Hier auf dem Blog findest Du Tipps für Deine nächste Italien-Reise! Auf der Suche nach den besten Rom Sehenswürdigkeiten? Oder Tipps für Venedig? Dann bist du hier richtig. Italienische Städte können chaotisch sein. Aber ich zeige Dir die besten Ecken, so dass auch Du bald dem Charme Italiens verfallen wirst!
Suchst du eine kleine Insel zum Entspannen? Irgendwie abgelegen, aber doch gut innerhalb Europas zu erreichen und dabei ein Reiseziel, das nicht jeder kennt? Auf Salina findest du den perfekten Ort für ein paar erholsame Tage in absolut atemberaubender Umgebung! Ich zeige dir eine Mittelmeerinsel, die mich mit ihrem Charme wirklich beeindruckt hat – und eine der lauschigsten Unterkünfte, die ich seit langem erleben durfte.
Wo liegt Salina überhaupt?
Salina ist eine kleine Insel im Tyrrhenischen Meer und liegt vor der nördlichen Küste Siziliens. Zusammen mit den sechs weiteren Inseln Stromboli, Lipari, Filicudi, Panarea, Vulcano und Alicudi bildet sie die Inselgruppe der Äolischen Inseln, die oft auch Liparische Inseln genannt werden.
Vielleicht kommt dir der Name Stromboli bekannt vor: Hier hat die Schauspielerin Ingrid Bergman zusammen mit dem Regisseur Roberto Rossellini den avantgardistischen Film „Stromboli“ gedreht, der auch der Insel selbst einen höheren Bekanntheitsgrad verschafft hat. Außerdem befindet sich hier mit dem gleichnamigen Stromboli einer der aktivsten Vulkane der Welt. Regelmäßig bricht er aus. Im Rahmen geführter Touren kannst du bei einer Besteigung sogar selbst diese Ausbrüche beobachten.
Santa Marina ist der lebendige Hauptort der Insel und der wichtigste Ankunftshafen für Fähren. Schon beim Anlegen spürst du das besondere Flair dieses kleinen Hafenstädtchens: Es ist quirlig, aber nicht überlaufen.
Die Hauptstraße, die sich vom Hafen durch den Ort zieht, ist gesäumt von kleinen Boutiquen, Souvenirläden und Cafés. Hier kannst du besonders während der Saison von April bis Oktober gemütlich entlang flanieren und dich von der gelassenen Atmosphäre anstecken lassen.
Malfa: Salina pur
Malfa liegt im Norden der Insel und ist das Zentrum des Weinbaus auf Salina. Hier findest du die berühmten Malvasia-Weinberge. Foodie werden sich sowieso freuen: Salina ist übrigens auch bekannt für seine Kapern! Das Dorf selbst ist klein und gemütlich – und mein persönlicher Tipp, um ein paar Tage auf Salina zu verbringen.
Principe di Salina in Malfa
Ein echtes Boutique-Hotel ist das Principe di Salina*: Familiengeführt und mit viel Liebe zum Detail gestaltet, fühlt man sich hier wie in einem wohligen Nest, das man kaum wieder verlassen möchte.
Im Grunde gibt es hier alles, was man während eines entspannenden Urlaubs braucht: Nette Gesellschaft, atemberaubende Aussichten und – richtig gutes Essen. Gekocht wird hier nämlich jeden Abend groß für alle Gäste, serviert wird am langen Holztisch und alle kommen irgendwie miteinander ins Gespräch.
Das Principe di Salina ist meine absolute Herzensempfehlung. Allerdings gibt es einen Haken: Spontan zu buchen ist in der Regel kaum möglich (ich hatte einfach Riesenglück, weil es schon Saisonende war) – meistens sind schon im Frühjahr alle Zimmer bis Mitte Oktober ausgebucht! Solltest du also Kapazitäten finden, schlag schnell zu. Du wirst es nicht bereuen!
Pollara ist ein kleines, abgelegenes Dorf, das besonders durch den Film „Il Postino“ aus dem Jahr 1994 berühmt geworden ist. Eigentlich spielt der Film, in dem sich die Wege eines einfachen Postboten und dem chilenischen Autor Pablo Neruda kreuzen, auf der Insel Procida bei Neapel.
Aber Pollara mit seinem markanten Halbkrater und den Felsen rundherum hat eine ganz besondere Atmosphäre, so dass es nicht verwundert, dass dieser Ort es bis zur Filmkulisse gebracht hat.
Pollara ist der wohl abgelegenste Ort auf der kleinen Insel Salina, und viele Häuser sind verlassen. Zusammen mit der beeindruckenden Umgebung ergibt sich hier eine ganz besondere Stimmung. Bei gutem Wetter kannst du auch in der Baia di Pollara schwimmen.
Es gibt keinen richtigen Sandstrand, aber das ist auch der Charme dieses Ortes. Wenn du aber so wie ich bei etwas stürmischerem Wetter Pollara besuchst, sei lieber vorsichtig; bei den rauhen Felsen und hohem Wellengang kann es sehr schnell gefährlich werden.
Hilfreiche Tipps für deinen Trip nach Salina
Wann ist die beste Reisezeit für Salina?
Wie immer kommt es ein bisschen darauf an, was du auf der Insel unternehmen möchtest. Möchtest du viel wandern, z.B. durch die Riserva Naturale Orientata oder hinauf auf den Monte Fossa delle Felci, sind die Monate Mai/Juni und September/Oktober besser geeignet. Die Temperaturen sind mild bis warm, aber nicht zu heiß.
Willst du richtiges Sommerfeeling, laue Nächte und ein bisschen Entertainment, dann solltest du Salina im Juli und August besuchen. Dann ist die komplette Gastronomie geöffnet, die Insel ist voller Leben und mit dem mediterranen Klima hast du in diesen Monaten schon nahezu eine Schönwetter-Garantie.
Aber die Insel ist klein und die Anzahl der Unterkünfte ist begrenzt. Vor allem im Sommer ist es sehr schwierig, noch spontan etwas zu finden. Das Preisniveau ist entsprechend hoch und vergleichbar mit Regionen wie der Amalfiküste oder den Cinque Terre.
Von November bis April sind viele Unterkünfte geschlossen. Auch die Fährverbindungen fahren unter Umständen nicht mehr regelmäßig, oder fallen aufgrund der Wetterbedingungen ganz aus.
Ich selbst war übrigens Ende Oktober auf Salina. Das Saisonende war schon sehr spürbar, und die letzten Spätsommertage hatten sich gerade verabschiedet. Die ruhige Atmosphäre hatte schon etwas für sich, trotzdem wäre es mir persönlich ein paar Wochen später schon etwas zu ruhig gewesen – dann ist man wirklich sehr abgeschieden auf Salina.
Wie viele Tage braucht man für Salina?
Wenn du wie ich auch auf Sizilien unterwegs bist, und daher nicht ganz so viel Zeit hast, reichen auch zwei Tage. Salina ist nicht besonders groß, sodass du auch in kurzer Zeit viel erkunden kannst, wenn du gut planst.
Ich würde allerdings noch 1-2 zusätzliche Tage einplanen, wenn es geht. Salina ist nämlich wirklich toll und einfach sehr entspannend; es ist wirklich schade, wenn man die Insel nur gehetzt erlebt. Vor allem, wenn du eine so tolle Unterkunft wie das Principe di Salina* gefunden hast, in der man auch mal die Seele baumeln lassen kann.
