Autor: Tatiana

  • Jerusalem: Ein persönlicher Reisebericht.

    Jerusalem: Ein persönlicher Reisebericht.

    Mit Religion hatte meine Jerusalem-Reise nichts zu tun, auch wenn ein Großteil der Touristen aus religiösen Gründen dorthin pilgert. Damit habe ich so gar nichts am Hut. Auch, seitdem ein Großteil meiner brasilianischen Familie sich immer intensiver mit dem Thema beschäftigt und die eigene Religion mittlerweile allgegenwärtig ist.

    Das stört mich sehr und bietet immer öfter Nährboden für Konflikte, weil jeder insgeheim denkt, sein Glaube sei der einzig wahre. Eine Entwicklung, die so in vielen Bereichen in Brasilien gerade stattfindet – und manchmal mache ich mir Sorgen, ob dieser Religionswahn sich nicht irgendwann zum Schlechten wenden wird. Vielleicht war die Reise nach Jerusalem deswegen so intensiv für mich. Also vorab: Dieser Reisebericht über Jerusalem ist sehr persönlich geprägt, manche mögen es anders erleben – aber das gehört auch eben zum Reisen dazu.

    Vintage Buch Bildband Israel

    Anreise nach Tel Aviv: Abenteuer Israel

    Meine Reise stand einfach nicht unter einem guten Stern. Ich flog von Deutschland aus direkt nach Tel Aviv und, weil ich’s wahrscheinlich einfach wissen wollte, wählte ich die israelische Hausairline. Waren die Sicherheitsvorkehrungen dort wirklich so anders? Tatsächlich. Total unvorbereitet wie immer, fand ich mich kurz vorm Check-In-Schalter in einem intensiven Interview bezüglich meiner Reisepläne und meiner Lebensumstände in Berlin wieder.

    Das eindringliche Gespräch fühlte sich für mich so sehr nach Verhör an, dass ich befürchtete, mein Gegenüber würde mich jeden Moment in einen geheimen Flughafenkerker werfen und dort verrotten lassen. Wegen was auch immer. Tat er aber dann doch nicht. Schweißgebadet musste ich danach mein Gepäck einer intensiven Gepäckkontrolle unterziehen lassen, und irgendwann war ich dann doch des Check-Ins würdig. Meine Laune war aber am Boden und ich wäre am liebsten wieder heulend nach Hause gefahren. Ging schon gut los.

    Lese noch mehr Tipps & Reiseberichte über Israel in meinem Israel Blog

    Über Jerusalem hatte ich mir vorher nie Gedanken gemacht. Eigentlich war es nur der Zufall, der für diese Reise sorgte. So kam ich frühmorgens relativ unbedarft dorthin. Relativ erstaunt. Jerusalem ist DAS Zentrum von drei Weltreligionen, die sich bekanntermaßen nicht immer mögen. Aber diese Spannung spürte ich in der ganzen Stadt, immer. Schon kurios, wenn man bedenkt, dass alle diese Religionen Liebe und Frieden propagieren.

    Was man in der Altstadt nicht verpassen sollte

    Die Jerusalemer Altstadt ist gespickt mit weltberühmten Sehenswürdigkeiten, die du dir unbedingt anschauen solltest. Die wichtigsten findest du hier, aber ich empfehle dir auch meinen großen Jerusalem Guide. Dort findest du neben weiteren Sehenswürdigkeiten außerhalb der Altstadt auch viele praktische Tipps für deine Reise nach Jerusalem.

    #1 Die Grabeskirche

    Die Grabeskirche liegt ganz versteckt, fast inmitten der Altstadt, und würden einem nicht die Kondensstreifen von Tausenden Reisegruppen den Weg dorthin weisen, würde man wohl kaum hinter der unscheinbaren Fassade eines der größten Heiligtümer des Christentums vermuten.

    Grabeskirche Jerusalem Eingang

    An der Stelle, an der später die Kirche erbaut wurde, soll Jesus gekreuzigt worden sein. Und sein Grab soll sich hier befinden. Weil die Grabeskirche daher so ziemlich für jede christliche Glaubensrichtung von Bedeutung ist, zanken sich auch dementsprechend viele Interessengruppen seit jeher um die Grabeskirche. Das hat dann irgendwann dazu geführt, dass die Schlüssel für die Kirche innerhalb einer bestimmten muslimischen Familie weitervererbt wurden – morgens und abends kommt dann jemand mit dem Schlüssel und schließt auf oder zu. Verrückt.

    #2 Die Klagemauer

    Die Klagemauer mit dem Tempelberg und der goldenen Kuppel des Felsendoms ist wohl eines der bekanntesten Postkartenmotive Jerusalems, ach, wahrscheinlich auch Israels. Eine Pilgerstätte des (orthodoxen) Judentums. Daher beten hier Männer und Frauen getrennt.

    Trennung Frauen Männer Klagemauer Jerusalem
    Flagge Israel Klagemauer

    Der Zugang ist geregelt: Man muss vorher eine der Sicherheitskontrollen passieren. Passender hätte die Szenerie nicht sein können, als plötzlich eine Jugendgruppe auftauchte und alle fröhlich „Hava Nagila“ sangen und im Kreis tanzten.

    #3 Die Davidszitadelle

    Die Davidszitadelle neben dem Jaffator bietet nicht nur ein informatives Museum zur Stadtgeschichte, sondern auch einen tollen Ausblick auf die Altstadt. Abends gibt’s in der Zitadelle auch noch eine Open-Air-Lightshow. Hört sich nach Touristenkitsch an, ist aber vor der einmaligen Kulisse der Festung sehr beeindruckend. (Eintrittspreise und Öffnungszeiten auf der Webseite des Museums.)

    #4 Das Gassenlabyrinth in der Altstadt

    Die Altstadt Jerusalems besteht zum großen Teil aus kleinen, engen Gassen, und an jeder Ecke dieses Gassenlabyrinths glaubt man, die Geschichte der Stadt – ach, was, der ganzen Menschheit! – erleben zu können. Wenn diese massiven Mauern nur sprechen könnten. Man kann gut und gerne einen ganzen Tag in der Altstadt verbringen und sich einfach nur treiben lassen. Fast hat man auch keine andere Wahl, denn früher oder später wird einen der eigene Orientierungssinn im Gassenwirrwarr eh verlassen.

    Bunte Schalen Jerusalem

    Was sehr schön ist: Wer glaubt, die Altstadt wäre nur ein Ort voll mit Touristen-Klimbim, irrt. Sicherlich gibt es viele Souvenirshops, bei der Menge der Touristen, die täglich durch die Jerusalemer Altstadt strömen, ist das kein Wunder. Aber es findet auch richtiges, einheimisches Leben statt!

    Das Jerusalem-Syndrom und ich

    Tatsächlich fühlte ich mich während meines Aufenthaltes in Jerusalem von Stunde zu Stunde unwohler. Selten hat mich ein Ort so irritiert. Ist es eine Überdosis an Religion? Ich fuhr überstürzt nach Hause zurück, weil ich nur noch weg wollte. Und das, obwohl ich mir eigentlich gerne noch mehr angesehen hätte, um mir ein besseres Bild zu machen. Ich war nämlich anlässlich eines Events dort, der vom örtlichen Tourismusbüro gesponsert wurde, und uns daher eher an Orte führte, die das Gesamtbild von Jerusalem eher unvollständig hinterliessen – ich denke, ihr wißt, was ich meine.

    Hinter vorgehaltener Hand bekam ich jedenfalls mehrfach den Ratschlag zugeraunt, mir doch auch mal den palästinensischen Teil anzuschauen, der sei ganz anders. Wie dem auch sei, die Stimmung in Jerusalem fand ich so beklemmend – oder besser gesagt, meine persönliche Stimmung –, dass ich nur wenige Tage aushielt. Wie mir aber später ein Israel-kundiger Kollege versicherte, sind starke Reaktionen bei Jerusalem-Besuchern nicht unüblich.

    Die einen haben wundersame Erscheinungen, empfangen irgendwelche spirituellen Botschaften oder kriegen einfach nur die Krise vor lauter Religion, so wie ich. Das Jerusalem-Syndrom bezeichnet eigentlich eine psychische Störung, bei der die Betroffenen an religiösen Wahnvorstellungen leiden – hört sich amüsant an, aber irgendwie geht von Jerusalem aus schon eine seltsame Energie, sodass man sich gar nicht mehr wundert, dass manche Menschen so stark auf diese Stadt anspringen.

    Kruzifixe Krippen Heiligenbilder Jerusalem
  • New York: Ausflug nach Coney Island & Brighton Beach

    New York: Ausflug nach Coney Island & Brighton Beach

    Ach, New York. Dieser Stadt werde ich wohl nie überdrüssig, sogar die frische Brise am Brighton Beach in Coney Island konnte mir nichts anhaben. Im Januar bin ich nochmal privat nach New York geflogen, wahrscheinlich auch ein bisschen aus Gründen der Aufarbeitung. In neun Monaten auf der Langstrecke war ich nämlich drei oder vier Mal dort, glaube ich. Ein besonderer Umstand, denn eigentlich habe ich immer dafür gesorgt, dass sich die Destinations in meinem Dienstplan nicht allzu sehr wiederholen. Ich wollte ja in der kurzen Zeit möglichst alles sehen, was der Flugplan hergibt.

    coney island

    Aber für New York habe ich von meinem Vorsatz eine Ausnahme gemacht. New York ist nie zuviel. Wobei die Aufenthalte immer kurz waren und ich mit meiner Mischung aus Erschöpfung und Jetlag zu kämpfen hatte, so dass am Ende von gut 24 Stunden vor Ort abzüglich langen Busfahrten zum Hotel und einer Mütze Schlaf nie viel Zeit blieb. Also war klar: Irgendwann müsste ich nochmal zurück nach New York, mit mehr Zeit. Um zu sehen, ob ich es nicht vielleicht doch vermisse, dienstlich nicht mehr regelmässig dort aufzuschlagen.

