Schlagwort: Route 66

Die Route 66 ist eine der berühmtesten Straßen der Welt. Sie führt von Chicago bis nach Kalifornien und steht bis heute für klassische Roadtrip-Abenteuer durch die USA. Unterwegs warten historische Tankstellen, kleine Orte, Neon-Schilder und viel Americana.

Hier findest du schöne Stopps und kleine Geheimtipps entlang dieser legendären Straße, vor allem in Illinois.

  • Eine Woche Roadtrip durch Texas: Cowboys, Canyons & Culture

    Eine Woche Roadtrip durch Texas: Cowboys, Canyons & Culture

    Eigentlich war eine Reise in die USA immer eine sichere Bank: Überaus freundliche Menschen, spannende Superlative und ausgefallene kulinarische Leckereien, bei deren Nährstoffwerten man letztendlich doch froh ist, dass man ihnen zu Hause nicht zu oft begegnet.

    Hähnchen und Pommes mit Dip in Korb

    Aber die Welt steht Kopf und so höre ich neuerdings Reaktionen wie: “Was, du reist ausgerechnet jetzt in die USA?” und “Hast du keine Angst vor der Einreise?” – meine two cents dazu erfahrt ihr am Ende dieses Artikels. In jedem Fall pflege ich immer noch eine Vorliebe für exotische Reiseziele und, Überraschung, für mich zählt Texas definitiv dazu.

    Sattel vor einer Texas-Karte an einer Holzwand.

    Eine gute Woche bin ich mit Travel Texas durch einen der prominentesten Bundesstaaten der USA gereist und zugegeben, es war nicht immer einfach. Die angespannte politische Lage hängt wie ein Damoklesschwert in der Luft. Dennoch: Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille. Gerade bei Reisezielen wie Texas lohnt es sich, sich einen offenen Geist zu bewahren und eine Reise als das zu nehmen, was sie letztendlich in diesem Fall auch war: ein ziemlich wildes Abenteuer.

    Bunter Baldachin mit Streifen und Sternenmuster.

    Episches Entertainment in Grand Prairie

    Grand Prairie liegt genau zwischen den beiden texanischen Metropolen Dallas und Fort Worth – und damit auch in der Nähe vom Dallas/Fort Worth International Airport (DFW), einem der größten Flughäfen der Welt.

    Zavala’s Barbecue

    Unser Roadtrip startet mit einer eindrucksvollen Einführung in die texanische Barbecue-Kultur: Bei Zavala’s Barbecue erwartet uns preisgekröntes Brisket, dem aber auch die anderen hauseigenen Spezialitäten wie Rippchen oder Jalapeño-Cheddar-Würstchen in nichts nachstehen.

    Leuchtreklame "Lone Star Beer" im Fenster von Zavala's Barbecue in Grand Prairie, Texas.
    Zwei große gemischte Fleischteller auf Papier bei Zavala's Barbecue.
    Personen essen Barbecue mit Beilagen und Getränken.

    Epic Central

    Bestimmt wird mein Eindruck von Grand Prairie durch Epic Central, einem kürzlich geschaffenen, familienfreundlichen Entertainmentkomplex mit einem Indoor-Wasserpark, einer Boulderhalle, Hotels wie dem Hilton Garden Inn at Epic Central*, Grünanlagen und einem Gastronomiebereich.

    Menschen schwimmen im sonnigen Pool im Epic Central Water Park in Grand Prairie.
    Menschen gehen durch futuristischen LED-Tunnel bei Nacht in Epic Central in Grand Prairie, Texas.

    Traders Village

    In Grand Prairie findest du übrigens auch das Traders Village, den größten Flohmarkt der USA. Mit vielen Street-Food-Ständen, einer großen Showbühne für Live-Musik und zahlreichen Fahrgeschäften kommt hier jeden Samstag und Sonntag richtige Jahrmarktstimmung auf. Willst du aber in Ruhe durch das endlose Angebot der über 3500 Verkäufer stöbern, solltest du so früh wie möglich kommen!

    Verschiedene Früchte auf einem Marktstand ausgestellt.
    Im Traders Village findest du wirklich alles von Lebensmitteln…
    Traditionelle indianische Kunst und Handwerk im Traders Village bei Grand Prairie, Texas.
    …bis zu ausgefallenen Mitbringseln.
    Ladenstraße im Traders Village mit Wasserturm im Hintergrund.
    So leer ist es im Traders Village in Grand Prairie nur frühmorgens.

    Essen & Trinken in Grand Prairie

    Meine Food-Tipps für Grand Prairie: Vidorra für gehobenere mexikanische Küche in sehr coolem Ambiente, Chicken N Pickle für Snacks und Drinks nach einer Runde Pickleball auf den angeschlossenen Courts. Wenn du eine kulinarische Brunch-Location fernab von Restaurantketten suchst, empfehle ich dir das Good Day Café – aber Vorsicht, hier sind die Portionen texanisch riesig!

    Mehr Tipps für Grand Prairie: Hier geht’s zum kompletten Guide für Grand Prairie

    Gegrilltes Fleisch auf Holzkohlegrill serviert bei Vidorra in Epic Central
    Moderne mexikanische Küche im Vidorra.

    Grapevine: Perfekter Stopover in Dallas

    Falls du einmal in die Verlegenheit kommen solltest, Zeit am Flughafen Dallas/Fort Worth totschlagen zu müssen, aber keine Lust auf die immer gleiche Flughafenatmosphäre hast, kannst du auch für ein paar Stunden oder vielleicht sogar eine Übernachtung nach Grapevine verschwinden.

    Straßencafé auf der Main Street in Grapevine mit gestreiftem Sonnenschirm und Autos

    Der Trinity Metro TEXRail bringt dich in nur 10 Minuten direkt vom Flughafen in das historische Zentrum von Grapevine, wo du entlang der Main Street einige süße Boutiquen, Cafés und Restaurants findest.

    Eingang der Farmer's Markets in Grapevine mit Blumen.

    Harvest Hall

    Gleich am Bahnhof solltest du einen Stopp in der Harvest Hall einlegen, einem großen Gastronomiebereich mit vielen Foodständen. Die Harvest Hall ist Teil eines Nachbaus des ehemaligen Bahnhofsgebäudes, der übrigens auch ein ziemlich hübsches Boutiquehotel, das Hotel Vin*, beherbergt. Mein persönlicher Tipp, falls du einmal in Flughafennähe übernachten musst!

    Lieber direkt in der Stadt übernachten? Hier findest du Hotels in Downtown Dallas*

    Innenraum der Harvest Hall in Grapevine mit Food Court.

    Vintage Railroad Tour

    Vom Bahnhof aus kannst du auf eine kleine Tour mit dem historischen Zug umsteigen, der dich durch die weite Landschaft des Cotton Belt fährt und dich auf eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit Grapevines schickt.

    Hier kannst du Tickets für die Vintage Railroad Tour buchen*

    Mehr Tipps für Grapevine findest du hier: Hier geht’s zum kompletten Guide für Grapevine

    Waggon der Cotton Belt Vintage Railroad am Bahnhof in Grapevine
    Rote Lokomotive mit der Nummer 2016 der Cotton Belt Vintage Railroad am Bahnhof in Grapevine, Texas
    Wasserturm in Grapevine, Texas, mit Windmühle und Aufschrift: Cotton Belt Route

    Lubbock: Kunst & Kultur im Panhandle von Texas

    Gut 560 Kilometer von Dallas entfernt liegt Lubbock, das vor allem als Zentrum einer der größten Baumwollregionen der Welt bekannt ist. Dass die Gegend landwirtschaftlich geprägt ist, fällt schon auf dem Weg in die sogenannten South Plains von Texas auf. Die Straße scheint ewig geradeaus zu führen und die Weite der Felder rechts und links ist schier unendlich. Unterbrochen wird die Landschaft nur dann und wann durch winzige Ortschaften, die so klein sind, dass man sie fast zu spät bemerkt.

    Lust auf noch mehr spannende Reisetipps für die USA?
    Hier auf dem USA Blog findest du interessante Reiseziele im Land der unbegrenzten Möglichkeiten

    Stoffabzeichen mit Cowgirl-Spruch und Cowboy-Stiefelbild

    Art District

    Obgleich Lubbock sehr abgelegen scheint, überrascht die Stadt mit einer jungen, kunstinteressierten Szene: Dass ich mal mitten im sogenannten Panhandle von Texas einen Töpferkurs im neu geschaffenen Art District in Lubbock besuche, hätte ich wohl so auch nie für möglich gehalten.

