Kategorie: Malaysia

Spontan hat es mich nach Malaysia verschlagen, und ich war sofort begeistert. Zwar ist Kuala Lumpur nicht mit Metropolen wie Hong Kong oder Bangkok zu vergleichen, aber die multikulturelle Stimmung hat mich dennoch sehr beeindruckt.

Weiter ging es dann quer durch das Land, von alten Kolonialstädte über Bergidyllen bis hin zu paradiesischen Stränden: Malaysia ist ein absolut vielfältiges Reiseziel.

  • Langkawi: Sehenswürdigkeiten & Tipps für Malaysias Urlaubsinsel

    Langkawi: Sehenswürdigkeiten & Tipps für Malaysias Urlaubsinsel

    Langkawi ist ein beliebter Zwischenstopp auf dem Weg nach Koh Lipe. Aber auch für einen kürzeren Aufenthalt oder sogar einen ganzen Urlaub lohnt sich ein Besuch. Ich verrate dir, was du unbedingt gesehen haben musst und wie du Langkawi ganz smart in deine Route durch Südostasien einbauen kannst.

    Straßenrestaurant mit Pizza- und Seafood-Schildern zwischen Bäumen

    Schöne Strände auf Langkawi

    Wenn du auf Langkawi ähnlich traumhafte Strände mit türkisblauem Wasser wie auf den nahegelegenen thailändischen Inseln, z.B. Koh Lipe, erwartest, muss ich dich leider enttäuschen. Ganz so postkartenreif sind Langkawis Strände leider nicht. Dazu kommt noch eine kleine Besonderheit, auf die ich später eingehe. Dafür findest du hier weniger Partyurlaub, mehr Natur und eine herzliche Kultur.

    Mann verkauft Kokosnüsse vom Boot auf schwimmendem Markt

    Pantai Cenang

    Cenang ist der bekannteste Strand der Insel und der Haupttouristenort. Der Strand ist lang, breit und durchaus schön – der Ort allerdings gewöhnungsbedürftig. Entlang der Hauptstraße reihen sich teils riesige, ziemlich lieblose Betonbauten aneinander, dazwischen findest du aber auch immer wieder verlassene Flächen. Architektonisch gesehen ist Cenang wirklich kein Juwel. Aber am Strand ist super viel Platz, auch für die all-abendlichen Feuershows.

    Menschen spielen Beachvolleyball an einem tropischen Sandstrand
    Feuershow am Strand bei Nacht mit Zuschauern
    Strandrestaurant bei Nacht mit Lichterketten und Palmen

    Pantai Tengah

    Etwas südlich von Cenang liegt Pantai Tengah – und dieser Strand hat mir richtig gut gefallen: Hier ist es ruhiger, gepflegter und deutlich entspannter. Ich war dort im Frangipani Langkawi Resort essen, und auch als Unterkunft machte es einen sehr gepflegten Eindruck. Wenn dir Cenang zu trubelig ist, du aber trotzdem in Laufnähe zur Infrastruktur bleiben willst, ist Pantai Tengah die bessere Basis.

    Paar spaziert an tropischem Strand mit türkisblauem Meer
    Strandcafé mit Lichterketten und Meerblick in Tropenlage

    Tanjung Rhu

    Im Norden der Insel liegt Tanjung Rhu, oft als schönster Strand Langkawis bezeichnet. Der Strand ist deutlich ruhiger als Cenang. Mir hat es hier besonders gut gefallen; die ganze Umgebung ist viel naturbelassener und abgeschieden.

    Touristen am Sandstrand mit Kajaks und Felseninseln im Meer

    Wenn du genau das suchst, lohnt sich ein Blick auf das Tanjung Rhu Resort mit einem eigenen Privatstrand. Die Anlage ist sehr gepflegt und weit weg vom Trubel. Ich habe dort nicht zwar nicht übernachtet, aber die Lage allein fand ich so einmalig, dass ich mir die Anlage für einen eventuellen zweiten Besuch gemerkt habe.

    Touristen entspannen am tropischen Strand mit Bergen im Hintergrund

    Achtung: In den Gewässern rund um Langkawi kommen Würfelquallen vor, deren Gift im schlimmsten Fall tödlich sein kann. Manchmal kommen sie bis an die Strände. Es hat in den vergangenen Jahren tragische Vorfälle gegeben, auch am Pantai Cenang. Erkundige dich daher immer auch nach der aktuellen Lage vor Ort und nehme Warnungen ernst.

    Hier findest du noch mehr Artikel über tolle Reiseziele in Malaysia

    Sehenswürdigkeiten auf Langkawi

    Auch wenn du nur wenige Tage auf Langkawi verbringst, solltest du diese zwei Dinge unbedingt gesehen haben. Diese beiden Sehenswürdigskeiten sind leicht zu erreichen und absolut lohnenswert.

    Sky Bridge & SkyCab

    Die Langkawi SkyBridge ist definitiv ein Highlight, das du nicht verpassen solltest. Mit der Seilbahn geht es in rund 15 Minuten vom Oriental Village hinauf auf den Mount Mat Cincang – und die Aussicht während der Fahrt ist einfach atemberaubend. Bei der Fahrt nach oben kannst du zwischen verschiedenen Kabinenarten und Angebotspaketen wähle. Ich rate dir, hier nicht zu sparen!

    Seilbahn über tropischen Regenwald mit Meerblick auf Langkawi

    Mein Tipp: Gönn dir das Upgrade auf die 360-Grad-Gondel mit Glasboden. Die kostet mehr, dafür hast du einen 360-Grad-Blick und – zumindest bei mir – die Gondel ganz für dich allein, während sich in den Standard-Gondeln die Gruppen drängen. Außerdem sind diese Gondeln offen statt komplett verschlossen und klimatisiert.

    Füße auf Glasboden einer Seilbahn über grünem Wald

    Oben angekommen erwartet dich auf der SkyBridge ein spektakulärer Panoramablick über die gesamte Insel und bei klarem Wetter kannst du sogar bis nach Thailand schauen.

    Hängebrücke auf Langkawi mit Touristen und Bergpanorama
    Seilbahngondeln über bewaldeten Bergen mit Meerblick

    Tipp: Für das gesamte Erlebnis rund um die SkyBridge solltest du dir schon einen halben Tag Zeit nehmen. Die ganze Anlage ist einfach sehr schön gestaltet und an weniger vollen Tagen kann man hier einen entspannten Nachmittag verbringen.

    Spare dir Wartezeit an den Kassen: Kaufe hier die Tickets für SkyCab und SkyBridge*

    Seilbahn über grünen Dschungel mit Meerblick Langkawi

    Mangroven-Tour im Kilim Geoforest Park

    Die Mangroven-Tour durch den Kilim Geoforest Park gehört zu den beliebtesten Ausflügen auf Langkawi – und landschaftlich ist sie das zu Recht. Mit dem Boot geht es durch Mangrovenwälder, vorbei an Kalksteinfelsen, Adlern und Affen.

