Kategorie: USA

Roadtrips, Megastädte oder endlose Weite: Die USA sind wahrlich das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Eine USA Reise lässt wohl niemanden unbeeindruckt! Ein paar Tipps für euren Urlaub könnt ihr euch hier abholen, vor allem, was Städtereisen in den USA angeht. New York ist nämlich eine meiner Herzensstädte!

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  • Joliet, Illinois: Old Joliet Prison an der Route 66

    Joliet, Illinois: Old Joliet Prison an der Route 66

    Was es auf der Route 66 in Illinois alles zu sehen gibt! Ich hätte noch Wochen damit verbringen können, „The Mother of Roads“ entlang zu fahren und kleine und große Städte und ihre Geschichten zu entdecken. Diese Reise war einfach voller Überraschungen, so wie in Joliet, wo ich mich plötzlich ganz unerwartet in einem faszinierenden Lost Place wiederfand: Im alten Gefängnis von Joliet, der Old Joliet Prison.

    old joliet prison

    Joliet, der Heritage Corridor und die Route 66

    Unser allererster Stopp ab Chicago, wo die berühmte Route 66 startet, war Joliet, nur wenige Kilometer entfernt. Joliet ist Teil des Heritage Corridors, eines Gebiet rund den Illinois-and-Michigan-Kanal, der die Großen Seen ab Chicago mit dem Mississippi verbindet. Der Heritage Corridor ist vor allem beliebtes Naherholungsgebiet mit vielen Möglichkeiten für Outdooraktivitäten. Im Joliet Area Historical Museum und dem dazugehörigen Route 66 Welcome Center, das die Geschichte der Gegend zeigt, kann man sich übrigens wunderbar auf eine Fahrt entlang der Route 66 einstimmen.

    Lost Place: Der Geheimtipp Old Joliet Prison

    Die eigentliche Attraktion aber – und wirklich erst seit kurzer Zeit für Besucher überhaupt offiziell zugänglich – ist das alte Joliet Correctional Center (auch: Illinois State Penitentiary), ein 1858 erbautes Gefängnis, das bis sage und schreibe 2002 noch in Betrieb war. Dann eröffnete das neue Gefängnis gegenüber, Insassen und Wärter zogen um. Zurück blieb ein verlassenes Gebäude, dem Verfall überlassen – und mittlerweile ein Traum für alle Fotografen auf der Suche nach stimmungsvollen Lost Places.

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    Das alte Gefängnis in Joliet – Wie kommt man rein?

    Das Betreten ohne Erlaubnis ist natürlich streng verboten, aber mittlerweile hat die Stadtverwaltung dem steigenden Interesse nachgegeben und bietet geführte Touren an.

    Zur Tourbuchung für die Old Joliet Prison

    treppenhaus in der old joliet prison

    Old Joliet Prison und Hollywood

    Die Old Joliet Prison, war aber auch schon zu Betriebszeiten eine beliebte Kulisse, nicht nur für Fotos, sondern auch für große Hollywood-Filme und Serien! Stolz zeigte uns unserer Tourguide die Zelle von John Belushi aus Blues Brothers, und wir durften nicht weiter, ohne vorher ein Tourifoto von uns in der Zelle schiessen zu lassen. Aber auch in neueren Produktionen ist die Old Joliet Prison ein beliebter Drehort!

    Wenn du die Serie „Prison Break“ geschaut hast, wird dir die Gefängnisanlage bekannt vorkommen: Die Old Joliet Prison diente auch hier als Set! In der Serie bekam das Gefängnis den Namen „Fox River State Penitentiary„, in der eine der beiden Hauptfiguren Lincoln Burrows zu Unrecht eine Haftstrafe verbüßt, während sein Bruder Michael Scofield alles daran setzt, ihn zu befreien.

    Altes Gefängnis – viele Geschichten

    An vielen Stellen spürt man noch immer eine bedrückende Atmosphäre. Viele Zellen sind noch im Originalzustand, wie sie verlassen wurden, Gitterstäbe und die kalte, metallene Sanitäreinrichtung sind in den Zellen noch vorhanden. Und wenn man überlegt, dass hier noch vor nicht mal 20 Jahren noch Häftlinge einsaßen, läuft einem ein Schauer über den Rücken.

    alte zelle in der old joliet prison illinois usa

    Zusammen mit der ruinenartigen Abrissstimmung in der gesamten Anlage entsteht eine wirklich düstere Umgebung, und man möchte gar nicht wissen, wie viele gruselige Geschichten diese dicken Gemäuer schon miterlebt haben.

    Old Joliet Prison: Lohnt es sich?

    Als Fotokulisse sowieso einmalig, war der Besuch der Joliet Prison absolut sehenswert. Aufgrund des maroden Zustandes und der unklaren weiteren Nutzung des riesigen Areals erkundigt euch vorher unbedingt über den derzeitigen Stand der Dinge. Und: Kommt nicht auf dumme Ideen, das Gefängnis auf eigene Faust zu besuchen, das Gelände wird durch die örtliche Polizei überwacht. Sonst könnt ihr das aktuelle Staatsgefängnis gegenüber gleich mitbesichtigen, da kennen die Amerikaner keinen Spaß 🙂

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  • Springfield: Die besten Sehenswürdigkeiten in der Hauptstadt von Illinois, USA

    Springfield: Die besten Sehenswürdigkeiten in der Hauptstadt von Illinois, USA

    300 Kilometer von Chicago entfernt liegt Springfield, Illinois, einer der geschichtsträchtigsten Ort der USA überhaupt. Und nein, es ist nicht das Springfield der Simpsons: Das heißt nur so, weil Springfield einer der häufigsten Namen für Kleinstädte in den USA ist. Dieses Springfield hier ist zum einen die Hauptstadt des Bundesstaates Illinois (nicht Chicago, wer hätte das gedacht?) und zum anderen die Wirkungsstätte des wohl bedeutendsten US-Präsidenten: Abraham Lincoln. Durch Springfield führt auch die historische Route 66, da war ein Stopp in Springfield auf unserem Route 66 Roadtrip ein absolutes Muss für die volle Ladung amerikanische Geschichte.

    Springfield Illinois: Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

    Geschichte klingt sowieso schon immer so dröge – und was hat man als Europäer schon mit amerikanischer Geschichte am Hut? Ganz Springfield, Illinois, dreht sich um Abraham Lincoln, da gibt es kein Entkommen, und auf den ersten Blick scheint die Stadt, die für Amerikaner so bedeutungsvoll ist, nur mäßig interessant für unsereins. Von wegen!

    Erstens: Lincoln war echt eine tolle Persönlichkeit, die nicht nur Amerika, sondern auch die Welt verändert hat. Und zweitens: Springfield, Illinois, ist eine charmante Stadt und die Lincoln-Attraktionen sind so wunderbar gestaltet, dass man selbst als Kulturbanause begeistert ist. Und nebenbei lernt man auch noch was. (Übrigens habe ich wie so oft auf dieser Reise gedacht, dass so ein Roadtrip auch eine schöne Reise für Familien ist: Viele Museen und Sehenswürdigkeiten sind kinderfreundlich gestaltet und Kinder sind im familienorientierten Illinois sowieso immer willkommen!)

    Springfield Illinois Sehenswürdigkeiten Abraham Lincoln Museum

    Abraham Lincoln Presidential Library & Museum

    Das ausschließlich dem Leben und Wirken Abraham Lincolns gewidmetem Museum ist eine Mischung aus interaktiver Ausstellung und Multimedia-Vorführungen. Mag anfangs vielleicht sehr amerikanisch nach Walt Disney aussehen, ist aber sehr informativ und toll gemacht.

    Die Vorführung „Ghosts of the Library“ im Holavision Theatre nicht verpassen – und nachher darüber rätseln, ob der Erzähler ein Hologramm war oder doch in echt auf der Bühne stand. Und unbedingt nach kostümierten Wärtern Ausschau halten: die sind Teil der Ausstellung und tragen spontan im Museum verteilt Stücke vor!

    Zur Webseite der Abraham Lincoln Presidential Library & Museum

    Old State Capitol

    Im Old State Capitol in Springfield, das von 1840 bis 1876 als Abgeordnetenhaus von Illinois fungierte, ging Abraham Lincoln Zeit seines Lebens als Politiker und Anwalt ein und aus. Heute kann man dort noch alle Säle inklusive Einrichtung aus der damaligen Zeit besichtigen. 1858 kündigte genau hier Abraham Lincoln seine Präsidentschaftskandidatur an, und 2007 folgte ihm der damalige Senator von Illinois: Barack Obama.

    Zur Webseite des Old State Capitol

    Springfield Illinois Sehenswürdigkeiten Old State Capitol Saal

    Lincoln Home National Historic Site

    Hier kann man sich in einer Art Freilichtmuseum das Wohnhaus von Abraham Lincoln ansehen, in dem er bis zu seiner Wahl zum Präsidenten wohnte. Das Wohnhaus wurde aufwendig restauriert und in den Zustand zu Lincolns Lebzeiten versetzt. Aber nicht nur das Wohnhaus von Lincoln wurde erhalten, sondern auch der ganze Straßenzug von Springfield, Illinois.

    Springfield Sehenswürdigkeiten Abraham Lincoln Wohnhaus

    Und mithilfe der allgegenwärtigen Schauspieler, die das Leben zur damaligen Zeit zeigen, ist das ganze Gelände wie eine Zeitreise! Mit Glück begegnet man sogar einem täuschend echten Abraham Lincoln, der immer mal wieder die Straße entlang spaziert.

    Zur Webseite des Lincoln Home National Historic Site

    Lincoln’s Grab

    Abraham Lincoln wurde auf dem Oak Ridge Cemetery begraben, welcher dadurch einer der meistbesuchten Friedhöfe der USA ist. Nicht vergessen: Unbedingt die Nase der Lincoln-Büste vor dem Eingang des Mausoleums rubbeln, das soll Glück bringen! Der blank geschrubbten Nase nach ist das wohl richtig beliebt und für kleine Leute wie mich gibt’s sogar noch ’nen Hocker davor, damit man auch gut rankommt!

    Zur Webseite des Lincoln’s Tomb

    Springfield Illinois USA Sehenswürdigkeiten Abraham Lincoln Büste mit Nase
    Springfield Illinois Abraham Lincoln Nase Glücksbringer
    Vom vielen Reiben blank: Die Nase von Abraham Lincoln.

