luft ist trocken, und es gibt zahlreiche Veranstaltungen – vom Weinfest über Musikreihen bis zu historischen Reenactments im National Ranching Heritage Center.

    Der Sommer kann heiß werden, mit Temperaturen deutlich über 35 Grad, während der Winter zwar kühl, aber meist trocken und sonnig ist. Regen ist insgesamt selten.

    Planst du einen Trip in die USA? Hier findest du jede Menge Inspiration für die verschiedensten Reiseziele im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

    Hinweis: Meine Reise erfolgte auf Einladung von Travel Texas.

  • Eine Woche Roadtrip durch Texas: Cowboys, Canyons & Culture

    Eine Woche Roadtrip durch Texas: Cowboys, Canyons & Culture

    Eigentlich war eine Reise in die USA immer eine sichere Bank: Überaus freundliche Menschen, spannende Superlative und ausgefallene kulinarische Leckereien, bei deren Nährstoffwerten man letztendlich doch froh ist, dass man ihnen zu Hause nicht zu oft begegnet.

    Hähnchen und Pommes mit Dip in Korb

    Aber die Welt steht Kopf und so höre ich neuerdings Reaktionen wie: “Was, du reist ausgerechnet jetzt in die USA?” und “Hast du keine Angst vor der Einreise?” – meine two cents dazu erfahrt ihr am Ende dieses Artikels. In jedem Fall pflege ich immer noch eine Vorliebe für exotische Reiseziele und, Überraschung, für mich zählt Texas definitiv dazu.

    Sattel vor einer Texas-Karte an einer Holzwand.

    Eine gute Woche bin ich mit Travel Texas durch einen der prominentesten Bundesstaaten der USA gereist und zugegeben, es war nicht immer einfach. Die angespannte politische Lage hängt wie ein Damoklesschwert in der Luft. Dennoch: Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille. Gerade bei Reisezielen wie Texas lohnt es sich, sich einen offenen Geist zu bewahren und eine Reise als das zu nehmen, was sie letztendlich in diesem Fall auch war: ein ziemlich wildes Abenteuer.

    Bunter Baldachin mit Streifen und Sternenmuster.

    Episches Entertainment in Grand Prairie

    Grand Prairie liegt genau zwischen den beiden texanischen Metropolen Dallas und Fort Worth – und damit auch in der Nähe vom Dallas/Fort Worth International Airport (DFW), einem der größten Flughäfen der Welt.

    Zavala’s Barbecue

    Unser Roadtrip startet mit einer eindrucksvollen Einführung in die texanische Barbecue-Kultur: Bei Zavala’s Barbecue erwartet uns preisgekröntes Brisket, dem aber auch die anderen hauseigenen Spezialitäten wie Rippchen oder Jalapeño-Cheddar-Würstchen in nichts nachstehen.

    Leuchtreklame "Lone Star Beer" im Fenster von Zavala's Barbecue in Grand Prairie, Texas.
    Zwei große gemischte Fleischteller auf Papier bei Zavala's Barbecue.
    Personen essen Barbecue mit Beilagen und Getränken.

    Epic Central

    Bestimmt wird mein Eindruck von Grand Prairie durch Epic Central, einem kürzlich geschaffenen, familienfreundlichen Entertainmentkomplex mit einem Indoor-Wasserpark, einer Boulderhalle, Hotels wie dem Hilton Garden Inn at Epic Central*, Grünanlagen und einem Gastronomiebereich.

    Menschen schwimmen im sonnigen Pool im Epic Central Water Park in Grand Prairie.
    Menschen gehen durch futuristischen LED-Tunnel bei Nacht in Epic Central in Grand Prairie, Texas.

    Traders Village

    In Grand Prairie findest du übrigens auch das Traders Village, den größten Flohmarkt der USA. Mit vielen Street-Food-Ständen, einer großen Showbühne für Live-Musik und zahlreichen Fahrgeschäften kommt hier jeden Samstag und Sonntag richtige Jahrmarktstimmung auf. Willst du aber in Ruhe durch das endlose Angebot der über 3500 Verkäufer stöbern, solltest du so früh wie möglich kommen!

    Verschiedene Früchte auf einem Marktstand ausgestellt.
    Im Traders Village findest du wirklich alles von Lebensmitteln…
    Traditionelle indianische Kunst und Handwerk im Traders Village bei Grand Prairie, Texas.
    …bis zu ausgefallenen Mitbringseln.
    Ladenstraße im Traders Village mit Wasserturm im Hintergrund.
    So leer ist es im Traders Village in Grand Prairie nur frühmorgens.

    Essen & Trinken in Grand Prairie

    Meine Food-Tipps für Grand Prairie: Vidorra für gehobenere mexikanische Küche in sehr coolem Ambiente, Chicken N Pickle für Snacks und Drinks nach einer Runde Pickleball auf den angeschlossenen Courts. Wenn du eine kulinarische Brunch-Location fernab von Restaurantketten suchst, empfehle ich dir das Good Day Café – aber Vorsicht, hier sind die Portionen texanisch riesig!

    Mehr Tipps für Grand Prairie: Hier geht’s zum kompletten Guide für Grand Prairie

    Gegrilltes Fleisch auf Holzkohlegrill serviert bei Vidorra in Epic Central
    Moderne mexikanische Küche im Vidorra.

    Grapevine: Perfekter Stopover in Dallas

    Falls du einmal in die Verlegenheit kommen solltest, Zeit am Flughafen Dallas/Fort Worth totschlagen zu müssen, aber keine Lust auf die immer gleiche Flughafenatmosphäre hast, kannst du auch für ein paar Stunden oder vielleicht sogar eine Übernachtung nach Grapevine verschwinden.

    Straßencafé auf der Main Street in Grapevine mit gestreiftem Sonnenschirm und Autos

    Der Trinity Metro TEXRail bringt dich in nur 10 Minuten direkt vom Flughafen in das historische Zentrum von Grapevine, wo du entlang der Main Street einige süße Boutiquen, Cafés und Restaurants findest.

    Eingang der Farmer's Markets in Grapevine mit Blumen.

    Harvest Hall

    Gleich am Bahnhof solltest du einen Stopp in der Harvest Hall einlegen, einem großen Gastronomiebereich mit vielen Foodständen. Die Harvest Hall ist Teil eines Nachbaus des ehemaligen Bahnhofsgebäudes, der übrigens auch ein ziemlich hübsches Boutiquehotel, das Hotel Vin*, beherbergt. Mein persönlicher Tipp, falls du einmal in Flughafennähe übernachten musst!

    Lieber direkt in der Stadt übernachten? Hier findest du Hotels in Downtown Dallas*

    Innenraum der Harvest Hall in Grapevine mit Food Court.

    Vintage Railroad Tour

    Vom Bahnhof aus kannst du auf eine kleine Tour mit dem historischen Zug umsteigen, der dich durch die weite Landschaft des Cotton Belt fährt und dich auf eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit Grapevines schickt.

    Hier kannst du Tickets für die Vintage Railroad Tour buchen*

    Mehr Tipps für Grapevine findest du hier: Hier geht’s zum kompletten Guide für Grapevine

    Waggon der Cotton Belt Vintage Railroad am Bahnhof in Grapevine
    Rote Lokomotive mit der Nummer 2016 der Cotton Belt Vintage Railroad am Bahnhof in Grapevine, Texas
    Wasserturm in Grapevine, Texas, mit Windmühle und Aufschrift: Cotton Belt Route

    Lubbock: Kunst & Kultur im Panhandle von Texas

    Gut 560 Kilometer von Dallas entfernt liegt Lubbock, das vor allem als Zentrum einer der größten Baumwollregionen der Welt bekannt ist. Dass die Gegend landwirtschaftlich geprägt ist, fällt schon auf dem Weg in die sogenannten South Plains von Texas auf. Die Straße scheint ewig geradeaus zu führen und die Weite der Felder rechts und links ist schier unendlich. Unterbrochen wird die Landschaft nur dann und wann durch winzige Ortschaften, die so klein sind, dass man sie fast zu spät bemerkt.

    Lust auf noch mehr spannende Reisetipps für die USA?
    Hier auf dem USA Blog findest du interessante Reiseziele im Land der unbegrenzten Möglichkeiten

    Stoffabzeichen mit Cowgirl-Spruch und Cowboy-Stiefelbild

    Art District

    Obgleich Lubbock sehr abgelegen scheint, überrascht die Stadt mit einer jungen, kunstinteressierten Szene: Dass ich mal mitten im sogenannten Panhandle von Texas einen Töpferkurs im neu geschaffenen Art District in Lubbock besuche, hätte ich wohl so auch nie für möglich gehalten.

    Künstlerwerkstatt mit Regalen und Materialien
    Lubbock: Arty und jung.
    Hand mit dekoriertem Hut und Streichholzschachtel
    Bei Wild Honey Hats in Lubbock habe ich mir einen Cowboyhut individuell designen lassen.

    Übernachten in Lubbock

    Hoteltipp: The Cotton Court Hotel* – ein sehr hübsches Boutiquehotel, in dem du stilecht in alten Baumwollscheunen nachempfundenen Zimmern übernachtest.

    Poolbereich im Cotton Court Hotel, Lubbock.
    Tipp: The Cotton Court Hotel in Lubbock

    Übrigens: Hier findest du meinen kompletten Guide für Lubbock

    Caprocks Canyon State Park

    Ist dir eher nach Natur, empfehle ich dir einen Abstecher in den Caprocks Canyon State Park. Dort kannst du nicht nur die wilde Natur rund um den Canyon mit seinen beeindruckenden roten Steilwänden bewundern, sondern auch wild lebende Bisons beobachten.

    Grüne Landschaft mit roten Felsen im Caprocks Canyon State Park in Texas.

    Achtung: In den Sommermonaten wird es hier wirklich sehr heiß – achte auf die Warnungen der Parkranger. Meide heiße Tage und statte dich gut mit Wasser und Sonnenschutz aus. Die Gefahr eines Sonnenstichs oder gar Hitzschlags ist nicht zu unterschätzen. Alternativ zu verschiedenen Trails gibt es auch einen Scenic Drive, der dich per Auto durch einen Teil des Parks führt.

