Wenn ich nicht reise, dann koche ich! Am liebsten bringe ich mir Rezepte von unterwegs mit, wie dieses original Rezept für rote und grüne Currypaste aus Thailand! Die richtige Currypaste ist nämlich die Essenz für ein gutes Thai Curry!
Eine Currypaste enthält neben Chilischoten viele verschiedene Kräuter und Gewürze.
Currypaste in der thailändischen Küche
Die Currypaste sorgt für die richtige Würze im Curry! Nachdem sie in der Pfanne angebraten wird, entfalten sich die Aromen der Gewürze wie Chili, Zitronengras, Koriander und noch viele exotische Zutaten mehr. Mit Kokosmilch wird dann die Schärfe reguliert: Je mehr Kokosmilch, desto milder wird das Curry. Danach kommen dann Gemüse und Fleisch/Tofu hinzu.
7 kleine grüne Chilischoten ((für grüne Currypaste))
1 EL getrocknete rote Chilischoten ((für rote Currypaste))
4 Knoblauchzehen
2 Schalotten
1 Stängel Zitronengras
1 Stückchen Galgant ((ca. 2-3cm langes Stück))
1 Handvoll frischer Koriander
3 Kaffirlimettenblätter
1 Stückchen frischer Kurkuma ((ca. 2-3cm langes Stück))
1/2 TL weißer Pfeffer ((ganz))
2 TL Koriandersamen
1 TL Kreuzkümmelsamen
1/2 TL Salz
1/2 TL Shrimppaste
Schäle Knoblauchzehen, Galgant und Kurkuma.
Hacke Knoblauch, Schalotten, Zitronengras, Galgant, Koriander, Kaffirlimettenblätter und Kurkuma in kleine Würfel. (Für grünes Curry zusätzlich die grünen Chilischoten.)
Röste Pfefferkörner, Koriandersamen und Kreuzkümmelsamen kurz in einer Pfanne ohne Öl an.
Gebe alle Zutaten (außer der Shrimppaste) in einen Mörser und zerkleinere alles so lange, bis sich eine Paste bildet.
Füge zum Schluss die Shrimppaste hinzu und zerstosse alles so lange im Mörser, bis die Paste fein wird.
Diese Menge reicht für ein Curry-Gericht für 2 bis 3 Personen, je nach gewünschtem Schärfegrad. Du kannst aber auch etwas mehr auf Vorrat herstellen: Die Paste hält sich noch gut verschlossen einige Tage im Kühlschrank.
Wo bekommt man die Zutaten?
Während man mittlerweile Kurkuma und Zitronengras auch in herkömmlichen Supermärkten findet, wird es bei den anderen exotischen Zutaten schwierig. In jeden Fall findest du alles aber im Standardsortiment eines Asia-Shops.
Die meisten Zutaten für eine frische Currypaste findest du auch in Asia-Shops.
Tipp: Die Kaffirlimettenblätter findest du meistens tiefgefroren in der Tiefkühltruhe.
Paraty liegt zwischen Rio de Janeiro und São Paulo mitten im Dickicht der Mata Atlântica: Ein kleines tropisches Paradies mit großem geschichtlichem Flair! Nicht wenige auf Brasilien Reise bleiben in Paraty einfach hängen. In der Umgebung gibt es alles von traumhaften Stränden bis Dschungelabenteuern zwischen Wasserfällen und Bergbächen – und die Altstadt von Paraty ist magisch schön!
Romantisch und geschichtsträchtig: Die Altstadt von Paraty
Paraty: Entspannung im exotischen Kolonialflair
Trotz Tourismus hat sich die Altstadt ihren entspannten Charakter bewahrt. Die Zeit scheint still zu stehen. In der pittoresken Altstadt fühlt man sich um hundert Jahre zurückversetzt, in das alte Brasilien unter portugiesischer Kolonialherrschaft.
Suchst du nach mehr Infos über Brasilien? Ich als Halbbrasilianerin habe bestimmt noch einige besondere Tipps für dich: Alle Artikel über Brasilien
Die Praça da Matriz ist der Mittelpunkt der Altstadt.Pferdekutschen transportieren heute Touristen über das Kopfsteinpflaster.
Pferdekutschen rumpeln gemächlich über die riesigen Pflastersteine (High-Heels können hier direkt zu Hause bleiben!) und transportieren heute Touristen auf Sightseeingtour. Nahezu der komplette Altstadtkern in Paraty ist sehr gut erhalten, seit Mitte der 50er Jahre ist Paraty UNESCO-Weltkulturerbe.
Viele der ehemals verwahrlosten Häuser wurden von gut betuchten brasilianischen Unternehmern und Persönlichkeiten gekauft und restauriert. In einem Haus wohnt sogar der Nachfahre des letzten Kaisers von Brasilien, Dom Pedro II, mittendrin und ohne jeglichen Pomp.
Tipp: Jeden Vormittag startet an der Praça da Matriz eine Free Walking Tour, die dich an alle wichtige Stellen der Altstadt führt. (portugiesisch & englisch)
An jeder Ecke gibt es kleine Bars und Restaurants.
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Nightlife & Shopping in Paraty
Abends kommt Leben in die sonst beschauliche Altstadt: Geschäfte preisen wirklich schöne Souvenirs an, kein Laden gleicht dem anderen und es gibt so viele handgemachte, originelle Stücke von Tellern bis Hängematten, dass man sich nicht satt sehen kann. Paraty hat Style, keine Frage.
Livraria das Marés – Kleiner Buchladen mit ausgewähltem Sortiment, viele Bildbände über Paraty und Rio, auch englischsprachige Literatur und einem kuscheligen Café im Hinterhof. Geheimtipp!
Einkaufen: Handgearbeitete Hängematten.
Essen & Trinken in Paraty
Gutes Essen und eine kleine Cervejinha (Bier) darf in Brasilien am Abend nicht fehlen! Rund um die Praça da Matriz, dem zentralen Marktplatz in der Altstadt finden sich viele Bars und Restaurants, aber auch in den lauschigen Seitenstraßen finden sich viele interessante Locations. In den meisten Lokalen gibt es jeden Abend Live-Musik, die Stimmung ist brasilianisch-fröhlich und mitreißend – hier kann man es nahezu überall gut gehen lassen.
Café Paraty | Sehr beliebt, zu Stoßzeiten muss man warten, aber das tropische Ambiente mit chilliger Live-Musik ist es wert! Brasilianische Küche. Empfehlung: Picanha (Rindersteak mit speziellem Schnitt).
Frida y Diego | Kleine Taqueria mit Live-Musik am Abend, abseits des Altstadt-Trubels, mit mexikanischer Küche.
Sabor da Terra | Bodenständiges Self-Service-Restaurant mit leckerer brasilianischer Küche. Self-Service-Restaurants sind in Brasilien sehr beliebt und für Brasilien-Besucher eine tolle Möglichkeit, sich durch viele typisch brasilianische Gerichte zu probieren.
Manuê Sucos | Eigentlich eine Saftbar, hat aber bis abends geöffnet und viele frische Kleinigkeiten wie Acaí oder Pão na chapa (getoastetes Brötchen mit Käse). Gut und günstig. Könnte der perfekte Arbeitsplatz für Nomaden sein, die unterwegs noch etwas erledigen wollen – Laptops sind allerdings nicht erlaubt.
Für alle Lokale gilt: Bei Live-Musik ist es üblich, dass ein Zuschlag von 10 bis 15 R$ (3-4€) pro Person berechnet wird (Couvert).
Die Altstadt von Paraty ist voller bunter Details.
Für den kleinen Hunger gibt es jede Menge Straßenstände mit den unterschiedlichsten Gerichten von Tapioca (Pfannkuchen aus Maniokmehl) bis Pasteis (frittierte Teigtaschen). Halt machen solltest du an einem der zahlreichen Kuchenwagen, die über die Altstadt verteilt sind: Brasilianer sind wahre Meister in Süßigkeiten! Probiere eine Cocada (frische gezuckerte Kokosraspel) oder einen Bolo de Tapioca: Die schneeweiße, pappige Masse aus Maniokmehl schmeckt zunächst eher wie Pudding, aber die frisch darüber gegossene gezuckerte Kondensmilch macht das Dessert perfekt.
Einen Namen musst du dir merken: Jorge Amado!
Unbedingt probieren musst du hier einen Jorge Amado, den du in jeder Bar findest! Der Signaturecocktail aus Paraty schmeckt wie ein süßer Caipirinha: Statt dem Zuckerrohrschnaps Cachaça wird der Likör Gabriela verwendet, der mit Nelken und Zimt (Cravo e Canela) versetzt ist. Kein Zufall: Jorge Amado ist einer der berühmtesten brasilianischen Autoren und sein Roman „Gabriela wie Zimt und Nelken“ wurde hier in Paraty verfilmt. Seine Bücher muss man nicht mögen – aber nach fünf Tagen in Paraty war ich süchtig nach Jorge Amado!
Paraty ist aber noch so viel mehr als nur Kultur und Geschichte: Rund um die Stadt gibt es so vielfältige Ausflugsmöglichkeiten von tiefstem Dschungel bis einsamen Inseln! Tagsüber sind die meisten Touristen daher rund um Paraty unterwegs. Die schönsten Locations habe ich dir hier zusammengestellt!
Trindade
In Paraty selbst gibt es zwar einen Strand, aber noch viel schöner sind die Strände in Trindade! Dort kannst du ganz einfach auf eigenen Faust hin: Ab dem zentralen Busbahnhof (Rodoviária) fährt stündlich ein Bus dorthin. (Einfache Fahrt 5 R$, ca. 1,20€, bezahlt wird im Bus, aussteigen an der Endhaltestelle).
Ob du Ruhe suchst, oder Partystimmung, in Trindade gibt es für jeden etwas. An der Praia dos Ranchos findest du viele Bars und Restaurants. Dort kannst du Schirme und Stühle nutzen, wenn du in den umliegenden Lokalen etwas bestellst. Hier ist es typisch brasilianisch belebt mit viel Musik.
In Trindade gibt es auch belebtere Strände.Frischer Fisch: Nirgends so lecker wie am Meer.
Durch einen kleinen Pfad hindurch erreichst du die Praia do Meio. Hier sind Lokale und Strandverkäufer verboten, da dieser Strand Teil des umliegenden Naturschutzgebiets ist. Der Strand ist relativ weitläufig und die riesigen Felsen sind sehr beeindruckend.
Naturschutzgebiet: Die Praia do Meio in Trindade.
Wasserfälle rund um Paraty
In den dicht bewaldeten Bergen rund um Paraty gibt es jede Menge Wasserfälle. Einer davon ist besonders beeindruckend und wird nur Tobogã genannt. Auf Portugiesisch bedeutet das Wasserrutsche und vor Ort wird klar, warum: Auf einem riesigen, glitschigen Felsen kann man sich den Wasserfall wie eine mörderische Rutsche hinunterstürzen. Wem das zu gefährlich ist (Unfälle sind hier nicht selten), der schaut am besten nur den einheimischen Jungs zu, die ihre waghalsigen Stunts schon perfektioniert haben – mir ist die Kinnlade heruntergefallen.
Im Poço do Tarzan (Tarzan’s Teich) weiter oben kann man sich gefahrloser ins Wasser begeben und sich ein bisschen wie ein badender Tarzan fühlen. Denke allerdings daran, dass du mitten im Dschungel bist: Mückenschutz nicht vergessen!
Baden wie Tarzan: Die Wasserfälle rund um Paraty sind traumhaft.
Neben dem Restaurant Vila Verde gibt es für Gäste eine der schönsten Badestellen: Hier kannst du abseits des Trubels in einem kühlen Bergbach baden! Das Wasser ist zwar kalt, aber dafür glasklar: Natur pur! Wenn du das Restaurant im Rahmen eines Ausflugs besuchst, musst du auch vor Ort nichts essen, sondern kannst ganz entspannt die Natur genießen!
Im Garten des Vila Verde wachsen allerlei exotische Pflanzen.Perfekt für eine kühle Erfrischung bei den heißen Temperaturen im brasilianischen Hochsommer.
Diese Orte kannst du am besten mit einer geführten Jeep-Tour besuchen! Ich empfehle dafür Paraty Tours, die Organisation war super, die Landrover-Jeeps netter als die der Konkurrenz, die im stickigen Auto sitzen mussten 🙂
(Nicht von den Bewertungen beeindrucken lassen, während der langen Lunchpause haben wir entspannt im Bergbach getrieben und unser Picknick genossen!)
Mit dem Boot rund um Paraty
Nicht verpassen solltest du auch einen Bootsausflug! Zum einen lernst du dort auch mal Brasilianer auf Urlaub kennen (Spoiler: Noch ausgelassener als sonst!), zum anderen siehst du so die schönen Inseln rund um Paraty. Wählst du ein „Passeio de escuna“ handelt es sich um ein größeres Boot, meist mit kompletter Küche und Bar an Bord.
Türkisblaues Wasser & Sonne: Die Inseln in der Bucht von Paraty kannst du mit Bootstouren erreichen.
