In Kanada erwarten dich endlose Wälder, wilde Küstenlandschaften und Städte mit europäischem Flair. Besonders die Provinz Nova Scotia hat mich mit ihrer Mischung aus maritimer Geschichte, bunten Hafenorten und spektakulärer Natur begeistert. Absolutes Highlight ist hier z.B. das kleine UNESCO-Städtchen Lunenburg, das mit seinen pastellfarbenen Häusern zu den schönsten Orten an der kanadischen Ostküste gehört.
Wenn du ein paar Tage in Downtown Vancouver verbringst, siehst du sie ständig: kleine Propellermaschinen, die im Minutentakt über dem Coal Harbour einschweben, aufs Wasser aufsetzen und kurz darauf wieder Richtung Berge abheben. Wasserflugzeuge gehören hier so selbstverständlich zum Stadtbild wie die Skyline selbst – Vancouver hat einen der verkehrsreichsten Wasserflughäfen der Welt, mitten im Zentrum.
Mitten in Downtown: Abflug im Coal Harbour
Harbour Air heißt die Fluggesellschaft, deren Wasserflugzeuge für den regen Betrieb im Hafen von Vancouver sorgen. Neben Panoramaflügen kannst du auch reguläre Linienflüge mit dem Wasserflugzeug absolvieren. Neben Fähren und „normalen“ Flugzeugen sind Wasserflugzeuge in Vancouver nämlich ein übliches Verkehrsmittel für längere Strecken innerhalb British Columbias oder sogar bis nach Seattle. Der Abflug in Vancouver ist praktischerweise mitten in Downtown. Das Vancouver Harbour Flight Centre befindet sich direkt neben dem großen Kreuzfahrtterminal am Canada Place.
Für den 30-minütigen Panoramaflug checkst du in einer kleinen Abflughalle ein (in der Regel 40 Minuten vorher), bis es dann kurz vor Abflug auf die Stege zum Flugzeug geht. Geflogen wird mit kleinen Propeller-Maschinen von De Havilland, in denen maximal 19 Passagiere Platz finden. Ich bin mit einer DHC-3 Single Otter mit 14 Sitzplätzen geflogen, und obwohl ich das Fliegen in relativ kleinen Linienflugzeugen gewöhnt bin, war es trotzdem super aufregend.
Einmal über Vancouver mit dem Wasserflugzeug
Ein bisschen traurig war ich vor Abflug schon. Nachdem meine ersten Tage in Vancouver von so viel Sonnenschein geprägt waren, dass ich zwischenzeitlich sogar einen kleinen Sonnenstich erlitten hatte (mach es besser als ich und achte in Vancouver auch bei weniger heißen Temperaturen auf guten Sonnenschutz!), war das Wetter an meinem Abflugtag weniger schön. Leider konnte ich nicht mehr umbuchen, und so bin ich dann trotzdem los.
Allerdings war die schlechte Laune schnell verflogen, denn der ganze Flug war auch ohne Sonnenschein ein absolutes Erlebnis. Ich bin vorher noch nie mit einem Wasserflugzeug geflogen und allein die Tatsache, wirklich auf Wasser zu starten und zu landen, war für mich so faszinierend, dass es den Flug absolut wert war.
Eine Stadt mitten in purer Natur
Der Panoramaflug wird offiziell mit 30 Minuten angegeben, die reine Flugdauer sind allerdings nur 20 Minuten. Das reicht aber vollkommen, um zu begreifen, was Vancouver eigentlich so besonders macht. Denn schon kurz nach dem Abflug kreist der Flieger plötzlich über die schönsten Landschaften: zerklüftete Berge, dicht begrünte Hügel und eine Fjordlandschaft wie in Norwegen. Vancouver ist einfach von purer Natur umgeben.
Vancouver’s Skyline
Kaum hatte ich meine Kinnlade wieder langsam hochgeklappt, dreht unser Pilot ab und fliegt eine große Runde rund um Downtown und den Hafen, ganz so, alles wolle er uns nochmal den großen Kontrast zeigen: Denn die Skyline Vancouvers ist auch nicht von schlechten Eltern. Daneben gibt es noch Ausblicke auf das BC Place Stadium und den riesigen Hafen mit seinen zahlreichen Containern.
Was ist mit dem Wetter? Geflogen wird nach Sicht. Bei tief hängenden Wolken oder starkem Wind kann sich der Flug verschieben – plane den Rundflug also nicht auf den letzten Reisetag.
Was kostet ein Rundflug? Günstig ist das Vergnügen nicht – rechne für den 30-Minuten-Rundflug mit ca. 150 CA$ (100€). Für mich war es jeden Dollar wert, und angesichts des generell hohen Preisniveaus in Vancouver klang die Summe vor Ort gar nicht mehr so astronomisch.
Sind die Flugzeuge sicher? Bezüglich Sicherheit hatte ich nun wirklich gar keine Bedenken. Solltest du allerdings große Flugangst haben, bin ich mir nicht sicher, ob so ein Panoramaflug das Richtige für dich ist. Die Flugzeuge sind sehr klein, du spürst jede Kurve und auch die Lautstärke in der Kabine könnte ein zusätzlicher Stressfaktor sein. Allerdings ist der Flug selbst mit 20 Minuten sehr kurz – überleg es dir einfach. Die Aussicht von oben ist jedenfalls traumhaft schön.
Übernachten in Vancouver: Mein Hotel-Tipp
Vancouver ist wirklich teuer und gute Tipps Gold wert! Ich empfehle dir das The Burrard in Downtown Vancouver – ein umgebautes 50er-Jahre-Motel mit Retro-Charme, Innenhof voller Palmen und – für die hiesigen Verhältnisse – recht moderaten Preisen. Von hier läufst du in etwa 20 Minuten zum Wasserflugzeug-Terminal am Canada Place.
Mehr als ein Rundflug: Mit dem Wasserflugzeug nach Vancouver Island
Harbour Air ist im übrigen keine reine Rundflug-Airline, sondern fliegt im Linienverkehr auch quer durch British Columbia. Vom selben Terminal in Downtown Vancouver gehen z.b. regelmäßig Flüge nach Victoria, Nanaimo, Tofino, Whistler und saisonal sogar nach Seattle! Der Flug nach Victoria dauert etwa 35 Minuten und landet direkt im Inner Harbour – von Downtown zu Downtown, schneller geht es nicht nach Vancouver Island.
Die kleinen Wasserflugzeuge sind allerdings sehr gewichtssensibel, daher gelten strenge Gepäcklimits. Wie viel Gepäck du mitnehmen kannst, hängt vom gewählten Tarif ab. Gewogen wird allerdings alles bis zur kleinsten Tasche. Reist du also mit viel Gepäck, solltest du dich unbedingt erkundigen, ob du alles so mitnehmen kannst, und dann weit im Voraus buchen. Der Platz für Gepäck ist nämlich sehr begrenzt. Hier findest du die Gepäckregelungen bei Harbour Air
Die Alternative: Mit der Fähre nach Vancouver Island
Bei den Fähren hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Die klassische Variante sind die Autofähren von BC Ferries – allerdings legen die nicht in der Innenstadt ab, sondern in Horseshoe Bay (West Vancouver) beziehungsweise Tsawwassen, beides eine gute Stunde mit Bus oder Auto vom Zentrum entfernt.
Bist du ohne Auto unterwegs, gibt es inzwischen eine deutlich bequemere Option: Die Schnellfähre hullo verbindet seit 2023 Downtown Vancouver in etwa 70 Minuten direkt mit Downtown Nanaimo – als reine Passagierfähre.
Das Beste daran: Die Fähre legt am Canada Place neben dem Wasserflugzeug-Terminal ab. Du musst also nicht mehr aus der Stadt raus nach Horseshoe Bay fahren, sondern kannst mitten in Downtown aufs Boot steigen. Für Fußgänger auf dem Weg nach Vancouver Island ist das aktuell die unkomplizierteste Verbindung – und mit Gepäck deutlich stressfreier als das Wasserflugzeug. Ich bin von Vancouver aus mit der hullo Fähre nach Vancouver Island gefahren und es war super unkompliziert.
