Autor: Tatiana

  • Koh Lipe: Thailands schönste Insel

    Koh Lipe: Thailands schönste Insel

    Koh Lipe ist eine der angesagtesten Inseln Thailands. Ganz im Süden des Landes gelegen, findest du hier atemberaubende Strände und glasklares, türkisblaues Wasser. Nicht umsonst wird Koh Lipe oft sogar mit den Malediven verglichen. Ich zeige dir die schönsten Spots und gebe dir Tipps, wie du deinen Aufenthalt auf Koh Lipe am besten planst.

    Palmenstrand mit Liegen und türkisfarbenem Meer in Thailand

    Koh Lipe: Der Inseltraum im Süden Thailands

    Schon die Ankunft ist besonders. Mit der Fähre fahre ich von der malaysischen Insel Langkawi hinüber, denn Koh Lipe liegt so weit im Süden Thailands, dass es bis Malaysia nur einen Katzensprung ist. Aber wie auf den meisten der kleinen Inseln in der Andamanensee gibt es keinen wirklichen Hafen. Und so wird vor einem der beiden großen Strände Koh Lipes einfach ein paar hundert Meter vorher der Anker ins strahlend türkisblaue Wasser geworfen und alle Passagiere samt Gepäck in mehrere kleine Longtailboote verladen.

    Die Einreiseformalitäten werden direkt vor Ort erledigt. Eine kleine Hütte dient den thailändischen Behörden als Grenzkontrollstelle; auf die zuvor von der Besatzung eingesammelten Pässe wird auf im Sand fein säuberlich aufgereihten Klappstühlen gewartet. Alles scheint improvisiert, aber wie so oft in Thailand läuft alles wie am Schnürchen. Und es sollte nicht das letzte Mal sein, dass ich staune, wie gut diese kleine Insel den wirklich enormen Ansturm an Besuchern in der Hochsaison in Sachen Organisation und Infrastruktur wegsteckt.

    Schmale tropische Straße mit Motorrad und Beiwagen in Thailand

    Strände auf Koh Lipe

    Pattaya Beach

    Koh Lipe ist wirklich sehr klein; im Prinzip kannst du die gesamte Insel auch nur zu Fuß erkunden. Bei deiner Ankunft lernst du direkt einen der größten Strände kennen: Pattaya Beach ist der längste und lebendigste Strand auf Koh Lipe. Hier legen die meisten Fähren an, Longtailboote für Ausflüge starten hier und Resorts sowie Strandbars reihen sich aneinander. Trotzdem ist das Wasser kristallklar und der Strand selbst wunderschön.

    Tropischer Strand mit türkisblauem Meer und Badegästen in Thailand
    Palmenstrand mit weißen Sonnenschirmen und Liegen in Thailand
    Strandbar auf Koh Lipe mit roten Kissen im weißen Sand

    Sunrise Beach

    Sunrise Beach mochte ich ein bisschen mehr als Pattaya Beach: Die Stimmung ist etwas entspannter und es liegen nicht ganz so viele Longtailboote vor dem Strand vor Anker. Das Wasser ist klar und türkisblau, der Sand fein und fast weiß – ein richtiger Traumstrand eben. Du findest hier einige relaxte Strandbars mit zugehörigen Resorts; von einfach bis high-end ist hier alles dabei.

    Traditionelle Longtail-Boote ankern im türkisfarbenen Wasser vor Koh Lipe
    Tropischer Strand mit Palmen und türkisfarbenem Meer in Thailand
    Longtail-Boote am tropischen Strand mit türkisblauem Meer

    Nachmittags wird es hier voller und gegen Sonnenuntergang ziehen die meisten Strandbesucher weiter zum nördlichen Zipfel, dem North Point Beach.

    North Point Beach auf Koh Lipe mit Sonnenschirmen und Strandbar

    Vom Sunrise Beach kannst du auch mit einem der zahlreichen Longtailboot-Taxis für ca. 200 THB (ca. 5 €) pro Person und Strecke auf die gegenüberliegende Insel Ko Adang fahren.

    Ko Adang ist ebenfalls Teil des Nationalparks Tarutao, im Vergleich zu Koh Lipe jedoch so gut wie unerschlossen. Du findest hier unberührte Natur, zwei Wasserfälle im Inselinneren und einen schwarzen Sandstrand im Norden der Insel. Ko Adang eignet sich perfekt für einen Tagesausflug auf eigene Faust, du kannst dich aber auch einer Tour anschließen; oft besuchen diese auch mehrere Inseln und Schnorchelspots.

    Hier kannst du Touren nach Ko Adang buchen

    Sunset Beach

    Sunset Beach liegt auf der Westseite von Koh Lipe und ist mit ca. 200 m Länge der kleinste der drei Hauptstrände. Vor Ort gibt es deutlich weniger Infrastruktur als am Pattaya Beach oder am Sunrise Beach. Es gibt aber nur wenige Bars, die vor allem am späten Nachmittag bis nach Sonnenuntergang geöffnet haben.

    Strand auf Koh Lipe mit großem Baum und Hängedekorationen
    Rustikale Strandbar am Sunset Beach auf Koh Lipe unter Palmen mit Plastikstühlen
    Longtail-Boote mit bunten Schals am Strand von Koh Lipe

    Von der Walking Street aus gehst du einfach die Querstraße entlang. Zu Fuß bist du je nach Startpunkt in etwa 10–15 Minuten dort oder du nimmst eines der zahlreichen Tuktuks (50 THB pro Person).

    Sonnenuntergang am Strand mit Booten und Silhouetten

    North Point Beach

    North Point Beach liegt am nördlichen Ende von Sunrise Beach. Dieser Spot ist vor allem für seine Sandbank bekannt, die je nach Gezeiten unterschiedlich sichtbar ist. Von hier aus hast du ebenfalls einen perfekten Blick auf die untergehende Sonne – und leider ist dieser Sundowner-Spot kein Geheimtipp. Du solltest daher etwas früher kommen, um dir einen gemütlichen Platz zu sichern.

    Strand bei Sonnenuntergang mit Badenden und Boot
    Menschen am Strand bei Sonnenuntergang am Meer

    Leckeres hausgemachtes Kokosnusseis und kühle Drinks bekommst du hier an einer kleinen Strandbar, die zum Bulow Casa Grand View Resort gehört.

    Mango mit Klebreis und Kokoseis im Becher

    Walking Street

    Die Walking Street ist das Herz von Koh Lipe und verläuft fast einmal quer über die Insel vom Pattaya Beach bis zum Sunrise Beach. Hauptsächlich Fußgängerzone, bleibst du hier von heranrauschenden Tuktuks verschont und kannst gemütlich durch die Shops bummeln.

    Walking Street auf Koh Lipe mit kleinen Läden und Motorrollern

    Die meisten Geschäfte verkaufen Touristenkitsch oder andere Dinge, die man bei einem Aufenthalt auf Koh Lipe braucht: Schnorchelutensilien, Strandkleider, Sonnencreme. Und klar, mehrere 7Eleven findest du hier ebenfalls. Aber es gibt auch einige wirklich süße Cafés und Restaurants, und abends ist die Walking Street richtig gut besucht.

    Tipp: Falls du noch Beachwear shoppen willst, empfehle ich dir Onda auf der Walking Street, hier findest du die perfekten Beachoutfits. Aber Achtung: Wie generell auf Koh Lipe ist hier alles etwas teurer als anderswo in Thailand.

    Essen und Trinken: Die coolsten Locations

    Koh Lipe hat sich in den letzten Jahren zu einer überraschend vielseitigen Food-Destination entwickelt. Was die Insel von vielen anderen Orten in Thailand unterscheidet, ist die Mischung aus lokaler thailändischer Küche und internationalen Einflüssen, die hier deutlich präsenter ist als anderswo. Während du in Bangkok oder Chiang Mai oft zwischen klassischen Straßenküchen und gehobenen Restaurants wählst, ist auf Koh Lipe alles etwas kompakter und zugleich diverser.

    Teller mit frischem Obst auf Holztisch

    Du findest hier zwar authentische Thai-Küche, aber auch Cafés mit richtig gutem Kaffee, westliche Frühstücksoptionen und sogar einige Fusion-Restaurants. Das liegt vor allem an den vielen internationalen Besuchern, die im Laufe der Jahre eine hohe Nachfrage geschaffen haben. Gleichzeitig bedeutet das aber auch, dass die Preise deutlich höher liegen als in anderen Teilen Thailands. Ein einfaches Pad Thai kann hier das Doppelte kosten wie auf dem Festland.

    Was die Insel aber besonders macht, ist die entspannte Atmosphäre, sogar in hochpreisigen Locations. Viele Restaurants haben zur Straße oder zum Strand geöffnete Fronten; auch in teureren Lokalen sitzt du am Strand ganz leger mit Sand unter den Füßen am elegant dekorierten Tisch. Es gibt aber auch noch ein paar Garküchen und einfache Restaurants, wo du auch auf die Schnelle etwas essen kannst. Wenn du Street Food liebst, wirst du allerdings auf Koh Lipe etwas vermissen – klassische, einfache Straßenstände gibt es hier kaum.

    Belebter Halal‑Streetfoodstand bei Nacht

    Hier sind einige meiner Favoriten auf Koh Lipe:

    Ton Ji Esan Food

    Wenn du Thailand schon etwas bereist hast, und dich nach der unkomplizierten, leckeren und günstigen thailändischen Küche sehnst, ist Ton Ji Esan Food genau das Richtige für dich. Hier findest du auch typische Gerichte aus dem Isan in Nordthailand.

    Der absolute Hammer ist aber die cute Terrasse auf dem kleinen, hüttenartigen Gebäude. Über eine klapprige, steile Treppe geht es hoch und schon kannst du einen entspannten Strandtag unter dem klaren Sternenhimmel der Andamanensee bei leckerem Essen ausklingen lassen.

    Elephant

    Vom Elephant auf der Walking Street war ich wirklich begeistert. Typisch thailändisch isst du hier nicht, dafür gibt es richtig gute Fusionsküche, tolle Drinks und ein Ambiente, das auf Koh Lipe genau die richtige Mischung trifft: entspannt, aber trotzdem besonders. Für mich eine der nettesten Adressen auf der Insel, sowohl tagsüber als auch abends. Absolute Empfehlung.

    Thailändische Nudelsuppe mit Ei und knusprigen Nudeln im Elephant, Koh Lipe
    Gemütliches Café mit Holzdach und Gästen in Thailand

    Mojo Café und Mojo Mini

    Mojo Café und Mojo Mini gehören beide zum The Reef. Wenn du dort übernachtest, ist das Frühstück im Mojo Café inklusive. Allein deshalb hat sich der Aufenthalt im The Reef schon gelohnt.

    Jeden Morgen kannst du dort zwischen einer Kaffeespezialität und einem Frühstücksgericht wählen (Sandwiches, Bowls, Pancakes und mehr). Wenn du, wie ich, sowieso nicht auf lieblose und geschmacksneutrale Frühstücksbüffets stehst, sondern einen richtig netten Start in den Tag mit gutem Kaffee und entspannter Café-Atmosphäre schätzt, bist du hier genau richtig.

    Das Mojo Mini auf der Walking Street fand ich mindestens genauso toll. Vor allem die kleine Dachterrasse ist super cute: ein bisschen wie ein Baumhaus mitten über dem Trubel, von dem aus du auf die belebte Walking Street runterguckst.

    Gemütliche Terrasse im Bloom Café, Koh Lipe, mit Holzmöbeln und Pflanzen

    Bulow Café

    Das Bulow Café gehört zum Bulow Casa Grand View Resort am nördlichen Ende von Sunrise Beach bzw. in der Nähe vom North Point. Der große Pluspunkt ist hier ganz klar die Lage: Du sitzt direkt an einem der schönsten Strandabschnitte von Koh Lipe, mit Blick auf das für Koh Lipe unglaublichen türkisblauen Wasser.

    Besonders empfehlen kann ich dir das Dinner-Angebot im Bulow. Etwas hochpreisiger, aber es lohnt sich: romantischer Vibe, super Qualität und aufmerksamer, herzlicher Service.

    Strandrestaurant Bulow Café auf Koh Lipe bei Sonnenuntergang mit Lichterketten und Gästen

    Café Lipe

    Das Café Lipe liegt am Pattaya Beach und ist ein Klassiker auf der Insel: nicht super fancy, aber genau richtig, wenn du tagsüber am Strand bist. Du kannst hier zwischendurch etwas essen oder einfach nur mittags bei einem kühlen Drink den Schattenplatz am sonst eher baumfreien Pattaya Beach genießen. Nah an der Walking Street.

    Mango Sticky Rice mit blauem Klebreis und Kokossauce in Thailand

    Bloom

    Das Bloom befindet sich zentral auf der Walking Street; du kannst es gar nicht verfehlen. Du findest hier typisches Café-Food und ein ganz hübsches Ambiente. Trotzdem hat es mir in anderen Locations besser gefallen, aber vielleicht ist das nur mein persönlicher Eindruck. Probier’s einfach aus. Zum Bloom gehört übrigens auch das Bloom Hostel.

    Gemütliches Café mit Holztischen und Theke in Thailand

    Suchst du noch mehr Inspiration für deinen Südostasien-Trip?
    Hier findest du alle Thailand-Artikel

    Unterkünfte & Resorts auf Koh Lipe

    Planst du einen Trip nach Koh Lipe während der absoluten Hochsaison (Dezember bis März), solltest du unbedingt so früh wie möglich buchen. Es kommt nämlich nicht selten vor, dass die Insel fast komplett ausgebucht ist und du nur noch Zimmer bzw. Bungalows zu wirklich horrenden Preisen findest. Voll wird es auf Koh Lipe ebenfalls noch einmal Mitte April, wenn das traditionelle thailändische Neujahrsfest Songkran stattfindet.

    Holzbungalows am Sandstrand unter Palmen

    Sollten dich die Preise im Voraus abschrecken und du lieber auf ein Schnäppchen warten willst, ist das eine schlechte Idee. Koh Lipe ist im Vergleich zu anderen populären Reisezielen in Thailand einfach sehr teuer, und günstiger wird es nie – im Gegenteil.

    Was die Auswahl an Resorts angeht, wirst du mittlerweile besonders im Hochpreissegment auf Koh Lipe fündig. Sehr gut gefallen hat mir das Bulow Casa Grand View Resort, allerdings finden es hier auch in der Hochsaison jeden Abend Heerscharen anderer Touristen schön und versammeln sich vor dem Resort für den allabendlichen Sundowner.

    Tropische Strandbungalows unter Palmen mit Reetdach im Bulow Resort, Koh Lipe

    Sprengen die luxuriösen Resorts direkt am Strand dein Budget, kannst du aber auch nur tageweise deren Pool- und Strandangebot nutzen: Einige Resorts wie z.B. das Irene Resort* bieten auch Tagespässe an.

    Das ist besonders nützlich, falls du lieber gemütliche Strandliegen nutzen möchtest als einfach nur auf einem Strandlaken zu liegen. Denn einzelne Strandliegen bzw. Sonnenschirme kannst du an den Stränden auf Koh Lipe wie oft in Thailand nicht mieten.

    Strandpavillon mit weißen Vorhängen vor luxuriösem Resort auf Koh Lipe

    Im mittleren Preissegment kann ich dir das Sita Beach Resort* empfehlen, falls du in einem Resort mit Strandzugang übernachten möchtest. Vorteil eines Beach Resorts sind, dass Annehmlichkeiten wie z.B. separate Strandtücher und -liegen sowie Sonnenschirme oft inklusive sind.

    Elegantes Hotelbett mit goldener Wanddekoration im Sita Beach Resort, Koh Lipe

    Das Sita Beach Resort war allerdings nicht meine erste Wahl. Durch meine spontane Reiseplanung musste ich einfach nehmen, was verfügbar war. Es hat einige kleinere Makel; das Frühstück ist nicht besonders und im allgemeinen gibt wohl es ein kleines Abwasserproblem – rund um den Teich im unteren Bereich des Resort roch es immer wieder sehr unangenehm.

    Koh Lipe ist ein sehr kleine Insel ohne wirkliche Kanalisation und ehrlich gesagt, hat es mich gewundert, dass Müll und Abwasser bei der schieren Menge an Touristen nicht ein noch sichtbareres Problem sind.

    Tropischer Meerblick mit Booten und roten Dächern in Thailand

    Ich hatte jedoch einen Garten-Bungalow im oberen Teil. Da das Sita Beach Resort an einem sehr steilen Hang liegt, ist der Weg zurück vom Strand hinauf allerdings etwas sportlicher. Dafür ist es dort oben aber super ruhig, und nur wenige Meter entfernt befindet ein Zugang zur Straße, die zur Walking Street und zum Sunset Beach führt.

    Im Allgemeinen findest du die günstigeren Unterkünfte eher in der Inselmitte. Dort kann es aber eher sein, dass du nächtlichen Lärm (z.B. von der Walking Street) mitbekommst und auch zum nächsten Strand musst du einen längeren Fußweg in Kauf nehmen.

    Quick-Check
    Wo übernachten in Koh Lipe?

    Sunset Beach Der Strand selbst ist weniger schön, trotzdem ein schöner Spot, wenn du eine Unterkunft in Meeresnähe sucht.

    Sunrise Beach Abends ruhiger, dafür aber der schönste Strand der Insel. Viele Unterkünfte in verschiedenen Preiskategorien.

    North Point Wenn dir ein atemberaubender Sunsetspot vor der Haustür abends wichtiger ist, als die Nähe zur Ausgehmeile Walking Street. Außerdem gibt es hier einige tolle, luxuriöse Resorts.

    Walking Street Kann etwas lauter werden abends, dafür findest du hier budgetfreundlichere Unterkünfte

    Pattaya Beach Hier kommen Fähren bzw. Speedboote an. Am praktischsten, wenn du nur ein bis zwei Nächte auf Koh Lipe bleibst – kein Rumgeschleppe von Koffern bzw. Rücksäcken quer über die Insel. Zentrale Lage.

    Tipp zur Walking Street: Wenn du es nachts lieber ruhig magst, schau dir auf der Karte oder in den Bewertungen an, wie nah deine Unterkunft wirklich an der Walking Street liegt. Mitunter kann es dort abends lauter werden und es gibt einige Unterkünfte auf der Insel, die im Gegensatz dazu abends wirklich ruhig sind.

    Ich habe einige Nächte im The Reef verbracht. Dort war der Lautstärkepegel nachts zeitweise schon etwas höher. Allerdings war das Studio komplett ins Grüne ausgerichtet, so dass ich das nicht so schlimm fand.

    Preise und Verfügbarkeit im The Reef Koh Lipe (unbedingt das Forest Studio buchen – es ist super süß!)

    Blick von Holztreppe in modernem, tropischen Loft

    Fortbewegung auf Koh Lipe

    Die Insel ist wirklich super klein, sodass du die meisten Ecken problemlos zu Fuß erreichen kannst. Bist du allerdings bei An- und Abreise mit Gepäck unterwegs oder willst du nachts nicht im Dunkeln zu einer etwas weiter entfernten Unterkunft laufen, stehen überall Tuktuks bereit. Die Preisgestaltung ist übersichtlich: Pro Person fallen 50 Baht an, egal wohin.

    Schmale Gasse mit Motorroller und kleinen Geschäften: Walking Street auf Koh Lipe

    Willst du auf eigene Faust einen Ausflug auf die Nachbarinsel Ko Adang unternehmen, kannst du sowohl vom Pattaya Beach als auch vom Sunset Beach ein Longtail-Taxiboot nehmen. Kosten dafür: ca. 200 Baht pro Person.

    Ausflüge ab Koh Lipe

    Von Koh Lipe aus werden auch diverse andere Touren angeboten: Du kannst Schnorcheln, Tauchen, Hochseefischen oder auch einfach nur eine Barbecue-Bootstour zum Sonnenuntergang unternehmen. Willst du zum Beispiel Clownsfische oder farbenprächtige Koralle aus nächster Nähe sehen, dann kann ich dir eine Schnorcheltour nur empfehlen!

    Hier findest du Ausflüge ab Koh Lipe*

    Holzschild Taxi Boat an Baum am Strand

    Anreise nach Koh Lipe

    Koh Lipe liegt ganz im Süden Thailands. Je nachdem, wie deine Reiseroute durch das Land verläuft, kann es schon mal länger dauern, die Insel zu erreichen. Allerdings ist hier – wie in der Regel bei allen touristischen Orten in Thailand – die Infrastruktur gut organisiert: problemlos kommst du mit Kombinationen aus Mini-Vans, Fähren oder Speedbooten nach Koh Lipe; es kann nur manchmal etwas dauern.

    Grundsätzlich gibt es drei Anreisemöglichkeiten nach Koh Lipe:

    Mit dem Speedboat von Phuket, Krabi, Koh Lanta oder anderen Inseln

    Das ist meist die teuerste Variante. Während der Hochsaison fahren die meisten Reedereien folgende Route:

    Phuket – Koh Phi Phi – Koh Lanta – Koh Ngai – Koh Mook – Koh Kradan – Koh Bulone – Koh Lipe – Langkawi

    Koh Lanta funktioniert dabei als Drehkreuz, hier musst du in der Regel das Boot wechseln.

    Speedboot vor tropischem Strand mit türkisfarbenem Wasser in Thailand

    Oft scheint die Anreise mit dem Speedboot am schnellsten zu sein. Beachte jedoch auch, dass eine Fahrt mit dem Speedboot nicht besonders komfortabel ist. An Bord ist es wirklich sehr laut, und die Boote nehmen jede Welle mit. Wenn du also leicht seekrank wirst, bereite dich gut vor (z.B. mit Tabletten gegen Reisekrankheit). Auch Ohrstöpsel oder gute Kopfhörer sind eine gute Idee.

    Longtail-Boot vor tropischem Strand mit türkisfarbenem Wasser in Thailand

    Von Koh Lanta aus dauert die Fahrt bis nach Koh Lipe mit allen Zwischenstopps gute drei Stunden. Ich selbst werde selten seekrank, aber auch mir wären drei Stunden Speedboot definitiv zu viel des Guten. Längere Fahrten würde ich aufteilen: Alle Inseln auf dem Weg sind sowieso ausnahmslos sehenswert und eine Übernachtung wert.

    Mehr Tipps zu den einzelnen Inseln findest du in meinem Inselhopping Guide für die Andamanensee

    Mit der Fähre von Pak Bara

    Pak Bara ist der Haupthafen auf dem thailändischen Festland für Verbindungen nach Koh Lipe. Von hier aus fahren täglich mehrere Boote, die Überfahrt dauert etwa 1,5 bis 2 Stunden.

    Pak Bara erreichst du wiederum per Minivan oder Bus von größeren Städten wie Hat Yai, Trang oder Krabi; alle drei Städte verfügen über einen Flughafen mit Direktflügen nach Bangkok. Das Ticket für den Minivan kannst du gleich zusammen mit dem Bootsticket buchen; suche dazu einfach nach der entsprechenden Strecke, z.B. Koh Lipe – Hat Yai oder Koh Lipe – Trang.

    Buche hier dein Fährticket nach Pak Bara (und Minivan im Anschluss)

    Über Langkawi (Malaysia) mit dem Speedboat oder der Fähre

    Wenn du von Malaysia anreist oder einen Abstecher zur Insel Langkawi planst, gibt es auch von dort aus Speedboote und eine Fährverbindung nach Koh Lipe. Diese Route ist sowieso besonders praktisch, wenn du eine größere Südostasien-Rundreise machst, aber du solltest sie auch sonst in Betracht ziehen.

    Fähre nach Koh Lipe im Hafen von Telaga auf Langkawi vor bewaldeten Bergen

    Zum einen ist die Fahrt mit der Fähre viel angenehmer als mit dem Speedboot. Zum anderen kannst du Langkawi viel besser in deine Reiseroute einbinden als das etwas abgelegene Pak Bara. Langkawi hat zwei Fähranlegestellen: Kuah und Telaga.

    Telaga ist nur einen Katzensprung vom internationalen Flughafen Langkawi entfernt – je nach Verbindung kannst du noch am selben Tag weiterreisen. Du sparst dir also lange Fahrten mit dem Minivan. Auch die Ein- bzw. Ausreise in Malaysia verläuft schnell und problemlos.

    Buche hier dein Fährticket Koh Lipe – Langkawi

    Checke hier günstige Flüge von und nach Langkawi (LGK)

    Du solltest dir aber überlegen, vielleicht auch etwas länger auf der Insel zu bleiben. Langkawi selbst hat zwar kein türkisblaues Wasser wie Koh Lipe, aber die Strände sind trotzdem sehenswert. Essen und Trinken sowie Unterkünfte sind günstiger als auf Koh Lipe, und im Allgemeinen ist Malaysia ohnehin ein spannendes Reiseziel.

    Hier findest du noch mehr Reiseinspiration für Malaysia

    Die beste Reisezeit für Koh Lipe

    Die beste Reisezeit für Koh Lipe ist ganz klar die Trockenzeit (November bis April). Dann ist die Andamanensee in der Regel ruhiger, das Wasser klarer und die Speedboote fahren deutlich verlässlicher als während der Regenzeit. Wenn du vor allem wegen der Strände, Schnorchelausflüge und Inselhopping nach Koh Lipe kommst, würde ich diese Monate bevorzugen.

    Die Übergangsmonate (November/Anfang Dezember und März/April) sind zu empfehlen, wenn du keine Lust auf eine überfüllte Insel hast. Du hast gute Chancen auf schönes Wetter, aber es ist nicht ganz so absurd voll und teuer wie rund um Weihnachten, Silvester und während der europäischen Winterferien.

    Dezember bis Februar sind zwar wettertechnisch oft ideal, gleichzeitig aber auch absolute Hochsaison: Unterkünfte solltest du dann wirklich früh buchen, sonst zahlst du auf Koh Lipe schnell astronomisch hohe Preise wie sonst nirgends in Thailand.

    Tropisches Holzhaus mit Strohdach und Palmen in Thailand

    Von Mai bis Oktober ist Regenzeit bzw. Nebensaison. Das heißt nicht, dass es jeden Tag durchregnet, aber Schauer können heftig sein, das Meer kann rauer werden und es fahren weniger Boote. Einige Unterkünfte, Restaurants oder Touranbieter sind in dieser Zeit komplett geschlossen oder nur eingeschränkt geöffnet.