Wer früh da ist, sichert sich die besten Plätze. Verpflegung darf auch mitgebracht werden, ist aber nicht unbedingt nötig. Der Ausflug dauert ca. 4-5 Stunden, es werden Strände angefahren, es gibt Gelegenheit zum Baden (ich liebe es ja, direkt vom Boot ins Wasser zu springen) und viel Musik. Und natürlich Jorge Amado!
An den Badestellen kann man wunderbar schnorcheln. Equipment gibt es allerdings nur gegen eine Gebühr an Bord, toll ist es auch nicht, also besser selbst mitbringen, wenn man Schnorcheln will!
Übernachten in Paraty
Lage ist alles in Paraty! Am schönsten ist es nämlich nahe des Altstadtkerns! Dort wohnst du idyllisch und mittendrin. Auch an der Praia do Pontal, nur wenige Minuten zu Fuß vom Zentrum entfernt, kannst du gut übernachten und es gibt noch relaxtes Strandfeeling inklusive.
Hippiestimmung: Zum Sonnenuntergang an die Praia do Pontal.
Außerhalb ist es oft günstiger, dafür ist aber alles Interessante weiter weg und wirklich hübsch ist es in den neueren Ecken auch nicht unbedingt. Es lohnt sich also, etwas mehr zu investieren!
Wie kommst du nach Paraty?
Anreise mit dem Bus
Paraty liegt zwischen Rio de Janeiro und São Paulo, beide Städte kannst du per Überlandbus erreichen. Paraty hat keinen kommerziellen Flughafen. Die Fahrt dauert in beide Richtungen ca. 4 Stunden, eine einfache Fahrt kostet um die 80 R$ (ca. 20 €). Die Busse sind bequem, haben allerdings oft kein WLAN oder USB-Ladeanschluss.
Busbahnhof in Paraty
Der Busbahnhof in Paraty liegt relativ zentral in der Stadt, viele Unterkünfte kann man von dort auch zu Fuß erreichen. Hast du viel Gepäck oder musst weiter weg, nimm dir einfach ein Taxi am Taxistand, das kostet nicht die Welt. Uber gibt es in Paraty (noch) nicht.
Bustickets kaufen in Brasilien
Tickets kannst du in Brasilien immer direkt an den Busbahnhöfen kaufen. Am besten du kümmerst dich etwas im Voraus um Tickets. Überlandbusse sind in Brasilien ein beliebtes Transportmittel und gerade bei Zielen wie Paraty kann es in der Hauptreisezeit oder an Wochenende auch einmal voller werden.
Damit du aber nicht extra zum Bahnhof fahren musst (in Rio z.B. ist die Rodoviária/der Busbahnhof relativ weit vom Zentrum entfernt), empfehle ich dir, deine Tickets online bei Clickbus* zu kaufen. Dort gibt es oft noch zusätzlichen Rabatt.
Clickbus* ist die größte Ticketplattform in Brasilien und die meisten Busunternehmen sind dort vertreten. (Achtung: Bei manchen Busgesellschaften muss man Online-Tickets nochmal am Schalter umtauschen.)
Der Busbahnhof liegt zentral in Paraty nahe der Altstadt.
Wohin weiter ab Paraty?
Paraty ist z.B. Beispiel ab Rio de Janeiro ein beliebtes Reiseziel. Auf dem Weg dorthin kannst du z.B. auch einen Zwischenstopp im Badeort Angra dos Reis einlegen oder auf die Ilha Grande übersetzen – ein Paradies für Naturliebhaber.
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Hilfreiche Tipps
Meide die Hauptreisezeit zwischen Weihnachten und Karneval: Die Preise steigen und die Auswahl an Unterkünften wird knapp!
Thema Sicherheit: Zwar sollte man auch hier grundsätzlich vorsichtig sein, aber Paraty ist wirklich sehr entspannt. Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt unsicher gefühlt, eher im Gegenteil.
Denke an Mückenschutz, und zwar den heftigen mit DEET, wenn dich Mücken so lieben wie mich! Gute Mittel bekommst du vor Ort in jeder Apotheke.
Paraty spricht man nach brasilianischem Portugiesch „Pa-ra-tschie“ aus 😉
Búzios heißt eigentlich Armação dos Búzios, aber unter Brasilianern nennt man den beliebten Ferienort einfach nur Búzios. Dort findet man einige der schönsten Strände Brasiliens! Bei schönem Wetter zieht es viele Cariocas aus Rio de Janeiro hierhin.
Wenn du also einmal in Rio bist, dann empfehle ich dir unbedingt einen Ausflug nach Buziós! In nur dreieinhalb Autostunden erreichst du so unvergessliche Traumstrände. Ich zeige dir die besten Locations, Sehenswürdigkeiten und verrate dir ein paar Tipps für einen tollen Urlaub in Brasilien!
Fischerboote an der Orla von Buzíos
Armação dos Búzios: Strände & brasilianischer Lifestyle
Búzios liegt auf einer Halbinsel und verfügt über mehr als 20 Strände, einer schöner und einzigartiger als der andere. Während das Wasser an den Stränden im Norden ruhiger und wärmer ist, sind die Strände im Süden weiter, die Wassertemperatur kälter und die Wellen rauher. Je nach Lust und Laune kann man sich belebte und weniger belebte Strände aussuchen: An einigen Stränden reiht sich eine Strandbude an die andere, an anderen wiederum ist man relativ allein.
Praia de Geribá
Einer der wilderen Mega-Strände in Buzíos. Relativ naturbelassen und weitläufig, aber mit vielen kleinen Strandbuden, die Schirme und Stühle vermieten und kleine Snacks verkaufen. In der Hauptsaison sehr gut besucht bis voll, aber auch die perfekte Gelegenheit, original brasilianisches Strandleben mitzuerleben. Das Wasser ist hier etwas kälter, die Wellen höher, aber der Strand fällt relativ flach ins Wasser, so dass auch Kinder und Nichtschwimmer hier ihren Spaß haben können.
Praia de Manguinhos
Sehr ruhig, mit einigen netten Bars auf der einen Seite, auf der anderen Seite nichts als ein paar Fischerboote. Wer totale Ruhe sucht, ist hier richtig! Hier kann man übrigens auch gut Stand-Up-Paddeln und mit Glück sieht man vom Board aus sogar ein paar vorbeischwimmende große Meeresschildkröten! Ansonsten ist das Wasser nicht an allen Stellen gut zum Baden geeignet; es landen hier wohl auch ein paar Abwässer, aber das ist in Brasilien leider keine Seltenheit.
Wer es ruhiger mag, ist an der Praia de Manguinhos genau richtig.
Rua das Pedras
Nachts geht es rund auf der Rua das Pedras! Zwischen schicken Boutiquen und einfachen Restaurants zwängt sich alles auf der berühmten Fußgängerzone im Zentrum des ehemaligen Dorfes. Man flaniert, spaziert, isst zu Abend oder nimmt nur einen kleinen Drink – aber der abendliche Ausflug zur Rua das Pedras ist ein Muss.
Mehr Lust auf Brasilien? Alle Artikel findest du im ➜ Brasilien Blog
So leer ist die Rua das Pedras abends selten. Nach Sonnenuntergang tobt hier das Leben!
Die Orla in Búzios und Brigitte Bardot
Am Ende der Rua das Pedras gelangt man zur Orla, der Strandpromenade von Armação dos Búzios. Trotz der vielen Touristen (besonders in der Hauptsaison zwischen Weihnachten und Karneval) ist die Stimmung hier abends besonders lauschig. Kleine Fischerboote liegen hier noch vor der schmalen Promenade aus Naturstein vor Anker, der Blick schweift über die ruhige Bucht. An einer Stelle ist immer besonders viel Betrieb: Alle möchten sich mit der Statue von Brigitte Bardot fotografieren lassen!
Bis in die sechziger Jahren hinein war Búzios nämlich noch ein richtig verschlafenes Fischerdorf, von Tourismus keine Spur! Bis 1964 Brigitte Bardot hier auftauchte, im Schlepptau ihres damaligen Freundes Bob Zaguri. Genervt vom Rummel in Rio de Janeiro (so ein Weltstar damals in Brasilien, das war ein Ereignis!) flüchteten sie in das damals unbekannte Armação dos Búzios – die Reporter hinterher und schon kannte plötzlich jeder Buzíos. Bis heute nennt man daher Búzios das „Saint-Tropez Brasiliens“. Tatsächlich ist die Stimmung hier ähnlich, bis heute treffen sich in Buzíos die Reichen und Schönen Rios und Brasiliens.
Direkt an der Promenade in Búzios: Das Restaurant La Bardot.Für Brasilien eher untypisch: Es gibt sogar ein kleines Programmkino, „Gran Cine Bardot“.Immer noch ein wenig der romantische Fischerort von damals: Die Orla Brigitte Bardot.
Praktische Tipps für deinen Aufenthalt in Búzios
Anreise | Flugzeug, Bus, Shuttleservice & Tour
Von Rio de Janeiro aus sind es nur dreieinhalb Autostunden bis Búzios. Von Rio aus kann man auch Tagesausflüge mit dem Auto, Van oder Boot buchen, aber meiner Meinung nach lohnt sich das nicht.
Wenn ihr die Zeit habt, organisiert euch separat einen Transport und verbringt mehrere Tage in Búzios!
Es gibt jede Menge Shuttleservices, die vom internationalen Flughafen Galeao in Rio oder aus Stadtteilen wie Copacabana oder Ipanema direkt nach Búzios fahren.
Genauso praktisch (und günstiger) sind aber auch die Überlandbusse, die entweder vom zentralen Busbahnhof in Rio de Janeiro (Rodoviária) oder vom Flughafen Galeão abfahren. Einen Flughafen für Linienflüge gibt es in Búzios nicht.
Von Búzios aus erreicht man auch per Tagestouren die Strände von Arraial d‘Ajuda.
Beste Reisezeit | Mai bis August
Ich war im Januar in Búzios, mitten in der brasilianischen Hauptreisezeit. Empfehlenswerter sind allerdings Reisen in der Nebensaison z.B. von Mai bis August. Dann sind die Preise niedriger, das Wetter trocken und warm. In der Hauptreisezeit von Weihnachten bis Karneval steigen die Preise, Unterkünfte sind oft ausgebucht, Strände und der Ort selbst überfüllt. Außerdem kann es durch die Regenzeit immer mal wieder verregnete Tage geben.
Unterkünfte in Búzios
Tipp: Sucht euch eine kleine Pousada (Pension). Pousadas sind meistens sehr klein, familiengeführt und kommunikativ. Dort findet man immer schnell Anschluss, auch unter den anderen Gästen. Die meisten bieten auch ein Frühstück an, meist sehr reichhaltig mit frischem, typischem Obst wie Papayas, Ananas oder Wassermelonen und vielen süßen Leckereien, oft auch hausgemacht.
Pousadas gibt es für jeden Geldbeutel, von einfach bis luxuriös. Ich kann euch das Blanca Hostel* (nicht vom „Hostel“ abschrecken lassen, es gibt auch schöne, einfache Doppelzimmer) empfehlen, ganz in der Nähe der Praia do Geribá und mit Bus oder Uber ist man schnell im Zentrum.
Wie auch in Rio, ist Uber immer eine gute und sichere Wahl, um von A nach B zu kommen. Öffentliche Busse fahren allerdings auch regelmäßig und sind günstiger. Tickets sind im Bus erhältlich. Zusätzlich halten an den Bushaltestellen sogenannte Vans, privat organisierte Linien, die man aber auch problemlos nehmen kann. Bezahlt wird dort direkt beim Fahrer, beim Ein- oder Aussteigen.
Ein Spaziergang an der Orla in Buzíos ist ein Muss, von dort aus fahren auch viele kleine Boote zu individuellen Touren los.
Sicherheit | Kriminalität & Alleinreisende Frauen
Auch wenn Búzios ganz in der Nähe von Rio liegt, wirst du schnell bemerken, dass die Stimmung bezüglich öffentlicher Sicherheit hier ganz anders ist. In Rio wird man oft vor etwas unsicheren Ecken gewarnt, allgemeine Aufmerksamkeit ist angebracht.
In Búzios allerdings ist die Situation viel entspannter, von Kriminalität ist wenig zu spüren und nach einem Besuch in Rio ist Búzios in dieser Beziehung eine echte Wohltat.
Alleinreisende Frauen können sich hier (und wie ich finde, auch im Rest Brasiliens) problemlos bewegen und müssen keine andere Vorsichtsmassnahmen treffen als Männer, Paare oder gemeinsam reisende FreundInnen.
Viele Brasilianer machen in Buzíos mit der kompletten Familie Urlaub oder man fährt in einer großen Gruppe Freunde hierhin: Sei genauso aufgeschlossen und du findest sofort Anschluss! Brasilianer sind sehr kommunikativ, offen und nehmen gerne Fremde in ihre Gruppe auf!
* * *
Suchst du noch mehr Tipps über Rio de Janeiro und Brasilien?
