Kategorie: Kanada

In Kanada erwarten dich endlose Wälder, wilde Küstenlandschaften und Städte mit europäischem Flair. Besonders die Provinz Nova Scotia hat mich mit ihrer Mischung aus maritimer Geschichte, bunten Hafenorten und spektakulärer Natur begeistert. Absolutes Highlight ist hier z.B. das kleine UNESCO-Städtchen Lunenburg, das mit seinen pastellfarbenen Häusern zu den schönsten Orten an der kanadischen Ostküste gehört.

Nova Scotia  |  Québec

  • Vancouver: Rundflug mit dem Wasserflugzeug

    Vancouver: Rundflug mit dem Wasserflugzeug

    Wenn du ein paar Tage in Downtown Vancouver verbringst, siehst du sie ständig: kleine Propellermaschinen, die im Minutentakt über dem Coal Harbour einschweben, aufs Wasser aufsetzen und kurz darauf wieder Richtung Berge abheben. Wasserflugzeuge gehören hier so selbstverständlich zum Stadtbild wie die Skyline selbst – Vancouver hat einen der verkehrsreichsten Wasserflughäfen der Welt, mitten im Zentrum.

    Wasserflugzeuge am Dock in Vancouver mit Bergen im Hintergrund

    Mitten in Downtown: Abflug im Coal Harbour

    Harbour Air heißt die Fluggesellschaft, deren Wasserflugzeuge für den regen Betrieb im Hafen von Vancouver sorgen. Neben Panoramaflügen kannst du auch reguläre Linienflüge mit dem Wasserflugzeug absolvieren. Neben Fähren und „normalen“ Flugzeugen sind Wasserflugzeuge in Vancouver nämlich ein übliches Verkehrsmittel für längere Strecken innerhalb British Columbias oder sogar bis nach Seattle. Der Abflug in Vancouver ist praktischerweise mitten in Downtown. Das Vancouver Harbour Flight Centre befindet sich direkt neben dem großen Kreuzfahrtterminal am Canada Place.

    Buche hier dein Ticket für den Panoramaflug

    Harbour Air Wasserflugzeuge am Dock in Vancouver mit Skyline

    Für den 30-minütigen Panoramaflug checkst du in einer kleinen Abflughalle ein (in der Regel 40 Minuten vorher), bis es dann kurz vor Abflug auf die Stege zum Flugzeug geht. Geflogen wird mit kleinen Propeller-Maschinen von De Havilland, in denen maximal 19 Passagiere Platz finden. Ich bin mit einer DHC-3 Single Otter mit 14 Sitzplätzen geflogen, und obwohl ich das Fliegen in relativ kleinen Linienflugzeugen gewöhnt bin, war es trotzdem super aufregend.

    Weißes Wasserflugzeug mit Nummer 302 vor Stadtkulisse
    Passagiere blicken auf Cockpit-Instrumente in einem Kleinflugzeug

    Einmal über Vancouver mit dem Wasserflugzeug

    Ein bisschen traurig war ich vor Abflug schon. Nachdem meine ersten Tage in Vancouver von so viel Sonnenschein geprägt waren, dass ich zwischenzeitlich sogar einen kleinen Sonnenstich erlitten hatte (mach es besser als ich und achte in Vancouver auch bei weniger heißen Temperaturen auf guten Sonnenschutz!), war das Wetter an meinem Abflugtag weniger schön. Leider konnte ich nicht mehr umbuchen, und so bin ich dann trotzdem los.

    Harbour Air Wasserflugzeug landet auf dem Meer vor Bergen

    Allerdings war die schlechte Laune schnell verflogen, denn der ganze Flug war auch ohne Sonnenschein ein absolutes Erlebnis. Ich bin vorher noch nie mit einem Wasserflugzeug geflogen und allein die Tatsache, wirklich auf Wasser zu starten und zu landen, war für mich so faszinierend, dass es den Flug absolut wert war.

    Luftaufnahme aus Wasserflugzeug über Hafen und Stadt

    Eine Stadt mitten in purer Natur

    Der Panoramaflug wird offiziell mit 30 Minuten angegeben, die reine Flugdauer sind allerdings nur 20 Minuten. Das reicht aber vollkommen, um zu begreifen, was Vancouver eigentlich so besonders macht. Denn schon kurz nach dem Abflug kreist der Flieger plötzlich über die schönsten Landschaften: zerklüftete Berge, dicht begrünte Hügel und eine Fjordlandschaft wie in Norwegen. Vancouver ist einfach von purer Natur umgeben.

    Luftaufnahme von bewaldeten Inseln und See aus Flugzeugfenster
    Luftaufnahme eines Fjords mit bewaldeten Bergen aus dem Flugzeug

    Vancouver’s Skyline

    Kaum hatte ich meine Kinnlade wieder langsam hochgeklappt, dreht unser Pilot ab und fliegt eine große Runde rund um Downtown und den Hafen, ganz so, alles wolle er uns nochmal den großen Kontrast zeigen: Denn die Skyline Vancouvers ist auch nicht von schlechten Eltern. Daneben gibt es noch Ausblicke auf das BC Place Stadium und den riesigen Hafen mit seinen zahlreichen Containern.

    Luftaufnahme von Vancouver aus einem Kleinflugzeug

    Suchst du noch mehr Inspiration für deinen Trip?
    Alle meine Artikel über Kanada findest du hier

    Praktische Tipps für den Wasserflugzeug-Rundflug

    Wie und wann du buchen solltest: Im Sommer und in der Kreuzfahrtsaison sind die Rundflüge gut gebucht – reserviere am besten ein paar Tage im Voraus.

    Hier kannst du den Panaromaflug direkt buchen

    Was ist mit dem Wetter? Geflogen wird nach Sicht. Bei tief hängenden Wolken oder starkem Wind kann sich der Flug verschieben – plane den Rundflug also nicht auf den letzten Reisetag.

    Was kostet ein Rundflug? Günstig ist das Vergnügen nicht – rechne für den 30-Minuten-Rundflug mit ca. 150 CA$ (100€). Für mich war es jeden Dollar wert, und angesichts des generell hohen Preisniveaus in Vancouver klang die Summe vor Ort gar nicht mehr so astronomisch.

    Sind die Flugzeuge sicher? Bezüglich Sicherheit hatte ich nun wirklich gar keine Bedenken. Solltest du allerdings große Flugangst haben, bin ich mir nicht sicher, ob so ein Panoramaflug das Richtige für dich ist. Die Flugzeuge sind sehr klein, du spürst jede Kurve und auch die Lautstärke in der Kabine könnte ein zusätzlicher Stressfaktor sein. Allerdings ist der Flug selbst mit 20 Minuten sehr kurz – überleg es dir einfach. Die Aussicht von oben ist jedenfalls traumhaft schön.

    Rotes Harbour Air Wasserflugzeug am Dock in Vancouver
    Harbour Air Seaplanes Sicherheitskarte im Flugzeugsitz

    Übernachten in Vancouver: Mein Hotel-Tipp

    Vancouver ist wirklich teuer und gute Tipps Gold wert! Ich empfehle dir das The Burrard in Downtown Vancouver – ein umgebautes 50er-Jahre-Motel mit Retro-Charme, Innenhof voller Palmen und – für die hiesigen Verhältnisse – recht moderaten Preisen. Von hier läufst du in etwa 20 Minuten zum Wasserflugzeug-Terminal am Canada Place.

    Weitere Unterkünfte in Vancouver findest du hier

    Mehr als ein Rundflug: Mit dem Wasserflugzeug nach Vancouver Island

    Harbour Air ist im übrigen keine reine Rundflug-Airline, sondern fliegt im Linienverkehr auch quer durch British Columbia. Vom selben Terminal in Downtown Vancouver gehen z.b. regelmäßig Flüge nach Victoria, Nanaimo, Tofino, Whistler und saisonal sogar nach Seattle! Der Flug nach Victoria dauert etwa 35 Minuten und landet direkt im Inner Harbour – von Downtown zu Downtown, schneller geht es nicht nach Vancouver Island.

    Harbour Air Wasserflugzeuge am Dock im Hafen Vancouvers

    Die kleinen Wasserflugzeuge sind allerdings sehr gewichtssensibel, daher gelten strenge Gepäcklimits. Wie viel Gepäck du mitnehmen kannst, hängt vom gewählten Tarif ab. Gewogen wird allerdings alles bis zur kleinsten Tasche. Reist du also mit viel Gepäck, solltest du dich unbedingt erkundigen, ob du alles so mitnehmen kannst, und dann weit im Voraus buchen. Der Platz für Gepäck ist nämlich sehr begrenzt. Hier findest du die Gepäckregelungen bei Harbour Air

    Die Alternative: Mit der Fähre nach Vancouver Island

    Bei den Fähren hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Die klassische Variante sind die Autofähren von BC Ferries – allerdings legen die nicht in der Innenstadt ab, sondern in Horseshoe Bay (West Vancouver) beziehungsweise Tsawwassen, beides eine gute Stunde mit Bus oder Auto vom Zentrum entfernt.

    Bist du ohne Auto unterwegs, gibt es inzwischen eine deutlich bequemere Option: Die Schnellfähre hullo verbindet seit 2023 Downtown Vancouver in etwa 70 Minuten direkt mit Downtown Nanaimo – als reine Passagierfähre.

    Kreuzfahrtschiffe von Princess Cruises im Hafen Vancouver

    Das Beste daran: Die Fähre legt am Canada Place neben dem Wasserflugzeug-Terminal ab. Du musst also nicht mehr aus der Stadt raus nach Horseshoe Bay fahren, sondern kannst mitten in Downtown aufs Boot steigen. Für Fußgänger auf dem Weg nach Vancouver Island ist das aktuell die unkomplizierteste Verbindung – und mit Gepäck deutlich stressfreier als das Wasserflugzeug. Ich bin von Vancouver aus mit der hullo Fähre nach Vancouver Island gefahren und es war super unkompliziert.

    Mein Fazit: Lohnt sich der Rundflug mit dem Wasserflugzeug?

    Meiner Meinung nach ist keine große Reise nach Vancouver komplett ohne einen Flug mit einem Wasserflugzeug. Obwohl bei meinem Besuch das Wetter nicht perfekt war, war das gesamte Erlebnis für mich unvergesslich.