    Touristenboot auf dem Fluss mit Bergen und Vögeln
    Adler greift einen Fisch aus dem Wasser
    Roter Seeadler fliegt über Baumwipfel am Himmel

    Die Touren schmücken sich leider gern mit dem Label „Eco“, aber so richtig öko ist daran wenig. Auf meiner Tour durften Affen angefüttert werden, andere Teilnehmer hatten extra Bananen dabei. Als ich den Guide darauf ansprach, war die Antwort entwaffnend ehrlich: Egal ob sie es verbieten oder erlauben, es gebe immer Ärger – also sagen sie lieber gar nichts. Dazu kam ein Stopp bei einem Fischrestaurant mit eigener Farm, das auf mich ebenfalls eher fragwürdig wirkte. Eingesperrte Mantarochen aus der Hand füttern wollte ich nämlich nicht.

    Affe sitzt auf Baumwurzeln im Mangrovenwald
    Bootsfahrt durch üppigen Mangrovenwald mit Passagieren in Rettungswesten

    Warum ich die Tour trotzdem empfehle? Alle Anbieter scheinen ohnehin nach demselben Muster zu arbeiten und eine echte Alternative gibt es kaum. Auch wenn du mit Grab oder einem Mietwagen selbst zum Bootsanleger fährst, landest du in den gleichen Booten. Zweitens: das Picknick. Unser Guide hatte für jeden ein selbstgekochtes Curry mit Reis dabei – einfach, aber richtig gut und mit so viel Liebe gemacht, dass es für mich das unerwartete Highlight der Tour war. Bei dem Tourpreis hätte ich damit nie gerechnet.

    Buche hier die Mangroven-Tour auf Langkawi

    Adler fliegen über Mangrovenwald vom Boot aus gesehen
    Greifvogel im Flug vor grünen Bäumen und Felsen
    Lächelnder Reiseführer hält Hufeisenkrabbe vor Touristengruppe
    Mann fotografiert großen Rochen in einem Fischernetz
    Touristenboote am Steg mit Karstfelsen und Mangroven
    Schwarzweißfoto von Wasserspritzern mit Inseln und Bergen

    Essen & Trinken auf Langkawi

    Die kleinen Garküchen an der Straße sind für mich die besten Adressen auf der Insel – unkompliziert, günstig und so herzlich. In den meisten kleineren Lokalen wird nur Bargeld akzeptiert – das war mir anfangs gar nicht bewusst. Als ich dann einmal fast wieder gehen wollte, um vorher zum Geldautomaten gehen, wurde ich von der netten Mitarbeiterin vehement davon abgehalten: Ich könne ganz entspannt vorher essen und trinken, und später könne ich ja dann wieder vorbeikommen, um meine Rechnung zu begleichen – müsse auch nicht sofort sein, wann immer ich Zeit hätte, auch am nächsten Tag. Ich war richtig gerührt von soviel Herzlichkeit und Vertrauen. Allerdings habe ich mich dann daran erinnert, dass ich so etwas schon öfter gerade in Malaysia erlebt habe; Freundlichkeit ist hier wirklich allzugegen.

    Belebter Nachtmarkt mit Lichterketten und vielen Menschen

    Was du wissen solltest: Langkawi ist muslimisch geprägt, und viele lokale Restaurants schenken keinen Alkohol aus. Ich lebe seit einiger Zeit sober, für mich war das also kein Thema – aber wenn das Sundowner-Bier fest zu deinem Urlaubsbild gehört, musst du damit rechnen, dass du nicht in jeder Strandbar fündig wirst. Kurioserweise ist Langkawi gleichzeitig zollfreies Gebiet und in den zahlreichen Duty-Free-Shops bekommst du Alkohol günstiger als vielleicht anderswo im Land.

    An der Hauptstraße von Cenang findet abends der übliche Night Market mit vielen Street-Food-Ständen statt. Die perfekte Gelegenheit sich durch viele verschiedene Spezialitäten zu probieren. Denk nur an Bargeld, Kartenzahlung wird in der Regel nicht akzeptiert.

    Gebratene Nudeln mit Gemüse und Limette vom Streetfood-Stand

    Übernachten auf Langkawi

    Bamboo Cottage – hier habe ich die meisten Nächte verbracht, und es war genau mein Ding: einfache Zimmer, aber eine sehr familiäre Atmosphäre, ein schöner Pool und das Ganze komplett eingebettet ins Grüne. Zum Cenang Beach ist es leider etwas abgelegen. Laufen geht theoretisch, führt aber größtenteils an der Hauptstraße entlang und macht wenig Spaß – nimm besser ein Grab. Wenn du Natur und Ruhe statt Strandnähe suchst, bist du hier aber richtig.

    Rote Holzhütten in tropischer Landschaft mit Palmen und Bergen

    Villa Abadi Resort – meine Wahl für die letzte Nacht, weil sie praktisch zum Telaga Harbour liegt, von wo morgens die Fähre nach Koh Lipe ablegt. Wenn du dieselbe Route planst, ist das die entspannteste Lösung.

    Tropischer Pool mit Springbrunnen im Villa Abadi Resort

    Frangipani Langkawi Resort – War nur zum Essen hier. Aber Anlage und Strandabschnitt am Pantai Tengah machten einen so gepflegten Eindruck, dass ich es ein bisschen bereut habe, nicht auch hier übernachtet zu haben.

    Tropisches Resort mit blauem Swimmingpool und Meerblick
    Tropisches Resortpool mit Palmen und Meerblick

    Fortbewegung auf Langkawi

    Langkawi ist zwar eine Insel, dennoch können die Entfernungen schon mal etwas größer sein. Von Cenang bis hinauf in den Norden zum Tanjung Rhu Beach bist du mit dem Auto gut 45 Minuten unterwegs. Öffentliche Verkehrsmittel habe ich auf Langkawi nicht genutzt; dafür ist Grab sehr günstig und nahezu überall auf der Insel verfügbar.

    Wenn du längere Ausflüge planst und Langkawi in deinem eigenen Tempo erkunden willst, kannst du auch direkt am Flughafen einen Mietwagen nehmen. Das Verkehrsnetz ist gut ausgebaut und der Verkehr im Allgemeinen relativ entspannt. Achte aber darauf, dass auf Langkawi, wie in ganz Malaysia, Linksverkehr herrscht.

    Hier findest du Angebote für Mietwagen auf Langkawi

    Für Tagesausflüge würde ich ein Auto mit Fahrer empfehlen. Du kommst so bequem zu vielen Sehenswürdigkeiten der Insel. Viele Uber-Fahrer bieten auch Tagesraten an. Falls du also einen größeren Ausflug planst und einen sympathischen Fahrer triffst, sprich ihn einfach darauf an.