    Palmen am Strand bei Sonnenuntergang

    Wenn du Koh Lipe in eine größere Thailand-Route einbauen willst, würde ich die Nebensaison deshalb nur wählen, wenn du zeitlich flexibel bist und nicht auf perfekte Strandtage angewiesen bist. Außerdem solltest du dich auf ziemlich raue Fahrten mit dem Speedboot oder ggf. der Fähre von/nach Langkawi einstellen.

    Lohnt sich eine Reise nach Koh Lipe?

    Ich will ehrlich zu dir sein: Wenn du dich nach einem Inselparadies wie aus dem Bilderbuch sehnst und richtig entspannen willst, solltest du deine Erwartungen herunterschrauben. Koh Lipe könnte tatsächlich eine dieser klitzekleinen Inseln sein, auf denen man sich wie Robinson Crusoe fühlt und einfach nur treiben lassen kann; türkisblaues Wasser und weiße Strände machen Koh Lipe zu einer der schönsten Inseln Thailands.

    Weißer Sandstrand auf Koh Lipe mit Booten, Sonnenschirmen und Palmen

    Allerdings hat sich der Tourismus in den letzten Jahren sehr entwickelt. Die Insel platzt aus allen Nähten und es ist ein Wunder, dass überhaupt so viele Besucher in der Hochsaison auf Koh Lipe Platz finden. Das ursprüngliche Koh Lipe muss man manchmal richtig suchen.

    Die Insel ist wirklich schön und trotz der Menschenmassen relativ gepflegt. Und ja, tatsächlich findest du hier einige der schönsten Strände Thailands auf kleinstem Raum. Aber: Die Preise für Unterkünfte erreichen in der Hochsaison astronomische Höhen, und irgendwie ist doch alles sehr auf Touristen ausgelegt, die auch im Urlaub nicht auf eine gewohnte Struktur verzichten wollen.

    Thai-Straßenstand mit Kokosnüssen und Strohdach in Thailand

    Mit Thailand selbst hat das hier nicht viel zu tun. Dennoch mochte ich Koh Lipe (obwohl ich sonst touristischen Orten nichts abgewinnen kann) und bin sogar länger geblieben als geplant.

    Holz-Taxiboot im türkisfarbenen Meer vor Insel

    Ich war außerdem sehr erstaunt, wie laut es tagsüber an den Stränden ist. Im Minutentakt fahren Longtailboote mit ihren knatternden Motoren die Küste auf und ab; Tagestouristen werden abgesetzt oder abgeholt, andere wiederum gehen auf Schnorcheltour oder besuchen die Nachbarinsel Ko Adang, dann legen die Speedboote und die Fähre an – an den Stränden geht es zu wie im Taubenschlag. Echte Entspannung findest du hier kaum.

    Geschmückter Bug eines traditionellen Longtailboots am Strand

    Mein Fazit: Koh Lipe ist bestimmt ein Highlight jeder Thailand-Reise. Ich würde dir aber empfehlen, auch andere Inseln oder das Festland zu erkunden. Inspirationen für weitere schöne und ungewöhnliche Ziele in Thailand findest du hier auf dem Blog: Alle Artikel über Thailand

    Rattanlampen am Pattaya Beach auf Koh Lipe mit Lichterkette

    Tipp: Wenn dir nach Entspannung und einsamem Insel-Feeling ist, empfehle ich dir, Koh Ngai, Koh Jum, Ko Siboya oder das nahegelegene Koh Bulone in deine Route aufzunehmen. Auf Koh Lipe jedenfalls wirst du zumindest in der Hochsaison nicht viel Ruhe finden. Gleichermaßen ist es aber auch keine großartige Partyinsel – dafür solltest du eher nach Koh Phangan zur Full Moon Party oder in die einschlägigen Orte auf Phuket, Koh Samui oder dem Festland.

    Frau läuft an tropischem Strand mit Palmen
    Ko Siboya ist noch ein richtiger Insidertipp unter den thailändischen Inseln – schau mal in meinen Artikel!
  • Von Dresden zur Basteibrücke: Der perfekte Tagesausflug in die Sächsische Schweiz

    Von Dresden zur Basteibrücke: Der perfekte Tagesausflug in die Sächsische Schweiz

    Dresden ist eine tolle Destination, keine Frage. Aber seitdem ich Bilder vom Elbsandsteingebirge gesehen habe, wollte ich schon immer mal einen Ausflug in das Umland machen: In diesem Artikel nehme ich dich daher mit auf einen Tagesausflug von Dresden zur Basteibrücke! Ich zeige dir die schönsten Ecken rund um die Bastei, verrate dir ein paar Spots, die die meisten Besucher übersehen und sage dir ehrlich, ob und wann sich eine geführte Tour lohnt und wann du dir das Geld sparen kannst.

    Boot auf der Elbe vor Felsenlandschaft bei Sonnenuntergang

    Die schönsten Highlights rund um die Basteibrücke

    Die Basteibrücke ist DER Besuchermagnet im Nationalpark Sächsische Schweiz. Über 1,5 Millionen Besucher zählt die Brücke jedes Jahr und das ist kein Wunder: Denn die steinerne Brücke zwischen den bizarr anmutenden Felsformationen des Elbsandsteingebirges ist wirklich sehenswert.

    Basteibrücke zwischen Felsen im Elbsandsteingebirge
    Die Basteibrücke in der Sächsischen Schweiz

    1851 erbaut – als Ersatz für eine Holzbrücke, die schon seit 1826 Besucher zu den Felsen und zur damaligen Felsenburg brachte – erstreckt sie sich über 76,5 Meter und führt über eine 40 Meter tiefe Schlucht namens Mardertelle. Der Zugang ist rund um die Uhr möglich und kostenlos, wie auch der gesamte Nationalpark Sächsische Schweiz.

    Auf einen Blick:
    Tagesausflug zur Basteibrücke

    • Entfernung: ca. 40 km südöstlich von Dresden (ca. 50 Min. mit dem Auto, 35–40 Min. mit der S-Bahn bis Kurort Rathen)
    • Eintritt: Die Basteibrücke ist kostenlos und rund um die Uhr zugänglich.
    • Dauer: Ca. 4 Stunden/halber Tag für Anreise mit S-Bahn, Fähre und Wanderweg zur Brücke. Mit großer Wanderung, Schwedenlöchern und/oder kleiner Kaffeepause: ganzer Tag.
    • Anreise: S-Bahn S1 ab Dresden Hbf nach Kurort Rathen + Fähre + Aufstieg (ca. 30–45 Min. zu Fuß – meine Empfehlung!) oder mit dem Auto zum Bastei-Parkplatz
    • Geführte Tour buchen: Ab ca. 35 € pro Person, Abholung in Dresden inklusive. Meine Empfehlung: Tagestour in die Sächsische Schweiz ab Dresden*
    • Beste Zeit: Unter der Woche, früh morgens oder zum Sonnenuntergang für die besten Fotos. Achtung: Bei gutem Wetter wird es an Wochenenden und Feiertagen sehr, sehr voll.

    Übrigens ist die Basteibrücke gar nicht so lang, wie sie auf Fotos aussieht. Ich habe es erst fast gar nicht gemerkt, dass ich sie betreten habe, weil sie sich so nahtlos in die Umgebung einfügt. Dafür ist der Weg dorthin mit seinen vielen Aussichtspunkten sehr spektakulär und bietet faszinierende Ausblicke auf das Elbtal und die vielen Felsnadeln.

    Felsenburg Neurathen (aktuell gesperrt)

    Direkt vor der Brücke liegt die Ruine der größten mittelalterlichen Felsenburg der Sächsischen Schweiz, erstmals urkundlich erwähnt im 13. Jahrhundert. Normalerweise kann man dort über eiserne Stege zwischen den Felsen wandern und den Blick auf die Basteibrücke aus einer ganz anderen Perspektive genießen.

    Felsenlandschaft mit Brücke und Treppen im Wald
    Die Felsenburg Neurathen kannst du derzeit nur von außen sehen.

    Wichtig: Die Felsenburg Neurathen ist allerdings seit Herbst 2023 bis auf Weiteres gesperrt (Stand Frühjahr 2026). Bei routinemäßigen Messungen wurden Felsbewegungen im Millimeterbereich festgestellt, woraufhin die Nationalparkverwaltung den Zugang aus Sicherheitsgründen geschlossen hat. Wann die Burg wieder öffnet, ist aktuell unklar.

    Der Weg über die Basteibrücke ist davon nicht betroffen – du kannst die Brücke weiterhin ganz normal überqueren und die Aussichtspunkte nutzen. Vom Weg aus kannst ebenfalls einen Blick auf die abgesperrte Felsenburg erhaschen.

    Aktuelle Infos findest du auf der Website der Sächsischen Schweiz.

    Was ist die Bastei überhaupt?

    Die Bastei ist eine Felsformation in der Sächsischen Schweiz. Berühmt ist sie vor allem für ihre tollen Ausblicke auf das Elbtal, die markanten Sandsteinfelsen und die historische Basteibrücke, die mehrere Felsen miteinander verbindet. Die Bastei gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen der Region und lässt sich gut als Tagesausflug ab Dresden besuchen.

    Wegweiser an Baum vor Caféterrasse in der Sächsischen Schweiz bei Dresden

    Die schönsten Aussichtspunkte rund um die Basteibrücke

    Die Basteibrücke selbst ist natürlich die eigentliche Sehenswürdigkeit, aber rundherum verteilen sich sechs Aussichtspunkte, die jeweils einen ganz eigenen Blickwinkel auf Felsen, Brücke und Elbtal eröffnen.

    Fluss Basteibrücke, Dresden windet sich durch Tal mit Felsen

    An diesen vier Aussichtspunkten kommst du beim Aufstieg von Rathen über den Basteiweg automatisch vorbei:

    Panoramaaussicht Bastei: Die unübersehbare Aussichtsplattform liegt direkt beim Berghotel und bietet den weitesten Rundblick. Über das Elbtal kannst du bis nach Wehlen, hinüber zum Rauenstein, zum Königstein, zum Lilienstein und weit hinein in die Hintere Sächsische Schweiz sehen.

    Aussichtsplattform über Flusslandschaft mit Touristen in der Sächsischen Schweiz bei Dresden
    Felsklippen mit Aussichtsplattform über Flusstal in der Sächsischen Schweiz bei Dresden
    So hoch über dem Elbtal thront die Panoramaaussicht.

    Die Ferdinandaussicht ist mein persönlicher Favorit und der Ort, von wo aus die bekannten Postkartenmotive entstehen. Sie liegt auf dem Ferdinandstein, einem kleinen Felsplateau kurz vor der Basteibrücke. Der Abzweig ist etwas unscheinbar, und tatsächlich laufen viele Besucher daran vorbei, ohne ihn zu bemerken. Allerdings waren wir an einem Sonntag hier (würde ich eigentlich vermeiden, aber es war nicht anders möglich) und so wies uns die Menschenschlange auf der Treppe schon den Weg.

    Touristen auf der Ferdinandaussicht im Elbsandsteingebirge
    Besser vermeiden: Sonntags und bei gutem Wetter ist der Besucherandrang groß.

    Schlange stehen für ein Foto ist zwar eigentlich nicht so meins, aber genau hier stehst du so, dass du die Brücke in voller Länge vor dir hast – eingebettet zwischen den Felstürmen, mit dem Lilienstein im Hintergrund. Und du hast einen einmaligen Rundumblick! Ein bisschen Warten lohnt sich hier also sehr. Morgens zum Sonnenaufgang ist dies garantiert der beste Spot für eine besonders stimmungsvolle Aussicht auf die Basteibrücke.

    Basteibrücke zwischen Felsen im Elbsandsteingebirge
    Von der Ferdinandaussicht hast du den perfekten Ausblick auf die Basteibrücke.

    Die Tiedgeaussicht und das Kanapee liegen beide auf dem Weg Richtung Rathen und gehören zu den Aussichtspunkten, die du vor allem beim Aufstieg bzw. Abstieg über den Basteiweg mitnimmst. Die Tiedgeaussicht bietet einen weiten Blick über das Elbtal – weniger dramatisch als die Ferdinandaussicht, dafür entspannter und mit einem Panorama, das zeigt, wie groß die Landschaft rund um die Bastei eigentlich ist. Das Kanapee liegt wenige Schritte weiter. Ich war von der Aussicht von beiden Punkten absolut geflasht und habe mich gefühlt, als stände ich mitten in einem Gemälde von Caspar David Friedrich. Der weite Blick und dann die Elbe, die sich wie gemalt durch die Landschaft schlängelt – absolut beeindruckend!

    Flusstal der Elbe
    Flusslauf zwischen bewaldeten Hügeln und Felsen in der Sächsischen Schweiz bei Dresden

    Die folgenden Aussichtspunkte liegen am anderen Weg ab Rathen, der etwas länger ist, aber ebenfalls zur Basteibrücke führt. Du kannst auch den Auf- bzw. Abstieg als kompletten Rundweg gestalten, dann nimmst du alle sechs Aussichtspunkte mit. (Wir sind nur den Basteiweg entlang gelaufen.)

    Pavillonaussicht: liegt oberhalb der Schwedenlöcher und zeigt die Basteibrücke nochmal aus einer komplett anderen Perspektive – eher von oben und etwas weiter entfernt, dafür mit den umliegenden Felsformationen als Rahmen.

    Wehlsteinaussicht: liegt links vor dem Berghotel. Von hier hast du einen Blick in den Wehlgrund und auf die Felsformationen „Kleine Gans“ und „Große Gans“.

    Suchst du noch mehr Tipps für deinen Trip nach Dresden?
    Hier findest du alle Artikel über Dresden

    Viele Besucher steuern nur die Brücke direkt an, machen ein paar Fotos und laufen wieder zurück zum Parkplatz. Aber die schönsten Ecken entdeckst du, wenn du ab Rathen hinauf zur Basteibrücke wanderst. Das ist ein bisschen anstregender und der Weg ist ganz schön steil, aber absolut machbar – und du wirst dafür auch mit tollen Aussichten belohnt.

    Mit der Gierseilfähre über die Elbe

    Reist du mit der S-Bahn ab Dresden an, kommst du um die Fähre sowieso nicht herum – aber auch so ist die Fahrt mit der Gierseilfähre, die beide Teile des Kurort Rathen rechts und links der Elbe verbindet, ein schönes Erlebnis. Von der S-Bahn-Station sind es nur wenige Schritte zum Fähranleger.

    Menschen besteigen Fähre in Rathen in der Sächsischen Schweiz bei Dresden
    Fähre mit Deutschlandflaggen am Elbufer

    Die Fähre in Rathen ist eine historische Gierseilfähre, die allein durch die Strömung der Elbe angetrieben wird. Du hörst also keine störenden Motorengeräusche, sondern kannst ganz entspannt die beeindruckende Landschaft auf dich wirken lassen. Am anderen Ufer angekommen, brauchst du nur den Schildern zur Basteibrücke zu folgen. Halte dich eher links, wenn du den kürzeren Basteiweg nehmen möchtest.

    Buntes Dorf mit Fachwerkhäusern am Waldrand
    Auf der anderen Uferseite in Rathen beginnen die Wanderwege hinauf zur Basteibrücke.

    Weitere Geheimtipps rund um die Bastei

    Vor meinem Ausflug habe ich außerdem noch ein paar Tipps gesammelt, die ich zwar dann doch nicht getestet, dafür aber dann für meinen nächsten Besuch vorgenommen habe:

    Elbkreuzfahrten ab Dresden

    An der Anlegestelle halten während der Saison übrigens auch Ausflugsboote, mit denen du auch von Dresden aus kleine Bootsfahrten entlang der Elbe unternehmen kannst.

    Fähre auf der Elbe in Rathen vor Felslandschaft

    Die Schwedenlöcher

    Die Schwedenlöcher sind eine enge, schattige Schlucht mit steilen Holztreppen und moosbewachsenen Felsen. Du findest hier Reste einer jahrmillionenalten Erosionslandschaft und es sieht aus wie in einem Märchenwald. Der Abstieg von der Bastei durch die Schwedenlöcher nach Rathen soll ca. 45 Minuten dauern. Feste Schuhe sind hier Pflicht.

    Der Amselsee

    Am Ende der Schwedenlöcher liegt der kleine Amselsee, auf dem du für ein paar Euro ein Ruderboot ausleihen kannst.

    Uttewalder Grund

    Vom Bastei-Parkplatz aus führt ein Weg hinunter in den Teufelsgrund und weiter zum Uttewalder Grund mit seinem berühmten Felsentor. Von hier aus kannst du über Wehlen zurück nach Rathen laufen. Diese Route nennt sich „Goldenes Dreieck“ und ist eine der beliebtesten Tageswanderungen der Region.

    Essen & Trinken an der Bastei

    An der Bastei selbst gibt es ein Panoramarestaurant – es gehört zum Berghotel Bastei, ist aber für alle Besucher zugänglich. Das Ambiente ist vielleicht etwas zu gediegen und etwas hochpreisig, aber die Aussicht über das Elbtal ist wirklich sensationell.

    Esstisch vor Panoramafenster mit Bergblick in der Sächsischen Schweiz bei Dresden
    Innenraum des Panoramarestaurants Bastei mit Weinschrank in der Sächsischen Schweiz bei Dresden

    Die Küche kann ich zwar nicht beurteilen, ich würde aber keine kulinarischen Hohenflüge erwarten. Für einen Kaffee mit leckerem Kuchen war es aber eine gute Wahl und eine schöne Möglichkeit, nochmal ganz in Ruhe das faszinierende Panorama zu genießen.

    Stück Torte mit Cremehaube auf weißem Teller im Panoramarestaurant Bastei

    Eine günstigere Möglichkeit ist der Imbiss an der Panoramaaussicht. Dort kannst du es dir an einem der großen Picknicktische gemütlich machen und Snacks wie z.b. eine Bratwurst bekommen.

    In Rathen unten im Tal findest du außerdem mehrere kleine Restaurants und Biergärten. Wenn du sowieso von unten hochwanderst oder die Schwedenlöcher als Abstieg nimmst, kannst du z.B. auch einen Stopp in Rathen einplanen.

    Biergarten mit Fachwerkhaus am bewaldeten Hang in Rathen bei Dresden

    Wie kommt man von Dresden zur Basteibrücke?

    Die Anreise von Dresden aus ist wirklich kinderleicht, auch ohne Auto. (Und eigentlich sogar die schönste.)

    Mit S-Bahn und Fähre zur Bastei (mein Tipp!)

    Die S-Bahn S1 fährt vom Dresdner Hauptbahnhof etwa alle 30 Minuten Richtung Schöna. Du kannst auch in Dresden-Neustadt oder Dresden-Mitte zusteigen – je nachdem, wo dein Hotel liegt.

    Schöne Hotels in Dresden gesucht?
    Hier findest du gute Angebote!

    Bahngleise am Bahnhof Kurort Rathen vor Felslandschaft in der Sächsischen Schweiz bei Dresden
    Bahnhof Kurort Rathen

    Nach ungefähr 35 bis 40 Minuten steigst du am Bahnhof Kurort Rathen aus, einem kleinen Haltepunkt direkt an der Elbe. Vom Bahnsteig sind es nur ein paar Schritte runter zum Fähranleger. Dort nimmst du die Gierseilfähre hinüber zum anderen Ufer, wo die Wanderwege zur Basteibrücke beginnen. Die Überfahrt dauert nur ein paar Minuten.

    Die Fähre fährt von frühmorgens bis Mitternacht – also auch, wenn du die Basteibrücke zum Sonnenauf- oder -untergang besuchen willst, kannst du problemlos mit der S-Bahn anreisen. Genaue Zeiten findest du im offiziellen Fahrplan.

    Gesamtzeit ab Dresden Hauptbahnhof: ca. 1,5 bis 2 Stunden bis zur Brücke.

    Dresdner Hauptbahnhof mit Straßenbahn und Passanten
    Vom Dresdner Hauptbahnhof kannst du direkt nach Rathen fahren.

    Was kostet die Anreise? Die S-Bahn-Tickets fand ich schon etwas happig – wir haben uns für ein Tagesticket entschieden, derzeit 19 € pro Person. Einzeltickets sind nicht wirklich günstiger. Ohne Deutschlandticket lohnt sich eventuell das Sachsen-Ticket (ab 27 € für bis zu 5 Personen, gilt auch für Thüringen und Sachsen-Anhalt). Die Gästekarte der Sächsischen Schweiz deckt außerdem die regionalen Busse kostenlos ab.

    Die Fähre kostet 3 € für Hin- und Rückfahrt. Achtung: Das Deutschlandticket oder Tickets der öffentlichen Verkehrsbetriebe sind hier nicht gültig.

    Mit dem Auto zur Basteibrücke

    Von der Dresdner Innenstadt dauert die Fahrt zur Basteibrücke ca. 45 bis 50 Minuten. Du kommst bereits oben in der Nähe der Basteibrücke an und kannst den Wagen auf dem großen Hauptparkplatz abstellen.

    Achtung: An sonnigen Wochenenden und in den Ferien wird der Parkplatz schnell voll. Dann wirst du auf den Auffangparkplatz umgeleitet, der gut 3 Kilometer weiter zurück liegt. Von dort fährt ein Shuttlebus zur Brücke (1 € pro Strecke), oder du läufst die Strecke zu Fuß. Beide Parkplätze berechnen Parkgebühren.

    Mit dem Bus zur Bastei

    Alternativ gibt es auch Buslinien, die direkt zur Bastei fahren, wenn du dir den Aufstieg von Rathen ersparen willst. Zum Beispiel fährt die Linie 237 ab Pirna (von Dresden mit der S-Bahn S1 oder S2 erreichbar). Mit der Gästekarte der Sächsischen Schweiz fährst du kostenlos.

    Felsformationen im Elbsandsteingebirge mit Wanderern

    Selbst organisieren oder Tour buchen? Mein ehrlicher Vergleich

    Tatsächlich hatte ich nie wirklich auf dem Schirm, wie nah Dresden am Elbsandsteingebirge liegt, und dachte, es wäre schon aufwändiger, dorthin zu kommen. Allerdings ist die Anreise mit der S-Bahn dann doch super einfach und schnell.

    Einen Tagesausflug ab Dresden zur Basteibrücke selbst zu organisieren, ist daher meine absolute Empfehlung!

    Es gibt allerdings auch Gründe, sich einer Tour mit einer Gruppe anzuschließen. Verschiedene Kombi-Touren verbinden die Basteibrücke nämlich auch mit anderen Highlights wie der Festung Königstein oder der Böhmischen Schweiz. Diese Programmpunkte sind ohne Auto an einem Tag kaum zu schaffen.

    Die besten Touren von Dresden zur Basteibrücke

    Klassische Tagestour im Bus (Bastei + Königstein)

    Das ist die klassische und günstigste Tour zur Basteibrücke. Du wirst morgens in Dresden abgeholt, fährst im großen Panoramabus durch die Sächsische Schweiz, besuchst die Bastei mit einem kleinen Rundgang und wirst danach noch zur Festung Königstein gefahren. Nachmittags geht es wieder zurück nach Dresden.

    Dauer: ca. 7–8 Stunden

    ➜ Klassische Tour zur Basteibrücke hier buchen*

    Wanderer mit Rucksäcken im herbstlichen Wald

    Kombi-Tour: Sächsische + Böhmische Schweiz

    Diese Ganztagestouren kombinieren die Basteibrücke mit den Highlights auf der tschechischen Seite in der Böhmischen Schweiz – etwa dem Prebischtor (dem größten natürlichen Felsentor Europas) oder der Kamenice-Schlucht mit Kahnfahrt. Auf eigene Faust mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist diese Tour an einem Tag kaum möglich.

    Dauer: 8–10 Stunden

    ➜ Kombi-Tour Sächsische & Böhmische Schweiz hier buchen*

    Wann ist die beste Zeit für den Ausflug zur Bastei?

    Die Basteibrücke ist ganzjährig begehbar und zu jeder Jahreszeit sehenswert. Im Frühling und Herbst sind die Temperaturen milder und besser zum Wandern. Außerdem gibt es weniger Besucher und das Licht eignet sich besser für dramatische Fotos. Im Winter kann die Landschaft verschneit und richtig magisch sein – allerdings sind dann manche Wege rutschig, und die Fähre in Rathen verkehrt eingeschränkt. Der Sommer ist Hochsaison: Besonders an Wochenenden und Feiertagen ist die Basteibrücke dann sehr gut besucht.

    Flusstal mit Felsen und Dorf aus der Luft in der Sächsischen Schweiz bei Dresden

    Lohnt sich der Tagesausflug von Dresden zur Basteibrücke?

    Absolut. Die Basteibrücke gehört zu den schönsten Sehenswürdigkeiten rund um Dresden. Der Ausblick über das Elbtal ist einmalig, und die Basteibrücke selbst inmitten der Schlucht scheint wie aus einem Märchenbuch entsprungen. Von Dresden aus bist du in unter einer Stunde da – perfekt für einen kleinen Ausflug!

    Flusstal mit Felsen und bewaldeten Hügeln in der Sächsischen Schweiz bei Dresden
  • Lubbock, Texas: Tipps für die Musikstadt in den High Plains

    Lubbock, Texas: Tipps für die Musikstadt in den High Plains

    Inmitten der Weiten von Texas gelegen, stösst du in Lubbock auf eine überraschend kreative Stadt, geprägt von Cowboyromantik, Street Art und Musik. Ich habe drei Tage in Lubbock verbracht und zeige dir in diesem Artikel meine Lieblingsspots, die du nicht verpassen solltest.

    Ein anderes Texas: Weite Horizonte und das Herz der High Plains

    Lubbock liegt im Nordwesten von Texas, in den sogenannten High Plains. Diese Region ist hauptsächlich von weiten Landschaften und riesigen Feldern geprägt. Auf unserem Roadtrip durch Texas sind wir durch so spärlich besiedelte Gegenden gefahren, dass es mir wirklich vorkam, als ob wir in einem Hollywood-Roadmovie wären: Der Himmel hier scheint größer, das Licht klarer, die Horizonte weiter. Lubbock selbst liegt auf rund 1.000 Metern Höhe und hat ein trockenes, sonniges Klima – im Frühsommer perfekt.

