Schlagwort: Rio de Janeiro

Rio de Janeiro ist wirklich eine beeindruckende Stadt. Die Mischung aus tropischer Natur mitten in der Stadt und brasilianischer Lebensfreude fasziniert mich immer wieder. Hier findest du hilfreiche Tipps für die Metropole mit den berühmten Stränden Cocacabana und Ipanema, sowie tolle Ausflugstipps für die Umgebung.

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  • Santa Teresa in Rio de Janeiro: Tipps & Hotspots

    Santa Teresa in Rio de Janeiro: Tipps & Hotspots

    Copacabana, Strand, Zuckerhut – das sind wohl die ersten Bilder, die einem bei Rio de Janeiro in den Sinn kommen. Zu Recht, denn keine Reise nach Rio ist komplett ohne diese Orte! Allerdings ist Rio de Janeiro noch so viel mehr: Das Künstlerviertel Santa Teresa zum Beispiel. Auf einem Berg gelegen, ist Santa Teresa fast wie eine komplett andere Welt. Santa Teresa ist seit jeher der Anziehungspunkt für Künstler und Kreative in Rio de Janeiro. Was Santa Teresa noch so interessant macht, verrate ich dir in diesem Artikel!

    Santa Teresa Rio de Janeiro Aussicht
    Blick von Santa Teresa aus

    Santa Teresa in Rio de Janeiro: In-Viertel für Kreative und Künstler

    Santa Teresa ist eines der älteren Stadtviertel von Rio de Janeiro. Architektonisch konnten sich die europäischen Einwanderer Anfang des letzten Jahrhunderts richtig austoben: Überall stehen imposante Stadtvillen in den verschiedensten Stilen. Santa Teresa befindet sich außerdem auf einer der vielen Hügeln in Rio. Daher hat man aus vielen Häusern eine tolle Aussicht über die Stadt. Lange war Santa Teresa in den letzten Jahrzehnten ein vernachlässigter Stadtteil Rio de Janeiros – bis er von vielen Kreativen und Künstlern neu entdeckt wurde! Heute empfinde ich Santa Teresa als einen der spannendsten Stadtteile von Rio de Janeiro!

    Santa Teresa Rio de Janeiro Street Art

    Brasilien ist ein faszinierendes Land:
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    Santa Teresa Rio de Janeiro Stadtvilla

    Die Straßenbahn von Santa Teresa: O bonde de Santa Teresa

    Das Wahrzeichen von Santa Teresa ist die nostalgische gelbe Straßenbahn („bonde“ auf Portugiesisch genannt). Auf harten Holzbänken rattert man hier durch Santa Teresa hinauf und wieder hinunter bis über die berühmten Arcos da Lapa. Die Arcos da Lapa sind ein schmales Aquädukt und obenauf fährt die Straßenbahn: Ein echtes Erlebnis. Nachdem es vor einigen Jahren einen schweren Unfall gab, werden die Bahnen allerdings nicht mehr so überladen: Früher fuhr man mit der Bahn umsonst mit, wenn man einfach bei Anfahrt hinaufsprang und sich außen festhielt.

    Santa Teresa Rio de Janeiro Largo dos Guimaraes

    Eine Fahrt kostet 20 Reais (ca. 5€), aber es lohnt sich! Am besten man steigt gleich am Anfang der Linie an der Estaçao Carioca ein. Ab dort fährt man über die Arcos da Lapa hinauf bis nach Santa Teresa. Leider gibt es keine Tageskarte, so dass man entweder jedes Mal eine neue Fahrkarte kaufen muss, wenn man unterwegs aussteigen möchte. Oder man weicht auf Uber oder Bus aus. Ich empfehle daher einmal komplett bis zur Endstation hochzufahren, und sich dann von dort wieder hinunterzuarbeiten.

    Santa Teresa Rio de Janeiro Straßenbahn Bonde

    Die Straßenbahn von Santa Teresa gehört zu den Wahrzeichen Rios. Mehr über die noch berühmteren Sehenswürdigkeiten wie die Christusstatue oder den Zuckerhut findest du in diesem Artikel: Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Rio de Janeiro

    Tipps für Santa Teresa in Rio de Janeiro

    Der Largo dos Guimaraes ist das Herz von Santa Teresa. Besonders am Wochenende sind Restaurants und Bars gut gefüllt! Hier kann man richtig typisch brasilianische Küche genießen, selbst Cariocas kommen hier zum traditionellen Feijoada-Essen (Bohneneintopf mit Reis) am Samstag vorbei. Ein paar schöne Adressen habe ich hier für euch zusammmengetragen:

    Bars, Restaurants und Cafés

    Explorer Bar

    Kleine Bar in der Nähe des Largo dos Guimaraes mit fantastischen Cocktails (Caipirinha ist zwar auch super hier, aber der Rest der Karte wirklich empfehlenswert!) mit israelisch-brasilianischer Küche mit vielen originellen vegetarischen und veganen Gerichten. Der Bar angeschlossen ist auch ein kleines Boutique Hotel. Klicke hier für Preise und Infos*

    Livraria Largo das Letras

    Buchladen mit Café in einem romantischen Innenhof direkt am Largo dos Guimaraes! Gut für eine kleine Pause zwischendurch!