Anreise nach Salina
Mit der Fähre nach salina
Auf Salina gibt es keinen Flughafen. Anreisen musst du hier mit der Fähre oder dem Tragflügelboot (Hydrofoil), die von verschiedenen Häfen auf Sizilien, z.B. Milazzo, Palermo oder Messina, abfahren. Die Fahrt von Milazzo ist am schnellsten und dauert etwa 1,5 bis 2 Stunden. Mehrmals täglich gibt es Verbindungen mit den Fährgesellschaften Liberty Lines und Siremar.
Falls du dich bereits auf einer der anderen Äolischen Inseln befindest, kannst du ebenfalls von dort aus mit dem Boot nach Salina übersetzen. Besonders von Lipari, der größten der Inseln, gibt es regelmäßige Verbindungen; die Fahrzeit beträgt nur 30 Minuten.
Mit dem Auto nach Salina
Falls du, wie ich, mit einem Mietwagen auf einem Roadtrip in Sizilien unterwegs bist, empfehle ich dir, das Auto in Milazzo stehen zu lassen. Die Überfahrt mit dem Auto ist sehr teuer, und auf der Insel kannst du dir immer mal ein Auto oder einen Roller mieten. Die meisten Unterkünfte bieten auch Abholservices am Hafen von Salina an. Den Mietwagen für teures Geld mitzunehmen ist also wirklich nicht nötig.
In der Nähe des Hafens von Milazzo gibt es mehrere Garagen, oder auch günstigere Parkplätze mit Shuttle-Service etwas außerhalb. Ich habe meinen Mietwagen für mehrere Tage einfach bei Garage del Porto abgestellt, und der Wagen wurde für mich auf den Parkplatz außerhalb abgestellt und bei der Abholung auch wieder an die Garage gebracht. Problemlos und super easy!
Anreise von außerhalb Siziliens
Wenn du nicht bereits auf Sizilien bist, kannst du entweder nach Catania oder Palermo fliegen und von dort aus mit dem Mietwagen oder dem Bus nach Milazzo fahren. Von Palermo nach Milazzo dauert es etwas länger, dafür kommst du auch an so schönen Orten wie Cefalù vorbei. Von Catania aus bietet sich ein Abstecher nach Taormina an.
Wenn du Zeit hast, kommst du auch mit dem Zug vom italienischen Festland nach Milazzo. Zug fahren in Italien ist recht angenehm, und die Nord-Süd-Verbindung ist oft landschaftlich sehenswert.
Dieser Beitrag entstand im Auftrag einer Recherchereise für Travellers Insight, dem Reiseblog des Flughafen München. Hier findest du weitere Artikel über Sizilien.
Ein bisschen rauh ist sie, die zweitgrößte Stadt Siziliens, und scheint immer ein wenig im Schatten Palermos zu stehen. Aber Catania ist auch unerwartet charmant und definitiv eine Reise wert. Ich zeige dir hier in diesem Artikel Catanias Sehenswürdigkeiten, die du nicht verpassen solltest, und ein paar sehr interessante Geheimtipps!
In Catania gibt es einiges zu sehen und wenn du kannst, plane ruhig ein bisschen mehr Zeit ein, um diese Seite von Sizilien kennenzulernen. Denn auch Catania hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten.
Kathedrale von Catania, Piazza del Duomo & Fontana dell’Elefante
Fast noch markanter als die Kathedrale selbst ist die Fontana dell’Elefante auf der davor liegenden Piazza del Duomo. Der Elefantenbrunnen zeigt den Liotru, Symbol der Stadt Catania.
Um den Liotru ranken sich viele Mythen, am schönsten fand ich die Interpretation als Symbol der Stärke der Einwohner Catania, schweren Naturkatastrophen wie Erdbeben und Vulkanausbrüchen im Laufe der Geschichte zu trotzen.
Piazza dell’Universita
Die große Piazza dell’Universita schließt sich fast gleich der Piazza del Duomo an. Sie markiert auch gleichzeitig den Beginn der Via Etnea. Von hier aus starten viele Walking-Touren durch das Zentrum Catanias.
Beim traditionellen Fischmarkt von Catania bin ich mir bis heute nicht sicher, ob diesen Ort guten Gewissens empfehlen kann: Die vielen halbierten Schwertfische, blutige Fischmesser und ein sehr rustikales Ambiente können die eigene Stimmung schon etwas trüben.
Trotz allem fand ich das Markttreiben super interessant und irgendwie faszinierend. Der Fischmarkt befindet sich direkt hinter der Piazza Duomo, aber der Zugang ist so gut in einer Ecke hinter einem Springbrunnen, der Fontana dell’Amenano, versteckt, dass man glaubt, man betritt eine andere Welt.
Ein paar Treppenstufen unter dem eigentlichen Straßenniveau liegt der eigentliche Fischmarkt mit seinen vielen Ständen, so dass man von oben aus die perfekte Sicht auf das Geschehen hat.
Die hohen Gebäude rundherum mit ihren dunklen Fassaden aus Marmorgestein verleihen dem Markt zusätzliche Atmosphäre.
In den Seitenstraßen rund um den Fischmarkt findest du übrigens weitere Marktstände mit Obst und Gemüse sowie viele kleine, tolle Bars und Restaurants.
Außer dem Teatro Romano findest du mitten in Catania noch eine weitere Ausgrabung. Das Anfiteatro Romano an der Piazza Stesicoro kannst du gegen eine kleine Gebühr besichtigen.
Via Etnea
Im Gegensatz zur Via Maqueda, der zentralen Einkaufstraße in Palermo, ist die Via Etnea in Catania eher schmucklos. Nur zum Teil Fußgängerzone, lädt die Via Etnea nicht unbedingt ganz so doll zum Bummeln ein. Allerdings kommt der Name nicht von ungefähr: Von der Via Etnea aus siehst du bei gutem Wetter den Gipfel des Ätna!
Via Crociferi
Ein besseres Beispiel für barocke Architektur in Sizilien auf so engem Raum gibt es kaum: Die Via Crociferi wurde nach dem Erdbeben von 1693 erbaut, wurde zu dieser Zeit zu einem der wichtigsten städtebaulichen Projekte in Catania. Hier reihen sich barocke Kirchen und Klöster nur so aneinander.
Castello Ursino
Mitten in der Stadt wirst du auch auf das Castello Ursino stossen. Die mittelalterliche Festung wurde im 13. Jahrhundert unter der Herrschaft von Friedrich II. von Hohenstaufen erbaut, um Catania gegen Angriffe zu schützen.
Die enorme Größe und massive Bauweise mutet hier an der heutigen Stelle kurios an, passt die Festung so gar nicht zum restlichen Stadtbild. Bei seiner Erbauung jedoch befand sich das Castello Ursino direkt am Wasser! Durch eine großen Ausbruch des Ätnas im Jahr 1669 allerdings strömte Lava rund um die Festung und sorgte dafür, dass sich die Küstenlinie verschob.
Essen & Trinken in Catania
Scirocco Sicilian Fish Lab
Mit dem Scirocco hat der Street-Food-Hype in Catania erst so richtig angefangen: Was einst als kleine Bude am Rand des Fischmarkts begann, ist heute DER Anlaufpunkt für Fisch & Meeresfrüchte auf die Hand.
