Saigon Street Food – das ist mittlerweile sogar zu Hause in Berlin ein Begriff. Da lag eine Street Food Tour in Saigon* bzw. Ho Chi Minh City ziemlich nah! Die vietnamesische Küche ist so vielfältig, so frisch, so voller neuer Aromen und innerhalb Südostasiens eine ganz eigene Geschmacksrichtung. Besonders in Saigon ist die Auswahl an Street-Food-Ständen, kleinen Imbiss-Restaurants und Garküchen am Straßenrand schier unendlich.
Vietnamesen sind gesellig und lieben Essen, andauernd wird irgendwo auf irgendetwas gekaut, wechseln mit Leckereien gefüllte (leider Einweg-)Schälchen die Besitzer und man fragt sich wirklich, wie der Großteil der Bevölkerung hier immer noch gertenschlank sein kann. Denn die vietnamesische Küche ist nicht immer leicht! Auch in Vietnam wird frittiert, was das Zeug hält, und Zucker wird ebenso exzessiv verbraucht.
Street Food in Vietnam – ein kulinarisches Abenteuer
Eins vorab: Vielleicht wirst Du viele Gerichte, die in den Straßen Saigons serviert werden, generell nicht probieren wollen. Es sei denn, Du bist wirklich sehr experimentierfreudig. Oft wird die vietnamesische Küche für ihre französischen Einflüsse und dadurch spannenden Kombinationen gelobt – und beim Vietnamesen zu Hause in Deutschland ist es ja auch immer lecker. Was aber oft unterschlagen wird: In Vietnam wird wirklich alles gegessen.
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Vietnamesen lieben Fleisch, und zwar so doll, dass es Vegetarier manchmal schwer haben, ein vegetarisches Gericht zu finden. Veganer erst recht. Und einerseits sehr löblich, aber für den europäischen (oder zumindest meinen) Gaumen recht ungewohnt, wird hier wirklich alles von Rind, Schwein, Huhn, Fisch, Meeresfrüchten, und sogar Frosch oder Schlange gegessen: Vom Filet bis zu den bizarrsten Innereien.
An den wirklich authentischen Ständen kommt man mit Englisch nicht weit, eine Karte gibt es auch auf Vietnamesisch nicht. Oft traut man sich nicht, etwas zu probieren – man weiß ja nie… Aus diesem Grund und weil ich trotzdem unbedingt mal etwas (aber eben doch nicht ganz so) exotisches Street Food in Saigon probieren wollte, habe ich eine Street Food Tour in Saigon* unternommen – und es war großartig! Sam, die mit mir unterwegs war, hat mir die abgefahrensten Ecken Saigons gezeigt und mich fantastisches Essen (ohne unliebsame Überraschungen) probieren lassen.
Was ist der Unterschied zwischen Sommerrollen und Frühlingsrollen?
Während hierzulande Frühlingsrollen frittierte Röllchen sind und die in weichem, hellen Reispapier gerollten Sommerrollen genannt werden, sind für Vietnamesen alles einfach Frühlingsrollen! Sommerrollen scheinen wohl eher eine Erfindung des Westens. Den Anfang machte also eine der frischesten Frühlingssommerrollen zum Selberrollen, die ich je gegessen habe. Frische Kräuter und Salat, dass es nur so knackte.
Bánh Tráng Nướng: Vietnamesische Pizza
Vietnamesen haben ihre ganz eigene Version von Pizza erfunden. Die hat zwar außer der Form eigentlich nichts mit einer italienischen Pizza zu tun, ist aber trotzdem ein beliebter Snack. Reispapier, eine Creme, die Käse darstellen soll, diverse Soßen und Mayonnaisen, in Scheiben geschnittene Würstchen – irgendwie kommt alles Mögliche auf die Bánh Tráng Nướng Pizza. Die erstaunlicherweise dann sogar schmeckt! Dazu gab’s dann Nem nướng, gegrillte Würstchen – garniert mit den obligatorischen frischen Kräutern, die nirgends fehlen dürfen.
Trứng Cút Nướng Phô Mai: Gegrillte Wachteleier mit Käse
Warum Wachteleier in Vietnam so beliebt sind, hat einen ganz einfachen Grund, verriet mir Sam. Ein ganzes Hühnerei wäre als Portion für ein kleines Küchlein wie in den Mini-Schälchen viel zu viel – und würde zu sehr sättigen. Langsam kam ich dann doch hinter das Ernährungsgeheimnis der Vietnamesen, die dauernd zu essen schienen: Immer kleine Portionen statt riesige Gerichte.
Im fahlen Schein von Straßenlaternen saßen wir nun irgendwo mitten in Saigon am Straßenrand auf unseren Kindergartenhockern, wie sie in Vietnam zuhauf an Streetfoodständen genutzt werden und aßen unsere Wachteleiermuffins namens Trứng Cút Nướng Phô Mai und Bánh Xèo, gefüllte Pfannkuchen. Und auch hier wieder jede Menge frische Kräuter, die Sam mir einzeln erklärte (und deren Namen ich auch sofort wieder vergaß, weil ich nur noch mit Staunen beschäftigt war).
Chè Bưởi: Dessert auf Vietnamesisch
Keine Ahnung, was Sam mir da in die Hand drückte – es nannte sich Chè Bưởi und sie übersetzte es mit „süße Grapefruitsuppe“. Irgendwie war es süß, cremig, fruchtig und frisch zugleich; genau das richtige bei nächtlichen 30 Grad Lufttemperatur.
Street Food Tour in Saigon buchen
Street Food Touren wie diese führen an ganz entlegene Winkel der Stadt, die ich ohne Sam wahrscheinlich nie zu Gesicht bekommen hätte. Meist werden sie beworben mit „Studenten zeigen dir Street Food in Saigon“ und tatsächlich war Sam Studentin, die sich hauptsächlich deswegen in Sachen Street Food gut auskennt, weil sie nur in einem kleinen Zimmer wohnt und eigentlich dauernd auswärts isst – wie eben viele Studenten in Ho Chi Minh City.
Die Spots sind über die ganzen Stadt verteilt und man fährt wird auf dem Roller von Spot zu Spot gefahren. Helme werden gestellt. Eine gute Gelegenheit, den verrückten Straßenverkehr in Ho Chi Minh City hautnah zu erleben! Außerdem sind die Touren dadurch sehr individuell und persönlich, da auf jeden Gast ein Guide bzw. Fahrer kommt.
Planst Du während Deiner Reise nach Vietnam einen Stopp in Ho Chi Minh City bzw. Saigon? Da bist Du hier genau richtig: In diesem Artikel verrate ich meine besten Saigon Tipps und welche Saigon Sehenswürdigkeiten Du nicht verpassen darfst! Ob das beste Street Food, die coolsten Restaurants und die besten Unterkünfte: In diesem Guide für Ho Chi Minh City (offizieller Name von Saigon!) wirst Du fündig.
Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Saigon
Saigon ist zwar die größte Stadt Vietnams, aber erschlägt einen längst nicht so wie Bangkok oder Hongkong. Das einzige, was wirklich sehr gewöhnungsbedürftig ist (und das gilt aber generell für ganz Vietnam) ist der Verkehr mit Trillionen von Rollern, von denen jeder Vietnamese mindestens einen besitzen zu scheint. Hupen ist eine Form, sich im Verkehr bemerkt zu machen, geblinkt wird dafür nicht – also ist der Verkehr in einer Stadt wie Saigon einfach eine riesige, laute Welle aus hupenden Rollern.
Beliebt sind auch sogenannte Mototaxis, Roller als Taxi, auf die man einfach aufhüpft. Gerne genutzt wird dafür auch Grab, ein Taxi-Service ähnlich Uber, bei dem man zwischen Motoroller oder normalem Taxi wählen kann. Bei 40 Grad habe ich allerdings meist das Auto genommen – und die Klimaanlage genossen. Überhaupt ist Grab eine optimale Möglichkeit, von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit zu kommen, es ist günstig, und wesentlich einfacher, als die Strecken mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen.
Saigon gehört zu jeder Vietnam-Reise!
Vier Jahre ist es nun her, dass ich das letzte Mal in Vietnam war. Das Land habe ich damals sehr zwiespältig verlassen – die volle Begeisterung blieb irgendwie aus. Ich kannte vorher in Südostasien nur Thailand, ein Land, dass es westlichen Touristen sehr einfach macht, sich sofort wohl zu fühlen. In Vietnam habe ich das damals etwas anders empfunden. Aber dazu später mehr. Da ich beim letzten Mal die wichtigsten Orte in Nordvietnam wie Halong Bay, Hanoi, Hoi An, Hue und Da Nang besucht hatte und für den Süden die Zeit fehlte, wollte ich diesmal Saigon, das Mekongdelta und noch einiges mehr kennenlernen und es nochmal mit Vietnam versuchen.
Saigon wartet mit wenigen wirklich spektakulären Sehenswürdigkeiten auf, dennoch sind viele Orte interessant. Das Hauptpostamt zum Beispiel wurde während der französischen Kolonialzeit erbaut, und die Stahlkonstruktion im Inneren wurde von Gustave Eiffel konzipiert. Groß am Kopf der Haupthalle hängt ein Porträt von Ho Chi Minh. Skurril: In den Seitenflügeln sowie in der Mitte der Halle sind Souvenirshops untergebracht und das gesamte Postamt ist mit Touristengruppen gefüllt, während rundherum an den Postschaltern der ganz normale Betrieb mit dem Kaufen von Briefmarken und dem Abholen von Paketen weitergeht.
Das Hauptpostamt in Saigon stammt aus der französischen Kolonialzeit.Regulärer Betrieb im Hauptpostamt von Saigon unter dem übergroßen Porträt von Revolutionsführer Ho Chi Minh.Französische Spuren findet man überall in Saigon.
Den großen architektonischen Einfluss der Franzosen sieht man auch an einer anderen Sehenswürdigkeit Saigons, der Kathedrale Notre-Dame (ja, auch hier gibt’s eine!), gleich gegenüber vom Hauptpostamt. Zur Zeit wird sie renoviert.
Auch die Notre Dame Kathedrale ist ein Relikt aus der französischen Kolonialzeit in Saigon.
2. Ho Chi Minh City People’s Committee und Saigon Opera House
Zwei weitere Sehenswürdigkeiten aus der französischen Kolonialzeit sind das Ho Chi Minh City People’s Committee, das Rathaus von Saigon, sowie das Opernhaus von Saigon. Während das Rathaus nicht besichtigt werden kann, lässt sich das Opernhaus bei Aufführungen besuchen: Die Akrobatikshow mit südvietnamesischen Einflüssen soll sehr sehenswert sein!
Könnte so auch in Kalifornien stehen: Das Rathaus von Saigon.…bis auf die riesige Ho Chi Minh Statue davor natürlich.Manchmal sogar mit rotem Teppich: Das Saigon Opera House.