    Künstlerwerkstatt mit Regalen und Materialien
    Lubbock: Arty und jung.
    Hand mit dekoriertem Hut und Streichholzschachtel
    Bei Wild Honey Hats in Lubbock habe ich mir einen Cowboyhut individuell designen lassen.

    Übernachten in Lubbock

    Hoteltipp: The Cotton Court Hotel* – ein sehr hübsches Boutiquehotel, in dem du stilecht in alten Baumwollscheunen nachempfundenen Zimmern übernachtest.

    Poolbereich im Cotton Court Hotel, Lubbock.
    Tipp: The Cotton Court Hotel in Lubbock

    Übrigens: Hier findest du meinen kompletten Guide für Lubbock

    Caprocks Canyon State Park

    Ist dir eher nach Natur, empfehle ich dir einen Abstecher in den Caprocks Canyon State Park. Dort kannst du nicht nur die wilde Natur rund um den Canyon mit seinen beeindruckenden roten Steilwänden bewundern, sondern auch wild lebende Bisons beobachten.

    Grüne Landschaft mit roten Felsen im Caprocks Canyon State Park in Texas.

    Achtung: In den Sommermonaten wird es hier wirklich sehr heiß – achte auf die Warnungen der Parkranger. Meide heiße Tage und statte dich gut mit Wasser und Sonnenschutz aus. Die Gefahr eines Sonnenstichs oder gar Hitzschlags ist nicht zu unterschätzen. Alternativ zu verschiedenen Trails gibt es auch einen Scenic Drive, der dich per Auto durch einen Teil des Parks führt.

    Bisons im Caprocks Canyon State Park, aus Autofenster betrachtet.
    Bisons weiden auf einer Wiese am Flussufer im Caprocks Canyon State Park in Texas.

    Amarillo: Route 66 & Cowgirl Momente

    Eigentlich fiel mir vor meinen Trip zu Amarillo nur der alte Schlager von Tony Christie ein: „Is this the way to Amarillo?“ Aber wusstest du, dass Amarillo auch ein Stopp auf der berühmten Route 66 ist? Nachdem ich in Illinois bereits einige Orte entlang dieser ehemals wichtigen Hauptverkehrsader erkundet habe, war ich umso überraschter!

    Hier findest du alle Artikel über die Route 66

    Zum kompletten Guide über Amarillo

    Oldtimer auf der Route 66 in Amarillo.

    Historical Route 66

    Die historische Route 66 liegt inzwischen mitten in Amarillo und ist gesäumt von kleinen Antiquitätenläden, ausgefallenen Second-Hand-Stores und hübschen Cafés.

    Dort findest du so interessante Geschäfte wie das atmosphärische Aunt Eeks oder Chapterhouse Books, deren Betreiberin sich für die Rechte der LGBTQ+- und der migrantischen Community in der Umgebung einsetzt und marginalisierten Gruppen damit einen wichtigen Safe Space anbietet.

    Straßenszene mit Vintage VW Bus und blauem Wasserturm mit Route 66 Aufkleber in Amarillo.
    Buchhandlung Chapterhouse Books in Amarillo, Texas, mit Regalen und Büchern auf einem Tisch.

    Cadillac Ranch

    Ebenfalls eine Hommage an die wichtige Bedeutung der Route 66 ist die Cadillac Ranch, die sich neben dem heutigen Interstate Highway I-40 befindet.

    Bunte, bemalte Autowracks in der Wüste auf der Cadillac Ranch in Amarillo, Texas.

    Die bunte Kunstinstallation besteht aus zehn hochkant in den Boden eingelassenen Cadillacs, die kostenlos besichtigt werden können. Jeder Besucher darf sich auf den Karosserien mit eigenen Graffitis künstlerisch verewigen – somit verändert sich das Aussehen der Installation ständig.

    Cowgirls & Cowboys in the West

    Möchstest du dein inneres Cowgirl oder deinen inneren Cowboy channeln, empfehle ich dir einen Ausflug zu Cowgirls and Cowboys in the West vor den Toren der Stadt.

    Inhaberin Phyllis hat sich nach einer erfolgreichen Karriere in der Hotellerie dazu entschieden, das Businessleben gegen ein Leben auf ihrer Los Cedros Ranch zu tauschen. Das Besondere: Auf der Farm arbeiten fast ausschließlich waschechte Cowgirls statt Cowboys.

    Mehrere gesattelte Pferde von Cowgirls und Cowboys in the West am Zaun.

    Nach einer kurzen Einführung kannst du hier wie ein echtes Cowgirl bzw. echter Cowboy auf Pferden reiten, die Inhaberin Phyllis liebevoll zum Teil von anderen Ranches gerettet hat und ihnen jetzt ein neues Heim gibt. Nebenbei genießt du spektakuläre Aussichten auf den Palo Duro Canyon, den zweitgrößten Canyon der USA.

    Cowgirl reitet auf geschecktem Pferd vor Scheune.
    Zwei Cowgirls mit weißen Hüten vor Pferdern auf der Los Cedros Ranch bei Amarillo, Texas.
    Touristen reiten mit einer Tour von Cowgirls and Cowboys in the West entlang des Palo Duro Canyon.

    Hilfreiches für deinen Roadtrip durch Texas

    Braucht man unbedingt ein Auto?

    Absolut. Spätestens wenn du die Großstädte wie Dallas, Houston oder Austin verlassen willst, kommst du ohne Auto nicht zurecht. Die USA sind Autofahrer-Land, Texas umso mehr.

    Was muss man bei Mietwagen in Texas beachten?

    Zum Anmieten eines Fahrzeugs reicht der EU-Führerschein, in der Regel verfügen Mietwagen über ein Automatikgetriebe und entspanntes Autofahren sowie Parken sind sogar in Großstädten problemlos möglich.

    Hier kannst du Mietwagen in Texas buchen*

    Klassischer goldener Cadillac mit Nummernschild "Eat Beef".

    Wie ist die Einreise in die USA?

    Ich bin über den Flughafen Dallas-Fort Worth in die USA eingereist und kann wirklich nichts Aufregendes berichten, außer dass die Einreise so verlief, wie jedes Mal: Lange Wartezeiten, sehr ernst schauende Immigration Officer mit noch ernsteren Fragen und kurz bevor ich vor lauter Respekt total die Nerven verliere, fällt die Maske, ich werde angelacht, mein Gegenüber macht vielleicht sogar noch einen kleinen Scherz, wünscht mir in jedem Fall aber amerikanisch-freundlich einen schönen Aufenthalt und schwupps, bin ich eingereist. Die Einreise war absolut kein Problem.

    ESTA oder Visum: Das musst du vor deiner Einreise beantragen

    Ich besitze ein Touristenvisum für die USA, ist aber nur nice to have und kein Muss. Mit einem deutschen Pass musst du ansonsten nur eine ESTA beantragen. Geht unkompliziert online, kostet derzeit 21 US-Dollar und ist für zwei Jahre gültig, falls dein Reisepass nicht vorher abläuft.

    Werkstatt mit Vintage-Straßenschild und Schließfächern im Cast Iron Grill in Lubbock, Texas

    Persönlich finde ich die derzeitige Diskussion über die Einreise in die USA ein bisschen zu sehr von der aktuellen politischen Lage getrieben. Die Einreise war allerdings noch nie ein lustiges Highlight – selbst unter anderen Regierungen.

    Vielleicht ist man aber auch mit einem Pass wie dem deutschen, mit dem einem so ziemlich alle Länder der Welt offen stehen, etwas irritiert, wenn es zu Schwierigkeiten kommt. Ich selbst wurde (mit meinem deutschen Pass) zwei Mal bei der Ein- und Ausreise in einem anderen Land richtig auseinandergenommen; ich vermute bis heute auf Grund von Racial Profiling, weil man mir ansehen kann, dass mein Stammbaum divers ist. Seitdem kann ich jede Person verstehen, der sich dem potentiellen Risiko einer eingehenden Befragung durch Grenzbeamte nicht aussetzen möchte. Mach dir also selbst ein Bild und beurteile die Situation nach deinen persönlichen Gegebenheiten.

    Original Cowboy-Stiefel in einem Regal

    Sollte man jetzt in die USA oder speziell Texas reisen?