    Santa Teresa Rio de Janeiro Stadtteil

    Adega do Pimenta

    Auf deutsche Küche hat man vielleicht in Brasilien weniger Lust, das Ambiente in der Adega do Pimenta ist allerdings so skurril, dass man es sich vielleicht doch anders überlegt. Einer der Institutionen für deutsche Küche in Santa Teresa und darüberhinaus, gibt’s schon ewig!

    Bar do Mineiro

    Ein weiterer Klassiker in Santa Teresa: Die perfekte Adresse für eine brasilianische Feijoada, das Nationalgericht Brasiliens. Wer nicht ganz großen Hunger hat, bekommt hier auch typische kleine Snacks wie Salgadinhos, die man traditionell zu einem eisgekühlten Bier genießt.

    Unterkünfte

    In Santa Teresa findest du viele Airbnbs. Ich habe selbst einige Tage in einem übernachtet – perfekt, wenn du ein wenig Anschluss suchst und auf kreative Umgebungen steht. Ich habe in einem kleinen Häuschen übernachtet, das zu einem Künstlerkollektiv gehört; sehr nett und definitiv eine ungewöhnliche Unterkunft.

    Falls du hotelähnlichere Unterkünfte bevorzugst, ist dies hier mit der Explorer Bar im Erdgeschoss und in der Nähe des Largo dos Guimaraes perfekt gelegen: Discovery Suites Rio*.

    High-End, aber eben auch wunderschön: Das MGallery Santa Teresa*.

    Sicherheit in Santa Teresa und Rio de Janeiro allgemein

    Santa Teresa ist durch die vielen touristischen Punkte nicht unsicherer als andere beliebte Stadtteile wie Ipanema oder Copacabana. Allerdings muss man auch hier besondere Vorsicht walten lassen: Rio ist generell nicht mit europäischen Großstädten zu vergleichen! Abends kann es in Santa Teresa schon einsamer werden und nicht alle Straßen sind belebt. Als Alleinreisende (und Halb-Brasilianerin, die mit den Gepflogenheiten vielleicht etwas besser vertraut ist) fand ich Santa Teresa zum Übernachten nicht immer optimal.

    Ich hatte ein schönes Airbnb gebucht, das zwar zentral, aber in einer ruhigeren Straße lag. Abends war ich grundsätzlich nur mit Uber unterwegs. Von vielen Fahrern habe ich allerdings gehört, dass Santa Teresa aufgrund der entfernteren Lage und allgemeinen Vorsicht von einigen Fahrern nicht gerne angefahren wird.

    Tagsüber fand ich Santa Teresa allerdings okay. Stellt euch am besten darauf ein, nicht unbedingt abends noch romantisch durch das Viertel spazieren zu können und wartet auf euer Uber vor allem bei Dunkelheit möglichst im Lokal/in der Unterkunft.

    Mehr über Sicherheit in Rio de Janeiro erfährst du auch in diesem Artikel:
    ➜ Allein als Frau in Rio de Janeiro – Ist es wirklich so gefährlich?

    Rio de Janeiro Sehenswürdigkeiten Santa Teresa Straßenbahn
    Die alte Straßenbahn ist das Wahrzeichen von Santa Teresa.
  • Die 10 besten Sehenswürdigkeiten in Rio de Janeiro

    Die 10 besten Sehenswürdigkeiten in Rio de Janeiro

    Rio de Janeiro gehört zu den beeindruckendsten Städten des Landes und sollte bei keiner Brasilien Reise fehlen, sogar mich als Halbbrasilianerin haut die Schönheit von Rio jedes Mal aus den Latschen. Und da bin ich nicht allein. Jeder kennt die berühmten Sehenswürdigkeiten in Rio de Janeiro wie den Zuckerhut und die Christusstatue, den Cristo Redentor! Was du in Rio nicht verpassen darfst, verrate ich in diesem Artikel. Also ab zu den besten Rio Sehenswürdigkeiten! Übrigens: Am Ende des Artikels findest du ein paar sehr hilfreiche Tipps für deinen Aufenthalt in Rio, lies sie dir gut durch!

    #1 Cristo Redentor – die Christusstatue von Rio

    Von hier aus hat man die perfekte Aussicht auf die Cidade Maravilhosa, die großartige Stadt, wie Rio de Janeiro gerne genannt wird. Auf den Corcovado kommt man mit dem Auto (oder Reisebussen), der Corcovado-Bahn oder sogar zu Fuß über einen Wanderweg.

    Ein Ausflug zum Cristo Redentor lohnt sich nur bei gutem Wetter, in Rio kann das Wetter auch schnell umschlagen und an bewölkten Tagen sieht man wirklich gar nichts. Bei Sonnenschein hat man aber das komplette Rio-Panorama: Atemberaubend! Früh kommen lohnt sich, dann ist es noch etwas leerer.

    Tipp: Ticket für die Corcovado-Bahn und die Christusstature im voraus hier kaufen (Weniger anstehen!)*

    Rio de Janeiro Sehenswürdigkeiten Cristo Redentor
    Früh kommen lohnt sich: Dann spart man sich das dichte Gedränge auf der Aussichtsplattform des Cristo Redentor.
    Rio de Janeiro Sehenswürdigkeiten Cristo Redentor Jesus Christusstatue
    Das weltbekannte Wahrzeichen Rio: Jesus mit ausgebreiteten Armen.

