Kategorie: Städtereisen

  • New York: Sonnenaufgang auf der Brooklyn Bridge

    New York: Sonnenaufgang auf der Brooklyn Bridge

    Richtig früh aufstehen, pünktlich zum Sonnenaufgang auf der Brooklyn Bridge sein und dann die ultimative New-York-Hymne von Frank Sinatra oder wahlweise „Empire State of Mind“ von Alicia Keys auf den Ohren zu haben: das war der Plan. Für das absolut bombastische, ultimative New-York-Feeling.

    Von der Brooklyn Bridge hat man übrigens einen fantastischen Blick auf die Südspitze von Manhattan und man sieht die berühmtesten Wolkenkratzer New Yorks wie das Empire State Building oder das One World Trade Center. Für mich gehört die Aussicht neben dem Panorama vom Top of the Rock aus zu den schönsten in New York.

    Sonnenaufgang New York Brooklyn Bridge
    Die Brooklyn Bridge bei Sonnenaufgang: Eines der Highlights in New York!

    Sonnenaufgang New York: Von Brooklyn nach Manhattan

    Warum man auf der Brooklyn Bridge in New York keine Kopfhörer tragen darf, weiß ich auch nicht. Musik auf den Ohren lenkt wahrscheinlich zu sehr ab – der Fußgängerweg ist zu schmal für die ganzen Besucher- und Joggermassen, die täglich nach Sonnenaufgang die Brooklyn Bridge bevölkern. Und auf der Radwegseite schiessen Radfahrer nur so hin und her. Da kann Musik auf den Ohren so sehr ablenken, dass Zusammenstösse vorprogrammiert sind. Aber eigentlich hilft diese Vorschrift auch nicht viel – denn die wahre Ablenkung liefert die Aussicht von der Brooklyn Bridge selbst.

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    ➜ Stöbere durch meinen New York Blog

    Mit der Musik war’s dann wohl nix, zu viele Polizisten schwirrten um und auf der Brücke herum. Und da ich in den USA immer irritiert bin, was als schwerwiegendes Verbrechen gilt und was nicht, blieben die Kopfhörer in der Tasche. Beim Rückflug nicht erscheinen, weil man in New York gerade wegen eines Verstoßes gegen das Ohrstöpsel-Verbot auf der Brooklyn Bridge im Knast sitzt, ist in einem hochseriösen Unternehmen nur semi-lustig.

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    Die Aussicht von der Brooklyn Bridge auf Manhattan

    Aber wer braucht bei diesem Anblick auf die Skyline von Manhattan schon musikalische Untermalung? Mehr New York geht nicht. Erst die spektakulären, bekannten Brückenpfeiler an sich. Die atemberaubende Konstruktion aus Stahlseilen. Unter einem, auf der zweiten Etage der Brücke der donnernde Verkehr einer Millionenstadt. In der Ferne die Freiheitsstatue auf Ellis Island.

    Je näher man sich der anderen Seite der Brücke nähert, baut sich vor einem das allerbeste Manhattan-Panorama überhaupt auf. Mit dem One World Trade Center, dem Empire State Building, dem Chrysler Building und allem, was New York zu bieten hat. Bis einem vor lauter Ehrfurcht und Faszination fast das Herz stehenbleibt. Ach ja, und alles beleuchtet vom allerschönsten Sonnenaufgang ever.

    Brooklyn Bridge New York Sonnenaufgang New York
    Bei Sonnenaufgang hat man die Brooklyn Bridge noch für sich allein.

    Tipps für den Sonnenaufgang auf der Brooklyn Bridge in New York

    So einen Sonnenaufgang in New York zu erleben, ist ein Highlight jeder New York Reise. Ist man kürzlich erst aus Deutschland oder Europa angereist, macht einem der Jetlag das frühe Aufstehen leichter. Der Zeitunterschied zwischen Deutschland und New York beträgt sechs Stunden. Während 5 Uhr Ortszeit in New York früh klingt, ist es in Deutschland bereits 11 Uhr. Verbringt ihr also längere Zeit in New York, empfehle ich euch, Aktionen wie diese zum Sonnenaufgang in New York an den Anfang eurer Reise zu legen.

    Geschichte der Brooklyn Bridge

    Die Brooklyn Bridge wurde doch tatsächlich vor über 150 Jahren von einem Deutschen erbaut, überschattet von vielen Schwierigkeiten und tragischen Zwischenfällen – und ist ein Meisterstück der Ingenieurskunst der damaligen Zeit.

    Übernachten in Brooklyn: Der Budget-Tipp für New York

    Vielleicht übernachtet ihr auch wie ich in Brooklyn, dann ist das ein perfekter Beginn für einen Sightseeing-Tag in Manhattan. In Brooklyn findest du nämlich günstigere Unterkünfte als in Manhattan. Zudem ist Brooklyn in den letzten Jahren richtig hip geworden. Die Brooklyn Bridge endet im Süden Manhattans.

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    Von dort aus kannst du dir Sehenswürdigkeiten wie das One World Trade Center, die Wall Street oder den Battery Park anschauen. Du kannst aber auch in die U-Bahn steigen und andere Teile Manhattans erkunden. Die New Yorker Subway wird sowieso dein praktischster Helfer beim Sightseeing in New York sein. Das Netz ist sehr gut, einfach zu durchschauen und die beste Möglichkeit, sich in New York fortzubewegen.

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  • Tokio: Meiji-Schrein in Shibuya

    Tokio: Meiji-Schrein in Shibuya

    Mit dem Reisen ist das ja so eine Sache. Manchmal stellen sich einem Fragen, an die man vorher nie gedacht hat. In Tokio machte ich mich auf zum Meiji-Schrein, und da fing es auch schon an. Der Meiji-Schrein ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Tokio und liegt im Yoyogi Park.

    Zur Kirschblüte ist dieser Park einer der wichtigsten Anlaufstellen für Kirschblüten-Touristen. Alles ist in rosa Blüten getaucht und Japaner und Touristen drehen gleichsam ob so viel Natur durch. Ich hoffte, auch noch ein bisschen Kirschblütenhype mitzukriegen, aber leider hatte der starke Wind am Vorabend so ziemlich alle Reste der schwindenden Kirschblüte weggefegt.

    eingang zum meiji schrein in tokyo japan

    Religionen in Japan: Was ist Shinto?

    Egal, auf zum Schrein. Unvorbereitet, wie ich mal wieder war, wusste ich darüber: Nichts. Schrein? Musste wohl irgendwas Religiöses sein. Aber wie ist das eigentlich mit Religionen in Japan? Ich fühlte mich selten dämlich, weil ich überhaupt keine Ahnung hatte. Christlich geprägt waren Japaner nicht, und alles was in Richtung Asien ging, war für mich Kulturbanausen immer irgendwie Buddha und so. Nach Buddhismus sah das hier aber nicht aus.

    meiji schrein

    Ein Blick auf Wikipedia, Reiseführer und ein paar Hinweisschilder später wusste ich: Der Meiji-Schrein heißt so, weil er einem der letzten Kaiser, Kaiser Meiji, und seiner Frau gewidmet ist. Und: Nix mit Buddhismus, hier ist Shinto zu Hause. Shinto ist eine urjapanische Religion und Kulturphilosophie – und wenn ich ehrlich bin, selbst nach Besuch und langer Lektüre mir immer zu komplex, als dass ich echt verstanden hätte, worum es geht.

    ➜ Mehr Reiseberichte aus Japan findest du hier auf dem Blog!

    Shinto im Meiji-Schrein in Tokio

    Aber man muss ja unterwegs auch nicht alles verstehen – die neuen Eindrücke genießen und bestaunen ist mir schon mehr als genug. Zum Beispiel gilt es für Gläubige bei Betreten des Schrein-Areals ein bestimmtes Handwaschtritual zu absolvieren, wie gewohnt, japanisch-kompliziert und nach einer höchst festgelegten Abfolge.

    händewaschen im shinto schrein

    Auch das Gebet: speziell. Und wieder eine feste Reihenfolge: Anstellen. Beten. Münzwurf. Zwei Mal feste in die Hände klatschen (ja, klatschen!). Beten. Abgang. Japaner sind einfach in allem genau.

    gebetsritual im shinto schrein japan

    Wer mag, kann an einem Baum Holzbrettchen mit seinen persönlichen Wünschen aufhängen – kostet ein kleines bisschen, ist aber eine schöne Erinnerung. Und manche der anderen Bretter sind einfach nur rührend.

    holztafeln im meiji schrein in tokyo japan

    Heiraten im Shinto-Schrein

    Zur emotionaler Erinnerung on top gab’s dann noch diverse originale Shinto-Hochzeiten, die vor Ort stattfanden – und Bräute sowie Hochzeitsgäste sahen so kunstvoll schön aus, ich hätte mich am liebsten selbst sofort an Ort und Stelle in einen Kimono geworfen.