    Wenn deine politische Haltung ein Grund ist, warum du dir diese Frage stellst, solltest du dir genau überlegen, ob eine Reise in einen ziemlich konservativen Bundesstaat wie Texas etwas für dich ist. Manchmal kommt in Gesprächen mit Locals doch die Gesinnung zu Tage und wenn du da eine eigene starke Meinung (und/oder wie ich eine latein-/südamerikanische/generelle Migrationsgeschichte) hast, kann das schon eine Herausforderung werden.

    Ich denke allerdings, dass es immer auch Gegenbewegungen gibt, unter die man sich mischen kann – und die lohnt es sich zu entdecken und zu unterstützen.

    Alternative Hefte mit bunten Covern auf einem Ständer bei Auntie Eeks in Amarillo, Texas.

    Aus rein logischer Sicht ist meiner Meinung nach jetzt sowieso die beste Zeit für eine Reise in die USA. Dort, wo sich üblicherweise sehr viele ausländische Touristen aufhalten, ist es bedeutend leerer und der Dollar ist günstig: Beste Voraussetzungen für einen entspannten Urlaub.

    In jedem Fall aber solltest du ein Auge auf aktuelle Geschehnisse haben und deine Reisepläne danach ausrichten. Konsultiere die Seiten des Auswärtigen Amts, schaue Nachrichten, sei wachsam – aber das gilt ja auch für so ziemlich jedes andere Reiseziel.

    Hier findest du alle Artikel zu Texas auf einen Blick

    Disclaimer: Die offizielle Tourismusorganisation des Bundesstaat Texas, Travel Texas, hat mich auf diese Reise zu Recherchezwecken eingeladen.

  • Pontiac, Illinois: Tipp an der Route 66

    Pontiac, Illinois: Tipp an der Route 66

    Pontiac war eine weitere Station auf unserem Roadtrip entlang der legendären Route 66 durch Illinois. Auf den ersten Blick eine ruhige amerikanische Kleinstadt, kann man sich in Pontiac die volle Ladung Route 66 Atmosphäre abholen. Im örtlichen Route 66 Museum erfährt man so ziemlich alles über die berühmte Straße.

    Noch besser aber sind die Gespräche mit den Menschen vor Ort: Jeder hat seine persönliche Route 66 Geschichte und erzählt sie voller Stolz. Und dass, obwohl die Route 66 als offizielle Landstraße längst durch moderne Interstate Highways ersetzt wurde. Was man in dem kleinen Örtchen Pontiac in Illinois alles erleben kann, lest ihr hier!

    Pontiac: Route 66 Association Hall of Fame & Museum

    Das Route 66 Museum ist die Sehenswürdigkeit in Pontiac, die man auf einem Route 66 Roadtrip in Illinois definitiv mitnehmen muss. So viele Erinnerungsstücke, Fotos und Exponate über das Leben an der Route 66 wurden hier zusammen getragen, dass man sich in einer Zeitmaschine wähnt. Stundenlang hätte ich hier noch stöbern können!

    fridge route

    Walldogs: Street Art Künstler der ersten Stunde

    Besonderes Highlight: Im Innenhof des Route 66 Museums findet man beeindruckende Murals! Diese sollen an die Walldogs erinnern: So wurden die Künstler genannt, die Geschäfte, Werbetafeln und Wände kreativ mit Werbebotschaften bemalten, bevor Massenmedien Einzug hielten. Heute versucht Pontiac diese Tradition wieder aufleben zu lassen, in der ganzen Stadt findet man immer wieder die schönsten Route 66 Murals.

    pontiac illinois walldog mural

    Mehr Inspiration gesucht? In meinem USA Blog findet ihr noch mehr Reiseberichte aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

    Das allerschönste (und absolut instagrammable) Mural befindet sich an der Rückseite des Route 66 Museums! Das kunstvolle Route 66 Emblem ist legendär!

    ➜ Komplette Route für einen Route 66 Roadtrip durch Illinois

    pontiac illinois route  mural walldog

    Bob Waldmire: Mein Held der Route 66

    Noch bevor es digitale Nomaden und Vanlife gab, zog es Bob Waldmire (1945-2009) in die Ferne: In seinem umgebauten Van fuhr er sein halbes Leben die Route 66 auf und ab, schrieb Geschichten, zeichnete und illustrierte. Sein gelber VW Bulli, der heute mitten im Museum steht, stand sogar Pate für Fillmore aus dem Pixar-Film „Cars“! Mit diesem Bulli fuhr Bob Waldmire durch die USA, immer entlang der Route 66. Seine kunstvollen Route 66 Karten sind heute noch aktuell und definitiv ein tolles Mitbringsel, zu kaufen im Museumsshop.

    pontiac illinois bob waldmire karten
    pontiac illinois bob waldmire postkarten

    Ein noch tolleres Souvenir ist allerdings das Lebensgefühl, das die Faszination rund um die Person Bob Waldmire ausmacht: Die Leidenschaft für ein Leben nach seinen Vorstellungen, abseits vom Mainstream, in völliger Freiheit, hat mich sehr beeindruckt.

    bob waldmire route

    Wenn er nicht auf Reisen war, lebte er in einem umgebauten Schulbus, der meist irgendwo in seiner Heimatstadt Springfield parkte. Der Schulbus steht auf dem Innenhof des Route 66 Museums, komplett eingerichtet, so wie Bob Waldmire darin gelebt hat: Ein gemütliches Sammelsurium aus Andenken und Souvenirs mehrerer Jahrzehnte auf der Route 66.

    school bus bob waldmire
    bob waldmire van pontiac illinois route

    Fun Fact: Bob Waldmire war der Sohn von Ed Waldmire Jr., Gründer des legendären Cozy Dog Drive-In in Springfield, Illinois! Hier kann man neben den berühmten Cozy Dogs auch Bob Waldmires Werke erstehen.

    Museum of the Gilding Arts & Pontiac-Oakland Automobile Museum

    Pontiac ist zwar nach einem Indianerhäuptling und nicht nach der bekannten US-Automarke benannt, trotzdem gibt es nebenan im Pontiac-Oakland Automobile Museum jede Menge Pontiac-Oldtimer zu sehen.

    Nicht weit entfernt ist das Museum of the Gilding Arts – Ende des 19. Jahrhunderts waren die Herstellung und Veredelung mit Blattgold sehr populär. Hier im Museum kann man mehr über diese Technik erfahren. Beide Museen sind kein unbedingtes Muss – aber wenn man schon mal in Pontiac ist, kann man schon mal einen Blick hineinwerfen.

    Pontiac Illinois Museum of the Gilding Arts
    Pontiac Illinois Museum of the Gilding Arts

    Für alle drei vorgestellten Museen (Route 66, Gilding Arts und Automobile Museum) ist der Eintritt übrigens kostenlos, Spenden werden aber gerne entgegengenommen.

    Essen & Trinken in Pontiac

    Italienische Küche in riesigen Portionen gibt es im Bernardi’s, dem wohl besten Italiener der Stadt. Die Gerichte waren okay, viel interessanter war aber das Ambiente.

    Coffee Shop, der auch gleichzeitig Treffpunkt im Städtchen ist: Im The Cup and The Scone findet man sofort Anschluss.

    Alle Locations sind im kleinen Pontiac fußläufig zu erreichen, also einfach Mietwagen abstellen und die Stadt zu Fuß erkunden!

    *Disclaimer: Diese Recherchereise wurde unterstützt von Enjoy Illinois.

  • Illinois: 8 Stopps für einen Roadtrip auf der Route 66

    Illinois: 8 Stopps für einen Roadtrip auf der Route 66

    Route 66, das ist eine jener Straßen, deren Mythos niemanden kalt lässt. Freiheit, Weite, pures Amerika: Das kam auch mir als erstes in den Sinn, als wir in Chicago zu unserem Roadtrip auf der Route 66 durch Illinois aufbrachen. Route 66 und Illinois? Richtig, die berühmteste und älteste Ost-West-Verbindung der USA beginnt eben nicht an der Ostküste, wie ich fälschlicherweise immer dachte, sondern in Chicago, Illinois, und führt durch Bundesstaaten wie Missouri und Texas bis nach Kalifornien.

    In diesem Artikel nehme ich euch mit auf unseren USA Roadtrip auf der Route 66 in Illinois – und ich kann vorab verraten: Nach so vielen wunderbaren Begegnungen auf unserem Weg durch Illinois wäre ich am liebsten einfach endlos weitergefahren wie Bob Waldmire, mein heimlicher Held der Route 66!