Mein Fazit: Lohnt sich der Rundflug mit dem Wasserflugzeug?
Meiner Meinung nach ist keine große Reise nach Vancouver komplett ohne einen Flug mit einem Wasserflugzeug. Obwohl bei meinem Besuch das Wetter nicht perfekt war, war das gesamte Erlebnis für mich unvergesslich.
Warum auch du unbedingt fliegen solltest? Erstens siehst du so erst einmal, in welch außergewöhnlichem Umfeld Vancouver liegt, mitten zwischen Regenwald, Meer und Bergen – und zweitens ist es so faszinierend, auf Wasser zu starten und zu landen. Für den kurzen Flug ist es sicher ein teurer Spaß, aber einer, der sich wirklich lohnt und dir auf ewig in Erinnerung bleiben wird.
Disclaimer: Ich war im Auftrag von Travellers Insight, dem Online-Magazin des Flughafen München, im Pazifischen Nordwesten unterwegs. Mehr über Vancouver findest du in diesem Artikel – und schaue auch in meine Tipps für Victoria und Seattle!
Kreativer Vibe, viel Geschichte und frische Meeresluft: Ein Stopp in der vielseitigen Hafenstadt Lunenburg ist auf einem Trip durch Kanadas zweitkleinste Provinz Nova Scotia einfach ein Muss. In diesem Guide verrate ich dir meine persönlichen Highlights in Lunenburg und gebe dir ein paar hilfreiche Tipps für einen der größten Schätze Nova Scotias.
Lunenburg ist zwar ein kleiner Ort, spielt aber dennoch in der Geschichte Nova Scotias eine wichtige Rolle. 1753 wurde es von den Briten gegründet, in der Hoffnung mehr Protestanten in der Region anzusiedeln. Britische Protestanten blieben zwar aus, dafür fanden sich aber immer mehr deutschen Emigranten, die in Lunenburg ihr Glück suchten. Bis heute kannst du den deutschsprachigen Einfluss nicht nur im Stadtnamen, sondern auch in vielen Straßennamen wiederfinden.
Mit seinem Hafen wurde Lunenburg auch zu einem wichtigen wirtschaftlichen Pfeiler der Region: Die Fischerei wurde zu einer wichtigen Einnahmequelle und zog auch weitere Industrien wie zum Beispiel große Werften an. Bis heute spielen Kabeljau- und Hummerfang eine Rolle in Lunenburg, wenn auch nicht ganz so groß wie einst.
Dank seiner historischen Architektur und der langjährigen maritimen Tradition wurde Lunenburg 1995 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt und ist heute Anziehungspunkt vieler Touristen, ohne dabei zu sehr überlaufen zu sein, im Gegenteil. Lunenburg war für mich die perfekte Kombination aus Geschichte und Gegenwart, denn der Ort versprüht einen kreativen Vibe, den ich so nicht erwartet hätte!
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Lunenburg
Es gibt einige Sehenswürdigkeiten in Lunenburg, die du nicht verpassen solltest! Da die Stadt selbst nicht besonders groß ist, kannst du die meisten Locations bequem zu Fuß erreichen. Wenn du tiefer in die Geschichte Lunenburg eintauchen und echte Locals kennenlernen willst, dann kannst du auch an Walking Tours teilnehmen, die dich an die wichtigsten Punkte führen.
Fisheries Museum of the Atlantic
Um mehr über Lunenburgs Geschichte zu erfahren, führt kein Weg am Fisheries Museum of the Atlantic vorbei. Das leuchtend rote Gebäude direkt am Hafen ist allerdings auch nicht zu übersehen und so zentral an der Promenade gelegen, dass du von hier aus deine Erkundungstour durch Lunenburg starten kannst.
Hier erfährst du, welch wichtige Rolle die Fischerei seit jeher für Nova Scotia spielt, kannst Seemannsknoten lernen und einfach nur die restaurierten Schiffe bestaunen, die direkt vor dem Museum vor Anker liegen.
Bluenose
Lunenburgs Werften haben auch ein ganz besonderes Schiff hervorgebracht, das wirklich jeder Kanadier kennt: Die Bluenose ist das legendäre Segelschiff, das auf der kanadischen 10-Cent-Münze abgebildet ist. Ursprünglich als Fischerei- und Regattaschiff gebaut, ist der Segelschoner bis heute ähnlich der Gorch Fock in Deutschland das ultimative Symbol für die maritime Geschichte Kanadas und gilt als Nationalheiligtum.
Die echte Bluenose ist leider im Jahr 1946 gesunken. Auf Grund ihrer historischen Bedeutung entschloss man sich später zu einem Nachbau, der 1963 vom Stapel lief. Wenn du Glück hast, kannst du die Bluenose II heute in Lunenburg am Kai direkt gegenüber vom Fisheries Museum bewundern, wenn sie nicht gerade unterwegs ist.
Tipp: Ab Lunenburg und Halifax kannst du Hafenrundfahrten mit der Bluenose II buchen! Da die Bluenose II sehr beliebt ist, reserviere am besten rechtzeitig.
Auf dem höchsten Punkt der Stadt thront unübersehbar die Lunenburg Academy. Früher wurde das markante Gebäude als Schule genutzt, heute befinden sich hier Büros, ein Kindergarten, aber auch Räumlichkeiten für kulturelle Veranstaltungen. Wenn du das Gebäude von innen sehen möchtest, kannst du auch einer Führung teilnehmen. Termine findest du auf der Website der Lunenburg Academy Foundation.
St. Johns Anglican Church
Ein ähnlich auffälliges Gebäude in Lunenburg ist die weiße St. Johns Anglican Church. Innen scheint das Licht durch beeindruckende Buntglasfenster und verleiht der Kirche ihre besondere Atmosphäre. 2001 wurde die erste Kirche Lunenburgs (und gleichzeitig eine der ältesten des Landes) bei einem Brand schwer beschädigt, später jedoch unter großer Unterstützung der Bevölkerung wieder komplett rekonstruiert.
Nova Scotia ist so eine spannende Region in Kanada! In meinem Artikel über unseren kompletten Roadtrip findest du noch viel weitere inspirierende Ideen für eine aufregende Reise. Roadtrip durch Nova Scotia
Waterfront / Hafenpromenade
Auf der Hafenpromenade von Lunenburg kannst du wunderbar entlangschlendern und die Sonne genießen. Von hier hast du außerdem eine wirklich traumhafte Aussicht – absolut postkartenreif.
Architektur in Lunenburg
Seiner Holzarchitektur und den vielen bunten, liebevoll erhaltenen Häusern hat Lunenburg unter anderem seinen Eintrag als UNESCO-Weltkulturerbe zu verdanken. Du solltest dir unbedingt ein bisschen Zeit nehmen, um auch die Seitenstraßen zu Fuß zu erkunden und dir die die schönen Wohnhäuser mit ihren Eigenheiten anzusehen.
So verfügen viele Häuser in der letzten Etage über einen auffälligen Erker, der Widow’s Watch genannt wird. Da Lunenburg zum Teil auf einer Anhöhe liegt, beobachteten der Legende nach von hier die Ehefrauen den Hafen und warten auf die Rückkehr der Fischer.
Essen & Trinken in Lunenburg
Lunenburg ist Hafenstadt und der Fischfang ist immer noch sehr beliebt. Besonders wirst du daher auf deine Kosten kommen, wenn du Fisch und Meeresfrüchte liebst – denn na klar, gerade hier gibt es den besten Hummer und frischen Fisch in einmaliger Qualität.
Aber auch Lunenburg hat mich wie so viele andere Orte in Nova Scotia sehr überrascht: Die Gastronomieszene hier ist erstaunlich vielfältig und innovativ! Es gibt so viele tolle Locations, das die Entscheidung echt schwerfällt.
