Schlagwort: Katalonien

Katalonien ist eine der 17 autonomen Regionen Spaniens und liegt im Nordosten des Landes. Besonders bekannt ist die Hauptstadt Barcelona, aber auch der Rest von Katalonien kann mit tollen Zielen aufwarten! Hier findest du meine Tipps.

  • Casa Batlló in Barcelona: Tipps für Gaudís schillerndstes Wohnhaus

    Casa Batlló in Barcelona: Tipps für Gaudís schillerndstes Wohnhaus

    Werbung. Der Passeig de Gràcia selbst ist schon einer der beeindruckendsten Boulevards Europas: breit, elegant und gesäumt von Luxusboutiquen, die von den ungewöhnlichsten Modernisme-Fassaden umrahmt werden. Aber die Hausnummer 43 sticht noch einmal besonders hervor. Dort befindet sich nämlich die Casa Batlló, Gaudís wohl verspieltestes Wohnhaus und eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Barcelonas. Auch für mich gehört die Casa Batlló neben der Sagrada Família zu den absoluten Must-Sees der Stadt, gerade, wenn du dich wie ich für Architektur, Design und Fotografie begeisterst. Warum sich der Besuch so lohnt und was es mit der neu eröffneten zweiten Etage im Gaudí-Jahr 2026 auf sich hat, erfährst du in diesem Artikel.

    Innenhof der Casa Batlló mit blau-weißen Kacheln und Balkonen
    Ursprünglich als Wohnhaus gedacht, gehört die Casa Batlló heute zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Barcelonas

    Casa Batlló auf einen Blick
    Adresse: Passeig de Gràcia 43 (direkt an der Metro-Station Passeig de Gràcia)
    Neu: Die zweite Etage ist zum Gaudí-Jahr 2026 erstmals für Besucher geöffnet
    Beste Zeit: Früh morgens oder unter der Woche am späten Nachmittag & plane etwa 1,5 Stunden zum ausgiebigen Besichtigen ein; es gibt viel zu entdecken!
    Tickets: ab 29 € (online, Stand: Juli 2026), Kinder bis 12 Jahre kostenlos

    Was ist die Casa Batlló eigentlich?

    Tatsächlich hat Gaudí die Casa Batlló ausnahmsweise nicht selbst gebaut, denn das Haus stand bereits, als der Besitzer, der Textilunternehmer Josep Batlló, ihn 1904 damit beauftragte, es umzugestalten. Er ließ Gaudí freie Hand, und das Ergebnis nach zwei Jahren Umbau konnte sich sehen lassen: eine Fassade mit schimmerndem Mosaik, knochenartigen Säulen und einem Dach, das aussieht wie der geschuppte Rücken eines Drachen. Die Katalanen nennen das Haus deshalb auch „Casa dels Ossos“, das Haus der Knochen.

    Frontansicht der Casa Batlló von Gaudí mit bunter Mosaikfassade und Drachendach in Barcelona

    Innen bediente sich Gaudí der modernsten Technik seiner Zeit. Die Casa Batlló wurde mit zahlreichen für damalige Verhältnisse fast futuristisch anmutenden Gadgets ausgestattet: Zentralheizung, verstellbaren Lüftungslamellen in den Fenstern und einem der ersten elektrischen Aufzüge der Stadt (der übrigens heute noch in Betrieb ist!).

    Seit 2005 gehört die Casa Batlló zum UNESCO-Welterbe und ist heute das meistbesuchte vollendete Werk Gaudís.

    Antoni Gaudí & sein Werk in Barcelona

    An Antoni Gaudí kommst du in Barcelona einfach nicht vorbei: Der katalanische Architekt (1852–1926) ist das berühmteste Gesicht des Modernisme, der katalanischen Variante des Jugendstils, und hat das Stadtbild Barcelonas geprägt wie kein anderer.

    Familie besichtigt das Innere der Casa Batlló in Barcelona
    In Gaudís Werk erkennt man sofort die organischen Formen des Modernisme.

    Die Casa Batlló ist dabei nur ein Teil eines viel größeren Werks. Da wären unter anderem noch die Sagrada Família, der Park Güell oder die Casa Milà – dass eine Millionenstadt einem einzigen Architekten so viel Raum gegeben hat, um sich zu verwirklichen, ist ziemlich einmalig. Und genau dieses Vermächtnis spürst du bis heute an jeder Ecke. Passenderweise feiert Barcelona 2026 anlässlich seines 100. Todestags das Gaudí-Jahr mit vielen Events und Aktionen; ein Grund mehr, gerade jetzt hinzufahren!

    Frau betrachtet historisches Jugendstil-Zimmer mit antiken Möbeln in der Casa Batlló
    Die Sala Modernista in der Casa Batlló liefert Einblicke in das damalige Leben

    Übrigens: Gaudí ist zwar untrennbar mit Barcelona verbunden, geboren ist er jedoch in Reus. Auch hier gibt es viele Gebäude aus der Zeit des Modernisme und die hübsche Kleinstadt ist eine schöne Idee für einen Tagesausflug ab Barcelona. Hier findest du meinen Artikel über Reus

    Suchst du noch mehr Tipps für Katalonien?
    Hier findest du alle Artikel – u.a. einen tollen Vorschlag für einen Roadtrip durch Katalonien

    Meine Highlights in der Casa Batlló

    Wie viele der Werke von Gaudí ist die Casa Batlló wie ein riesiges Wimmelbild: Immer wieder entdeckt das Auge neue Details. Ich verrate dir hier die wichtigsten Stellen, auf die du bei deinem Besuch einen Blick werfen solltest.

    Die Fassade & die Legende von Sant Jordi

    Schon von außen ist die Casa Batlló ein Erlebnis: schimmerndes Mosaik in Blau, Grün und Ocker, geschwungene Balkone und ein Dach wie aus einem Märchen. Und das ist wörtlich gemeint, denn die Fassade erzählt tatsächlich eine komplette Geschichte! Du kannst hier nämlich die Legende von Sant Jordi, dem Schutzpatron Kataloniens, nachvollziehen. Der Sage nach wütete ein Drache vor den Toren von Montblanc, bis das Los die Prinzessin zum Opfer bestimmte. Da erschien Sant Jordi (auf Deutsch auch Ritter Georg), tötete den Drachen – und aus dessen Blut wuchs ein Strauch mit den rotesten Rosen, die je jemand gesehen hatte. Eine davon schenkte Jordi der Prinzessin.

    Casa Batlló Fassade mit bunten Mosaikfenstern von Gaudí
    Detailreich: An der Fassade der Casa Batlló gibt es viel zu entdecken

    Mit diesem Wissen liest sich die Fassade plötzlich wie ein Bilderbuch: Das geschuppte Dach ist der Drachenrücken, der Turm mit dem Kreuz die siegreiche Lanze, der blumenförmige Balkon ganz oben gehört der Prinzessin – und die knochenartigen Säulen und Totenkopf-Balkone darunter erinnern an die Opfer des Drachen. Kreativer kann Architektur kaum sein. Nimm dir also ruhig Zeit zum Bestaunen! Abends wird die Fassade beleuchtet und ist dann nochmal ein ganz eigenes Erlebnis. Innen geht’s dann nicht weniger faszinierend weiter.

    Die Planta Noble

    Die Beletage, in der die Familie Batlló wohnte, ist das Herzstück des Hauses. Hier gibt es keine einzige gerade Linie: wellenförmige Decken, Fenster, die an Schildkrötenpanzer erinnern, und ein Kamin, der in eine pilzförmige Nische eingelassen ist. Ich konnte mir gar nicht vorstellen, wie es sich wohl angefühlt haben muss, in so einem avantgardistischen Zuhause zu wohnen – erst recht zur damaligen Zeit. Bis heute wirken die Wohnräume unglaublich modern.

    Besucher in der organisch gestalteten Planta Noble der Casa Batlló
    Beeindruckend: Die fließenden Formen in der Planta Noble

    Der Pati Blau

    Der Lichthof gehört zu den absoluten Highlights des Hauses. Gaudí hat die Kacheln nach oben hin immer dunkler werden lassen – von zartem Himmelblau bis zu tiefem Kobalt –, damit sich das Licht im ganzen Haus gleichmäßig verteilt. Du fühlst dich hier wie bei einem Tauchgang! Übrigens: Der Pati Blau ist auch einer der schönsten Fotospots überhaupt. Wie du hier in Ruhe Fotos machen kannst, verrate ich dir weiter unten in den Tipps zu den einzelnen Casa-Batlló-Tickets.

