Gute Frühstückslocations gibt es in Berlin wie Sand am Wannseestrand. Aber wusstest du, dass man auch im Reichstag frühstücken kann? Ich zeige dir hier eine ganz besondere Idee für deinen nächsten Berlin-Besuch!
Frühstücken in Berlin
In wohl keiner anderen Stadt in Deutschland wird das Frühstück so zelebriert wie in Berlin. Belehre mich gerne eines Besseren, aber ich habe noch keine andere Stadt in Deutschland kennengelernt, in der man quasi rund um die Uhr frühstücken kann. Bis in die frühen Nachmittagsstunden in Cafés noch eine Frühstückskarte zu finden ist weniger Ausnahme denn Regel. Und die Bandbreite an angebotenen Speisen ist riesig. Aber willst du wirklich mal in einer ausgefallenen Location in Berlin frühstücken, dann solltest du im Reichstag vorbei schauen!
Frühstücken in Berlin: Geheimtipp im Reichstag
Frühstück bei Käfer im Reichstag in Berlin
Wahrscheinlich wirst du dich wundern: Frühstücken im Reichstag – dort wo sonst der Bundestag tagt? Richtig, denn oben im Reichstag gibt es eine Dependance des Münchner Feinkostspezialisten Käfer. Im Dachgarten-Restaurant kannst du nach einem Besuch des Reichstags nicht nur ein fancy Frühstück, sondern dabei auch eine einmalige Sicht über Berlin genießen!
Besonders bei gutem Wetter und am Wochenende ist das Dachgarten-Restaurant wirklich gut besucht. Deswegen solltest du unbedingt vorher reservieren!
Nicht wundern: Bei der Reservierung musst du deinen Namen sowie Geburtsdatum und Ausweisnummer angeben. Das ist wichtig, da deine Reservierung unten am Eingang hinterlegt wird und du so direkt durch die Sicherheitsschleuse darfst. Ist der Reichstag nämlich gut besucht, können sich schon mal lange Schlangen am Eingang bilden! Aber mit einer Restaurant-Reservierung kommst du schneller hinein. Allein deshalb ist das Frühstück bei Käfer schon ein richtiger Geheimtipp, um Zeit beim Berlin-Sightseeing zu sparen!
Was ist der Reichstag?
Der Reichstag in Berlin ist der Sitz des Deutschen Bundestages, dem Parlament der Bundesrepublik Deutschland. 1894 eröffnet, war er ursprünglich das Parlamentsgebäude des Deutschen Reiches. Im zweiten Weltkrieg wurde er sehr zerstört und war bis zum Mauerfall ohne Funktion. Ab 1990 wurde der Reichstag wieder für Parlamentssitzungen des neuen gesamtdeutschen Bundestages genutzt.
Der Reichstag von außen
Die Glaskuppel des Reichtags
Unbedingt anschauen solltest du dir die Glaskuppel des Reichstages. Sie wurde Ende der 90er Jahre im Rahmen der großen Umbauarbeiten am Reichstag fertiggestellt. Die trichterartige Kuppel mit vielen Glas- und Spiegelelementen wurde vom britischen Architekten Sir Norman Foster konzipiert und ist wirklich faszinierend.
Wie kann man den Reichstag besuchen?
Die Kuppel und die Dachterrasse des Reichstags kannst du täglich besuchen. Allerdings ist eine Anmeldung vorher unbedingt nötig. Anmelden kannst du dich hier: https://www.bundestag.de/besuch/anmeldung
Bist du spontan in der Gegend, kannst du dich auch vor Ort anmelden. Du bekommst dann bei Verfügbarkeit einen Termin innerhalb der nächsten zwei Stunden, oder kannst einen Termin für die nächsten zwei Folgetage anfragen.
Mit einer Restaurant-Reservierung sparst du dir allerdings jede Menge Orgakram und bekommst noch ein tolles Frühstück dazu. Hier kannst du direkt die Verfügbarkeiten für das Frühstück einsehen:
Wichtig: Um in den Reichstag zu kommen, brauchst du unbedingt ein gültiges Ausweisdokument (Personalausweis oder Reisepass) im Original!
Alternativen zum Frühstück im Reichstag
Keine Lust auf Frühstück? Kein Problem! Das Dachgartenrestaurant bietet auch einen Apéro am frühen Nachmittag an, bei dem du ebenfalls die Kuppel und die Dachterrasse des Reichstags besuchen kannst:
Ein Städtetrip nach Vilnius ist easier, als du denkst: Anderthalb Stunden Flugzeit und schon landest du in der litauischen Hauptstadt, die außer einer turbulenten Geschichte auch ziemlich viel Modernes zu bieten hat! Vilnius ist nämlich jung, ein bisschen wild und ziemlich innovativ! Ich zeige dir, was du besonders im Winter hier erleben kannst – und warum du unbedingt nach Vilnius solltest!
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Vilnius + Geschichte der Stadt
Kathedralenplatz & Kathedrale St.Stanislaus
Woran du bei einer Sightseeingtour in Vilnius unbedingt vorbeikommst, ist der Kathedralenplatz mit der Kathedrale St.Stanislaus. Auf dem Kathedralenplatz siehst du auch ein großes Denkmal für Gedeminas, ab 1316 Großfürst von Litauen und Gründervater von Vilnius (der Name wird dir nämlich öfter in der Stadt begegnen!). Direkt neben der Kathedrale befindet sich der Glockenturm, von dem du einen guten Ausblick auf die Umgebung hast.
Eine schöne Aussicht hast du aber auch vom Gedeminas-Turm nebenan. Dort hinauf führt auch eine kleine Seilbahn, falls du vom vielen Sightseeing lauffaul bist. Der Gedeminas-Turm ist Teil des litauischen Nationalmuseums.
Facts über Vilnius:
ganz Litauen hat 2,8 Mio. Einwohner, davon wohnen 570.000 in Vilnius
die Altstadt ist UNESCO-Welterbe, die größte in Osteuropa und berühmt für seine vielen barocken Kirchen
Vilnius ist die Hauptstadt von Litauen
Großfürstliches Schloss
Am Kathedralenplatz liegt auch das Großfürstliche Schloss von Vilnius, das eigentlich zu Beginn des 19. Jahrhunderts zerstört wurde und erst kürzlich wieder komplett rekonstruiert wurde. Hier findest du auch die dabei gefundenen archäologischen Ausgrabungen, die in einem schönen Museum wirklich toll aufbereitet sind.
Um die Kathedrale konzentriert sich also einiges an geschichtsträchtigen Orten. Spätestens jetzt hast du einen echt einen guten Überblick über Vilnius und seine Entstehung!
Tor der Morgenröte
Nicht verpassen wirst du bei einer Erkundung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Vilnius auch das Tor der Morgenröte. Eigentlich ist es ein Stadttor der alten Stadtmauer rund um die Altstadt. An der Seite befindet sich ein kleiner Eingang, von dem aus du über eine Treppe genau über dem Torbogen landest. Dort befindet sich eine wirklich schöne kleine Kapelle mit einer Madonna. Das Tor der Morgenröte ist ein wichtiger Wallfahrtsort und wird von vielen Gläubigen besucht. (Fotos machen ist daher hier oben auch nicht erlaubt.)
St.Johanneskirche & Universität Vilnius
Kirchen, Kirchen, Kirchen. Daran wirst du in Vilnius nicht vorbeikommen, denn die vielen Barockkirchen gehören einfach zum Stadtbild. Wahrscheinlich bist du jetzt schon ein bisschen müde von soviel Geschichte und schwerer Kirchenkost.
Aber eine Kirche solltest du dir noch anschauen: Die St.Johanneskirche ist Teil des Gelände der Universität Vilnius (übrigens eine der ältesten Europas!) und der Altar mit seinen vielen Säulen zeigt sehr gut, warum die barocken Kirchen in Vilnius als ziemlich einzigartig gelten. Im Sommer kannst du hier übrigens auch für kleines Geld den Glockenturm besteigen. Besonders hieran: Der Glockenturm ist das höchste Bauwerk in der Altstadt und so hast du eine perfekte Sicht!
Bester Ausblick auf die Altstadt von Vilnius: Der Glockenturm der St. Johanneskirche
Tipp: Wenn du ganz diskret bist, kannst du dich wochentags auch unter die Studenten mischen und die alte Uni erkunden. In der philologischen Fakultät bin ich so dank meiner ortskundigen Begleitung auch auf eine Halle mit beeindruckenden Wandmalereien gestossen!
Überraschend, wie viel Geschichte doch in Vilnius steckt, oder? Dafür, dass Litauen schon ziemlich lange zur EU gehört, gehört es doch zu den Ländern in Europa, von denen ich ganz schön wenig wusste und ich wette, ich bin da nicht allein. Aber so interessant die Geschichte von Litauen und Vilnius sein mag, die Gegenwart rockt es dafür ebenso: Durch Vilnius weht wirklich ein spezieller kreativer Wind, die Stadt ist jung, im stetigen Umbruch und dabei gerne kreativ. Vilnius selbst bewirbt sich zum Beispiel mit dem Slogan „Vilnius: Amazing wherever you think it is“ und soviel Selbstironie lässt schon vermuten, dass dahinter eine ziemlich lässige Stadt steckt.
Das Künstlerviertel Užupis
Einmal von der Altstadt aus über die Vilnia gehüpft, landet man schon in Užupis. Was irgendwie mit einer Ansammlung von mehreren Künstlern in den 1990er Jahren begann, ist heute ein Must-See bei jedem Vilnius-Besuch.
In Užupis findest du Galerien, Ateliers, Street Art und viele kleine Läden. Besonders im Sommer sind die Lokale hier gut besucht. Užupis wurde 1998 von einigen Bewohnern zur Republik mit einer eigenen Verfassung und einem eigenen Parlament ausgerufen; wohl ein bisschen mit einem Augenzwinkern, dennoch hat man ein bisschen das Gefühl, man betritt eine andere Welt.
Mit etwas Glück kannst du in Užupis auch Künstlern bei der Arbeit zusehen
MO Museum
Wenn du dir wie ich auch gerne mal zeitgenössische Kunst ansiehst, dann solltest du unbedingt auch ins MO Museum. (Aber überhaupt solltest du dir die Ecke um das Museum anschauen, hier findest du einige spannende Läden und Café wie zum Beispiel Raštinė oder das Urban Garden.) Das privat finanzierte Museum wurde von Daniel Libeskind entworfen und bietet neben einer interessanten Dauerausstellung auch interaktive Wechselausstellungen. Sehr schön gestaltet.
Gefängnis 2.0: Strange Dinge in Lukiškės
Ich laufe durch das offene, große Tor, rechts und links hohe, dunkle Backsteinfassaden mit klitzekleinen Fenstern. Wenn jetzt hinter mir das Tor zufallen würde: ich weiß nicht. Wäre ziemlich beklemmend. Ein sehr dominant wirkender, breitschultriger Sicherheitsmann mit Glatze ermahnt mich, Fotos mit einer großen Kamera seien nicht erlaubt (ich hatte das Minischild am Eingang übersehen) und für einen kurzen Moment halte ich ihn für einen Teil der Inszenierung – denn das Lukiškės-Gefängnis 2.0 ist kein Gefängnis mehr, sondern gehört mittlerweile zur kreativen Szene von Vilnius.
Lukiškės & Stranger Things
Wenn du Stranger Things auf Netflix gesehen hast (ist an mir leider vorbeigegangen), wird dir es bekannt vorkommen: In der vierten Staffel der Serie diente das ehemalige Lukiškės-Gefängnis als Drehort. Überhaupt ist das alte Gefängnis ein besonderer Ort, und wie ich finde, ziemlich bezeichnend für den allgemeinen Vibe in Vilnius. Die Stadt ist jung, lebendig und aufgeschlossen gegenüber neuen Konzepten: In einem alten Gefängnis einen Eventspace und kreatives Zentrum zu schaffen ist schon sehr einmalig.
Lukiškės 2.0: Ein Ort für Kreative
In den alten Trakten befinden sich heute zum Teil Ateliers, Ausstellungssräume, Konzertbühnen oder sogar eine Bar. Die ehemaligen Zellen können bei einer Führung besichtigt werden – und hierbei erfährt man auch mehr über die Geschichte des Gefängnisses. Der Innenhof wird ebenfalls neu genutzt: Diesen Winter wurde eine große Schlittschuhbahn eröffnet und wer sich dabei zu doll verausgabt hat, der kann sich danach an einem der Streetfood-Stände draußen mit Snacks stärken.
Ich empfehle aber, dir vorher gut darüber Gedanken zu machen, wann und ob du dir Lukiškės 2.0 anschaust. (Meine Stimmung war zumindest danach leicht getrübt; gewisse Orte machen eben was mit einem.)
Die Geschichte von Lukiškės
Das Lukiškės-Gefängnis war über 100 Jahre eine der berüchtigsten Strafvollzugsanstalten des Landes; bis 1996 wurden hier noch Hinrichtungen durchgeführt, da die Todesstrafe erst dann in Litauen abgeschafft wurde. Die unwürdigen Verhältnisse sowie internationaler Druck (nicht zuletzt durch den Beitritt Litauens in die EU) führten schließlich dazu, dass das Gefängnis 2019 geschlossen wurde.
Und wenn man erst einmal die kargen Zellen, den modrigen Geruch in den dunklen Fluren, die schaurigen Kellerzellen für Isolationhaft (Fotos waren in den Zellentrakten sowie den Einzelzellen nicht erlaubt, aber mir war ohnehin nicht danach) oder die 10 Quadratmeter großen Außenzellen live erlebt hat, in denen die Gefangenen ihre einzige Stunde außerhalb der Zelle zum Hofgang verbringen konnten (gemeinsam mit dem Zellengenossen wohlgemerkt, mit dem man schon die anderen 23 Stunden aufeinander gehangen hat), dann fragt man sich: Erst 2019??
Der flapsige Ton der Führung macht es nicht besser, und so sehr ich kreative Konzepte mag, den sehr lockeren Umgang mit der Vergangenheit dieses Ortes (die eben noch gar nicht so lange her ist) und den damit verbundenen Schicksalen fand ich persönlich sehr befremdlich. Ohne Führung kannst du dir die meisten Teile des Gefängnisses aber nicht ansehen, also musst du durch so Peinlichkeiten wie einem Polaroid-Mugshot zum Abschied einfach durch. Kann man lustig finden, ich fand’s (Achtung, schlechter Wortwitz!): Strange.
Trotzdem würde ich dir einen Besuch empfehlen, denn das Lukiškės 2.0 ist wirklich ein bewegender Ort. Pass‘ halt einfach nur auf dich auf. <3
Adventszeit & Winter in Vilnius
Sagen wir es so: Der Winter ist eine ziemlich exotische Reisezeit für Vilnius. Es kann sehr, sehr kalt werden; vor allem im Januar, und manchmal muss man an den ohnehin schon kurzen Tagen die Sonne unter der dicken Wolkendecke schon regelrecht suchen. Aber in der Adventszeit kann es auch gemütlich in Vilnius werden: Viele Geschäfte und Lokale schmücken ihre Fassaden festlich und auf dem Kathedralenplatz sorgt ein riesiger, beleuchteter Weihnachtsbaum für die passende Stimmung.
Weihnachtlich geschmückt: Die Altstadt von Vilnius
Und überhaupt sind kalte Temperaturen eine hervorragende Entschuldigung, um gefühlt alle zehn Meter in ein anderes Café oder Restaurant einzukehren: Die Gastro-Szene ist so einmalig in Vilnius, dass ich noch einen kleinen Food Guide für euch auf Lager habe!
Eins vorweg: Eine Städtereise nach Vilnius ist super unkompliziert. Ich würde sogar sagen, du kannst dich auch einfach spontan in den Flieger setzen und hier ein paar Tage verbringen, ohne dir großartig irgendwelche organisatorischen Gedanken zu machen. Trotzdem habe ich ein paar Tipps für dich, die dir vielleicht helfen können!
Übernachten in Vilnius
In der Nebensaison findest du einige gute Angebote in Vilnius; es gibt Unterkünfte für jeden Geschmack. Ich habe in einem alten Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert übernachtet, das mit viel Liebe zum Detail vor einigen Jahren zu einem Designhotel umgebaut wurde.
Hotel-Tipp: Hotel Pacai – es ist so traumhaft, wie es aussieht!
Ich genieße gute Hotels ja ohnehin (obwohl ich eh schon so viel Zeit in Hotelzimmern verbringe), aber das Hotel Pacai ist wirklich eine absolute Empfehlung. Sicherlich nicht für jeden Geldbeutel, aber für ein, zwei Nächte vielleicht doch noch drin – ich verspreche dir, dieses Highlight wirst du so schnell nicht vergessen.
Die Währung in Litauen ist Euro, du brauchst dir also um Geld wechseln etc. keine Sorgen machen!
Kartenzahlung ist weit verbreitet, viel Bargeld brauchst du nicht.
Unterwegs in Vilnius
Öffentliche Verkehrsmittel gibt es (Straßenbahn, Bus, Zug), aber ich habe sie bei meinem Aufenthalt gar nicht genutzt. Die Altstadt kannst du ohnehin am besten zu Fuß erkunden und für weitere Strecken habe ich Bolt genutzt (gibt es in Vilnius statt Uber). Auch zum Flughafen ist Bolt eine gute Wahl, Kosten ca. 15€ für eine Strecke.
