Suchst du eine kleine Insel zum Entspannen? Irgendwie abgelegen, aber doch gut innerhalb Europas zu erreichen und dabei ein Reiseziel, das nicht jeder kennt? Auf Salina findest du den perfekten Ort für ein paar erholsame Tage in absolut atemberaubender Umgebung! Ich zeige dir eine Mittelmeerinsel, die mich mit ihrem Charme wirklich beeindruckt hat – und eine der lauschigsten Unterkünfte, die ich seit langem erleben durfte.
Wo liegt Salina überhaupt?
Salina ist eine kleine Insel im Tyrrhenischen Meer und liegt vor der nördlichen Küste Siziliens. Zusammen mit den sechs weiteren Inseln Stromboli, Lipari, Filicudi, Panarea, Vulcano und Alicudi bildet sie die Inselgruppe der Äolischen Inseln, die oft auch Liparische Inseln genannt werden.
Vielleicht kommt dir der Name Stromboli bekannt vor: Hier hat die Schauspielerin Ingrid Bergman zusammen mit dem Regisseur Roberto Rossellini den avantgardistischen Film „Stromboli“ gedreht, der auch der Insel selbst einen höheren Bekanntheitsgrad verschafft hat. Außerdem befindet sich hier mit dem gleichnamigen Stromboli einer der aktivsten Vulkane der Welt. Regelmäßig bricht er aus. Im Rahmen geführter Touren kannst du bei einer Besteigung sogar selbst diese Ausbrüche beobachten.
Santa Marina ist der lebendige Hauptort der Insel und der wichtigste Ankunftshafen für Fähren. Schon beim Anlegen spürst du das besondere Flair dieses kleinen Hafenstädtchens: Es ist quirlig, aber nicht überlaufen.
Die Hauptstraße, die sich vom Hafen durch den Ort zieht, ist gesäumt von kleinen Boutiquen, Souvenirläden und Cafés. Hier kannst du besonders während der Saison von April bis Oktober gemütlich entlang flanieren und dich von der gelassenen Atmosphäre anstecken lassen.
Malfa: Salina pur
Malfa liegt im Norden der Insel und ist das Zentrum des Weinbaus auf Salina. Hier findest du die berühmten Malvasia-Weinberge. Foodie werden sich sowieso freuen: Salina ist übrigens auch bekannt für seine Kapern! Das Dorf selbst ist klein und gemütlich – und mein persönlicher Tipp, um ein paar Tage auf Salina zu verbringen.
Principe di Salina in Malfa
Ein echtes Boutique-Hotel ist das Principe di Salina*: Familiengeführt und mit viel Liebe zum Detail gestaltet, fühlt man sich hier wie in einem wohligen Nest, das man kaum wieder verlassen möchte.
Im Grunde gibt es hier alles, was man während eines entspannenden Urlaubs braucht: Nette Gesellschaft, atemberaubende Aussichten und – richtig gutes Essen. Gekocht wird hier nämlich jeden Abend groß für alle Gäste, serviert wird am langen Holztisch und alle kommen irgendwie miteinander ins Gespräch.
Das Principe di Salina ist meine absolute Herzensempfehlung. Allerdings gibt es einen Haken: Spontan zu buchen ist in der Regel kaum möglich (ich hatte einfach Riesenglück, weil es schon Saisonende war) – meistens sind schon im Frühjahr alle Zimmer bis Mitte Oktober ausgebucht! Solltest du also Kapazitäten finden, schlag schnell zu. Du wirst es nicht bereuen!
Pollara ist ein kleines, abgelegenes Dorf, das besonders durch den Film „Il Postino“ aus dem Jahr 1994 berühmt geworden ist. Eigentlich spielt der Film, in dem sich die Wege eines einfachen Postboten und dem chilenischen Autor Pablo Neruda kreuzen, auf der Insel Procida bei Neapel.
Aber Pollara mit seinem markanten Halbkrater und den Felsen rundherum hat eine ganz besondere Atmosphäre, so dass es nicht verwundert, dass dieser Ort es bis zur Filmkulisse gebracht hat.
Pollara ist der wohl abgelegenste Ort auf der kleinen Insel Salina, und viele Häuser sind verlassen. Zusammen mit der beeindruckenden Umgebung ergibt sich hier eine ganz besondere Stimmung. Bei gutem Wetter kannst du auch in der Baia di Pollara schwimmen.
Es gibt keinen richtigen Sandstrand, aber das ist auch der Charme dieses Ortes. Wenn du aber so wie ich bei etwas stürmischerem Wetter Pollara besuchst, sei lieber vorsichtig; bei den rauhen Felsen und hohem Wellengang kann es sehr schnell gefährlich werden.
Hilfreiche Tipps für deinen Trip nach Salina
Wann ist die beste Reisezeit für Salina?
Wie immer kommt es ein bisschen darauf an, was du auf der Insel unternehmen möchtest. Möchtest du viel wandern, z.B. durch die Riserva Naturale Orientata oder hinauf auf den Monte Fossa delle Felci, sind die Monate Mai/Juni und September/Oktober besser geeignet. Die Temperaturen sind mild bis warm, aber nicht zu heiß.
Willst du richtiges Sommerfeeling, laue Nächte und ein bisschen Entertainment, dann solltest du Salina im Juli und August besuchen. Dann ist die komplette Gastronomie geöffnet, die Insel ist voller Leben und mit dem mediterranen Klima hast du in diesen Monaten schon nahezu eine Schönwetter-Garantie.
Aber die Insel ist klein und die Anzahl der Unterkünfte ist begrenzt. Vor allem im Sommer ist es sehr schwierig, noch spontan etwas zu finden. Das Preisniveau ist entsprechend hoch und vergleichbar mit Regionen wie der Amalfiküste oder den Cinque Terre.
Von November bis April sind viele Unterkünfte geschlossen. Auch die Fährverbindungen fahren unter Umständen nicht mehr regelmäßig, oder fallen aufgrund der Wetterbedingungen ganz aus.
Ich selbst war übrigens Ende Oktober auf Salina. Das Saisonende war schon sehr spürbar, und die letzten Spätsommertage hatten sich gerade verabschiedet. Die ruhige Atmosphäre hatte schon etwas für sich, trotzdem wäre es mir persönlich ein paar Wochen später schon etwas zu ruhig gewesen – dann ist man wirklich sehr abgeschieden auf Salina.
Wie viele Tage braucht man für Salina?
Wenn du wie ich auch auf Sizilien unterwegs bist, und daher nicht ganz so viel Zeit hast, reichen auch zwei Tage. Salina ist nicht besonders groß, sodass du auch in kurzer Zeit viel erkunden kannst, wenn du gut planst.
Ich würde allerdings noch 1-2 zusätzliche Tage einplanen, wenn es geht. Salina ist nämlich wirklich toll und einfach sehr entspannend; es ist wirklich schade, wenn man die Insel nur gehetzt erlebt. Vor allem, wenn du eine so tolle Unterkunft wie das Principe di Salina* gefunden hast, in der man auch mal die Seele baumeln lassen kann.
Anreise nach Salina
Mit der Fähre nach salina
Auf Salina gibt es keinen Flughafen. Anreisen musst du hier mit der Fähre oder dem Tragflügelboot (Hydrofoil), die von verschiedenen Häfen auf Sizilien, z.B. Milazzo, Palermo oder Messina, abfahren. Die Fahrt von Milazzo ist am schnellsten und dauert etwa 1,5 bis 2 Stunden. Mehrmals täglich gibt es Verbindungen mit den Fährgesellschaften Liberty Lines und Siremar.
Falls du dich bereits auf einer der anderen Äolischen Inseln befindest, kannst du ebenfalls von dort aus mit dem Boot nach Salina übersetzen. Besonders von Lipari, der größten der Inseln, gibt es regelmäßige Verbindungen; die Fahrzeit beträgt nur 30 Minuten.
Mit dem Auto nach Salina
Falls du, wie ich, mit einem Mietwagen auf einem Roadtrip in Sizilien unterwegs bist, empfehle ich dir, das Auto in Milazzo stehen zu lassen. Die Überfahrt mit dem Auto ist sehr teuer, und auf der Insel kannst du dir immer mal ein Auto oder einen Roller mieten. Die meisten Unterkünfte bieten auch Abholservices am Hafen von Salina an. Den Mietwagen für teures Geld mitzunehmen ist also wirklich nicht nötig.
In der Nähe des Hafens von Milazzo gibt es mehrere Garagen, oder auch günstigere Parkplätze mit Shuttle-Service etwas außerhalb. Ich habe meinen Mietwagen für mehrere Tage einfach bei Garage del Porto abgestellt, und der Wagen wurde für mich auf den Parkplatz außerhalb abgestellt und bei der Abholung auch wieder an die Garage gebracht. Problemlos und super easy!
Anreise von außerhalb Siziliens
Wenn du nicht bereits auf Sizilien bist, kannst du entweder nach Catania oder Palermo fliegen und von dort aus mit dem Mietwagen oder dem Bus nach Milazzo fahren. Von Palermo nach Milazzo dauert es etwas länger, dafür kommst du auch an so schönen Orten wie Cefalù vorbei. Von Catania aus bietet sich ein Abstecher nach Taormina an.
Wenn du Zeit hast, kommst du auch mit dem Zug vom italienischen Festland nach Milazzo. Zug fahren in Italien ist recht angenehm, und die Nord-Süd-Verbindung ist oft landschaftlich sehenswert.
Dieser Beitrag entstand im Auftrag einer Recherchereise für Travellers Insight, dem Reiseblog des Flughafen München. Hier findest du weitere Artikel über Sizilien.
Gutes Essen spielt im Baskenland eine große Rolle: Die Dichte an Sterneköchen ist nirgendwo in Europa so hoch wie hier. Aber auch wenn du kein großes Budget für Gourmetrestaurants hast, wirst du in Bilbao jede Menge tolle Locations finden, die jedes Foodie-Herz höher schlagen lassen. Ich stelle dir hier meine liebsten Cafés und Restaurants in Bilbao vor.
Bilbao & die Pintxos
Bevor du dich aber ins Getümmel der vielen Bars stürzt, solltest du dich mit der Tradition der Pintxos in Bilbao vertraut machen. Pintxos (auf Spanisch: Pinchos) heißt wörtlich übersetzt Spieße und sind etwas größere Häppchen, die gerne zu einem Getränk gesnackt werden.
Ursprünglich lagen sie kunstvoll gestapelt auf großen Tellern auf der Kneipentheke und jeder Gast hat sich nach Lust und Laune bedient. Abgerechnet wurde dann einfach nach der Anzahl der Holzspießchen, die jedes Häppchen zusammenhalten und am Schluss auf dem Teller übrig bleiben. Diese Tradition hat sich ein bisschen gewandelt: Pintxos liegen oft nicht mehr ganz offen auf der Theke, sondern in Vitrinen, und auch preislich gibt es je nach Zutat Unterschiede.
Meine Tipps für Restaurants, Pintxos und Cafés in Bilbao
In Bilbao gute Locations zu finden, ist nicht schwer. Die Qualität ist sehr gut, und das Angebot riesig. Hier ein paar meiner Favoriten:
Baristas Club Direkt hinter der Kathedrale und somit mitten in der Altstadt. Guter Kaffee, entspannter Vibe – perfekt für eine Kaffeepause beim Sightseeing.
La Olla de la Plaza Nueva & Toma y Daka Diese beiden Locations befinden sich direkt an der Plaza Nueva in der Altstadt. Hier gibt es eine riesige Auswahl an Pintxos. Einfach in einer Bar einkehren, ein paar Pintxos probieren und weiterziehen.
Los Fueros Zentral am Rand der Altstadt gelegen, aber doch irgendwie versteckt. Kleines Restaurant mit wirklich toller baskischer Küche aus frischen lokalen Produkten. Sehr empfehlenswert für einen gemütlichen Abend mit gutem Essen und Wein.
Übrigens: Als Vegetarier*in bzw. Veganer*in kann es in traditionelleren Lokalen etwas schwierig sein, da viele Gerichte mit Fisch (z.B. dem beliebten Bacalao) oder Fleisch zubereitet werden. In einer modernen Stadt wie Bilbao sollte es aber kein Problem sein, auch dort gute Alternativen zu finden.
Foodtouren durch Bilbao
Pintxos sind dennoch eine tolle Möglichkeit, sich für wenig Geld durch die baskische Küche zu essen. So kannst du zwanglos von Bar zu Bar schlendern und die Foodszene Bilbaos erkunden.
Eine lustige Möglichkeit, Pintxos zu probieren, ist auch eine Foodtour durch Bilbao, bei der du die leckersten Spezialitäten kennenlernen und mehr über die baskische Küche erfahren kannst.
Alle tollen Locations in Bilbao hier aufzulisten, wird mir nicht gelingen – dafür ist das Angebot einfach zu groß. Ausgehen oder auswärts essen ist ein großer Teil der baskischen Kultur, und so findest du nahezu überall Bars und Restaurants. In einigen Straßen konzentrieren sich besonders viele Lokale, daher lohnt es sich, einfach dort mal entlangzuschlendern und selbst auf Entdeckungsreise zu gehen.