    Blau gefliester Innenhof der Casa Batlló in Barcelona
    Gelungen: Das Farbspiel im Pati Blau

    Die Dachterrasse

    In der Casa Batlló wartet auf dem Dach das berühmteste Motiv des ganzen Hauses: der Drachenrücken mit seinen Schuppen, dazu bunte, mosaikbesetzte Schornsteine und der Blick über den Passeig de Gràcia. Wichtig zu wissen: Die Dachterrasse ist nicht in jeder Ticket-Kategorie enthalten – meine Empfehlung dazu findest du unten bei den Tickets.

    Familie besichtigt das Dach der Casa Batlló in Barcelona
    Das Dach der Casa Batlló ist ebenfalls begehbar

    Neu im Gaudí-Jahr 2026: Die zweite Etage

    2026 ist Gaudí-Jahr und Barcelona feiert das Erbe des Architekten anlässlich seines 100. Todestags. In der Casa Batlló wurde dazu in der zweiten, bislang nie öffentlich zugänglichen Etage des Gebäudes die „Casa Batlló Contemporary“ eröffnet, eine Galerie für zeitgenössische Kunst mit wechselnden Ausstellungen. Den Auftakt machte das Londoner Studio United Visual Artists, künftig sind zwei Ausstellungen pro Jahr geplant.

    Zwei Kinder bestaunen eine Spiegelinstallation im Gaudi Cube in der Casa Battló
    Refik Anadol hat die Installation im Gaudí Cube gestaltet

    Immersive Erlebnisse kann die Casa Batlló ohnehin: Nachdem das Haus sein komplettes Besuchserlebnis neu gedacht hatte, wurde es schon 2022 als Europas beste immersive Erfahrung ausgezeichnet – und baut diesen Anspruch seitdem konsequent aus. Der Abstieg ins Untergeschoss führt heute zum Beispiel über eine skulpturale Treppe des japanischen Architekten Kengo Kuma, und im Gaudí Cube – einem sechsseitigen LED-Raum – kannst du mit der Installation des Medienkünstlers Refik Anadol komplett in Gaudís Gedankenwelt eintauchen. Gaudís Erbe trifft hier auf digitale Kunst, und genau diese Mischung macht die Casa Batlló gerade zu einem der spannendsten Orte in Barcelona, wenn du dich für Gaudís Werk interessierst.

    Silhouette einer Person in der Installation von Refik Anadol im Gaudi Cube
    Im Gaudí Cube werden digitale Kunst und Gaudís Werk kombiniert

    Tickets für die Casa Batlló: Meine Empfehlungen

    Tickets bekommst du direkt auf der offiziellen Website der Casa Batlló. Dort bekommst du immer ein festes Zeitfenster, was ich super praktisch finde, denn so vermeidest du lästige Wartezeiten und kannst deinen Tag in Barcelona viel besser planen. Ein paar Tipps habe ich dennoch:

    Buche dein Ticket am besten schon bei der Reiseplanung. Die Casa Batlló ist wirklich gut besucht. Wenn du früh genug buchst, kannst du dir dein Wunsch-Zeitfenster und die besten Preise sichern.
    Nimm eine Ticketoption mit Zugang zur Dachterrasse. Es gibt verschiedene Ticket-Kategorien, die sich darin unterscheiden, wie viel vom Haus du siehst. Achte darauf, dass der Zugang zum Dach inklusive ist, denn der Drachenrücken gehört zu den größten Highlights des Hauses.
    Für Fotografen & Content Creator (und wenn du es ruhiger magst): Gegen einen kleinen Aufpreis bist du mit dem „Be the First“-Ticket um 8:30 Uhr mit einer kleineren Gruppe unter den Allerersten im Haus und erlebst die Räume im ruhigen Morgenlicht – perfekt für schöne Fotos.
    Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt – und zwar bei allen Ticket-Varianten.

    Paar mit Kopfhörern bewundert blaue Kacheln im Pati Blau der Casa Batlló

    Meine Tipps für den Besuch

    Sant Jordi in Barcelona: Wenn du es irgendwie einrichten kannst, dann plane deine Städtereise nach Barcelona gegen Ende April. Am 23. April feiert Katalonien nämlich den Namenstag seines Schutzpatrons Sant Jordi. Ganz Barcelona widmet sich dann den Themen Blumen und Bücher, und auch die Fassade der Casa Batlló wird rund um den Feiertag über und über mit Rosen geschmückt. Für mich sind die Feierlichkeiten zu Sant Jordi immer ein bisschen wie Gaudís Architektur selbst: ein Hoch auf das Schöne im Leben.

    Kombiniere gut: Die Casa Milà (auch La Pedrera genannt) liegt nur fünf Gehminuten entfernt auf der gleichen Straße. Und falls du die Sagrada Família noch nicht gesehen hast: Hier findest du meine Tipps für die Sagrada Família

    Noch mehr Reise-Inspiration für Barcelona & Spanien?
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    Dieser Beitrag wurde gesponsert von Casa Battló.
    Bildnachweis: Alle Fotos © Casa Batlló

  • Tarragona: Sehenswürdigkeiten & Tipps für die Hafenstadt in Katalonien

    Tarragona: Sehenswürdigkeiten & Tipps für die Hafenstadt in Katalonien

    Tarragona kann ich dir als Reiseziel in Katalonien sehr ans Herz legen: Die Stadt ist wirklich schön zu erkunden und strotzt nur so vor tollen Sehenswürdigkeiten. Ich zeige dir hier meine Tipps für Tarragona und erkläre, warum du unbedingt einen Abstecher hierhin machen solltest!

    Früher oder später wird dir in Tarragona ein weiterer Name für die Stadt begegnen: Tarraco. So hieß Tarragona nämlich in der Antike. Im 1. und 2. Jahrhundert war Tarragona (oder eben Tarraco) eine der wichtigsten römischen Städte auf der iberischen Halbinsel.

    Tarragona Sehenwürdigkeiten Römische Ausgrabungen

    Nach dem Untergang des römischen Reiches verschwand Tarragona aber in der Bedeutungslosigkeit. Viele der pompösen Bauten wurden danach im Laufe der Jahrhunderte einfach überbaut. Heute ist das Ensemble der Monumente aus der Römerzeit UNESCO-Weltkulturerbe und wird vom Museu d’Història de Tarragona verwaltet.

    Römische Ruinen in Tarragona mit Stadtpanorama und Hafen

    Diese Sehenswürdigkeiten in Tarragona solltest du dir ansehen:

    Circus

    Kaum zu glauben, wie groß der Circus im antiken Tarragona war! Auf einer Fläche von 325 Metern Länge und zwischen 100 und 115 Metern Breite fanden hier Wagenrennen statt, eines der größten Spektakel überhaupt! Heute kannst du dir vor allem die riesigen Gewölbe unterhalb des Circus ansehen, die eigentlich nur zur Stabilisierung der schweren Tribünen darüber dienten. Unglaublich, für welche Menschenmassen die Römer damals schon gebaut haben!

    Tarragona Sehenswürdigkeiten Circus Gewölbe

    Amphitheater

    Direkt am Meer gelegen fanden zu Zeiten der Römer im Amphitheater Gladiatorenkämpfe und blutige Hetzen mit wilden Tieren statt, die zur Belustigung der Zuschauer ihr Leben lassen mussten.

    Tarragona Sehenswürdigkeiten Amphitheater

    Torre del Pretori (Prätoriusturm)

    Vom Torre del Pretori hast du einen fantastischen Rundumblick auf Tarragona. Besonders der Blick auf das Amphittheater und die Altstadt mit der mittendrin thronenden Kathedrale sind wirklich sehenswert!

    Panoramablick auf Tarragona mit Kathedrale und Altstadt

    Tipp: Du kannst für jedes Monument einzeln ein Eintrittsticket kaufen. Allerdings gibt es auch ein Sammelticket, mit dem du schon ab der zweiten Location Geld sparst!

    Für kleines Geld kannst du auch an einer Walking Tour durch die römischen Stätten teilnehmen: Buche hier*

    Kathedrale von Tarragona

    Auf einer Anhöhe mitten in der Altstadt, zwischen Gebäuden gelegen, wirkt die Kathedrale von Tarragona fast schon klein und unscheinbar. Aber du solltest unbedingt mal einen Blick hineinwerfen! Das Hauptschiff und seine riesige Orgel sind schon sehr beeindruckend. Und im Inneren des Komplexes erwartet dich der romantische Kreuzgang. Eine wirkliche Oase!

    ➜ Tickets für die Kathedrale hier*

    Gotische Kathedrale mit Rosettenfenster und verziertem Portal
    Mittelalterlicher Klostergarten mit Brunnen und gotischen Arkaden

    Castellers: Die Menschentürme von Katalonien

    Auf dem Platz vor der Kathedrale von Tarragona findet sonntags oft auch eines der absoluten Highlights statt: Hier kannst du den verschiedenen Gruppen der Castellers zuschauen, wie sie in einer Kombination aus Teamwork und Akrobatik ihre schwindelerregenden Türme, die Castells, bauen. Alle zwei Jahre gibt es dann einen großen mehrtägigen Wettbewerb, in dem dann die beste Gruppe gekürt wird. Allein in Tarragona gibt es vier verschiedene Vereine, die diese Tradition mit viel Hingabe pflegen.