Wenn du nach dem blutigen Fischmarkt-Spektakel noch etwas runterbekommst, gibt es keinen besseren Ort als das Scirocco für einen kleinen Snack zwischendurch. Oder du kommst einfach nochmal abends wieder.
Mooddika
Eine kleine Überraschung war das Mooddika. Eigentlich hatte ich hier, in einer Seitenstraße nahe der zentralen Piazza dell’Università eine langweilige Touristenfalle erwartet, und bin eigentlich nur aus Bequemlichkeit dort gelandet.
Aber die Pasta war überraschend frisch und überragend lecker – und auch sonst war das Ambiente aus Bar, Restaurant und Salumeria sehr angenehm. Absolute Empfehlung!
Ich war auf einem großen Roadtrip durch Sizilien unterwegs, und daher habe ich mich besonders gefreut, als ich ein absolutes zentrales Boutique-Hotel mit angeschlossenem Stellplatz gefunden habe.
Das B&B Palazzo Bruca* befindet sich in einem altem Palazzo und ist nur wenige Meter von der Piazza del Duomo entfernt. Wenn du also eine zentrale Unterkunft in Catania suchst, bist du hier genau richtig!
Durch die Nähe zum Ätna kannst du von Catania aus sehr gut Ausflüge auf den immer noch aktiven Vulkan unternehmen. Du fährst mit einer Seilbahn hinauf bis zur Bergstation, von dort aus geht es mit einem Jeep weiter hoch – alternativ kannst du aber auch gleich die Wanderung beginnen.
Ich empfehle dir unbedingt eine geführte Tour. Auf dem Ätna kann sich das Wetter schnell ändern, die Wege sind nicht unbedingt gesichert und zu Orientierungsschwierigkeiten in den weiten Lavafeldern können auf einer Höhe von bis zu knapp 3000 Metern auch durch Höhenkrankheit verursachte Beschwerden hinzukommen. Hier einen ortskundigen Guide dabei zu haben, ist Gold wert.
Willst du den Ätna nicht hoch, dann kannst du den Vulkan auch mit der Ferrovia Circumetnea fast komplett umrunden. Die letzte Schmalspurbahn Siziliens versprüht absolute Retro-Vibes und fährt viele kleine Ortschaften rund um den Ätna an.
Die Ferrovia Circumetnea startet in Catania am Bahnhof Borgo in der nördlichen Innenstadt.
Von Catania aus kannst du auch viele weitere interessante Orte an der Ostküste Siziliens erreichen. Der romantische Bergort Taormina zum Beispiel ist nur 50 Kilometer von Catania entfernt.
Tipp: Spare dir die Parkplatzsuche mit dem Mietwagen durch enge Straßen in Taormina oder komplizierte Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln und buche gleich eine Tagestour ab Catania!
Damit du dich schnell in Catania zurechtfindest, habe ich dir hier eine Karte mit allen Tipps aus diesem Artikel zusammengestellt. Du kannst sie dir auch ganz einfach herunterladen und dann auf deinem Handy unterwegs nutzen.
Dieser Post entstand auf einer Recherchereise durch Sizilien für Travellers Insight, dem Reiseblog des Flughafen München. Hier findest du weitere spannende Tipps für Sizilien, Trapani & Palermo.
Gelegen an der Ostküste Siziliens und gesegnet mit traumhaften Aussichten auf den imposanten Ätna und das azurblaue Ionische Meer, ist das kleine Bergdorf Taormina schon immer ein Besuchermagnet gewesen. Und das kann manchmal mehr Fluch als Segen sein. In meinem großen Guide zeige ich dir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Taorminas und verrate dir, ob sich ein Abstecher nach Taormina auf deiner Sizilien-Reise wirklich lohnt.
Das musst du in Taormina unbedingt machen:
Über den Corso Umberto flanieren
Vom Teatro Greco aus den riesigen Ätna bewundern
In der Bam Bar Granita schlürfen
In Taormina lohnt es sich, auch mal in die kleinen Seitenstraßen zu schauen. Oft konzentrieren sich die meisten Besucher auf den Corso Umberto und das Teatro Greco. Beides ist zwar sehr sehenswert, aber Taormina hat noch einiges mehr an Charme zu bieten.
Sehenswürdigkeiten in Taormina
Taormina ist recht übersichtlich. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Zentrum kannst du daher locker an einem Tag erkunden und dabei gleichzeitig die Atmosphäre dieses besonderen Ortes auf Sizilien genießen.
Corso Umberto I
Der Corso Umberto I ist die Lebensader Taorminas. Gesäumt von mittelalterlichen und florentinischen Gebäuden kannst du flanieren, was das Zeug hält. Hier findest du kleine Boutiquen und Luxusmarken wie Dior oder Louis Vuitton, langweilige Läden mit Kram für Touristen, aber auch noch einige kleine, urige Geschäfte.
Daneu 1885 Alteingesssenes Geschäft für Heimtextilien und ein bisschen Keramik mit nostalgischem Flair
Di Blasi Typisch sizilianische Keramik und der kleine Laden an sich ist schon eine eine einzige Sehenswürdigkeit
Tipp: Willst du so richtig Jetset-Luft auf dem Corso Umberto atmen, solltest du im Louis Vuitton Café by Timeo eine kleine Pause vom Sightseeing einlegen. Das Café gehört zum Belmond Grand Hotel Timeo*, das wiederum ebenfalls zur LVMH-Gruppe gehört.
Im Café kannst du in Louis-Vuitton-Dekoration einen traumhaften Blick aufs Meer genießen – hätte ich an dem Tag in Taormina nicht mein legeres Sightseeingoutfit angehabt, wäre ich sicherlich hier versackt. (Bisschen schicker sollte man hier leider doch auftauchen, da man wohl leider sonst gerne mal abgewiesen oder blasiert ignoriert wird.)
Piazza IX Aprile
Die Piazza IX Aprile bietet einen der beliebtesten Aussichtspunkte von Taormina und ist immer gut besucht. Der Platz ist aber sehr groß, so dass sich die Touristenmassen hier auch in der Hochsaison gut verteilen. Und das Schachbrettmuster macht sich gut auf jedem Erinnerungfotos!
Porta Messina & Porta Catania
Zwei Stadttore bilden Anfang und Ende des Corso Umberto I. Das nördliche Ende wird durch die Porta Messina markiert. Im Süden befindet sich die etwas imposante Porta Messina. Beide sind Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung Taorminas, die seinerzeit von den Arabern zum Schutz vor Eindringlingen errichtet wurde.
Die Tore dienen auch gerne als Treffpunkt für Touren durch Taormina.
Teatro Greco
Das antike griechische Theater, das Teatro Greco, ist eine absolut beeindruckende Location in Taormina, die du dir auf keinen Fall entgegen lassen solltest. Der Eintritt ist zwar schon ordentlich hoch, aber die Aussicht von den Rängen auf die Stadt, das Meer und den Ätna ist einfach einmalig.
Das Theater wurde ursprünglich von den Griechen im 3.Jh. v.Chr. errichtet, später von den Römern genutzt und im 2. Jh. n.Chr. in eine Arena für Gladiatorenkämpfe umgebaut.
Abends finden immer wieder hier große Events und Konzerte statt. Die Atmosphäre mit dieser Kulisse im Hintergrund muss unglaublich faszinierend sein – wenn du Zeit hast, erkundige dich vor Ort nach aktuellen Veranstaltungen.