    Mobile Home auf Landstraße in Texas, USA

    Geografisch befindest du dich hier abseits der großen Metropolen wie Austin oder Dallas. Aber genau deswegen hat Lubbock seinen Reiz: Hier ticken die Uhr ein bisschen langsamer und du hast die Gelegenheit, in das echte Texas abseits der typischen Touristenziele einzutauchen.

    Lubbock & Musik: Mit Buddy Holly begann hier der Rock’n’Roll

    Lubbock ist untrennbar mit dem Namen Buddy Holly verbunden – einem der ersten großen Rock’n’Roll-Stars der Musikgeschichte. Geboren 1936 in Lubbock, prägte Holly mit seinem einzigartigen Stil und seiner markanten Brille Generationen von Musikern. Noch heute spürt man seinen Einfluss in der Stadt, etwa im Buddy Holly Center, das sich seiner Musik und seinem Leben widmet.

    Werkstattwand mit Vintage-Schildern und Schränken

    Die Musikszene ist auch heute noch sehr lebendig. Besonders im Umkreis der Texas Tech University finden regelmäßig Live-Konzerte statt – von Country über Jazz bis Indie. Du solltest abends unbedingt in eine der kleinen Bars oder Musiklounges schauen, denn oft stehen dort lokale Künstler auf der Bühne, die noch echte Geheimtipps sind.

    Gemütliche Sitzecke im La Diosa Cellars Lubbock mit Lampe und Blumen

    Wofür ist Lubbock noch bekannt?

    Was viele nicht wissen: Lubbock ist eines der weltweit größten Anbaugebiete für Baumwolle. Die Landwirtschaft prägt die Region seit Jahrzehnten und hat nicht nur das Landschaftsbild, sondern auch die Kultur stark beeinflusst. In den Herbstmonaten, wenn die Baumwollernte beginnt, sieht man überall die weißen Felder leuchten – ein faszinierender Anblick.

    Weg durch blühenden Garten im National Ranching Heritage Center in Lubbock

    Gleichzeitig hat die Region in den letzten Jahren begonnen, sich breiter aufzustellen: Weinanbau, neue Technologien und kreative Start-ups entwickeln sich rund um die Universität. Diese Kombination aus Tradition und Aufbruch fand ich in Lubbock sehr besonders – einerseits texanisch bodenständig, andererseits jung und progressiv.

    Cowboyhüte an einer Wand in verschiedenen Farben

    Hotel-Tipp: Im The Cotton Court Hotel* treffen Tradition des Baumwollanbaus und modernes Design aufeinander. Sehr ästhetisch, ziemlich trendy und es gibt sogar einen großen Pool im Innenhof, in dem du dich an heißen Sommertagen abkühlen kannst.

    Sehenswürdigkeiten & interessante Locations in Lubbock

    In Lubbock kannst du locker einen entspannten Tag verbringen. Wie für viele US-amerikanische Städte typisch, bist du hier am besten mit dem Auto unterwegs, da die einzelnen Locations schon etwas voneinander entfernt und öffentliche Verkehrsmittel selten sind. Es gibt aber auch Uber, falls du abends unterwegs bist und einen Drink mitnehmen möchtest.

    National Ranching Heritage Center

    Das National Ranching Heritage Center ist ein großes Freilichtmuseum, in dem du eine kleine Zeitreise durch die texanische Geschichte machen kannst. Auf dem Gelände wurden über fünfzig originale Gebäude aus dem 18. bis frühen 20. Jahrhundert detailgetreu wieder aufgebaut, die du dir in eigenem Tempo anschauen kannst.

    Lehmbauhaus mit Ofen und Garten im National Ranching Heritage Center Lubbock, Texas

    Hier spazierst du durch historische Ranchhäuser, Stallungen, Blockhütten und Saloons und fühlst dich plötzlich wie in einem Westernfilm. Besonders interessant: Die authentischen Möbel, Werkzeuge und kleinen Details lassen dich nachempfinden, wie hart und entbehrungsreich das Leben in dieser Gegend damals war.

    Suchst du noch mehr Tipps für deinen Trip?
    Hier findest du alle Artikel über Texas

    Töpferkurs im LHuca

    Mitten in Downtown Lubbock liegt das „Louise Hopkins Underwood Center for the Arts“, kurz LHuca – eine kreative Organisation, die mit ihren offenen Ateliers, Ausstellungen und Workshops so gar nicht in diese abgelegene Region von Texas zu passen scheint. Besonders empfehlen kann ich euch das Clay Studio, in dem regelmäßig Töpferkurse stattfinden.

    Keramikwerkstatt mit Materialien und Regalen

    Passionierte Keramikerin werde ich wohl in diesem Leben nicht mehr – ich bin in dieser Hinsicht absolut untalentiert – aber die kreative Atmosphäre dort war allgemein sehr angenehm und inspirierend. Wenn du also mal das Töpfern ausprobieren möchtest und gerne auch auf Reisen neue kreative Erfahrungen sammelst, nur zu!

    Person töpfert auf Drehscheibe in Werkstatt

    Wild Honey Hats

    Eigentlich finde ich es immer ein bisschen unangenehm, in fremden Ländern die lokale Mode zu imitieren – aber die Cowboykultur ist gerade einfach zu en vogue, um sich nicht ein kleines Souvenir mitzubringen.

    Cowboy Hut wird mit Vintage-Spielkarten und Tuch verziert

    Wenn du dir einen echten Cowboyhut zulegen willst, bist du in Texas natürlich genau richtig. Richtig gute, klassische Exemplare bekommst du zum Beispiel in den Filialen von Cavenders, einer großen Kette mit typischer Western-Wear, die besonders im Süden der USA und in Texas weit verbreitet ist.

    Sollte es dich auf deinem Roadtrip durch Texas nach Lubbock verschlagen, empfehle ich dir mit dem Hut-Shopping zu warten und einen Abstecher zu Wild Honey Hats zu machen. Hier kannst du dir mit Accessoires wie Vintage-Streichholzschachteln, Patches, Spielkarten, Bändern und Tüchern in allen Variationen deinen ganz persönlichen DIY-Cowboyhut zusammenstellen. Du brauchst dafür übrigens nicht handwerklich begabt zu sein: Der Hut wird für dich live vor Ort von den Girls von Wild Honey Hats gefertigt.

    Vintage Spielkarten mit Kreuz und Karo Symbolen.

    Eine super süße Idee, mit der du zum Schluss nicht nur ein einzigartiges Texas-Souvenir in den Händen hältst, sondern auch ein von jungen, kreativen Frauen gegründetes kleines Business unterstützt.

    Caprock Canyons State Park

    Wenn du von Lubbock aus auf deinem Roadtrip weiter in Richtung Norden (zum Beispiel nach Amarillo) unterwegs bist, solltest du unbedingt einen Abstecher zum Caprock Canyons State Park einplanen. Nur etwa 90 Minuten von Lubbock entfernt, erwartet dich dort eine spektakuläre Landschaft aus roten Sandsteinfelsen, weitläufigen Canyons und sogar freilebenden Bisons.

    Bisons grasen auf einer Wiese, durch Autofenster gesehen.

    Die Scenic Drive Route im Park führt dich durch dramatische Felsformationen, vorbei an Aussichtspunkten und kleinen Wanderwegen, auf denen du die Natur ganz für dich hast. Ein echtes Naturhighlight – besonders in den frühen Morgenstunden oder zum Sonnenuntergang.

    Mehr Informationen über den Caprock Canyons State Park

    Rote Felsklippen in grüner Landschaft im Caprocks Canyon State Park in Texas
    Bisons grasen in grüner Landschaft am Flussufer im Caprocks Canyon State Park

    Essen & Trinken in Lubbock

    Brulee Bakery

    Die Brulee Bakery ist eine schöne Location, um in den Tag zu starten. Hier findest du frisches Gebäck, Croissants, Scones oder Zimtschnecken. Die Auswahl wechselt oft, und der Kaffee kommt von Monomyth Coffee, einem lokalen Kaffeeröster.

    Bunte Pop-Tarts mit Beschriftung auf Teller

    Evie Mae’s Pit BBQ

    Für Vegetarier ist Texas schon ein schwierigeres Reiseziel. Ein echtes Barbecue mit Unmengen an Fleisch gehört zu einem authentischen kulinarischen Erlebnis in Texas einfach dazu. Das Evie Mae’s in der Nähe von Lubbock gilt dabei als eine der besten Adressen im Bundesstaat. Das Restaurant liegt ein wenig außerhalb in Wolfforth, aber der Weg hierhin lohnt sich wirklich.

    Tresen des Restaurants Evie Mae’s Pit BBQ

    Saftiges Brisket, würziger Truthahnbraten und so butterzarte Spare Ribs, dass sie fast von allein vom Knochen fallen: Wenn du gerne grillst, wirst du hier im Barbecue-Himmel landen. Ergänzt wird das Fleischfest mit Beilagen wie Mac’n’Cheese, Jalapeño-Grits oder Green Beans.

    Übrigens: Gesmoked und gegrillt wird direkt nebenan – dort wird das Fleisch über Stunden hinweg langsam gegart, um ihm den so typisch rauchigen Grill-Geschmack und die zarte Konsistenz zu verleihen. Du kannst auch so wie wir einfach den Barbecue-Profis über die Schulter schauen – herzlich und offen wie Texaner nun mal sind, bekommst du bestimmt bei Interesse ebenso eine kleine private Einführung in das Geheimnis des Smokens.

    Papierverpacktes Fleisch auf einem Grill

    Offen ist ab 11 Uhr bis alles ausverkauft ist – plane das Evie Mae’s also am besten für ein Mittagessen ein.

    La Diosa Cellars

    Wenn du schon länger in Texas unterwegs bist und ein bisschen Pause von der doch sehr barbecue-lastigen texanischen Küche brauchst, dann empfehle ich dir das La Diosa Cellars. Allein die schon die Location in einer alten Lagerhalle in einem Gewerbegebiet ist außergewöhnlich, aber auch das Interieur ist farbenfroh, kreativ und einfach speziell.

    Bunte Bar mit dekorativen Wandgemälden und Flaschen im La Diosa Cellars in Lubbock.

    Kulinarisch bewegt sich die Küche irgendwo zwischen mediterran und lateinamerikanisch. Serviert wird in Tapas-Portionen, so kannst du dich nach Herzenslust durch die wirklich leckeren Gerichte probieren.

    La Sirena

    Tapas sind ja nicht unbedingt jedermanns Sache, vor allem wenn man sich schon an die riesigen texanischen Portionen gewöhnt hat (und das geht manchmal schneller, als dir auf der Waage lieb ist!).

    Eine schöne Alternative für ein ebenso atmosphärisches Dinner ist das La Sirena: Elegant, gute Küche, aber trotzdem lockeres Ambiente. Die Küche ist mexikanisch geprägt, aber modern interpretiert: frische Zutaten werden kreativ kombininiert und sorgfältig angerichtet. Und die Cocktailkarte ist ebenso ausgewählt.

    Terrasse des Restaurants La Sirena in Lubbock bei Nacht mit Lichterketten
    Vielfältige Tapas auf kleinen Tellern serviert.

    Cast Iron Grill

    Suchst du etwas für ein typisch texanisches Frühstück, dann empfehle ich dir den Cast Iron Grill. Hier gibt es große Portionen, herzliche Bedienung und nonstop heißen Kaffee frisch aus der gläsernen Kugelkanne – wie im Film.

    Volles Restaurant mit Menschen und Dekoration in Texas
    Verschiedene Wandkreuze und religiöse Schilder im Cast Iron Grill in Lubbock, Texas

    Neben den üblichen Brunchgerichten wie Pancakes, Biscuits & Gravy, Bacon, Eiern in allen Variationen und French Toast solltest du hier unbedingt die hausgemachten Torten probieren. Die cremigen Versuchungen werden nach einem geheimen Rezept des Hauses jeden Tag frisch hergestellt und bildeten den Grundstein des Erfolgs des Cast Iron Grill. Aber Vorsicht, ein Stück reicht locker für drei Personen 🙂

    Übernachten in Lubbock

    Eine Reise steht und fällt oft mit der Unterkunft, wie ich finde. Wenn dich Lubbock jetzt noch nicht überzeugt hat, dann vielleicht spätestens mit diesem süßen Boutiquehotel: Das Cotton Court Hotel* ist nämlich eine absolute Augenweide, und für sich allein schon einen Stopp in Lubbock wert. Gute und dabei auch bezahlbare Boutiquehotels zu finden ist in manchen Regionen der USA nämlich nicht einfach!

    Moderner Pool mit Bar und Liegen im Cotton Court Hotel in Lubbock, Texas
    Midcentury-Sofa im Hotelzimmer
    Kleiderschrank mit Bademantel und Kleiderbügeln im Cotton Court Hotel in Lubbock, Texas

    Die Zimmer im Cotton Court Hotel* sind in Anlehnung der Geschichte Lubbocks als Zentrum des Baumwollanbaus gestaltet. Die hohen Holzdecken erinnern an die großen Scheunen, in denen die Ernte gelagert wurde und die kleinen Vintage-Details versetzen dich zurück in die Zeit des Baumwollbooms.

    An heißen Tagen kannst du dich im großzügigen Patio im kühlen Pool erfrischen; abends gibt es in der hoteleigenen Bar auch Live-Musik – wie es sich für das Musikmekka Lubbock gehört.

    Checke hier Preise & Verfügbarkeit des The Cotton Court Hotel in Lubbock*

    Beste Reisezeit für die High Plains in Texas

    Die besten Monate für einen Besuch in Lubbock sind Frühling (März bis Mai) und Herbst (September bis November). Dann sind die Temperaturen angenehm, die Luft ist trocken, und es gibt zahlreiche Veranstaltungen – vom Weinfest über Musikreihen bis zu historischen Reenactments im National Ranching Heritage Center.

    Der Sommer kann heiß werden, mit Temperaturen deutlich über 35 Grad, während der Winter zwar kühl, aber meist trocken und sonnig ist. Regen ist insgesamt selten.

    Planst du einen Trip in die USA? Hier findest du jede Menge Inspiration für die verschiedensten Reiseziele im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

    Hinweis: Meine Reise erfolgte auf Einladung von Travel Texas.

  • Balmaseda: Erholsame Idylle im Baskenland

    Balmaseda: Erholsame Idylle im Baskenland

    Es ist schon erstaunlich: Da fährt man nur wenige Kilometer aus dem geschäftigen Bilbao hinaus, und schon landet man mitten in einer sattgrünen Berglandschaft. In Balmaseda, einer Kleinstadt der Region Encarterri, kannst du nicht nur mehr über die ereignisreiche und lange Geschichte des Baskenlandes erfahren, sondern auch einem der liebsten Hobbys der Basken frönen: dem Essen.

    Die Comarca Enkarterri (auf Spanisch Las Encartaciones) ist eine Region ganz im Westen der Provinz Bizkaia (Vizcaya). Die Comarca umfasst mehrere Gemeinden, darunter Balmaseda als historisches Zentrum, und ist bekannt für ihre traditionelle Architektur, ihre wichtige Rolle in der Industriegeschichte und eine beeindruckende Landschaft.

    Die Rolle von Balmaseda im Baskenland

    Die strategisch günstige Lage machte Balmaseda über Jahrhunderte hinweg zu einem wichtigen Handelsknotenpunkt. Im Tal des Flusses Kadagua gelegen, verband Balmaseda die Küste mit dem kastilischen Hinterland. Auch eine weniger frequentierte, dafür landschaftlich reizvolle Nebenroute des Jakobswegs, der Camino Olvidado, führt durch Balmaseda. Entsprechend kamen nicht nur Händler, sondern auch viele Reisende und Pilger durch den Ort, was Balmaseda lange Zeit wirtschaftlich und kulturell geprägt hat.

    Altstadt von Balmaseda

    Im Jahr 1199 gegründet, gilt Balmaseda als der älteste Ort der Provinz Bizkaia. Somit findest du hier ein großes Stück baskischer Geschichte mit vielen architektonischen Highlights verschiedener Epochen. Die Altstadt von Balmaseda ist klein, übersichtlich und nicht überlaufen: Perfekt für eine kleine Erkundungstour. Der Ort selbst ist auch nicht besonders touristisch, so dass du hier in aller Ruhe durch die mittelalterlichen Gassen schlendern und die Umgebung erkunden kannst. Ich stelle dir ein paar der prägnantesten Bauwerke vor.

    Enge Gasse in der Altstadt von Balmaseda
    Grünes Gebäude in der Altstadt von Balmaseda.

    Wichtigste Sehenswürdigkeiten in Balmaseda

    Puente de la Muza oder Puente Viejo

    Besonders markant ist die Puente de la Muza. Sie wird dir garantiert sofort ins Auge fallen, denn die mittelalterliche Brücke sorgt für das romantische Panorama Balmasedas. Oft wird sie auch einfach nur Puente Viejo, also alte Brücke, genannt. Da Balmaseda im Mittelalter genau auf einem wichtigen Handelsweg lag, spielten Brücken wie die Puente Viejo als Zollstelle eine bedeutende Rolle im täglichen Warenverkehr. Bis heute zeugt der kleine Brückenturm noch von dieser Zeit.

    Puente de la Muza in Balmaseda, eine mittelalterliche Steinbrücke.
    Steinmauer an der Puente de la Muza in Balmaseda.

    Kirche San Severino

    Mitten in der Altstadt an der Plaza San Severino befindet sich die gleichnamige Kirche. Im gotischen Stil im 15.Jahrhundert erbaut, ist die Kirche San Severino dem Schutzpatron der Stadt gewidmet.

    Tipp: Jedes Jahr am 23. Oktober findet übrigens ein großes Straßenfest zu Ehren des Schutzpatrons San Severino statt, das du dir nicht entgehen lassen solltest, wenn du in der Nähe bist. Freunde und Familien treffen sich am Día de las Putxeras auf den Straßen, um zusammen eine Putxera zu kochen.

    Kirche San Severino in Balmaseda, Spanien
    Historische Gebäude an der Plaza San Severino in Balmaseda, Spanien

    Die Putxera ist ein Bohnengericht, das typischerweise in einem Alutopf zubereitet wird – eine alte Eisenbahnertradition. Einst haben nämlich Lokführer, Bremser und andere Bahnmitarbeitende damit auf langen Fahrten über Holzkohle gekocht – heute ist die Putxera eine lokale Spezialität. Übrigens: Teil der Feierlichkeiten ist auch der Putxera-Wettbewerb, bei dem eine Jury mit viel Wirbel die beste Putxera kürt!

    Typische Putxera im Eisentopf auf Tisch im Resturante Teike in Balmaseda, Spanien.

    Kirche San Juan

    Die Kirche San Juan ist ebenfalls zur gleichen Zeit im 15. Jahrhundert im gotischen Stil erbaut. Sie liegt direkt am Fluss Kadagua in der Nähe der Puente de la Muza und beherbergt das Stadtmuseum.

    Öffnungzeiten des Stadtmuseums

    Historische Gebäude vor bewaldeten Hügeln am Fluss Kadagua in Balmaseda.

    Museum La Encartada

    Die alte Wollfabrik La Encartada gehört zu den absoluten Highlights von Balmaseda. Sie liegt etwas außerhalb der Altstadt, kann mit knapp zwei Kilometern Entfernung aber auch zu Fuß erreicht werden. Eine schöne Möglichkeit, die Landschaft zu genießen, denn die Fabrik befindet sich mitten im Grünen.

    Museum La Encartada: Historisches Gebäude mit blauer Fassade und Fenstern.

    Genau hundert Jahre, von 1892 bis 1992, wurden hier Wollwaren, aber vor allem die berühmten Baskenmützen, die Boinas, produziert. Nach der Schließung blieb in den alten Hallen die Zeit einfach stehen und die Fabrik wurde schließlich 2007 als Museum wiedereröffnet. Bemerkenswert ist, wie gut die Einrichtung erhalten ist.

    Ein großer Teil der Maschinen stammt sogar noch aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Außerdem kannst du hier den kompletten Produktionsprozess vom Rohmaterial bis zum fertigen Produkt an einem Ort nachvollziehen.

    Historische Spinnerei im Museum La Encartada
mit Maschinen im Inneren
    Historische Textilmaschinen im Museum La Encartada in Balmaseda, Spanien.
    Zwei große Garnspulen im dunklen Raum

    Zusätzlich kannst du einen Blick in das Leben der damaligen Zeit werfen, denn ursprünglich wohnten die Arbeiter auch vor Ort. Und generell findest du viele Informationen und Dokumente aus einer Zeit, in der die Industrie im Baskenland einen großen Einfluss auf die damalige Wirtschaft hatte.

    Alte Maschinen in sonnigem Raum im Museum La Encartada
in Balmaseda

    La Encartada fand ich wirklich sehr beeindruckend. Die Ausstellung mit den Produktionsanlagen und den dekorierten Details in der stillgelegten Fabrik ist ansprechend gestaltet und du kannst dir sofort vorstellen, wie hart hier früher gearbeitet wurde. Auch unglaublich ist, dass diese Maschinen noch bis zur Schließung 1992 genutzt wurden – so robust waren sie gefertigt.

    Schade nur, dass es keinen wirklichen Souvenirshop gibt – nach so viel Textilkunde und baskischer Industriegeschichte hätte ich am liebsten noch durch eine große Auswahl von Baskenmützen gestöbert und mir ein passendes Andenken gekauft.

    Aber gut – in La Encartada wird ja eh nicht mehr produziert. An der Kasse werden einige Modelle verkauft, soweit ich das sehen konnte; aber auch in der Altstadt von Bilbao z.B. findest du noch kleine, traditionelle Geschäfte, in denen die echten Baskenmützen aus Merinowolle des letzten in Spanien verbliebenen Herstellers Elósegui aus Tolosa verkauft werden.

    Suchst du nach Tipps für Bilbao?
    Hier findest du meinen kompletten Guide

    Essen & Trinken in Balmaseda: Baskische Küche neu interpretiert

    Falls du bisher noch nicht überzeugt bist, dass sich ein Abstecher hierhin lohnt – allein schon wegen der folgenden Location wirst du es nicht bereuen. Typisch baskisch wird nämlich auch außerhalb der größeren Städte großer Wert auf gute Küche gelegt.

    Das Teike ist ein ziemlich hübsches Fine-Dining-Restaurant mitten im Herzen der Stadt und serviert sowohl traditionelle Gerichte wie den kräftigen Eintopf Putxera, der stilecht im kleinen Alutopf serviert wird, als auch moderne Kreationen. Am besten reservierst du im Voraus und probierst dich mit dem Degustationsmenü quer durch alle Leckereien.

    Beleuchtung im Teike in Balmaseda.

    Torre Lozaiga

    Wenn du mit dem Auto nach Balmaseda unterwegs bist, ist der Torre Lozaiga mit seinem angeschlossenen Museum ein schöner Zwischenstopp. Inmitten der sattgrünen Berglandschaft des Baskenlandes gelegen findest du hier einen für die Region typischen mittelalterlichen Wehrturm. Diese Befestigungstürme dienten einst Adelsfamilien als Wohnsitz und Verteidigungsanlage.

    Eingang des Torre Lozaiga im Baskenland, Spanien.
    Wolkenverhangene Berge hinter grünen Bäumen und Wiese.

    Charakteristisch für diese Wehrtürme ist der massive Bau mit eher kleineren Öffnungen in den unteren Bereichen. Diese Bauweise sollte den Schutz vor Eindringlingen erhöhen. Den Turm selbst kannst du nicht besichtigen, dafür befindet sich auf dem Gelände ein weitläufiges Automobilmuseum mit einer umfassenden Rolls-Royce-Sammlung aus allen Modellen, die jemals zwischen 1910 und 1990 gebaut wurden. Interessierst du dich für Oldtimer, wirst du hier deine wahre Freude haben!

    Oldtimer-Ausstellung im Museo de Coches Clásicos y Antiguos im Torre Loizaga
    Bewachsene Steinwand mit altem Fenster und Lampe im Torre Lozaiga
im Baskenland.

    Das privat geführte Museum ist ein ziemlicher Geheimtipp und etwas abgelegen. Du solltest daher vor einem Besuch unbedingt noch einmal die Öffnungszeiten checken.

    Museo de Coches Clásicos y Antiguos im Torre Loizaga

    Wie kommst du nach Balmaseda?

    Balmaseda ist von Bilbao aus sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Ein Regionalzug verbindet die beiden Städte; vom zentralen Bahnhof Abando in Bilbao beträgt die Fahrzeit ca. eine Stunde. Auch ohne Mietwagen oder eigenes Auto ist Balmaseda damit ein praktisches Ausflugsziel, wenn du das baskische Hinterland abseits der üblichen Touristenpfade kennenlernen möchtest.

    Hier kannst du den Fahrplan für den Regionalzug zwischen Bilbao und Balmaseda checken

    Um den auf halbem Weg etwas abgelegenen Torre Lozaiga zu besuchen, brauchst du allerdings schon ein Auto bzw. einen Mietwagen*.

    Dieser Artikel entstand mit Unterstützung von Visit Euskadi.

  • Eine Woche Roadtrip durch Texas: Cowboys, Canyons & Culture

    Eine Woche Roadtrip durch Texas: Cowboys, Canyons & Culture

    Eigentlich war eine Reise in die USA immer eine sichere Bank: Überaus freundliche Menschen, spannende Superlative und ausgefallene kulinarische Leckereien, bei deren Nährstoffwerten man letztendlich doch froh ist, dass man ihnen zu Hause nicht zu oft begegnet.

    Hähnchen und Pommes mit Dip in Korb

    Aber die Welt steht Kopf und so höre ich neuerdings Reaktionen wie: “Was, du reist ausgerechnet jetzt in die USA?” und “Hast du keine Angst vor der Einreise?” – meine two cents dazu erfahrt ihr am Ende dieses Artikels. In jedem Fall pflege ich immer noch eine Vorliebe für exotische Reiseziele und, Überraschung, für mich zählt Texas definitiv dazu.

    Sattel vor einer Texas-Karte an einer Holzwand.