3. Aussichtsplattformen auf dem Bitexco Financial Tower & Landmark 81
Der Bitexco Financial Tower ist nach dem brandneuen Landmark 81 etwas außerhalb der Stadt der zweithöchste Wolkenkratzer Saigons. Auffällig ist die große, herausragende Plattform oben auf dem Turm. Das ist aber nicht die Aussichtsplattform, sondern ein Helikopterlandeplatz. Viel genutzt wird er scheinbar nicht – und es scheint eher wie ein Prestigeobjekt. Das Skydeck etwas darunter in der 49. Etage ist die öffentlich zugängliche Aussichtsplattform, für umgerechnet ca. 8 Euro hat man hier einen Ausblick über Saigon. Weiter oben befindet sich noch ein Restaurant bzw. eine Bar, ohne Eintritt, dafür muss man hier verständlicherweise etwas konsumieren.
Größer kann der architektonische Kontrast kaum sein. Aus einem alten Hinterhof schaut man direkt auf den Bitexco Tower.
Das Landmark 81 besitzt ebenfalls eine Aussichtsplattform. Ich habe mir den Ausblick von beiden Locations allerdings geschenkt, da die Zeit knapp geworden ist – und ich schon vom Flugzeug aus einen fantastischen Blick auf die Stadt hatte. Vom Ufer gegenüber ist die Aussicht auf Saigon ebenfalls grandios!
Die Skyline von Saigon bei Nacht: Ein bisschen wie Shanghai.
Tipp: Abends ist hier der Treffpunkt der Locals. Es gibt die obligatorischen Street-Food-Stände und improvisierte Cocktailbars, und den Tag hier auf einem der Klappstühle mit bester Sicht auf die Skyline von Saigon ausklingen zu lassen, ist perfekt! Und das Beste: Kein Tourist-Gedöns!
3. Ben Thanh Markt
Märkte steuere ich in fremden Städten immer gerne an – mich im Gewusel verlieren und dabei besonders in fernen Ländern Exotisches entdecken, das ist genau meins. Der Ben-Thanh-Markt liegt mitten in der Stadt – eine große, überdachte Markthalle mit Obst, Gemüse, Klamotten, Souvenirs und Streetfood-Ständen. Allerdings ist er auch totaler Touristenmagnet, wer es lieber etwas einheimischer mag, der sollte einen Markt wie den Tan Dinh Markt oder den An Dong Markt ansteuern.
Auf dem Ben Thanh Markt gibt es alles: Essen, Handtaschen, Maßanzüge, falsche Wimpern im Sparpack.Maßanzüge in einem Tag: In Vietnam kein Problem.
Gleich neben dem Ben-Thanh-Markt gibt es auch ein bekanntes Pho-Restaurant, das Pho 2000. Pho ist eines der Nationalgerichte Vietnams, das man unbedingt einmal probieren sollte! Pho ist eine Nudelsuppe, der am Tisch noch frische Kräuter, Chili und Limettensaft hinzugefügt werden. Es gibt sie traditionell mit Huhn- oder Fleischeinlage, oft auch noch mit Tofu als vegetarische Variante. Pho 2000, ein einfaches Restaurant, ist vor allem zur Berühmtheit gelangt, nachdem hier im Jahr 2000 Bill Clinton auf Staatsbesuch eine Pho geschlürft hat.
Pho 2000: Bill Clinton war hier.Vietnamesische Pho: Nudelsuppe mit vielen frischen Kräutern. Eine Spezialität!
5. Wiedervereinigungspalast
Der Wiedervereinigungspalast war vor dem Vietnamkrieg der Sitz des südvietnamesischen Präsidenten. Mit dem Fall von Saigon am 30.April 1975 durch die Vietnamesische Volksarmee und deren Panzern, die hier über die Zäune rollten, wurde der Vietnamkrieg beendet. Heute können das Gelände sowie einige Räume besichtigt werden.
Jedes Jahr wird das Kriegsende groß gefeiert. Überall in der Stadt hängen Plakate wie aus einer anderen Zeit.
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6. War Remnants Museum (Kriegsmuseum)
Das Kriegsmuseum war wohl meine größte Enttäuschung in Saigon. Viele Touristen, mit denen ich zuvor gesprochen habe, waren hellauf begeistert vom Kriegsmuseum, das als eines der größten und besten seiner Art in Asien gilt. Ich habe mir wirklich alles von oben bis unten (das Museum verteilt sich über drei Etagen) angesehen, in der Hoffnung, etwas mehr über die geschichtlichen Zusammenhänge und Hintergründe des Vietnamkriegs zu erfahren.
Die Möglichkeit, dass die Darstellungen parteiisch sind, fand ich durchaus spannend und habe irgendwie auch damit gerechnet. Obwohl ich vielfach gehört hatte, dass die Ausstellung durchaus neutral gehalten sei. Meiner Erfahrung nach ist sie das allerdings null! Zudem ist die Ausstellung technisch sehr schlecht gestaltet. Besonders hat mich die Fotoausstellung berühmter Kriegsfotografen interessiert – nur sind die eigentlich beeindruckenden Bilder so schlecht ausgeleuchtet, dass man sich besser einen guten Bildband zu Hand nimmt.
Wie erwartet, ist die Ausstellung anti-amerikanisch und lässt die Hintergründe der Gegenseite vollständig aus. Bis zu einem gewissen Grad verständlich. Dabei aber Neutralität vorzugaukeln, ist doch sehr gewagt. Geschichtliche Hintergründe werden ebenfalls nur am Rande beleuchtet, sodass ich beim Verlassen des Museums nicht das Gefühl hatte, schlauer zu sein, was die Geschichte Vietnams angeht.
Weiterhin fand ich die selbstverständliche Präsentation amerikanischer Kriegsgeräte wie Maschinengewehre, Panzerfäuste und Bomben an jeder Ecke sehr martialisch und verstörend. Gehört zum Thema, aber die Form und Menge waren irgendwie zu viel.
Mein ganz persönlicher Tiefpunkt waren allerdings zwei andere Dinge: Zum einen der Souvenirshop, der völlig unpassende Souvenirartikel von Kartenspielen über amerikanische Hollywood-Filmposter bis zur Biografie von Michelle Obama anbietet (wenn hier doch sonst alles anti-amerikanisch ist) – zum anderen die Tatsache, wie Besucher sich freudestrahlend mit den Panzern vorm Museum fotografieren lassen. Bei den beiden Mädchen, offensichtlich Touristinnen aus dem Westen, die sich von einem Freund bei ihrer fröhlichen Cheerleading-Tanz-Choreographie zwischen Panzern und Kriegshubschraubern filmen ließen, fiel mir dann endgültig die Kinnlade herunter.
7. Ho Thy Ky Blumenmarkt
Vietnamesen lieben Blumen. Oft werden Blumen als Dekoration bei den zahlreichen Festivals im Jahr oder als religiöse Opfergabe genutzt. Auf dem Ho Thy Ky Flower Market kann man in ein Meer von Blumen eintauchen und dabei leckeres Street Food probieren. Die meisten Blumen hier kommen aus der Bergregion weiter nördlich um Dalat oder aus dem Mekongdelta. Ich habe übrigens vergeblich versucht rauszufinden, was genau dem Blumenwasser hinzugefügt wird, damit sie so unfassbar frisch bleiben. Vor allem bei Lufttemperaturen von knapp 40 Grad… Die Chemiekeule lässt wohl grüßen.Im Übrigen habe ich gelesen, dass man in Vietnam die Finger von Äpfeln lassen sollte, weil sie dort so unfassbar stark gespritzt werden – also Vorsicht.
8. Tan Dinh Kirche / Pink Church
Das Besondere an dieser Kirche ist eigentlich – der Name lässt es erahnen – ihre Farbe. Von oben bis unten in Pink, auch innen, ist diese Kirche der heilige Ort aller asiatischen Instagrammerinnen. So scheint es zumindest, wenn man die Horden junger Mädchen vor der Kirche posieren sieht; alle auf der Suche nach dem besten Fotospot. (Sucht mal auf Instagram nach #pinkchurch!) Ich hätte mir die Kirche auch gerne von innen angesehen – leider war gerade Gottesdienst.
Eine pinkfarbene Kirche in Saigon: Schon schön.Selfie-Alarm vor der pinken Kirche in Saigon.
9. Sri Mariamman Tempel
Die hinduistische Community in Vietnam ist nicht besonders groß, daher ist der Sri-Mariamman-Tempel in der Nähe des Ben-Thanh-Marktes auch nicht so spektakulär. Wenn man eh in der Nähe ist, lohnt sich ein Besuch. Achtung: Schuhe aus!
10. Pham Ngu Lao – Backpacker Street mit Nachtmarkt
Nach Einbruch der Dunkelheit tobt hier das Nachtleben. Wummernde Bässe, Street-Food-Verkäufer mit ihren Wägelchen, einschlägige Mädchen, westliche Touristen von Backpackern bis Neckermann Reisen, aber auch Einheimische – die Pham Ngu Lao muss man erlebt haben.
Während des Vietnamkriegs haben sich hier entlang der Straße Lokale und Unterkünfte angesiedelt, von teuer bis billig. Hier konnten sich die amerikanischen Truppen mit allem eindecken, was sie brauchten. Irgendwie ist der westliche Einfluss bis heute geblieben und man findet immer noch zahlreiche Bars und Unterkünfte rund um die Pham Ngu Lao.
Party jeden Tag: Die Pham Ngu Lao erinnert ziemlich an die Khao San Road in Bangkok.
Ausflüge ab Saigon: Was kann man sich noch ansehen?
Ab Saigon lassen sich eine Reihe von Ausflügen unternehmen. Beliebt ist ein Besuch der Cu-Chi-Tunnel. Während des Vietnamkrieges wurde das bereits zu Kolonialzeiten bestehende Tunnelsystem von den Vietcong so erweitert, dass eine komplette Infrastruktur mit Wohneinheiten, Krankenhäusern und Schulen entstand.
Besonders an den Verbindungstunneln ist die Größe: 80 Zentimeter Höhe, 60 Zentimeter Breite. Ein Tunnelstück ist bis heute erhalten (und für die riesigen Touristen aus dem Ausland auch etwas vergrößert worden) und kann besichtigt werden.
Ein weiterer beliebter Ausflug ist eine Tagestour ins Mekongdelta, um dort die schwimmenden Märkte auf dem Mekong zu besuchen. Allerdings ist eine Tagestour wirklich sehr knapp bemessen, und die Wahrscheinlichkeit, dass man in einer Massentour mit Kaffeefahrtcharakter landet, ist hoch. Mehr Tage zu buchen scheint mir ratsam.