Positano ist Instagrams Liebling. Nicht, dass der Rest der Amalfiküste mit Orten wie Amalfi und Ravello genauso sehenswert wäre: Positano ist eine andere Liga. Wirklich viele Sehenswürdigkeiten in Positano gibt es nicht. Allein die spezielle Atmosphäre des bekanntesten Ortes der Amalfiküste ist schon Sehenswürdigkeit genug. Ob sich ein Aufenthalt dort wirklich lohnt? Und was ist, wenn man in Positano eigentlich nur eine schöne Zeit haben möchte, anstatt den nächsten Hotspots nachzujagen? Seht selbst.
Positano, das ist das kleine italienische Küstendorf mit den hübschen Häuschen, die an steilen Hängen eine Bucht umrahmen. An der Amalfiküste ist Positano wohl der bekannteste Ort und das Highlights einer jeden Reise durch die Region. Die Anreise ist abenteuerlich: Auf verschlungenen, engen Straßen fährt man auf Positano zu. In den Ortskern selbst und den Hang hinunter zur Bucht geht es am besten zu Fuß. Und Positano gehört definitiv zu den Orten auf der Welt, die durch Instagram nochmal an Popularität gewonnen haben.
Positano allerdings fand ich auf Bildern schön, aber es war nicht der Ort, der auf meiner Wunschliste für unseren Roadtrip entlang der Amalfiküste ganz oben stand. Zu heftig war mir der Instagram Hype. Aber da wir schon mal dort waren, habe ich ein paar schöne Instagram Hotspots in Positano recherchiert:
#1 Der Strand von Positano & Fornillo Beach
Positano hat zwei Strände, beide sind für echte Strandliebhaber eher enttäuschend. Die Strände sind relativ klein. Liegestühle sind teuer, und der Sand dunkelbraun statt puderzuckerweiß. Aber die wahre Attraktion ist die Kulisse drumherum: Die steilen Hänge mit den schnuckeligen Häusern umrahmen die Strände. Positano Beach ist der Strand direkt unterhalb des Ortskerns, Fornillo Beach liegt etwas abseits des Zentrums und ist weniger überlaufen.
In der Blu Bar kann man bei einem Cocktail das Strandleben in erster Reihe geniessen, allerdings gilt hier wie überall in Positano: Nicht auf die Preise schauen!
#2 Santa Maria Assunta Kirche
Die Santa Maria Assunta Kirche gehört zum Panorama von Positano. Die Kuppel mit ihren Majolikafliesen ist einer der markanten Punkte des Ortes. Von der Treppe hinunter zum großen Vorplatz hat man sogar einen Blick auf das Meer.
#3 Aussichtspunkt: Restaurant Il Capitano
Vom Restaurant Il Capitano hat man eine perfekte Aussicht über die Bucht von Positano. Wer allerdings nicht unbedingt hier essen möchte: Vom Weg darüber ist der Ausblick mindestens genauso schön.
Nochmehr Dolce Vita? Hier findest du auch viele Tipps zu Neapel und der Amalfiküste ➜ Zum Italien Blog
#4 Lunch Tipp: Casa E Bottega
Per Zufall entdeckten wir die Casa E Bottega, der perfekte Lunch-Spot in Positano und: Very instagrammable! In der Casa E Bottega wird auf Frische und gute Qualität besonderen Wert gelegt. Für Veganer und Vegetarier gibt es einige Optionen. Die Gerichte sind okay, die Portionen klein, aber für Positano definitiv eine gute Wahl, wenn man auf die üblichen Touristenfallen keine Lust hat. Und spätestens beim Anblick des Hund des Hauses war ich sowieso Fan. Das Casa E Bottega ist übrigens das günstigere Schwesterlokal des Next 2 etwas weiter die Straße hoch.
#5 Die Gassen von Positano
Ein Tipp für die Outfitwahl für Positano: Sneaker sind von Vorteil! Über viele Treppen und schmale Gassen geht es hinunter in den Ortskern und zum Strand. Highheels sind da fehl am Platz. Dafür tauchen in den romantischen Häuserschluchten die schönsten Insta-Motive auf.
Praktische Tipps für Positano
Nun: Positano ist tatsächlich sehr pittoresk. Wirklicher Fan wurde ich allerdings nicht. Selbst in der Nebensaison im Oktober quetschen sich Tagestouristen und Reisegruppen durch die engen Gassen. Nach einigen Tagen Amalfiküste und Orten, an denen es unerwarteterweise ebenfalls ziemlich voll war, mochte ich keine Menschenmengen mehr sehen. Und die Preise erst! Positano ist ein teures Pflaster, ein Restaurantbesuch eine kleine Investition, von einer Hotelübernachtung ganz zu schweigen.
Übernachten in Positano
Früh buchen lohnt sich vor allem in der Hochsaison! Positano und die Amalfiküste sind dann so überlaufen, dass die günstigsten Möglichkeiten längst ausgebucht sind. Reist du mit dem Mietwagen an, achte auf gute Parkmöglichkeiten an der Unterkunft. Ansonsten kann es teuer und schwierig werden, in den engen und kurvigen Straßen einen Parkplatz zu finden. Parkplätze sind rar!
Tipp: Im Sommer sind Unterkünfte in Positano knapp! Und sich nicht vor den hohen Preisen scheuen – es wird nicht günstiger, und wer zuerst bucht, liegt klar im Vorteil.
Nach Positano kommst du mit dem SITA Bus, dem öffentlichen Verkehrsmittel an der Amalfiküste, mit einigen Fähranbietern, die die kleine Bucht von Positano von mehreren Häfen in der Nähe aus anfahren oder mit dem Auto/Mietwagen (was auf Grund der schönen Strecke meine persönliche Empfehlung ist!).
Fährst du nur für einen Tag in die Stadt, empfehle ich dir, direkt einen der bezahlten Parkplätze am Ortseingang anzusteuern. Die Parkmöglichkeiten werden nicht besser, viel laufen muss man in Positano sowieso (und viele Treppen steigen!) und du sparst dir jede Menge Stress. Außerdem ist die Hauptstraße eine Einbahnstraße, so dass du nicht einfach wenden und zum Parkplatz zurückfahren kannst.
Bezahlte Parkplätze sind oft privat betrieben und haben bei unserem Besuch 5 Euro/Stunde gekostet. Die Fahrzeuge werden von den Mitarbeitern vor Ort geparkt, um jeden kleinsten Zentimeter auszunutzen, daher muss man seine Autoschlüssel abgeben. Ich war erst misstrauisch, aber es ist alles gut gegangen. Allerdings hatte ich auch für den Mietwagen wie immer eine Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung abgeschlossen, da musste ich mir über Parkschäden keine Sorgen machen.
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Mehr Artikel rund um Neapel und die Amalfiküste findest du hier:
Einmal in Israel, wollte ich ans Tote Meer. Nach Jerusalem, Tel Aviv und Masada war Ein Bokek mein letzter Stopp der Israel Reise. Hier findest du meine Tipps für einen Besuch am Toten Meer in Israel!
Schon die Anreise war besonders. Das Tote Meer ist der tiefste Punkt der Erde, dazu noch mitten in einer Wüstenlandschaft gelangen. Flirrende Luft über dem Asphalt kündigte an, dass es außerhalb meines klimatisierten Mietwagen nicht mehr ganz so kühl sein würde. Wie in einem langgezogenen Kessel nähert man sich langsam dem Toten Meer, immer weiter abwärts. Die karge Landschaft und die großen Hitze lässt ahnen, warum das Tote Meer eben Totes Meer heißt.
Der Ort Ein Bokek
Es ist heiß, auf der Straße kein Mensch, und obwohl Ein Bokek wie ein Ort scheint, der ausschließlich für Touristen gebaut wurde, hält sich das Stadtleben in Grenzen. Der Ortskern besteht zum Großteil aus Bettenburgen wie aus dem Neckermann-Katalog, mal mehr, mal weniger schick. Meine Unterkunft liegt genau am Strand, mit eigenem Zugang, aber eigentlich ist das auch egal, denn alle Strände sind öffentlich zugänglich. Zwei Tage will ich mir hier gönnen, Entspannung, Herumliegen am Strand und natürlich Baden im Toten Meer. Wobei Floaten im Toten Meer es eher trifft.
Kann man im Toten Meer schwimmen? Ein Test in Ein Bokek.
Baden im Toten Meer will gelernt sein. Nicht ohne Grund treibt man immer oben auf der Wasseroberfläche: Wer kennt sie nicht, die neckischen Urlaubsbilder auf denen Badende im türkisfarbenen Toten Meer Zeitung lesend im Wasser treiben. Das Tote Meer ist eigentlich ein Salzsee und extrem salzhaltig, auf zwei Teile Wasser kommt ein Teil Salz.
Das macht Schwimmen im Toten Meer fast unmöglich, weil auch nur ein klitzekleiner Hauch eines Spritzers ins Auge böse Folgen haben kann. Kein Vergleich zu herkömmlichen Meerwasser. Neugierig, wie ich bin, und aller Warnungen zum Trotz berührte ich minimal mit der Zungenspitze meine Haut, und der ätzende, giftige Geschmack verlor sich nur schwer. Nachahmen kann ich nicht empfehlen! Überhaupt verunfallen im Toten Meer mehr Menschen als man denkt: Verschlucktes Wasser kann sogar zu Verätzungen führen.
Totes Meer Schlamm, Totes Meer Badesalz, Totes Meer Maske: Der Beauty-Hype
Mir war mulmig: Das soll gesund sein? Viele Touristen reisen genau wegen der gesundheitlichen Aspekte ans Tote Meer: Für Hautkrankheiten wie z.B. Neurodermitis ist das Wasser des Toten Meeres mit seinen vielen Mineralien ein wahrer Segen. Das Tote Meer selbst ist durch den Salzgehalt so unwirtlich, dass nur die wenigsten Organismen darin überleben, Pflanzen und Tiere sucht man vergeblich.
Bis eben auf störrische, kleine Miniatur-Fliegen, die den ganzen Badespaß zunichte machen können, weil sie am liebsten an menschlicher Haut herumpicken. Sie hinterlassen zwar keine Stiche, unangenehm ist ein Aufenthalt am Wasser trotzdem. Auch die scharfkantigen Salzkrusten sind barfuß nicht immer angenehmen. An Badestellen außerhalb von Hotelumgebungen wie Ein Bokek muss man daher sehr vorsichtig sein. Entspannung finden die meisten dann eher an den Hotel-Pools, die mit herkömmlichem Chlorwasser gefüllt sind.
Für das obligatorische Beauty-Programm muss man dann aber wieder an den Strand: An jeder Ecke werden Packung mit echtem Toten-Meer-Schlamm angeboten, der irgendwo in den Weiten des Sees vom Boden gekratzt wurde. Mit der Schlamm-Maske reibt man sich von Kopf bis Fuss ein, wartet, bis alles trocknet und wäscht es im See wieder hinunter. Und siehe da: Haut wie ein Baby!
Unter den vielen Bettenburgen macht es fast keinen Unterschied: Ein bisschen hässlich sind sie alle. Ich habe mich für das Hod Hamidbar Hotel* entschieden, mit Pool und eigenem Spa. Besser man entscheidet sich auf Grund des mangelnden Entertainmentfaktors im Ort selbst für ein Hotel mit ein paar Annehmlichkeiten, dachte ich. Wobei das auch eher ein Trugschluss war: Der Pool ist klein, alles ist auf Grund der Masse an Menschen irgendwie schmuddelig und der Service gewohnt israelisch nicht vorhanden. Neben der herkömmlichen Wüste umgibt auch eine Servicewüste das Tote Meer. Andere Hotels mögen vielleicht ein besseres Angebot haben, sind aber dafür astromisch teuer.
Praktische Tipps für das Tote Meer
Von vielen Reisenden und Israelis habe ich gehört, dass das Preis-Leistungsverhältnis auf der jordanischen Seite viel besser sein soll. Falls du also auch einen Trip nach Jordanien planst, kannst du dort günstiger im Toten Meer baden. Beliebte Mitbringsel sind übrigens der Schlamm aus dem Toten Meer und Totes Meer Badesalz. In den beiden Mini-Einkaufszentren des Ortes kann man alle möglichen Beauty-Produkte mit Mineralien aus dem Toten Meer kaufen.
Anreise nach Ein Bokek
Ein Bokek ist von Tel Aviv gut zwei Autostunden entfernt. Günstige Mietwagen findest du hier. Grundsätzlich sind ein paar Tage am Toten Meer mehr als genug. Es gibt allerdings auch viele Touranbieter, die Tagestouren von Tel Aviv oder Jerusalem zum Toten Meer anbieten, das ist auch eine gute Alternative.
In diesem ultimativen Artikel verrate ich dir meine Highlights in Tel Aviv: Die besten Locations, Tipps und Sehenswürdigkeiten in Tel Aviv! Und was Du in der Party-Hauptstadt Israels gesehen haben musst. Dazu praktische Tipps, die wirst du nämlich brauchen: Tel Aviv ist nämlich ein teures Pflaster! Da ist jeder Budget-Tipp Gold wert!