    Warum auch du unbedingt fliegen solltest? Erstens siehst du so erst einmal, in welch außergewöhnlichem Umfeld Vancouver liegt, mitten zwischen Regenwald, Meer und Bergen – und zweitens ist es so faszinierend, auf Wasser zu starten und zu landen. Für den kurzen Flug ist es sicher ein teurer Spaß, aber einer, der sich wirklich lohnt und dir auf ewig in Erinnerung bleiben wird.

    Harbour Air Wasserflugzeug am Dock vor Vancouvers Skyline

    Disclaimer: Ich war im Auftrag von Travellers Insight, dem Online-Magazin des Flughafen München, im Pazifischen Nordwesten unterwegs. Mehr über Vancouver findest du in diesem Artikel – und schaue auch in meine Tipps für Victoria und Seattle!

  • Lunenburg: Boho-Vibes & Lieblingsort in Nova Scotia

    Lunenburg: Boho-Vibes & Lieblingsort in Nova Scotia

    Kreativer Vibe, viel Geschichte und frische Meeresluft: Ein Stopp in der vielseitigen Hafenstadt Lunenburg ist auf einem Trip durch Kanadas zweitkleinste Provinz Nova Scotia einfach ein Muss. In diesem Guide verrate ich dir meine persönlichen Highlights in Lunenburg und gebe dir ein paar hilfreiche Tipps für einen der größten Schätze Nova Scotias.

    Bunte Häuserreihe am Hügel mit Handwerkern auf Dächern.

    Lunenburg ist zwar ein kleiner Ort, spielt aber dennoch in der Geschichte Nova Scotias eine wichtige Rolle. 1753 wurde es von den Briten gegründet, in der Hoffnung mehr Protestanten in der Region anzusiedeln. Britische Protestanten blieben zwar aus, dafür fanden sich aber immer mehr deutschen Emigranten, die in Lunenburg ihr Glück suchten. Bis heute kannst du den deutschsprachigen Einfluss nicht nur im Stadtnamen, sondern auch in vielen Straßennamen wiederfinden.

    Frau vor bemalter Lunenburg-Wand spaziert

    Mit seinem Hafen wurde Lunenburg auch zu einem wichtigen wirtschaftlichen Pfeiler der Region: Die Fischerei wurde zu einer wichtigen Einnahmequelle und zog auch weitere Industrien wie zum Beispiel große Werften an. Bis heute spielen Kabeljau- und Hummerfang eine Rolle in Lunenburg, wenn auch nicht ganz so groß wie einst.

    Kleine Stadtstraße mit geparkten Autos und Geschäften.

    Dank seiner historischen Architektur und der langjährigen maritimen Tradition wurde Lunenburg 1995 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt und ist heute Anziehungspunkt vieler Touristen, ohne dabei zu sehr überlaufen zu sein, im Gegenteil. Lunenburg war für mich die perfekte Kombination aus Geschichte und Gegenwart, denn der Ort versprüht einen kreativen Vibe, den ich so nicht erwartet hätte!

    Rosa viktorianisches Haus mit Türmen und Herbstlaub.

    Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Lunenburg

    Es gibt einige Sehenswürdigkeiten in Lunenburg, die du nicht verpassen solltest! Da die Stadt selbst nicht besonders groß ist, kannst du die meisten Locations bequem zu Fuß erreichen. Wenn du tiefer in die Geschichte Lunenburg eintauchen und echte Locals kennenlernen willst, dann kannst du auch an Walking Tours teilnehmen, die dich an die wichtigsten Punkte führen.

    Fensterblumenkasten mit Herbstblumen und Kürbissen in Lunenburg, Nova Scotia.

    Fisheries Museum of the Atlantic

    Um mehr über Lunenburgs Geschichte zu erfahren, führt kein Weg am Fisheries Museum of the Atlantic vorbei. Das leuchtend rote Gebäude direkt am Hafen ist allerdings auch nicht zu übersehen und so zentral an der Promenade gelegen, dass du von hier aus deine Erkundungstour durch Lunenburg starten kannst.

    Hier erfährst du, welch wichtige Rolle die Fischerei seit jeher für Nova Scotia spielt, kannst Seemannsknoten lernen und einfach nur die restaurierten Schiffe bestaunen, die direkt vor dem Museum vor Anker liegen.

    Rotes Gebäude des Fischereimuseums mit Geschenkeladen

    Bluenose

    Lunenburgs Werften haben auch ein ganz besonderes Schiff hervorgebracht, das wirklich jeder Kanadier kennt: Die Bluenose ist das legendäre Segelschiff, das auf der kanadischen 10-Cent-Münze abgebildet ist. Ursprünglich als Fischerei- und Regattaschiff gebaut, ist der Segelschoner bis heute ähnlich der Gorch Fock in Deutschland das ultimative Symbol für die maritime Geschichte Kanadas und gilt als Nationalheiligtum.

    Person auf Holzpier vor Segelboot mit Flaggen.

    Die echte Bluenose ist leider im Jahr 1946 gesunken. Auf Grund ihrer historischen Bedeutung entschloss man sich später zu einem Nachbau, der 1963 vom Stapel lief. Wenn du Glück hast, kannst du die Bluenose II heute in Lunenburg am Kai direkt gegenüber vom Fisheries Museum bewundern, wenn sie nicht gerade unterwegs ist.

    Historisches Schiff am Steg bei sonnigem Wetter

    Tipp: Ab Lunenburg und Halifax kannst du Hafenrundfahrten mit der Bluenose II buchen! Da die Bluenose II sehr beliebt ist, reserviere am besten rechtzeitig.

    Reservierung & Fahrplan für die Bluenose II

    Lunenburg Academy

    Auf dem höchsten Punkt der Stadt thront unübersehbar die Lunenburg Academy. Früher wurde das markante Gebäude als Schule genutzt, heute befinden sich hier Büros, ein Kindergarten, aber auch Räumlichkeiten für kulturelle Veranstaltungen. Wenn du das Gebäude von innen sehen möchtest, kannst du auch einer Führung teilnehmen. Termine findest du auf der Website der Lunenburg Academy Foundation.

    Historisches Gebäude mit Türmen und roten Dächern.

    St. Johns Anglican Church

    Ein ähnlich auffälliges Gebäude in Lunenburg ist die weiße St. Johns Anglican Church. Innen scheint das Licht durch beeindruckende Buntglasfenster und verleiht der Kirche ihre besondere Atmosphäre. 2001 wurde die erste Kirche Lunenburgs (und gleichzeitig eine der ältesten des Landes) bei einem Brand schwer beschädigt, später jedoch unter großer Unterstützung der Bevölkerung wieder komplett rekonstruiert.

    Gotische Kirche mit Touristen, blauer Himmel.
    Innenraum einer alten Kirche mit Bänken und Altar.
    Kirchenfenster und dekorative Orgel in der Kirche

    Nova Scotia ist so eine spannende Region in Kanada!
    In meinem Artikel über unseren kompletten Roadtrip findest du noch viel weitere inspirierende Ideen für eine aufregende Reise.
    Roadtrip durch Nova Scotia

    Waterfront / Hafenpromenade

    Auf der Hafenpromenade von Lunenburg kannst du wunderbar entlangschlendern und die Sonne genießen. Von hier hast du außerdem eine wirklich traumhafte Aussicht – absolut postkartenreif.

    Zwei bunte Stühle auf einem Holzsteg in Lunenburg.
    Rote Gebäude an der Promenade in Lunenburg, Nova Scotia.

    Architektur in Lunenburg

    Seiner Holzarchitektur und den vielen bunten, liebevoll erhaltenen Häusern hat Lunenburg unter anderem seinen Eintrag als UNESCO-Weltkulturerbe zu verdanken. Du solltest dir unbedingt ein bisschen Zeit nehmen, um auch die Seitenstraßen zu Fuß zu erkunden und dir die die schönen Wohnhäuser mit ihren Eigenheiten anzusehen.

    Person sieht auf Straße mit Schulbus
    Kleines Haus mit blühenden Büschen

    So verfügen viele Häuser in der letzten Etage über einen auffälligen Erker, der Widow’s Watch genannt wird. Da Lunenburg zum Teil auf einer Anhöhe liegt, beobachteten der Legende nach von hier die Ehefrauen den Hafen und warten auf die Rückkehr der Fischer.

    Hausdach mit typischem Erker "Widow's Watch" in Lunenburg, Nova Scotia.
    Historisches Haus mit verzierten Fassaden und roten Türen.

    Essen & Trinken in Lunenburg

    Lunenburg ist Hafenstadt und der Fischfang ist immer noch sehr beliebt. Besonders wirst du daher auf deine Kosten kommen, wenn du Fisch und Meeresfrüchte liebst – denn na klar, gerade hier gibt es den besten Hummer und frischen Fisch in einmaliger Qualität.

    Aber auch Lunenburg hat mich wie so viele andere Orte in Nova Scotia sehr überrascht: Die Gastronomieszene hier ist erstaunlich vielfältig und innovativ! Es gibt so viele tolle Locations, das die Entscheidung echt schwerfällt.

    Hier stelle ich dir meine persönlichen Tipps in Lunenburg vor:

    Lincoln Street Food liegt etwas abseits der Hauptstraße mit den meisten Lokalen, ist aber ein toller Geheimtipp. Hier wird Wert auf regionale Zutaten gelegt, die Karte wechselt häufig und die Gerichte sind wirklich sehr kreativ.

    Gericht mit Gemüse und gegrilltem Brot auf Teller
    Gläser mit Mixed Pickles auf einem Marktstand.

    Bar Salvador Wer hätte gedacht, dass sich ausgerechnet in einem Fischerort in Nova Scotia eine absolut authentische Tapas-Bar befindet? Bevor du zum Dinner in eines der umliegenden Lokale einkehrst, empfehle ich dir unbedingt vorher einen kleinen Aperitif in mediterranem Ambiente!

    Tapas mit Zitronengetränk auf Holztisch

    The Beach Pea Kitchen & Bar So gemütlich, gleich gegenüber – und die Hummerpasta ist ein Gedicht!

    The South Shore Fish Shack Für gute Fish & Chips solltest du hier einkehren. Von der Terrasse aus hast du übrigens einen schönen Blick auf die idyllische Bucht.