    Bisons im Caprocks Canyon State Park, aus Autofenster betrachtet.
    Bisons weiden auf einer Wiese am Flussufer im Caprocks Canyon State Park in Texas.

    Amarillo: Route 66 & Cowgirl Momente

    Eigentlich fiel mir vor meinen Trip zu Amarillo nur der alte Schlager von Tony Christie ein: „Is this the way to Amarillo?“ Aber wusstest du, dass Amarillo auch ein Stopp auf der berühmten Route 66 ist? Nachdem ich in Illinois bereits einige Orte entlang dieser ehemals wichtigen Hauptverkehrsader erkundet habe, war ich umso überraschter!

    Hier findest du alle Artikel über die Route 66

    Zum kompletten Guide über Amarillo

    Oldtimer auf der Route 66 in Amarillo.

    Historical Route 66

    Die historische Route 66 liegt inzwischen mitten in Amarillo und ist gesäumt von kleinen Antiquitätenläden, ausgefallenen Second-Hand-Stores und hübschen Cafés.

    Dort findest du so interessante Geschäfte wie das atmosphärische Aunt Eeks oder Chapterhouse Books, deren Betreiberin sich für die Rechte der LGBTQ+- und der migrantischen Community in der Umgebung einsetzt und marginalisierten Gruppen damit einen wichtigen Safe Space anbietet.

    Straßenszene mit Vintage VW Bus und blauem Wasserturm mit Route 66 Aufkleber in Amarillo.
    Buchhandlung Chapterhouse Books in Amarillo, Texas, mit Regalen und Büchern auf einem Tisch.

    Cadillac Ranch

    Ebenfalls eine Hommage an die wichtige Bedeutung der Route 66 ist die Cadillac Ranch, die sich neben dem heutigen Interstate Highway I-40 befindet.

    Bunte, bemalte Autowracks in der Wüste auf der Cadillac Ranch in Amarillo, Texas.

    Die bunte Kunstinstallation besteht aus zehn hochkant in den Boden eingelassenen Cadillacs, die kostenlos besichtigt werden können. Jeder Besucher darf sich auf den Karosserien mit eigenen Graffitis künstlerisch verewigen – somit verändert sich das Aussehen der Installation ständig.

    Cowgirls & Cowboys in the West

    Möchstest du dein inneres Cowgirl oder deinen inneren Cowboy channeln, empfehle ich dir einen Ausflug zu Cowgirls and Cowboys in the West vor den Toren der Stadt.

    Inhaberin Phyllis hat sich nach einer erfolgreichen Karriere in der Hotellerie dazu entschieden, das Businessleben gegen ein Leben auf ihrer Los Cedros Ranch zu tauschen. Das Besondere: Auf der Farm arbeiten fast ausschließlich waschechte Cowgirls statt Cowboys.

    Mehrere gesattelte Pferde von Cowgirls und Cowboys in the West am Zaun.

    Nach einer kurzen Einführung kannst du hier wie ein echtes Cowgirl bzw. echter Cowboy auf Pferden reiten, die Inhaberin Phyllis liebevoll zum Teil von anderen Ranches gerettet hat und ihnen jetzt ein neues Heim gibt. Nebenbei genießt du spektakuläre Aussichten auf den Palo Duro Canyon, den zweitgrößten Canyon der USA.

    Cowgirl reitet auf geschecktem Pferd vor Scheune.
    Zwei Cowgirls mit weißen Hüten vor Pferdern auf der Los Cedros Ranch bei Amarillo, Texas.
    Touristen reiten mit einer Tour von Cowgirls and Cowboys in the West entlang des Palo Duro Canyon.

    Hilfreiches für deinen Roadtrip durch Texas

    Braucht man unbedingt ein Auto?

    Absolut. Spätestens wenn du die Großstädte wie Dallas, Houston oder Austin verlassen willst, kommst du ohne Auto nicht zurecht. Die USA sind Autofahrer-Land, Texas umso mehr.

    Was muss man bei Mietwagen in Texas beachten?

    Zum Anmieten eines Fahrzeugs reicht der EU-Führerschein, in der Regel verfügen Mietwagen über ein Automatikgetriebe und entspanntes Autofahren sowie Parken sind sogar in Großstädten problemlos möglich.

    Hier kannst du Mietwagen in Texas buchen*

    Klassischer goldener Cadillac mit Nummernschild "Eat Beef".

    Wie ist die Einreise in die USA?

    Ich bin über den Flughafen Dallas-Fort Worth in die USA eingereist und kann wirklich nichts Aufregendes berichten, außer dass die Einreise so verlief, wie jedes Mal: Lange Wartezeiten, sehr ernst schauende Immigration Officer mit noch ernsteren Fragen und kurz bevor ich vor lauter Respekt total die Nerven verliere, fällt die Maske, ich werde angelacht, mein Gegenüber macht vielleicht sogar noch einen kleinen Scherz, wünscht mir in jedem Fall aber amerikanisch-freundlich einen schönen Aufenthalt und schwupps, bin ich eingereist. Die Einreise war absolut kein Problem.

    ESTA oder Visum: Das musst du vor deiner Einreise beantragen

    Ich besitze ein Touristenvisum für die USA, ist aber nur nice to have und kein Muss. Mit einem deutschen Pass musst du ansonsten nur eine ESTA beantragen. Geht unkompliziert online, kostet derzeit 21 US-Dollar und ist für zwei Jahre gültig, falls dein Reisepass nicht vorher abläuft.

    Werkstatt mit Vintage-Straßenschild und Schließfächern im Cast Iron Grill in Lubbock, Texas

    Persönlich finde ich die derzeitige Diskussion über die Einreise in die USA ein bisschen zu sehr von der aktuellen politischen Lage getrieben. Die Einreise war allerdings noch nie ein lustiges Highlight – selbst unter anderen Regierungen.

    Vielleicht ist man aber auch mit einem Pass wie dem deutschen, mit dem einem so ziemlich alle Länder der Welt offen stehen, etwas irritiert, wenn es zu Schwierigkeiten kommt. Ich selbst wurde (mit meinem deutschen Pass) zwei Mal bei der Ein- und Ausreise in einem anderen Land richtig auseinandergenommen; ich vermute bis heute auf Grund von Racial Profiling, weil man mir ansehen kann, dass mein Stammbaum divers ist. Seitdem kann ich jede Person verstehen, der sich dem potentiellen Risiko einer eingehenden Befragung durch Grenzbeamte nicht aussetzen möchte. Mach dir also selbst ein Bild und beurteile die Situation nach deinen persönlichen Gegebenheiten.

    Original Cowboy-Stiefel in einem Regal

    Sollte man jetzt in die USA oder speziell Texas reisen?

    Wenn deine politische Haltung ein Grund ist, warum du dir diese Frage stellst, solltest du dir genau überlegen, ob eine Reise in einen ziemlich konservativen Bundesstaat wie Texas etwas für dich ist. Manchmal kommt in Gesprächen mit Locals doch die Gesinnung zu Tage und wenn du da eine eigene starke Meinung (und/oder wie ich eine latein-/südamerikanische/generelle Migrationsgeschichte) hast, kann das schon eine Herausforderung werden.

    Ich denke allerdings, dass es immer auch Gegenbewegungen gibt, unter die man sich mischen kann – und die lohnt es sich zu entdecken und zu unterstützen.

    Alternative Hefte mit bunten Covern auf einem Ständer bei Auntie Eeks in Amarillo, Texas.

    Aus rein logischer Sicht ist meiner Meinung nach jetzt sowieso die beste Zeit für eine Reise in die USA. Dort, wo sich üblicherweise sehr viele ausländische Touristen aufhalten, ist es bedeutend leerer und der Dollar ist günstig: Beste Voraussetzungen für einen entspannten Urlaub.

    In jedem Fall aber solltest du ein Auge auf aktuelle Geschehnisse haben und deine Reisepläne danach ausrichten. Konsultiere die Seiten des Auswärtigen Amts, schaue Nachrichten, sei wachsam – aber das gilt ja auch für so ziemlich jedes andere Reiseziel.

    Hier findest du alle Artikel zu Texas auf einen Blick

    Disclaimer: Die offizielle Tourismusorganisation des Bundesstaat Texas, Travel Texas, hat mich auf diese Reise zu Recherchezwecken eingeladen.

  • Günstig nach Seattle: Lohnt sich der Seattle CityPASS?

    Günstig nach Seattle: Lohnt sich der Seattle CityPASS?

    Werbung. | Seattle – eingebettet zwischen dem Pazifik und majestätischen Bergen – ist die große Metropole im Pazifischen Nordwesten. Klar, dass ich auf meiner Westküsten-Reise dort ein paar Tage verbringen musste. Aber wie viele Großstädte in den USA ist Seattle unglaublich teuer und eine Sightseeingtour kann schon zu einem kleinen Investment werden.

    Der Seattle CityPASS* verspricht dabei eine Reihe von Ersparnissen bei den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Ob das wirklich stimmt und für wen sich so ein Ticket wirklich lohnt, habe ich in Seattle für dich recherchiert.

    Space Needle in Seattle von unten an einem sonnigen Tag.
    Auch die berühmte Space Needle ist im Seattle CityPASS enthalten.

    Was ist der Seattle CityPass?

    Der Seattle CityPASS* ist im Grunde ein Sammelticket, mit dem Du Zugang zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt erhältst. Statt dir jedes einzelne Mal wieder neue Tickets kaufen zu müssen (und oft auch insgesamt mehr zu bezahlen), kannst Du Dir mit dem CityPASS ein individuelles Paket aus Eintrittstickets zusammenstellen, das viele Highlights auf einmal abdeckt.

    Du sparst also Zeit an den Kassen – und in den meisten Fällen auch Geld, da diese Kombi-Tickets insgesamt günstiger sind und/oder weitere Extras beinhalten, die in Einzeltickets nicht inkludiert sind.

    Menschen schauen auf den Puget Sound von der Aussichtsplattform der Space Needle in Seattle.
    Allein schon wegen der atemberaubenden Aussicht auf den Puget Sound lohnt sich ein Besuch der Space Needle in Seattle.

    Was ist im Seattle CityPass enthalten?