    #1 Chicago: Der Beginn der Route 66 in Illinois

    Die Route 66 beginnt tatsächlich mitten in Chicago gegenüber dem Art Institute Chicago, unweit der berühmten Skulptur The Bean. Auf der East Adams Street zwischen der Wabash Avenue und der Michigan Avenue befindet sich der Anfang der Route 66.

    Wenn man es nicht weiß, läuft man an dem diskreten Straßenschild, in den Hochhausschluchten von Chicago glatt vorbei! In der Nähe ist übrigens schon der erste Pflichtsstopp auf der Route 66:

    lou mitchells chicago route 66 illinois

    Im legendären Lou Mitchell’s, dem ältesten Diner der Stadt, kann man sich in originaler Vintage-Diner Atmosphäre auf den Roadtrip einstimmen. Das Essen ist typisch amerikanisches Diner-Food: Schwer und viel. Geschmacklich hat es mich nicht vom Hocker gerissen, aber die rustikale Atmosphäre hat alles wett gemacht.

    Chicago ist übrigens eine der wenigen amerikanischen Städte, die mein Herz im Sturm erobert haben!

    Mehr über Chicago findest du in folgenden Beiträgen:

    Powered by GetYourGuide

    #2 Joliet: Blues Brothers & Old State Prison an der Route 66 in Illinois

    Echtes Roadtrip-Feeling schon wenige Autominuten später beim Verlassen der Stadt: die Weite des Mittleren Westen kommt schon ein wenig zum Vorschein. Die Route 66 in Illinois ist sowas von gespickt mit interessanten Sehenswürdigkeiten, dass der erste Halt nur 77km von Chicago entfernt ist. Joliet, Illinois, ist der Auftakt zu einer Reise voller Überraschungen und herzlicher Begegnungen: Die Route 66 lebt von ihren Geschichten!

    Wie viele Geschichten die Old State Prison in Joliet wohl erzählen könnte? Das über 150 Jahre alte Staatsgefängnis, das bis 2002 noch in Betrieb war, ist nicht zu übersehen. Lange Zeit war der Zutritt verboten, die riesige Anlage verfiel.

    Gefängnis Joliet Lost Place USA Illinois

    Facts über die Route 66

    • 1926 eröffnet
    • Länge: knapp 4000 km
    • Anfang: Chicago, Illinois – Ende: Santa Monica, Kalifornien
    • zieht sich durch Illinois, Missouri, Kansas, Oklahoma, Texas, New Mexico, Arizona, Kalifornien
    • heute komplett durch Interstate Highways ersetzt, die parallel zur alten Route 66 verlaufen
    • viele Teile sind heute verlassen
    • in Illinois wurde rund um die Route 66 viel restauriert
    Gefängnis Lost Place Joliet Illinois USA

    Heute finden dort Events und Führungen statt. Fun Fact: Das Gefängnis diente in vielen Serien (z.B. Prison Break) und Filmen (Blues Brothers) als Kulisse. Die Zelle aus dem Film Blues Brothers kann sogar besichtigt werden.

    Mehr über unseren Besuch in der Joliet Prison, kurz bevor das Gefängnis der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde:
    Lost Place an der Route 66

    Weitere Sehenswürdigkeiten in Joliet:

    Im Joliet Area Historical Museum and Route 66 Welcome Center mit vielen Informationen zur Route 66 kann man sich perfekt auf die Fahrt einstimmen

    Das Rialto Square Theatre von 1926 ist ein prachtvolles Theater, das auch tagsüber besichtigt werden kann.

    Essen & Trinken in Joliet

    Für einen Mittagsnack hielten wir in der MyGrain Brewery (man beachte das Wortspiel!), das sich im kürzlich restaurierten alten Bahnhof von Joliet befindet. Nicht-Fahrer und Bier-Liebhaber freuen sich über das im Haus gebraute Bier! Die kleine Brauanlage kann übrigens auf Nachfrage auch näher angeschaut werden, persönliche Führung inklusive: Wie überall in Illinois sind die Menschen unglaublich nett und aufgeschlossen!

    Planst du eine Reise in die USA?
    In meinem USA Blog findest du viele Tipps & Inspirationen

    #3 Wilmington: Gemini Giant & The Launching Pad

    Kurz nach Joliet, in Wilmington, befindet sich der berühmte Gemini Giant! Der Gemini Giant ist einer der sogenannten „Muffler Men“, riesige Statuen, die als Werbefiguren für Geschäfte, Tankstellen und Lokale entlang der Route 66 genutzt wurden. Nebenan befindet sich das Launching Pad, ein ehemaliges Route 66-Lokal.

    Nachdem es lange leer stand, haben die neuen Besitzer dort ein sehr charmantes Route 66 Welcome Center eingerichtet, in dem man mit Hilfen von vielen originalen Fotos und Exponaten in den Erinnerungen an die gute alte Route 66 schwelgen kann.

    Wie überall sind die Menschen hier stolz und erzählen gerne von ihrem Leben an der Route 66, so auch Launching-Pad-Besitzer Tully, der sofort mit seiner Begeisterung ansteckt. Für ein echtes Tourifoto tauchte dann zum Abschluss sogar noch der örtliche Sheriff auf, der sofort bereitwillig und fröhlich mit uns fotografieren ließ – die amerikanische Herzlichkeit ist einmalig.

    #4 Pontiac: Route 66 Sehenswürdigkeiten, Street Art & mein Held Bob Waldmire

    Pontiac hat zwar viel mit der Route 66 und Autos zu tun – dennoch leitet sich der Name nicht von der Automarke, sondern von einem Indianerhäuptling ab. Auf den ersten Blick eine etwas verschlafene Kleinstadt, dennoch gab es so viel zu sehen, dass wir hier fast einen kompletten Tag verbrachten! Was man sich in Pontiac anschauen sollte:

    Route 66 Hall of Fame Museum

    Im Route 66 Hall of Fame Museum machte ich Bekanntschaft mit der Geschichte um Bob Waldmire – den man in Instagram-Zeiten wohl am besten mit dem Hashtag #vanlife beschreiben könnte.

    bob waldmire van pontiac illinois route
    Der Van von Bob Waldmire: Ein absolutes Unikat!
    bob waldmire van pontiac illinois route
    Auch innen noch im Originalzustand: Kreatives Chaos voller Route 66 Andenken.
    bob waldmire van pontiac illinois route
    Der ältere VW Bulli von Bob Waldmire, der auch im Museum zu sehen ist, schaffte es sogar in einen Pixar Film.

    In seinem Van, der auf dem Hof des Museums besichtigt werden kann, fuhr er Zeit seines Lebens die komplette Route 66 von Illinois bis Kalifornien auf und ab. Er lebte einfach und im Einklang mit der Natur und verdiente Geld mit seiner Kunst. In mühevoller Kleinarbeit kritzelte er u.a. Route 66 Reiseführer, bis er im hohen Alter an Krebs verstarb. Sein Wahlspruch:

    I didn’t want to learn anything, so I became a traveling artist.

    Bob Waldmire

    International Walldog Mural & Sign Art Exhibit

    Die Murals der Walldogs, einer Gruppe von Street Art-Künstlen, sind in ganz Pontiac zu sehen. Eine interessante Ausstellung dazu ist im Route 66 Museum integriert. Das berühmteste Mural befindet sich an der Rückseite des Route 66 Museums: Nicht verpassen!

    pontiac illinois route

    Pontiac-Oakland Automobile Museum

    Hauptsächlich wunderschöne Oldtimer aus der goldenen Zeit der Route 66, aber auch jede Menge Vintage-Flair. Wer noch etwas Zeit hat, sollte auch noch einen Blick in das Pontiac Automobile Museum werfen!

    Dongbai International Airbrush Art School

    Vor einigen Jahren kam Dong Bai, ein chinesischer Künstler, aus Peking nach Pontiac – und blieb, weil es ihm so gut gefiel. Heute gibt er in seinem Atelier Airbrush-Kurse, verkauft seine Bilder, malt aber auch Porträts, wie das des Bürgermeisters, der uns voller Stolz ob so viel Internationalität nach Ladenschluss Dongs Atelier präsentierte – er hat ja auch den Schlüssel, die beiden sind befreundet. Ganz easy ist das hier. Amerikanische Kleinstadtidylle pur – da geht einem das Herz auf.