Meine ganz persönlichen Saigon Tipps: Street Food & Cafés
Von den typischen Sehenswürdigkeiten, die auch so in jedem Saigon Reiseführer zu finden sind, abgesehen, fand ich noch einiges mehr in Saigon spannend! Besonders interessant fand ich die vielen wirklich tollen und einzigartigen Cafés und Restaurants, die sogar mich als in dieser Hinsicht verwöhntem Berliner begeistert haben. Und das leckere Street Food, das ich wohl ohne eine tolle Street Food Tour niemals so entdeckt hätte.
Aber am allerbesten waren die tollen Locals, die meine schlechten Erfahrungen vom letzten Mal sofort vergessen ließen und mir eine Menge toller Tipps gegeben haben. Ich denke oft, dass man einem Land unbedingt noch ein zweites Mal besuchen sollte, auch wenn das erste Mal nicht besonders schön war. Manchmal erschließt sich ein Land einem erst bei einem zweiten Besuch.
Wo bekommt man das beste Street Food in Saigon? Was ist typisch vietnamesisches Street Food? Mehr über Street Food in Saigon
Es gibt unzählige Cafés in Saigon – und eines schöner als das andere.
Praktische Tipps für Saigon – Informationen für deine Reise
Vom Flughafen in die Stadt
Wenn du mit dem Flugzeug am Flughafen ankommst, kannst du entweder ein reguläres Taxi, Grab oder den öffentlichen Airport-Bus in die Stadt nehmen. Der Flughafen ist nur 7 Kilometer von der Innenstadt entfernt, ein Taxi wird also nicht ganz so teuer. Ich habe die ganze Zeit Grab benutzt, da ich einiges über getürkte Taxameter und falsche Taxis gelesen habe. Mir war Grab lieber, da dort, wie bei Uber, der Preis von vornherein feststeht. Von der Stadt aus zum Flughafen habe ich einmal ca. 90.000 Dong bezahlt, das sind ca. 4,50€. Günstiger ist nur der Flughafenbus, der über den Ben-Thanh-Markt zum Busbahnhof in der Nähe der Pham Ngu Lao fährt: 20.000 Dong, knapp 1 €.
Mit dem Bus weiter
Willst Du von Saigon aus mit dem Bus weiter, so hilft Dir in der Regel jedes Hotel oder jede Reiseagentur weiter. Beliebt und gut sind die meist orangefarbenen Überlandbusse von FUTA Travel. Diese unterhalten Büros in der ganzen Stadt, auch in der Nähe der Pham Ngu Lao. Dort kannst Du ein Ticket kaufen und wirst mit einem Minibus zum Busbahnhof gefahren, der sich außerhalb des Stadtzentrums befindet. Preise sind sehr günstig, Komfort ist okay – die Sleeper-Busse mit ihren halbflachen Liegesitzen auf 2(!) Etagen haben mir mit 1,60 m Körpergröße vollkommen ausgereicht. Ausgewachsene europäische Männer haben es da schwerer.
Fortbewegen innerhalb der Stadt
Innerhalb Saigons kann ich Grab nur empfehlen! Obwohl es gutes WLAN an jeder Ecke gibt und du die App nutzen kannst, würde ich dir den Kauf einer lokalen SIM-Karte ans Herz legen, die du gleich am Flughafen kaufen kannst. Oder du kaufst bereits im Voraus eine eSIM; ich nutze dazu gerne eSIMs von Saily oder Holafly.
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Sicherheit in Saigon: Ist es gefährlich?
Ich bin mehrfach von Einheimischen vor Taschen- und Handydiebstahl gewarnt worden. Anscheinend werden Handys gerne mal von Taschendieben, die auf Rollern vorbeifahren, aus der Hand gerissen. Ähnliches passiert wohl auch mit Handtaschen oder Rucksäcken, die man nur auf einer Schulter trägt. Auf beiden Schultern getragen ist man da wohl safe. Ich habe mich allerdings als Alleinreisende jederzeit relativ sicher gefühlt, auch nachts. Das ist allerdings auch einer der Gründe, warum ich immer eine lokale SIM-Karte kaufe und das Handy immer parat habe – wenn es mir unangenehm wird, ist in wenigen Minuten ein Grab-Taxi da.
Beste Reisezeit für Saigon: Wann reist man am besten nach Südvietnam?
Im Prinzip gliedern sich die Jahreszeiten in Vietnam in eine Trockenzeit (November bis April) und eine Regenzeit (Mai bis Oktober). Die für Europäer ist im europäischen Winter. Kurz vor der Regenzeit wird es dann nochmal richtig heiß und feucht. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Das ist nur was für Hartgesottene! Hardcore-Sightseeing-Programme müssen da schon etwas zurückstehen – ansonsten bieten sich häufige Pausen an.
Unterkunft in Saigon
Die meisten Touristenhotels befinden sich rund um die Pham Ngu Lao (mit vielen Backpackerunterkünften) oder mitten im Zentrum. Rund um die Pham Ngu Lao kann es aber sehr laut werden, wer da auf entspannte Nachtruhe hofft, ist vielleicht mit einer anderen Unterkunft besser beraten.
Ich habe mich für eine Unterkunft etwas außerhalb des Trubels, aber dennoch sehr zentral entschieden. Das Common Room Project* ist eher ein Wohnprojekt als ein Hotel – wirklich sehr nette Mitarbeiter und alles in allem eine sehr warmherzige und einladende Atmosphäre. Es gibt sowohl Dorms als auch Privatzimmer.
Als ich einmal sehr spät zurückkam, sprang der Rezeptionist ganz erleichtert und aufgeregt zugleich von seinem Stuhl auf – er hätte sich schon Sorgen um mich gemacht, weil er mich die ganze Zeit nicht gesehen hatte. Das habe ich so auch noch nie erlebt.
Legendär ist auch die Dachterrasse, auf der auch gerne Kinoabende veranstaltet werden. Und was mich als Brasilianerin umso mehr freute: Die Caipirinha-Bar macht die wohl besten Caipirinhas in Vietnam!
Sagt man Saigon oder Ho Chi Minh City?
Die erste Frage, die sich mir stellte, war: Sage ich jetzt nun Ho Chi Minh City oder Saigon? Schließlich will ich ja nicht in irgendwelche Fettnäpfchen treten. Schon beim letzten Mal ist mir in Vietnam aufgefallen, dass (zumindest gegenüber Touristen) politische Themen gerne vermieden werden. Vietnam ist ein kommunistisches Land, aber wie auch in China, verschwimmen oberflächlich gesehen die Grenzen zum Kapitalismus sehr stark und mit einem Starbucks oder H&M vor der Nase ist man ziemlich irritiert, was denn nun hier kommunistisch sein soll.
Nach dem Ende des Vietnamkriegs und der Machtübernahme der kommunistischen Vietcong im Süden Vietnams verlor Saigon seinen Namen, der noch aus der französischen Kolonialzeit stammte, und wurde 1976 nach dem zu diesem Zeitpunkt bereits verstorbenen (kommunistischen) Revolutionsführer Ho Chi Minh benannt. Mit dem Namen ist also ein gewaltiges Stück Geschichte verbunden.
Ich habe mich dann mehrmals vorsichtig erkundigt, die Einheimischen sagen allerdings auch immer noch Saigon – nur bei offiziellen Anlässen wird Ho Chi Minh City benutzt. (Im Übrigen ist die politische Geschichte Vietnams sehr komplex. Ich gebe mir Mühe, das hier wahrheitsgemäß und korrekt wiederzugeben. Schliesslich sollte auch ein Reiseblogger, der nur oberflächlich Orte besucht, auf geschichtliche Zusammenhänge achten. Wer aber mehr Ahnung hat oder Korrekturen anmerken will – bitte sehr gerne in die Kommentare. Ich freue mich sehr.)
Eigentlich hätte ich es ahnen können. Als ich dem sonst nicht auf den Mund gefallenen Taxifahrer am Flughafen Salzburg auf seine Frage, wohin es denn nun gehe, antwortete: „Einmal ins Hotel Stein Salzburg, bitte!“, schnellten seine Augenbrauen plötzlich hoch und es entfuhr ihm nur ein „Oooooh!“.
Das älteste Hotel in Salzburg
„Guten Abend, nehmen Sie doch Platz, wie war Ihre Anreise?“ Ich muss sagen, mir sind Hotels eh schon sympathisch, in denen man sich zum Einchecken hinsetzen muss. Nicht, weil ich olle Oma nach langen Anreisen nicht mehr stehen kann – noch ist es nicht soweit – sondern, weil es schon viel über die Atmosphäre eines Hotels verrät. Hier gibt es keinen anonymen Hotelketten-Online-Check-In, extraschnell und effizient, ohne Rüschen und Klimbim, inhaltslos und immer gleich, von Bad Salzuflen bis New York.
Hinsetzen, durchatmen, ankommen, entspannen.
Ich lasse mich in den Sessel fallen. Auf der anderen Seite des Rezeptionstisches ein junger Mann, freundlich, aufmerksam und bester Laune. Sein Sessel scheint wohl genauso bequem zu sein. Oder es liegt einfach am Ambiente generell. Ich habe mich nie wirklich mit Feng Shui beschäftigt, aber irgendwie glaube ich schon daran, dass es Orte gibt, an denen Energie anders fließt. Ob sich hier beim Einrichten vielleicht jemand explizit mit Feng Shui beschäftigt hat?
Das „neue“ Hotel Stein
Gut möglich, wer weiß. Schliesslich wurde das Hotel Stein erst kürzlich von Kopf bis Fuß renoviert. Der ganze Umbau hat ganze zwei Jahre gedauert, in denen das älteste Hotel der Stadt komplett geschlossen war. Wieviel Liebe zum Detail daran schuld hatte, lässt sich in jeder Ecke des Hauses erahnen. Einmal groß mit dem Abrisshammer durch die Etagen und alles neu gebaut wäre wahrscheinlich zeitsparender gewesen. Stattdessen sieht man in kleinen als auch in großen Details, was für eine Geschichte das Hotel Stein birgt – und dabei gekonnt die Brücke in ein modernes Design schlägt.
Ein Hotel – und eine Salzburger Institution
Einige Details tragen eindeutig den Charme der fünfziger Jahre, angefangen vom erhaltenen Neon-Schriftzug an der Fassade bis zum alten Schild „Telefon“ in einer Ecke der Lobby, das auf die Telefonkabine für Gäste hinweisen sollte. Wie lange ist es her, dass Hotels Telefonkabinen in der Lobby hatten statt zimmereigenen Apparaten?
Mein Gegenüber wünscht mir einen schönen Aufenthalt, und ich bin ziemlich zuversichtlich, dass sein Wunsch in Erfüllung geht. „Moment, ich hab’ da noch was für Sie.“ Er schiebt feierlich eine Geschenkschachtel über den Tisch, die jeder Gast erhält. Inhalt: ein Grußkärtchen und zwei Detox-Gute-Nacht-Smoothies in zwei Ausführungen. Einmal light, einmal extra stark für Einschlaf-Härtefälle. Ich weiß nicht, ich habe das Gefühl, dass ich hier in diesem entspannten Hotel bestimmt keine Einschlafhilfe brauchen werde, muss aber trotzdem schmunzeln: Hier will man wohl wirklich sichergehen, dass niemand unentspannt nach Hause fährt.