    Mit dem Seattle CityPASS kannst Du fünf Attraktionen besuchen. Standardmäßig dabei sind:

    • Space Needle – Wahrzeichen von Seattle und absolutes Must-See. Von der Aussichtsplattform hast du einen atemberaubenden Blick auf Seattles Skyline, den Puget Sound und die umliegenden Berge.
    • Seattle Aquarium – Direkt an der Waterfront gelegen, erlebst Du hier die faszinierende Unterwasserwelt des Pazifiks.

    Außerdem bekommst du Zutritt zu 3 weiteren Attraktionen deiner Wahl. Du musst dich übrigens nicht gleich beim Kauf festlegen, sondern kannst spontan vor Ort entscheiden, welche der drei folgenden Sehenswürdigkeiten du noch besuchen willst:

    • Chihuly Garden and Glass
    • Argosy Cruises Harbor Tour Eine Bootstour durch den Hafen von Seattle, bei der Du die Skyline vom Wasser aus siehst.
    • Museum of Pop Culture (MOPOP)
    • Woodland Park Zoo
    • Pacific Science Center

    Sobald du den Pass zum ersten Mal benutzt, ist er neun aufeinanderfolgende Tage gültig. Damit hast Du genug Zeit, um dir alle Sehenswürdigkeiten in Ruhe und stressfrei anzuschauen.

    Bestelle hier den Seattle CityPASS*

    Hängende Installation aus orange-gelben Glasblumen in Glashaus im Chihuly Garden, Seattle.
    Das Chihuly Garden and Glass mit den beeindruckenden Skulpturen des Glaskünstlers Dale Chihuly befindet sich direkt gegenüber der Space Needle.

    Vorteile des Seattle CityPASS

    • Preisersparnis: Kaufst Du jede Attraktion einzeln, kann das richtig ins Geld gehen. Der CityPASS bündelt alles zu einem günstigeren Gesamtpreis.
    • Planungskomfort: Wenn Du weißt, dass Du bestimmte Highlights sehen willst, hast Du mit dem CityPASS alles an einem Ort. Du brauchst nicht dauernd nach einzelnen Tickets zu suchen.
    • Bevorzugter Einlass und weniger Schlangestehen: An einigen Attraktionen ist der Einlass mit dem CityPASS etwas beschleunigt, sodass Du weniger Zeit in Warteschlangen verbringst.
    • Planungshilfe: Du sparst nicht nur beim Anstehen, sondern bekommst auch eine gute Übersicht, was Du in Deiner Zeit in Seattle sehen kannst. Ich persönlich finde das oft sehr praktisch, um die Tage vor Ort besser zu strukturieren.
    • Perfekt für Erstbesucher: Wenn Du neu in Seattle bist und möglichst viel sehen willst, deckt der Pass die absoluten Highlights ab.

    Nachteile des Seattle CityPASS

    • Zeitdruck: Auch wenn Du neun Tage hast, können diese schnell vergehen. Wenn Du zu viel anderes Programm planst (Restaurants ausprobieren, Tagesausflüge, Bummeln durch verschiedene Viertel), kann es passieren, dass Du nicht alle CityPASS-Attraktionen schaffst.
    • Eingeschränkte Auswahl: Vielleicht interessieren Dich gar nicht alle Attraktionen, oder Du möchtest etwas ganz anderes sehen. Wenn Du eher auf kleine Szene-Viertel oder andere Museen stehst, lohnt sich der Pass möglicherweise weniger.
    • Vorausplanung: Natürlich musst Du ein bisschen im Voraus wissen, wann Du welche Sehenswürdigkeit besuchst. Spontan nur einen Teil zu machen, lohnt sich oft nicht so sehr, weil der Ticketpreis dann vielleicht nicht voll ausgenutzt wird.
    • Alternative Rabatte: Manche Attraktionen bieten eigene Aktionen an, z. B. kombinierte Tickets für Familien oder reduzierte Eintrittskarten bei bestimmten Tageszeiten. Wenn Du gerne flexibel bist und verschiedenste Optionen mischst, könnte das im Einzelfall günstiger sein als der CityPASS.
    Aussichtsplattform auf der Space Needle in Seattle, USA.

    Für wen lohnt sich der Seattle CityPASS?

    • Erstbesucher: Grundsätzlich liebe ich Städte-Cards, wenn ich zum ersten Mal in einer Stadt bin. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind so schon einmal abgedeckt und ich muss mich nicht mit dem Kauf von einzelnen Eintrittstickets befassen.
    • Familien und Gruppen: Gerade wenn Du mit mehreren Leuten unterwegs bist, können die Kosten schnell ausarten. Mit dem CityPass ist die Ersparnis bei mehreren Personen noch größer, außerdem lassen sich Besuche in Gruppen bei viel frequentierten Sehenswürdigkeiten leichter organisieren, wenn jeder schon sein Eintrittsticket parat hat.
    • Kurzzeit-Reisende: Wenn Du nur wenige Tage in Seattle hast und sicher sein möchtest, dass Du die Hauptattraktionen mitnimmst, sind solche Kombi-Tickets Gold wert.
    Blick auf die Space Needle und Skyline von Seattle in der Dämmerung

    Suchst du Inspiration für deine nächste Reise in die USA?
    Hier findest du alle meine Artikel über US-Reiseziele

    Alternative zum Seattle CityPASS: Seattle C3

    Falls dich gar nicht so viele Sehenswürdigkeiten auf der Liste des Seattle CityPASS interessieren, oder du gar nicht so viel Zeit in der Stadt hast, gibt es eine super Alternative!

    Mit einem Seattle C3 Ticket kannst du dir einfach aus folgender Liste drei Sehenswürdigkeiten herauspicken:

    • Space Needle
    • Chihuly Garden and Glass
    • Seattle Aquarium
    • Argosy Cruises Harbor Tour
    • Museum of Pop Culture (MOPOP)
    • Woodland Park Zoo
    • The Museum of Flight
    • Sky View Observatory
    • Seattle Art Museum
    • Pacific Science Center

    Die Space Needle ist so oder so ein absolutes Must-See und auch das Museum of Flight und das Seattle Art Museum kann ich dir sehr empfehlen. Mit einem C3 Ticket hast du eine noch größere Auswahl und kannst dich aber auf wirklich ausgesuchte Spots konzentrieren. Außerdem ist das C3 Ticket noch einmal ganze 30 Euro günstiger.

    Vorteile von Seattle C3

    • mehr Auswahl
    • gut 30 Euro günstiger
    • keine Tierattraktionen (im Seattle CityPASS dagegen ist immer das Seattle Aquarium enthalten)
    Menschen in einer Kuppel vor einem Aquarium
    Das Seattle Aquarium kannst du mit einem C3 Ticket gegen eine andere Sehenswürdigkeit tauschen.

    Achtung: Das Seattle C3 Ticket bekommst du nur auf der Website von CityPASS. Hier kannst du das Seattle C3 Ticket kaufen*

    Lohnt sich der Seattle CityPASS?

    Meiner Meinung nach ja, wenn du sowieso vorhast, dir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Seattles anzuschauen. Vor allem bei deinem ersten Besuch in Seattle sparst du Geld und Zeit – und die Space Needle ist sowieso ein Muss. Außerdem fand ich es super angenehm, mich gar nicht mehr vor Ort mit dem Kauf von Eintrittstickets auseinandersetzen zu müssen.

    Möchtest du flexibler sein, würde ich dir zumindest den Seattle C3 empfehlen – die Space Needle und zwei weitere Sehenswürdigkeiten wirst du garantiert besuchen!

    Der CityPASS lohnt sich übrigens auch für andere Städte in den USA: Hier habe ich den Chicago CityPASS für dich getestet


    Seattle habe ich im Rahmen einer Recherchereise für Travellers Insight, den Reiseblog des Flughafen München, besucht. Meinen Artikel über Seattle kannst du hier lesen. Der Seattle CityPASS wurde mir von CityPASS zur Verfügung gestellt.

  • Die 20 besten Sehenswürdigkeiten in Chicago

    Die 20 besten Sehenswürdigkeiten in Chicago

    Chicago ist eine wirklich beeindruckende Stadt: Eine riesige Skyline, Großstadtleben pur, aber auch viel Grün und lange Strände am Ufer des riesigen Lake Michigan. Ganz anders als in der großen Schwester New York sind die Menschen hier unglaublich aufgeschlossen und freundlich: Chicago ist bekannt für sein positives Lebensgefühl! Obwohl ich nie zu den ganz großen USA-Begeisterten gezählt habe, hat Chicago mich sofort geflasht. Ich verrate euch hier meine liebsten Chicago Sehenswürdigkeiten!

    Chicago City Pass Skydeck Aussicht Willis Tower

    Sehenswürdigkeiten in Chicago: Mein Budgettipp!

    Chicago ist nicht gerade günstig! Wie in allen amerikanischen Großstädten schlagen Unterkunft und Verpflegung schon ein großes Loch ins Portemonnaie. Aber an gutem Essen solltest du im Foodie-Mekka Chicago nicht sparen! Und einige kostenpflichtige Sehenswürdigkeiten wie den Willis Tower (wahlweise auch 360 Chicago) oder das Art Institute darfst du dir nicht entgehen lassen.

    Meine Tipps:
    ➜ Spare Geld bei vielen Sehenswürdigkeiten: Kaufe dir im voraus einen Chicago Pass!*
    ➜ Vergleiche Preise & buche rechtzeitig deine Unterkunft hier!*

    #1 The Bean & Millenium Park

    Die Skulptur von Sir Anish Kapoor im Millenium Park heißt eigentlich Cloud Gate, aber weil sie eben so aussieht wie eine Bohne, blieb der Spitzname hängen: The Bean. Hier ist der wohl beliebteste Fotospot in ganz Chicago, an dem man unbedingt gewesen sein muss. Nicht nur wegen der Menschenmassen, die täglich hierhin pilgern, sondern auch wegen The Bean selbst: Die Spiegelungen in der Edelstahl-Skulptur sind einfach faszinierend.

    Chicago Sehenswürdigkeiten The Bean Cloud Gate

    Aber The Bean ist hier nicht das einzige sehenswerte Kunstwerk: Nebenan befindet sich die Crown Fountain, eine wasserspeiende Video-Installation, die in den brütend heißen Sommern Chicagos besonders bei Kindern für Erfrischung sorgt.