    Essen & Trinken in Pontiac

    Bei Bernardi’s, schräg vom Livingston County Courthouse, gibt es Italienische Küche – amerikanisch serviert: Die Gänge sind breit, nicht ohne Grund, denn zum Hauptgang für mehrere Personen wird ein riesiger Klapptisch herangetragen, auf dem die riesigen Teller drapiert und zwischengeparkt werden. Portionen gigantisch.

    Im The Cup and the Scone gibt es Kaffee mit Familienanschluss: Die Inhaber sind unglaublich herzlich, und wer mag, ist auch immer gern zu den regelmäßigen stattfindenden Spieleabenden eingeladen.

    #5 Springfield, Illinois: Abraham Lincoln & die originale Route 66

    Für Amerikaner ist Springfield sowas wie ein Wallfahrtsort der Moderne: Hier wirkte Abraham Lincoln, einer der beliebtesten US-Präsidenten überhaupt und Vater des modernen Amerika. Unter ihm wurde die Sklaverei abgeschafft! In Springfield gibt es aber nicht nur Abraham Lincoln Sehenswürdigkeiten zu sehen, sondern auch sonst hält die Haupstadt von Illinois (nein, es ist nicht Chicago!) viel Route 66- und Midwest-Flair bereit!

    Lincoln Sehenswürdigkeiten in Springfield

    Nicht verpassen sollte man Abraham Lincoln’s Haus und das Mausoleum (an der Nase der Lincoln-Statue davor zu reiben, soll Glück bringen!) Im Abraham Lincoln Presidential Museum erhält man einen sehr guten geschichtlichen Überblick (das Kino besuchen – sehr faszinierend!).

    Springfield Illinois State Capitol

    Original Route 66: Historic Brick Road bei Springfield

    Etwas außerhalb von Springfield (Snell Road and Curran Road, Auburn, IL) befindet sich zwischen Maisfeldern noch ein original erhaltenes Teilstück der Route 66! Unglaublich, dass die Route 66 ursprünglich nur mit dicken Backsteinen gepflastert war. Das Stück ist übrigens befahrbar. Unbedingt anschauen für echtes Route 66 Feeling!

    Essen & Trinken in Springfield

    Außerdem wichtig: Platz lassen im Magen für Springfield’s berühmte Spezialitäten: Cozy Dogs und Horseshoe Sandwiches sind typisches Route 66 Essen.

    Springfield Illinois Horseshoe Sandwich

    Einen umfangreichen Guide für Springfield habe ich euch hier zusammengetragen:
    Springfield: Zwischen Abraham Lincoln, Route 66 und Illinois Makern

    #6 Pink Elephant Antique Mall in Livingston, IL: Vintage Shopping an der Route 66

    Spätestens jetzt ist man wirklich im Route 66 Fieber – und da kommt ein Shoppingparadies wie die Pink Elephant Antique Mall gerade recht! Hier gibt es alles an Vintagezeug und Route 66 Memorabilia, was man sich nur erträumen kann. Alte Werbeschilder, Langspielplatten, Möbel… die Liste ist endlos. Ich habe dort eine funktionstüchtige, pastellfarbene Schreibmaschine zum Schnäppchenpreis erstanden und die verwunderten Blicke der Security-Mitarbeiter am Flughafen, als ich meine Schreibmaschine neben dem Macbook auf das Laufband packte, waren Gold wert.

    pink elephant antiques mall livingston illinois
    pink elephant antiques mall livingston illinois
    pink elephant antiques mall livingston illinois

    Tipp: Fasziniert dich das Route 66 Flair? Dann wird dir dieser Artikel über Amarillo, Texas, gut gefallen – denn auch dort verläuft die historische Route 66!

    #7 Cahokia Mounds: Ein präkolumbisches Rätsel

    Lange blieben die Cahokia Mounds unentdeckt. Man wunderte sich einfach nicht über die gleichmäßigen, hohen Hügel in der ansonsten flachen Landschaft – waren sie ja schon immer da. Bis Archäologen in den 1960er Jahren hier eine der größten präkolumbischen Städte nördlich von Mexiko fanden: Tausende Menschen lebten damals in Cahokia. Die Bedeutung der Hügel, der Cahokia Mounds, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Zum Teil dienten die flachen Hügel als Baugrund für herrschaftlichere Behausungen, aber auch als Begräbnisstätten.

    cahokia mounds historic site illinois
    cahokia mounds historic site illinois
    cahokia mounds historic site illinois

    #8 Alton: Berühmte Männer & die größte Ketchup-Flasche der Welt

    Alton ist die letzte Station an der Route 66 in Illinois. Für seine Größe hat das kleine Alton am Mississippi (ja, hier fühlt es schon richtig nach Südstaaten und Mississippi-Flusskreuzfahrten auf Raddampfern an!) schon jede Menge berühmte Söhne: Der eine, Miles Davis, war zwar recht klein, aber einer der größten Jazz-Trompeter der Welt und der andere, Robert Wadlow, war mit 2,72m tatsächlich der größte je lebende Mensch der Welt. Noch größer allerdings ist die größte Ketchup-Flasche (oder wie man hier sagt: Catsup) der Welt! Die Wassertürme sind typisch für den Mittleren Westen der USA und eine damalige Ketchup-Fabrik in Collinsville baute ihren einfach in Form einer Ketchup-Flasche!

    Alton Illinois Route

    Übrigens: Alton wird von vielen als spritueller Ort angesehen. Mark Twain bezeichnete Alton einmal als düstere Kleinstadt am Mississippi! Hohe Kriminalität und die Wirren des Bürgerkrieges (in der Region verlief die Grenze zwischen Norden und Südstaaten) taten ihr übriges.

    Von düster ist heute nichts mehr zu sehen – aber man kann sich heute mittels einer geführten Tour auf die Spuren des „Haunted Alton“ begeben. In der McPike Mansion werden Führungen und Geisterbeschwörungen angeboten – hört sich skurril an, aber spätestens im atmosphärischen Gewölbekeller fand ich, dass man die besondere Energie des Hauses nicht abstreiten kann.

    Essen & Trinken in Alton

    Fast Eddie’s Bon Air Ob für feucht-fröhliche Junggesellenabschiede oder ein gemütliches Nachmittagsbier: Das Fast Eddie’s Bon Air ist eine Institution! Das Essen ist gut günstig und die Bierauswahl riesig.

    Fast Eddies Bon Air Alton Illinois

    Gentelin’s on Broadway Das Kontrastprogramm für den Abend: Das Gentelin’s on Broadway bietet feine Küche und die besten Cocktails, die in einem Mini-Shaker am Tisch serviert werden.

    Übernachten in Alton

    Für Alton habe ich einen ganz besonderen Tipp: In der Beall Mansion übernachtest du in einer eleganten Stadtvilla, liebevoll eingerichtet und bei bester Verpflegung. Ein indivuelles Spa-Programm mit Massage kann ebenfalls gebucht werden. Absolute Empfehlung für das romantische Flair und gelungener Abschluss eines aufregenden Roadtrips.

    Hier kannst du dein Zimmer in der Beall Mansion buchen

    Beall Mansion Alton Illinois
    Beall Mansion Alton Illinois
    Beall Mansion Alton Illinois
    Beall Mansion Alton Illinois
    Beall Mansion Alton Illinois

    Transparenz: Dieser Roadtrip wurde unterstützt von Enjoy Illinois.

  • Joliet, Illinois: Old Joliet Prison an der Route 66

    Joliet, Illinois: Old Joliet Prison an der Route 66

    Was es auf der Route 66 in Illinois alles zu sehen gibt! Ich hätte noch Wochen damit verbringen können, „The Mother of Roads“ entlang zu fahren und kleine und große Städte und ihre Geschichten zu entdecken. Diese Reise war einfach voller Überraschungen, so wie in Joliet, wo ich mich plötzlich ganz unerwartet in einem faszinierenden Lost Place wiederfand: Im alten Gefängnis von Joliet, der Old Joliet Prison.

    old joliet prison

    Joliet, der Heritage Corridor und die Route 66

    Unser allererster Stopp ab Chicago, wo die berühmte Route 66 startet, war Joliet, nur wenige Kilometer entfernt. Joliet ist Teil des Heritage Corridors, eines Gebiet rund den Illinois-and-Michigan-Kanal, der die Großen Seen ab Chicago mit dem Mississippi verbindet. Der Heritage Corridor ist vor allem beliebtes Naherholungsgebiet mit vielen Möglichkeiten für Outdooraktivitäten. Im Joliet Area Historical Museum und dem dazugehörigen Route 66 Welcome Center, das die Geschichte der Gegend zeigt, kann man sich übrigens wunderbar auf eine Fahrt entlang der Route 66 einstimmen.