Hier stelle ich dir meine persönlichen Tipps in Lunenburg vor:
Lincoln Street Food liegt etwas abseits der Hauptstraße mit den meisten Lokalen, ist aber ein toller Geheimtipp. Hier wird Wert auf regionale Zutaten gelegt, die Karte wechselt häufig und die Gerichte sind wirklich sehr kreativ.
Bar Salvador Wer hätte gedacht, dass sich ausgerechnet in einem Fischerort in Nova Scotia eine absolut authentische Tapas-Bar befindet? Bevor du zum Dinner in eines der umliegenden Lokale einkehrst, empfehle ich dir unbedingt vorher einen kleinen Aperitif in mediterranem Ambiente!
The South Shore Fish Shack Für gute Fish & Chips solltest du hier einkehren. Von der Terrasse aus hast du übrigens einen schönen Blick auf die idyllische Bucht.
The Half Shell Oysters & Seafood Nebenan gibt es übrigens frischen Hummer und Austern, die du ebenfalls unter freiem Himmel mit tollem Ausblick genießen kannst.
The Savvy Sailor Café Wenn dir nach einem herzhaften, kanadischem Frühstück ist, dann solltest du hier Halt machen. Das Savvy Sailor Café liegt ebenfalls mitten in Lunenburg mit Blick auf den Hafen.
No.9 Coffee Bar Ein absolutes Lieblingscafé! Moderne Werke lokaler Künstler an den Wänden, gemütliche, aber nicht altmodische Einrichtung, selbstgemachtes Granola – das No.9 hat eine ganz besondere Atmosphäre und ist auch unter Locals ein beliebter Treffpunkt.
The Laughing Whale ist die Anlaufstelle für Kaffeekenner: Schon beim Hineinkommen wirst du vom Duft frisch gerösteten Kaffees umhüllt. Die Atmosphäre ist super herzlich und gemütlich.
Lightship Brewery Von hopfig-fruchtigen IPAs bis hin zu kräftigen Stouts kannst du hier lokale Craft-Biere testen. Aber auch, wenn du überhaupt kein Bier magst, solltest du unbedingt zur Lightship Brewery am gegenüberliegenden Ufer herausfahren: Von hier aus hast einen fantastischen Blick auf das historische Zentrum von Lunenburg und seine Waterfront.
Nebenan bei Boathouse Bites gibt es übrigens leckere Poutine; die knusprigen Pommes mit einem Topping aus Rahmsoße und Käsewürfeln sind eine echte Versuchung!
Wenn du kreative und ausgefallene Shops und Ateliers magst, dann bist du in Lunenburg genau richtig. Denn du findest hier einige kleine, spannende Läden, die dich bestimmt begeistern werden.
Lunenburg Bound ist einer der kleinen, aber feinen Buchläden, in denen ich stundenlang stöbern könnte. Pluspunkt: Um die Ecke findest du an der Fassade das bunte Lunenburg-Mural.
Pearl’s Vintage & Thrift Wenn du auf der Suche nach ausgefallenen Einzelstücken bist, dann wirst du diesen Store lieben. Vintage-Kleidung und -Accessoires sind liebevoll zusammengestellt und allein das Stöbern hier macht schon Freude.
Übernachten in Lunenburg
Lunenburg hat mir wirklich richtig gut gefallen. Irgendwas an dieser Stadt ist einfach so charmant, dass ich auch einfach hier hätte für den Rest der Reise Wurzeln schlagen können. Vielleicht war aber unsere Unterkunft auch nicht ganz unschuldig daran.
Denn von unserem Dachgeschoss in den B2 Lofts hatten wir den perfekten Blick über den Hafen von Lunenburg. Morgens hier langsam dem Sonnenaufgang über dem nebligen Wasser zuschauen zu können, war einfach magisch. Die Lage mitten im Ort ist außerdem perfekt, um abends noch durch die Bars und Restaurants zu bummeln, ohne sich dafür ins Auto setzen zu müssen.
Falls du einen Trip nach Lunenburg planst, speichere dir doch einfach meine Karte mit allen Highlights ab. So hast du alle Tipps aus dem Artikel auch unterwegs immer zur Hand!
Ausflug ab Lunenburg
Von Lunenburg kannst du auch einen schnellen Abstecher ins nahegelegende Blue Rocks unternehmen. Der klitzekleine Fischerort macht sich gut für ein paar tolle Fotomotive, besonders bei Sonnenuntergang.
Anreise: So kommst du hin
Lunenburg liegt ungefähr 90 Kilometer südwestlich von Halifax. Am besten erreichst du Lunenburg mit dem Auto, z.B. mit einem Mietwagen. Es gibt aber auch mehrere Tourveranstalter, die Tagesausflüge von Halifax nach Lunenburg anbieten; auch in Verbindung mit dem ebenfalls sehr sehenswerten Peggy’s Cove.
Ich würde dir allerdings empfehlen, etwas mehr Zeit für Lunenburg einzuplanen – der Ort ist wirklich sehr charmant und ich bin mir sicher, du wirst es lieben!
Meine Reise nach Nova Scotia fand in Zusammenarbeit mit Tourism Nova Scotia statt.
Hätte ich vorher gewusst, was uns erwartet – ich hätte noch ein bisschen mehr Zeit für Halifax auf unserem Roadtrip durch Nova Scotia eingeplant. seiner relaxten Mischung aus maritimen Vibes und viel Street Art ziemlich überrascht.
In meinem Guide zeige ich dir, was du auf einem Kurztrip in Halifax erleben kannst und welche Sehenswürdigkeiten und Hotspots in der Hauptstadt Nova Scotias du auf keinen Fall auslassen solltest.
Halifax: Das Wichtigste in Kürze
liegt an der Ostküste Kanadas und ist bekannt für seinen natürlichen Hafen, der zu den größten der Welt gehört
ist mit rund 440.000 Einwohner die größte Stadt der Atlantikprovinzen Kanadas
verfügt über historische Sehenswürdigkeiten wie der Zitadelle von Halifax, interessante Museen und eine tollen Hafenpromenade, aber auch viel Street Art und eine spannende Gastro-Szene
Beste Reisezeit: zwischen Mai und Oktober
Die besten Sehenswürdigkeiten in Halifax
Für unsere Sightseeing-Tour durch Halifax hatten wir nur wenig Zeit. Trotzdem konnten wir uns einiges anschauen, denn Halifax lässt sich auch zu Fuß super erkunden.
Waterfront Boardwalk
Der Waterfront Boardwalk erstreckt sich über mehrere Kilometer entlang des Hafens von Halifax. Auf der Promenade kannst du flanieren, gastronomische Highlights erkunden oder einfach nur den Blick aufs Wasser genießen.
Von hier aus gelangst du außerdem schnell zu vielen weiteren Sehenswürdigkeiten von Halifax wie dem Maritime Museum of the Atlantic oder dem Pier 21 Museum of Immigration, die ebenfalls am Wasser liegen.
Willst du dir die Skyline von Halifax aus der Entfernung ansehen, kannst du vom Hafen aus z.B. auch eine Bootstour zum Sonnenuntergang unternehmen oder gleich eine kleine Sightseeingtour durch die Stadt und auf dem Wasser mit einem der beliebten Amphibienfahrzeuge machen.
Budget-Tipp, falls du : Für wenige Dollar kannst du auch die reguläre Fähre nach Dartmouth bzw. Alderney nehmen. Diese gehört zu den öffentlichen Verkehrsmitteln in Halifax und pendelt im 15- bis 30-Minuten-Takt zwischen den beiden Fährterminals.
Nicht nur, wenn du dich für Seefahrt interessierst, ist das Maritime Museum of the Atlantic einen Besuch wert. Der Hafen von Halifax gehört zu den größten Häfen Nordamerikas und ist nicht nur ziemlich geschäftig, sondern auch sehr historisch bedeutsam.