    Ein paar Lincoln Facts:

    • Abraham Lincolm war von 1861 bis 1865 Präsident der USA
    • der erste US-Präsident, der bei einem Attentat starb
    • Gegner der Sklaverei, was zum Sezessionskrieg zwischen dem liberalen Norden und den Sklaven haltenden Südstaaten führte (hallo Fackeln im Sturm mit Patrick Swayze – na, wer erinnert sich?)
    • gewann den Bürgerkrieg, führte Norden und Süden wieder zusammen und sorgte für das Ende der Sklaverei in allen Staaten
    • lebte mit seiner Familie in Springfield, Illinois, wo er sich als Anwalt und Politiker seine Karriere begann

    Springfield hat aber auch außerhalb der Lincoln-Stätten einiges zu bieten, so dass man mindestens einen vollen Tag dafür einplant, besser noch zwei Tage! Was man sonst noch alles gesehen haben sollte:

    Illinois State Capitol

    Springfield Illinois State Capitol Saal Parlament Abgeordnetenhaus

    1877 eingeweiht, dient das Illinois State Capitol noch immer als Abgeordnetenhaus von Illinois. Die schon von weitem sichtbare Kuppel ist über 100 Meter hoch (sogar höher als das Kapitol in Washington, DC!) und wirklich spektakulär, gerade auch durch die niedrige Bebauung der Kleinstadt Springfield. (Obwohl Springfield die Hauptstadt von Illinois ist, hat es nur schnuckelige 115.000 Einwohner!)

    Den ganzen Tag über finden Touren statt, bei denen man die Abgeordnetenkammer mit den beeindruckendsten Kristalllüstern besichtigen kann – je nach Verfügbarkeit. Auch die riesige Kuppel ist von innen noch einmal sehenswerter – ich konnte nach so viel Kleinstadtidylle unterwegs auf der Route 66 gar nicht fassen, plötzlich so viel pompöse Architektur zu sehen. Wirklich beeindruckend.

    Zur Webseite des Illinois State Capitol

    Mehr über Illinois findest du auch in meinem USA Blog

    Dana Thomas House von Frank Lloyd Wright

    Frank Lloyd Wright war einer der bekanntesten amerikanischen Architekten des letzten Jahrhunderts: Er entwarf zum Beispiel das Guggenheim Museum in New York. Mit seinen „Prairie Houses“ schuf er den Begriff der „organischen Architektur“, bei der sich Häuser und Gebäude nahtlos in Landschaft, Kunst und Kultur einfügen sollten.

    Springfield Illinois Dana Thomas House Tisch

    Eines dieser Prairie Houses ist das Haus von Susan Lawrence Dana: Viel Holz, unerwartet dunkel, aber für sein Baujahr (1902) ungeheuer visionär. 35 Zimmer, verteilt auf 3 Etagen und 16 Zwischenetagen insgesamt. Wilde Partys sollen hier stattgefunden haben. Ach ja, und ’ne Bowlingbahn gibt auch noch, direkt hinterm Hauseingang.

    Zur Webseite des Dana Thomas House

    Springfield Illinois Dana Thomas House Fenster
    Springfield Illinois Dana Thomas House Schreibtisch
    Springfield Illinois Dana Thomas House Teller Dekoration

    Essen und Trinken in Springfield: Die besten Locations

    In Springfield, Illinois, gibt es so einige Locations, die man unbedingt auf seinem Route-66-Trip mitnehmen sollte! Amerikanischer wird’s nämlich nicht. Und wie auch im Rest von Illinois findet man hier zahlreiche „Maker“: Kreative Kleinunternehmer aus Handwerk, Handel und Landwirtschaft – fair produziert, lokal und nachhaltig. Alle sind zusammengeschlossen in einem öffentlichen Programm namens Illinois Made.

    Auf unserem Roadtrip durch Illinois haben wir immer mal wieder einige kennengelernt, Café- und Restaurantbetreiber, Mikrobrauereien oder Handwerker – und es ist beeindruckend, mit welchem Enthusiasmus diese kleinen Unternehmen bei der Sache sind.

    Custom Cup Coffee

    Hier wird der Kaffee vor Ort geröstet – und man kann sogar dabei zuschauen! Bei Interesse werden alle Fragen zum Thema Kaffee beantwortet. Die Betreiber von Custom Cup Coffee legen Wert auf fair gehandelten Kaffee und kennen einen Großteil der Lieferanten aus aller Welt persönlich. Und neben fantastischem Kaffee und sympathischem Service gibt es die geilsten Apfel-Zimt-Bacon-Taschen überhaupt.

    Route 66 Motorheads Bar

    Die Route 66 Motorheads Bar ist nicht nur die klassische Route 66 Trucker Bar am Straßenrand, sondern gleichzeitig auch ein Museum mit Oldtimern vor der Tür, Vintageschildern innen und außen und viel Neon. Im Schuppen nebenan kann man nicht nur noch mehr Stücke bewundern, sondern auch beim Restaurieren zusehen. Übrigens: Ein absolut fantastischer Fotospot!

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    Springfield Illinois grauer Oldtimer Motorheads

    Cozy Dog Drive In

    Wirkliches Must-See auf der Route 66: Im Cozy Dog Drive In wurde der Cozy Dog erfunden, ein im Teigmantel frittiertes Hotdog-Würstchen am Spieß. Hört sich skandalös fettig an, isses auch, aber auch irgendwie lecker. Eine Portion mit Pommes für zwei reicht – wie auch sonst überall – locker für vier. Die Portionen sind riesig.

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    Der Cozy Dog Drive In ist eine Route-66-Institution. Hierhin kommen seit 1949 Jung und Alt, und nicht nur Touristen! Die Atmosphäre ist herzlich-familiär, jeder kennt jeden, und alle kennen Bob Waldmire: Die Route-66-Legende, über die es im Route-66 Hall of Fame and Museum in Pontiac eine ganze Ausstellung gibt, ist der Sohn des Gründers, Ed Waldmire. Der Cozy Dog Drive In ist übrigens immer noch in Familienhand und wird mittlerweile von einem der Enkel Eds betrieben.

    Springfield Illinois Cozy Dog Drive In

    Engrained Brewery & Restaurant

    Bei Engrained wird gebraut, was das Zeug hält: Wer mag, bestellt sich direkt eine Kollektion aus mehreren Bieren, fünf Stück, auf einem Holzbrett serviert. Ich kann es nur empfehlen, denn eins ist leckerer als das andere. Aus den Getreideüberbleibseln aus der Bierproduktion macht Engrained übrigens den Teig für ihre Flatbread Pizzas, da wird nix verschwendet!

    Springfield Illinois Bier Verkostung Engrained

    Und hier gibt es ebenfalls das für Springfield, Illinois, typische Horseshoe Sandwich: Ein Toastbrot mit einem fetten Burgerpatty, darüber Pommes ohne Ende und das Ganze getoppt mit Käsesauce. Die Portion wie immer: riesig. Wem das zu viel ist, der bestellt einen Ponyshoe. Nicht, dass es einen großen Unterschied machen würde: So oder so, von der Diät muss man sich auf der Route 66 bei Bier, Horseshoes und Cozy Dogs eh langsam verabschieden.

    Springfield Illinois Horseshoe Sandwich

    Praktische Tipps für einen Besuch in Springfield, Illinois

    Für Springfield sollte man genug Zeit einplanen, es gibt viel zu sehen. Es lohnt sich also, in Springfield einen Zwischenstopp einzulegen und hier zu übernachten. In der Stadt gibt es einige große Hotels mit guten Übernachtungsmöglichkeiten, darunter das Wyndham Springfield City Centre. Von außen ein auffälliges Hochhaus, dem einige Bürger in Springfield dafür einen anzüglichen Spitznamen verliehen haben, hat es einen großen Vorteil: Von hier aus hat man in den oberen Etagen den besten Blick über die Stadt und das State Capitol. Unbedingt nach dem Zimmerblick in Richtung Zentrum fragen.

    Springfield lässt sich übrigens von Chicago auch mit dem Zug erreichen, falls man kein Auto mieten möchte – aber vor Ort ist man tatsächlich oft besser mit dem Auto unterwegs, da die öffentlichen Verkehrsmittel nicht besonders gut ausgebaut sind und einige Locations ziemlich weit voneinander entfernt sind.

    Diese Recherchereise wurde von Enjoy Illinois unterstützt.

  • Roadtrip auf der Route 66: Eine legendäre Straße und ihre Geschichten.

    Roadtrip auf der Route 66: Eine legendäre Straße und ihre Geschichten.

    Route 66. Schon allein der Name ruft die verschiedensten Assoziationen hervor: Ich träume von Freiheit, endlosen Straßen durch den Mittleren Westen Amerikas und fahren, fahren, fahren in die Weite eines Landes, das mir mit jedem Besuch rätselhafter und faszinierender zugleich erscheint. Wusstet ihr eigentlich, dass die Route 66 mitten im Herzen von Chicago startet? Bei The Bean um die Ecke sozusagen? So lassen sich ein paar Tage Chicago perfekt mit einem kurzen Ausflug entlang der Route 66 verbinden: Ein richtig amerikanischer Roadtrip! Wie im Film halt. Das stand schon immer irgendwie auf meiner Muss-ich-unbedingt-im-Leben-gesehen-haben-Liste.

    historic route  sign

    Der Charme des Mittleren Westens

    Ab Chicago kann man durch ganz Illinois der alten Route 66 folgen, und es fühlt sich an wie eine Zeitreise durch das Amerika des letzten Jahrhunderts. Jeder Ort entlang der Route 66 in Illinois hat seinen eigenen Charme und seine eigene Geschichte in Verbindung mit der Straße, die nicht nur das Land, sondern auch das Leben der Menschen durchkreuzte. Und diese waren es auch, die diesen Roadtrip so besonders gemacht haben.

    alte tankstelle an der route

    Schon in Chicago fiel mir die unvergleichliche Freundlichkeit der Leute auf. Der ruppige Berliner in mir war ganz irritiert, als sich mehr als nur einmal wildfremde Menschen vor mich warfen, nur um mir die Tür aufzuhalten. Oder spontane High-Fives mit Schuhverkäufern, die meine Schuhe bewunderten. Oder fremde Frauen, die einem mitten auf der Straße zurufen: „I love your skirt!“ Einfach so. Weil man was Nettes ja auch laut sagen kann, statt nur verstohlen zu gucken. Überhaupt: Nett sein ist hier die Grundausstattung fürs Leben. Und dabei waren wir immer noch in einer anonymen Großstadt!

    maisfeld in illinois

    Das Ganze sollte aber noch erstaunlicher werden, als wir auf unserem Roadtrip die Stadt verliessen. Erschreckend schnell wurde aus Großstadt Land: Chicago selbst hat nur 2,7 Millionen Einwohner, und der Rest drumherum verteilt sich so gut, dass man relativ schnell das Gefühl hat, bereits auf dem platten Land zu sein, wenn man mit dem Auto die Stadt verlässt.

    auf der historic route  in illinois

    Und hier erreicht einen wirklich die positive Energie und Lebensfreude des Mittleren Westens. Nicht einmal, nicht ein verdammtes einziges Mal, hatte ich auf unserem Roadtrip das Gefühl, auf schlecht gelaunte oder unfreundliche Menschen zu treffen. Es war verrückt, nahezu unwirklich. Im Gegenteil, die Freude, seine Stadt, seine Route 66, seinen Mittleren Westen zu zeigen, war allen ein Herzensgeste – und dieser Ausbund an positiver Lebenseinstellung und reiner, echter Freude war so mitreißend, dass ich zum ersten Mal wirklich verstand, warum Menschen von Amerika so fasziniert sind.