    #2 Tijuca Nationalpark / Floresta da Tijuca

    Rio de Janeiro ist von dichter Natur, großen Wäldern und grünen Bergen umgeben. Mitten in der Stadt befindet sich auch der Nationalpark Tijuca, die Floresta da Tijuca. Auch der Corcovado mit dem Cristo Redentor ist Teil des Nationalparks. Früher ist fast das komplette Gebiet von Kaffeebauern gerodet worden, Mitte des 18. Jahrhunderts wurden die Rodungen gestoppt und wieder aufgeforstet. Heute befindet sich hier dichter Wald mit vielen Wasserfällen und schönen Wanderwegen. Kaum zu glauben, dass man sich mitten in einer Großstadt befindet!

    Rio de Janeiro Sehenswürdigkeiten Nationalpark Tijuca Wasserfall
    Mitten in Rio: Pure Natur im Nationalpark Tijuca.

    Planst du eine Reise nach Brasilien?
    In meinem Brasilien Blog gibt’s noch mehr hilfreiche Tipps und Inspirationen!

    #3 Pão de Açúcar / Zuckerhut

    Leider hatte ich dieses Mal ein bisschen Pech mit dem Wetter: Bei strömendem Regen lohnt sich eine Fahrt mit der Seilbahn hinauf auf den Pão de Açúcar (Zuckerhut) nicht. Ich war allerdings schon zwei Mal bei früheren Besuchen oben. Am besten fährt man zum Sonnenuntergang hoch! Unten, zu Füßen des Pão de Açúcar, im Stadtteil Urca befindet sich die Praia Vermelha, ein schöner, kleiner Stadtstrand.

    Tipp: Ticket für die Seilbahn im voraus hier kaufen (schnellerer Einlass!)*

    Rio de Janeiro Sehenswürdigkeiten Zuckerhut Pao de Acucar
    Vom Cristo Redentor aus gut zu sehen: Der Zuckerhut mit Seilbahn.

    #4 Escadaria Selarón

    Jorge Seláron, ein chilenischer Künstler, fing in den neunziger Jahren an, die runtergekommene Treppe vor seinem Haus zu renovieren. Nicht nur einfach so, er verkleidete sie mit Tausenden von Fliesenstücken, vor allem in den Farben gelb, grün, rot, weiß und blau, den Nationalfarben Brasiliens und Chiles. Sein kleines Kunstwerk wurde immer größer und bekannter, und so brachten auch viele Touristen Fliesen mit Motiven aus ihren Heimatstädten mit, die Selarón dann ebenfalls verwendete.

    Selarón verstarb vor einigen Jahren, aber seine Treppe ist heute einer der Besuchermagnete Rio de Janeiro. Die Escadaria Selarón ist übrigens auch in einem ziemlich bekannten Musikvideo zu sehen: „Beautiful“ von Pharell Williams feat. Snoop Dogg.

    Rio de Janeiro Sehenswürdigkeiten Escadaria Selaron

    #5 Arcos da Lapa

    In der Nähe der Escadaria Selarón befinden sich die Arcos da Lapa, ein imposantes weißes Aquädukt. Oben auf den schmalen Arcos da Lapa fährt nach langer Restaurationszeit (es gab vor Jahren einen schweren Unfall) wieder die alte Straßenbahn, „o bonde“, und eine Fahrt damit sollte man sich nicht entgehen lassen! Am besten gleich hoch damit nach Santa Teresa!

    #6 Künstlerviertel Santa Teresa

    Santa Teresa ist das Viertel der Kreativen und Bohemiens in Rio de Janeiro! Hier fährt auch die historische Straßenbahn (bonde oder bondinho genannt) entlang. In Santa Teresa kann man um den Largo do Guimarães durch die Straßen flanieren, kleine Läden und Ateliers entdecken und in den umliegenden Restaurants und Bars gemütlich essen.

    Rio de Janeiro Sehenswürdigkeiten Santa Teresa Straßenbahn
    Die alte Straßenbahn ist das Wahrzeichen von Santa Teresa.

    #7 Rocinha, Vidigal, Complexo do Alemao & Co.

    Rocinha, Vidigal, Complexo do Alemao – diese Namen von Favelas werden dir ab und an begegnen. Gehe allerdings wirklich nie, nie auf eigene Faust in eine Favela! Wenn du interessiert bist, wie das Leben dort so ist, schließe dich einer Favela-Tour* an. Dort bist du auf der sicheren Seite. Manche Menschen werden das als Armutstourismus empfinden, allerdings gehören die Favelas zum Stadtbild von Rio und so eine Tour kann auch dafür sorgen, das Leben der Menschen vor Ort ein bisschen besser zu verstehen.

    Viele Favelas zeigen auch den Erfindungsreichtum und das Improvisationstalent der Brasilianer. Da sich hier um illegale Siedlungen handelt, wird die komplette Infrastruktur von den Bewohnern selbst aufrechterhalten. Strom, Wasser, Kabelfernsehen, Internetanschluss, Müllabfuhr, Straßen und Wege: Alles ist von den Bewohnern selbst organisiert. Und das an den übelsten Hanglagen!

    Buche hier die Favela-Tour*

    Wie so eine Favela-Tour aussehen kann, hat Dennis auf seinem Blog Awesome Wild beschrieben:
    favela rocinha, ein abstecher in das andere rio de janeiro

    Rio de Janeiro Sehenswürdigkeiten Favela
    Gehören zum Alltagsbild in Rio de Janeiro: Die vielen Favelas an den Berghängen.