Der Duomo di Taormina stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist von außen eher schlicht gehalten. An der geradlinigen Architektur erkennst du auch gut die normannischen Einflüsse. Besonders hübsch ist der Platz davor mit dem barocken Springbrunnen.
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Naumachie
In einer kleinen Seitenstraße abseits des Corso Umberto findest du eine ganz besondere Sehenswürdigkeit in Taormina: Die Naumachie ist eine ca. 120 Meter lange und 5 Meter hohe massive Backsteinmauer, die wohl einst die Abgrenzung einer Sportstätte bildete, in der Athleten trainierten.
Villa Comunale
Taormina kann tagsüber ganz schön anstrengend sein, vor allem, wenn du an neuralgischen Punkten wie dem Corso Umberto oder dem Teatro Greco immer wieder zwischen Touren von Kreuzfahrttouristen gerätst.
Da sind die Gärten der Villa Comunale eine wahre Oase der Ruhe und eine perfekte Möglichkeit, mal durchzuschnaufen. Nebenbei hast du hier aber auch eine tolle Aussicht auf das Meer und die Küste.
Ursprünglich waren die Gärten im Besitz von Lady Florence Travelyan, einer englischen Adligen, der auch die Isola Bella gehörte. Wie auch die Isola Bella gehört der Park jedoch jetzt der Stadt Taormina und ist öffentlich zugänglich.
Besonders auffallend sind die orientalischen angehauchten kleinen Gebäude, die „Beehives„. Diese wurden früher zur Vogelbeobachtung oder für den Afternoon Tea genutzt, sind aber derzeit nicht begehbar und leider in nicht mehr so gutem Zustand.
Via degli Artisti
Ein tolles Fotomotiv in Taormina ist auch die Via degli Artisti. Hier findest du Galerien, Murals und bunt gestaltete Häuserfassaden.
Isola Bella
Die Isola Bella ist eine kleine Insel vor dem Strand von Mazzaró. Durch eine kleine Sandbank ist sie mit dem Strand verbunden und kann so zu Fuß erreicht werden. Je nach Gezeiten werden die Füße aber mal oder weniger nass, ziehe also am besten etwas an, was man gut hochkrempeln kann oder wirf dich am besten gleich in ein Strandoutfit.
Die Insel selbst ist Naturschutzgebiet und ein Teil kann gegen ein paar Euro Gebühr besichtigt werden.
Zum Baden fand ich persönlich den Strand von Mazzaró aber nicht besonders schön. Ein großer Teil des Strandes wird von Hotels bzw. Strandbars in Beschlag genommen. Und statt Sandstrand findest du hier grobe Kiesel.
Der Blick auf die Isola Bella ist dennoch sehr schön und der elegante Vibe im La Plage Resort* haben mich dann doch noch dazu verführt, mich hier für einen kühlen Drink niederzulassen – ist allerdings nicht gerade günstig, und hier einen kompletten Urlaub zu verbringen, wäre nicht meins.
Essen & Trinken in Taormina
In Taormina wirst du jede Menge Cafés und Restaurants finden. Leider ist das Preisniveau hier wesentlich höher und auch bei der Qualität musst du ziemlich aufpassen: Touristenfallen sind hier keine Seltenheit.
Hier habe ich ein paar Tipps, die dich bestimmt nicht enttäuschen werden und in denen du typisch sizilianische Spezialitäten ohne Touri-Ambiente genießen kannst!
Taverna Don Nino Diese kleine, gemütliche Taverna befindet sich in der Nähe der Villa Comunale und ziemlich abseits vom Trubel. Ein absoluter Geheimtipp! Auf der Speisekarte finden sich nur ganze zwei Pasta-Gerichte: Pasta alla Norma (Tomate, Aubergine und Ricotta) und Pasta mit Pistaziencreme und Speck, aber die sind dafür richtig, richtig gut und für Taormina sehr günstig. Absolute Empfehlung zum Lunch!
Bam Bar In der Bam Bar gibt’s typisch sizilianische Granita, Brioche und Kaffee in buntem Ambiente – perfekt für etwas Süßes zwischendurch.
Chapeau Auf dem Corso Umberto tobt abends natürlich das Leben, aber richtig atmosphärisch kann man im Chaplin sitzen, dessen Terrasse sich etwas versteckt über eine Treppe seitlich des Duomo erstreckt. Und die Cocktails sind top!
Casamatta Kleine, moderne Weinbar mit ungezwungener Atmosphäre. Auch tagsüber geöffnet.
Budget-Tipp: In der Rosticceria Da Cristina 2 gibt es immer frische und gute Pizza vom Blech, leckeres Street Food wie z.B. Arancine und günstige Tagesgerichte!
Falls du ein bisschen mehr über sizilianischen Wein erfahren willst, ist ein Trip nach Taormina eine gute Gelegenheit, um an einer Weinverkostung teilzunehmen:
Taormina gehört definitiv zu den teuersten Flecken Siziliens. Somit sind Unterkünfte hier auch nicht gerade günstig und das Preis-Leistungsverhältnis lässt oft zu wünschen übrig.
Falls du dich aber gerne mit einer etwas hochpreisigeren Unterkunft verwöhnen willst, bist du in Taormina genau richtig! Hier findest du wunderschöne Boutiquehotels oder Luxushotels wie das aus der Netflix-Serie „White Lotus“ bekannte San Domenico Palace*.
Willst du z.B. mittendrin, aber trotzdem stilvoll und cozy übernachten, solltest du dir das Taodomus Small Boutique Hotel* ansehen. Es hat nur wenige Zimmer, frühzeitig reservieren ist Pflicht.
Ich war nur auf der Durchreise und habe leider mit meiner ersten Unterkunft voll ins Klo gegriffen: Zu teuer, zu unfreundlich, zu dreckig. Deswegen bin ich nochmal umgezogen, und die Unterkunft kann ich wirklich empfehlen:
Budget-Tipp: Etwas außerhalb des Zentrums, aber in Laufweite der Talstation der Seilbahn und der Isola Bella entfernt, habe ich eine urige Pension in einer alten Stadtvilla entdeckt. Die Villa Moschella* ist zwar etwas in die Jahre gekommen, aber wirklich sehr gepflegt – und die Lage ist unschlagbar. Achtung: Die Zimmer sind wirklich sehr beliebt und schnell ausgebucht!
Taormina ist obgleich seiner Lage an einem Berghang relativ gut zu erreichen. Von vielen Orten aus, z.B. ab Catania, werden Tagesausflüge angeboten. Du kannst aber auch auf eigene Faust mit dem Zug zum Bahnhof Taormina-Giardini fahren. Von dort aus fahren Busse hinauf ins Zentrum.
Seilbahn von Taormina
Der Strand von Mazzaró ist wiederum mit der Seilbahn aus dem Zentrum Taorminas zu erreichen. Während der Saison fährt die Seilbahn bis spät in die Nacht hinein, sodass du auch problemlos laue Sommernächte in der atmosphärischen Altstadt genießen kannst und danach noch zurück in dein Strandhotel kommst.
Autofahren in Taormina kann der blanke Horror sein: Die Zufahrtsstraßen sind mitunter kurvig, eng und überfüllt. In der Hochsaison muss man sich zusätzlich mit diversen Reisebussen die schmalen Straßen teilen und die Straßen, die man im Ortskern befahren darf, sind oft Einbahnstraßen.