    Meiji Jing Gyoen – der japanische Garten

    Kommt man aus der Richtung Harajuku zum Meiji-Schrein, sollte man sich unbedingt noch den Meiji Jing Gyoen anschauen, eine separate Gartenanlage mitten im Park. Kostet 500 Yen Eintritt, aber dafür kann man wirklich spektakuläre Ruhe genießen. Kaum zu glauben, dass man sich mitten in einer riesigen Großstadt befindet.

    meiji jingu gyoen japanischer garten

    Die Sake-Fässer am Meiji-Schrein

    Ebenfalls nahe dem Eingang zum Garten steht eine riesige Wand aus Sake-Fässern – alles Spenden, die Glück bringen sollen. Und allen Besuchern ein 1A-Fotomotiv!

    Meiji Schrein
  • Shibuya, Tokio: Die berühmte Shibuya Kreuzung in Japan

    Shibuya, Tokio: Die berühmte Shibuya Kreuzung in Japan

    Im Stadtteil Shibuya in Tokio findet man eine der faszinierendsten Kreuzungen der Welt. Als ob in Tokio nicht schon alles andere faszinierend genug wäre. Überall blinkt und leuchtet es, die Japaner sind gleichermaßen verrückt nach Verrücktem und dann doch wieder bemüht, in der Masse nicht aufzufallen. Aber jeder denkt bei Tokio wohl an diese große Kreuzung in Shibuya, über die täglich Millionen Menschen gehen.

    Shibuya Kreuzung Tokio Japan Überqueren
    Jeder will ein Foto: Die Shibuya Kreuzung ist einfach faszinierend.

    Shibuya Kreuzung: Die wohl verrückteste Kreuzung der Welt

    Tokio hat ja kein richtiges Stadtzentrum. Trotzdem fühlt sich die berühmte Kreuzung vor dem Bahnhof Shibuya an wie das Epizentrum Tokios. Das denken auch viele andere Touristen und klettern auf Blumenkästen für die bessere Fotoperspektive oder versuchen, einen der Fensterplätze im Starbucks in der zweiten Etage eines Eckgebäudes zu ergattern, von denen man die perfekte Draufsicht auf die krasseste Kreuzung Tokios, wenn nicht sogar der Welt, hat. (Übrigens: das mit dem Fensterplatz im Starbucks kann man bei wenig Zeit knicken, versucht es erst gar nicht.)

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    shibuya krezung tokio japan
    Menschenmasse warten tagtäglich an der berühmten Shibuya Kreuzung.

    Bis zu 15.000 Menschen laufen pro Ampelphase über diese Kreuzung in Tokio

    Hört sich alles lächerlich an, aber ich bin auch ein paar Mal über die Kreuzung hin und her gelaufen. Weil Japaner einfach faszinierend sind. Wie choreografiert laufen alle bei grün los, zügig, aber nicht hektisch. Sogar diagonal, weil die Kreuzung eine sogenannte Alle-Gehen-Kreuzung mit Diagonalqueren ist. Trotz der Menschenmengen wird nicht geschubst, nicht gerempelt, nicht genervt. Alles fließt. Keiner der Autofahrer hupt oder drängelt. Und bei rot? Ist die komplette Straße schlagartig wieder frei von Fußgängern, und Autos schwirren sanft über die Kreuzung. Japaner sind halt einfach elegant.

    Mann mitten auf Kreuzung in Shibuya Tokio
    Stillhalten fürs Foto, während auf der Kreuzung in Shibuya das Leben tobt.

    Wo befindet sich die berühmte Kreuzung in Tokio?

    Die Kreuzung findest du zwischen der Westseite des Bahnhof Shibuya und dem Ende der ebenfalls sehr spannenden Einkaufsstraße Center-Gai. Diese Shoppingmeile gehört nebenbei zu den beliebtesten in Tokio!

    Menschen Kreuzung Japan Shibuya
    Trotz vieler Menschen kein Gedränge: Japaner bleiben höflich und rücksichtsvoll, auch auf der wohl größten Kreuzung der Welt in Shibuya, Tokio.

    Hachiko – der berühmteste Hund Japans

    Der Bahnhof Shibuya ist übrigens genauso gigantomanisch, hunderte Bahngleise auf mehreren Ebenen, ein wahres Labyrinth. Sollte man sich mal anschauen. So wie den Hund Hachiko, der als Bronzestatue über den Bahnhofsvorplatz wacht. Hachiko holte in den 30er Jahren sein Herrchen immer vom Bahnhof ab, bis dieser irgendwann starb. Hachiko kam aber trotzdem weiter täglich zum Bahnhof, und das über zehn Jahre lang. Wahre Hundeliebe eben.

    Meine Tipps für Shibuya

    Shopping in Shibuya

    In wohl allen Bereichen kommen die ausgeklügelsten Produkte aus Japan – ich habe mich zum Beispiel als großer Papierfan mit ungefähr zwanzig Kilo Schreibwaren eingedeckt. So schönes, hochwertiges Papier findet man sonst nirgendwo. Und ich habe ein ausgesprochen großes Faible für 100-Yen-Läden (100 Yen sind ca. 85 Cent) in Tokio entwickelt, die so ziemlich alles an Dingen führen, die man nicht braucht – aber für 100 Yen, und dann noch aus Japan, dann doch wieder unbedingt. Wahrscheinlich hätte ich tagelang in den Konsumtempeln Tokio versacken können, hätte da nicht meinen üblichen Auftrag gehabt: Tokio sehen. In 24 Stunden.

    Tokyu Hands – ein riesiges Kaufhaus, mehr für Einrichtungsgegenstände und Bastelkram, aber allein durch die Größe und das riesige Sortiment sehenswert!
    Daiso – einer dieser Krimkrams-Läden, in denen man immer etwas findet. Filialen gibt es auch in vielen anderen Stadtteilen Tokios. Die größte Filiale gibt es in Harajuku.
    Can Do – ebenfalls eine Krimskrams-Kette mit vielen japanischen Produkte zum kleinen Preis. Qualität auch hier oft besser, als man denkt!

    fröhliche junge Japanerinnen beim Shopping in Shibuya Tokio

    Nightlife in Shibuya

    Ein Tag in Tokio kann sehr anstregend sein! All die Eindrücke, die vielen Menschen, die vielen Farben – aber nachts ist Tokio ebenso sehenswert. Wer keine Kapazitäten hat, sich noch selbständig um das Abendprogramm zu kümmern, der kann sich einer organisierten Tour zum Bar-Hopping durch Shibuya anschließen:

    ➜ Bar Hopping durch Shibuya*

    Weitere Sehenswürdigkeiten in Shibuya:
    Ganz in der Nähe (15-20 Minuten zu Fuß oder eine Station weiter bis Harajuku Station) befindet sich der Yoyogi-Park mit dem Meiji-Schrein!
    ➜ Mehr zum Meiji-Schrein in Tokio

  • USA: Der Freedom Trail in Boston

    USA: Der Freedom Trail in Boston

    Hm. So ganz durchdacht habe ich das nicht, als ich mich für die Langstrecke gemeldet habe. Wettertechnisch gesehen. Ab meiner neuen Homebase gibt es gar nicht so viele Schönwetterziele, und die wenigen, die es gibt, wie z.B. Kapstadt oder Hongkong, sind auch bei anderen beliebt, sprich: wegrequestet. Also jagte die letzten Monate ein winterliches Ziel das nächste – und das mir, wo alles unter 20 Grad schon zu unangenehmen Temperaturen zählt und ich versuche, die meiste Zeit im Winter in der Sonne zu verbringen.

    boston im winter

    Ich landete also mal wieder im Schneechaos. Wortwörtlich. (Kurz nach unserem Abflug zurück versank die Region wieder so im Schnee, dass sogar der Flughafen schliessen musste – Glück gehabt.) Diesmal: Boston. Und Boston hat es mir echt schwer gemacht, denn bei andauerndem Schneefall und Minustemperaturen ist Sightseeing eine wirkliche Herausforderung. Zum Glück ist das Stadtzentrum ganz unamerikanisch sehr übersichtlich und alles ist fussläufig zu erreichen.