    Route 66 – eine Straße voll amerikanischer Geschichte

    Eigentlich gibt es die Route 66 als offizielle Straße gar nicht mehr. Denn irgendwann hatte niemand mehr Lust auf fast 4000 Kilometer Kopfsteinplaster und/oder einspurige Landstrassen: Die Route 66 wurde schon 1926 als wichtigste Ost-West-Verbindung in Betrieb genommen.

    ➜ Mehr über die Route 66 und was man dort alles erleben kann findest du hier

    alte motel schilder in illinois

    Was damals eine Revolution für die Infrastruktur war, reichte irgendwann dem zunehmendem Verkehr nicht mehr aus. Die Route 66 wurde mehrfach verlegt und umgebaut, bis sie an den meisten Stellen durch Interstate Highways ersetzt wurde. Was blieb, war der Mythos. Zusammen mit den skurrilen Geschichten, den herzlichen Menschen und den vielen Raststätten und Läden entlang der Straße, die mit den auffälligsten Schildern und verrücktesten Bauten vorbeifahrende Autos lockten.

    cozy dog diner preisliste

    *Transparenz: Ich wurde zu Recherchezwecken von Enjoy Illinois auf diese Reise eingeladen.

  • Chicago Food Guide: 6 richtig gute Restaurant-Tipps

    Chicago Food Guide: 6 richtig gute Restaurant-Tipps

    Chicago ist das absolute Foodie-Paradies! Restauraunts, Bars, Cafés ohne Ende! In den USA bekommt man nur schlechtes Essen? Nicht in Chicago… die Recherche für diesen Food Guide Chicago war wirklich nicht schwer. Ich muss ja zugeben, dass ich in den USA oft Schwierigkeiten habe, was die Essensbeschaffung angeht. Burger&Co. sind sicherlich ab und zu okay, aber immer wieder Frittiertes, übersalzenes Essen, wenig frisches Obst und Gemüse und keine geschmackliche Abwechslung ist auf Dauer langweilig. In Großstädten findet man dann doch noch Alternativen, wie gewohnt teuer, aber wenig spektakulär bzw. den Preis auch wert. Chicago dagegen ist ein Paradies für alle, die gerne lecker essen und trinken: Hier reiht sich ein gutes Restaurant an das nächste, genauso wie tolle Bars mit sehr guten Bartendern. Eine kleine Auswahl habe ich euch hier mitgebracht: Meine besten Restaurants aus Chicago – Klassiker und neue Trends!

    ginos

    1) Gino’s East: Originale Chicago Deep Dish Pizza

    Die Deep Dish Pizza ist wohl das berühmteste Chicagoer Gericht. Von italienischen Einwanderern erfunden, gehört die Deep Dish Pizza zu Chicago wie der Willis Tower. Ohne einmal eine Deep Dish Pizza probiert zu haben, sollte man Chicago eigentlich nicht verlassen. Dabei ist die Deep Dish Pizza so ganz anders als die herkömmliche italienische Pizza.

    Sie ist erstens kleiner und viel höher, ähnlich einer Quiche, und zweitens in anderer Reihenfolge belegt, nämlich fast genau andersherum. Der Teig ist durch das enthaltene Maismehl gelblich und ist eher eine Mischung aus Blätter- und Mürbeteig. Der Käse kommt ganz unten auf die Pizza, Tomatensoße und andere Beläge obenauf. Geschnitten wird die Pizza in Viertel, und beim Anschneiden zieht der reichlich vorhandene Käse Unmengen an Fäden, wenn man das Pizzastück anhebt.

    Tipp für Pizzafans
    Auf dieser Foodtour lernst du alles über die berühmte Deep Dish Pizza und kannst verschiedene Sorten probieren:
    Buche hier deine Pizza-Tour*

    ginos

    Gino’s East ist seit 1966 einer der Institutionen in Chicago, was Deep Dish Pizza angeht! Das Besondere an dieser Location ist allerdings nicht nur die Pizza, sondern die Tatsache, dass jeder Gast zur Pizza einen Edding ausgeliehen bekommt, mit dem er sich irgendwo an einem der Wände in diesem sich über mehrere Etagen erstreckende Lokal verewigen kann! Und nichts wird von den Betreibern überstrichen! Die Wahrscheinlichkeit ist also sehr groß, dass man sein Kunstwerk beim nächsten Besuch auch wiederfindet, vorausgesetzt, man hat sich in dem ganzen Kritzel-Wirrwarr noch einigermaßen die Stelle gemerkt: das komplette Lokal ist nämlich von oben bis unten bekritzelt!

    www.ginoseast.com

    Powered by GetYourGuide

    2) Lou Mitchell’s: American Diner an der Route 66

    Richtig amerikanisch gibt’s in Chicago auch – und zwar wirklich richtig! Das Lou Mitchell’s liegt genau am Ende der berühmten Route 66 (der Anfang liegt in der Parallelstraße, da beide Straßen Einbahnstraßen sind) und ist ein klassisches amerikanisches Diner. Das Essen ist authentisch, wie gewohnt amerikanisch schwer, und vielleicht daher auch nicht jedermanns Sache. Was mich allerdings viel mehr beeindruckt hat als das Essen (und deswegen habe ich es auch hier in die Liste aufgenommen) ist die absolut authentische American-Diner-Atmosphäre mit einer echten Retro-Einrichtung und Kaffee bis zum Abwinken. Einen besseren Ort, um einen Roadtrip entlang der Route 66 zu starten, gibt es eigentlich nicht!

    www.loumitchells.com

    Städtereise in den USA geplant?
    ➜ Hier erfährst Du mehr über Chicago und viele andere US-Großstädte!

    3) Chicago Hot Dogs am Navy Pier

    Wie auch schon bei der Pizza, war mir vorher gar nicht bewusst, dass es einen Hot Dog im Chicago-Style gibt, der in Chicago an jeder Ecke zu bekommen ist und viel beliebter ist als die herkömmlichen Varianten mit Röstzwiebeln oder Sauerkraut.

    Im Biergarten am Navy Pier gibt es einen besonders leckeren Hot Dog – meint man gar nicht! Da gibt’s nämlich noch die fantastische Aussicht auf den Lake Michigan und die Skyline von Chicago gratis dazu. Auf den Chicago Hot Dog kommt übrigens allerlei Frisches: weiße Zwiebelwürfel, viele Tomatenstückchen, Gewürzgurken, Senf und eingelegtes Gemüse. Das Brötchen ist mit Mohn bestreut, das Würstchen nur aus Rindfleisch. Bunt und lecker! Und: Ketchup ist ein absolutes No-Go beim Chicago-Style Hot Dog!

    Biergarten auf dem Navy Pier

    4) Hugo’s Frog Bar & Fish House: Froschschenkel, Steaks und Seafood

    Ja, ich hab’s echt getan: Ich habe Froschschenkel gegessen. Und was soll ich sagen? Schmeckt wie Hühnchen! Natürlich! 🙂 Hugo’s Frog Bar ist die Institution in Chicago für Froschschenkel, der französische Einfluss halt, irgendwie haben alle Küchen dieser Welt ihre Spuren in Chicago hinterlassen. Hugo’s ist etwas hochpreisiger, dafür aber auch unschlagbar, was die Qualität angeht. Fisch esse ich sowieso liebend gerne, Meeresfrüchte wie Krabben und Muscheln eher weniger, aber bei Hugo’s habe ich sogar Königskrabben mit Freuden gegessen.

    Hugo’s Frog Bar & Fish House gehört übrigens zum besten Steakhaus der Stadt, Gibson’s (gleich nebenan), und serviert für Nicht-Fisch-Fans auch bestes Black-Angus-Rind. Mein Filet war göttlich! Das Ambiente ist ebenfalls klassisch amerikanisch, aber halt in schön… Große Bar, viel dunkles Holz, Tische mit karierten Tischdecken und aufmerksamer Service. Vorsicht bei den Desserts: Eine Portion reicht locker für fünf – oder man nimmt den Rest in der Doggy Bag mit und kann am nächsten Tag noch Gäste zum Kaffee einladen.

    www.hugosfrogbar.com

    5) The Allis: Afternoon Tea im Soho House

    Ein Soho House ist immer auch eine Garantie für ein schönes Café. In Chicago findet sich im Erdgeschoss des Soho House The Allis, schön zum Kaffeetrinken, Frühstück oder Afternoon Tea. Die Einrichtung ist irgendwas zwischen englischer Bibliothek und amerikanischem Clubhaus, gemütlich aber null angestaubt. Kaffee trinken und staunen.

    www.theallis.com

    allis

    6) Dove’s Luncheonette: Chicago Blues & Soul aus den 70ern

    Noch ein Diner. Diesmal aber eine gelungene Symbiose aus Retrolook und moderner Tex-Mex-Küche. Die Einrichtung mit Holzvertäfelungen und Jukebox versetzen einen umgehend in die 70er Jahre. Dazu ist die Küche modern: Keine überladenen Teller, wie man es vielleicht sonst von mexikanischer Küche in den USA gewohnt ist, viele frische Zutaten und ungewöhnliche Kombinationen.

    Dove’s Luncheonette liegt in Wicker Park gleich unter der CTA Station Damen. In der Gegend gibt es übrigens jede Menge spannende Lokale, und direkt um die Ecke ist die Milwaukee Avenue, eine richtig nette Einkaufsstraße, in der man kleinere Boutiquen, aber auch größere Filialen wie Urban Outfitters findet. Perfekt, wenn man keine Lust auf Shopping Malls oder das geschäftige Treiben rund um die Michigan Avenue in Downtown hat.

    www.doveschicago.com

    In welcher Gegend gibt es die besten Locations?

    Chicago hat natürlich noch viel mehr zu bieten, aber ich denke, das ist eine schöne Auswahl, die gut die Bandbreite der Möglichkeiten repräsentiert. Selber entdecken macht auch Spaß – hier noch ein paar Gegenden, in denen man tolle Lokale findet:

    • West Loop: ein ehemaliges Industriegebiet, rund um den Fulton Market und entlang der Randolph Street finden sich jede Menge tolle Lokale, auch abends eine nette Ausgehmeile. Einmal im Jahr findet das Food Festival „Taste of Randolph“ mit viel Musik und Essen der umliegenden Lokale statt.
    • Wicker Park: rund um die Station „Damen“, entlang der Milwaukee Avenue und der Division Street
    • rund um den Logan Square
    • und natürlich Downtown

    Mehr Artikel über Chicago und Illinois auf einen Blick:

    Die besten Sehenswürdigkeiten in Chicago
    Von Chicago aus die Route 66 entlang durch Illinois
    Springfield: Illinois‘ bedeutende Hauptstadt
    Budget-Tipp: So kannst du im teuren Chicago dein Portemonnaie schonen!

    Auf die Reise nach Chicago und Illinois wurde ich von Enjoy Illinois eingeladen.

  • Chicago im Sommer: Tipps für deine Städtereise in die USA

    Chicago im Sommer: Tipps für deine Städtereise in die USA

    Willst du im Sommer nach Chicago? Städtereisen in die USA gehen eigentlich das ganze Jahr über, aber hier in diesem Artikel habe ich dir speziell ein paar sommerliche Ideen zusammengetragen! Und keine Sorge, auch im Sommer ist Chicago richtig spannend!