    #8 Copacabana, Ipanema, Leblon: Die Strände von Rio

    Mega bekannt ist Rio ja auch für seine wunderbaren Strände mitten in der Stadt! Copacabana und Ipanema sind die Top-Adressen zum Baden. Am Posto 9 in Ipanema treffen sich die hippen Cariocas. Leider war bei meinem Besuch ausnahmsweise kein Strandwetter. Das Strandleben in Rio ist definitiv etwas Besonderes: Hier trifft sich die ganze Stadt, der Strand gehört allen! Vorsicht bei den starken Strömungen: Die sind nicht ohne! Tipp: Am besten nur mit Handtuch und ein paar Reais für ein Guaraná (brasilianische Limo), eine Kokosnuss oder eine Caipirinha zum Strand und das Treiben genießen!

    Rio de Janeiro Sehenswürdigkeiten Ipanema Strand
    Dieses Mal kein Strandwetter: Am Posto 9 in Ipanema ist sonst Treffpunkt der It-Crowd von Rio de Janeiro.

    #9 Catedral Metropolitana

    Nicht besonders schön, aber besonders: In die Kathedrale von Rio, die erst 1979 erbaut wurde, passen stehend 20.000 Menschen. Wenn Du nicht ganz so viel Zeit hast und auch nicht besonders religiös bist, ist das eine Location, die man zur Not auch weglassen kann. In der Nähe allerdings befindet sich die Confeitaria Colombo!

    Rio de Janeiro Sehenswürdigkeiten Catedral Metropolitana
    Stehend passend in die Kathedrale von Rio 20.000 Menschen.

    #10 Confeitaria Colombo

    Die Confeitaria Colombo ist das älteste Kaffeehaus Rio de Janeiros! 1894 gegründet, fühlt man sich hier an europäische Kaffeehäuser erinnert – ein totaler Kontrast zum tropischen Rio. Cariocas finden die Preise allerdings überteuert, als Europäer sind sie aber okay – das Ambiente ist es wert. Außerdem ist es eine gute Gelegenheit sich durch die brasilianischen Spezialitäten zu probieren! Neben süßen Teilchen und Kuchen gibt es hier auch typischerweise ein großes Angebot von Salgadinhos (kleinen Bällchen, Kroketten oder Teigtäschchen – salziges, daher der Name), die in Brasilien gerne auch zum Kaffee oder Snack zwischendurch gegessen werden.

    Rio de Janeiro Sehenswürdigkeiten Confeitaria Colombo
    DIe Café-Institution in Rio de Janeiro: Die Confeitaria Colombo im Zentrum.

    Oben genannte Locations kannst Du (bis auf die Favelas natürlich, da nur mit Tour!) auf eigene Faust erkunden. Mit Uber, Bussen und Metro kommst Du problemlos durch die Stadt. Ich wollte allerdings mit meiner auffälligen Kamera sorglos fotografieren, also habe ich mich dieses Mal an einem Tag für eine Tagestour entschieden.

    Der Nachteil ist natürlich, dass man oft zeitgleich mit anderen Touristengruppen an einer Location einfällt, was etwas unentspannt sein kann. Allerdings ist eben alles geplant und man kann sich sicherheitstechnisch und organisatorisch komplett entspannen.

    Sightseeingtour durch Rio an einem Tag* (komplettes Programm, die teuren Ticket für Zuckerhut und Cristo Redentor sind inklusive!)

    Sicherheit in Rio de Janeiro

    Leider ist Kriminalität immer ein Thema in Rio de Janeiro, dass auch Touristen nicht verborgen bleibt. Erhöhte Vorsicht ist geboten! Die Cariocas sind jedoch immer sehr nett und hilfsbereit, oft bekommt man spontan Hinweise, wo man ein bisschen mehr aufpassen sollte. Auch wenn keine Gefahr unmittelbar sichtbar ist, nimm dir alle Ratschläge der Locals zu Herzen, sie kommen nicht von ungefähr.

    Mehr von meiner persönlichen Einschätzung der Sicherheitslage und meinen Erfahrungen erfährst du in diesem Artikel: Als Frau allein in Rio de Janeiro – Ist es wirklich so gefährlich?

    Anreise & Weiterreise

    Rio de Janeiro verfügt über zwei Flughäfen: Auf dem weiter entfernten Galeão fliegen vor allem internationale Flüge ab, der stadtnahe Flughafen Santos Dumont ist innerbrasilianischen Flügen vorbehalten. Viele europäische Airlines fliegen Rio de Janeiro direkt an. Tipp: Nimm dir für die Fahrt in die Stadt ein Uber (es gibt einen separaten Uber-Parkplatz, an dem du deinen Fahrer treffen kannst) oder ein reguläres Taxi. Es gibt zwar eine Busverbindung, mit Gepäck würde ich eine Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln aus Sicherheitsgründen nicht empfehlen.