    Kleines Restaurant mit Seemotiven draußen
    Bunte Bojen hängen an einer Holzwand.
    Fisch und Pommes auf kariertem Tablett

    The Half Shell Oysters & Seafood Nebenan gibt es übrigens frischen Hummer und Austern, die du ebenfalls unter freiem Himmel mit tollem Ausblick genießen kannst.

    Frischer Hummer auf Eis an einem Marktstand

    The Savvy Sailor Café Wenn dir nach einem herzhaften, kanadischem Frühstück ist, dann solltest du hier Halt machen. Das Savvy Sailor Café liegt ebenfalls mitten in Lunenburg mit Blick auf den Hafen.

    Segelmast und Landschaft am Wasser im Fensterblick
    Frühstücksteller mit Rührei und Speck.

    No.9 Coffee Bar Ein absolutes Lieblingscafé! Moderne Werke lokaler Künstler an den Wänden, gemütliche, aber nicht altmodische Einrichtung, selbstgemachtes Granola – das No.9 hat eine ganz besondere Atmosphäre und ist auch unter Locals ein beliebter Treffpunkt.

    Hand hält Teebeutel über einem Milchkaffee.
    Heißer Kaffee und Gebäck auf Holztisch.

    The Laughing Whale ist die Anlaufstelle für Kaffeekenner: Schon beim Hineinkommen wirst du vom Duft frisch gerösteten Kaffees umhüllt. Die Atmosphäre ist super herzlich und gemütlich.

    Mann mit Hund vor gelbem Café spazieren
    Holzwand mit bunter Wimpelkette dekoriert
    Gemütlicher Innenraum eines Cafés mit Holztisch.
    Gemütliches Café-Interieur mit Holzmöbeln und Pflanzen.
    Gemütliche Sitzecke mit Pflanzen und Kaffeesäcken
    Kaffee mit Haferkeks auf Holztisch serviert.

    Lightship Brewery Von hopfig-fruchtigen IPAs bis hin zu kräftigen Stouts kannst du hier lokale Craft-Biere testen. Aber auch, wenn du überhaupt kein Bier magst, solltest du unbedingt zur Lightship Brewery am gegenüberliegenden Ufer herausfahren: Von hier aus hast einen fantastischen Blick auf das historische Zentrum von Lunenburg und seine Waterfront.

    Kreative Getränkekarte an einer Wand.
    Hafenstadt mit Segelschiffen und bunten Gebäuden am Wasser.

    Nebenan bei Boathouse Bites gibt es übrigens leckere Poutine; die knusprigen Pommes mit einem Topping aus Rahmsoße und Käsewürfeln sind eine echte Versuchung!

    Typische Poutine in Schale, Pommes frites mit Käse und Sauce.

    Lust auf noch mehr Reiseinspiration für einen Trip nach Kanada?
    Hier findest du noch mehr Artikel.

    Shopping in Lunenburg

    Wenn du kreative und ausgefallene Shops und Ateliers magst, dann bist du in Lunenburg genau richtig. Denn du findest hier einige kleine, spannende Läden, die dich bestimmt begeistern werden.

    Lunenburg Bound ist einer der kleinen, aber feinen Buchläden, in denen ich stundenlang stöbern könnte. Pluspunkt: Um die Ecke findest du an der Fassade das bunte Lunenburg-Mural.

    Regal voller Bücher und Bastelmaterialien in einem Geschäft.

    Pearl’s Vintage & Thrift Wenn du auf der Suche nach ausgefallenen Einzelstücken bist, dann wirst du diesen Store lieben. Vintage-Kleidung und -Accessoires sind liebevoll zusammengestellt und allein das Stöbern hier macht schon Freude.

    Bunter Vintage-Laden mit Kleidung und Accessoires

    Übernachten in Lunenburg

    Lunenburg hat mir wirklich richtig gut gefallen. Irgendwas an dieser Stadt ist einfach so charmant, dass ich auch einfach hier hätte für den Rest der Reise Wurzeln schlagen können. Vielleicht war aber unsere Unterkunft auch nicht ganz unschuldig daran.

    Gemütlicher Wohnraum mit Fensterblick

    Denn von unserem Dachgeschoss in den B2 Lofts hatten wir den perfekten Blick über den Hafen von Lunenburg. Morgens hier langsam dem Sonnenaufgang über dem nebligen Wasser zuschauen zu können, war einfach magisch. Die Lage mitten im Ort ist außerdem perfekt, um abends noch durch die Bars und Restaurants zu bummeln, ohne sich dafür ins Auto setzen zu müssen.

    Hier findest du weitere tolle Unterkünfte im Zentrum von Lunenburg*

    Gebäude mit B2 Lofts Schriftzug und Fenstern
    Holztisch mit Schüsseln und Stühlen

    Karte mit den wichtigsten Highlights in Lunenburg

    Falls du einen Trip nach Lunenburg planst, speichere dir doch einfach meine Karte mit allen Highlights ab. So hast du alle Tipps aus dem Artikel auch unterwegs immer zur Hand!

    Ausflug ab Lunenburg

    Von Lunenburg kannst du auch einen schnellen Abstecher ins nahegelegende Blue Rocks unternehmen. Der klitzekleine Fischerort macht sich gut für ein paar tolle Fotomotive, besonders bei Sonnenuntergang.

    Boot vor einer Hütte am Seeufer
    Holzsteg am Wasser mit Booten und Insel
    Fischernetze bei der Küste aufgestapelt
    Kleines Haus am Meer in der Abendsonne.

    Anreise: So kommst du hin

    Lunenburg liegt ungefähr 90 Kilometer südwestlich von Halifax. Am besten erreichst du Lunenburg mit dem Auto, z.B. mit einem Mietwagen. Es gibt aber auch mehrere Tourveranstalter, die Tagesausflüge von Halifax nach Lunenburg anbieten; auch in Verbindung mit dem ebenfalls sehr sehenswerten Peggy’s Cove.

    Buche hier eine Tour von Halifax nach Lunenburg*

    Ich würde dir allerdings empfehlen, etwas mehr Zeit für Lunenburg einzuplanen – der Ort ist wirklich sehr charmant und ich bin mir sicher, du wirst es lieben!

    Meine Reise nach Nova Scotia fand in Zusammenarbeit mit Tourism Nova Scotia statt.

  • 36 Stunden in Halifax: Mein Guide mit allen Highlights & Tipps

    36 Stunden in Halifax: Mein Guide mit allen Highlights & Tipps

    Hätte ich vorher gewusst, was uns erwartet – ich hätte noch ein bisschen mehr Zeit für Halifax auf unserem Roadtrip durch Nova Scotia eingeplant. seiner relaxten Mischung aus maritimen Vibes und viel Street Art ziemlich überrascht.

    In meinem Guide zeige ich dir, was du auf einem Kurztrip in Halifax erleben kannst und welche Sehenswürdigkeiten und Hotspots in der Hauptstadt Nova Scotias du auf keinen Fall auslassen solltest.

    Halifax: Das Wichtigste in Kürze

    • liegt an der Ostküste Kanadas und ist bekannt für seinen natürlichen Hafen, der zu den größten der Welt gehört
    • ist mit rund 440.000 Einwohner die größte Stadt der Atlantikprovinzen Kanadas
    • verfügt über historische Sehenswürdigkeiten wie der Zitadelle von Halifax, interessante Museen und eine tollen Hafenpromenade, aber auch viel Street Art und eine spannende Gastro-Szene
    • Beste Reisezeit: zwischen Mai und Oktober

    Die besten Sehenswürdigkeiten in Halifax

    Für unsere Sightseeing-Tour durch Halifax hatten wir nur wenig Zeit. Trotzdem konnten wir uns einiges anschauen, denn Halifax lässt sich auch zu Fuß super erkunden.

    Waterfront Boardwalk

    Der Waterfront Boardwalk erstreckt sich über mehrere Kilometer entlang des Hafens von Halifax. Auf der Promenade kannst du flanieren, gastronomische Highlights erkunden oder einfach nur den Blick aufs Wasser genießen.

    Buntes Wandbild mit Meereselementen auf Hauswand.
    Historisches Dampfschiff am Pier im Hafen
    Kleines Geschäft mit Passanten.

    Von hier aus gelangst du außerdem schnell zu vielen weiteren Sehenswürdigkeiten von Halifax wie dem Maritime Museum of the Atlantic oder dem Pier 21 Museum of Immigration, die ebenfalls am Wasser liegen.

    Küste mit Leuchtturm am Meer

    Willst du dir die Skyline von Halifax aus der Entfernung ansehen, kannst du vom Hafen aus z.B. auch eine Bootstour zum Sonnenuntergang unternehmen oder gleich eine kleine Sightseeingtour durch die Stadt und auf dem Wasser mit einem der beliebten Amphibienfahrzeuge machen.

    Buche hier die Bootstour zum Sonnenuntergang mit Blick auf die Skyline von Halifax*

    Buche hier die Sightseeingtour mit Amphibienfahrzeug*

    Budget-Tipp, falls du : Für wenige Dollar kannst du auch die reguläre Fähre nach Dartmouth bzw. Alderney nehmen. Diese gehört zu den öffentlichen Verkehrsmitteln in Halifax und pendelt im 15- bis 30-Minuten-Takt zwischen den beiden Fährterminals.

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    Maritime Museum of the Atlantic

    Nicht nur, wenn du dich für Seefahrt interessierst, ist das Maritime Museum of the Atlantic einen Besuch wert. Der Hafen von Halifax gehört zu den größten Häfen Nordamerikas und ist nicht nur ziemlich geschäftig, sondern auch sehr historisch bedeutsam.

    1912 kamen die Überlebenden der gesunkenen Titanic in Halifax an Land, die von anderen Schiffen gerettet werden konnten. Ein Teil der Ausstellung beschäftigt sich daher auch mit dem Untergang der Titanic und zeigt unter anderem Originalgegenstände vom Schiff sowie Zeitzeugenberichte.