Ich freue mich trotzdem über die Smoothies, die sind nämlich aus rein natürlichen Zutaten ohne Zusätze, künstliches Zeug ist nämlich meist nie so meins. Es sollte sich aber herausstellen, dass hier auch beim Thema Lebensmittel großen Wert auf qualitativ hochwertige Produkte gelegt wird.
Die Dachterasse im Hotel Stein: Die beste Aussicht über Salzburg
Drei Nächte habe ich im Hotel Stein verbracht, und ich habe mich trotz vollem Programm früh aus dem Bett gequält, nur um das angenehme Ambiente beim Frühstück im Seven Senses, dem hoteleigenen Restaurant mit berühmter Dachterrasse, vollends genießen zu können. Das will bei mir als Spätaufsteher was heißen!
Übrigens: Auf meinem Salzburg Blog findest du noch viel mehr coole Tipps für einen Trip nach Salzburg.
Homemade & hochwertig: Das Frühstück
Das Frühstück im Seven Senses ist eine angenehme Abwechslung zu übervollen Hotelbüffets ohne Charme. Das Büffet hier ist klein, übersichtlich und passt auf zwei, drei Stehtische am Eingang. Einige mögen das Frühstück für diese Preisklasse mager finden – aber nach zwei Jahrzehnten Erfahrung mit Hotel-Frühstücksbüffets kann ich sagen: Weniger ist mehr. Und hochwertiger. Was nützt das riesigste Hotelbüffet, wenn das stundenlang aufgebahrte Rührei aus Industrie-Pampe aus dem Tetra-Pak besteht? Es sind Kleinigkeiten, die ein Hotel besonders machen, und es ist sehr erfreulich, dass hier beim Frühstück mehr wert auf Klasse als auf Masse gelegt wird.
Von frischem, hausgemachten Bananenbrot bis veganen Energyballs wird im Hotel Stein auch jede Essgewohnheit bedient. Eierspeisen nach Wunsch (natürlich in frisch und à la minute!) und eine kleine Frühstückplatte gibt es frisch individuell am Tisch. Wäre ich nicht schon überzeugt gewesen – spätestens die Auswahl an Kusmi Tees hätte es rausgehauen. Oder die täglich wechselnde Auswahl an hausgemachten Kuchen, Keksen und Süßspeisen.
Cocktails & Spezialitäten
Nachmittags (oder wer gerne Frühschoppen hält, auch morgens) wird hier der Airone serviert, ein italienischer Bitter ähnlich Aperol, der so jenseits der Alpen nur in Salzburg im Seven Senses zu haben ist. Schmeckt gut, nach Italien und mehr. Mag aber auch an der wohl allerbesten Hotel-Terrassen-Aussicht in Salzburg liegen: Von hier aus hat man den perfekten Postkartenblick mit Altstadt, der Festung Hohensalzberg und dem Mönchsberg zusammen.
Apropos Italien: Das spielt im Hotel Stein ebenfalls eine große Rolle. Das Motto „Salzburg meets Venice“ zieht sich dezent, aber konsequent durch das ganze Haus. Viel Blau, viel venezianische Glasbläserkunst, viel italienisches Design (hallo Artemide-Nachttischlämpchen!) und viel mediterrane Leichtigkeit gepaart mit Salzburger Tradition.
Tipp: Das Seven Senses hat natürlich auch für Nicht-Hotelgäste geöffnet. Wenn ihr schon nicht im Hotel übernachtet – einen Drink hier würde ich auf jeden Fall für einen Salzburg-Besuch empfehlen. Die Location ist wirklich einmalig!
Übernachten im Hotel Stein in Salzburg
Mir fällt echt nichts ein, was gegen das Hotel Stein spricht. Und ich bin berufsbedingt wirklich, wirklich kritisch. Aber Lage, Ambiente und Service spielen hier wirklich auf hohem Niveau. Ohne dabei überkandidelt zu sein – das ist sehr angenehm und daher auch für diejenigen empfehlenswert, die sich vielleicht von so viel Komfort eher eingeschüchtert fühlen.
Wer sich hier wohlfühlen wird:
Pärchen auf einem romantischen Salzburg-Trip am Wochenende
Design-Aficionados
Kunstinteressierte (in der Hotellobby hängt mal eben so eine Skulptur von Sir Anish Kapoor in der Ecke)
Singapur muss nicht immer teuer sein: Die Gärten rund um das Marina Bay Sands, das berühmte Hotel in Singapur, sind kostenlos!. In den Gardens by the Bay kann man hier gut einige Stunden verbringen und sich vom Großstadt-Stress erholen.
Die Gärten von Singapur
Tagsüber kann man in die anliegenden Gewächshäuser gehen und die tollen Pflanzen bestaunen. Nachts werden die berühmten Bäume in den Gardens by the Bay beleuchtet. Wenn die bepflanzten Supertrees mit der Gardens by the Bay Lightshow so richtig in Szene gesetzt werden, sind die Gärten in Singapur erst richtig beeindruckend. Die Lightshow ist wirklich ein einmaliges Erlebnis! Kein Wunder, dass viele Leute sich einfach nur einen ruhigen Platz suchen und fasziniert in den leuchtenden Himmel starren.
Marina Bay Sands: Der berühmteste Infinity Pool der Welt
Nebenan wird einem sofort dieses bekannte futuristische Gebäude auffallen. Wer kennt ihn nicht, den mittlerweile weltweit berühmten Postkartenausblick vom Infinity Pool des Marina Bay Sands in Singapur?
2010 eröffnet, ist das Marina Bay Sands und das Gebiet rundherum schnell zur neuen Attraktion Singapurs geworden. Vorher gab es hier nichts. Jetzt ist auf dem leeren Grundstück ein komplettes Freizeitresort entstanden.
Das Hotel selbst ist nicht nur Hotel, sondern auch Shoppingcenter und Spielkasino. Das Luxus-Einkaufszentrum beherbergt Marken von Dior über Louis Vuitton bis Dolce&Gabbana.
Ich bin mir sicher, vor dem Marina Bay Sands wusste niemand so richtig etwas mit dem Begriff „Infinity Pool“ anzufangen. Bis die ersten Bilder des Pool auf dem Dach des schiffförmigen Marina Bay Sands Hotels in Singapur auftauchten. Nachdem dann wirklich jeder Instagrammer, der etwas auf sich hielt, am Beckenrand des höchsten Pools der Welt hing, war auch der Ausdruck „Infinity Pool“ jedem ein Begriff. Zutritt bekommt man übrigens nur als Hotelgast. Reinschmuggeln ist zwecklos. Mit Glück gibt’s das günstigste Zimmer ungefähr ab 350 Euro die Nacht. Das ist also schon eine höhere Investition. Nachgucken lohnt, die Preise variieren stark.
Wer das nicht ausgeben will, der kann die Aussichtsplattform nebenan besuchen, die gegen Eintritt der Öffentlichkeit zugänglich ist, und den Blick auf Singapur ohne Pool genießen.
Gardens by the Bay: Die leuchtenden Bäume von Singapur
Ebenso beeindruckend sind auch die Supertrees bei Nacht, wenn die Lightshow einsetzt. Die Show ist gut besucht, aber das Gelände ist relativ weitläufig und man tritt sich nicht auf den Füßen herum. Viele legen sich einfach auf Decken, Jacken oder auch einfach nix auf den blanken Boden und beobachten so ganz gechillt die Lightshow – hab‘ ich auch genauso gemacht: man kommt einfach aus dem Staunen nicht heraus!
Wann findet die Lightshow in den Gardens by the Bay statt?
Die Show findet zwei Mal täglich statt: 19.45h und 20.45h. Der OCBC Skyway der die verschiedenen Supertrees in der Höhe verbindet, kann während der Lightshow ebenfalls betreten werden.
Ein New-York-Sonnenuntergang musste es einfach sein. Und vom Top of the Rock im Rockefeller Center erst recht. Mit der Fotografie haben sich auch meine Reisegewohnheiten vor Ort immer mehr verändert. Auf der Suche nach dem perfekten Licht ist mir keine Uhrzeit zu skurril. Wie zum Beispiel damals, als ich um halb fünf noch im Dunkeln das Hotel verließ, um den perfekten Sonnenaufgang auf der Brooklyn Bridge in New York zu erleben. Sonnenaufgänge, aber auch Sonnenuntergänge sind ja sowieso immer großartig!
Erst recht bei einem Motiv, das so faszinierend und gleichzeitig surreal ist, hat man es von der Aussichtsplattform des Top of the Rock endlich live vor Augen. Tausende Male habe ich diese Skyline gesehen, in amerikanischen Serien, auf Postern, in Kinofilmen, auf Instagram. Jedes Kind kennt die Skyline von Manhattan und ohne Nachdenken weiß man sofort: Das ist New York.
Vom Top of the Rock hat man die perfekte Postkartenaussicht auf das Empire State Building und den Süden Manhattans.
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Top of the Rock: Der schönste Sonnenuntergang in New York
Und wenn’s am Ende einfach nur eine Ansammlung von riesigen Hochhäusern einer noch viel riesigeren Stadt ist, voller Menschen, voller Verkehr: Der Sonnenuntergang in New York auf dem Top of the Rock gehört zu den magischsten Momenten in meiner gesamten Reisekarriere.
Abends auf dem Top of the Rock: Gänsehaut beim Anblick des Empire State Buildings.
Sonnenuntergang über Manhattan: Magisch.
Übrigens: In meinem New York Blog findest Du noch viel mehr Tipps.
Infos & Tickets für Top of the Rock im Rockefeller Center
Das Top of the Rock ist die Aussichtsterrasse des Rockefeller Centers. Auf der Fifth Avenue gelegen ist es mit der Statue des Altlas, der schwer an seiner Weltkugel schleppt, nicht zu übersehen.
Der Eingang zum Top of the Rock ist allerdings in einer Seitenstraße (50th Street) zwischen der Fifth und Sixth Avenue versteckt. Die Tickets sind mit einem Zeitstempel versehen, d.h. man kann nur zu einer vorher festgelegten Uhrzeit hinauf.
Im Januar war wenig los und da ich eigentlich nur zufällig vorbeikam, habe ich direkt ein Ticket gekauft und musste auch nicht lange warten. In beliebteren Monaten (in New York also so ziemlich alles außer Januar und Februar) bietet sich ein Kauf im Voraus an.