    Eine gute Woche bin ich mit Travel Texas durch einen der prominentesten Bundesstaaten der USA gereist und zugegeben, es war nicht immer einfach. Die angespannte politische Lage hängt wie ein Damoklesschwert in der Luft. Dennoch: Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille. Gerade bei Reisezielen wie Texas lohnt es sich, sich einen offenen Geist zu bewahren und eine Reise als das zu nehmen, was sie letztendlich in diesem Fall auch war: ein ziemlich wildes Abenteuer.

    Bunter Baldachin mit Streifen und Sternenmuster.

    Episches Entertainment in Grand Prairie

    Grand Prairie liegt genau zwischen den beiden texanischen Metropolen Dallas und Fort Worth – und damit auch in der Nähe vom Dallas/Fort Worth International Airport (DFW), einem der größten Flughäfen der Welt.

    Zavala’s Barbecue

    Unser Roadtrip startet mit einer eindrucksvollen Einführung in die texanische Barbecue-Kultur: Bei Zavala’s Barbecue erwartet uns preisgekröntes Brisket, dem aber auch die anderen hauseigenen Spezialitäten wie Rippchen oder Jalapeño-Cheddar-Würstchen in nichts nachstehen.

    Leuchtreklame "Lone Star Beer" im Fenster von Zavala's Barbecue in Grand Prairie, Texas.
    Zwei große gemischte Fleischteller auf Papier bei Zavala's Barbecue.
    Personen essen Barbecue mit Beilagen und Getränken.

    Epic Central

    Bestimmt wird mein Eindruck von Grand Prairie durch Epic Central, einem kürzlich geschaffenen, familienfreundlichen Entertainmentkomplex mit einem Indoor-Wasserpark, einer Boulderhalle, Hotels wie dem Hilton Garden Inn at Epic Central*, Grünanlagen und einem Gastronomiebereich.

    Menschen schwimmen im sonnigen Pool im Epic Central Water Park in Grand Prairie.
    Menschen gehen durch futuristischen LED-Tunnel bei Nacht in Epic Central in Grand Prairie, Texas.

    Traders Village

    In Grand Prairie findest du übrigens auch das Traders Village, den größten Flohmarkt der USA. Mit vielen Street-Food-Ständen, einer großen Showbühne für Live-Musik und zahlreichen Fahrgeschäften kommt hier jeden Samstag und Sonntag richtige Jahrmarktstimmung auf. Willst du aber in Ruhe durch das endlose Angebot der über 3500 Verkäufer stöbern, solltest du so früh wie möglich kommen!

    Verschiedene Früchte auf einem Marktstand ausgestellt.
    Im Traders Village findest du wirklich alles von Lebensmitteln…
    Traditionelle indianische Kunst und Handwerk im Traders Village bei Grand Prairie, Texas.
    …bis zu ausgefallenen Mitbringseln.
    Ladenstraße im Traders Village mit Wasserturm im Hintergrund.
    So leer ist es im Traders Village in Grand Prairie nur frühmorgens.

    Essen & Trinken in Grand Prairie

    Meine Food-Tipps für Grand Prairie: Vidorra für gehobenere mexikanische Küche in sehr coolem Ambiente, Chicken N Pickle für Snacks und Drinks nach einer Runde Pickleball auf den angeschlossenen Courts. Wenn du eine kulinarische Brunch-Location fernab von Restaurantketten suchst, empfehle ich dir das Good Day Café – aber Vorsicht, hier sind die Portionen texanisch riesig!

    Mehr Tipps für Grand Prairie: Hier geht’s zum kompletten Guide für Grand Prairie

    Gegrilltes Fleisch auf Holzkohlegrill serviert bei Vidorra in Epic Central
    Moderne mexikanische Küche im Vidorra.

    Grapevine: Perfekter Stopover in Dallas

    Falls du einmal in die Verlegenheit kommen solltest, Zeit am Flughafen Dallas/Fort Worth totschlagen zu müssen, aber keine Lust auf die immer gleiche Flughafenatmosphäre hast, kannst du auch für ein paar Stunden oder vielleicht sogar eine Übernachtung nach Grapevine verschwinden.

    Straßencafé auf der Main Street in Grapevine mit gestreiftem Sonnenschirm und Autos

    Der Trinity Metro TEXRail bringt dich in nur 10 Minuten direkt vom Flughafen in das historische Zentrum von Grapevine, wo du entlang der Main Street einige süße Boutiquen, Cafés und Restaurants findest.

    Eingang der Farmer's Markets in Grapevine mit Blumen.

    Harvest Hall

    Gleich am Bahnhof solltest du einen Stopp in der Harvest Hall einlegen, einem großen Gastronomiebereich mit vielen Foodständen. Die Harvest Hall ist Teil eines Nachbaus des ehemaligen Bahnhofsgebäudes, der übrigens auch ein ziemlich hübsches Boutiquehotel, das Hotel Vin*, beherbergt. Mein persönlicher Tipp, falls du einmal in Flughafennähe übernachten musst!

    Lieber direkt in der Stadt übernachten? Hier findest du Hotels in Downtown Dallas*

    Innenraum der Harvest Hall in Grapevine mit Food Court.

    Vintage Railroad Tour

    Vom Bahnhof aus kannst du auf eine kleine Tour mit dem historischen Zug umsteigen, der dich durch die weite Landschaft des Cotton Belt fährt und dich auf eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit Grapevines schickt.

    Hier kannst du Tickets für die Vintage Railroad Tour buchen*

    Mehr Tipps für Grapevine findest du hier: Hier geht’s zum kompletten Guide für Grapevine

    Waggon der Cotton Belt Vintage Railroad am Bahnhof in Grapevine
    Rote Lokomotive mit der Nummer 2016 der Cotton Belt Vintage Railroad am Bahnhof in Grapevine, Texas
    Wasserturm in Grapevine, Texas, mit Windmühle und Aufschrift: Cotton Belt Route

    Lubbock: Kunst & Kultur im Panhandle von Texas

    Gut 560 Kilometer von Dallas entfernt liegt Lubbock, das vor allem als Zentrum einer der größten Baumwollregionen der Welt bekannt ist. Dass die Gegend landwirtschaftlich geprägt ist, fällt schon auf dem Weg in die sogenannten South Plains von Texas auf. Die Straße scheint ewig geradeaus zu führen und die Weite der Felder rechts und links ist schier unendlich. Unterbrochen wird die Landschaft nur dann und wann durch winzige Ortschaften, die so klein sind, dass man sie fast zu spät bemerkt.

    Lust auf noch mehr spannende Reisetipps für die USA?
    Hier auf dem USA Blog findest du interessante Reiseziele im Land der unbegrenzten Möglichkeiten

    Stoffabzeichen mit Cowgirl-Spruch und Cowboy-Stiefelbild

    Art District

    Obgleich Lubbock sehr abgelegen scheint, überrascht die Stadt mit einer jungen, kunstinteressierten Szene: Dass ich mal mitten im sogenannten Panhandle von Texas einen Töpferkurs im neu geschaffenen Art District in Lubbock besuche, hätte ich wohl so auch nie für möglich gehalten.

    Künstlerwerkstatt mit Regalen und Materialien
    Lubbock: Arty und jung.
    Hand mit dekoriertem Hut und Streichholzschachtel
    Bei Wild Honey Hats in Lubbock habe ich mir einen Cowboyhut individuell designen lassen.

    Übernachten in Lubbock

    Hoteltipp: The Cotton Court Hotel* – ein sehr hübsches Boutiquehotel, in dem du stilecht in alten Baumwollscheunen nachempfundenen Zimmern übernachtest.

    Poolbereich im Cotton Court Hotel, Lubbock.
    Tipp: The Cotton Court Hotel in Lubbock

    Übrigens: Hier findest du meinen kompletten Guide für Lubbock

    Caprocks Canyon State Park

    Ist dir eher nach Natur, empfehle ich dir einen Abstecher in den Caprocks Canyon State Park. Dort kannst du nicht nur die wilde Natur rund um den Canyon mit seinen beeindruckenden roten Steilwänden bewundern, sondern auch wild lebende Bisons beobachten.

    Grüne Landschaft mit roten Felsen im Caprocks Canyon State Park in Texas.

    Achtung: In den Sommermonaten wird es hier wirklich sehr heiß – achte auf die Warnungen der Parkranger. Meide heiße Tage und statte dich gut mit Wasser und Sonnenschutz aus. Die Gefahr eines Sonnenstichs oder gar Hitzschlags ist nicht zu unterschätzen. Alternativ zu verschiedenen Trails gibt es auch einen Scenic Drive, der dich per Auto durch einen Teil des Parks führt.

    Bisons im Caprocks Canyon State Park, aus Autofenster betrachtet.
    Bisons weiden auf einer Wiese am Flussufer im Caprocks Canyon State Park in Texas.

    Amarillo: Route 66 & Cowgirl Momente

    Eigentlich fiel mir vor meinen Trip zu Amarillo nur der alte Schlager von Tony Christie ein: „Is this the way to Amarillo?“ Aber wusstest du, dass Amarillo auch ein Stopp auf der berühmten Route 66 ist? Nachdem ich in Illinois bereits einige Orte entlang dieser ehemals wichtigen Hauptverkehrsader erkundet habe, war ich umso überraschter!

    Hier findest du alle Artikel über die Route 66

    Zum kompletten Guide über Amarillo

    Oldtimer auf der Route 66 in Amarillo.

    Historical Route 66

    Die historische Route 66 liegt inzwischen mitten in Amarillo und ist gesäumt von kleinen Antiquitätenläden, ausgefallenen Second-Hand-Stores und hübschen Cafés.

    Dort findest du so interessante Geschäfte wie das atmosphärische Aunt Eeks oder Chapterhouse Books, deren Betreiberin sich für die Rechte der LGBTQ+- und der migrantischen Community in der Umgebung einsetzt und marginalisierten Gruppen damit einen wichtigen Safe Space anbietet.

    Straßenszene mit Vintage VW Bus und blauem Wasserturm mit Route 66 Aufkleber in Amarillo.
    Buchhandlung Chapterhouse Books in Amarillo, Texas, mit Regalen und Büchern auf einem Tisch.

    Cadillac Ranch

    Ebenfalls eine Hommage an die wichtige Bedeutung der Route 66 ist die Cadillac Ranch, die sich neben dem heutigen Interstate Highway I-40 befindet.

    Bunte, bemalte Autowracks in der Wüste auf der Cadillac Ranch in Amarillo, Texas.

    Die bunte Kunstinstallation besteht aus zehn hochkant in den Boden eingelassenen Cadillacs, die kostenlos besichtigt werden können. Jeder Besucher darf sich auf den Karosserien mit eigenen Graffitis künstlerisch verewigen – somit verändert sich das Aussehen der Installation ständig.

    Cowgirls & Cowboys in the West

    Möchstest du dein inneres Cowgirl oder deinen inneren Cowboy channeln, empfehle ich dir einen Ausflug zu Cowgirls and Cowboys in the West vor den Toren der Stadt.

    Inhaberin Phyllis hat sich nach einer erfolgreichen Karriere in der Hotellerie dazu entschieden, das Businessleben gegen ein Leben auf ihrer Los Cedros Ranch zu tauschen. Das Besondere: Auf der Farm arbeiten fast ausschließlich waschechte Cowgirls statt Cowboys.

    Mehrere gesattelte Pferde von Cowgirls und Cowboys in the West am Zaun.

    Nach einer kurzen Einführung kannst du hier wie ein echtes Cowgirl bzw. echter Cowboy auf Pferden reiten, die Inhaberin Phyllis liebevoll zum Teil von anderen Ranches gerettet hat und ihnen jetzt ein neues Heim gibt. Nebenbei genießt du spektakuläre Aussichten auf den Palo Duro Canyon, den zweitgrößten Canyon der USA.

    Cowgirl reitet auf geschecktem Pferd vor Scheune.
    Zwei Cowgirls mit weißen Hüten vor Pferdern auf der Los Cedros Ranch bei Amarillo, Texas.
    Touristen reiten mit einer Tour von Cowgirls and Cowboys in the West entlang des Palo Duro Canyon.

    Hilfreiches für deinen Roadtrip durch Texas

    Braucht man unbedingt ein Auto?

    Absolut. Spätestens wenn du die Großstädte wie Dallas, Houston oder Austin verlassen willst, kommst du ohne Auto nicht zurecht. Die USA sind Autofahrer-Land, Texas umso mehr.

    Was muss man bei Mietwagen in Texas beachten?

    Zum Anmieten eines Fahrzeugs reicht der EU-Führerschein, in der Regel verfügen Mietwagen über ein Automatikgetriebe und entspanntes Autofahren sowie Parken sind sogar in Großstädten problemlos möglich.

    Hier kannst du Mietwagen in Texas buchen*

    Klassischer goldener Cadillac mit Nummernschild "Eat Beef".

    Wie ist die Einreise in die USA?

    Ich bin über den Flughafen Dallas-Fort Worth in die USA eingereist und kann wirklich nichts Aufregendes berichten, außer dass die Einreise so verlief, wie jedes Mal: Lange Wartezeiten, sehr ernst schauende Immigration Officer mit noch ernsteren Fragen und kurz bevor ich vor lauter Respekt total die Nerven verliere, fällt die Maske, ich werde angelacht, mein Gegenüber macht vielleicht sogar noch einen kleinen Scherz, wünscht mir in jedem Fall aber amerikanisch-freundlich einen schönen Aufenthalt und schwupps, bin ich eingereist. Die Einreise war absolut kein Problem.

    ESTA oder Visum: Das musst du vor deiner Einreise beantragen

    Ich besitze ein Touristenvisum für die USA, ist aber nur nice to have und kein Muss. Mit einem deutschen Pass musst du ansonsten nur eine ESTA beantragen. Geht unkompliziert online, kostet derzeit 21 US-Dollar und ist für zwei Jahre gültig, falls dein Reisepass nicht vorher abläuft.

    Werkstatt mit Vintage-Straßenschild und Schließfächern im Cast Iron Grill in Lubbock, Texas

    Persönlich finde ich die derzeitige Diskussion über die Einreise in die USA ein bisschen zu sehr von der aktuellen politischen Lage getrieben. Die Einreise war allerdings noch nie ein lustiges Highlight – selbst unter anderen Regierungen.

    Vielleicht ist man aber auch mit einem Pass wie dem deutschen, mit dem einem so ziemlich alle Länder der Welt offen stehen, etwas irritiert, wenn es zu Schwierigkeiten kommt. Ich selbst wurde (mit meinem deutschen Pass) zwei Mal bei der Ein- und Ausreise in einem anderen Land richtig auseinandergenommen; ich vermute bis heute auf Grund von Racial Profiling, weil man mir ansehen kann, dass mein Stammbaum divers ist. Seitdem kann ich jede Person verstehen, der sich dem potentiellen Risiko einer eingehenden Befragung durch Grenzbeamte nicht aussetzen möchte. Mach dir also selbst ein Bild und beurteile die Situation nach deinen persönlichen Gegebenheiten.

    Original Cowboy-Stiefel in einem Regal

    Sollte man jetzt in die USA oder speziell Texas reisen?

    Wenn deine politische Haltung ein Grund ist, warum du dir diese Frage stellst, solltest du dir genau überlegen, ob eine Reise in einen ziemlich konservativen Bundesstaat wie Texas etwas für dich ist. Manchmal kommt in Gesprächen mit Locals doch die Gesinnung zu Tage und wenn du da eine eigene starke Meinung (und/oder wie ich eine latein-/südamerikanische/generelle Migrationsgeschichte) hast, kann das schon eine Herausforderung werden.

    Ich denke allerdings, dass es immer auch Gegenbewegungen gibt, unter die man sich mischen kann – und die lohnt es sich zu entdecken und zu unterstützen.

    Alternative Hefte mit bunten Covern auf einem Ständer bei Auntie Eeks in Amarillo, Texas.

    Aus rein logischer Sicht ist meiner Meinung nach jetzt sowieso die beste Zeit für eine Reise in die USA. Dort, wo sich üblicherweise sehr viele ausländische Touristen aufhalten, ist es bedeutend leerer und der Dollar ist günstig: Beste Voraussetzungen für einen entspannten Urlaub.

    In jedem Fall aber solltest du ein Auge auf aktuelle Geschehnisse haben und deine Reisepläne danach ausrichten. Konsultiere die Seiten des Auswärtigen Amts, schaue Nachrichten, sei wachsam – aber das gilt ja auch für so ziemlich jedes andere Reiseziel.

    Hier findest du alle Artikel zu Texas auf einen Blick

    Disclaimer: Die offizielle Tourismusorganisation des Bundesstaat Texas, Travel Texas, hat mich auf diese Reise zu Recherchezwecken eingeladen.

  • Günstig nach Seattle: Lohnt sich der Seattle CityPASS?

    Günstig nach Seattle: Lohnt sich der Seattle CityPASS?

    Werbung. | Seattle – eingebettet zwischen dem Pazifik und majestätischen Bergen – ist die große Metropole im Pazifischen Nordwesten. Klar, dass ich auf meiner Westküsten-Reise dort ein paar Tage verbringen musste. Aber wie viele Großstädte in den USA ist Seattle unglaublich teuer und eine Sightseeingtour kann schon zu einem kleinen Investment werden.

    Der Seattle CityPASS* verspricht dabei eine Reihe von Ersparnissen bei den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Ob das wirklich stimmt und für wen sich so ein Ticket wirklich lohnt, habe ich in Seattle für dich recherchiert.

    Space Needle in Seattle von unten an einem sonnigen Tag.
    Auch die berühmte Space Needle ist im Seattle CityPASS enthalten.

    Was ist der Seattle CityPass?

    Der Seattle CityPASS* ist im Grunde ein Sammelticket, mit dem Du Zugang zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt erhältst. Statt dir jedes einzelne Mal wieder neue Tickets kaufen zu müssen (und oft auch insgesamt mehr zu bezahlen), kannst Du Dir mit dem CityPASS ein individuelles Paket aus Eintrittstickets zusammenstellen, das viele Highlights auf einmal abdeckt.

    Du sparst also Zeit an den Kassen – und in den meisten Fällen auch Geld, da diese Kombi-Tickets insgesamt günstiger sind und/oder weitere Extras beinhalten, die in Einzeltickets nicht inkludiert sind.

    Menschen schauen auf den Puget Sound von der Aussichtsplattform der Space Needle in Seattle.
    Allein schon wegen der atemberaubenden Aussicht auf den Puget Sound lohnt sich ein Besuch der Space Needle in Seattle.

    Was ist im Seattle CityPass enthalten?

    Mit dem Seattle CityPASS kannst Du fünf Attraktionen besuchen. Standardmäßig dabei sind:

    • Space Needle – Wahrzeichen von Seattle und absolutes Must-See. Von der Aussichtsplattform hast du einen atemberaubenden Blick auf Seattles Skyline, den Puget Sound und die umliegenden Berge.
    • Seattle Aquarium – Direkt an der Waterfront gelegen, erlebst Du hier die faszinierende Unterwasserwelt des Pazifiks.

    Außerdem bekommst du Zutritt zu 3 weiteren Attraktionen deiner Wahl. Du musst dich übrigens nicht gleich beim Kauf festlegen, sondern kannst spontan vor Ort entscheiden, welche der drei folgenden Sehenswürdigkeiten du noch besuchen willst:

    • Chihuly Garden and Glass
    • Argosy Cruises Harbor Tour Eine Bootstour durch den Hafen von Seattle, bei der Du die Skyline vom Wasser aus siehst.
    • Museum of Pop Culture (MOPOP)
    • Woodland Park Zoo
    • Pacific Science Center

    Sobald du den Pass zum ersten Mal benutzt, ist er neun aufeinanderfolgende Tage gültig. Damit hast Du genug Zeit, um dir alle Sehenswürdigkeiten in Ruhe und stressfrei anzuschauen.

    Bestelle hier den Seattle CityPASS*

    Hängende Installation aus orange-gelben Glasblumen in Glashaus im Chihuly Garden, Seattle.
    Das Chihuly Garden and Glass mit den beeindruckenden Skulpturen des Glaskünstlers Dale Chihuly befindet sich direkt gegenüber der Space Needle.

    Vorteile des Seattle CityPASS

    • Preisersparnis: Kaufst Du jede Attraktion einzeln, kann das richtig ins Geld gehen. Der CityPASS bündelt alles zu einem günstigeren Gesamtpreis.
    • Planungskomfort: Wenn Du weißt, dass Du bestimmte Highlights sehen willst, hast Du mit dem CityPASS alles an einem Ort. Du brauchst nicht dauernd nach einzelnen Tickets zu suchen.
    • Bevorzugter Einlass und weniger Schlangestehen: An einigen Attraktionen ist der Einlass mit dem CityPASS etwas beschleunigt, sodass Du weniger Zeit in Warteschlangen verbringst.
    • Planungshilfe: Du sparst nicht nur beim Anstehen, sondern bekommst auch eine gute Übersicht, was Du in Deiner Zeit in Seattle sehen kannst. Ich persönlich finde das oft sehr praktisch, um die Tage vor Ort besser zu strukturieren.
    • Perfekt für Erstbesucher: Wenn Du neu in Seattle bist und möglichst viel sehen willst, deckt der Pass die absoluten Highlights ab.

    Nachteile des Seattle CityPASS

    • Zeitdruck: Auch wenn Du neun Tage hast, können diese schnell vergehen. Wenn Du zu viel anderes Programm planst (Restaurants ausprobieren, Tagesausflüge, Bummeln durch verschiedene Viertel), kann es passieren, dass Du nicht alle CityPASS-Attraktionen schaffst.
    • Eingeschränkte Auswahl: Vielleicht interessieren Dich gar nicht alle Attraktionen, oder Du möchtest etwas ganz anderes sehen. Wenn Du eher auf kleine Szene-Viertel oder andere Museen stehst, lohnt sich der Pass möglicherweise weniger.
    • Vorausplanung: Natürlich musst Du ein bisschen im Voraus wissen, wann Du welche Sehenswürdigkeit besuchst. Spontan nur einen Teil zu machen, lohnt sich oft nicht so sehr, weil der Ticketpreis dann vielleicht nicht voll ausgenutzt wird.
    • Alternative Rabatte: Manche Attraktionen bieten eigene Aktionen an, z. B. kombinierte Tickets für Familien oder reduzierte Eintrittskarten bei bestimmten Tageszeiten. Wenn Du gerne flexibel bist und verschiedenste Optionen mischst, könnte das im Einzelfall günstiger sein als der CityPASS.
    Aussichtsplattform auf der Space Needle in Seattle, USA.

    Für wen lohnt sich der Seattle CityPASS?

    • Erstbesucher: Grundsätzlich liebe ich Städte-Cards, wenn ich zum ersten Mal in einer Stadt bin. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind so schon einmal abgedeckt und ich muss mich nicht mit dem Kauf von einzelnen Eintrittstickets befassen.
    • Familien und Gruppen: Gerade wenn Du mit mehreren Leuten unterwegs bist, können die Kosten schnell ausarten. Mit dem CityPass ist die Ersparnis bei mehreren Personen noch größer, außerdem lassen sich Besuche in Gruppen bei viel frequentierten Sehenswürdigkeiten leichter organisieren, wenn jeder schon sein Eintrittsticket parat hat.
    • Kurzzeit-Reisende: Wenn Du nur wenige Tage in Seattle hast und sicher sein möchtest, dass Du die Hauptattraktionen mitnimmst, sind solche Kombi-Tickets Gold wert.
    Blick auf die Space Needle und Skyline von Seattle in der Dämmerung

    Suchst du Inspiration für deine nächste Reise in die USA?
    Hier findest du alle meine Artikel über US-Reiseziele

    Alternative zum Seattle CityPASS: Seattle C3

    Falls dich gar nicht so viele Sehenswürdigkeiten auf der Liste des Seattle CityPASS interessieren, oder du gar nicht so viel Zeit in der Stadt hast, gibt es eine super Alternative!

    Mit einem Seattle C3 Ticket kannst du dir einfach aus folgender Liste drei Sehenswürdigkeiten herauspicken:

    • Space Needle
    • Chihuly Garden and Glass
    • Seattle Aquarium
    • Argosy Cruises Harbor Tour
    • Museum of Pop Culture (MOPOP)
    • Woodland Park Zoo
    • The Museum of Flight
    • Sky View Observatory
    • Seattle Art Museum
    • Pacific Science Center

    Die Space Needle ist so oder so ein absolutes Must-See und auch das Museum of Flight und das Seattle Art Museum kann ich dir sehr empfehlen. Mit einem C3 Ticket hast du eine noch größere Auswahl und kannst dich aber auf wirklich ausgesuchte Spots konzentrieren. Außerdem ist das C3 Ticket noch einmal ganze 30 Euro günstiger.

    Vorteile von Seattle C3

    • mehr Auswahl
    • gut 30 Euro günstiger
    • keine Tierattraktionen (im Seattle CityPASS dagegen ist immer das Seattle Aquarium enthalten)
    Menschen in einer Kuppel vor einem Aquarium
    Das Seattle Aquarium kannst du mit einem C3 Ticket gegen eine andere Sehenswürdigkeit tauschen.

    Achtung: Das Seattle C3 Ticket bekommst du nur auf der Website von CityPASS. Hier kannst du das Seattle C3 Ticket kaufen*

    Lohnt sich der Seattle CityPASS?

    Meiner Meinung nach ja, wenn du sowieso vorhast, dir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Seattles anzuschauen. Vor allem bei deinem ersten Besuch in Seattle sparst du Geld und Zeit – und die Space Needle ist sowieso ein Muss. Außerdem fand ich es super angenehm, mich gar nicht mehr vor Ort mit dem Kauf von Eintrittstickets auseinandersetzen zu müssen.

    Möchtest du flexibler sein, würde ich dir zumindest den Seattle C3 empfehlen – die Space Needle und zwei weitere Sehenswürdigkeiten wirst du garantiert besuchen!

    Der CityPASS lohnt sich übrigens auch für andere Städte in den USA: Hier habe ich den Chicago CityPASS für dich getestet


    Seattle habe ich im Rahmen einer Recherchereise für Travellers Insight, den Reiseblog des Flughafen München, besucht. Meinen Artikel über Seattle kannst du hier lesen. Der Seattle CityPASS wurde mir von CityPASS zur Verfügung gestellt.