    Beste Reisezeit für Rio de Janeiro

    Im brasilianischen Sommer von Dezember bis März/April ist in Rio de Janeiro die Hölle los. Wettertechnisch kann es zu sommerlichen Regengüssen kommen, die jedoch schnell wieder vorbeiziehen. Es kann sehr heiß werden! Dafür erlebt man aber auch Rio im totalen Sommervibe! Die anderen Monate eignen sich aber ebenso: Im Winter kann es etwas kälter sein, das heißt in Rio aber 25 Grad – für Sightseeing und Wandern aber perfekt. Ich hatte leider im September ein paar Regentage erwischt.

    Rio de Janeiro Sehenswürdigkeiten Tijuca Nationalpark Affe
    Für kältere Temperaturen perfekt: Wandern im Nationalpark Tijuca.

    Unterkunft in Rio de Janeiro

    Rio de Janeiro hat mit die höchsten Übernachtungspreise in Brasilien! Besonders im brasilianischen Hochsommer von Dezember bis März/April steigen die Preise enorm an. Von Events wie Silvester und Karneval ganz zu schweigen: Zu diesen Daten muss man im Voraus reservieren!

    Außerdem verlangen viele Unterkünfte in diesen Zeiten einen Mindestaufenthalt. Am beliebtesten bei Touristen ist der Stadtteil Copacabana, hier befinden sich die meisten Hotels. Hier ist es sehr touristisch, dafür wohnt man aber auch sehr zentral. Im Trend liegen aber auch neuerdings Locations wie das Künstlerviertel Santa Teresa sowie einige Unterkünfte in befriedeten Favelas. In beiden Fällen würde ich diese Orte aber nicht unbedingt jedem Rio-Besucher empfehlen. Mehr über meine Erfahrungen in Santa Teresa habe ich in meinem Artikel über die Sicherheit in Rio geschrieben.

    Ich habe u.a. im B+B Copacabana Hotel übernachtet: Perfekte Lage nah am Strand und genau zwischen Copacabana und Ipanema!

    Ausflüge ab Rio de Janeiro

    Von Rio aus lassen sich auch eine Reihe toller Ausflüge in das Umland von Rio de Janeiro unternehmen! Strände, Inseln, Natur, Kultur – eigentlich kann man zwei Wochen in Rio verbringen und es gäbe immer noch Dinge zu sehen. Wenn Du eine längere Reise planst, kannst Du natürlich auch statt Tagesausflügen direkt in Orte wie Paraty oder Búzios weiterreisen. Vom Busbahnhof in Rio fahren vielen Überlandbusse in alle möglichen Landesteile ab.

    Hier findest du alle Artikel über Brasilien

  • Als Frau allein in Rio de Janeiro: Ist es wirklich so gefährlich?

    Als Frau allein in Rio de Janeiro: Ist es wirklich so gefährlich?

    „Pass gut auf dich auf, wirklich! Rio de Janeiro ist so gefährlich!“ So ziemlich alles bewegte sich im Gesicht meiner ansonsten immer fröhlichen Mutter und dem Rest meiner Familie nach unten, allem voran die sonst immer nach oben zeigenden Mundwinkel. Ich war versucht, laut zu lachen. Ich meine, ich wohne in Berlin-Neukölln, den Medienberichten zufolge einer der schlimmsten Ecken in ganz Deutschland, hallo?

    Wie unsicher ist Rio de Janeiro?

    Ich bin um die halbe Welt gereist, oft allein, komme manchmal nachts in fremden Städten an, ohne Plan, aber auch ohne Angst, weil hey, irgendein Taxi wird mich schon an mein Ziel bringen – aber Rio de Janeiro? Rio, das ist doch viel zu gefährlich. Sodom und Gomorrha. Dunkle Favelas, Drogengangs, Schießereien und ein ewiger Krieg zwischen Sondereinheiten von Militärs und Polizei und Gangstern, bei dem Gut und Böse nicht zwingend immer diejenigen sind, die es zu sein scheinen. Steigende Kriminalität überall. Sicherheit? Ein Fremdwort in Rio de Janeiro. Man hört von Überfällen, Blitz-Entführungen auf offener Straße, ausgeraubten Touristen.

    Rio de Janeiro Sehenswürdigkeiten Zuckerhut Pao de Acucar
    Vom Cristo Redentor aus gut zu sehen: Der Zuckerhut mit Seilbahn.

    Rio de Janeiro und Sicherheit: Alles nur Panikmache?

    Dabei scheint mir aber auch eine gewisse Sorglosigkeit in Rio de Janeiro bezüglich der Sicherheit fehl am Platz. Ich erinnere mich da an die Geschichte eines Kollegen in Mexiko City, die in Fliegerkreisen kursiert. (Den Wahrheitsgehalt dieser Geschichte kann man zwar nicht ganz so hoch einstufen, weil – oh mein Gott, was sind wir alle nur für Tratschtanten ‐ unsere Gerüchteküche ungefähr so funktioniert wie Stille Post mit mehreren tausend Mitspielern. Aber gut.) Besagter Kollege saß also in einem Straßencafé in einem schicken Stadtteil Mexiko Citys und schwupps… war die Rolex weg. Einfach so vom Handgelenk. Kann jetzt auch eine unserer Fliegerlegenden sein, aber trotzdem: Es ist kein Spaß, wenn man den Rat bekommt, möglichst wenig an Schmuck zu tragen, und eigentlich am besten gar nix, noch nicht mal die billigen H&M-Fake-Goldkreolen.