Achtung: Vor Ort und auf der Website des Rockefeller Centers sind Tickets zum Sonnenuntergang nochmal 10 Dollar teurer! Bei Get Your Guide gibt es dafür flexible Tickets, die man dann vor Ort gegen ein Zeitticket eintauscht.
Bei GetYourGuide gibt es nämlich nur einen einzigen Preis, beim Top of the Rock selbst kommt bei Terminen am späten Nachmittag noch ein Sonnenuntergangszuschlag von ganzen 10 US-Dollar dazu (die wissen, warum die Leute gerne spätnachmittags kommen).
Wieviel Zeit muss man für den Top of the Rock einplanen?
Man bekommt zwar eine Zeit zugewiesen, dennoch kann es etwas dauern, bis man letztendlich oben angekommen ist. Ich war ungefähr eine Stunde vor Sonnenuntergang unten am Schalter und es passte genau. Also am besten genug Zeit einplanen, wenn man unbedingt den Sonnenuntergang von Anfang an erwischen will (Es lohnt sich!). Ist man einmal oben, kann man aber so lange bleiben, wie man will.
Praktisch für mich, denn eigentlich wollte ich nur kurz ein Foto machen – und am Ende waren es knapp vier Stunden, bis ich mich von der spektakulären Aussicht trennen konnte. Nach dem perfekten Sonnenuntergang die Lichter Manhattans in der Dunkelheit funkeln zu sehen, war einfach zu schön. New York bei Nacht: Unbeschreiblich.
Wenn du einmal eine andere Seite von Singapur kennenlernen willst, dann kann ich dir einen Spaziergang durch Tiong Bahru nur wärmstens empfehlen. Ich hatte mir schon im Vorfeld eine Unterkunft in Tiong Bahru für einen Teil meines Singapur-Trips ausgesucht, und habe es nicht bereut, zwei Tage etwas abseits der üblichen Touristenpfade zu verbringen.
Tiong Bahru in Singapur: Ein Stadtteil für Insider
Singapur ist ein Schmelztiegel der verschiedensten Kulturen. Ein bisschen so wie Hong Kong, nur kam mir Singapur dabei noch vielfältiger, noch enger auf kleinstem Raum dabei vor. Inder, Chinesen, Malaien, Briten, irgendwas hat jede Kultur hiergelassen und dabei diesen multikulturellen Ort gezaubert, von dem es mir immer noch schwerfällt, ihn einzuordnen. Wahrscheinlich waren die paar Tage, die ich in Singapur verbracht habe, doch zu wenig, habe ich mich nicht nur mit den üblichen Sehenswürdigkeiten wie Chinatown und Marina Bay mit seinen Gardens by the Bay befasst, sondern auch mit etwas unüblicheren Ecken wie Tiong Bahru.
Tiong Bahru: Wohnviertel in Singapur mit Geschichte
Genau genommen gibt es keine richtigen Sehenswürdigkeiten in Tiong Bahru, dazu ist es einfach zu sehr Wohnviertel. Aber dafür ein ganz besonderes. Tiong Bahru ist das erste soziale Wohnungsbauprojekt in Singapur und wurde schon in den 1930er Jahren erbaut. Da in Singapur wegen des Platzmangels oft Gebäude abgerissen werden, um neuen, besseren und höheren Wolkenkratzern zu weichen, ist Tiong Bahru heute das älteste Wohnviertel der Stadt.
Ehemals ein Friedhof, dann ein reines Wohnviertel und jetzt einer der trendigsten Stadtteile Singapurs. Sozialer Wohnungsbau hat in Singapur übrigens eine lange Tradition. Das hat mich sehr gewundert, denn bei Singapur denkt man meist nur an große Banken in hohen Wolkenkratzern und spektakulärer Architektur wie z.B. dem Marina Bay Sands Hotel in den Gardens by the Bay.
Ohne sozialen Wohnungsbau könnten sich viele Singapurer keine Wohnung leisten: Da ist Singapur in der Vergangenheit sehr weitsichtig gewesen. Das ganze Viertel Tiong Bahru mit seinen Wohnhäusern steht mittlerweile unter Denkmalschutz. Zu Recht, denn die Häuser im Art-Déco-Stil sind wirklich besonders: Runde Formen prägen die Bauweise der Gebäude und erinnern an Bauhaus oder Miami South Beach.
Durch Tiong Bahru führt auch der Tiong Bahru Heritage Trail und erzählt mit Schautafeln ein wenig über die Geschichte dieses besonderen Stadtteils. Hier kommt man auch am Tiong Bahru Air Raid Shelter vorbei, dem letzten noch vorhandenen Bunker in Singapur aus dem Zweiten Weltkrieg. Hinein kommt man allerdings nur im Rahmen von Führungen.
Das neue Hipster Viertel in Singapur
In den letzten Jahren haben Hipster das bis dahin verschlafene Tiong Bahru erobert und dem Viertel neues Leben eingehaucht. Ich war in jedem Fall sehr überrascht über den Kontrast zu den anderen Teilen Singapurs, die ich mir bis dahin angeschaut habe.
Die Atmosphäre in Tiong Bahru ist einfach besonders. Abends kann man zum Beispiel bei schwülen Temperaturen in einer der gemütlichen Bars oder Restaurants sitzen, halb draußen unter Arkaden, über einem surrt friedlich der Deckenventilator. Dazu gibt es gutes Essen oder beste Cocktails, alles in einem tropischen Ambiente mit viel Grünpflanzen und den hellen Häusern rundherum: Tiong Bahru ist ein echter Geheimtipp.
Tagsüber empfiehlt sich übrigens ein Gang in den Tiong Bahru Market. Vor kurzem renoviert, gehört er zu einem der beliebtesten Hawker Centre in Singapur. Und die sind ja bekanntlich in Singapur nie verkehrt, wenn man auf der Suche nach gutem, preisgünstigem Essen ist.
Hawker Centre sind Food Courts in überdachten Einkaufszentren. Dort findet man echte kulinarische Highlights. Es gibt sogar einen Stand in Singapur, der so gut ist, dass er sogar einen Michelin-Stern trägt.
Tipps für Tiong Bahru: Shopping, Cafés und Restaurants
Tiong Bahru Bakery Eine DER Institutionen in Tiong Bahru. Bäckerei mit Küche, für Kaffee oder den kleinen Hunger zwischendurch.
Plain Vanilla Bakery Berühmt für seine fantastischen Cupcakes, gelegen in einer kleinen Straßen mit einigen anderen schönen Cafés und Geschäften wie Books Actually.
Café Pandan – Einfaches Ambiente, dafür aber sehr gepflegt und günstig. Der Char Siew Rice (nach kantonesischer Art im Barbecue-Style mariniertes Schweinefleisch auf Reis) ist göttlich. Eine Spezialität, die man in Singapur unbedingt probiert haben muss!
Hotel Tipp | Tiong Bahru
Ich habe zwei Nächte im COO Boutique Hostel* übernachtet. Ziemlich hip, saubere Zimmer, nur leider klein und eng – aber das ist eben auch Singapur. Ich kann es aber trotzdem sehr empfehlen, vor allem, wenn du auf der Suche nach einer budgetfreundlichen Unterkunft bist. Gerade bei Unterkünften ist das Preisniveau in Singapur sehr hoch.
Salzburg wird nicht umsonst die Mozartstadt genannt. 1756 wurde Wolfgang Amadeus Mozart in Salzburg geboren und verbrachte hier seine Kindheit, wenn er nicht gerade auf Tournee durch Europa war. Viele Orte in Salzburg sind heute immer noch untrennbar mit ihm und seinen Werken verbunden. Ich verrate euch wie und wo ihr Mozart in Salzburg am besten aufspüren könnt!
„Ich wurde doch tatsächlich schon mal gefragt, ob Mozart etwas mit mit dem italienischen Mo-zzar-rella-Käse zu tun hat!“ plauderte unser Salzburg Guide Peter aus dem Nähkästchen, und für einen kurzen Moment dachte ich daran, warum auch ich mit meinem Flugbegleiterjob einen Beruf gewählt habe, der „was mit Menschen“ zu tun hat: Es wird eben NIE langweilig. „Könnt ihr euch das vorstellen? Mozart und Mozzarella??“ Peter schwankte zwischen Belustigung und Fassungslosigkeit. Mozart, Salzburg und eigentlich alles andere über Wolfgang Amadeus Mozart gehört nämlich zum Standardrepertoire eines jeden Salzburg Guides.
Alle Mozart Locations in Salzburg auf einen Blick
Als zertifizierter Salzburg Tourguide ist Peter sowas wie eine wandelnde Salzburg-Enzyklopädie. Nahezu zu jedem Eckchen in der Salzburg fallen ihm Fakten, Geschichten und Anekdoten zur Stadt und auch speziell zu Wolfgang Amadeus Mozart ein. Früher habe ich mir aus Führungen nie etwas gemacht, aber ich merke, wie ich mittlerweile immer mehr an Hintergründen interessiert bin, wenn ich auf Reisen bin. In Zeiten von Google und Instagram, in denen man Infos auch mal schnellschnell im Vorbeigehen inhalieren kann, bleibt für Substanz kaum Zeit.
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Zwar lese ich immer noch gerne ausführliche Reiseführer, aber live und in Farbe einen Ort von jemandem, der sich wirklich auskennt, aus erster Hand gezeigt zu bekommen, ist viel interessanter. Anlässlich der Mozartwoche war ich in Salzburg: Mozart an jeder Ecke, und ehe ich mich versah, tauchte ich ein, in die Welt eines Musikers, dessen Erbe so universell ist, dass es jeder kennt. Auch wenn man eigentlich mit klassischer Musik überhaupt nichts anfangen kann. Und das macht Mozart so faszinierend.
Mozarts Geburtshaus in der Altstadt von Salzburg
Es ist unübersehbar. Im Sommer stehen tatsächlich Menschentrauben um das schmale Wohnhaus in der Getreidegasse. Für viele Touristen ist Mozarts Geburtshaus der erste Anlaufpunkt in Salzburg. Dort, wo Wolfgang Amadeus Mozart 1756 geboren wurde, in der elterlichen Wohnung, ist heute ein Museum über das Leben Mozarts eingerichtet, das sich über das gesamte Wohnhaus erstreckt.
Die Ausstellung zeigt auch die Geschichte der gesamten Familie Mozart: Mit seinem Vater Leopold (seinerseits ebenfalls talentierter Musiker) und seiner Schwester Nannerl tourte Mozart schon als Kind durch ganz Europa, und war jahrelang unterwegs. Beeindruckend fand ich als Papier- und Schreibfetischistin vor allem die vielen Briefe, die Mozart mit seiner Familie und seiner Frau gewechselt hat.
