Ach, New York. Dieser Stadt werde ich wohl nie überdrüssig, sogar die frische Brise am Brighton Beach in Coney Island konnte mir nichts anhaben. Im Januar bin ich nochmal privat nach New York geflogen, wahrscheinlich auch ein bisschen aus Gründen der Aufarbeitung. In neun Monaten auf der Langstrecke war ich nämlich drei oder vier Mal dort, glaube ich. Ein besonderer Umstand, denn eigentlich habe ich immer dafür gesorgt, dass sich die Destinations in meinem Dienstplan nicht allzu sehr wiederholen. Ich wollte ja in der kurzen Zeit möglichst alles sehen, was der Flugplan hergibt.

Aber für New York habe ich von meinem Vorsatz eine Ausnahme gemacht. New York ist nie zuviel. Wobei die Aufenthalte immer kurz waren und ich mit meiner Mischung aus Erschöpfung und Jetlag zu kämpfen hatte, so dass am Ende von gut 24 Stunden vor Ort abzüglich langen Busfahrten zum Hotel und einer Mütze Schlaf nie viel Zeit blieb. Also war klar: Irgendwann müsste ich nochmal zurück nach New York, mit mehr Zeit. Um zu sehen, ob ich es nicht vielleicht doch vermisse, dienstlich nicht mehr regelmässig dort aufzuschlagen.
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Fakten zu Coney Island
- Coney Island befindet sich im südlichen Teil vom New Yorker Stadtteil Brooklyn
- Anfang des 20. Jahrhunderts war Coney Island für seine Vergnügungsmeile weltweit berühmt
- Fahrgeschäfte wie das 1920 erbaute Riesenrad „Wonder Wheel“ oder die 1927 eröffnete Holzachterbahn „The Cyclone“ waren revolutionär
- Jährlich findet die Mermaid Parade statt, ein großer Straßenumzug, der den Beginn der Sommersaison markiert
Coney Island im Winter
Drei Faktoren kamen dann Anfang des Jahres zusammen: Ich hatte jede Menge frei, ich hatte noch einen Urlaubsflug aus dem letzten Jahr übrig und das Beste: es gab einen Direktflug von Berlin nach New York, der immer unterirdisch leer war. Direktflüge auf der Langstrecke sind von Berlin aus ja immer eine Rarität, und viele Routen überleben auch nicht mehr als eine Saison. (Den Flug nach New York gibt’s jetzt im Sommerflugplan auch schon wieder nicht mehr.) Umsteigen ist mir nämlich immer ein Gräuel, vor allem an großen Flughäfen. Die Wege sind lang, das Drumherum stressig und laut; das macht Reisen einfach nur doof und anstrengend. Da ist ein menschenleerer Direktflug ohne viel Schnickschnack und Gerenne von einem kleineren Flughafen direkt vor der Haustür ein wahres Geschenk.

Brighton Beach: Der Strand von Coney Island
Ziemlich schnell stellte sich während meiner Zeit auf der Langstrecke heraus: Ich mag New York, ich mag weit weg reisen – aber dann lieber privat als dienstlich. Zum ersten Mal wieder in Amerika mehr Zeit zu haben, nicht von totaler Erschöpfung und diversen emotionalen Nebenschauplätzen geplagt zu sein, war so entspannend und angenehm. Und die viele Zeit vor Ort! Fast einen ganzen Tag habe ich damit verbracht, nach Coney Island bis nach Brighton Beach zu fahren und einen sonnigen Tag am Meer zu genießen. Wettermäßig ein echtes Geschenk.

Und alles ist so nostalgisch schön. Die Strandpromenade, die Essensbuden, das bekannte Riesenrad Wonder Wheel, das zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten von Coney Island zählt. Über den Winter hat alles geschlossen; kein Wunder, denn die Winter in New York sind manchmal so hart, dass man wochenlang nicht das Haus verlassen möchte. Trotzdem: An einem klaren Wintertag ist Coney Island aber die totale Abwechslung vom Großstadtdschungel Manhattans und man kann sich vom frischen Atlantikwind den Kopf frei pusten lassen.
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Vergnügungsparks in Coney Island
Wer Coney Island mit seinen ganzen Buden und Fahrgeschäften in Aktion erleben will, sollte von Frühjahr bis Herbst vorbeikommen: Die Saison ist in Coney Island von Ende März bis Ende Oktober. Für eine Fahrt mit dem legendären Wonder Wheel muss man in Deno’s Wonder Wheel Amusement Park, für die nostalgische Achterbahn Cyclone in den Luna Park.
Coney Island ist irgendwie wie ein Kuriositätenkabinett aus vergangenen Zeiten: Jährlich finden vom Coney Island Art Center organisierte skurrile Veranstaltungen wie die Mermaid Parade statt. Hauptsächlich natürlich in der Saison – alle Termine gibt’s hier.

Die berühmten Hot Dogs von Coney Island
Bei Nathan’s Famous soll es die besten Hot Dogs der Stadt geben, in jeden Fall aber die bekanntesten. 1916 von polnisch-jüdischen Einwanderern gegründet, avancierte der anfangs kleine Hot-Dog-Stand zum beliebten Fast-Food-Restaurant in Coney Island.
In den 70er Jahren wurde dann das jährliche Hot-Dog-Wettessen erfunden, das Nathan’s Famous noch mehr Popularität verschaffte. Das gut besuchte und sehr populäre Event findet jedes Jahr am 4. Juli statt, dem Unabhängigkeitstag und großen Nationalfeiertag der USA. Es wird in der großen Hauptfiliale an der Ecke von Surf und Stillwell Avenue ausgetragen.
Aber auch wenn du es nicht zum großen Wettessen schaffst (und Fleisch magst, denn für Vegetarier gibt es leider nicht allzu viele Optionen), solltest du in jedem Fall in der Hauptfiliale vorbeischauen und einen der legendären Hot Dogs in stilechtem Ambiente probieren.

Gleich um die Ecke befinden sich übrigens auch die Coney Art Walls. Die frei zugängliche Open-Air-Galerie besteht aus mehreren bunten Murals und hat mich ein bisschen an die Wynwood Walls in Miami erinnert. Sehr sehenswert und ein weiterer schöner Fotospot in Coney Island.
Häufige Fragen zu Coney Island
Planst du einen Trip nach New York? Coney Island ist bei einem Besuch in New York nicht unbedingt der allererste Anlaufpunkt, aber dennoch sehr sehenswert. Außerdem ist Coney Island relativ schnell zu erreichen. Ich beantworte dir hier die wichtigsten Fragen, damit du einen guten Überblick hast.

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