    Hier findest du übrigens noch mehr Inspirationen für deinen Trip nach New York

    Fakten zu Coney Island

    • Coney Island befindet sich im südlichen Teil vom New Yorker Stadtteil Brooklyn
    • Anfang des 20. Jahrhunderts war Coney Island für seine Vergnügungsmeile weltweit berühmt
    • Fahrgeschäfte wie das 1920 erbaute Riesenrad „Wonder Wheel“ oder die 1927 eröffnete Holzachterbahn „The Cyclone“ waren revolutionär
    • Jährlich findet die Mermaid Parade statt, ein großer Straßenumzug, der den Beginn der Sommersaison markiert

    Coney Island im Winter

    Drei Faktoren kamen dann Anfang des Jahres zusammen: Ich hatte jede Menge frei, ich hatte noch einen Urlaubsflug aus dem letzten Jahr übrig und das Beste: es gab einen Direktflug von Berlin nach New York, der immer unterirdisch leer war. Direktflüge auf der Langstrecke sind von Berlin aus ja immer eine Rarität, und viele Routen überleben auch nicht mehr als eine Saison. (Den Flug nach New York gibt’s jetzt im Sommerflugplan auch schon wieder nicht mehr.) Umsteigen ist mir nämlich immer ein Gräuel, vor allem an großen Flughäfen. Die Wege sind lang, das Drumherum stressig und laut; das macht Reisen einfach nur doof und anstrengend. Da ist ein menschenleerer Direktflug ohne viel Schnickschnack und Gerenne von einem kleineren Flughafen direkt vor der Haustür ein wahres Geschenk.

    Wonder Wheel Schild
    Das berühmte Riesenrad Wonder Wheel ist das Wahrzeichen von Coney Island

    Brighton Beach: Der Strand von Coney Island

    Ziemlich schnell stellte sich während meiner Zeit auf der Langstrecke heraus: Ich mag New York, ich mag weit weg reisen – aber dann lieber privat als dienstlich. Zum ersten Mal wieder in Amerika mehr Zeit zu haben, nicht von totaler Erschöpfung und diversen emotionalen Nebenschauplätzen geplagt zu sein, war so entspannend und angenehm. Und die viele Zeit vor Ort! Fast einen ganzen Tag habe ich damit verbracht, nach Coney Island bis nach Brighton Beach zu fahren und einen sonnigen Tag am Meer zu genießen. Wettermäßig ein echtes Geschenk.

    coney island
    Im Sommer perfekt zum Baden: Die weiten Strände von Coney Island

    Und alles ist so nostalgisch schön. Die Strandpromenade, die Essensbuden, das bekannte Riesenrad Wonder Wheel, das zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten von Coney Island zählt. Über den Winter hat alles geschlossen; kein Wunder, denn die Winter in New York sind manchmal so hart, dass man wochenlang nicht das Haus verlassen möchte. Trotzdem: An einem klaren Wintertag ist Coney Island aber die totale Abwechslung vom Großstadtdschungel Manhattans und man kann sich vom frischen Atlantikwind den Kopf frei pusten lassen.

    Bist du USA-Fan?
    Hier findest Du noch mehr Inspirationen zu Städtereisen in den USA

    Vergnügungsparks in Coney Island

    Wer Coney Island mit seinen ganzen Buden und Fahrgeschäften in Aktion erleben will, sollte von Frühjahr bis Herbst vorbeikommen: Die Saison ist in Coney Island von Ende März bis Ende Oktober. Für eine Fahrt mit dem legendären Wonder Wheel muss man in Deno’s Wonder Wheel Amusement Park, für die nostalgische Achterbahn Cyclone in den Luna Park.

    Coney Island ist irgendwie wie ein Kuriositätenkabinett aus vergangenen Zeiten: Jährlich finden vom Coney Island Art Center organisierte skurrile Veranstaltungen wie die Mermaid Parade statt. Hauptsächlich natürlich in der Saison – alle Termine gibt’s hier.

    Freak Show Plakate Coney Island New York

    Die berühmten Hot Dogs von Coney Island

    Bei Nathan’s Famous soll es die besten Hot Dogs der Stadt geben, in jeden Fall aber die bekanntesten. 1916 von polnisch-jüdischen Einwanderern gegründet, avancierte der anfangs kleine Hot-Dog-Stand zum beliebten Fast-Food-Restaurant in Coney Island.

    In den 70er Jahren wurde dann das jährliche Hot-Dog-Wettessen erfunden, das Nathan’s Famous noch mehr Popularität verschaffte. Das gut besuchte und sehr populäre Event findet jedes Jahr am 4. Juli statt, dem Unabhängigkeitstag und großen Nationalfeiertag der USA. Es wird in der großen Hauptfiliale an der Ecke von Surf und Stillwell Avenue ausgetragen.

    Aber auch wenn du es nicht zum großen Wettessen schaffst (und Fleisch magst, denn für Vegetarier gibt es leider nicht allzu viele Optionen), solltest du in jedem Fall in der Hauptfiliale vorbeischauen und einen der legendären Hot Dogs in stilechtem Ambiente probieren.

    Nathan's Famous, Coney Island
    Seit 1916 beliebt: Die Hot Dogs von Nathan’s Famous in Coney Island.

    Gleich um die Ecke befinden sich übrigens auch die Coney Art Walls. Die frei zugängliche Open-Air-Galerie besteht aus mehreren bunten Murals und hat mich ein bisschen an die Wynwood Walls in Miami erinnert. Sehr sehenswert und ein weiterer schöner Fotospot in Coney Island.

    Häufige Fragen zu Coney Island

    Planst du einen Trip nach New York? Coney Island ist bei einem Besuch in New York nicht unbedingt der allererste Anlaufpunkt, aber dennoch sehr sehenswert. Außerdem ist Coney Island relativ schnell zu erreichen. Ich beantworte dir hier die wichtigsten Fragen, damit du einen guten Überblick hast.

  • Ipoh, Malaysia: Sehenswürdigkeiten & Tipps von Food bis Street Art

    Ipoh, Malaysia: Sehenswürdigkeiten & Tipps von Food bis Street Art

    Oft sind es ja die Orte, die eigentlich kein Schwein kennt, die den Unterschied machen. Nicht, dass Kuala Lumpur auf meiner Reise durch Malaysia im letzten Oktober nicht interessant gewesen wäre. Oder Singapur, wo ich später war. Hat ja auch seinen Grund, warum Tausende Touristen aus aller Welt hinpilgern. Aber am Ende sieht man auch nur das, was man schon aus etlichen Reiseführern oder neuerdings immer öfter aus seinem Instagramfeed kennt. Das mal live und in Farbe zu sehen, ist natürlich auch spannend – aber am Ende haben auch Orte wie Ipoh in Malaysia seinen Reiz, eben genau weil diese noch nicht so durchgenudelt sind.

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    Wenn ich länger unterwegs bin, dann mache ich also gerne Halt an nicht ganz so überlaufenen Orten. Einfach, um mal vom üblichen Touristenstrom abzuweichen. Ganz so untouristisch ist Ipoh auch nicht – allerdings stammt die große Mehrheit der Besucher aus China, westliche Touristen scheinen Ipoh kaum zu kennen. Und das, obwohl Ipoh ein echt schöner Zwischenstopp für 1-2 Tage ist, wenn man in Malaysia unterwegs ist.

    Auf meinem Malaysia Blog kann du noch viel mehr über Malaysia erfahren

    Die Altstadt von Ipoh

    Die Altstadt ist klein, aber fein, mit vielen Gebäuden aus der Kolonialzeit. Und einigem an Street Art – was schon mal eine schöne Einstimmung auf Georgetown ist, falls man sich auf dem Weg dorthin befindet. Die meisten Murals sind leicht zu finden, sogar über Google Maps. Oder man besorgt sich eine Karte beim Fremdenverkehrsbüro. Die sind sowieso in Malaysia sehr gut organisiert – auch was, womit ich nicht gerechnet hätte.

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    Über den Ipoh Heritage Trail kommt man an allen sehenswerten Gebäuden der Stadt vorbei – aus einer Zeit, in der Ipoh wegen seiner nahen Zinnvorkommen noch so reich war, dass es die „Stadt der Millionäre“ genannt wurde. Und immer wieder gibt’s kleine Gassen und schöne Details zum Erforschen und Entdecken. Gerade der Umstand, dass Ipoh eben nicht so glatt poliert ist und an vielen Stellen immer noch einen leicht morbiden Vintage-Charme hat, macht die Altstadt so besonders.

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    Die Concubine Lanes

    Das Touristen-Epizentrum von Ipoh ist die Concubine Lane, eine schmale Gasse gespickt mit Geschäften, Restaurants und Straßenständen. Von den Concubine Lanes gibt es eigentlich drei; in grauer Vorzeit hat ein Zinnbaron jeder seiner drei Frauen eine Straße geschenkt, und ließ sie dort für ihre eigene Kasse die Mieten eintreiben – daher auch drei Concubine Lanes. Heute spielt sich das Treiben hauptsächlich auf einer einzigen Straße ab, der Lorong Paglima, die gemeinhin als Concubine Lane bekannt ist.

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    Auf der heutigen Market Lane, der Second Concubine Lane, findet man zwar keine Geschäfte, kann sich aber in Ruhe Street-Art-Murals und mit gutem Auge hindrapierte Accessoires wie zum Beispiel einen uralten Käfer anschauen. Nur das mit den Schirmen… ist irgendwie auch schon oll… im wahrsten Sinne des Wortes.

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    Wohl am detailreichsten errichtetes Schmuckstück in der Altstadt von Ipoh ist der Kong Heng Square, ein kleiner Häuserblock mit Geschäften und Cafés. Und wirklich toll gemacht. Die Bäume, die einfach so seit Jahrhunderten im Innenhof wachsen und einfach in die Neugestaltung der Gebäude integriert wurden, lassen einen sich fühlen wie in Angkor Wat.