    Chicago Sehenswürdigkeiten Crown Fountain Video Brunnen Millenium Park

    #2 Willis Tower

    Früher hieß der Willis Tower Sears Tower und war das höchste Gebäude der Welt. Das ist lange Geschichte, aber beeindruckend ist die Aussicht vom Skydeck Chicago immer noch. Besonderes Highlight sind die vier Glasbalkone („The Ledge“): Sogar der Fußboden ist aus Glas. Nichts für Höhenängstliche.

    ➜ Spare dir Wartezeit & kaufe dein Ticket hier im voraus*

    Chicago City Pass Skydeck Ledges

    Willst du auch in die USA reisen?
    In meinem USA Blog gibt es viele hilfreiche Tipps und Reiseberichte.

    #3 360 Chicago im John Hancock Center

    Wer Chicago mal aus einer anderen Perspektive als vom Willis Tower von oben sehen will, sollte auf das 360 Chicago. Bei der Extra-Attraktion Tilt kann man sich auf nach vorne kippende Glasscheiben legen.

    ➜ Preise & Tickets für 360 Chicago*

    Übrigens: In Attraktionen wie dem Skydeck oder 360 Chicago ist der Eintritt ziemlich teuer. Mit dem Chicago City Pass* kannst du bis zur Hälfte sparen, am besten du rechnest für dich vorher nach, ob du den Eintritt einzeln zahlen willst, oder lieber den Pass nimmst.

    ➜ Hier kannst du den Chicago City Pass kaufen!*

    #4 Magnificent Mile / Michigan Avenue

    Auf der Michigan Avenue reiht sich im Zentrum Chicago eine riesige Filiale nach der anderen: Alle großen Läden sind hier vertreten. Ganz schön pompös – daher wird dieses Stück der Michigan Avenue auch „Magnificent Mile“ genannt.

    Stilecht übernachten kann man hier übrigens im Warwick Allerton, einem der geschichtsträchtigsten Hotel Chicagos. Kürzlich renoviert wohnt man hier in einem dieser alten Wolkenkratzer wie im Film: Große Zimmer, hohe Decken. Und alles vom Feinsten.

    ➜ Übernachten im Warwick Allerton Chicago*

    #5 Chicago Riverwalk

    Die ehemals brachliegenden Ufer des Chicago River wurden richtig aufgepimpt: Nun kann man hier entlang bummeln oder einfach nur eine kurze Mittagspause an einer der Beach Bars einlegen. Sportliche steigen ins Kajak, Bequemere nehmen eins der Wassertaxis und erkunden Chicago auf dem Wasser. Die Wassertaxis gehören übrigens zu den öffentlichen Verkehrsmitteln in Chicago!

    ➜ Fahrpläne & Tickets für die Wassertaxis findest du hier!

    Chicago Sehenswürdigkeiten Chicago River Kajak fahren

    #6 Navy Pier

    Das Freizeitareal direkt am See liegt fast mitten in der Stadt. Der fast hundert Jahre alte wurde in den Neunziger ziemlich aufgemöbelt, und jetzt gibt es hier alles Mögliche an Freizeitaktivitäten vom Riesenrad über einem Musical-Theater bis hin zu Kunstausstellungen.

    Vom Riesenrad hast du einen tollen Ausblick auf Chicago und den Lake Michigan:
    ➜ Kaufe hier dein Ticket für das „Centennial Wheel“ auf dem Navy Pier*

    Chicago Sehenswürdigkeiten Navy Pier

    In den zahlreichen Cafés und Restaurants kann man gut eine Pause vom Sightseeing eingelegen und die Aussicht auf den Lake Michigan geniessen – im Biergarten zum Beispiel bei einem Bier und einem traditionellen Chicago Hot Dog. Mittwochs und Samstag abends gibt es immer ein kostenloses Feuerwerk. Viele andere kostenlose Events wie Konzerte und Festivals findet man außerdem im Eventkalender.

    Chicago Sehenswürdigkeiten Chicago Hot Dog am Navy Pier

    #7 Chicago Elevated, Loop, „L“

    Eigentlich heißt sie Chicago Elevated, aber die Hochbahn von Chicago ist auch einfach nur unter dem Buchstaben „L“ bekannt. Besonders auffällig ist der Loop, der Ring, der sich mitten in Downtown durch die Straßenschluchten fräst.

    Chicago Sehenswürdigkeiten The Loop Hochbahn
    Chicago Sehenswürdigkeiten The Loop Kreuzung

    #8 Lake Michigan und Lakefront Trail mit dem Segway

    Die gesamte Stadt entlang zieht sich der Lakefront Trail, perfekt zum Joggen, Radfahren – und Segway fahren! Die Entfernungen sind riesig, daher ist ein fahrbarer Untersatz ziemlich praktisch.

    Mit einem Segway siehst du einiges mehr von Chicagos langer Uferpromenade. Das Seeufer macht definitiv Chicagos hohen Freizeitwert aus: Bei schönem Wetter absolutes Muss!

    ➜ Hier kannst du die Segway Tour entlang des Lakefront Trail buchen!*

    Chicago Sehenswüdigkeiten Lakefront Trail Segway fahren

    #9 Art Institute of Chicago

    Wenn man wirklich alle Ausstellungen sehen will, ist man garantiert einen Tag beschäftigt. Aber auch ein Besuch nur für die Highlights lohnt! Im Art Institute of Chicago hängen zahlreiche amerikanische Klassiker wie Edward Hoppers Nighthawks.

    Kaufe dein Ticket hier im voraus & spare Wartezeit*

    Der Eintritt ist mit 25 Dollar ziemlich happig, aber mit Citypässen wie dem Chicago City Pass* könnt ihr auch hier jede Menge Geld sparen, wenn ihr eh auf Sightseeing-Tour durch Chicago seid.

    Meinen Erfahrungsbericht über den Chicago City Pass könnt ihr hier nachlesen: Chicago City Pass – Lohnt er sich wirklich?

    Art Institute Chicago

    #10 Chicago Theatre

    Auch wenn man keine Vorstellung im Chicago Theatre besucht: Ein Foto vor der legendären Leuchtreklame muss sein! Mittags kann man sich das altehrwürdige Chicago Theatre mit einer geführten Tour von innen ansehen, abends treten hier absolute Superstars von Jerry Seinfeld bis Madonna auf. Oder du schaust dir das Chicago Theatre tagsüber mit einer geführten Tour* an!

    Chicago Sehenswürdigkeiten Chicago Theatre bei Nacht

    #11 Jazzclubs & Livemusik

    Jazz und Blues sind die führenden Musikrichtungen im musikalischen Chicago. Und wenn einem nach einem langen Sightseeing nicht mehr viel nach Tanzen ist, ist ein Jazzclub die perfekte Wahl, um einen Tag in Chicago ausklingen zu lassen. Bei guten Cocktails gibt es z.B. im Andy’s Jazz Club jeden Abend Livemusik durch alle Jazz-Genres.

    Chicago Sehenswürdigkeiten Andys Jazz Club Livemusik

    #12 Chicago‘ s Deep Pan Pizza

    Chicago ist berühmt für seine Deep Dish Pizza oder Deep Pan Pizza, die hier in den vierziger Jahren erfunden wurde. Das Original soll in der Pizzeria Uno entstanden sein – aber auch Gino’s East und Lou Malnati’s können auf eine lange Deep Pan Pizza Tradition zurückblicken. Anders als die herkömmliche Pizza wird die Chicago Pizza in einer Pfanne serviert, der Käse liegt unter den anderen Belägen auf einem Maismehlteig. Mit einer originalen italienischen Pizza hat das zwar nicht mehr viel zu tun, aber lecker ist die Chicago Pizza trotzdem.

    Chicago Deep Dish Pizza Ginos East

    Bei Gino’s East lohnt sich allein schon wegen der Inneneinrichtung ein Besuch: Das komplette(!) Restaurant ist von oben bis unten bekritzelt. Jeder Gast darf sich hier mit einem Edding verewigen!

    Chicago Sehenswürdigkeiten Pizzeria Gino's East

    #13 Route 66

    Die legendäre Route 66 fängt tatsächlich hier in Chicago an! Die Route 66 gibt es zwar nicht mehr als offizielle Straße, aber das alte Schild auf dem Adams Boulevard, das den Anfang markiert gibt es immer noch. Übrigens: Sehr empfehlenswert ist auch ein Roadtrip über die Route 66 von Chicago aus, wie ich ihn unternommen habe! Mehr über meinen Roadtrip durch Illinois könnt ihr hier nachlesen:

    ➜ Roadtrip über die Route 66: Acht unvergessliche Stopps

    chicago route  illinois

    #14 West Loop, Randolph Street & Fulton Market Street

    Die neue Restaurantmeile im Gastro-Himmel Chicago: Für seine fantastischen Restaurants ist Chicago ja bekannt. In West Loop hat sich entlang der Randolph Street und des Fulton Market eine neue Generation von Lokalen etabliert. Abends ist hier immer was los.

    Einmal im Jahr, im Sommer, gibt es das „Taste of Randolph„, ein Straßenfest mit Events und Livemusik, an dem viele Restaurants des Viertels beteiligt sind und bei dem man alle Spezialitäten zum kleinen Preis probieren kann. Mein Tipp: Frühstück im Soho House.

    Chicago Sehenswürdigekeiten Soho House The Allis Frühstück mit Tee

    #15 Wicker Park

    In Berlin würde man sagen: Wicker Park ist richtig kiezig. In Großstädten schaue ich mir auch immer gerne die kleinen, kiezigen Stadtteile an, weil man hier einfach mehr vom richtigen Leben mitbekommt. Hätte ich mich nicht für eine Unterkunft mitten in der Stadt entschieden, wäre ich wohl alternativ in Wicker Park gelandet, einem der Hipster-Stadtteile von Chicago sozusagen. Street Art, coole Bars, individuelle Läden – mein kreatives Herz war glücklich!

    Chicago Sehenswürdigkeiten Wicker Park Street Art

    Meine Tipps für Wicker Park:

    Dove’s Luncheonette Richtig, richtig coole Location: Unter der Hochbahnbrücke wird hier im Retro-Luncheonette-Style Tex-Mex-Küche neu interpretiert. Hätte mich durch die gesamte Karte probieren können.