Ob ich die richtigen Worte finde, um die Energie Tel Avivs zu beschreiben? Tel Aviv sprüht nur so vor Leben. Kein Wunder, dass Israels Partyhochburg ein beliebtes Reiseziel ist. Neben Sehenswürdigkeiten, gutem Essen und einer rauschenden Clubszene kann man es sich hier an langen Stränden gemütlich machen, schönster Sonnenschein inklusive.
1. Die Strände von Tel Aviv: Alma Beach bis Gordon Beach
Die Strände in Tel Aviv haben mich umgehauen: Mit solch feinen Sandstränden habe ich nicht gerechnet! Selbst im Frühjahr waren die Temperaturen perfekt zum Baden oder zumindest zum Sonnen. Und das Strandleben ist in Tel Aviv einmalig. Als ob sich das ganze Leben der Tel Avivis an den Stränden der Stadt abspielt. Überall schöne Menschen, aktiv, sportlich, fröhlich – man glaubt, man wäre in Miami Beach. Jeder einzelne Strand zieht sein eigenes Publikum an, von Familien über LGBT bis Wassersportbegeisterte.
Gordon Beach
Am Gordon Beach gibt es sogar neben dem Strand einen 50m-Salzwasser-Pool, in dem man gegen Eintritt seine Bahnen ziehen kann, falls einem das Meer zu wild ist.
Ab dem Gordon Beach Richtung Süden: Strand ohne Ende.
Frishman Beach & Bograshov Beach
Die zentralen Strände sind Frishman Beach (der mit dem bunt angemalten Bademeister-Bungalow) und Bograshov Beach: Hier ist von morgens bis spätabends Betrieb.
Schöne Menschen, viel Sonne: Der Frishman Beach im Zentrum von Tel Aviv.Markant: Das bunt bemalte Rettungsschwimmer-Häuschen ist das Wahrzeichen des Frishman Beach.Beach-Volleyball bei Sonnenuntergang: Ende eines Strand-Tages in Tel Aviv.
An jedem Strand finden sich immer wieder tolle Strandbars, in denen man Stunden einfach nur bei einem Cocktail das Strandleben genießen kann. Oder man kommt gegen Abend und beobachtet die Sonne, wie sie langsam im Meer untergeht.
Meine Tipps für die beste Strandbar in Tel Aviv
Gazoz Einmal in den Fast-schon-Liegestühlen im Sand gesessen und den ersten Drink in der Hand, kommt man hier so schnell nicht wieder weg: Besser gegen Ende des Tages hier einkehren!
2. Jaffa: Romantische Gassen und Meeresluft
Südlich von Tel Aviv befindet sich Jaffa (hebräisch Yafo), ein über 4000 Jahre alter Küstenort. Für Jaffa sollte man sich mindestens einen halben Tag Zeit nehmen! Hier findet man die kleinen steinernen Gassen und nicht zu vergessen, den bekannten Flohmarkt. In den kleinen Boutiquen von Jaffa lässt sich wunderbar stöbern, laue Meeresluft weht durch die Straßen und im allgemeinen empfand ich die Stimmung hier viel relaxter als im geschäftigen Tel Aviv. Während Tel Aviv ein bisschen Miami ist, ist Jaffa Ibiza im Hippie-Style: Hier scheinen die Uhren langsamer zu ticken – und für mich gehören die romantische Gassen in der Altstadt zu den absoluten Must-See Sehenswürdigkeiten in Tel Aviv!
Gasse in der Altstadt von Jaffa.Von Jaffa aus hat man eine fantastischen Blick auf die Strände Tel Aviv.Auf dem berühmten Flohmarkt von Jaffa findet man allerlei Schätze.Alternativ: In den Straßen von Jaffa findet man viele Graffitis.Beliebt in Israel: Kleine Tellerchen mit Salaten und Soßen, die zu jedem Gericht gereicht werden.
Rundgang durch Old Jaffa
Am besten du startest deinen Rundgang am Flohmarkt von Jaffa und gehst dann Richtung St.Peter-Kirche. Unterwegs hast du von der Anhöhe den besten Blick auf Tel Aviv und seine Endlosstrände! Nicht verpassen!
Der Uhrturm der St.Peter-Kirche in Jaffa ist von weitem zu sehen.
Lass dich dann vom Kikar Kedumin Platz durch die engen Gassen der Altstadt treiben, bis hinunter zum Jaffa Port, Jaffas altem Hafen. An der Promenade gibt es viele Restaurants und Cafés, perfekt für einen kleinen Zwischenstopp.
Zwischen alten Hafengebäuden in Jaffa hängt diese Installation mit Papierbooten. Hübsch, oder?
Tipp: Die archäologische Ausgrabung mitten in einem Ladengeschäft in der Altstadt von Jaffa bei AdinaPlastelina, Mittagessen bei Abouelafia (Grillrestaurant, aber auch Bäckerei) oder dem gehypten Dr. Shakshuka.
3. Carmel Markt
Märkte sind ja immer ein guter Tipp in fremden Städten, vor allem auch, um Kulinarisches auszuprobieren. Erst recht in Tel Aviv, wo es essentechnisch durch die verschiedenen kulturellen Einflüsse viel zu entdecken gibt!
Tipp für Budgetreisende: Auf dem Carmel Markt gibt es viele Stände mit günstigem und leckerem Street Food!
Auf dem Carmel Markt findest du von Unterhosen über Obst und den hipsten Kaffeebuden alles, was das Herz begehrt. Und das Treiben ist wie in Israel gewohnt geschäftig und temperamentvoll! Hier kannst Du günstig(er) an einer der vielen Streetfood-Stränden Gerichte aus aller Herren Länder probieren – oder einfach nur ein paar Falafel und Hummus essen.
Insta-Tipp: Am Eingang des Carmel Markts am Magen David Square sind bunte Schirme aufgespannt – schöne Fotolocation!
Instagrammable: Der Eingang zum Carmel Markt in Tel Aviv.
Sehen und gesehen werden könnte es auf dem Rothschild Boulevard mitten im Zentrum heißen. Ein großer Prachtboulevard mit Platz für Fußgänger, Rad- und Rollerfahrer. Hier stehen immer wieder kleine Buden, die einst Gazoz (Sodawasser mit Geschmack) verkauften und jetzt zum Großteil hippe kleine Cafés beherbergen. Leider nagt an den Gebäuden entlang des Boulevards wie auch sonst oft im Zentrum Tel Aviv der Zahn der Zeit: Ich war überrascht, wie vernächlässigt viele Viertel wirken.
Erfrischung an heißen Tagen: Die Kioske auf dem Rothschild Boulevard in Tel Aviv.
5. Dizengoff Square
Einer der besten Locations, um die Bauhaus-Architektur in Tel Aviv zu erleben, ist der Dizengoff Square. Wenn das für Tel Aviv typische gleißende Sonnenlicht auf die schneeweißen Fassaden fällt, ist das schon beeindruckend.
Schneeweiß: Die Gebäude im Bauhausstil rund um den Dizengoff Square.
Der Dizengoff Square mit seinem Kreisverkehr ist einer der zentralen Punkte der Stadt. Entlang der Dizengoff Street befindet sich das erste Einkaufszentrum Tel Avivs – das kann man sich schenken, ist genauso wie überall auch. Dafür findet man auf dem Rest der Straße kleine Boutiquen und einladende Cafés.
Tipps rund um den Dizengoff Square: Yashka (stylische Imbissbude, in das Shawarma hätte ich mich hineinlegen können! Achtung: Riesige Portionen!), Bauhaus Center Tel Aviv, Ben Gurion Haus
Bei Yashka gibt es Falafel und Shawarma satt: Leckeres israelisches Street Food.Auch die Hunde tragen Regenbogen zur Gay Pride: Tel Aviv ist eine der beliebsten Metropolen der LGBT-Community.
6. Ben Gurion Haus
Nicht weit entfernt ist auch das Haus des ersten Ministerpräsidenten Israels David Ben-Gurion, das Ben-Gurion-Haus. Er rief 1948 die Unabhängigkeit Israels aus und wird bis heute im Land verehrt. Sein Wohnhaus in der Nähe der Dizengoff Street kann besichtigt werden und gehört zu den etwas weniger bekannten Sehenswürdigkeiten in Tel Aviv. Ich fand’s dennoch sehr interessant, auch um etwas über die Geschichte Israels zu erfahren. Die auffallend bescheidene Einrichtung ist noch im Originalzustand. Sehr informativ. Und: Der Eintritt ist frei!
Bescheidene Verhältnisse: Die Küche im Haus des ersten Ministerpräsidenten Israels, Ben Gurion.
7. Tel Aviv, Bauhaus und die Weiße Stadt
Tel Aviv hat die höchste Dichte von Bauhaus-Gebäuden in der ganzen Welt. Da viele dieser Gebäude weiß sind, nennt man diese Gruppe von Gebäuden auch die Weiße Stadt. Einen Überblick über Bauhaus in Tel Aviv kann man sich im Bauhaus Center Tel Aviv verschaffen.
Wo findet man Bauhaus in Tel Aviv?
Leider sind viele Gebäude nicht mehr ganz so gut erhalten, aber an bestimmten Ecken wie zum Beispiel den beeindruckenden Dizengoff Square im Zentrum Tel Aviv sind die Bauhaus-Einflüsse recht deutlich zu sehen.
Tel Aviv ist eigentlich eine sehr junge Stadt. Anfang des 20. Jahrhunderts war Tel Aviv nur eine klitzekleiner Vorort vom geschichtsträchtigen Jaffa. Kurios: Heute wirkt es genau andersherum! Nach der Verfolgung durch die Nationalsozialisten kamen in den dreißiger Jahren und vierziger Jahren viele deutschstämmige Juden nach Tel Aviv und brachten die damals moderne Architekturströmung mit.
Im Bauhaus Center erfährt man alles über Bauhaus und die Weiße Stadt in Tel Aviv.
8. Sarona Market: Das Highlight für Foodies
Ganz anders, aber dennoch sehenswert ist der Sarona Market. Etwas abseits gelegen, ist der Sarona Markt das feinere Gegenprogram zum Carmel Markt. Als neu eröffneter Indoor-Markt fehlt hier ein bisschen die Patina und das wuselige Marktleben, aber dafür findet man allerlei kulinarische Köstlichkeiten! Auch vor experimentellen Angeboten wird nicht zurückgeschreckt: Es gibt sogar einen Stand mit bayerischem Streetfood. Allerdings frei interpretiert, denn bayrische Hotdogs? Egal, irgendwie ist genau das auch typisch Tel Aviv: Die Tel Avivis scheinen wenig Angst zu haben, Neues auszuprobieren!
Tipp: Shakshuka bei Benedict! (Benedict ist eine kleine Kette von Frühstückslokalen, zum Teil rund um die Uhr geöffnet und serviert durchgängig Frühstück.)
Der Sarona Markt befindet sich mitten in einem Hochhausviertel in Tel Aviv.Der Sarona Markt ist einem echten Markt nachempfunden: Viele kleine Stände mit Delikatessen aus aller Markt.Auch bayrische Spezialitäten sind im Sarona Markt vertreten. Die Gerichte selbst sind allerdings sehr kreativ interpretiert.Unbedingt probieren: Shakshuka ist ein Ofengericht aus pochierten Eiern in einer pikanten Tomaten-Paprika-Soße. Typisch israelisch und ein absolutes Geschmackerlebnis!
9. Florentin: Die alternative Szene von Tel Aviv
Sind viele Teile Tel Avivs schon modern und hip, toppt Florentin alle. Dieser Stadtteil ist der wohl alternativste in Tel Aviv. Bunte Street-Art ziert die Wände, die Cafés sind voll mit hinter ihren Laptops sitzenden digitalen Nomaden. Florentin scheint wie eine freie Insel im eh schon losgelösten Tel Aviv.
Tipp: Levinsky Gewürzmarkt (Kiezmarkt mit vielen kleinen Ständen)
Übrigens: Florentin ist auch ein schöner Stadtteil zum Übernachten! Die Stimmung ist entspannt und hier finden sich auch immer einige nette Unterkünfte!
Der Dynamik von Tel Aviv kann man sich kaum entziehen. Zuweilen kommt es einem so vor, als wären alle außer Rand und Band. Fest entschlossen, das Leben mit allen Höhen und Tiefen so intensiv wie möglich zu genießen. Durch das milde Klima spielt sich viel draußen ab – und gesellig sind Israelis sowieso. Ganz selbstverständlich wurde ich zum privaten Shabbat-Essen eingeladen, zu Jacht-Partys oder sonstigen Events – ohne großes Tamtam. Israelis schätzen die Gemeinschaft, und Anschluss findet man ganz leicht. Hat man andernorts in Israel keine Bedenken, hohe Mauern und tiefe Gräber zu ziehen, ist man als Besucher jedoch in Israel immer willkommen. (Vorausgesetzt man kommt unbeschadet durch das Einreiseprozedere; mich hat es bei beiden Israel-Reisen so übel getroffen, dass Israel mich wohl nicht so schnell wiedersehen wird.)