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    Ein bisschen zu sehr auf das Hipster-Publikum abgestimmt, trotzdem kann man hier schön in den kleinen Shops handgemachte Mitbringsel shoppen und gut in den Cafés und Restaurants essen und trinken.

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    Street Art in Ipoh

    Was in Georgetown auf der malaysischen Insel Penang funktioniert, muss auch in Ipoh funktionieren. Muss sich wohl irgendjemand gedacht haben. Georgetown ist mittlerweile nämlich bekannt für seine größtenteils interaktiven Murals, die vor allem durch den Litauer Ernest Zacharevic bekannt geworden sind. Der hat sich mit einigen Werken in Penang sogar den Spitznamen „Banksy aus Malaysia“ eingehandelt und vor seinen Murals in Georgetown stehen Touristen sogar endlos Schlange, um auch mal ein Foto zu ergattern.

    Soweit ist es in Ipoh noch nicht. Aber Street Art findet sich trotzdem überall. Es gibt sogar neben der bekannteren Market Lane auch eine komplette Gasse nur mit Street Art, die Mural Arts Lane. Teils schön, teils weniger, in jedem Fall aber nicht so überlaufen wie in Georgetown. Da die Altstadt auch sehr übersichtlich ist und viele Werke zentral liegen, kann man sich in nur kurzer Zeit eigentlich alle interessanten Murals anschauen.

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    Night Market: Das Nachtleben von Ipoh

    Wie es sich für Südostasien gehört, gibt’s auch in Ipoh einen Nachtmarkt. Der befindet sich aber außerhalb der Altstadt, und wenn man wirklich nach Einbruch der Dunkelheit hinwill, nimmt man sich besser ein Taxi. Uber oder Grab (das ist meist noch etwas günstiger als Uber und außerdem beliebter). Der Weg zu Fuß ist zwar nicht weit, aber die Straßen unterwegs sind eher düster – und das war mir die Ersparnis nicht wert.

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    Der Markt an sich ist leider nicht besonders spektakulär, hauptsächlich wird gefälschter China-Schnickschnack und belangloser Klimbim angeboten. Wer also auf der Suche nach einheimischem Kunsthandwerk oder sonstigen authentischen Mitbringseln ist, wird hier wohl eher nicht fündig.

    Dafür gibt es hier aber spannendes Street Food: An einer Straßenecke gibt’s ein Restaurant namens Lou Wong, das wohl für sein Hühnchen mit Reis und Sojabohnensprossen bekannt ist. Jedenfalls ist der Laden der vollste und größte weit und breit, und eine Karte gibt’s auch nicht. Denn es gibt eh nur das eine Gericht auf einfachem orangefarbenem Plastikgeschirr, wahlweise Hühnchen oder die vegetarische Variante (was wahrscheinlich dann einfach das Ganze ohne Hühnchen ist). Bestellt wird mit Händen und Füßen, Englisch spricht niemand. Ist aber auch egal. Hauptsache lecker – und eine Empfehlung ist das Lokal für abenteuerlustige Esser allemal wert.

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    Ipoh fand ich wirklich ganz hübsch, und hätte ich nicht nur drei Wochen insgesamt für die gesamte Reise Zeit gehabt, wäre ich wahrscheinlich noch etwas länger geblieben. Auch, um das Umland zu erkunden. Ich denke, gerade für Langzeitreisende ist Ipoh bestimmt eine gute Abwechslung, um mal vom vielen Reisen runterzukommen und einfach nur mal ein paar Tage durchzuhängen.

    ipoh

    Von und nach Ipoh

    Ipoh liegt nördlich der Cameron Highlands auf dem Weg nach Penang/Georgetown und bietet sich auch daher perfekt als Zwischenstopp an. Außerdem ist Ipoh absolut verkehrsgünstig gelegen: Es gibt eine Zugverbindung nach Kuala Lumpur, einen Flughafen mit Verbindungen innerhalb Malaysias und nach Singapur sowie einen großen Busbahnhof außerhalb der Stadt, von dem man in alle Landesteile kommt. Busfahren ist in Malaysia überhaupt sehr empfehlenswert, günstig und viel komfortabler, als man sich vorstellt!

    Übernachten in Ipoh

    In Ipoh gibt es einige nette Übernachtungsmöglichkeiten. Individuell, stylisch und doch bezahlbar:

    M Boutique Hotel – Etwas außerhalb der Altstadt, aber dank Uber, das auch in Ipoh super funktioniert, absolut problemlos erreichbar.
    De Café & Rest House – Nicht nur sehr empfehlenswertes Café, sondern auch neues Kapselhotel. Ideal für Alleinreisende. Leider keine Privatzimmer, dafür aber einmalige Lage in der Altstadt!
    The Happy 8 Retreat @ Old Town Ipoh – Ebenfalls mitten in der Altstadt, schönes Boutiquehotel mit einmaliger Inneneinrichtung im Dschungelstyle.

  • Salzburg an einem Tag: Die besten Tipps

    Salzburg an einem Tag: Die besten Tipps

    Was macht man mit einem freien Tag in Linz? Den Tag in Salzburg verbringen! Nach Salzburg dauert es mit dem Zug eine gute Stunde, perfekt also für einen Tagesausflug. Salzburg – da wollte ich schon immer mal hin. Wegen der Geschichte. Kultur. Mozart. Berge. Und überhaupt. Millionen von Touristen, die jährlich um einen Tagestrip Salzburg ihre Europareise planen, können ja nicht irren. Außerdem ist Salzburg an einem Tag wirklich gut zu erkunden! Was man alles in einem Tag in Salzburg sehen kann, zeige ich dir in diesem Artikel und verrate dir gleichzeitig ein paar hilfreiche Tipps!

    salzburg goldene kugel
    Der Mann auf der Goldenen Kugel vor der Festung Hohensalzburg: In Salzburg trifft Neu auf Alt.

    Salzburg an einem Tag entdecken: Start in der Altstadt

    Das Schöne an Salzburg für einen Tagestrip: Alles ist fussläufig zu erreichen. Perfekt, wenn man eh ohne Auto, sondern wie ich mit der Bahn unterwegs ist. Der Hauptbahnhof liegt außerhalb der Altstadt auf der anderen Seite der Salzach, aber mit dem Bus ist man in 10 Minuten mitten in der Stadt. Mittendrin in diesem lieblichen Altstadttraum in Pastellfarben. Die Gassen der Altstadt sind klein und eng, mal wie befürchtet überfüllt, mal überraschenderweise leer, aber immer gepflegt und hübsch anzusehen.

    Tipp: Mit der Salzburg Card für 24 Stunden sparst du dir den Eintritt für die meisten Sehenswürdigkeiten und kannst den ÖPNV, den Mönchsbergaufzug und die Festungsbahn (beide bringen dich zu den besten Aussichtspunkten über Salzburg) kostenlos nutzen.

    Mitten in der Altstadt: Der Dom zu Salzburg

    In der Altstadt findest du grandiose Bauten wie den Salzburger Dom – den man auch als Nicht-Kirchenfan von innen gesehen haben sollte. Die restaurierten Deckengemälde sind wirklich beeindruckend.

    Kaufe dein Ticket für den Dom zu Salzburg hier

    Salzburg Dom
    salzburg dom

    Mozart und Salzburg: Das Geburtshaus

    Mozart. Mozart. Überall Mozart. Wer so null mit klassischer Musik kann, für den ist Salzburg vielleicht auch nur halb so interessant. Salzburg lebt vom berühmtesten Sohn der Stadt und an jeder Ecke wird man mit der Nase drauf gestossen. Mozartkugeln, Mozart-Kühlschrankmagnete, Mozart-Postkarten, Mozart-wasauchimmer findet man in jedem Geschäft, jedem Lokal, jedem Supermarkt.

    Salzburg Mozart Geburtshaus

    Ein bisschen Mozart musste also auch noch in meinen Tag rein. In Salzburg lassen sich sowohl das Geburts- als auch das spätere Wohnhaus Mozarts besichtigen und ich entschied mich für ersteres. Obwohl ich Sorge hatte, mich am Ende für teuer Geld zusammen mit asiatischen Reisegruppen auf Ganz-Europa-in-fünf-Tagen-Tournee durch ein kleines Fachwerkhaus schieben zu müssen.

    Mehr Orte in Salzburg für Mozart-Fans findest du hier: Mozart in Salzburg

    salzburg mozart geburtshaus

    War aber am Ende doch nicht so. Das Haus/Museum ist ziemlich geräumig (waren wohl keine armen Leute, die Mozarts), und der asiatischen Reisegruppe blieb nur Zeit für Fotos vor dem Haus. Mit 11 Euro ist der Eintritt auch ziemlich heftig, aber was soll’s. Muss man in Salzburg mal gesehen haben. Die Ausstellung lohnt sich.

    Suchst du noch mehr Tipps für Salzburg? Hier geht es zum Salzburg Blog

    Salzburg Altstadt

    Mit der Salzburg Card hat man dort aber freien Eintritt, wie in vielen anderen Sehenswürdigkeiten auch – das habe ich nur leider hinterher erfahren. Es lohnt sich, einmal zu vergleichen – es lässt sich so jede Menge Geld sparen!

    Salzburg von oben: Mönchsberg oder Festung Hohensalzburg?

    „Du musst unbedingt rauf auf den Mönchsberg„, gab mir noch eine Freundin als ultimativen Tipp mit auf den Weg. Wäre wohl schöner als oben auf der Festung Hohensalzburg, die wohl auch immer gut besucht ist. Menschenmassen sind ja privat eh nicht meins – also: rauf auf den Mönchsberg. Und, wie praktisch: Man kann einfach mit dem Aufzug hoch. Was in meinem Fall eine schöne Zeitersparnis war, da ich langsam wieder zurück nach Linz musste.