    Tipps:
    ➜ Die 20 besten Sehenswürdigkeiten in Chicago
    ➜ Mein Foodguide für Chicago
    ➜ Architektur in Chicago
    ➜ Günstige Unterkünfte für Chicago

    Chicago im Sommer Blick auf den Chicago River und die Skyline

    Beim Abschied letztes Mal von Chicago wurde ich tatsächlich sehr sentimental: Nur 24 Stunden hatten gereicht, mich von dieser Stadt faszinieren zu lassen. Vielleicht auch, weil ich ohne große Erwartungen dort landete.

    Chicago: Der Geheimtipp unter amerikanischen Großstädten

    Wer hat schon Chicago als coole Stadt auf’m Schirm? Während dieser Zeit, in der ich ausnahmsweise Lang- statt Kurzstrecke geflogen bin, war ich oft in den USA. Das nie wirklich gerne: die Flüge waren sowieso anstrengend, die Ruhezeit kurz und wenn man schon als eigentlicher Berlin-Langschläfer ungewohnterweise schon um vier Uhr morgens jetlagbedingt senkrecht im Hotelbett steht, dann nimmt der folgende halbe freie Tag schon keinen guten Anfang.

    Chicago im Sommer Vorbeifahrende Hochbahn Chicago Loop

    Und überhaupt gab es nicht viel, was mich an den Zielen in den USA reizte: Sicherlich – es war toll, mal Boston, Washington oder Denver kennenzulernen, von New York (das ich zwar schon kannte, doch von New York kriegt man/ich einfach nie genug) und Miami ganz zu schweigen. Aber New York ist nun mal New York, und Miami – naja, das war mit meinen südamerikanischen Wurzeln eher wie ein Heimatbesuch als das große Amerika.

    Alle Berichte zu Chicago und Umgebung findest du hier

    Chicago Theatre bei Nacht Städtereise in die USA

    Nur Chicago hatte mich zum Ende meines Langstreckengastspiels gepackt und das irgendwie ganz unerwartet. Auf meiner persönlichen Muss-ich-mal-gesehen-haben-Landkarte war Chicago nie existent – doch dann entpuppte es sich als eine so tolle Stadt, dass ich gar nicht mehr weg wollte: Großartige Architektur, eine Skyline und Großstadtflair fast wie in New York, tolle Museen, riesige Shoppingtempel und trotzdem eine freundliche, nahezu herzliche Atmosphäre, überall wo man hinkommt. Der miesepetrige Berliner in mir war irritiert und begeistert zugleich. Der Abschied war wie zu erwarten schwer, ich wäre zu gerne noch 1-2 Tage länger geblieben, aber im Dienst fragt einen ja keiner. Der Pick-Up wartet, los, los, ab zum Flughafen, zurück nach Deutschland. Und ich wusste: Ich war bestimmt nicht zum letzten Mal hier. Wie der Zufall es so wollte, landete ich fast ein Jahr später wieder in Chicago – und diesmal musste ich nicht wieder nach 24 Stunden zurück. Eins vorweg: An meiner Begeisterung für die Stadt hat sich nichts geändert.

    Chicago als Sommer-Destination: Städtereise in die USA

    Chicago kann im Winter eiskalt und mehr als ungemütlich werden – der Sommer ist dafür umso schöner. Grundsätzlich muss man in Chicago für sämtliche Wetterkapriolen gerüstet sein. Innerhalb weniger Tage änderte sich das Wetter von windig und regnerisch zur schlimmsten Hitzewelle mit offizieller Wetterwarnung. Aber die ständigen extremen Wetterwechsel schienen niemandem die gute Laune zu rauben und mehr als einmal hörte ich den allgemeinen Standardspruch zum Wetter:

    Wenn du dir in Chicago anderes Wetter wünschst, wechsele einfach die Straßenseite!

    Und so genießen alle den Sommer in Chicago: Mit freien Konzerten und Events überall, Straßenfesten, Strandleben (ja, kleine Strandabschnitte am Lake Michigan gibt’s auch fast mitten in der Stadt) oder einfach nur Grillen im Vorgarten.

    Buckingham Fountain in Chicago Städtereise USA

    Was kann man im Sommer in Chicago unternehmen? Einige Tipps.

    Die Liste an Sehenswürdigkeiten und „Things to do“ in Chicago ist lang. Speziell im Sommer gibt es noch viel mehr Outdoor-Möglichkeiten, daher sind dies nur ein paar Vorschläge, um den Aufenthalt in Chicago zu gestalten.

    Millenium Park – Konzerte für lau und ein Foto vor „The Bean“

    The Bean heißt eigentlich Cloud Gate und ist eine Skulptur von Sir Anish Kapoor. Schnell wurde The Bean nach seiner Fertigstellung 2006 zum Wahrzeichen der Stadt und heute kloppen sich Scharen von Touristen tagtäglich davor, um das beste Foto zusammen mit The Bean zu ergattern. Ich natürlich auch, denn The Bean hat mich schon beim letzten Mal Chicago beeindruckt. Die Spiegelungen von Menschen, Skyline und Himmel auf der blank polierten Oberfläche sind einfach faszinierend.

    Chicago Städtereise USA im Sommer The Bean

    Nebenan, im Jay Pritzker Pavilion, einem Open-Air-Gelände, und den angrenzenden Parks gibt es den gesamten Sommer hindurch kostenlose(!) Konzerte und Musikfestivals von Jazz über House bis Reggae, dazu noch allerlei Events wie morgendlichem Yoga oder Urban Gardening Projekten. Ein Blick in das jährliche Sommer-Programm des Millennium Parks lohnt sich!

    Straßenfeste ohne Ende: Raus in die Kieze von Chicago!

    Nicht nur mitten in der Stadt wird der Sommer gefeiert, auch in den einzelnen Stadtteilen und Bezirken von Chicago finden immer wieder Outdoor-Events statt. Chicago ist wahrlich ein Schmelztiegel vieler verschiedener Kulturen und jede einzelne feiert sich mit einem eigenen Event, so bekommt man den Eindruck. Bemerkenswert daran fand ich, das viele Einwandererfamilien in Chicago bereits seit mehreren Generationen in Chicago leben und immer noch ihre eigene Kultur pflegen – ohne sich dabei abzukapseln. Im Herzen sind alle auch Chicagoer – und diese Gemeinsamkeit spürt man. Auch in Bezug auf das multikulterelle Miteinander ist die Atmosphäre in Chicago wirklich einzigartig.

    Stadtteil Humboldt Park in Chicago

    In Humboldt Park fand zum Beispiel das Puerto Rican Festival statt – Paraden, Autokorsos, ein Park voller Kirmesbuden und Salsa und Reggaeton an jeder Ecke. Einladend und offen für alle.

    Puerto Rican Festival in Humboldt Park in Chicago USA

    Oder es gibt Foodfestivals wie das „Taste of Randolph“ in West Loop. Dieser Stadtteil war früher Gewerbegebiet, mit Lagerhallen und Fabriken, ist aber in den letzten Jahren zum absoluten Food-Mekka (die Chicagoer lieben gutes Essen sowas von) und Hipster-Stadtteil mutiert.

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    Rund um den Fulton Market und entlang der Randolph Street gibt es die tollsten Restaurants und Bars; so viele, dass man garantiert einige Wochen bräuchte, um sich da durchzuprobieren. Das „Taste of Randolph“ ist daher die beste Gelegenheit. Alle dieser Restaurants sind mit einem Essensstand vertreten und bieten ihre besten Gerichte zum kleinen Preis an. Dazu gibt’s Bühnen mit richtiger guter Musik – und wieder mal: einer absolut einladenden und entspannten Atmosphäre. Die sind einfach herzlich, diese Chicagoer.

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    Mit dem Segway durch die Parks von Chicago

    Wenn man die ganzen Skyline-Fotos von Chicago sieht, scheint es unglaublich, dass es mitten in dieser Stadt große Grünflächen gibt. Aber so wie beim Central Park in New York hat man auch in Chicago wert darauf gelegt, mitten in der Stadt große Parks wie den Grant Park, der den Millennium Park beherbergt, oder den Lincoln Park mit seinem kostenlosen (!) Zoo zu unterhalten.

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    Den Grant Park und die folgenden Grünflächen entlang des Ufer des Lake Michigan habe ich mit dem Segway erkundet – was rückblickend gesehen trotz der hohen Temperaturen echt eine gute Idee war. Zum einen kühlt der Fahrtwind ein bisschen, zum anderen ist die ganze Anlage so riesig, dass man zu Fuss lange unterwegs wäre. Außerdem ist die gesamte Strecke relativ flach und gut asphaltiert. Segway fahren ist innerhalb weniger Minuten gelernt und macht jede Menge Spaß!

    Zur Segway-Tour entlang des Lake Michigan*

    Chicago von oben – die zwei besten Möglichkeiten

    Eine Stadt wie Chicago schaut man sich am besten von oben an – dafür gibt es zwei besondere Spots: den Willis Tower (früher Sears Tower und mal das höchste Gebäude der Welt) oder das 360 Chicago Observation Deck auf dem John Hancock Tower mitten auf der Michigan Avenue, der Haupteinkaufsstraße Magnificent Mile. Beide bieten bei gutem Wetter tolle Aussichten auf ganz Chicago und den Lake Michigan – und beide Locations haben noch ein extra Gimmick! Auf dem Skydeck des Willis Tower gibt es vier vollverglaste Austritte und im 360 Chicago kann man sich auf schräge Panoramafenster legen, die nach vorne kippen.

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    Früh kommen lohnt sich, die Aussicht ist besser und man erspart sich lange Warteschlangen, vor allem im Sommer. Auch der Sonnenuntergang von einer der Aussichtsplattformen ist sehenswert. Der Eintritt ist leider relativ happig, aber mit einem Chicago City Pass kannst du die Reisekasse schonen. Am besten du vergleichst einfach: Lohnt sich der Chicago City Pass? (Erfahrung & Preise)

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    Willst Du noch mehr über Chicago lesen? Hier findest du mehr:

    The 606 – Outdoor-Geheimtipp in Wicker Park

    Die Stadtteile in Chicago sind definitiv eine Erkundungstour wert. Gegenden wie Wicker Park, Bucktown, Logan Square oder Boystown haben alle ihren eigenen Charme und man kann durchaus einen ganzen Tag damit verbringen, sich einzelne Stadtteile näher anzusehen. Wicker Park hat zum Beispiel jede Menge toller Cafés und Restaurants, bei denen man bei sommerlichen Temperaturen auch draußen sitzen kann (kommt mir als Klimaanlagenvermeider immer sehr entgegen!). Und kleine, feine Läden. Und zwischendurch Street Art. Die perfekte Umgebung also für einen chilligen Tag in Chicago!