  • Die 15 schönsten Sehenswürdigkeiten in Palma

    Die 15 schönsten Sehenswürdigkeiten in Palma

    Palma ist schon seit Ewigkeiten meine zweite Heimat. Ich zeige dir die 15 schönsten Sehenswürdigkeiten in Palma und verrate dir den einen oder anderen Geheimtipp! Bevor du dich wunderst: Der offizielle Name der Hauptstadt von Mallorca wurde 2016 von “Palma de Mallorca” in “Palma” geändert. Aber an der Schönheit dieser tollen Stadt ändert das natürlich nichts!

    1. Königspalast La Almudaina

    Der Königspalast La Almudaina kann auf eine lange Geschichte zurückblicken: Er wurde im 13. Jahrhundert während der maurischen Besetzung errichtet. Heute ist La Almudaina die offizielle Residenz der spanischen Königsfamilie, die jedes Jahr ihren Sommerurlaub auf Mallorca verbringt, und den Palast für repräsentative Zwecke nutzt. Gewohnt wird aber im neueren Palacio Marivent in Cala Mayor, dessen Gärten du ebenfalls besichtigen kannst.

    Turm des Palacio Almudaina in Palma de Mallorca.

    Der Palacio Almudaina ist mit seinen vielen Exponaten aus der ereignisreichen Geschichte Mallorcas und seiner außergewöhnlichen Architektur eine der beliebtesten Attraktionen Palmas. Am Fuß findest du eine kleine Gartenanlage, die Jardines de S’Hort del Rei – ein toller Fotospot und perfekt für eine kleine Pause vom Sightseeing.

    Tipp: Mittwochs und sonntags nachmittags ist der Eintritt frei.

    Hier kannst du Tickets für den Königspalast La Almudaina kaufen*

    Blühender Garten mit Brunnen und Bäumen in den Jardines d'es Hort del Rei in Palma, Mallorca.

    2. Kathedrale La Seu

    Die gotische Kathedrale La Seu ist das Wahrzeichen von Palma. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist mit ihrer Lage auf einer Anhöhe unübersehbar. Von hier aus hast du auch eine traumhafte Aussicht auf das Meer. Um die Kathedrale von innen zu sehen, musst du ein Ticket kaufen – aufgrund des hohen Andrangs, vor allem im Sommer, empfehle ich dir, dein Ticket vorher online zu buchen.

    Kaufe hier dein Eintrittsticket für die Kathedrale von Palma im Voraus*

    Kathedrale La Seu in Palma am Wasser bei Sonnenschein

    Übrigens: Von April bis Oktober kannst du gegen eine zusätzliche Gebühr auch an einer Führung auf dem Dach der Kathedrale teilnehmen – ein wirklich besonderes Erlebnis!

    Kathedrale im Sonnenuntergang mit Palmenumriss

    3. Passeig des Born

    Wusstest du, dass man in Palma perfekt shoppen kann? Du findest hier eine große Bandbreite von teuren Designerboutiquen bis hin zu allen möglichen Filialen der großen Modeketten. Und der pompöse Passeig des Born mit seiner traumhaften Allee ist dabei etwas ganz Besonderes: Hier sind sogar Läden wie Zara Home oder H&M in wunderschönen Altbauten untergebracht.

    Boulevard Passeig del Born in Palma mit Café

    Zur Weihnachtszeit und rund um den Jahreswechsel werden die Bäume hier besonders geschmückt und die ganze Straße funkelt und glitzert jeden Abend.

    4. Plaza Mayor

    Wie in vielen spanischen Städten ist die Plaza Mayor das Herz Palmas. Bei einem Bummel durch die Altstadt wirst du früher oder später an diesem markanten Platz vorbeikommen. Hier findest du viele Cafés und Restaurants, aber die meisten sind, ehrlich gesagt, ziemliche Touristenfallen. Es lohnt sich, ein bisschen in den Seitenstraßen zu schauen oder an den kleineren Plätzen rundherum. Dort findest du garantiert bessere Alternativen.

    Leere Plaza Mayor in Palma, Mallorca.

    Du suchst eine tolle Unterkunft in Palma?
    Hier findest du Hotels für jeden Geldbeutel

    5. Die Altstadt von Palma

    Wirklich verlieren kannst du dich in Palmas Altstadt. Du findest hier zum einen die Shoppingmeilen wie die Carrer Sant Miquel oder die Carrer Sindicat und unglaublich viele kleine Stores und Boutiquen, zum anderen gibt es auch ruhigere Ecken mit verwunschenen Plätzen und süßen Gassen.

    Historische Gebäude mit Balkonen und Fensterläden in der Altstadt von Palma, Mallorca.

    Zu meinen Lieblingsorten gehört zum Beispiel die Plaça del Banc de l’Oli oder der kleine Platz mit Cafés vor der Església de Sant Nicolau.

    6. Die Hafenpromenade Paseo Marítimo

    Der Paseo Marítimo ist der perfekte Ort für einen abendlichen Spaziergang. Genieße den Blick auf die Luxusjachten und besuche die vielen Bars und Restaurants. Besonders am Wochenende verwandelt sich der Paseo Marítimo zwischen der Avinguda de l’Argentina und Porto Pí zur lebendigen Partymeile. Und hier ist der Vibe wesentlich angenehmer als an der Playa de Palma!

    Jachthafen mit Palmen und Segelbooten in Palma.

    Tipp: Am schönsten ist der Sonnenuntergang vom Restaurant Varadero! Es liegt etwas versteckt am Eingang zum Yachthafen von Palma. Entgegen vieler anderer hochpreisiger Lokale rund um den Hafen ist der Vibe eher bodenständig und viele Palmesaner treffen sich hier zu einem Sundowner.

    Hast du noch mehr Lust auf die Insel bekommen?
    Auf meinem Blog findest du viele hilfreiche Artikel für bekannte und weniger bekannte Ecken Mallorcas!
    Meine Tipps für Mallorca

    7. Trendviertel Santa Catalina

    Früher war Santa Catalina ein schmuckloses Fischerdorf. Heute zählt es mit seiner lebhaften Gastronomieszene zu den Trendvierteln Palmas! Außerdem findest du hier noch eine der letzten erhaltenen Windmühlen der Stadt, die früher die Insel geprägt haben. Nicht verpassen solltest du ebenfalls einen Besuch im Mercat de Santa Catalina, der Markthalle des Viertels.

    Lies hier den kompletten Artikel über Santa Catalina

    santacatalina

    8. Strand Ca’n Pere Antoni

    Der Stadtstrand Ca’n Pere Antoni liegt nur einen Steinwurf von der Kathedrale entfernt am Ende des Paseo Marítimo. Ich liebe den Strand hier besonders, weil die Stimmung immer superentspannt ist und man hier sogar sehr gut baden kann, obwohl der Strand mitten in der Stadt und relativ nah am Hafen von Palma liegt. Am Wochenende oder nach Feierabend treffen sich auch gerne Locals hier zum Volleyballspielen oder Picknicken.

    Strandpromenade Can Pere Antoni mit Radweg in Palma, Mallorca.

    Tipp: Wenn du dir etwas gönnen willst, verbringe den Tag einfach im Assaona bei guten Drinks und leckerem Essen. Zu diesem Beach Club gehören auch die stylischen Sonnenliegen nebenan, dort kannst du als Gast nach Herzenslust chillen.

    Willst du noch mehr von Mallorca sehen? Hier findest du die 20 schönsten Sehenswürdigkeiten im Rest der Insel!

    9. Playa de Palma

    Die Playa de Palma liegt außerhalb des Stadtzentrums östlich von Palma. Bekannt geworden durch exzessive Feiern rund um den Ballermann 6, hat sich der viereinhalb Kilometer lange Strandabschnitt in den letzten Jahren ganz schön gewandelt. Gefeiert wird hier zwar immer noch, aber mittlerweile findet man an der Strandpromenade die ein oder andere Trendlocation. Der flach abfallende Strand selbst ist übrigens perfekt zum Baden.

    Strandbar mit Aufschrift B06, auch bekannt als Ballermann 6, mit Gästen unter Palmen.
    Der Balneario 6, besser bekannt als Ballermann 6: Kann man sehen, muss man nicht

    Vom Übernachten an der Playa de Palma würde ich dir allerdings abraten: Es gibt so viele schönere Ecken in Palma und auf der Insel generell – und persönlich kann ich dem Partyvibe mit viel Bier, Getöse und leider auch sehr viel Müll nichts abgewinnen.

    Promenade und Strand in Playa de Palma, Mallorca, mit kleiner Mauer getrennt.

    Tipp: Miete dir ein Rad und fahre ab Palma immer am Meer entlang. Auf gut ausgebauten Radwegen kommst du so am schönsten zur Playa de Palma und kannst die tolle Aussicht aufs Meer genießen!

    Außerdem fährst du so automatisch am kleinen Yachthafen Portixol und am anliegenden Stadtteil Molinar vorbei, einer der schönsten Ecken Palmas!

    Hier findest du meine Insidertipps für Molinar

    10. Banys Arabs (Arabische Bäder)

    Die jahrhundertealten Arabischen Bäder (Banys Arabs) befinden sich etwas versteckt in einer kleinen Seitenstraße in der Nähe der Kathedrale und sind eines der wenigen noch erhaltenen Beispiele für maurische Architektur in Palma. Das Dampfbad mit seinen Oberlichtern ist ein tolles Fotomotiv!

    banys arabs palma de mallorca

    Tipp: Die Arabischen Bäder liegen mitten in einem zauberhaften Garten. Hier kannst du wunderbar eine Pause vom hektischen Trubel in der Altstadt oder an der Kathedrale einlegen.

    Lies hier den gesamten Artikel zu den Banys Arabs

    banys arabs palma de mallorca

    11. Ferrocarril de Sóller

    Ein absolutes Muss ist eine Fahrt mit der historischen Eisenbahn nach Sóller, dem „Roten Blitz“. Blitzartig ist aber nicht an diesem Zug: Die hölzernen Waggons bringen dich gemütlich durch die beeindruckende Landschaft Mallorcas von der Plaza España im Zentrum Palmas bis nach Sóller. Von dort aus kannst du mit einer historischen Tram weiter bis zum Hafen nach Port de Sóller fahren. Für den ganzen Trip solltest du allerdings einen ganzen Tag einplanen.

    Altes Zugabteil im historischen Tren de Sollér, Ausblick auf Bäume und Gebäude.

    Die Tickets sind übrigens wirklich sehr teuer, aber es lohnt sich wirklich! Tipp: Kaufe gleich Hin- und Rückfahrt inklusive der Straßenbahnfahrt, das ist am günstigsten.

    Tickets hier online kaufen

    Falls du noch mehr von der Insel sehen willst, gibt es weitere Touren ab Palma, die nur eine Strecke mit dem Roten Blitz enthalten, dich aber auch zum Kloster Lluc und nach Sa Calobra bringen – eine schöne Alternative!

    Buche hier eine Inseltour für einen Tag*

    Plaça de sa Constitució mit Església de Sant Bartomeu und Café mit Stühlen im Freien in Sóller, Mallorca.

    12. Sa Llotja

    Die ehemalige Börse Sa Llotja gehört zu den schönsten Gebäuden Palmas. Tagsüber kannst du einfach hinein und die tolle Architektur bewundern; manchmal wird die große Halle auch für Kunstausstellungen genutzt. Auf dem Platz rundherum findest du viele Lokale und der ganze Ort hat einfach eine schöne Atmosphäre. Perfekt für einen kleinen Aperol Spritz oder ein paar leckere Tapas.

    Blick aus Sa Llotja in Palma auf Straßencafé mit Sonnenschirmen und Palmen.
    Gotisches Fenster und Säule in Sa Llotja, Palma.

    13. Mercat de l’Olivar

    Der Mercat de l’Olivar ist eine traditionsreiche Markthalle mitten in Palmas Zentrum. Falls du auf der Suche nach kulinarischen Köstlichkeiten bist, bist du hier genau richtig! Besonders vormittags findest du hier alles von frischem Gemüse, bis hin zu Fisch, Meeresfrüchten oder Feinkost wie Käse oder Schinken.

    Frischer Fisch an einem Marktstand im Mercat Olivar in Palma, Mallorca.

    Tipp: Mittags gibt es auch viele Stände mit einem typischen „menú del día„, das ist ein komplettes Tagesmenü mit Vorspeise, Hauptgericht und Dessert. Meist sind auch einfache Getränke wie Wasser, Cola oder Hauswein inklusive.

    Vielfältige Käsesorten auf einem Wochenmarkt mit Obst

    In Palma gibt es übrigens noch einige weitere tolle Markthallen und Wochenmärkte: Die schönsten Märkte in Palma

    Wenn du es genauso liebst wie ich, über Märkte zu schlendern, dann gibt es noch ein paar richtig große und bekannte Bauernmärkte auf der Insel, die du dir nicht entgehen lassen solltest: Die schönsten Märkte auf Mallorca

    14. Es Baluard

    Vom Es Baluard hast du nicht nur eine fantastische Aussicht auf den Hafen von Palma, sondern du kannst hier auch eine beeindruckende Sammlung moderner Kunstwerke von Pablo Picasso, Joan Miró oder Salvador Dalí bewundern. Weitere Highlights sind Werke zeitgenössischer Künstler wie Banksy und Ai Weiwei. Regelmäßig finden zudem interessante Wechselausstellungen statt.

    Tipp: Am Donnerstagabend ist der Eintritt frei!

    Antike Steinmauer und Eingang vom Museum Es Baluard in Palma, Mallorca.

    Übrigens: Wenn du dich für moderne Kunst interessierst und du einen Abstecher in den Norden Mallorcas machst, solltest du auch dem Museo Sa Bassa Blanca in Alcúdia einen Besuch abstatten!

    15. Pueblo Español

    Das Pueblo Español ist eine typische Touristenattraktion: Hier kannst du Spanien im Miniformat erleben. In Form eines kleinen Dorfes wurden hier die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Spaniens nachgebaut.

    Tipp: Besonders schön ist es hier zur Weihnachtszeit. Im Dezember verwandelt sich das Pueblo Español nämlich in den schönsten Weihnachtsmarkt Palmas: Hier kannst du dich bei einem Becher Glühwein in Weihnachtsstimmung bringen und das ein oder andere Weihnachtsgeschenk an einem der vielen kleinen Stände mit Kunsthandwerk shoppen!

    Bonus-Tipp: Museu Fundación Juan March

    Wahrscheinlich kommst du so oder so hier vorbei, denn das Museu Fundación Juan March befindet sich mitten in der Fußgängerzone der Carrer Sant Miquel mitten in der Altstadt Palmas. Die meisten Touristen laufen hier aber ganz einfach vorbei, deswegen ist dieser Spot ein echter Insidertipp!

    Im Museum selbst findest du Werke spanischer Künstler des 20. Jahrhunderts. Außerdem finden hier regelmäßig kulturelle Veranstaltungen statt. Und selbst wenn du nicht besonders auf Museen stehst, lohnt sich ein Besuch: Der Patio des alten Stadthauses ist nämlich traumhaft schön.

    Das Beste: Der Eintritt ist frei!

    Noch mehr Insidertipps für Palma: Palma ist eine meiner Herzensstädte und es gibt immer wieder Neues zu entdecken. Wenn du noch mehr aktuelle Tipps aus der Inselhauptstadt brauchst, folge mir auf Instagram oder stöbere durch meine immer größere werdende Sammlung an Blogartikeln über Palma.

  • Donostia / San Sebastián: Sehenswürdigkeiten & Highlights für den eleganten Küstenort

    Donostia / San Sebastián: Sehenswürdigkeiten & Highlights für den eleganten Küstenort

    Donostia / San Sebastián ist wirklich ein besonderes Reiseziel: Mit 180.000 Einwohnern ist es die drittgrößte Stadt des Baskenlandes, versprüht aber den eleganten Charme eines wohlhabenden Kurortes aus vergangenen Tagen. Dazu ist die Altstadt von San Sebastián nicht nur pittoresk, sondern auch der wahr gewordene Traum eines jeden Foodies: So ziemlich jeder Besucher verfällt im Nu dem erfrischenden Txakoli und elaborierten Pintxos. Und von den atemberaubenden Stränden will ich gar nicht erst anfangen. Was du sonst alles noch in San Sebastián erleben kannst, erfährst du in diesem Artikel.

    Historische Brücke vor Stadthäusern mit Statuen.

    Was du in San Sebastián sehen musst: Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

    San Sebastián, oder Donostia, wie es auf Baskisch heißt (offiziell heißt es auch Donostia-San Sebastián), hat einige echte Highlights zu bieten. Vielleicht wirst du dich auch an den einen oder anderen Kurort erinnert fühlen: Kein Wunder, denn Ende des 19. Jahrhunderts hat die Königin von Spanien San Sebastián als ihre Sommerresidenz auserkoren und somit den Grundstein für den gesellschaftlichen Aufschwung gelegt. Zahlreiche Bauten aus dieser Zeit zieren San Sebastián noch heute und machen die Stadt zu einer der schönsten Städte Spaniens.

    Historisches Gebäude und Lampenmasten in Stadtansicht.

    1. Altstadt (Parte Vieja)

    Die Altstadt ist das Herz von San Sebastián. Enge Gassen, historische Gebäude und unzählige Pintxo-Bars verleihen ihr ihren Charme. Mitten drin findest du die beeindruckende Basilica de Santa María del Coro und etwas versteckter die zentrale Plaza de la Constitución, die von Arkaden und kleinen Lokalen umgeben ist.

    Barocke Kirchenfassade mit Uhr in San Sebastián Altstadt
    Klassische französische Gebäudefassade mit Balkonen und Fensterläden
    Belebte Altstadt-Einkaufsstraße in San Sebastián mit Passanten

    2. Playa de la Concha & Ondarreta

    Mit der Playa de la Concha verfügt San Sebastián über einen beeindruckenden Stadtstrand. Wenn es nach diversen Strand-Rankings geht, zählt die halbmondförmige Bucht La Concha mit ihrem feinen Sand und türkisblauen Wasser sogar zu den schönsten Stränden der Welt. Für mich als Strandfan stand La Concha deshalb schon lange auf meiner Bucket List und wirklich, ich wurde nicht enttäuscht.

    Belebter Stadtstrand mit weißen Gebäuden und türkisem Meer
    Weißes Gebäude am Wasser mit Terrasse und Liegestühlen

    San Sebastián war ab Ende des 19. Jahrhunderts die Sommerresidenz der spanischen Königin Maria Christina, und besonders entlang der Strandpromenade hast du bis heute das Gefühl, in einem eleganten Kurort wie in alten Zeiten zu sein. Das aufwendig verzierte Geländer der Promenade mit seinem filigranen Blütenmuster ist heute eines der Wahrzeichen der Stadt.

    Weißer historischer Laternenpfahl mit fünf Kugelleuchten vor blauem Himmel
    Weißes verziertes Schmiedeeisen-Geländer mit floralen Ornamenten am Meer

    Etwas weiter von der Altstadt entfernt schließt sich die Playa Ondarreta an. Der Strand ist hier ebenfalls breit und traumhaft schön, und die Bebauung rundherum ist nicht so hoch und massiv wie an der Playa de la Concha. Perfekt, um ein paar Stunden zu chillen und die einmalige Landschaft zu genießen.

    Weitläufiger Sandstrand mit Hügel und Ortschaft im Hintergrund
    Sandstrand mit Menschen und weißen Häusern am Hügel

    3. Monte Urgull

    Dieser Hügel bietet dir nicht nur eine fantastische Aussicht über die Stadt und die Bucht, sondern auch ein Stück Geschichte. Auf dem Gipfel befindet sich das Castillo de la Mota und die Statue des Heiligen Herzens. Der Aufstieg ist angenehm und du kannst unterwegs immer wieder anhalten, um die Aussicht zu genießen.

    Historisches Gebäude mit Karussell und Statue

    4. Monte Igueldo

    Für eine noch spektakulärere Aussicht kannst du mit der historischen Standseilbahn auf den Monte Igueldo fahren. Oben angekommen erwartet dich ein kleiner Vergnügungspark und ein Blick über die gesamte Küste.

    Leere holzvertäfelte Kabine mit Anweisungen an der Wand.
    Rote historische Straßenbahn mit Fenstern

    Die Standseilbahn ist wirklich toll erhalten, und eine Fahrt damit solltest du definitiv auf deinem Trip nach San Sebastián unternehmen. Und der Ausblick vom Monte Igueldo ist sowieso traumhaft.

    Strand und Küste bei sonnigem Wetter.
    Panoramablick auf Küstenstadt und Berge im Hintergrund.

    5. Peine del Viento

    Die moderne Skulptur „Peine del Viento“ des baskischen Bildhauers Eduardo Chillida befindet sich am westlichen Ende der Bucht von La Concha. Die drei gigantischen Stahlskulpturen sind direkt in die Felsen integriert und bieten einen faszinierenden Anblick, besonders wenn die Wellen dagegen schlagen.

    Wellen brechen an Felsen bei einer Küstenskulptur
    Kunstwerk am Meer mit Felsen und Wellen
    Menschen beobachten Wellen am Ufer

    6. Chillida-Leku Skulpturenpark

    Ein bisschen außerhalb von San Sebastián liegt der Skulpturenpark und Museum Chillida-Leku, der dem Werk von Eduardo Chillida gewidmet ist. In einem wunderschönen, weitläufigen Park kannst du seine beeindruckenden Skulpturen inmitten der Natur bewundern: Ein Ort der Ruhe und Inspiration.

    Hier kannst du dein Ticket für das Chillida Leku im Voraus buchen*

    Person fotografiert Statue im Park
    Ruhiger Park mit Bäumen und Sonnenschein.
    Weiße Marmorskulptur mit geometrischen Formen von Eduardo Chillida
    Rostige Metallstruktur im Sonnenlicht

    7. San Telmo Museoa

    Das San Telmo Museoa ist ein Museum für baskische Kultur und Geschichte und befindet sich in einem alten Dominikanerkloster und bietet eine spannende Ausstellung, die von der Vorgeschichte bis zur Moderne reicht. Ein Besuch lohnt sich, um einen tieferen Einblick in die regionale Kultur zu bekommen.

    8. Palacio de Miramar

    Der königliche Palast Palacio de Miramar wurde Ende des 19. Jahrhunderts für die spanische Königsfamilie erbaut. Von hier aus hast du einen herrlichen Blick auf die Bucht von La Concha und fühlst dich ein bisschen in den Glanz vergangener Tage versetzt, als San Sebastián ein exklusiver Kurort für Adlige und Gutbetuchte war. Der umliegende Park ist perfekt für einen entspannten Spaziergang.

    Historisches Herrenhaus aus rotem Backstein mit gotischen Bögen
    Historisches Schloss mit rotem Backsteinturm und Fachwerk
    Panoramablick auf die Bucht von San Sebastián mit grünen Hügeln

    9. Catedral del Buen Pastor

    Die neugotische Kathedrale ist das größte religiöse Bauwerk der Stadt. Mit ihrem hohen Turm und den schönen Buntglasfenstern ist sie wirklich markant und gehört zu den auffälligsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

    10. Plaza Gipuzkoa

    Die zentral gelegene Plaza Gipuzkoa ist das grüne Herz inmitten der Stadt. In den gepflegten Gärten findest du hier einen perfekten Ort, um eine kleine Pause vom Sightseeing einzulegen.

    Historisches Gebäude hinter grünem Park mit Fahne.

    Schnapp‘ dir am besten einen Kaffee im anliegenden Syra Coffee (leider nur to go) und genieße das charmante Stadtleben von San Sebastián auf einer der Parkbänke. Oder du gehst ein paar Meter weiter in das lässige Koh Tao, wo du auch gut länger sitzen kannst.

    Eingang von Syra Coffee in Donostia-San Sebastián mit moderner Einrichtung.

    11. Kursaal Kongresszentrum

    Der Kursaal befindet sich etwas außerhalb des eigentlichen Zentrums von San Sebastián, ist aber dennoch fußläufig zu erreichen. Hier finden regelmäßig große Events und Kongresse statt, sowie Veranstaltungen im Rahmen des weltberühmten San Sebastián Film Festival.

    Grüne und weiße Brückenpfeiler, historische Gebäude im Hintergrund.
    Brücke mit Gebäuden im Hintergrund

    Möchtest du in den Süden?
    Hier findest du noch mehr tolle Reiseziele in Spanien

    Essen & Trinken in San Sebastián

    San Sebastián ist ein absolutes Paradies für Gourmets. Die Stadt hat die höchste Dichte an Michelin-Sternen pro Quadratmeter in Europa. Wenn dein Budget keine Sterneküche hergibt, brauchst du dir aber keine Sorgen machen. Auch mit normalem Geldbeutel wirst du dich fantastisch durch die lokalen Spezialitäten probieren können: San Sebastián gilt als die Wiege der Pintxo-Tradition.

    Tapas und Wein auf einem Café-Tisch.

    Auf Pintxos-Tour durch die Altstadt

    Pintxos sind kleine Häppchen, die wie Tapas zum Getränk gereicht werden. Oft sucht man sich seine Pintxos an der Bar aus und bekommt sie dann am Tisch serviert. In der Altstadt von San Sebastián gibt es viele Lokale, die ihre Pintxos mittlerweile fast schon zur Kunstform erhoben haben, so aufwendig werden die Häppchen montiert und präsentiert.

    Tipp: Falls du vor lauter Angeboten gar nicht weißt, wo du anfangen sollst, empfehle ich dir eine Foodtour durch die Altstadt!

    Hier kannst du eine Foodtour durch die Altstadt von San Sebastián buchen*

    Modern dekorierte Tapas auf einem Tablett.
    Wein und Tapas auf einem Tisch

    Txakoli: Die perfekte Weinbegleitung

    Perfekt begleitet werden Pintxos von einem Glas Txakoli (sprich: Tschak-ko-lie); das ist ein sehr leichter, fruchtiger Weißwein mit etwas Kohlensäure und typisch aus dem Baskenland. Vielleicht wird dir dein Txakoli auch noch traditionell eingeschenkt: Dafür wird die Flasche in die Höhe gereckt und der Wein so schwungvoll im Glas, dass er nochmal aufschäumt. Eine echte Show!