    Lost Place: Der Geheimtipp Old Joliet Prison

    Die eigentliche Attraktion aber – und wirklich erst seit kurzer Zeit für Besucher überhaupt offiziell zugänglich – ist das alte Joliet Correctional Center (auch: Illinois State Penitentiary), ein 1858 erbautes Gefängnis, das bis sage und schreibe 2002 noch in Betrieb war. Dann eröffnete das neue Gefängnis gegenüber, Insassen und Wärter zogen um. Zurück blieb ein verlassenes Gebäude, dem Verfall überlassen – und mittlerweile ein Traum für alle Fotografen auf der Suche nach stimmungsvollen Lost Places.

    altes gefängnis joliet illinois usa

    Das alte Gefängnis in Joliet – Wie kommt man rein?

    Das Betreten ohne Erlaubnis ist natürlich streng verboten, aber mittlerweile hat die Stadtverwaltung dem steigenden Interesse nachgegeben und bietet geführte Touren an.

    Zur Tourbuchung für die Old Joliet Prison

    treppenhaus in der old joliet prison

    Old Joliet Prison und Hollywood

    Die Old Joliet Prison, war aber auch schon zu Betriebszeiten eine beliebte Kulisse, nicht nur für Fotos, sondern auch für große Hollywood-Filme und Serien! Stolz zeigte uns unserer Tourguide die Zelle von John Belushi aus Blues Brothers, und wir durften nicht weiter, ohne vorher ein Tourifoto von uns in der Zelle schiessen zu lassen. Aber auch in neueren Produktionen ist die Old Joliet Prison ein beliebter Drehort!

    Wenn du die Serie „Prison Break“ geschaut hast, wird dir die Gefängnisanlage bekannt vorkommen: Die Old Joliet Prison diente auch hier als Set! In der Serie bekam das Gefängnis den Namen „Fox River State Penitentiary„, in der eine der beiden Hauptfiguren Lincoln Burrows zu Unrecht eine Haftstrafe verbüßt, während sein Bruder Michael Scofield alles daran setzt, ihn zu befreien.

    Altes Gefängnis – viele Geschichten

    An vielen Stellen spürt man noch immer eine bedrückende Atmosphäre. Viele Zellen sind noch im Originalzustand, wie sie verlassen wurden, Gitterstäbe und die kalte, metallene Sanitäreinrichtung sind in den Zellen noch vorhanden. Und wenn man überlegt, dass hier noch vor nicht mal 20 Jahren noch Häftlinge einsaßen, läuft einem ein Schauer über den Rücken.

    alte zelle in der old joliet prison illinois usa

    Zusammen mit der ruinenartigen Abrissstimmung in der gesamten Anlage entsteht eine wirklich düstere Umgebung, und man möchte gar nicht wissen, wie viele gruselige Geschichten diese dicken Gemäuer schon miterlebt haben.

    Old Joliet Prison: Lohnt es sich?

    Als Fotokulisse sowieso einmalig, war der Besuch der Joliet Prison absolut sehenswert. Aufgrund des maroden Zustandes und der unklaren weiteren Nutzung des riesigen Areals erkundigt euch vorher unbedingt über den derzeitigen Stand der Dinge. Und: Kommt nicht auf dumme Ideen, das Gefängnis auf eigene Faust zu besuchen, das Gelände wird durch die örtliche Polizei überwacht. Sonst könnt ihr das aktuelle Staatsgefängnis gegenüber gleich mitbesichtigen, da kennen die Amerikaner keinen Spaß 🙂

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  • Illinois, USA: Old Joliet Prison on Route 66

    Illinois, USA: Old Joliet Prison on Route 66

    What to see on Route 66 in Illinois! I could have spent weeks more driving along „The Mother of Roads“ and discovering small and large towns and their stories. This trip was just full of surprises, like in Joliet, where I suddenly found myself quite unexpectedly in a fascinating lost place: the Old Joliet Prison.

    Prison Joliet Lost Place USA Illinois

    Joliet, the Heritage Corridor and Route 66

    Our very first stop from Chicago, where the famous Route 66 starts, was Joliet, just a few miles away. Joliet is part of the Heritage Corridor, an area around the Illinois and Michigan canal that connects the Great Lakes from Chicago to the Mississippi River. The Heritage Corridor is primarily a popular recreation area with many opportunities for outdoor activities. By the way, the Joliet Area Historical Museum and its Route 66 Welcome Center, which showcases the history of the area, are a great way to get in the mood for a drive along Route 66.

    More about Joliet and the Heritage Corridor

    Lost Place: The insider tip Old Joliet Prison

    But the real attraction – and really only recently officially open to visitors at all – is the old Joliet Correctional Center (also: Illinois State Penitentiary), a prison built in 1858 that was still in operation until 2002, believe it or not. Then the new prison opened across the street, inmates and guards moved. What remained was an abandoned building, left to decay – and now a dream for all photographers in search of atmospheric lost places.

    Gefängnis Lost Place Joliet Illinois USA

    The old jail in Joliet – How to get in?

    Entering without permission is, of course, strictly forbidden, but in the meantime the city administration has given in to the increasing interest and offers guided tours.

    Book a tour of the Old Joliet Prison

    Staircase in the Old Joliet Prison

    Old Joliet Prison & Hollywood

    The Old Joliet Prison, however, was a popular setting even when it was in operation, not only for photos, but also for major Hollywood movies and series! Our tour guide proudly showed us John Belushi’s cell from Blues Brothers, and we were not allowed to go any further without first having a photo taken of us in the cell.

    Old prison – many stories

    It felt a bit macabre, because you can still sense an oppressive atmosphere somehow. Many cells are still in their original condition as they were left, with bars and the cold, metal sanitary equipment still there. A shiver ran down my spine by the thought that 20 years ago prisoners have still been incarcerated here.

    Old cell in Old Joliet Prison, Illinois, USA

    The atmosphere throughout the facility is gloomy, and I wouldn’t want to know how many creepy stories these thick walls have witnessed.

    Old Joliet Prison: Is it worth it?

    Unique as a photo backdrop anyway, the visit to Joliet Prison was absolutely worth seeing. Due to the dilapidated condition and the unclear further use of the huge area, be sure to inquire about the current state of affairs beforehand. And: Don’t get any stupid ideas to visit the prison on your own, the area is monitored by the local police. You don’t want to end up in the other prison across the road 🙂

    fence around old joliet prison illinois usa
  • Springfield: Die besten Sehenswürdigkeiten in der Hauptstadt von Illinois, USA

    Springfield: Die besten Sehenswürdigkeiten in der Hauptstadt von Illinois, USA

    300 Kilometer von Chicago entfernt liegt Springfield, Illinois, einer der geschichtsträchtigsten Ort der USA überhaupt. Und nein, es ist nicht das Springfield der Simpsons: Das heißt nur so, weil Springfield einer der häufigsten Namen für Kleinstädte in den USA ist. Dieses Springfield hier ist zum einen die Hauptstadt des Bundesstaates Illinois (nicht Chicago, wer hätte das gedacht?) und zum anderen die Wirkungsstätte des wohl bedeutendsten US-Präsidenten: Abraham Lincoln. Durch Springfield führt auch die historische Route 66, da war ein Stopp in Springfield auf unserem Route 66 Roadtrip ein absolutes Muss für die volle Ladung amerikanische Geschichte.

    Springfield Illinois: Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

    Geschichte klingt sowieso schon immer so dröge – und was hat man als Europäer schon mit amerikanischer Geschichte am Hut? Ganz Springfield, Illinois, dreht sich um Abraham Lincoln, da gibt es kein Entkommen, und auf den ersten Blick scheint die Stadt, die für Amerikaner so bedeutungsvoll ist, nur mäßig interessant für unsereins. Von wegen!