1912 kamen die Überlebenden der gesunkenen Titanic in Halifax an Land, die von anderen Schiffen gerettet werden konnten. Ein Teil der Ausstellung beschäftigt sich daher auch mit dem Untergang der Titanic und zeigt unter anderem Originalgegenstände vom Schiff sowie Zeitzeugenberichte.
Ein weiterer Teil des Museums beschäftigt sich mit der großen Explosion im Jahr 1917 im Hafen von Halifax, die einen Teil der Stadt komplett zerstörte und tausende Menschen tötete oder verletzte. Diese Katastrophe ist bis heute tief in der Stadtgeschichte verwurzelt und zählt bis heute zu den tödlichsten Unglücken auf nordamerikanischem Boden.
Pier 21 Museum of Immigration
Das Pier 21 Museum of Immigration beschäftigt sich auf eine andere Art mit der maritimen Geschichte von Halifax und gehört zu meinen absoluten Lieblingsspots der Stadt. Wie das Maritime Museum of the Atlantic ist die Ausstellung detailreich aufbereitet, ist aber zudem noch sehr interaktiv gestaltet.
Direkt hinter dem Museum legen heute Kreuzfahrtschiffe an.
Einerseits wird hier die Historie Kanadas als klassisches Einwanderungsland gezeigt und anhand von Familiengeschichten aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern näher beleuchtet. Durch seinen großen Hafen gehörte Halifax seit jeher zu den Orten, an denen unzählige Einwanderer auf der Suche nach dem großen Glück ins Land kamen. Andererseits laden interaktive Elemente zum Teilen der eigenen familiären Immigrationsgeschichte ein – und das ist so schön gestaltet, dass wirklich kein Auge trocken bleibt.
Ich hätte wirklich stundenlang durch die vielen bewegenden Momentaufnahmen und Andenken stöbern können, die einzelne Museumsbesucher hinterlassen haben. Gerade, wenn Migration – wie bei mir auch – deine Familiengeschichte geprägt hat, wirst du dich bestimmt hier wiederfinden und dich vielleicht auch an deine Wurzeln erinnern.
Was mich außerdem sehr beeindruckt hat, ist, wie sehr Kanada seine Tradition als Ziel vieler Einwanderer schätzt und entgegen der in meinen Augen traurigen Entwicklung in vielen anderen westlichen Ländern seine offene Willkommenskultur sehr pflegt. Kein Wunder, dass Kanada für viele Menschen immer noch ein Sehnsuchtsort ist.
Queen’s Marque ist das neueste Trendviertel an der Waterfront, und der große Gebäudekomplex mittendrin ist eine Sehenswürdigkeit für sich. Die Kombination aus zeitgenössischer Architektur, Kunst und Gastronomie ist wirklich sehr gelungen. Wir haben im Muir Hotel* übernachtet, das in den Komplex integriert ist, und konnten so hier den Vibe so richtig genießen.
Tagsüber kannst du hier in den kleinen Boutiquen shoppen oder dich in ein Café setzen. Abends findest du hier gute Restaurants und Bars, die zu den besten der Stadt gehören, und im Sommer ist es draußen mit Straßenmusik richtig belebt.
Wenn du moderne Architektur magst, solltest du bei deiner Sightseeingtour durch das Stadtzentrum die Halifax Central Public Library nicht auslassen. Das moderne Gebäude mit seiner auffälligen Bauweise ist ein echter Blickfang und befindet sich direkt an einer der Haupteinkaufstraßen von Halifax, der Spring Garden Road.
Du kannst einfach hineingehen und durch die Bibliothek spazieren. Besonders die langen Aufgängen zwischen den Etagen im Inneren der Bibliothek sind ein toller Fotospot. Ganz oben in der letzten Etage befindet sich ein kleines Café mit einer Terrasse: Im Sommer ein schöner Tipp für einen kurzen Kaffee-Stopp mit Aussicht über die Dächer von Halifax!
Halifax Public Gardens
An der Spring Garden Road befindet sich noch ein weiterer, gar nicht mal so kleiner Schatz von Halifax. Die Halifax Public Gardens sind eine der ältesten viktorianischen Gartenanlagen Nordamerikas.
In dieser grünen Oase kannst du Energie tanken, ein bisschen spazieren gehen oder einfach nur die idyllische Atmosphäre mitten in der geschäftigen Großstadt genießen.
Street Art in Halifax
Halifax ist ausgesprochen bunt: Immer wieder sind uns die schönsten Murals in der Stadt begegnet. Es sind wirklich so viele, dass du in Downtown einfach loslaufen kannst und irgendwo automatisch auf Street Art triffst. Vor allem rund um die Gottingen Street im North End findest du viel Street Art.
Weitere Highlights in Halifax & was du noch unternehmen kannst
36 Stunden sind wirklich nicht viel, um Halifax zu erkunden, und selbst mit unserem Power-Programm haben wir nicht alles geschafft, was wir uns vorgenommen haben. Falls du aber mehr Zeit haben solltest, habe ich noch einen Vorschlag für dich, was du dir in Halifax anschauen solltest.
Zitadelle von Halifax
Die Zitadelle gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Halifax, aber leider machte das zuletzt regnerische Wetter unseren Besuch einen Strich durch die Rechnung und wir haben uns lieber in das nicht minder interessante Museum am Pier 21 verzogen.
Bei gutem Wetter hast du aber von der höher gelegenen Zitadelle aus eine tolle Aussicht auf Halifax und die umliegende Landschaft. Die Festung stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde damals von den Engländern erbaut, um sich gegen die ebenfalls in Nova Scotia präsenten Franzosen zu behaupten.
Besonders wenn du dich für Geschichte interessierst, ist die sternförmige Anlage mit dem Army Museum und einem großen Angebot an themenspezifischen Führungen eigentlich ein Muss. Von Tourguides in historischen Kostümen kannst du dir hier die gesamten Hintergründe erklären lassen und mittags dem täglichen (!) Kanonenschuss zuschauen.
Essen & Trinken in Halifax
Meine persönlichen Tipps für Restaurants in Halifax
The Bicycle Thief wurde uns immer wieder als Tipp genannt, und tatsächlich ist das an der Waterfront gelegene Restaurant wirklich beliebt. Sogar unter der Woche und in der Nebensaison war es so voll, dass es ohne vorherige Reservierung unmöglich war, einen Tisch zu bekommen. Hier gibt es italienische Küche mit kanadischem Einschlag (viel Fisch und Lobster) und es ist sicherlich auch sehr gut – trotzdem schien es mir nicht so spektakulär, dass es den Aufwand rechtfertigt.
Bar Sofia im Queen’s Marquee war letztendlich unsere Alternative, und es hätte uns nicht besser treffen können. Hier konnten wir uns durch die wildesten lateinamerikanischen Fusiongerichte probieren und wirklich gute Cocktails genießen. Das bunte Interieur und der super aufmerksame Service sorgten dazu für so gute Laune, dass ich dir einen Besuch hier echt ans Herz lege, wenn du in Halifax zu Besuch bist.
Für alle Tageszeiten ist das Drift geeignet. Eigentlich gehört es zum Muir Hotel, aber wie die Bar Sofia auch gehört es zum großen Komplex des Queen’s Marquee. Wir haben hier im Rahmen unseres Hotelaufenthalts gefrühstückt, und entgegen dem Angebot in vielen anderen (auch teureren) Hotels würde ich das Drift auch Nicht-Hotelgästen jederzeit empfehlen.
Das Frühstück ist ohnehin à la carte, sodass du hier kein uninspiriertes Hotelbüfett findest, sondern nur das, was du wirklich bestellst. Wenn du also eine Location für ein entspanntes Frühstück oder Brunch in tollem Ambiente suchst, bist du hier genau richtig!
Typische Spezialitäten aus Halifax
Aus Halifax nicht mehr wegzudenken ist der Donair, eine Imbiss-Spezialität, die mittlerweile über die Grenzen von Halifax hinaus bekannt ist. Mit dem in Deutschland erfundenen Döner hat der Donair allerdings nicht ganz so viel zu tun: Für einen echten Donair wird Pitabrot mit Fleisch, gewürfelten Tomaten, Zwiebeln und einer süßlichen Knoblauchsoße serviert.