    Boston für Faule: Immer dem Freedom Trail nach

    emblem boston freedom trail

    Für ganz Faule hat sich Boston aber was Tolles ausgedacht: Den Boston Freedom Trail. Das ist ein markierter Weg durch die Stadt, der an allen wichtigen und geschichtsträchtigen Orten vorbeiführt. Dumm nur, wenn es so doll schneit, dass man unter der dicken Schneedecke die Markierung des Boston Freedom Trail nicht mehr sehen kann. Egal. Boston ist trotzdem schön – und noch ein Ort mehr, den ich gerne noch besser bei schönem Wetter kennenlernen würde.

    Boston Freedom Trail – die Highlights in der City

    Im Vergleich zu anderen amerikanischen Städten ist Boston als Wiege der USA einfach ur-ur-alt. Merkt man auch an der Architektur, an der Straßenführung, überhaupt. Alles wirkt ein wenig europäischer, geschichtsträchtiger und nicht so amerikanisch-riesig wie vielleicht anderswo. Der Freedom Trail führt dich an die sehenswertesten Orte – und das hier sind ein paar davon:

    The Frog Pond im Boston Common Park

    Manchmal ist es doch nicht schlecht, Destinationen im Winter kennenzulernen. Im Boston Common, dem zentralen Stadtpark in Boston, lässt sich nicht nur wunderbar im Schnee rumtoben – sondern auch Schlittschuhlaufen auf dem Frog Pond. Im übrigen startet bzw. endet im Boston Common auch der Boston Freedom Trail.

    der frog pond im boston common park usa

    Wer keine Lust auf Eislaufen hat – im Boston Common Park lässt sich (bei besserem Wetter 😉 ) super joggen, spazieren gehen oder einfach nur abhängen und entspannen. Und im Winter staunt man einfach nur über die Schneemassen.

    winter im boston common park
    boston

    Sehenswerte Architektur wie die Old City Hall

    Unterwegs auf dem Boston Freedom Trail kommt man an vielen markanten und wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbei – sich alle im Detail anzuschauen, war bei meinem kurzen Layover leider nicht drin. Aber immerhin – Schönes fürs Auge wie die Old City Hall in Boston gab’s dann halt im Vorbeigehen!

    boston old city hall

    Reiseinspirationen für die USA gesucht?
    Hier findest du alle Reiseberichte & Infos für deine USA-Reise

    Rund um die Faneuil Hall

    Die Faneuil Hall ist eines der ältesten Gebäude Bostons und dient als Marktplatz und Versammlungsort. Rund um die Faneuil Hall entstanden drei große Gebäude, die als Indoor-Markt genutzt werden (Faneuil Hall Marketplace) – und neben Geschäften prall gefüllt sind mit allerlei Essensständen voller köstlichster Leckereien. Bietet sich daher an für einen kleinen kulinarischen Zwischenstopp, wenn man auf dem Freedom Trail unterwegs ist.

    food court im quincy market boston

    Übrigens befindet sich im Quincy Market ein Nachbau des Cheers, der Bar aus der gleichnamigen Sitcom aus den 80ern – lang, lang ist’s her. Wusste ich bis dahin auch nicht: Die Fassade der Bar, die man immer im Vorspann sieht, steht tatsächlich im Bostoner Stadtteil Beacon Hill. In der Faneuil Hall kann man dafür im Originalnachbau des Serieninterieurs sitzen und sich mit Merchandise-Produkten eindecken. Wer’s braucht.

    Nach der Faneuil Hall geht’s auf dem Freedom Trail noch weiter bis zum Bunker Hill Monument und zur USS Constitution, einem Uralt-Kriegsschiff aus dem 18.Jahrhundert und dem ganzen Stolz Bostons. Blöd nur, wenn dann plötzlich wilder Schneeregen einsetzt – den Teil des Boston Freedom Trails muss ich dann wohl ’n anderes Mal abarbeiten. Aber Boston im Schnee – hat auch was:

    boston im winter

    Mehr Infos über den Boston Freedom Trail gibt’s auch hier:

    http://thefreedomtrail.org

  • Miami: Wynwood Walls & Street Art im Wynwood Art District

    Miami: Wynwood Walls & Street Art im Wynwood Art District

    Wynwood und seine Wynwood Walls in Miami standen ja schon lange auf meiner Wunschliste. Und das Positive an Nordamerika-Flügen ist, dass ich endlich mal richtig früh aufstehen kann. Sogar den Sonnenaufgang kann ich komplett beobachten, der bei einem Hotel direkt am Strand in Miami South Beach nochmal um Längen wirkungsvoller ist als sonstwo. Aber was ist in Miami eigentlich nicht schön? Schöne Menschen, schöne Strände, schönes Licht – alles schön. Und dann ist Miami noch voller Kunst und Street Art! So wie bei den Wynwood Walls.

    Hinweis:
    Bei meinem Besuch war der Eintritt zu den Wynwood Walls noch kostenlos. Das hat sich inzwischen geändert. Aktuelle Preise und Infos habe ich neu recherchiert; diese findest du weiter unten im Artikel.
    Hier kannst du dein Ticket im Voraus kaufen & sparst Wartezeit vor Ort

    Wynwood Walls: Der Street-Art-Hotspot in Wynwood, Miami

    Die Wynwood Walls findet man ein bisschen abgelegen vom Strandklimbim in Miami Beach – Überraschung! – Wynwood. Und eigentlich sind es nicht nur ein paar bemalte, bunte Wände, sondern ein in sich geschlossenes Open-Air-Museum mit angeschlossenen Galerien, einem Café und einem Shop. Früh kommen lohnt sich, bevor die Touristenhorden einfallen – besonders für denjenigen, der gerne ein Foto vor einer der Wände ohne hundert andere Statisten auf dem Bild hätte.

    Wynwood Walls Street Art Mural Turban

    Auch wer sich nicht so für Kunst interessiert, wird die Wynwood Walls lieben: Sie sind wie ein großer Spielplatz für Erwachsene. Alles bunt, groß, zum Anfassen. Im Park selbst kann man die Wände berühren, bestaunen, und einige Skulpturen sind so aufgestellt, dass man um sie herumlaufen und sie aus jedem Winkel fotografieren kann. (Hinaufklettern ist verboten.)

    Wynwood Walls Miami bunter Eingang Galerie
    In der großen Galerie der Wynwood Walls kann man seine Lieblingsbilder gleich kaufen.

    Und die Bilder sind allesamt so ausdrucksstark und farbenfroh, besonders in der strahlend-hellen Florida-Sonne, dass mein Jetlag auf der Stelle verschwunden ist. Die Wynwood Walls machen einfach gute Laune.

    Street Art zum Mitnehmen

    Wer noch das nötige Kleingeld in der Tasche hat, kann sich ein Stück Wynwood Walls mit einem der Bilder aus den parkeigenen Galerien mit nach Hause nehmen. Sollte dir das Budget fehlen, findest du im Shop aber auch Prints, Bücher und anderen Kleinkram für den kleinen Geldbeutel.

    Galerie in den Wynwood Walls Miami

    Übrigens: Auf meinem Blog findest du noch viel mehr spannende Reiseberichte aus den USA. Klicke hier!

    Wynwood Walls: Mitten im Wynwood Art District in Miami

    Überhaupt ist Wynwood DAS Kunstzentrum Miamis. Viele Galerien sind in der Nähe, und in den weitläufigen Strassen dieses ehemaligen Gewerbegebiets findet man immer wieder tolle Street-Art-Werke. Ein guter Startpunkt für deinen Spaziergang durch Wynwood ist die NW 2nd Avenue zwischen 23rd und 29th Street; von dort aus biegst du am besten in die Seitenstraßen ab und lässt dich durch das Viertel treiben.

    Mural in Wynwood, Miami

    In einschlägigen Shops findet man immer wieder Karten mit den besten Street-Art-Spots und den schönsten Werken, aber da sich das laufend ändert und immer neue, spannende Sachen dazukommen, läuft man am besten los und hält die Augen offen. Ich kam jedenfalls aus dem Staunen nicht heraus; so viel Tolles an Farben, Ideen, Inspiration – für Wynwood sollte man echt einen ganzen Tag einplanen. Ganz um die Ecke findest du dieses mittlerweile ziemlich bekannte Mural vom brasilianischen Künstler Kobra.