    Milwaukee Avenue Wem die Magnificent Mile zu sehr geprägt ist von riesigen Ketten, der wird sich in der Milwaukee Avenue zum Shoppen viel wohler fühlen. Hier findet man noch kleine Läden zwischen größeren Indie-Ketten wie Urban Outfitters, und man kann viel gemütlicher bummeln als auf der manchmal hektischen Mag Mile.

    #16 The 606 / Bloomingdale Trail and Park

    Relativ unbekannt, da etwas außerhalb der Innenstadt zwischen Logan Square und Humboldt Park: The 606 ist eine stillgelegte Hochbahntrasse, die nun zum Freizeitpark umfunktioniert wurde. Über den Dächern Chicagos kann man hier auf über 4 Kilometern Länge joggen, Radfahren und was einem sonst noch einfällt. Bietet sich als Abstecher bei einem Besuch in Wicker Park an!

    Chicago Sehenswürdigkeiten 606 Trail Bloomingdale Line

    #17 Humboldt Park

    Schmelztiegel der Kulturen – das ist auch immer eine abgedroschene Floskel, wenn man das Leben in Großstädten. In Chicago aber trifft es tatsächlich den Nagel auf den Kopf. Hier leben Menschen aus so vielen Nationen, dass man sich manchmal fühlt wie auf einer kleinen Reise um die Welt. Humboldt Park ist ein Stadtteil, in dem viele Puertoricaner wohnen: Im Sommer gibt es hier einen großen Straßenkarneval mit viel Salsa, Bachata, Reggaeton und Merengue und meine brasilianische Gene sprangen im Dreieck!

    Chicago Sehenswürdigkeiten Humboldt Park Puerto Rico

    #18 Buckingham Fountain

    Kinder der 90er werden ihn sofort wiedererkennen und in Fernseh-Erinnerungen schwelgen: Beim Buckingham Brunnen im Grant Park musste ich sofort an den Vorspann von „Eine schreckliche nette Familie“ denken. Alle anderen staunen am besten einfach über einen der größten Brunnen der Welt. Der Buckingham Brunnen ist nämlich wirklich riesig!

    Chicago Sehenswürdigkeiten Buckingham Fountain Brunnen Al Bundy Eine schreckliche nette Familie

    #19 Oak Street Beach & Co.

    Chicago hat einfach alles: Pulsierendes Großstadtleben, viel Grün, den großen Lake Michigan – und sogar tolle Stadtstrände! Der Oak Street Beach ist einer der populärsten, aber auch Strände wie den 12th Street Beach neben dem Adler Planetarium würde man so nicht in einer Großstadt wie Chicago vermuten.

    #20 Chicago für Feinschmecker und Foodies

    Chicago macht seinem Namen als Gourmet-Destination alle Ehre. Essen ist ja grundsätzlich in den USA ein heikles Thema – während man Burger und frittierte Convenience-Produkte an jeder Ecke findet, sieht es mit anderen Gerichten manchmal mau aus. In Chicago aber sollte wirklich jeder fündig werden.

    Mehr Restauranttipps für Chicago gibt es in meinem Restaurantguide für Chicago!

  • Pontiac, Illinois: Tipp an der Route 66

    Pontiac, Illinois: Tipp an der Route 66

    Pontiac war eine weitere Station auf unserem Roadtrip entlang der legendären Route 66 durch Illinois. Auf den ersten Blick eine ruhige amerikanische Kleinstadt, kann man sich in Pontiac die volle Ladung Route 66 Atmosphäre abholen. Im örtlichen Route 66 Museum erfährt man so ziemlich alles über die berühmte Straße.

    Noch besser aber sind die Gespräche mit den Menschen vor Ort: Jeder hat seine persönliche Route 66 Geschichte und erzählt sie voller Stolz. Und dass, obwohl die Route 66 als offizielle Landstraße längst durch moderne Interstate Highways ersetzt wurde. Was man in dem kleinen Örtchen Pontiac in Illinois alles erleben kann, lest ihr hier!

    Pontiac: Route 66 Association Hall of Fame & Museum

    Das Route 66 Museum ist die Sehenswürdigkeit in Pontiac, die man auf einem Route 66 Roadtrip in Illinois definitiv mitnehmen muss. So viele Erinnerungsstücke, Fotos und Exponate über das Leben an der Route 66 wurden hier zusammen getragen, dass man sich in einer Zeitmaschine wähnt. Stundenlang hätte ich hier noch stöbern können!

    fridge route

    Walldogs: Street Art Künstler der ersten Stunde

    Besonderes Highlight: Im Innenhof des Route 66 Museums findet man beeindruckende Murals! Diese sollen an die Walldogs erinnern: So wurden die Künstler genannt, die Geschäfte, Werbetafeln und Wände kreativ mit Werbebotschaften bemalten, bevor Massenmedien Einzug hielten. Heute versucht Pontiac diese Tradition wieder aufleben zu lassen, in der ganzen Stadt findet man immer wieder die schönsten Route 66 Murals.

    pontiac illinois walldog mural

    Mehr Inspiration gesucht? In meinem USA Blog findet ihr noch mehr Reiseberichte aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

    Das allerschönste (und absolut instagrammable) Mural befindet sich an der Rückseite des Route 66 Museums! Das kunstvolle Route 66 Emblem ist legendär!

    ➜ Komplette Route für einen Route 66 Roadtrip durch Illinois

    pontiac illinois route  mural walldog

    Bob Waldmire: Mein Held der Route 66

    Noch bevor es digitale Nomaden und Vanlife gab, zog es Bob Waldmire (1945-2009) in die Ferne: In seinem umgebauten Van fuhr er sein halbes Leben die Route 66 auf und ab, schrieb Geschichten, zeichnete und illustrierte. Sein gelber VW Bulli, der heute mitten im Museum steht, stand sogar Pate für Fillmore aus dem Pixar-Film „Cars“! Mit diesem Bulli fuhr Bob Waldmire durch die USA, immer entlang der Route 66. Seine kunstvollen Route 66 Karten sind heute noch aktuell und definitiv ein tolles Mitbringsel, zu kaufen im Museumsshop.

    pontiac illinois bob waldmire karten
    pontiac illinois bob waldmire postkarten

    Ein noch tolleres Souvenir ist allerdings das Lebensgefühl, das die Faszination rund um die Person Bob Waldmire ausmacht: Die Leidenschaft für ein Leben nach seinen Vorstellungen, abseits vom Mainstream, in völliger Freiheit, hat mich sehr beeindruckt.

    bob waldmire route

    Wenn er nicht auf Reisen war, lebte er in einem umgebauten Schulbus, der meist irgendwo in seiner Heimatstadt Springfield parkte. Der Schulbus steht auf dem Innenhof des Route 66 Museums, komplett eingerichtet, so wie Bob Waldmire darin gelebt hat: Ein gemütliches Sammelsurium aus Andenken und Souvenirs mehrerer Jahrzehnte auf der Route 66.

    school bus bob waldmire
    bob waldmire van pontiac illinois route

    Fun Fact: Bob Waldmire war der Sohn von Ed Waldmire Jr., Gründer des legendären Cozy Dog Drive-In in Springfield, Illinois! Hier kann man neben den berühmten Cozy Dogs auch Bob Waldmires Werke erstehen.

    Museum of the Gilding Arts & Pontiac-Oakland Automobile Museum

    Pontiac ist zwar nach einem Indianerhäuptling und nicht nach der bekannten US-Automarke benannt, trotzdem gibt es nebenan im Pontiac-Oakland Automobile Museum jede Menge Pontiac-Oldtimer zu sehen.

    Nicht weit entfernt ist das Museum of the Gilding Arts – Ende des 19. Jahrhunderts waren die Herstellung und Veredelung mit Blattgold sehr populär. Hier im Museum kann man mehr über diese Technik erfahren. Beide Museen sind kein unbedingtes Muss – aber wenn man schon mal in Pontiac ist, kann man schon mal einen Blick hineinwerfen.

    Pontiac Illinois Museum of the Gilding Arts
    Pontiac Illinois Museum of the Gilding Arts

    Für alle drei vorgestellten Museen (Route 66, Gilding Arts und Automobile Museum) ist der Eintritt übrigens kostenlos, Spenden werden aber gerne entgegengenommen.

    Essen & Trinken in Pontiac

    Italienische Küche in riesigen Portionen gibt es im Bernardi’s, dem wohl besten Italiener der Stadt. Die Gerichte waren okay, viel interessanter war aber das Ambiente.

    Coffee Shop, der auch gleichzeitig Treffpunkt im Städtchen ist: Im The Cup and The Scone findet man sofort Anschluss.

    Alle Locations sind im kleinen Pontiac fußläufig zu erreichen, also einfach Mietwagen abstellen und die Stadt zu Fuß erkunden!

    *Disclaimer: Diese Recherchereise wurde unterstützt von Enjoy Illinois.

  • Illinois: 8 Stopps für einen Roadtrip auf der Route 66

    Illinois: 8 Stopps für einen Roadtrip auf der Route 66

    Route 66, das ist eine jener Straßen, deren Mythos niemanden kalt lässt. Freiheit, Weite, pures Amerika: Das kam auch mir als erstes in den Sinn, als wir in Chicago zu unserem Roadtrip auf der Route 66 durch Illinois aufbrachen. Route 66 und Illinois? Richtig, die berühmteste und älteste Ost-West-Verbindung der USA beginnt eben nicht an der Ostküste, wie ich fälschlicherweise immer dachte, sondern in Chicago, Illinois, und führt durch Bundesstaaten wie Missouri und Texas bis nach Kalifornien.

    In diesem Artikel nehme ich euch mit auf unseren USA Roadtrip auf der Route 66 in Illinois – und ich kann vorab verraten: Nach so vielen wunderbaren Begegnungen auf unserem Weg durch Illinois wäre ich am liebsten einfach endlos weitergefahren wie Bob Waldmire, mein heimlicher Held der Route 66!