    Ist dir das zu unsicher, und du möchtest lieber einen Fahrer eines offiziellen Touranbieters im Voraus buchen, kannst du das hier online:

    Privatfahrer auf Langkawi für 8 Stunden und bis zu 5 Personen inkl. Auto*

    Gut zu wissen: Praktische Tipps

    Anreise: Ich bin mit Scoot direkt von Singapur nach Langkawi geflogen. Die Einreise war völlig unkompliziert. Hier findest du günstige Flüge

    Geld: Bezahlt wird auf Langkawi in malaysischen Ringgit. (MYR) Kartenzahlung ist besonders in kleinen Lokalen oder Straßenständen nicht verbreitet – oft wird dort nur Bargeld akzeptiert. Geldautomaten oder Wechselstuben findest du aber immer z.B. im Zentrum von Cenang oder am Flughafen.

    Malaysischer Straßenimbissstand mit Grillspießen und bunten Schildern
    An Straßenständen kann oft nur bar gezahlt werden.

    Wie viele Tage solltest du für Langkawi einplanen? Da ich noch weitergereist bin, fand ich vier Nächte ausreichend, um ein bisschen was von der Insel zu sehen und aber auch zu entspannen.

    Alkohol: Malaysia ist muslimisch geprägt und auch in Langkawi gibt es einige Lokale, in denen kein Alkohol ausgeschenkt wird. Langkawi ist außerdem keine Partyinsel.

    Weiter nach Koh Lipe: Mit der Fähre ab Telaga Harbour

    Falls Koh Lipe auf deiner Route liegt, ist Langkawi mein Tipp für dich. Statt nämlich komplizierte und lange Wege mit Mini-Vans und Speedbooten in Kauf zu nehmen, ist es mit der Fähre von Langkawi bis nach Koh Lipe nur ein Katzensprung.

    Auf der Insel gibt es zwei Häfen mit einer Fährverbindung nach Koh Lipe: Telaga Harbour und Kuah Jetty am anderen Ende Langkawi. Der Telega Harbour ist nur eine kurze Autofahrt von Cenang und vom Flughafen entfernt. Außerdem ist der Flughafen von Langkawi gut an die malaysische Halbinsel angebunden, es gibt Direktflüge z.B. nach Kuala Lumpur, Singapur oder Penang.

    Die (zugegeben kleine) Fähre ist übrigens deutlich angenehmer als die Speedboote, die Koh Lipe vom thailändischen Festland anfahren.

    Achtung: Die Fähre verkehrt nur in der Hauptsaison von ca. Mitte Oktober bis Mitte Juni.

    Buche hier Fährtickets von Langkawi nach Koh Lipe

    Zum Weiterlesen: Hier findest du meinen kompletten Guide für Koh Lipe und meinen Inselhopping-Guide für die Andamanensee

    Tropischer Marktstand mit Bananen, Mangos, Drachenfrucht und Ananas

  • Perhentian Islands: Tipps für das Schnorchel- und Strandparadies in Malaysia

    Perhentian Islands: Tipps für das Schnorchel- und Strandparadies in Malaysia

    Eigentlich hatte ich mir die Anreise auf die paradiesischen Perhentian Islands in Malaysia anders vorgestellt. Immer härter schlugen die Wellen gegen die kleine Nussschale, in der wir saßen, und ich dachte mittlerweile daran, von wieviel Kameraequipment ich mich verabschieden musste, wenn die nächste Welle ins Boot schwappte oder gar schlimmer, wir alle aus dem Boot fielen.

    Perhentian Islands Pulau Perhentian Besar Malaysia Strand
    Traumstrände direkt vor der Tür: Das Coral View Island Resort liegt am Strand.

    Angst um mein Leben oder zu ertrinken hatte ich komischerweise nicht. Das mag daran liegen, dass ich mich im Wasser immer sicher fühle und dank jahrelangem Schwimmunterricht in jungen Jahren  mich auch ganz gut darin bewegen kann (wenigstens eine Sportart, die mir leichtfällt!). Oder aber daran, dass die Überfahrt von den Perhentian Islands zurück zum Festland nur vierzig Minuten dauert und über ziemlich übersichtliche und gut befahrene Gewässer führt – irgendwer würde uns schon aus dem Wasser fischen, wenn alle Stricke reißen. Und mit Schwimmweste (die gab’s zum Glück) und bei 27 Grad Badewannen-Wassertemperatur könnte man es doch einige Zeit im Wasser aushalten.

    Die scheinbar raue See war ja auch nicht das Problem, sondern die nicht wirklich hochseetauglichen Boote, die als Wassertaxi oder Fährservice die Perhentians mit dem Festland verbinden. Auf einer großen Fähre hätte man wahrscheinlich nichts gemerkt. Aber die kommen erst gar nicht an die Perhentians ran. Denn einen Hafen gibt’s nicht. Asphaltierte Straßen? Auch nicht. Busse? Autos? Nein. Nix von alldem. Und so liegen die beiden Perhentian Islands, Perhentian Besar (die große Insel) und Perhentian Cecil (die kleine Insel), wie zwei verlorene Inseln vor der Küste Ost-Malaysias.

    Perhentian Islands Malaysia Traumstrände Perhentian Besar

    Perhentian Islands: Das Tauchparadies in Malaysia

    Laut Lonely Planet sollen die Perhentians das fünftschönste Tauchrevier der Welt sein. Das wusste ich als Tauchbanause vorher gar nicht. Überhaupt war mir Tauchen immer suspekt. Wasser an sich ist zwar mein Element, aber dann richtig abtauchen, nur mit einer Sauerstoffflasche zum Atmen, und dann noch die Sache mit dem Druck! Nachher vertrage ich den Druckunterschied nicht, kriege Probleme mit dem Druckausgleich, meine Ohren spielen verrückt, ich drehe durch, mir platzt das Trommelfell, das sich nicht mehr erholen will – und zack, hallo Fluguntauglichkeit forever.

    Ziemlich blöd als Flugbegleiterin, die eigentlich keinen Bock hat, auf ihre alten Tage nochmal umzuschulen. Gut, vielleicht jetzt dramatisch, aber so bin ich halt mit dem Tauchen. Irgendwann in den letzten Jahren habe ich mich auf Koh Phangan dem Schnorcheln genähert – und da dachte ich zum ersten Mal beim Anblick bunter Korallenriffe und süßer Fischchen: Tauchen wäre vielleicht doch was.

    Perhentian Islands Pulau Perhentian Besar Malaysia Strand
    Die Perhentian Islands haben Strände wie aus Robinson Crusoe: In der Nebensaison ist man fast allein auf Perhentian Besar.