    Besonders beeindruckt hat mich, wie viel Zusammenhalt (im wahrsten Sinne des Wortes) für einen Turm nötig ist: Da kommen schon mal hunderte Castellers in einer genau ausgeklügelten Formation zusammen! Auch unter den Gruppen herrscht keine wirkliche Konkurrenz; man hilft sich sogar gegenseitig beim Umwickeln der ultralangen Bauchbinden, die für die nötige Stabilität im Lendenbereich sorgen.

    Achtung: Bei Regen bzw. feuchtem Boden fällt das ganze Spektakel aus Sicherheitsgründen aus.

    Katalanische Castellers bauen menschlichen Turm beim Festival
    Katalanische Castellers bilden menschlichen Turm vor historischer Kathedrale

    Mehr Tipps für die Gegend rund um Tarragona, die Costa Dorada und Katalonien findest du hier:
    Katalonien Tipps & Sehenswürdigkeiten

    Balcó del Mediterrani (Balkon zum Mittelmeer)

    Der Balkon zum Mittelmeer: So heißt die beliebte Strandpromenade in Tarragona! Und wirklich scheint die Promenade wie ein einziger riesiger Balkon: Etwas höhergelegen, hast du hier den perfekten Ausblick auf das Meer. Gerne wird hier flaniert, was die Locals auch “tocar ferro” (das Eisen berühren) nennen. Der Aberglaube besagt nämlich, dass das Berühren des Geländers des Balcó del Mediterrani Glück bringt!

    Meerblick durch rosa Oleander und Palmen an Mittelmeerküste

    Museu d‘art Moderna MAMT

    Interessierst du dich auch nur ein kleines bisschen für moderne Kunst, solltest du unbedingt einen Blick in das Museu d’Art Moderna de Tarragona (kurz “MAMT” genannt) werfen. Neben immer wieder wechselnden Ausstellungen kannst du hier den berühmten Tapis de Tarragona von Joan Miró sehen, hinter dem eine rührende Geschichte steckt.

    Großer bunter Wandteppich mit abstrakten Figuren im Museumsstil

    1966 hatte Mirós einzige Tochter bei Tarragona einen schweren Autounfall, konnte jedoch gerettet werden und wurde in einem Krankenhaus in Tarragona behandelt. Dankbar für den Einsatz aller Beteiligten spendete Miró 1970 dem Roten Kreuz von Tarragona sein Werk “Tapis de Tarragona”, das nun im MAMT zu sehen ist. Geknüpft wurde der Teppich von Josep Royo, mit dem Miró dann auch gemeinsam weitere Wandteppiche für besondere Locations anfertigte. Einer dieser Teppiche (und der größte) hing bis zu seiner Zerstörung am 11. September 2001 im World Trade Center in New York.

    Der Eintritt ins MAMT ist übrigens frei!

    Strände in Tarragona

    Hast du Lust auf Strand? In Tarragona ist das kein Problem! Auch wenn du dich mitten in einer Stadt befindest und ein Teil der Küste vom zugegeben etwas unschönen Hafen eingenommen wird, kannst du hier einen tollen Strandtag verbringen: Tarragona hat sogar einmal einen Preis für die natürlichsten Stadtstrände in Spanien gewonnen!

    Küstenstadt mit türkisblauem Meer und bewölktem Himmel

    Vom Torre del Pretori siehst du besonders gut die Platja Arrabassada und die Platja Savinosa. Obwohl Tarragonas Strände sehr nah an der Stadt gelegen sind, sind sie weitgehend naturbelassen. Du findest hier wirklich viel Grün und tolle Wanderwege in der Umgebung.

    Shopping in Tarragona

    Tarragona ist nicht so sehr eine Shopping-Destination wie Reus. Trotzdem findest du z.B. auf der Calle Major, die von der Kathedrale hinunterführt, einige hübsche Läden, in denen du auch typische Souvenirs wie Korbwaren oder Porzellan kaufen kannst.

    Enge Altstadtgasse mit Blick auf gotische Kathedrale in Tarragona

    Kleine Handtaschen aus Korbgeflecht liegen ja immer irgendwie im Trend und einen schönen Korb für zu Hause kann man immer gebrauchen. Und hier sind sie oft einfach günstiger als zu Hause!

    Größere Geschäfte befinden sich auf der Rambla Nova, einer großen Einkaufstraße, oder im Centre Comercial Parc Central.

    Geflochtene Strohtaschen in einem rustikalen Dekorationsgeschäft

    Essen & Trinken in Tarragona

    Die Altstadt von Tarragona mit ihren kleinen verwinkelten Gassen ist einfach zu romantisch! Hier findest du viele tolle Locations für ein gemütliches Glas Vino Tinto am Abend oder gleich für ein Abendessen. Aber beachte auch hier: Lass dir ruhig Zeit, denn der Abend fängt in Spanien viel später an! 🙂

    Belebte Altstadt-Treppe mit Passanten und historischen Gebäuden

    Schön draußen sitzen kannst du bis abends in einer der vielen Lokale auf der Plaça de la Font! Und auf der Terrasse der Pizzeria Pulvinar an der Calle Mayor hast du einen richtigen Top-Spot, um die Vibe Tarragonas zu genießen.

    Belebter Stadtplatz mit historischem Rathaus in Tarragona, Spanien

    Für regnerische Tage oder kühleres Wetter empfehle ich dir das Entrecopes. Hier kannst du in einem gemütlichen Kellergewölbe typisch katalanische Küche genießen!

    Übernachten in Tarragona

    Genau wie von Reus war ich auch von Tarragona schwer begeistert. Ich liebe Großstädte wie Barcelona, aber manchmal sind es dann doch die kleinen, auf den ersten Blick unscheinbaren Orte, bei denen es mir richtig Spaß macht, sie zu entdecken.

    Tarragona hat mir sehr gefallen. Die Lage direkt am Meer, die hübsche Altstadt und die historischen Stätten sind einfach unschlagbar. Dabei hat auch das Hotel sein Übriges getan: Morgens direkt vom zimmereigenen Balkon aus zu beobachten, wie die orange glühende Sonne langsam über dem türkisblauen Mittelmeer aufgeht, ist einfach einmalig.

    Frau hinter weißem Vorhang auf sonnigem Balkon

    Und dabei ist das H10 Imperial Tarraco eigentlich eines dieser Riesenhotels, die mich sonst ziemlich kalt lassen. Aber dieses Mal musste ich mich eines Besseren belehren lassen: Nicht nur die Aussicht ist beeindruckend, sondern auch der durchgängige Vibe des Hotels irgendwo zwischen coolem Miami-Style und warmem Tropenflair!

    Frau im Handtuch genießt Sonnenuntergang vom Hotelbalkon mit Meerblick
    Frau entspannt auf weißem Hotelbett mit dekorativer Wandverkleidung

    Auf dem Dach gibt es übrigens noch eine Rooftopbar mit Pool – und einer fantastischen Aussicht über das Meer!

    ➜ Hier kannst du eine Übernachtung im H10 Imperial Tarraco buchen

    Elegantes Hotelrestaurant mit Palmenblick durch große Panoramafenster

    Anreise / Tagesausflug nach Tarragona ab Barcelona

    Von Barcelona aus bist du mit dem Regionalexpress in nur einer Stunde in Tarragona! Die Stadt eignet sich daher perfekt für einen Tagesausflug, wenn du ohnehin gerade in Barcelona bist.

    ➜ Fahrpläne & Tickets für den Zug ab Barcelona

    Barcelona ist sowieso immer eine Reise wert. Von vielen deutschen Flughäfen gibt es gute und günstige Verbindungen nach Barcelona:

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    Luftaufnahme einer mediterranen Küstenstadt mit türkisblauem Meer

    Was du rund um Tarragona noch unternehmen kannst

    Tarragona liegt an der Costa Dorada. In der Nähe findest du viele kleine Küstenorte wie z.B. Cambrils, die besonders im Sommer sehr beliebt sind! Du kannst auch einen Ausflug in das schöne Reus, die Stadt des Modernisme, unternehmen. Oder du planst gleich einen kompletten Roadtrip durch Katalonien – es lohnt sich!

    ➜ Hier findest du günstige Mietwagen ab Barcelona*

    ➜ Hier findest du alle meine Tipps für einen Trip nach Katalonien

    Vielen Dank an Katalonien Tourismus für die Einladung!