Auf diesen Straßen bzw. Stadtteilen findest du viel Gastronomie:
Poza Lizentziatuaren Kalea Auf dieser Parallelstraße der Gran Vía ist besonders an Spieltagen von Atletico Bilbao viel los. Die Straße führt nämlich direkt zum Stadion San Mames, dessen glitzernde Fassade du schon von weitem durch die Straßenschluchten erkennen kannst.
Ledesma Kalea Die Calle Ledesma liegt sehr praktisch zwischen Gran Vía, dem Guggenheim Museum und der Altstadt. Außerdem ist sie reine Fußgängerzone und ein Lokal reiht sich hier an das nächste.
Das Elbjazz Festival ist jedes Jahr ein Highlight in Hamburg, und auch 2024 war keine Ausnahme. Trotz des unbeständigen Wetters, das von Dauerregen bis zu sonnigen Momenten reichte, war die Atmosphäre auf dem Festivalgelände wirklich besonders.
Spektakuläre Locations an der Elbe
Überhaupt ist die Location des Elbjazz-Festivals ungewöhnlich. Oder besser gesagt, die zwei Locations – denn die beiden Hauptveranstaltungsorte befinden sich zu beiden Seiten der Elbe. Zum einen findet der Großteil des Elbjazz auf dem riesigen Gelände der Hamburger Traditionswerft Blohm+Voss statt, zum anderen gibt es an beiden Festivaltagen auch zeitgleich Konzerte in der nicht weniger spektakulären Elbphilharmonie.
Gut organisiert ist auch die Anreise zum Festivalgelände. Shuttlebusse und – noch spannender – Shuttlefähren bringen Festivalbesucher von der Elbphilharmonie zum Werftgelände und zurück. Mehr Elbfeeling geht kaum.
Festivalgelände Blohm+Voss
Für mich begann der erste Festivaltag auf dem Werftgelände – und leider spielte das Wetter anfangs nicht besonders mit. Wobei ich auch wieder lernen durfte, wie eine echter Hamburgerin das norddeutsche Wetter so lange zu ignorieren, bis man sich nicht mehr daran stört oder es einfach von allein besser wird. Zum Glück war letzteres der Fall und oh boy, es wurde immer besser.
Meine Favoriten waren The Streets und L’Imperatrice, Jungle hat mich entgegen meiner Erwartung nicht ganz so gecatcht. Aber das ist ja eigentlich das Schöne an Festivals – die Bandbreite gepaart mit der Stimmung live überrascht einfach immer wieder.
Und falls du dich jetzt fragst: hm, klingt alles aber irgendwie nicht nach Jazz – das haben viele andere sich auch gefragt. Im Vorfeld wurde kontrovers diskutiert, dass sich die Veranstaltung auch anderen Musikrichtungen geöffnet hat. Ich fand die Mischung allerdings super interessant und gelungen; man kann es wohl nie jedem recht machen.
Konzerte in der Elbphilharmonie
Den zweiten Festivaltag habe ich genutzt, um die Elbphilharmonie von innen zu sehen. Und ja, der große Saal hat es in sich. Die Akustik hier ist nicht von dieser Welt – und das Konzert von Shalosh, einem Jazz-Trio aus Israel, brachte den Beweis.
Ohnehin schon sehr gerührt von den vorherigen Kommentaren des Frontmannes, die um mehr Frieden und Menschlichkeit warben, erreichte meine Gänsehaut ein völlig neues Level als das gesamte Publikum eine von Shalosh’s Melodien nachsummte. Die unvergleichbare Akustik tat dann ihr Übriges.
Tipps für ein tolles Festivalwochenende in Hamburg
Hamburg bietet nicht nur tolle Musikevents wie das Elbjazz, sondern ist auch sonst eine Reise wert. Was liegt also näher, als ein Festivalwochenende mit ein bisschen Sightseeing und spannenden Spots in Hamburg zu kombinieren? Hier habe ich ein paar Tipps, wie du das Beste aus deinem Festivalwochenende rausholen kannst!
Chillen im Beach Club mitten in St.Pauli
Auch der Szene-Kiez St.Pauli verfügt über einen ziemlich großen Beach Club an der Elbe. Unweit der Landungsbrücken kannst du im StrandPauli gemütlich in Liegestühlen lümmeln, deine Füße in den Sand bohren und dich vom Festivaltreiben erholen. Von hier aus hast du übrigens eine Panoramaaussicht auf den Hamburger Hafen.
Falls du noch ein bisschen mehr Zeit hast, empfehle ich dir auch eine Hafenrundfahrt. Die sollte man echt einmal in Hamburg gemacht haben! Allerdings gibt es da so viele Möglichkeiten, daher habe ich dir hier eine Auswahl der besten Rundfahrten zusammengestellt: Die besten Hafenrundfahrten in Hamburg
Durch den Alten Elbtunnel zum Festival
In den Landungsbrücken befindet sich auch der Zugang zu einer der faszinierendsten Sehenswürdigkeiten in Hamburg: Der Alte Elbtunnel wurde Anfang des 19. Jahrhunderts und verbindet die Innenstadt bzw. St. Pauli mit den Werftgeländen auf der anderen Seite der Elbe.
Bis 2019 konnten sogar Autos durch den Alten Elbtunnel fahren, was auf Grund der schmalen Röhre wirklich kurios erscheint. Um in den Tunnel zu gelangen, gibt es keine Zufahrt, Autos gelangten über die historischen Lastenaufzüge hinunter – heute werden sie neben den Treppen und Rolltreppen von Radfahrern und Fußgängern genutzt.
Mit dem Tretboot durch die Hamburger Kanäle
Du brauchst ein bisschen Bewegung? Im Supperclub Hamburg kannst du dir nach Belieben Tretboote, Kajak oder Stand-Up-Paddling-Boards ausleihen und die wirklich wunderschönen Kanäle in Eppendorf erkunden.
Idyllisch am Isebekkanal gelegen, kannst du im Supperclub nach deiner Erkundungstour auch gemütlich im dazugehörigen Lokal entspannen, eine kleine Lunchpause einlegen und die Atmosphäre genießen.
Aperitivo im Schanzenviertel
Du willst erst später zum Festival oder abends ausgehen? Dann ist das Enchanté im Schanzenviertel eine gute Möglichkeit in den Abend zu starten.
Neben richtig guten, außergewöhnlichen Cocktailkreationen wie Wineballs gibt es auch tolle Kleinigkeiten zum Snacken unter Freunden, wie ausladenden Charcuterie-Boards mit bestem Käse oder gratinierte Sardinen.
Mehr tolle Gastro-Tipps für Hamburg findest du übrigens auch in meinem großen Hamburg Food Guide.
Unterwegs in Hamburg
Unabhängig vom Festival war ich mal wieder froh über meine Hamburg Card*, die Ermäßigungen in die meisten Sehenswürdigkeiten garantiert. Zwischendurch wollte ich nämlich noch unbedingt rauf auf den Hamburger Michel, der nur einen Katzensprung vom Hotel entfernt lag und sogar bei trübem Wetter einen Mega-Ausblick über Hamburg bietet.
Mit der Hamburg Card kannst du aber auch alle öffentlichen Verkehrsmittel in Hamburg frei nutzen – und das verschafft einem in einer Großstadt schon einen enormen Bewegungsradius. Vorteil: Du brauchst nirgendwo nach Ticketautomaten suchen oder Tarife studieren, sondern kannst dich einfach beliebig in die nächstbeste Bahn oder einen Bus stürzen.
Gut übernachten ist in Hamburg nicht schwer, schwerer ist eher die Auswahl. Ich jedenfalls habe mich schon so durch einige Hotels in Hamburg geschlafen und entdecke trotzdem immer wieder neue Locations. Das Adina Hamburg Michel* hat mir ganz besonders wegen seiner außergewöhnlichen Lage in der neuerdings ziemlich trendy Neustadt gefallen.
Obwohl die geschäftige Reeperbahn nur zehn Minuten zu Fuß entfernt ist, liegt es in einem ruhigen Kiez mit dem ein oder anderen lauschigen Café und den Dingen, die man im täglichen Leben so braucht, wie einem Supermarkt oder einem tollen Wochenmarkt mittwochs und samtags auf dem Großneumarkt.
Dazu passt, dass das Adina Michel wie alle Hotels dieser Kette über kleine Apartments verfügt, die mit einer Küche und Essecke ausgestattet sind – perfekt also, wenn man nicht immer auswärts essen möchte oder mal was kleines im Zimmer frühstücken will.
Ein bisschen rauh ist sie, die zweitgrößte Stadt Siziliens, und scheint immer ein wenig im Schatten Palermos zu stehen. Aber Catania ist auch unerwartet charmant und definitiv eine Reise wert. Ich zeige dir hier in diesem Artikel Catanias Sehenswürdigkeiten, die du nicht verpassen solltest, und ein paar sehr interessante Geheimtipps!
In Catania gibt es einiges zu sehen und wenn du kannst, plane ruhig ein bisschen mehr Zeit ein, um diese Seite von Sizilien kennenzulernen. Denn auch Catania hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten.
Kathedrale von Catania, Piazza del Duomo & Fontana dell’Elefante
Fast noch markanter als die Kathedrale selbst ist die Fontana dell’Elefante auf der davor liegenden Piazza del Duomo. Der Elefantenbrunnen zeigt den Liotru, Symbol der Stadt Catania.
Um den Liotru ranken sich viele Mythen, am schönsten fand ich die Interpretation als Symbol der Stärke der Einwohner Catania, schweren Naturkatastrophen wie Erdbeben und Vulkanausbrüchen im Laufe der Geschichte zu trotzen.
Piazza dell’Universita
Die große Piazza dell’Universita schließt sich fast gleich der Piazza del Duomo an. Sie markiert auch gleichzeitig den Beginn der Via Etnea. Von hier aus starten viele Walking-Touren durch das Zentrum Catanias.
Beim traditionellen Fischmarkt von Catania bin ich mir bis heute nicht sicher, ob diesen Ort guten Gewissens empfehlen kann: Die vielen halbierten Schwertfische, blutige Fischmesser und ein sehr rustikales Ambiente können die eigene Stimmung schon etwas trüben.
Trotz allem fand ich das Markttreiben super interessant und irgendwie faszinierend. Der Fischmarkt befindet sich direkt hinter der Piazza Duomo, aber der Zugang ist so gut in einer Ecke hinter einem Springbrunnen, der Fontana dell’Amenano, versteckt, dass man glaubt, man betritt eine andere Welt.
Ein paar Treppenstufen unter dem eigentlichen Straßenniveau liegt der eigentliche Fischmarkt mit seinen vielen Ständen, so dass man von oben aus die perfekte Sicht auf das Geschehen hat.
Die hohen Gebäude rundherum mit ihren dunklen Fassaden aus Marmorgestein verleihen dem Markt zusätzliche Atmosphäre.
In den Seitenstraßen rund um den Fischmarkt findest du übrigens weitere Marktstände mit Obst und Gemüse sowie viele kleine, tolle Bars und Restaurants.
Außer dem Teatro Romano findest du mitten in Catania noch eine weitere Ausgrabung. Das Anfiteatro Romano an der Piazza Stesicoro kannst du gegen eine kleine Gebühr besichtigen.
Via Etnea
Im Gegensatz zur Via Maqueda, der zentralen Einkaufstraße in Palermo, ist die Via Etnea in Catania eher schmucklos. Nur zum Teil Fußgängerzone, lädt die Via Etnea nicht unbedingt ganz so doll zum Bummeln ein. Allerdings kommt der Name nicht von ungefähr: Von der Via Etnea aus siehst du bei gutem Wetter den Gipfel des Ätna!
Via Crociferi
Ein besseres Beispiel für barocke Architektur in Sizilien auf so engem Raum gibt es kaum: Die Via Crociferi wurde nach dem Erdbeben von 1693 erbaut, wurde zu dieser Zeit zu einem der wichtigsten städtebaulichen Projekte in Catania. Hier reihen sich barocke Kirchen und Klöster nur so aneinander.
Castello Ursino
Mitten in der Stadt wirst du auch auf das Castello Ursino stossen. Die mittelalterliche Festung wurde im 13. Jahrhundert unter der Herrschaft von Friedrich II. von Hohenstaufen erbaut, um Catania gegen Angriffe zu schützen.
Die enorme Größe und massive Bauweise mutet hier an der heutigen Stelle kurios an, passt die Festung so gar nicht zum restlichen Stadtbild. Bei seiner Erbauung jedoch befand sich das Castello Ursino direkt am Wasser! Durch eine großen Ausbruch des Ätnas im Jahr 1669 allerdings strömte Lava rund um die Festung und sorgte dafür, dass sich die Küstenlinie verschob.
Essen & Trinken in Catania
Scirocco Sicilian Fish Lab
Mit dem Scirocco hat der Street-Food-Hype in Catania erst so richtig angefangen: Was einst als kleine Bude am Rand des Fischmarkts begann, ist heute DER Anlaufpunkt für Fisch & Meeresfrüchte auf die Hand.
Wenn du nach dem blutigen Fischmarkt-Spektakel noch etwas runterbekommst, gibt es keinen besseren Ort als das Scirocco für einen kleinen Snack zwischendurch. Oder du kommst einfach nochmal abends wieder.
Mooddika
Eine kleine Überraschung war das Mooddika. Eigentlich hatte ich hier, in einer Seitenstraße nahe der zentralen Piazza dell’Università eine langweilige Touristenfalle erwartet, und bin eigentlich nur aus Bequemlichkeit dort gelandet.