    Mural von Eduardo Kobra in Wynwood, Miami

    Wenn du wissen willst, welche Arbeit von wem stammt und warum sie genau dort platziert wurde, lohnt sich eine geführte Tour aber mehr als jede Karte.

    Touren durch den Wynwood Art District

    Buggy-Tour inkl. Eintritt in die Wynwood Walls Hier fährst du eine Stunden im offenen Buggy durch die Straßen von Wynwood & ein Guide erklärt dir die schönsten Murals. Top: Das Eintrittsticket in die Wynwood Walls ist im Tourpreis enthalten!
    Walking Tour durch den Art District Laufen ist dir lieber? Hier kannst du mit einem Guide zu Fuß Wynwoods beste Murals erkunden.
    Wynwood Foodie Tour Wynwood ist auch abseits der ganzen Kunst ein spannender Teil Miamis. Auf dieser Tour lernst du auch ein paar ausgewählte Foodie-Hotspots & neue Aromen kennen: ein super Mix aus Foodtrends und Street Art.

    Mann auf Leiter arbeitet an einem Street Art Mural in Wynwood, Miami

    Neue Preise & Infos: Die Wynwood Walls kosten inzwischen Eintritt

    Früher war ein Besuch der Wynwood Walls kostenlos. Mittlerweile wird Eintritt erhoben – mit den Erlösen werden die Künstlerhonorare sowie zur Anlage gehörende Wynwood Walls Foundation finanziert.

    Das sind in etwa die Preise:
    Erwachsene: ca. 12 USD
    Senioren ab 65: 10 USD
    Kinder und Jugendliche von 6 bis 17: 5 USD
    Kinder bis 5 Jahre: frei, brauchen aber trotzdem ein Ticket

    Tickets kannst du im voraus online erwerben und so Wartezeit vor Ort sparen:
    Kaufe hier dein Ticket für die Wynwood Walls

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    Die Öffnungszeiten haben sich ebenfalls geändert und sind jetzt viel kürzer:
    täglich 10.30-18.30 (letzter Einlass 18.00)

    Mural Frau mit schwarzer Katze in Wynwood, Miami

    Tipp: Wynwood Art Walk

    Solltest du zufälligerweise am 2. Samstag des Monats in Miami sein, würde ich den Besuch in Wynwood auf diesen Tag legen. Dann findet nämlich der Wynwood Art Walk statt, an dem nicht nur die Wynwood Walls, sondern auch viele weitere Galerien und Museen in der Gegend teilnehmen. Bis abends finden spezielle Events und Führungen statt; in den Straßen gibt es Street Food und Livemusik.

    Infos und aktuelle Termine des Wynwood Art Walks findest du hier

    [thj_promo slug=“wynwood-walls-kurse“]

  • Seoul: Tour zur Grenze nach Nordkorea

    Seoul: Tour zur Grenze nach Nordkorea

    Einmal nach Nordkorea reisen. Seitdem ich ein paar Dokumentationen über Nordkorea verschlungen habe, will ich dorthin. Gut, man kann darüber streiten, ob man ein doofes Regime mit Devisen unterstützen sollte, während sein Oberhaupt die Welt mit seinen Atomprojekten in Atem hält. Denn mit Reisen nach Nordkorea ist es wohl ein bisschen wie damals mit Ausflügen in die DDR. So wirklich hat nur der Staat was von dem hereingespülten Westgeld, und man selbst wird während der staatlich organisierten und überwachten Reise mit Propaganda überhäuft. Von Seoul aus ist es zur Grenze zu Nordkorea nicht weit, die demilitarisierte Zone (DMZ) an der Grenze liegt sozusagen um die Ecke.

    zaun mit bunten schleifen in der dmz südkorea

    Nordkorea Grenze: Die demilitarisierte Zone bei Seoul und ihre Sehenswürdigkeiten

    Von Seoul aus bieten einige wenige Anbieter Touren in die DMZ an. Selbst hinfahren ist eher schwierig – die DMZ ist ein mehrere Kilometer breiter Grenzstreifen vor der eigentlichen Grenze und militärisches Sperrgebiet. Von wegen demilitarisiert. Nur für Reisegruppen werden Ausnahmen gemacht. Mit allen Vor- und Nachteilen: An manchen Stopps des Ausfluges haben wir mehrfach angehalten, um andere Reisegruppen aufzugabeln oder abzusetzen oder beides. Ein paar „Highlights“ der Tour waren auch keine – zum Beispiel der Halt an einem Supermarkt mit angeblichen lokalen Produkten. Zwischen Oreos, Pringles und Kaugummis standen ein paar verstaubte Flaschen mit eingelegtem Ginseng. Super. Inklusive war auch ein 1a Tourguide, der jeden Satz geschlagene fünf Mal wiederholte und dabei nur die Satzstellung variierte. Muss man auch erstmal hinkriegen.

    Wie weit ist Seoul von der nordkoreanischen Grenze entfernt?

    Ein Besuch der Grenze zwischen Nord- und Südkorea ist von Seoul aus ganz leicht möglich. Die Entfernung von Seoul zur Grenze zu Nordkorea beträgt nur ca. 50 Kilometer. Ein Ausflug lässt sich also bequem an einem Tag in Seoul planen – und ist wirklich empfehlenswert, um ein Gefühl für die Geschichte Korea zu bekommen.

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    Imjingak Park

    Im Imjingak Park treffen sich seit jeher Exil-Nordkoreaner, um ihren zurückgebliebenen Verwandten zu gedenken. Irgendwann kam wohl Volksfeststimmung auf, und um die noch zu krönen, hat man mitten im Nichts einen Riesenparkplatz, eine kleine Dauerkirmes und paar Gedenk-Ecken eingerichtet. Besonders beeindruckend fand ich die viele bunten beschrifteten Schleifchen, die an den Maschendrahtzaun zum Sperrgebiet geknüpft waren. Ein Zeichen der Farbe und Hoffnung in dieser skurril-kargen Umgebung.

    Dora Observatory: Krieg durch Musik

    Musik schallt ohrenbetäubend laut aus Riesenlautsprechern über den Aussichtspunkt, in Richtung Grenze. Ich höre etwas von Frank Sinatra und dann wieder was mit „freedom“ im Liedtext. Hier wird nicht nur mit Waffen und Militär Stellung bezogen. Die Nordkoreaner machen das mit der Musik wohl ähnlich und irgendwie finde ich es skurril, dass sich zwei Länder mit Musikbeschallung bekriegen.

    Fernglas Grenze Nordkorea

    Vom Aussichtspunkt, dem Dora Observatory, sieht man die Grenze und zwei Vorzeigedörfer, eins von Nord- , eins von Südkorea, von denen das nordkoreanische laut unserem Tourguide nur aus Propagandazwecken aufgehübscht wird, leben tut in der Siedlung niemand. Auch das danebenliegende Gewerbegebiet, was ein erster Anfang der Zusammenarbeit zwischen Nord- und Südkorea sein sollte, liegt nun aufgrund der wiederaufkeimenden politischen Spannungen brach. Alles wirkt wie eine Geisterstadt – auch aus der Entfernung. Mich gruselt.

    Dorasan: Der Geisterbahnhof nach Nordkorea

    Gespenstisch geht es am nächsten Stopp weiter – ab dem Bahnhof Dorasan könnte man von südkoreanischem Boden aus direkt bis nach Pjöngjang durchfahren. Könnte. In Wirklichkeit liegt der nigelnagelneue Bahnhof mitten im Nichts brach. Fahrkarten gibt’s trotzdem zu kaufen, machen wir auch, denn so kommt man auf den verwaisten Bahnsteig. Und dann stehen wir da, auf dem leeren Bahnsteig, zwei Minuten, denn die Zeit drängt. Alles sehr merkwürdig.

    Für den Lacher des Tages sorgen aber die amerikanischen Mitreisenden. Drinnen gibt’s Stempel zur freien Benutzung, echten Ein- und Ausreisestempeln nachempfunden. Als Souvenir. Nicht ohne den Hinweis „Don’t stamp your passports!“… und alle stempelten sich den eigenen echten Reisepass mit den Fakestempeln voll. Trump wird begeistert sein.