    Salzburg Mönchsberg

    Der Blick vom Mönchsberg auf Altstadt und Festung und schneebedeckte Berge im Hintergrund lohnt aber wirklich. Außerdem gibt’s dort oben noch ein sehenswertes Museum für moderne Kunst, das sehr imposant und mit viel Beton auf den massiven Felsen geklöppelt wurde.

    Wenn Du beides machen willst: Dann lohnt sich erst recht der Kauf der Salzburg Card, mit der kommst Du nämlich umsonst mit der Festungsbahn auf die Festung Hohensalzburg und Du kannst kostenlos den Aufzug auf den Mönchsberg nutzen!

    Café-Tipp für Salzburg

    Das mit dem Kaffee bestellen in Österreich habe ich immer noch nicht raus. Kleiner Brauner, Einspänner… keine Ahnung, was nun was ist. Aber ich habe dafür ein lauschiges Café gefunden, um meinen plötzlichen Hunger nach original österreichischer Küche zu stillen: Im Café Würfelzucker gibt’s handgemachten Apfelstrudel! In alpinem Flair kannst du zudem den perfekten Blick auf die Salzach genießen.

    Mehr tolle Locations findest du auch in meinem großen Salzburg Food Guide.

    Lohnt sich Salzburg?

    Salzburg ist wirklich hübsch. Kann man nicht anders sagen. Ich würde mit Sicherheit nochmal wiederkommen, wenn es sich ergibt. Auch, um mal das sagenhaft schöne Umland zu erkunden. Und nochmal in Ruhe durch die Gassen von Salzburg zu schlendern, die so wunderbar fotogen sind, dass ich mich geärgert habe, nicht doch meine große Kamera mitgebracht zu haben und stattdessen nur mit dem Smartphone durch die Gegend gerannt bin.

    festung hohensalzburg

    Übernachten in Salzburg

    Willst du doch länger als einen Tag in Salzburg bleiben? Passende Unterkünfte kannst du hier vergleichen:
    Unterkünfte in Salzburg

    In Salzburg gibt außerdem 6 sogenannte religiöse Unterkünfte, die von kirchlichen Trägern betrieben werden. Hört sich ungewöhnlich an, aber hier kann man oft günstig (Salzburg ist ja sonst eher teurer) und gut übernachten. Mehr über diese Unterkünfte erfährst du in meinem Artikel Salzburg und seine Kirchen: Das Rom des Nordens.

    Mehr Tipps für Salzburg

    Du hast mehr Zeit in Salzburg? Dann gibt es noch einiges mehr, was du dir anschauen kannst. Hier findest du die schönsten Sehenswürdigkeiten in Salzburg sowie mystische Geheimtipps in Salzburg.

    Tipp: Eintrittsgelder in Salzburg können ganz schön happig sein. Spare Geld mit der Salzburg Card und erhalte in vielen Sehenswürdigkeiten freien Eintritt

  • Kuang Si Wasserfall, Laos: Ausflug ab Luang Prabang

    Kuang Si Wasserfall, Laos: Ausflug ab Luang Prabang

    Die 30 Minuten auf der Ladefläche eines klappernden Tuktuks waren es wert: In der Nähe von Luang Prabang befinden sich die Kuang Si Wasserfälle – und sie sind spektakulär schön. Klares türkisblaues Wasser in kleinen Pools, die sich am Fuß des Wasserfalls verteilen. Und der Wasserfall selbst, inmitten eines tropischen Waldes. Alles atemberaubend.

    Kleiner Wasserfall im tropischen Dschungel
    Kuang Si Wasserfall in Laos mit Wasserfällen und Natur im Hintergrund.

    Wasserfall für Abenteuerlustige

    Wer besonders abenteuerlustig ist, der kann sich auch den Wasserfall von oben anschauen. Ein kleiner Trampelpfad führt den Berg hoch – und genau am Schild „Danger! Do not pass!“ macht man genau das Gegenteil: Ab durch das Loch daneben und weiter hoch zum Wasserfall. Aber Vorsicht, schon der reguläre Wanderweg ist mitunter durch den feuchten Boden nicht ohne… und hier wird es nicht besser.

    Waldweg mit Bäumen und Felsen im Dschungel
    Gefahrenschild im Dschungel vor einem Baum

    Und auch wenn es einem tausende Backpacker vormachen: die Flipflops tauscht man hier besser gegen feste Turnschuhe ein. Wer dann immer noch den totalen Kick braucht, der kann sich dann, oben angekommen, genau auf die Klippe des Wasserfalls setzen!

    Menschen schwimmen in einer natürlichen blauen Lagune.

    Im Laos Blog findest Du noch viel mehr Tipps für eine tolle Laos Rundreise!

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    Beste Zeit für die Kuang Si Wasserfälle

    Am besten fährt man schon früh morgens in Richtung Wasserfälle los, denn ab dem späten Vormittag trudeln langsam die ersten Reisegruppen ein, und dann wird’s richtig voll. Am Wochenende sind die Kuang Si Wasserfälle natürlich auch für die Einheimischen ein beliebtes Ausflugsziel.

    Stufenwasserfall im Wald

    Viele Familien verbringen den ganzen Tag dort, picknicken, schwimmen und genießen die Natur und die Zeit mit der Familie. Wer also lieber einsamer unterwegs ist, kommt in der Woche. Allerdings ist die Stimmung am Wochenende so unter Locals sehr nett, ist also auch eine schöne Option.

    Gedeckter Tisch am Flussufer, ländliche Umgebung
    Malerischer Wasserfall im grünen Wald
    Menschen auf Holzbrücke im tropischen Wald
    Person auf Brücke vor Wasserfall

    Einige Locals bringen sogar ein eigenes heimliches Pop-Up-Restaurant mit und decken die vorhandenen Tische hübsch ein und servieren Mittagessen – falls man sein Lunchpaket vergessen hat, wird man auch nicht verhungern!

    Wasserfall im Wald mit Personen

    Bären am Kuang Si Wasserfall

    Am Eingang zum Wasserfall befindet sich auch das Bear Sanctuary, eine Auffangstelle für Bären, denen man dort beim Spielen und Chillen in ihrem Gehege zusehen kann.

    Schlafender Bär auf Holzplattform im Wald.
    Schlafender Schwarzbär auf Holzplattform im Freien.

    Wie kommt man zum Kuang Si Wasserfall?

    Es gibt zwei Möglichkeiten von Luang Prabang zum Kuang Si Wasserfall zu kommen. Entweder man bucht eine der zahlreichen angebotenen Touren nach Kuang Si oder man nimmt einfach ein Tuktuk von Luang Prabang aus, was auch vor Ort wartet, solange man die Wasserfälle erkundet. Das ist natürlich etwas teurer, aber es lohnt sich auf jeden Fall, vor den Massen anzukommen und flexibel an- und abreisen zu können.

    Kaskaden-Wasserfall im grünen Wald

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    Mehr Artikel über Laos:

  • Aberdeen: Sehenswürdigkeiten und Tipps für die Silver City

    Aberdeen: Sehenswürdigkeiten und Tipps für die Silver City

    Bei illustren Großstädten wie Edinburgh oder Glasgow ist Aberdeen ein richtiger Underdog unter den Städten in Schottland. Warum ein Besuch trotzdem lohnt, verrate ich dir in diesem Artikel! Und zeige dir gleichzeitig die Aberdeen Sehenswürdigkeiten, die du unbedingt sehen solltest.

    Aberdeen: Die silberne Stadt

    Auf dem Flug nach Aberdeen warnte mich ein Passagier: „Aberdeen ist wirklich eine sehr spezielle Stadt. Alles ist grau, die gesamte Stadt. Ich wette, Sie haben in ihrem Leben noch nie soviel Grau auf einmal gesehen!“ Ha. Von wegen. Als Ruhrpottkind bin ich mit grauen Städten und deprimierenden Umgebungen gut vertraut. Nicht, dass ich falsch verstanden werden, den Ruhrpott liebe ich bis heute heiß und innig – aber schön… schön is watt anderes. Mitten im Grau bin ich also aufgewachsen und Aberdeen soll noch grauer sein? Aber Aberdeen hatte doch mehr zu bieten als gedacht…

    Tipp: Günstige Unterkünfte in Aberdeen gibt es hier

    Aberdeen Sehenswürdigkeiten Schottland Castlegate The Salvation Army Citadel
    Aberdeen Sehenswürdigkeiten Schottland Castlegate The Salvation Army Citadel

    Aberdeen Sehenswürdigkeiten & Tipps

    Es kam, wie es kommen musste, unser Gast hatte doch tatsächlich recht. Alles, aber auch wirklich alles war grau. Sogar der Himmel. Fifty shades of grey live sozusagen. Irgendwie kommt so hoch im Norden Schottlands die Sonne im Herbst nicht wirklich zum Vorschein. War aber auch gar nicht schlimm, Aberdeen beeindruckt auch so.

    aberdeen
    Aberdeen’s Stadtteil Castlegate ist nach dem Aberdeen Castle benannt, das hier einmal stand. Heute befindet sich hier die Salvation Army Citadel.

    Warum ist alles in Aberdeen grau?

    Das ganze Grau, was einen in Aberdeen umgibt, ist nämlich in Wirklichkeit gar nicht so fahl grau. Die allermeisten Häuserfassaden sind nämlich aus Granit – wenn man näher rangeht, sieht man einen leicht silbrigen Schimmer, der umso schöner wird, wenn die (zugegeben seltene) Sonne draufscheint. Normalerweise würde man solche Gebäude niemals mit Granit bauen – das wäre viel zu teuer! Aber in der Nähe von Aberdeen befinden sich große Granitvorkommen, die in der Vergangenheit in der Region für viel Wohlstand gesorgt haben.