Aber die Pasta war überraschend frisch und überragend lecker – und auch sonst war das Ambiente aus Bar, Restaurant und Salumeria sehr angenehm. Absolute Empfehlung!
Ich war auf einem großen Roadtrip durch Sizilien unterwegs, und daher habe ich mich besonders gefreut, als ich ein absolutes zentrales Boutique-Hotel mit angeschlossenem Stellplatz gefunden habe.
Das B&B Palazzo Bruca* befindet sich in einem altem Palazzo und ist nur wenige Meter von der Piazza del Duomo entfernt. Wenn du also eine zentrale Unterkunft in Catania suchst, bist du hier genau richtig!
Durch die Nähe zum Ätna kannst du von Catania aus sehr gut Ausflüge auf den immer noch aktiven Vulkan unternehmen. Du fährst mit einer Seilbahn hinauf bis zur Bergstation, von dort aus geht es mit einem Jeep weiter hoch – alternativ kannst du aber auch gleich die Wanderung beginnen.
Ich empfehle dir unbedingt eine geführte Tour. Auf dem Ätna kann sich das Wetter schnell ändern, die Wege sind nicht unbedingt gesichert und zu Orientierungsschwierigkeiten in den weiten Lavafeldern können auf einer Höhe von bis zu knapp 3000 Metern auch durch Höhenkrankheit verursachte Beschwerden hinzukommen. Hier einen ortskundigen Guide dabei zu haben, ist Gold wert.
Willst du den Ätna nicht hoch, dann kannst du den Vulkan auch mit der Ferrovia Circumetnea fast komplett umrunden. Die letzte Schmalspurbahn Siziliens versprüht absolute Retro-Vibes und fährt viele kleine Ortschaften rund um den Ätna an.
Die Ferrovia Circumetnea startet in Catania am Bahnhof Borgo in der nördlichen Innenstadt.
Von Catania aus kannst du auch viele weitere interessante Orte an der Ostküste Siziliens erreichen. Der romantische Bergort Taormina zum Beispiel ist nur 50 Kilometer von Catania entfernt.
Tipp: Spare dir die Parkplatzsuche mit dem Mietwagen durch enge Straßen in Taormina oder komplizierte Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln und buche gleich eine Tagestour ab Catania!
Damit du dich schnell in Catania zurechtfindest, habe ich dir hier eine Karte mit allen Tipps aus diesem Artikel zusammengestellt. Du kannst sie dir auch ganz einfach herunterladen und dann auf deinem Handy unterwegs nutzen.
Dieser Post entstand auf einer Recherchereise durch Sizilien für Travellers Insight, dem Reiseblog des Flughafen München. Hier findest du weitere spannende Tipps für Sizilien, Trapani & Palermo.
Du planst einen Trip in das Baskenland? Dann wird Bilbao sicherlich auf deiner Sightseeing-Liste stehen! In diesem Artikel zeige ich dir, welche Sehenswürdigkeiten in Bilbao du nicht verpassen solltest – aber ich verrate dir auch, warum die Stadt mich persönlich auch nach mehreren Besuchen nicht so recht begeistern konnte! (Dazu später mehr im Artikel.)
Guggenheim Museum
Das Guggenheim Museum ist wohl DAS Wahrzeichen Bilbaos. Das Museum für moderne Kunst ist eine Dependance des Guggenheim Museums in New York und wohl die allererste Location, die Besucher in Bilbao ansteuern. Der Bau dieses von Frank O. Gehry entworfenen architektonischen Superprojekts hat die ehemalige Industriestadt so dermaßen umgekrempelt, dass nach diesem einschneidenden Ereignis sogar ein Phänomen benannt wurde: Der Bilbao-Effekt beschreibt die Aufwertung eines Ortes allein durch einen spektakulären Bau.
Das Guggenheim Museum Bilbao ist aber nicht nur von außen eine Augenweide: Innen kannst du dir in der Dauerausstellung richtig beeindruckende zeitgenössische Kunstwerke ansehen. Zusätzlich gibt es immer wieder spektakuläre temporäre Ausstellungen und Werke zu sehen.
Geheimtipp: Wenn du wissen willst, wie Bilbao früher einmal aussah, findest du direkt rechts neben der Ticketkasse einen kleinen Raum mit einer Videoinstallation namens “Zero”. (Die meisten Besucher laufen einfach daran vorbei.)
Sie zeigt, wie Bilbao früher ausgesehen hat und wie krass sich die Stadt in den letzten hundert Jahren verändert hat. Übrigens: Um dir die Installation anzusehen, brauchst du kein Ticket für das Museum, da es sich vor der Einlasskontrolle befindet. Aber ganz ehrlich: Wenn du schon einmal hier bist, solltest du dir die Ausstellung nicht entgehen lassen!
Special-Tipp für Bilbao
Die volle Schönheit der Architektur des Guggenheim kannst du am besten vom Wasser aus bewundern. Die 1- oder 2-stündige Bootstour kostet nicht viel und du lernst mehr über die krasse Entwicklung Bilbaos von der Industriestadt zum Touristenmagneten.
Das Design der Zubizuri-Brücke unweit des Guggenheim Museums kommt dir bekannt vor? Zum einen soll die geschwungene Form an ein Segel erinnern – zum anderen sieht sie dem Terminal des Flughafen von Bilbaos ziemlich ähnlich. Kein Wunder, denn sowohl die Fußgängerbrücke über den Nervión als auch das Terminal wurden vom spanischen Stararchitekten Santiago Calatrava entworfen.
Altstadt von Bilbao / Casco Viejo
Einen Besuch der Altstadt von Bilbao solltest du dir ebenfalls nicht entgehen lassen. In den engen Gassen mit ihren zahlreichen Lokalen kann man sich nur zu leicht verlieren. Außerdem ist das Baskenland für seine hervorragende Küche bekannt und die Anzahl der Sterne-Restaurants ist außergewöhnlich hoch. Komm also am besten hungrig!
Du hast kein großes Budget für feine Gourmetrestaurants? Auch kein Problem! In der Altstadt von Bilbao findest du auch zahlreiche Bars und Restaurants, die wirklich gute Pintxos zum kleinen Preis anbieten. Pintxos sind kleine Häppchen, ähnlich Tapas, die traditionell zu einem Getränk gegessen werden – man kann sich aber auch sehr leicht an der großen Auswahl satt essen.
In vielen spanischen Städten eher Plaza Mayor genannt, ist die Plaza Nueva sozusagen das Herz der Altstadt. Rund um den sehenswerten Platz findest du ebenfalls viele gute Bars und Restaurants, in denen du dich durch die Auswahl an Pintxos probieren kannst.
Kathedrale von Bilbao
Die Kathedrale von Bilbao befindet sich ebenfalls mitten in der Altstadt von Bilbao. Sie ist quasi nicht zu verfehlen. Interessant: Bilbao befindet sich auf dem Jakobsweg und die Kathedrale von Bilbao geht auf eine alte Pilgerkirche zurück. Daher trifft du hier auch immer wieder Pilger, die gerade auf dem Jakobsweg unterwegs sind.
Ursprünglich war der leerstehende ehemalige Weinspeicher als Standort des Guggenheim Museums im Gespräch; das Vorhaben scheiterte letztendlich u.a. aufgrund der mangelnden Fläche. Was aus heutiger Sicht ein Glücksfall ist: 2010 wurde hier das von Philippe Starck entworfene Kultur- und Mehrzweckzentrum Azkuna Zentroa eröffnet.
Hier befinden sich neben Kinos, Restaurants, einem Auditorium und einer städtischen Bibliothek auch ein Fitnessstudio sowie ein öffentliches Schwimmbad in der letzten Etage des Komplexes.
Eines der Schwimmbecken hat sogar einen Glasboden, den du aus dem Erdgeschoss sehen kannst! Das Schwimmbad selbst kannst du übrigens mit einem Tagesticket besuchen – wenn du ein bisschen mehr Zeit in Bilbao hast, ist das definitiv eine gute Idee für ein bisschen Sport unterwegs!
Puente de Viscaya / Bizkaya-Brücke
Etwas außerhalb von Bilbao befindet sich eine sehr ungewöhnliche Sehenswürdigkeit, die du dir unbedingt ansehen solltest. Die Puente de Biskaya verbindet die beiden Gemeinden Portugalete und Getxo und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das Besondere: Fußgänger, Radfahrer und sogar Autos überqueren die Flussmündung nicht über die Brücke selbst, sondern mittels einer Schwebefähre, die an der Brückenkonstruktion aufgehängt ist. Die Fähre wird von den Anwohnern als ganz normales Transportmittel genutzt; ein Einzelticket kostet tagsüber nur 55 Cent.
Die Brücke selbst kann man ebenfalls besichtigen und mit einem Aufzug hinauffahren; das Eintrittsticket für die Brücke beinhaltet auch eine Fahrt mit der Fähre. Die Puente de Viscaya ist vom Stadtzentrum in Bilbao per Metro erreichbar.
Tipp: Erkunde auch den Rest des hübschen Küstenortes Getxo! Von dessen Promenade aus kannst du auch den heutigen Hafen von Bilbao sehen.
Nachdem in Bilbao selbst alle Hafenanlagen verschwunden sind und keine großen Schiffe mehr dort verkehren, befindet sich der Großteil des Hafens von Bilbao in den an der Mündung gelegenen Gemeinden Santurtzi und Zierbena. Und der ist wirklich riesig: Der Hafen von Bilbao ist der größte Spaniens.
Vom Gipfel des Artxanda aus hast du eine einmalige Aussicht auf Bilbao und die umliegenden grünen Berge. Hinauf kommst du am schnellsten mit der Standseilbahn, der Funicular de Artxanda. Besonders am Wochenende ist der Hausberg Bilbao auch bei Locals beliebt: Hier finden sich diverse Freizeitmöglichkeiten für Groß und Klein, aber auch das beliebte Ausflugslokal Txakoli.
Gran Vía
Die Gran Vía heißt eigentlich Gran Vía de Don Diego López de Haro und ist die große Geschäftsstraße mitten durch Bilbao. Auf anderthalb Kilometern findest du hier Geschäfte großer Ketten wie Zara und Mango sowie zwei Filialen des spanischen Kaufhauses El Corte Inglés.
In Richtung Altstadt wird die Gran Vía noch belebter, und in den Seitenstraßen findest du immer wieder ein paar Ecken mit kleineren Bars und Restaurants, zum Beispiel in der parallel verlaufenden Calle Ledesma.
Iberdrola Tower
Ob der Iberodrola Tower wirklich so sehenswert ist, darüber lässt sich streiten. In jedem Fall ist das Bürogebäude der höchste Wolkenkratzer Bilbaos und damit eine gute Orientierungshilfe. Und mit ein bisschen Glück und der richtigen Tageszeit funkelt das Sonnenlicht so schön in der spiegelnden Fassade, dass sich doch ein hübsches Fotomotiv ergibt.
Mehr Museen in Bilbao
Falls du durch das Guggenheim Museum ein bisschen auf den Geschmack gekommen bist (oder das Wetter nicht ganz so mitspielt), kannst du auch noch folgende Museen in Bilbao besuchen:
Das Museo de Bellas Artes ist zwar nicht ganz so spektakulär wie das Guggenheim, gehört aber dennoch zu den wichtigsten Museen Spaniens. Du findest hier eine große Kunstsammlung, die von der Gegenwart bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht. Derzeit wird das Gebäude renoviert und ausgebaut, und es klingt sehr vielversprechend, was hier entsteht.
Möchtest du mehr über Bilbao, die Geschichte des Hafens und seinen Bezug zur Seefahrt solltest du dem Itsasmuseum einen Besuch abstatten.
Übernachten in Bilbao
Die Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten in Bilbao ist groß – und es gibt für jeden Geldbeutel etwas. Persönlich würde ich dir eine Unterkunft rund um die Gran Vía empfehlen, nicht in der Altstadt, z.B. im Stadtteil Abando. Hier kommst du gut zu allen wichtigen Locations, kannst ein bisschen shoppen und das Leben der Locals miterleben.
Zwar ist die Altstadt mit einer Station an das Metronetz angebunden, aber ansonsten ist sie eine reine Fußgängerzone. Somit musst du unter Umständen mit deinem Gepäck durch die halbe Altstadt zu deiner Unterkunft gehen. Außerdem ist die Altstadt abends sehr belebt, falls du es lieber ruhiger magst.
Ich habe im Catalonia Gran Vía* übernachtet, einem komfortablen Boutique-Hotel in bester Lage (Bus zum Flughafen hält direkt vor der Tür) und einem wirklich gutem Frühstücksbuffet (normalerweise bin ich ja davon kein Fan, aber hier ist es wirklich gut).
Wenn du ein bisschen mehr Zeit hast, empfehle ich dir auch unbedingt auch die Umgebung zu erkunden. Das mondäne San Sebastián zum Beispiel ist nur eine Autostunde entfernt oder du erkundest die umliegenden Küstenorte. Du brauchst auch nicht unbedingt einen Mietwagen, ab Bilbao werden jede Menge organisierter Touren angeboten:
Vom Flughafen kommst du ganz easy mit der Bus-Linie A3247 ins Zentrum von Bilbao. Das Busticket kannst du direkt beim Fahrer im Bus kaufen (nur Bargeld); die Haltestelle befindet sich direkt vor der Ankunftshalle. Der Bus fährt größtenteils über die Autobahn und hält u.a. auch auf der Gran Via. Die Endstation ist Bilbao Intermodal, von hier aus kannst du in den Zug, Straßenbahnen, die Metro oder Fernbusse umsteigen.