    Geheime Tunnel unter der Grenze zwischen Nord- und Südkorea

    Im Laufe der Trennung zwischen Nord- und Südkorea wurden mehrere Tunnel auf südkoreanischer Seite entdeckt, die wohl Nordkorea gegraben hat, um entweder Truppen zur Invasion oder Agenten zu Infiltrationszwecken einzuschleusen. Muss man sich mal vorstellen! Kilometerlange Tunnel, gerade mal so hoch, dass ein schmaler Koreaner aufrecht durchpasst! Die Nordkoreaner sagen natürlich, das stimme alles gar nicht, die Tunnel haben die Südkoreaner doch selbst gegraben. Ganz schön verrückt. Fotos drinnen sind leider verboten, strengstes Grenzgebiet, da man im Tunnel wirklich sehr nach an die Demarkationslinie kommt. Aber bei 300 Meter Ab- und wieder Aufstieg bei 11 Prozent Steigung hat man eh andere Sorgen – nichts für Herzpatienten. Und auch nichts für extreme Klaustrophobiker, eine Viertelstunde lang durch einen engen Tunnel so tief in der Erde – muss man mögen.

    soldaten am dritten tunnel zu nordkorea

    Die Tour zur DMZ in Korea – lohnt es sich?

    Die gesamte Tour war sehr mit (natürlich süd-)koreanischer Propaganda gespickt, was zeitweise nerven konnte, obwohl die Verteilung der Rollen von Gut und Böse in diesem Fall ohnehin recht einleuchtend sind. Und zum Abschluss wurden wir noch butterfahrtmäßig durch einen Fabrikverkauf geschleppt, Einspruch war zwecklos. Keiner wollte, aber wenigstens durften wir uns aussuchen, ob man uns Ginseng oder Amethysten aufschwatzen sollte.

    grenze zu nordkorea

    Trotzdem: Wenn man schon mal in Seoul ist – definitiv ein guter Tagesausflug!

    Hier kannst Du eine Tour zur DMZ ab Seoul ganz ohne Kaffeefahrtcharakter buchen*

    ***

    Was man sonst noch so in Seoul erleben kann:
    6 Dinge, die Du in Seoul gesehen haben musst!
    Seoul: Eintritt frei im Gyeongbokgung Palast

    Wer mal auf die andere Seite der Grenze nach Nordkorea möchte, kann sich hier erste Eindrücke verschaffen:
    Blogbeitrag auf Movin‘ Groovin‘

  • Ein Tag in Washington DC: Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

    Ein Tag in Washington DC: Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

    Washington an einem Tag zu sehen war sowieso ein anspruchsvolles Vorhaben. Wie gut, dass so ziemlich alle wichtigen Washington Sehenswürdigkeiten an einem zentralen Punkt versammelt sind: An der Mall (nein, das ist keine Shopping Mall) befinden sich wichtige Regierungsgebäude und zahlreiche Museen der Smithsonian Institution wie das Museum of Natural History. Das Kapitol, das Weiße Haus oder das Washington Monument sind nur einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten hier.

    Tipps für Washington an einem Tag: Die besten Sehenswürdigkeiten

    Gerade jetzt in Washington zu sein, war spannend. Die Präsidentschaftswahlen waren gerade entschieden. Die Welt war noch in Schockstarre, während sich Comedians und Kabarettisten weltweit das Haar in goldene Wellen legten und sich die Hände rieben: Für die nächsten vier Jahre würde der Stoff für neue Programme nicht ausgehen.

    eisenhower building washington dc

    In meinem Beruf gerät man an Orte, an die man sonst oft nie gekommen wäre. Jedes Leg, jedes Layover ein Sprung ins kalte Wasser. Und Ereignisse der Zeitgeschichte wie in Washington DC nimmt man einfach im Vorbeigehen mit. Zum Beispiel, wenn man noch schlaftrunken und betäubt vom Frühdienst durch London läuft, sich noch kurz über die Menschen am Straßenrand wundert – und dann plötzlich die Queen winkend an einem vorbeifährt.

    Oder, wenn man nach Ankunft im Terminal auf allen Großbildleinwänden die eigene Landung aus allen Perspektiven gezeigt wird – weil man den örtlichen Fussballklub an Bord hatte, der gerade eine ziemlich wichtige Trophäe nach Hause geholt hat. Was die gesamte Stadt in einen karnevalsähnlichen Ausnahmezustand versetzt. (Mich von meinem Fast-Ruhezustand nach dem langen Tag aber nicht abhält.) Und so war ich in Washington DC zufällig gerade dann, als sich das ganze Land auf den neuen Präsidenten vorbereitete.

    #1 Das Weiße Haus

    Zum ersten Mal stand ich vorm Weißen Haus und dann noch in dieser unwirklichen Zeit. Während draußen schon Bauarbeiter die Tribünen für die Festivitäten zusammenzimmerten, wurden drinnen garantiert Kartons gepackt. Armer Obama. Umziehen ist echt doof. Erst recht, wenn man sich so gar nicht mit seinem Nachmieter versteht.

    Weißes Haus in Washington D.C. hinter schwarzem Eisenzaun

    Ich wünschte also den Obamas durch den Zaun in Gedanken alles Gute und fragte mich gleichzeitig, ob sie nicht vielleicht auch ein bißchen froh sind, wegzuziehen, denn das Weiße Haus sieht von außen irgendwie viel kleiner aus als ich mir vorgestellt hatte. Und gar nicht so pompös, wie es so einsam und verlassen auf einer grünen Wiese steht.

    #2 Das Washington Monument

    Überhaupt ist das so eine Sache mit der Architektur in Washington. Ich kam gerade aus Brasília, der Hauptstadt aus der Retorte, also hatte ich den perfekten Retortenhauptstadt-Architektur-Vergleich. Ziemlich ähnlich, die beiden Städte: Viel Raum, viel ungewöhnliche Architektur. Der Obelisk des Washington Monuments steht mitten auf der Mall auf einem leichten Hügel: Hier hat man den perfekten Blick auf das Kapitol und überhaupt auf die Mall. Und an sonnigen Tagen (und einem Weitwinkelobjektiv) kriegt man surreale Fotos wie diese hier.

    lincoln memorial washington dc

    Träumst du von einer USA Reise?
    ➜ Hier findest du Tipps & Berichte zu US-Städten!

    #3 Lincoln Memorial

    Washington als Zentrum der Macht? Ganz so beeindruckend, wie ich vorher vermutete, war es irgendwie doch nicht. Viel Möchtegern-Antike, viel freier Raum, viel Nichts. Orte, die man schon zig Mal im Fernsehen gesehen hat, das Kapitol, das Washington Monument, den überdimensionalen Lincoln Memorial Reflecting Pool, das Lincoln Memorial selbst. Ist ja oft so, dass es einen vor Ort dann nochmal richtig flasht, wenn man solche Plätze plötzlich live erlebt. Irgendwie blieb das leider in Washington aus – vielleicht muss man schon Amerikaner sein, um das richtige Hauptstadt-Welt-Feeling zu bekommen. Aber für ein schönes Foto hat es am Lincoln Memorial doch noch gereicht.

    lincoln memorial reflecting pool washington dc

    #4 Das Kapitol

    Das Kapitol, der Sitz des Kongresses der USA,  habe ich nur von weitem bewundern können (oben vom Washington Monument), für alles andere war die Zeit bei einem Tag doch zu knapp. Im Nachhinein hätte ich mir lieber ein bisschen mehr Zeit fürs Kapitol genommen und dort eine der Touren mitgemacht. Touren durch das Kapitol müssen vorher gebucht werden, bis zu 90 Tagen im voraus ist eine Buchung möglich.

    ➜ Kapitol besuchen

    kapitol washington dc
    Am Ende der Mall in Washington DC, nicht zu übersehen: Das Kapitol.

    #5 Smithsonian National Museum of Natural History

    Keine öffentliche Toilette weit und breit auf der elend langen Mall, der Prachtstraße quer durch Washington – gesäumt von dollen Institutionen und einigen der besten Museen der ganzen Welt. Aber ich musste dringend. Vielleicht in einem Museum? Eintritt frei, aha. Ziemlich ungewöhnlich. Hätte ich mich mal vorher besser informiert, wüsste ich jetzt, dass die meisten der staatlichen Museen in Washington umsonst sind. Und so landete ich im Smithsonian National Museum of Natural History – und was soll ich sagen? Spontan wieder was entdeckt! Die Qualität der Ausstellung, die Art, Informationen aufzubereiten – einmalig. Freiwillige Helfer schmusten mit Spinnen und Käfern; überall war jemand bei Fragen zur Stelle. Nicht nur für Kinder ein Erlebnis.