Der authentischste Donair wird bei King of Donair auf der Quinpool Road serviert (es gibt aber auch weitere Filialen in Halifax), die sich damit rühmen, den Donair in den 1970er Jahren in Halifax eingeführt zu haben. Andere bevorzugen den Donair von Tony’s Famous Donairs auf der Robie Street.
Wir sind für die fleischlose Variante zu Real Fake Meats gefahren, etwas außerhalb des Stadtzentrum. Der Fleischersatz schmeckt hier superlecker, allerdings fand ich die Kombination mit der süßlichen Soße ziemlich gewöhnungsbedürftig. Interessant ist der Laden allemal: Alle Fleischersatzprodukte werden vor Ort hergestellt und du kannst auch einen Blick in die Produktion werfen.
Übernachten in Halifax
In Halifax findest du eine gute Auswahl an Hotels für jedes Budget, es lohnt sich aber, etwas mehr auszugeben! Das Muir* ist ein Fünf-Sterne-Hotel und liegt zentral im neu gestalteten Queen’s Marque District, direkt an der Promenade – besser könnte die Lage nicht sein! Von hier aus kannst du die wichtigsten Orte in Halifax zu Fuß erreichen.
Das Beste allerdings ist die herausragend angenehme Atmosphäre, angefangen von den durchgängig aufmerksamen und herzlichen Mitarbeitern bis hin zur detailreichen Zimmerausstattung: Hier wurde wirklich an alles gedacht, um einen Aufenthalt so entspannend wie möglich zu gestalten.
Solltest du ein bisschen Entspannung benötigen, verfügt das Muir auch über ein erstklassiges Spa mit Pool, Sauna und Dampfbad. Nach unserem ereignisreichen Roadtrip und der kleinen Sightseeingtour durch Halifax war das einfach der krönende Abschluss einer tollen Reise.
Obwohl Halifax eine Großstadt ist, war die Fahrt in die Stadt mit dem Mietwagen kein Problem. Zur Rush-Hour kann es schon mal zu Staus kommen, aber alles in allem ist das Fahren sehr entspannt, wie auch sonst in Kanada und den USA (jedenfalls meiner Erfahrung nach).
Der Flughafen von Halifax ist relativ weit entfernt. Daher solltest du dir überlegen, ob du gleich einen Mietwagen nimmst, wenn du einen Roadtrip durch Nova Scotia planst. Auch wenn du den Mietwagen in der Stadt weniger nutzt, ist es so viel praktischer. Erkundige dich am besten vorher bei deiner Unterkunft, ob Parkmöglichkeiten zur Verfügung stehen, so kannst du den Mietwagen sicher abstellen.
Solltest du ohne Mietwagen unterwegs sein, und nach bzw. vor dem Flug einfach nur in die Stadt ins Hotel wollen, kannst du dir auch einen privaten Transfer organisieren.
Wenn du direkt im Zentrum übernachtest, kannst du viele Locations auch zu Fuß erreichen. Das öffentliche Transportnetz besteht in der Stadt eigentlich nur aus Bussen, ist aber einfach zu nutzen. Alternativ kannst du dich auch per Uber fortbewegen, was relativ günstig ist.
Falls du keine Lust hast, dich mit Fahrplänen oder der Parkplatzsuche herumzuschlagen und etwas lauffaul bist, kannst du dich zum Sightseeing auch für eine Hop-On-Hop-Off-Tour* entscheiden.
Karte mit allen Highlights
Damit du dich in Halifax besser orientieren kannst, habe ich dir alle Locations aus dem Artikel auf einer Karte zusammengefasst. Diese kannst du dir auch abspeichern. So hast du alles auch unterwegs zur Hand.
Ausflüge rund um Halifax
Halifax eignet sich hervorragend als Startpunkt für eine Erkundungstour durch Nova Scotia. Solltest du allerdings nicht viel Zeit haben, stelle ich dir hier die schönsten Ausflugsziele vor, die du auch innerhalb eines Tages erreichen kannst.
Peggy’s Cove
Nur etwa 45 Minuten von Halifax entfernt liegt das malerische Fischerdorf Peggy’s Cove. Berühmt für seinen beeindruckenden Leuchtturm, ist es ein beliebtes Ziel für Tagesausflüge. Besonders bei Sonnenauf- und -untergang ergeben sich hier die schönsten Fotomotive. Aber auch tagsüber ist Peggy Cove’s einen Abstecher wert.
Neben dem Leuchtturm gibt es im kleinen Fischerdorf nebenan kleine Galerien und Souvenirläden, in denen du dich mit handgefertigten Produkten und lokaler Kunst eindecken kannst. Wirklich sehr süß!
Die historische Stadt Lunenburg ist etwa eine Stunde Fahrt von Halifax entfernt und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Lunenburg ist zwar sehr touristisch, aber mit seinen bunten Holzhäusern, süßen Cafés und hübschen Läden ist das kein Wunder. Falls du Lunenburg nicht ohnehin als Stopp auf einem Roadtrip durch Nova Scotia eingeplant hast, kannst du ab Halifax auch Tagestouren nach Lunenburg buchen.
Ein weiterer lohnenswerter Abstecher ist Mahone Bay, eigentlich bekannt für seine drei Kirchen, die malerisch am Ufer stehen. Viel schöner fand ich persönlich aber das besondere Flair dieser Kleinstadt mit ihren hübschen Cafés, Antiquitätengeschäften und kleinen Läden mit Kunsthandwerk.
Weingüter im Annapolis Valley
Wenn du gerne Wein trinkst, solltest du das Annapolis Valley nicht verpassen. Diese Region ist bekannt für ihre Weingüter und ihren großflächigen Obstanbau.
Ich kann dir zum Beispiel Luckett Vineyards sehr empfehlen: Nicht nur das Weingut an sich ist einen Besuch wert (wo sieht man schon mal eine original britische rote Telefonzelle mitten zwischen den Weinreben?), sondern auch das anliegende Restaurant mit tollem Blick auf die Landschaft: Hier habe ich bei einem Glas kühlen Rosé den wohl göttlichsten Chicken Pie meines Lebens verputzt! Sehr zu empfehlen!
Besonders schön ist es im Annapolis Valley im Herbst, wenn sich die Blätter an den Bäumen langsam in den buntesten Farben zeigen und die Erntezeit beginnt. An vielen Stellen findest du dann Stände mit frischen Äpfeln, Kürbissen und allem, was die Natur sonst noch zu bieten hat.
Nova Scotia ist die zweitkleinste Provinz Kanadas und zugegeben, manchmal steht sie bei der Reiseplanung ein wenig im Schatten anderer Regionen des Landes. Warum das so ist, kann ich dir nach einem Roadtrip durch Nova Scotia aber immer noch nicht sagen: Denn ich war ziemlich begeistert!
Fantastisches Essen, ungewöhnliche Unterkünfte und die allgegenwärtige Lässigkeit der Nova Scotians haben diese Rundreise ab Halifax zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht. In diesem Artikel verrate ich dir die Highlights der Route und einige ziemlich geniale Geheimtipps für deinen Trip.
Nova Scotia: Ein Roadtrip für Genießer
Für Wanderer, Outdoorsportler und Naturliebhaber ist das grüne Nova Scotia mit seinen unendlich langen Küsten natürlich ein wahres Paradies. Aber zugegeben, nicht immer will ich auf Stromschnellen im Kajak durch Flüsse jagen, tagelang wandern oder die wildesten Sportarten ausprobieren. Ich will Land und Leute kennenlernen, den Alltag hinter mich lassen und einfach Inspiration fürs Leben und alles andere sammeln – und wenn es richtig gut läuft, Gefallen an der lokalen Küche finden (Spoiler: in Nova Scotia überhaupt kein Problem!).