    Aber es brauchte noch einmal Schnorcheln auf den Perhentians, um mir wirklich sicher zu sein – ich komme wieder, und dann mit mehr Zeit zum Tauchen! Leider habe ich unter Wasser keine Bilder gemacht. Dafür habe ich die schönsten in meinem Kopf, und das ist ja auch was wert: Auf unserem Schnorchelausflug haben wir so ziemlich alles an Unterwasserleben gesehen, was die Riffe direkt vor Perhentian Besar zu bieten haben: leuchtende Clownfische, riesige und unfassbar schnelle Meeresschildkröten und anderthalb Meter lange Haie.

    Und da gerade Saisonende war, waren wir eh nur zu dritt auf dem Boot. Man hatte auch nicht das Gefühl, überfallartig die Unterwasserwelt zu stören, sondern konnte sich einfach an der Natur erfreuen. Leider heißt Saisonende auch beginnende Regenzeit, und so war das Wetter nicht mehr ganz so strahlend und unser Guide versicherte uns, dass das für mich schon spiegelglatte Wasser in der Saison noch glatter, klarer und überhaupt toller wäre. Das muss ich mir wohl doch nochmal selbst anschauen. Denn sogar mit schlechtem Wetter waren die Perhentians doch schon ganz schön beeindruckend.

    Auch eine komplette Malaysia Rundreise lohnt sich!
    Mehr Reiseberichte findest du im Malaysia Blog

    Perhentian Kecil oder Perhentian Besar? Große oder kleine Insel?

    Die Wassertaxis fahren beide Inseln an, und auf Grund der beschränkten Kapazitäten vor Ort bietet es sich auf den Perhentians entgegen der allgemeinen Reisegewohnheiten in Südostasien an, sich schon im voraus um eine Unterkunft zu bemühen. Relativ teuer ist es auch, Malaysia ist sowieso nicht das Unterkunftsparadies Thailand, aber hier auf den Inseln ist Übernachten nochmals etwas teurer. Dazu kommt auch, das man sich essenstechnisch nicht wirklich selbst versorgen kann, außer ein paar kleinen resorteigenen Buden mit Chips und Kräckern habe ich nicht viel gesehen. Einsame Insel halt.

    Ich hatte übrigens ja das Vergnügen, Unterkünfte auf beiden Inseln zu testen. Eigentlich war ich ja nur auf Perhentian Besar und habe einen Tag Bekannte auf der Nachbarinsel Perhentian Kecil besucht – und gemerkt, das das mit den Wassertaxis, die die Insel verbinden, gegen Saisonende gar nicht so einfach ist. Oder auch mal komplett nicht funktioniert, weil der Wellengang zu hoch ist. So habe ich dann eine ungeplante Nacht auf der anderen Insel einlegen müssen – mit nix als meinem Strandbeutel. Aber so entstehen ja die schönsten Geschichten, nicht wahr? Jedenfalls hat die spontane Strandparty unter Einheimischen mit ein paar verlorenen Touristen wie uns, die jetzt schon eindeutig in der Minderheit waren, es wieder rausgerissen. Und ein bisschen Abenteuer im Paradies ist nie verkehrt.

    Auf welcher Insel bleiben? Perhentian Besar oder Perhentian Kecil?

    Mein Tipp ist also: Unbedingt Unterkünfte vorher auskundschaften und reservieren. Frage dich dann, was du eher möchtest: Ruhe und eine familienfreundlich Umgebung? Dann empfehle ich dir eine Unterkunft auf Perhentian Besar. Oder ist dir eher nach entspanntem Hippie-Style und Backpacker-Atmosphäre mit gelegentlichen nächtlichen Feuershows am Strand bei billigem Fusel aus der improvisierten Kühlbox-Strandbar? Dann lieber Perhentian Kecil. Mir hat übrigens beides gefallen!

    Perhentian Islands Long Beach Pulau Perhentian Kecil Malaysia
    Kurz vor Saisonende auf den Perhentian Islands kann das Wetter schon mal umschlagen. Die Farben des Wassers am Long Beach auf Perhentian Kecil sind trotzdem genial.

    Grundsätzlich sind aber beide Inseln sehr ruhig, es gibt nicht viel außer Strand, Schnorcheln und Tauchen – Essen gehen beschränkt sich meist auf die resorteigenen Lokale, die aber frei zugänglich sind. Und leider meist nicht besonders gut, wie ich fand. Aber wahrscheinlich war ich einfach nur noch vom Foodiehimmel in Georgetown verwöhnt, wo ich vor den Perhentians war.

    Anreise & Tipps

    Wie kommt man auf die Perhentian-Inseln?

    Die famosen Wassertaxis bringen einen vom Anleger in Kuala Besut auf die Inseln. Kommt man mit dem Flugzeug wie ich, ist der nächste Flughafen Kota Bharu, der von Kuala Lumpur und Penang direkt angeflogen werden kann.

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    Von dort aus dauert es noch eine etwa einstündige Taxifahrt, um den Bootsanleger zu erreichen. Direkt am Gepäckband steht auch sofort ein Stand, an dem Taxitickets verkauft werden. Es gibt bestimmt auch noch günstigere Lösungen, aber meist findet sich jemand, mit dem man sich ein Taxi teilen kann. Trotz der relativ langen Strecke kostet es in meiner Erinnerung nicht die Welt. Flüge finden sich immer wieder auch spontan zu guten Preisen.

    Perhentian Islands Malaysia Traumstrände Perhentian Besar

    Übernachten auf den Perhentians

    Unterkünfte sind so eine Sache auf den Perhentians. Malaysia gehört grundsätzlich nicht zu den günstigsten Ländern für Budget-Traveller. Auf den Perhentian-Inseln ist das Preisniveau noch einmal etwas höher. Und die Kapazitäten sind limitiert.

    Hotels auf den Perhentians am besten im Voraus buchen!
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    Gerade in der Hochsaison, dem europäischen Sommer, bietet es sich an, seine Unterkunft im Voraus zu buchen. Mir persönlich fällt das in Südostasien immer schwer; ich buche selten weit im Voraus, aber auf den Perhentians können die besseren Optionen schnell ausgebucht sein. Man darf sich allerdings keine Illusionen machen, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist nicht besonders.

    Vor allem die Essenssituation auf Perhentian Besar fand ich schwierig, ich habe außer einem kleinen Shop im Perhentian Islands Resort mit einsamen Chipstüten keine Möglichkeit gefunden, mich auch mal selbst zu versorgen. So ist man rund um die Uhr auf die Restaurants der Resorts angewiesen, die leider nicht besonders gut sind. Klar, ist ja auch eine Insel, zu der alles extra angeliefert werden muss. Auf Perhentian Kecil schien mir die Situation etwas besser, dafür ist es dort nicht ganz so ruhig und beschaulich wie auf Perhentian Besar.