    Cidre: Der spritzige Apfelwein mit Showeffekt

    Schwungvoll eingeschenkt wird übrigens auch wird übrigens der in der Region ebenfalls beliebte Cidre, ein Schaumwein aus Äpfeln. Wie der Txakoli ist Cidre super erfrischend, dabei aber niedriger im Alkoholgehalt. Mir persönlich schmeckt Txakoli viel besser. Der Cidre, den ich überall in San Sebastián probiert habe, war mir zu säuerlich. Ist aber wie immer Geschmackssache, am besten du machst dir selbst ein Bild und probierst beides!

    Großes Cidre-Holzfass mit Bild verziert.

    Cidre bekommst du in vielen Lokalen in der Stadt. Aber es lohnt sich auch, einen Ausflug in eine traditionelle Sidreria wie Petritegi zu unternehmen. Hier kannst du den kompletten Herstellungsprozess erleben, von Anbau über Ernte bis hin zur Reifung des Cidre. Besonders beeindruckend sind die großen Fässer, in denen der Sidre gelagert ist, und das traditionelle Restaurant, wo du weitere baskische Spezialitäten in rustikalem Ambiente probieren kannst.

    Tipp: Diese traditionellen Sidrerias befinden sich außerhalb der Stadt. Falls du nicht mit dem Auto unterwegs bist, kannst du dich auch einer Tour anschließen. Ist ohnehin entspannter, weil du dann nach Belieben den Cidre probieren kannst!

    Hier kannst du eine Tour zu einer Sidreria buchen*

    Landschaft mit Hügeln und Straße unter blauem Himmel.

    Hast du Lust auf das Baskenland bekommen?
    Hier findest du mehr Artikel

    Food-Locations in San Sebastián: Meine Tipps

    Hier findest du ein paar Food-Tipps, die du dir nicht entgehen lassen solltest:

    Bar La Cepa Diese traditionelle Pintxo-Bar in der Altstadt ist ein Klassiker. Probiere unbedingt die Jamón Ibérico und die leckeren Bacalao-Pintxos (Kabeljauhäppchen).

    La Viña Hier bekommst du den besten Käsekuchen der Stadt. Vielleicht hast du ja schon einmal vom San Sebastián Cheesecake gehört? Er ist weltberühmt und schmilzt förmlich auf der Zunge. Mir persönlich ist er zwar viel zu cremig und buttrig, aber probieren solltest du ihn allemal.

    Mercado de la Bretxa Wenn du frische, lokale Produkte liebst, solltest du diesen Markt besuchen. Hier findest du alles von frischem Fisch bis hin zu baskischen Käsespezialitäten. Perfekt, um ein paar Leckereien für ein Picknick am Strand zu kaufen.

    In San Sebastián gibt es aber noch so viel mehr tolle Food-Locations zu entdecken! Mehr Tipps findest du daher bald in meinem San Sebastián Food Guide.

    Tapas in Nahaufnahme mit knusprigen Elementen.
    Stücke Käsekuchen auf dem Tablett, bereit zum Servieren.

    Übernachten in San Sebastián

    In San Sebastián ein hübsches Hotel zu finden, ist nicht schwer. Ich würde dir allerdings eher davon abraten, eine Bleibe mitten in der Altstadt zu wählen. Besonders in der Saison und am Wochenende kann es nachts hier schon mal sehr laut werden. Außerdem ist die komplette Altstadt autofrei, du musst also mit dem kompletten Gepäck über Kopfsteinplaster durch die schmalen Gassen bis zu deiner Unterkunft.

    Modernes Café mit industriellem Design und Sitzbereich.

    Ich kann dir das The Social Hub San Sebastián* empfehlen. Es liegt zwar nicht direkt im Zentrum, mit dem Bus bist du allerdings in 15 Minuten mitten in der Stadt; Tickets kannst du einfach kontaktlos im Bus beim Einsteigen kaufen. Die Zimmer sind super geräumig und stylisch, und in der Lobby oder im Restaurant kann man arbeiten, lesen oder einfach nur gemeinsam zusammensitzen. Im Sommer gibt’s auch noch eine tolle Rooftop Bar mit Pool und Aussicht; regelmäßig finden Events statt.

    Hier findest du noch mehr Unterkünfte in San Sebastián*

    Events und Aktivitäten: Was du in San Sebastián unternehmen kannst

    San Sebastián International Film Festival Das renommierte Filmfestival zieht jedes Jahr im September Filmstars und Cineasten aus aller Welt an. Eine großartige Gelegenheit, um neue Filme zu entdecken und vielleicht sogar den ein oder anderen Star zu treffen.

    Tamborrada: Am 20. Januar wird der Tag des Heiligen Sebastian gefeiert. Die ganze Stadt ist in Feierlaune und es gibt Paraden mit Trommlern in traditionellen Kostümen. Ein Erlebnis, das du nicht verpassen solltest, wenn du um diese Zeit in der Stadt bist.

    Wassersport: San Sebastián ist perfekt, wenn du auf Wassersport stehst. Der Strand Zurriola in der Nachbarschaft Gros zum Beispiel ist besonders bei Surfern beliebt. Keine Lust, alles an Ausrüstung mitzuschleppen? Hier kannst du einen Ganztagesausflug zum Surfen buchen*

    Oder du versuchst dich am baskischen Nationalsport, dem Rudern!

    Ruderer auf einem Fluss vor Stadtansicht
    Kleiner Hafenkai mit Booten und Gebäuden

    Rund um San Sebastián

    Überhaupt ist das Baskenland eine super spannende Region und es lohnt sich, mehr Zeit hier zu verbringen. San Sebastián kannst du z.B. gut in einen Roadtrip durch das Baskenland einbauen und auch die französische Atlantikküste mit Saint-Jean-de-Luz und Biarritz ist nicht weit entfernt.

    Oder du verbindest deinen Trip mit einem Abstecher nach Bilbao, der ebenfalls sehr sehenswerten baskischen Metropole. Hier findest du meinen Guide für Bilbao

    Historisches Denkmal mit Wappen in Stadtansicht

    Anreise nach San Sebastián

    San Sebastián verfügt über einen eigenen Flughafen. Dieser ist allerdings sehr klein, und wird zumeist nur von spanischen Airlines angeflogen, die San Sebastián mit anderen Inlandszielen verbinden.

    Praktischer ist die Anreise über den Flughafen Bilbao. Von dort aus gibt es eine regelmäßige Busverbindung (ungefähr stündlich) zum Busbahnhof von San Sebastián. Dieser liegt zwar nicht direkt im Zentrum, ist aber dennoch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar.

    Checke hier Flugverbindungen nach Bilbao (BIO)*

  • Correfoc in Palma: Alles über das große Feuer-Spektakel

    Correfoc in Palma: Alles über das große Feuer-Spektakel

    Wenn du Palma schon einmal im Sommer erlebt hast, wirst du die Hauptstadt Mallorcas besonders im Januar nicht wieder erkennen. Durch die Gassen der Altstadt strömen keine Menschenmassen mehr, einige Geschäfte haben sogar komplett geschlossen und im Allgemeinen triffst du eher Locals als Touristen an. Aber der Januar hat trotzdem jede Menge zu bieten – wie zum Beispiel den aufregenden Correfoc!

    Passeig del Born in Palma, beleuchtet mit Lichterketten in den Bäumen.
    Der Correfoc zieht auch auf dem noch weihnachtlich beleuchteten Passeig del Born entlang.

    Was ist Correfoc?

    Correfoc kann mit „Feuerlauf“ übersetzt werden: Verschiedene Kulturvereine ziehen mit brennenden Fackeln und Feuerwerk aller Art durch die Stadt, verkleidet als teufelsähnliche „Dimonis“ und begleitet von lauten Trommelgruppen. Der Correfoc ist eine katalanische Tradition, die seit Jahrhunderten gepflegt wird. Mallorca bildet zwar mit den anderen balearischen Inseln Ibiza, Menorca und Formentera eine eigene Provinz, teilt aber mit Katalonien ähnliche Wurzeln.

    Dämonenschatten vor orangefarbenem Himmel beim Correfoc

    So ist auch der Correfoc fester Bestandteil des kulturellen Lebens der Insel. Im Sommer werden diese Umzüge zu verschiedenen Events veranstaltet; der größte jedoch ist der Correfoc im Rahmen der Festivitäten zu Sant Sebastián.

    Sant Sebastián ist der Schutzpatron der Stadt und rund um dessen Jahrestag im Januar finden viele große Events in Palma statt, die vor allem von Einheimischen besucht werden. Möchtest du also tiefer in die mallorquinische Kultur eintauchen, bist du im Januar in Palma genau richtig!

    Feuerwerk und Menschen mit Smartphones im Dunkeln

    Correfoc & die Hintergründe

    Ursprünglich haben die Correfocs zum großen Teil einen religiösen Hintergrund: Die Dimonis symbolisieren das Böse, welches mit Feuer und lautem Getrommel vertrieben werden soll. Über die Jahrhunderte haben sich die Correfocs zu einem eigenständigen Teil der katalanischen Kultur entwickelt und haben heute eher Volksfestcharakter, auch wenn sie zunächst sehr abschreckend anmuten. So wird zum großen Correfoc im Januar zum Beispiel eine große Bühne auf dem Passeig del Born aufgebaut, auf der lokale Acts auftreten.

    Musiker auf rot beleuchteter Bühne mit Gitarren beim Correfoc in Palma

    Die Stimmung unter den Dimonis

    Das ganze Feuerwerk, die lauten Trommeln und die wild verkleideten Dimonis sind schon sehr beeindruckend. Ähnlich wie bei der alemannischen Fastnacht in Süddeutschland ist der Umzug eher düsterer Natur. Das Publikum wird aber dennoch miteinbezogen und trotz der einschüchternden Kulisse ist die Stimmung fröhlich und gelöst.

    Menschen mit Hörnern auf Helmen auf dem Correfoc in Palam, Mallorca.
    Schattenriss mit Hörnern vor Funken und Licht.

    Mitmachen beim Correfoc

    Die Dimonis ziehen auch mitunter mitten durch die Menschenmengen, lassen sich bereitwillig fotografieren und scherzen gerne mit den Zuschauern. Besonders Jugendliche machen sich einen Spaß daraus und mischen sich unter die tanzenden Dimonis mit ihren feuerspeienden Fackeln. Das Mitmachen ist höchstoffiziell erlaubt und Teil des Spektakel.

    Dämonische Maske und Kind beim Correfoc in Palma, Mallorca.
    Pyrotechnik bei Nacht in Menschenmenge beim Correfoc in Palma

    Auch als reiner Zuschauer kommst du ganz nah an das Feuerwerk heran; manchmal auch ungewollt, wenn plötzlich ein Dimonis neben dir steht und seine Pyrotechnik entzündet. In der Regel wird aber sehr aufeinander Rücksicht genommen und niemand gezielt mit Feuerwerk belästigt.

    Person mit Funken und Feuerwerk an der Hand
    Pyrotechnik mit sprühenden Funken an der Hand eines Dimonis beim Correfoc.

    Sicherheitsmaßnahmen: Das musst du beim Correfoc unbedingt beachten

    Trotzdem solltest du dich besonders vorbereiten, wenn du zu einem Correfoc gehst und folgende wichtige Dinge beachten:

    • Kleidung: Ziehe Kleidung an, bei denen du es notfalls verschmerzen kannst, wenn sie ein Brandloch davontragen – der Funkenflug ist nicht zu unterschätzen! Achte darauf, dass Arme und Beine bedeckt sind.
    • Kopfbedeckung: Schütze deine Haare, zum Beispiel mit einem Basecap oder wähle einfach einen alten Kapuzenpulli.
    • Gehörschutz: Der Correfoc ist wirklich laut! Die Trommeln und die pfeifende Pyrotechnik sind nichts für Geräuschempfindliche.
    • Festes Schuhwerk: Bei den niedrigeren Temperaturen im Januar bieten sich ohnehin geschlossene Schuhe an. Achte dennoch darauf, eher Schuhe mit robuster Sohle und Obermaterial zu wählen.
    • Kamera/Smartphones: Fotografieren und Filmen ist erlaubt, allerdings können vor allem die Linsen durch die Funken beschädigt werden. Einige Leute kleben sich die Linse bei Smartphone mit Tesafilm ab.
      Für Kameras mit Wechselobjektiv bieten sich Filter zum Aufschrauben an. (Ich habe auf meinen Kameraobjektiven sowieso immer einen UV-Filter zum Schutz, das hat mich schon mehrmals vor einem größeren Schaden bewahrt.) Am besten nutzt du Objektive mit großer Brennweite, so kannst du auch aus sicherer Entfernung fotografieren.
    Person filmt Feuerwerk mit Handy in der Nacht

    Die Sicherheitsstandards bei Correfocs sind wirklich hoch. Sowohl Dimonis als auch Zuschauer nehmen sehr viel Rücksicht aufeinander. Aggressives Verhalten wird nicht toleriert. So ist zum Beispiel eigenes, mitgebrachtes Feuerwerk strengstens verboten! Du darfst dir auch nicht das Feuerwerk der Dimonis ausleihen. Bekommst du trotz allem einen Funken ab, geschieht dies auf eigene Verantwortung – schütze dich daher gut!

    Bunte Feuerwerkskörper explodieren am Nachthimmel.

    Wo findet der Correfoc in Palma statt?

    Die einzelnen Gruppen laufen gegen 19 Uhr ab verschiedenen Startpunkten sternförmig auf den zentralen Passeig del Born zu. Die Abschlussveranstaltung mit großer Bühne ist dann auf der Plaça Rei Joan Carles I.

    Hast du Lust auf einen Abstecher nach Palma bekommen? Hier findest du noch mehr Tipps!

    Feuerwerk erhellt den Nachthimmel mit bunten Funken.
    Fackel in der Nacht leuchtet hell auf.
    Brennende Fackel eines Dimonis im dunklen Hintergrund
  • Lunenburg: Boho-Vibes & Lieblingsort in Nova Scotia

    Lunenburg: Boho-Vibes & Lieblingsort in Nova Scotia

    Kreativer Vibe, viel Geschichte und frische Meeresluft: Ein Stopp in der vielseitigen Hafenstadt Lunenburg ist auf einem Trip durch Kanadas zweitkleinste Provinz Nova Scotia einfach ein Muss. In diesem Guide verrate ich dir meine persönlichen Highlights in Lunenburg und gebe dir ein paar hilfreiche Tipps für einen der größten Schätze Nova Scotias.

    Bunte Häuserreihe am Hügel mit Handwerkern auf Dächern.

    Lunenburg ist zwar ein kleiner Ort, spielt aber dennoch in der Geschichte Nova Scotias eine wichtige Rolle. 1753 wurde es von den Briten gegründet, in der Hoffnung mehr Protestanten in der Region anzusiedeln. Britische Protestanten blieben zwar aus, dafür fanden sich aber immer mehr deutschen Emigranten, die in Lunenburg ihr Glück suchten. Bis heute kannst du den deutschsprachigen Einfluss nicht nur im Stadtnamen, sondern auch in vielen Straßennamen wiederfinden.

    Frau vor bemalter Lunenburg-Wand spaziert

    Mit seinem Hafen wurde Lunenburg auch zu einem wichtigen wirtschaftlichen Pfeiler der Region: Die Fischerei wurde zu einer wichtigen Einnahmequelle und zog auch weitere Industrien wie zum Beispiel große Werften an. Bis heute spielen Kabeljau- und Hummerfang eine Rolle in Lunenburg, wenn auch nicht ganz so groß wie einst.

    Kleine Stadtstraße mit geparkten Autos und Geschäften.

    Dank seiner historischen Architektur und der langjährigen maritimen Tradition wurde Lunenburg 1995 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt und ist heute Anziehungspunkt vieler Touristen, ohne dabei zu sehr überlaufen zu sein, im Gegenteil. Lunenburg war für mich die perfekte Kombination aus Geschichte und Gegenwart, denn der Ort versprüht einen kreativen Vibe, den ich so nicht erwartet hätte!

    Rosa viktorianisches Haus mit Türmen und Herbstlaub.

    Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Lunenburg

    Es gibt einige Sehenswürdigkeiten in Lunenburg, die du nicht verpassen solltest! Da die Stadt selbst nicht besonders groß ist, kannst du die meisten Locations bequem zu Fuß erreichen. Wenn du tiefer in die Geschichte Lunenburg eintauchen und echte Locals kennenlernen willst, dann kannst du auch an Walking Tours teilnehmen, die dich an die wichtigsten Punkte führen.

    Fensterblumenkasten mit Herbstblumen und Kürbissen in Lunenburg, Nova Scotia.

    Fisheries Museum of the Atlantic

    Um mehr über Lunenburgs Geschichte zu erfahren, führt kein Weg am Fisheries Museum of the Atlantic vorbei. Das leuchtend rote Gebäude direkt am Hafen ist allerdings auch nicht zu übersehen und so zentral an der Promenade gelegen, dass du von hier aus deine Erkundungstour durch Lunenburg starten kannst.

    Hier erfährst du, welch wichtige Rolle die Fischerei seit jeher für Nova Scotia spielt, kannst Seemannsknoten lernen und einfach nur die restaurierten Schiffe bestaunen, die direkt vor dem Museum vor Anker liegen.

    Rotes Gebäude des Fischereimuseums mit Geschenkeladen

    Bluenose

    Lunenburgs Werften haben auch ein ganz besonderes Schiff hervorgebracht, das wirklich jeder Kanadier kennt: Die Bluenose ist das legendäre Segelschiff, das auf der kanadischen 10-Cent-Münze abgebildet ist. Ursprünglich als Fischerei- und Regattaschiff gebaut, ist der Segelschoner bis heute ähnlich der Gorch Fock in Deutschland das ultimative Symbol für die maritime Geschichte Kanadas und gilt als Nationalheiligtum.

    Person auf Holzpier vor Segelboot mit Flaggen.

    Die echte Bluenose ist leider im Jahr 1946 gesunken. Auf Grund ihrer historischen Bedeutung entschloss man sich später zu einem Nachbau, der 1963 vom Stapel lief. Wenn du Glück hast, kannst du die Bluenose II heute in Lunenburg am Kai direkt gegenüber vom Fisheries Museum bewundern, wenn sie nicht gerade unterwegs ist.

    Historisches Schiff am Steg bei sonnigem Wetter

    Tipp: Ab Lunenburg und Halifax kannst du Hafenrundfahrten mit der Bluenose II buchen! Da die Bluenose II sehr beliebt ist, reserviere am besten rechtzeitig.

    Reservierung & Fahrplan für die Bluenose II

    Lunenburg Academy

    Auf dem höchsten Punkt der Stadt thront unübersehbar die Lunenburg Academy. Früher wurde das markante Gebäude als Schule genutzt, heute befinden sich hier Büros, ein Kindergarten, aber auch Räumlichkeiten für kulturelle Veranstaltungen. Wenn du das Gebäude von innen sehen möchtest, kannst du auch einer Führung teilnehmen. Termine findest du auf der Website der Lunenburg Academy Foundation.

    Historisches Gebäude mit Türmen und roten Dächern.

    St. Johns Anglican Church

    Ein ähnlich auffälliges Gebäude in Lunenburg ist die weiße St. Johns Anglican Church. Innen scheint das Licht durch beeindruckende Buntglasfenster und verleiht der Kirche ihre besondere Atmosphäre. 2001 wurde die erste Kirche Lunenburgs (und gleichzeitig eine der ältesten des Landes) bei einem Brand schwer beschädigt, später jedoch unter großer Unterstützung der Bevölkerung wieder komplett rekonstruiert.

    Gotische Kirche mit Touristen, blauer Himmel.
    Innenraum einer alten Kirche mit Bänken und Altar.
    Kirchenfenster und dekorative Orgel in der Kirche

    Nova Scotia ist so eine spannende Region in Kanada!
    In meinem Artikel über unseren kompletten Roadtrip findest du noch viel weitere inspirierende Ideen für eine aufregende Reise.
    Roadtrip durch Nova Scotia

    Waterfront / Hafenpromenade

    Auf der Hafenpromenade von Lunenburg kannst du wunderbar entlangschlendern und die Sonne genießen. Von hier hast du außerdem eine wirklich traumhafte Aussicht – absolut postkartenreif.

    Zwei bunte Stühle auf einem Holzsteg in Lunenburg.
    Rote Gebäude an der Promenade in Lunenburg, Nova Scotia.

    Architektur in Lunenburg

    Seiner Holzarchitektur und den vielen bunten, liebevoll erhaltenen Häusern hat Lunenburg unter anderem seinen Eintrag als UNESCO-Weltkulturerbe zu verdanken. Du solltest dir unbedingt ein bisschen Zeit nehmen, um auch die Seitenstraßen zu Fuß zu erkunden und dir die die schönen Wohnhäuser mit ihren Eigenheiten anzusehen.

    Person sieht auf Straße mit Schulbus
    Kleines Haus mit blühenden Büschen

    So verfügen viele Häuser in der letzten Etage über einen auffälligen Erker, der Widow’s Watch genannt wird. Da Lunenburg zum Teil auf einer Anhöhe liegt, beobachteten der Legende nach von hier die Ehefrauen den Hafen und warten auf die Rückkehr der Fischer.

    Hausdach mit typischem Erker "Widow's Watch" in Lunenburg, Nova Scotia.
    Historisches Haus mit verzierten Fassaden und roten Türen.

    Essen & Trinken in Lunenburg

    Lunenburg ist Hafenstadt und der Fischfang ist immer noch sehr beliebt. Besonders wirst du daher auf deine Kosten kommen, wenn du Fisch und Meeresfrüchte liebst – denn na klar, gerade hier gibt es den besten Hummer und frischen Fisch in einmaliger Qualität.

    Aber auch Lunenburg hat mich wie so viele andere Orte in Nova Scotia sehr überrascht: Die Gastronomieszene hier ist erstaunlich vielfältig und innovativ! Es gibt so viele tolle Locations, das die Entscheidung echt schwerfällt.

    Hier stelle ich dir meine persönlichen Tipps in Lunenburg vor:

    Lincoln Street Food liegt etwas abseits der Hauptstraße mit den meisten Lokalen, ist aber ein toller Geheimtipp. Hier wird Wert auf regionale Zutaten gelegt, die Karte wechselt häufig und die Gerichte sind wirklich sehr kreativ.

    Gericht mit Gemüse und gegrilltem Brot auf Teller
    Gläser mit Mixed Pickles auf einem Marktstand.

    Bar Salvador Wer hätte gedacht, dass sich ausgerechnet in einem Fischerort in Nova Scotia eine absolut authentische Tapas-Bar befindet? Bevor du zum Dinner in eines der umliegenden Lokale einkehrst, empfehle ich dir unbedingt vorher einen kleinen Aperitif in mediterranem Ambiente!

    Tapas mit Zitronengetränk auf Holztisch

    The Beach Pea Kitchen & Bar So gemütlich, gleich gegenüber – und die Hummerpasta ist ein Gedicht!

    The South Shore Fish Shack Für gute Fish & Chips solltest du hier einkehren. Von der Terrasse aus hast du übrigens einen schönen Blick auf die idyllische Bucht.

    Kleines Restaurant mit Seemotiven draußen
    Bunte Bojen hängen an einer Holzwand.
    Fisch und Pommes auf kariertem Tablett

    The Half Shell Oysters & Seafood Nebenan gibt es übrigens frischen Hummer und Austern, die du ebenfalls unter freiem Himmel mit tollem Ausblick genießen kannst.

    Frischer Hummer auf Eis an einem Marktstand

    The Savvy Sailor Café Wenn dir nach einem herzhaften, kanadischem Frühstück ist, dann solltest du hier Halt machen. Das Savvy Sailor Café liegt ebenfalls mitten in Lunenburg mit Blick auf den Hafen.

    Segelmast und Landschaft am Wasser im Fensterblick
    Frühstücksteller mit Rührei und Speck.

    No.9 Coffee Bar Ein absolutes Lieblingscafé! Moderne Werke lokaler Künstler an den Wänden, gemütliche, aber nicht altmodische Einrichtung, selbstgemachtes Granola – das No.9 hat eine ganz besondere Atmosphäre und ist auch unter Locals ein beliebter Treffpunkt.

    Hand hält Teebeutel über einem Milchkaffee.
    Heißer Kaffee und Gebäck auf Holztisch.

    The Laughing Whale ist die Anlaufstelle für Kaffeekenner: Schon beim Hineinkommen wirst du vom Duft frisch gerösteten Kaffees umhüllt. Die Atmosphäre ist super herzlich und gemütlich.

    Mann mit Hund vor gelbem Café spazieren
    Holzwand mit bunter Wimpelkette dekoriert
    Gemütlicher Innenraum eines Cafés mit Holztisch.
    Gemütliches Café-Interieur mit Holzmöbeln und Pflanzen.
    Gemütliche Sitzecke mit Pflanzen und Kaffeesäcken
    Kaffee mit Haferkeks auf Holztisch serviert.

    Lightship Brewery Von hopfig-fruchtigen IPAs bis hin zu kräftigen Stouts kannst du hier lokale Craft-Biere testen. Aber auch, wenn du überhaupt kein Bier magst, solltest du unbedingt zur Lightship Brewery am gegenüberliegenden Ufer herausfahren: Von hier aus hast einen fantastischen Blick auf das historische Zentrum von Lunenburg und seine Waterfront.

    Kreative Getränkekarte an einer Wand.
    Hafenstadt mit Segelschiffen und bunten Gebäuden am Wasser.

    Nebenan bei Boathouse Bites gibt es übrigens leckere Poutine; die knusprigen Pommes mit einem Topping aus Rahmsoße und Käsewürfeln sind eine echte Versuchung!

    Typische Poutine in Schale, Pommes frites mit Käse und Sauce.

    Lust auf noch mehr Reiseinspiration für einen Trip nach Kanada?
    Hier findest du noch mehr Artikel.

    Shopping in Lunenburg

    Wenn du kreative und ausgefallene Shops und Ateliers magst, dann bist du in Lunenburg genau richtig. Denn du findest hier einige kleine, spannende Läden, die dich bestimmt begeistern werden.