Innerhalb Bilbaos kannst du viel zu Fuß erkunden (besonders in der Altstadt). Ansonsten verfügt Bilbao auch über ein gutes Straßenbahn- und Metronetz. Tickets gibt es an den Haltestellen bzw. Stationen und die Preise sind sehr günstig.
Sprache & Kultur in Bilbao
Bilbao liegt im spanischen Teil des Baskenlandes, ist aber übrigens nicht dessen Hauptstadt. (Die ist nämlich das eine Autostunde entfernte Victoria-Gasteiz.) Als Autonome Gemeinschaft in Spanien verfügt das Baskenland über eine weitere Amtssprache: Neben Spanisch ist hier auch Baskisch gleichwertige Amtssprache.
Spanisch ist neben Baskisch Amtssprache
Als Besucher brauchst du dir aber wegen der Verständigung keine Sorgen zu machen. Wie in anderen Teilen Spaniens mit weiteren Amtssprachen (z.B. Katalonien) sprechen die Locals in der Regel auch Spanisch, und in einer internationalen Stadt wie Bilbao kommst du außerdem mit Englisch gut zurecht.
Baskisch ist allerdings eine superinteressante Sprache, da sie mit keiner anderen Sprache verwandt ist. Es wird sonst noch in einem Teil des benachbarten Navarras und im kleineren französischen Teil des Baskenlandes gesprochen, wo es allerdings keine offizielle Amtssprache ist.
Politisch ist und war das Baskenland immer ein bisschen ein heißes Eisen. Unabhängigkeitsbestrebungen und der Widerstand gegen die Diktatur Francos in Spanien brachten z.B. die Terrororganisation ETA hervor, die über mehrere Jahrzehnte das Land mit vielen Anschlägen in Atem hielt.
Ich bin kein Wetterexperte, aber die Kombination aus einer Lage am wilden Golf von Biskaya und den Bergen drumherum macht das Wetter in Bilbao schon zu einer großen Herausforderung. In meiner Erinnerung habe ich die schlimmsten Anflüge meiner Flugbegleiterkarriere in Bilbao erlebt – und somit nehme ich Bilbao als ständiges Wetterloch war.
Gerne ist es hier naß, es regnet oft; dafür sind die Sommer warm, aber nicht drückend heiß wie z.B. im Süden Spaniens. Und der viele Niederschlag sorgt für sattgrüne Berge rund um Bilbao.
Ich empfehle dir daher, die Herbst- und Wintermonate eher zu meiden, auch wenn du dich dafür in den wärmeren Monaten mit dem Rest der Touristenmassen durch die Stadt pressen musst. Aber meiner Meinung nach ist Bilbao bei schlechtem Wetter einfach viel zu ungemütlich und unwirtlich.
Sicherheit in Bilbao
Wenn du regelmäßig meinen Blog liest oder mir auf Instagram folgst, wirst du wissen, dass ich mich für jedes Reiseziel begeistern kann. Auch Bilbao hat wirklich interessante Seiten, z.B. finde ich die Geschichte Bilbaos und die Veränderung des Stadtbildes in den letzten hundert Jahren super faszinierend.
Trotzdem bin ich auch nach meinem letzten längeren Aufenthalt nicht zum großen Fan geworden. Das mag zum einen allgemein an der Stadt selbst liegen, die für mich immer noch ein bisschen Industrie-Tristesse versprüht, vielleicht am zuweilen feuchten Wetter, aber auch an der Tatsache, dass ich mich hier von meinem brandneuen iPhone trennen musste – es wurde mir aus meiner Manteltasche gestohlen.
Taschendiebstähle passieren tagtäglich in jeder europäischen Großstadt, und Bilbao hat in dieser Hinsicht noch nicht die Berühmtheit von z.B. Barcelona erreicht, soweit ich weiß. Dennoch würde ich gerne die Gelegenheit nutzen, dich ein wenig darauf aufmerksam zu machen. Denn mir kam Bilbao auf den ersten Blick immer relativ entspannt und sicher vor. Aber besonders in der gut besuchten Altstadt mit ihren engen Gassen sind viele Taschendiebe unterwegs.
Von Locals wurde ich auch zu mehr Aufmerksamkeit in der Ecke rund um die Calle San Francisco ermahnt, einem Stadtteil auf der anderen Flussseite gegenüber dem Mercado Ribera. Hier gibt es viel Street Art, spannende Gastronomie und Geschäfte – allerdings ist es auch ein Problemkiez und wird gerne auch mal als der gefährlichste Stadtteil Bilbaos bezeichnet. Ich war neugierig und wollte die Gegend eigentlich erkunden, aber nach meinem Erlebnis mit dem Taschendiebstahl ist mir die Lust darauf vergangen. Falls du also hierhin willst (was ich mir tatsächlich trotz meines Erlebnisses für meinen nächsten Besuch vorgenommen habe) – pass gut auf.
Dieser Artikel entstand in Teilen mit Unterstützung von Visit Euskadi, der Tourismusorganisation des Baskenlandes.
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Thema Nachhaltigkeit: Koffer müssen langlebig sein
Wenn ich etwas in meinem Flugbegleiterleben ohne Ende verschlissen habe, dann sind es neben Hunderten Pumps und mehreren Tonnen Haarspray eins: Koffer. Seit einiger Zeit habe ich aber eine neue Lieblingsbrand gefunden.
Folgst du mir auf Instagram bei meinen Reisen, wird es dir nicht entgangen sein: Hauptsächlich reise ich mittlerweile mit Gepäck von Horizn Studios*. Ich mag den cleanen Look, den Sinn für praktische Details und die Tatsache, dass sie auch von Vielreisenden wie mir einfach nicht kaputt zu kriegen sind.
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Vor allem den genialen Horizn Studios M5 Smart* (komplette Review gibt’s hier) nutze ich beim Fliegen quasi in der Heavy Rotation: Uniformblusen rein, Uniformblusen raus, schnell alles durchwaschen und weiter geht’s. Seit der Pandemie gehe ich eigentlich fast nur noch mit Handgepäck und ohne zusätzlichen großen Koffer auf Umläufe; und auf privaten Reisen passt mein Kameraequipment richtig gut in den M5, sodass er eigentlich immer irgendwie mit dabei ist.
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Ich habe mich wieder für ein Modell in schwarz entschieden, das passt einfach am besten zur Uniform und zu allen anderen Outfits.
Innen ist nur das Nötigste verbaut, dafür ist der Koffer immer noch komplett gefüttert.
Eine sperrige (und auch schwere) Packplatte fehlt. Beide Seiten aber sind mit einem Mesh-Trenner mit Reißverschluss abgeteilt, dass trotzdem nichts durcheinander rutschen kann. Perfekt, um z.B. benutzte Wäsche oder Schuhe separat zu packen.
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Gelegen an der Ostküste Siziliens und gesegnet mit traumhaften Aussichten auf den imposanten Ätna und das azurblaue Ionische Meer, ist das kleine Bergdorf Taormina schon immer ein Besuchermagnet gewesen. Und das kann manchmal mehr Fluch als Segen sein. In meinem großen Guide zeige ich dir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Taorminas und verrate dir, ob sich ein Abstecher nach Taormina auf deiner Sizilien-Reise wirklich lohnt.
Das musst du in Taormina unbedingt machen:
Über den Corso Umberto flanieren
Vom Teatro Greco aus den riesigen Ätna bewundern
In der Bam Bar Granita schlürfen
In Taormina lohnt es sich, auch mal in die kleinen Seitenstraßen zu schauen. Oft konzentrieren sich die meisten Besucher auf den Corso Umberto und das Teatro Greco. Beides ist zwar sehr sehenswert, aber Taormina hat noch einiges mehr an Charme zu bieten.
Sehenswürdigkeiten in Taormina
Taormina ist recht übersichtlich. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Zentrum kannst du daher locker an einem Tag erkunden und dabei gleichzeitig die Atmosphäre dieses besonderen Ortes auf Sizilien genießen.
Corso Umberto I
Der Corso Umberto I ist die Lebensader Taorminas. Gesäumt von mittelalterlichen und florentinischen Gebäuden kannst du flanieren, was das Zeug hält. Hier findest du kleine Boutiquen und Luxusmarken wie Dior oder Louis Vuitton, langweilige Läden mit Kram für Touristen, aber auch noch einige kleine, urige Geschäfte.
Daneu 1885 Alteingesssenes Geschäft für Heimtextilien und ein bisschen Keramik mit nostalgischem Flair
Di Blasi Typisch sizilianische Keramik und der kleine Laden an sich ist schon eine eine einzige Sehenswürdigkeit
Tipp: Willst du so richtig Jetset-Luft auf dem Corso Umberto atmen, solltest du im Louis Vuitton Café by Timeo eine kleine Pause vom Sightseeing einlegen. Das Café gehört zum Belmond Grand Hotel Timeo*, das wiederum ebenfalls zur LVMH-Gruppe gehört.
Im Café kannst du in Louis-Vuitton-Dekoration einen traumhaften Blick aufs Meer genießen – hätte ich an dem Tag in Taormina nicht mein legeres Sightseeingoutfit angehabt, wäre ich sicherlich hier versackt. (Bisschen schicker sollte man hier leider doch auftauchen, da man wohl leider sonst gerne mal abgewiesen oder blasiert ignoriert wird.)
Piazza IX Aprile
Die Piazza IX Aprile bietet einen der beliebtesten Aussichtspunkte von Taormina und ist immer gut besucht. Der Platz ist aber sehr groß, so dass sich die Touristenmassen hier auch in der Hochsaison gut verteilen. Und das Schachbrettmuster macht sich gut auf jedem Erinnerungfotos!
Porta Messina & Porta Catania
Zwei Stadttore bilden Anfang und Ende des Corso Umberto I. Das nördliche Ende wird durch die Porta Messina markiert. Im Süden befindet sich die etwas imposante Porta Messina. Beide sind Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung Taorminas, die seinerzeit von den Arabern zum Schutz vor Eindringlingen errichtet wurde.
Die Tore dienen auch gerne als Treffpunkt für Touren durch Taormina.
Teatro Greco
Das antike griechische Theater, das Teatro Greco, ist eine absolut beeindruckende Location in Taormina, die du dir auf keinen Fall entgegen lassen solltest. Der Eintritt ist zwar schon ordentlich hoch, aber die Aussicht von den Rängen auf die Stadt, das Meer und den Ätna ist einfach einmalig.
Das Theater wurde ursprünglich von den Griechen im 3.Jh. v.Chr. errichtet, später von den Römern genutzt und im 2. Jh. n.Chr. in eine Arena für Gladiatorenkämpfe umgebaut.
Abends finden immer wieder hier große Events und Konzerte statt. Die Atmosphäre mit dieser Kulisse im Hintergrund muss unglaublich faszinierend sein – wenn du Zeit hast, erkundige dich vor Ort nach aktuellen Veranstaltungen.
Der Duomo di Taormina stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist von außen eher schlicht gehalten. An der geradlinigen Architektur erkennst du auch gut die normannischen Einflüsse. Besonders hübsch ist der Platz davor mit dem barocken Springbrunnen.
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Naumachie
In einer kleinen Seitenstraße abseits des Corso Umberto findest du eine ganz besondere Sehenswürdigkeit in Taormina: Die Naumachie ist eine ca. 120 Meter lange und 5 Meter hohe massive Backsteinmauer, die wohl einst die Abgrenzung einer Sportstätte bildete, in der Athleten trainierten.
Villa Comunale
Taormina kann tagsüber ganz schön anstrengend sein, vor allem, wenn du an neuralgischen Punkten wie dem Corso Umberto oder dem Teatro Greco immer wieder zwischen Touren von Kreuzfahrttouristen gerätst.
Da sind die Gärten der Villa Comunale eine wahre Oase der Ruhe und eine perfekte Möglichkeit, mal durchzuschnaufen. Nebenbei hast du hier aber auch eine tolle Aussicht auf das Meer und die Küste.
Ursprünglich waren die Gärten im Besitz von Lady Florence Travelyan, einer englischen Adligen, der auch die Isola Bella gehörte. Wie auch die Isola Bella gehört der Park jedoch jetzt der Stadt Taormina und ist öffentlich zugänglich.
Besonders auffallend sind die orientalischen angehauchten kleinen Gebäude, die „Beehives„. Diese wurden früher zur Vogelbeobachtung oder für den Afternoon Tea genutzt, sind aber derzeit nicht begehbar und leider in nicht mehr so gutem Zustand.
Via degli Artisti
Ein tolles Fotomotiv in Taormina ist auch die Via degli Artisti. Hier findest du Galerien, Murals und bunt gestaltete Häuserfassaden.
Isola Bella
Die Isola Bella ist eine kleine Insel vor dem Strand von Mazzaró. Durch eine kleine Sandbank ist sie mit dem Strand verbunden und kann so zu Fuß erreicht werden. Je nach Gezeiten werden die Füße aber mal oder weniger nass, ziehe also am besten etwas an, was man gut hochkrempeln kann oder wirf dich am besten gleich in ein Strandoutfit.