    Meine Hotel-Tipps für die Perhentian Islands

    Ich habe im The Barat Perhentian übernachtet, einfache Hütten in Strandnähe. Wer keinen Luxus braucht, sollte zufrieden sein. Auf Perhentian Kecil wurde zu meinem Aufenthalt sehr viel am Long Beach gebaut, dort habe ich spontan eine Nacht im Rock Garden Resort verbracht. Das ist wirklich mega basic, aber durch die Hanglage irgendwie auch sehr hübsch. Das ist allerdings nur etwas für dich, wenn dir Treppensteigen nichts ausmacht, denn die Hütten befinden sich auf einem steilen Hang. Rundherum befinden sich neue und bessere Anlagen. So wie es mir aber schien, könnte es in Zukunft auch etwas zu viel werden.

    Beste Reisezeit für die Perhentian Islands

    Unbedingt zu beachten ist die Saison auf den Perhentian-Inseln, die nur von März bis Oktober dauert – ich war gegen Ende Oktober dort und während die Hinfahrt noch okay war, war die Rückfahrt mit dem Boot doch schon um einiges abenteuerlicher als oben beschrieben. Außerhalb der Saison schließen alle Resorts, und es wird monsunbedingt ungemütlich – die Perhentians sind also kein Ganzjahresparadies.

    Wenn du aber auf paradiesische Strände und eine tolle Unterwasserwelt stehst und dich mal so richtig entspannen möchtest, dann kann ich dir einen Trip auf die Perhentians nur empfehlen.

    Perhentian Islands Malaysia Sonnenuntergang Moschee Perhentian Kecil
  • Ipoh, Malaysia: Sehenswürdigkeiten & Tipps von Food bis Street Art

    Ipoh, Malaysia: Sehenswürdigkeiten & Tipps von Food bis Street Art

    Oft sind es ja die Orte, die eigentlich kein Schwein kennt, die den Unterschied machen. Nicht, dass Kuala Lumpur auf meiner Reise durch Malaysia im letzten Oktober nicht interessant gewesen wäre. Oder Singapur, wo ich später war. Hat ja auch seinen Grund, warum Tausende Touristen aus aller Welt hinpilgern. Aber am Ende sieht man auch nur das, was man schon aus etlichen Reiseführern oder neuerdings immer öfter aus seinem Instagramfeed kennt. Das mal live und in Farbe zu sehen, ist natürlich auch spannend – aber am Ende haben auch Orte wie Ipoh in Malaysia seinen Reiz, eben genau weil diese noch nicht so durchgenudelt sind.

    ipoh

    Wenn ich länger unterwegs bin, dann mache ich also gerne Halt an nicht ganz so überlaufenen Orten. Einfach, um mal vom üblichen Touristenstrom abzuweichen. Ganz so untouristisch ist Ipoh auch nicht – allerdings stammt die große Mehrheit der Besucher aus China, westliche Touristen scheinen Ipoh kaum zu kennen. Und das, obwohl Ipoh ein echt schöner Zwischenstopp für 1-2 Tage ist, wenn man in Malaysia unterwegs ist.

    Auf meinem Malaysia Blog kann du noch viel mehr über Malaysia erfahren

    Die Altstadt von Ipoh

    Die Altstadt ist klein, aber fein, mit vielen Gebäuden aus der Kolonialzeit. Und einigem an Street Art – was schon mal eine schöne Einstimmung auf Georgetown ist, falls man sich auf dem Weg dorthin befindet. Die meisten Murals sind leicht zu finden, sogar über Google Maps. Oder man besorgt sich eine Karte beim Fremdenverkehrsbüro. Die sind sowieso in Malaysia sehr gut organisiert – auch was, womit ich nicht gerechnet hätte.

    ipoh

    Über den Ipoh Heritage Trail kommt man an allen sehenswerten Gebäuden der Stadt vorbei – aus einer Zeit, in der Ipoh wegen seiner nahen Zinnvorkommen noch so reich war, dass es die „Stadt der Millionäre“ genannt wurde. Und immer wieder gibt’s kleine Gassen und schöne Details zum Erforschen und Entdecken. Gerade der Umstand, dass Ipoh eben nicht so glatt poliert ist und an vielen Stellen immer noch einen leicht morbiden Vintage-Charme hat, macht die Altstadt so besonders.

    ipoh
    ipoh

    Die Concubine Lanes

    Das Touristen-Epizentrum von Ipoh ist die Concubine Lane, eine schmale Gasse gespickt mit Geschäften, Restaurants und Straßenständen. Von den Concubine Lanes gibt es eigentlich drei; in grauer Vorzeit hat ein Zinnbaron jeder seiner drei Frauen eine Straße geschenkt, und ließ sie dort für ihre eigene Kasse die Mieten eintreiben – daher auch drei Concubine Lanes. Heute spielt sich das Treiben hauptsächlich auf einer einzigen Straße ab, der Lorong Paglima, die gemeinhin als Concubine Lane bekannt ist.

    ipoh

    Auf der heutigen Market Lane, der Second Concubine Lane, findet man zwar keine Geschäfte, kann sich aber in Ruhe Street-Art-Murals und mit gutem Auge hindrapierte Accessoires wie zum Beispiel einen uralten Käfer anschauen. Nur das mit den Schirmen… ist irgendwie auch schon oll… im wahrsten Sinne des Wortes.

    ipoh

    Wohl am detailreichsten errichtetes Schmuckstück in der Altstadt von Ipoh ist der Kong Heng Square, ein kleiner Häuserblock mit Geschäften und Cafés. Und wirklich toll gemacht. Die Bäume, die einfach so seit Jahrhunderten im Innenhof wachsen und einfach in die Neugestaltung der Gebäude integriert wurden, lassen einen sich fühlen wie in Angkor Wat.

    ipoh

    Ein bisschen zu sehr auf das Hipster-Publikum abgestimmt, trotzdem kann man hier schön in den kleinen Shops handgemachte Mitbringsel shoppen und gut in den Cafés und Restaurants essen und trinken.

    ipoh

    Street Art in Ipoh

    Was in Georgetown auf der malaysischen Insel Penang funktioniert, muss auch in Ipoh funktionieren. Muss sich wohl irgendjemand gedacht haben. Georgetown ist mittlerweile nämlich bekannt für seine größtenteils interaktiven Murals, die vor allem durch den Litauer Ernest Zacharevic bekannt geworden sind. Der hat sich mit einigen Werken in Penang sogar den Spitznamen „Banksy aus Malaysia“ eingehandelt und vor seinen Murals in Georgetown stehen Touristen sogar endlos Schlange, um auch mal ein Foto zu ergattern.

    Soweit ist es in Ipoh noch nicht. Aber Street Art findet sich trotzdem überall. Es gibt sogar neben der bekannteren Market Lane auch eine komplette Gasse nur mit Street Art, die Mural Arts Lane. Teils schön, teils weniger, in jedem Fall aber nicht so überlaufen wie in Georgetown. Da die Altstadt auch sehr übersichtlich ist und viele Werke zentral liegen, kann man sich in nur kurzer Zeit eigentlich alle interessanten Murals anschauen.