    Lunenburg Bound ist einer der kleinen, aber feinen Buchläden, in denen ich stundenlang stöbern könnte. Pluspunkt: Um die Ecke findest du an der Fassade das bunte Lunenburg-Mural.

    Regal voller Bücher und Bastelmaterialien in einem Geschäft.

    Pearl’s Vintage & Thrift Wenn du auf der Suche nach ausgefallenen Einzelstücken bist, dann wirst du diesen Store lieben. Vintage-Kleidung und -Accessoires sind liebevoll zusammengestellt und allein das Stöbern hier macht schon Freude.

    Bunter Vintage-Laden mit Kleidung und Accessoires

    Übernachten in Lunenburg

    Lunenburg hat mir wirklich richtig gut gefallen. Irgendwas an dieser Stadt ist einfach so charmant, dass ich auch einfach hier hätte für den Rest der Reise Wurzeln schlagen können. Vielleicht war aber unsere Unterkunft auch nicht ganz unschuldig daran.

    Gemütlicher Wohnraum mit Fensterblick

    Denn von unserem Dachgeschoss in den B2 Lofts hatten wir den perfekten Blick über den Hafen von Lunenburg. Morgens hier langsam dem Sonnenaufgang über dem nebligen Wasser zuschauen zu können, war einfach magisch. Die Lage mitten im Ort ist außerdem perfekt, um abends noch durch die Bars und Restaurants zu bummeln, ohne sich dafür ins Auto setzen zu müssen.

    Hier findest du weitere tolle Unterkünfte im Zentrum von Lunenburg*

    Gebäude mit B2 Lofts Schriftzug und Fenstern
    Holztisch mit Schüsseln und Stühlen

    Karte mit den wichtigsten Highlights in Lunenburg

    Falls du einen Trip nach Lunenburg planst, speichere dir doch einfach meine Karte mit allen Highlights ab. So hast du alle Tipps aus dem Artikel auch unterwegs immer zur Hand!

    Ausflug ab Lunenburg

    Von Lunenburg kannst du auch einen schnellen Abstecher ins nahegelegende Blue Rocks unternehmen. Der klitzekleine Fischerort macht sich gut für ein paar tolle Fotomotive, besonders bei Sonnenuntergang.

    Boot vor einer Hütte am Seeufer
    Holzsteg am Wasser mit Booten und Insel
    Fischernetze bei der Küste aufgestapelt
    Kleines Haus am Meer in der Abendsonne.

    Anreise: So kommst du hin

    Lunenburg liegt ungefähr 90 Kilometer südwestlich von Halifax. Am besten erreichst du Lunenburg mit dem Auto, z.B. mit einem Mietwagen. Es gibt aber auch mehrere Tourveranstalter, die Tagesausflüge von Halifax nach Lunenburg anbieten; auch in Verbindung mit dem ebenfalls sehr sehenswerten Peggy’s Cove.

    Buche hier eine Tour von Halifax nach Lunenburg*

    Ich würde dir allerdings empfehlen, etwas mehr Zeit für Lunenburg einzuplanen – der Ort ist wirklich sehr charmant und ich bin mir sicher, du wirst es lieben!

    Meine Reise nach Nova Scotia fand in Zusammenarbeit mit Tourism Nova Scotia statt.

  • 36 Stunden in Halifax: Mein Guide mit allen Highlights & Tipps

    36 Stunden in Halifax: Mein Guide mit allen Highlights & Tipps

    Hätte ich vorher gewusst, was uns erwartet – ich hätte noch ein bisschen mehr Zeit für Halifax auf unserem Roadtrip durch Nova Scotia eingeplant. seiner relaxten Mischung aus maritimen Vibes und viel Street Art ziemlich überrascht.

    In meinem Guide zeige ich dir, was du auf einem Kurztrip in Halifax erleben kannst und welche Sehenswürdigkeiten und Hotspots in der Hauptstadt Nova Scotias du auf keinen Fall auslassen solltest.

    Halifax: Das Wichtigste in Kürze

    • liegt an der Ostküste Kanadas und ist bekannt für seinen natürlichen Hafen, der zu den größten der Welt gehört
    • ist mit rund 440.000 Einwohner die größte Stadt der Atlantikprovinzen Kanadas
    • verfügt über historische Sehenswürdigkeiten wie der Zitadelle von Halifax, interessante Museen und eine tollen Hafenpromenade, aber auch viel Street Art und eine spannende Gastro-Szene
    • Beste Reisezeit: zwischen Mai und Oktober

    Die besten Sehenswürdigkeiten in Halifax

    Für unsere Sightseeing-Tour durch Halifax hatten wir nur wenig Zeit. Trotzdem konnten wir uns einiges anschauen, denn Halifax lässt sich auch zu Fuß super erkunden.

    Waterfront Boardwalk

    Der Waterfront Boardwalk erstreckt sich über mehrere Kilometer entlang des Hafens von Halifax. Auf der Promenade kannst du flanieren, gastronomische Highlights erkunden oder einfach nur den Blick aufs Wasser genießen.

    Buntes Wandbild mit Meereselementen auf Hauswand.
    Historisches Dampfschiff am Pier im Hafen
    Kleines Geschäft mit Passanten.

    Von hier aus gelangst du außerdem schnell zu vielen weiteren Sehenswürdigkeiten von Halifax wie dem Maritime Museum of the Atlantic oder dem Pier 21 Museum of Immigration, die ebenfalls am Wasser liegen.

    Küste mit Leuchtturm am Meer

    Willst du dir die Skyline von Halifax aus der Entfernung ansehen, kannst du vom Hafen aus z.B. auch eine Bootstour zum Sonnenuntergang unternehmen oder gleich eine kleine Sightseeingtour durch die Stadt und auf dem Wasser mit einem der beliebten Amphibienfahrzeuge machen.

    Buche hier die Bootstour zum Sonnenuntergang mit Blick auf die Skyline von Halifax*

    Buche hier die Sightseeingtour mit Amphibienfahrzeug*

    Budget-Tipp, falls du : Für wenige Dollar kannst du auch die reguläre Fähre nach Dartmouth bzw. Alderney nehmen. Diese gehört zu den öffentlichen Verkehrsmitteln in Halifax und pendelt im 15- bis 30-Minuten-Takt zwischen den beiden Fährterminals.

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    Maritime Museum of the Atlantic

    Nicht nur, wenn du dich für Seefahrt interessierst, ist das Maritime Museum of the Atlantic einen Besuch wert. Der Hafen von Halifax gehört zu den größten Häfen Nordamerikas und ist nicht nur ziemlich geschäftig, sondern auch sehr historisch bedeutsam.

    1912 kamen die Überlebenden der gesunkenen Titanic in Halifax an Land, die von anderen Schiffen gerettet werden konnten. Ein Teil der Ausstellung beschäftigt sich daher auch mit dem Untergang der Titanic und zeigt unter anderem Originalgegenstände vom Schiff sowie Zeitzeugenberichte.

    Tischdecke mit Royal Mail Logo im Museum

    Ein weiterer Teil des Museums beschäftigt sich mit der großen Explosion im Jahr 1917 im Hafen von Halifax, die einen Teil der Stadt komplett zerstörte und tausende Menschen tötete oder verletzte. Diese Katastrophe ist bis heute tief in der Stadtgeschichte verwurzelt und zählt bis heute zu den tödlichsten Unglücken auf nordamerikanischem Boden.

    Modell des Schiffs Mauretania im Museum
    Modell eines historischen Ozeandampfers im Museum.
    Titanic-Modell im Museum ausgestellt
    Segelboote im Museum ausgestellt

    Pier 21 Museum of Immigration

    Das Pier 21 Museum of Immigration beschäftigt sich auf eine andere Art mit der maritimen Geschichte von Halifax und gehört zu meinen absoluten Lieblingsspots der Stadt. Wie das Maritime Museum of the Atlantic ist die Ausstellung detailreich aufbereitet, ist aber zudem noch sehr interaktiv gestaltet.

    Kreuzfahrtschiff im Hafen bei Regenwetter
    Direkt hinter dem Museum legen heute Kreuzfahrtschiffe an.

    Einerseits wird hier die Historie Kanadas als klassisches Einwanderungsland gezeigt und anhand von Familiengeschichten aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern näher beleuchtet. Durch seinen großen Hafen gehörte Halifax seit jeher zu den Orten, an denen unzählige Einwanderer auf der Suche nach dem großen Glück ins Land kamen. Andererseits laden interaktive Elemente zum Teilen der eigenen familiären Immigrationsgeschichte ein – und das ist so schön gestaltet, dass wirklich kein Auge trocken bleibt.

    Handgeschriebene Notizen an einer Wäscheleine.
    Handgeschriebene Nachrichten auf aufgehängten Papieretiketten
    Hand hält bemalte Karte vor Regal

    Ich hätte wirklich stundenlang durch die vielen bewegenden Momentaufnahmen und Andenken stöbern können, die einzelne Museumsbesucher hinterlassen haben. Gerade, wenn Migration – wie bei mir auch – deine Familiengeschichte geprägt hat, wirst du dich bestimmt hier wiederfinden und dich vielleicht auch an deine Wurzeln erinnern.

    Farbige Weltkarte mit verbundenen Anhängern

    Was mich außerdem sehr beeindruckt hat, ist, wie sehr Kanada seine Tradition als Ziel vieler Einwanderer schätzt und entgegen der in meinen Augen traurigen Entwicklung in vielen anderen westlichen Ländern seine offene Willkommenskultur sehr pflegt. Kein Wunder, dass Kanada für viele Menschen immer noch ein Sehnsuchtsort ist.

    Ticket für das Pier 21 Museum of Immigration hier buchen*

    Handgeschriebene Zitate über Einwanderung auf Schildern.

    Queen’s Marque

    Queen’s Marque ist das neueste Trendviertel an der Waterfront, und der große Gebäudekomplex mittendrin ist eine Sehenswürdigkeit für sich. Die Kombination aus zeitgenössischer Architektur, Kunst und Gastronomie ist wirklich sehr gelungen. Wir haben im Muir Hotel* übernachtet, das in den Komplex integriert ist, und konnten so hier den Vibe so richtig genießen.

    Tagsüber kannst du hier in den kleinen Boutiquen shoppen oder dich in ein Café setzen. Abends findest du hier gute Restaurants und Bars, die zu den besten der Stadt gehören, und im Sommer ist es draußen mit Straßenmusik richtig belebt.

    Mehr Lust auf Kanada?
    Hier findest du alle Kanada-Artikel

    Halifax Central Public Library

    Wenn du moderne Architektur magst, solltest du bei deiner Sightseeingtour durch das Stadtzentrum die Halifax Central Public Library nicht auslassen. Das moderne Gebäude mit seiner auffälligen Bauweise ist ein echter Blickfang und befindet sich direkt an einer der Haupteinkaufstraßen von Halifax, der Spring Garden Road.

    Moderne Innenarchitektur mit Treppen und Bürobereich

    Du kannst einfach hineingehen und durch die Bibliothek spazieren. Besonders die langen Aufgängen zwischen den Etagen im Inneren der Bibliothek sind ein toller Fotospot. Ganz oben in der letzten Etage befindet sich ein kleines Café mit einer Terrasse: Im Sommer ein schöner Tipp für einen kurzen Kaffee-Stopp mit Aussicht über die Dächer von Halifax!

    Moderne Bibliothek mit Treppe und Glaswänden.

    Halifax Public Gardens

    An der Spring Garden Road befindet sich noch ein weiterer, gar nicht mal so kleiner Schatz von Halifax. Die Halifax Public Gardens sind eine der ältesten viktorianischen Gartenanlagen Nordamerikas.

    In dieser grünen Oase kannst du Energie tanken, ein bisschen spazieren gehen oder einfach nur die idyllische Atmosphäre mitten in der geschäftigen Großstadt genießen.

    Verziertes schmiedeeisernes Tor mit Wappen in Park.
    Romantische Gartenbrücke umgeben von üppigem Grün.
    Garten mit Brunnen und Enten am Teich

    Street Art in Halifax

    Halifax ist ausgesprochen bunt: Immer wieder sind uns die schönsten Murals in der Stadt begegnet. Es sind wirklich so viele, dass du in Downtown einfach loslaufen kannst und irgendwo automatisch auf Street Art triffst. Vor allem rund um die Gottingen Street im North End findest du viel Street Art.

    Buntes Blumenwandgemälde neben weißer Haustür, Hausnummer 1547.

    Wenn du bestimmte Murals suchst, findest du hier eine Karte mit den bekanntesten Kunstwerken in Downtown Halifax.

    Bunte Wandmalereien mit Leuchtturm und Frau

    Weitere Highlights in Halifax & was du noch unternehmen kannst

    36 Stunden sind wirklich nicht viel, um Halifax zu erkunden, und selbst mit unserem Power-Programm haben wir nicht alles geschafft, was wir uns vorgenommen haben. Falls du aber mehr Zeit haben solltest, habe ich noch einen Vorschlag für dich, was du dir in Halifax anschauen solltest.

    Zitadelle von Halifax

    Die Zitadelle gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Halifax, aber leider machte das zuletzt regnerische Wetter unseren Besuch einen Strich durch die Rechnung und wir haben uns lieber in das nicht minder interessante Museum am Pier 21 verzogen.

    Bei gutem Wetter hast du aber von der höher gelegenen Zitadelle aus eine tolle Aussicht auf Halifax und die umliegende Landschaft. Die Festung stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde damals von den Engländern erbaut, um sich gegen die ebenfalls in Nova Scotia präsenten Franzosen zu behaupten.

    Powered by GetYourGuide

    Besonders wenn du dich für Geschichte interessierst, ist die sternförmige Anlage mit dem Army Museum und einem großen Angebot an themenspezifischen Führungen eigentlich ein Muss. Von Tourguides in historischen Kostümen kannst du dir hier die gesamten Hintergründe erklären lassen und mittags dem täglichen (!) Kanonenschuss zuschauen.

    Essen & Trinken in Halifax

    Meine persönlichen Tipps für Restaurants in Halifax

    The Bicycle Thief wurde uns immer wieder als Tipp genannt, und tatsächlich ist das an der Waterfront gelegene Restaurant wirklich beliebt. Sogar unter der Woche und in der Nebensaison war es so voll, dass es ohne vorherige Reservierung unmöglich war, einen Tisch zu bekommen. Hier gibt es italienische Küche mit kanadischem Einschlag (viel Fisch und Lobster) und es ist sicherlich auch sehr gut – trotzdem schien es mir nicht so spektakulär, dass es den Aufwand rechtfertigt.

    Rote Fahrradskulptur mit Schild im Freien

    Bar Sofia im Queen’s Marquee war letztendlich unsere Alternative, und es hätte uns nicht besser treffen können. Hier konnten wir uns durch die wildesten lateinamerikanischen Fusiongerichte probieren und wirklich gute Cocktails genießen. Das bunte Interieur und der super aufmerksame Service sorgten dazu für so gute Laune, dass ich dir einen Besuch hier echt ans Herz lege, wenn du in Halifax zu Besuch bist.

    Moderne Restaurantküche mit Pflanzen und Beleuchtung
    Gemischter Teller mit Gemüse und Fleischgericht.
    Graffiti und gelbe Struktur an Betonwand

    Für alle Tageszeiten ist das Drift geeignet. Eigentlich gehört es zum Muir Hotel, aber wie die Bar Sofia auch gehört es zum großen Komplex des Queen’s Marquee. Wir haben hier im Rahmen unseres Hotelaufenthalts gefrühstückt, und entgegen dem Angebot in vielen anderen (auch teureren) Hotels würde ich das Drift auch Nicht-Hotelgästen jederzeit empfehlen.

    Schickes Restaurantinterieur mit moderner Beleuchtung und Einrichtung.

    Das Frühstück ist ohnehin à la carte, sodass du hier kein uninspiriertes Hotelbüfett findest, sondern nur das, was du wirklich bestellst. Wenn du also eine Location für ein entspanntes Frühstück oder Brunch in tollem Ambiente suchst, bist du hier genau richtig!

    Modernes Restaurant mit gedeckten Tischen

    Typische Spezialitäten aus Halifax

    Aus Halifax nicht mehr wegzudenken ist der Donair, eine Imbiss-Spezialität, die mittlerweile über die Grenzen von Halifax hinaus bekannt ist. Mit dem in Deutschland erfundenen Döner hat der Donair allerdings nicht ganz so viel zu tun: Für einen echten Donair wird Pitabrot mit Fleisch, gewürfelten Tomaten, Zwiebeln und einer süßlichen Knoblauchsoße serviert.

    Gyros mit Zwiebeln und Tomaten in Pita-Brot

    Der authentischste Donair wird bei King of Donair auf der Quinpool Road serviert (es gibt aber auch weitere Filialen in Halifax), die sich damit rühmen, den Donair in den 1970er Jahren in Halifax eingeführt zu haben. Andere bevorzugen den Donair von Tony’s Famous Donairs auf der Robie Street.

    Döner Kebab in der Hand gehalten

    Wir sind für die fleischlose Variante zu Real Fake Meats gefahren, etwas außerhalb des Stadtzentrum. Der Fleischersatz schmeckt hier superlecker, allerdings fand ich die Kombination mit der süßlichen Soße ziemlich gewöhnungsbedürftig. Interessant ist der Laden allemal: Alle Fleischersatzprodukte werden vor Ort hergestellt und du kannst auch einen Blick in die Produktion werfen.

    Veganes Restaurant mit rotem Bistro-Set.
    Veganes Café mit handgeschriebener Speisekarte

    Übernachten in Halifax

    In Halifax findest du eine gute Auswahl an Hotels für jedes Budget, es lohnt sich aber, etwas mehr auszugeben! Das Muir* ist ein Fünf-Sterne-Hotel und liegt zentral im neu gestalteten Queen’s Marque District, direkt an der Promenade – besser könnte die Lage nicht sein! Von hier aus kannst du die wichtigsten Orte in Halifax zu Fuß erreichen.

    Modernes Hotelzimmer mit Doppelbett
    Modernes Hotelzimmer mit Ausblick auf Stadtlandschaft.

    Das Beste allerdings ist die herausragend angenehme Atmosphäre, angefangen von den durchgängig aufmerksamen und herzlichen Mitarbeitern bis hin zur detailreichen Zimmerausstattung: Hier wurde wirklich an alles gedacht, um einen Aufenthalt so entspannend wie möglich zu gestalten.

    Checke hier Preise & Verfügbarkeit im Muir Halifax*

    Person entspannt im Innenpool

    Solltest du ein bisschen Entspannung benötigen, verfügt das Muir auch über ein erstklassiges Spa mit Pool, Sauna und Dampfbad. Nach unserem ereignisreichen Roadtrip und der kleinen Sightseeingtour durch Halifax war das einfach der krönende Abschluss einer tollen Reise.

    Mehr Hotels in Halifax findest du hier*

    Hand mit Zimmerkarte im Hotelflur
    Vase mit Trockenblumen auf Marmortisch

    Fortbewegen in Halifax

    Obwohl Halifax eine Großstadt ist, war die Fahrt in die Stadt mit dem Mietwagen kein Problem. Zur Rush-Hour kann es schon mal zu Staus kommen, aber alles in allem ist das Fahren sehr entspannt, wie auch sonst in Kanada und den USA (jedenfalls meiner Erfahrung nach).

    Der Flughafen von Halifax ist relativ weit entfernt. Daher solltest du dir überlegen, ob du gleich einen Mietwagen nimmst, wenn du einen Roadtrip durch Nova Scotia planst. Auch wenn du den Mietwagen in der Stadt weniger nutzt, ist es so viel praktischer. Erkundige dich am besten vorher bei deiner Unterkunft, ob Parkmöglichkeiten zur Verfügung stehen, so kannst du den Mietwagen sicher abstellen.

    Hier kannst du Preise für einen Mietwagen ab Halifax (YHZ) vergleichen*

    Solltest du ohne Mietwagen unterwegs sein, und nach bzw. vor dem Flug einfach nur in die Stadt ins Hotel wollen, kannst du dir auch einen privaten Transfer organisieren.

    Transfer vom Flughafen in die Stadt hier buchen*

    Wenn du direkt im Zentrum übernachtest, kannst du viele Locations auch zu Fuß erreichen. Das öffentliche Transportnetz besteht in der Stadt eigentlich nur aus Bussen, ist aber einfach zu nutzen. Alternativ kannst du dich auch per Uber fortbewegen, was relativ günstig ist.

    Falls du keine Lust hast, dich mit Fahrplänen oder der Parkplatzsuche herumzuschlagen und etwas lauffaul bist, kannst du dich zum Sightseeing auch für eine Hop-On-Hop-Off-Tour* entscheiden.

    Karte mit allen Highlights

    Damit du dich in Halifax besser orientieren kannst, habe ich dir alle Locations aus dem Artikel auf einer Karte zusammengefasst. Diese kannst du dir auch abspeichern. So hast du alles auch unterwegs zur Hand.

    Ausflüge rund um Halifax

    Halifax eignet sich hervorragend als Startpunkt für eine Erkundungstour durch Nova Scotia. Solltest du allerdings nicht viel Zeit haben, stelle ich dir hier die schönsten Ausflugsziele vor, die du auch innerhalb eines Tages erreichen kannst.

    Peggy’s Cove

    Nur etwa 45 Minuten von Halifax entfernt liegt das malerische Fischerdorf Peggy’s Cove. Berühmt für seinen beeindruckenden Leuchtturm, ist es ein beliebtes Ziel für Tagesausflüge. Besonders bei Sonnenauf- und -untergang ergeben sich hier die schönsten Fotomotive. Aber auch tagsüber ist Peggy Cove’s einen Abstecher wert.

    Küstenhafen mit Booten und Häusern im Hintergrund

    Neben dem Leuchtturm gibt es im kleinen Fischerdorf nebenan kleine Galerien und Souvenirläden, in denen du dich mit handgefertigten Produkten und lokaler Kunst eindecken kannst. Wirklich sehr süß!

    Buche hier eine Tour nach Peggy’s Cove*

    Leuchtturm bei Sonnenuntergang auf Felsen

    Lunenburg

    Die historische Stadt Lunenburg ist etwa eine Stunde Fahrt von Halifax entfernt und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Lunenburg ist zwar sehr touristisch, aber mit seinen bunten Holzhäusern, süßen Cafés und hübschen Läden ist das kein Wunder. Falls du Lunenburg nicht ohnehin als Stopp auf einem Roadtrip durch Nova Scotia eingeplant hast, kannst du ab Halifax auch Tagestouren nach Lunenburg buchen.

    Buche hier eine Tagestour nach Lunenburg*

    Hier findest du meinen kompletten Guide für Lunenburg

    Frau sitzt auf Pier vor roten Gebäuden.
    Historisches Segelschiff am Dock im Hafen

    Mahone Bay

    Ein weiterer lohnenswerter Abstecher ist Mahone Bay, eigentlich bekannt für seine drei Kirchen, die malerisch am Ufer stehen. Viel schöner fand ich persönlich aber das besondere Flair dieser Kleinstadt mit ihren hübschen Cafés, Antiquitätengeschäften und kleinen Läden mit Kunsthandwerk.

    Herbstliche Straße mit bunten Bäumen und Häusern

    Weingüter im Annapolis Valley

    Wenn du gerne Wein trinkst, solltest du das Annapolis Valley nicht verpassen. Diese Region ist bekannt für ihre Weingüter und ihren großflächigen Obstanbau.

    Ich kann dir zum Beispiel Luckett Vineyards sehr empfehlen: Nicht nur das Weingut an sich ist einen Besuch wert (wo sieht man schon mal eine original britische rote Telefonzelle mitten zwischen den Weinreben?), sondern auch das anliegende Restaurant mit tollem Blick auf die Landschaft: Hier habe ich bei einem Glas kühlen Rosé den wohl göttlichsten Chicken Pie meines Lebens verputzt! Sehr zu empfehlen!

    Hier kannst du eine Tagestour mit Weinprobe ins Annapolis Valley buchen*

    Rote Äpfel in einer Holzkiste auf dem Feld

    Besonders schön ist es im Annapolis Valley im Herbst, wenn sich die Blätter an den Bäumen langsam in den buntesten Farben zeigen und die Erntezeit beginnt. An vielen Stellen findest du dann Stände mit frischen Äpfeln, Kürbissen und allem, was die Natur sonst noch zu bieten hat.

    Bist du auf den Geschmack gekommen und willst die Region länger erkunden?
    Hier findest du meine komplette Route für einen Roadtrip durch Nova Scotia

    Meine Reise nach Halifax und Nova Scotia fand in Zusammenarbeit mit Tourism Nova Scotia statt.

  • Roadtrip durch Nova Scotia:  Route & Geheimtipps

    Roadtrip durch Nova Scotia: Route & Geheimtipps

    Nova Scotia ist die zweitkleinste Provinz Kanadas und zugegeben, manchmal steht sie bei der Reiseplanung ein wenig im Schatten anderer Regionen des Landes. Warum das so ist, kann ich dir nach einem Roadtrip durch Nova Scotia aber immer noch nicht sagen: Denn ich war ziemlich begeistert!

    Fantastisches Essen, ungewöhnliche Unterkünfte und die allgegenwärtige Lässigkeit der Nova Scotians haben diese Rundreise ab Halifax zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht. In diesem Artikel verrate ich dir die Highlights der Route und einige ziemlich geniale Geheimtipps für deinen Trip.

    Ruhiger See mit Wolkenspiegelung und grünen Hügeln

    Nova Scotia: Ein Roadtrip für Genießer

    Für Wanderer, Outdoorsportler und Naturliebhaber ist das grüne Nova Scotia mit seinen unendlich langen Küsten natürlich ein wahres Paradies. Aber zugegeben, nicht immer will ich auf Stromschnellen im Kajak durch Flüsse jagen, tagelang wandern oder die wildesten Sportarten ausprobieren. Ich will Land und Leute kennenlernen, den Alltag hinter mich lassen und einfach Inspiration fürs Leben und alles andere sammeln – und wenn es richtig gut läuft, Gefallen an der lokalen Küche finden (Spoiler: in Nova Scotia überhaupt kein Problem!).