Die Flugzeit nach Vilnius beträgt z.B. von Frankfurt aus ca. 1:40h, von Berlin nur 1:10h – Vilnius ist also gar nicht sooo weit entfernt.
Sprache
In Litauen wird Litauisch gesprochen, was ich als Sprache super faszinierend finde. Litauisch gehört als baltische Sprache zur indogermanischen Sprachfamilie, aber lass dich vom “germanisch” nicht täuschen, man versteht nichts 🙂 Ich habe immer versucht, zumindest ein paar Brocken herauszuhören, aber über mehr als “Hallo” und “Danke” bin ich nicht hinausgekommen.
Die heimische Sprache wird in Litauen sehr gepflegt. Ähnlich wie in Frankreich mit seiner Radioquote gibt es in Litauen eine Art Sprachgremium, das darauf achtet, dass die litauische Sprache z.B. nicht mit Anglizismen durchsetzt wird. So werden alle englischen Wörter sozusagen litauisiert, aus “Computer” wird z.B. “kompiuteris”.
Jüngere Litauer sprechen aber oft Englisch, besonders in Sehenswürdigkeiten, Cafés, Restaurants etc. Ältere dagegen sprechen bzw. verstehen auch Russisch; aber auf Grund der geschichtlichen Hintergründe und aktuellen Situation sollte man dieses Thema besser umschiffen.
Transparenz: Meine Reise nach Vilnius erfolgte auf Einladung von Go Vilnius.
Tarragona kann ich dir als Reiseziel in Katalonien sehr ans Herz legen: Die Stadt ist wirklich schön zu erkunden und strotzt nur so vor tollen Sehenswürdigkeiten. Ich zeige dir hier meine Tipps für Tarragona und erkläre, warum du unbedingt einen Abstecher hierhin machen solltest!
Früher oder später wird dir in Tarragona ein weiterer Name für die Stadt begegnen: Tarraco. So hieß Tarragona nämlich in der Antike. Im 1. und 2. Jahrhundert war Tarragona (oder eben Tarraco) eine der wichtigsten römischen Städte auf der iberischen Halbinsel.
Nach dem Untergang des römischen Reiches verschwand Tarragona aber in der Bedeutungslosigkeit. Viele der pompösen Bauten wurden danach im Laufe der Jahrhunderte einfach überbaut. Heute ist das Ensemble der Monumente aus der Römerzeit UNESCO-Weltkulturerbe und wird vom Museu d’Història de Tarragona verwaltet.
Diese Sehenswürdigkeiten in Tarragona solltest du dir ansehen:
Circus
Kaum zu glauben, wie groß der Circus im antiken Tarragona war! Auf einer Fläche von 325 Metern Länge und zwischen 100 und 115 Metern Breite fanden hier Wagenrennen statt, eines der größten Spektakel überhaupt! Heute kannst du dir vor allem die riesigen Gewölbe unterhalb des Circus ansehen, die eigentlich nur zur Stabilisierung der schweren Tribünen darüber dienten. Unglaublich, für welche Menschenmassen die Römer damals schon gebaut haben!
Amphitheater
Direkt am Meer gelegen fanden zu Zeiten der Römer im Amphitheater Gladiatorenkämpfe und blutige Hetzen mit wilden Tieren statt, die zur Belustigung der Zuschauer ihr Leben lassen mussten.
Torre del Pretori (Prätoriusturm)
Vom Torre del Pretori hast du einen fantastischen Rundumblick auf Tarragona. Besonders der Blick auf das Amphittheater und die Altstadt mit der mittendrin thronenden Kathedrale sind wirklich sehenswert!
Tipp: Du kannst für jedes Monument einzeln ein Eintrittsticket kaufen. Allerdings gibt es auch ein Sammelticket, mit dem du schon ab der zweiten Location Geld sparst!
Für kleines Geld kannst du auch an einer Walking Tour durch die römischen Stätten teilnehmen: Buche hier*
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Kathedrale von Tarragona
Auf einer Anhöhe mitten in der Altstadt, zwischen Gebäuden gelegen, wirkt die Kathedrale von Tarragona fast schon klein und unscheinbar. Aber du solltest unbedingt mal einen Blick hineinwerfen! Das Hauptschiff und seine riesige Orgel sind schon sehr beeindruckend. Und im Inneren des Komplexes erwartet dich der romantische Kreuzgang. Eine wirkliche Oase!
Auf dem Platz vor der Kathedrale von Tarragona findet sonntags oft auch eines der absoluten Highlights statt: Hier kannst du den verschiedenen Gruppen der Castellers zuschauen, wie sie in einer Kombination aus Teamwork und Akrobatik ihre schwindelerregenden Türme, die Castells, bauen. Alle zwei Jahre gibt es dann einen großen mehrtägigen Wettbewerb, in dem dann die beste Gruppe gekürt wird. Allein in Tarragona gibt es vier verschiedene Vereine, die diese Tradition mit viel Hingabe pflegen.
Besonders beeindruckt hat mich, wie viel Zusammenhalt (im wahrsten Sinne des Wortes) für einen Turm nötig ist: Da kommen schon mal hunderte Castellers in einer genau ausgeklügelten Formation zusammen! Auch unter den Gruppen herrscht keine wirkliche Konkurrenz; man hilft sich sogar gegenseitig beim Umwickeln der ultralangen Bauchbinden, die für die nötige Stabilität im Lendenbereich sorgen.
Achtung: Bei Regen bzw. feuchtem Boden fällt das ganze Spektakel aus Sicherheitsgründen aus.
Der Balkon zum Mittelmeer: So heißt die beliebte Strandpromenade in Tarragona! Und wirklich scheint die Promenade wie ein einziger riesiger Balkon: Etwas höhergelegen, hast du hier den perfekten Ausblick auf das Meer. Gerne wird hier flaniert, was die Locals auch “tocar ferro” (das Eisen berühren) nennen. Der Aberglaube besagt nämlich, dass das Berühren des Geländers des Balcó del Mediterrani Glück bringt!
Museu d‘art Moderna MAMT
Interessierst du dich auch nur ein kleines bisschen für moderne Kunst, solltest du unbedingt einen Blick in das Museu d’Art Moderna de Tarragona (kurz “MAMT” genannt) werfen. Neben immer wieder wechselnden Ausstellungen kannst du hier den berühmten Tapis de Tarragona von Joan Miró sehen, hinter dem eine rührende Geschichte steckt.
1966 hatte Mirós einzige Tochter bei Tarragona einen schweren Autounfall, konnte jedoch gerettet werden und wurde in einem Krankenhaus in Tarragona behandelt. Dankbar für den Einsatz aller Beteiligten spendete Miró 1970 dem Roten Kreuz von Tarragona sein Werk “Tapis de Tarragona”, das nun im MAMT zu sehen ist. Geknüpft wurde der Teppich von Josep Royo, mit dem Miró dann auch gemeinsam weitere Wandteppiche für besondere Locations anfertigte. Einer dieser Teppiche (und der größte) hing bis zu seiner Zerstörung am 11. September 2001 im World Trade Center in New York.
Der Eintritt ins MAMT ist übrigens frei!
Strände in Tarragona
Hast du Lust auf Strand? In Tarragona ist das kein Problem! Auch wenn du dich mitten in einer Stadt befindest und ein Teil der Küste vom zugegeben etwas unschönen Hafen eingenommen wird, kannst du hier einen tollen Strandtag verbringen: Tarragona hat sogar einmal einen Preis für die natürlichsten Stadtstrände in Spanien gewonnen!
Vom Torre del Pretori siehst du besonders gut die Platja Arrabassada und die Platja Savinosa. Obwohl Tarragonas Strände sehr nah an der Stadt gelegen sind, sind sie weitgehend naturbelassen. Du findest hier wirklich viel Grün und tolle Wanderwege in der Umgebung.
Shopping in Tarragona
Tarragona ist nicht so sehr eine Shopping-Destination wie Reus. Trotzdem findest du z.B. auf der Calle Major, die von der Kathedrale hinunterführt, einige hübsche Läden, in denen du auch typische Souvenirs wie Korbwaren oder Porzellan kaufen kannst.
Kleine Handtaschen aus Korbgeflecht liegen ja immer irgendwie im Trend und einen schönen Korb für zu Hause kann man immer gebrauchen. Und hier sind sie oft einfach günstiger als zu Hause!
Größere Geschäfte befinden sich auf der Rambla Nova, einer großen Einkaufstraße, oder im Centre Comercial Parc Central.
Essen & Trinken in Tarragona
Die Altstadt von Tarragona mit ihren kleinen verwinkelten Gassen ist einfach zu romantisch! Hier findest du viele tolle Locations für ein gemütliches Glas Vino Tinto am Abend oder gleich für ein Abendessen. Aber beachte auch hier: Lass dir ruhig Zeit, denn der Abend fängt in Spanien viel später an! 🙂
Schön draußen sitzen kannst du bis abends in einer der vielen Lokale auf der Plaça de la Font! Und auf der Terrasse der Pizzeria Pulvinar an der Calle Mayor hast du einen richtigen Top-Spot, um die Vibe Tarragonas zu genießen.
Für regnerische Tage oder kühleres Wetter empfehle ich dir das Entrecopes. Hier kannst du in einem gemütlichen Kellergewölbe typisch katalanische Küche genießen!
Übernachten in Tarragona
Genau wie von Reus war ich auch von Tarragona schwer begeistert. Ich liebe Großstädte wie Barcelona, aber manchmal sind es dann doch die kleinen, auf den ersten Blick unscheinbaren Orte, bei denen es mir richtig Spaß macht, sie zu entdecken.
Tarragona hat mir sehr gefallen. Die Lage direkt am Meer, die hübsche Altstadt und die historischen Stätten sind einfach unschlagbar. Dabei hat auch das Hotel sein Übriges getan: Morgens direkt vom zimmereigenen Balkon aus zu beobachten, wie die orange glühende Sonne langsam über dem türkisblauen Mittelmeer aufgeht, ist einfach einmalig.
Und dabei ist das H10 Imperial Tarraco eigentlich eines dieser Riesenhotels, die mich sonst ziemlich kalt lassen. Aber dieses Mal musste ich mich eines Besseren belehren lassen: Nicht nur die Aussicht ist beeindruckend, sondern auch der durchgängige Vibe des Hotels irgendwo zwischen coolem Miami-Style und warmem Tropenflair!
Auf dem Dach gibt es übrigens noch eine Rooftopbar mit Pool – und einer fantastischen Aussicht über das Meer!
Anreise / Tagesausflug nach Tarragona ab Barcelona
Von Barcelona aus bist du mit dem Regionalexpress in nur einer Stunde in Tarragona! Die Stadt eignet sich daher perfekt für einen Tagesausflug, wenn du ohnehin gerade in Barcelona bist.
Tarragona liegt an der Costa Dorada. In der Nähe findest du viele kleine Küstenorte wie z.B. Cambrils, die besonders im Sommer sehr beliebt sind! Du kannst auch einen Ausflug in das schöne Reus, die Stadt des Modernisme, unternehmen. Oder du planst gleich einen kompletten Roadtrip durch Katalonien – es lohnt sich!
Die Stadt Reus in Spanien ist ein richtiger Schatz! Hundert Kilometer von Barcelona entfernt, findest du hier einen Ort mit viel Geschichte, toller Architektur und genialen Spots für Foodies. Ich war jedenfalls sofort begeistert und habe Reus zu meinem ganz persönlichen Tipp für eine Städtereise in Spanien auserkoren!
Die Plaça Prim im Zentrum von Reus dient auch oft als Treffpunkt
Sehenswürdigkeiten in Reus
Die Innenstadt von Reus wird dominiert von Bauten des Modernisme und dem Flair einer ehemals sehr reichen Handelsstadt. Außerdem ist Reus bis heute die absolute Shopping-Destination im Süden Kataloniens. Wenn du lauschige Gassen, Altbau-Architektur und kleine Boutiquen liebst, bist du hier genau richtig. Und obwohl Reus mit seinen 100.000 Einwohnern neben einer Stadt wie Barcelona wie ein Dorf wirkt, gibt es hier zahlreiche interessante Sehenswürdigkeiten.
An der Plaça Prim kannst du sehen, welche wichtige Rolle Reus einst als Handelszentrum in Katalonien gespielt hat. Die pompösen Arkaden entlang einer Seite verleihen dem Platz richtig herrschaftliches Flair! Benannt ist der Platz nach General Joan Prim i Prats, der in Reus geboren wurde und in seinem späteren Amt als spanischer Ministerpräsident im Jahr 1870 einem Attentat zum Opfer fiel.
Besonders lohnen soll sich hier ein Besuch im Teatre Fortuny, das von innen ebenso glanzvoll aussehen soll, wie ich mir sagen ließ. Führungen gibt es zwar nicht, aber vielleicht hast du ja Lust auf ein Konzert oder eine Operette?
Leider sind nicht mehr alle Gebäude aus der Glanzzeit Reus’ am Anfang des letzten Jahrhunderts an der Plaça Prim erhalten. Dort, wo sich einst die höhere Gesellschaft im Gran Hotel de Londres traf, steht heute ein schmuckloser Bau aus den 70er-Jahren. Das ist zwar schade, trotzdem solltest du hier einmal die elegante Atmosphäre des Platzes auf dich wirken lassen.
Wenn du ein Gefühl dafür bekommen willst, wie Reus früher hier aussah, dann lohnt sich ein Besuch bei Foto Niepce. In diesem 1926 gegründeten Fotogeschäft an der Plaça Prim findest du ein kleines Fotografiemuseum mit Stücken aus der Geschichte des traditionsreichen Familienbetriebes.
Plaça del Mercadal
DIe Plaça del Mercadal ist ein weiterer zentraler Punkt im Zentrum von Reus. Hier findest du das Rathaus, das Gaudí Centre und die opulente Casa Navàs.
Von der Casa Navàs aus hast du den perfekten Blick auf die Plaça del Mercadal
Wenn du eine kleine Pause einlegen willst, ist hier die perfekte Gelegenheit! Meine Café-Tipps:
Roslena Modernes Café mit Self-Service und günstigen Snacks, gleichzeitig aber auch gut sortierter Zeitschriftenladen! Neben dem Gaudí Museum gelegen.
Café de Reus Etwas abseits der Plaça del Mercadal gelegen, kann man es mit der roten Fassade aber kaum verfehlen. Tolle Location für Drinks & Tapas, abends gibt’s auch mal Live-Musik.
Sehr schmuckvoll: Die Fassade des Café de Reus
Modernisme in Reus
Sehenswerte Gebäude aus der Zeit des Modernisme in Reus sind die Casa Navàs, das Pere Mata Institut, die Casa Rull oder die Casa Gasull. Die meisten Bauten stammen von Lluís Domènech i Montaner, neben Gaudí ein weiterer berühmter Vertreter des Modernisme.
Falls dich das Thema Architektur genauso interessiert wie mich, kannst du über die Touristeninformation in Reus eine spezielle Architekturführung buchen, die dich an und in viele Gebäude führt, die du ansonsten bestimmt nicht auf dem Schirm hättest!
Oder du folgst auf eigene Faust der “Ruta del Modernisme”: 29 der knapp 80 Modernisme-Gebäude sind zu einem Rundgang zusammengefasst worden. Die Karte dazu bekommst du in der Touristeninformation an der Plaça del Mercadal.
Der Architekturstil des Modernisme entstand in Katalonien zwischen 1885 und 1920. Ähnlich dem Jugendstil, der parallel in Deutschland entstand, ist der Modernisme geprägt von neuartig geschwungenen Linien und organischen Formen. Der Modernisme war aber nicht nur ein Baustil, sondern auch eine gesellschaftliche Bewegung, die sich über alle Bereiche des Lebens wie Kunst, Kultur und Politik erstreckte. Einer der bekanntesten Architekten dieser Epoche ist Antonio Gaudí.
Casa Navàs
Erbaut zwischen 1901-1907 ist die Casa Navàs eines der besten Beispiele für den Baustil des Modernisme. Der Kaufmann Joaquim Navàs lebte hier zusammen mit seiner Frau in den oberen Etagen, im Erdgeschoss befand sich bis 2018 das familieneigene Kaufhaus, das heute nach einem Eigentümerwechsel als Eventlocation dient. Die oberen Etagen sind noch mit dem Originalmobiliar bestückt. Die Casa Navàs kannst du im Rahmen einer Führung besuchen.
Ich persönlich liebe ja den verspielten Stil des Modernisme, aber auch gleichzeitig den Vibe einer Epoche, in der sich so viel in der ganzen Welt bezüglich Kultur und Gesellschaft verändert hat. In Barcelona war ich immer ganz ergriffen vom Detailreichtum von Häusern wie etwa der Casa Milà, und ich kenne niemanden, der dort nicht von der Architektur fasziniert ist. In der Casa Navàs aber ist mir vor lauter Begeisterung die Kinnlade runtergeklappt. Die Hingabe, mit der hier das ganze Haus gestaltet wurde, ist in jedem Raum einfach zu spüren.