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    Night Market: Das Nachtleben von Ipoh

    Wie es sich für Südostasien gehört, gibt’s auch in Ipoh einen Nachtmarkt. Der befindet sich aber außerhalb der Altstadt, und wenn man wirklich nach Einbruch der Dunkelheit hinwill, nimmt man sich besser ein Taxi. Uber oder Grab (das ist meist noch etwas günstiger als Uber und außerdem beliebter). Der Weg zu Fuß ist zwar nicht weit, aber die Straßen unterwegs sind eher düster – und das war mir die Ersparnis nicht wert.

    ipoh

    Der Markt an sich ist leider nicht besonders spektakulär, hauptsächlich wird gefälschter China-Schnickschnack und belangloser Klimbim angeboten. Wer also auf der Suche nach einheimischem Kunsthandwerk oder sonstigen authentischen Mitbringseln ist, wird hier wohl eher nicht fündig.

    Dafür gibt es hier aber spannendes Street Food: An einer Straßenecke gibt’s ein Restaurant namens Lou Wong, das wohl für sein Hühnchen mit Reis und Sojabohnensprossen bekannt ist. Jedenfalls ist der Laden der vollste und größte weit und breit, und eine Karte gibt’s auch nicht. Denn es gibt eh nur das eine Gericht auf einfachem orangefarbenem Plastikgeschirr, wahlweise Hühnchen oder die vegetarische Variante (was wahrscheinlich dann einfach das Ganze ohne Hühnchen ist). Bestellt wird mit Händen und Füßen, Englisch spricht niemand. Ist aber auch egal. Hauptsache lecker – und eine Empfehlung ist das Lokal für abenteuerlustige Esser allemal wert.

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    Ipoh fand ich wirklich ganz hübsch, und hätte ich nicht nur drei Wochen insgesamt für die gesamte Reise Zeit gehabt, wäre ich wahrscheinlich noch etwas länger geblieben. Auch, um das Umland zu erkunden. Ich denke, gerade für Langzeitreisende ist Ipoh bestimmt eine gute Abwechslung, um mal vom vielen Reisen runterzukommen und einfach nur mal ein paar Tage durchzuhängen.

    ipoh

    Von und nach Ipoh

    Ipoh liegt nördlich der Cameron Highlands auf dem Weg nach Penang/Georgetown und bietet sich auch daher perfekt als Zwischenstopp an. Außerdem ist Ipoh absolut verkehrsgünstig gelegen: Es gibt eine Zugverbindung nach Kuala Lumpur, einen Flughafen mit Verbindungen innerhalb Malaysias und nach Singapur sowie einen großen Busbahnhof außerhalb der Stadt, von dem man in alle Landesteile kommt. Busfahren ist in Malaysia überhaupt sehr empfehlenswert, günstig und viel komfortabler, als man sich vorstellt!

    Übernachten in Ipoh

    In Ipoh gibt es einige nette Übernachtungsmöglichkeiten. Individuell, stylisch und doch bezahlbar:

    M Boutique Hotel – Etwas außerhalb der Altstadt, aber dank Uber, das auch in Ipoh super funktioniert, absolut problemlos erreichbar.
    De Café & Rest House – Nicht nur sehr empfehlenswertes Café, sondern auch neues Kapselhotel. Ideal für Alleinreisende. Leider keine Privatzimmer, dafür aber einmalige Lage in der Altstadt!
    The Happy 8 Retreat @ Old Town Ipoh – Ebenfalls mitten in der Altstadt, schönes Boutiquehotel mit einmaliger Inneneinrichtung im Dschungelstyle.

  • Cameron Highlands: Das Outdoor-Highlight in Malaysia!

    Cameron Highlands: Das Outdoor-Highlight in Malaysia!

    Wenn ich das erste Mal in einem Land bin wie neulich in Malaysia, dann will ich immer sofort alles sehen. Am besten das ganze Land auf einmal. Ziemlich utopisch. Also versuche ich so zu planen, dass ich ein paar wenige, dafür aber möglichst verschiedene Gegenden bereise. Das geht in Malaysia zum Glück gut, das Land ist klein und mit Bus, Bahn, Auto, Flugzeug oder Boot kommt man schnell und bequem voran.

    Nach einem Wochenende Kuala Lumpur fuhr ich also mit dem Bus weiter in die Cameron Highlands, nach Tanah Rata. Mitten ins Inland, mitten in die Berge, mitten in die Teeplantagen. Natur pur. Und so ziemlich das totale Gegenteil von busy Kuala Lumpur. Und die frische Luft erst. Ein bisschen kühler – aber sommerlich angenehm. Und die Natur hier tat mir richtig gut: Was man alles in den Cameron Highlands unternehmen kann, erfahrt ihr in diesem Artikel!

    Cameron Highlands Malaysia Teeplantagen
    Sattes Grün überall: Die Teeplantagen in den Cameron Highlands in Malaysia.

    Lust auf mehr Malaysia?
    In meinem Malaysia Blog findest du mehr Inspiration für deinen Trip

    Cameron Highlands: Malaysias Teeparadies

    Die Teeplantagen sorgen dafür, dass die Landschaft übersät ist mit sattgrün leuchtenden Feldern. Denn für unseren Tee pflückt man immer nur die ganz jungen, hellgrünen Blätter, während die älteren, dunkelgrünen am Strauch bleiben. Und so ziehen sich die Teeplantagen wie eine hellgrüne Decke über die Berglandschaft der Cameron Highlands. Die Teeplantagen hier sind übrigens – wie sollte es auch anders sein – eine Erbschaft der Engländer, die hier zu Kolonialzeiten perfekte Bedingungen fanden, um ihren geliebten Tee anzubauen. Mildes tropisches Klima, nicht zu warm, nicht zu kalt.

    Cameron Highlands Teeplantagen Boh Tea
    An den grünen Bergen in den Cameron Highlands konnte ich mich einfach nicht satt sehen.

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    Original BOH Tee aus den Cameron Highlands

    Ungefähr genau zu der Zeit, als ich in Malaysia war, bin ich zur absoluten Teetrinkerin geworden. Und nachdem ich sozusagen direkt an der Quelle in den Cameron Highlands richtig guten Tee genießen durfte, bin ich nun ziemlich anspruchsvoll was guten Tee angeht.

    Aber zum Glück kann ich mir mein Teeglück aus den Cameron Highlands jetzt direkt nach Hause bestellen! Im Salacca Teehaus findest du die unterschiedlichsten Sorten BOH Tee aus Malaysia!

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    Und nicht nur den Tee brachten die Engländer mit, sondern auch jede Menge Landrover, um durch die abenteuerliche Landschaft zu kommen. Bis heute findet sich die weltweit höchste Dichte an Landrovern in den Cameron Highlands!