So kannst du Stress bei der Anreise mit dem Auto vermeiden:
Steuere direkt die Porta Catania an. Dort befindet sich ein mehrstöckiges, großes Parkhaus, wo du die besten Chancen hast, nah am Corso Umberto einen Parkplatz zu finden. Leider sind die Auffahrten relativ eng und man muss mitunter viele Stockwerke hinauf fahren. Lage ist aber unschlagbar.
Rund um Taormina findest du viele Parkplätze, die einen Shuttle-Service anbieten.
Auch rund um die Talstation der Seilbahn befinden sich einige Parkplätze.
Von vielen Orten aus werden auch Tagesausflüge nach Taormina angeboten, so kannst du den Mietwagen/dein Auto einfach stehenlassen.
Übernachtest du in Taormina und bist mit dem Mietwagen unterwegs? Erkundige dich vorher, ob ein Stellplatz verfügbar ist.
Taormina ist ein bisschen verschrien: Es ist posh, gleichzeitig sehr überlaufen und so wirklich Sizilien-Stimmung will irgendwie nicht aufkommen. Und legen im benachbarten Naxos die großen Kreuzfahrtschiffe an, wird es erst recht voll.
Trotzdem ist Taormina wirklich sehr charmant, und wenn du hier einigen Tipps aus meinem Guide folgst, wirst du sicherlich auch die ein oder andere weniger überlaufene Ecke finden. Auch das abendliche Taormina solltest du einmal erlebt haben: Die stimmungsvoll beleuchtete Altstadt am Abend ist wirklich romantisch.
Allerdings würde ich nicht allzu viel Zeit hier verbringen wollen, dafür ist es einfach zu touristisch und Sizilien hat einfach noch so viel mehr zu bieten! Also: Ausflug definitiv, länger nein.
Hier findest du eine Karte mit allen Locations aus diesem Artikel. Perfekt zum Abspeichern für deinen Trip!
Dieser Post entstand auf einer Recherchereise durch Sizilien für Travellers Insight, dem Reiseblog des Flughafen München. Hier findet ihr weitere spannende Tipps für Sizilien, Trapani & Palermo.
Sizilien hat mich umgehauen: Die größte Mittelmeerinsel ist so unglaublich vielseitig und faszinierend. Du findest hier pulsierende Städte wie Catania oder Palermo, traumhafte Strände und Buchten, aber auch historische Stätten aus allen Epochen. In diesem Artikel findest du meine Auswahl der 20 schönsten Sehenswürdigkeiten auf Sizilien. Perfekt, um dich zu einer Reise nach Sizilien inspirieren zu lassen oder um gleich deine Reiseroute zu gestalten.
Das Wichtigste auf einen Blick
Sizilien verfügt über eine lange und bewegte Geschichte, daher findest du hier in Architektur und Kultur sogar Einflüsse der alten Griechen, Normannen und Araber.
Der Ätna, Europas höchster aktiver Vulkan, bietet beeindruckende Wanderungen und Tagesausflüge in spektakulärer Kulisse.
Auf Sizilien gibt es jede Menge Städte und Dörfer mit einzigartigem Charme, wie z.B. Palermo, Taormina und Cefalù – allesamt sehenswert!
Sizilien Sehenswürdigkeiten: Das musst du sehen
Sizilien ist ein Reiseziel für alle Sinne: Die Landschaft ist beeindruckend, die Sizilianer aufgeschlossen – und oh mein Gott, das Essen überall einfach köstlich! Allein dafür lohnt sich schon eine Reise nach Sizilien. Aber auch sonst wartet die größte Mittelmeerinsel mit tollen Sehenswürdigkeiten auf. Du kannst Naturwunder wie die hell leuchtende Scala dei Turchi oder den Ätna, Europas höchsten Vulkan entdecken.
Und vom sizilianischen Barock im Val di Noto oder den antiken Tempeln bei Agrigent sind nicht nur Geschichtsfans begeistert. Solltest du von Geschichte genug haben, kannst du dich einfach ins trubelige Hier und Jetzt der Hauptstadt Palermo stürzen und eine der aufregendsten Städte Europas erkunden. In Sizilien wird dir garantiert nicht langweilig!
1. Der Ätna – Europas höchster Vulkan
Schon mal auf einem Vulkan gestanden? Der Ätna ist nicht irgendein Vulkan – er ist Europas höchster und zugleich einer der aktivsten Vulkane. Von weitem ist er schon zu sehen, an Tagen mit guter Sicht siehst du ihn z.B. sogar, wenn du mitten im Zentrum von Catania auf dem Piazza del Duomo stehst oder vom antiken Theater in Taormina aus.
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Da der Ätna immer noch ein aktiver Vulkan ist, solltest du ihn nur innerhalb einer organisierten Tour besteigen. Die meisten Touren beinhalten eine Fahrt mit der Seilbahn Funivia dell’Etna und einen erfahrenen Bergführer, der dich sicher an die besten Stellen begleitet.
An Palermo scheiden sich die Geister – was ich persönlich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Denn für mich zählt Palermo zu den aufregendsten Städten Italiens oder gar Europas. Die Stadt ist so voller Leben, ohne dabei einschüchternd zu sein; rund um die Uhr ist hier immer Betrieb – auf den Straßen wird getanzt, musiziert und gelebt.
Auf engstem Raum kannst du in der Altstadt Palermos die spannende Geschichte Siziliens durch alle Epochen erkunden, denn in den verschiedenen Architekturstilen findest du u.a. normannische, arabische und byzantinische Einflüsse wieder.
Und es gibt kaum einen besseren Ort so viele sizilianische Spezialitäten auf einmal zu probieren: Das Street Food auf den Märkten Palermos ist einfach legendär.
3. Mondello: Der Stadtstrand von Palermo
Im Sommer triffst du hier an den Wochenenden wohl ganz Palermo: Mondello ist sozusagen der Stadtstrand der sizilianischen Hauptstadt. Hier wird flaniert, gesonnt und im wirklich türkisblauen Wasser gebadet.
Und na klar, sizilianisches Street Food darf nicht fehlen: An den Imbissbuden gibt es leckere Arancini – die gefüllte Reisbällchen gehören zum typischen Strandsnack an einem heißen Sommertag.
4. Cefalù – Küstenidylle und normannische Architektur
Cefalù ist nur eine Autostunde von Palermo entfernt und gehört definitiv zu meinen Lieblingsorten auf Sizilien. Das kleine Fischerdorf hat sich den Charme alter Tage bewahren können und ist heute die perfekte Mischung aus Strand, Kultur und Ferienstimmung: Die perfekte Wahl für einen Sizilien Urlaub!
In der nahezu autofreien Innenstadt bildet die normannische Kathedrale das Zentrum Cefalús. Hier kannst du auf der großen Piazza Cappuccino schlürfen und dann direkt zum kleinen Strand am alten Hafen von Cefalú spazieren, um dich im türkisblauen Meer zu erfrischen. Und dann ist da noch die Rocca di Cefalù, der Hausberg der Stadt, der über allem thront und den du sogar über einen Wanderweg erklimmen kannst.
5. Taormina – Die Perle Siziliens
Wenn es um die schönsten Orte Siziliens geht, wird Taormina oft erwähnt. Hoch auf einem Hügel gelegen, bietet der Ort mit seiner charmanten Altstadt Ausblicke, die dich umhauen werden.