    Tipp: Die Top 10 Sehenswürdigkeiten in Rio de Janeiro

    Das ist auch einer der Gründe, warum ich für Reisen allein lieber in Südostasien unterwegs bin, hier ist man (außer den üblichen Vorsichtsmaßnahmen wie z.B. nicht gerade mitten in der Nacht in einem Bahnhofsviertel mit einem Paket Geldscheinen und der neuesten Chanel-Handtasche, echt, versteht sich, zu wedeln) weitgehend unbehelligt von Straßenkriminalität und finsteren Gestalten.

    Kriminalität in Rio de Janeiro: Muss man Angst haben?

    Ich wünschte, ich könnte hier schreiben, dass man sich in Rio überhaupt keine Sorgen machen müsse, und dass alles überspitzt dargestellt sei, wenn man nicht gerade auf eigene Faust durch die Favelas zieht. Allerdings kann ich mich an einen Moment erinnern, an dem ich abends durch Santa Teresa, dem neuen In-Stadtteil der Kreativen in Rio de Janeiro lief.

    Rio de Janeiro Sicherheit Tipps Allein Reisen Frau
    Santa Teresa bei Tag: Ein Künstlerviertel mit vielen Ateliers, Restaurants und kleinen Läden – und relativ ruhig.

    Ich hatte dort ein Airbnb bezogen, neben dem deutschen Konsulat, das rund um die Uhr bewacht wird, das hatte mich in diesem Fall doch etwas beruhigt. Einige Uber-Fahrer wiesen mich nämlich schon darauf hin, dass ich möglicherweise länger auf ein Fahrzeug warten müsse, Santa Teresa wäre nicht gerade beliebt, da außerhalb der typischen Touri-Gegenden wie Copacabana und Ipanema. Nicht viele Fahrer hätten Lust, die kurvigen Bergstraßen auf und ab zu kriechen und außerdem, naja, es wäre ab und an etwas komisch dort…

    Gefährliche Orte in Rio de Janeiro (Beispiele)

    • Copacabana: Zentral gelegen, viele Hotels und der berühmte Strand befinden sich hier. Tückischerweise sieht Copacabana vor allem tagsüber durch das alltägliche Stadtleben relativ sicher aus. Trotzdem sollte man sich hier rund um die Uhr vor Taschendieben in Acht nehmen. Abends gilt wie überall: Maximal nur in den Bars auf der Promenade sitzen, aber auf keinen Fall unten am unbeleuchteten Strand entlanglaufen!
    • Corcovado: Am Corcovado gibt es einen Wanderweg hinauf zur Christusstatue. Achtung: Hier werden gerne mal Touristen überfallen! Unten am Aufstieg ist die Polizei ab und an präsent, aber entlang des Weges ist man auf sich allein gestellt. Nimm hier besser alternative Transportmittel hinauf.
    • Favelas: Favelas nicht auf eigene Faust betreten! Als Nicht-Bewohner fällst du hier sofort auf. Schließe dich einer geführten Tour an, wenn du dich für das Leben in einer Favela interessierst: z.B. gibt es Touren in der Rocinha*, Vidigal* oder Santa Marta*.
    • Centro: Nach Geschäftsschluss wird es im Zentrum von Rio ziemlich schnell ungemütlich! Auch am Wochenende bzw. sonntags: Unbedingt meiden! Die Straßen sind leer und es sind einige zwielichtige Gestalten unterwegs.
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    Ein Abend in Santa Teresa – und ein einschneidendes Erlebnis

    Santa Teresa ist ein auf den ersten Blick ein sehr netter Stadtteil. Früher einmal war es hier finsterer, aber inzwischen haben sich hier viele Künstler und Kreative angesiedelt, durch das Viertel zieht ein angenehmer Vibe, und irgendwie sieht es tagsüber aus wie der Nachwende-Prenzlauer-Berg unter Palmen. Die Straßen sind gesäumt mit Altbauvillen verschiedenster Art; die europäischen Einwanderer, die Anfang des 20. Jahrhunderts hier ihr Zelt aufschlagen haben, haben sich kreuz und quer durch alle Architekturstile selbst verwirklicht.

    Mehr über diesen sehenswerten Stadtteil von Rio de Janeiro findest du hier: Tipps für Santa Teresa

    Gefahren in Rio: Immer im Hinterkopf

    Und dennoch, die kurzen fünf Minuten, die ich von meiner Unterkunft aus in die Bar gehen musste, in der ich verabredet war, hatten doch eine gewisse Spannung in sich. (Absolute Empfehlung: Explorer Bar in Santa Teresa) Es war acht Uhr, schon dunkel, mitten in der Woche, die Straßen bis auf den ein oder anderen Gassigeher menschenleer – und da kamen mir plötzlich zwei Jungs entgegen. Einfach so die Straße hinuntergelaufen. Keine Ahnung, ob die beiden nicht vielleicht doch nur auf dem Weg nach Hause oder so waren.

    Mein Panik-Radar sprang zumindest an, ohne dass ich mich beherrschen konnte, und plötzlich rannte ich so schnell ich konnte, die Straße auf der anderen Seite hoch. Nicht so einfach, bergauf auf steilem Kopfsteinplaster mit glitschigen Sneakern. Es muss ein skurriles Bild gewesen sein. Ich, die panisch den Berg hochstolperte, obwohl rundherum keine Gefahr zu sehen war. Keine Frage, dass ich für die fünf Minuten Fußweg am Ende des Abends ein Uber nahm. Und der Fahrer war auffallend verständnisvoll: „Natürlich nehme ich dich die paar Meter mit!“ Der kannte das wohl schon.