    Aberdeen Schottland Sehenswürdigkeiten graue Häuser
    Vorherrschende Häuserfarbe in Aberdeen, Schottland: Grau.
    Aberdeen Schottland Linksverkehr Straßenbemalung

    Das Maritime Museum

    Kein Wunder, dass Aberdeen ein megagroßes Seefahrtsmuseum hat, das Aberdeen Maritime Museum. Neben Granit gibt’s hier in der Umgebung auch noch jede Menge  Öl vor der Küste! Und im Maritime Museum erfährt man so einiges über Schiffe, Ölförderung und die Geschichte Aberdeens.

    Aberdeen Sehenswürdigkeiten Schottland Aberdeen Maritime Museum
    Besuchermagnet in Aberdeen: Das Aberdeen Maritime Museum.
    Aberdeen Sehenswürdigkeiten Schottland Hafen Hafenstadt
    Hafenstadt durch und durch: Riesige Schiffe liegen im Hafen von Aberdeen, das besonders von der Ölförderung in der Nordsee lebt.

    Friedhofsspaziergang an der St. Nicholas Kirche

    Okay, normalerweise bin ich kein großer Fan von Friedhöfen. Aber dieser hier ist wirklich besonders. Alles auf diesem Friedhof ist über und über mit leuchtendgrünem Moos bewuchert – das einzig farbige in dem ganzen Aberdeen-Grau rundherum. Die Kirche steht übrigens mitten auf der Union Street, der großen Einkaufsstraße mitten im Zentrum. Wenn man eh gerade also zum Shopping unterwegs ist, kann man hier einen kleinen Spaziergang einlegen.

    Aberdeen Sehenswürdigkeiten Schottland Friedhof St. Nicholas Kirche
    Schaurig-schön: Der moosbedeckte Friedhof der St. Nicholas Kirche mitten im Zentrum von Aberdeen.

    Shopping in Aberdeen

    In England generell liebe ich es ja, Klamotten einzukaufen – wenn man nicht gerade normal groß ist, ist die große Auswahl an Petite-Größen in so ziemlich allen Läden ein echter Traum! (Und von der Gourmet-Abteilung bei Marks&Spencer fange ich erst gar nicht an… ) Gibt’s auch alles in Aberdeen. Und für Fans von Jamie Oliver: Dies.

    Aberdeen Sehenswürdigkeiten Schottland Jamie Oliver Restaurant
    Aberdeen Sehenswürdigkeiten Schottland Jamie Oliver Restaurant Buchladen

    Aberdeen Foodtipp: Tea time – der Five O’Clock Tea!

    Ich bin absoluter Teetrinker, da gehört dann natürlich eine originale Teatime dazu. Am besten noch mit Scones, Marmelade und Clotted Cream. Mmh.

    Aberdeen Sehenswürdigkeiten Schottland Afternoon Tea mit Scones und Clotted Cream
    Auch in Aberdeen ein Muss: Afternoon Tea mit Scones, Clotted Cream und Marmelade.

    Warst Du schon mal in Aberdeen? Hast Du Vorschläge für meine nächste Aberdeen-Übernachtung? Immer her damit. (Und wenn hier Berliner mitlesen… wo kriege ich hier um Himmels Clotted Cream für ’nen echt britischen Fünfuhrtee her?)

    Aberdeen Sehenswürdigkeiten Schottland Silver City grau Granit

    ***

    Lesetipps

    Mehr über die Briten und ihren Tee findet ihr auf dem Britblog.

    A decent cup of tea berichtet nicht nur über Tee, sondern kennt sich auch richtig gut in Schottland aus: Schottland Reisetipps vom Großbritannien Profi

  • Shopping-Tipp für Bangkok: Der Chatuchak Markt

    Shopping-Tipp für Bangkok: Der Chatuchak Markt

    Du willst das ultimative Shoppingerlebnis während Deines Bangkok-Aufenthaltes? Dann musst Du zum Chatuchak Markt. Günstige Klamotten und Mitbringsel finden sich ja in Bangkok nahezu an jeder Ecke, aber der Chatuchak Markt ist allein auf Grund seiner Größe echt sehenswert.

    Einkaufen auf dem Chatuchak Markt Bangkok

    Der Chatuchak Markt am Wochenende

    Hier kann man den ganzen Tag vertrödeln, denn der Markt ist einfach riesig (und nebenbei der weltgrößte Wochendendmarkt)! Größtenteils überdacht kann man sich richtig in den schmalen, vollgestellten Gängen verlieren und dem Kaufrausch hingeben.

    Was kann man auf dem Chatuchak Markt einkaufen?

    Am besten man fragt, was es dort nicht gibt! Denn von Kleidung über Haushaltswaren über lebende Haustiere kann man auf dem Chatuchak Markt hier fast alles einkaufen! Damit ihr mal einen Eindruck bekommt, wie groß der Markt ist – hier der Standortplan (kann man an der Marktinfo auch kostenlos als Faltplan mitnehmen – und ja, es ist hilfreich!):

    Map of Chatuchak Market, Bangkok

    Street Food auf dem Chatuchak Markt

    Zum Glück ist der gesamte Markt ordentlich nach Branchen unterteilt, wer also nach Bestimmten wie Vintage-Klamotten, Kunst, Seifen oder so sucht, weiß dann direkt, wohin. Essen kann man hier natürlich auch – an den Außenseiten steht ein Streetfood-Stand nach dem anderen.

    Street Food at Chatuchak Market, Bangkok

    Im Thailand Blog findest du noch mehr Tipps & Tricks für deine Thailand Reise

    Street Food atChatuchak Market, Bangkok

    Teilweise gibt auch richtige Bars, wie das Viva 8, wo man sich vom Live-DJ und Showcooking berieseln lassen kann, wenn einem vom Powershoppen die Füße brennen:

    ChatuchakMarktBangkokVivaBar
    ChatuchakMarktBangkokBarViva
    VivaChatuchakMarktBangkokThailand

    Öffnungszeiten des Chatuchak-Markts

    Der Chatuchak-Markt hat samstags und sonntags von 6–18 Uhr geöffnet und ist super mit dem Bus oder der Metro zu erreichen.

    Tipp: Früh kommen, denn mittags kann’s richtig heiß werden, besonders innerhalb des Marktes in den schmalen Gängen. Und wie immer: Vieeeeeel trinken!

    Website des Chatuchak Markts

  • Luang Prabang in Laos: Almosengang der Mönche

    Luang Prabang in Laos: Almosengang der Mönche

    Auf Reisen macht man ja Sachen, dazu würden einen normalerweise keine zehn Pferde bringen. Wie zum Beispiel freiwillig morgens früh um fünf aufstehen. Erst recht, wenn man Spätaufsteher ist wie ich, und den schon eine Woche Frühdienst vollkommen aus der Bahn bringen. Aber einmal in Luang Prabang, muss man auch einfach die morgendliche Prozession der Mönche miterlebt haben, da führt kein Weg dran vorbei. Nur fünf Uhr… das war echt hart. Reisen ist halt manchmal auch schwere Arbeit.

    Tipp: Übernachte im Zentrum von Luang Prabang, so hast du es nicht weit bis zum Almosengang der Mönche! Hier findest du passende Unterkünfte

    Der Almosengang der buddhistischen Mönche ist wirklich faszinierend – aber das, was sich drumherum abspielt, nicht minder… Denn der tägliche Ritus ist mittlerweile zu einem touristischen Spektakel mutiert…

    monk procession giving alms

    Wo du den Almosengang der Mönche in Luang Prabang sehen kannst

    Die Mönche ziehen hauptsächlich über die Sisavangvong Road mitten in der Altstadt von Luang Prabang. Für die Dauer der Prozession wird die gesamte Straße gesperrt, und irgendwie war die Straße voller mit Touristen wie mir, die das Schauspiel beobachteten als mit den Hauptakteuren, den Mönchen, selbst. Allerdings sind die entlangziehenden Mönche in ihren leuchtend-orangen Roben auch einfach wunderschön anzusehen.

    monks walking alms procession

    Hintergrund der Almosen

    Bizarr ist es trotzdem, wie man diesem Event beiwohnt. Auf der einen Seite die Mönche – und gläubige Einheimische, aber auch (zumeist buddhistische) Touristen, die den Mönchen Almosen spenden. Mönche dürfen nichts besitzen, auch keine Lebensmittel – und so sind sie traditionell auf die Spenden der Bevölkerung angewiesen. In ihren Korbbehältern sammeln sie daher nicht nur Geldscheine, sondern vor allem Klebreis, den sie pur in die Hand gedrückt bekommen. Alles nur für den täglichen Bedarf. Und trotz der vielen Menschen auf der Straße ist es still und besinnlich.

    In meinem Laos Blog findest Du noch mehr Reiseinspirationen für deine Laos Reise!

    Prozession der Mönche in Luang Prabang in Laos

    Lohnt sich das frühe Aufstehen?

    Alles in allem war der Morgen auf der Sisavangvong Road spannend, aber die Gefühle waren gemischt. Muss man wirklich einer solchen Zeremonie in dieser Form beiwohnen? Weiß man am Ende nicht zu wenig über den Buddhismus, um dieser Prozession mit dem nötigen Respekt zu begegnen? Muss man denn wirklich aus allem ein touristisches Event machen? Keine Ahnung.

    baskets with offerings for monks luang prabang lao

    Almosengang in Luang Prabang: Etikette und Atmosphäre

    Aber der Friede und die Ruhe, die von dieser Prozession ausgingen, haben mir einmal mehr gezeigt, wie friedvoll die buddhistische Religion sein kann und mit welcher Hingabe Menschen sie teilen. Für diese Einsicht war ich am Ende doch sehr dankbar, aber irgendwie blieb das Gefühl, fehl am Platz gewesen zu sein. Zumal manche Leute auch wirklich Probleme haben, sich angemessen zu verhalten. Überall stehen Schilder, die bitten, sich doch bitte diskret zu verhalten und den Mönchen nicht so auf die Pelle zu rücken, nur um ein Foto zu erhaschen.