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    Wer nach den Parks in Downtown noch mehr Lust hat auf Outdoor, der sollte sich in Wicker Park den 606 Trail ansehen – eine relative gut versteckte alte Hochbahntrasse, die ähnlich der Highline in New York zum Naherholungsgebiet umfunktioniert wurde. Die Zugänge sind auf Anhieb schwer zu finden und Touristen zieht es weniger her, aber ist man einmal oben, sieht man Chicagos Wohngebiete mal von einer anderen Perspektive. Schöner Kontrast zum geschäftigen Zentrum! Wie man am besten hinkommt: Webseite des 606 Trails.

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    Mit dem Boot, Bus und Bahn durch Chicago

    Weil’s letztes Mal so schön war, und um mich an diesen tollen Tag nochmal zu erinnern, habe ich dieses Mal wieder eine Bootstour gemacht. Die Möglichkeit durch die Wolkenkratzer fast hindurchfahren zu können, ist einmalig.

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    Die Architektur-Bootstour* ist wirklich sehr gut und hebt sich sehr von üblichen Touristentouren ab. Die Guides haben wirklich ein breites Architekturwissen – und ich wäre vor meinem ersten Besuch niemals auf die Idee gekommen, dass Chicago architektonisch so interessant ist! Wer sich doch nicht so für Architektur interessiert, dem empfehle ich wenigstens eine klassische Bootstour durch Chicago, um wenigstens einmal Chicago vom Lake Michigan aus zu sehen – der Blick auf die Skyline vom Wasser aus ist einmalig.

    Für das Fortkommen innerhalb der Stadt kann man einfach eines der Water Taxis nehmen. Die sind kleiner, meist nie überlaufen, und mit einem Tagespass für nur 10 Dollar kann man die Stadt erkunden wie mit einem Hop-On-Hop-Off-Bus! Die Water Taxis halten nämlich an allen wichtigen Punkten des Chicago River. Zusammen mit einem CTA Tagesticket für ebenfalls nur 10 Dollar, mit dem man alle öffentlichen Busse, U- und Hoch-Bahnen (inklusive der, die rundherum ums Zentrum fährt, The Loop, und tolle Aussichten bereithält!) nutzen kann, ist das die perfekte Kombination.

    ➜ Buche hier die Architektur-Bootstour auf dem Chicago River*

    ➜ Buche hier die klassische Bootstour durch Chicago und auf den Lake Michigan*

    Unterkünfte in Chicago

    Ein Hotel oder eine Übernachtungsmöglichkeit ist in einer Stadt wie Chicago kein Problem – nur leider eben sehr teuer. Was sich aber auch bei dieser fantastischen Stadt wirklich lohnt.

    Hier ein paar selbst getestete Hotel-Vorschläge:

    Low Budget mit authentischem Charme: Freehand Chicago, mittendrin und mit einer sensationell guten Bar nicht nur für Hotelgäste ausgestattet
    Riesiger Hotelklassiker mit beeindruckendem Ballsaal als Eingangshalle: Hilton Chicago an der Michigan Avenue
    Direkt auf der Magnificent Mile: das Warwick Allerton Chicago verbindet Großstadtflair mit klassischem Luxus

    Auf die Reise nach Chicago und Illinois wurde ich von Enjoy Illinois eingeladen. Meine Meinung bleibt davon natürlich unberührt – ich war ohnehin schon vorher von Chicago begeistert 🙂

  • New York: Ausflug nach Coney Island & Brighton Beach

    New York: Ausflug nach Coney Island & Brighton Beach

    Ach, New York. Dieser Stadt werde ich wohl nie überdrüssig, sogar die frische Brise am Brighton Beach in Coney Island konnte mir nichts anhaben. Im Januar bin ich nochmal privat nach New York geflogen, wahrscheinlich auch ein bisschen aus Gründen der Aufarbeitung. In neun Monaten auf der Langstrecke war ich nämlich drei oder vier Mal dort, glaube ich. Ein besonderer Umstand, denn eigentlich habe ich immer dafür gesorgt, dass sich die Destinations in meinem Dienstplan nicht allzu sehr wiederholen. Ich wollte ja in der kurzen Zeit möglichst alles sehen, was der Flugplan hergibt.

    coney island

    Aber für New York habe ich von meinem Vorsatz eine Ausnahme gemacht. New York ist nie zuviel. Wobei die Aufenthalte immer kurz waren und ich mit meiner Mischung aus Erschöpfung und Jetlag zu kämpfen hatte, so dass am Ende von gut 24 Stunden vor Ort abzüglich langen Busfahrten zum Hotel und einer Mütze Schlaf nie viel Zeit blieb. Also war klar: Irgendwann müsste ich nochmal zurück nach New York, mit mehr Zeit. Um zu sehen, ob ich es nicht vielleicht doch vermisse, dienstlich nicht mehr regelmässig dort aufzuschlagen.

    Hier findest du übrigens noch mehr Inspirationen für deinen Trip nach New York

    Fakten zu Coney Island

    • Coney Island befindet sich im südlichen Teil vom New Yorker Stadtteil Brooklyn
    • Anfang des 20. Jahrhunderts war Coney Island für seine Vergnügungsmeile weltweit berühmt
    • Fahrgeschäfte wie das 1920 erbaute Riesenrad „Wonder Wheel“ oder die 1927 eröffnete Holzachterbahn „The Cyclone“ waren revolutionär
    • Jährlich findet die Mermaid Parade statt, ein großer Straßenumzug, der den Beginn der Sommersaison markiert

    Coney Island im Winter

    Drei Faktoren kamen dann Anfang des Jahres zusammen: Ich hatte jede Menge frei, ich hatte noch einen Urlaubsflug aus dem letzten Jahr übrig und das Beste: es gab einen Direktflug von Berlin nach New York, der immer unterirdisch leer war. Direktflüge auf der Langstrecke sind von Berlin aus ja immer eine Rarität, und viele Routen überleben auch nicht mehr als eine Saison. (Den Flug nach New York gibt’s jetzt im Sommerflugplan auch schon wieder nicht mehr.) Umsteigen ist mir nämlich immer ein Gräuel, vor allem an großen Flughäfen. Die Wege sind lang, das Drumherum stressig und laut; das macht Reisen einfach nur doof und anstrengend. Da ist ein menschenleerer Direktflug ohne viel Schnickschnack und Gerenne von einem kleineren Flughafen direkt vor der Haustür ein wahres Geschenk.

    Wonder Wheel Schild
    Das berühmte Riesenrad Wonder Wheel ist das Wahrzeichen von Coney Island

    Brighton Beach: Der Strand von Coney Island

    Ziemlich schnell stellte sich während meiner Zeit auf der Langstrecke heraus: Ich mag New York, ich mag weit weg reisen – aber dann lieber privat als dienstlich. Zum ersten Mal wieder in Amerika mehr Zeit zu haben, nicht von totaler Erschöpfung und diversen emotionalen Nebenschauplätzen geplagt zu sein, war so entspannend und angenehm. Und die viele Zeit vor Ort! Fast einen ganzen Tag habe ich damit verbracht, nach Coney Island bis nach Brighton Beach zu fahren und einen sonnigen Tag am Meer zu genießen. Wettermäßig ein echtes Geschenk.

    coney island
    Im Sommer perfekt zum Baden: Die weiten Strände von Coney Island

    Und alles ist so nostalgisch schön. Die Strandpromenade, die Essensbuden, das bekannte Riesenrad Wonder Wheel, das zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten von Coney Island zählt. Über den Winter hat alles geschlossen; kein Wunder, denn die Winter in New York sind manchmal so hart, dass man wochenlang nicht das Haus verlassen möchte. Trotzdem: An einem klaren Wintertag ist Coney Island aber die totale Abwechslung vom Großstadtdschungel Manhattans und man kann sich vom frischen Atlantikwind den Kopf frei pusten lassen.

    Bist du USA-Fan?
    Hier findest Du noch mehr Inspirationen zu Städtereisen in den USA

    Vergnügungsparks in Coney Island

    Wer Coney Island mit seinen ganzen Buden und Fahrgeschäften in Aktion erleben will, sollte von Frühjahr bis Herbst vorbeikommen: Die Saison ist in Coney Island von Ende März bis Ende Oktober. Für eine Fahrt mit dem legendären Wonder Wheel muss man in Deno’s Wonder Wheel Amusement Park, für die nostalgische Achterbahn Cyclone in den Luna Park.

    Coney Island ist irgendwie wie ein Kuriositätenkabinett aus vergangenen Zeiten: Jährlich finden vom Coney Island Art Center organisierte skurrile Veranstaltungen wie die Mermaid Parade statt. Hauptsächlich natürlich in der Saison – alle Termine gibt’s hier.

    Freak Show Plakate Coney Island New York

    Die berühmten Hot Dogs von Coney Island

    Bei Nathan’s Famous soll es die besten Hot Dogs der Stadt geben, in jeden Fall aber die bekanntesten. 1916 von polnisch-jüdischen Einwanderern gegründet, avancierte der anfangs kleine Hot-Dog-Stand zum beliebten Fast-Food-Restaurant in Coney Island.

    In den 70er Jahren wurde dann das jährliche Hot-Dog-Wettessen erfunden, das Nathan’s Famous noch mehr Popularität verschaffte. Das gut besuchte und sehr populäre Event findet jedes Jahr am 4. Juli statt, dem Unabhängigkeitstag und großen Nationalfeiertag der USA. Es wird in der großen Hauptfiliale an der Ecke von Surf und Stillwell Avenue ausgetragen.

    Aber auch wenn du es nicht zum großen Wettessen schaffst (und Fleisch magst, denn für Vegetarier gibt es leider nicht allzu viele Optionen), solltest du in jedem Fall in der Hauptfiliale vorbeischauen und einen der legendären Hot Dogs in stilechtem Ambiente probieren.

    Nathan's Famous, Coney Island
    Seit 1916 beliebt: Die Hot Dogs von Nathan’s Famous in Coney Island.

    Gleich um die Ecke befinden sich übrigens auch die Coney Art Walls. Die frei zugängliche Open-Air-Galerie besteht aus mehreren bunten Murals und hat mich ein bisschen an die Wynwood Walls in Miami erinnert. Sehr sehenswert und ein weiterer schöner Fotospot in Coney Island.

    Häufige Fragen zu Coney Island

    Planst du einen Trip nach New York? Coney Island ist bei einem Besuch in New York nicht unbedingt der allererste Anlaufpunkt, aber dennoch sehr sehenswert. Außerdem ist Coney Island relativ schnell zu erreichen. Ich beantworte dir hier die wichtigsten Fragen, damit du einen guten Überblick hast.

  • Chicago: Bootsfahrt, Architektur und der beste Blick auf die Skyline Chicagos

    Chicago: Bootsfahrt, Architektur und der beste Blick auf die Skyline Chicagos

    Chicagos Architektur ist einfach bemerkenswert: Die unterschiedlichsten Stile der Moderne mischen sich hier wild untereinander. Das fällt auch Nicht-Architekturinteressierten schnell auf. Am besten kann man die kunstvollen Wolkenkratzer vom Boot aus beobachten: Ich verrate dir, welche Bootstour du bei deiner Reise nach Chicago nicht auslassen solltest!

    chicago

    Bootstour in Chicago: Architektur im Schnelldurchlauf

    Auf dem Chicago River, der mitten durch die Stadt fließt, fahren reguläre Wassertaxis – aber es gibt auch Bootstouren verschiedener Anbieter, bei denen man sich in Ruhe Chicago vom Wasser aus anschauen kann. Besonders empfehlenswert ist die Architektur-Bootstour durch Chicago, dort erhält man auch von Chicago-Insidern jede Menge interessante Infos über Chicagos Architektur!