Allein für die Casa Navás lohnt sich ein Trip nach Reus, wirklich! Schon im Treppenhaus wird dir klar, dass du hier ein ganz besonderes Haus betrittst. Mein Tipp: Frag nach einer Führung mit Ben – seine Liebe zum Haus ist absolut ansteckend und er ist ein Naturtalent als Museumsguide! Nachdem ich meine heruntergeklappte Kinnlade erst einmal wieder in den Griff bekommen hatte, bin ich aus dem Lachen nicht mehr herausgekommen, weil die Führung mit ihm so unterhaltsam war.
Gaudí Centre
Dem berühmtesten Sohn der Stadt, Antonio Gaudí, ist an der Plaça del Mercadal gleich ein ganzes Museum gewidmet. Obwohl Gaudí in Reus geboren wurde und hier seine gesamte Kindheit und Jugend verbrachte, bevor er nach Barcelona zog, gibt es in seiner Geburtsstadt kein einziges von ihm. Ganz im Gegensatz zu Barcelona, wo er mit Bauten wie der Sagrada Familia, der Casa Milà, der Casa Batlló oder dem Parc Güell das Erscheinungsbild der Stadt massgeblich geprägt hat.
Wenn du in Reus bist, solltest du unbedingt einen Wermut probieren. Der mit Kräutern und Zucker versetzte Weißwein ist das traditionelle Getränk der Stadt. Im 19. Jahrhundert brachten der Wermut und der Handel damit den Reichtum in die Stadt. Rund um Reus gibt es heute noch acht verschiedene Wermut-Hersteller.
Essen & Trinken in Reus
Auch wenn du jetzt kein Wermut-Fan geworden bist (mit seinem kräuterigen Geschmack ist der nämlich nicht jedermanns Sache), empfehle ich dir Vermuts Rofes als Foodtipp in Reus. Einst wurde hier Vermut produziert, jetzt ist aus der ehemaligen Manufaktur ein atmosphärisches Restaurant geworden.
Tipp: Durchgehen bis zum Innenhof! Hier kannst du typisch katalonische Gerichte an großen, rustikalen Tischen im Industrial Style probieren. Und dir auf Wunsch dazu ein Glas des hauseigenen Wermuts gönnen, denn Vermuts Rofes wird weiterhin hergestellt, nur eben an einem anderen, modernen Standort.
Shopping in Reus
Reus ist für die umliegende Region immer noch die erste Anlaufstelle wenn es um Shopping geht. In den schmalen Fußgängerzonen der Innenstadt findest du aber nicht nur die üblichen Verdächtigen wie Mango und Zara, sondern auch erstaunlich viele kleine Boutiquen und Geschäfte in Familienhand.
Colmado Baró
Bei Colmado Baró kannst du dich nicht nur mit Wermut, sondern auch mit vielen anderen typischen Leckereien eindecken. Immer noch familiengeführt, hat dieses Feinkostgeschäft einen ganz besonderen Charme. Die perfekte Gelegenheit zum kulinarischen Souvenir-Shopping!
El Barato
Das stilisierte O hinter dem Namen El Barato erinnert noch an die Zeit der Militärdiktatur unter General Franco: Damals musste das traditionsreiche Stoffgeschäft seinen katalanischen Namen “Barat” ablegen und sich in die spanische Variante “El Barato” umbenennen. Damals wie heute decken sich Hobbyschneider, Designer, Künstler, Folkloregruppen und Karnevalsvereine hier mit den wildesten Stoffen ein – und verbringen wahrscheinlich ganze Tage zwischen den überbordenden Regalen, um sich durch die Stoffballen zu wühlen.
Vielleicht wird dir Reus bekannt vorkommen: Reus hat nämlich einen Flughafen, der zumeist von Low-Cost-Carriern angeflogen wird. Beworben wird dieser gerne mal als Barcelona-Reus, obwohl Barcelonas eigentlicher Flughafen El Prat knapp hundert Kilometer entfernt ist. Die meisten Airlines fliegen Reus allerdings nur von Frühjahr bis Herbst an.
Von Barcelona aus kommst du am besten mit dem Regionalzug oder mit dem Bus nach Reus, falls du ohne eigenes Auto oder Mietwagen unterwegs bist. Die Strecke kann man auch gut an einem Tag hin- und zurückfahren. Reus eignet sich daher auch perfekt für einen Tagesausflug ab Barcelona!
Wenn du mit dem eigenen Auto oder Mietwagen unterwegs bist, kann ich dir eine Tour durch das Hinterland Kataloniens sehr empfehlen. Bist du gerne in der Natur unterwegs oder gehst du gerne wandern, findest du hier tolle Möglichkeiten. Auch bis in die Pyrenäen ist es nicht weit, wo du im Winter Ski fahren kannst.
Ansonsten verfügt Katalonien noch über beliebte Küstenorte. Die Costa Brava und die Costa Dorada sind gespickt mit schönen Stränden, z.B. um Cambrils. Oder du fährst einfach weiter Richtung Süden entlang der spanischen Küste. Im Norden von Katalonien schließt sich bereits schon Frankreich an, bis zum schönen Perpignan sind es von Barcelona nur 170 Kilometer.
Reus ist nur acht Kilometer von der Costa Daurada entfernt
Die gesamte Küstenregion ist auch gut mit dem Zug zu bereisen. Falls du länger Zeit hast und nicht selbst fahren möchtest, kannst du so einen tollen Trip durch Spanien und Frankreich planen.
Bremen als alte Hansestadt hat auf Grund seiner ereignisreichen Geschichte richtig viele Sehenswürdigkeiten zu bieten! Wusstest du zum Beispiel, dass das beeindruckende Bremer Rathaus über 600 Jahre alt ist? Aber ich war doch sehr überrascht, als ich letztens in Bremen einige tolle Spots außerhalb der üblichen Touristenmagneten aufgetan habe! Ich zeige dir, was du in der Hansestadt sehen solltest und verrate dir ein paar ziemlich gute Geheimtipps, für die du sonst lange suchen musst!
Auch bei Regen bunt: Auf Entdeckungsreise in Bremen
1. Schnoorviertel
Das älteste Stadtviertel Bremens ist ein absolutes Must-See! Wie eine kleine Fachwerkoase liegt das Schnoorviertel (oder auch „der Schnoor“ genannt) in der Innenstadt Bremens. Schnoor kommt übrigens von „Schnur“, weil sich die vielen kleinen Häuser wie Perlen auf einer Schnur aneinanderreihen.
Manche Gassen sind so schmal, dass du mit ausgestreckten Armen die Häuserfassaden rechts und links gleichzeitig berühren kannst! Das Schnoorviertel besteht leider nur aus wenigen Straßenzügen, die sind aber mit ihren hübschen Fachwerkhäusern eine absolute Augenweide.
Besonders gemütlich: Das Schnoorviertel in Bremen.
Du findest hier auch einige kleine Läden und Restaurants – zum Teil sehr auf Touristen eingestellt – aber genauer hinsehen lohnt sich!
Meine Tipps: The Note – Parfumerie mit außergewöhnlichem Sortiment, die gängigen Mainstream-Parfums suchst du hier vergeblich. Die perfekte Adresse, wenn du individuelle Parfums liebst! 808 Boba Bar – Leckere Bubble-Teas in minimalistischem Style; ich mag ja nie diese schreiend bunten Dinger, die nur künstlich schmecken! Hier gibt’s tolle Kombinationen (leider keine Sitzplätze, aber perfekt als To-Go-Begleitung für den Schnoor-Spaziergang).
2. Die Bremer Stadtmusikanten
Kurioserweise ist die Melodie des alten Kinderliedes über die Bremer Stadtmusikanten immer das Erste, was mir einfällt, wenn ich an Bremen denke: Iiih-aah, wau-wau, miau, kikeriki! Das Märchen der Gebrüder Grimm ist einfach untrennbar mit der Stadt verbunden.
Seit den 50er Jahren ziert auch eine Bronzestatue der Stadtmusikanten das Bremer Rathaus. Wer aber hier an eine riesige Statue denkt, irrt – die vier Tiere sind nicht lebensgroß dargestellt, und die Statue befindet sich etwas versteckt an einer Seite des Rathauses. Übrigens: Die Beine des Esels mit beiden Händen gleichzeitig zu umfassen, soll Glück bringen!
3. Bremer Rathaus
Schon im 13. Jahrhundert soll hier am Marktplatz das erste Bremer Rathaus gestanden haben. Das Rathaus, was du jetzt hier siehst, wurde von 1405 bis 1410 erbaut und wird heute noch vom Bremer Senat und vom Bürgermeister genutzt! Das markante Gebäude kann auch von innen besichtigt werden – es lohnt sich! Heute wird es auch Altes Rathaus genannt, nachdem es 1917 mit einem Anbau, dem Neuen Rathaus, ergänzt wurde.
Tipp für Foodies: Im Bremer Ratskeller, der sich unter dem Alten Rathaus befindet, kannst du das rustikale Ambiente bei zünftigen Köstlichkeiten genießen!
Mehr Sehenswürdigkeiten rund um das Rathaus und den Bremer Marktplatz: St. Petri Dom aus dem 11.Jahrhundert Spuckstein im Domhof: an dieser Stelle wurde 1831 die Serienmörderin Gesche Gottfried geköpft
Der Bremer Roland ist einer der wichtigsten Wahrzeichen Bremens! Die große Rolandstatue vor dem Rathaus zeigt einen Ritter mit Schwert und steht sinnbildlich für die Eigenständigkeit einer Stadt und den damit verbundenen Stadtrechten.
Mit der Loslösung von der bis dahin kirchlichen Herrschaft und dem Wandel zu einer eigenständigen Stadt um 1400 war Bremen der Vorreiter unter vielen europäischen Städten. Daher hat der Bremer Roland als Symbol für Freiheit und Selbstbestimmung bis heute eine große Bedeutung und findet sich als Namenspate für viele Bremer Institutionen wieder.
5. Die Schlachte
Ausgehen in Bremen? Kein Problem – die Schlachte ist die Flaniermeile an der Weser und befindet sich mitten in der Stadt. Hier kannst du auch tagsüber an der Weserpromenade sitzen, Kaffee trinken oder ein Feierabendbier genießen und Leute beobachten. Abends wird’s je nach Wochentag voller.
Eine schmale dunkle Gasse führt vom weitläufigen Marktplatz hinunter zur einer ganz besonderen Straße in der Bremer Innenstadt – und hätte ich nicht ein kleines Schild mit der Aufschrift „zur Böttcherstraße“ entdeckt, wäre ich wohl glatt dran vorbeigelaufen. Geht man nämlich vom Markt die schmale Schüttingstraße hinunter, läuft man direkt auf den eindrucksvollen Torbogen zu, der den Anfang der Böttcherstraße markiert.
Hier konzentrieren sich seit 1931 Kunst, Kultur und Handwerk auf einer kleinen Straße, die wie ein Mikrokosmos scheint. Mit Unterstützung des Kaffee-HAG-Erfinders Ludwig Roselius entstand hier Anfang des letzten Jahrhunderts ein Zentrum für Kreative, das sich bis heute seinen Reiz bewahrt hat.
Jedes einzelne Haus auf der Böttcherstraße ist individuell gestaltet: Besonders markant ist das Paula-Modersohn-Becker-Haus, welches das zugehörige Museum über das Lebenswerk der Malerin beinhaltet.
Besonders zur Zeit des Nationalsozialismus war der expressionistische Stil des Hauses umstritten; mich hat die ungewöhnliche Architektur jedenfalls sehr beeindruckt.
Sehenswert sind hier neben den kleinen Läden und Ateliers der Sieben-Faulen-Brunnen, dessen Geschichte auf einem Bremer Volksmärchen basiert, und der Handwerkerhof.
Mehr zur interessanten Geschichte dieser ungewöhnlichen Straße erfährst du auf dieser kurzen Tour: ➜ Rundgang durch die Böttcherstraße*
7. Wallanlagen & Mühle am Wall
Ein bisschen wie in Holland fühlt man sich beim Blick auf die Mühle am Wall. Mitten in den Wallanlagen des alten Bremer Stadtwalls gelegen, ist die ehemalige Kaffeemühle nicht nur ein hübsches Fotomotiv, sondern beherbergt heute auch ein Restaurant. (Du kannst hier aber auch nur zu einem Kaffee einkehren.) Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich hier Stammpublikum des nahegelegenen Hauptbahnhofs aufhält. Also besser nur tagsüber hier entlang und etwas Aufmerksamkeit walten lassen.
8. Viertel
Das Viertel war meine ganz große Überraschung in Bremen. Vielleicht habe ich es auch vorher nur einfach des Namens wegen nicht wahrgenommen – es heißt tatsächlich einfach nur „das Viertel“!
Von Sielwall bis Sankt-Jürgen-Straße erstreckt sich das Bremer Viertel und ist dabei sowas wie DER Bremer Hipster-Kiez. Eigentlich nur ein kleiner Stadtteil, kannst du aber hier den ganzen Tag mit Bummeln und Essen verbringen. Oder jedenfalls ging’s mir so! Ich habe so viele tolle kleine Geschäfte und fantastische Foodlocations entdeckt, dass ich das nächste Mal in Bremen garantiert straight ins Viertel fahre und erstmal meine Lieblinge abklappere!
Meine absoluten Herzens- und Geheimtipps für das Viertel:
Juli liebt Kaffee Ich fand ja, Juli liebt nicht nur Kaffee, sondern auch tolles Interior Design! Guter Kaffee, leckeres Frühstück/Brunch, und das in entspanntem Ambiente. Megatipp, für den sich das Rausfahren aus der Innenstadt lohnt.
Fritzfrank Concept Store gleich nebenan, klein & fein. Inhaberin Anastasia sucht alles selbst mit gutem Händchen und Geschmack aus, und ihre Begeisterung für Schönes steckt sofort an! Wenn ihr kleine Läden gerne unterstützt, seid ihr hier an der richtigen Adresse. Bei fritzfrank findest du Deko und Accessoires von vielen kleinen Labels, die du garantiert nicht überall findest!
Noras Ich hatte hier nur einen Kurkuma Latte und einen Carrot Cake, und das allein ist schon ein Grund, wiederzukommen; denn am liebsten hätte ich mich die ganze Karte rauf und runter probiert. Das Ambiente fein, aber doch leger, der Service aufmerksam und wirklich alles auf der Karte ist nach Clean-Eating-Prinzipien ohne zusätzlichen Schnickschnack hausgemacht. Gesund essen war selten besser. Trotzdem bezahlbar. Vieles gibt es auch to go für daheim.
9. Parks & Ausflugsziele in Bremen
In Bremen gibt es noch ein paar weitere Tipps und Sehenswürdigkeiten, die du dir ebenfalls noch bei einem längeren Aufenthalt ansehen kannst:
Maritime Meile Vegesack – außerhalb der Innenstadt kannst du rund um den alten Vegesacker Hafen z.B. im Museumshaven mehr über die maritime Geschichte Bremens erfahren. Bürgerpark – hinter dem Bremer Hauptbahnhof gelegen, findest du hier eine riesige Grünfläche mit vielen Möglichkeiten zum Erholen, Entspannen oder Sport treiben. Rhodendronpark – Mai ist der perfekte Monat für einen Ausflug in den Rhodendronpark: Dann blühen die über 10.000 Pflanzen am schönsten in voller Pracht! Eintritt ist übrigens frei.
10. Museen in Bremen
Nicht nur bei schlechtem Wetter solltest du dir vielleicht einen Museumsbesuch gönnen. Auf meiner Liste stehen jedenfalls noch diese beiden Museen, die Bremen zu einem spannenden Reiseziel machen.
Kunsthalle Bremen – Neben der eigenen Sammlung, die Werke aus über 700 Jahren Kunstgeschichte umspannt, findest du hier auch immer wieder interessante Wechselausstellungen. Ein Blick auf die Website mit den aktuellen Veranstaltungen lohnt sich! Weserburg Die Weserburg ist das Museum für internationale Kunst der Gegenwart, untergebracht in einem historischen Gebäude direkt an der Weser. Die Sammlung umfasst Werke aus verschiedenen Disziplinen, von Malerei über Skulpturen bis hin zu Installationen. Wechselnde Ausstellungen.
Übernachten in Bremen
Falls du nicht aus der Umgebung anreist, brauchst du vielleicht eine Übernachtungsmöglichkeit. Daran sollte es in Bremen nicht scheitern! Folgende Locations solltest du dir mal näher ansehen:
Klabauterbett* – Schlafen auf einem Zweimastklipper! Gemütliches Schiff ganz in der Nähe der Altstadt und der Schlachte. Vienna House Bremen City* – komfortabel, modern & zum guten Preis übernachten. Etwas außerhalb des Stadtkerns, aber durch die kurzen Wegen und guten Öffis in Bremen kein Problem! Pluspunkt bei Anreise mit der Bahn: Fußläufig vom Hauptbahnhof zu erreichen. Designhotel Überfluss* – ein bisschen hochpreisiger, dafür aber mit Wellnessbereich und absolut zentral an der Weser gelegen. Für ein schönes Wochenende zu zweit aber durchaus erschwinglich, wenn man sich etwas gönnen möchte!