    Tischdecke mit Royal Mail Logo im Museum

    Ein weiterer Teil des Museums beschäftigt sich mit der großen Explosion im Jahr 1917 im Hafen von Halifax, die einen Teil der Stadt komplett zerstörte und tausende Menschen tötete oder verletzte. Diese Katastrophe ist bis heute tief in der Stadtgeschichte verwurzelt und zählt bis heute zu den tödlichsten Unglücken auf nordamerikanischem Boden.

    Modell des Schiffs Mauretania im Museum
    Modell eines historischen Ozeandampfers im Museum.
    Titanic-Modell im Museum ausgestellt
    Segelboote im Museum ausgestellt

    Pier 21 Museum of Immigration

    Das Pier 21 Museum of Immigration beschäftigt sich auf eine andere Art mit der maritimen Geschichte von Halifax und gehört zu meinen absoluten Lieblingsspots der Stadt. Wie das Maritime Museum of the Atlantic ist die Ausstellung detailreich aufbereitet, ist aber zudem noch sehr interaktiv gestaltet.

    Kreuzfahrtschiff im Hafen bei Regenwetter
    Direkt hinter dem Museum legen heute Kreuzfahrtschiffe an.

    Einerseits wird hier die Historie Kanadas als klassisches Einwanderungsland gezeigt und anhand von Familiengeschichten aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern näher beleuchtet. Durch seinen großen Hafen gehörte Halifax seit jeher zu den Orten, an denen unzählige Einwanderer auf der Suche nach dem großen Glück ins Land kamen. Andererseits laden interaktive Elemente zum Teilen der eigenen familiären Immigrationsgeschichte ein – und das ist so schön gestaltet, dass wirklich kein Auge trocken bleibt.

    Handgeschriebene Notizen an einer Wäscheleine.
    Handgeschriebene Nachrichten auf aufgehängten Papieretiketten
    Hand hält bemalte Karte vor Regal

    Ich hätte wirklich stundenlang durch die vielen bewegenden Momentaufnahmen und Andenken stöbern können, die einzelne Museumsbesucher hinterlassen haben. Gerade, wenn Migration – wie bei mir auch – deine Familiengeschichte geprägt hat, wirst du dich bestimmt hier wiederfinden und dich vielleicht auch an deine Wurzeln erinnern.

    Farbige Weltkarte mit verbundenen Anhängern

    Was mich außerdem sehr beeindruckt hat, ist, wie sehr Kanada seine Tradition als Ziel vieler Einwanderer schätzt und entgegen der in meinen Augen traurigen Entwicklung in vielen anderen westlichen Ländern seine offene Willkommenskultur sehr pflegt. Kein Wunder, dass Kanada für viele Menschen immer noch ein Sehnsuchtsort ist.

    Ticket für das Pier 21 Museum of Immigration hier buchen*

    Handgeschriebene Zitate über Einwanderung auf Schildern.

    Queen’s Marque

    Queen’s Marque ist das neueste Trendviertel an der Waterfront, und der große Gebäudekomplex mittendrin ist eine Sehenswürdigkeit für sich. Die Kombination aus zeitgenössischer Architektur, Kunst und Gastronomie ist wirklich sehr gelungen. Wir haben im Muir Hotel* übernachtet, das in den Komplex integriert ist, und konnten so hier den Vibe so richtig genießen.

    Tagsüber kannst du hier in den kleinen Boutiquen shoppen oder dich in ein Café setzen. Abends findest du hier gute Restaurants und Bars, die zu den besten der Stadt gehören, und im Sommer ist es draußen mit Straßenmusik richtig belebt.

    Mehr Lust auf Kanada?
    Hier findest du alle Kanada-Artikel

    Halifax Central Public Library

    Wenn du moderne Architektur magst, solltest du bei deiner Sightseeingtour durch das Stadtzentrum die Halifax Central Public Library nicht auslassen. Das moderne Gebäude mit seiner auffälligen Bauweise ist ein echter Blickfang und befindet sich direkt an einer der Haupteinkaufstraßen von Halifax, der Spring Garden Road.

    Moderne Innenarchitektur mit Treppen und Bürobereich

    Du kannst einfach hineingehen und durch die Bibliothek spazieren. Besonders die langen Aufgängen zwischen den Etagen im Inneren der Bibliothek sind ein toller Fotospot. Ganz oben in der letzten Etage befindet sich ein kleines Café mit einer Terrasse: Im Sommer ein schöner Tipp für einen kurzen Kaffee-Stopp mit Aussicht über die Dächer von Halifax!

    Moderne Bibliothek mit Treppe und Glaswänden.

    Halifax Public Gardens

    An der Spring Garden Road befindet sich noch ein weiterer, gar nicht mal so kleiner Schatz von Halifax. Die Halifax Public Gardens sind eine der ältesten viktorianischen Gartenanlagen Nordamerikas.

    In dieser grünen Oase kannst du Energie tanken, ein bisschen spazieren gehen oder einfach nur die idyllische Atmosphäre mitten in der geschäftigen Großstadt genießen.

    Verziertes schmiedeeisernes Tor mit Wappen in Park.
    Romantische Gartenbrücke umgeben von üppigem Grün.
    Garten mit Brunnen und Enten am Teich

    Street Art in Halifax

    Halifax ist ausgesprochen bunt: Immer wieder sind uns die schönsten Murals in der Stadt begegnet. Es sind wirklich so viele, dass du in Downtown einfach loslaufen kannst und irgendwo automatisch auf Street Art triffst. Vor allem rund um die Gottingen Street im North End findest du viel Street Art.

    Buntes Blumenwandgemälde neben weißer Haustür, Hausnummer 1547.

    Wenn du bestimmte Murals suchst, findest du hier eine Karte mit den bekanntesten Kunstwerken in Downtown Halifax.

    Bunte Wandmalereien mit Leuchtturm und Frau

    Weitere Highlights in Halifax & was du noch unternehmen kannst

    36 Stunden sind wirklich nicht viel, um Halifax zu erkunden, und selbst mit unserem Power-Programm haben wir nicht alles geschafft, was wir uns vorgenommen haben. Falls du aber mehr Zeit haben solltest, habe ich noch einen Vorschlag für dich, was du dir in Halifax anschauen solltest.

    Zitadelle von Halifax

    Die Zitadelle gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Halifax, aber leider machte das zuletzt regnerische Wetter unseren Besuch einen Strich durch die Rechnung und wir haben uns lieber in das nicht minder interessante Museum am Pier 21 verzogen.

    Bei gutem Wetter hast du aber von der höher gelegenen Zitadelle aus eine tolle Aussicht auf Halifax und die umliegende Landschaft. Die Festung stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde damals von den Engländern erbaut, um sich gegen die ebenfalls in Nova Scotia präsenten Franzosen zu behaupten.

    Powered by GetYourGuide

    Besonders wenn du dich für Geschichte interessierst, ist die sternförmige Anlage mit dem Army Museum und einem großen Angebot an themenspezifischen Führungen eigentlich ein Muss. Von Tourguides in historischen Kostümen kannst du dir hier die gesamten Hintergründe erklären lassen und mittags dem täglichen (!) Kanonenschuss zuschauen.

    Essen & Trinken in Halifax

    Meine persönlichen Tipps für Restaurants in Halifax

    The Bicycle Thief wurde uns immer wieder als Tipp genannt, und tatsächlich ist das an der Waterfront gelegene Restaurant wirklich beliebt. Sogar unter der Woche und in der Nebensaison war es so voll, dass es ohne vorherige Reservierung unmöglich war, einen Tisch zu bekommen. Hier gibt es italienische Küche mit kanadischem Einschlag (viel Fisch und Lobster) und es ist sicherlich auch sehr gut – trotzdem schien es mir nicht so spektakulär, dass es den Aufwand rechtfertigt.

    Rote Fahrradskulptur mit Schild im Freien

    Bar Sofia im Queen’s Marquee war letztendlich unsere Alternative, und es hätte uns nicht besser treffen können. Hier konnten wir uns durch die wildesten lateinamerikanischen Fusiongerichte probieren und wirklich gute Cocktails genießen. Das bunte Interieur und der super aufmerksame Service sorgten dazu für so gute Laune, dass ich dir einen Besuch hier echt ans Herz lege, wenn du in Halifax zu Besuch bist.

    Moderne Restaurantküche mit Pflanzen und Beleuchtung
    Gemischter Teller mit Gemüse und Fleischgericht.
    Graffiti und gelbe Struktur an Betonwand

    Für alle Tageszeiten ist das Drift geeignet. Eigentlich gehört es zum Muir Hotel, aber wie die Bar Sofia auch gehört es zum großen Komplex des Queen’s Marquee. Wir haben hier im Rahmen unseres Hotelaufenthalts gefrühstückt, und entgegen dem Angebot in vielen anderen (auch teureren) Hotels würde ich das Drift auch Nicht-Hotelgästen jederzeit empfehlen.

    Schickes Restaurantinterieur mit moderner Beleuchtung und Einrichtung.

    Das Frühstück ist ohnehin à la carte, sodass du hier kein uninspiriertes Hotelbüfett findest, sondern nur das, was du wirklich bestellst. Wenn du also eine Location für ein entspanntes Frühstück oder Brunch in tollem Ambiente suchst, bist du hier genau richtig!

    Modernes Restaurant mit gedeckten Tischen

    Typische Spezialitäten aus Halifax

    Aus Halifax nicht mehr wegzudenken ist der Donair, eine Imbiss-Spezialität, die mittlerweile über die Grenzen von Halifax hinaus bekannt ist. Mit dem in Deutschland erfundenen Döner hat der Donair allerdings nicht ganz so viel zu tun: Für einen echten Donair wird Pitabrot mit Fleisch, gewürfelten Tomaten, Zwiebeln und einer süßlichen Knoblauchsoße serviert.

    Gyros mit Zwiebeln und Tomaten in Pita-Brot

    Der authentischste Donair wird bei King of Donair auf der Quinpool Road serviert (es gibt aber auch weitere Filialen in Halifax), die sich damit rühmen, den Donair in den 1970er Jahren in Halifax eingeführt zu haben. Andere bevorzugen den Donair von Tony’s Famous Donairs auf der Robie Street.