    Paniertes Gericht mit Pilzen und buntem Gemüse auf weißem Teller

    Auf diesem etwas anderen Roadtrip, der uns hauptsächlich rund um die Südküste Nova Scotias, aber auch nach Halifax und etwas weiter nördlich geführt hat, haben wir es uns daher ziemlich gut gehen lassen und wirklich tolle Spots entdeckt.

    Peggy’s Cove: Leuchtturmliebe & Fischeralltag

    Peggy’s Point Lighthouse

    Gleich vor den Toren von Halifax befindet sich eine der wichtigsten und schönsten Sehenswürdigkeiten Nova Scotias: Der Leuchtturm von Peggy’s Cove, Peggy’s Point Lighthouse, ist einer der meistfotografiertesten Leuchttürme der Welt.

    Frau geht bei Sonnenuntergang auf Leuchtturm am Meer zu

    Leuchttürme werden dir übrigens in Nova Scotia mit seiner endlosen Atlantikküste immer wieder begegnen – die beliebtesten wie Peggy’s Point Lighthouse kannst du ganz einfach entdecken, wenn du dich an die ausgeschilderte “Lighthouse Route” hältst.

    Weißer Leuchtturm mit roter Laterne auf Felsen am Meer

    Tipp: Wenn du die Gelegenheit hast, besuche Peggy’s Point Lighthouse zum Sonnenauf- oder -untergang. Dann wird es hier besonders stimmungsvoll.

    Peggy’s Cove

    Einen Katzensprung vom Leuchturm entfernt kannst du den eigentlichen Fischerort Peggy’s Cove besuchen. Hier leben das ganze Jahr über nur 30 Einwohner, aber dennoch ist der kleine Hafen mit seiner maritimen Atmosphäre einer der schönsten an der Südküste Nova Scotias.

    Malerisches Fischerdorf mit bunten Booten im ruhigen Hafen

    Außerdem kannst du hier durch wirklich hübsche Souvenirshops und einzigartige Kunsthandwerkerateliers bummeln: Suchst du original maritime Dekostücke wie alte Bojen oder Treibholz bist du hier genau richtig. Und selbst wenn du keinen Platz im Gepäck hast: Allein ein Besuch bei The Buoy Shack ist ein Erlebnis für sich.

    Altes Holzhaus-Fenster mit Fischernetzen und Seestern-Dekorationen
    Malerisches Fischerdorf mit rotem Holzhaus am Pier
    Rotes Fischerboot im malerischen Hafen von Peggy's Cove

    Übernachten in & um Peggy’s Cove

    Um Peggy’s Cove bei Sonnenaufgang zu sehen, bietet sich eine Unterkunft in der Nähe an. Empfehlen kann ich dir dafür das Oceanstone Seaside Resort and Spa, das nur wenige Autominuten von Peggy’s Cove entfernt liegt. Das lauschige Resort mit eigenem Strand war unsere erste Anlaufstelle direkt nach unserer Ankunft am Flughafen in Halifax – und das war die beste Entscheidung!

    Zwei Frauen entspannen auf weißen Stühlen vor Strandhaus
    Weiße Adirondack-Stühle am felsigen Meeresküste mit Kiefern

    Hier kannst du direkt entspannt in den Roadtrip starten, denn das Oceantime Seaside Resort and Spa verfügt über einen Outdoor-Spa-Bereich mit Aromatherapie-Sauna, Dampfbad, Kneipp-Bachlauf, verschiedenen Pools und Feuerstellen zum Aufwärmen bei kühleren Temperaturen.

    Hier kannst du Preise & Verfügbarkeit im Oceanstone Seaside Resort and Spa checken

    Eingang zum Spa at Oceanstone mit blühenden Gartenanlagen
    Graues Küstenhaus mit Meerblick und üppiger Vegetation

    Mahone Bay: Herbstvibes & Hollywood

    Von Peggy’s Cove geht es weiter Richtung Mahone Bay, einer Kleinstadt wie aus dem Bilderbuch. Die große Sehenswürdigkeit sind hier eigentlich die drei Kirchen an der gleichnamigen Bucht, deren drei Kirchtürme das Panorama von Mahone Bay prägen – aber der Ort selbst ist noch viel fotogener.

    Hummerfallen am Ufer mit kanadischer Kleinstadt im Hintergrund

    Das lag bestimmt auch am jährlich im Oktober stattfindenden Scarecrow Festival, bei dem kunstvoll gebastelte Vogelscheuchen die Straßen säumen. Fast schon skulpturenhaft werden berühmte Personen, Filmfiguren oder sogar Monarchen wie der britische King Charles I. zu Vogelscheuchen gestaltet und sorgen zusammen mit dem sich langsam verfärbenden Laub für ein buntes Straßenbild in Mahone Bay.

    Mahone Bay Schild mit Vogelscheuchen und Herbstdekoration

    Überhaupt ist mir hier zum ersten Mal so richtig aufgefallen, dass der Herbst die eigentliche perfekte Jahreszeit für einen Trip nach Nova Scotia ist: Mit ein bisschen Glück sind die Tage sonnig und trocken – und die herbstliche Kleinstadtatmosphäre wirkt wie aus einem romantischen Hollywoodfilm entsprungen.

    Idyllische Kleinstadt-Straße im Herbst mit bunten Bäumen
    Blaues Holzhaus am Kanal mit Herbstbäumen im Hintergrund
    Blaue Holzgebäude mit orangefarbenen Akzenten im Herbst

    Was du in Mahone Bay unternehmen kannst

    In Mahone Bay findest du einige hübsche Locations, in denen du die Herbststimmung so richtig genießen kannst: Im The Barn kannst du dich mit einem warmen Pumpkin Spice Latte in einen der gemütlichen Sessel kuscheln und die gemütliche Atmosphäre eines authentischen Coffee House genießen. Magst du lieber Tee, empfehle ich dir die Tea Brewery mit ihrer wirklich sehr guten Auswahl an losem Tee.

    The Barn Coffee and Social House mit orangefarbenen Blumen und Open-Schild
    Vintage Regal mit Messingkerzenhaltern, Kürbis und altem Foto
    Gemütlicher Laden mit Pflanzen, Kerzen und Naturkosmetik auf Holzregalen

    Noch mehr Lust auf Kanada?
    Hier findest du weitere Artikel.

    Lunenburg: Kunst, Kultur & gutes Essen

    Lunenburg ist eine wahre Wundertüte: Von zumeist deutschen Siedlern Mitte des 18.Jahrhunderts gegründet, kann die einst wichtigste Hafenstadt der Region auf eine lange Geschichte zurückblicken.

    Buntes Hafenstädtchen mit Holzsteg und Segelschiff am Wasser

    Du findest hier also jede Menge Architektur aus dieser Zeit, wie zum Beispiel schmucke Kapitänsvillen oder bedeutsame Sehenswürdigkeiten wie die Bluenose II, einen Nachbau des berühmten Segelschoners Bluenose, der durch seine enorme Größe und Wendigkeit zum Nationalheiligtum Kanadas geworden ist.

    Frau spaziert auf Holzdeck eines historischen Segelschiffs mit Flaggen

    Tipp: Die Bluenose II liegt im Hafen von Lunenburg und kann mit einem Ticket für das Fisheries Museum of the Atlantic besichtigt werden.

    Warum du Lunenburg nicht verpassen darfst

    So viel Geschichte hat sogar dazu geführt, dass Lunenburg 1995 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurde. Aber auch abseits der wichtigen Geschichte findest du hier ein ziemlich hübsches Örtchen, das viel zu bieten hat: Kulinarisch und kulturell gibt es einiges zu entdecken!

    Fish Shack Restaurant in Lunenburg, Nova Scotia mit Blumendekoration

    Ob bunte Fischbuden mit fangfrischem Lobster (The South Shore Fish Shack), eine spanische Tapas-Bar (Bar Salvador) oder lauschige Coffee Shops (No.9 Coffee Bar) über und über mit Werken lokaler Künstler tapeziert – in Lunenburg hätte ich locker noch ein paar Tage mehr verbringen können, auch, um durch die vielen kleinen Galerien und Vintage-Läden zu bummeln.

    Frische Meeresfrüchte auf Eis in kanadischem Fischrestaurant
    Spanische Tapas in Tonschalen mit Zitronengetränk
    Frau posiert vor buntem Lunenburg-Wandgemälde in Kanada

    Wo übernachten in Lunenburg

    Am besten übernachtest du hier mittendrin, denn abends hier durch die Lokale zu ziehen, solltest du dir nicht entgehen lassen. Wir haben in den B2 Lofts übernachtet – inklusive traumhaften Ausblicks auf die Bucht von Lunenburg.

    Mehr über Lunenburg & alle genauen Tipps erfährst du hier.

    Gemütliches Wohnzimmer mit hellem Fenster und weißen Vorhängen

    Von Lunenburg bis Yarmouth: Traumhafte Strände, wilde Haustiere und ein Wohnparadies

    Die nächste Etappe hielt etwas mehr an Kilometern bereit – die Entfernungen sind, wie überall in Kanada, auch in einer kleinen Provinz wie Nova Scotia nicht ohne. Und schöne Stopps gibt es bei der überwältigenden Küstenlandschaft im Süden Nova Scotias genug, sodass es wirklich schwer fällt, nicht alle paar Kilometer anzuhalten.

    Meine liebsten Spots auf dem Weg von Lunenburg zu unserem nächsten längeren Halt Yarmouth:

    Liverpool

    Fast wären wir durchgefahren, aber manchmal sind es eben genau diese Orte, die für die größten Überraschungen auf einem Roadtrip sorgen. Von großen Sehenswürdigkeiten eher entfernt, ist Liverpool eine kleine, leicht zu übersehende Kleinstadt. Dennoch empfehle ich dir, hier einen kleinen Stopp einzulegen.

    Straßenschild Liverpool und Brooklyn vor viktorianischem Gebäude

    Zum einen kannst du in Liverpool richtiges Local Life erleben, zum anderen kannst du ein echtes kulinarisches Kleinod entdecken. Im Main & Mersey wird japanisch-kanadische Fusionsküche serviert: Wirklich, wirklich gut, absolut einzigartig und sprengt dabei noch nicht mal die Reisekasse. Unbedingt ausprobieren!

    Gemütliches Café-Interieur mit Pflanzen, Holzmöbeln und Rattanlampen
    Knusprige Krokette mit cremiger Sauce und Bonito-Flocken
    Main & Mersey Café mit Außensitzplätzen in Backsteingebäude

    Summerville Beach

    Entlang der zerklüfteten, weitläufigen Südküste Nova Scotias gibt es traumhaft wilde Strände – einer davon ist Summerville Beach. Der knapp ein Kilometer lange Sandstrand mit türkisblauem Wasser gilt als einer der schönsten Nova Scotias.

    Felsiger Sandstrand mit ruhigem Meer und Horizont
    Einsamer Strand bei Ebbe mit Herbstwald im Hintergrund

    Den besten Ausblick auf den Strand und zugleich eine gute Option für einen kulinarischen Zwischenstopp hast du vom Quarterdeck Grill.

    Gelbe Barhocker auf Holzterrasse mit Meerblick

    In den angeschlossen Quarterdeck Beachside Villas kannst du übrigens auch gut übernachten – Meerblick inklusive.

    Cape Sable Island: Eine wilde Überraschung

    Ein Abstecher zum südlichsten Zipfel Nova Scotias bringt dich über den Cape Sable Island Causeway nach Cape Sable Island, einer kleinen, bewohnten Insel mit endlosen, rauhen Atlantikstränden. Perfekt, um sich die frische Brise um die Nase wehen zu lassen.

    Helle Kieselsteine am Strand mit ruhigem Meer im Hintergrund
    Treibholz am Kiesstrand mit Leuchtturm in der Ferne

    Aber Cape Sable Island birgt noch eine Überraschung: Im südlichen Teil, The Hawk genannt, lebt eine kleine Population von Rehen, die sich hier irgendwann einmal auf der Insel angesiedelt hat, obwohl hier nicht wirklich Wald zu sehen ist. Auf der Suche nach Essbarem jedoch streifen sie ganz selbstverständlich durch die Vorgärten der wenigen Häuser der Insel – und die Anwohner haben sich so sehr an sie gewöhnt, dass sie sie immer mal wieder mit Möhren und anderem Futter versorgen.

    Junges Reh steht auf Rasen neben rotem Holzhaus

    Füttern aus dem Auto heraus ist allerdings verboten, wohl, damit sich die Tiere nicht an Autos gewöhnen und die Unfallgefahr steigt. Offen und entspannt wie die Bewohner Nova Scotias aber sind, dauerte es nicht lange, und wir fanden uns bei einem lustigen Plausch auf der Veranda eines Ehepaares wieder, vor uns ein Sack voller Möhren und umzingelt von wilden Rehen.

    Reh steht vor einer Hausveranda und schaut neugierig hin
    Zwei Hirsche grasen im Garten vor rotem Holzhaus

    Falls ihr selbst mal vorbeifahrt: Die Anwohner freuen sich über Futterspenden. Gerade in der Jagdsaison findet ihr überall Straßenverkäufe mit großen Mengen Gemüse wie z.B. Möhren (die dann aber anders genutzt werden, nämlich als Lockmittel) – einfach mitbringen, in The Hawk findet ihr Spendenkisten, die ihr befüllen könnt.

    Yarmouth

    Eher etwas ruhig und unscheinbar, entpuppte sich Yarmouth als absoluter Übernachtungs-Geheimtipp: Die Rennesouth Apartments befinden sich in einem Ensemble historischer Handelshäuser, die sich bis zur Sanierung in einem schlechten Zustand befanden und unbewohnbar waren – unvorstellbar, wenn man die einzelnen Apartments heute sieht!

    Helle moderne Küche mit Marmorarbeitsplatte und Blumendekoration

    Das gesamte Renovierungsprojekt war so beeindruckend, dass der Prozess in einer eigenen Fernsehshow des Senders HGTV dokumentiert wurde.

    Industrielles Wohnzimmer mit Chesterfield-Sofa und Backsteinwand
    Elegantes Badezimmer mit freistehender weißer Badewanne und Kunstgemälde

    Was du in Yarmouth unternehmen kannst:
    Yarmouth Farmer’s Market Jeden Samstag gibt es einen kleinen Farmer’s Market mit viel Kunsthandwerk und Leckereien aus kleiner Produktion. Hier findest du die besten und außergewöhnlichsten Souvenirs.
    Rudder’s Brew Pub Gemütlicher Pub mit unzähligen Biersorten. Perfekt, um in das Kleinstadtleben einzutauchen.
    Warehouse 87 Antiques Emporium Kleines Antiquitätenparadies für Vintageliebhaber, direkt auf der Water Street

    Farbenfrohes Straßenkunst-Mural einer Meerjungfrau an Gebäudewand
    Hände reichen Teller mit käseüberbackenen Pommes frites

    Digby: Hauptstadt der Jakobsmuscheln

    Nachdem ich zwar schon ziemlich leckere Lobstergerichte, aber immer noch keinen kompletten Lobster verputzt hatte (ich habe mich einfach nicht herangetraut), musste eine andere Meeresfrüchte-Spezialität Nova Scotias ran. Digby nennt sich selbst „scallop capital of the world„, und wenn nicht hier zum ersten Mal Jakobsmuscheln probieren, wo dann?

    Gebratene Jakobsmuscheln mit Zitronenscheibe auf Muschelschale
    Willkommensschild Digby Crows Nest mit maritimen Dekorationen

    Zugegeben, wirklicher Fan von Jakobsmuscheln bin ich zwar nicht geworden, aber das rustikale Ambiente des The Crow’s Nest mit Blick auf den Hafen von Digby und die Bay of Fundy ist den Besuch wert. (Und ansonsten wirst du hier auch als Nicht-Meeresfrüchte-Esser oder Vegetarier auf der Karte fündig.)

    Kanadische Uferpromenade mit Flaggen, Kanone und Leuchtturm
    Fischerboote im ruhigen Hafen unter bewölktem Himmel
    Holzschnitzerei mit Meerestieren an weißer Hausfassade

    Harbourville: Der Natur ganz nah

    Harbourville besteht hauptsächlich aus einem kleinen Hafen und steht womöglich gar nicht so oft auf dem Programm von Besuchern in Nova Scotia. Aber nur ein paar Autominuten entfernt findest du einen richtigen Geheimtipp, wenn du einfach mal entspannen und die Natur genießen willst.

    Kleiner Fischerhafen mit blauen Booten bei Ebbe
    Roter Harbourville Fish Market mit Boot unter blauem Himmel

    Mit der Harbourville Villa West hast du hier den perfekten Ort, um deine Batterien aufzuladen. Rund um das Gebäude mit 2 großen Maisonettewohnungen gibt es weit und breit nichts außer Natur: Die unverbaute Aussicht auf die Bay of Fundy ist atemberaubend, und tagsüber siehst du hier sogar Weißkopfseeadler über dem Haus fliegen.

    Adler fliegt über graues Meer mit Küste im Hintergrund
    Grüne Wiese mit Holzstapel und Meerblick durch Bäume
    Wildblumenwiese mit Bäumen und Meeresblick im Herbst

    Das gesamte Haus ist sehr offen und hell gestaltet, was ein echter Segen ist; nachts im Bett liegen zu können und dabei in den funkelnden Sternenhimmel zu schauen, der hier rundherum ganz frei von ablenkenden Lichtquellen ist, ist einfach magisch.

    Gemütliche Fensterbank mit Patchworkdecke und Meerblick
    Gemütliches Wohnzimmer mit Frühstückstisch und Obst

    Wolfville: Saftige Äpfel und ein bisschen Magie

    In Wolfville sind wir noch einmal richtig in die Herbststimmung in Nova Scotia eingetaucht: Pünktlich zur Erntesaison trudelten wir in diese hübsche Kleinstadt ein, die ein bisschen mein Herz gestohlen hat.

    Besucher pflücken bunte Kürbisse auf einem Herbst-Kürbisfeld

    In der Gegend um Wolfville gibt es viel Landwirtschaft. Daher findest du viele Straßenverkäufe mit frischem Obst und Gemüse, aber auch Pumpkin Patches, das sind große Wiesen mit den schönsten Kürbissen in allen Farbvariationen. Oder du pflückst dein Obst einfach selbst – Körbchen im kleinen Markt vorne an der Straße holen und im Dickicht der Obstbäume verschwinden. Selbst gepflückte Äpfel sind einfach die leckersten!

    Frisch geerntete rote Äpfel in einer Holzkiste
    Frau pflückt frischen Apfel vom Baum im Obstgarten

    In Wolfville selbst kannst du durch die kleinen Pubs ziehen, gemütliche Coffee Shops wie das Charts Café oder ausgefallene Shops wie das Realm entdecken.

    Café-Speisekarte mit Kaffee-, Tee- und Speisenangebot
    Verschiedene Edelsteine und Mineralien in Glasschalen auf Markt

    Wallace Bay: Wein & Wellness

    Wir hatten noch ein wenig Zeit auf unserem Roadtrip und haben daher noch einen Abstecher in eine andere Gegend von Nova Scotia gemacht: Die Northumberland Shore ist bekannt für seine langen Strände, an denen durch die geographische Lage das Wasser wärmer ist als an anderen Orten (einzigartig bei den sonst eher kalten Atlantiktemperaturen) und eines der bekanntesten Weingüter Nova Scotias.

    Bunte Adirondack-Stühle mit Blick auf Golfplatz und Meer

    Bei Jost Vineyards kannst du über das Weingut spazieren und einen der besten Weine Nova Scotias probieren.

    Vier Holzstühle vor grünem Weinberg im Herbst

    Zum Baden im Meer war es im Herbst allerdings schon zu kalt; dafür haben es uns im luxuriösen Fox Harb’r Resort direkt am Meer gut gehen lassen. Mitten auf einem Golfplatz gelegen (absoluter Tipp für Golfer und die, die es werden wollen – leider reichte unsere Zeit nicht) bist du hier von Grün umgeben und kannst tagsüber zum Entspannen das große Spa mit Meerblick nutzen und dich abends im Restaurant verwöhnen lassen.

    Elegantes Hallenbad mit Holzgewölbedecke und klarem Wasser
    Elegante Hotelbar mit Ledersesseln und beleuchtetem Spirituosenregal
    Lammkotelett mit Gemüse, Kartoffelpüree und Beerensauce

    Halifax: Großstadt mit viel Herz

    Als Hauptstadt ist Halifax natürlich viel geschäftiger als andere Städte der Provinz. Hier erwartet dich eine Großstadt mit unzähligen Einkaufsmöglichkeiten und tollen Cafés und Restaurants. Dennoch verfügt auch Halifax über den lässigen Charme Nova Scotias, sodass wir hier unseren erlebnisreichen Roadtrip entspannt ausklingen lassen konnten.

    Blick auf den Hafen von Halifax mit kanadischen Flaggen vom Fenster aus.
    Veganes Café mit Kreidetafeln und Backwaren auf Theke
    Buntes Blumen-Wandgemälde auf Backsteinmauer neben weißer Tür

    Lass dir daher unbedingt etwas Zeit für eine kleine Sightseeingtour durch die Stadt und erkunde edgy Vintage-Shops wie Elsie’s Consignment Clothing, bunte Street Art wie am Canadian Museum of Immigration at Pier 21 oder innovative Gastro-Konzepte wie die lateinamerikanische Bar Sofia.

    Hotel-Tipp für Halifax: Muir*

    Hier geht’s zum ausführlichen Halifax-Guide mit all meinen Tipps

    Frau im Bademantel sitzt lächelnd in weißem Hotelbett
    Vintage-Secondhand-Shop mit Kleidung, Möbeln und Accessoires
    Gemischter Grillteller mit Fleisch, Gemüse und Pommes

    Karte mit allen Locations

    Damit du dir nicht alle Orte einzeln notieren musst, habe ich dir alles auf dieser Karte abgespeichert. Du kannst sie dir auch in deine Google Maps App laden – so hast du alle Locations auch unterwegs zur Hand.

    Frisch geerntete rote Äpfel in einer Holzkiste

    Praktische Tipps für deinen Trip nach Nova Scotia

    Wie kommt man am besten nach Nova Scotia?

    Wenn du von Deutschland aus nach Nova Scotia willst, gibt es gute Neuigkeiten: Von Frankfurt aus kannst du direkt mit Condor nach Halifax, der Hauptstadt Nova Scotias, fliegen. Und der Flug ist für einen Transatlantikflug mit maximal nur 7 Stunden richtig kurz! Am frühen Nachmittag sind wir in Frankfurt gestartet, zum Sonnenuntergang sind wir in Halifax gelandet und direkt losgefahren.

    Condor-Flugzeug mit Streifenlackierung am Flughafengate

    Condor fliegt mit einem brandneuen A330neo nach Halifax, und selbst in der Economy Class ist das Serviceangebot sehr gut, was Komfort und Bordverpflegung angeht. Es lohnt sich aber auch, ein Auge auf mögliche Upgrades zu haben.

    Manchmal ist der Preisunterschied zur Premium Economy Class oder zur Business Class nicht so hoch, wie man denkt. Wenn du dich nicht direkt bei der Buchung festlegen willst, ist das auch kein Problem. Je nach Buchungslage kannst du sogar noch kurz vor dem Flug spontan am Gate ein Upgrade buchen (und manchmal ein gutes Schnäppchen machen!).

    Flugzeugfenster mit reflektiertem Gesicht.
    Hand rührt Kaffee in Condor-Pappbecher mit Holzstäbchen

    Was ist die beste Reisezeit für Nova Scotia?

    Gute Monate für einen Trip nach Nova Scotia sind von Juni bis September. Das Klima ist dann mild bis sommerlich warm. Wenn du einen beeindruckenden Indian Summer erleben willst, bietet sich auch der Oktober als Reisemonat an.

    Die Landschaft Nova Scotias verfärbt sich dann in den leuchtendsten Farben und in den einzelnen Ortschaften kannst du dich mit Events wie dem Scarecrow Festival in Mahone Bay oder den Vorbereitungen auf Halloween in Herbststimmung bringen.

    Orangene und weiße Kürbisse mit bunten Herbstblumen

    Braucht man unbedingt einen Mietwagen?

    Tatsächlich ja. Ohne Mietwagen durch Nova Scotia zu reisen, ist beschwerlich. Es gibt Busverbindungen, aber die Entfernungen sind nicht zu unterschätzen. Außerdem sind einige der erwähnten Orte nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

    Allerdings ist das Autofahren in Nova Scotia sehr easy. Der Verkehr ist entspannt und selbst in größeren Orten ist Parken nie wirklich ein Problem. In Kanada wird das metrische System genutzt, sodass du auch im Gegensatz zu Reisen in den USA keine Probleme mit der Umrechnung von Meilen in Kilometer hast.

    Selbst in Halifax kannst du relativ entspannt durch die Stadt cruisen; in der Innenstadt musst du vielleicht nur je nach Unterkunft schauen, wo du den Wagen über Nacht am besten parken kannst – unser Hotel bot gegen Aufpreis einen Platz in der hoteleigenen Tiefgarage.

    Es macht übrigens Sinn, das Auto auch für Halifax zu nutzen. Der Flughafen liegt nämlich etwas außerhalb, und allein mit dem Auto benötigt man 35 bis 40 Minuten bis in die Innenstadt. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln dauert die Fahrt mehr als eine Stunde. Es lohnt sich also, einen Mietwagen für den gesamten Aufenthalt zu reservieren, auch wenn man ihn zum Sightseeing in Halifax nicht unbedingt benötigt.

    Für die Anmietung reicht übrigens der deutsche/EU-Führerschein.

    Hier kannst du Mietwagen ab Halifax buchen*

    Rote Äpfel in Kartons mit Aufschrift Product of Canada

    Braucht man für Kanada ein Visum?

    Mit einem deutschen Pass musst du vor der Einreise nach Kanada eine elektronische Reisegenehmigung (eTA) beantragen. Die eTA kostet 7 € und ist bis zu fünf Jahren gültig, je nach Ablaufdatum deines Reisepasses. Du kannst sie damit auch für spätere Reisen nach Kanada nutzen.

    Zusätzlich kannst du dir die App ArriveCAN ( iOS / Android ) für die Zollabfertigung herunterladen. Damit kannst du dir unter Umständen längere Wartezeiten bei der Einreise sparen.

    Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Zusammenarbeit mit Tourism Nova Scotia.

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