Das antike Theater gehört außerdem zu den Top-Sehenswürdigkeiten Siziliens. Hier erfährst du nicht nur mehr über die lange Geschichte Taorminas, sondern du hast auch eine grandiose Aussicht auf den Ätna und den Golf von Giardini-Naxos.
Allerdings wird Taormina während der Saison von Touristen regelrecht überflutet. Im nahegelegenen Giardini-Naxos legen außerdem viele Kreuzfahrtschiffe an, so dass es tagsüber in der überschaubaren Altstadt recht eng werden kann. Trotzdem ist Taormina wirklich hübsch und ich würde dir zumindest einen Ausflug hierher auf jeden Fall empfehlen.
In Siracusa kannst du Siziliens Geschichte hautnah erleben. Im archäologischen Park Neapolis kannst du das antike griechische Theater besichtigen und das Ohr des Dionysius erkunden.
Die Altstadt von befindet sich auf der Insel Ortigia, wo durch die alten, engen Gassen schlendern kannst. Von der normannischen Festung bis hin zu den antiken Tempeln – Ortigia ist einfach wie ein großes Freilichtmuseum.
7. Das Tal der Tempel bei Agrigent
Das Tal der Tempel bei Agrigent ist kurioserweise kein Tal, sondern eine Anhöhe. An Tagen mit guter Sicht kannst von hier aus sogar das Meer sehen!
Im Tal der Tempel findest du beeindruckende Überreste der alten Griechen auf Sizilien wie den Concordia-Tempel, der zu den am besten erhaltenen griechischen Tempeln überhaupt zählt, den Heratempel und den Tempel des Olympischen Zeus, einst einer der größten Tempel der Antike.
Besonders eindrucksvoll ist das Tal der Tempel bei Nacht, wenn die Bauten speziell beleuchtet werden.
8. Noto
Noto ist wie ein kleiner Schatz im gleichnamigen Val di Noto. Hier findest du einige der sizilianischen Barockstädte, die mittlerweile zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Mich persönlich hat Noto am meisten beeindruckt: Die kleine Altstadt ist übersichtlich, aber dennoch gespickt mit hübschen Cafés, tollen Restaurants und na klar, richtig toller, barocker Architektur.
Und wirklich atemberaubend ist es, den Sonnenuntergang auf einer der Kirchtürme zu erleben. Das warme Sonnenlicht umhüllt dann die gesamte Stadt und verleiht dem Sandstein der Gebäude ein goldenes Leuchten.
9. Riserva naturale orientata dello Zingaro
Wenn du pure Natur und Stille suchst, dann bist du in der Riserva dello Zingaro genau richtig. Im Naturschutzgebiet im Nordwesten Siziliens gibt es nichts außer atemberaubender Landschaft und traumhaften Badebuchten.
Mehrere Wanderwege führen durch das Reservat, das sich zwischen Castellamare di Golfo und San Vito Lo Capo befindet. Ursprünglich war hier eine Küstenstraße geplant, aber durch die kontinuierlichen Proteste der Anwohner wurden die Pläne verworfen und die Region nun für immer geschützt – auch zum Glück aller Sizilienbesucher, denn der Zingaro ist wirklich beeindruckend.
10. Äolische Inseln/ Liparische Inseln
Die Äolischen Inseln sind ein echter Geheimtipp, wenn du Natur und vor allem Vulkane liebst. Die wohl bekannteste der Äolischen Inseln (die übrigens auch Liparische Inseln genannt werden) ist Stromboli.
Der gleichnamige Vulkan der Insel ist einer der aktivsten der Welt und kann im Rahmen einer geführten Wanderung* bestiegen werden. Vom Festland aus gibt es auch komplette Bootstouren, bei denen man Stromboli und umliegende Inseln erkundet und mit etwas Glück später bei Dunkelheit die vom Vulkan herunterlaufende Lava vom Meer aus sehen kann.
Besonders empfehlen kann ich dir aber einen der bestgehütesten Geheimtipps der Äolischen Inseln: Auf Salina betrittst du wirklich eine andere Welt.
Die kleine Insel ist ebenfalls vulkanischen Ursprungs und wird von großen Touristenmassen eher links liegen gelassen. Du findest hier feine, lauschige Boutiquehotels wie das Principe Di Salina* und erholsame Natur – perfekt zum Abschalten!
11. Trapani und seine Salinen
Trapani ist ein echter Underdog unter den Küstenorten Siziliens. Viele Touristen schenken Trapani nicht besonders viel Aufmerksamkeit und setzen von hier nur auf die Ägadischen Inseln über.
Aber die Altstadt von Trapani hat wirklich einige Schätze zu bieten und punktet in Sachen Architektur und Kulinarik mit alten arabischen Einflüssen. Eine spannende Mischung!
Richtig toll sind auch die Salinen vor den Toren der Stadt. In der weitläufigen Lagunenlandschaft kannst du sogar wilde Flamingos sehen! Und ein Sonnenuntergang mit Blick auf das Meer ist von hier aus unvergesslich.
12. Ägadischen Inseln
Von Trapani aus kommst du auch am besten auf die Ägadischen Inseln, bestehend aus Favignana, Marettimo und Levanzo. Besonders Favignana ist einen Abstecher wert.
Die Insel wirkte für mich wie eine Mischung aus Ibiza und Sylt: Viel Natur, traumhafte Strände, kristallklares Wasser – aber auch mediterranes, entspanntes Nightlife mit tollen Restaurants und Cocktailbars im kleinen Hauptort.
Die charakteristischen Tuffsteinhöhlen und die ehemalige Thunfischfabrik Ex Stabilimento Florio delle tonnare sind nur einige der Sehenswürdigkeiten, die du auf Favignana entdecken kannst.
13. Catania
Catania, die zweitgrößte Stadt auf Sizilien, strotzt nur so vor Energie. Auffallend sind aber auch die vielen dunklen Gebäudefassaden: Für viele Bauten wurde vom Ätna stammendes Lavagestein verwendet, was der Stadt ihr unverwechselbares Flair verleiht.
Auch hier findest du mit den römischen Theatern ein Stück der weit zurück reichenden Geschichte Siziliens.
Richtig spannend ist aber auch das heutige Catania: Auf dem Fischmarkt, der sich mitten im Zentrum hinter der Piazza del Duomo befindet, geht es fast jeden Tag richtig zur Sache, wenn der frisch gefangene Fisch unter die Leute gebracht wird.
Rundherum findest du aber auch tolle Bars und Restaurants, in denen du bis spät in den Abend hinein den typisch sizilianischen Trubel genießen kannst.
Einst spielte der Thunfischfang auf Sizilien eine große Rolle: Ganze Familien lebten über Generationen von der blutigen Mattanza. Auf dem Weg zu ihren Laichplätzen schwimmen die Thunfischschwärme im Mai an Sizilien vorbei. Vor der Küste werden sie durch ein ausklügeltes System an Netzen geleitet und schließlich gefangen.
Durch die Überfischung des Mittelmeeres ist der Thunfischfang auf Sizilien allerdings stark zurückgegangen und vielerorts wurde die Fischerei aufgegeben.
Heute ist die Tonnara di Scopello einer der beliebstesten Instagram-Spots Sizillien: Die kleine Bucht mit den davorliegenden Felsen ist einfach ein schönes Fotomotiv. In der alten Tonnara selbst befindet sich heute ein hübsches Boutique-Hotel und ein kleines Museum, das auch von Tagesbesuchern nach Anmeldung besichtigt werden kann.