    Mein Talent fürs Speed-Sightseeing habe ich zwar fast zur Perfektion gebracht, aber ein halber Tag in Chicago mit Jetlag im Kopf war eine echte Herausforderung. Ich erkunde Städte ja gerne zu Fuß oder mit dem Rad (wenn es denn geht). In Layovern nach Langstreckenflügen hat mich dann immer mehr nach faulem Herumgefahrenwerden gelüstet – so dass ich oft in irgendwelchen roten Hop-On-Hop-Off-Touristenbussen endete. Aber in Chicago empfahl mir eine Kollegin die Architektur-Bootstour – und das klang auch sehr entspannt.

    Chicago: Architektur in der Second City

    Von Chicago selbst wusste ich wenig. Dass Chicago so unterbewertet wird, ist aber wohl nix Neues. Sagt auch Chicagos Spitzname: „The Second City“. Second, weil immer im Schatten von New York. Irgendwie schlagen Chicago und New York ja auch in dieselbe Bresche: große Stadt, geschichtsträchtig (für amerikanische Verhältnisse), riesige Wolkenkratzer. Aber irgendwie eben nix Markantes, was wirklich jeder auf der Welt kennt: kein Empire State Building, keine Freiheitsstatue, kein Big Apple. Oder fällt dir spontan was zu Chicago ein?

    Planst du einen Trip in die USA?
    Mehr Tipps für Chicago findest Du hier

    Und dabei hat Chicago so viel zu bieten! Der Lake Michigan, der eigentlich eher Meer als See ist. Die berühmte Pan Pizza (von der ich kein Stück probiert habe, eine Schande!). Gangsterstories aus alten Zeiten. Kunst! Kunst! Kunst! Und: Architektur. Und die guckt man sich am besten auf einer Bootstour an.

    Chicagos Architektur vom Schiff aus

    Ich hatte es ja schon angedeutet: Die Langstrecke macht sightseeingfaul. Wie soll man sich auch noch fortbewegen, wenn man in zweieinhalb Tagen einmal um die halbe Welt fliegt, und den Großteil mit Arbeit verbringt. Für Chicago kann ich daher wärmstens eine Bootstour empfehlen. Bei gutem Wetter natürlich. Das in Chicago zugegebenermaßen auch etwas übel werden kann – denn Chicago hat noch einen anderen Spitznamen: The Windy City. Und der Wind dort kann einen ganz schön umhauen. In unserem Fall hat der Chicago-Wind nur die letzten Wölkchen weggefegt und uns mit wirklich absolut fantastischem megablauem Himmel belohnt! Kein Wunder, dass meine Begeisterung für Chicago sofort entflammte.

    Hier kannst du die Architektur Bootsfahrt durch Chicago buchen*

    Die Bootsfahrt lockte. Und enttäuschte nicht. Wir wählten die besagte Architekturbootstour durch die Hochhäuserschluchten Chicagos. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich so mit den einzelnen riesigen Wolkenkratzern befasst hätte, wenn ich einfach nur mit Nackenstarre vom Hochgucken durch die Straßen getigert wäre. Viele der Gebäude sind einfach imposant, war Chicago doch vor über hundert Jahren die Wiege der Wolkenkratzer. Von wegen New York! Ha!

    chicago

    Buckingham Fountain: Der berühmte Brunnen

    Kleine Anekdote zum Schluss: Auf der Rückfahrt zum Hotel schwärmte uns unser Fahrer von seiner Heimatstadt Chicago vor, und uns wurde klar, wie viel wir trotz des tollen Tages nicht von der Stadt gesehen haben. Mit Hingabe zählte er alle Attraktionen von Chicago auf. Nix von alledem kam uns bekannt vor. Bis wir am Buckingham-Brunnen vorbeifuhren, einem riesigen freistehenden Brunnen, sofort sangen wir als Kinder der 90er die Titelmusik von „Eine schrecklich nette Familie“ – und unser Fahrer konnte es nicht fassen, dass sich von seinem Chicago bei uns in Deutschland nur Al Bundy ins Gedächtnis gebrannt hat.

    ***

    Tipp: 

    Die Architektur-Bootstour kann man vor Ort oder auch online buchen:
    Chicago Architektur Bootstour hier buchen*

  • New York: Sonnenaufgang auf der Brooklyn Bridge

    New York: Sonnenaufgang auf der Brooklyn Bridge

    Richtig früh aufstehen, pünktlich zum Sonnenaufgang auf der Brooklyn Bridge sein und dann die ultimative New-York-Hymne von Frank Sinatra oder wahlweise „Empire State of Mind“ von Alicia Keys auf den Ohren zu haben: das war der Plan. Für das absolut bombastische, ultimative New-York-Feeling.

    Von der Brooklyn Bridge hat man übrigens einen fantastischen Blick auf die Südspitze von Manhattan und man sieht die berühmtesten Wolkenkratzer New Yorks wie das Empire State Building oder das One World Trade Center. Für mich gehört die Aussicht neben dem Panorama vom Top of the Rock aus zu den schönsten in New York.

    Sonnenaufgang New York Brooklyn Bridge
    Die Brooklyn Bridge bei Sonnenaufgang: Eines der Highlights in New York!

    Sonnenaufgang New York: Von Brooklyn nach Manhattan

    Warum man auf der Brooklyn Bridge in New York keine Kopfhörer tragen darf, weiß ich auch nicht. Musik auf den Ohren lenkt wahrscheinlich zu sehr ab – der Fußgängerweg ist zu schmal für die ganzen Besucher- und Joggermassen, die täglich nach Sonnenaufgang die Brooklyn Bridge bevölkern. Und auf der Radwegseite schiessen Radfahrer nur so hin und her. Da kann Musik auf den Ohren so sehr ablenken, dass Zusammenstösse vorprogrammiert sind. Aber eigentlich hilft diese Vorschrift auch nicht viel – denn die wahre Ablenkung liefert die Aussicht von der Brooklyn Bridge selbst.

    Auf der Suche nach mehr New York Inspiration?
    ➜ Stöbere durch meinen New York Blog

    Mit der Musik war’s dann wohl nix, zu viele Polizisten schwirrten um und auf der Brücke herum. Und da ich in den USA immer irritiert bin, was als schwerwiegendes Verbrechen gilt und was nicht, blieben die Kopfhörer in der Tasche. Beim Rückflug nicht erscheinen, weil man in New York gerade wegen eines Verstoßes gegen das Ohrstöpsel-Verbot auf der Brooklyn Bridge im Knast sitzt, ist in einem hochseriösen Unternehmen nur semi-lustig.

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    Die Aussicht von der Brooklyn Bridge auf Manhattan

    Aber wer braucht bei diesem Anblick auf die Skyline von Manhattan schon musikalische Untermalung? Mehr New York geht nicht. Erst die spektakulären, bekannten Brückenpfeiler an sich. Die atemberaubende Konstruktion aus Stahlseilen. Unter einem, auf der zweiten Etage der Brücke der donnernde Verkehr einer Millionenstadt. In der Ferne die Freiheitsstatue auf Ellis Island.

    Je näher man sich der anderen Seite der Brücke nähert, baut sich vor einem das allerbeste Manhattan-Panorama überhaupt auf. Mit dem One World Trade Center, dem Empire State Building, dem Chrysler Building und allem, was New York zu bieten hat. Bis einem vor lauter Ehrfurcht und Faszination fast das Herz stehenbleibt. Ach ja, und alles beleuchtet vom allerschönsten Sonnenaufgang ever.

    Brooklyn Bridge New York Sonnenaufgang New York
    Bei Sonnenaufgang hat man die Brooklyn Bridge noch für sich allein.

    Tipps für den Sonnenaufgang auf der Brooklyn Bridge in New York

    So einen Sonnenaufgang in New York zu erleben, ist ein Highlight jeder New York Reise. Ist man kürzlich erst aus Deutschland oder Europa angereist, macht einem der Jetlag das frühe Aufstehen leichter. Der Zeitunterschied zwischen Deutschland und New York beträgt sechs Stunden. Während 5 Uhr Ortszeit in New York früh klingt, ist es in Deutschland bereits 11 Uhr. Verbringt ihr also längere Zeit in New York, empfehle ich euch, Aktionen wie diese zum Sonnenaufgang in New York an den Anfang eurer Reise zu legen.

    Geschichte der Brooklyn Bridge

    Die Brooklyn Bridge wurde doch tatsächlich vor über 150 Jahren von einem Deutschen erbaut, überschattet von vielen Schwierigkeiten und tragischen Zwischenfällen – und ist ein Meisterstück der Ingenieurskunst der damaligen Zeit.

    Übernachten in Brooklyn: Der Budget-Tipp für New York

    Vielleicht übernachtet ihr auch wie ich in Brooklyn, dann ist das ein perfekter Beginn für einen Sightseeing-Tag in Manhattan. In Brooklyn findest du nämlich günstigere Unterkünfte als in Manhattan. Zudem ist Brooklyn in den letzten Jahren richtig hip geworden. Die Brooklyn Bridge endet im Süden Manhattans.

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    Von dort aus kannst du dir Sehenswürdigkeiten wie das One World Trade Center, die Wall Street oder den Battery Park anschauen. Du kannst aber auch in die U-Bahn steigen und andere Teile Manhattans erkunden. Die New Yorker Subway wird sowieso dein praktischster Helfer beim Sightseeing in New York sein. Das Netz ist sehr gut, einfach zu durchschauen und die beste Möglichkeit, sich in New York fortzubewegen.

    ➜ Finde hier deine Unterkunft in Brooklyn

  • USA: Der Freedom Trail in Boston

    USA: Der Freedom Trail in Boston

    Hm. So ganz durchdacht habe ich das nicht, als ich mich für die Langstrecke gemeldet habe. Wettertechnisch gesehen. Ab meiner neuen Homebase gibt es gar nicht so viele Schönwetterziele, und die wenigen, die es gibt, wie z.B. Kapstadt oder Hongkong, sind auch bei anderen beliebt, sprich: wegrequestet. Also jagte die letzten Monate ein winterliches Ziel das nächste – und das mir, wo alles unter 20 Grad schon zu unangenehmen Temperaturen zählt und ich versuche, die meiste Zeit im Winter in der Sonne zu verbringen.

    boston im winter

    Ich landete also mal wieder im Schneechaos. Wortwörtlich. (Kurz nach unserem Abflug zurück versank die Region wieder so im Schnee, dass sogar der Flughafen schliessen musste – Glück gehabt.) Diesmal: Boston. Und Boston hat es mir echt schwer gemacht, denn bei andauerndem Schneefall und Minustemperaturen ist Sightseeing eine wirkliche Herausforderung. Zum Glück ist das Stadtzentrum ganz unamerikanisch sehr übersichtlich und alles ist fussläufig zu erreichen.