  • Reus, Spanien: Sehenswürdigkeiten & Tipps für die Stadt des Modernisme

    Reus, Spanien: Sehenswürdigkeiten & Tipps für die Stadt des Modernisme

    Die Stadt Reus in Spanien ist ein richtiger Schatz! Hundert Kilometer von Barcelona entfernt, findest du hier einen Ort mit viel Geschichte, toller Architektur und genialen Spots für Foodies. Ich war jedenfalls sofort begeistert und habe Reus zu meinem ganz persönlichen Tipp für eine Städtereise in Spanien auserkoren!

    Reiterstatue auf dem Plaça del Mercadal in Reus, Spanien
    Die Plaça Prim im Zentrum von Reus dient auch oft als Treffpunkt

    Sehenswürdigkeiten in Reus

    Die Innenstadt von Reus wird dominiert von Bauten des Modernisme und dem Flair einer ehemals sehr reichen Handelsstadt. Außerdem ist Reus bis heute die absolute Shopping-Destination im Süden Kataloniens. Wenn du lauschige Gassen, Altbau-Architektur und kleine Boutiquen liebst, bist du hier genau richtig. Und obwohl Reus mit seinen 100.000 Einwohnern neben einer Stadt wie Barcelona wie ein Dorf wirkt, gibt es hier zahlreiche interessante Sehenswürdigkeiten.

    Suchst du noch mehr Inspiration für deine Reise?
    Hier findest du alle meine Tipps für Katalonien

    Plaça Prim

    An der Plaça Prim kannst du sehen, welche wichtige Rolle Reus einst als Handelszentrum in Katalonien gespielt hat. Die pompösen Arkaden entlang einer Seite verleihen dem Platz richtig herrschaftliches Flair! Benannt ist der Platz nach General Joan Prim i Prats, der in Reus geboren wurde und in seinem späteren Amt als spanischer Ministerpräsident im Jahr 1870 einem Attentat zum Opfer fiel.

    Reus Sehenswürdigkeiten Plaça Prim mit Teatre Fortuny

    Besonders lohnen soll sich hier ein Besuch im Teatre Fortuny, das von innen ebenso glanzvoll aussehen soll, wie ich mir sagen ließ. Führungen gibt es zwar nicht, aber vielleicht hast du ja Lust auf ein Konzert oder eine Operette?

    ➜ Spielplan des Teatre Fortuny

    Hand hält historisches Foto der Plaça Prim in Reus

    Leider sind nicht mehr alle Gebäude aus der Glanzzeit Reus’ am Anfang des letzten Jahrhunderts an der Plaça Prim erhalten. Dort, wo sich einst die höhere Gesellschaft im Gran Hotel de Londres traf, steht heute ein schmuckloser Bau aus den 70er-Jahren. Das ist zwar schade, trotzdem solltest du hier einmal die elegante Atmosphäre des Platzes auf dich wirken lassen.

    Wenn du ein Gefühl dafür bekommen willst, wie Reus früher hier aussah, dann lohnt sich ein Besuch bei Foto Niepce. In diesem 1926 gegründeten Fotogeschäft an der Plaça Prim findest du ein kleines Fotografiemuseum mit Stücken aus der Geschichte des traditionsreichen Familienbetriebes.

    Plaça del Mercadal

    DIe Plaça del Mercadal ist ein weiterer zentraler Punkt im Zentrum von Reus. Hier findest du das Rathaus, das Gaudí Centre und die opulente Casa Navàs.

    Blick auf die Plaça del Mercadal aus der Casa Navàs
    Von der Casa Navàs aus hast du den perfekten Blick auf die Plaça del Mercadal

    Wenn du eine kleine Pause einlegen willst, ist hier die perfekte Gelegenheit! Meine Café-Tipps:

    Roslena Modernes Café mit Self-Service und günstigen Snacks, gleichzeitig aber auch gut sortierter Zeitschriftenladen! Neben dem Gaudí Museum gelegen.

    Café de Reus Etwas abseits der Plaça del Mercadal gelegen, kann man es mit der roten Fassade aber kaum verfehlen. Tolle Location für Drinks & Tapas, abends gibt’s auch mal Live-Musik.

    Terrasse vom Café de Reus mit roter Fassade
    Sehr schmuckvoll: Die Fassade des Café de Reus

    Modernisme in Reus

    Sehenswerte Gebäude aus der Zeit des Modernisme in Reus sind die Casa Navàs, das Pere Mata Institut, die Casa Rull oder die Casa Gasull. Die meisten Bauten stammen von Lluís Domènech i Montaner, neben Gaudí ein weiterer berühmter Vertreter des Modernisme.

    Falls dich das Thema Architektur genauso interessiert wie mich, kannst du über die Touristeninformation in Reus eine spezielle Architekturführung buchen, die dich an und in viele Gebäude führt, die du ansonsten bestimmt nicht auf dem Schirm hättest!

    Oder du folgst auf eigene Faust der “Ruta del Modernisme”: 29 der knapp 80 Modernisme-Gebäude sind zu einem Rundgang zusammengefasst worden. Die Karte dazu bekommst du in der Touristeninformation an der Plaça del Mercadal.

    ➜ Die Ruta del Modernisme in Reus

    Was ist Modernisme?

    Der Architekturstil des Modernisme entstand in Katalonien zwischen 1885 und 1920. Ähnlich dem Jugendstil, der parallel in Deutschland entstand, ist der Modernisme geprägt von neuartig geschwungenen Linien und organischen Formen. Der Modernisme war aber nicht nur ein Baustil, sondern auch eine gesellschaftliche Bewegung, die sich über alle Bereiche des Lebens wie Kunst, Kultur und Politik erstreckte. Einer der bekanntesten Architekten dieser Epoche ist Antonio Gaudí.

    Casa Navàs

    Erbaut zwischen 1901-1907 ist die Casa Navàs eines der besten Beispiele für den Baustil des Modernisme. Der Kaufmann Joaquim Navàs lebte hier zusammen mit seiner Frau in den oberen Etagen, im Erdgeschoss befand sich bis 2018 das familieneigene Kaufhaus, das heute nach einem Eigentümerwechsel als Eventlocation dient. Die oberen Etagen sind noch mit dem Originalmobiliar bestückt. Die Casa Navàs kannst du im Rahmen einer Führung besuchen.

    Ich persönlich liebe ja den verspielten Stil des Modernisme, aber auch gleichzeitig den Vibe einer Epoche, in der sich so viel in der ganzen Welt bezüglich Kultur und Gesellschaft verändert hat. In Barcelona war ich immer ganz ergriffen vom Detailreichtum von Häusern wie etwa der Casa Milà, und ich kenne niemanden, der dort nicht von der Architektur fasziniert ist. In der Casa Navàs aber ist mir vor lauter Begeisterung die Kinnlade runtergeklappt. Die Hingabe, mit der hier das ganze Haus gestaltet wurde, ist in jedem Raum einfach zu spüren.

    Allein für die Casa Navás lohnt sich ein Trip nach Reus, wirklich! Schon im Treppenhaus wird dir klar, dass du hier ein ganz besonderes Haus betrittst. Mein Tipp: Frag nach einer Führung mit Ben – seine Liebe zum Haus ist absolut ansteckend und er ist ein Naturtalent als Museumsguide! Nachdem ich meine heruntergeklappte Kinnlade erst einmal wieder in den Griff bekommen hatte, bin ich aus dem Lachen nicht mehr herausgekommen, weil die Führung mit ihm so unterhaltsam war.

    Gaudí Centre

    Dem berühmtesten Sohn der Stadt, Antonio Gaudí, ist an der Plaça del Mercadal gleich ein ganzes Museum gewidmet. Obwohl Gaudí in Reus geboren wurde und hier seine gesamte Kindheit und Jugend verbrachte, bevor er nach Barcelona zog, gibt es in seiner Geburtsstadt kein einziges von ihm. Ganz im Gegensatz zu Barcelona, wo er mit Bauten wie der Sagrada Familia, der Casa Milà, der Casa Batlló oder dem Parc Güell das Erscheinungsbild der Stadt massgeblich geprägt hat.

    ➜ Zum Gaudí Centre

    Gaudì Centre Reus an der Plaça del Mercadal

    Reus & der Wermut

    Wenn du in Reus bist, solltest du unbedingt einen Wermut probieren. Der mit Kräutern und Zucker versetzte Weißwein ist das traditionelle Getränk der Stadt. Im 19. Jahrhundert brachten der Wermut und der Handel damit den Reichtum in die Stadt. Rund um Reus gibt es heute noch acht verschiedene Wermut-Hersteller.