    Erstens: Lincoln war echt eine tolle Persönlichkeit, die nicht nur Amerika, sondern auch die Welt verändert hat. Und zweitens: Springfield, Illinois, ist eine charmante Stadt und die Lincoln-Attraktionen sind so wunderbar gestaltet, dass man selbst als Kulturbanause begeistert ist. Und nebenbei lernt man auch noch was. (Übrigens habe ich wie so oft auf dieser Reise gedacht, dass so ein Roadtrip auch eine schöne Reise für Familien ist: Viele Museen und Sehenswürdigkeiten sind kinderfreundlich gestaltet und Kinder sind im familienorientierten Illinois sowieso immer willkommen!)

    Springfield Illinois Sehenswürdigkeiten Abraham Lincoln Museum

    Abraham Lincoln Presidential Library & Museum

    Das ausschließlich dem Leben und Wirken Abraham Lincolns gewidmetem Museum ist eine Mischung aus interaktiver Ausstellung und Multimedia-Vorführungen. Mag anfangs vielleicht sehr amerikanisch nach Walt Disney aussehen, ist aber sehr informativ und toll gemacht.

    Die Vorführung „Ghosts of the Library“ im Holavision Theatre nicht verpassen – und nachher darüber rätseln, ob der Erzähler ein Hologramm war oder doch in echt auf der Bühne stand. Und unbedingt nach kostümierten Wärtern Ausschau halten: die sind Teil der Ausstellung und tragen spontan im Museum verteilt Stücke vor!

    Zur Webseite der Abraham Lincoln Presidential Library & Museum

    Old State Capitol

    Im Old State Capitol in Springfield, das von 1840 bis 1876 als Abgeordnetenhaus von Illinois fungierte, ging Abraham Lincoln Zeit seines Lebens als Politiker und Anwalt ein und aus. Heute kann man dort noch alle Säle inklusive Einrichtung aus der damaligen Zeit besichtigen. 1858 kündigte genau hier Abraham Lincoln seine Präsidentschaftskandidatur an, und 2007 folgte ihm der damalige Senator von Illinois: Barack Obama.

    Zur Webseite des Old State Capitol

    Springfield Illinois Sehenswürdigkeiten Old State Capitol Saal

    Lincoln Home National Historic Site

    Hier kann man sich in einer Art Freilichtmuseum das Wohnhaus von Abraham Lincoln ansehen, in dem er bis zu seiner Wahl zum Präsidenten wohnte. Das Wohnhaus wurde aufwendig restauriert und in den Zustand zu Lincolns Lebzeiten versetzt. Aber nicht nur das Wohnhaus von Lincoln wurde erhalten, sondern auch der ganze Straßenzug von Springfield, Illinois.

    Springfield Sehenswürdigkeiten Abraham Lincoln Wohnhaus

    Und mithilfe der allgegenwärtigen Schauspieler, die das Leben zur damaligen Zeit zeigen, ist das ganze Gelände wie eine Zeitreise! Mit Glück begegnet man sogar einem täuschend echten Abraham Lincoln, der immer mal wieder die Straße entlang spaziert.

    Zur Webseite des Lincoln Home National Historic Site

    Lincoln’s Grab

    Abraham Lincoln wurde auf dem Oak Ridge Cemetery begraben, welcher dadurch einer der meistbesuchten Friedhöfe der USA ist. Nicht vergessen: Unbedingt die Nase der Lincoln-Büste vor dem Eingang des Mausoleums rubbeln, das soll Glück bringen! Der blank geschrubbten Nase nach ist das wohl richtig beliebt und für kleine Leute wie mich gibt’s sogar noch ’nen Hocker davor, damit man auch gut rankommt!

    Zur Webseite des Lincoln’s Tomb

    Springfield Illinois USA Sehenswürdigkeiten Abraham Lincoln Büste mit Nase
    Springfield Illinois Abraham Lincoln Nase Glücksbringer
    Vom vielen Reiben blank: Die Nase von Abraham Lincoln.

    Ein paar Lincoln Facts:

    • Abraham Lincolm war von 1861 bis 1865 Präsident der USA
    • der erste US-Präsident, der bei einem Attentat starb
    • Gegner der Sklaverei, was zum Sezessionskrieg zwischen dem liberalen Norden und den Sklaven haltenden Südstaaten führte (hallo Fackeln im Sturm mit Patrick Swayze – na, wer erinnert sich?)
    • gewann den Bürgerkrieg, führte Norden und Süden wieder zusammen und sorgte für das Ende der Sklaverei in allen Staaten
    • lebte mit seiner Familie in Springfield, Illinois, wo er sich als Anwalt und Politiker seine Karriere begann

    Springfield hat aber auch außerhalb der Lincoln-Stätten einiges zu bieten, so dass man mindestens einen vollen Tag dafür einplant, besser noch zwei Tage! Was man sonst noch alles gesehen haben sollte:

    Illinois State Capitol

    Springfield Illinois State Capitol Saal Parlament Abgeordnetenhaus

    1877 eingeweiht, dient das Illinois State Capitol noch immer als Abgeordnetenhaus von Illinois. Die schon von weitem sichtbare Kuppel ist über 100 Meter hoch (sogar höher als das Kapitol in Washington, DC!) und wirklich spektakulär, gerade auch durch die niedrige Bebauung der Kleinstadt Springfield. (Obwohl Springfield die Hauptstadt von Illinois ist, hat es nur schnuckelige 115.000 Einwohner!)

    Den ganzen Tag über finden Touren statt, bei denen man die Abgeordnetenkammer mit den beeindruckendsten Kristalllüstern besichtigen kann – je nach Verfügbarkeit. Auch die riesige Kuppel ist von innen noch einmal sehenswerter – ich konnte nach so viel Kleinstadtidylle unterwegs auf der Route 66 gar nicht fassen, plötzlich so viel pompöse Architektur zu sehen. Wirklich beeindruckend.

    Zur Webseite des Illinois State Capitol

    Mehr über Illinois findest du auch in meinem USA Blog

    Dana Thomas House von Frank Lloyd Wright

    Frank Lloyd Wright war einer der bekanntesten amerikanischen Architekten des letzten Jahrhunderts: Er entwarf zum Beispiel das Guggenheim Museum in New York. Mit seinen „Prairie Houses“ schuf er den Begriff der „organischen Architektur“, bei der sich Häuser und Gebäude nahtlos in Landschaft, Kunst und Kultur einfügen sollten.

    Springfield Illinois Dana Thomas House Tisch

    Eines dieser Prairie Houses ist das Haus von Susan Lawrence Dana: Viel Holz, unerwartet dunkel, aber für sein Baujahr (1902) ungeheuer visionär. 35 Zimmer, verteilt auf 3 Etagen und 16 Zwischenetagen insgesamt. Wilde Partys sollen hier stattgefunden haben. Ach ja, und ’ne Bowlingbahn gibt auch noch, direkt hinterm Hauseingang.

    Zur Webseite des Dana Thomas House

    Springfield Illinois Dana Thomas House Fenster
    Springfield Illinois Dana Thomas House Schreibtisch
    Springfield Illinois Dana Thomas House Teller Dekoration

    Essen und Trinken in Springfield: Die besten Locations

    In Springfield, Illinois, gibt es so einige Locations, die man unbedingt auf seinem Route-66-Trip mitnehmen sollte! Amerikanischer wird’s nämlich nicht. Und wie auch im Rest von Illinois findet man hier zahlreiche „Maker“: Kreative Kleinunternehmer aus Handwerk, Handel und Landwirtschaft – fair produziert, lokal und nachhaltig. Alle sind zusammengeschlossen in einem öffentlichen Programm namens Illinois Made.

    Auf unserem Roadtrip durch Illinois haben wir immer mal wieder einige kennengelernt, Café- und Restaurantbetreiber, Mikrobrauereien oder Handwerker – und es ist beeindruckend, mit welchem Enthusiasmus diese kleinen Unternehmen bei der Sache sind.

    Custom Cup Coffee

    Hier wird der Kaffee vor Ort geröstet – und man kann sogar dabei zuschauen! Bei Interesse werden alle Fragen zum Thema Kaffee beantwortet. Die Betreiber von Custom Cup Coffee legen Wert auf fair gehandelten Kaffee und kennen einen Großteil der Lieferanten aus aller Welt persönlich. Und neben fantastischem Kaffee und sympathischem Service gibt es die geilsten Apfel-Zimt-Bacon-Taschen überhaupt.