Die Geige, auf der Mozart im Kindesalter gespielt hat, ist ebenfalls ausgestellt. Zu außergewöhnlichen Anlässen wird diese an extrem talentierte Kinder verliehen, die auf der Geige spielen dürfen. Ist das nicht unglaublich? Ich hätte als Kind (und wenn ich ehrlich bin, auch heute noch) schon nach drei Minuten vor lauter Ungeschicklichkeit diverse Macken in das gute Stück hineingehauen.
Nachdem die Wohnung in der Getreidegasse zu klein wurde, zog die Familie Mozart in eine geräumigere Wohnung im Tanzmeisterhaus am Markartplatz. Das Gebäude wurde zum Teil im zweiten Weltkrieg zerstört, die erhaltene Hälfte wurde von der Stiftung Mozarteum übernommen, während an die zerstörte Stelle ein anonymer 50er-Jahre Versicherungsbetonklotz gesetzt wurde. Der wurde 1989 aber wieder abgerissen, das Tanzmeisterhaus wieder komplett aufgebaut – und beherbergt heute eine interaktive Ausstellung zum Leben Mozarts, die die Ausstellung im Geburtshaus perfekt ergänzt.
Die Stiftung Mozarteum selbst, die sich der Bewahrung der Werke und des Nachlasses Mozarts verschrieben hat, sitzt ganz in der Nähe des Tanzmeisterhauses. Im prunkvollen Goldenen Saal und im Wiener Saal finden nicht nur zur Mozartwoche Veranstaltungen für jede Altersgrenze statt.
Festlich: Der Goldene Saal der Stiftung Mozarteum in Salzburg ist einer der Haupt-Eventorte der Mozartwoche Salzburg.
Im Garten befindet sich übrigens das wiederaufgebaute Zauberflötenhäuschen, in dem Mozart Teile seiner berühmten Oper „Die Zauberflöte“ komponiert haben soll. Die Stiftung Mozarteum ist übrigens auch Veranstalter der jährlich stattfindenden Mozartwoche.
Mozart hat die Mozartkugel weder erfunden, noch jemals probiert. Trotzdem sind die schokoladigen Kugeln über die Grenzen von Salzburg bekannt. Und in der Regel fallen einem da erst die Mozartkugeln in der rot-goldenen Verpackung ein. Aber in Salzburg gibt es noch viel mehr Konditoreien, die ihre eigene Variante der Mozartkugel herstellen.
Allen voran die Konditorei Fürst – dort wurde nämlich die allererste Mozartkugel erfunden! Bis heute werden dort die Mozartkugeln nach dem hauseigenem Originalrezept in Handarbeit hergestellt. Die originalen Mozartkugeln der Konditorei Fürst gibt es nur in Salzburg und sonst nirgends! Am besten man probiert die leckeren direkt im Stammhaus der Konditorei Fürst in der Brodgasse am Alten Markt.
Café Tomaselli – Mozart’s Café in Salzburg
Direkt gegenüber der Konditorei Fürst befindet sich das Café Tomaselli, das älteste Kaffeehaus Österreichs. Seit 1852 wird es von der Familie Tomaselli betrieben, aber auch hier kreuzen sich wieder die Wege mit Mozart: Im Vorgänger, dem Café Staiger, war Mozart zu Lebzeiten oft zu Gast, und seine Witwe Constanze hat später sogar eine Zeit lang im gleichen Haus gewohnt.
Mozart Dinner Concert im St.Peter Stiftskulinarium
Eine wirklich schöne Möglichkeit, in das Werk Mozarts einzutauchen, ist das Mozart Dinner Concert im Barocksaal des St.Peter Stiftskulinarium. Stimmungsvoller geht’s einfach nicht. Erst dachte, das Mozart Dinner Concert ist eine absolute Touri-Veranstaltung, bei der Busladungen von Reisegruppen abgeladen werden… von wegen! Das Mozart Dinner Concert ist eine wirklich außergewöhnliche Veranstaltung und bietet sich auch gut für einen romantischen Abend zu zweit an!
Allein das Ambiente ist ein Traum: Das St.Peter Stiftskulinarium ist das älteste Restaurant Österreichs und kann auf 1200 Jahre Geschichte zurückblicken. Wahnsinn, oder? Und klar, Familie Mozart war auch hier zu Gast! Im Stiftskeller ist regulärer Restaurantbetrieb, oben im Barocksaal findet das Mozart Dinner Concert statt.
Im St.Peters Stiftskulinarium kann man beim Mozart Dinner Concert essen und Mozart hören.
Zwei Opernsänger und fünf Musiker, die schönsten Opern Mozarts und dazu ein feines 3-Gänge-Menü! Für extra romantische Stimmung sorgt das warme Licht unzähliger Kerzen, ein Fakt, der deswegen so erwähnenswert ist, weil es sonst aus Brandschutzgründen keinen anderen Konzertsaal in Salzburg mehr gibt, in dem Kerzenlicht erlaubt ist. Alles in allem war das Mozartdinner eine große Überraschung, vor allem auch durch die publikumsnahen Sänger und den außerordentlich aufmerksamen und charmanten Service.
Noch ein Geheimtipp für die Adventszeit: Im schönen Innenhof des Stiftskulinariums St.Peter findet zur Weihnachtszeit ein kleiner, aber feiner Weihnachtsmarkt abseits der großen Touristenmagneten statt. Sehr atmosphärisch!
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Mozart in Salzburg: Das Video
Wie ich meinen Tag mit Mozart in Salzburg erlebt habe, könnt ihr auch in folgendem Video sehen:
Es gibt nicht viele Städte, die mich immer aufs Neue begeistern. Mein „Zweitwohnsitz“ Palma zum Beispiel. Für mich hat diese Stadt alles: Nicht zu klein, nicht zu groß, das Meer vor der Tür und eine schöne Altstadt mit viel Flair. Kein Wunder, dass hier im Sommer Touristen die Stadt fluten. Meistens ist die Kathedrale La Seu die erste Anlaufstelle, weil sie so prominent an der Promenade hervorragt.
Die meisten strömen dann gleich über den Passeig del Born in die Stadt, aber wer schon mal hier ist, sollte die Gelegenheit nutzen, auch ein wenig die malerischen und vor allem oft einsamen Gassen hinter der Kathedrale zu erkunden. Neben authentischem Palma-Altstadtflair abseits der üblichen Touristenrouten findet man hier die Banys Àrabs (Arabische Bäder) – mit einem Eingang, der so mit der umliegenden Häuserwand verschmilzt, dass man das offen stehende Türchen doch glatt übersehen könnte.
Geheimtipp für Palma: Viel Geschichte, viel Flair in den Banys Àrabs / Arabische Bäder
Vor allem im Sommer sind die Arabischen Bäder ein guter Zwischenstopp, wenn man in der Altstadt Palmas unterwegs ist. Besonders an den beliebten Orten wie der Kathedrale oder der Plaza Mayor wird es oft so voll, dass man sich nach ein wenig Ruhe sehnt.
Da sind die Arabischen Bäder eine wahre Oase, da sie bei Touristen relativ unbekannt sind. Man kann kaum glauben, dass sich dieses schöne, grüne Innenhof-Versteck sich nur wenige hundert Meter vom geschäftigen Touristenstrom in der Altstadt befindet! Ein echter Geheimtipp und perfekt für diejenigen, die auch mal gerne abseits der Massen unterwegs sind.
Ganz versteckt in der Altstadt Mallorcas: Die Banys Arabs.
Maurische Spuren auf Mallorca
Die beiden Badehäuser aus dem 10. Jahrhundert lassen die lange Geschichte Mallorcas erahnen. Damals wurde auch Mallorca von den Mauren bewohnt, die ein paar arabische Einflüsse hinterließen. Daneben gibt es einen schön angelegten Patio, mit vielen schattenspendenden Bäumen und einer kleinen Cafeteria. Hinsetzen, Pause machen und die laue Mittelmeerluft genießen!
Mehr Mallorca Reiseberichte mit vielen Infos & Insidertipps findest du auf meinem Mallorca Blog
Infos über die Arabischen Bäder in Palma de Mallorca
Tipp: In der Altstadt von Palma kann man auch super übernachten! Man ist mittendrin und die verwinkelten Gassen sind zum Träumen! Wer auf Strand verzichten kann, oder aber auch nach ein paar Tagen Finca- oder Strandurlaub die Location wechseln möchte, für den ist die Altstadt von Palma sicherlich eine sehr schöne Ergänzung!
Obwohl Porto schon lange auf meiner Reisewunschliste steht, habe ich es trotzdem nie hin geschafft. Jetzt war es fast schon ein bisschen zu spät, der ehemalige Geheimtipp in Portugal ist angesagter denn je und gut besucht! Egal, ich war trotzdem begeistert: Hier teile ich meine liebsten Porto Sehenswürdigkeiten!
Schon in Lissabon fühlte ich mich immer gleich wie zu Hause, das war in Porto nicht viel anders. Die Sprachbarriere fällt für mich als Brasilianerin schon mal weg, und die Portugiesen sind so herzlich und gastfreundlich!
Die riesige Ponte Dom Luis I ist eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten Portos
Wie du Portos Sehenswürdigkeiten am besten erkundest
Im Allgemeinen kann man in Porto gut ein paar entspannte Tage verbringen. Porto ist zwar die zweitgrößte Stadt in Portugal, trotzdem kann man vieles fußläufig erreichen. Einziges Manko sind die zwischendurch doch sehr steilen Hügel, wenn man nach einem langen Sightseeing-Tag noch zur Unterkunft zurücklaufen will – je nachdem, wo man untergekommen ist. Für diesen Fall kann man immer noch auf öffentlichen Nahverkehr, Taxis oder Uber zurückgreifen. Alles preislich sehr im Rahmen, wie überhaupt alles in Porto. Oder man freut sich über das extra Waden-Workout.
Viele Vergünstigungen erhältst du mit der Porto Card* – und du kannst alle öffentlichen Verkehrsmittel damit umsonst nutzen!
#1 Cais de Ribeira
Ribeira ist das Hafenviertel Portos – und früher oder später landet man hier eh: An den Cais de Ribeira spielt sich das Leben ab, abends ist selbst im Winter Stimmung mit Straßenmusikern, Popcornwagen und vollen Bars und Restaurants. Viele davon sind Touristenfallen, aber bei einem Glas Douro-Wein am Kai sitzen und den Sonnenuntergang beobachten ist unbezahlbar.
Restaurant-Tipp: Im Bacalhau (ein bisschen abseits und nicht ganz so tourimäßig) gibt’s den Wein und portugiesische Bacalhau-Gerichte neu interpretiert gleich dazu. Bacalhau (gesalzener Stockfisch) essen ist ein absolutes Muss in Portugal.
In den Straßen hinter der Promenade geht es noch richtig urig zu, in den dunklen, engen Gassen gibt es das Hafenflair gratis dazu!