Die Insel selbst ist Naturschutzgebiet und ein Teil kann gegen ein paar Euro Gebühr besichtigt werden.
Zum Baden fand ich persönlich den Strand von Mazzaró aber nicht besonders schön. Ein großer Teil des Strandes wird von Hotels bzw. Strandbars in Beschlag genommen. Und statt Sandstrand findest du hier grobe Kiesel.
Der Blick auf die Isola Bella ist dennoch sehr schön und der elegante Vibe im La Plage Resort* haben mich dann doch noch dazu verführt, mich hier für einen kühlen Drink niederzulassen – ist allerdings nicht gerade günstig, und hier einen kompletten Urlaub zu verbringen, wäre nicht meins.
Essen & Trinken in Taormina
In Taormina wirst du jede Menge Cafés und Restaurants finden. Leider ist das Preisniveau hier wesentlich höher und auch bei der Qualität musst du ziemlich aufpassen: Touristenfallen sind hier keine Seltenheit.
Hier habe ich ein paar Tipps, die dich bestimmt nicht enttäuschen werden und in denen du typisch sizilianische Spezialitäten ohne Touri-Ambiente genießen kannst!
Taverna Don Nino Diese kleine, gemütliche Taverna befindet sich in der Nähe der Villa Comunale und ziemlich abseits vom Trubel. Ein absoluter Geheimtipp! Auf der Speisekarte finden sich nur ganze zwei Pasta-Gerichte: Pasta alla Norma (Tomate, Aubergine und Ricotta) und Pasta mit Pistaziencreme und Speck, aber die sind dafür richtig, richtig gut und für Taormina sehr günstig. Absolute Empfehlung zum Lunch!
Bam Bar In der Bam Bar gibt’s typisch sizilianische Granita, Brioche und Kaffee in buntem Ambiente – perfekt für etwas Süßes zwischendurch.
Chapeau Auf dem Corso Umberto tobt abends natürlich das Leben, aber richtig atmosphärisch kann man im Chaplin sitzen, dessen Terrasse sich etwas versteckt über eine Treppe seitlich des Duomo erstreckt. Und die Cocktails sind top!
Casamatta Kleine, moderne Weinbar mit ungezwungener Atmosphäre. Auch tagsüber geöffnet.
Budget-Tipp: In der Rosticceria Da Cristina 2 gibt es immer frische und gute Pizza vom Blech, leckeres Street Food wie z.B. Arancine und günstige Tagesgerichte!
Falls du ein bisschen mehr über sizilianischen Wein erfahren willst, ist ein Trip nach Taormina eine gute Gelegenheit, um an einer Weinverkostung teilzunehmen:
Taormina gehört definitiv zu den teuersten Flecken Siziliens. Somit sind Unterkünfte hier auch nicht gerade günstig und das Preis-Leistungsverhältnis lässt oft zu wünschen übrig.
Falls du dich aber gerne mit einer etwas hochpreisigeren Unterkunft verwöhnen willst, bist du in Taormina genau richtig! Hier findest du wunderschöne Boutiquehotels oder Luxushotels wie das aus der Netflix-Serie „White Lotus“ bekannte San Domenico Palace*.
Willst du z.B. mittendrin, aber trotzdem stilvoll und cozy übernachten, solltest du dir das Taodomus Small Boutique Hotel* ansehen. Es hat nur wenige Zimmer, frühzeitig reservieren ist Pflicht.
Ich war nur auf der Durchreise und habe leider mit meiner ersten Unterkunft voll ins Klo gegriffen: Zu teuer, zu unfreundlich, zu dreckig. Deswegen bin ich nochmal umgezogen, und die Unterkunft kann ich wirklich empfehlen:
Budget-Tipp: Etwas außerhalb des Zentrums, aber in Laufweite der Talstation der Seilbahn und der Isola Bella entfernt, habe ich eine urige Pension in einer alten Stadtvilla entdeckt. Die Villa Moschella* ist zwar etwas in die Jahre gekommen, aber wirklich sehr gepflegt – und die Lage ist unschlagbar. Achtung: Die Zimmer sind wirklich sehr beliebt und schnell ausgebucht!
Taormina ist obgleich seiner Lage an einem Berghang relativ gut zu erreichen. Von vielen Orten aus, z.B. ab Catania, werden Tagesausflüge angeboten. Du kannst aber auch auf eigene Faust mit dem Zug zum Bahnhof Taormina-Giardini fahren. Von dort aus fahren Busse hinauf ins Zentrum.
Seilbahn von Taormina
Der Strand von Mazzaró ist wiederum mit der Seilbahn aus dem Zentrum Taorminas zu erreichen. Während der Saison fährt die Seilbahn bis spät in die Nacht hinein, sodass du auch problemlos laue Sommernächte in der atmosphärischen Altstadt genießen kannst und danach noch zurück in dein Strandhotel kommst.
Autofahren in Taormina kann der blanke Horror sein: Die Zufahrtsstraßen sind mitunter kurvig, eng und überfüllt. In der Hochsaison muss man sich zusätzlich mit diversen Reisebussen die schmalen Straßen teilen und die Straßen, die man im Ortskern befahren darf, sind oft Einbahnstraßen.
So kannst du Stress bei der Anreise mit dem Auto vermeiden:
Steuere direkt die Porta Catania an. Dort befindet sich ein mehrstöckiges, großes Parkhaus, wo du die besten Chancen hast, nah am Corso Umberto einen Parkplatz zu finden. Leider sind die Auffahrten relativ eng und man muss mitunter viele Stockwerke hinauf fahren. Lage ist aber unschlagbar.
Rund um Taormina findest du viele Parkplätze, die einen Shuttle-Service anbieten.
Auch rund um die Talstation der Seilbahn befinden sich einige Parkplätze.
Von vielen Orten aus werden auch Tagesausflüge nach Taormina angeboten, so kannst du den Mietwagen/dein Auto einfach stehenlassen.
Übernachtest du in Taormina und bist mit dem Mietwagen unterwegs? Erkundige dich vorher, ob ein Stellplatz verfügbar ist.
Taormina ist ein bisschen verschrien: Es ist posh, gleichzeitig sehr überlaufen und so wirklich Sizilien-Stimmung will irgendwie nicht aufkommen. Und legen im benachbarten Naxos die großen Kreuzfahrtschiffe an, wird es erst recht voll.
Trotzdem ist Taormina wirklich sehr charmant, und wenn du hier einigen Tipps aus meinem Guide folgst, wirst du sicherlich auch die ein oder andere weniger überlaufene Ecke finden. Auch das abendliche Taormina solltest du einmal erlebt haben: Die stimmungsvoll beleuchtete Altstadt am Abend ist wirklich romantisch.
Allerdings würde ich nicht allzu viel Zeit hier verbringen wollen, dafür ist es einfach zu touristisch und Sizilien hat einfach noch so viel mehr zu bieten! Also: Ausflug definitiv, länger nein.
Hier findest du eine Karte mit allen Locations aus diesem Artikel. Perfekt zum Abspeichern für deinen Trip!
Dieser Post entstand auf einer Recherchereise durch Sizilien für Travellers Insight, dem Reiseblog des Flughafen München. Hier findet ihr weitere spannende Tipps für Sizilien, Trapani & Palermo.
Sizilien hat mich umgehauen: Die größte Mittelmeerinsel ist so unglaublich vielseitig und faszinierend. Du findest hier pulsierende Städte wie Catania oder Palermo, traumhafte Strände und Buchten, aber auch historische Stätten aus allen Epochen. In diesem Artikel findest du meine Auswahl der 20 schönsten Sehenswürdigkeiten auf Sizilien. Perfekt, um dich zu einer Reise nach Sizilien inspirieren zu lassen oder um gleich deine Reiseroute zu gestalten.
Das Wichtigste auf einen Blick
Sizilien verfügt über eine lange und bewegte Geschichte, daher findest du hier in Architektur und Kultur sogar Einflüsse der alten Griechen, Normannen und Araber.
Der Ätna, Europas höchster aktiver Vulkan, bietet beeindruckende Wanderungen und Tagesausflüge in spektakulärer Kulisse.
Auf Sizilien gibt es jede Menge Städte und Dörfer mit einzigartigem Charme, wie z.B. Palermo, Taormina und Cefalù – allesamt sehenswert!
Sizilien Sehenswürdigkeiten: Das musst du sehen
Sizilien ist ein Reiseziel für alle Sinne: Die Landschaft ist beeindruckend, die Sizilianer aufgeschlossen – und oh mein Gott, das Essen überall einfach köstlich! Allein dafür lohnt sich schon eine Reise nach Sizilien. Aber auch sonst wartet die größte Mittelmeerinsel mit tollen Sehenswürdigkeiten auf. Du kannst Naturwunder wie die hell leuchtende Scala dei Turchi oder den Ätna, Europas höchsten Vulkan entdecken.
Und vom sizilianischen Barock im Val di Noto oder den antiken Tempeln bei Agrigent sind nicht nur Geschichtsfans begeistert. Solltest du von Geschichte genug haben, kannst du dich einfach ins trubelige Hier und Jetzt der Hauptstadt Palermo stürzen und eine der aufregendsten Städte Europas erkunden. In Sizilien wird dir garantiert nicht langweilig!
1. Der Ätna – Europas höchster Vulkan
Schon mal auf einem Vulkan gestanden? Der Ätna ist nicht irgendein Vulkan – er ist Europas höchster und zugleich einer der aktivsten Vulkane. Von weitem ist er schon zu sehen, an Tagen mit guter Sicht siehst du ihn z.B. sogar, wenn du mitten im Zentrum von Catania auf dem Piazza del Duomo stehst oder vom antiken Theater in Taormina aus.
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Da der Ätna immer noch ein aktiver Vulkan ist, solltest du ihn nur innerhalb einer organisierten Tour besteigen. Die meisten Touren beinhalten eine Fahrt mit der Seilbahn Funivia dell’Etna und einen erfahrenen Bergführer, der dich sicher an die besten Stellen begleitet.
An Palermo scheiden sich die Geister – was ich persönlich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Denn für mich zählt Palermo zu den aufregendsten Städten Italiens oder gar Europas. Die Stadt ist so voller Leben, ohne dabei einschüchternd zu sein; rund um die Uhr ist hier immer Betrieb – auf den Straßen wird getanzt, musiziert und gelebt.
Auf engstem Raum kannst du in der Altstadt Palermos die spannende Geschichte Siziliens durch alle Epochen erkunden, denn in den verschiedenen Architekturstilen findest du u.a. normannische, arabische und byzantinische Einflüsse wieder.
Und es gibt kaum einen besseren Ort so viele sizilianische Spezialitäten auf einmal zu probieren: Das Street Food auf den Märkten Palermos ist einfach legendär.
3. Mondello: Der Stadtstrand von Palermo
Im Sommer triffst du hier an den Wochenenden wohl ganz Palermo: Mondello ist sozusagen der Stadtstrand der sizilianischen Hauptstadt. Hier wird flaniert, gesonnt und im wirklich türkisblauen Wasser gebadet.
Und na klar, sizilianisches Street Food darf nicht fehlen: An den Imbissbuden gibt es leckere Arancini – die gefüllte Reisbällchen gehören zum typischen Strandsnack an einem heißen Sommertag.
4. Cefalù – Küstenidylle und normannische Architektur
Cefalù ist nur eine Autostunde von Palermo entfernt und gehört definitiv zu meinen Lieblingsorten auf Sizilien. Das kleine Fischerdorf hat sich den Charme alter Tage bewahren können und ist heute die perfekte Mischung aus Strand, Kultur und Ferienstimmung: Die perfekte Wahl für einen Sizilien Urlaub!
In der nahezu autofreien Innenstadt bildet die normannische Kathedrale das Zentrum Cefalús. Hier kannst du auf der großen Piazza Cappuccino schlürfen und dann direkt zum kleinen Strand am alten Hafen von Cefalú spazieren, um dich im türkisblauen Meer zu erfrischen. Und dann ist da noch die Rocca di Cefalù, der Hausberg der Stadt, der über allem thront und den du sogar über einen Wanderweg erklimmen kannst.
5. Taormina – Die Perle Siziliens
Wenn es um die schönsten Orte Siziliens geht, wird Taormina oft erwähnt. Hoch auf einem Hügel gelegen, bietet der Ort mit seiner charmanten Altstadt Ausblicke, die dich umhauen werden.
Das antike Theater gehört außerdem zu den Top-Sehenswürdigkeiten Siziliens. Hier erfährst du nicht nur mehr über die lange Geschichte Taorminas, sondern du hast auch eine grandiose Aussicht auf den Ätna und den Golf von Giardini-Naxos.
Allerdings wird Taormina während der Saison von Touristen regelrecht überflutet. Im nahegelegenen Giardini-Naxos legen außerdem viele Kreuzfahrtschiffe an, so dass es tagsüber in der überschaubaren Altstadt recht eng werden kann. Trotzdem ist Taormina wirklich hübsch und ich würde dir zumindest einen Ausflug hierher auf jeden Fall empfehlen.
In Siracusa kannst du Siziliens Geschichte hautnah erleben. Im archäologischen Park Neapolis kannst du das antike griechische Theater besichtigen und das Ohr des Dionysius erkunden.