Viele Israelis stammen ursprünglich aus anderen Ländern. Tel Aviv zieht junge Menschen aus aller Welt an, und kann man seinen jüdischen Glauben nachweisen, ist der Weg bis zur israelischen Staatsbürgerschaft kurz. Ich wurde überall herzlich empfangen, ein Umstand, der die an vielen Stellen nicht vorhandene Servicekultur wieder wett machte, und mich mehr als nur einmal sehr berührte.
Genuss wird groß geschrieben, und so wundert es nicht, dass es in Tel Aviv ein schier unendliches gastronomisches Angebot gibt. Auch vor alternativen Konzepten hat man keine Berührungsängste: Bicicletta zum Beispiel ist ein Club/Café/Restaurant/Pflanzenladen im Stadtteil Nachalat Benjamin.
Tipp: Abends gut essen gehen, im Kuli Alma, einem alternativen Club, die Nacht zum Tag machen, und am nächsten Tag am Strand abhängen: Das Leben in Tel Aviv in vollen Zügen genießen!
Praktische Tipps für Tel Aviv
Geld & Währung
In Israel zahlt man in israelischen Schekeln. Du kannst aber auch an vielen Orten mit Kreditkarte bezahlen, das ist im technologisch fortschrittlichen Israel selten ein Problem.
Auf Reisen nutze ich immer meine Kreditkarte der DKB:
Aber: Tel Aviv ist wie ganz Israel sehr, sehr teuer! Die Lebenshaltungskosten sind auch für Israelis sehr hoch, bei niedrigen Löhnen. Wie die größtenteils junge Bevölkerung damit klar kommt – keine Ahnung. Als Besucher muss man einfach durch. Vor allem bei Lebensmitteln kann man sehr viel Geld ausgeben, da viele Waren importiert werden. Was sehr schade ist, denn gerade kulinarisch gibt es in Tel Aviv viel zu entdecken!
Anreise & Visum
Mit einem deutschen Pass brauchst du für Israel kein Visum. Von vielen deutschen Flughäfen gibt es Direktflüge nach Tel Aviv, z.B. fliegen Easyjet und El Al direkt von Berlin-Schönefeld. Allerdings kann schon die Anreise abenteuerlich werden, je nachdem, welche Airline du wählst. El Al z.B. hat sehr strenge Sicherheitsvorschriften. Ich habe leider nicht so gute Erfahrungen gemacht und könnte über meine An- und Einreise einen halben Roman verfassen. Da Komplikationen bei der An-/Einreise aber auch stark von individuellen Faktoren abhängen, werde ich das Thema vielleicht lieber einmal in einem anderen Blogbeitrag vertiefen.
Ich hatte allerdings auf meinen beiden Reisen nach Israel stark das Gefühl, dass man mit südeuropäischem/leicht arabischen Äußeren und deutschem Pass leichter in eine Personengruppe fällt, die intensiver kontrolliert wird. Die Sicherheitskontrollen fand ich persönlich sehr anstregend und entwürdigend. Das hält mich derzeit von einer erneuten Reise nach Israel ab. Andere Reisende aus Deutschland hatten allerdings wenige bis gar keine Probleme beim Sicherheitscheck.
Unterkunft in Tel Aviv
Budgethotels und Hostels in Tel Aviv
Beliebt bei Budgetreisenden sind Hostels wie das Abraham Hostel* oder das The Spot Hostel*. Das Abraham Hostel verfügt überdies noch über eine nicht nur bei Gästen beliebte Rooftopbar und bietet auch viele Touren durch Tel Aviv und ganz Israel an. Allerdings fand ich die Lage nicht besonders ansprechend.
Wer über ein höheres Budget verfügt, kann sich vor Design-Unterkünften in Tel Aviv kaum retten. Besonders individuell eingerichtet sind die Häuser der Brown Hotels, von denen insgesamt neun über die Stadt verteilt sind: Brown TLV, Brown Beach House, Dave Gordon, Dave Levinsky, Poli House, Lighthouse, Theodor, Town House und Hôtel Bobo.
Ich bin letztendlich im Jojo TLV* gelandet, einer kleinen Boutique-Unterkunft, die sich in einer alten Fabriketage befindet. Von außen absolut unscheinbar, haben die Betreiber in Eigenarbeit hier einen inspirierenden Ort geschaffen. Das Jojo TLV ist durch die kleine Größe (es gibt nur wenige Zimmer) auch mehr stylische WG als Hotel. In der gemeinsamen Lounge/Küche gibt es besten Kaffee und nette Gespräche gratis. Sehr kommunikativ – und die nahe Lage zu Jaffa und Strand fand ich perfekt. Preis-Leistungsverhältnis absolut stimmig.
Die Militär-/Polizeipräsenz in Tel Aviv ist recht hoch, allerdings nicht so massiv wie in Jerusalem, wo ich vorher war. Wehrdienstleistende in voller Montur mit Maschinengewehr gehören dennoch zum alltäglichen Bild. Irritierend, aber insgesamt fand ich die Stimmung in Tel Aviv entspannter als in Jerusalem. Unsicher habe ich mich nie gefühlt, und das auch, wenn ich alleine abends unterwegs war. Aufgrund der sich ständig wechselnden politischen Lage empfehle ich dir, vor Abreise aber noch einmal einen Blick auf die Informationsseite des Auswärtigen Amtes zu Israel zu werfen, die laufend aktualisiert wird.
Transport & öffentliche Verkehrsmittel
Zu Fuss in Tel Aviv unterwegs
Der eigentliche Kern von Tel Aviv ist nicht so groß, wie man meinen könnte: Du kommst zu Fuss an viele Orte. Ich habe selbst den Großteil von Tel Aviv zu Fuss erkundet.
Fahrräder & E-Scooter in Tel Aviv leihen
Ich wollte mir z.B. immer eines der vielen Leihräder (es gibt in Tel Aviv mehrere Anbieter) ausleihen, aber letztendlich bin ich dann doch hauptsächlich zu Fuss unterwegs gewesen. Auch Roller sind in Tel Aviv superbeliebt (und rasend schnell – Achtung!).
Öffentliche Verkehrsmittel: Bus & Bahn
Ansonsten gibt es ein gutes ausgebautes Busnetz und neuerdings eine Straßenbahnlinie. Habe ich jedoch alles nicht ausprobiert, da ich an einem der höchsten jüdischen Feiertage (Schawuot) in Tel Aviv war, und da fährt kein einziges öffentliches Verkehrsmittel! Das gilt übrigens auch für jeden Shabbat/Samstag! Taxis fahren an diesen Tagen auch weniger.
Taxi & Uber
Statt Uber wird in Tel Aviv Gett benutzt, leider ist die App größtensteils auf Hebräisch und nicht immer kann per App gezahlt werden. Ich musste bei einer Fahrt den Fahrer am Ende bezahlen, der dann prompt lautstark das Doppelte verlangte. Nur durch meine temperamentvolle israelische Begleitung, die dem Fahrer ebenso lautstark zeigte, wo der Frosch die Locken hat, kamen wir nochmal davon: Im Straßenverkehr wird gerne lauthals und aggressiv diskutiert, und eine Servicewüste ist Israel in meinen Augen sowieso. Also Augen auf bei Fahrten mit Gett.
Ausflüge & Weiterreise ab Tel Aviv
Israel ist ein kleines Land, und Tel Aviv liegt genau in der Mitte. Von Tel Aviv kannst du Tagesausflüge oder mehrtägige Touren buchen, oder auf eigene Faust weiterreisen. Es lohnt sich also, etwas mehr Zeit mitzubringen und mehr von Israel zu entdecken!
Mit Fernbussen durch Israel
Das staatliche Busunternehmen Egged bringt dich für kleines Geld mit seinen Fernbussen in jede Ecke des Landes, auch z.B. nach Jerusalem.
Mietwagen in Israel
Ich war in Israel zum Großteil mit dem Mietwagen unterwegs. Besonders für die Strecke nach Masada und zum Toten Meer war ich so flexibler und konnte den Mietwagen auch direkt zum Rückflug am Flughafen abgeben. Fahren in Israel ist trotz der waghalsigen Fahrkünsten mancher Israelis außerhalb Tel Avivs relativ entspannt und die Straßen sind gut ausgebaut. Wie alles andere auch, sind Mietwagen in Israel aber recht teuer, daher lohnt es sich, schon frühzeitig Preise zu vergleichen!
Ich empfehle dir wirklich einen Abstecher nach Jerusalem! Es ist zwar eine komplett andere Welt als Tel Aviv und schwer verdaulich, aber wenn du schon einmal in Israel bist, solltest du dir diesen Ort nicht entgehen lassen. Von Tel Aviv aus kannst du gut auf eigene Faust nach Jerusalem fahren, es gibt gute Zug- und Busverbindungen. Oder du schliesst dich einer geführten Tour an, die morgens nach Jerusalem und nachmittags wieder zurückfahren.
Tirana ist einer der Städte, die man wohl für eine Städtereise nicht ganz so auf dem Schirm hat! Warum sich eine Reise dorthin trotzdem lohnt, verrate ich dir in diesem Artikel mit spannenden Sehenswürdigkeiten in Tirana und liebsten Locations für einen der neuen Geheimtipps in Südosteuropa!
Das Block-Viertel in Tirana
Vor ungefähr zehn Jahren war ich zum ersten Mal in Tirana, und meine Eindrücke ließen sich damals in einem deprimierenden Satz zusammenfassen: Tirana war eine graue, nichtssagende Ansammlung von Straßenzügen mit einer auffallend hohen Dichte an betagten deutschen Mercedes-Limousinen und einer noch höheren Dichte sichtbarer Armut. Das Block-Viertel fiel mir gar nicht näher auf, es gab ein paar Geschäfte, Lokale, aber einladend war die Umgebung nicht.
Meine Overnight-Beschäftigung beschränkte sich hauptsächlich auf das Rumhängen am Pool unseres Crewhotels, das uns mit seinem luxuriösen Ambiente wie auf einer der Welt entrückten Insel inmitten der Tristesse übernachten ließ. Das Hotel verließ ich nur, um sogleich festzustellen, dass es einfach nichts zu sehen gab. Nichts außer dem alltäglichen Leben, das so bedrückend war, dass es mir mit meinem banalen Wunsch nach ein bisschen Sightseeing ein schlechtes Gewissen machte.
Heute ist Tirana zwar immer noch nicht Berlin oder Barcelona, und vielleicht wird es das nie sein. Trotzdem ist der Wandel, der sich in den letzten Jahren vollzogen hat, bemerkenswert. Das Block-Viertel, albanisch Blloku oder Bllok, liegt im Zentrum Tiranas und ist eines der Stadtviertel, die sich am spannendsten entwickelt haben.
Cafés, Bars und Restaurant im Blloku
Hier finden sich Boutiquen, Cafés, Bars und Restaurants in einer wilden Mischung aus albanischer Tradition und internationalen Einflüssen, immer gut besucht, mit dem Flair der Haute Volée Tiranas. Für albanische Verhältnisse ist Blloku kein günstiger Fleck der Stadt, im europäischen Vergleich hingegen schon – was Tiranas Attraktivität für abenteuerlustigere Städtereisende in den letzten Jahren extrem gesteigert hat.
Überhaupt ist es ein bisschen wie Italien, wenn hier selbst an einem Vormittag mitten in der Woche die Cafés gut gefüllt sind und Einheimische und Expats genüsslich an guten, cremigen Cappuccinos schlürfen, als wäre man in Mailand, Turin oder Rom.
Villa Enver Hoxha
Mitten im Getümmel und den Hochhäusern des Blockviertels findet sich ein Kuriosum Tiranas. Ein großes Grundstück mit einer mehrstöckigen, freistehenden Villa, umzäunt, bewacht, aber auffallend verlassen: Die Villa des ehemaligen Diktators Enver Hoxha, der von 1944 bis 1985 Albanien mit eiserner Hand regierte. Das gesamte Block-Viertel war damals abgeriegelt und nur hohen Parteifunktionären und ihren Familien als Wohnviertel vorbehalten. Heute steht die Villa leer – und Albanien tut sich noch schwer damit, die Vergangenheit aufzuarbeiten.
Tirana und seine Bunker: Sehenswürdigkeiten-Tipp!
Enver Hoxha war seinerzeit nicht nur Staatsoberhaupt Albaniens, sondern auch hochgradig paranoid. Zunächst orientierte sich der überzeugte Kommunist im Gegensatz zu seinen osteuropäischen Nachbarn nicht an Russland, sondern an China, bis er sich auch vom chinesischen Maoismus distanzierte und Albanien politisch isolierte.
Dieser Umstand und die Angst vor militärischen Eingriffen anderer Staaten verleitete Hoxha dazu, hunderttausende Bunker bauen zu lassen, verteilt über ganz Albanien. Einige davon sind heute auch in Tirana der Öffentlichkeit zugänglich:
Der Skanderbeg-Platz ist das Herz Tirana. Dieser Platz ist so riesig, dass es fast unwirklich ist. Man bekommt einen guten Eindruck, wie auch in Tirana Architektur als Machtdemonstration genutzt wurde.