Ein Altstadtkern gespickt mit Sehenswürdigkeiten und mittelalterlichen Vibes, dazu das pulsierende Leben einer modernen polnischen Stadt und die Nähe zur Ostsee: Jedes Mal, wenn ich in Danzig bin, erlebe ich die Stadt von einer anderen Seite. Weil Danzig einfach so vielfältig ist! In diesem Artikel stelle ich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Danzig vor, damit du gleich mit dem Sightseeing vor Ort loslegen kannst!
Die meisten Sehenswürdigkeiten findest du in der Rechtstadt. Hier ist das historische Zentrum Danzigs. Die Rechtstadt beherbergt das beliebteste touristische Ziel der Stadt: Die Langgasse (Ulica Długa) ist die Hauptschlagader, auf der das Leben tobt!
2. Langgasse/Ulica Długa
Die Langgasse führt vom Goldenen Tor bis zum Langen Markt und ist wirklich eine Augenweide. An den Häuserfassaden entlang der Langgasse lässt sich gut erkennen, welche wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung die ehemalige Hansestadt Danzig hatte. Schon im Mittelalter war Danzig durch die Lage an der Ostsee ein wichtiger Handelshafen, und viele Kaufleute und Adelige siedelten sich hier an.
Was nicht auf den ersten Blick auffällt, weil’s einfach zu schön und gut gemacht ist: Die schönen mittelalterlich wirkenden Fassaden sind nicht ganz echt. Im Zweiten Weltkrieg wurden nämlich über neunzig Prozent der Häuser an der Langgasse zerstört. Nach dem Krieg wurden alle Fassaden wieder aufgebaut, allerdings wurden die Hinterhöfe und dahinterliegenden Blocks nach modernen städtebaulichen Prinzipien konstruiert.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut: Die Häuserfassaden auf der LanggasseNeptunbrunnen vor dem Rechtstädtischen Rathaus
3. Langer Markt
Der Lange Markt am Ende der Langgasse ist besonders während der Hochsaison von Frühjahr bis Herbst und an Wochenenden immer gut besucht. Zwar kann man hier in den umliegenden Cafés schön sitzen und dem ganzen Treiben zugucken, aber Danzig hat noch so viel mehr an tollen Cafés und Restaurants zu bieten, dass ich dir empfehle, auch mal in die kleinen Seitenstraßen zu schauen. Guten Kaffee gibt es z.B. im Café Oficyna.
Polnische Städte sind eine Reise wert, und vor allem schnell zu erreichen! Hier findest du mehr Inspirationen für einen Kurztrip nach Polen: ➜ Alle Artikel über Polen
Tipp: Café Oficyna in Danzig
4. Grünes Tor
Das Ende des Langen Marktes bildet unübersehbar das Grüne Tor. Für mich eines der schönsten Fotomotive Danzigs! Übrigens befindet sich hier auch ein Ableger des Nationalmuseums, dort finden finden in unregelmäßigen Abständen wechselnde Ausstellungen statt. Es lohnt sich, mal vor Ort vorbeizuschauen.
Das Grünes Tor am Ende der Langgasse
5. Uferpromenade
Durch das Grüne Tor hindurch kommt man direkt zur Uferpromenade an der Mottlau, und hier wird’s richtig maritim! Ein bisschen spürt man hier schon die frische Ostseebrise, und ein paar ältere Schiffe sorgen für das richtige Flair. Unter anderem auch ein richtiges Piratenschiff!
Das Piratenschiff auf der MottlauFrauentor an der Uferpromenade
6. Krantor
Zwischen den vielen Lokalen an der Uferpromenade ragt übrigens das riesige Krantor hervor. Hier wurden einst seit dem 15. Jahrhundert Schiffe be- und entladen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es wie so viele Gebäude in Danzig zerstört, aber danach wieder komplett aufgebaut.
Heute ist das Krantor eine der bekanntesten Postkartenmotive und Sehenswürdigkeiten in Danzig. Die einzelnen, großen Räder des Krans kann man auch von der Uferpromenade aus durch die Konstruktion sehen. Im Krantor selbst ist aber auch ein Museum (derzeit wegen Renovierung geschlossen), in dem man sich den Mechanismus von nahem ansehen kann und mehr über das Leben im mittelalterlichen Danzig erfährt.
Eine der markantesten Sehenswürdigkeiten Danzigs: Das Krantor
7. Mariacka/Frauengasse
Noch vor dem Krantor geht es durch das Frauentor hindurch auf die Frauengasse (Mariacka), die für mich die schönste Straße im Zentrum von Danzig ist. Die Frauengasse ist gesäumt mit stilvollen Bürgerhäusern und gleichzeitig das Zentrum des Bernsteinhandels. Danzig ist nämlich berühmt für seinen Bernstein! Modisch zwar nicht meins, und Souvenirgeschäfte auch nicht so, aber die Strasse selbst ist so romantisch hübsch – absolute Fotoempfehlung!
Hier gibt’s Bernstein ohne Ende: Frauengasse
Exkurs: Was ist Bernstein? Bernstein ist kein Edelstein, sondern fossiles Harz. Es wird auch „baltisches Gold“ genannt, weil es im Ostseeraum rund um Danzig und im Baltikum die größtes Vorkommen gibt. Achtung beim Kauf: Mittlerweile gibt es auch synthetisch hergestellte Fälschungen!
Die Frauengasse führt zur unübersehbaren Marienkirche, die auch für Nicht-Kirchengänger interessant ist. Vom Kirchturm aus hat man nämlich einen perfekten Ausblick über Danzig!
(Alternativ kannst du auch vom Riesenrad „Amber Sky“ auf der Speicherinsel den Ausblick über die Stadt genießen.)
Beste Aussicht: Vom Turm der Marienkirche
9. Speicherinsel
Die Speicherinsel gegenüber der Altstadt wurde erst in den letzten Jahren so richtig erschlossen. Noch immer wird hier viel gebaut, Neues entsteht und die Atmosphäre ist hier jünger und frischer als in der historischen Rechtstadt. Ich bin gespannt, was hier noch so alles entsteht!
Neu ist übrigens auch die Fußgängerdrehbrücke, die die Speicherinsel mit der gegenüberliegenden Uferpromenade der Rechtstadt verbindet.
Fussgängerbrücke über die Mottlau
10. Street Art in Zaspa
Ein bisschen abseits des Touristentrubels kann man im eigentlich weniger pittoresken Stadtteil Zaspa spannende Murals und Street Art bestaunen. Eine Übersicht aller Murals findest du hier:
Goldwasser wird dir an jeder Ecke begegnen, der Gewürzlikör mit sagenhaften 40 Umdrehungen ist der Signature-Schnaps Danzigs. Der Name kommt übrigens tatsächlich vom Blattgold, mit dem der Likör versetzt ist! Mir ist es zu hart, aber zum Glück hat Danzig noch viel mehr zu bieten als olles Goldwasser. Wie in den meisten polnischen Städten ist die Auswahl an guten, modernen Restaurants und Cafés groß!
Tipp: Whiskey in the Jar auf der Speicherinsel
Bier ist ohnehin beliebt in Polen und in Danzig umso mehr! Wenn du also gerne Bier trinkst und Craft-Bier aus kleinen, lokalen Brauereien, die du so vielleicht nie finden würdest, kennenlernen willst, dann ist das hier vielleicht etwas für dich:
Wenn du genug von Stadt hast, und dich noch mehr nach Ostseeflair sehnst, dann kannst du ab Danzig ein paar tolle Ausflüge unternehmen.
Westerplatte
Geschichtsnerds auf der Suche nach den historischen Hotspots wird es sowieso hierhin ziehen: Hier begann 1939 mit dem Überfall Polens durch Deutschland der Zweite Weltkrieg. Ein großes Denkmal für die damaligen Kämpfer erinnert heute an diese ersten Gefechte.
Aber auch die Lage an der Ostsee und der breite Strand machen die Halbinsel zu einem tollen Ausflugsort! Mit dem Piratenschiff, das an der Uferpromenade liegt, kannst du hierhin übrigens einen Ausflug unternehmen – und ja, es ist mit Musik und Animation ziemlich touristisch; aber eben auch einfach schön gemacht.
Alternativ gibt es aber auch im Sommer Wassertrams der Danziger Verkehrsbetriebe. Die Linie F5 fährt ebenfalls vom Grünen Tor ab und hält an der Westerplatte. Der Aufenthalt auf der Westerplatte bei einer frischen Brise sind ein schönes Kontrastprogramm zur quirligen Danziger Altstadt.
Überhaupt solltest du in Danzig eine Bootstour unternehmen – es ist wirklich günstig, und eine schöne Gelegenheit, die Geschichte der Stadt vom Wasser aus kennenzulernen!
Eine Bootsfahrt zur Westerplatte führt außerdem an den riesigen Kränen der Danziger Werft vorbei: Hier entstand in den 80er Jahren die Solidarnosc-Bewegung um Lech Welesa, dem späteren Friedensnobelpreisträger und polnischen Präsidenten. Die Danziger Werft, heute eher unbedeutend, baute damals hier riesige Frachter und Passagierschiffe. Eines der ersten Schiffe, die in der Danziger Werft fertiggestellt wurden, liegt heute als Museumschiff auf der Mottlau, gegenüber dem Krantor.
Ganz in der Nähe von Danzig liegt Sopot, ein altes Ostseekurbad, das auch heute ncho beliebtes Ausgehziel für viele Danziger ist. Dort kannst du die belebte Hauptstraße Monte Cassino bis zur Mole von Sopot entlangspazieren, einem Holzsteg, der hunderte Meter in die Ostsee hineinragt.
Mit dem Regionalzug ab dem Danziger Hauptbahnhof (Gdańsk Główny), der etwas außerhalb der Altstadt liegt, bist du in weniger als einer halben Stunde dort. Alternativ kannst du auch relativ günstig ein Uber nehmen.
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Oder du buchst dir gleich einen ganzen Tag mit einem Reiseführer, der dir nicht nur Sopot, sondern auch Danzig im Schnelldurchlauf und Gdynia zeigt. Für den Preis wirklich eine gute Investition, mehr von der Umgebung zu erfahren und gleichzeitig brauchst du dich nicht um Transport etc. zu kümmern:
Danzig gehört zu den beliebtesten Reisezielen in Polen. Daher gibt es hier auch ein riesiges Angebot an Unterkünften. Übernachtungen sind vor allem in der Nebensaison relativ günstig, so dass du bestimmt eine schöne Unterkunft findest.
Ein paar tolle Tipps habe ich hier für dich:
Radisson Blu Hotel & Suites – Neu renoviert auf der Speicherinsel und im cleanen skandinavischen Midcentury-Style eingerichtet. Beste Lage, um alle Sehenswürdigkeiten fussläufig zu erreichen!
Das Zentrum Danzigs kannst du perfekt zu Fuß erkunden. Alles liegt nah beieinander und öffentliche Verkehrsmittel wirst du dort ohnehin weniger finden. Um z.B. zur Westerplatte, Sopot oder das ebenfalls nahegelegene Gdynia zu kommen, kannst du Bus, Bahn oder im Sommer auch die Wassertram nehmen. Fahrpläne und Zeiten (nur polnisch): [https://ztm.gda.pl/]
Weniger abenteuerlich, dafür aber auch nicht sehr teuer, ist Uber; funktioniert in Danzig problemlos.
Beste Reisezeit für Danzig
Ich glaube, ich war schon zu so ziemlich jeder Jahreszeit in Danzig. Im Sommer ist Danzig sehr belebt und touristisch, vor allem an Wochenenden, das mag dem einen zu viel sein. Allerdings sind dann die Temperaturen auch perfekt für einen Badeausflug an die Ostseeküste.
Im Frühjahr und Herbst ist es in Danzig ruhiger, und für einen kurzen Städtetrip perfekt. Im Winter finde ich den morbiden Charme zwar sehr spannend, besonders die Rechtstadt ist da komplett leer, mir persönlich ist das Ostseeklima im Winter aber einfach zu kalt – aber ich bin ja eh ein Fan wärmerer Temperaturen 😉 Je nach Vorliebe kannst du also Danzig ganzjährig bereisen.
Anreise nach Danzig
Nach Danzig kommst du aus Deutschland bequem mit dem Zug, per Flugzeug oder mit dem eigenen Auto. Busverbindungen gibt es ebenfalls, aber das zieht sich zumindest ab Berlin für meine Begriffe ziemlich (ca. 9 Stunden).
Der Flughafen ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Er ist zudem auch nur 10 Kilometer von der Innenstadt entfernt – Taxi und Uber sind also auch eine gute Alternative.
Geld & Währung
Die Währung in Polen ist der polnische Zloty (PLN). Der Umrechnungskurs liegt mehr oder weniger bei 1:4, d.h. 4 Zloty sind umgerechnet 1 Euro.
Kartenzahlung ist weit verbreitet, manchmal kannst du sogar in Euro bezahlen und bekommst das Rückgeld in Zloty. (Ist aber dann in der Regel ein schlechtes Geschäft.) Beim Bezahlen mit Kreditkarte wähle unbedingt die Bezahlung in Zloty statt Euro, so bekommst du den tagesaktuellen Umrechnungskurs.
Ganz so ohne lokales Bargeld geht es aber nie, finde ich. Daher hebe ich in Polen immer noch etwas Bargeld mit meiner DKB Kreditkarte* ab, damit kann ich an fast jedem Geldautomaten gebührenfrei Bargeld abheben und bin für alle Eventualitäten gerüstet.
In der Stadt findest du auch einige unabhängige Wechselstuben, allerdings ist der Kurs dort entsprechend schlechter.
Sprache & Kommunikation
An vielen Stellen gibt es Informationen nur auf Polnisch, und auch wenn ich schon so oft in Polen war – die Sprache schafft mich einfach. Es sind einfach zu viele Konsonanten 🙂 Irgendwann habe ich es aufgegeben, über „Guten Tag“ und „Danke“ hinauszukommen und mich meinem Schicksal ergeben. Zum Glück sprechen viele jüngere Polen mittlerweile Englisch, so dass man gerade an besonders touristischen Orten wie Danzig auch mit englischen Sprachkenntnissen zurechtkommt.
Der imposante Eiffelturm, detailreich verzierte Altbaufassaden, Café au lait trinken an einem Bistrotisch am Straßenrand und das Flair einer geschichtsträchtigen Weltstadt: Paris fasziniert mich immer wieder. Aber die Stadt ist riesig, die schönsten Sehenswürdigkeiten geben sich die Klinke in die Hand und irgendwie weiß man gar nicht, wo man mit seinem Sightseeingprogramm anfangen soll. Paris an einem Tag zu erleben (und dann auch noch hauptsächlich zu Fuß) scheint ein Ding der Unmöglichkeit, aber ich zeige dir, wie du mit wenig Zeit das beste für deinen Kurztrip oder dein Wochenende in Paris rausholst!
Seit langem hatte ich im Frühsommer wieder eine Übernachtung in Paris, und der Tag hätte nicht besser sein können: Viel wollte ich an diesem einen Tag von Paris sehen, die Stadt genießen, das Flair einsaugen, ein bisschen Inspiration sammeln. Mein Sightseeing-Plan war ambitioniert, ich fit und gewillt, eine lange Liste an Orten abzuklappern, die ich gerne wiedersehen oder neu kennenlernen wollte. Aber letztendlich sollte doch alles anders kommen.
Der Eiffelturm: Die wichtigste Sehenswürdigkeit in Paris
Ich bin erst am frühen Mittag im Hotel los, also hatte ich etwas weniger als einen Tag in Paris. Hast du aber mehr Zeit, rate ich dir, den Vormittag am Eiffelturm zu beginnen. Vor allem, wenn du zum ersten Mal in Paris bist!
Der Eiffelturm ist nämlich immer noch die allerwichtigste und beeindruckendste Sehenswürdigkeit der Stadt! Obwohl ich schon oft in Paris war, flasht mich der Anblick jedes Mal aufs Neue.
Du solltest auch unbedingt einmal hoch, und am besten gleich auf die Spitze – dann siehst du Paris gleich von oben.
Vom Eiffelturm aus kannst du dann über die Pont d’Iéna auf die andere Seite der Seine spazieren. Am Trocadero nimmst du dann besser die Metro für ein paar Stationen zum Place Charles de Gaulle; laufen wirst du garantiert wie ich noch genug.
Die Metrostationen können zwar richtige Labyrinthe sein, aber ich finde die Pariser Métro so faszinierend, allein deswegen fahre ich in Paris immer gerne ein paar Stationen. (Tipps zum Metrofahren in Paris gibt’s weiter unten!)
Mit der Linie 6 fährst du bis zur Station Charles de Gaulle Étoile.
Der Triumphbogen auf dem Place Charles de Gaulle
Den richtigen Ausgang zu finden, ist hier übrigens nicht verkehrt, denn die Station ist riesig und du kannst an so ziemlich jeder Zufahrt zum sternförmig angelegten Place de Charles de Gaulle die Station verlassen. Ich kann mich nicht erinnern, welchen Ausgang ich genommen habe, aber orientiere dich am besten in Richtung Avenue de Champs-Élysées/Georges V; es ist eigentlich recht gut ausgeschildert. Oben angekommen siehst du direkt eines der weiteren Wahrzeichen Paris: den Triumphbogen oder Arc de Triomphe.