    #1 Chicago: Der Beginn der Route 66 in Illinois

    Die Route 66 beginnt tatsächlich mitten in Chicago gegenüber dem Art Institute Chicago, unweit der berühmten Skulptur The Bean. Auf der East Adams Street zwischen der Wabash Avenue und der Michigan Avenue befindet sich der Anfang der Route 66.

    Wenn man es nicht weiß, läuft man an dem diskreten Straßenschild, in den Hochhausschluchten von Chicago glatt vorbei! In der Nähe ist übrigens schon der erste Pflichtsstopp auf der Route 66:

    lou mitchells chicago route 66 illinois

    Im legendären Lou Mitchell’s, dem ältesten Diner der Stadt, kann man sich in originaler Vintage-Diner Atmosphäre auf den Roadtrip einstimmen. Das Essen ist typisch amerikanisches Diner-Food: Schwer und viel. Geschmacklich hat es mich nicht vom Hocker gerissen, aber die rustikale Atmosphäre hat alles wett gemacht.

    Chicago ist übrigens eine der wenigen amerikanischen Städte, die mein Herz im Sturm erobert haben!

    Mehr über Chicago findest du in folgenden Beiträgen:

    Powered by GetYourGuide

    #2 Joliet: Blues Brothers & Old State Prison an der Route 66 in Illinois

    Echtes Roadtrip-Feeling schon wenige Autominuten später beim Verlassen der Stadt: die Weite des Mittleren Westen kommt schon ein wenig zum Vorschein. Die Route 66 in Illinois ist sowas von gespickt mit interessanten Sehenswürdigkeiten, dass der erste Halt nur 77km von Chicago entfernt ist. Joliet, Illinois, ist der Auftakt zu einer Reise voller Überraschungen und herzlicher Begegnungen: Die Route 66 lebt von ihren Geschichten!

    Wie viele Geschichten die Old State Prison in Joliet wohl erzählen könnte? Das über 150 Jahre alte Staatsgefängnis, das bis 2002 noch in Betrieb war, ist nicht zu übersehen. Lange Zeit war der Zutritt verboten, die riesige Anlage verfiel.

    Gefängnis Joliet Lost Place USA Illinois

    Facts über die Route 66

    • 1926 eröffnet
    • Länge: knapp 4000 km
    • Anfang: Chicago, Illinois – Ende: Santa Monica, Kalifornien
    • zieht sich durch Illinois, Missouri, Kansas, Oklahoma, Texas, New Mexico, Arizona, Kalifornien
    • heute komplett durch Interstate Highways ersetzt, die parallel zur alten Route 66 verlaufen
    • viele Teile sind heute verlassen
    • in Illinois wurde rund um die Route 66 viel restauriert
    Gefängnis Lost Place Joliet Illinois USA

    Heute finden dort Events und Führungen statt. Fun Fact: Das Gefängnis diente in vielen Serien (z.B. Prison Break) und Filmen (Blues Brothers) als Kulisse. Die Zelle aus dem Film Blues Brothers kann sogar besichtigt werden.

    Mehr über unseren Besuch in der Joliet Prison, kurz bevor das Gefängnis der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde:
    Lost Place an der Route 66

    Weitere Sehenswürdigkeiten in Joliet:

    Im Joliet Area Historical Museum and Route 66 Welcome Center mit vielen Informationen zur Route 66 kann man sich perfekt auf die Fahrt einstimmen

    Das Rialto Square Theatre von 1926 ist ein prachtvolles Theater, das auch tagsüber besichtigt werden kann.

    Essen & Trinken in Joliet

    Für einen Mittagsnack hielten wir in der MyGrain Brewery (man beachte das Wortspiel!), das sich im kürzlich restaurierten alten Bahnhof von Joliet befindet. Nicht-Fahrer und Bier-Liebhaber freuen sich über das im Haus gebraute Bier! Die kleine Brauanlage kann übrigens auf Nachfrage auch näher angeschaut werden, persönliche Führung inklusive: Wie überall in Illinois sind die Menschen unglaublich nett und aufgeschlossen!

    Planst du eine Reise in die USA?
    In meinem USA Blog findest du viele Tipps & Inspirationen

    #3 Wilmington: Gemini Giant & The Launching Pad

    Kurz nach Joliet, in Wilmington, befindet sich der berühmte Gemini Giant! Der Gemini Giant ist einer der sogenannten „Muffler Men“, riesige Statuen, die als Werbefiguren für Geschäfte, Tankstellen und Lokale entlang der Route 66 genutzt wurden. Nebenan befindet sich das Launching Pad, ein ehemaliges Route 66-Lokal.

    Nachdem es lange leer stand, haben die neuen Besitzer dort ein sehr charmantes Route 66 Welcome Center eingerichtet, in dem man mit Hilfen von vielen originalen Fotos und Exponaten in den Erinnerungen an die gute alte Route 66 schwelgen kann.

    Wie überall sind die Menschen hier stolz und erzählen gerne von ihrem Leben an der Route 66, so auch Launching-Pad-Besitzer Tully, der sofort mit seiner Begeisterung ansteckt. Für ein echtes Tourifoto tauchte dann zum Abschluss sogar noch der örtliche Sheriff auf, der sofort bereitwillig und fröhlich mit uns fotografieren ließ – die amerikanische Herzlichkeit ist einmalig.

    #4 Pontiac: Route 66 Sehenswürdigkeiten, Street Art & mein Held Bob Waldmire

    Pontiac hat zwar viel mit der Route 66 und Autos zu tun – dennoch leitet sich der Name nicht von der Automarke, sondern von einem Indianerhäuptling ab. Auf den ersten Blick eine etwas verschlafene Kleinstadt, dennoch gab es so viel zu sehen, dass wir hier fast einen kompletten Tag verbrachten! Was man sich in Pontiac anschauen sollte:

    Route 66 Hall of Fame Museum

    Im Route 66 Hall of Fame Museum machte ich Bekanntschaft mit der Geschichte um Bob Waldmire – den man in Instagram-Zeiten wohl am besten mit dem Hashtag #vanlife beschreiben könnte.

    bob waldmire van pontiac illinois route
    Der Van von Bob Waldmire: Ein absolutes Unikat!
    bob waldmire van pontiac illinois route
    Auch innen noch im Originalzustand: Kreatives Chaos voller Route 66 Andenken.
    bob waldmire van pontiac illinois route
    Der ältere VW Bulli von Bob Waldmire, der auch im Museum zu sehen ist, schaffte es sogar in einen Pixar Film.

    In seinem Van, der auf dem Hof des Museums besichtigt werden kann, fuhr er Zeit seines Lebens die komplette Route 66 von Illinois bis Kalifornien auf und ab. Er lebte einfach und im Einklang mit der Natur und verdiente Geld mit seiner Kunst. In mühevoller Kleinarbeit kritzelte er u.a. Route 66 Reiseführer, bis er im hohen Alter an Krebs verstarb. Sein Wahlspruch:

    I didn’t want to learn anything, so I became a traveling artist.

    Bob Waldmire

    International Walldog Mural & Sign Art Exhibit

    Die Murals der Walldogs, einer Gruppe von Street Art-Künstlen, sind in ganz Pontiac zu sehen. Eine interessante Ausstellung dazu ist im Route 66 Museum integriert. Das berühmteste Mural befindet sich an der Rückseite des Route 66 Museums: Nicht verpassen!

    pontiac illinois route

    Pontiac-Oakland Automobile Museum

    Hauptsächlich wunderschöne Oldtimer aus der goldenen Zeit der Route 66, aber auch jede Menge Vintage-Flair. Wer noch etwas Zeit hat, sollte auch noch einen Blick in das Pontiac Automobile Museum werfen!

    Dongbai International Airbrush Art School

    Vor einigen Jahren kam Dong Bai, ein chinesischer Künstler, aus Peking nach Pontiac – und blieb, weil es ihm so gut gefiel. Heute gibt er in seinem Atelier Airbrush-Kurse, verkauft seine Bilder, malt aber auch Porträts, wie das des Bürgermeisters, der uns voller Stolz ob so viel Internationalität nach Ladenschluss Dongs Atelier präsentierte – er hat ja auch den Schlüssel, die beiden sind befreundet. Ganz easy ist das hier. Amerikanische Kleinstadtidylle pur – da geht einem das Herz auf.

    Essen & Trinken in Pontiac

    Bei Bernardi’s, schräg vom Livingston County Courthouse, gibt es Italienische Küche – amerikanisch serviert: Die Gänge sind breit, nicht ohne Grund, denn zum Hauptgang für mehrere Personen wird ein riesiger Klapptisch herangetragen, auf dem die riesigen Teller drapiert und zwischengeparkt werden. Portionen gigantisch.

    Im The Cup and the Scone gibt es Kaffee mit Familienanschluss: Die Inhaber sind unglaublich herzlich, und wer mag, ist auch immer gern zu den regelmäßigen stattfindenden Spieleabenden eingeladen.

    #5 Springfield, Illinois: Abraham Lincoln & die originale Route 66

    Für Amerikaner ist Springfield sowas wie ein Wallfahrtsort der Moderne: Hier wirkte Abraham Lincoln, einer der beliebtesten US-Präsidenten überhaupt und Vater des modernen Amerika. Unter ihm wurde die Sklaverei abgeschafft! In Springfield gibt es aber nicht nur Abraham Lincoln Sehenswürdigkeiten zu sehen, sondern auch sonst hält die Haupstadt von Illinois (nein, es ist nicht Chicago!) viel Route 66- und Midwest-Flair bereit!

    Lincoln Sehenswürdigkeiten in Springfield

    Nicht verpassen sollte man Abraham Lincoln’s Haus und das Mausoleum (an der Nase der Lincoln-Statue davor zu reiben, soll Glück bringen!) Im Abraham Lincoln Presidential Museum erhält man einen sehr guten geschichtlichen Überblick (das Kino besuchen – sehr faszinierend!).

    Springfield Illinois State Capitol

    Original Route 66: Historic Brick Road bei Springfield

    Etwas außerhalb von Springfield (Snell Road and Curran Road, Auburn, IL) befindet sich zwischen Maisfeldern noch ein original erhaltenes Teilstück der Route 66! Unglaublich, dass die Route 66 ursprünglich nur mit dicken Backsteinen gepflastert war. Das Stück ist übrigens befahrbar. Unbedingt anschauen für echtes Route 66 Feeling!