15. Marzamemi
Das Fischerdorf Marzamemi ist zwar kein absoluter Geheimtipp mehr, dennoch findet nur ein Bruchteil der Sizilien-Urlauber hierher an den südöstlichen Zipfel der Insel. Die Region rund um Marzamemi ist nur schwach besiedelt und der Ort selbst hat sich seinen ursprünglichen Charme bewahrt – die perfekten Voraussetzungen also für einen entspannten Aufenthalt.
Rund um Marzamemi findest du übrigens auch weitläufige Strände und ein Naturschutzgebiet mit Flamingos und viele anderen Wildvögeln.
Spannend: Die ehemalige Thunfischfabrik wurde zu einem kleinen Ausflugsziel umfunktioniert! Bunt dekorierte Restaurants, kleine Boutiquen und Delikatessengeschäfte reihen sich hier aneinander.
16. Scala dei Turchi
Die Scala dei Turchi ist ein echtes Naturwunder: Die strahlend weiße Kalksteinklippe fällt wie eine Treppe ins Meer hinein. Bis vor einiger Zeit konnte man einfach zu Fuß auf die Felsen hinauf.
Da es in der Vergangenheit aber immer wieder zu Vandalismus kam, sind die Felsen jetzt weiträumig abgeriegelt und du kannst sie nur mit einigem Abstand bestaunen.
Rundherum gibt es jedoch einige Strände, an denen du gut baden kannst. Besonders schön ist der Blick von und auf die Scala dei Turchi bei Sonnenuntergang, wenn das Sonnenlicht vom hellen Kalkstein reflektiert wird.
17. Ragusa
Ragusa besteht aus zwei Teilen: Seit dem schweren Erdbeben in Sizilien 1693 ist die Stadt durch eine Schlucht getrennt. Der oben gelegene Teil nennt sich Ragusa Superiore, die Unterstadt Ragusa Ibla.
Den Großteil der sehenswerten Barockbauten findest du in Ragusa Ibla. Hier kannst du durch romantische Gassen flanieren oder einfach nur in den einladenden Giardini Iblei entspannen.
Wenn du mit dem Mietwagen unterwegs bist, kannst du in den kurvigen Bergstraßen rund um Ragusa immer wieder an Aussichtspunkten halten, um die unvergleichliche Aussicht auf das Tal zu genießen.
Modica ist ebenfalls eine der Barockstädte im Val di Noto. Allerdings ist sie etwas weniger touristisch als z.B. Noto oder Ragusa Ibla. Dennoch gibt es in Modica einiges zu entdecken, allem voran einer berühmten Süßigkeit – Schokolade aus Modica ist nicht nur berühmt, sondern auch richtig lecker.
Das Besondere: Der Kakao wird kalt verarbeitet, somit löst sich der enthaltene Zucker nicht komplett auf und die Schokolade erhält eine ganz andere Textur. Unbedingt probieren!
19. San Vito Lo Capo
San Vito Lo Capo, bekannt für seinen wunderschönen Sandstrand und die entspannte Atmosphäre, ist der Inbegriff eines perfekten Badeortes. Neben Sonnenbaden und Schwimmen kannst du hier auch zahlreiche Wassersportarten ausprobieren.
Oder du fährst mit dem Boot hinaus und erkundest die Badebuchten der nahegelenen Riserva dello Zingaro vom Wasser aus.
20. Sizilianisches Street Food
Besonders auf den Straßen Catanias und Palermos kannst du das berühmte sizilianische Street Food kennenlernen . Die vielen, zumeist frittierten Leckereien und die Stände, an denen sie zubereitet werden, sind schon eine Sehenswürdigkeit für sich.
Die meisten Gerichte sind sehr sättigend, also bring genug Hunger mit. Beliebt sind z.B. Arancini (gefüllte Reisbällchen) oder Pani Ca Meusa (Brötchen mit Kalbsmilz).
Sizilien ist wirklich sehr groß. Um die meisten Sehenswürdigkeiten der Insel entspannt zu besuchen, empfehle ich, mindestens drei, besser vier Wochen einzuplanen. Oder du entscheidest dich nur für einen bestimmten Teil Siziliens. Praktischerweise befinden sich die beiden großen Flughäfen Catania und Palermo sozusagen an zwei verschiedenen Enden der Insel: Willst du die Ostküste Siziliens erkunden, fliege am besten gleich nach Catania; von Palermo aus erreichst du gut Cefalù oder Trapani mit den Ägadischen Inseln.
Sowohl Catania als auch Palermo werden von vielen großen Airlines bedient, u.a. Lufthansa* und Eurowings* fliegen Sizilien ab vielen Flughäfen in Deutschland direkt an.
Auch der kleine Flughafen von Trapani an der Westküste Siziliens wird von einigen Fluggesellschaften angeflogen.
Besonders, wenn du viel sehen möchtest oder auch mal wandern gehen willst, empfehle ich dir eine Reise in der Nebensaison. Im Juli und August erlebst du natürlich Sommer pur auf Sizilien; es wird aber auch sehr heiß. Durch die Ferienzeit steigen natürlich auch die Preise und es ist vielerorts überfüllt. Empfehlenswerte Monate sind daher April, Mai, September oder Oktober. Ich war im Oktober unterwegs und hatte wirklich durchgehend warmes Spätsommerwetter, bei dem man größtenteils sogar noch im Meer baden konnte.
Ist Sizilien gefährlich?
Die schlimmen Zeiten der öffentlichen Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten kriminellen Gruppierungen scheinen weitestgehend vorbei und als Tourist bekommt man davon ohnehin wenig mit.
Auch in Palermo und Catania war ich persönlich sehr überrascht, wie sicher ich mich dort gefühlt habe – Neapel oder Barcelona finde ich in diesem Punkt wesentlich anstregender. Sicherheit ist auch immer ein persönlicher Eindruck, aber das Bild des gefährlichen Siziliens, das sich noch in vielen Köpfen hält, halte ich für überholt.
Ist Sizilien dreckig?
Naja, Sizilien ist wahrscheinlich nicht das erste Reiseziel, das einem einfällt, wenn man an organisierte und klinisch reine Orte denkt. Und wenn du in Palermo in eine ruhigere Straße abseits des Trubels einbiegst, kann es schon mal sein, dass sich dort die Müllberge neben den überbordenden Containern türmen.
Dennoch ist mir Müll nie so als Problem aufgefallen, dass meine Begeisterung für Sizilien hätte getrübt werden können.
Braucht man einen Mietwagen auf Sizilien?
Ja und nein. Bist du eher in Städten unterwegs, dann rate ich dir von einem Mietwagen ab. In Palermo und Catania gibt es öffentliche Verkehrsmittel wie Busse, und auch Uber ist nicht teuer. Viele Locations und Sehenswürdigkeiten kannst du zudem zu Fuß erreichen.
Auch nahegelegene Orte wie z.B. Cefalú kannst du gut mit Fernbussen oder mit dem Zug erreichen. Willst du aber wirklich ganz Sizilien oder bestimmte entlegenere Ecken erkunden, ist ein Mietwagen fast schon unabdingbar.
Dieser Post entstand auf einer Recherchereise durch Sizilien für Travellers Insight, dem Reiseblog des Flughafen München. Hier findet ihr weitere spannende Tipps für Sizilien, Trapani & Palermo.