Wenn du magst, kannst du auch auf das Dach des Arc de Triomphe* hinauf! Der Triumphbogen ist zwar nicht ganz so hoch und spektakulär wie der Eiffelturm, aber der Blick auf den riesigen Kreisverkehr darunter und den prächtigen Champs-Élysées ist schon sehr beeindruckend.
Hier beginnt die berühmte Avenue des Champs-Élysées, und selbst wenn du Shoppingexzessen nichts abgewinnen kannst: Die riesigen Flagshipstores sind hier eine Klasse für sich, und alteingesessene Marken wie z.B. Guerlain machen aus ihrer Schaufensterdekoration ein regelrechtes Fassadenkunstwerk.
Wunderchön dekoriert: Die Schaufensterfassaden auf dem Champs-Élysées
Am Ende der Avenue de Champs-Élysées geht übrigens die Avenue Montaigne ab, die Straße in Paris mit den meisten bekannten Luxusmarken (übrigens hat hier Marlene Dietrich ihre letzten Jahre verbracht). Wenn du dich noch ein bisschen glamouröser fühlen willst, mache einen Abstecher hierhin. Allein schon die vielen tollen Schaufenster sind es wert!
Place de la Concorde
Automatisch läufst du auf den Champs-Élysées bis zum Place de la Concorde mit dem Obélisque de Luxor zu – Achtung, die Strecke ist lang! Für das letzte Stückchen habe ich die Metro genommen, es fahren aber auch einige Busse.
Jardin des Tuileries
Eigentlich wollte ich direkt zum Louvre, bin aber spontan am Place de la Concorde ausgestiegen und durch die Tuilerien spaziert. Das zieht sich ganz schön, ist aber auch faszinierend: Mitten im geschäftigen Paris sind die Tuilerien eine einzige riesige Oase.
Louvre, die Pyramide & Mona Lisa
Spätestens jetzt ist man schon von Prunk und Geschichte erschlagen; und dann steht man plötzlich direkt vor dem berühmten Louvre. Bäm. Hast du etwas mehr Zeit (und bist ein bisschen an Kunst interessiert), solltest du auch ins Musée du Louvre gehen; allein Da Vincis berühmte Mona Lisa live zu sehen, ist es wert. Aber auch sonst ist die Sammlung unvergleichlich.
Leider nimmt so ein Besuch viel Zeit in Anspruch, und bei nur einem Tag in Paris ist es daher mit Museen schwierig. Was besonders in Paris bedauerlich ist. Hast du mehr Zeit, schaue neben dem Louvre auch im Centre Pompidou und im Musée d’Orsay vorbei. Diese beiden Museen finde ich ebenfalls sehr sehenswert.
Happy in der Lieblingsstadt – très contente!
Seine & Quartier Latin
Hinter dem Louvre geht es über die Pont des Arts. Und hier gibt’s mit Blick auf die Seine nochmal Paris-Feeling pur. Am Ufer entlang geht es weiter Richtung Quartier Latin. Die nächste Brücke ist übrigens die berühmte Pont Neuf, die älteste Steinbrücke der Stadt.
Die Ponts des Arts über der Seine
Irgendwann tauchen auch die ersten Bouquinistes auf, die Buchhändler mit ihren schnuckeligen Ständen entlang der Seine. Hier findest du antiquarische Bücher, Bildbände und Drucke.
Das Quartier Latin ist das traditionelle Studenten- und Ausgehviertel von Paris. Zahlreiche Restaurants, Cafés und Bistros reihen sich hier aneinander. Aber das Quartier Latin ist auch eine ziemliche Touristenfalle. Wenn du bis hierhin das gesamte Programm so wie ich durchgezogen hast, hängt dir spätestens jetzt der Magen bestimmt in den Kniekehlen und dir ist egal, in welchem schlechten Touristenlokal du landest; ich kenne das nur zu gut 🙂 Meide daher die Rue de la Huchette und versuche dein Glück in den Nebenstraßen.
Ich kann dir Shiso Burger empfehlen; frische Burger mit asiatischem Einschlag. Der kleine Laden befindet sich direkt am Quai Saint-Michel etwas abseits der üblichen Touristenfallen.
Notre-Dame & Île de la Cité
Über die Pont Saint-Michel geht es rüber auf die Île de la Cité, die große Insel inmitten der Seine – und ganz nebenbei hat man von hier aus einen 1A-Blick auf die Kathedrale Notre-Dame.
Die Kathedrale von Notre Dame
In der Brasserie Les deux Palais habe ich dann eine kleine Pause eingelegt; hauptsächlich, weil ich stilecht ganz Paris-like an der Straße an einem Bistrotisch an einem Café au Lait nippen wollte. Und ich würde sagen: Mission completed. Nebenbei habe ich da noch einen schönen Tipp für eine typische old school Pariser Brasserie gefunden.
Tour Saint-Jacques
Auf der anderen Seite der Seine bin ich dann in ein totales Kleinod hineingestolpert (und habe mich nebenbei ein klitzekleines bisschen geärgert, dass ich kein Picknick eingeplant hatte, wie so viele andere, die sich hier gemütlich den Samstagnachmittag vertrieben). Rund um den Tour Saint-Jacques befindet sich nämlich ein kleiner, grüner Park, der Square de la Tour Saint-Jacques, mit vielen schattenspendenden Bäumen. Perfekt für einen Zwischenstopp!
Oase mitten in Paris: Der Tour Saint-Jacques
Marais-Viertel
Im Marais hätte ich auch den ganzen Tag verbringen können: Bummeln, Kaffee trinken, Leute gucken. Der Marais ist das jüdische Zentrum von Paris, und hier gibt’s jede Menge spannende Läden, die Straßen sprudeln über vor Kiezleben und Paris ist genau so, wie ich es mir immer vorstelle.
Hier habe ich dir ein paar Tipps für das Marais-Viertel zusammengetragen:
Chanel Beauté Marais kleine Boutique von Chanel, ausschließlich mit Beauty-Produkten
Den Tag in Paris ausklingen lassen: Tipps für einen gelungenen Abend
Montmartre & Sacré-Cœur
Wäre ich nicht so unglaublich im Marais versackt, wäre ich tatsächlich noch rauf auf den Montmartre gefahren. Wenn du schon auf dem Eiffelturm warst, hast du Paris ja schon einmal von oben gesehen – was ich für ein absolutes Muss halte. Aber die Stimmung zum Sonnenuntergang an der Basilika Sacré-Cœur auf dem Montmartre ist nochmal etwas ganz Besonderes!
Hast du also noch mehr Zeit und die Füße machen noch mit, solltest du von hier aus in Richtung Montmartre aufbrechen. Nimm am besten eine der Metrolinien Richtung Norden und steige dann in die Linie 2 bis zur Station Anvers um. Von da aus ist es nur ein kurzer Fußweg bis zur Funiculaire Montmartre, die dich rauf zur strahlend weißen Basilika mit den hübschen Türmen und zum schönsten Sonnenuntergang bringt.
Abends auf der Seine
Oder du machst eine romantische Bootsfahrt auf der Seine! Diese Fahrten sind ziemlich touristisch und alles andere als ein Geheimtipp – aber auch wirklich sehr schön. Abends den funkelnden Eiffelturm zu sehen und dabei durch eine der schönsten Städte aller Zeiten zu schippern, ist ein einmaliges Erlebnis.
Wie bei den meisten Attraktionen gilt auch hier: Kaufe dein Ticket am besten im Voraus – so sparst du dir lange Wartezeiten.
Mit einem riesigen Flughafen wie Paris Charles de Gaulle in der Nähe und einem wie Paris Orly etwas weiter weg (dort landen hauptsächlich günstigere Airlines) ist das Angebot an Flügen groß.
Aber es gibt mit dem Schnellzug TGV auch großartige Verbindungen ab Deutschland, zum Beispiel ist man in weniger als vier Stunden von Köln, Frankfurt oder Stuttgart mitten in Paris am Gare de l’Est an.
Mit Bus und Métro innerhalb von Paris unterwegs – das funktioniert wunderbar! Die Metrostationen sind zwar manchmal wie eine ganze Stadt unter der Erde, aber man kommt überall recht schnell hin.
Ich habe mir für meinen Tag in Paris eine Tageskarte für alle Verkehrsmittel gekauft, die eigentlich gar nicht nötig gewesen wäre. Der Vorteil einer Tageskarte ist einfach nur, dass man sich nicht jedes Mal wieder an einen Automaten anstellen muss. Da ich aber wirklich sehr viel gelaufen bin, hätten sich einzelne Fahrscheine wahrscheinlich eher gelohnt.
Die Metro bringt dich in Paris in Windeseile durch die halbe Stadt.Paris ist mittlerweile auch Fahrradstadt: Mieträder finden sich überall zum spotanen Ausleihen per App.
Tipp: An den Fahrkartenautomaten wird dir zuerst die Tageskarte für Touristen angezeigt. Die ist bis auf ein paar Vergünstigungen, die kein Mensch braucht, nichts anderes als eine normale Tageskarte, kostet dafür aber ein paar Euro mehr. Scrolle einfach eine Seite weiter, und du findest die normale Tageskarte für 10 Euro.
Achtung: Die Pariser Métro kann einem aber auch ganz schön den Nerv rauben, wenn man sich nicht in den einzelnen Stationen auskennt. Das Verlaufen ist manchmal ganz schön zeitraubend, und auch die Wege bis zur eigentlichen Linie sind oft lang.
Es ist durchaus komfortabler oberirdisch unterwegs zu sein, und wenn du nicht ganz so abenteuerlustig bist, dann nimm einfach einen Hop-On-Hop-Off-Bus. Ja, ich weiß, die sind peinlich touristisch und dazu auch noch teuer, aber in solchen Städten lohnt es sich einfach, zumal man direkt an den wichtigsten Punkten hält und sich um nichts kümmern muss, was Umsteigen etc. angeht. Und du sparst dir einfach kostbare Zeit.
Paris ist eine teure Stadt, und das Ausgehen ist nicht günstig. Halte dich am besten von Touristenfallen fern, dort gibt’s nur mittelmäßiges Essen und schlecht gelaunte Kellner, die dir den Paris-Trip nur vermiesen. Aber ansonsten ist Paris wie jede Großstadt voller toller Locations, die nur darauf warten, entdeckt zu werden.
Im Marais findest du viele tolle Cafés und Restaurants.
Übernachten in Paris
Dieses Mal war ich dienstlich in Paris, da musste ich mich zum Glück nicht um eine Unterkunft kümmern. Das kann dort nämlich manchmal abenteuerlich werden, besonders, wenn man auf den Geldbeutel achten muss.
Warum nicht mal Glasgow? Schottland ist ein Reiseziel, das viel zu bieten hat: Weite Landschaften, wilde Küsten, geschichtsträchtigen Schlösser und nicht zuletzt die charmanten Schotten selbst. Aber auch Liebhaber von Städtereisen kommen nicht zu kurz: Gastautorin Julia von Delicious Stories zeigt dir hier die besten Glasgow Sehenswürdigkeiten und Tipps für einen gelungenen Citytrip! Mehr über Julia und ihren Blog erfährst du am Ende dieses Artikels.
Die besten Tipps & Sehenswürdigkeiten in Glasgow: Unterwegs mit Julia!
Ich startete meine Erkundungstour durch Glasgow. Das Wetter spielte leider immer noch nicht mit, aber so ist das nun mal in Schottland. Regen und dramatische Wolken gehören einfach dazu.
#1 St. Mungo’s Cathedral
Glasgow war die letzte Station meiner Schottland Rundreise. Dementsprechend hatte ich schon einiges gesehen und erlebt! Das zu toppen war schwierig. Es war also nicht verwunderlich, dass mich Glasgow erstmal nicht für sich begeistern konnte. Vielleicht war ich müde von dem bereits Erlebtem, dazu kamen graue Wolken und Regen: Ich hätte mich am liebsten ins Bett eingekuschelt! Das war allerdings keine Option. In 2 Tagen ging der Rückflug und ich wollte Glasgow eine Chance geben, mich zu begeistern.
Die mittelalterliche Kirche befindet sich nicht direkt im Stadtzentrum; man kann sie mit dem Bus oder einem Spaziergang erreichen. Nach dem Tod des Heiligen Mungo 600 nach Christus baute man anstelle der durch ihn errichteten Kapelle die heutige Kathedrale. Sie zählt zu den wenigen gotischen Bauwerken, die die Jahrhunderte überstanden hat.
104 St. Vincent Street, Glasgow G2 5UB
Typisch für gotische Kirchen ist die Düsternis, also auch hier kein Charme auf den ersten Blick. Umso schöner ist es, dass die Dunkelheit durch buntes Licht aus den Glasfenstern gestört wird. Der für mich schönste Teil der Kathedrale war der Altarraum mit einem kunstvollen Holzgewölbe, das verschiedene Wappen zierte.
#2 Necropolis
Über eine Brücke vor der Kathedrale erreicht man den Glasgow Necropolis, den größten Friedhof der Stadt. Die Brücke wird auch Seufzerbrücke genannt, weil sie direkt zum Friedhof führt, wo über 50.000 tote Menschen ihre letzte Reise antraten. Hier findet man wundervolle viktorianische Pavillons, Denkmäler und Gruften, die sich auf dem Hügel aneinander reihen.
Ganz oben auf dem The Craigs Hügel befindet sich die Säule des Reformators John Knox, der hier allerdings gar nicht begraben liegt. Früher sollte das Gelände als Park und nicht als Friedhof genutzt werden, das Denkmal war Mittelpunkt. Erst im 19. Jahrhundert, nach einer Ausschreibung unter Architekten, wurde der Park zu einem Friedhof umgewandelt.
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#3 George Square
Der George Square befindet sich vor dem Rathaus, er ist Glasgows zentraler Platz und ein sehr beliebter Treffpunkt. Auf dem Platz befinden sich Denkmäler und Statuen von Königin Victoria, Prinz Albert und James Watt, einem berühmten schottischen Erfinder. Hier kann man Dudelsackspielern lauschen und das bunte Treiben der Stadt beobachten.
Im Gebäude der ehemaligen Bank of Scotland befindet sich heute ein Pub, das The Counting House. Der perfekte Ort, um eine kleine Pause einzulegen und sich ein Bier in beeindruckender Atmosphäre zu gönnen.
#4 Glasgow Green
1450 schenkte der König den Park dem Volk, damals war das Gelände noch mehr Wiese als Park. Mit der Zeit kamen viele Sehenswürdigkeiten dazu. Zum Beispiel der Nelson Obelisk, der McLennan Arch und der Doultain Fountain, ein Brunnen, der der damaligen Königin Victoria zum Thronjubiläum gewidmet wurde. Hier befindet sich auch der prachtvolle Wintergarten aus Eisen und Glas.
#5 Street Art in Glasgow
Glasgow ist berühmt für seine Streetart-Kunstwerke, die sich über die gesamte Stadt verteilen. Diese Wandgemälde machen die sonst etwas graue Stadt wundervoll bunt. Auf einer Erkundungstour durch die Stadt entdeckt man immer wieder eines der beeindruckenden Werke.
Ein Künstler sticht besonders hervor: Smug. Er ist für viele Wandgemälde in Glasgow verantwortlich, darunter das wohl berühmteste, ein Mann mit roter Mütze und einem Spatzen auf dem Finger.
Das bekannteste Mural in Glasgow: Man with bird von Smug
Um Glasgow zu erkunden, empfehle ich, sich an den Streetart Kunstwerken zu orientieren und dabei auch die klassischen Sehenswürdigkeiten zu entdecken.
Kulinarische Highlights: Restaurant-Tipps für Glasgow
Mit Essen kann man mich immer überzeugen, also startete ich ebenfalls mit der Suche nach kulinarischen Highlights in Glasgow. Auch wenn ich mich vor der Reise bei der Recherche schwer tat, Restaurant Tipps zu finden – vor Ort wurde ich nicht enttäuscht! Glasgow hat für jeden etwas zu bieten, ob klassisch, modern oder international.
Leckeres indisches Essen in beeindruckend stilvollem Ambiente. Klassisches Design, top Service und ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis.Gerichte ab £7.
Preisgekrönte Burger, Hotdogs und Poutine bekommt man im Bread Meats Bread. In Glasgow gibt es insgesamt 3 Filialen. Einfaches, modernes Design, schneller Service und hervorragende Burger. Genau das Richtige während eines Citytrips. Burger ab £8,50.
Moderne schottische Küche und ein tolles Ambiente. Hier ist besondes das günstige Mittagsmenü zu empfehlen. Ich gönnte mir dort frische Muscheln in Weißweinsauce und ein saftiges Steak. Mittagsmenü ab £20. Gerichte ab £15.
325 Hope St, Glasgow G2 3PT, Schottland
Shopping in Glasgow
Glasgow ist neben London und Birmingham einer der Einkaufsmetropolen Großbritanniens. Bei schlechtem Wetter also kein Problem, Shoppen geht immer. Das Einkaufsviertel mit vielen Geschäften und Einkaufszentren erstreckt sich zwischen der Sauchiehall und Buchanan Street.
Die Buchanan Street ist eine schöne Fußgängerzone mit schöner Architektur und sehr guten Einkaufsmöglichkeiten, die zum Flanieren einlädt.