Am Skanderbeg-Platz befindet sich auch eines der beiden Bunker-Museen Tiranas.
Die Pyramide
Die Pyramide im Zentrum Tirana wird dir sofort auffallen: Einst als Museum und Lobhudelei für den verstorbenen Enver Hoxha gedacht, wurde es nach seinem Sturz vielfach genutzt, u.a. als Konferenzzentrum. Was in Zukunft damit geschehen soll, ist noch in Planung. Bis dahin bleibt die Pyramide eine der markantesten Gebäude und Sehenswürdigkeit Tiranas.
Auch gibt es viele interessante Stadtführungen, die sich mit der ungewöhnlichen Geschichte Tiranas und Albaniens beschäftigen:
Unterkunft in Tirana
Für die, die Komfort nicht missen möchten, gibt es das ein oder andere luxuriösere Hotel mit internationalem Standard in Tirana, wie zum Beispiel das Mak Albania, ehemals Sheraton, oder das The Plaza. Auch bei Unterkünften ist das Preisniveau in Albanien eher niedrig, so dass man durchaus auch nach Hotels mit höherem Standard schauen kann, wenn man sich etwas mehr gönnen möchte.
Mit dem aufkommenden Tourismus haben mittlerweile aber auch einige Boutique Hotels eröffnet, wie das ArtéHotel, mit wirklich sehr dekorativem Ambiente, wie auch schon das dazugehörige Arté Café zeigt (auch ein guter Tipp im Block-Viertel!).
Entlang der Amalfiküste verläuft die Amalfitana, offiziell Strada Statale 163 Amalfitana (SS 163) genannt. Ein Roadtrip auf einer der aufregendsten Straßen Italiens steht wohl auf so mancher Bucketlist. Die Amalfitana führt von Sorrent an so berühmten Orten wie Positano, Minori, Amalfi und Maiori vorbei. Immer an der Steilküste entlang, immer mit dem Blick auf das blau funkelnde Mittelmeer. Die Amalfitana ist nur 50 Kilometer lang, aber diese kurze Strecke hat es in sich! Mit ein paar Tipps allerdings wird eine Fahrt an der Amalfiküste mit dem eigenen Auto oder dem Mietwagen zum unvergesslichen Erlebnis!
Wie lange braucht man für einen Roadtrip entlang der Amalfiküste?
Für die Amalfiküste sollte man sich Zeit nehmen und mindestens eine Übernachtung einplanen! Du kannst auch gut mehrere Tage oder einen ganzen Urlaub hier verbringen. Die Strecke ist zwar kurz, aber es gibt einfach sehr viel zu sehen. Doch Achtung: Im voraus buchen ist super wichtig, sonst wird es während der Saison richtig, richtig teuer!
Kaum eine gerade Strecke: Mühsam windet sich die Amalfitana über 50 Kilometer die Amalfiküste in Italien entlang.
Amalfitana: Die schönste Straße Italiens?
Wenn man von schönen Auto-Strecken innerhalb Italiens spricht, ist die Amalfitana immer dabei. Kein Wunder, ist sie doch ein absolutes Kunstwerk des modernen Straßenbaus. Dass sie überhaupt konstruiert wurde, ist eine Meisterleistung: Hier an der Amalfiküste fallen die massiven Felsen fast senkrecht ins Meer, kurvig dazu, und zum Teil mussten für die Amalfitana Tunnel in das Gestein geschlagen werden.
Fünfzig Kilometer findet sich fast keine einzige gerade Strecke, hin und her schlängelt man sich mit dem Auto die Kurven entlang, auf einer Seite Felsgestein, unter sich das Meer. Fahrerisch schon anspruchsvoll. Oder wer hat in unseren Breitengraden Erfahrung mit Serpentinen?
Autofahren entlang der Amalfiküste: Ist es schwierig?
Ich habe seit mindestens zehn Jahren keinen eigenen Wagen mehr, braucht man in Berlin ja auch nicht. Ich war auch nie begeisterte Fahrerin. Trotzdem fahre ich immer noch von Zeit zu Zeit Auto, und ich habe kein Problem damit, mich schnell in Mietwagen oder fremden Autos zurecht zu finden. Angst vorm Autofahren ist mir ebenfalls fremd, trotzdem war mir vor dem Roadtrip über die Amalfitana doch etwas mulmig. Die vielen Kurven, die steilen Klippen ins Meer, der wilde italienische Verkehr – ob das gut geht?
Immer wieder spektakuläre Aussichten: Wie man wohl an diesen ungewöhnlichen Strand kommt?
Es ging. Mit einer kleinen Eingewöhnungsphase. Denn unerwarteterweise war mir nach dem ersten Tag und zahlreichen Kurven ziemlich schlecht, obwohl ich selbst gefahren bin! Dafür war das Fahren an sich gar nicht so schrecklich, wie erwartet, und ich habe ein paar Tipps mitgebracht, die euch helfen werden, wenn ihr einen Trip mit dem Auto oder mit dem Mietwagen an die Amalfiküste plant.
Tipps für einen Roadtrip entlang der Amalfitana (mit dem eigenen Auto oder Mietwagen)
Meide die Hochsaison! Die Amalfiküste ist eine der beliebtesten Urlaubsregionen Italiens. Im Sommer wird es richtig voll! Das sorgt nur für zusätzlichen Stress und weniger Fahrspaß.
Die richtige Richtung wählen: Wirklich Spaß macht eine Fahrt entlang der Amalfiküste nur von Sorrent aus Richtung Salento. So hat man das Meer immer auf der rechten Fahrseite und kann die phänomenale Aussicht geniessen. Außerdem finde ich persönlich es wesentlich angenehmer, nah an der steilen Küste anstatt nah an den schroffen Felswänden entlang zu fahren.
Die Parkbuchten nutzen: Entlang der Amalfitana gibt es immer wieder kleine Parkbuchten, an denen man kurz für Fotos eine Pause einlegen kann. Haltet an, sobald ihr eine Lücke seht. Nicht immer ist nämlich etwas frei, es könnte sein, dass ihr bei der nächsten Möglichkeit leer ausgeht und warten ist aufgrund der engen Straße und dem nachfolgenden Verkehr keine Option.
Viel trinken und Zitronenbonbons lutschen: Am Ende des ersten Tages, nach ein paar Kilometern auf der Amalfitana, war mir tatsächlich übel und schummrig, obwohl ich gar nicht so empfindlich bin. Die vielen Kurven haben es echt in sich! Vielleicht kam dann auch noch die Höhenveränderung dazu. Wie gut allerdings, dass die Amalfiküste bekannt für ihre besonders aromatischen Zitronen ist und die Amalfitana gespickt ist mit kleinen Verkaufsständen. Am Straßenrand kann man dort Zitronen und allerlei Produkte wie Zitronenbonbons kaufen. Einmal die Schale einer Zitrone aufgekratzt und daran gerochen, oder ein Zitronenbonbon gelutscht, und der flaue Magen beruhigt: Altes Hausmittel gegen Reiseübelkeit! Hilft wirklich! Gegen die veränderte Höhe hilft viel trinken.
Am besten hinter einem SITA-Bus fahren! Das sind die öffentlichen Linienbusse, die die Amalfitana entlangfahren, und ich fand es sehr praktisch, genau dahinter zu fahren. Zum einem kennen die Busfahrer die Amalfitana wie ihre Westentasche und wissen, wie eng die nächste Kurve wird, zum anderen konnte ich mich gut an deren Geschwindigkeit orientieren: Wenn der Bus das schafft, schaffen wir mit unserem geliehenen Cinquecento das auch.
Dränglern aus dem Weg gehen: Die Parkbuchten sind auch eine hervorragende Möglichkeit, Drängler an sich vorbeiziehen zu lassen! Lasst euch nicht aus der Ruhe bringen, auf der Amalfitana braucht man zum Fahren schon mehr Konzentration.
Abstand wahren: Vor allem hinter einem Bus! Wenn plötzlich in der Kurve oder einem Tunnel ein anderer Bus entgegenkommt, kann es eng werden. Solche Probleme werden auf der Amalfitana ganz einfach gelöst, in dem der Bus dann einfach ein paar oder auch ziemlich viele Meter zurücksetzt – da ist es schon praktisch, wenn man nicht direkt dahinter gehalten hat.
Mit dem Mietwagen oder dem eigenen Auto?
Mit dem eigenen Auto fahren fiel bei mir schon mangels Auto flach. Von Deutschland aus ist es außerdem noch ein ganzes Stück hinunter bis nach Kampanien und der Amalfiküste. Das bietet sich dann eher an, wenn man mehr Zeit zu Verfügung hat. Mit dem Wohnmobil, Wohnwagen oder größeren Fahrzeugen wird es übrigens an der Amalfiküste schwierig. Wohnmobile zum Beispiel dürfen nur von Mitternacht bis 6.30h morgens die Amalfitana entlang fahren, und selbst das stelle ich mir nicht einfach vor.
Parkplatzsuche in Positano? Man kann es sich fast schon denken: Es wird abenteuerlich.
Wichtige Tipps bei der Wahl eines Mietwagens
Achte bei der Anmietung eines Mietwagen auf jeden Fall auf eine Vollkasko-Versicherung ohne Selbstbeteiligung! Nicht, dass dauernd Unfälle passieren (ist uns nicht begegnet). Aber durch die engen Straßen in Orten wie Positano und die meist schwierige Parkplatzsituation kann es schnell zu Kratzern kommen.
Also besser etwas mehr ausgeben, bevor es später zu größeren Rechnungen kommt! Das Auto haben wir dann nach unserem Aufenthalt in Neapel in der Stadt abgeholt und sind direkt losgefahren.
Tipp: Miete kein Auto für Neapel! Dort Auto zu fahren kann sehr anstrengend sein und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bzw. Taxi oder Uber kommt man viel besser durch die Stadt. Außerdem verlangen viele Autovermieter, den Wagen aufgrund der Diebstahlgefahr nur auf bewachten Parkplätzen abzustellen, was das Parken in der Innenstadt komplizierter macht.
Stilecht & praktisch: Mit einem weißen Fiat Cinquecento die Amalfiküste entlang.
Alternative Roadtrips ohne Mietwagen
Falls es dir doch zu heikel ist, die Amalfitana selbst entlang zu fahren: Schliesse dich doch einfach einer Tour an. Besonders, wenn du nicht viel Zeit hast – z.B. bei einem kurzen Aufenthalt in Neapel – kannst du so auch noch etwas von der schönen Amalfiküste sehen.
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Von Neapel bis Salerno: Noch mehr Tipps für die Amalfiküste
An der Amalfiküste, aber auch in der Umgebung, findest du viele tolle Orte für einen Zwischenstopp oder einen kleinen Aufenthalt. Hier findest du Inspirationen für einen Trip zur Amalfiküste mit Tipps von Neapel bis Salerno:
Capri im Golf von Neapel ist die Insel der Capri-Fischer, der Capri-Hosen und Heimat der berühmten blauen Grotte – und nicht zu vergessen, Inspiration für einen der beliebtesten Nachkriegsschlager („Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt…“). Was du alles an einem Tag bei einem Ausflug auf die Insel erleben kannst und welche Capri Sehenswürdigkeiten sich wirklich lohnen, verrate ich dir in diesem Artikel!
Wo liegt Capri?
Capri ist eine Insel im Golf von Neapel und ist mit der Fähre in nur 45 Minuten von Neapel zu erreichen. Seit jeher ist die Insel mit der berühmten Blauen Grotte Anziehungspunkt für Reiche und Intellektuelle – aber wenn du einmal auf Capri warst, wirst du schnell wissen warum: Das mediterrane Flair ist einfach einzigartig und erinnert an Orte wie Positano!
Mit der Fähre von Sorrent oder Neapel nach Capri
Die meisten Fährverbindungen gibt es von Neapel aus, aber auch kleinere Häfen entlang der Amalfiküste sind mit Capri verbunden. Von Sorrent aus dauert die Fahrt mit der Fähre nur 25 Minuten. Capri eignet sich also perfekt für einen Tagesausflug, wenn du zum Beispiel eine Städtereise nach Neapel machst oder dir auf einem Roadtrip die schönsten Locations der Amalfiküste anschaust.
Tickets lassen sich ganz einfach online kaufen. Man sollte nur eine Stunde vor Abfahrt am Ticketschalter sein, um das Online-Ticket in ein reguläres umzutauschen (geht aber schneller, als wenn man vor Ort kauft). Man erhält auch gleich das Rückfahrticket, so dass man abends einfach nur an der Fähre erscheinen muss.
Noch vor Besteigen der Fähre preist ein weiterer Verkäufer Tickets für eine Bootsfahrt rund um Capri an. Klingt erstmal nach Nepp, aber die Preise sind überall gleich. Und eine Bootstour rund um die Insel sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen, um die volle Schönheit der Insel zu sehen.