#2 Ponte Dom Luis I
Wohl die markanteste aller Porto Sehenswürdigkeiten: Am Ende der Cais de Ribeira thront die gigantische Ponte Dom Luis I über dem Douro und verbindet Porto mit dem gegenüber liegenden Vila Nova de Gaia, das bekannt ist für seine Portweinkellereien. Die Brücke wird sowohl unten als auch oben befahren. Auch als Fußgänger kann man die Brücke auf beiden Ebenen überqueren und besonders von oben den Ausblick auf Porto genießen.
#3 Torre dos Clérigos
Eins vorab, klaustrophisch veranlagte Menschen werden es vielleicht nicht ganz nach oben auf den Uhrturm der Igreja dos Clérigos (oder Clérigos-Kirche) schaffen. Der Aufstieg ist zum Schluss sehr eng und die Aussichtsplattform ist mehr ein schmaler Gang um die Turmspitze. Berührungsängste vor Fremden sind hier fehl am Platz, ansonsten kommt man weder vor noch zurück.
An gut besuchten Tagen wird hier wohl der Zugang beschränkt, aber auch an ruhigeren Tagen kann es schnell voll oben auf dem Torre dos Clérigos werden. Dafür wird man aber mit der allerbesten Sicht über Porto belohnt: Der Torre dos Clérigos ist der höchste Kirchturm in ganz Portugal und eines der Wahrzeichen Portos.
Kann ein schnöder Bahnhof Sehenswürdigkeit sein? Ja, definitiv! Vor allem, wenn er im Inneren über und über mit handbemalten Azulejos, den für Portugal typischen Fliesen, gekachelt ist. Die weiß-blauen Kunstwerke reichen in der Bahnhofshalle der Estação São Bento vom Boden bis zur Decke und lassen einen staunen.
Der Bahnhof selbst ist ein Kopfbahnhof, von hier aus verkehren Züge in den Rest Portugals und auch ins sehenswerte Dourotal. Und wer eh mit dem Zug unterwegs ist, und keine Lust auf weite Wege hat, der kann direkt im Bahnhof unterkommen: Das The Passenger Hostel ist supermodern eingerichtet, und bietet alles von Dorms bis großen Familienzimmern im Maisonettestil.
Lissabon liebe ich ja unter anderem für seinen Charme der vergangenen Tagen, als Portugal noch große Seefahrernation war, und seinen Reichtum auch gerne architektonisch zeigte. Das ist in Porto nicht viel anders: Der Palácio da Bolsa, der Börsenpalast, strotzt nur so vor Prunk. Hier wurden früher große Geschäfte angebahnt – und dabei wurde in den großen Sälen auch ein bisschen geschummelt. Was auf den ersten (und auch zweiten) Blick aussieht wie eine kunstvolle Holzvertäfelung, ist in vielen Sälen einfach nur günstiger Gips. Fällt null auf. Eine Technik, die so auch in der Livraria Lello genutzt wurde.
Der Palácio da Bolsa kann nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Führungen gibt es auf Portugiesisch, Spanisch, Französisch und Englisch.
Mit der Porto Card* bekommst du bei Kauf vor Ort 25% Rabatt.
#6 Rua das Flores
Die Rua dos Flores (Straße der Blumen) ist sowas wie die gemütlichere Einkaufsstraße in der Altstadt Porto. Im Gegensatz zu den Avenidas dos Aliados ist sie weniger spektakulär, hat auch weniger bis gar keine Mainstream-Läden wie die Rua Santa Catarina, dafür kann man hier noch Spuren des echten Porto erleben. Kleine Geschäfte mit Waren für den Alltagsgebrauch, traditionsreiche Cafés und viel Kunst: Sogar die Stromkästen sind hier alle durchgängig kunstvoll bemalt. Leider setzt auch hier eine Form der Gentrifizierung ein – kleine, alteingesessene Läden wie die Buchhandlung weiter unten müssen die Rua dos Flores verlassen und mit ihnen geht ein Stück Flair.
#7 Vila Nova de Gaia und der Portwein
Auf der anderen Seite des Douro, in Vila Nova de Gaia befinden sich die Portweinkellereien, die Porto so bekannt gemacht haben (oder umgekehrt). Portwein sollte man definitiv in Porto probiert haben! Wie das funktioniert und wo man da hinsollte, habe ich in meinem Portwein-Selbstversuch getestet. i
Der Mercado do Bolhão ist einer der bekanntesten Märkte Portos und mitten in der Innenstadt gelegen. Vor kurzem wurde der Mercado do Bolhão restauriert und erstrahlt jetzt in neuem Glanz. Hier kann man sich mit den Porto-typischen Delikatessen eindecken: Sardinenbüchsen in allen Variationen, Bacalhau (gesalzener Stockfisch, sehr lecker – ich hätte mich ja in Porto nur noch von Bacalhau-Gerichten ernähren können!) und Wein, Wein, Wein. Alternativ lohnt sich auch ein Besuch des Mercado Bom Sucesso etwas außerhalb der Innenstadt nahe dem Konzerthaus Casa da Música.
#9 Livraria Lello
Die Livraria Lello zählt zu den schönsten Buchhandlungen Europas und ist zu Recht gehyped. Und es ist die erste Buchhandlung, für die ich Eintritt bezahlt habe. Leider sind die Warteschlangen während der Sommermonate mittlerweile fast zu lang, und durch Bücher stöbern kann man auch nicht mehr wirklich: Bücher sind auf ein Minimum reduziert. Lese auch meinen Artikel über die Livraria Lello.
#10 Foz do Douro
Porto liegt am Meer, das hatte ich selbst vor Ort vor lauter Douro-Panorama und Altstadt-Hügeln ganz vergessen. Mit dem Bus oder der Straßenbahn kommt man vom Zentrum aus in nur 20 bis 30 Minuten in die Vorstädte Matosinhos und Foz do Douro, die an der Atlantikküste liegen. Ich war erstaunt, wie anders Porto doch hier ist – rauhes Meer, wilder Atlantik. Totaler Kontrast zur beschaulichen Altstadt.
In Foz do Douro befindet sich auch die Pergola da Foz, ein ehemals pompöser (und mittlerweile restaurierter) Laubengang direkt an der Promenade – der ist aber keine große Attraktion. Direkt am Strand gibt es einige Strandbars. Selbst im Winter hatte die ein oder andere Bar geöffnet! So konnte ich ein bisschen Sonne tanken und die salzig-frische Meeresluft genießen.
Übernachten in Porto
Meine Unterkunft waren die Porto Republica Hostel & Suites und es hätte mich nicht besser treffen können. Neben typischen Hostelbetten in Mehrbettzimmern gibt es auch schnuckelige Privatzimmer mit eigenem Bad. Ein Zimmer im Altbau, mit abgezogenen alten Holzdielen und einer Flügeltür zum Balkon, durch die morgens immer die Sonne hineinschien – was will man mehr? Das Hotel ist relativ klein und familiär. In der Nebensaison war es auch nicht ausgebucht, das ist im Sommer bestimmt anders. Für mich war es die perfekte Mischung aus guter Lage, Preis, Style und der richtigen Portion an Heimeligkeit.
An- und Abreise / Transport innerhalb von Porto
Porto wird immer beliebter, das macht sich auch an den zahlreichen Flugverbindungen bemerkbar. Unter anderem kommst du von Deutschland aus mit Lufthansa* oder Eurowings* nach Porto.
Innerhalb Portos kommt man sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch die Stadt. Aber selbst die habe ich nur wenig genutzt, da vieles sehr gut zu Fuß zu erreichen ist, und man Städte ja eh am besten laufend erkundet.
Für die öffentlichen Verkehrsmittel gibt es aber günstige Tageskarten oder du kaufst dir die Porto Card*, da sind viele andere Vergünstigungen z.B. für den Palácio da Bolsa inklusive.
* * *
Stöbere hier in weiteren Artikel über Porto & Lissabon:
Kein Wunder, dass J.K. Rowling sich in dieser Buchhandlung angeblich zu ihren Harry Potter Büchern inspiriert haben lassen soll. Die Livraria Lello in Porto ist verwunschen schön. Selbst als Nicht-Bücherfan ist man beeindruckt und erschlagen zugleich vom pompösen Interieur. Überhaupt ist Porto eine besondere Stadt: Mit dem Charme der alten Zeiten, als Portugal noch die große und reiche Nation der Seefahrer war, gastfreundlich, gemütlich – und immer ein bisschen im Schatten des großen Lissabons stehend hat sich Porto klammheimlich als neue Trenddestination in Europa etabliert.
Livraria Lello: Mit Hilfe von Harry Potter zu weltweitem Ruhm
Konnte J.K.Rowling zu ihrer Porto-Zeit höchstwahrscheinlich oft allein durch die Regale der altehrwürdigen Livraria Lello stöbern, ist es heute so voll, dass man sich sogar vor dem Besuch eine Eintrittskarte kaufen muss. Richtig gelesen: Mittlerweile kostet die Livraria Lello Eintritt. Anders konnte man den Besuchermassen in der eigentlich kleinen Buchhandlung nicht mehr Herr werden! An vielen Tagen bildet sich sogar noch eine Schlange vor der Buchhandlung, weil die Kapazität des Ladens einfach erschöpft ist.
Die Wendeltreppe mitten im Laden ist das imposante Herzstück der Livraria Lello in Porto.Besonders instagrammable: Die Livraria Lello ist ein beliebtes Motive auf Instagram.
Livraria Lello: Einer der Instagram-Hotspots in Porto
Gerne hätte ich mich in Ruhe in der Livraria Lello umgeschaut, denn die Bücherauswahl quer durch alle Genres ist ganz nach meinem Geschmack. Aber irgendwie ist einem nicht besonders nach Stöbern, wenn rechts und links gedrängelt wird, damit man auf dem begrenzten Raum auch das beste Instagram-Foto bekommt. Vor allem Plätze auf der kunstvoll geschwungenen roten Wendeltreppe, die sich mitten im Laden vom Erdgeschoss in den ersten Stock schraubt, sind heiß begehrt. Irgendwie zu Recht.
Mehr über Portugal findest Du übrigens in meinem Portugal Blog!
Das kleine Geheimnis der Livraria Lello
Die ganze Buchhandlung ist von oben bis unten komplett mit kunstvoll geschnitztem Holz vertäfelt. Scheint es. Denn neben der Harry-Potter-Story birgt die Livraria Lello noch ein kleines, nicht immer bekanntes Geheimnis: Die Holzschnitzereien wie zum Beispiel die imposante Decke mit ihren vielen Schnörkeln sind an vielen Stellen gar nicht aus Holz, sondern aus bemaltem Gips, eine Technik, die so auch im Palácio da Bolsa in Porto angewandt wurde. (Übrigens einer meiner Tipps aus meinem Porto Guide!)
Nicht so echt wie es scheint: Beim Innenausbau der Livraria Lello wurde auch ein bisschen geflunkert.