    Boston für Faule: Immer dem Freedom Trail nach

    emblem boston freedom trail

    Für ganz Faule hat sich Boston aber was Tolles ausgedacht: Den Boston Freedom Trail. Das ist ein markierter Weg durch die Stadt, der an allen wichtigen und geschichtsträchtigen Orten vorbeiführt. Dumm nur, wenn es so doll schneit, dass man unter der dicken Schneedecke die Markierung des Boston Freedom Trail nicht mehr sehen kann. Egal. Boston ist trotzdem schön – und noch ein Ort mehr, den ich gerne noch besser bei schönem Wetter kennenlernen würde.

    Boston Freedom Trail – die Highlights in der City

    Im Vergleich zu anderen amerikanischen Städten ist Boston als Wiege der USA einfach ur-ur-alt. Merkt man auch an der Architektur, an der Straßenführung, überhaupt. Alles wirkt ein wenig europäischer, geschichtsträchtiger und nicht so amerikanisch-riesig wie vielleicht anderswo. Der Freedom Trail führt dich an die sehenswertesten Orte – und das hier sind ein paar davon:

    The Frog Pond im Boston Common Park

    Manchmal ist es doch nicht schlecht, Destinationen im Winter kennenzulernen. Im Boston Common, dem zentralen Stadtpark in Boston, lässt sich nicht nur wunderbar im Schnee rumtoben – sondern auch Schlittschuhlaufen auf dem Frog Pond. Im übrigen startet bzw. endet im Boston Common auch der Boston Freedom Trail.

    der frog pond im boston common park usa

    Wer keine Lust auf Eislaufen hat – im Boston Common Park lässt sich (bei besserem Wetter 😉 ) super joggen, spazieren gehen oder einfach nur abhängen und entspannen. Und im Winter staunt man einfach nur über die Schneemassen.

    winter im boston common park
    boston

    Sehenswerte Architektur wie die Old City Hall

    Unterwegs auf dem Boston Freedom Trail kommt man an vielen markanten und wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbei – sich alle im Detail anzuschauen, war bei meinem kurzen Layover leider nicht drin. Aber immerhin – Schönes fürs Auge wie die Old City Hall in Boston gab’s dann halt im Vorbeigehen!

    boston old city hall

    Reiseinspirationen für die USA gesucht?
    Hier findest du alle Reiseberichte & Infos für deine USA-Reise

    Rund um die Faneuil Hall

    Die Faneuil Hall ist eines der ältesten Gebäude Bostons und dient als Marktplatz und Versammlungsort. Rund um die Faneuil Hall entstanden drei große Gebäude, die als Indoor-Markt genutzt werden (Faneuil Hall Marketplace) – und neben Geschäften prall gefüllt sind mit allerlei Essensständen voller köstlichster Leckereien. Bietet sich daher an für einen kleinen kulinarischen Zwischenstopp, wenn man auf dem Freedom Trail unterwegs ist.

    food court im quincy market boston

    Übrigens befindet sich im Quincy Market ein Nachbau des Cheers, der Bar aus der gleichnamigen Sitcom aus den 80ern – lang, lang ist’s her. Wusste ich bis dahin auch nicht: Die Fassade der Bar, die man immer im Vorspann sieht, steht tatsächlich im Bostoner Stadtteil Beacon Hill. In der Faneuil Hall kann man dafür im Originalnachbau des Serieninterieurs sitzen und sich mit Merchandise-Produkten eindecken. Wer’s braucht.

    Nach der Faneuil Hall geht’s auf dem Freedom Trail noch weiter bis zum Bunker Hill Monument und zur USS Constitution, einem Uralt-Kriegsschiff aus dem 18.Jahrhundert und dem ganzen Stolz Bostons. Blöd nur, wenn dann plötzlich wilder Schneeregen einsetzt – den Teil des Boston Freedom Trails muss ich dann wohl ’n anderes Mal abarbeiten. Aber Boston im Schnee – hat auch was:

    boston im winter

    Mehr Infos über den Boston Freedom Trail gibt’s auch hier:

    http://thefreedomtrail.org

  • Miami: Wynwood Walls & Street Art im Wynwood Art District

    Miami: Wynwood Walls & Street Art im Wynwood Art District

    Wynwood und seine Wynwood Walls in Miami standen ja schon lange auf meiner Wunschliste. Und das Positive an Nordamerika-Flügen ist, dass ich endlich mal richtig früh aufstehen kann. Sogar den Sonnenaufgang kann ich komplett beobachten, der bei einem Hotel direkt am Strand in Miami South Beach nochmal um Längen wirkungsvoller ist als sonstwo. Aber was ist in Miami eigentlich nicht schön? Schöne Menschen, schöne Strände, schönes Licht – alles schön. Und dann ist Miami noch voller Kunst und Street Art! So wie bei den Wynwood Walls.

    Hinweis:
    Bei meinem Besuch war der Eintritt zu den Wynwood Walls noch kostenlos. Das hat sich inzwischen geändert. Aktuelle Preise und Infos habe ich neu recherchiert; diese findest du weiter unten im Artikel.
    Hier kannst du dein Ticket im Voraus kaufen & sparst Wartezeit vor Ort

    Wynwood Walls: Der Street-Art-Hotspot in Wynwood, Miami

    Die Wynwood Walls findet man ein bisschen abgelegen vom Strandklimbim in Miami Beach – Überraschung! – Wynwood. Und eigentlich sind es nicht nur ein paar bemalte, bunte Wände, sondern ein in sich geschlossenes Open-Air-Museum mit angeschlossenen Galerien, einem Café und einem Shop. Früh kommen lohnt sich, bevor die Touristenhorden einfallen – besonders für denjenigen, der gerne ein Foto vor einer der Wände ohne hundert andere Statisten auf dem Bild hätte.

    Wynwood Walls Street Art Mural Turban

    Auch wer sich nicht so für Kunst interessiert, wird die Wynwood Walls lieben: Sie sind wie ein großer Spielplatz für Erwachsene. Alles bunt, groß, zum Anfassen. Im Park selbst kann man die Wände berühren, bestaunen, und einige Skulpturen sind so aufgestellt, dass man um sie herumlaufen und sie aus jedem Winkel fotografieren kann. (Hinaufklettern ist verboten.)

    Wynwood Walls Miami bunter Eingang Galerie
    In der großen Galerie der Wynwood Walls kann man seine Lieblingsbilder gleich kaufen.

    Und die Bilder sind allesamt so ausdrucksstark und farbenfroh, besonders in der strahlend-hellen Florida-Sonne, dass mein Jetlag auf der Stelle verschwunden ist. Die Wynwood Walls machen einfach gute Laune.

    Street Art zum Mitnehmen

    Wer noch das nötige Kleingeld in der Tasche hat, kann sich ein Stück Wynwood Walls mit einem der Bilder aus den parkeigenen Galerien mit nach Hause nehmen. Sollte dir das Budget fehlen, findest du im Shop aber auch Prints, Bücher und anderen Kleinkram für den kleinen Geldbeutel.

    Galerie in den Wynwood Walls Miami

    Übrigens: Auf meinem Blog findest du noch viel mehr spannende Reiseberichte aus den USA. Klicke hier!

    Wynwood Walls: Mitten im Wynwood Art District in Miami

    Überhaupt ist Wynwood DAS Kunstzentrum Miamis. Viele Galerien sind in der Nähe, und in den weitläufigen Strassen dieses ehemaligen Gewerbegebiets findet man immer wieder tolle Street-Art-Werke. Ein guter Startpunkt für deinen Spaziergang durch Wynwood ist die NW 2nd Avenue zwischen 23rd und 29th Street; von dort aus biegst du am besten in die Seitenstraßen ab und lässt dich durch das Viertel treiben.

    Mural in Wynwood, Miami

    In einschlägigen Shops findet man immer wieder Karten mit den besten Street-Art-Spots und den schönsten Werken, aber da sich das laufend ändert und immer neue, spannende Sachen dazukommen, läuft man am besten los und hält die Augen offen. Ich kam jedenfalls aus dem Staunen nicht heraus; so viel Tolles an Farben, Ideen, Inspiration – für Wynwood sollte man echt einen ganzen Tag einplanen. Ganz um die Ecke findest du dieses mittlerweile ziemlich bekannte Mural vom brasilianischen Künstler Kobra.

    Mural von Eduardo Kobra in Wynwood, Miami

    Wenn du wissen willst, welche Arbeit von wem stammt und warum sie genau dort platziert wurde, lohnt sich eine geführte Tour aber mehr als jede Karte.

    Touren durch den Wynwood Art District

    Buggy-Tour inkl. Eintritt in die Wynwood Walls Hier fährst du eine Stunden im offenen Buggy durch die Straßen von Wynwood & ein Guide erklärt dir die schönsten Murals. Top: Das Eintrittsticket in die Wynwood Walls ist im Tourpreis enthalten!
    Walking Tour durch den Art District Laufen ist dir lieber? Hier kannst du mit einem Guide zu Fuß Wynwoods beste Murals erkunden.
    Wynwood Foodie Tour Wynwood ist auch abseits der ganzen Kunst ein spannender Teil Miamis. Auf dieser Tour lernst du auch ein paar ausgewählte Foodie-Hotspots & neue Aromen kennen: ein super Mix aus Foodtrends und Street Art.

    Mann auf Leiter arbeitet an einem Street Art Mural in Wynwood, Miami

    Neue Preise & Infos: Die Wynwood Walls kosten inzwischen Eintritt

    Früher war ein Besuch der Wynwood Walls kostenlos. Mittlerweile wird Eintritt erhoben – mit den Erlösen werden die Künstlerhonorare sowie zur Anlage gehörende Wynwood Walls Foundation finanziert.

    Das sind in etwa die Preise:
    Erwachsene: ca. 12 USD
    Senioren ab 65: 10 USD
    Kinder und Jugendliche von 6 bis 17: 5 USD
    Kinder bis 5 Jahre: frei, brauchen aber trotzdem ein Ticket

    Tickets kannst du im voraus online erwerben und so Wartezeit vor Ort sparen:
    Kaufe hier dein Ticket für die Wynwood Walls

    [thj_promo slug=“wynwood-walls-eintritt“]

    Die Öffnungszeiten haben sich ebenfalls geändert und sind jetzt viel kürzer:
    täglich 10.30-18.30 (letzter Einlass 18.00)

    Mural Frau mit schwarzer Katze in Wynwood, Miami

    Tipp: Wynwood Art Walk

    Solltest du zufälligerweise am 2. Samstag des Monats in Miami sein, würde ich den Besuch in Wynwood auf diesen Tag legen. Dann findet nämlich der Wynwood Art Walk statt, an dem nicht nur die Wynwood Walls, sondern auch viele weitere Galerien und Museen in der Gegend teilnehmen. Bis abends finden spezielle Events und Führungen statt; in den Straßen gibt es Street Food und Livemusik.