  • WLAN im Flugzeug: Bei diesen Airlines kommst du an Bord ins Internet

    An sich habe ich das Fliegen immer dafür geliebt, dass es eine der letzten mobilfunkfreien Bastionen war. Kein WLAN, kein WiFi im Flugzeug. Auf Langstreckenflügen mal über Stunden hinweg gezwungenermaßen kein Internet zu haben und einfach zu entspannen, ohne immer aufs Handy zu glotzen – das hat unheimlich entschleunigt. Allerdings: Wann lassen sich besser gemütlich und in Ruhe Mails schreiben (und auch abschicken) oder Blogs lesen, wenn nicht 10 Stunden im Sitz herumlümmelnd?

    Gibt es überall WLAN an Bord?

    Nicht alle Airlines bieten WLAN an Bord an, und nicht auf allen Flugzeugen. Und manchmal ist es ziemlich teuer, manchmal aber auch umsonst. Um ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen, habe ich daher eine Liste von Airlines zusammengestellt, bei denen du an Bord ins Internet kommst.

    Fluggesellschaften mit Internetzugang im Flugzeug

    Air Canada

    In welchen Flugzeugen: CRJ705, Embraer 175/190, A319/320/321
    (nur auf Nordamerika-Flügen)
    Preise:
    6,50 CAD/h oder 21 CAD/Flug, Monatspass im Abo 65,95 CAD$

    unbegrenztes Datenvolumen, Kauf von Pässen im voraus hier

    Air France

    In welchen Flugzeugen: 90% aller Flugzeuge, darunter Boeing 777/787, Airbus A318, A319, A330, A350, A220, A320, A321
    Preise: keine Angabe

    American Airlines

    In welchen Flugzeugen: auf fast allen Flügen
    Preise: pro Flug 10 USD oder Monatspass 49,95 USD, für 2 Geräte 59,95 USD
    (Monatspass nur mit amerikanischer Kreditkarte + Mitgliedschaft im Vielfliegerprogramm)

    unbegrenztes Datenvolumen

    Austrian Airlines

    In welchen Flugzeugen: nur auf einigen Strecken mit A320 (Kurz- und Mittelstrecke)
    Preise: 3, 5 oder 7, 10 oder 12 € pro Flug (je nach Geschwindigkeit und Flugzeit)

    Streaming im teuersten Tarif möglich

    Cathay Pacific

    In welchen Flugzeugen: A350, A321neo, z.T. Boeing 777, A330
    Preise: Flugzeit <6h 3,95 USD (nur Nachrichten) oder 12,95 USD, >6h 19,95 USD oder 9,95 USD/h

    Delta

    In welchen Flugzeugen: alle
    Preise: Monatspass Inlandsflüge 49,95 USD, Monatspass weltweit 69,95 USD

    kostenloses Messaging-Angebot
    zusätzliche Pass-Angebote auf dem jeweiligen Flug möglich

    https://de.delta.com/us/de/onboard/inflight-entertainment/onboard-wifi

    Emirates

    In welchen Flugzeugen: k.A.
    Preise: Messaging 2,99-5,99 USD/Flug
    Surfen 9,99-19,99 USD/Flug
    in bestimmten Regionen 9,99 USD/30min ohne Datenlimit

    Messaging kostenlos für Skywards-Mitglieder in der Business Class und für Gold-Mitglieder in der Economy Class
    Surfen kostenlos für Skywards-Mitglieder in der First Class oder für Platinum‑Mitglieder in einer beliebigen Flugklasse

    Etihad

    In welchen Flugzeugen: k.A.
    Preise: 20MB 1,99 USD, 1h (100MB) 6,99 USD, 6h (200MB) 15,99 USD, 24h (350MB) 29,99 USD

    Kostenlos in der First Class und für Etihad Guest Platinum Mitglieder
    auf A320 und A321 Nutzung des bordeigenen Streamingportals kostenlos möglich

    https://www.etihad.com/en-ae/fly-etihad/in-flight-entertainment

    Eurowings

    In welchen Flugzeugen: teilweise nicht verfügbar in A319, A320, A321, A333, A343, B737
    Preise: nur Messaging 2,90-3,90€/Flug
    Surfen 3,90€/30min, 6,90€/60min, 7,90-9,90€/Flug

    Finnair

    In welchen Flugzeugen: Airbus innerhalb Europas, Langstrecke
    Preise: kostenlos für Vielflieger Finnair Plus Platinum Lumo (immer), Finnair Plus Platinum (30 min/Kont, ganzer Flug/Langstrecke), Finnair Plus Gold (30 min/Kont, 60 min/Langstrecke), Business Class Flex und Classic (30 min/Kont, 60 min/Langstrecke)

    https://www.finnair.com/de-de/entertainmentsystem-und-internet-an-bord

    Iberia

    In welchen Flugzeugen: A330-300, A330-200, A350-900 und fast die gesamte Kurz- und Mittelstreckenflotte
    Preise: unterschiedlich

    https://www.iberia.com/de/an-bord/wifi/

    Icelandair

    In welchen Flugzeugen: Boeing 757, 767 und 737
    Preise: 737: 10€ (Island – Europa), 20€ (Island – Nordamerika); 757/767: 6€ (Island – Europa), 12€ (Island – Nordamerika)

    kostenlos in Saga Premium und Saga Premium Flex und für Icelandair Saga Gold Mitglieder (2 Geräte)

    KLM

    In welchen Flugzeugen: k.A.
    Preise:
    innerhalb Europas
    Messaging 30min kostenlos, Surfen 8€/Flug, Streaming 12€/Flug
    interkontinental
    Messaging 60min kostenlos, Surfen 8€/60min oder 18€/Flug, Streaming 30€/Flug (nur B777 und A330)

    https://www.klm.de/information/travel-class-extra-options/inflight-wifi

    AirlineFlugzeugmusterPreiseInformationen/Anmerkungen
    Lufthansa*
    alle Langstreckenmuster: A330, A340, A350, A380, Boeing 747 sowie einige A319/A320/A321 (Kurz- und Mittelstrecke)Kurz- und Mittelstrecke:
    3/7/12€ für den gesamten Flug, je nach Geschwindigkeit
    Langstrecke:
    1 Std. – 9€
    4 Std. – 14€
    Ganzer Flug – 17€
    unbegrenztes Datenvolumen
    Achtung für Umsteiger: Kurz-und Langstreckenangebot nicht miteinander kombinierbar
    Langstrecke: als Telekom-Kunde auch Abrechnung über die Monatsrechnung möglich
    Telefonieren (FaceTime,Skype etc.) nicht erlaubt
    Norwegianauf europäischen Strecken, nicht auf allen Flugzeugenkostenlos, wenn verfügbarkomplett kostenloser Zugang
    Oman AirA330, Boeing 787Economy Class: ab 10US$Roaming mit Abrechnung über den eigenen Anbieter möglich (Achtung: Roaminggebühren werden fällig!)
    QantasA380, Boeing 747nur Roaming mit Abrechnung über den eigenen Anbieter (Achtung: Roaminggebühren werden fällig!)
    zusätzlicher SMS-Service vom Handset des Sitzes:
    1,90 US$/SMS
    nur Roaming mit Abrechnung über den eigenen Anbieter (Achtung: Roaminggebühren werden fällig!)
    Qatar AirwaysA380, A350, B787, A319 (alle)
    auf ausgewählten A320, A321 und A330-200
    Abrechnung über Roamingdurch die Abrechnung über den eigenen Mobilfunkanbieter können enorm hohe Kosten entstehen, je nach überflogenem Gebiet und eigenem Anbieter/Vertrag!
    SASalle Langstreckenmuster sowie auf 10 Boeing 737-300Europa- und Skandinavienflüge 6€
    Rest der Welt 15€
    kostenloser Zugang:
    EuroBonus Gold/Diamond Mitglieder, SAS Plus/SAS Business
    auch Nutzung von 3G mit Roaming über den eigenen Anbieter möglich
    SaudiaA330, bald Boeing 777-300Roaming über 3G mit Abrechnung über den eigenen Anbieter möglich (Achtung: Roaminggebühren werden fällig!)
    Singapore Airlinesz.T. A380, A350, Boeing 777-300ERwechselnde Anbieter je nach Gebiet, Preise können variierenunübersichtliche Preisstruktur aufgrund wechselnder Anbieter
    Swiss
    Boeing 777-300ER, A330-30020 MB – 9 CHF
    50 MB – 19 CHF
    120 MB – 39 CHF
    220 MB CHF 59
    50MB kostenlos in First Class
    für Streaming nicht geeignet
    TAP PortugalA330 (Langstrecke)nach Datenvolumen
    4 MB – $4,99
    14 MB – $14,99
    50 MB – $45,00
    niedriges Datenvolumen
    Thai AirwaysA380-800, A330-330USD 4,99 – 10 MB
    USD 8,99 – 20 MB
    USD 12,99 – 30 MB
    USD 34,99 – 100 MB
    United Airlinesalle
    (Boeing737 und z.T. 757-300 nur über den USA;
    auf regionalen Mustern nur über den USA und Kanada)
    kein Video-Streaming möglich (Netflix, Youtube, Amazon Prime etc.)
    VoIP nicht erlaubt (FaceTime, Skype etc.)

    Stand: Januar 2018

    Tipps zur Nutzung von WLAN an Bord von Flugzeugen

    • Viele Airlines bieten nur ein begrenztes Datenvolumen an, also vor dem Verbinden unbedingt alle automatischen Updatefunktionen und Hintergrundaktualisierungen bei Apps deaktivieren!
    • Vorsicht bei Flügen, bei denen man das Roaming des eigenen Netzanbieters nutzt (also kein WLAN). Das kann sehr schnell richtig teuer werden!
    • Habt ihr einen Vielfliegerstatus? Überprüft, ob es für euch nicht ein spezielles Angebot gibt.
    • Bei Anschlussflügen: Oft gilt der gekaufte Pass nur für einen Flug.
    • Bei den meisten Airlines kann man vor Antritt des Fluges auf der jeweiligen Website oder in der App checken, ob das eingesetzte Flugzeug einen Internetzugang anbietet. Je näher der Abflug, desto zuverlässiger.
    • (Video-)Telefonieren ist theoretisch oft möglich, aber meist zum Komfort der Mitreisenden nicht erlaubt.
    • Bezahlen lässt sich z.T. auch mit Meilen aus dem jeweiligen Meilenprogramm der Airline.