Übernachten in Glasgow
Für die letzten Nächte meiner Rundreise wählte ich eine etwas komfortablere Variante. Es hätte auch genügend Airbnb-Optionen zu günstigen Preisen gegeben. Ich entschied mich allerdings für das Motel One direkt am Hauptbahnhof. Hier weiß man, was man zu erwarten hat und die Lage war perfekt: sowohl, um die Stadt zu erkunden, als auch für das Konzert in der O2 Academy, das ich besuchen wollte.
An der Rezeption bekam ich auf Nachfrage einen Stadtplan und ein paar sehr wertvolle Restaurant Tipps.
Vom Flughafen Glasgow in die Stadt
Vom Flughafen Glasgow kommst du am schnellsten mit dem Glasgow Airport Express in die Stadt. Untertags fährt er alle 10 Minuten, nachts stündlich. Die Fahrtzeit vom Flughafen bis zur Buchanan Bus Station in der Stadt beträgt 25 Minuten. Je nach Lage der Unterkunft kann man aber auch schon bei Glasgow Central oder der Queen Street Station aussteigen. Tickets gibt es beim Busfahrer oder vorab online.
Oder suchst du noch mehr Inspirationen für ungewöhnliche Städtereisen in Schottland? Dann wäre vielleicht auch Aberdeen etwas für dich: Tipps für die Silver City Aberdeen
Über die Gastautorin Julia
34 Jahre
Münchner Kindl
Reiseverkehrskauffrau gelernt, Tourismus Management studiert, arbeite jetzt als IT Projektmanagerin in einem touristischen Unternehmen
Meinen Food & Travel Blog Delicious Stories habe ich seit 2015.
Ich liebe das Reisen und Abenteuer zu erleben. Ich bin immer auf der Suche nach kulinarischen Highlights, was regelmäßig in ausgiebigen Recherchen vor jeder Reise eskaliert. Meine Reiserouten orientieren sich oft in erster Linie an Restaurants, und dann schaue ich was es dort zu sehen und sonst noch so zu erleben gibt.
Salzburg eignet sich immer für eine kleine Städtereise. Damit ihr direkt einen guten Überblick habt, habe ich euch einen Guide mit den besten Sehenswürdigkeiten in Salzburg zusammengestellt! Salzburg ist voller toller Locations, die du gut an einem ganzen Wochenende oder gar einem Tag entdecken kannst!
Seit Jahrhunderten die Attraktion in Salzburg: Festung Hohensalzburg über der Altstadt
Die besten Sehenswürdigkeiten in Salzburg
Die Festung Hohensalzburg, der Mönchsberg, das Schloss Mirabell oder die hübsche Altstadt mit vielen Sehenswürdigkeiten wie dem Geburtshaus von Wolfgang Amadeus Mozart: Salzburg hat auf kleinem Raum richtig viel zu bieten! Am besten du fängst hier an:
#1 Festung Hohensalzburg & die Festungsbahn
Das Wahrzeichen der Stadt sorgt gleichzeitig für eine atemberaubende Aussicht über Salzburg und die umliegenden Berge. Auf der Festung Hohensalzburg kannst du aber nicht nur das Panorama genießen, sondern auch eine der besterhaltenen mittelalterlichen Burgen Europas erkunden! Vor fast 950 Jahren wurde auf dem Festungsberg der erste Grundstein für die riesige Burg über Salzburg gesetzt.
Der Mann auf der Goldenen Kugel: Die Skulptur macht den Blick auf die Festung Hohensalzburg perfektAusblick von der Festung auf die Salzburger Altstadt
Mit der Festungsbahn geht es übrigens in nur wenigen Minuten hinauf und auch wieder herunter. Die Bahn fährt im 10-Minuten-Takt und ist für Inhaber der Salzburg Card kostenlos. Zu Fuss dauert es ca. 20 Minuten hinauf zur Burg, der Weg ist asphaltiert, aber nicht unanstregend. Oben angekommen muss man ebenfalls Eintritt bezahlen, falls man keine Salzburg Card besitzt.
#2 Mozarts Geburtshaus
Auch wenn du sagst, du hast mit klassischer Musik nichts am Hut – ich wette, du kennst garantiert ein Stück von Wolfgang Amadeus Mozart. Seine Kompositionen waren schon zu seinen Lebzeiten legendär! Sein Geburtshaus in der Getreidegasse kannst du nicht verfehlen: Entweder die leuchtend gelbe Fassade oder die langen Schlangen wartender Touristen vor der Tür weisen dir den Weg.
Im Haus selbst findet sich in der ehemaligen Wohnung der Mozarts und angrenzenden Räumlichkeiten ein liebevoll kuratiertes Museum mit alten Briefen, Mozarts originaler Kindergeige und natürlich viel Musik. Lass dich von den vielen Touristen nicht abschrecken, ein Besuch lohnt sich und ist umsonst, wenn du dir vorher die Salzburg Card zugelegt hast. Mozarts Geburtshaus ist der Klassiker unter den Salzburg Sehenswürdigkeiten.
Auf der Suche nach leckerem Essen in Salzburg? Hier geht’s zum großen Salzburg Food Guide
#3 Mozart-Wohnhaus
Am Makartplatz, an der anderen Uferseite der Salzach, findest du das Wohnhaus der Familie Mozart. Wenn du tiefer in das Leben Mozarts eintauchen möchtest, bist du hier richtig! Im Zweiten Weltkrieg zerstört, wurde das ehemalige Tanzmeisterhaus wieder aufgebaut und beherbergt heute eine multimediale Ausstellung zum Leben Mozarts und seiner ebenso musikalischen Famile.
Hast du nur wenig Zeit, würde ich dir allerdings empfehlen, dem Geburtshaus den Vorrang zu geben und nur dieses zu besuchen.
Ansprechend gestaltet: Die Ausstellung im Mozart Wohnhaus am Makartplatz
#4 DomQuartier mit Salzburger Dom
Imposant ist er, der Salzburger Dom. Kein Wunder, Salzburg wurde über Jahrhunderte hinweg von Erzbischöfen regiert. Die sorgten für eine entsprechend hohe Kirchendichte in der Stadt, mit dem Dom zu Salzburg als herausragendste von allen. Und an Pomp wurde nicht gespart, das kann ich dir sagen! Den Dom solltest du dir ebenfalls unbedingt ansehen.
Imposante Sehenswürdigkeit: Der Dom zu SalzburgIm Inneren opulent und romantisch: Der Dom ist wirklich sehenswert.Beeindruckende Säle im DomQuartier nebenan
Geheimtipp: Über das DomQuartier nebenan kommst du durch diverse Prunk- und Ausstellungsräume über eine große Terrasse in den oberen Stockwerken direkt auf die Orgelempore! Zwischen der antiken Orgel und allerlei Orchesterequipment hast du hier den Mega-Ausblick auf das Kirchenschiff.
Tolle Fotomotive von der Terrasse des DomQuartiers: Blick auf das Salzburg Museum in der Neuen ResidenzBlick auf das KirchenschiffOrgelempore im Dom
Der Eintritt in den Salzburger Dom ist frei. Mit der Salzburg Card hast du auch kostenlosen Eintritt in das komplette DomQuartier.
Sehr cooler Fotospot: Auf dem Kapitelplatz steht die Skulptur „Sphaera“ von Stephan Balkenhol. Der Mann auf der goldenen Kugel mit der Festung Hohensalzburg ist ein super Fotomotiv. (Übrigens ist die Skulptur zweiteilig: Findest du die zugehörige Frauenfigur?)
Hinter dem Dom: Die Skulptur „Sphaera“ mit dem Mann auf der Goldenen KugelVon der anderen Seite das perfekte Motiv mit der Festung Hohensalzburg im Hintergrund
Wenn du dich für witzige Details der Kirchengeschichte interessierst, solltest du unbedingt auch samstags genau zwischen 10 und 11 Uhr in der Kajetanerkirche vorbeischauen (nicht früher und nicht später!). Dann öffnet sich eine kleine unscheinbar wirkende Kapelle, in der sich ein Ableger der Scala Santa aus Rom befindet. Wie die „echte“ Scala Santa, darf diese Treppe nur kniend hochgerutscht werden! Einer der Insidertipps unter den Salzburg Sehenswürdigkeiten.
Weitere ungewöhnliche Orte und abgefahrene Stories aus über 800 Jahren Salzburg findest du auch in diesem Artikel: Salzburg und seine Geheimnisse
Darf nur kniend hochgerutscht werden: Die Scala Santa in der Kajetanerkirche
#5 Schloss Mirabell & der Mirabellgarten
Ganz in der Nähe vom Markartplatz findest du das Lustschloss Mirabell mit seinem wunderschönen Mirabellgarten. Im Schloss Mirabell sind heute Teile der Stadtverwaltung untergebracht. Ansehen kannst du dir hier den beeindruckenden Marmorsaal, in dem auch Konzerte stattfinden.
Nicht nicht nur zum Heiraten schön: Der Marmorsaal im Schloss Mirabell
Außerdem ist das Schloss Mirabell ein beliebter Ort für Trauungen. Paare aus aller Welt kommen hierher, um hier den Bund der Ehe zu schliessen. Vielleicht hast du Glück und kannst mal bei einer Märchenhochzeit Zaungast sein!
Ein Blumentraum: Der Mirabellgarten um das Schloss Mirabell Das kleine Palmenhaus im Mirabellgarten
Im Mirabellgarten solltest du dir außerdem das kleine Palmenhaus ansehen. Ein weiterer schöner Fotospot! Der Eintritt ist überall frei.
#6 Die Getreidegasse & die Salzburger Altstadt
Das Herz Salzburgs ist die Altstadt! Auch wenn es hier zur Hochsaison schnell voll werden kann, haben es mir die pastellfarbenen Häuser in den verschlungenen Gassen angetan. Die sind nämlich in Salzburg eine Sehenswürdigekeit für sich! Die Hauptmeile bildet hier die Getreidegasse, wo sich neben Mozarts Geburtshaus jede Menge Läden von teuer bis ein bisschen weniger teuer befinden. In der Altstadt von Salzburg sind Autos verboten, daher kannst du gemütlich durch die Straßen bummeln.
Die Goldgasse in der AltstadtEiner der belebtesten Straßen in der Salzburger Altstadt: Die GetreidegasseSelbst mit dem typischen Salzburger Schnürlregen schön!Enge Gassen, pastellfarbene Fassaden: Salzburgs Altstadt ist ein kleiner Traum.
Tipp: Wenn dir nach Shopping ist, findest du auf der anderen Seite der Salzach auch die Linzer Gasse mit vielen Geschäften und Cafés!
Bist du auch so eine Kaffeetante wie ich? Im meinem großen Salzburg Food Guide findest du viele außergewöhnliche Adressen für einen gemütlichen Kaffee zwischendurch!
#7 Der Mönchsberg
Auf den Mönchsberg kannst du von der Altstadt aus zu Fuss hinauf. Viel beeindruckender allerdings ist die Fahrt mit dem Mönchbergsaufzug, der einfach mitten in den massiven Felsen hineingemeißelt ist und für den totalen Kontrast zwischen der malerischen Altstadt und der futuristischen Anlage sorgt.
Eingang zum Mönchsbergaufzug
Oben auf dem Mönchsberg befindet nämlich das Museum der Moderne, in das man förmlich aus dem Aufzug hineinfällt. Viel Beton, viel Kunst und regelmäßig wechselnde Ausstellungen: Salzburg kann auch modern! Und die Aussicht auf die Altstadt ist fantastisch. Einer meiner absoluten Lieblingsorte in Salzburg.
Museum der Moderne auf dem Mönchsberg in SalzburgMitten im Grünen: Auf mehreren Etagen zeigt das Museum der Moderne erstklassige AusstellungenBlick vom Mönchsberg auf die Altstadt mit der Festung Hohensalzburg
Tipp: Im M32 gibt’s feine österreichische Küche und/oder Kaffee in zwangloser Atmosphäre. Ziemlich cool, ziemlich schönes Ambiente: Gute Adresse für einen lauschigen Abend über den Dächern Salzburgs.
Salzburg Card
Mit der Salzburg Card hast du nicht nur freie Fahrt mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln und der Festungsbahn, du erhältst auch freien Eintritt in Sehenswürdigkeiten wie z.B. dem Mozart Geburtshaus und dem DomQuartier.
#8 Alter Markt | Café Tomaselli & Konditorei Fürst
Der Alte Markt ist ein weiterer zentraler Punkt in der Altstadt. Das Café Tomaselli ist eines der berühmtesten Cafés von Salzburg und so alt, dass sogar schon Wolfgang Amadeus Mozart hier zu Gast war! Die Preise sind ordentlich, dafür gibt es allerdings original Kaffeehausatmosphäre. Gleich gegenüber findest du das Stammhaus der Konditorei Fürst.
Selbst Mozart hat hier schon Café getrunken: Café TomaselliMusst du probieren: Die Mozartkugeln der Konditorei FürstAuch sehr leckere Mozartkugel macht das Café Habakuk in der Linzer Gasse
Und wenn du eins wirklich in Salzburg mal gemacht haben solltest, dann ist es, die verschiedenen Mozartkugeln zu probieren! Ja, richtig, es gibt nämlich gleich mehrere Konditoreien, die Mozartkugeln herstellen! Seitdem ich übrigens mal in Salzburg die Mozartkugeln von Fürst und die vom Café Habakuk probiert habe, kommt mir nichts mehr anderes ins Haus 🙂
Ein Tablett voller Mozartkugel-Glück!
Überhaupt ist Salzburg ein wahres Paradies für Foodies! Lies dir dazu auch unbedingt meinen großen Food Guide für Salzburg mit vielen tollen Restaurant- und Café-Tipps durch! Dort erfährst du auch alles über die beliebtesten Spezialitäten wie zum Beispiel die Salzburger Nockerln!
Tipp: Schau dir auf jeden Fall noch die Goldgasse und die Judengasse in der Nähe an! Die beiden Altstadtgassen versprühen echtes Salzburg-Feeling.
#9 Das Nonntal & Stift Nonnberg
Wenn du ein bisschen dem Touristentrubel entfliehen willst und von all den Sehenswürdigkeiten in Salzburg geflasht genug bist, solltest du einen Abstecher in das Nonntal machen. Hier findest du das junge Salzburg mit einigen nicen Cafés und Restaurants. Was sich aber noch mehr lohnt, ist ein Besuch im Stift Nonnberg. Und jetzt musst du stark sein, denn für dieses Erlebnis musst du dich wirklich früh aus dem Bett quälen. Jeden Morgen um 6.45h – und ich meine wirklich JEDEN Morgen – singen hier die Nonnen des Benediktinerklosters gregorianische Choräle in der Stiftskirche. Unglaublich beeindruckend.
Sonnenaufgang am Stift NonnbergMystisch: Die Choräle der Nonnen im Benedikinerstift Nonnberg
Die Kirche steht jedem offen, Du kannst einfach so hinein. Ich sage dir: Das war vielleicht ein Gänsehauterlebnis, in dieser schummrig beleuchteten Kirche zu sitzen und von der Empore ertönen wie aus dem Nichts die Gesänge der Nonnen! Ich bin zwar kein Kirchgänger, aber das hat mich echt aus den Latschen gehauen.
Das frühe Aufstehen lohnt sich bei der Aussicht!
Vom Nonntal aus kommst du übrigens in ca. einer Stunde Fussweg über die Hellbrunner Allee zum Schloss Hellbrunn mit seinem weitläufigen Schlosspark.
#10 Der Almkanal
Der Almkanal ist eine ganz besonders faszinierende Konstruktion in Salzburg, die nicht viele Besucher kennen! Mit der Königsseeache verbunden, versorgt er bis heute Teile der Stadt Salzburg mit Wasser, wie z.B. die Klimaanlage des Festspielhauses.
Wichtig für die Führung durch den Almkanal: Gummistiefel!
Jeden September wird der Almkanal für drei Wochen zur Instandsetzung stillgelegt. In dieser Zeit kannst du den engen und über 800 Jahre alten Stiftsarmstollen durchwaten, der unter dem Mönchsberg hindurch bis zur Festungsbahn führt. Ein absolutes Erlebnis! Falls du nicht unter Platzangst leidest 😉
Der Eingang zum StiftsarmstollenOhne Führung darf der Almkanal nicht betreten werden!Feucht, dunkel und eng: Hier fliesst normalerweise das Wasser des Almkanals
#11 Der Kapuzinerberg
Vom Kapuzinerberg hast du eine perfekte Aussicht auf die Altstadt von Salzburg. Der Aufstieg ist je nach Kondition etwas aufwändiger, aber es lohnt sich!
Hinauf zum Kapuzinerberg
Mit Glück siehst du eine der rund ein Dutzend Gämsen, die sich irgendwann am Berg niedergelassen haben und jetzt einfach nicht mehr wegzudenken sind.
Vom Kapuzinerberg hast du eine der besten Aussichten auf Salzburg
Die Zugänge findest du in der Steingasse über die Imbergstiege, in der Linzergasse über die Franziskuspforte und in der Fürbergstraße hinter dem Einkaufszentrum „Im Berg“.