Auf diesem etwas anderen Roadtrip, der uns hauptsächlich rund um die Südküste Nova Scotias, aber auch nach Halifax und etwas weiter nördlich geführt hat, haben wir es uns daher ziemlich gut gehen lassen und wirklich tolle Spots entdeckt.
Unsere Route durch Nova Scotia: Halifax – Peggy’s Cove – Mahone Bay – Lunenburg – Liverpool – Summerville Beach – Cape Sable Island – Yarmouth – Digby – Harbourville – Wolfville – Wallace Bay – Halifax
Peggy’s Cove: Leuchtturmliebe & Fischeralltag
Peggy’s Point Lighthouse
Gleich vor den Toren von Halifax befindet sich eine der wichtigsten und schönsten Sehenswürdigkeiten Nova Scotias: Der Leuchtturm von Peggy’s Cove, Peggy’s Point Lighthouse, ist einer der meistfotografiertesten Leuchttürme der Welt.
Leuchttürme werden dir übrigens in Nova Scotia mit seiner endlosen Atlantikküste immer wieder begegnen – die beliebtesten wie Peggy’s Point Lighthouse kannst du ganz einfach entdecken, wenn du dich an die ausgeschilderte “Lighthouse Route” hältst.
Tipp: Wenn du die Gelegenheit hast, besuche Peggy’s Point Lighthouse zum Sonnenauf- oder -untergang. Dann wird es hier besonders stimmungsvoll.
Peggy’s Cove
Einen Katzensprung vom Leuchturm entfernt kannst du den eigentlichen Fischerort Peggy’s Cove besuchen. Hier leben das ganze Jahr über nur 30 Einwohner, aber dennoch ist der kleine Hafen mit seiner maritimen Atmosphäre einer der schönsten an der Südküste Nova Scotias.
Außerdem kannst du hier durch wirklich hübsche Souvenirshops und einzigartige Kunsthandwerkerateliers bummeln: Suchst du original maritime Dekostücke wie alte Bojen oder Treibholz bist du hier genau richtig. Und selbst wenn du keinen Platz im Gepäck hast: Allein ein Besuch bei The Buoy Shack ist ein Erlebnis für sich.
Übernachten in & um Peggy’s Cove
Um Peggy’s Cove bei Sonnenaufgang zu sehen, bietet sich eine Unterkunft in der Nähe an. Empfehlen kann ich dir dafür das Oceanstone Seaside Resort and Spa, das nur wenige Autominuten von Peggy’s Cove entfernt liegt. Das lauschige Resort mit eigenem Strand war unsere erste Anlaufstelle direkt nach unserer Ankunft am Flughafen in Halifax – und das war die beste Entscheidung!
Hier kannst du direkt entspannt in den Roadtrip starten, denn das Oceantime Seaside Resort and Spa verfügt über einen Outdoor-Spa-Bereich mit Aromatherapie-Sauna, Dampfbad, Kneipp-Bachlauf, verschiedenen Pools und Feuerstellen zum Aufwärmen bei kühleren Temperaturen.
Von Peggy’s Cove geht es weiter Richtung Mahone Bay, einer Kleinstadt wie aus dem Bilderbuch. Die große Sehenswürdigkeit sind hier eigentlich die drei Kirchen an der gleichnamigen Bucht, deren drei Kirchtürme das Panorama von Mahone Bay prägen – aber der Ort selbst ist noch viel fotogener.
Das lag bestimmt auch am jährlich im Oktober stattfindenden Scarecrow Festival, bei dem kunstvoll gebastelte Vogelscheuchen die Straßen säumen. Fast schon skulpturenhaft werden berühmte Personen, Filmfiguren oder sogar Monarchen wie der britische King Charles I. zu Vogelscheuchen gestaltet und sorgen zusammen mit dem sich langsam verfärbenden Laub für ein buntes Straßenbild in Mahone Bay.
Überhaupt ist mir hier zum ersten Mal so richtig aufgefallen, dass der Herbst die eigentliche perfekte Jahreszeit für einen Trip nach Nova Scotia ist: Mit ein bisschen Glück sind die Tage sonnig und trocken – und die herbstliche Kleinstadtatmosphäre wirkt wie aus einem romantischen Hollywoodfilm entsprungen.
Was du in Mahone Bay unternehmen kannst
In Mahone Bay findest du einige hübsche Locations, in denen du die Herbststimmung so richtig genießen kannst: Im The Barn kannst du dich mit einem warmen Pumpkin Spice Latte in einen der gemütlichen Sessel kuscheln und die gemütliche Atmosphäre eines authentischen Coffee House genießen. Magst du lieber Tee, empfehle ich dir die Tea Brewery mit ihrer wirklich sehr guten Auswahl an losem Tee.
Lunenburg ist eine wahre Wundertüte: Von zumeist deutschen Siedlern Mitte des 18.Jahrhunderts gegründet, kann die einst wichtigste Hafenstadt der Region auf eine lange Geschichte zurückblicken.
Du findest hier also jede Menge Architektur aus dieser Zeit, wie zum Beispiel schmucke Kapitänsvillen oder bedeutsame Sehenswürdigkeiten wie die Bluenose II, einen Nachbau des berühmten Segelschoners Bluenose, der durch seine enorme Größe und Wendigkeit zum Nationalheiligtum Kanadas geworden ist.
Tipp: Die Bluenose II liegt im Hafen von Lunenburg und kann mit einem Ticket für das Fisheries Museum of the Atlantic besichtigt werden.
Warum du Lunenburg nicht verpassen darfst
So viel Geschichte hat sogar dazu geführt, dass Lunenburg 1995 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurde. Aber auch abseits der wichtigen Geschichte findest du hier ein ziemlich hübsches Örtchen, das viel zu bieten hat: Kulinarisch und kulturell gibt es einiges zu entdecken!
Ob bunte Fischbuden mit fangfrischem Lobster (The South Shore Fish Shack), eine spanische Tapas-Bar (Bar Salvador) oder lauschige Coffee Shops (No.9 Coffee Bar) über und über mit Werken lokaler Künstler tapeziert – in Lunenburg hätte ich locker noch ein paar Tage mehr verbringen können, auch, um durch die vielen kleinen Galerien und Vintage-Läden zu bummeln.
Wo übernachten in Lunenburg
Am besten übernachtest du hier mittendrin, denn abends hier durch die Lokale zu ziehen, solltest du dir nicht entgehen lassen. Wir haben in den B2 Lofts übernachtet – inklusive traumhaften Ausblicks auf die Bucht von Lunenburg.
Von Lunenburg bis Yarmouth: Traumhafte Strände, wilde Haustiere und ein Wohnparadies
Die nächste Etappe hielt etwas mehr an Kilometern bereit – die Entfernungen sind, wie überall in Kanada, auch in einer kleinen Provinz wie Nova Scotia nicht ohne. Und schöne Stopps gibt es bei der überwältigenden Küstenlandschaft im Süden Nova Scotias genug, sodass es wirklich schwer fällt, nicht alle paar Kilometer anzuhalten.
Meine liebsten Spots auf dem Weg von Lunenburg zu unserem nächsten längeren Halt Yarmouth:
Liverpool
Fast wären wir durchgefahren, aber manchmal sind es eben genau diese Orte, die für die größten Überraschungen auf einem Roadtrip sorgen. Von großen Sehenswürdigkeiten eher entfernt, ist Liverpool eine kleine, leicht zu übersehende Kleinstadt. Dennoch empfehle ich dir, hier einen kleinen Stopp einzulegen.
Zum einen kannst du in Liverpool richtiges Local Life erleben, zum anderen kannst du ein echtes kulinarisches Kleinod entdecken. Im Main & Mersey wird japanisch-kanadische Fusionsküche serviert: Wirklich, wirklich gut, absolut einzigartig und sprengt dabei noch nicht mal die Reisekasse. Unbedingt ausprobieren!