    Holzfässer mit Wermut in Reus, Spanien

    Essen & Trinken in Reus

    Auch wenn du jetzt kein Wermut-Fan geworden bist (mit seinem kräuterigen Geschmack ist der nämlich nicht jedermanns Sache), empfehle ich dir Vermuts Rofes als Foodtipp in Reus. Einst wurde hier Vermut produziert, jetzt ist aus der ehemaligen Manufaktur ein atmosphärisches Restaurant geworden.

    Tipp: Durchgehen bis zum Innenhof! Hier kannst du typisch katalonische Gerichte an großen, rustikalen Tischen im Industrial Style probieren. Und dir auf Wunsch dazu ein Glas des hauseigenen Wermuts gönnen, denn Vermuts Rofes wird weiterhin hergestellt, nur eben an einem anderen, modernen Standort.

    Teller mit Miesmuscheln im Vermuts Rofes Reus

    Shopping in Reus

    Reus ist für die umliegende Region immer noch die erste Anlaufstelle wenn es um Shopping geht. In den schmalen Fußgängerzonen der Innenstadt findest du aber nicht nur die üblichen Verdächtigen wie Mango und Zara, sondern auch erstaunlich viele kleine Boutiquen und Geschäfte in Familienhand.

    Colmado Baró

    Bei Colmado Baró kannst du dich nicht nur mit Wermut, sondern auch mit vielen anderen typischen Leckereien eindecken. Immer noch familiengeführt, hat dieses Feinkostgeschäft einen ganz besonderen Charme. Die perfekte Gelegenheit zum kulinarischen Souvenir-Shopping!

    Käsetheke mit Schinken bei Colmado Baro in Reus, Spanien
    Alte Fliesen im Modernisme Stil

    El Barato

    Das stilisierte O hinter dem Namen El Barato erinnert noch an die Zeit der Militärdiktatur unter General Franco: Damals musste das traditionsreiche Stoffgeschäft seinen katalanischen Namen “Barat” ablegen und sich in die spanische Variante “El Barato” umbenennen. Damals wie heute decken sich Hobbyschneider, Designer, Künstler, Folkloregruppen und Karnevalsvereine hier mit den wildesten Stoffen ein – und verbringen wahrscheinlich ganze Tage zwischen den überbordenden Regalen, um sich durch die Stoffballen zu wühlen.

    Pailettenbänder auf Spulen in einer Kiste

    Willst du mehrere Tage in Reus verbringen?
    Hier findet du schöne kleine Boutiquehotels

    Anreise & Route: Tipps zur Planung

    Wie kommt man am besten nach Reus?

    Vielleicht wird dir Reus bekannt vorkommen: Reus hat nämlich einen Flughafen, der zumeist von Low-Cost-Carriern angeflogen wird. Beworben wird dieser gerne mal als Barcelona-Reus, obwohl Barcelonas eigentlicher Flughafen El Prat knapp hundert Kilometer entfernt ist. Die meisten Airlines fliegen Reus allerdings nur von Frühjahr bis Herbst an.

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    Am praktischsten ist daher ein Flug nach Barcelona. So kannst du beide Städte verbinden!

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    So kommst du von Barcelona nach Reus

    Von Barcelona aus kommst du am besten mit dem Regionalzug oder mit dem Bus nach Reus, falls du ohne eigenes Auto oder Mietwagen unterwegs bist. Die Strecke kann man auch gut an einem Tag hin- und zurückfahren. Reus eignet sich daher auch perfekt für einen Tagesausflug ab Barcelona!

    ➜ Hier kannst du den Fahrplan checken & Tickets für den Bus kaufen

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    ➜ Für mehr Flexibilität: Buche hier einen Mietwagen ab Barcelona*

    Was kann man sich noch in Katalonien ansehen?

    Wenn du mit dem eigenen Auto oder Mietwagen unterwegs bist, kann ich dir eine Tour durch das Hinterland Kataloniens sehr empfehlen. Bist du gerne in der Natur unterwegs oder gehst du gerne wandern, findest du hier tolle Möglichkeiten. Auch bis in die Pyrenäen ist es nicht weit, wo du im Winter Ski fahren kannst.

    Ansonsten verfügt Katalonien noch über beliebte Küstenorte. Die Costa Brava und die Costa Dorada sind gespickt mit schönen Stränden, z.B. um Cambrils. Oder du fährst einfach weiter Richtung Süden entlang der spanischen Küste. Im Norden von Katalonien schließt sich bereits schon Frankreich an, bis zum schönen Perpignan sind es von Barcelona nur 170 Kilometer.

    Rotes Fischerboot im spanischen Hafen mit weißen Häusern
    Reus ist nur acht Kilometer von der Costa Daurada entfernt

    Die gesamte Küstenregion ist auch gut mit dem Zug zu bereisen. Falls du länger Zeit hast und nicht selbst fahren möchtest, kannst du so einen tollen Trip durch Spanien und Frankreich planen.

    ➜ Checke hier Zugverbindungen der Renfe (spanische Bahngesellschaft)

    Mehr Tipps für Katalonien findest du hier:
    Katalonien Geheimtipps: Roadtrip durch das Hinterland
    Cambrils: Urlaub an der Costa Daurada
    Tarragona: Highlights in der Stadt der berühmten Castellers

    Hinweis: Diese Recherchereise wurde unterstützt von Katalonien Tourismus.

  • Cambrils: Urlaub an der Costa Dorada

    Cambrils: Urlaub an der Costa Dorada

    Cambrils liegt an der Costa Dorada (katalanisch: Costa Daurada) in der autonomen Region Katalonien in Nordostspanien und ist wie viele der kleinen Küstenorte dort bei Urlaubern sehr beliebt. Im Sommer locken hier flach abfallende Strände und Urlaubsfeeling, aber auch in der Nebensaison hat Cambrils seinen Reiz!

    Tipp: Günstige Hotels in Cambrils jetzt buchen!

    Der Hafen von Cambrils

    Das Zentrum des Ortes bildet der kleine Fischereihafen von Cambrils. Rund um die Uhr brechen hier Fischerboote auf und sorgen dafür, dass es in Restaurants und heimischen Küchen der Umgebung immer frischen Fisch gibt. Während morgens die Trawler mit ihren Schleppnetzen ausrücken, ziehen abends die Lichtfischer los.

    Kleiner mediterraner Hafen mit bunten Booten und Stadtgebäuden
    Verrostetes Seil mit Knoten auf grünem Fischernetz

    Jeden Tag gegen 17 Uhr laufen die Trawler mit ihrem Fang wieder in den Hafen ein, was nicht nur für die hungrigen Möwen ringsum ein Spektakel ist. Wer wirklich frischen Fisch sucht, ist hier genau richtig!

    Fischerboote im Hafen von Cambrils

    Überhaupt ist der kleine Hafen von Cambrils sehr idyllisch und ein Besuch lässt sich immer gut mit einem Spaziergang entlang der Promenade verbinden. Den Hafen selbst gibt es noch gar nicht so lang: An den Informationstafeln rundum kannst du auf Schwarzweißfotos sehen, wie die Fischer hier früher direkt am Strand in ihre Boote stiegen und losfuhren!

    Suchst du nach Inspirationen für die nächste Reise in den Süden?
    Klicke hier für alle Artikel über Katalonien und Spanien!

    Zwei Fische aus Metall, Teil der Skulptur "El Pla de les Serenes" in Cambrils.
    Die Statue "El Pla de les Serenes" an der Promenade von Cambrils zeigt zwei Meerjungfrauen.
    Die Skulptur „El Pla de les Serenes“ an der Promenade zeigt zwei Meerjungfrauen.

    Torre del Puerto

    Der Torre del Puerto ist ein alter Wachtturm direkt am Passeig Miramar, der Promenade von Cambrils. Im 17. Jahrhundert zur Verteidigung der Stadt gegen Piraten erbaut, beherbergt er heute einen Teil des Museo de Historia de Cambrils. Der ehemalige Wachtturm wird heute für Events oder temporäre Ausstellungen zur Geschichte Cambrils genutzt.

    Rund um den Torre del Puerto findest du auch viele Restaurants, wo du gemütlich draußen sitzen und das Flair des Fischerdorfes genießen kannst.

    Historischer Rundturm neben Restaurant Miramar in spanischer Küstenstadt

    Essen und Trinken in Cambrils

    Mediterranes Ambiente, warme Temperaturen und südeuropäische Gastlichkeit: In Cambrils findest du zahlreiche gute Restaurants, in denen du typische Spezialitäten probieren kannst. Hier findest du meine Tipps!

    El Pòsit

    Etwas abseits der Promenade findest du eines der traditionsreichsten Restaurants in Cambrils. Ursprünglich über 30 Jahre am Hafen von Cambrils gelegen und damit ein beliebter Anlaufpunkt für die Fischer zog das El Pòsit 2004 an die Plaça de Mossèn Joan Batalla in der Nähe der Fußgängerzone.