Die Altstadt von befindet sich auf der Insel Ortigia, wo durch die alten, engen Gassen schlendern kannst. Von der normannischen Festung bis hin zu den antiken Tempeln – Ortigia ist einfach wie ein großes Freilichtmuseum.
7. Das Tal der Tempel bei Agrigent
Das Tal der Tempel bei Agrigent ist kurioserweise kein Tal, sondern eine Anhöhe. An Tagen mit guter Sicht kannst von hier aus sogar das Meer sehen!
Im Tal der Tempel findest du beeindruckende Überreste der alten Griechen auf Sizilien wie den Concordia-Tempel, der zu den am besten erhaltenen griechischen Tempeln überhaupt zählt, den Heratempel und den Tempel des Olympischen Zeus, einst einer der größten Tempel der Antike.
Besonders eindrucksvoll ist das Tal der Tempel bei Nacht, wenn die Bauten speziell beleuchtet werden.
8. Noto
Noto ist wie ein kleiner Schatz im gleichnamigen Val di Noto. Hier findest du einige der sizilianischen Barockstädte, die mittlerweile zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Mich persönlich hat Noto am meisten beeindruckt: Die kleine Altstadt ist übersichtlich, aber dennoch gespickt mit hübschen Cafés, tollen Restaurants und na klar, richtig toller, barocker Architektur.
Und wirklich atemberaubend ist es, den Sonnenuntergang auf einer der Kirchtürme zu erleben. Das warme Sonnenlicht umhüllt dann die gesamte Stadt und verleiht dem Sandstein der Gebäude ein goldenes Leuchten.
9. Riserva naturale orientata dello Zingaro
Wenn du pure Natur und Stille suchst, dann bist du in der Riserva dello Zingaro genau richtig. Im Naturschutzgebiet im Nordwesten Siziliens gibt es nichts außer atemberaubender Landschaft und traumhaften Badebuchten.
Mehrere Wanderwege führen durch das Reservat, das sich zwischen Castellamare di Golfo und San Vito Lo Capo befindet. Ursprünglich war hier eine Küstenstraße geplant, aber durch die kontinuierlichen Proteste der Anwohner wurden die Pläne verworfen und die Region nun für immer geschützt – auch zum Glück aller Sizilienbesucher, denn der Zingaro ist wirklich beeindruckend.
10. Äolische Inseln/ Liparische Inseln
Die Äolischen Inseln sind ein echter Geheimtipp, wenn du Natur und vor allem Vulkane liebst. Die wohl bekannteste der Äolischen Inseln (die übrigens auch Liparische Inseln genannt werden) ist Stromboli.
Der gleichnamige Vulkan der Insel ist einer der aktivsten der Welt und kann im Rahmen einer geführten Wanderung* bestiegen werden. Vom Festland aus gibt es auch komplette Bootstouren, bei denen man Stromboli und umliegende Inseln erkundet und mit etwas Glück später bei Dunkelheit die vom Vulkan herunterlaufende Lava vom Meer aus sehen kann.
Besonders empfehlen kann ich dir aber einen der bestgehütesten Geheimtipps der Äolischen Inseln: Auf Salina betrittst du wirklich eine andere Welt.
Die kleine Insel ist ebenfalls vulkanischen Ursprungs und wird von großen Touristenmassen eher links liegen gelassen. Du findest hier feine, lauschige Boutiquehotels wie das Principe Di Salina* und erholsame Natur – perfekt zum Abschalten!
11. Trapani und seine Salinen
Trapani ist ein echter Underdog unter den Küstenorten Siziliens. Viele Touristen schenken Trapani nicht besonders viel Aufmerksamkeit und setzen von hier nur auf die Ägadischen Inseln über.
Aber die Altstadt von Trapani hat wirklich einige Schätze zu bieten und punktet in Sachen Architektur und Kulinarik mit alten arabischen Einflüssen. Eine spannende Mischung!
Richtig toll sind auch die Salinen vor den Toren der Stadt. In der weitläufigen Lagunenlandschaft kannst du sogar wilde Flamingos sehen! Und ein Sonnenuntergang mit Blick auf das Meer ist von hier aus unvergesslich.
12. Ägadischen Inseln
Von Trapani aus kommst du auch am besten auf die Ägadischen Inseln, bestehend aus Favignana, Marettimo und Levanzo. Besonders Favignana ist einen Abstecher wert.
Die Insel wirkte für mich wie eine Mischung aus Ibiza und Sylt: Viel Natur, traumhafte Strände, kristallklares Wasser – aber auch mediterranes, entspanntes Nightlife mit tollen Restaurants und Cocktailbars im kleinen Hauptort.
Die charakteristischen Tuffsteinhöhlen und die ehemalige Thunfischfabrik Ex Stabilimento Florio delle tonnare sind nur einige der Sehenswürdigkeiten, die du auf Favignana entdecken kannst.
13. Catania
Catania, die zweitgrößte Stadt auf Sizilien, strotzt nur so vor Energie. Auffallend sind aber auch die vielen dunklen Gebäudefassaden: Für viele Bauten wurde vom Ätna stammendes Lavagestein verwendet, was der Stadt ihr unverwechselbares Flair verleiht.
Auch hier findest du mit den römischen Theatern ein Stück der weit zurück reichenden Geschichte Siziliens.
Richtig spannend ist aber auch das heutige Catania: Auf dem Fischmarkt, der sich mitten im Zentrum hinter der Piazza del Duomo befindet, geht es fast jeden Tag richtig zur Sache, wenn der frisch gefangene Fisch unter die Leute gebracht wird.
Rundherum findest du aber auch tolle Bars und Restaurants, in denen du bis spät in den Abend hinein den typisch sizilianischen Trubel genießen kannst.
Einst spielte der Thunfischfang auf Sizilien eine große Rolle: Ganze Familien lebten über Generationen von der blutigen Mattanza. Auf dem Weg zu ihren Laichplätzen schwimmen die Thunfischschwärme im Mai an Sizilien vorbei. Vor der Küste werden sie durch ein ausklügeltes System an Netzen geleitet und schließlich gefangen.
Durch die Überfischung des Mittelmeeres ist der Thunfischfang auf Sizilien allerdings stark zurückgegangen und vielerorts wurde die Fischerei aufgegeben.
Heute ist die Tonnara di Scopello einer der beliebstesten Instagram-Spots Sizillien: Die kleine Bucht mit den davorliegenden Felsen ist einfach ein schönes Fotomotiv. In der alten Tonnara selbst befindet sich heute ein hübsches Boutique-Hotel und ein kleines Museum, das auch von Tagesbesuchern nach Anmeldung besichtigt werden kann.
15. Marzamemi
Das Fischerdorf Marzamemi ist zwar kein absoluter Geheimtipp mehr, dennoch findet nur ein Bruchteil der Sizilien-Urlauber hierher an den südöstlichen Zipfel der Insel. Die Region rund um Marzamemi ist nur schwach besiedelt und der Ort selbst hat sich seinen ursprünglichen Charme bewahrt – die perfekten Voraussetzungen also für einen entspannten Aufenthalt.
Rund um Marzamemi findest du übrigens auch weitläufige Strände und ein Naturschutzgebiet mit Flamingos und viele anderen Wildvögeln.
Spannend: Die ehemalige Thunfischfabrik wurde zu einem kleinen Ausflugsziel umfunktioniert! Bunt dekorierte Restaurants, kleine Boutiquen und Delikatessengeschäfte reihen sich hier aneinander.
16. Scala dei Turchi
Die Scala dei Turchi ist ein echtes Naturwunder: Die strahlend weiße Kalksteinklippe fällt wie eine Treppe ins Meer hinein. Bis vor einiger Zeit konnte man einfach zu Fuß auf die Felsen hinauf.
Da es in der Vergangenheit aber immer wieder zu Vandalismus kam, sind die Felsen jetzt weiträumig abgeriegelt und du kannst sie nur mit einigem Abstand bestaunen.
Rundherum gibt es jedoch einige Strände, an denen du gut baden kannst. Besonders schön ist der Blick von und auf die Scala dei Turchi bei Sonnenuntergang, wenn das Sonnenlicht vom hellen Kalkstein reflektiert wird.
17. Ragusa
Ragusa besteht aus zwei Teilen: Seit dem schweren Erdbeben in Sizilien 1693 ist die Stadt durch eine Schlucht getrennt. Der oben gelegene Teil nennt sich Ragusa Superiore, die Unterstadt Ragusa Ibla.
Den Großteil der sehenswerten Barockbauten findest du in Ragusa Ibla. Hier kannst du durch romantische Gassen flanieren oder einfach nur in den einladenden Giardini Iblei entspannen.
Wenn du mit dem Mietwagen unterwegs bist, kannst du in den kurvigen Bergstraßen rund um Ragusa immer wieder an Aussichtspunkten halten, um die unvergleichliche Aussicht auf das Tal zu genießen.
Modica ist ebenfalls eine der Barockstädte im Val di Noto. Allerdings ist sie etwas weniger touristisch als z.B. Noto oder Ragusa Ibla. Dennoch gibt es in Modica einiges zu entdecken, allem voran einer berühmten Süßigkeit – Schokolade aus Modica ist nicht nur berühmt, sondern auch richtig lecker.
Das Besondere: Der Kakao wird kalt verarbeitet, somit löst sich der enthaltene Zucker nicht komplett auf und die Schokolade erhält eine ganz andere Textur. Unbedingt probieren!
19. San Vito Lo Capo
San Vito Lo Capo, bekannt für seinen wunderschönen Sandstrand und die entspannte Atmosphäre, ist der Inbegriff eines perfekten Badeortes. Neben Sonnenbaden und Schwimmen kannst du hier auch zahlreiche Wassersportarten ausprobieren.
Oder du fährst mit dem Boot hinaus und erkundest die Badebuchten der nahegelenen Riserva dello Zingaro vom Wasser aus.
20. Sizilianisches Street Food
Besonders auf den Straßen Catanias und Palermos kannst du das berühmte sizilianische Street Food kennenlernen . Die vielen, zumeist frittierten Leckereien und die Stände, an denen sie zubereitet werden, sind schon eine Sehenswürdigkeit für sich.
Die meisten Gerichte sind sehr sättigend, also bring genug Hunger mit. Beliebt sind z.B. Arancini (gefüllte Reisbällchen) oder Pani Ca Meusa (Brötchen mit Kalbsmilz).
Sizilien ist wirklich sehr groß. Um die meisten Sehenswürdigkeiten der Insel entspannt zu besuchen, empfehle ich, mindestens drei, besser vier Wochen einzuplanen. Oder du entscheidest dich nur für einen bestimmten Teil Siziliens. Praktischerweise befinden sich die beiden großen Flughäfen Catania und Palermo sozusagen an zwei verschiedenen Enden der Insel: Willst du die Ostküste Siziliens erkunden, fliege am besten gleich nach Catania; von Palermo aus erreichst du gut Cefalù oder Trapani mit den Ägadischen Inseln.
Sowohl Catania als auch Palermo werden von vielen großen Airlines bedient, u.a. Lufthansa* und Eurowings* fliegen Sizilien ab vielen Flughäfen in Deutschland direkt an.
Auch der kleine Flughafen von Trapani an der Westküste Siziliens wird von einigen Fluggesellschaften angeflogen.
Besonders, wenn du viel sehen möchtest oder auch mal wandern gehen willst, empfehle ich dir eine Reise in der Nebensaison. Im Juli und August erlebst du natürlich Sommer pur auf Sizilien; es wird aber auch sehr heiß. Durch die Ferienzeit steigen natürlich auch die Preise und es ist vielerorts überfüllt. Empfehlenswerte Monate sind daher April, Mai, September oder Oktober. Ich war im Oktober unterwegs und hatte wirklich durchgehend warmes Spätsommerwetter, bei dem man größtenteils sogar noch im Meer baden konnte.
Ist Sizilien gefährlich?
Die schlimmen Zeiten der öffentlichen Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten kriminellen Gruppierungen scheinen weitestgehend vorbei und als Tourist bekommt man davon ohnehin wenig mit.
Auch in Palermo und Catania war ich persönlich sehr überrascht, wie sicher ich mich dort gefühlt habe – Neapel oder Barcelona finde ich in diesem Punkt wesentlich anstregender. Sicherheit ist auch immer ein persönlicher Eindruck, aber das Bild des gefährlichen Siziliens, das sich noch in vielen Köpfen hält, halte ich für überholt.
Ist Sizilien dreckig?
Naja, Sizilien ist wahrscheinlich nicht das erste Reiseziel, das einem einfällt, wenn man an organisierte und klinisch reine Orte denkt. Und wenn du in Palermo in eine ruhigere Straße abseits des Trubels einbiegst, kann es schon mal sein, dass sich dort die Müllberge neben den überbordenden Containern türmen.
Dennoch ist mir Müll nie so als Problem aufgefallen, dass meine Begeisterung für Sizilien hätte getrübt werden können.
Braucht man einen Mietwagen auf Sizilien?
Ja und nein. Bist du eher in Städten unterwegs, dann rate ich dir von einem Mietwagen ab. In Palermo und Catania gibt es öffentliche Verkehrsmittel wie Busse, und auch Uber ist nicht teuer. Viele Locations und Sehenswürdigkeiten kannst du zudem zu Fuß erreichen.