Summerville Beach
Entlang der zerklüfteten, weitläufigen Südküste Nova Scotias gibt es traumhaft wilde Strände – einer davon ist Summerville Beach. Der knapp ein Kilometer lange Sandstrand mit türkisblauem Wasser gilt als einer der schönsten Nova Scotias.
Den besten Ausblick auf den Strand und zugleich eine gute Option für einen kulinarischen Zwischenstopp hast du vom Quarterdeck Grill.
In den angeschlossen Quarterdeck Beachside Villas kannst du übrigens auch gut übernachten – Meerblick inklusive.
Cape Sable Island: Eine wilde Überraschung
Ein Abstecher zum südlichsten Zipfel Nova Scotias bringt dich über den Cape Sable Island Causeway nach Cape Sable Island, einer kleinen, bewohnten Insel mit endlosen, rauhen Atlantikstränden. Perfekt, um sich die frische Brise um die Nase wehen zu lassen.
Aber Cape Sable Island birgt noch eine Überraschung: Im südlichen Teil, The Hawk genannt, lebt eine kleine Population von Rehen, die sich hier irgendwann einmal auf der Insel angesiedelt hat, obwohl hier nicht wirklich Wald zu sehen ist. Auf der Suche nach Essbarem jedoch streifen sie ganz selbstverständlich durch die Vorgärten der wenigen Häuser der Insel – und die Anwohner haben sich so sehr an sie gewöhnt, dass sie sie immer mal wieder mit Möhren und anderem Futter versorgen.
Füttern aus dem Auto heraus ist allerdings verboten, wohl, damit sich die Tiere nicht an Autos gewöhnen und die Unfallgefahr steigt. Offen und entspannt wie die Bewohner Nova Scotias aber sind, dauerte es nicht lange, und wir fanden uns bei einem lustigen Plausch auf der Veranda eines Ehepaares wieder, vor uns ein Sack voller Möhren und umzingelt von wilden Rehen.
Falls ihr selbst mal vorbeifahrt: Die Anwohner freuen sich über Futterspenden. Gerade in der Jagdsaison findet ihr überall Straßenverkäufe mit großen Mengen Gemüse wie z.B. Möhren (die dann aber anders genutzt werden, nämlich als Lockmittel) – einfach mitbringen, in The Hawk findet ihr Spendenkisten, die ihr befüllen könnt.
Yarmouth
Eher etwas ruhig und unscheinbar, entpuppte sich Yarmouth als absoluter Übernachtungs-Geheimtipp: Die Rennesouth Apartments befinden sich in einem Ensemble historischer Handelshäuser, die sich bis zur Sanierung in einem schlechten Zustand befanden und unbewohnbar waren – unvorstellbar, wenn man die einzelnen Apartments heute sieht!
Das gesamte Renovierungsprojekt war so beeindruckend, dass der Prozess in einer eigenen Fernsehshow des Senders HGTV dokumentiert wurde.
Was du in Yarmouth unternehmen kannst: Yarmouth Farmer’s Market Jeden Samstag gibt es einen kleinen Farmer’s Market mit viel Kunsthandwerk und Leckereien aus kleiner Produktion. Hier findest du die besten und außergewöhnlichsten Souvenirs. Rudder’s Brew Pub Gemütlicher Pub mit unzähligen Biersorten. Perfekt, um in das Kleinstadtleben einzutauchen. Warehouse 87 Antiques Emporium Kleines Antiquitätenparadies für Vintageliebhaber, direkt auf der Water Street
Digby: Hauptstadt der Jakobsmuscheln
Nachdem ich zwar schon ziemlich leckere Lobstergerichte, aber immer noch keinen kompletten Lobster verputzt hatte (ich habe mich einfach nicht herangetraut), musste eine andere Meeresfrüchte-Spezialität Nova Scotias ran. Digby nennt sich selbst „scallop capital of the world„, und wenn nicht hier zum ersten Mal Jakobsmuscheln probieren, wo dann?
Zugegeben, wirklicher Fan von Jakobsmuscheln bin ich zwar nicht geworden, aber das rustikale Ambiente des The Crow’s Nest mit Blick auf den Hafen von Digby und die Bay of Fundy ist den Besuch wert. (Und ansonsten wirst du hier auch als Nicht-Meeresfrüchte-Esser oder Vegetarier auf der Karte fündig.)
Harbourville: Der Natur ganz nah
Harbourville besteht hauptsächlich aus einem kleinen Hafen und steht womöglich gar nicht so oft auf dem Programm von Besuchern in Nova Scotia. Aber nur ein paar Autominuten entfernt findest du einen richtigen Geheimtipp, wenn du einfach mal entspannen und die Natur genießen willst.
Mit der Harbourville Villa West hast du hier den perfekten Ort, um deine Batterien aufzuladen. Rund um das Gebäude mit 2 großen Maisonettewohnungen gibt es weit und breit nichts außer Natur: Die unverbaute Aussicht auf die Bay of Fundy ist atemberaubend, und tagsüber siehst du hier sogar Weißkopfseeadler über dem Haus fliegen.
Das gesamte Haus ist sehr offen und hell gestaltet, was ein echter Segen ist; nachts im Bett liegen zu können und dabei in den funkelnden Sternenhimmel zu schauen, der hier rundherum ganz frei von ablenkenden Lichtquellen ist, ist einfach magisch.
Wolfville: Saftige Äpfel und ein bisschen Magie
In Wolfville sind wir noch einmal richtig in die Herbststimmung in Nova Scotia eingetaucht: Pünktlich zur Erntesaison trudelten wir in diese hübsche Kleinstadt ein, die ein bisschen mein Herz gestohlen hat.
In der Gegend um Wolfville gibt es viel Landwirtschaft. Daher findest du viele Straßenverkäufe mit frischem Obst und Gemüse, aber auch Pumpkin Patches, das sind große Wiesen mit den schönsten Kürbissen in allen Farbvariationen. Oder du pflückst dein Obst einfach selbst – Körbchen im kleinen Markt vorne an der Straße holen und im Dickicht der Obstbäume verschwinden. Selbst gepflückte Äpfel sind einfach die leckersten!
In Wolfville selbst kannst du durch die kleinen Pubs ziehen, gemütliche Coffee Shops wie das Charts Café oder ausgefallene Shops wie das Realm entdecken.
Wallace Bay: Wein & Wellness
Wir hatten noch ein wenig Zeit auf unserem Roadtrip und haben daher noch einen Abstecher in eine andere Gegend von Nova Scotia gemacht: Die Northumberland Shore ist bekannt für seine langen Strände, an denen durch die geographische Lage das Wasser wärmer ist als an anderen Orten (einzigartig bei den sonst eher kalten Atlantiktemperaturen) und eines der bekanntesten Weingüter Nova Scotias.
Bei Jost Vineyards kannst du über das Weingut spazieren und einen der besten Weine Nova Scotias probieren.
Zum Baden im Meer war es im Herbst allerdings schon zu kalt; dafür haben es uns im luxuriösen Fox Harb’r Resort direkt am Meer gut gehen lassen. Mitten auf einem Golfplatz gelegen (absoluter Tipp für Golfer und die, die es werden wollen – leider reichte unsere Zeit nicht) bist du hier von Grün umgeben und kannst tagsüber zum Entspannen das große Spa mit Meerblick nutzen und dich abends im Restaurant verwöhnen lassen.
Halifax: Großstadt mit viel Herz
Als Hauptstadt ist Halifax natürlich viel geschäftiger als andere Städte der Provinz. Hier erwartet dich eine Großstadt mit unzähligen Einkaufsmöglichkeiten und tollen Cafés und Restaurants. Dennoch verfügt auch Halifax über den lässigen Charme Nova Scotias, sodass wir hier unseren erlebnisreichen Roadtrip entspannt ausklingen lassen konnten.
Damit du dir nicht alle Orte einzeln notieren musst, habe ich dir alles auf dieser Karte abgespeichert. Du kannst sie dir auch in deine Google Maps App laden – so hast du alle Locations auch unterwegs zur Hand.