    Hier bekommst du traditionelle Gerichte mit Fisch und Meeresfrüchten in bester Qualität und zum guten Preis.

    Montags bis Freitag mittags geöffnet; Abendessen nur freitags und samstags.

    Rincón de Diego

    Gehobener geht es im Rincón de Diego zu, aber anders hätte ich es in einem Sternerestaurant nicht erwartet. Trotzdem hat das Gastronomische 6-Gänge-Menü meine Erwartungen mehr als übertroffen. Und wenn es im Pressetext heißt „der Küchenchef Diego Campos zaubert exquisite Speisen mit baskischen und mediterranen Einflüssen und zeigt eine außerordentliche Kreativität“ dann ist das untertrieben: Allein die Präsentation wurde mit jedem Gang immer faszinierender.

    Mit Weingläsern und Platztellern gedeckter Tisch im Restaurant Rincon de Diego in Cambrils
    Sterneküche im Rincón de Diego in Cambrils

    Das 6-Gänge-Menü kostet 60 Euro, mit Wein, Wasser und Kaffee 80 Euro. Absolute Empfehlung, wenn du einmal Sterneküche genießen möchtest!

    Reservierungen & aktuelles Menü im Rincón de Diego

    Auf goldenen Gabeln und Löffeln gesteckte Marshmallows und rote Schokolade in Lippenform als Dessert

    Events und Feste in Cambrils

    Cambrils gibt sich große Mühe, damit es Besuchern nicht langweilig wird: Das ganze Jahr über finden die verschiedensten Feste und Events im Ort statt. Wie überall in Südeuropa wird auch hier gerne gut gegessen, daher gibt es auch viele kulinarische Veranstaltungen. Besonders beliebt sind die “Jornades Gastronòmiques de la Galera i la Cuina Marinera”. Jeden Februar dreht sich dann alles in Cambrils um die Galera (deutsch: Fangschreckenkrebs), einer Hummerart, und deren Bedeutung für den Ort.

    Aber auch Weinliebhaber kommen nicht zu kurz: Im Oktober findet das Weinfest von Cambrils im Parc del Pescador statt.

    Weinfest in Cambrils am Abend
    Weinfest im Parc del Pescador

    Mal davon ab, dass die Location mitten im Park superlauschig ist, fand ich die gesamte Umsetzung des Events so nett: An einer der Buden am Eingang kauft man sich seine “Glups” und “Nyams”, die als Getränke- bzw. Essensbons dienen, und wer sein eigenes Glas vergessen hat (die muss nämlich jeder selbst mitbringen, schöner Umweltgedanke!) bekommt hier auch gegen Pfand ein kleines Umhängetäschchen mit einem Weinglas darin. Wirklich sehr toll gemacht. Zum späteren Abend gibt es auch Live-Musik!

    Mehr Infos zum Weinfest „Cambrils: Entrada al pais del vi“

    Mehrere Weinflaschen an Stand auf dem Weinfest in Cambrils
    In Katalonien findet man zahlreiche Weinregionen

    Übernachten in Cambrils

    In und um Cambrils gibt es viele Übernachtungsmöglichkeiten. Oft finden sich hier große Urlaubshotels, was ich persönlich in der Hauptsaison egal an welchem Ort nicht sehr ansprechend finde. In der Nebensaison kann man allerdings hier durchweg gute Schnäppchen machen, sogar Zimmer in Hotels der gehobeneren Kategorie kosten dann erheblich weniger als im Hochsommer. Gleichzeitig kann man dann den Komfort einer größeren Anlage mit Pool und riesigem Frühstücksbuffet genießen – das ist auch mal ganz angenehm. Ich habe zum Beispiel im Sol Port Cambrils übernachtet – zentral, gepflegt und sehr solide.

    ➜ Checke hier Preise & Verfügbarkeit für das Hotel Sol Port Cambrils

    Hier ein Hoteltipp, den mir eine Einheimische vor Ort gegeben hat: Wenn du gar nicht so auf Bettenburgen stehst, aber trotzdem das Urlaubsfeeling eines Resorts suchst, solltest du dir das Estival ElDorado Resort anschauen. Es liegt etwas außerhalb des Stadtkerns, dafür aber direkt am Strand. Die Anlage verfügt über viele Annehmlichkeiten wie z.B. mehreren Pools, einem großen Fitnesscenter, zahlreichen Restaurants und sogar einer Strandbar. Große Hotels in Hochhäusern wie z.B. auf der anderen Seite der Stadt in Richtung Salou sucht man hier aber vergebens. Würde ich mir für die Nebensaison merken!

    ➜ Checke hier Preise & Verfügbarkeit für das Estival ElDorado Resort*

    Strand in Cambrils
    Beliebt: Die Strände in und um Cambrils

    Hilfreiche Tipps für einen Urlaub in Cambrils

    Wann ist Saison in Cambrils?

    Die Urlaubssaison in Cambrils dauert von April bis Oktober. Juli und August sind dabei die Hochsaison. Aber wie in vielen Orten in Südeuropa ist hier selbst im Oktober das Klima noch mild. Wenn du dem Herbst in Deutschland entfliehen möchtest und ein paar Sonnenstrahlen am Meer genießen möchtest, bist du definitiv richtig. Im Januar sind viele Locations übrigens geschlossen, ansonsten ist aber auch außerhalb der Saison immer etwas Betrieb in Cambrils.

    Wie weit ist Cambrils von Barcelona entfernt?

    Cambrils ist ca. 120 Kilometer von Barcelona entfernt. Mit dem Auto oder Mietwagen (kannst du hier buchen*) dauert die Fahrt ca. anderthalb Stunden. Die gleiche Fahrzeit hast du aber auch mit dem Regionalzug, der von Barcelona aus die Küste entlang fährt und auch direkt in Cambrils hält. Oder du nimmst einen der Busse von BusPlana (klicke hier für Info)!

    Fischerboot im Hafen von Cambrils

    Vielen Dank an Katalonien Tourismus für die Einladung zu dieser Recherchereise!

  • Katalonien Geheimtipps: Roadtrip durchs Hinterland

    Katalonien Geheimtipps: Roadtrip durchs Hinterland

    Obwohl Katalonien mit Barcelona über einen richtigen Besuchermagneten verfügt, ist vor allem das Hinterland von den großen Touristenmassen der Hauptstadt eher verschont geblieben. Auf einem Roadtrip durch Katalonien kannst du daher noch richtig tolle Spots erkunden: Ich zeige dir hier ein paar meiner Katalonien Geheimtipps, die ich kürzlich entdeckt habe!

    Schöne Ausflüge für einen Katalonien Roadtrip

    Ob du von Barcelona aus startest oder ohnehin auf einem Roadtrip durch Spanien unterwegs bist: Diese Locations in Katalonien sind einen Abstecher wert!

    Historisches Steingebäude mit Arkaden und Bäumen im Sonnenlicht
    Nur einer von vielen Geheimtipps in Katalonien: Das Monestir de les Avellanes

    Congost de Mont-Rebei: Die schönste Schlucht Kataloniens

    Der Congost de Mont-Rebei ist die wohl bekannteste Schlucht Kataloniens und wird nicht ohne Grund von vielen der “Grand Canyon von Katalonien” genannt. Die Schlucht befindet sich in der Provinz Lleida und trennt Katalonien von der Nachbarregion Aragonien.

    Bei einer ziemlich abenteuerlichen Wanderung kannst du auf einem schmalen Trampelpfad die Schlucht (die im übrigens an der engsten Stelle nur zwanzig Meter breit ist) erkunden. Oder du wählst eine Kajaktour und entdeckst die faszinierende Tierwelt des Congost de Mont-Rebei vom Wasser aus.

    Fluss schlängelt sich durch grünes Bergtal mit Wäldern
    Natur pur: Wandern im Congost de Mont-Rebei

    Du bist hier in nahezu unberührter Natur, denn die Schlucht befindet sich in einem Naturschutzgebiet. Als wir mitten in der Schlucht waren, kreiste plötzlich ein Bartgeier über uns: Ein beeindruckendes Erlebnis! Wer sehr geduldig ist, kann zu Sonnenauf- und -untergang sogar Otter durch das Wasser flitzen sehen: Früher wurden sie hier wegen ihres Fells gejagt, mittlerweile aber hat sich die Population wieder etwas erholt. Otter sind allerdings sehr menschenscheu, daher bieten sich spezielle Aussichtspunkte, von denen man den Wasserlauf von oben beobachten kann.