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    national museum of natural history washington dc
    Washington
    Ich verliebte mich in den Schmetterlingsgarten.
    butterfly garden smithsonian
    Trillionen von Schmetterlingen in Urwaldambiente – und das mitten in Washington.

    #6 The Mall

    Natürlich gibt’s in Washington, DC noch viel mehr zu entdecken – ein Spaziergang über die Mall deckt aber eigentlich schon mal die Basics wie das Weiße Haus, das Washington Monument und das Kapitol ab und gibt einen guten Überblick über das Zentrum der Macht der USA. Und man könnte in jedem einzelnen der Museen entlang der Mall stundenlang verbringen. Wenn man allerdings wenig Zeit hat, sucht man sich am besten ein oder zwei Museen je nach eigenen Interessen aus. In jedem Fall lohnt sich ein Besuch – allein schon, weil der Eintritt in alle Museen umsonst ist!

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    Bist Du auf den Geschmack gekommen? Dann lege doch einfach bei Deiner nächsten USA-Reise einen Zwischenstopp in Washington, DC ein.

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  • New York zur Weihnachtszeit

    New York zur Weihnachtszeit

    Kann man eigentlich von New York (besonders vor Weihnachten) NICHT geflasht sein? Diese Riesenstadt, voller Menschen, voller Gebäude, voller Geschichten. Jede einzelne Straßenecke kommt einem bekannt vor und ist es wahrscheinlich auch, weil sie garantiert in irgendeinem Film, irgendeiner Serie, irgendeiner Nachrichtensendung vorkam. Eine Stadt, so vertraut wie ungewohnt.

    Staunend lief ich vor Weihnachten durch die Straßenschluchten, immer den Kopf im Nacken, nach links und rechts guckend. Mitunter auch fassungslos, dass mich tatsächlich mein Job als Flugbegleiterin hierhin gebracht hat. Verrückt. Nach 16 Jahren Kurzstreckenfliegerei ist es immer noch surreal, wenn man nach Feierabend aus dem Flugzeug aussteigt und plötzlich den Fuss auf einen anderen Kontinent setzt.

    Das ultimative New York Feeling vor Weihnachten

    Ich will immer neue Orte kennenlernen. Nichts, wo ich schon war. Dazu sind die paar wenigen Monate, die ich ausnahmsweise Langstrecke statt Kurzstrecke fliege, zu kostbar. Ich will was sehen. Nur in New York, da war das egal. Privat war ich schon mal dort, kannte also Sehenswertes und nicht so Sehenswertes. Ich hatte auch nur 24 Stunden Zeit zum Schlafen, Essen und Sightseeing – immer ganz schön knapp, diese Ostküsten-Layover. Und es war Adventszeit, alles rief schon nach Weihnachten und ich wollte das ultimative Weihnachten-in-New-York-Feeling! Also streunte ich durch das über und über weihnachtlich dekorierte Manhattan rund um den Times Square und die Fifth Avenue.

    Lichtermeer am Times Square

    Werbetafeln über und über. Der Times Square ist ein einziger großer Werbespot und man selbst ist mittendrin. Überall leuchtet und blinkt es, und auch wenn es im Grunde nur wirklich penetrante Werbung ist: Faszinierend sind die Lichter der Großstadt trotzdem.

    new york

    Weihnachtsshopping auf der Fifth Avenue

    Die Fifth Avenue ist eigentlich nichts Besonderes, und dann wieder doch. Der neue heimliche Präsidentensitz – der Trump Tower, die größte Victoria’s Secret Filiale überhaupt, die historische St.Patrick’s Cathedral, bekannte Wolkenkratzer wie das Empire State Building undundund… Alles sammelt sich an der Fifth Avenue. Perfekt, wenn man so wie ich eigentlich keine Zeit hat. Am Central Park starten, dann einfach die Fifth Avenue runter und schon fühlt man sich wie im Film.

    fifth avenue new york public library

    Schlittschuh laufen im Rockefeller Center

    Im Rockefeller Center wollte ich eigentlich gerne eislaufen. Aber die Preise haben mich tatsächlich etwas abgeschreckt. Und meine wahrscheinlich nicht mehr vorhandenen Eislaufkünste aus Kindheitstagen. Aber: Nirgends war mehr Weihnachten als hier!

    schlittschuhlaufen im rockefeller center

    Flatiron Building

    Mein Lieblingswolkenkratzer, das Flatiron Building. Warum? Keine Ahnung. Wahrscheinlich, weil ich mich immer frage, wie die Räume aussehen, die ganz vorne in der engen Spitze sind. Ein Alptraum für Inneneinrichter.

    flatiron building new york

    Bald geht’s übrigens wieder nach New York und ich bin mal gespannt, wohin es mich dieses Mal verschlägt.

  • Winter in Montreal: Tipps für einen Tag in der kanadischen Metropole

    Winter in Montreal: Tipps für einen Tag in der kanadischen Metropole

    Irgendwie hatte ich mir bei Montreal und Kanada im Dezember gewaltige Schneemassen vorgestellt. Durch den Schnee stapfen bei minus 20 Grad. Nun ja. War ich in Teheran mitten im Wintereinbruch gelandet, schmolz in Montreal gerade der letzte Schnee wegen einer kleinen Wärmewelle. Also kein Canadian Winter Wonderland für mich. Schade eigentlich, so wäre das Weihnachtsshopping in Montreal noch etwas stimmungsvoller ausgefallen. Ein Gutes hatte das milde Winterwetter aber: So konnte ich ganz in Ruhe und ohne klirrende Kälte die Montreal Sehenswürdigkeiten erkunden.

    Die unterirdische Stadt in Kanada

    Trotzdem ist Montreal die perfekte Shoppingstadt, auch oder gerade im Winter. Die meisten Malls sind nämlich unterirdisch zu erreichen, fast die gesamte Innenstadt ist mit einem labyrinthartigen Untergrundsystem versehen. Montreal ist wie eine unterirdische Stadt. U-Bahn-Stationen, Bürogebäude, Einkaufszentren – alles ist durch Tunnel verbunden. Ganz schön praktisch, wenn es draußen mal wirklich kalt wird: man kann durch die komplette City laufen, ohne auch nur einmal den Fuss auf die Straße setzen zu müssen. Schon etwas unwirklich, wie das Leben sich unter Tage wie eine Parallelwelt anfühlt.

    Tipps & Sehenswürdigkeiten in Montreal

    Außer unterirdisches Shopping gibt’s auch ein paar andere schöne Sehenswürdigkeiten in Montreal – hier ein paar Tipps, unsortiert und ohne Anspruch auf Vollständigkeit, aber dafür selbst ausprobiert! 🙂

    Essen & Trinken in Montreal

    Irgendwie ist es wohl das französische Erbe: Cafés und Restaurants an jeder Ecke, eins gemütlicher als das andere. Wie zum Beispiel die Bar A Beurre oder das Café de Mercanti in der Altstadt von Montreal. Guter Kaffee und viel Süßkram, wie zum Beispiel die gefüllten Butterballen in allen Farb- und Geschmacksvariationen.

    Café de Mercanti
    350 Notre Dame Est.
    Old Port Montreal, QC H2Y1C7
    Website

    Gleich nebenan:
    Bar A Beurre
    Website

    Marché Bonsecours

    Auf der Suche nach ein paar Souvenirs? Gibt’s im Marché Bonsecours, einer überdachten Markthalle. Dort befinden sich jede Menge kleine Kunsthandwerksläden mit ausgefallenen Montreal- und Kanada-Souvenirs. Nicht günstig, aber schön. Ich habe mir einen indianischen Traumfänger mitgebracht.

     Montreal Sehenswürdigkeiten Marche Bonsecours

    Quai de l’Horloge

    Am alten Hafen von Montreal (Vieux-Port de Montréal) gibt es am Ende des Quai d’horloge einen klitzekleinen Stadtstrand mit rustikalem Hafenambiente. War natürlich ausgestorben, aber definitiv vorgemerkt für sonnigere Tage. (Sollte ich nochmal das Glück haben, in ein paar Monaten wiederzukommen.) Und wenn das Wetter nicht mitspielt: Im Vieux-Port gibt es noch ein tolles Spa, das Bota Bota – das hätte ich so gerne auch noch ausprobiert, aber der Pick-Up rief mal wieder. Nächstes Mal.