#12 Augustiner Braustübl im Kloster Mülln
Salzburger sind sehr gesellig! Bei gutem Wetter solltest du dir daher einen Besuch in einem Biergarten nicht entgehen lassen. Im Augustiner Braustübl im Kloster Mülln erlebst du echte Salzburger Biergarten-Tradition in riesigen Dimensionen. Damit du eine Idee hast: Der Biergarten hat Platz für 1400 Gäste!
Das Augustiner Bräustubl im Kloster Mülln ist eine Salzburger Institution!
Nicht schüchtern sein: Hier schnappt sich jeder einfach einen Krug aus dem Regal, spült ihn mit eiskaltem Wasser und lässt ihn sich an der Theke mit frisch gezaptem Bier befüllen. Snacks oder gar das Abendbrot kannst du dir zwar selbst mitbringen, aber im Schmankerlgang mit seinen vielen Ständen gibt es genug Leckereien auf die Hand. Klassiker ist der Radi der Familie Atanassoff, dort gibt es echt nur Radi in allen Variationen!
In diesem ultimativen Artikel verrate ich dir meine Highlights in Tel Aviv: Die besten Locations, Tipps und Sehenswürdigkeiten in Tel Aviv! Und was Du in der Party-Hauptstadt Israels gesehen haben musst. Dazu praktische Tipps, die wirst du nämlich brauchen: Tel Aviv ist nämlich ein teures Pflaster! Da ist jeder Budget-Tipp Gold wert!
Ob ich die richtigen Worte finde, um die Energie Tel Avivs zu beschreiben? Tel Aviv sprüht nur so vor Leben. Kein Wunder, dass Israels Partyhochburg ein beliebtes Reiseziel ist. Neben Sehenswürdigkeiten, gutem Essen und einer rauschenden Clubszene kann man es sich hier an langen Stränden gemütlich machen, schönster Sonnenschein inklusive.
1. Die Strände von Tel Aviv: Alma Beach bis Gordon Beach
Die Strände in Tel Aviv haben mich umgehauen: Mit solch feinen Sandstränden habe ich nicht gerechnet! Selbst im Frühjahr waren die Temperaturen perfekt zum Baden oder zumindest zum Sonnen. Und das Strandleben ist in Tel Aviv einmalig. Als ob sich das ganze Leben der Tel Avivis an den Stränden der Stadt abspielt. Überall schöne Menschen, aktiv, sportlich, fröhlich – man glaubt, man wäre in Miami Beach. Jeder einzelne Strand zieht sein eigenes Publikum an, von Familien über LGBT bis Wassersportbegeisterte.
Gordon Beach
Am Gordon Beach gibt es sogar neben dem Strand einen 50m-Salzwasser-Pool, in dem man gegen Eintritt seine Bahnen ziehen kann, falls einem das Meer zu wild ist.
Ab dem Gordon Beach Richtung Süden: Strand ohne Ende.
Frishman Beach & Bograshov Beach
Die zentralen Strände sind Frishman Beach (der mit dem bunt angemalten Bademeister-Bungalow) und Bograshov Beach: Hier ist von morgens bis spätabends Betrieb.
Schöne Menschen, viel Sonne: Der Frishman Beach im Zentrum von Tel Aviv.Markant: Das bunt bemalte Rettungsschwimmer-Häuschen ist das Wahrzeichen des Frishman Beach.Beach-Volleyball bei Sonnenuntergang: Ende eines Strand-Tages in Tel Aviv.
An jedem Strand finden sich immer wieder tolle Strandbars, in denen man Stunden einfach nur bei einem Cocktail das Strandleben genießen kann. Oder man kommt gegen Abend und beobachtet die Sonne, wie sie langsam im Meer untergeht.
Meine Tipps für die beste Strandbar in Tel Aviv
Gazoz Einmal in den Fast-schon-Liegestühlen im Sand gesessen und den ersten Drink in der Hand, kommt man hier so schnell nicht wieder weg: Besser gegen Ende des Tages hier einkehren!
2. Jaffa: Romantische Gassen und Meeresluft
Südlich von Tel Aviv befindet sich Jaffa (hebräisch Yafo), ein über 4000 Jahre alter Küstenort. Für Jaffa sollte man sich mindestens einen halben Tag Zeit nehmen! Hier findet man die kleinen steinernen Gassen und nicht zu vergessen, den bekannten Flohmarkt. In den kleinen Boutiquen von Jaffa lässt sich wunderbar stöbern, laue Meeresluft weht durch die Straßen und im allgemeinen empfand ich die Stimmung hier viel relaxter als im geschäftigen Tel Aviv. Während Tel Aviv ein bisschen Miami ist, ist Jaffa Ibiza im Hippie-Style: Hier scheinen die Uhren langsamer zu ticken – und für mich gehören die romantische Gassen in der Altstadt zu den absoluten Must-See Sehenswürdigkeiten in Tel Aviv!
Gasse in der Altstadt von Jaffa.Von Jaffa aus hat man eine fantastischen Blick auf die Strände Tel Aviv.Auf dem berühmten Flohmarkt von Jaffa findet man allerlei Schätze.Alternativ: In den Straßen von Jaffa findet man viele Graffitis.Beliebt in Israel: Kleine Tellerchen mit Salaten und Soßen, die zu jedem Gericht gereicht werden.
Rundgang durch Old Jaffa
Am besten du startest deinen Rundgang am Flohmarkt von Jaffa und gehst dann Richtung St.Peter-Kirche. Unterwegs hast du von der Anhöhe den besten Blick auf Tel Aviv und seine Endlosstrände! Nicht verpassen!
Der Uhrturm der St.Peter-Kirche in Jaffa ist von weitem zu sehen.
Lass dich dann vom Kikar Kedumin Platz durch die engen Gassen der Altstadt treiben, bis hinunter zum Jaffa Port, Jaffas altem Hafen. An der Promenade gibt es viele Restaurants und Cafés, perfekt für einen kleinen Zwischenstopp.
Zwischen alten Hafengebäuden in Jaffa hängt diese Installation mit Papierbooten. Hübsch, oder?
Tipp: Die archäologische Ausgrabung mitten in einem Ladengeschäft in der Altstadt von Jaffa bei AdinaPlastelina, Mittagessen bei Abouelafia (Grillrestaurant, aber auch Bäckerei) oder dem gehypten Dr. Shakshuka.
3. Carmel Markt
Märkte sind ja immer ein guter Tipp in fremden Städten, vor allem auch, um Kulinarisches auszuprobieren. Erst recht in Tel Aviv, wo es essentechnisch durch die verschiedenen kulturellen Einflüsse viel zu entdecken gibt!
Tipp für Budgetreisende: Auf dem Carmel Markt gibt es viele Stände mit günstigem und leckerem Street Food!
Auf dem Carmel Markt findest du von Unterhosen über Obst und den hipsten Kaffeebuden alles, was das Herz begehrt. Und das Treiben ist wie in Israel gewohnt geschäftig und temperamentvoll! Hier kannst Du günstig(er) an einer der vielen Streetfood-Stränden Gerichte aus aller Herren Länder probieren – oder einfach nur ein paar Falafel und Hummus essen.
Insta-Tipp: Am Eingang des Carmel Markts am Magen David Square sind bunte Schirme aufgespannt – schöne Fotolocation!
Instagrammable: Der Eingang zum Carmel Markt in Tel Aviv.
Sehen und gesehen werden könnte es auf dem Rothschild Boulevard mitten im Zentrum heißen. Ein großer Prachtboulevard mit Platz für Fußgänger, Rad- und Rollerfahrer. Hier stehen immer wieder kleine Buden, die einst Gazoz (Sodawasser mit Geschmack) verkauften und jetzt zum Großteil hippe kleine Cafés beherbergen. Leider nagt an den Gebäuden entlang des Boulevards wie auch sonst oft im Zentrum Tel Aviv der Zahn der Zeit: Ich war überrascht, wie vernächlässigt viele Viertel wirken.
Erfrischung an heißen Tagen: Die Kioske auf dem Rothschild Boulevard in Tel Aviv.
5. Dizengoff Square
Einer der besten Locations, um die Bauhaus-Architektur in Tel Aviv zu erleben, ist der Dizengoff Square. Wenn das für Tel Aviv typische gleißende Sonnenlicht auf die schneeweißen Fassaden fällt, ist das schon beeindruckend.
Schneeweiß: Die Gebäude im Bauhausstil rund um den Dizengoff Square.
Der Dizengoff Square mit seinem Kreisverkehr ist einer der zentralen Punkte der Stadt. Entlang der Dizengoff Street befindet sich das erste Einkaufszentrum Tel Avivs – das kann man sich schenken, ist genauso wie überall auch. Dafür findet man auf dem Rest der Straße kleine Boutiquen und einladende Cafés.
Tipps rund um den Dizengoff Square: Yashka (stylische Imbissbude, in das Shawarma hätte ich mich hineinlegen können! Achtung: Riesige Portionen!), Bauhaus Center Tel Aviv, Ben Gurion Haus
Bei Yashka gibt es Falafel und Shawarma satt: Leckeres israelisches Street Food.Auch die Hunde tragen Regenbogen zur Gay Pride: Tel Aviv ist eine der beliebsten Metropolen der LGBT-Community.
6. Ben Gurion Haus
Nicht weit entfernt ist auch das Haus des ersten Ministerpräsidenten Israels David Ben-Gurion, das Ben-Gurion-Haus. Er rief 1948 die Unabhängigkeit Israels aus und wird bis heute im Land verehrt. Sein Wohnhaus in der Nähe der Dizengoff Street kann besichtigt werden und gehört zu den etwas weniger bekannten Sehenswürdigkeiten in Tel Aviv. Ich fand’s dennoch sehr interessant, auch um etwas über die Geschichte Israels zu erfahren. Die auffallend bescheidene Einrichtung ist noch im Originalzustand. Sehr informativ. Und: Der Eintritt ist frei!
Bescheidene Verhältnisse: Die Küche im Haus des ersten Ministerpräsidenten Israels, Ben Gurion.
7. Tel Aviv, Bauhaus und die Weiße Stadt
Tel Aviv hat die höchste Dichte von Bauhaus-Gebäuden in der ganzen Welt. Da viele dieser Gebäude weiß sind, nennt man diese Gruppe von Gebäuden auch die Weiße Stadt. Einen Überblick über Bauhaus in Tel Aviv kann man sich im Bauhaus Center Tel Aviv verschaffen.
Wo findet man Bauhaus in Tel Aviv?
Leider sind viele Gebäude nicht mehr ganz so gut erhalten, aber an bestimmten Ecken wie zum Beispiel den beeindruckenden Dizengoff Square im Zentrum Tel Aviv sind die Bauhaus-Einflüsse recht deutlich zu sehen.
Tel Aviv ist eigentlich eine sehr junge Stadt. Anfang des 20. Jahrhunderts war Tel Aviv nur eine klitzekleiner Vorort vom geschichtsträchtigen Jaffa. Kurios: Heute wirkt es genau andersherum! Nach der Verfolgung durch die Nationalsozialisten kamen in den dreißiger Jahren und vierziger Jahren viele deutschstämmige Juden nach Tel Aviv und brachten die damals moderne Architekturströmung mit.
Im Bauhaus Center erfährt man alles über Bauhaus und die Weiße Stadt in Tel Aviv.
8. Sarona Market: Das Highlight für Foodies
Ganz anders, aber dennoch sehenswert ist der Sarona Market. Etwas abseits gelegen, ist der Sarona Markt das feinere Gegenprogram zum Carmel Markt. Als neu eröffneter Indoor-Markt fehlt hier ein bisschen die Patina und das wuselige Marktleben, aber dafür findet man allerlei kulinarische Köstlichkeiten! Auch vor experimentellen Angeboten wird nicht zurückgeschreckt: Es gibt sogar einen Stand mit bayerischem Streetfood. Allerdings frei interpretiert, denn bayrische Hotdogs? Egal, irgendwie ist genau das auch typisch Tel Aviv: Die Tel Avivis scheinen wenig Angst zu haben, Neues auszuprobieren!
Tipp: Shakshuka bei Benedict! (Benedict ist eine kleine Kette von Frühstückslokalen, zum Teil rund um die Uhr geöffnet und serviert durchgängig Frühstück.)
Der Sarona Markt befindet sich mitten in einem Hochhausviertel in Tel Aviv.Der Sarona Markt ist einem echten Markt nachempfunden: Viele kleine Stände mit Delikatessen aus aller Markt.Auch bayrische Spezialitäten sind im Sarona Markt vertreten. Die Gerichte selbst sind allerdings sehr kreativ interpretiert.Unbedingt probieren: Shakshuka ist ein Ofengericht aus pochierten Eiern in einer pikanten Tomaten-Paprika-Soße. Typisch israelisch und ein absolutes Geschmackerlebnis!
9. Florentin: Die alternative Szene von Tel Aviv
Sind viele Teile Tel Avivs schon modern und hip, toppt Florentin alle. Dieser Stadtteil ist der wohl alternativste in Tel Aviv. Bunte Street-Art ziert die Wände, die Cafés sind voll mit hinter ihren Laptops sitzenden digitalen Nomaden. Florentin scheint wie eine freie Insel im eh schon losgelösten Tel Aviv.
Tipp: Levinsky Gewürzmarkt (Kiezmarkt mit vielen kleinen Ständen)
Übrigens: Florentin ist auch ein schöner Stadtteil zum Übernachten! Die Stimmung ist entspannt und hier finden sich auch immer einige nette Unterkünfte!
Der Dynamik von Tel Aviv kann man sich kaum entziehen. Zuweilen kommt es einem so vor, als wären alle außer Rand und Band. Fest entschlossen, das Leben mit allen Höhen und Tiefen so intensiv wie möglich zu genießen. Durch das milde Klima spielt sich viel draußen ab – und gesellig sind Israelis sowieso. Ganz selbstverständlich wurde ich zum privaten Shabbat-Essen eingeladen, zu Jacht-Partys oder sonstigen Events – ohne großes Tamtam. Israelis schätzen die Gemeinschaft, und Anschluss findet man ganz leicht. Hat man andernorts in Israel keine Bedenken, hohe Mauern und tiefe Gräber zu ziehen, ist man als Besucher jedoch in Israel immer willkommen. (Vorausgesetzt man kommt unbeschadet durch das Einreiseprozedere; mich hat es bei beiden Israel-Reisen so übel getroffen, dass Israel mich wohl nicht so schnell wiedersehen wird.)
Viele Israelis stammen ursprünglich aus anderen Ländern. Tel Aviv zieht junge Menschen aus aller Welt an, und kann man seinen jüdischen Glauben nachweisen, ist der Weg bis zur israelischen Staatsbürgerschaft kurz. Ich wurde überall herzlich empfangen, ein Umstand, der die an vielen Stellen nicht vorhandene Servicekultur wieder wett machte, und mich mehr als nur einmal sehr berührte.
Genuss wird groß geschrieben, und so wundert es nicht, dass es in Tel Aviv ein schier unendliches gastronomisches Angebot gibt. Auch vor alternativen Konzepten hat man keine Berührungsängste: Bicicletta zum Beispiel ist ein Club/Café/Restaurant/Pflanzenladen im Stadtteil Nachalat Benjamin.
Tipp: Abends gut essen gehen, im Kuli Alma, einem alternativen Club, die Nacht zum Tag machen, und am nächsten Tag am Strand abhängen: Das Leben in Tel Aviv in vollen Zügen genießen!
Praktische Tipps für Tel Aviv
Geld & Währung
In Israel zahlt man in israelischen Schekeln. Du kannst aber auch an vielen Orten mit Kreditkarte bezahlen, das ist im technologisch fortschrittlichen Israel selten ein Problem.
Auf Reisen nutze ich immer meine Kreditkarte der DKB:
Aber: Tel Aviv ist wie ganz Israel sehr, sehr teuer! Die Lebenshaltungskosten sind auch für Israelis sehr hoch, bei niedrigen Löhnen. Wie die größtenteils junge Bevölkerung damit klar kommt – keine Ahnung. Als Besucher muss man einfach durch. Vor allem bei Lebensmitteln kann man sehr viel Geld ausgeben, da viele Waren importiert werden. Was sehr schade ist, denn gerade kulinarisch gibt es in Tel Aviv viel zu entdecken!
Anreise & Visum
Mit einem deutschen Pass brauchst du für Israel kein Visum. Von vielen deutschen Flughäfen gibt es Direktflüge nach Tel Aviv, z.B. fliegen Easyjet und El Al direkt von Berlin-Schönefeld. Allerdings kann schon die Anreise abenteuerlich werden, je nachdem, welche Airline du wählst. El Al z.B. hat sehr strenge Sicherheitsvorschriften. Ich habe leider nicht so gute Erfahrungen gemacht und könnte über meine An- und Einreise einen halben Roman verfassen. Da Komplikationen bei der An-/Einreise aber auch stark von individuellen Faktoren abhängen, werde ich das Thema vielleicht lieber einmal in einem anderen Blogbeitrag vertiefen.
Ich hatte allerdings auf meinen beiden Reisen nach Israel stark das Gefühl, dass man mit südeuropäischem/leicht arabischen Äußeren und deutschem Pass leichter in eine Personengruppe fällt, die intensiver kontrolliert wird. Die Sicherheitskontrollen fand ich persönlich sehr anstregend und entwürdigend. Das hält mich derzeit von einer erneuten Reise nach Israel ab. Andere Reisende aus Deutschland hatten allerdings wenige bis gar keine Probleme beim Sicherheitscheck.