    Sonnenaufgang in den Cameron Highlands: Die Magie der Natur

    Als Stadtkind hielt ich mich nie für besonders naturverbunden. Was sich aber seit einiger Zeit ändert. Liegt vielleicht am Alter, oh je. Oder daran, dass Berlin, die Stadt, in der ich wohne, einfach zu sehr Stadt ist: zu rauh, zu grau, zu voll. Das nervt und lässt meine Begeisterung für das Stadtleben manchmal schwinden. In fremden Städten finde ich mich dafür aus dem Stand gut zurecht. New York, Bangkok, São Paulo – egal. Große Städte sind mein Revier. Und sie beeindrucken mich gerade gar nicht mehr, weil die Herausforderung fehlt.

    Cameron Highlands Sonnenaufgang
    Unbedingt mitmachen: Eine Tour zum Sonnenaufgang mitten in den Bergen der Cameron Highlands ist ein unvergessliches Erlebnis.

    Was mich dafür aus den Latschen haut: Ein ganz simpler Sonnenaufgang. Sieht man in Berlin höchstens beim Heimkommen vom Club. Aber ein Sonnenaufgang über den Bergen der Cameron Highlands, voll mit sattgrünen Teeplantagen und ursprünglichem tropischen Wald – das ist echt aus-den-Latschen-hauend. Und plötzlich ist man eingesogen in diesen großen Naturalltag – und selbst ganz klein.

    Der Mossy Forest in den Cameron Highlands

    Die Teeplantagen sind schon mal beeindruckend. Aber in den Cameron Highlands trifft man auch auf einen Streifen Regenwald, hoch oben in den Bergen. Feucht, und über und über mit Moos bedeckt.

    Cameron Highlands Mossy Forest Baum mit Moos
    Das Moos im Mossy Forest wächst nur langsam, daher steht ein großer Teil des Gebiets unter Naturschutz.

    Das braucht unfassbar lange, um nur ein paar Millimeter zu wachsen. Daher gibt es einen Teil des Mossy Forests, den man über einen Holzsteg erkunden kann – und am besten macht man das frühmorgens, denn ansonsten muss man das beeindruckende Naturerlebnis mit vielen anderen Touristen teilen.

    Cameron Highlands Mossy Forest Regenwald Malaysia
    Beeindruckend: Ein Regenwald mitten in den Bergen der Cameron Highlands.

    Tipps für die Cameron Highlands: Tee trinken und wandern

    Es gibt zwei große Produzenten mit Teeplantagen in den Cameron Highlands: BOH Tea und Bharat. Beide unterhalten Besucherzentren, in denen man Tee einkaufen, probieren und sich bei der Herstellung ansehen kann. Oder man läuft einfach durch die grünen Felder. Auch schön.

    Cameron Highlands Schmetterlingsfarm Schmetterling schwarz

    Rund um Tanah Rata gibt es zahlreiche Wanderwege. Die sind zwar nicht unbedingt gut ausgeschildert, aber in so ziemlich jeder Unterkunft gibt es mehr oder weniger genaue Karten. Nur sollte man echt vorsichtig sein, die Wege sind mitunter abenteuerlich und verletzt irgendwo im malaysischen Urwald liegen ist doof. Also besser mindestens zu zweit losgehen und ein kleines Survival-Kit mit Wasser, Handy etc. immer dabei haben.

    Noch ein großer Touristenmagnet in den Cameron Highlands sind übrigens die Erdbeerfarmen. Aber das hat mich jetzt nicht besonders vom Hocker gerissen. Die Butterfly Farm ist klein und übersichtlich, vermittelt aber dennoch einen schönen Eindruck von der Natur rundherum. Und ich habe dort zum ersten Mal Schmetterlinge gesehen, die so groß waren (und auch fast so aussahen) wie Fledermäuse.

    Übernachten in den Cameron Highlands bzw. Tanah Rata

    Unterkünfte in Tanah Rata sind vom Preis-Leistungs-Verhältnis teurer als anderswo – und auch wesentlich einfacher. Macht aber nichts, denn in den Cameron Highlands läuft man ja eh den ganzen Tag nur herum und fällt abends todmüde von soviel Sauerstoff und Naturspektakel ins Bett. Zwei beliebte Unterkünfte (die mir sogar von meinem Uber-Fahrer in Kuala Lumpur empfohlen wurden) sind Gerard’s Place und Father’s Guesthouse, die zusammen gehören, und ähnlich im Style sind: Einfache Zimmer, aber zweckmäßig und angenehm kommunikative Backpacker-Atmosphäre.

    Cameron Highlands Tanah Rata Street Food Nasi Lemak

    In Tanah Rata gibt’s eine gute Auswahl an Restaurants und Cafés, sogar einen Starbucks, für die, die es gar nicht ohne aushalten. Das beste Frühstück fand ich aber am Straßenrand, an einem der Self-Service-Stände mit Plastikhockern und Klapptischen. Mit viel Reis, Chili und pappsüßem Nescafé. Hört sich skurril an. War’s auch. Und unglaublich lecker.

    Camreron Highlands Street Food Stand am Straßenrand
  • Die 10 besten Sehenswürdigkeiten in Kuala Lumpur

    Die 10 besten Sehenswürdigkeiten in Kuala Lumpur

    Malaysia, wo fängt man da nur an? Ich bin ja die beste Reiseplanerin überhaupt. Nicht. Während andere sich schon Monate vorher ausgeklügelte Routen ausgedacht und ganze Tage durchgeplant haben, weiß ich ungefähr mit Glück drei Tage vorher, in welche Richtung ich überhaupt aufbreche. Ich hasse Planen. Und so wusste ich über Malaysia auch nur das, was ich noch im Schnelldurchgang aus dem Reiseführer rauslesen konnte. War nicht viel. Egal, ganz unvorbelastet mit eigenen Augen erleben ist eh spannender und so erkundete ich die schönsten Sehenswürdigkeiten in Kuala Lumpur.

    kuala lumpur

    Kuala Lumpur Sehenswürdigkeiten & ein paar Facts

    Ein paar grobe Fakten über Kuala Lumpur, bevor ich euch mit ein paar wirklich coolen Tipps für euren Kuala-Lumpur-Besuch versorge:

    • Kuala Lumpur ist die Hauptstadt Malaysias und ist für eine asiatische Großstadt mit ca. 1,6 Millionen Einwohner eher mini
    • Die Petronas Towers sind DAS Wahrzeichen der Stadt und WAREN mal das höchste Gebäude der Welt, sind dafür aber immer noch die höchsten Zwillingstürme der Welt
    • Multikulti: In Kuala Lumpur leben wie auch im Rest Malaysias die verschiedensten Kulturen und Religionen auf engstem Raum: Chinesen, Malaien, Inder, Araber, Buddhisten, Muslime, Christen, Hindus – hier findet jeder seinen Platz.