Praktische Tipps für deinen Trip nach Nova Scotia
Wie kommt man am besten nach Nova Scotia?
Wenn du von Deutschland aus nach Nova Scotia willst, gibt es gute Neuigkeiten: Von Frankfurt aus kannst du direkt mit Condor nach Halifax, der Hauptstadt Nova Scotias, fliegen. Und der Flug ist für einen Transatlantikflug mit maximal nur 7 Stunden richtig kurz! Am frühen Nachmittag sind wir in Frankfurt gestartet, zum Sonnenuntergang sind wir in Halifax gelandet und direkt losgefahren.
Condor fliegt mit einem brandneuen A330neo nach Halifax, und selbst in der Economy Class ist das Serviceangebot sehr gut, was Komfort und Bordverpflegung angeht. Es lohnt sich aber auch, ein Auge auf mögliche Upgrades zu haben.
Manchmal ist der Preisunterschied zur Premium Economy Class oder zur Business Class nicht so hoch, wie man denkt. Wenn du dich nicht direkt bei der Buchung festlegen willst, ist das auch kein Problem. Je nach Buchungslage kannst du sogar noch kurz vor dem Flug spontan am Gate ein Upgrade buchen (und manchmal ein gutes Schnäppchen machen!).
Was ist die beste Reisezeit für Nova Scotia?
Gute Monate für einen Trip nach Nova Scotia sind von Juni bis September. Das Klima ist dann mild bis sommerlich warm. Wenn du einen beeindruckenden Indian Summer erleben willst, bietet sich auch der Oktober als Reisemonat an.
Die Landschaft Nova Scotias verfärbt sich dann in den leuchtendsten Farben und in den einzelnen Ortschaften kannst du dich mit Events wie dem Scarecrow Festival in Mahone Bay oder den Vorbereitungen auf Halloween in Herbststimmung bringen.
Braucht man unbedingt einen Mietwagen?
Tatsächlich ja. Ohne Mietwagen durch Nova Scotia zu reisen, ist beschwerlich. Es gibt Busverbindungen, aber die Entfernungen sind nicht zu unterschätzen. Außerdem sind einige der erwähnten Orte nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.
Allerdings ist das Autofahren in Nova Scotia sehr easy. Der Verkehr ist entspannt und selbst in größeren Orten ist Parken nie wirklich ein Problem. In Kanada wird das metrische System genutzt, sodass du auch im Gegensatz zu Reisen in den USA keine Probleme mit der Umrechnung von Meilen in Kilometer hast.
Selbst in Halifax kannst du relativ entspannt durch die Stadt cruisen; in der Innenstadt musst du vielleicht nur je nach Unterkunft schauen, wo du den Wagen über Nacht am besten parken kannst – unser Hotel bot gegen Aufpreis einen Platz in der hoteleigenen Tiefgarage.
Es macht übrigens Sinn, das Auto auch für Halifax zu nutzen. Der Flughafen liegt nämlich etwas außerhalb, und allein mit dem Auto benötigt man 35 bis 40 Minuten bis in die Innenstadt. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln dauert die Fahrt mehr als eine Stunde. Es lohnt sich also, einen Mietwagen für den gesamten Aufenthalt zu reservieren, auch wenn man ihn zum Sightseeing in Halifax nicht unbedingt benötigt.
Für die Anmietung reicht übrigens der deutsche/EU-Führerschein.
Mit einem deutschen Pass musst du vor der Einreise nach Kanada eine elektronische Reisegenehmigung (eTA) beantragen. Die eTA kostet 7 € und ist bis zu fünf Jahren gültig, je nach Ablaufdatum deines Reisepasses. Du kannst sie damit auch für spätere Reisen nach Kanada nutzen.
Zusätzlich kannst du dir die App ArriveCAN ( iOS / Android ) für die Zollabfertigung herunterladen. Damit kannst du dir unter Umständen längere Wartezeiten bei der Einreise sparen.
Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Zusammenarbeit mit Tourism Nova Scotia.
Irgendwie hatte ich mir bei Montreal und Kanada im Dezember gewaltige Schneemassen vorgestellt. Durch den Schnee stapfen bei minus 20 Grad. Nun ja. War ich in Teheran mitten im Wintereinbruch gelandet, schmolz in Montreal gerade der letzte Schnee wegen einer kleinen Wärmewelle. Also kein Canadian Winter Wonderland für mich. Schade eigentlich, so wäre das Weihnachtsshopping in Montreal noch etwas stimmungsvoller ausgefallen. Ein Gutes hatte das milde Winterwetter aber: So konnte ich ganz in Ruhe und ohne klirrende Kälte die Montreal Sehenswürdigkeiten erkunden.
Die unterirdische Stadt in Kanada
Trotzdem ist Montreal die perfekte Shoppingstadt, auch oder gerade im Winter. Die meisten Malls sind nämlich unterirdisch zu erreichen, fast die gesamte Innenstadt ist mit einem labyrinthartigen Untergrundsystem versehen. Montreal ist wie eine unterirdische Stadt. U-Bahn-Stationen, Bürogebäude, Einkaufszentren – alles ist durch Tunnel verbunden. Ganz schön praktisch, wenn es draußen mal wirklich kalt wird: man kann durch die komplette City laufen, ohne auch nur einmal den Fuss auf die Straße setzen zu müssen. Schon etwas unwirklich, wie das Leben sich unter Tage wie eine Parallelwelt anfühlt.
Tipps & Sehenswürdigkeiten in Montreal
Außer unterirdisches Shopping gibt’s auch ein paar andere schöne Sehenswürdigkeiten in Montreal – hier ein paar Tipps, unsortiert und ohne Anspruch auf Vollständigkeit, aber dafür selbst ausprobiert! 🙂
Essen & Trinken in Montreal
Irgendwie ist es wohl das französische Erbe: Cafés und Restaurants an jeder Ecke, eins gemütlicher als das andere. Wie zum Beispiel die Bar A Beurre oder das Café de Mercanti in der Altstadt von Montreal. Guter Kaffee und viel Süßkram, wie zum Beispiel die gefüllten Butterballen in allen Farb- und Geschmacksvariationen.
Café de Mercanti 350 Notre Dame Est. Old Port Montreal, QC H2Y1C7 Website
Auf der Suche nach ein paar Souvenirs? Gibt’s im Marché Bonsecours, einer überdachten Markthalle. Dort befinden sich jede Menge kleine Kunsthandwerksläden mit ausgefallenen Montreal- und Kanada-Souvenirs. Nicht günstig, aber schön. Ich habe mir einen indianischen Traumfänger mitgebracht.
Quai de l’Horloge
Am alten Hafen von Montreal (Vieux-Port de Montréal) gibt es am Ende des Quai d’horloge einen klitzekleinen Stadtstrand mit rustikalem Hafenambiente. War natürlich ausgestorben, aber definitiv vorgemerkt für sonnigere Tage. (Sollte ich nochmal das Glück haben, in ein paar Monaten wiederzukommen.) Und wenn das Wetter nicht mitspielt: Im Vieux-Port gibt es noch ein tolles Spa, das Bota Bota – das hätte ich so gerne auch noch ausprobiert, aber der Pick-Up rief mal wieder. Nächstes Mal.
Basilika Notre-Dame de Montréal
Montreal ist bekannt für seine vielen Kirchen. Darunter gibt es ein paar wirklich herausragend schöne wie das St.-Josephs-Oratorium auf dem Mont Royal. Oder die Basilika Notre-Dame de Montréal (siehe Fotos). Auch für nicht Kirchengänger sehenswert.
Übernachten in Montreal
Ich habe im Delta Hotel by Marriott übernachtet. Sehr gut, aber auch sehr gediegen. Die Lage aber war zum Erkunden der Stadt perfekt! Wer nicht ganz so viel investieren will: Ganz in der Nähe gibt es das Zero 1, etwas günstiger, dafür moderner und ebenso komfortabel.