  • 12 Bilder, bei denen Du sofort nach Lissabon möchtest

    12 Bilder, bei denen Du sofort nach Lissabon möchtest

    Vor kurzem war ich in Lissabon – nicht zum ersten Mal, und da ich so ziemlich alle Sehenswürdigkeiten schon mehrfach abgeklappert habe, habe ich dieses Mal auch nicht unbedingt viele klassische Lissabon-Fotos mitgebracht. Schade eigentlich, denn es gibt so viel Schönes dort zu sehen. Also habe ich mal in meinem mittlerweile explodierendem Foto-Archiv ein paar Lissabon-Bilder rausgekramt.

    Alfama & Straßenbahn

    Straßenbahn vor Kathedrale in Lissabon

    Was unbedingt zu Lissabon gehört: Eine Fahrt durch die Alfama mit einer der alten Straßenbahnen. Mache ich jedes Mal, weil’s so dermaßen Lissabon ist.

    Miradouro de Santa Luzia

    Aussicht auf Alfama vom Miradouro de Santa Luzia Lissabon

    Lissabon ist so hügelig, das ist unglaublich. Gut für die Fitness – und es gibt einfach so viele tolle Aussichtspunkte wie den Miradouro de Santa Luzia.

    ➜ Infos & Tipps für deine Portugal Reise gibt es in meinem Portugal Blog

    Seefahrer-Romantik

    Lissabon Seefahrer Statue

    An der Mündung des Tejo in den Atlantik gelegen, sind die Portugiesen schon immer ein Seefahrervolk gewesen. Überhaupt ist das viele Wasser rund um Lissabon toll: Ich liebe diese frische Meeresluft. Ganz nette Strände gibt es im Übrigen auch ganz in der Nähe.

    Azulejos

    Fassade mit Azulejos in Lissabon Portugal

    Diese Fassaden! Überall in Lissabon stehen noch diese tollen Altbauten, über und über mit Fliesen, den Azulejos, verkleidet. Eine Fassade ist schöner als die andere. Die Portugiesen sind totale Fliesenkünstler. Das ist eine eigene Handwerkssparte für sich. Auf Flohmärkten und in Antiquitätengeschäften findet man auch jede Menge alte Fliesen als Souvenir zum Mitnehmen – allerdings werden die mittlerweile auch aufgrund der steigenden Popularität von Fliesen bei Touristen wohl ganz gerne aus alten Häusern zum Weiterverkauf geklaut…

    Elevador do Carmo

    Elevador do Carmo und Chiado in Lissabon

    Vom Castelo de São Jorge oben in der Alfama aus hat man eine der besten Aussichten auf die Stadt. Das Graue in der Mitte ist übrigens ein Aufzug! Der Elevador do Carmo, auch Elevador de Santa Justa genannt, verbindet die Stadtteile Baixa (unten) und Chiado (oben). Das Stahlkonstrukt ist über 100 Jahre alt und läuft wie ’ne Eins! Und eine Fahrt damit gehört zu den Dingen, die man auch unbedingt in Lissabon mal gemacht haben muss.

    Castelo de São Jorge

    Pfau im Castelo de São Jorge Lissabon

    Um das Castelo de São Jorge kann man es vor allem im heißen Sommer gut aushalten, viele Schatten spendende Bäume, die tolle Aussicht – und freilaufende Pfaue gibt’s auch.

    Kopfsteinpflaster

    Kopfsteinpflaster in Lissabon Portugal

    Noch eine Sache, für die Lissabon bekannt ist: kunstvolle Kopfsteinpflaster. Die Muster sind immer schwarzweiß – und so toll gemacht.

    Tante-Emma-Läden

    Laden mit Kerzen in Lissabon

    Was in Lissabon auffällt: es gibt so viele alte Spezialgeschäfte mit viel Geschichte. Zwar sieht man in der Innenstadt auch viele Filialen großer Ketten, aber alles in allem lieben die Lissabonner ihre kleinen Tante-Emma-Läden mit Charme. Und ich auch. Wie diesen Kerzenladen. In Lissabon gibt’s übrigens auch mitten in der Stadt einen uralten Laden, der nur Handschuhe verkauft. Das ganze Jahr über! Nur Handschuhe! Dabei wird’s hier noch nicht mal richtig kalt…

    Vintage-Charme

    Alte Häuserfassade in Lissabon

    Lissabon ist nicht dreckig – Lissabon hat Patina! Angeranzte Fassaden wie diese hier machen echt den Charme der Stadt aus. Und die Farbe fand ich einfach toll.

    Elevador da Bica

    Elevador da Bica Lissabon

    Keine Straßenbahn, sondern ein Aufzug: Der Elevador da Bica fährt einfach nur eine Straße hinauf und hinunter. Den ganzen Tag. Aber bei der üblen Steigung nimmt man ihn auch gerne in Anspruch.

    Alltag in Lissabon

    Wäscheleinen vor Fenster in Lissabon

    Wäscheständer gibt’s in Lissabon nicht. Leine vors Fenster und fertig.

    Aussichten

    Aussicht vom Miradouro in Lissabon

    Wer möchte bei der Aussicht nicht sofort hin? Ich am liebsten wieder gleich!

  • Lissabon: Tipps für einen Tag

    Lissabon: Tipps für einen Tag

    Beruflich gehört Lissabon leider nicht in mein Reiserepertoire, daher bin ich selten dort. Aber wenn, dann flasht mich diese Stadt jedes Mal. Und immer fühle ich mich wie in einer zweiten Heimat. Portugal mag ich überhaupt gern, das liegt vielleicht auch an meiner frühkindlichen Prägung.

    lissabon

    Damit ich wenigstens ein bisschen Portugiesisch mitkriege, schickte mich meine brasilianische Mutter in Grundschulzeiten immer zum „Muttersprachlichen Ergänzungsunterricht“. Hört sich wichtig an, war aber nur heiße Luft. Ich war das einzige Mädchen unter 8 portugiesischen Jungs, denn das Angebot richtete sich eigentlich an Gastarbeiterfamilien aus Portugal. Brasilianer? Gab’s damals nicht in unserer Großstadt. Und so fuhr ich nachmittags einmal die Woche mit Bus und Bahn quer durch die Stadt, damit ich eine Stunde den Jungs beim Scheißebauen zugucken konnte, ansonsten nur Bahnhof verstand und versuchte, das mit konsequenter Sprechverweigerung und der Zuhilfenahme eines herzzerreißenden Kulleraugen-Hundeblicks zu vertuschen. Denn unsere großmütterliche Lehrerin sprach nun mal Portugiesisch aus Portugal, das ich mit meinen spärlichen Sprachkenntnissen noch weniger verstand. Am Ende jedes Schulhalbjahres gab’s aber dafür eine schicke Zwei (für die Kulleraugen, nicht fürs Portugiesisch, aber das kam ja nicht ins Zeugnis) und eine dicke Umarmung unserer Lehrerin fürs Durchhalten.

    lissabon

    Lissabons 28: Nostalgie in der Alfama

    Jahrzehnte später stehe ich in einer überfüllten Straßenbahn und frage mich, warum ich das denn nun wirklich auf mich nehmen musste. In kleinen Räumen, dichtgedrängt mit fremden Menschen, ist so gar nicht meins. Berufskrankheit halt. Es rumpelt und pumpelt, knarzt und kracht. Mit unerwartetem Karacho prescht die Miniatur-Straßenbahn durch die Straßen der Alfama, berg rauf, berg runter, und bei jeder rasanten Anfahrt falle ich mit der Nase in eine andere fremde Männerachsel, die an einem der von der Decke baumelnden Handgriffe hängt: Ein Meter sechzig in Turnschuhen ist nicht wirklich vorteilhaft in überfüllten Verkehrsmitteln. Aber eine Fahrt mit der Linie 28 muss schon sein, wenn man eh gerade in Lissabon ist. Denken sich auch die hundert anderen Touristen, mit denen ich mich in die Bahn gepresst habe – auf der Jagd nach dem richtigen, authentischen Lissabon-Feeling.

    Vamos passear! Vamos para a Feira da Ladra!

    Von den Einheimischen fährt garantiert keiner mehr auf dieser Linie. Die 28, das ist nämlich sowas wie der 100er-Bus hier in Berlin – für kleines Geld gibt’s eine Fahrt an die besten Sehenswürdigkeiten und ’ne Ladung Lokalkolorit umsonst dazu. Während in Berlin aber der Anschiss für was auch immer vom Busfahrer auch noch gratis ist, sprüht unser Fahrer vor portugiesischer Lebensfreude: „Kommt alle rein, steigt zu, lasst uns spazierenfahren, heute ist doch so ein toller Tag! Geht mal zum Flohmarkt! Und macht mal richtig viele Fotos von der Bahn, kommt mal näher ran!“ ruft er den Touristen zu, die an jeder Ecke stehen, um das typische Lissabon-Bild zu fotografieren, und posiert stolz hinter seinem Straßenbahnsteuerraddings für jedes Foto. Straßenbahn in einer engen Straße, Straßenbahn vor der Kathedrale da Sé, Straßenbahn um die Ecke kommend, Straßenbahn am Miradouro. Kein Lissabon ohne Straßenbahnfoto. Diese unverwüstlich-nostalgischen Bahnen sind aber auch einfach einmalig.