Info & Eintritt Livraria Lello Porto
Der Eintritt in die Livraria Lello kostet derzeit 5€. Diesen bezahlt man nebenan im separaten Ticketshop, wo man auch noch jede Menge Harry-Potter-Merchandise erwerben kann – mit der Geschichte wird hier nicht gespart. Was eigentlich total unnötig ist, denn schön anzusehen ist die Livraria Lello auch ohne den ganzen Harry-Potter-Hype.
Der Eintritt lässt sich mit einem Kauf verrechnen, aber die Wahrscheinlichkeit in Ruhe stöbern zu können oder etwas für genau 5 € zu finden, ist gering. Wer nichts findet, kriegt für seine 5€ dann am Ausgang einen kleinen Prospekt über die Geschichte des Buchladens der Gebrüder Lello. Immerhin.
Harry Potter in Porto
Wenn Du Dich noch mehr für Harry Potter interessiert, dann ist bestimmt auch diese kleine, aber feine Tourdurch Porto etwas für Dich, da ist der Eintritt bereits enthalten! Auch toll mit Kindern, die sich bestimmt noch lange an ihr Harry-Potter-Erlebnis erinnern werden, denn die Livraria Lello ist wirklich magisch.
Dass ich ein Büchernerd bin, dürfte mittlerweile kein Geheimnis sein – und in fremden Städten zieht es mich meist in Buchläden, Buchhandlungen oder Büchereien. Weil ich Bücher so faszinierend finde. Und zwar „richtige“ aus Papier! Mit eBook-Readern und PDFs konnte ich mich bis heute nicht anfreunden. Es geht nix über die Haptik von Büchern auf Papier, oder?
Hier findest du noch mehr über einen weiteren, sehr speziellen Buchladen, der mich auch sehr fasziniert hat:
Begeistert von der Livraria Lello? Porto hat ja noch so viel mehr zu bieten. Vielleicht findest du ja in meinen anderen Artikeln noch mehr Inspiration für einen kleinen Abstecher nach Porto:
Tolle Unterkünfte sind in Porto nicht selten, aber ich kann dir ganz besonders das Porto Republica Hostel & Suites* empfehlen! Lass‘ dich von dem Hostel im Namen nicht abschrecken: Hier gibt es auch superschöne Doppelzimmer mit eigenem Bad.
Mein Hotel-Tipp für Porto!
Das Porto Republica befindet sich in einem großen Altbau mit hohen Decken, Fischgrätparkett und stylischem Ambiente. Perfekt für einen Citytrip, wenn dein Budget begrenzt ist, du aber auf Eyecandy nicht verzichten möchtest.
Jedes Jahr am 27. Januar feiert Salzburg den Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart, dem berühmtesten Sohn der Stadt. Und nicht nur das: Die Mozartwoche Salzburg ist das Festival in Salzburg, bei dem es sich nur um Mozart und sein Lebenswerk dreht.
Klingt nicht gleich für jeden interessant, aber auch während der Mozartwoche wird ein frischer Wind durch die Stadt wehen. Ein Besuch lohnt sich auch für diejenigen, die sich bisher vor klassischer Musik gescheut haben! Ich habe ein ganzes Wochenende in Salzburg verbracht und mich auf die Spuren Mozarts begeben.
Mozartwoche Salzburg: Rolando Villazón und die Mariachis
Der zentrale Tag der Mozartwoche Salzburg, die sich meist über anderthalb Wochen erstreckt, ist der 27.Januar – Mozarts Geburtstag. Im Mozart Geburtshaus gibt’s für Geburtstagskinder den ganzen Tag freien Eintritt und auch an vielen anderen Orten wird Geburtstag gefeiert. Dieses Jahr fungiert Rolando Villazón, der mexikanische Tenor und mittlerweile auch Regisseur, als künstlerischer Leiter der Mozartwoche – und er bringt nahezu revolutionäre Ideen in die Mozartwoche ein!
Anders kann man es nicht sagen, denn an besagtem 27. Januar fand ich mich plötzlich in einem spontanen Freiluftkonzert in den Straßen der Salzburger Altstadt wieder: Zusammen mit den Mariachis Negros sang der Meister Rolando Villazón höchstpersönlich mexikanische Serenatas zu Ehren des Geburtstagskindes. Ungewöhnlich. Höchst abgefahren. Und Gänsehaut pur.
Neben den klassischen Konzertveranstaltungen gibt es dieses Jahr auch zahlreiche Veranstaltungen, die das Thema Mozart in Salzburg auf ganz besondere Weise angehen – vom Poetry Slam mit musikalischer Begleitung bis zur Ballettgala quer durch alle Tanzgenre von klassischem Ballett bis zu Breakdance. Alles konnte ich mir nicht ansehen, dafür war die Zeit viel zu kurz!
Täglich gibt es während der Mozartwoche Salzburg Veranstaltungen: morgens, mittags, abends. Sogar im Oval, einer Location innerhalb des größten Einkaufszentrums der Region, findet täglich eine Veranstaltung statt. Ungewöhnlich: Das Schattentheater Mozart’s Amazing Shadows erzählt Mozarts Leben aus der Perspektive einer Maus. Ist somit auch was für Kinder – und sehr unterhaltsam!
Konzerte in der Stiftung Mozarteum Salzburg
Die Mozartwoche Salzburg wird jährlich von der Stiftung Mozarteum veranstaltet, die sich der Bewahrung des Werks Mozarts und seiner Spuren in Salzburg verschrieben hat. Viele Konzerte finden daher auch in der Stiftung Mozarteum selbst statt. Und ein Konzert im güldenen Großen Saal zu erleben, ist wirklich beeindruckend – auch wenn man bei den Matinee-Veranstaltungen selbst als nur halbwegs junger Mensch das Durchschnittsalter des Publikums dramatisch senkt.
Im großen Saal der Stiftung Mozarteum finden viele Konzerte während der Mozartwoche in Salzburg statt.
Preise & Karten Mozartwoche Salzburg
Man kann es sich denken: Tickets für die Veranstaltungen der Mozartwoche Salzburg sind nicht gerade günstig. Wenn man jedoch rechtzeitig bucht, bekommt man noch einen der hinteren Plätze, die preislich angenehmer sind. Studenten bis 26 bekommen zusätzlich Rabatt. Und die Events, die sich auch an ein jüngeres Publikum richten, sind ebenfalls günstiger, so dass sich jeder seine ganz persönliche Mozartwoche stricken kann.
Ich bin die perfekte Touristin. Also, rein wirtschaftlich gesehen. Ich besuche die überfülltesten und schwachsinnigsten Touristenfallen. Solange sie nur unter den Top 10 der Must-See-Sehenswürdigkeiten sind. Koste es, was es wolle. An einen Ort fahren und die wichtigsten Spots auszulassen – wo kämen wir denn da hin? Ballonfahren in Mexiko? (War auch wirklich einmalig!) Für schlappe vierzig Dollar aufs Rockefeller Center in New York? (Traum. Bester Sonnenuntergang ever.) Egal. Man lebt ja nur einmal. Und wer weiß, wann man nochmal wiederkommt? So lasse ich mich immer wieder breitschlagen, selbst, wenn die Vernunft (oder die Geldbörse) sagt, es lohnt sich nicht.
Dazu leide ich noch an akuter FOMO: Fear of missing out, der immerwährenden Angst, etwas zu verpassen. Im Reiseführer schlage ich immer als erstes die Top 10 Seiten auf, und dann wird mehr oder weniger so geplant, dass ich auch alles erwische. Ich will ja das Wichtigste gesehen haben.
Barcelona als perfekter Citytrip?
So war auch der Plan für Barcelona. Das ich eigentlich gut kenne, aber mein letzter Besuch ist schon so lange her, dass es eigentlich wieder Zeit für eine komplette Sightseeingrunde war. In meiner Erinnerung war Barcelona diese energetische Stadt voller Leichtigkeit, Sonnenschein, Lebensfreude und den besten Taschendieben Europas (ich erinnere mich noch zu gut an einen tränenreichen Besuch auf einem Polizeirevier, das vor lauter anderen Opfern aus allen Nähten platzte). Dazu ist Barcelona auch noch schnell für ein paar Tage zu erreichen und dabei relativ günstig. Dachte ich.
Das bekannteste Wahrzeichen Barcelona (und Dauerbaustelle): Die Sagrada Familia
Wie einen die eigene Erinnerung täuschen kann: Selbst im graukalten Januar ist Barcelona an den touristischen Highlights viel zu gut besucht, als dass Freude aufkommen könnte. Und das zu Preisen, die selbst mich als unerschütterlichen Touristenfallenreinfaller erschrecken. So gerne hätte ich nochmal die Sagrada Familia von innen gesehen, Gaudis ewige Baustelle (und hier in Berlin lachen alle über den Hauptstadtflughafen – schaut doch mal nach Barcelona, das ist ’ne Bauzeit mit über 130 Jahren!). Das Wahrzeichen der Stadt. Eine Kathedrale, anders als alles andere dagewesene. Ein architektonisches Gesamtkunstwerk. Der Plan: Einmal bei Sonnenuntergang auf einen der Türme hinauf und Barcelona im weichen Licht der Abendsonne sehen.
Problem nur, wenn man nicht rechtzeitig sein Ticket für die begehrte Sonnenuntergangsphase kauft, nur noch die blödesten Uhrzeiten übrig sind – und dann am Ende doch nicht die Skrupel besitzt, 32 Euro für den Eintritt in eine Kirche hinzublättern, erst recht zu einer Uhrzeit, mit der man nichts anfangen kann. Ich meine: 32 Euro – Hallo? Ohne mich. Jawoll. Weil’s einfach mal reicht. Und man auch mal Nein sagen muss. Selbst wenn die Top 10 Liste dann unvollständig bleibt.
Tipps für die Sagrada Familia
Unbedingt vorher online Tickets für die gewünschte Uhrzeit kaufen. Auch in der Nebensaison!
Gute Uhrzeiten sind morgens (soll weniger los sein) und nachmittags/abends während der Dämmerung. Das einfallende weiche Licht lässt den Innenraum strahlen und Fotografen freuen sich über die Megaaussicht auf Barcelona von den Türmen.
Beim Ticketkauf wird man gefragt, auf welchen der zwei geöffneten Türme man möchte!
Turm an der Geburtsfassade – Diese Seite der Kathedrale wurde noch zu Lebzeiten gaudís gestaltet. Und man kann die obere Brücke zwischen den Türmen betreten.
Turm an der Passionfassade – Dieser Turm ist höher und bietet einen unversperrten Blick auf die Stadt. Diese Seite der Kathedrale wurde erst nach Gaudís Tod gebaut. Größtenteils wird aber dieser Turm als der „bessere“ empfunden.
Wer nur in die Kathedrale möchte, kann sich auch ein Einzelticket ohne Turmaufstieg für 15 Euro kaufen.