    Döner Kebab in der Hand gehalten

    Wir sind für die fleischlose Variante zu Real Fake Meats gefahren, etwas außerhalb des Stadtzentrum. Der Fleischersatz schmeckt hier superlecker, allerdings fand ich die Kombination mit der süßlichen Soße ziemlich gewöhnungsbedürftig. Interessant ist der Laden allemal: Alle Fleischersatzprodukte werden vor Ort hergestellt und du kannst auch einen Blick in die Produktion werfen.

    Veganes Restaurant mit rotem Bistro-Set.
    Veganes Café mit handgeschriebener Speisekarte

    Übernachten in Halifax

    In Halifax findest du eine gute Auswahl an Hotels für jedes Budget, es lohnt sich aber, etwas mehr auszugeben! Das Muir* ist ein Fünf-Sterne-Hotel und liegt zentral im neu gestalteten Queen’s Marque District, direkt an der Promenade – besser könnte die Lage nicht sein! Von hier aus kannst du die wichtigsten Orte in Halifax zu Fuß erreichen.

    Modernes Hotelzimmer mit Doppelbett
    Modernes Hotelzimmer mit Ausblick auf Stadtlandschaft.

    Das Beste allerdings ist die herausragend angenehme Atmosphäre, angefangen von den durchgängig aufmerksamen und herzlichen Mitarbeitern bis hin zur detailreichen Zimmerausstattung: Hier wurde wirklich an alles gedacht, um einen Aufenthalt so entspannend wie möglich zu gestalten.

    Checke hier Preise & Verfügbarkeit im Muir Halifax*

    Person entspannt im Innenpool

    Solltest du ein bisschen Entspannung benötigen, verfügt das Muir auch über ein erstklassiges Spa mit Pool, Sauna und Dampfbad. Nach unserem ereignisreichen Roadtrip und der kleinen Sightseeingtour durch Halifax war das einfach der krönende Abschluss einer tollen Reise.

    Mehr Hotels in Halifax findest du hier*

    Hand mit Zimmerkarte im Hotelflur
    Vase mit Trockenblumen auf Marmortisch

    Fortbewegen in Halifax

    Obwohl Halifax eine Großstadt ist, war die Fahrt in die Stadt mit dem Mietwagen kein Problem. Zur Rush-Hour kann es schon mal zu Staus kommen, aber alles in allem ist das Fahren sehr entspannt, wie auch sonst in Kanada und den USA (jedenfalls meiner Erfahrung nach).

    Der Flughafen von Halifax ist relativ weit entfernt. Daher solltest du dir überlegen, ob du gleich einen Mietwagen nimmst, wenn du einen Roadtrip durch Nova Scotia planst. Auch wenn du den Mietwagen in der Stadt weniger nutzt, ist es so viel praktischer. Erkundige dich am besten vorher bei deiner Unterkunft, ob Parkmöglichkeiten zur Verfügung stehen, so kannst du den Mietwagen sicher abstellen.

    Hier kannst du Preise für einen Mietwagen ab Halifax (YHZ) vergleichen*

    Solltest du ohne Mietwagen unterwegs sein, und nach bzw. vor dem Flug einfach nur in die Stadt ins Hotel wollen, kannst du dir auch einen privaten Transfer organisieren.

    Transfer vom Flughafen in die Stadt hier buchen*

    Wenn du direkt im Zentrum übernachtest, kannst du viele Locations auch zu Fuß erreichen. Das öffentliche Transportnetz besteht in der Stadt eigentlich nur aus Bussen, ist aber einfach zu nutzen. Alternativ kannst du dich auch per Uber fortbewegen, was relativ günstig ist.

    Falls du keine Lust hast, dich mit Fahrplänen oder der Parkplatzsuche herumzuschlagen und etwas lauffaul bist, kannst du dich zum Sightseeing auch für eine Hop-On-Hop-Off-Tour* entscheiden.

    Karte mit allen Highlights

    Damit du dich in Halifax besser orientieren kannst, habe ich dir alle Locations aus dem Artikel auf einer Karte zusammengefasst. Diese kannst du dir auch abspeichern. So hast du alles auch unterwegs zur Hand.

    Ausflüge rund um Halifax

    Halifax eignet sich hervorragend als Startpunkt für eine Erkundungstour durch Nova Scotia. Solltest du allerdings nicht viel Zeit haben, stelle ich dir hier die schönsten Ausflugsziele vor, die du auch innerhalb eines Tages erreichen kannst.

    Peggy’s Cove

    Nur etwa 45 Minuten von Halifax entfernt liegt das malerische Fischerdorf Peggy’s Cove. Berühmt für seinen beeindruckenden Leuchtturm, ist es ein beliebtes Ziel für Tagesausflüge. Besonders bei Sonnenauf- und -untergang ergeben sich hier die schönsten Fotomotive. Aber auch tagsüber ist Peggy Cove’s einen Abstecher wert.

    Küstenhafen mit Booten und Häusern im Hintergrund

    Neben dem Leuchtturm gibt es im kleinen Fischerdorf nebenan kleine Galerien und Souvenirläden, in denen du dich mit handgefertigten Produkten und lokaler Kunst eindecken kannst. Wirklich sehr süß!

    Buche hier eine Tour nach Peggy’s Cove*

    Leuchtturm bei Sonnenuntergang auf Felsen

    Lunenburg

    Die historische Stadt Lunenburg ist etwa eine Stunde Fahrt von Halifax entfernt und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Lunenburg ist zwar sehr touristisch, aber mit seinen bunten Holzhäusern, süßen Cafés und hübschen Läden ist das kein Wunder. Falls du Lunenburg nicht ohnehin als Stopp auf einem Roadtrip durch Nova Scotia eingeplant hast, kannst du ab Halifax auch Tagestouren nach Lunenburg buchen.

    Buche hier eine Tagestour nach Lunenburg*

    Hier findest du meinen kompletten Guide für Lunenburg

    Frau sitzt auf Pier vor roten Gebäuden.
    Historisches Segelschiff am Dock im Hafen

    Mahone Bay

    Ein weiterer lohnenswerter Abstecher ist Mahone Bay, eigentlich bekannt für seine drei Kirchen, die malerisch am Ufer stehen. Viel schöner fand ich persönlich aber das besondere Flair dieser Kleinstadt mit ihren hübschen Cafés, Antiquitätengeschäften und kleinen Läden mit Kunsthandwerk.

    Herbstliche Straße mit bunten Bäumen und Häusern

    Weingüter im Annapolis Valley

    Wenn du gerne Wein trinkst, solltest du das Annapolis Valley nicht verpassen. Diese Region ist bekannt für ihre Weingüter und ihren großflächigen Obstanbau.

    Ich kann dir zum Beispiel Luckett Vineyards sehr empfehlen: Nicht nur das Weingut an sich ist einen Besuch wert (wo sieht man schon mal eine original britische rote Telefonzelle mitten zwischen den Weinreben?), sondern auch das anliegende Restaurant mit tollem Blick auf die Landschaft: Hier habe ich bei einem Glas kühlen Rosé den wohl göttlichsten Chicken Pie meines Lebens verputzt! Sehr zu empfehlen!

    Hier kannst du eine Tagestour mit Weinprobe ins Annapolis Valley buchen*

    Rote Äpfel in einer Holzkiste auf dem Feld

    Besonders schön ist es im Annapolis Valley im Herbst, wenn sich die Blätter an den Bäumen langsam in den buntesten Farben zeigen und die Erntezeit beginnt. An vielen Stellen findest du dann Stände mit frischen Äpfeln, Kürbissen und allem, was die Natur sonst noch zu bieten hat.

    Bist du auf den Geschmack gekommen und willst die Region länger erkunden?
    Hier findest du meine komplette Route für einen Roadtrip durch Nova Scotia

    Meine Reise nach Halifax und Nova Scotia fand in Zusammenarbeit mit Tourism Nova Scotia statt.

  • Roadtrip durch Nova Scotia:  Route & Geheimtipps

    Roadtrip durch Nova Scotia: Route & Geheimtipps

    Nova Scotia ist die zweitkleinste Provinz Kanadas und zugegeben, manchmal steht sie bei der Reiseplanung ein wenig im Schatten anderer Regionen des Landes. Warum das so ist, kann ich dir nach einem Roadtrip durch Nova Scotia aber immer noch nicht sagen: Denn ich war ziemlich begeistert!

    Fantastisches Essen, ungewöhnliche Unterkünfte und die allgegenwärtige Lässigkeit der Nova Scotians haben diese Rundreise ab Halifax zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht. In diesem Artikel verrate ich dir die Highlights der Route und einige ziemlich geniale Geheimtipps für deinen Trip.

    Ruhiger See mit Wolkenspiegelung und grünen Hügeln

    Nova Scotia: Ein Roadtrip für Genießer

    Für Wanderer, Outdoorsportler und Naturliebhaber ist das grüne Nova Scotia mit seinen unendlich langen Küsten natürlich ein wahres Paradies. Aber zugegeben, nicht immer will ich auf Stromschnellen im Kajak durch Flüsse jagen, tagelang wandern oder die wildesten Sportarten ausprobieren. Ich will Land und Leute kennenlernen, den Alltag hinter mich lassen und einfach Inspiration fürs Leben und alles andere sammeln – und wenn es richtig gut läuft, Gefallen an der lokalen Küche finden (Spoiler: in Nova Scotia überhaupt kein Problem!).

    Paniertes Gericht mit Pilzen und buntem Gemüse auf weißem Teller

    Auf diesem etwas anderen Roadtrip, der uns hauptsächlich rund um die Südküste Nova Scotias, aber auch nach Halifax und etwas weiter nördlich geführt hat, haben wir es uns daher ziemlich gut gehen lassen und wirklich tolle Spots entdeckt.

    Peggy’s Cove: Leuchtturmliebe & Fischeralltag

    Peggy’s Point Lighthouse

    Gleich vor den Toren von Halifax befindet sich eine der wichtigsten und schönsten Sehenswürdigkeiten Nova Scotias: Der Leuchtturm von Peggy’s Cove, Peggy’s Point Lighthouse, ist einer der meistfotografiertesten Leuchttürme der Welt.

    Frau geht bei Sonnenuntergang auf Leuchtturm am Meer zu

    Leuchttürme werden dir übrigens in Nova Scotia mit seiner endlosen Atlantikküste immer wieder begegnen – die beliebtesten wie Peggy’s Point Lighthouse kannst du ganz einfach entdecken, wenn du dich an die ausgeschilderte “Lighthouse Route” hältst.