    Alle meine Portugal Tipps findest du im Portugal Blog

    Wer dienstags oder samstags in der Alfama ist, sollte auch unbedingt auf der Feira da Ladra vorbeischauen, einem Flohmarkt mit einigem an Lissabon-Kitsch-Souvenirs – aber auch richtig schönem Trödelkram.

    Lx Factory in Lissabon: Nostalgie für Hipster

    In der Lx Factory, einem alten Fabrikgelände, gibt’s dafür das Pendant zur historischen Alfama – hier ist das Hipster-Lissabon. Und irgendwie ein bisschen so, wie an allen anderen Hipster-Orten dieser Welt auch. Hipster-Café. Hipster-Restaurants. Hipster-Läden. Bärte. Street Art. Sehenswert: Die Buchhandlung Ler Devagar. Ein bisschen außerhalb der Innenstadt, aber gut mit Bus und Bahn zu erreichen (eine Tageskarte für nur 6€ oder so bietet sich in Lissabon eh an, allein wegen der spektakulären Tramfahrten durch die Altstadt).

    Ich muss allerdings sagen: Wirklich begeistert hat mich die Lx Factory nicht – vielleicht lag’s auch einfach daran, dass ich mittags da war; abends ist es möglicherweise noch interessanter. Oder ich bin einfach der sich ständig wiederholenden Hipsterläden dieser Welt müde. Oder: Es fühlt sich einfach relativ wenig nach Lissabon an – oder zumindest danach, was ich mit Lissabon verbinde: dieser grandiose Charme einer einstmals pompösen Stadt, von Sonne und Wasser umgeben und immer noch voller Geschichte. Alte Fabrik hin oder her – Lissabon kann eben noch viel mehr.

  • Cameron Highlands: Das Outdoor-Highlight in Malaysia!

    Cameron Highlands: Das Outdoor-Highlight in Malaysia!

    Wenn ich das erste Mal in einem Land bin wie neulich in Malaysia, dann will ich immer sofort alles sehen. Am besten das ganze Land auf einmal. Ziemlich utopisch. Also versuche ich so zu planen, dass ich ein paar wenige, dafür aber möglichst verschiedene Gegenden bereise. Das geht in Malaysia zum Glück gut, das Land ist klein und mit Bus, Bahn, Auto, Flugzeug oder Boot kommt man schnell und bequem voran.

    Nach einem Wochenende Kuala Lumpur fuhr ich also mit dem Bus weiter in die Cameron Highlands, nach Tanah Rata. Mitten ins Inland, mitten in die Berge, mitten in die Teeplantagen. Natur pur. Und so ziemlich das totale Gegenteil von busy Kuala Lumpur. Und die frische Luft erst. Ein bisschen kühler – aber sommerlich angenehm. Und die Natur hier tat mir richtig gut: Was man alles in den Cameron Highlands unternehmen kann, erfahrt ihr in diesem Artikel!

    Cameron Highlands Malaysia Teeplantagen
    Sattes Grün überall: Die Teeplantagen in den Cameron Highlands in Malaysia.

    Lust auf mehr Malaysia?
    In meinem Malaysia Blog findest du mehr Inspiration für deinen Trip

    Cameron Highlands: Malaysias Teeparadies

    Die Teeplantagen sorgen dafür, dass die Landschaft übersät ist mit sattgrün leuchtenden Feldern. Denn für unseren Tee pflückt man immer nur die ganz jungen, hellgrünen Blätter, während die älteren, dunkelgrünen am Strauch bleiben. Und so ziehen sich die Teeplantagen wie eine hellgrüne Decke über die Berglandschaft der Cameron Highlands. Die Teeplantagen hier sind übrigens – wie sollte es auch anders sein – eine Erbschaft der Engländer, die hier zu Kolonialzeiten perfekte Bedingungen fanden, um ihren geliebten Tee anzubauen. Mildes tropisches Klima, nicht zu warm, nicht zu kalt.

    Cameron Highlands Teeplantagen Boh Tea
    An den grünen Bergen in den Cameron Highlands konnte ich mich einfach nicht satt sehen.

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    Original BOH Tee aus den Cameron Highlands

    Ungefähr genau zu der Zeit, als ich in Malaysia war, bin ich zur absoluten Teetrinkerin geworden. Und nachdem ich sozusagen direkt an der Quelle in den Cameron Highlands richtig guten Tee genießen durfte, bin ich nun ziemlich anspruchsvoll was guten Tee angeht.

    Aber zum Glück kann ich mir mein Teeglück aus den Cameron Highlands jetzt direkt nach Hause bestellen! Im Salacca Teehaus findest du die unterschiedlichsten Sorten BOH Tee aus Malaysia!

    ➜ BOH Tee bei Salacca Teehaus online bestellen

    Und nicht nur den Tee brachten die Engländer mit, sondern auch jede Menge Landrover, um durch die abenteuerliche Landschaft zu kommen. Bis heute findet sich die weltweit höchste Dichte an Landrovern in den Cameron Highlands!

    Sonnenaufgang in den Cameron Highlands: Die Magie der Natur

    Als Stadtkind hielt ich mich nie für besonders naturverbunden. Was sich aber seit einiger Zeit ändert. Liegt vielleicht am Alter, oh je. Oder daran, dass Berlin, die Stadt, in der ich wohne, einfach zu sehr Stadt ist: zu rauh, zu grau, zu voll. Das nervt und lässt meine Begeisterung für das Stadtleben manchmal schwinden. In fremden Städten finde ich mich dafür aus dem Stand gut zurecht. New York, Bangkok, São Paulo – egal. Große Städte sind mein Revier. Und sie beeindrucken mich gerade gar nicht mehr, weil die Herausforderung fehlt.

    Cameron Highlands Sonnenaufgang
    Unbedingt mitmachen: Eine Tour zum Sonnenaufgang mitten in den Bergen der Cameron Highlands ist ein unvergessliches Erlebnis.

    Was mich dafür aus den Latschen haut: Ein ganz simpler Sonnenaufgang. Sieht man in Berlin höchstens beim Heimkommen vom Club. Aber ein Sonnenaufgang über den Bergen der Cameron Highlands, voll mit sattgrünen Teeplantagen und ursprünglichem tropischen Wald – das ist echt aus-den-Latschen-hauend. Und plötzlich ist man eingesogen in diesen großen Naturalltag – und selbst ganz klein.

    Der Mossy Forest in den Cameron Highlands

    Die Teeplantagen sind schon mal beeindruckend. Aber in den Cameron Highlands trifft man auch auf einen Streifen Regenwald, hoch oben in den Bergen. Feucht, und über und über mit Moos bedeckt.

    Cameron Highlands Mossy Forest Baum mit Moos
    Das Moos im Mossy Forest wächst nur langsam, daher steht ein großer Teil des Gebiets unter Naturschutz.

    Das braucht unfassbar lange, um nur ein paar Millimeter zu wachsen. Daher gibt es einen Teil des Mossy Forests, den man über einen Holzsteg erkunden kann – und am besten macht man das frühmorgens, denn ansonsten muss man das beeindruckende Naturerlebnis mit vielen anderen Touristen teilen.

    Cameron Highlands Mossy Forest Regenwald Malaysia
    Beeindruckend: Ein Regenwald mitten in den Bergen der Cameron Highlands.

    Tipps für die Cameron Highlands: Tee trinken und wandern

    Es gibt zwei große Produzenten mit Teeplantagen in den Cameron Highlands: BOH Tea und Bharat. Beide unterhalten Besucherzentren, in denen man Tee einkaufen, probieren und sich bei der Herstellung ansehen kann. Oder man läuft einfach durch die grünen Felder. Auch schön.

    Cameron Highlands Schmetterlingsfarm Schmetterling schwarz

    Rund um Tanah Rata gibt es zahlreiche Wanderwege. Die sind zwar nicht unbedingt gut ausgeschildert, aber in so ziemlich jeder Unterkunft gibt es mehr oder weniger genaue Karten. Nur sollte man echt vorsichtig sein, die Wege sind mitunter abenteuerlich und verletzt irgendwo im malaysischen Urwald liegen ist doof. Also besser mindestens zu zweit losgehen und ein kleines Survival-Kit mit Wasser, Handy etc. immer dabei haben.

    Noch ein großer Touristenmagnet in den Cameron Highlands sind übrigens die Erdbeerfarmen. Aber das hat mich jetzt nicht besonders vom Hocker gerissen. Die Butterfly Farm ist klein und übersichtlich, vermittelt aber dennoch einen schönen Eindruck von der Natur rundherum. Und ich habe dort zum ersten Mal Schmetterlinge gesehen, die so groß waren (und auch fast so aussahen) wie Fledermäuse.

    Übernachten in den Cameron Highlands bzw. Tanah Rata

    Unterkünfte in Tanah Rata sind vom Preis-Leistungs-Verhältnis teurer als anderswo – und auch wesentlich einfacher. Macht aber nichts, denn in den Cameron Highlands läuft man ja eh den ganzen Tag nur herum und fällt abends todmüde von soviel Sauerstoff und Naturspektakel ins Bett. Zwei beliebte Unterkünfte (die mir sogar von meinem Uber-Fahrer in Kuala Lumpur empfohlen wurden) sind Gerard’s Place und Father’s Guesthouse, die zusammen gehören, und ähnlich im Style sind: Einfache Zimmer, aber zweckmäßig und angenehm kommunikative Backpacker-Atmosphäre.

    Cameron Highlands Tanah Rata Street Food Nasi Lemak

    In Tanah Rata gibt’s eine gute Auswahl an Restaurants und Cafés, sogar einen Starbucks, für die, die es gar nicht ohne aushalten. Das beste Frühstück fand ich aber am Straßenrand, an einem der Self-Service-Stände mit Plastikhockern und Klapptischen. Mit viel Reis, Chili und pappsüßem Nescafé. Hört sich skurril an. War’s auch. Und unglaublich lecker.

    Camreron Highlands Street Food Stand am Straßenrand
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