    Fluss schlängelt sich durch bewaldete Bergschlucht mit Felsen

    Leider fiel bei meinem Besuch die Kajaktour aus, denn dieses Jahr war durch den sehr heißen Sommer das Flussbett ziemlich ausgetrocknet und eine Durchquerung mit dem Kajak unmöglich. Ich mag mir gar nicht ausmalen, wie wunderschön es hier sein mag, wenn noch viel mehr türkisblaues Wasser hier durch die Schlucht schiesst! Aber auch so war die Wanderung durch den Congost de Mont-Rebei ein echtes Naturerlebnis!

    Goldenes Getreidefeld mit grünen Bergen im Hintergrund

    Zum Glück bin ich nicht besonders höhenängstlich, die Hängebrücke, die es zwischendurch zu überqueren gilt, kann schon für die ein oder andere Panikattacke sorgen. Aber auch der ungesicherte Höhenweg durch die Schlucht ist nicht von schlechten Eltern: Neben dem schmalen Weg geht es nämlich geradewegs steil geschätzte hundert Meter in die Tiefe!

    Hängebrücke über felsige Schlucht inmitten grüner Natur

    Tipp: Hier brauchst du wirklich festes Schuhwerk mit Grip! Der Weg ist sehr uneben und ich war mehr als nur einmal dankbar für meine Trail-Running-Schuhe.

    Wanderer in enger Felsschlucht mit Fluss und Bergpfad

    Weinverkostung in Castell d’Encus

    Wußtest du, dass Katalonien die zweitgrößte Weinregion Spaniens ist? Außerdem wird hier der Großteil aller Cava-Sorten angebaut. Cava ist sozusagen die spanische Champagner-Variante, ähnlich geschützt und mittels Fläschengärung hergestellt.

    Weinberge in hügeliger Landschaft mit Bergen im Hintergrund

    Weingüter gibt es daher in Katalonien wie Sand an der Costa Brava – und nirgendwo lassen sich Weine besser probieren als in einer absoluten Weinregion. Zugegeben, eine echte Weinkennerin werde ich in diesem Leben wohl nicht mehr werden, aber ich trinke einfach gerne ein gutes Glas Wein. Außerdem ist der Weinanbau eine Welt für sich, und ich bin immer wieder fasziniert, mit welcher Hingabe und Begeisterung kleine Weingüter ihre Weine produzieren.

    Sehr interessant war daher auch mein Besuch bei Castell d’Encus in Talarn bei Lleida, einem der vielen neueren Weinbauprojekte in Katalonien. Schon im 12. Jahrhundert wurde Wein von den hier lebenden Mönchen angebaut, einst befand sich hier nämlich sogar ein kleines Dorf. Übrig sind aus dieser Zeit nur eine kleine Kapelle sowie ein paar Ruinen – und bis vor einigen Jahren das Projekt Castell d’Encus den Weinbau wiederbelebte, war hier einfach: nüscht.

    Heute wird seit 2001 hier auf einer Höhe von 850 bis 1250 Metern wieder Wein angebaut, möglichst ökologisch und nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, aber auch unter Zuhilfenahme uralter Traditionen der Mönche von einst: Die Trauben werden zum Teil auch in den großen Becken fermentiert, die damals zur Weinherstellung in die blanken Felsen gemeißelt wurden. Ziemlich verrückt, aber wie ich selbst bei einer Verkostung erfahren durfte, scheint es dem Wein nicht zu schaden 🙂

    Die Becken sowie die Ruinen können bei einem Rundgang besichtigt werden – und der Ausblick auf die Landschaft ringsum dabei ist einmalig. Führungen mit anschließender Weinverkostung finden von montags bis samstags statt.

    ➜ Anmeldung hier über die Website

    Falls du nach der Führung und der Verkostung hungrig bist, kann ich dir das “L’Era de Balust” im benachbarten Salàs de Pallars empfehlen. Die Küche würde ich als traditionell katalonische Hausmannskost beschreiben und das Ambiente in einem alten Hofgebäude ist einfach zu gemütlich. Unbedingt den Flam de ratafia probieren: Ratafia ist ein typisch katalanischer Kräuterlikör aus grünen Walnüssen und Kräutern und wird zum süßen Flan als Dessert serviert.

    Rustikale Restaurant-Terrasse mit Steinbogen und üppigen Pflanzen

    Tipp: Castell d’Encus liegt schon in den Vor-Pyrenäen bei Lleida. Von Barcelona aus bist du hierhin mit dem Auto gut zweieinhalb Stunden unterwegs – wenn du entspannt reisen willst oder eine schöne Unterkunft in der Nähe suchst, schaue dir am besten weiter unten im Artikel unter “Übernachten in Katalonien” das Monestir des Avellanes an!

    Bei der Olivenernte zuschauen & Olivenöl-Experte werden

    Wenn Wein nicht so dein Ding ist, du aber doch ein bisschen Landluft schnuppern willst, dann solltest du einer Olivenöl-Manufaktur wie Olicometes einen Besuch abstatten. Dort habe ich nämlich gelernt, dass Olivenöl genauso wie Wein die verrücktesten Aromen haben kann. Oder wusstest du, dass es Olivenöl-Connaisseure gibt, die aus Olivenöl sogar Banane oder Vanille herausschmecken?

    Die Geschichte hinter Olicometes aber ist noch viel inspirierender: Das Betreiberpaar Martin und Neus haben sich vor einigen Jahren ihren Traum erfüllt, eine Finca gekauft, ihre Jobs in Barcelona sausen lassen und sind jetzt Olivenbauern mit Leib und Seele. Jetzt kannst du sie hier auf ihrer Finca besuchen und ihnen bei der Olivenernte über die Schulter schauen. Oder du kannst einfach nur bei einem romantischen Frühstück oder Aperitif unter Olivenbäumen die Natur genießen und dabei bestes Olivenöl in demeter-Qualität probieren.

    Lächelndes Paar vor Holzgestell in Olivenhain
    Martin und Neus haben sich mit viel Herzblut ihre eigene Olivenoase geschaffen

    Das ganze Anwesen erstreckt sich übrigens über ein ganzes Tal, 27 Hektar zählen zu Olicometes. Möchtest du dir vor oder nach der Verkostung noch die Beine vertreten, bist du herzlich eingeladen: Für Besucher haben Martin und Neus extra einen kleinen Rundweg liebevoll ausgeschildert, der an Aussichtspunkten und mehreren Höhlen vorbei über die Finca führt.

    ➜ Für Besichtigungen, Ernte, Frühstück oder Aperitif hier anmelden.

    Cometes Olivenöl-Flaschen verschiedener Sorten im Holzregal

    Sterne zählen im Observatorium in Àger

    Der Gebirgszug der Serra del Montsec ist übrigens auch bekannt für seine perfekten astronomischen Bedingungen. An klaren Tagen hat man hier nachts eine traumhafte Aussicht auf einen klaren Sternenhimmel, der vollkommen frei von Lichtverschmutzung ist. Selbst mit bloßem Auge sind hier ganze Sternkonstellationen leicht zu erkennen. Besonders lohnt sich aber auch ein Besuch des Parc Astronòmic Montsec mit seiner Sternwarte und zugehöriger Ausstellung.

     Observatorium in Àger in Katalonien
    Muss man einfach live sehen: Den faszinierenden Sternenhimmel über dem Montsec einfangen ist gar nicht so einfach

    Tipp: Abends hin und auf jeden Fall die Filmvorführung mitnehmen! Der Inhalt ist interessant, viel beeindruckender aber ist das Finale: Der Moment, in dem sich die Kuppel öffnet und den Blick auf den Sternenhimmel freigibt, ist einfach magisch! Absoluter Gänsehautmoment!

    Planetarium mit Sternenhimmel-Kuppel und Panoramaleinwand bei Nacht
    Gänsehaut pur: Die Kuppel des Kinos im Parc Astronomic Montsec öffnet sich

    Mehr Tipps für Spanien findest du übrigens hier:
    Alle Artikel über Spanien

    Übernachten in Katalonien

    Ich mag ja Roadtrips mit dem Auto immer gerne, weil man unterwegs einfach sehr flexibel ist, was die Wahl der Unterkünfte angeht. Und man kann auch sehr einfach entlegenere Locations wie zum Beispiel das Monestir de les Avellanes ansteuern!

    Monestir de les Avellanes

    Ein wirklich besonderer Ort: Das unter Denkmalschutz stehende Monestir de las Avellanas ist tatsächlich ein ehemaliges Kloster und eine gute Wahl, wenn du Ruhe und Abgeschiedenheit liebst. Eingebettet in eine Landschaft, die ein bisschen an die Toskana erinnert, kannst du hier so richtig runterkommen und zu dir finden. Die Zimmer sind einfach eingerichtet, und alle Teile der Klosteranlage wie die stimmungsvolle Kappelle und der gepflegte Kreuzgang können von allen Gästen genutzt werden.