     Montreal Sehenswürdigkeiten Strand Quai de l'horloge
    Montreal Sehenswürdigkeitentour de l horloge montreal
    old port bahnübergang montreal
    Montreal Sehenswürdigkeiten Vieux Port
    Montreal Sehenswürdigkeiten Old Port
    bahnschienen vieux port Montreal Sehenswürdigkeiten
    Montreal Sehenswürdigkeiten Eichhörnchen mit Nuss

    Basilika Notre-Dame de Montréal

    Montreal ist bekannt für seine vielen Kirchen. Darunter gibt es ein paar wirklich herausragend schöne wie das St.-Josephs-Oratorium auf dem Mont Royal. Oder die Basilika Notre-Dame de Montréal (siehe Fotos). Auch für nicht Kirchengänger sehenswert.

    Basilika Notre Dame Montreal Sehenswürdigkeiten
     Montreal Sehenswürdigkeiten Basilika Notre Dame

    Übernachten in Montreal

    Ich habe im Delta Hotel by Marriott übernachtet. Sehr gut, aber auch sehr gediegen. Die Lage aber war zum Erkunden der Stadt perfekt! Wer nicht ganz so viel investieren will: Ganz in der Nähe gibt es das Zero 1, etwas günstiger, dafür moderner und ebenso komfortabel.

    Hier findest du noch mehr über Kanada

  • Kapstadt an einem Tag

    Kapstadt an einem Tag

    Wenn man sich schon gleich nach der Ankunft die wildesten Sachen ausdenkt, wie man am besten dem drohenden Pick-Up am übernächsten Tag entgehen kann – dann muss es wahre Layoverliebe sein. Ach, Kapstadt. Kapstadt ist wunderbar. 

    cape town headshot

    Die traurige Erkenntnis kommt schnell. Kapstadt in 24 Stunden: Geht nicht. Aber das Leben ist nun mal kein Ponyhof, kein Wunschkonzert und geschenkt wird einem eh nüscht. Egal, besser 24 Stunden als gar nichts.

    sun lions head

    Kapstadt und was man sehen muss

    Der Tafelberg ist DAS Wahrzeichen Kapstadts. Unübersehbar thront er über der Stadt, die sich unterwürfig auf dem Streifen zwischen tosendem offenem Meer und hohen Bergen angesiedelt hat, im Einklang mit den alles bestimmenden Naturgewalten. Natur – das ist wohl auch eine der Attraktionen Kapstadts, denn obwohl die Stadt mit ihren drei Millionen Einwohnern gar nicht mal so klein ist, spielt die Natur hier immer noch die größte Hauptrolle.

    table mountain sign

    Tafelberg – ja oder nein?

    Das mit den Naturgewalten ist in Kapstadt echt nicht zu unterschätzen. Und obwohl ein Aufstieg zum Tafelberg Pflichtprogramm ist (die Sportlichen wandern, Faule wie ich nehmen die Seilbahn), sollte man vorher checken, ob der Tafelberg überhaupt geöffnet hat. Denn bei starkem Wind und unwirtlichem Wetter macht die Seilbahn einfach dicht und Wandern macht dann garantiert auch keinen Spaß mehr.

    Also: Hat der Tafelberg geöffnet, ist ein halber Tag schon mal verplant – ansonsten kann man zum Ersatzprogramm übergehen. Und das zu finden, ist in Kapstadt nicht schwer.

    Tolle Aussichten auf Tafelberg und Lion’s Head hat man übrigens auch vom Signal Hill:

    table mountain lions head

    Hop on – Hop off – Hop on in Kapstadt

    Ich finde ja, dass Hop-On-Hop-Off-Touren nicht in jeder Stadt funktionieren. Manchmal ist man mit Reiseführern und ’nem Tagesticket für die Öffentlichen besser beraten – oder die Tickets sind einfach so unverschämt teuer (wie z.B. in Hongkong), dass ich plötzlich zum Geizlappen mutiere.

    Kapstadt gehört allerdings nicht zu diesen Orten, die Preise sind sehr moderat und das Hop-On-Hop-Off-Netz so ausgeklügelt, dass man es durchaus mehrere Tage in Anspruch nehmen könnte. Außerdem war’s einfach wunderbar, auf einem verwaisten Cabrio-Upper-Deck bei steifer Brise die Küste entlang zu cruisen und fasziniert auf soviel Landschaftsschönheit zu starren!

    Victoria & Albert Waterfront

    waterfront bay

    Ein bisschen Hafenromatik, Shoppingerlebnis, Kaffeehauskultur, Kirmesstimmung, Open-Air-Musik und viel Sonnenschein. All das unter dem schönsten Bergpanorama: Die ausgebaute Waterfront fügt sich so nahtlos in die Umgebung ein wie nur wenige Neubau-Vergnügungsviertel. Rumlaufen, treiben lassen und musikalisch in Südafrika-Stimmung kommen. Muss man einfach so sagen: Der Afrikaner an sich hat den Rhythmus im Blut. Sowas von.

    vovotelo

    Vovo Telo Bakery & Café
    V&A Waterfront
    Vovotelo auf Facebook

    Kirstenbosch Botanical Gardens

    Der Reiseführer sagt: Eine der schönsten Parks der Welt. Gut, mit Parks kenne ich mich nicht besonders aus. Und der vor meiner Haustür in Berlin taucht in Reiseführern höchstens als der größte Drogenumschlagsplatz in Deutschland auf.

    kirstenbosch table mountain

    Kirstenbosch ist da dann wirklich anders. Eine Symbiose aus perfekt gepflegtem englischen Garten, tropischer Oase und botanischer Erlebniswelt. Und vom Baumwipfelpfad gibt’s ein atemberaubendes Panorama on top! Hier lässt sich wunderbar abschalten und die Zeit vergessen – für die, die aber keine haben: Aussicht geniessen und weiter!

    Camps Bay – Kapstadt’s hipper Stadtstrand

    Strand. Sonne. Meer. Der Tafelberg. Ein paar Cafés. Und man möchte für immer bleiben. In eine der Strandbars setzen, Cocktails trinken, und es nicht fassen können, dass der Atlantische Ozean so unfassbar türkisblau leuchten kann.

    camps bay view
    sun camps bay

    Café Caprice
    Camps Bay, Cape Town

    Bokaap – die bunten Häuser von Kapstadt

    Was ein bisschen Farbe so alles bewirken kann. In Bokaap, einem alten muslimischen Stadtteil Kapstadts, ist jedes Haus in einer anderen Knallfarbe gestrichen. Instagram-Motive an jeder Ecke – die Farben sind faszinierend. Ob die Nachbarn sich immer absprechen, wenn die Fassade neu gestrichen wird?

    bokaap houses green yellow
  • 6 verrückte Seoul Sehenswürdigkeiten: Das musst du gesehen haben!

    6 verrückte Seoul Sehenswürdigkeiten: Das musst du gesehen haben!

    Seoul ist wirklich ein besonderes Reiseziel: Am anderen Ende der Welt und in vielem gleich und doch anders als in Europa. Eigentlich weiß man gar nicht, wo man anfangen soll mit Gucken und Staunen. Und für diejenigen, die ebenso fasziniert wie irritiert sind, habe ich aus Seoul eine kleine persönliche Liste von Dingen mitgebracht, die man echt mal live und Farbe gesehen haben sollte. Meine ganz persönliche Liste der Top Seoul Sehenswürdigkeiten findest du in diesem Artikel.

    #1 Seoul Sehenswürdigkeiten: N Seoul Tower / Namsan Tower

    Der N Seoul Tower liegt auf der Spitze des höchsten Berges in Seoul, dem Berg Namsan. Das macht die Aussicht vom Turm nochmal faszinierender, an klaren Tagen hat man einen unvergleichlichen Blick über die gesamte Stadt.

    Seoul Sehenswürdigkeiten Aussicht vom Berg Namsan

    Rauf zum Turm geht es zunächst mit einem Aufzug, dann mit einer Seilbahn. Sportliche wandern ca. eine Stunde hoch. Der Bereich um den Turm herum ist Naherholungsgebiet mit schön angelegten Gärten, einigen Cafés und Shops und wechselndem Kulturprogramm.