    Die Rio-Panik: Sicherheit durch Vorsichtsmaßnahmen

    Die allgemeine Rio-Panik hatte auch mich erwischt. Aber eben auch nicht unbegründet. Ich denke, dass nur nicht noch mehr an Überfällen und Straßenrauben in Brasilien, aber auch vor allem in Rio passiert, weil Brasilianer selbst auch größere Vorsichtsmaßnahmen treffen. Manchmal offensichtlich mit massiven Metallzäunen um die Eingänge von Apartmenthäusern, mit nach Dunkelheit abgeschlossen Hotellobbys oder Polizei-Checkpoints an touristischen Hotspots. Oft sind es aber auch entsprechende Verhaltensweisen; eine gewisse Vorsicht, die sich in allen Bereichen des Alltags eingeschlichen hat.

    Meine Airbnb-Gastgeberin meinte zum Beispiel, die Umgebung wäre nicht gefährlich, naja, ich wisse schon, man müsse halt schauen, ich sehe außerdem eh nicht aus wie eine Touristin und sie nehme ja immer nur eine Ausweiskopie (in Brasilien herrscht Ausweispflicht zu jeder Zeit) und wenig Geld in einem klitzekleinen Täschchen mit, für den Fall, dass, naja halt. Als ich das Haus mit zwei Gepäckstücken verließ und einen Koffer kurz für ein paar Minuten am angelehnten, offenen Tor, das zudem fast uneinsehbar war, stehen ließ, mitten am hellichten Tag, die Straßen idyllisch, nebenan der Konsul mit seiner 24-Stunden-Wachmannschaft, warnte mich der Nachbar: „Da machen wir aber besser mal zu, nicht, dass jemand auf dumme Gedanken kommt.“

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    Abends in Copacabana: Vorsicht!

    Copacabana, der Stadtteil in dem die meisten Touristen landen, weil Strand und Rio und überhaupt, ist übrigens nicht besser. Hier muss man nach Einbruch der Dunkelheit ebenso eine gewisse Vorsicht walten lassen. Nicht ohne Grund hat der Concierge meines Hotels in Copacabana* nach jedem hinein- oder hinausgehenden Gast die Tür fix abgeschlossen. Einmal, ich unterhielt mich noch mit einer deutschen Bekannten vor der Tür (was mir etwas unangenehm war, meine Rio-Panik sprang wieder an), zwei Touristinnen im hellen Schein eines Hotel auf einer sonst dusteren Straße – oh-oh, hat er so lange nicht die Tür aufgeschlossen, bis ich Anstalten machte, hineinzugehen. Als ob er im Notfall auch nur von seiner sicheren Seite aus zuschauen würde. Denn, naja, so lange im Dunkeln vor der Tür rumstehen, wer macht das schon. Ist doch nicht ohne hier.

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    Als Frau allein in Rio

    Trotzdem gibt es auch in Brasilien gewisse Regeln und Brasilianer sind längst nicht so freizügig, wie man meinen möchte. (Oder hättest du gedacht, dass Oben-Ohne-Baden in Brasilien je nach Location verpönt bis verboten ist?) Als Frau rate ich dir einfach: Sei wachsam, aber auch entspannt, vielleicht will dein Gegenüber wirklich nur ein nettes Gespräch führen oder ein bisschen flirten. Wenn es dir zuviel wird oder du die Situation nicht einschätzen kannst, dann sei aber lieber vorsichtig und folge deinem (Flucht-)Instinkt!

    Rio de Janeiro Sicherheit allein reisen Frau Floresta da Tijuca Rio de Janeiro ist unglaublich grün: In den Nationalparks von Rio kann man wunderbar wandern!

    Rio de Janeiro ist ein Erlebnis für sich, mehrere Male war ich schon dort, und die Stadt fasziniert mich immer wieder auf Neue. Ich möchte auch niemandem Angst machen hinzufahren, allerdings sind ein paar Sicherheitshinweise doch Gold wert. Als Frau allein halte ich es für machbar, allerdings rate ich immer dazu, nicht gerade Brasilien oder gar Rio zu wählen, wenn man vorher noch nie allein gereist ist.

    Ich persönlich sehe auch keinen großen Unterschied, ob man als Frau oder als Mann allein nach Rio reist, wahrscheinlich sind das einzige, was einem als Frau eher widerfährt, zahlreiche offensive Flirtversuche – was ich persönlich nicht weiter schlimm finde. Brasilianer sind von Natur sehr kommunikativ, und brasilianische Männer versuchen es halt einfach gerne mal. Nein heißt aber auch hier nein, und es gibt andere Orte auf der Welt, an denen ich mich schon wesentlich übler bedrängt gefühlt habe, als in Brasilien (z.B. damals in Marrakesch). Im Allgemeinen sollte man sich einfach im Klaren sein, dass hier Körperlichkeit generell eine andere Rolle spielt, auch in nicht-sexuellen Bereichen.