    Monestir de las Avellanas bei Lleida in Katalonien

    Im hoteleigenen Restaurant (das übrigens auch von Locals gerne an Wochenende und Feiertagen als Ausflugsrestaurant besucht wird) gibt es typisch katalonische Küche zum kleinen Preis: ein 5-Gänge-Menü kostet hier z.B. nur 30€. Als Weinbegleitung empfiehlt sich übrigens der hauseigene Wein, der rund um das Monestir de las Avellanas angebaut wird.

    ➜ Preise & Verfügbarkeit checken: Monestir de les Avellanes in Os de Balaguer

    Weinberg mit Zypressen in hügeliger Landschaft bei Sonnenuntergang

    Hotel Finca Prats Golf & Spa

    Möchtest du dir nach einem Outdoortag etwas gönnen? Dann ist vielleicht ein Wellnesswochende im Hotel Finca Prats Golf & Spa etwas für dich: Im Wellnessbereich mit Pool und Sauna kannst du nach Lust und Laune entspannen und dich abends im hoteleigenen Restaurant bei einem mehrgängigen Menü mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnen lassen.

    ➜ Preise & Verfügbarkeit checken: Hotel Finca Prats Golf & Spa in Lleida

    Infos zu Katalonien

    Ist Katalonien ein eigenes Land?

    Katalonien ist eine der 17 autonomen Gemeinschaften Spaniens, liegt im Nordosten des Landes und grenzt an Frankreich. Die Hauptstadt ist Barcelona.

    In den letzten Jahren wird allerdings immer wieder heftig über eine Unabhängigkeit Kataloniens von Spanien diskutiert – ein sehr heißes politisches Eisen, das seinen Ursprung in den geschichtlich immer wiederkehrenden kulturellen Konflikten hat.

    In vielen Bereichen hat Katalonien innerhalb Spaniens einen Sonderstatus; so verfügt Katalonien zum Beispiel über eine eigene Zivilpolizei, die “Mossos d’Esquadra”.

    Das ganze Thema ist stark emotional aufgeladen. Viele Katalanen, die noch unter dem Regime Francos, das 1975 endete, gelebt haben, erinnern sich noch gut, wie das Ausleben der katalanischen Kultur z.B. als gesprochene Sprache verboten war und hart bestraft wurde.

    Welche Sprache wird in Katalonien gesprochen?

    In vielen offiziellen Gelegenheiten wird Katalanisch der Vorrang gegeben, Spanisch ist aber ebenfalls Amtssprache. Ich würde behaupten, jeder Katalane ist fließend bilingual und kann problemlos nach Situation in die jeweilige Sprache wechseln. Von Nicht-Katalanen wird eigentlich nie erwartet, dass Katalanisch gesprochen wird.

    Katalanisch ist aber ebenfalls eine romanische Sprache und dem Spanischen sehr ähnlich. Verfügst du über Spanisch-Kenntnisse, wirst du bestimmt einiges verstehen; auch wenn es mit dem Sprechen hapert. Englisch wird besonders an weniger touristischen Orten wenig gesprochen, aber persönlich empfinde ich das nie als Must-Have auf einer Reise – das macht das Unterwegssein nur spannender.

    Katalonien Karte mit Route & allen Tipps

    Hier findest du eine Karte mit allen Locations aus dem Artikel. Diese Karte kannst du dir auch in dein Maps-Konto laden! So hast du alle Tipps immer zur Hand.

    Tipps für einen Roadtrip durch Katalonien

    Hast du jetzt richtig Lust auf einen Roadtrip durch Katalonien bekommen? Die erwähnten Locations sind Teil der Grand Tour durch Katalonien, die dich noch an viele andere interessante Spots der Region führt! Auf der Website findest du Routenvorschläge und Ausflugstipps für Touren mit dem eigenen Auto, Van oder Wohnmobil.

    Bist du ohne eigenes Auto unterwegs? Hole dir einfach am Flughafen Barcelona einen Mietwagen und düse von dort aus los ins Hinterland!

    ➜ Finde hier einen günstigen Mietwagen*

    Disclaimer: Diese Recherchereise wurde unterstützt von Katalonien Tourismus.

  • Barcelona: Tipps für die Sagrada Familia

    Barcelona: Tipps für die Sagrada Familia

    Ich bin die perfekte Touristin. Also, rein wirtschaftlich gesehen. Ich besuche die überfülltesten und schwachsinnigsten Touristenfallen. Solange sie nur unter den Top 10 der Must-See-Sehenswürdigkeiten sind. Koste es, was es wolle. An einen Ort fahren und die wichtigsten Spots auszulassen – wo kämen wir denn da hin? Ballonfahren in Mexiko? (War auch wirklich einmalig!) Für schlappe vierzig Dollar aufs Rockefeller Center in New York? (Traum. Bester Sonnenuntergang ever.) Egal. Man lebt ja nur einmal. Und wer weiß, wann man nochmal wiederkommt? So lasse ich mich immer wieder breitschlagen, selbst, wenn die Vernunft (oder die Geldbörse) sagt, es lohnt sich nicht.

    barcelona

    Dazu leide ich noch an akuter FOMO: Fear of missing out, der immerwährenden Angst, etwas zu verpassen. Im Reiseführer schlage ich immer als erstes die Top 10 Seiten auf, und dann wird mehr oder weniger so geplant, dass ich auch alles erwische. Ich will ja das Wichtigste gesehen haben.

    Barcelona als perfekter Citytrip?

    So war auch der Plan für Barcelona. Das ich eigentlich gut kenne, aber mein letzter Besuch ist schon so lange her, dass es eigentlich wieder Zeit für eine komplette Sightseeingrunde war. In meiner Erinnerung war Barcelona diese energetische Stadt voller Leichtigkeit, Sonnenschein, Lebensfreude und den besten Taschendieben Europas (ich erinnere mich noch zu gut an einen tränenreichen Besuch auf einem Polizeirevier, das vor lauter anderen Opfern aus allen Nähten platzte). Dazu ist Barcelona auch noch schnell für ein paar Tage zu erreichen und dabei relativ günstig. Dachte ich.

    Das bekannteste Wahrzeichen Barcelona (und Dauerbaustelle): Die Sagrada Familia

    Wie einen die eigene Erinnerung täuschen kann: Selbst im graukalten Januar ist Barcelona an den touristischen Highlights viel zu gut besucht, als dass Freude aufkommen könnte. Und das zu Preisen, die selbst mich als unerschütterlichen Touristenfallenreinfaller erschrecken. So gerne hätte ich nochmal die Sagrada Familia von innen gesehen, Gaudis ewige Baustelle (und hier in Berlin lachen alle über den Hauptstadtflughafen – schaut doch mal nach Barcelona, das ist ’ne Bauzeit mit über 130 Jahren!). Das Wahrzeichen der Stadt. Eine Kathedrale, anders als alles andere dagewesene. Ein architektonisches Gesamtkunstwerk. Der Plan: Einmal bei Sonnenuntergang auf einen der Türme hinauf und Barcelona im weichen Licht der Abendsonne sehen.

    barcelona

    Problem nur, wenn man nicht rechtzeitig sein Ticket für die begehrte Sonnenuntergangsphase kauft, nur noch die blödesten Uhrzeiten übrig sind – und dann am Ende doch nicht die Skrupel besitzt, 32 Euro für den Eintritt in eine Kirche hinzublättern, erst recht zu einer Uhrzeit, mit der man nichts anfangen kann. Ich meine: 32 Euro – Hallo? Ohne mich. Jawoll. Weil’s einfach mal reicht. Und man auch mal Nein sagen muss. Selbst wenn die Top 10 Liste dann unvollständig bleibt.

    Tipps für die Sagrada Familia

    • Unbedingt vorher online Tickets für die gewünschte Uhrzeit kaufen. Auch in der Nebensaison!
    • Gute Uhrzeiten sind morgens (soll weniger los sein) und nachmittags/abends während der Dämmerung. Das einfallende weiche Licht lässt den Innenraum strahlen und Fotografen freuen sich über die Megaaussicht auf Barcelona von den Türmen.
    • Beim Ticketkauf wird man gefragt, auf welchen der zwei geöffneten Türme man möchte!
    • Turm an der Geburtsfassade – Diese Seite der Kathedrale wurde noch zu Lebzeiten gaudís gestaltet. Und man kann die obere Brücke zwischen den Türmen betreten.
    • Turm an der Passionfassade – Dieser Turm ist höher und bietet einen unversperrten Blick auf die Stadt. Diese Seite der Kathedrale wurde erst nach Gaudís Tod gebaut. Größtenteils wird aber dieser Turm als der „bessere“ empfunden.
    • Wer nur in die Kathedrale möchte, kann sich auch ein Einzelticket ohne Turmaufstieg für 15 Euro kaufen.

    ➜ Tickets für die Sagrada Familia hier kaufen*

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