    Route 66 Motorheads Bar

    Die Route 66 Motorheads Bar ist nicht nur die klassische Route 66 Trucker Bar am Straßenrand, sondern gleichzeitig auch ein Museum mit Oldtimern vor der Tür, Vintageschildern innen und außen und viel Neon. Im Schuppen nebenan kann man nicht nur noch mehr Stücke bewundern, sondern auch beim Restaurieren zusehen. Übrigens: Ein absolut fantastischer Fotospot!

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    SpringfieldIllinoisRouteMotorheadsVintageSchilderMotel
    Springfield Illinois grauer Oldtimer Motorheads

    Cozy Dog Drive In

    Wirkliches Must-See auf der Route 66: Im Cozy Dog Drive In wurde der Cozy Dog erfunden, ein im Teigmantel frittiertes Hotdog-Würstchen am Spieß. Hört sich skandalös fettig an, isses auch, aber auch irgendwie lecker. Eine Portion mit Pommes für zwei reicht – wie auch sonst überall – locker für vier. Die Portionen sind riesig.

    SpringfieldIllinoisCozyDogsRouteCornDogs

    Der Cozy Dog Drive In ist eine Route-66-Institution. Hierhin kommen seit 1949 Jung und Alt, und nicht nur Touristen! Die Atmosphäre ist herzlich-familiär, jeder kennt jeden, und alle kennen Bob Waldmire: Die Route-66-Legende, über die es im Route-66 Hall of Fame and Museum in Pontiac eine ganze Ausstellung gibt, ist der Sohn des Gründers, Ed Waldmire. Der Cozy Dog Drive In ist übrigens immer noch in Familienhand und wird mittlerweile von einem der Enkel Eds betrieben.

    Springfield Illinois Cozy Dog Drive In

    Engrained Brewery & Restaurant

    Bei Engrained wird gebraut, was das Zeug hält: Wer mag, bestellt sich direkt eine Kollektion aus mehreren Bieren, fünf Stück, auf einem Holzbrett serviert. Ich kann es nur empfehlen, denn eins ist leckerer als das andere. Aus den Getreideüberbleibseln aus der Bierproduktion macht Engrained übrigens den Teig für ihre Flatbread Pizzas, da wird nix verschwendet!

    Springfield Illinois Bier Verkostung Engrained

    Und hier gibt es ebenfalls das für Springfield, Illinois, typische Horseshoe Sandwich: Ein Toastbrot mit einem fetten Burgerpatty, darüber Pommes ohne Ende und das Ganze getoppt mit Käsesauce. Die Portion wie immer: riesig. Wem das zu viel ist, der bestellt einen Ponyshoe. Nicht, dass es einen großen Unterschied machen würde: So oder so, von der Diät muss man sich auf der Route 66 bei Bier, Horseshoes und Cozy Dogs eh langsam verabschieden.

    Springfield Illinois Horseshoe Sandwich

    Praktische Tipps für einen Besuch in Springfield, Illinois

    Für Springfield sollte man genug Zeit einplanen, es gibt viel zu sehen. Es lohnt sich also, in Springfield einen Zwischenstopp einzulegen und hier zu übernachten. In der Stadt gibt es einige große Hotels mit guten Übernachtungsmöglichkeiten, darunter das Wyndham Springfield City Centre. Von außen ein auffälliges Hochhaus, dem einige Bürger in Springfield dafür einen anzüglichen Spitznamen verliehen haben, hat es einen großen Vorteil: Von hier aus hat man in den oberen Etagen den besten Blick über die Stadt und das State Capitol. Unbedingt nach dem Zimmerblick in Richtung Zentrum fragen.

    Springfield lässt sich übrigens von Chicago auch mit dem Zug erreichen, falls man kein Auto mieten möchte – aber vor Ort ist man tatsächlich oft besser mit dem Auto unterwegs, da die öffentlichen Verkehrsmittel nicht besonders gut ausgebaut sind und einige Locations ziemlich weit voneinander entfernt sind.

    Diese Recherchereise wurde von Enjoy Illinois unterstützt.

  • Roadtrip auf der Route 66: Eine legendäre Straße und ihre Geschichten.

    Roadtrip auf der Route 66: Eine legendäre Straße und ihre Geschichten.

    Route 66. Schon allein der Name ruft die verschiedensten Assoziationen hervor: Ich träume von Freiheit, endlosen Straßen durch den Mittleren Westen Amerikas und fahren, fahren, fahren in die Weite eines Landes, das mir mit jedem Besuch rätselhafter und faszinierender zugleich erscheint. Wusstet ihr eigentlich, dass die Route 66 mitten im Herzen von Chicago startet? Bei The Bean um die Ecke sozusagen? So lassen sich ein paar Tage Chicago perfekt mit einem kurzen Ausflug entlang der Route 66 verbinden: Ein richtig amerikanischer Roadtrip! Wie im Film halt. Das stand schon immer irgendwie auf meiner Muss-ich-unbedingt-im-Leben-gesehen-haben-Liste.

    historic route  sign

    Der Charme des Mittleren Westens

    Ab Chicago kann man durch ganz Illinois der alten Route 66 folgen, und es fühlt sich an wie eine Zeitreise durch das Amerika des letzten Jahrhunderts. Jeder Ort entlang der Route 66 in Illinois hat seinen eigenen Charme und seine eigene Geschichte in Verbindung mit der Straße, die nicht nur das Land, sondern auch das Leben der Menschen durchkreuzte. Und diese waren es auch, die diesen Roadtrip so besonders gemacht haben.

    alte tankstelle an der route

    Schon in Chicago fiel mir die unvergleichliche Freundlichkeit der Leute auf. Der ruppige Berliner in mir war ganz irritiert, als sich mehr als nur einmal wildfremde Menschen vor mich warfen, nur um mir die Tür aufzuhalten. Oder spontane High-Fives mit Schuhverkäufern, die meine Schuhe bewunderten. Oder fremde Frauen, die einem mitten auf der Straße zurufen: „I love your skirt!“ Einfach so. Weil man was Nettes ja auch laut sagen kann, statt nur verstohlen zu gucken. Überhaupt: Nett sein ist hier die Grundausstattung fürs Leben. Und dabei waren wir immer noch in einer anonymen Großstadt!

    maisfeld in illinois

    Das Ganze sollte aber noch erstaunlicher werden, als wir auf unserem Roadtrip die Stadt verliessen. Erschreckend schnell wurde aus Großstadt Land: Chicago selbst hat nur 2,7 Millionen Einwohner, und der Rest drumherum verteilt sich so gut, dass man relativ schnell das Gefühl hat, bereits auf dem platten Land zu sein, wenn man mit dem Auto die Stadt verlässt.

    auf der historic route  in illinois

    Und hier erreicht einen wirklich die positive Energie und Lebensfreude des Mittleren Westens. Nicht einmal, nicht ein verdammtes einziges Mal, hatte ich auf unserem Roadtrip das Gefühl, auf schlecht gelaunte oder unfreundliche Menschen zu treffen. Es war verrückt, nahezu unwirklich. Im Gegenteil, die Freude, seine Stadt, seine Route 66, seinen Mittleren Westen zu zeigen, war allen ein Herzensgeste – und dieser Ausbund an positiver Lebenseinstellung und reiner, echter Freude war so mitreißend, dass ich zum ersten Mal wirklich verstand, warum Menschen von Amerika so fasziniert sind.

    Route 66 – eine Straße voll amerikanischer Geschichte

    Eigentlich gibt es die Route 66 als offizielle Straße gar nicht mehr. Denn irgendwann hatte niemand mehr Lust auf fast 4000 Kilometer Kopfsteinplaster und/oder einspurige Landstrassen: Die Route 66 wurde schon 1926 als wichtigste Ost-West-Verbindung in Betrieb genommen.

    ➜ Mehr über die Route 66 und was man dort alles erleben kann findest du hier

    alte motel schilder in illinois

    Was damals eine Revolution für die Infrastruktur war, reichte irgendwann dem zunehmendem Verkehr nicht mehr aus. Die Route 66 wurde mehrfach verlegt und umgebaut, bis sie an den meisten Stellen durch Interstate Highways ersetzt wurde. Was blieb, war der Mythos. Zusammen mit den skurrilen Geschichten, den herzlichen Menschen und den vielen Raststätten und Läden entlang der Straße, die mit den auffälligsten Schildern und verrücktesten Bauten vorbeifahrende Autos lockten.

    cozy dog diner preisliste

    *Transparenz: Ich wurde zu Recherchezwecken von Enjoy Illinois auf diese Reise eingeladen.

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