    Weißer Leuchtturm mit roter Laterne auf Felsen am Meer

    Tipp: Wenn du die Gelegenheit hast, besuche Peggy’s Point Lighthouse zum Sonnenauf- oder -untergang. Dann wird es hier besonders stimmungsvoll.

    Peggy’s Cove

    Einen Katzensprung vom Leuchturm entfernt kannst du den eigentlichen Fischerort Peggy’s Cove besuchen. Hier leben das ganze Jahr über nur 30 Einwohner, aber dennoch ist der kleine Hafen mit seiner maritimen Atmosphäre einer der schönsten an der Südküste Nova Scotias.

    Malerisches Fischerdorf mit bunten Booten im ruhigen Hafen

    Außerdem kannst du hier durch wirklich hübsche Souvenirshops und einzigartige Kunsthandwerkerateliers bummeln: Suchst du original maritime Dekostücke wie alte Bojen oder Treibholz bist du hier genau richtig. Und selbst wenn du keinen Platz im Gepäck hast: Allein ein Besuch bei The Buoy Shack ist ein Erlebnis für sich.

    Altes Holzhaus-Fenster mit Fischernetzen und Seestern-Dekorationen
    Malerisches Fischerdorf mit rotem Holzhaus am Pier
    Rotes Fischerboot im malerischen Hafen von Peggy's Cove

    Übernachten in & um Peggy’s Cove

    Um Peggy’s Cove bei Sonnenaufgang zu sehen, bietet sich eine Unterkunft in der Nähe an. Empfehlen kann ich dir dafür das Oceanstone Seaside Resort and Spa, das nur wenige Autominuten von Peggy’s Cove entfernt liegt. Das lauschige Resort mit eigenem Strand war unsere erste Anlaufstelle direkt nach unserer Ankunft am Flughafen in Halifax – und das war die beste Entscheidung!

    Zwei Frauen entspannen auf weißen Stühlen vor Strandhaus
    Weiße Adirondack-Stühle am felsigen Meeresküste mit Kiefern

    Hier kannst du direkt entspannt in den Roadtrip starten, denn das Oceantime Seaside Resort and Spa verfügt über einen Outdoor-Spa-Bereich mit Aromatherapie-Sauna, Dampfbad, Kneipp-Bachlauf, verschiedenen Pools und Feuerstellen zum Aufwärmen bei kühleren Temperaturen.

    Hier kannst du Preise & Verfügbarkeit im Oceanstone Seaside Resort and Spa checken

    Eingang zum Spa at Oceanstone mit blühenden Gartenanlagen
    Graues Küstenhaus mit Meerblick und üppiger Vegetation

    Mahone Bay: Herbstvibes & Hollywood

    Von Peggy’s Cove geht es weiter Richtung Mahone Bay, einer Kleinstadt wie aus dem Bilderbuch. Die große Sehenswürdigkeit sind hier eigentlich die drei Kirchen an der gleichnamigen Bucht, deren drei Kirchtürme das Panorama von Mahone Bay prägen – aber der Ort selbst ist noch viel fotogener.

    Hummerfallen am Ufer mit kanadischer Kleinstadt im Hintergrund

    Das lag bestimmt auch am jährlich im Oktober stattfindenden Scarecrow Festival, bei dem kunstvoll gebastelte Vogelscheuchen die Straßen säumen. Fast schon skulpturenhaft werden berühmte Personen, Filmfiguren oder sogar Monarchen wie der britische King Charles I. zu Vogelscheuchen gestaltet und sorgen zusammen mit dem sich langsam verfärbenden Laub für ein buntes Straßenbild in Mahone Bay.

    Mahone Bay Schild mit Vogelscheuchen und Herbstdekoration

    Überhaupt ist mir hier zum ersten Mal so richtig aufgefallen, dass der Herbst die eigentliche perfekte Jahreszeit für einen Trip nach Nova Scotia ist: Mit ein bisschen Glück sind die Tage sonnig und trocken – und die herbstliche Kleinstadtatmosphäre wirkt wie aus einem romantischen Hollywoodfilm entsprungen.

    Idyllische Kleinstadt-Straße im Herbst mit bunten Bäumen
    Blaues Holzhaus am Kanal mit Herbstbäumen im Hintergrund
    Blaue Holzgebäude mit orangefarbenen Akzenten im Herbst

    Was du in Mahone Bay unternehmen kannst

    In Mahone Bay findest du einige hübsche Locations, in denen du die Herbststimmung so richtig genießen kannst: Im The Barn kannst du dich mit einem warmen Pumpkin Spice Latte in einen der gemütlichen Sessel kuscheln und die gemütliche Atmosphäre eines authentischen Coffee House genießen. Magst du lieber Tee, empfehle ich dir die Tea Brewery mit ihrer wirklich sehr guten Auswahl an losem Tee.

    The Barn Coffee and Social House mit orangefarbenen Blumen und Open-Schild
    Vintage Regal mit Messingkerzenhaltern, Kürbis und altem Foto
    Gemütlicher Laden mit Pflanzen, Kerzen und Naturkosmetik auf Holzregalen

    Noch mehr Lust auf Kanada?
    Hier findest du weitere Artikel.

    Lunenburg: Kunst, Kultur & gutes Essen

    Lunenburg ist eine wahre Wundertüte: Von zumeist deutschen Siedlern Mitte des 18.Jahrhunderts gegründet, kann die einst wichtigste Hafenstadt der Region auf eine lange Geschichte zurückblicken.

    Buntes Hafenstädtchen mit Holzsteg und Segelschiff am Wasser

    Du findest hier also jede Menge Architektur aus dieser Zeit, wie zum Beispiel schmucke Kapitänsvillen oder bedeutsame Sehenswürdigkeiten wie die Bluenose II, einen Nachbau des berühmten Segelschoners Bluenose, der durch seine enorme Größe und Wendigkeit zum Nationalheiligtum Kanadas geworden ist.

    Frau spaziert auf Holzdeck eines historischen Segelschiffs mit Flaggen

    Tipp: Die Bluenose II liegt im Hafen von Lunenburg und kann mit einem Ticket für das Fisheries Museum of the Atlantic besichtigt werden.

    Warum du Lunenburg nicht verpassen darfst

    So viel Geschichte hat sogar dazu geführt, dass Lunenburg 1995 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurde. Aber auch abseits der wichtigen Geschichte findest du hier ein ziemlich hübsches Örtchen, das viel zu bieten hat: Kulinarisch und kulturell gibt es einiges zu entdecken!

    Fish Shack Restaurant in Lunenburg, Nova Scotia mit Blumendekoration

    Ob bunte Fischbuden mit fangfrischem Lobster (The South Shore Fish Shack), eine spanische Tapas-Bar (Bar Salvador) oder lauschige Coffee Shops (No.9 Coffee Bar) über und über mit Werken lokaler Künstler tapeziert – in Lunenburg hätte ich locker noch ein paar Tage mehr verbringen können, auch, um durch die vielen kleinen Galerien und Vintage-Läden zu bummeln.

    Frische Meeresfrüchte auf Eis in kanadischem Fischrestaurant
    Spanische Tapas in Tonschalen mit Zitronengetränk
    Frau posiert vor buntem Lunenburg-Wandgemälde in Kanada

    Wo übernachten in Lunenburg

    Am besten übernachtest du hier mittendrin, denn abends hier durch die Lokale zu ziehen, solltest du dir nicht entgehen lassen. Wir haben in den B2 Lofts übernachtet – inklusive traumhaften Ausblicks auf die Bucht von Lunenburg.

    Mehr über Lunenburg & alle genauen Tipps erfährst du hier.

    Gemütliches Wohnzimmer mit hellem Fenster und weißen Vorhängen

    Von Lunenburg bis Yarmouth: Traumhafte Strände, wilde Haustiere und ein Wohnparadies

    Die nächste Etappe hielt etwas mehr an Kilometern bereit – die Entfernungen sind, wie überall in Kanada, auch in einer kleinen Provinz wie Nova Scotia nicht ohne. Und schöne Stopps gibt es bei der überwältigenden Küstenlandschaft im Süden Nova Scotias genug, sodass es wirklich schwer fällt, nicht alle paar Kilometer anzuhalten.

    Meine liebsten Spots auf dem Weg von Lunenburg zu unserem nächsten längeren Halt Yarmouth:

    Liverpool

    Fast wären wir durchgefahren, aber manchmal sind es eben genau diese Orte, die für die größten Überraschungen auf einem Roadtrip sorgen. Von großen Sehenswürdigkeiten eher entfernt, ist Liverpool eine kleine, leicht zu übersehende Kleinstadt. Dennoch empfehle ich dir, hier einen kleinen Stopp einzulegen.

    Straßenschild Liverpool und Brooklyn vor viktorianischem Gebäude

    Zum einen kannst du in Liverpool richtiges Local Life erleben, zum anderen kannst du ein echtes kulinarisches Kleinod entdecken. Im Main & Mersey wird japanisch-kanadische Fusionsküche serviert: Wirklich, wirklich gut, absolut einzigartig und sprengt dabei noch nicht mal die Reisekasse. Unbedingt ausprobieren!

    Gemütliches Café-Interieur mit Pflanzen, Holzmöbeln und Rattanlampen
    Knusprige Krokette mit cremiger Sauce und Bonito-Flocken
    Main & Mersey Café mit Außensitzplätzen in Backsteingebäude

    Summerville Beach

    Entlang der zerklüfteten, weitläufigen Südküste Nova Scotias gibt es traumhaft wilde Strände – einer davon ist Summerville Beach. Der knapp ein Kilometer lange Sandstrand mit türkisblauem Wasser gilt als einer der schönsten Nova Scotias.

    Felsiger Sandstrand mit ruhigem Meer und Horizont
    Einsamer Strand bei Ebbe mit Herbstwald im Hintergrund

    Den besten Ausblick auf den Strand und zugleich eine gute Option für einen kulinarischen Zwischenstopp hast du vom Quarterdeck Grill.

    Gelbe Barhocker auf Holzterrasse mit Meerblick

    In den angeschlossen Quarterdeck Beachside Villas kannst du übrigens auch gut übernachten – Meerblick inklusive.