    Essen & Trinken in Springfield

    Außerdem wichtig: Platz lassen im Magen für Springfield’s berühmte Spezialitäten: Cozy Dogs und Horseshoe Sandwiches sind typisches Route 66 Essen.

    Springfield Illinois Horseshoe Sandwich

    Einen umfangreichen Guide für Springfield habe ich euch hier zusammengetragen:
    Springfield: Zwischen Abraham Lincoln, Route 66 und Illinois Makern

    #6 Pink Elephant Antique Mall in Livingston, IL: Vintage Shopping an der Route 66

    Spätestens jetzt ist man wirklich im Route 66 Fieber – und da kommt ein Shoppingparadies wie die Pink Elephant Antique Mall gerade recht! Hier gibt es alles an Vintagezeug und Route 66 Memorabilia, was man sich nur erträumen kann. Alte Werbeschilder, Langspielplatten, Möbel… die Liste ist endlos. Ich habe dort eine funktionstüchtige, pastellfarbene Schreibmaschine zum Schnäppchenpreis erstanden und die verwunderten Blicke der Security-Mitarbeiter am Flughafen, als ich meine Schreibmaschine neben dem Macbook auf das Laufband packte, waren Gold wert.

    pink elephant antiques mall livingston illinois
    pink elephant antiques mall livingston illinois
    pink elephant antiques mall livingston illinois

    Tipp: Fasziniert dich das Route 66 Flair? Dann wird dir dieser Artikel über Amarillo, Texas, gut gefallen – denn auch dort verläuft die historische Route 66!

    #7 Cahokia Mounds: Ein präkolumbisches Rätsel

    Lange blieben die Cahokia Mounds unentdeckt. Man wunderte sich einfach nicht über die gleichmäßigen, hohen Hügel in der ansonsten flachen Landschaft – waren sie ja schon immer da. Bis Archäologen in den 1960er Jahren hier eine der größten präkolumbischen Städte nördlich von Mexiko fanden: Tausende Menschen lebten damals in Cahokia. Die Bedeutung der Hügel, der Cahokia Mounds, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Zum Teil dienten die flachen Hügel als Baugrund für herrschaftlichere Behausungen, aber auch als Begräbnisstätten.

    cahokia mounds historic site illinois
    cahokia mounds historic site illinois
    cahokia mounds historic site illinois

    #8 Alton: Berühmte Männer & die größte Ketchup-Flasche der Welt

    Alton ist die letzte Station an der Route 66 in Illinois. Für seine Größe hat das kleine Alton am Mississippi (ja, hier fühlt es schon richtig nach Südstaaten und Mississippi-Flusskreuzfahrten auf Raddampfern an!) schon jede Menge berühmte Söhne: Der eine, Miles Davis, war zwar recht klein, aber einer der größten Jazz-Trompeter der Welt und der andere, Robert Wadlow, war mit 2,72m tatsächlich der größte je lebende Mensch der Welt. Noch größer allerdings ist die größte Ketchup-Flasche (oder wie man hier sagt: Catsup) der Welt! Die Wassertürme sind typisch für den Mittleren Westen der USA und eine damalige Ketchup-Fabrik in Collinsville baute ihren einfach in Form einer Ketchup-Flasche!

    Alton Illinois Route

    Übrigens: Alton wird von vielen als spritueller Ort angesehen. Mark Twain bezeichnete Alton einmal als düstere Kleinstadt am Mississippi! Hohe Kriminalität und die Wirren des Bürgerkrieges (in der Region verlief die Grenze zwischen Norden und Südstaaten) taten ihr übriges.

    Von düster ist heute nichts mehr zu sehen – aber man kann sich heute mittels einer geführten Tour auf die Spuren des „Haunted Alton“ begeben. In der McPike Mansion werden Führungen und Geisterbeschwörungen angeboten – hört sich skurril an, aber spätestens im atmosphärischen Gewölbekeller fand ich, dass man die besondere Energie des Hauses nicht abstreiten kann.

    Essen & Trinken in Alton

    Fast Eddie’s Bon Air Ob für feucht-fröhliche Junggesellenabschiede oder ein gemütliches Nachmittagsbier: Das Fast Eddie’s Bon Air ist eine Institution! Das Essen ist gut günstig und die Bierauswahl riesig.

    Fast Eddies Bon Air Alton Illinois

    Gentelin’s on Broadway Das Kontrastprogramm für den Abend: Das Gentelin’s on Broadway bietet feine Küche und die besten Cocktails, die in einem Mini-Shaker am Tisch serviert werden.

    Übernachten in Alton

    Für Alton habe ich einen ganz besonderen Tipp: In der Beall Mansion übernachtest du in einer eleganten Stadtvilla, liebevoll eingerichtet und bei bester Verpflegung. Ein indivuelles Spa-Programm mit Massage kann ebenfalls gebucht werden. Absolute Empfehlung für das romantische Flair und gelungener Abschluss eines aufregenden Roadtrips.

    Hier kannst du dein Zimmer in der Beall Mansion buchen

    Beall Mansion Alton Illinois
    Beall Mansion Alton Illinois
    Beall Mansion Alton Illinois
    Beall Mansion Alton Illinois
    Beall Mansion Alton Illinois

    Transparenz: Dieser Roadtrip wurde unterstützt von Enjoy Illinois.

  • Chicago CityPASS: Erfahrungen, Vergleich & Preise

    Chicago CityPASS: Erfahrungen, Vergleich & Preise

    Kann man mit dem Chicago City Pass wirklich Geld sparen? Chicago ist ein beliebtes Reiseziel für Städtereisen in den USA. Aber klappert man wirklich alle Sehenswürdigkeiten ab, kann das Sightseeing in Chicago schnell teuer werden. Als gute Möglichkeit Geld zu sparen, wird häufig der Chicago City Pass beworben. Nur: Lohnt es sich wirklich? Ich vergleiche hier in diesem Artikel für euch, bei welchen Sehenswürdigkeiten in Chicago ihr sparen könnt.

    Chicago City Pass online kaufen!*

    Mehr über Chicago:
    ➜ Top 20 Sehenswürdigkeiten in Chicago (+Karte!)
    ➜ Food Guide Chicago
    ➜ Architektur in Chicago
    ➜ Hilfreiche Infos für Chicago

    #1 Skydeck Chicago auf dem Willis Tower

    Mit dem Chicago City Pass ist der Eintritt auf beide Top-Aussichtspunkte in Chicago inklusive! Der Wilis Tower ist DIE Sehenswürdigkeit in Chicago! Vom Skydeck ganz oben hast du eine fantastische Sicht über Chicago und den Lake Michigan!

    Chicago City Pass Willis Tower

    Früher hieß der Willis Tower übrigens mal Sears Tower, nach dem Unternehmen, das das Gebäude bauen ließ, und war bei seiner Einweihung 1974 sogar der höchste Wolkenkratzer der Welt. Mittlerweile ist er nach dem One World Trade Center in New York „nur“ noch das zweithöchste Gebäude der USA, aber hey, ich kann euch sagen, das ist schon hoch genug!

    An guten Tagen kann man vier Bundesstaaten gleichzeitig sehen und Chicago mit seinen 2 Millionen Einwohner sieht absolut winzig aus.

    Chicago Skydeck Aussicht Fast Track

    Auf dem Skydeck Chicago sind übrigens vier Glasbalkone, die Ledges, angebracht – komplett aus Glas: Wände, Decke, Boden! Die Fläche ist ca. 2×3 Meter groß. Wenn man also einen Schritt vortritt, steht man komplett auf Glas. Unter einem: Über 90 Stockwerke! Ich dachte übrigens, ich würde mich nicht trauen – aber die Vorstellung, Hunderte Meter über der Straße nur auf einem Glasboden zu stehen, ist so skurril und unglaublich, dass meine Bedenken sofort verflogen.

    Allein schon wegen der Glasbalkone lohnt sich ein Besuch!

    Regulärer Preis für das Day/Night Paket 48$

    Mit dem Chicago City Pass auf das Skydeck Chicago!*

    Vorteil mit dem Chicago CityPass: Der CityPass berechtigt nicht nur zu einem, sondern gleich zu ZWEI Eintritten auf das Skydeck am gleichen Tag. Zusätzlich zum regulären Eintritt tagsüber bekommt man noch einen Eintritt für abends ab 18 on top, damit sich auch Chicago bei Nacht anschauen kann! Besonders zum Fotografieren empfehlenswert.

    Chicago City Pass Skydeck Ledges

    #2 Art Institute Chicago / Adler Planetarium

    Mit dem Chicago City Pass musst Du Dich entscheiden: Kunst oder Wissenschaft? Der Chicago City Pass berechtigt zum Eintritt ins Art Institute Chicago oder ins Adler Planetarium.

    Art Institute Chicago

    Das Art Institute Chicago ist im Umfang seiner Sammlung außergewöhnlich: Von Byzantinischer Kunst bis zeitgenössischer Fotografie findet man hier alles. Um die gesamte Ausstellung zu sehen, braucht es garantiert einen Tag. Es macht also Sinn, sich vorher zu überlegen, was man sich gerne anschauen möchte, bevor man von soviel Kunst erschlagen wird. Ich wollte unbedingt „Nighthawks“ von Edward Hopper sehen, und auch wenn einem der Name nichts sagt – das Bild kennt jeder. Und es gibt wohl kaum ein Bild, das als so ur-amerikanisch wahrgenommen wird.

    Chicago City Pass Art Institute Museum

    Der Eintritt ist mit 25$ sehr teuer, aber auch gerechtfertigt – die Sammlung ist fantastisch, und auch laufende Ausstellungen sind immer wieder interessant und abwechslungsreich. Der hilfreiche Audio-Guide kostet nochmal ebenfalls extra!

    Regulärer Preis 25$ + 7$ Audio-Guide = 32 $

    Adler Planetarium

    Das Adler Planetarium ist die Sightseeingattraktion in Chicago für alle Weltall-Begeistertern. Hier kann man sich eine alte Weltraumkapsel sowie viele andere interessante Exponate zum Thema Raumfahrt ansehen.