Auch nahegelegene Orte wie z.B. Cefalú kannst du gut mit Fernbussen oder mit dem Zug erreichen. Willst du aber wirklich ganz Sizilien oder bestimmte entlegenere Ecken erkunden, ist ein Mietwagen fast schon unabdingbar.
Dieser Post entstand auf einer Recherchereise durch Sizilien für Travellers Insight, dem Reiseblog des Flughafen München. Hier findet ihr weitere spannende Tipps für Sizilien, Trapani & Palermo.
Ich lese oft und gerne internationale Reiseblogs. Du auch? Wenn ja, dann ist dir bestimmt auch schon aufgefallen, dass es ganz schön schwierig ist, den Überblick zu behalten. Das Angebot an englischsprachigen Reiseblogs ist einfach riesig. Deswegen findest du hier eine Liste meiner liebsten Reiseblogs auf Englisch.
Übrigens: Auch The Happy Jetlagger gibt es mittlerweile auf Englisch. Klicke hier!
Die Reiseblogger-Liste 2026
Hier sind meine liebsten Reiseblogs 2026 auf Englisch. Anders als bei einem üblichen Reiseblogger-Ranking gibt es keine festen Kriterien; ich liste einfach die Blogs auf, die ich gerne lese.
Du fragst dich, wie man so vielen Blogs regelmäßig folgen kann? Ich nutze dafür Feedly. Feedly ist ein RSS-Reader, der die Feeds einer Website liest. Damit behältst du stets den Überblick über die neuesten Artikel und bleibst aktuell. Zudem kannst du deine Lieblingsblogs nach Themen ordnen. Feedly kannst du sowohl im Browser als auch als App auf Mobilgeräten nutzen.
So folgst du meinem Blog: Feedly öffnen und unter „Follow New Sources“ einfach die Adresse meines Blogs https://thehappyjetlagger.com eingeben und auf „Follow“ klicken. Fertig!
Hat dir dieser Artikel gefallen? Konntest du viele neue Blogs entdecken? Dann freue ich mich, wenn du diesen Artikel weiterleitest oder auf Social Media teilst!
Liest du auch so gerne Reiseblogs? Aber du findest nie wirklich neue, schöne Blogs? Ich habe euch daher eine Liste mit meinen liebsten und besten deutschen bzw. deutschsprachigen Reiseblogs zusammengestellt! Und ich habe noch einen Profi-Tipp für dich, wie man in der großen Welt der Blogs den Überblick behält!
Übrigens: Falls du hier durch Zufall gelandet bist… Auch The Happy Jetlagger ist ein deutschsprachiger Reiseblog 🙂
Diese Liste wurde 2026 aktualisiert. Ich habe ein paar neue Blogs hinzufügt und einige entfernt, weil es sie nicht mehr gibt oder nicht mehr wirklich betrieben werden.
Meine Liste der besten deutschsprachigen Reiseblogs 2026
Hier kommen meine liebsten Reiseblogs für 2026. Im Gegensatz zu einem klassischen Reiseblogger-Ranking halte ich mich bei meiner Liste nicht an festgelegte Auswahlkriterien. Du findest hier einfach nur die Blogs, die ich selbst mag und lese – und vielleicht ist ja auch der ein oder andere Reiseblog dabei, der dich ebenso inspiriert.
Ich finde es super schade, dass diese Liste mit jedem Jahr eher kürzer als länger wird 🙁 Dass sich Interessen ändern oder die Zeit fehlt, ist ja ganz normal und daher gibt es immer wieder Blogs, die nicht mehr aktiv betreut werden oder ganz verschwinden. Aber: Einen Blog zu betreiben, ist mit viel Aufwand verbunden und die letzten Google-Updates haben viele Blogger demotiviert. Umso schöner finde ich es, wenn trotzdem immer noch neue Reiseblogs entdecke.
Falls du noch einen Tipp hast, schicke mir eine Mail an hello at thehappyjetlagger.com.
Tipp: Wie du am besten Reiseblogs folgst
Wie ich so viele Blogs lese? Bei so vielen Blogs kann man schwer den Überblick behalten, denkst du? Dafür gibt es eine sehr gute Möglichkeit: feedly.
Feedly ist ein RSS-Reader. Den Älteren (ähem) unter euch wird das bekannt vorkommen; früher war z.B. der Google Reader aus der Bloggerwelt nicht wegzudenken. In Zeiten von algorithmus-basierten Feeds wie auf Instagram und TikTok ist man es gar nicht mehr gewöhnt, neue Artikel einfach chronologisch serviert zu bekommen – aber ich liebe es!
Feedly bietet dir außerdem die Möglichkeit, deine Lieblingsblogs nach Themen zu sortieren. Außerdem kannst du Feedly auf dem Desktop, aber auch mobil als App nutzen. Probier’s mal aus!
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Die Stadtmauer von Dubrovnik gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Kroatien. Einst erbaut, um die Sicherheit der ehemaligen Republik Ragusa zu gewährleisten, zählen die gut erhaltenen Mauern heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ein Spaziergang über die Stadtmauer gehört definitiv zu den Must-Do’s, wenn du in Dubrovnik bist. Ich zeige dir die wichtigsten Spots und verrate dir meine Tipps für den Besuch.
So besuchst du die Stadtmauer von Dubrovnik: Tipps für den Rundgang
Die Stadtmauer gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Dubrovnik. Damit ist sie besonders in den Sommermonaten auch immer gut besucht. Du solltest dir also einen guten Plan machen, damit du nicht in die Touristenmassen gerätst, die jährlich Dubrovnik fluten.
Besuchszeit: Plane deinen Besuch am besten frühmorgens oder am späten Nachmittag. Im Sommer ist die Stadtmauer ab 8 Uhr geöffnet. Morgens hast du die beste Chance, die Stadtmauer in Ruhe zu erkunden. Außerdem vermeidest du so die Mittagssonne.
Kleidung: Bequeme Schuhe sind von Vorteil. Auf der Mauer gibt es keinen Schatten, denke daher besonders an sonnigen Tagen an Sonnenschutz und eine Kopfbedeckung.
Dauer: Eine Umrundung dauert ca. 1 1/4 Stunde, wenn du einfach normal läufst. Unterwegs gibt es aber einiges zu sehen und mit Fotostopps und kleinen Pause würde ich mindestens 2 Stunden für einen kompletten Rundgang einplanen.
Eintritt: Die Eintrittspreise für die Stadtmauer sind ziemlich gesalzen. Im Sommer kostet der Eintritt 35€, in den Wintermonaten 15€ (da sind allerdings auch die Öffnungszeiten kürzer.)
Tipp: Für den Dubrovnik Pass zahlst du zwar genauso viel, neben dem Eintritt für die Stadtmauer sind aber auch viele andere Sehenswürdigkeiten in Dubrovnik wie z.B. der Rektorenpalast und kostenlose Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln enthalten. So lohnt sich die hohe Ausgabe dann doch noch.
Die Stadtmauer von Dubrovnik im Überblick
Die Stadtmauer umgibt die gesamte Altstadt von Dubrovnik
An manchen Stellen ist sie bis zu 25 Meter hoch und bis zu 6 Meter dick
Länge beträgt 1940m
von hier aus hat du einen atemberaubenden Ausblick auf die Stadt und das Meer
Mit dem Bau der Stadtmauer wurde bereits Ende des 8. Jahrhunderts begonnen. Schon 866-867 bewährte sie sich und hielt der Belagerung durch die Sarazenen-Belagerung stand. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Stadtmauer immer öfter erweitert und verstärkt. Besonders im 12. bis zum 17. Jahrhundert prägten weitere Bauarbeiten ihr heutiges Aussehen. Die Festungsanlage überstand auch weitgehend das große Erdbeben von 1667, das die Region heimsuchte. 1979 dann wurde die Stadtmauer von Dubrovnik zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Später im Jugoslawienkrieg 1991 spielte die Stadtmauer eine wesentliche Rolle bei der Belagerung der Stadt durch die Truppen der Jugoslawischen Volksarmee. Hier bewies sich das mittelalterliche Festungssystem ein weiteres Mal. Neun Monate hielt die kroatische Bevölkerung hinter der Verteidigungsanlage den massiven Angriffen stand, bis Dubrovnik von der kroatischen Armee zurückerobert wurde.
Die Stadtmauer Dubrovniks teilt sich in verschiedene Bereiche auf. Jeder Abschnitt spielt eine wichtige Rolle im Schutz und in der Struktur der Altstadt. Die verschiedene Tore und Türme dienen außerdem gut zur Orientierung. Das sind die wichtigsten Spots:
Minčeta-Turm: Der höchste Punkt der Festungsanlage im Norden der Altstadt. Von hier aus hast du den perfekten Blick auf den ikonischen Basketballcourt.
Pile-Tor: Das Haupttor zur Altstadt. Über eine steinernde Brücke geht es durch die Festungsanlage hinein und du gelangst direkt zum westlichen Ende des Stradun, der Hauptstraße in der Altstadt von Dubrovnik.
Ploče-Tor: Das östliche Tor zur Altstadt, weniger gut besucht, aber nicht weniger beeindruckend. Von hier aus kommst du auch zu den beiden östlichen Eingängen der Stadtmauer.
Festung Lovrijenac: Liegt außerhalb der Stadtmauer, zählt aber trotzdem zu den Befestigungsanlagen von Dubrovnik.
Die wichtigsten Fragen für die Besichtigung der Stadtmauer von Dubrovnik
Was kostet der Eintritt für die Stadtmauer von Dubrovnik?
Die Eintrittspreise für die Stadtmauer variieren je nach Saison. Für 2024 kostet der Eintritt von März bis Oktober 35 € für Erwachsene, 15 € für Kinder, in den restlichen Monaten 15€ bzw. 5€. Ich empfehle dir, einen Dubrovnik Pass zu kaufen. Der kostet für einen Tag genauso viel, bietet dir aber auch freien Eintritt in weiteren Sehenswürdigkeiten und kostenlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel.
Wo befinden sich die Eingänge zur Stadtmauer in Dubrovnik?
Es gibt drei Eingänge zur Stadtmauer, die über die Stadt verteilt sind:
Hinter dem Ploče-Tor gegenüber der Dominikanerkirche
Am Pile-Tor gegenüber vom Onofrio-Brunnen
Neben dem Maritime Museum in der Nähe der St. Johannes Festung.
Achtung: Die Stadtmauer ist nur in eine Richtung begehbar, nämlich gegen den Uhrzeigersinn. Ich empfehle dir, am Pile-Tor zu starten. Dieser Eingang ist im Gegensatz zu den anderen beiden am einfachsten zu finden.
Gegenüber dem großen Onofrio-Brunnen befindet sich ein Zugang zur Stadtmauer.
Wie lange dauert es, die Stadtmauer von Dubrovnik zu umrunden?
Die komplette Umrundung der Stadtmauer dauert ca. 1 1/4 Stunden. Ich würde allerdings nicht weniger als 2 Stunden einplanen, da man doch sehr oft anhält, um die spektakuläre Aussicht zu genießen oder Fotos zu machen.
Wie sind die Öffnungszeiten der Stadtmauer in Dubrovnik?
Die Öffnungszeiten variieren je nach Jahreszeit. Im Winter schließt die Stadtmauer z.B. schon um 15 Uhr. Genaue Öffnungszeiten findest du hier.
Dubrovnik an der kroatischen Adria lockt jährlich unzählige Reisende aus aller Welt an und ist mittlerweile zum absoluten Hotspot mutiert. Aber nicht ohne Grund: Die Altstadt von Dubrovnik ist einfach traumhaft schön und zählt für mich sogar zu den romantischsten Städten Europas. Ich zeige dir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, die du in Dubrovnik kennenlernen musst. Und dabei habe ich noch den ein oder anderen Geheimtipp für dich auf Lager.
1. Altstadt von Dubrovnik
Die Altstadt von Dubrovnik ist ein absolutes Schmuckstück. Wie eine große Festung behauptet sie sich an der wilden Küste der kroatischen Adria und wird dich schon beeindrucken, wenn du die Küstenstraße entlang auf sie zufährst. Dubrovniks Ursprünge reichen bis ins 7. Jahrhundert zurück: Einst war Dubrovnik mit seiner strategisch wichtigen Lage im Süden Kroatiens nämlich ein wichtiger Handelsknotenpunkt der Region.
5 Highlights von Dubrovnik in Kürze:
1. Die Stadtmauer von Dubronik 2. Stradun 3. Game of Thrones Drehorte: z.B. Walk of Shame, Blackwater Bay 4. Insel Lokrum 5. Buza Bar: Drinks & Meer
Seit 1979 gehört die Altstadt von Dubrovnik zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist gespickt mit Sehenswürdigkeiten. Sie ist komplett autofrei und lässt sich bestens zu Fuß erkunden: Du solltest es dir nicht nehmen lassen, durch die engen Gassen zu schlendern und den mediterranen Vibe Dubrovniks zu genießen!
2. Stradun
Die prachtvolle Hauptstraße, Stradun, ist nicht zu verfehlen: Die lange Straße ist gesäumt von eleganten Palästen, Cafés und Geschäften und bildet sozusagen die Hauptschlagader der Altstadt von Dubrovnik. Der Stradun verläuft direkt vom westlichen Pile-Tor zum Ploče-Tor und dem Stadthafen im Osten.