    Suchst du Inspiration für deinen Brasilien-Trip?
    Hier findest du alle Posts über Brasilien

    Sicherheitshinweise für eine Reise nach Rio de Janeiro (nicht nur für Alleinreisende)

    Hier findest du ein paar goldene Regeln für deinen Aufenthalt in Rio:
    (Vieles versteht sich von selbst und ist auch nichts Neues, aber in Rio sollte man einfach Vorsicht walten lassen!)

    Trage keinen auffälligen Schmuck (denk an die Rolex von oben!), Kleidung oder Accessoires.

    An den Strand nur mit einem billigen Handtuch und maximal ein paar Reais für ein Getränk, ansonsten: Nichts! Handy, Kamera, etc. bleiben in der Unterkunft. Auch wenn du mit mehreren Leuten unterwegs bist und einer immer bei den Klamotten bleibt. Du wirst schnell merken: Kein, aber auch wirklich kein Brasilianer geht mit Riesengepäck zum Strand. Verpflegung und Getränke werden in der Regel vor Ort an Buden, Strandbars oder bei vorbeiziehenden Verkäufern erworben.

    Besonders bei auffälligem Kamera-Equipment: Achte darauf, wo du dich befindest! Ich habe meine Kamera, eine Canon 5D Mark IV, tatsächlich in Rio benutzt, was mir sehr viel Bauchweh bereitet hat, da sie ja doch sehr teuer ist. Allerdings hatte ich sie eh schon für Reisen präpariert, damit sie nicht ganz so auffällig wirkt: Ich nutze nie den beiliegenden Kamera-Gurt, auf dem zumindest bei Canon und Nikon nicht nur die Marke, sondern auch das genaue Modell vermerkt ist. (Was in meinem Fall heißen würde: Hallo Dieb, der Alten hier hängen mehrere Tausend Euro um den Hals!) Meistens hängt die Kamera an meinem rückenfreundlichen Überkreuz-Gurt, oder ich nutze alte Gurte von Analogkameras. Außerdem klebe ich alles Verräterische an Kamera und Objektiven mit schwarzem Maskingtape ab. Besonders der rote Ring der L-Objektive von Canon ist ziemlich auffällig und verrät professionelles Equipment sofort.

    Ich habe schließlich eine Tour gebucht, da konnte ich dann sorglos die Kamera nutzen. Solche Bustouren mit kleinen Vans sind übrigens auch bei brasilianischen Touristen sehr beliebt, gute Stimmung ist da garantiert! Empfehle ich auch immer gerne Alleinreisenden, da kommt man schnell in Kontakt – und kann sich sicherheitstechnisch mal richtig entspannen.

    Hier findest du die komplette Tagestour durch Rio de Janeiro mit allen Sehenswürdigkeiten wie Cristo und Zuckerhut!*

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    Achte immer auf deine Handtasche! Packe deine Geldbörse so ein, dass niemand einfach herankommt. Vermeide Rucksäcke oder trage sie vorwiegend vor dem Körper.

    Nehme immer nur eine Ausweiskopie mit (in Brasilien herrscht Ausweispflicht) und lasse deinen Pass in der Unterkunft.

    Hebe immer nur tagsüber und in überwachten Bankvorräumen Geld ab. Achte darauf, ob sich komische Gestalten in der Nähe befinden. Tipp: In Einkaufszentren kann man sicher Geld abheben.

    Nehme auf jeden Fall lieber ein Uber als öffentliche Verkehrsmittel, wenn du mit Gepäck in der Stadt ankommst. Wenn du ganz sicher gehen willst, weil du zum ersten Mal in Rio bist oder direkt müde vom Langstreckenflug kommst, sorge bereits im Voraus für deine Abholung.

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    Achte immer darauf, dass du in den richtigen Wagen einsteigst, wenn du dir ein Uber rufst. Kontrolliere das Kennzeichen!

    Wenn du abends weggehst: Achte immer auf dein Getränk. Vorsicht bei Caipirinha: Ist zwar lecker, aber eben auch purer Schnaps – und angetütert lässt die Aufmerksamkeit nach 🙂

    Verzichte abends auf öffentliche Verkehrsmittel! Uber ist günstig und sicherer.

    Meide das Zentrum von Rio nach Geschäfts- bzw. Büroschluss sowie am Wochenende: Dieser Teil Rios ist dann komplett ausgestorben und es sind viele zwielichtige Gestalten unterwegs! Sogar bei Tageslicht ist es hier am Wochenende sehr gefährlich!

    Vorsicht auch auf einsamen Wanderwegen in den Nationalparks von Rio sowie hinauf zum Corcovado. Laufe in Gruppen und erkundige dich vor Ort nach der aktuellen Lage.

    Komme niemals auf die Idee, allein eine Favela zu erkunden! Wenn du dich für das Leben in der Favela interessierst, kannst du zum Beispiel eine Favela Tour* buchen. Ich habe selbst zwar noch nie eine mitgemacht, aber sie sollen sehr interessant sein und kommen oft auch der Community zu Gute.

    Wenn dir das Schlimmste passieren sollte: Bei Überfällen keine Gegenwehr, keine Diskussion, alles hergeben, danach ab zur Polizei.

    Fazit:
    Generell würde ich nicht von einer Reise nach Rio abraten. Allerdings sollte man sich gerade als Mitteleuropäer darüber bewusst sein, dass man in Rio aufmerksamer reisen muss. In jedem Fall wirst du aber von Rio begeistert sein!

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