    Petronas Twin Towers

    In Kuala Lumpur kommt man an den Petronas Towers nicht vorbei. Blitzblank poliert und mit interessanten Formdetails sind die Zwillingstürme ein außergewöhnliches Stück Architektur. Von der riesigen Höhe ganz abgesehen. Rauf kann man übrigens auch.

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    kuala lumpur

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    Merdeka Square

    Ein bisschen was für Geschichtsinteressierte: Hier wurde 1957 erstmals die malaiische Flagge gehisst und die Unabhängigkeit von Großbritannien gefeiert. Eigentlich nur ein großer Rasen, war ja auch mal ein Cricket-Feld. Aber das Gebäude am Platz, das Sultan Abdul Samad Building, ist mit seinem riesigen Uhrturm, seinen ungewöhnlichen Wendeltreppen und seinen Arkaden ganz sehenswert.

    kuala lumpur

    Außerdem sind die beiden Touristeninformationen ein guter Grund, hier direkt vorbeizuschauen. Einmal das nationale Touristenbüro für ganz Malaysia im Sultan Abdul Samad Building und ein paar Meter um den Platz herum die Touristeninformation für Kuala Lumpur. Hier kann man sich mit wirklich sehr informativen Broschüren eindecken und die Mitarbeiter sind durchweg sehr nett und helfen gern mit Tipps.

    Chinatown

    In der Welt gibt es garantiert chinesischere und aufregendere Chinatowns als die in Kuala Lumpur. Trotzdem gibt’s hier einige tolle Tempel und ’nen schönen Indoormarkt, sollte man nicht verpassen:

    Central Market

    Hier gibt’s einige schöne Souvenirläden und -stände und in der oberen Etage einen guten und günstigen Foodcourt.

    Sri Mahamariamman Tempel

    Mitten im chinesischen Chinatown ein Hindu-Tempel – das ist Malaysia. In Multikulti macht denen keiner mehr was vor. Am Eingang gibt man die Schuhe ab, auch in Hindutempeln läuft man nur barfuß herum, und dann kann man sich den Tempel auch von innen anschauen. Auch hier gilt: Die klatschengen Hotpants werden besser verhüllt. Saris kann man sich vor Ort leihen.

    kuala lumpur
    kuala lumpur
    sri mahamariamman tempel kuala lumpur

    Guan Di Tempel

    Ein paar Meter weiter weg vom Hindutempel taucht man in eine ganz andere Welt ein. So schnell springt man hier in Malaysia von einer Weltreligion in die andere. Der Guan-Di-Tempel ist ein taoistischer Schrein, gewidmet dem Gott Guan Di, dem Schutzpatron der Kampfsportarten. Polizisten und Triaden kommen angeblich gleichermaßen hierher, um Schutz zu erbitten.

    chinesischer tempel in chinatown kuala lumpur malaysia
    chinesischer tempel in kuala lumpur
    chinesischer tempel in chinatown kuala lumpur

    Petaling Street

    Ich fand’s nicht so spektakulär, aber wer noch China-Schnickschnack, Teddy-Plastikblumensträuße und original unoriginale Louis-Vuitton-Taschen einkaufen will, der besucht noch die Petaling Street, eine überdachte Einkaufsmeile mitten in Chinatown und im Herzen des Viertels.

    Jalan Alor Food Street

    Der beste Ort für nächtliche Street-Food-Abenteuer ist die Jalan Alor. Hier gibt’s alles – vor allem aber auch viel chinesische Küche. Ein Restaurant reiht sich an das andere, Essensstände ohne Ende und ab und zu Livemusik.

    street food in japan alor kuala lumpur

    Wer genug probiert hat, zieht danach weiter zur Changkat Bukit Bintang – eine Straße in der Nähe mit vielen Bars, Musik und Nightlife.

    Batu Caves

    Das absolute Tempel-Highlight! Ein Hindutempel mitten in eine riesige Felsspalte hineingeklöppelt! Die imposante Statue am Eingang weist den Weg: Steile Treppen führen hinauf in das Innerste der Batu Caves. Entlang der Treppen in den Bäumen leben Unmengen von Affen: Nicht füttern, kleine Teile (Kameras etc.) gut festhalten (Affen können echt gut klauen) und süß finden!

    kuala lumpur

    Im Tempel wurde übrigens gerade gebaut, und die Arbeiter freuen sich über Mithilfe, da der Tempel spendenfinanziert ist und keinen Eintritt kostet – am Eingang oben einfach einen Eimer Sand mitnehmen, an der Baustelle abstellen und beim Rausgehen einen leeren Eimer mitnehmen.

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    kuala lumpur

    Heli Lounge Bar: Die beste Rooftop-Bar

    Rooftop-Bars sind immer eine gute Idee. Aber die Heli Lounge Bar ist echt einzigartig, nicht nur für Flieger. Ein ECHTER Helikopterlandeplatz (!) mitten in Kuala Lumpur auf einem unscheinbaren Hochhaus mit spektakulärem, unversperrtem Blick auf die funkelnden Petronas Twin Towers. Geländer? Gibt’s nicht. Frei wie ein Vogel über Kuala Lumpur – dazu Drinks vom Feinsten. Tagsüber wird der Helipad tatsächlich benutzt, aber nachts wird der Landeplatz zur ungewöhnlichsten Rooftopbar in Kuala Lumpur.

    heli lounge kuala lumpur

    Ein bisschen teurer, etwas schwierig zu finden, da am Eingang unten kaum beschildert – lohnt aber definitiv. Unten ist die eigentliche Lounge Bar, aber über Treppen und schmale Metallstiegen geht’s rauf auf den Helipad mit der besten Aussicht überhaupt. Cooler geht’s wirklich nicht.

    Adresse: auf dem Menara KH Hochhaus, 34.Etage, Jalan Sultan Ismail, geöffnet von montags bis samstags ab 18.00

    petronas tower von heli lounge bar aus
    heli lounge in kuala lumpur

    Praktische Tipps für Anreise und Transport in Kuala Lumpur

    • Kuala Lumpur hat zwei Flughäfen: den Kuala Lumpur International Airport (KUL), KLIA genannt, und den Sultan Abdul Aziz Shah Airport (auch Subang Airport). Letzterer ist der ältere von beiden und liegt näher an der City, wird aber nur noch von drei kleineren malaysischen Airlines angeflogen (Berjaya Air, Malindo Air, Firefly). Von Deutschland aus gibt keinen Direktflug nach Kuala Lumpur (KUL) – ich bin ab Berlin mit Qatar Airways über Doha geflogen, das war die kürzeste Verbindung.
    • Das öffentliche Nahverkehrssystem in Kuala Lumpur ist mit U-Bahnen und Bussen sehr gut ausgestattet – allerdings habe ich es echt wenig genutzt, da ich in Kuala Lumpur endgültig zum totalen Uber- und Grab-Fan mutiert bin. Die beiden Dienste sind unschlagbar günstig und superpraktisch.
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