    Infos und aktuelle Termine des Wynwood Art Walks findest du hier

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  • Ein Tag in Washington DC: Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

    Ein Tag in Washington DC: Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

    Washington an einem Tag zu sehen war sowieso ein anspruchsvolles Vorhaben. Wie gut, dass so ziemlich alle wichtigen Washington Sehenswürdigkeiten an einem zentralen Punkt versammelt sind: An der Mall (nein, das ist keine Shopping Mall) befinden sich wichtige Regierungsgebäude und zahlreiche Museen der Smithsonian Institution wie das Museum of Natural History. Das Kapitol, das Weiße Haus oder das Washington Monument sind nur einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten hier.

    Tipps für Washington an einem Tag: Die besten Sehenswürdigkeiten

    Gerade jetzt in Washington zu sein, war spannend. Die Präsidentschaftswahlen waren gerade entschieden. Die Welt war noch in Schockstarre, während sich Comedians und Kabarettisten weltweit das Haar in goldene Wellen legten und sich die Hände rieben: Für die nächsten vier Jahre würde der Stoff für neue Programme nicht ausgehen.

    eisenhower building washington dc

    In meinem Beruf gerät man an Orte, an die man sonst oft nie gekommen wäre. Jedes Leg, jedes Layover ein Sprung ins kalte Wasser. Und Ereignisse der Zeitgeschichte wie in Washington DC nimmt man einfach im Vorbeigehen mit. Zum Beispiel, wenn man noch schlaftrunken und betäubt vom Frühdienst durch London läuft, sich noch kurz über die Menschen am Straßenrand wundert – und dann plötzlich die Queen winkend an einem vorbeifährt.

    Oder, wenn man nach Ankunft im Terminal auf allen Großbildleinwänden die eigene Landung aus allen Perspektiven gezeigt wird – weil man den örtlichen Fussballklub an Bord hatte, der gerade eine ziemlich wichtige Trophäe nach Hause geholt hat. Was die gesamte Stadt in einen karnevalsähnlichen Ausnahmezustand versetzt. (Mich von meinem Fast-Ruhezustand nach dem langen Tag aber nicht abhält.) Und so war ich in Washington DC zufällig gerade dann, als sich das ganze Land auf den neuen Präsidenten vorbereitete.

    #1 Das Weiße Haus

    Zum ersten Mal stand ich vorm Weißen Haus und dann noch in dieser unwirklichen Zeit. Während draußen schon Bauarbeiter die Tribünen für die Festivitäten zusammenzimmerten, wurden drinnen garantiert Kartons gepackt. Armer Obama. Umziehen ist echt doof. Erst recht, wenn man sich so gar nicht mit seinem Nachmieter versteht.

    Weißes Haus in Washington D.C. hinter schwarzem Eisenzaun

    Ich wünschte also den Obamas durch den Zaun in Gedanken alles Gute und fragte mich gleichzeitig, ob sie nicht vielleicht auch ein bißchen froh sind, wegzuziehen, denn das Weiße Haus sieht von außen irgendwie viel kleiner aus als ich mir vorgestellt hatte. Und gar nicht so pompös, wie es so einsam und verlassen auf einer grünen Wiese steht.

    #2 Das Washington Monument

    Überhaupt ist das so eine Sache mit der Architektur in Washington. Ich kam gerade aus Brasília, der Hauptstadt aus der Retorte, also hatte ich den perfekten Retortenhauptstadt-Architektur-Vergleich. Ziemlich ähnlich, die beiden Städte: Viel Raum, viel ungewöhnliche Architektur. Der Obelisk des Washington Monuments steht mitten auf der Mall auf einem leichten Hügel: Hier hat man den perfekten Blick auf das Kapitol und überhaupt auf die Mall. Und an sonnigen Tagen (und einem Weitwinkelobjektiv) kriegt man surreale Fotos wie diese hier.

    lincoln memorial washington dc

    Träumst du von einer USA Reise?
    ➜ Hier findest du Tipps & Berichte zu US-Städten!

    #3 Lincoln Memorial

    Washington als Zentrum der Macht? Ganz so beeindruckend, wie ich vorher vermutete, war es irgendwie doch nicht. Viel Möchtegern-Antike, viel freier Raum, viel Nichts. Orte, die man schon zig Mal im Fernsehen gesehen hat, das Kapitol, das Washington Monument, den überdimensionalen Lincoln Memorial Reflecting Pool, das Lincoln Memorial selbst. Ist ja oft so, dass es einen vor Ort dann nochmal richtig flasht, wenn man solche Plätze plötzlich live erlebt. Irgendwie blieb das leider in Washington aus – vielleicht muss man schon Amerikaner sein, um das richtige Hauptstadt-Welt-Feeling zu bekommen. Aber für ein schönes Foto hat es am Lincoln Memorial doch noch gereicht.

    lincoln memorial reflecting pool washington dc

    #4 Das Kapitol

    Das Kapitol, der Sitz des Kongresses der USA,  habe ich nur von weitem bewundern können (oben vom Washington Monument), für alles andere war die Zeit bei einem Tag doch zu knapp. Im Nachhinein hätte ich mir lieber ein bisschen mehr Zeit fürs Kapitol genommen und dort eine der Touren mitgemacht. Touren durch das Kapitol müssen vorher gebucht werden, bis zu 90 Tagen im voraus ist eine Buchung möglich.

    ➜ Kapitol besuchen

    kapitol washington dc
    Am Ende der Mall in Washington DC, nicht zu übersehen: Das Kapitol.

    #5 Smithsonian National Museum of Natural History

    Keine öffentliche Toilette weit und breit auf der elend langen Mall, der Prachtstraße quer durch Washington – gesäumt von dollen Institutionen und einigen der besten Museen der ganzen Welt. Aber ich musste dringend. Vielleicht in einem Museum? Eintritt frei, aha. Ziemlich ungewöhnlich. Hätte ich mich mal vorher besser informiert, wüsste ich jetzt, dass die meisten der staatlichen Museen in Washington umsonst sind. Und so landete ich im Smithsonian National Museum of Natural History – und was soll ich sagen? Spontan wieder was entdeckt! Die Qualität der Ausstellung, die Art, Informationen aufzubereiten – einmalig. Freiwillige Helfer schmusten mit Spinnen und Käfern; überall war jemand bei Fragen zur Stelle. Nicht nur für Kinder ein Erlebnis.

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    national museum of natural history washington dc
    Washington
    Ich verliebte mich in den Schmetterlingsgarten.
    butterfly garden smithsonian
    Trillionen von Schmetterlingen in Urwaldambiente – und das mitten in Washington.

    #6 The Mall

    Natürlich gibt’s in Washington, DC noch viel mehr zu entdecken – ein Spaziergang über die Mall deckt aber eigentlich schon mal die Basics wie das Weiße Haus, das Washington Monument und das Kapitol ab und gibt einen guten Überblick über das Zentrum der Macht der USA. Und man könnte in jedem einzelnen der Museen entlang der Mall stundenlang verbringen. Wenn man allerdings wenig Zeit hat, sucht man sich am besten ein oder zwei Museen je nach eigenen Interessen aus. In jedem Fall lohnt sich ein Besuch – allein schon, weil der Eintritt in alle Museen umsonst ist!

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    Bist Du auf den Geschmack gekommen? Dann lege doch einfach bei Deiner nächsten USA-Reise einen Zwischenstopp in Washington, DC ein.

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  • New York zur Weihnachtszeit

    New York zur Weihnachtszeit

    Kann man eigentlich von New York (besonders vor Weihnachten) NICHT geflasht sein? Diese Riesenstadt, voller Menschen, voller Gebäude, voller Geschichten. Jede einzelne Straßenecke kommt einem bekannt vor und ist es wahrscheinlich auch, weil sie garantiert in irgendeinem Film, irgendeiner Serie, irgendeiner Nachrichtensendung vorkam. Eine Stadt, so vertraut wie ungewohnt.

    Staunend lief ich vor Weihnachten durch die Straßenschluchten, immer den Kopf im Nacken, nach links und rechts guckend. Mitunter auch fassungslos, dass mich tatsächlich mein Job als Flugbegleiterin hierhin gebracht hat. Verrückt. Nach 16 Jahren Kurzstreckenfliegerei ist es immer noch surreal, wenn man nach Feierabend aus dem Flugzeug aussteigt und plötzlich den Fuss auf einen anderen Kontinent setzt.

    Das ultimative New York Feeling vor Weihnachten

    Ich will immer neue Orte kennenlernen. Nichts, wo ich schon war. Dazu sind die paar wenigen Monate, die ich ausnahmsweise Langstrecke statt Kurzstrecke fliege, zu kostbar. Ich will was sehen. Nur in New York, da war das egal. Privat war ich schon mal dort, kannte also Sehenswertes und nicht so Sehenswertes. Ich hatte auch nur 24 Stunden Zeit zum Schlafen, Essen und Sightseeing – immer ganz schön knapp, diese Ostküsten-Layover. Und es war Adventszeit, alles rief schon nach Weihnachten und ich wollte das ultimative Weihnachten-in-New-York-Feeling! Also streunte ich durch das über und über weihnachtlich dekorierte Manhattan rund um den Times Square und die Fifth Avenue.

    Lichtermeer am Times Square

    Werbetafeln über und über. Der Times Square ist ein einziger großer Werbespot und man selbst ist mittendrin. Überall leuchtet und blinkt es, und auch wenn es im Grunde nur wirklich penetrante Werbung ist: Faszinierend sind die Lichter der Großstadt trotzdem.

    new york

    Weihnachtsshopping auf der Fifth Avenue

    Die Fifth Avenue ist eigentlich nichts Besonderes, und dann wieder doch. Der neue heimliche Präsidentensitz – der Trump Tower, die größte Victoria’s Secret Filiale überhaupt, die historische St.Patrick’s Cathedral, bekannte Wolkenkratzer wie das Empire State Building undundund… Alles sammelt sich an der Fifth Avenue. Perfekt, wenn man so wie ich eigentlich keine Zeit hat. Am Central Park starten, dann einfach die Fifth Avenue runter und schon fühlt man sich wie im Film.

    fifth avenue new york public library

    Schlittschuh laufen im Rockefeller Center

    Im Rockefeller Center wollte ich eigentlich gerne eislaufen. Aber die Preise haben mich tatsächlich etwas abgeschreckt. Und meine wahrscheinlich nicht mehr vorhandenen Eislaufkünste aus Kindheitstagen. Aber: Nirgends war mehr Weihnachten als hier!

    schlittschuhlaufen im rockefeller center

    Flatiron Building

    Mein Lieblingswolkenkratzer, das Flatiron Building. Warum? Keine Ahnung. Wahrscheinlich, weil ich mich immer frage, wie die Räume aussehen, die ganz vorne in der engen Spitze sind. Ein Alptraum für Inneneinrichter.

    flatiron building new york

    Bald geht’s übrigens wieder nach New York und ich bin mal gespannt, wohin es mich dieses Mal verschlägt.

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