    Cape Sable Island: Eine wilde Überraschung

    Ein Abstecher zum südlichsten Zipfel Nova Scotias bringt dich über den Cape Sable Island Causeway nach Cape Sable Island, einer kleinen, bewohnten Insel mit endlosen, rauhen Atlantikstränden. Perfekt, um sich die frische Brise um die Nase wehen zu lassen.

    Helle Kieselsteine am Strand mit ruhigem Meer im Hintergrund
    Treibholz am Kiesstrand mit Leuchtturm in der Ferne

    Aber Cape Sable Island birgt noch eine Überraschung: Im südlichen Teil, The Hawk genannt, lebt eine kleine Population von Rehen, die sich hier irgendwann einmal auf der Insel angesiedelt hat, obwohl hier nicht wirklich Wald zu sehen ist. Auf der Suche nach Essbarem jedoch streifen sie ganz selbstverständlich durch die Vorgärten der wenigen Häuser der Insel – und die Anwohner haben sich so sehr an sie gewöhnt, dass sie sie immer mal wieder mit Möhren und anderem Futter versorgen.

    Junges Reh steht auf Rasen neben rotem Holzhaus

    Füttern aus dem Auto heraus ist allerdings verboten, wohl, damit sich die Tiere nicht an Autos gewöhnen und die Unfallgefahr steigt. Offen und entspannt wie die Bewohner Nova Scotias aber sind, dauerte es nicht lange, und wir fanden uns bei einem lustigen Plausch auf der Veranda eines Ehepaares wieder, vor uns ein Sack voller Möhren und umzingelt von wilden Rehen.

    Reh steht vor einer Hausveranda und schaut neugierig hin
    Zwei Hirsche grasen im Garten vor rotem Holzhaus

    Falls ihr selbst mal vorbeifahrt: Die Anwohner freuen sich über Futterspenden. Gerade in der Jagdsaison findet ihr überall Straßenverkäufe mit großen Mengen Gemüse wie z.B. Möhren (die dann aber anders genutzt werden, nämlich als Lockmittel) – einfach mitbringen, in The Hawk findet ihr Spendenkisten, die ihr befüllen könnt.

    Yarmouth

    Eher etwas ruhig und unscheinbar, entpuppte sich Yarmouth als absoluter Übernachtungs-Geheimtipp: Die Rennesouth Apartments befinden sich in einem Ensemble historischer Handelshäuser, die sich bis zur Sanierung in einem schlechten Zustand befanden und unbewohnbar waren – unvorstellbar, wenn man die einzelnen Apartments heute sieht!

    Helle moderne Küche mit Marmorarbeitsplatte und Blumendekoration

    Das gesamte Renovierungsprojekt war so beeindruckend, dass der Prozess in einer eigenen Fernsehshow des Senders HGTV dokumentiert wurde.

    Industrielles Wohnzimmer mit Chesterfield-Sofa und Backsteinwand
    Elegantes Badezimmer mit freistehender weißer Badewanne und Kunstgemälde

    Was du in Yarmouth unternehmen kannst:
    Yarmouth Farmer’s Market Jeden Samstag gibt es einen kleinen Farmer’s Market mit viel Kunsthandwerk und Leckereien aus kleiner Produktion. Hier findest du die besten und außergewöhnlichsten Souvenirs.
    Rudder’s Brew Pub Gemütlicher Pub mit unzähligen Biersorten. Perfekt, um in das Kleinstadtleben einzutauchen.
    Warehouse 87 Antiques Emporium Kleines Antiquitätenparadies für Vintageliebhaber, direkt auf der Water Street

    Farbenfrohes Straßenkunst-Mural einer Meerjungfrau an Gebäudewand
    Hände reichen Teller mit käseüberbackenen Pommes frites

    Digby: Hauptstadt der Jakobsmuscheln

    Nachdem ich zwar schon ziemlich leckere Lobstergerichte, aber immer noch keinen kompletten Lobster verputzt hatte (ich habe mich einfach nicht herangetraut), musste eine andere Meeresfrüchte-Spezialität Nova Scotias ran. Digby nennt sich selbst „scallop capital of the world„, und wenn nicht hier zum ersten Mal Jakobsmuscheln probieren, wo dann?

    Gebratene Jakobsmuscheln mit Zitronenscheibe auf Muschelschale
    Willkommensschild Digby Crows Nest mit maritimen Dekorationen

    Zugegeben, wirklicher Fan von Jakobsmuscheln bin ich zwar nicht geworden, aber das rustikale Ambiente des The Crow’s Nest mit Blick auf den Hafen von Digby und die Bay of Fundy ist den Besuch wert. (Und ansonsten wirst du hier auch als Nicht-Meeresfrüchte-Esser oder Vegetarier auf der Karte fündig.)

    Kanadische Uferpromenade mit Flaggen, Kanone und Leuchtturm
    Fischerboote im ruhigen Hafen unter bewölktem Himmel
    Holzschnitzerei mit Meerestieren an weißer Hausfassade

    Harbourville: Der Natur ganz nah

    Harbourville besteht hauptsächlich aus einem kleinen Hafen und steht womöglich gar nicht so oft auf dem Programm von Besuchern in Nova Scotia. Aber nur ein paar Autominuten entfernt findest du einen richtigen Geheimtipp, wenn du einfach mal entspannen und die Natur genießen willst.

    Kleiner Fischerhafen mit blauen Booten bei Ebbe
    Roter Harbourville Fish Market mit Boot unter blauem Himmel

    Mit der Harbourville Villa West hast du hier den perfekten Ort, um deine Batterien aufzuladen. Rund um das Gebäude mit 2 großen Maisonettewohnungen gibt es weit und breit nichts außer Natur: Die unverbaute Aussicht auf die Bay of Fundy ist atemberaubend, und tagsüber siehst du hier sogar Weißkopfseeadler über dem Haus fliegen.

    Adler fliegt über graues Meer mit Küste im Hintergrund
    Grüne Wiese mit Holzstapel und Meerblick durch Bäume
    Wildblumenwiese mit Bäumen und Meeresblick im Herbst

    Das gesamte Haus ist sehr offen und hell gestaltet, was ein echter Segen ist; nachts im Bett liegen zu können und dabei in den funkelnden Sternenhimmel zu schauen, der hier rundherum ganz frei von ablenkenden Lichtquellen ist, ist einfach magisch.

    Gemütliche Fensterbank mit Patchworkdecke und Meerblick
    Gemütliches Wohnzimmer mit Frühstückstisch und Obst

    Wolfville: Saftige Äpfel und ein bisschen Magie

    In Wolfville sind wir noch einmal richtig in die Herbststimmung in Nova Scotia eingetaucht: Pünktlich zur Erntesaison trudelten wir in diese hübsche Kleinstadt ein, die ein bisschen mein Herz gestohlen hat.

    Besucher pflücken bunte Kürbisse auf einem Herbst-Kürbisfeld

    In der Gegend um Wolfville gibt es viel Landwirtschaft. Daher findest du viele Straßenverkäufe mit frischem Obst und Gemüse, aber auch Pumpkin Patches, das sind große Wiesen mit den schönsten Kürbissen in allen Farbvariationen. Oder du pflückst dein Obst einfach selbst – Körbchen im kleinen Markt vorne an der Straße holen und im Dickicht der Obstbäume verschwinden. Selbst gepflückte Äpfel sind einfach die leckersten!

    Frisch geerntete rote Äpfel in einer Holzkiste
    Frau pflückt frischen Apfel vom Baum im Obstgarten

    In Wolfville selbst kannst du durch die kleinen Pubs ziehen, gemütliche Coffee Shops wie das Charts Café oder ausgefallene Shops wie das Realm entdecken.

    Café-Speisekarte mit Kaffee-, Tee- und Speisenangebot
    Verschiedene Edelsteine und Mineralien in Glasschalen auf Markt

    Wallace Bay: Wein & Wellness

    Wir hatten noch ein wenig Zeit auf unserem Roadtrip und haben daher noch einen Abstecher in eine andere Gegend von Nova Scotia gemacht: Die Northumberland Shore ist bekannt für seine langen Strände, an denen durch die geographische Lage das Wasser wärmer ist als an anderen Orten (einzigartig bei den sonst eher kalten Atlantiktemperaturen) und eines der bekanntesten Weingüter Nova Scotias.

    Bunte Adirondack-Stühle mit Blick auf Golfplatz und Meer

    Bei Jost Vineyards kannst du über das Weingut spazieren und einen der besten Weine Nova Scotias probieren.

    Vier Holzstühle vor grünem Weinberg im Herbst

    Zum Baden im Meer war es im Herbst allerdings schon zu kalt; dafür haben es uns im luxuriösen Fox Harb’r Resort direkt am Meer gut gehen lassen. Mitten auf einem Golfplatz gelegen (absoluter Tipp für Golfer und die, die es werden wollen – leider reichte unsere Zeit nicht) bist du hier von Grün umgeben und kannst tagsüber zum Entspannen das große Spa mit Meerblick nutzen und dich abends im Restaurant verwöhnen lassen.

    Elegantes Hallenbad mit Holzgewölbedecke und klarem Wasser
    Elegante Hotelbar mit Ledersesseln und beleuchtetem Spirituosenregal
    Lammkotelett mit Gemüse, Kartoffelpüree und Beerensauce

    Halifax: Großstadt mit viel Herz

    Als Hauptstadt ist Halifax natürlich viel geschäftiger als andere Städte der Provinz. Hier erwartet dich eine Großstadt mit unzähligen Einkaufsmöglichkeiten und tollen Cafés und Restaurants. Dennoch verfügt auch Halifax über den lässigen Charme Nova Scotias, sodass wir hier unseren erlebnisreichen Roadtrip entspannt ausklingen lassen konnten.

    Blick auf den Hafen von Halifax mit kanadischen Flaggen vom Fenster aus.
    Veganes Café mit Kreidetafeln und Backwaren auf Theke
    Buntes Blumen-Wandgemälde auf Backsteinmauer neben weißer Tür

    Lass dir daher unbedingt etwas Zeit für eine kleine Sightseeingtour durch die Stadt und erkunde edgy Vintage-Shops wie Elsie’s Consignment Clothing, bunte Street Art wie am Canadian Museum of Immigration at Pier 21 oder innovative Gastro-Konzepte wie die lateinamerikanische Bar Sofia.