Das Praktische, wenn man noch vor der Abfahrt ein Ticket für die Rundfahrt kauft: Man kann nach der Ankunft in Capri direkt auf das kleinere Boot umsteigen. Die Capri-Rundfahrt kostet 18€. Oder du ersparst dir das ganze Gedränge und die Verkaufsveranstaltung vor Ort und kaufst dein Ticket für die Insel-Rundfahrt mit Stopp an der Blauen Grotte (bei gutem Wetter) gleich online!
Möchte man noch die Blaue Grotte besuchen, hält das Boot kurz vor der Grotte. Dort kann man bei entsprechendem Wasserstand (ist gezeiten- und wetterabhängig) auf ein Ruderboot umsteigen und gegen einen Aufpreis sich in die Blaue Grotte hinein rudern lassen.
Türkisblaues Wasser überall: Man möchte am liebsten sofort ins Meer springen.
Tipps für die Blaue Grotte in Capri
Die Blaue Grotte ist eine Höhle, die ihren Namen dem besonders blauen Wasser verdankt. Die Höhle ist nur von Meeresseite zu erreichen und sehr niedrig. Nur kleine Ruderboote können hineinfahren. Der Eintritt bzw. die Fahrt mit einem Ruderboot hinein kostet 14€. Ob man aber wirklich hineinfahren kann, ist wetterabhängig. Wie an unserem Tag kann der Meeresspiegel so hoch sein, dass der Eingang verschlossen ist.
Die dunkle Stelle im Felsen links: Der Eingang der Blauen Grotte auf Capri bei Hochwasser.
Die Faraglioni von Capri
Unabhängig vom Wetter sieht man auf der Rundfahrt auf jeden Fall einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Capris. Mit dem Boot fährt man genau zwischen den Faraglioni, den markanten Felsen vor der Küste Capris, hindurch.
Imposant: Die Faraglioni vor Capri.
Vom Boot aus sieht man übrigens auch die Via Krupp, die aus abenteuerlich in den Fels gehauenen Serpentinen besteht. Um 1900 ließ der deutsche Großindustrielle Friedrich Alfred Krupp diesen Weg bauen, um schneller von seinem Luxushotel in der Nähe der hinunter ans Meer zu gelangen.
Von Marina Grande nach Capri Stadt
Die Rundfahrt endet wieder in Marina Grande. Wer sich erstmal in einem der Cafés am Hafen niederlässt, kann sich gleich mit dem Preisgefüge auf Capri vertraut machen. Eine Cola für fünf Euro? Auf Capri ganz normal.
Die Fahrt mit der Funicolare erspart einem den mühsamen Aufstieg nach Capri Stadt.
Um ins höhergelegene Capri-Stadt zu kommen, gibt es mehrere Möglichkeiten:
Taxi
öffentlicher Bus
Seilbahn
Für den Bus und die Seilbahn gibt es je einen Ticketschalter gegenüber der Bar Azzura, am besten man kauft sich gleich ein Seilbahnticket und ein oder mehrere Bustickets für die späteren Fahrten.
Tipp: Tagestouren nach Capri
Keine Lust oder Zeit, alles selbst zu planen? Mit diesen organisierten Touren hast du alles inklusive, Transfer von der Unterkunft zum Hafen, die Fahrt nach Capri und die Insel-Rundfahrt selbst mit optionalem Besuch der blauen Grotte.
Ist Marina Grande zwar ganz hübsch, aber nicht weiter spannend, zeigt Capri-Stadt genau das Flair, was es so berühmt gemacht hat. Capri ist vor allem in den 50er und 60er Jahren zum beliebten Ziel von Stars und Sternchen geworden, viele Hollywoodfilme wurden hier gedreht.
Die Gassen von Capri-Stadt
Die kleinen, engen Gassen in Capri-Stadt, das mildes Klima, eingebettet in die schöne Natur der Insel: Die Stimmung auf Capri ist wirklich perfekt, wären da nicht die vielen anderen Touristen, die auch genau das suchen.
Am schönsten ist es, einfach durch die klitzekleine Gassen abseits der Piazza zu schlendern und das lauschige Ambiente auf sich wirken zu lassen.
In Capri-Stadt findet man die Giardini di Augusto, von denen man über die Via Krupp hinunter zum Meer gelangt. (Ist man entspannt unterwegs, würde ich die Via Krupp bei einer Tagestour auslassen.)
Carthusia: Die Parfums mit dem Duft von Capri
Mit Capri verbindet man auch die Parfums von Carthusia: Klassische Parfums, mit typischen Mittelmeer-Noten. Es werden nur hochwertige Duftstoffe verwendet und die Produktion geschieht immer noch in kompletter Handarbeit. Die Parfums kann man zwar auch online kaufen – aber vor Ort kann man natürlich besser probieren und hat direkt ein typisches Capri Souvenir.
Restaurant-Tipp für Capri-Stadt
Essen gehen in Capri-Stadt ist ein kleines Abenteuer: Es gibt viele Touristenfallen, und teuer ist es auch dazu. Ein Blick in die weniger belebten kleinen Gassen lohnt sich. So haben wir auch das E‘ Divino gefunden. Versteckt und von außen unscheinbar, gibt es hier leckere italienische Küche in schönem Ambiente. Und für hiesige Verhältnisse bezahlbar.
Anacapri: Das stillere Capri
Die Menschenmengen in Capri-Stadt können einem schon zu schaffen machen. Wer Capri etwas entspannter erleben möchte, sollte weiter nach Anacapri fahren. Von Capri-Stadt aus kommt man mit dem öffentlichen Bus nach Anacapri, Abenteuer inklusive. Denn wie sich die kleinen, vollgepackten Busse über die schmalen Straßen winden, ist ein Erlebnis!
Die Altstadt von Anacapri ist recht übersichtlich, einfach treiben lassen und die mediterrane Atmosphäre geniessen.
Anacapri: Capri von seiner ruhigeren Seite.
Monte Solaro: Die beste Aussicht
Direkt in Anacapri steht auch die Sesselliftstation des Monte Solaro, des höchsten Bergs der Insel. Den Monte Solaro kann man auch zu Fuss erklimmen, von Anacapri dauert die kleine Wanderung ca. eine Stunde. Oder man nimmt eben den Sessellift, der einem ganz nebenbei noch den schönsten Panoramablick über Capri bietet.
Vom Aussichtpunkt des Monte Solaro hat man nochmals einen schönen Ausblick auf die Faraglioni.
Die Faraglioni vom Monte Solaro aus
Zurück geht es wieder mit dem Sessellift nach Anacapri. Von dort aus kann man direkt mit dem Bus zurück nach Marina Grande, wo die Fähre zum Festland wartet.
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Werbung | Ein Leben voller Reisen kann manchmal sehr anstrengend sein. Und was machen Dauerreisende wie ich, um zu entspannen? Richtig gedacht: Verreisen. Verrückt, oder? In meiner Homebase Berlin habe ich zwar mein gemütliches Zuhause, aber auch als Großstadtkind durch und durch brauche ich zwischendurch eine ruhigere Umgebung, um wieder Energie fürs Fliegen und Bloggen zu tanken. Ein Wochenende in einem Wellnesshotel kommt da genau richtig, um mal abzuschalten, die Gedanken frei herumschwirren zu lassen und der Seele Raum zum Entspannen zu geben. Mit dem Zug fahre ich los, auf in mein Wellness Wochenende in Bayern!
Das Schloss Mariakirchen in Niederbayern
Eine wahre Schlossidylle erwartet mich in Mariakirchen, mitten in Niederbayern. Das Wasserschloss Mariakirchen, erbaut 1550, ging in seiner Geschichte durch turbulente Zeiten, bis es 2002, baufällig und stark sanierungsbedürftig, neue Besitzer fand. Aus der Schlossruine wurde mit viel Aufwand und persönlichem Engagement wieder ein romantisches Kleinod, das jetzt auch das Schlossparkhotel Mariakirchen beherbergt. Kein Wunder, dass hier in der Hochsaison nahezu wöchentlich die schönsten Hochzeiten gefeiert werden. Aber auch für Entspannungssuchende wie mich ist Mariakirchen mit seinem Schloss und der ländlichen Umgebung besonders in der Nebensaison eine besondere Idee für einen Wellness-Aufenthalt.
Neben einigen Zimmern des Schlossparkhotels befinden sich im Schlossgebäude Seminar- und Tagungsräume, daher ist der Großteil des Schlosses der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Als Hotelgast kann man aber jederzeit nach einer privaten Führung durch das historische Schloss fragen. Mit etwas Glück wird man sogar vom Schlossherrn persönlich empfangen und erfährt alles über die Geschichte des Wasserschlosses Mariakirchen aus erster Hand.
Schloss Mariakirchen: Vom baufälligen Wasserschloss zur Wellness-Oase in Bayern
Das Schlossparkhotel Mariakirchen ist nur zum Teil im Wasserschloss selbst untergebracht. Der Großteil der Zimmer befindet sich mit allen Annehmlichkeiten eines 4-Sterne-Hotels im eleganten Hauptgebäude oder im Hofwirt, einem weiteren Nebengebäude, dessen gemütliche Zimmer bayerisch-modern eingerichtet sind. Wer aber lieber im Schlossgebäude selbst übernachten will, dem stehen einige ausgewählte Zimmer, unter anderem das Turmzimmer des ehemaligen Hausgeistlichen des Schlosses, zur Verfügung.
Hotelchef Arno verrät mir aber, dass die die schönen Schlosszimmer eigentlich weniger beliebt sind als die Zimmer in den modernen Nebengebäuden. Schliesslich kann man hier direkt und trockenen Fußes im Bademantel vom Zimmer aus in den Wellnessbereich schlurfen – nenne ich Argument, denn ein paar Saunagänge im Wellnessbereich gehörten auch zu meinen Lieblingsbeschäftigungen nach einem entspannenden Tag in und um Mariakirchen.
Schloss trifft modernes Design
Während im Schloss selbst also Tradition gepflegt wird, wird in den modernen Nebengebäuden mit gutem Design nicht gespart. Das Frühstück (mit vielen Bio-Produkten aus eigener Herstellung) wird im lichtdurchfluteten Anbau serviert und im ganzen Haus verstreut sind kleine, individuell eingerichtete Sitz- und Leseecken zu finden.
Sauna, Dampfbad, Massagen: Entspannung pur im Schlossparkhotel Mariakirchen
Gerade Linien, hochwertige Materialien und eine fein abgestimmte Kombination aus kühlem Glas und warmem Holz sorgen dafür, dass bei mir schon bei Betreten des Hauptgebäudes leichte Entspannung einsetzt. Und ja, ein Zimmer im Hauptgebäude ist wirklich eine gute Idee! So schlurfe ich einmal am Tag in den kleinen, aber sehr feinen Wellnessbereich: Zwei Holzsaunen (eine finnische, die andere etwas weniger heiße Bio-Sauna), ein Dampfbad und mehrere Fussbecken – und aus einem „Mal-eben-kurz-in-die-Sauna“ werden locker zwei Stunden. Kein Wunder, steht im Ruheraum noch ein riesiges Wasserbett zur Entspannung nach einem Saunagang.
Apropos Entspannung: Im Schlossparkhotel werden auch Massageanwendungen angeboten, ich kann besonders die Aromamassage empfehlen! Im Wellnessbereich befindet sich außerdem ein sehr gut ausgestattetes Fitnessstudio. Allerdings war ich viel lieber draußen aktiv, denn dafür war ich ja auch hier: Landluft schnuppern und genießen.
Aufgüsse für jeden Geschmack: Die Sauna im Schlossparkhotel Mariakirchen macht das Wellness-Wochenende perfekt.Bereit für das Wellness-Programm! Sauna tut immer gut.
Kulinarisches im Schlossbräu Mariakirchen
Zu Wellness und Entspannung gehört für mich auch gutes Essen. Und das gibt es im Schlossparkhotel gleich nebenan: Im dazugehörigen Schlossbräu Mariakirchen wird nicht nur selbst gebraut, sondern auch traditionell-bayerische Küche serviert. Und das zu so günstigen Preisen, dass man gerne auch auf ein Bier länger bleibt. Bei 2,50 Euro pro halbem Liter hausgebrautem Bier kann man sich nicht beschweren: Auch unter Einheimischen ist das Schlossbräu Mariakirchen ein beliebtes Ausflugsziel.
Besonders begeistert war ich von der kleinen, aber feinen Speisekarte. Ich bin zwar bekennende Fleischesserin, trotzdem brauche ich nicht riesige Fleischberge – lieber weniger, dafür gut. Glücklicherweise ist das Schlossbräu Mariakirchen da echter Vorreiter unter den Brauhäusern der Region: Das verarbeitete Fleisch stammt aus vom schlosseigenen Bio-Bauernhof mit Naturland-Zertifikat.