Unterkunft in Tel Aviv
Budgethotels und Hostels in Tel Aviv
Beliebt bei Budgetreisenden sind Hostels wie das Abraham Hostel* oder das The Spot Hostel*. Das Abraham Hostel verfügt überdies noch über eine nicht nur bei Gästen beliebte Rooftopbar und bietet auch viele Touren durch Tel Aviv und ganz Israel an. Allerdings fand ich die Lage nicht besonders ansprechend.
Wer über ein höheres Budget verfügt, kann sich vor Design-Unterkünften in Tel Aviv kaum retten. Besonders individuell eingerichtet sind die Häuser der Brown Hotels, von denen insgesamt neun über die Stadt verteilt sind: Brown TLV, Brown Beach House, Dave Gordon, Dave Levinsky, Poli House, Lighthouse, Theodor, Town House und Hôtel Bobo.
Ich bin letztendlich im Jojo TLV* gelandet, einer kleinen Boutique-Unterkunft, die sich in einer alten Fabriketage befindet. Von außen absolut unscheinbar, haben die Betreiber in Eigenarbeit hier einen inspirierenden Ort geschaffen. Das Jojo TLV ist durch die kleine Größe (es gibt nur wenige Zimmer) auch mehr stylische WG als Hotel. In der gemeinsamen Lounge/Küche gibt es besten Kaffee und nette Gespräche gratis. Sehr kommunikativ – und die nahe Lage zu Jaffa und Strand fand ich perfekt. Preis-Leistungsverhältnis absolut stimmig.
Die Militär-/Polizeipräsenz in Tel Aviv ist recht hoch, allerdings nicht so massiv wie in Jerusalem, wo ich vorher war. Wehrdienstleistende in voller Montur mit Maschinengewehr gehören dennoch zum alltäglichen Bild. Irritierend, aber insgesamt fand ich die Stimmung in Tel Aviv entspannter als in Jerusalem. Unsicher habe ich mich nie gefühlt, und das auch, wenn ich alleine abends unterwegs war. Aufgrund der sich ständig wechselnden politischen Lage empfehle ich dir, vor Abreise aber noch einmal einen Blick auf die Informationsseite des Auswärtigen Amtes zu Israel zu werfen, die laufend aktualisiert wird.
Transport & öffentliche Verkehrsmittel
Zu Fuss in Tel Aviv unterwegs
Der eigentliche Kern von Tel Aviv ist nicht so groß, wie man meinen könnte: Du kommst zu Fuss an viele Orte. Ich habe selbst den Großteil von Tel Aviv zu Fuss erkundet.
Fahrräder & E-Scooter in Tel Aviv leihen
Ich wollte mir z.B. immer eines der vielen Leihräder (es gibt in Tel Aviv mehrere Anbieter) ausleihen, aber letztendlich bin ich dann doch hauptsächlich zu Fuss unterwegs gewesen. Auch Roller sind in Tel Aviv superbeliebt (und rasend schnell – Achtung!).
Öffentliche Verkehrsmittel: Bus & Bahn
Ansonsten gibt es ein gutes ausgebautes Busnetz und neuerdings eine Straßenbahnlinie. Habe ich jedoch alles nicht ausprobiert, da ich an einem der höchsten jüdischen Feiertage (Schawuot) in Tel Aviv war, und da fährt kein einziges öffentliches Verkehrsmittel! Das gilt übrigens auch für jeden Shabbat/Samstag! Taxis fahren an diesen Tagen auch weniger.
Taxi & Uber
Statt Uber wird in Tel Aviv Gett benutzt, leider ist die App größtensteils auf Hebräisch und nicht immer kann per App gezahlt werden. Ich musste bei einer Fahrt den Fahrer am Ende bezahlen, der dann prompt lautstark das Doppelte verlangte. Nur durch meine temperamentvolle israelische Begleitung, die dem Fahrer ebenso lautstark zeigte, wo der Frosch die Locken hat, kamen wir nochmal davon: Im Straßenverkehr wird gerne lauthals und aggressiv diskutiert, und eine Servicewüste ist Israel in meinen Augen sowieso. Also Augen auf bei Fahrten mit Gett.
Ausflüge & Weiterreise ab Tel Aviv
Israel ist ein kleines Land, und Tel Aviv liegt genau in der Mitte. Von Tel Aviv kannst du Tagesausflüge oder mehrtägige Touren buchen, oder auf eigene Faust weiterreisen. Es lohnt sich also, etwas mehr Zeit mitzubringen und mehr von Israel zu entdecken!
Mit Fernbussen durch Israel
Das staatliche Busunternehmen Egged bringt dich für kleines Geld mit seinen Fernbussen in jede Ecke des Landes, auch z.B. nach Jerusalem.
Mietwagen in Israel
Ich war in Israel zum Großteil mit dem Mietwagen unterwegs. Besonders für die Strecke nach Masada und zum Toten Meer war ich so flexibler und konnte den Mietwagen auch direkt zum Rückflug am Flughafen abgeben. Fahren in Israel ist trotz der waghalsigen Fahrkünsten mancher Israelis außerhalb Tel Avivs relativ entspannt und die Straßen sind gut ausgebaut. Wie alles andere auch, sind Mietwagen in Israel aber recht teuer, daher lohnt es sich, schon frühzeitig Preise zu vergleichen!
Ich empfehle dir wirklich einen Abstecher nach Jerusalem! Es ist zwar eine komplett andere Welt als Tel Aviv und schwer verdaulich, aber wenn du schon einmal in Israel bist, solltest du dir diesen Ort nicht entgehen lassen. Von Tel Aviv aus kannst du gut auf eigene Faust nach Jerusalem fahren, es gibt gute Zug- und Busverbindungen. Oder du schliesst dich einer geführten Tour an, die morgens nach Jerusalem und nachmittags wieder zurückfahren.
Tirana ist einer der Städte, die man wohl für eine Städtereise nicht ganz so auf dem Schirm hat! Warum sich eine Reise dorthin trotzdem lohnt, verrate ich dir in diesem Artikel mit spannenden Sehenswürdigkeiten in Tirana und liebsten Locations für einen der neuen Geheimtipps in Südosteuropa!
Das Block-Viertel in Tirana
Vor ungefähr zehn Jahren war ich zum ersten Mal in Tirana, und meine Eindrücke ließen sich damals in einem deprimierenden Satz zusammenfassen: Tirana war eine graue, nichtssagende Ansammlung von Straßenzügen mit einer auffallend hohen Dichte an betagten deutschen Mercedes-Limousinen und einer noch höheren Dichte sichtbarer Armut. Das Block-Viertel fiel mir gar nicht näher auf, es gab ein paar Geschäfte, Lokale, aber einladend war die Umgebung nicht.
Meine Overnight-Beschäftigung beschränkte sich hauptsächlich auf das Rumhängen am Pool unseres Crewhotels, das uns mit seinem luxuriösen Ambiente wie auf einer der Welt entrückten Insel inmitten der Tristesse übernachten ließ. Das Hotel verließ ich nur, um sogleich festzustellen, dass es einfach nichts zu sehen gab. Nichts außer dem alltäglichen Leben, das so bedrückend war, dass es mir mit meinem banalen Wunsch nach ein bisschen Sightseeing ein schlechtes Gewissen machte.
Heute ist Tirana zwar immer noch nicht Berlin oder Barcelona, und vielleicht wird es das nie sein. Trotzdem ist der Wandel, der sich in den letzten Jahren vollzogen hat, bemerkenswert. Das Block-Viertel, albanisch Blloku oder Bllok, liegt im Zentrum Tiranas und ist eines der Stadtviertel, die sich am spannendsten entwickelt haben.
Cafés, Bars und Restaurant im Blloku
Hier finden sich Boutiquen, Cafés, Bars und Restaurants in einer wilden Mischung aus albanischer Tradition und internationalen Einflüssen, immer gut besucht, mit dem Flair der Haute Volée Tiranas. Für albanische Verhältnisse ist Blloku kein günstiger Fleck der Stadt, im europäischen Vergleich hingegen schon – was Tiranas Attraktivität für abenteuerlustigere Städtereisende in den letzten Jahren extrem gesteigert hat.
Überhaupt ist es ein bisschen wie Italien, wenn hier selbst an einem Vormittag mitten in der Woche die Cafés gut gefüllt sind und Einheimische und Expats genüsslich an guten, cremigen Cappuccinos schlürfen, als wäre man in Mailand, Turin oder Rom.
Villa Enver Hoxha
Mitten im Getümmel und den Hochhäusern des Blockviertels findet sich ein Kuriosum Tiranas. Ein großes Grundstück mit einer mehrstöckigen, freistehenden Villa, umzäunt, bewacht, aber auffallend verlassen: Die Villa des ehemaligen Diktators Enver Hoxha, der von 1944 bis 1985 Albanien mit eiserner Hand regierte. Das gesamte Block-Viertel war damals abgeriegelt und nur hohen Parteifunktionären und ihren Familien als Wohnviertel vorbehalten. Heute steht die Villa leer – und Albanien tut sich noch schwer damit, die Vergangenheit aufzuarbeiten.
Tirana und seine Bunker: Sehenswürdigkeiten-Tipp!
Enver Hoxha war seinerzeit nicht nur Staatsoberhaupt Albaniens, sondern auch hochgradig paranoid. Zunächst orientierte sich der überzeugte Kommunist im Gegensatz zu seinen osteuropäischen Nachbarn nicht an Russland, sondern an China, bis er sich auch vom chinesischen Maoismus distanzierte und Albanien politisch isolierte.
Dieser Umstand und die Angst vor militärischen Eingriffen anderer Staaten verleitete Hoxha dazu, hunderttausende Bunker bauen zu lassen, verteilt über ganz Albanien. Einige davon sind heute auch in Tirana der Öffentlichkeit zugänglich:
Der Skanderbeg-Platz ist das Herz Tirana. Dieser Platz ist so riesig, dass es fast unwirklich ist. Man bekommt einen guten Eindruck, wie auch in Tirana Architektur als Machtdemonstration genutzt wurde.
Am Skanderbeg-Platz befindet sich auch eines der beiden Bunker-Museen Tiranas.
Die Pyramide
Die Pyramide im Zentrum Tirana wird dir sofort auffallen: Einst als Museum und Lobhudelei für den verstorbenen Enver Hoxha gedacht, wurde es nach seinem Sturz vielfach genutzt, u.a. als Konferenzzentrum. Was in Zukunft damit geschehen soll, ist noch in Planung. Bis dahin bleibt die Pyramide eine der markantesten Gebäude und Sehenswürdigkeit Tiranas.
Auch gibt es viele interessante Stadtführungen, die sich mit der ungewöhnlichen Geschichte Tiranas und Albaniens beschäftigen:
Unterkunft in Tirana
Für die, die Komfort nicht missen möchten, gibt es das ein oder andere luxuriösere Hotel mit internationalem Standard in Tirana, wie zum Beispiel das Mak Albania, ehemals Sheraton, oder das The Plaza. Auch bei Unterkünften ist das Preisniveau in Albanien eher niedrig, so dass man durchaus auch nach Hotels mit höherem Standard schauen kann, wenn man sich etwas mehr gönnen möchte.
Mit dem aufkommenden Tourismus haben mittlerweile aber auch einige Boutique Hotels eröffnet, wie das ArtéHotel, mit wirklich sehr dekorativem Ambiente, wie auch schon das dazugehörige Arté Café zeigt (auch ein guter Tipp im Block-Viertel!).
Langsam komme ich dazu, die letzten Reisejahre Revue passieren zu lassen. Ich bin nicht nur gefühlt Hunderte von Malen um die halbe Welt geflogen, habe gegen Jetlags gekämpft – mal mehr, mal weniger happy – und mein Talent, Millionenstädte wie Peking innerhalb von 24 Stunden komplett kennenzulernen (oder es zumindest zu versuchen), perfektioniert. Bis zum ultimativen Sightseeing- und Reise-Burnout. Ja, sowas gibt’s. In Peking schaffte ich es in 24 Stunden bis zur Chinesischen Mauer nach Mutianyu oder besser Großen Mauer, in die Verbotene Stadt, zu zwei Völlereien mit prall gefüllten Tellern (in China wird gerne aufgetischt) und sogar in eine der allerblödesten Touristenfallen, in die ich jemals getappt bin.
Immer öfter erwische ich mich dabei, in meinem Lieblingsbuchladen in der Reisebuchabteilung nach dem Deutschland-Regal zu schielen, statt mir die neuesten Bücher zu irgendwelchen Fernzielen anzusehen, wie sonst immer. Andere Leute träumen von exotischen Zielen wie Peking und der Chinesischen Mauer, ich träume manchmal mehr von nassen Strandspaziergängen auf windigen Nordseeinseln oder noch schlimmer, Wanderungen im Elbsandsteingebirge. Aber keine Angst, dieser Blog wird wohl niemals zum politisch korrekten Ich-habe-die-Welt-gesehen-und-jetzt-darf-keiner-mehr-Nachhaltigkeitsblog. Als Flugbegleiterin werde ich dafür sowieso ewig die schlechteste Ansprechpartnerin bleiben. Für jemanden wie mich, der in den letzten Jahren eigentlich nur noch übelstes Fernweh hatte, ein schönes Gefühl. Endlich mal keine Unruhe, sondern Zufriedenheit über das, was mir da rückblickend an Reise-Erinnerungen wie aus Peking geblieben ist. Oder wer hätte gedacht, dass ich jemals auf der Chinesischen Mauer stehe?
Zum ersten Mal in Peking.
Ich hatte wohl einen guten Tag erwischt – auf der Straße sah ich nur ganz wenige Menschen mit Atemschutzmaske und von Smogglocke war nichts zu sehen. Konnte ich meine wohl auch im Hotel lassen – meine damalige Firma stellte für jedes Crewmitglied eine Maske, dann musste es normalerweise wirklich schlimm sein. Überhaupt machte Peking auf mich einen überraschenden ersten Eindruck. Irgendwie dachte ich, man müsste doch mehr Kommunismus spüren, also so alles grau in grau wie früher in der DDR, lange Schlangen an Obstläden, überall lauern Geheimdienstoffiziere, Kontrolle ohne Ende und nix mit schändlich kapitalistischem Zeug wie Coca-Cola und McDonald’s. Ein Hoch auf vorurteilsfreies Reisen! War aber alles nicht. Oder zumindest nicht offensichtlich. Liebe wurde es dann zwar doch nicht zwischen mir und Peking. Aber ganz gute Freunde. Später sollte ich China noch ganz anders kennenlernen!
Von Peking aus an die Chinesische Mauer: Mutianyu oder Badaling?
Die erste Erkenntnis: Die Chinesen nennen die Chinesische Mauer auf englisch gar nicht Chinesische Mauer. Sondern Great Wall. Macht Sinn, in China ist ja jede Mauer chinesisch. Von Peking aus kommt man relativ schnell an die Große Mauer, mit dem Auto ist man je nach Ort in ca. 1 1/2 bis 2 Stunden dort. Es gibt zwei Orte, die sich besonders gut von Peking aus für einen Ausflug eignen: Badaling und Mutianyu.
Während Badaling auch mit Bus und Bahn erreichbar ist, kommt man nach Mutianyu nur mit dem Auto. Mutianyu ist daher auch nicht ganz so überlaufen wie Badaling, das sowas wie eine Große-Mauer-Pilgerstätte ist und vor Touristenmassen wohl nur so platzen muss. Mutianyu war hingegen recht angenehm, keine Menschenmassen – und das Wetter war einmalig. Auch einmalig heiß und sonnig – Sonnencreme war DAS Tool des Ausflugs!
Ein unglaubliches Meisterwerk: Die Chinesische Mauer schlängelt sich durch die unwegsamsten Berglandschaften.Das letzte Stück hinauf zur Chinesischen Mauer geht es mit der Seilbahn.
Und dann stand ich da, als kleines Pünktchen auf dieser riesigen Jahrhunderte alten Endlosmauer, die über 8.800 Kilometer lang sein soll. Ganz schön krass. Und es sah aus wie im Film: Hügelige Berglandschaften in sattem Grün – über die sich dann auf und ab und drumherum sich die große Mauer schlängelte. Unglaublich, dass das hier von Menschenhand mitten ins Nichts gebaut wurde.
Alle paar hundert Meter stehen Wachtürme auf der Chinesischen Mauer, die von Wachposten besetzt wurde.
Runter kann man wieder mit der Seilbahn oder zu Fuß. Oder rodelnd auf der Rodelbahn. Was eigentlich richtig Spaß macht. Es sei denn, man hat den einzigen Rodel-Experten vor sich, der über die gesamte Strecke nicht schnallt, dass die Bremse Bremse ist, und nicht zum Gas geben taugt. Und so rodelten wir halt mit der sagenhaften Geschwindigkeit von drei Stundenkilometern ins Tal. Mein Motorradfahrer-Ich weinte. Aber immerhin: Ich habe doch tatsächlich die Chinesische Mauer gesehen!
Mutianyu: Rauf mit der Seilbahn, runter auf der Sommer-Rodelbahn.
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