    Und der N Seoul Tower scheint der Wallfahrtsort aller frisch Verliebten zu sein; Geländer und Zäune rund um den Turm sind über und über mit Liebesschlössern behangen und ergeben einen faszinierenden bunten Schlösserteppich. Wahnsinn. 98% der Weltproduktion an Hängeschlössern landen wohl in der Nähe des N Seoul Tower.

    Liebesschlösser am Namsan Tower, Seoul
    Das Geländer ist nicht mehr zu erkennen: Dekoriert von Tausenden von Liebesschlössern.

    #2 Gwangjang Markt – Seoul’s bekannter Streetfood Markt

    Nichts für schwache Mägen. Hauptsächlich ein Markt für Stoffe, gibt es hier auch eine kleine, aber wirkungsvolle Streetfood-Ecke, die auch den härtesten Magen auf die Probe stellt. Von Hundefleischsuppe über Schweinefüße und -schnäuzchen, von schlachtbereiten lebenden Tintenfischen bis hinzu undefinierbaren Blutwürsten gibt es alles, was man für ein Training für das nächste Dschungelcamp so braucht. Mir persönlich hat es bei den lebenden Seewürmern den Magen umgedreht, Meerestier ohne Augen in Gedärmeoptik – das ist nix für mich, noch nicht mal zum Anschauen.

    Ansonsten gibt es aber auch wesentlich verträglichere Gerichte, Sojapuffer aus frisch gemahlenen Sojabohnen (sehr lecker!) oder frisch gerollte Nudeln in Brühe.

    #3 Top Sehenswürdigkeiten in Seoul: Die exotischen Paläste

    Seoul besitzt einige Paläste aus Zeiten der Joseon-Dynastie – davon unbedingt einen ansehen. Der größte ist der Gyeongbokgung Palast.

    Gyeongbokgung Palast, Seoul Sehenswürdigekeiten, Korea

    #4 Skurrile Themen-Cafés

    Die Koreaner scheinen Cafés zu lieben. (Achtung: Zeit mitbringen, meist ist der Service eher gemütlich.) Und skurrile Cafés im besonderen. Wie das Schaf-Café Thanks Nature.

    Die beiden zum Café gehörigen Schafe sollen entfremdete Großstädter wohl der Natur wieder näher bringen. Ob die Art der Haltung tierlieb und naturgetreu genug ist, so auf nacktem Beton in einem dunklen Beton, sei mal dahingestellt.

    Oder das Poop Café in Insadong. Hier steht alles im Zeichen der Häufchen. Kack-Häufchen. Kack-Häufchen als Kissen, als Notizzettel oder als Tischdekoration. Suppen werden in kleinen Kloschüsseln serviert. Lecker.

    Mehr Reiseberichte aus dem spannenden Südkorea

    #5 Seoul öffentliche Verkehrsmittel: U-Bahn-Fahren

    Zugegeben, die Berliner U-Bahn ist kein Maßstab. Aber in jeder U-Bahn in Seoul ist es so viel sauberer als zu Hause in meiner geliebt-verhassten U7. Böden so spiegelglatt, dass man davon essen könnte. Und selbst in der Rush Hour sind alle ruhig und diszipliniert, kein Gedränge, kein Geschiebe, keine schlechte Stimmung. BVG, hier könnt ihr echt mal was lernen.

    Metro in Seoul, Korea

    #6 Koreanisch essen in Seoul: Von Bibimbap bis Korean Barbecue

    Wobei – eigentlich zwei Mal. Denn: kein Korea-Besuch ohne Bibimbap oder Korean Barbecue.

    Bibimbap ist eigentlich nur eine Schale Reis mit frischem Gemüse und wahlweise Fleisch obenauf. Scharfe Soße rein, kräftig gerührt – und dazu wie bei allem in Korea: Kimchi. Eingelegter, vergorener Weißkohl. Manche schwören drauf, ich kann dem nichts abgewinnen. Aber was soll’s, probieren gehört dazu.

    Zweites Nationalgericht: Korean Barbecue. Hat mich geschmacklich allerdings auch nicht umgehauen. Fleisch, das man selbst am Tisch grillt, dazu einige Sorten – natürlich – Kimchi und das Ganze wird dann mit Reis zusammen in einem dünnen Salatblatt(!) eingerollt. In meinem Fall eine einzige Schweinerei, es tropfte und triefte. Korean Barbecue – auch geschmacklich nicht meins. Dafür aber umso sehenswerter die Stimmung, die von neonbeleuchteter Kantine bis lauter Markthalle reichte.

    * * *

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  • Seoul: Gyeongbokgung Palast im Herbst

    Seoul: Gyeongbokgung Palast im Herbst

    Zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Es ist zwar klirrendkalt, aber der Tag sonnig. Und es ist genau die richtige, leider viel zu kurze Phase, wenn das Herbstlaub noch in seiner vollen Farbenpracht von den Bäumen strahlt. Ob die Gärtner des Gyeongbokgung Palast in Seoul die Bäume danach gepflanzt haben? Fast sieht es so aus, denn diese fröhlich-warme Mischung aller nur erdenklichen Blätterfarben ist einmalig und zu schön, um nur Zufall zu sein. Oder es liegt einfach daran, dass die Palastanlage an sich sehr schlicht gehalten ist. Kein Prunk, kein Gold, kein zur Schau gestellter Reichtum. Und ziemlich viel Grau. Bescheidenheit ist wohl etwas Ur-Koreanisches.

    Haupteingang, Gyeongbokgung Palast, Seoul, Korea

    Tradition im Gyeongbokgung Palast in Seoul – oder: wie man umsonst reinkommt!

    Dafür ist nicht nur das Blättermeer um den Palast farbenfroh, sondern auch seine Besucher: Viele junge Koreaner in den tollsten traditionellen Kostümen schwirren durch die Anlage, schiessen Selfies oder drapieren sich giggelnd vor ihren Kameras für das schönste Foto. Stolz lassen sie sich auch mit Fremden fotografieren, denn die Koreaner freuen sich wirklich von Herzen, wenn sich Touristen für ihre Kultur interessieren.

    Mädchen in Tracht, Gyeongbokgung Palast, Seoul, Korea

    Alle Südkorea Reiseberichte findest Du hier

    Wer sich nun das mit dem Verkleiden ausgedacht hat und was es damit wirklich auf sich hat, weiß zwar niemand. Aber alle haben Spaß. Und freien Eintritt. Denn wer in Tracht erscheint, muss keinen Eintritt bezahlen! Allerdings wird das so gesparte Geld meist schon vorher in die Gebühr für einen der umliegenden Kostümverleihe investiert – aber was soll’s.

    Ich habe übrigens auch keinen Eintritt gezahlt, ganz ohne Kostüm. Auf dem Weg zur Kasse kam mir eine Koreanerin entgegen und drückte mir eine zu viel gekaufte Karte in die Hand. Warum? Einfach so. „Take it as a gift. You look so nice. And enjoy Korea!“ und lief freudig davon. Was für ein nettes, fröhliches Volk. Echt.

    Gyeongbokgung Palast, Seoul, Korea

    Informationen zum Gyeongbokgung Palast

    dienstags geschlossen
    U-Bahn Linie 3 Gyeongbokgung
    Eintritt 3000 Won (ca. 2,50€)
    kostenlose Führungen auf englisch 11.00, 13.30, 15.30 (sehr empfehlenswert, da vor Ort sonst wenig Infos)
    mehr Infos hier

    Bukchon Hanok Village – ein altes Dorf aus der Joseon-Dynastie

    In der Nähe des Palasts befindet sich auch das Bukchon Hanok Village, ein kleines bergiges Viertel mit gut erhaltenen Häusern, das auf 600 Jahre Geschichte zurückblicken kann. Trotz der Touristenströme ist es hier tatsächlich recht erholsam. An so ziemlich jeder Haustür hängt ein Schild, das um Ruhe bittet – und faszinierenderweise halten sich alle daran und ziehen schweigend und bedächtig durch die kleinen Gassen.

    Downhill view, Bukchon Hanok Village, Seoul, Korea

    In den Gassen selbst gibt es nur wenige bis keine Restaurants, Geschäfte oder Ähnliches. Aber ein Stückchen weiter unten finden sich nette, kleine Straßen mit den verträumtesten Cafés. Einkehren, Tee trinken, Zeit vergessen.

    Informationen zum Bukchon Hanok Village

    ca. 15-20 Minuten Fussweg vom Haupteingang des Gyeongbokgung Palasts
    oder U-Bahn-Linie 3 Anguk

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