    Hotel-Tipp für Halifax: Muir*

    Hier geht’s zum ausführlichen Halifax-Guide mit all meinen Tipps

    Frau im Bademantel sitzt lächelnd in weißem Hotelbett
    Vintage-Secondhand-Shop mit Kleidung, Möbeln und Accessoires
    Gemischter Grillteller mit Fleisch, Gemüse und Pommes

    Karte mit allen Locations

    Damit du dir nicht alle Orte einzeln notieren musst, habe ich dir alles auf dieser Karte abgespeichert. Du kannst sie dir auch in deine Google Maps App laden – so hast du alle Locations auch unterwegs zur Hand.

    Frisch geerntete rote Äpfel in einer Holzkiste

    Praktische Tipps für deinen Trip nach Nova Scotia

    Wie kommt man am besten nach Nova Scotia?

    Wenn du von Deutschland aus nach Nova Scotia willst, gibt es gute Neuigkeiten: Von Frankfurt aus kannst du direkt mit Condor nach Halifax, der Hauptstadt Nova Scotias, fliegen. Und der Flug ist für einen Transatlantikflug mit maximal nur 7 Stunden richtig kurz! Am frühen Nachmittag sind wir in Frankfurt gestartet, zum Sonnenuntergang sind wir in Halifax gelandet und direkt losgefahren.

    Condor-Flugzeug mit Streifenlackierung am Flughafengate

    Condor fliegt mit einem brandneuen A330neo nach Halifax, und selbst in der Economy Class ist das Serviceangebot sehr gut, was Komfort und Bordverpflegung angeht. Es lohnt sich aber auch, ein Auge auf mögliche Upgrades zu haben.

    Manchmal ist der Preisunterschied zur Premium Economy Class oder zur Business Class nicht so hoch, wie man denkt. Wenn du dich nicht direkt bei der Buchung festlegen willst, ist das auch kein Problem. Je nach Buchungslage kannst du sogar noch kurz vor dem Flug spontan am Gate ein Upgrade buchen (und manchmal ein gutes Schnäppchen machen!).

    Flugzeugfenster mit reflektiertem Gesicht.
    Hand rührt Kaffee in Condor-Pappbecher mit Holzstäbchen

    Was ist die beste Reisezeit für Nova Scotia?

    Gute Monate für einen Trip nach Nova Scotia sind von Juni bis September. Das Klima ist dann mild bis sommerlich warm. Wenn du einen beeindruckenden Indian Summer erleben willst, bietet sich auch der Oktober als Reisemonat an.

    Die Landschaft Nova Scotias verfärbt sich dann in den leuchtendsten Farben und in den einzelnen Ortschaften kannst du dich mit Events wie dem Scarecrow Festival in Mahone Bay oder den Vorbereitungen auf Halloween in Herbststimmung bringen.

    Orangene und weiße Kürbisse mit bunten Herbstblumen

    Braucht man unbedingt einen Mietwagen?

    Tatsächlich ja. Ohne Mietwagen durch Nova Scotia zu reisen, ist beschwerlich. Es gibt Busverbindungen, aber die Entfernungen sind nicht zu unterschätzen. Außerdem sind einige der erwähnten Orte nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

    Allerdings ist das Autofahren in Nova Scotia sehr easy. Der Verkehr ist entspannt und selbst in größeren Orten ist Parken nie wirklich ein Problem. In Kanada wird das metrische System genutzt, sodass du auch im Gegensatz zu Reisen in den USA keine Probleme mit der Umrechnung von Meilen in Kilometer hast.

    Selbst in Halifax kannst du relativ entspannt durch die Stadt cruisen; in der Innenstadt musst du vielleicht nur je nach Unterkunft schauen, wo du den Wagen über Nacht am besten parken kannst – unser Hotel bot gegen Aufpreis einen Platz in der hoteleigenen Tiefgarage.

    Es macht übrigens Sinn, das Auto auch für Halifax zu nutzen. Der Flughafen liegt nämlich etwas außerhalb, und allein mit dem Auto benötigt man 35 bis 40 Minuten bis in die Innenstadt. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln dauert die Fahrt mehr als eine Stunde. Es lohnt sich also, einen Mietwagen für den gesamten Aufenthalt zu reservieren, auch wenn man ihn zum Sightseeing in Halifax nicht unbedingt benötigt.

    Für die Anmietung reicht übrigens der deutsche/EU-Führerschein.

    Hier kannst du Mietwagen ab Halifax buchen*

    Rote Äpfel in Kartons mit Aufschrift Product of Canada

    Braucht man für Kanada ein Visum?

    Mit einem deutschen Pass musst du vor der Einreise nach Kanada eine elektronische Reisegenehmigung (eTA) beantragen. Die eTA kostet 7 € und ist bis zu fünf Jahren gültig, je nach Ablaufdatum deines Reisepasses. Du kannst sie damit auch für spätere Reisen nach Kanada nutzen.

    Zusätzlich kannst du dir die App ArriveCAN ( iOS / Android ) für die Zollabfertigung herunterladen. Damit kannst du dir unter Umständen längere Wartezeiten bei der Einreise sparen.

    Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Zusammenarbeit mit Tourism Nova Scotia.

  • Winter in Montreal: Tipps für einen Tag in der kanadischen Metropole

    Winter in Montreal: Tipps für einen Tag in der kanadischen Metropole

    Irgendwie hatte ich mir bei Montreal und Kanada im Dezember gewaltige Schneemassen vorgestellt. Durch den Schnee stapfen bei minus 20 Grad. Nun ja. War ich in Teheran mitten im Wintereinbruch gelandet, schmolz in Montreal gerade der letzte Schnee wegen einer kleinen Wärmewelle. Also kein Canadian Winter Wonderland für mich. Schade eigentlich, so wäre das Weihnachtsshopping in Montreal noch etwas stimmungsvoller ausgefallen. Ein Gutes hatte das milde Winterwetter aber: So konnte ich ganz in Ruhe und ohne klirrende Kälte die Montreal Sehenswürdigkeiten erkunden.

    Die unterirdische Stadt in Kanada

    Trotzdem ist Montreal die perfekte Shoppingstadt, auch oder gerade im Winter. Die meisten Malls sind nämlich unterirdisch zu erreichen, fast die gesamte Innenstadt ist mit einem labyrinthartigen Untergrundsystem versehen. Montreal ist wie eine unterirdische Stadt. U-Bahn-Stationen, Bürogebäude, Einkaufszentren – alles ist durch Tunnel verbunden. Ganz schön praktisch, wenn es draußen mal wirklich kalt wird: man kann durch die komplette City laufen, ohne auch nur einmal den Fuss auf die Straße setzen zu müssen. Schon etwas unwirklich, wie das Leben sich unter Tage wie eine Parallelwelt anfühlt.

    Tipps & Sehenswürdigkeiten in Montreal

    Außer unterirdisches Shopping gibt’s auch ein paar andere schöne Sehenswürdigkeiten in Montreal – hier ein paar Tipps, unsortiert und ohne Anspruch auf Vollständigkeit, aber dafür selbst ausprobiert! 🙂

    Essen & Trinken in Montreal

    Irgendwie ist es wohl das französische Erbe: Cafés und Restaurants an jeder Ecke, eins gemütlicher als das andere. Wie zum Beispiel die Bar A Beurre oder das Café de Mercanti in der Altstadt von Montreal. Guter Kaffee und viel Süßkram, wie zum Beispiel die gefüllten Butterballen in allen Farb- und Geschmacksvariationen.

    Café de Mercanti
    350 Notre Dame Est.
    Old Port Montreal, QC H2Y1C7
    Website

    Gleich nebenan:
    Bar A Beurre
    Website

    Marché Bonsecours

    Auf der Suche nach ein paar Souvenirs? Gibt’s im Marché Bonsecours, einer überdachten Markthalle. Dort befinden sich jede Menge kleine Kunsthandwerksläden mit ausgefallenen Montreal- und Kanada-Souvenirs. Nicht günstig, aber schön. Ich habe mir einen indianischen Traumfänger mitgebracht.

     Montreal Sehenswürdigkeiten Marche Bonsecours

    Quai de l’Horloge

    Am alten Hafen von Montreal (Vieux-Port de Montréal) gibt es am Ende des Quai d’horloge einen klitzekleinen Stadtstrand mit rustikalem Hafenambiente. War natürlich ausgestorben, aber definitiv vorgemerkt für sonnigere Tage. (Sollte ich nochmal das Glück haben, in ein paar Monaten wiederzukommen.) Und wenn das Wetter nicht mitspielt: Im Vieux-Port gibt es noch ein tolles Spa, das Bota Bota – das hätte ich so gerne auch noch ausprobiert, aber der Pick-Up rief mal wieder. Nächstes Mal.

     Montreal Sehenswürdigkeiten Strand Quai de l'horloge
    Montreal Sehenswürdigkeitentour de l horloge montreal
    old port bahnübergang montreal
    Montreal Sehenswürdigkeiten Vieux Port
    Montreal Sehenswürdigkeiten Old Port
    bahnschienen vieux port Montreal Sehenswürdigkeiten
    Montreal Sehenswürdigkeiten Eichhörnchen mit Nuss

    Basilika Notre-Dame de Montréal

    Montreal ist bekannt für seine vielen Kirchen. Darunter gibt es ein paar wirklich herausragend schöne wie das St.-Josephs-Oratorium auf dem Mont Royal. Oder die Basilika Notre-Dame de Montréal (siehe Fotos). Auch für nicht Kirchengänger sehenswert.

    Basilika Notre Dame Montreal Sehenswürdigkeiten
     Montreal Sehenswürdigkeiten Basilika Notre Dame

    Übernachten in Montreal

    Ich habe im Delta Hotel by Marriott übernachtet. Sehr gut, aber auch sehr gediegen. Die Lage aber war zum Erkunden der Stadt perfekt! Wer nicht ganz so viel investieren will: Ganz in der Nähe gibt es das Zero 1, etwas günstiger, dafür moderner und ebenso komfortabel.

    Hier findest du noch mehr über Kanada

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