Bemerkenswert: Der 2016 neu eröffnete Bauernhof ist vollkommen transparent und ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Auf riesigen Weideflächen leben hier Schweine, Rinder, Hühner und Schafe; die komplette Tierhaltung ist von Anfang bis zum Ende auf das Tierwohl ausgerichtet und die Leidenschaft, mit der die Familie Lindner diesen Hof noch zusätzlich zum Großprojekt Schloss aufgebaut haben, ist überall spürbar. Es beruhigt mich ein bisschen, dass es neben Großindustrie und Massenproduktion tatsächlich noch idyllische, gute Landwirtschaft gibt, aber Schlosschef Arno sagt auch: „Man muss schon sehr verrückt sein, um Landwirtschaft so zu betreiben, wie wir es hier tun“, während im Hintergrund ein Rudel kleiner Ferkel ausgelassen über die Weide flitzt.
Im Hofladen mit Biergarten und gemütlichem Restaurant werden alle hofeigenen Produkte sowie eine Auswahl handverlesener Bio-Produkte ausgewählter Hersteller verkauft.
Adresse: Land.Luft Leberfing, Leberfing 1, 94439 Roßbach- Münchsdorf Öffnungszeiten Hofladen: Mi-Fr 13-20h, Sa 11-20h Öffnungzeiten Gastronomie: Mi-Fr 13-23h, Sa 11-23h (warme Küche ab 17h)
Unbedingt die fantastische Küche ausprobieren: Die Apfelringe mit bestem Bio-Vanilleeis sind ein Gedicht!
Aktivitäten in und um Mariakirchen
Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt
Mariakirchen ist ein kleiner Ort mit nur 700 Einwohnern. Die Hauptattraktion ist das Wasserschloss Mariakirchen, aber auch ein Blick in die nebenan gelegene Kirche lohnt sich: Verständlich, dass Mariakirchen eine beliebte Hochzeitslocation ist! Die fast 300 Jahre alte Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt ist ein barockes Prachtstück, die von den bekannten Brüdern Asam gestaltet wurde.
Kein Wunder, dass auch hier gerne geheiratet wird: Die romantische Pfarrkirche in Mariakirchen.
Radtouren im Kollbachtal
Auch, wenn ich in der Regel an einem Wellness-Wochenende entspannen will: Bewegung gehört dazu! Und dafür ist Mariakirchen im Kollbachtal der perfekter Ausgangspunkt. Eingebettet zwischen Wald, Wiesen und Feldern, bekommt man hier die volle Ladung Natur und Landleben. Genau das, was ich brauchte. Zum Glück gab es im Hotel E-Bikes, sogar als Mountainbike, mit denen ich die Umgebung erkunden konnte. Denn die Umgebung ist nicht nur sehr hügelig, sondern auch gespickt mit endlosen Radwegen, die ich am liebsten alle zusammen abgefahren wäre. Da war ein bisschen Unterstützung gar nicht schlecht.
Radwege in und um Mariakirchen:
Bockerlbahnradweg Kollbachradweg Vilstal-Radweg
Alle Radwege sind gut beschildert, Karten und Informationen gibt es auch vor Ort an der Hotel-Rezeption. Mit dem Mountainbike kommt man auch gut über spezielle Mountainbike-Strecken.
Waldbaden in Mariakirchen
Wenige Minuten mit dem Rad entfernt, kam ich zufällig in ein kleines Waldstück – einsam und abgelegen. Pure Natur und eine absolute Wohltat: Als Großstadtpflanze nutze ich jede Gelegenheit, mal auf weichem Waldboden zu laufen und die frische Waldluft durch die Lungen und jede Pore des Körpers strömen zu lassen. Besonders im Spätherbst ist ein Waldspaziergang so erholsam!
Anreise
Mariakirchen liegt mitten in Niederbayern zwischen München und Passau. Und nur eine gute Autostunde vom Flughafen München entfernt. Das Schlossparkhotel Mariakirchen bietet dorthin einen Flughafentransfer an, so dass die Anreise auch ohne Auto unkompliziert ist. Ich bin allerdings von Berlin aus mit dem Zug angereist, weil ich Bahnfahren meist sehr entspannend finde und so mein Wellnesswochenende schon im Zug begonnen hat. Von Berlin gibt es eine ICE-Direktverbindung ins nahegelegene Passau, von dort aus ist man in 45 Minuten mit dem Mietwagen in Mariakirchen.
Langsam komme ich dazu, die letzten Reisejahre Revue passieren zu lassen. Ich bin nicht nur gefühlt Hunderte von Malen um die halbe Welt geflogen, habe gegen Jetlags gekämpft – mal mehr, mal weniger happy – und mein Talent, Millionenstädte wie Peking innerhalb von 24 Stunden komplett kennenzulernen (oder es zumindest zu versuchen), perfektioniert. Bis zum ultimativen Sightseeing- und Reise-Burnout. Ja, sowas gibt’s. In Peking schaffte ich es in 24 Stunden bis zur Chinesischen Mauer nach Mutianyu oder besser Großen Mauer, in die Verbotene Stadt, zu zwei Völlereien mit prall gefüllten Tellern (in China wird gerne aufgetischt) und sogar in eine der allerblödesten Touristenfallen, in die ich jemals getappt bin.
Immer öfter erwische ich mich dabei, in meinem Lieblingsbuchladen in der Reisebuchabteilung nach dem Deutschland-Regal zu schielen, statt mir die neuesten Bücher zu irgendwelchen Fernzielen anzusehen, wie sonst immer. Andere Leute träumen von exotischen Zielen wie Peking und der Chinesischen Mauer, ich träume manchmal mehr von nassen Strandspaziergängen auf windigen Nordseeinseln oder noch schlimmer, Wanderungen im Elbsandsteingebirge. Aber keine Angst, dieser Blog wird wohl niemals zum politisch korrekten Ich-habe-die-Welt-gesehen-und-jetzt-darf-keiner-mehr-Nachhaltigkeitsblog. Als Flugbegleiterin werde ich dafür sowieso ewig die schlechteste Ansprechpartnerin bleiben. Für jemanden wie mich, der in den letzten Jahren eigentlich nur noch übelstes Fernweh hatte, ein schönes Gefühl. Endlich mal keine Unruhe, sondern Zufriedenheit über das, was mir da rückblickend an Reise-Erinnerungen wie aus Peking geblieben ist. Oder wer hätte gedacht, dass ich jemals auf der Chinesischen Mauer stehe?
Zum ersten Mal in Peking.
Ich hatte wohl einen guten Tag erwischt – auf der Straße sah ich nur ganz wenige Menschen mit Atemschutzmaske und von Smogglocke war nichts zu sehen. Konnte ich meine wohl auch im Hotel lassen – meine damalige Firma stellte für jedes Crewmitglied eine Maske, dann musste es normalerweise wirklich schlimm sein. Überhaupt machte Peking auf mich einen überraschenden ersten Eindruck. Irgendwie dachte ich, man müsste doch mehr Kommunismus spüren, also so alles grau in grau wie früher in der DDR, lange Schlangen an Obstläden, überall lauern Geheimdienstoffiziere, Kontrolle ohne Ende und nix mit schändlich kapitalistischem Zeug wie Coca-Cola und McDonald’s. Ein Hoch auf vorurteilsfreies Reisen! War aber alles nicht. Oder zumindest nicht offensichtlich. Liebe wurde es dann zwar doch nicht zwischen mir und Peking. Aber ganz gute Freunde. Später sollte ich China noch ganz anders kennenlernen!
Von Peking aus an die Chinesische Mauer: Mutianyu oder Badaling?
Die erste Erkenntnis: Die Chinesen nennen die Chinesische Mauer auf englisch gar nicht Chinesische Mauer. Sondern Great Wall. Macht Sinn, in China ist ja jede Mauer chinesisch. Von Peking aus kommt man relativ schnell an die Große Mauer, mit dem Auto ist man je nach Ort in ca. 1 1/2 bis 2 Stunden dort. Es gibt zwei Orte, die sich besonders gut von Peking aus für einen Ausflug eignen: Badaling und Mutianyu.
Während Badaling auch mit Bus und Bahn erreichbar ist, kommt man nach Mutianyu nur mit dem Auto. Mutianyu ist daher auch nicht ganz so überlaufen wie Badaling, das sowas wie eine Große-Mauer-Pilgerstätte ist und vor Touristenmassen wohl nur so platzen muss. Mutianyu war hingegen recht angenehm, keine Menschenmassen – und das Wetter war einmalig. Auch einmalig heiß und sonnig – Sonnencreme war DAS Tool des Ausflugs!
Ein unglaubliches Meisterwerk: Die Chinesische Mauer schlängelt sich durch die unwegsamsten Berglandschaften.Das letzte Stück hinauf zur Chinesischen Mauer geht es mit der Seilbahn.
Und dann stand ich da, als kleines Pünktchen auf dieser riesigen Jahrhunderte alten Endlosmauer, die über 8.800 Kilometer lang sein soll. Ganz schön krass. Und es sah aus wie im Film: Hügelige Berglandschaften in sattem Grün – über die sich dann auf und ab und drumherum sich die große Mauer schlängelte. Unglaublich, dass das hier von Menschenhand mitten ins Nichts gebaut wurde.
Alle paar hundert Meter stehen Wachtürme auf der Chinesischen Mauer, die von Wachposten besetzt wurde.
Runter kann man wieder mit der Seilbahn oder zu Fuß. Oder rodelnd auf der Rodelbahn. Was eigentlich richtig Spaß macht. Es sei denn, man hat den einzigen Rodel-Experten vor sich, der über die gesamte Strecke nicht schnallt, dass die Bremse Bremse ist, und nicht zum Gas geben taugt. Und so rodelten wir halt mit der sagenhaften Geschwindigkeit von drei Stundenkilometern ins Tal. Mein Motorradfahrer-Ich weinte. Aber immerhin: Ich habe doch tatsächlich die Chinesische Mauer gesehen!
Mutianyu: Rauf mit der Seilbahn, runter auf der Sommer-Rodelbahn.
Nicht, dass man nicht nahezu überall in Italien gute Pizzerien findet. Aber einmal in Neapel, sollte man unbedingt in der L’Antica Pizzeria Da Michele vorbeischauen. Hier gibt es die beste Pizza in Neapel, ach, sogar die beste Pizza der Welt! Behaupten zumindest Pizza-Kenner. Ein Geheimtipp für die beste Pizza in Neapel ist Da Michele nun wirklich nicht mehr: In dieser traditionsreichen Pizzeria speisten schon Persönlichkeiten wie Maradona, Bill Clinton und Julia Roberts. Letztere aß hier Pizza für den Film „Eat, Pray, Love“, und genauso wie die Insel Bali, die ebenfalls darin vorkommt, bekam auch die Pizzeria Da Michele in Neapel durch den Film einen erneuten Popularitätsschub.
Neapolitanische Pizza in der L’Antica Pizzeria Da Michele
Die neapolitanische Pizza unterscheidet sich ein wenig von der herkömmlichen Pizza: Die Ränder sind zwar noch relativ knusprig, aber generell ist der Teig viel weicher. Auch an der Tomatensoße wird nicht gespart. Das kann das Essen schon mal etwas abenteuerlicher werden. Besonders, wenn man typisch italienisch seine Pizza mit den Händen in großen Stücken essen möchte, statt Stück für Stück mit Messer und Gabel.
Qual der Wahl: Pizza Margherita oder Pizza Marinara
Die Karte in der Pizzeria Da Michele in Neapel ist übersichtlich: Es gibt keine! Warum auch, gibt es doch nur zwei Pizzasorten! Seit fast hundert Jahren werden hier nur zwei traditionelle neapolitanische Pizzen serviert: Pizza Marinara und Pizza Margherita. Die Pizza Marinara enthält keine Meeresfrüchte, dafür Tomatensauce, Knoblauch, Oregano und Olivenöl. Die Pizza Margherita besteht aus Tomatensauce, Mozzarella, ein bisschen frischem Basilikum und Olivenöl. Diese beiden Sorten sind die traditionellsten, originalen Pizzen in Neapel. Und speziell bei Da Michele kommt auch nichts anderes auf den Tisch.
Die beste Pizza Margherita der Welt?
Und zum Geschmack: Muss man probiert haben! Die Tomatensauce ist saftig und fruchtig, dazu der leichte Mozzarellakäse und der in der Mitte weiche Teig… und alles zusammen schmeckt so leidenschaftlich sonnengeküsst! Schon faszinierend, wie man aus nur so wenigen Zutaten eine so leckere Pizza zaubern kann.
In der L’Antica Pizzeria Da Michele in Neapel kann man den Pizzaiolos beim Pizza backen zuschauen.
Zwanglose Atmosphäre: Pizza essen wie ein Neapolitaner
Trotz Hype, trotz manchmal langer Warteschlangen vor der Tür: Die Atmosphäre ist unprätentiös, es wird laut gerufen, gequasselt, Pizza gebacken, Teig geknetet und man quetscht sich einfach an einen der einfachen Imbissbuden-Tische, notfalls auch einfach zu anderen dazu. Das Ambiente ist wie das Menü: Einfach, aber gut! Und bezahlbar.
Ein Tisch kann nicht im voraus reserviert werden. Sind alle Tische belegt, bekommt man am Eingang von einem der Kellner eine Wartenummer und wartet einfach draußen vor dem Lokal. Die Nummern werden dann lauthals ausgerufen.