Der Stradun teilt die Altstadt auch sozusagen in zwei Hälften: Zum Meer hin ist die Altstadt relativ flach, auf der anderen Seite des Stradun liegen die Häuser an einem Hang und es geht oft schmale, steile Treppen hoch. (Das solltest du bei der Wahl deiner Unterkunft bedenken. Aber mehr dazu am Ende des Artikels!)
3. Die Festung Lovrijenac
Hoch auf einem Felsen thront die Festung Lovrijenac und beeindruckt mit ihrer imposanten Erscheinung. Die Geschichte dieser Festung geht bis ins 11. Jahrhundert zurück! Sie diente einst als Verteidigungsanlage und Symbol der Macht Dubrovniks. Heute bietet die Festung Besuchern einen atemberaubenden Panoramablick auf die Altstadt und das glitzernde Meer. Außerdem werden hier auch kulturelle Veranstaltungen und Theateraufführungen abgehalten, die das historische Ambiente mit zeitgenössischer Kunst verbinden.
Die Festung Lovrijenac kannst du übrigens mit der Dubrovnik Card umsonst besichtigen.
4. Pile Bucht
Unterhalb der Festung Lovrijenac befindet sich eine kleine, aber dennoch sehr stimmungsvolle Bucht. Die Pile Bucht wird dir wahrscheinlich ebenfalls bekannt vorkommen, wenn du die Serie „Game of Thrones“ verfolgt hast: Sie diente als Drehort für die Blackwater Bay. Außerhalb der trubeligen Altstadt direkt hinter dem Pile Tor gelegen, kannst du dich hier in einem der Lokale vom Sightseeing erholen. Im Winter ist es hier ruhiger und angenehm mystisch.
5. Walk of Shame / Jesuitentreppe
Es gibt es diese eine Treppe, die wohl ein gutes Stück für den krassen touristischen Boom der letzten Jahre mitverantwortlich ist: Der Walk of Shame ist in Dubrovnik der wohl bekannteste Drehort von „Game of Thrones“. Weltweit gelangte diese Treppe zu Ruhm und ist nun Pilgerstätte für alle Fans der Serie.
In der Serie, speziell in der dramatischen Szene des „Walk of Shame“, wird Cersei Lannister gezwungen, diese Treppe herabzusteigen – entblößt und dem Spott der Menge ausgesetzt. Diese Szene war nicht nur ein Wendepunkt für Cerseis Charakter, sondern auch ein prägender Moment in der gesamten Serie. Ich habe Game of Thrones zwar nie wirklich gesehen, aber an diese Szene kann selbst ich mich erinnern, weil sie so beeindruckend war.
In Wirklichkeit ist diese Treppe aber als „Jesuitentreppe“ bekannt. Sie befindet sich in der Nähe der Kirche des Heiligen Ignatius und des Jesuitenkollegs. Erbaut im 18. Jahrhundert, gehört sie architektonisch zur Epoche des Barock und zeugt vom früheren Reichtum Dubrovniks. Mit dem Bau wollte man sich damals mit anderen europäischen Metropolen messen – und ich finde, das ist ziemlich gelungen, denn die Treppe ist wirklich sehr beeindruckend. Eine riesige Showtreppe eben, die nicht nur historisch interessant, sondern mittlerweile auch Teil der Popkultur ist.
Willst du wissen, wo noch mehr Game of Thrones Drehorte in Dubrovnik sind? Dann nimm am besten an einer speziellen Game of Thrones Tour* teil, wo du nicht nur alle Orte siehst, sondern auch viele Details über die Drehs in der Stadt erfährst.
Der Rektorenpalast fällt in der Altstadt von Dubrovnik sofort auf. In der Zeit vom 14. Jahrhundert bis 1808 war das heutige Dubrovnik Teil der Republik Ragusa, einem maritimen Stadtstaat, der besonders wohlhabend war. Das siehst du auch am Rektorenpalast, der zu dieser Zeit als Regierungssitz fungierte. Von außen ist der Rektorenpalast wirklich sehr beeindruckend und erinnert ein bisschen an Venedig: Hier treffen sich architektonische Elemente der Gotik und der Renaissance. Er gilt auch als eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Dubrovnik und ist ziemlich gut besucht.
Bevor du aber Schlange stehst oder extra Geld ausgeben musst: Meiner Meinung nach ist der Rektorenpalast ziemlich overrated. Ich hatte einen Dubrovnik Pass und der Eintritt ist damit umsonst; extra Geld ausgeben würde ich allerdings nicht. Die ständige Ausstellung zeigt zwar Exponate über die Geschichte und Kultur der Region, aber mich hat es jetzt nicht so sehr beeindruckt.
7. Sponza-Palast
Der Sponza-Palast ist nur einige Schritte vom Rektorenpalast entfernt – und meiner Meinung viel interessanter. Hier war früher das Zollhaus untergebracht, daneben schmiedete man auch Waffen und Münzen. Der beeindruckende Innenhof lässt erahnen, welch wichtige Rolle die Republik Ragusa in der Region zu ihrer Glanzzeit gespielt haben muss! Da sich die meisten Touristen auch eher in den Rektorenpalast stürzen, ist es dazu hier herrlich entspannt.
Tipp: Direkt vorne links befindet sich ein Saal zu Ehren der Verteidiger Dubrovniks im Jugoslawienkrieg 1991. Damals wurde Dubrovnik über Monate hinweg belagert und massiv beschossen. In der kleinen Ausstellung erfährst du mehr über diese schwere Zeit und die Hintergründe einzelner Einwohner Dubrovniks. Sehr bewegend!
8. Die Insel Lokrum
Ein Paradies vor den Toren Dubrovniks ist die Insel Lokrum, die nur eine kurze Bootsfahrt entfernt liegt. Diese grüne Oase lockt Naturliebhaber mit einer beeindruckenden botanischen Vielfalt, die von Mönchen und Forschern über die Jahrhunderte hinweg gepflegt wurde.
Der botanische Garten auf Lokrum beherbergt seltene Pflanzenarten und bietet eigentlich einen ruhigen Rückzugsort vom Trubel der Stadt – aber durch die Nähe zur Altstadt bist du hier im Sommer nicht wirklich allein. Vom Alten Hafen aus dauert die Bootsfahrt dafür nur knappe zehn Minuten! Dafür kannst du hier einiges unternehmen. Es gibt Wanderwege, sowie schöne Badestellen und sogar einen FKK-Strand!
Außerdem befindet sich auf Lokrum der Eiserne Thron aus Game of Thrones, auf dem du sogar Erinnerungsfotos schießen darfst!
Das Boot nach Lokrum fährt in der Saison alle 30 Minuten. Das Ticket gilt gleichzeitig auch als Eintrittskarte für das Naturschutzgebiet Lokrum und kostet 27€, Kinder zahlen 5€.
Um einen unvergleichlichen Panoramablick über Dubrovnik zu genießen, ist die Fahrt mit der Seilbahn auf den Berg Srđ ein absolutes Muss. Von der Bergstation aus hast du eine atemberaubende Aussicht auf die roten Dächer der Altstadt und auf das Meer im Hintergrund. Besonders spektakulär ist ein Ausflug dorthin zum Sonnenuntergang. Und wenn du den Ausblick mit einem kulinarischen Erlebnis unterstreichen willst, findest du oben im Panorama auch die perfekte Location.
10. Die Stadtmauer von Dubrovnik
Ein Höhepunkt ist zweifellos die beeindruckende Stadtmauer, die die Altstadt umgibt und eine Länge von über zwei Kilometern hat. Das Erlebnis, dort oben auf dieser massiven Festungsmauer entlang zu spazieren und dabei den Ausblick auf das Meer und die riesige Altstadt zu genießen, werde ich so schnell nicht vergessen.
Der Eintritt ist während der Sommersaison zwar ziemlich hoch, aber ich finde, es lohnt sich wirklich, in den sauren Apfel zu beißen. In der Saison kostet der Eintritt mit dem Dubrovnik Pass mittlerweile 35 € (ein paar andere Sehenswürdigkeiten sind noch inklusive), im Winter nur 15 €. Eine Möglichkeit, nur ein Ticket für die Stadtmauer zu kaufen, gibt es nicht.
Ich habe übrigens mal gelesen, dass die Eintrittpreise so exorbitant angehoben worden sind, um den Besuchermassen Herr zu werden – die Hoffnung war wohl, viele Touristen mit hohen Preisen abzuschrecken. Aber ich kann dir sagen: Es hat nicht funktioniert! Im Sommer wird die Stadtmauer trotzdem regelrecht gestürmt; dann solltest du am besten schon frühmorgens dort sein, um nicht in die Touristenmassen zu geraten. Der Blick auf die Altstadt ist aber jede Anstrengung wert!
11. Die Buža-Bar
Eine der einzigartigsten Bars in Dubrovnik ist die Buža-Bar, die sich buchstäblich in den Felswänden der Stadtmauern befindet. Der Name „Buža“ bedeutet „Loch“ auf Kroatisch, und der Name ist Programm – der Zugang zur Bar erfolgt durch ein kleines Loch in der Mauer. In dieser entspannten und lässigen Umgebung kannst du an kalten Getränken nippen und gleichzeitig den Mutigen zuschauen, die sich von den rauhen Klippen ins Wasser stürzen.
Obwohl du hier eine nicht ganz so tolle Aussicht auf den Sonnenuntergang hast, ist die Buža-Bar trotzdem eine schöne Adresse für einen gechillten Drink am Ende eines ereignisreichen Tages in Dubrovnik.
12. Alter Hafen
Wie es sich für eine Küstenstadt gehört, verfügt Dubrovnik auch über einen Hafen. Der Alte Hafen in Dubrovnik liegt im Osten der Altstadt zwischen Ploče Tor und Stradun. Fast rundherum wird er durch die massive Stadtmauer und eine lange Mole geschützt.
Die lange Mole im Alten Hafen heißt übrigens Porporella und hat unter den Locals eine besondere Bedeutung: Sie gilt nämlich als beliebter Treffpunkt für frisch Verliebte. Verabredet sich ein frisch verliebtes Pärchen hier, gilt das als Zeichen dafür, dass man es mit der Liebe ernst meint und bereit ist für etwas Festeres.
Hier fahren übrigens auch die Boote zur Insel Lokrum ab. Die vielen Kreuzfahrtschiffe, die während der Saison in Dubrovnik Halt machen, ankern hier aber schon lange nicht mehr. Für große Schiffe wurde etwas außerhalb der Altstadt der Hafen von Gruž gebaut, der sich ein paar Kilometer weiter nördlich befindet.
Was du in Dubrovnik & Umgebung unternehmen kannst
Nicht nur Dubrovnik ist sehenswert, sondern auch rundherum gibt es viel zu sehen. Entlang der kroatischen Adriaküste gibt es viele interessante Orte oder du hüpfst einfach von einer kroatischen Insel zur nächsten. Nicht ohne Grund eignet sich Kroatien gut für einen Urlaub! Beliebt sind aber auch Ausflüge in die Nachbarländer.
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Mit dem eigenen Auto oder Camper bzw. mit dem Mietwagen lässt sich die Umgebung sowieso gut erkunden. Von Dubrovnik aus findest du aber auch viele Anbieter, die Touren nach Kotor in Montenegro, Mostar in Bosnien und Herzegowina oder andere Teile Kroatiens anbieten. Du musst also nicht zwingend mit dem eigenen Auto unterwegs sein, um ein bisschen Roadtrip-Feeling zu erleben.
Übernachten in Dubrovnik ist ein Thema für sich. Zum einen ist Dubrovnik ein teures Pflaster, zum anderen solltest du dir wirklich gut überlegen, wo du deine Unterkunft wählst. Die Altstadt ist komplett autofrei, d.h. du kannst dich von deinem Uber oder Taxi vor einem der drei Stadttore absetzen lassen und musst von dort aus bis zu deiner Unterkunft laufen. Je nach Gepäck kann das schon mal anstrengender werden, da die Altstadt zum Großteil aus Kopfsteinpflaster besteht. Außerdem gibt es vor allem im oberen Teil der Altstadt sehr viele Treppen.
Das Gassengewirr macht die Orientierung nicht leichter, sodass du dir den Weg zur Unterkunft vorher erklären lassen solltest. Falls du dein Gepäck nicht selbst schleppen willst, kannst du auch einen der Gepäckservices nutzen. Am Ploce Tor z.B. findest du einige Anbieter, die dir dann dein Gepäck mit dem Handkarren in die Unterkunft bringen.
Die beste Unterkunft in der Altstadt (Meine Empfehlung!)
Trotzdem ist es wirklich schön, mitten in der Altstadt zu übernachten. Ich habe ein absolutes süßes Apartment* gefunden, das ich wirklich weiterempfehlen kann! Es liegt in einer ruhigeren Ecke im Schatten der Stadtmauer, sodass du selbst im Sommer hier gechillt übernachten kannst.
Alternativ gibt es aber auch rund um die Altstadt sehr viele Hotels und Apartments, die etwas budgetfreundlicher sind. Beliebt ist die Halbinsel Lapad, die sich ein paar Kilometer nördlich der Altstadt befindet. Dort findest du auch mehr Bademöglichkeiten und die Anreise ist nicht so kompliziert. Perfekt also, wenn du auch etwas Beachlife suchst.