    Chicago City Pass Adler Planetarium

    Empfehlenswert sind auch die Filmvorführungen (Sky Shows)! Ohne diese ist das Planetarium nur halb so spannend!

    Regulärer Preis Eintritt + 2 Sky Shows 35$

    #3 Field Museum

    Das Field Museum of Natural History ist eines der best besuchtesten Museen der USA! Als Naturkundemuseum ist es weltweit bekannt und hat eine der größten naturwissenschaftlichen und anthropologischen Sammlungen. Hier kannst Du den besterhaltensten Tyrannosaurus Rex bestaunen, der je gefunden wurde!

    Regulärer Preis All-Access Pass 40$

    Chicago City Pass Field Museum

    #4 Shedd Aquarium

    Das Shedd Aquarium ist das größte überdachte Aquarium der Welt und existiert schon seit 1929! Hier kannst Du wahrlich in die Unterwasserwelt eintauchen und alle Meerestiere, Amphibien und Insekten von Seepferdchen bis Belugawalen live erleben!

    Regulärer Preis 39,95 $

    Hier geht’s zum Chicago City Pass!*

    #5 360 Chicago Observation Deck / Museum of Science and Industry

    Wer nicht nochmal auf eine Aussichtsplattform möchte, hat hier die Wahl: Alternativ zum 360 Chicago kann man auch das Museum of Science and Industry besuchen!

    360 Chicago Observation Deck

    Das 360 Chicago Observation Deck befindet sich im John Hancock Center mitten auf der Magnificent Mile, also direkt mittendrin!

    Besonders neben der natürlich fantastischen Aussicht ist TILT: Bodentiefe Panoramafenster, an die man sich lehnt und gemeinsam mit dem Fenster nach vorne kippt!

    TILT kostet zusätzlich 8$, für Chicago City Pass Inhaber auch noch 7$. Außerdem gibt es auch hier ein Day/Night Paket, das ist aber nicht im Chicago City Pass inkludiert.

    Regulärer Preis 360 Chicago 25 $

    Museum of Science and Industry

    Das Museum of Science and Industry ist das größte Wissenschaftsmuseum in den USA. Hier gibt es spannende und interaktive Ausstellungen zum Thema Wissenschaft. Nicht nur Kinder und Nerds kommen in diesem aufwendig gestalteten Museum auf ihre Kosten!Nachteil: Das Museum of Science and Industry liegt ziemlich weit entfernt von allen anderen Sehenswürdigkeiten südlich der Innenstadt. Wer also nicht viel Zeit hat, wählt besser das 360 Chicago.

    Regulärer Preis 19,95 $

    Vor- und Nachteile des Chicago City Pass:

    Vorteile:

    • Lange Gültigkeit Der Chicago City Pass kann bis zu einem Jahr nach Kauf verwendet werden. Du kannst also weit im voraus planen, bist aber trotzdem flexibel.
    • Lange Nutzungsdauer Ab dem ersten Verwendungstag ist der Chicago City Pass 9 Tage gültig, das ist mehr, als die meisten überhaupt in der Stadt bleiben! So kannst du dir in Ruhe alles anschauen, ohne Hektik!
    • Sofort ausdruckbar bzw. Handy-Tickets Du brauchst nicht unbedingt das Couponheft – du kannst dir den Chicago City Pass gleich nach dem Kauf ausdrucken oder auf dem Handy abspeichern. In den Attraktionen zeigst du nur dann dein Smartphone vor.
    • Alle wichtige Sehenswürdigkeiten Der Chicago City Pass deckt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Chicago ab, also alles, was du dir wahrscheinlich eh anschauen willst!
    • Schneller Einlass An manchen Attraktionen kommst Du mit dem Chicago City Pass schneller rein

    Nachteile:

    • Überflüssige Optionen Der Chicago City Pass enthält einige Optionen, die man vielleicht nicht unbedingt beim Einzelkauf dazubuchen würde, wie z.B. die Sky Shows im Adler Planetarium oder den Audio-Guide im Art Institute
    • Nicht überall Fast Track Da, wo es wirklich interessant wäre, nämlich bei der Fahrt rauf auf das Skydeck, hat man mit dem Chicago City Pass keinen schnellen Zugang über den Fast Track Eingang. Der Fast Pass kostet mit Chicago City Pass 30 $ (normal: 75 $). Wer es eilig hat, sollte diesen Betrag noch zusätzlich einkakulieren.

    Fazit: Lohnt sich der Chicago City Pass?

    Ich empfehle den Chicago City Pass allen, die zum ersten Mal und für mehrere Tage in Chicago sind! Auf meiner Bucket List für Chicago standen zum Beispiel eh das Skydeck, das Art Institute und das 360 Chicago! Allein dafür hätte ich ohne Pass 105 $ bezahlt – der Chicago City Pass kostet 108 $.

    Der Chicago City Pass lohnt sich für Erstbesucher und mehrtägige Reisen!

    Mit 3 von 5 Attraktionen hat man den Preis also raus (bis auf 3 $). Da man ganze 9 Tage Zeit hat, die anderen beiden Gutscheine einzulösen und zwei weitere tolle (und sonst teure!) Sehenswürdigkeiten zu erkunden, lohnt sich der Chicago City Pass!

    HIER kannst du den Chicago City Pass online kaufen!*

    Du solltest du dir auch meine Tipps für Chicago ansehen!
    Was du alles noch in Chicago erleben kannst, erfährst du hier:

  • Top of the Rock in New York: Tipps zum Sonnenuntergang

    Top of the Rock in New York: Tipps zum Sonnenuntergang

    Ein New-York-Sonnenuntergang musste es einfach sein. Und vom Top of the Rock im Rockefeller Center erst recht. Mit der Fotografie haben sich auch meine Reisegewohnheiten vor Ort immer mehr verändert. Auf der Suche nach dem perfekten Licht ist mir keine Uhrzeit zu skurril. Wie zum Beispiel damals, als ich um halb fünf noch im Dunkeln das Hotel verließ, um den perfekten Sonnenaufgang auf der Brooklyn Bridge in New York zu erleben. Sonnenaufgänge, aber auch Sonnenuntergänge sind ja sowieso immer großartig!

    ➜ Ticket für Top of the Rock im voraus kaufen*

    Top of the Rock: Beste Aussicht auf New York

    Erst recht bei einem Motiv, das so faszinierend und gleichzeitig surreal ist, hat man es von der Aussichtsplattform des Top of the Rock endlich live vor Augen. Tausende Male habe ich diese Skyline gesehen, in amerikanischen Serien, auf Postern, in Kinofilmen, auf Instagram. Jedes Kind kennt die Skyline von Manhattan und ohne Nachdenken weiß man sofort: Das ist New York.

    Top of the Rock Sonnenuntergang New York Empire State Building
    Vom Top of the Rock hat man die perfekte Postkartenaussicht auf das Empire State Building und den Süden Manhattans.

    Top of the Rock: Der schönste Sonnenuntergang in New York

    Und wenn’s am Ende einfach nur eine Ansammlung von riesigen Hochhäusern einer noch viel riesigeren Stadt ist, voller Menschen, voller Verkehr: Der Sonnenuntergang in New York auf dem Top of the Rock gehört zu den magischsten Momenten in meiner gesamten Reisekarriere.

    Top of the Rock New York Sonnenuntergang Empire State Building

    Abends auf dem Top of the Rock: Gänsehaut beim Anblick des Empire State Buildings.

    Top of the Rock Sonnenuntergang New York Empire State Building
    Sonnenuntergang über Manhattan: Magisch.

    Übrigens: In meinem New York Blog findest Du noch viel mehr Tipps.

    Infos & Tickets für Top of the Rock im Rockefeller Center

    Das Top of the Rock ist die Aussichtsterrasse des Rockefeller Centers. Auf der Fifth Avenue gelegen ist es mit der Statue des Altlas, der schwer an seiner Weltkugel schleppt, nicht zu übersehen.

    Der Eingang zum Top of the Rock ist allerdings in einer Seitenstraße (50th Street) zwischen der Fifth und Sixth Avenue versteckt. Die Tickets sind mit einem Zeitstempel versehen, d.h. man kann nur zu einer vorher festgelegten Uhrzeit hinauf.

    Im Januar war wenig los und da ich eigentlich nur zufällig vorbeikam, habe ich direkt ein Ticket gekauft und musste auch nicht lange warten. In beliebteren Monaten (in New York also so ziemlich alles außer Januar und Februar) bietet sich ein Kauf im Voraus an.

    Powered by GetYourGuide

    Top of the Rock: Tipps zum Geld sparen!

    Achtung: Vor Ort und auf der Website des Rockefeller Centers sind Tickets zum Sonnenuntergang nochmal 10 Dollar teurer! Bei Get Your Guide gibt es dafür flexible Tickets, die man dann vor Ort gegen ein Zeitticket eintauscht.

    ➜ Flexi-Ticket für Top of the Rock*

    Bei GetYourGuide gibt es nämlich nur einen einzigen Preis, beim Top of the Rock selbst kommt bei Terminen am späten Nachmittag noch ein Sonnenuntergangszuschlag von ganzen 10 US-Dollar dazu (die wissen, warum die Leute gerne spätnachmittags kommen).

    Top of the Rock New York Sonnenuntergang Manhattan

    Wieviel Zeit muss man für den Top of the Rock einplanen?

    Man bekommt zwar eine Zeit zugewiesen, dennoch kann es etwas dauern, bis man letztendlich oben angekommen ist. Ich war ungefähr eine Stunde vor Sonnenuntergang unten am Schalter und es passte genau. Also am besten genug Zeit einplanen, wenn man unbedingt den Sonnenuntergang von Anfang an erwischen will (Es lohnt sich!). Ist man einmal oben, kann man aber so lange bleiben, wie man will.

    Praktisch für mich, denn eigentlich wollte ich nur kurz ein Foto machen – und am Ende waren es knapp vier Stunden, bis ich mich von der spektakulären Aussicht trennen konnte. Nach dem perfekten Sonnenuntergang die Lichter Manhattans in der Dunkelheit funkeln zu sehen, war einfach zu schön. New York bei Nacht: Unbeschreiblich.

    Top of the Rock New York bei Nacht Empire State Building Manhattan
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