Türkisblaues Meer, atemberaubende Aussichten und romantische Orte: Die Amalfiküste gehört zu Recht zu den beliebtesten Reisezielen Italiens! Auf der sorrentinischen Halbinsel in Kampanien gelegen, führt hier die weltberühmte Küstenstraße Amalfitana entlang und an sehenswerten Orten wie Positano und dem namensgebenden Amalfi vorbei. Welche Sehenswürdigkeiten und Orte du bei einem Trip an die Amalfiküste nicht verpassen darfst, verrate ich dir in diesem Artikel!
Die Amalfiküste ist voller spektakulärer Aussichten und schöner Orte & Sehenswürdigkeiten
Die schönsten Orte entlang der Amalfiküste: Sehenswürdigkeiten & Tipps
Die Amalfiküste zeichnet sich aus durch ihre rauhen Klippen, versteckte Dörfer in den Bergen und einzelnen Buchten sowie eine absolut kurvenreiche Küstenstraße aus, bei der man sowohl als Fahrer als auch als Beifahrer oft Nerven bewahren muss.
Egal ob mit dem Mietwagen*, mit dem eigenen Auto, öffentlichen Verkehrsmittel oder einer Tour: Am besten startest du am westlichen Ende der Amalfiküste in Sorrent und lässt dir mindestens einige Tage Zeit, um Ort für Ort die besten Sehenswürdigkeiten der Amalfiküste zu erkunden. Es lohnt sich!
Sorrent
Sorrent ist der perfekte Ausgangspunkt für einen Roadtrip entlang der Amalfiküste. Der Ortskern ist überschaubar, mit einer kleinen Fussgängerzone und ein kleines bisschen weniger touristisch als andere Orte der Regionen. Durch die Straßen weht ein Hauch Dolce Vita und würden nicht noch an der Amalfiküste spektakuläre Aussichten warten, könnte man schon hier ein paar schöne Tage verbringen.
Essen & Trinken in Sorrent
Die beste Pizza der Stadt soll es in der Pizzeria da Franco geben. Ich konnte nicht alle Pizzerien vergleichen, aber hier war die Pizza schon wirklich gut! Einfaches Ambiente, und die Pizza im Vergleich zur neapolitanischen Variante dünner und krosser.
Übernachten in Sorrent
Wir haben in Sorrent ein paar Tage übernachtet, was sich als Glücksgriff erwies. Bei bester Aussicht auf Sorrent und dabei mitten unter Olivenhainen haben wir im Village Camping Santa Fortunata* übernachtet. Eigentlich ein Campingplatz, ist diese Location mit seinen kleinen, feststehenden Bungalows auch ein guter Tipp für Selbstfahrer! Den Mietwagen über Nacht abzustellen, ist nämlich an der Amalfiküste mit seinen kleinen und gut besuchten Orten eine absolute Herausforderung.
Sogar Campingplätze an der Amalfiküste haben Style
Hier ist der Parkplatz gleich inklusive. Außerdem verfügt die Anlage über einen Pool und einen Privatstrand. Dieser liegt mitten zwischen imposanten Felsen und ist nur durch einen steilen Weg erreichbar.
Ausflüge von Sorrent nach Capri
Von Sorrent aus sind wir übrigens zur nahegelenen Insel Capri übergesetzt, ebenfalls ein absolutes Must-See an der Amalfiküste!
Von Sorrent am Golf von Neapel ist es übrigens nur ein relativ kurzer Hüpfer mit der Fähre hinüber nach Ischia und Capri! So lässt sich z.B. Capri gut an nur einem oder zwei Tagen erkunden, falls du deinen Geldbeutel schonen (Capri ist sehr teuer!) und nicht länger dort übernachten möchtest.
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Capri
Eine Insel-Bootstour rund um die Insel an den Faraglioni vorbei mit einem Besuch der Blauen Grotte und einen Spaziergang durch die Altstadt von Capri-Stadt solltest du hier nicht auslassen!
Positano ist für viele der wohl schönste Ort der Amalfiküste! Die pastellfarbenen Häuser, die sich an den Hängen rund um die Bucht von Positano zu stapeln scheinen, sind weltberühmt.
Die wichtigsten Locations in Positano
Rund um die Kirche Santa Maria Assunta mit ihrer bunten Kuppel aus Majolika-Fliesen blüht das Leben in kleinen Gassen, treppauf, treppab! An der Promenade kann man das postkartenreife Panorama bei einem Drink genießen.
Übernachten in Positano
In Positano findest du übrigens einige der teuersten Hotels der Amalfiküste, wie z.B. das Le Sirenuse*. Übernachten in Positano ist generell sehr teuer, in Hotels wie diesen aber umso mehr. Allerdings wirst du dann auch mit unvergesslichen Ausblicken belohnt!
Würden in Ravello während der Saison nicht Busladungen an Touristen einfallen, wäre es wohl ein sehr abgelegenes, verträumtes Bergdorf. So aber kann manchmal schon die Anreise aufregend werden, denn die Straße hier hoch ist zum Teil noch kurvenreicher und schmaler als die Amalfitana an der Küste – und wenn man sich dann noch wie wir in unserem kleinen Cinquecento zwischen den Reisebussen wiederfindet.. hui!
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Ravello
Trotzdem solltest du Ravello unbedingt einen Besuch abstatten. Die Aussicht von der Villa Rufolo mit ihren traumhaften Gärten ist einfach zu schön!
In der Altstadt von Ravello rund um die Piazza Duomo findest du zudem viele kleine Ateliers und Läden mit hübschem Kunsthandwerk, die dazu noch tolle Fotomotive abgeben.
Ravello ist übrigens auch ein beliebte Hochzeitslocation! Willst du auch selbst etwas romantisches Flair genießen, dann empfehle ich dir eine Übernachtung in der Villa Cimbrone*.
Wenn du diesen schnuckeligen Ort heute besuchst, wirst du garantiert nicht glauben, was er früher für eine große Bedeutung in der Region hatte!
Denn Amalfi war schon im frühen Mittelalter ein bedeutendes Zentrum des Seehandels. Heute zeugt besonders der beeindruckende Dom aus dem 10. Jahrhundert (Duomo di Sant’Andrea) vom Glanz vergangener Tage.
Der Dom von Amalfi
Essen & Trinken in Amalfi
Unbedingte Empfehlung: Auf der Piazza Duomo draußen vor der Pasticceria Andrea Pansa sitzen und in Rum getränkte Babá probieren.
Babà napolitano mit Rum: Stilecht in der Pasticceria Andrea Pansa
Shopping-Tipp für Amalfi
Ein Besuch solltest du auch Antichi Sapori d’Amalfi in der Altstadt abstatten. Dort bekommst du den berühmten Zitronenlikör Limoncello und seine sahnige Version Crema di Limoncello aus hauseigener Produktion!
Zitronen: Typisch für die Amalfiküste
Maiori
Maiori ist einer der entspannteren Orte an der Amalfiküste. Viele Sehenswürdigkeiten wirst du hier nicht finden, dafür aber eine kleine, nette Fußgängerzone und eine Strandpromenade, auf der man Sonne tanken kann bzw. einen Strand, der sich gut zum Baden eignen.
An der Strandpromenade in Maiori findest du einfache und gute Cafés
Wir haben hier mit dem Relais San Giacomo* eine wirklich hübsche Location zum Übernachten gefunden. Parken war problemlos möglich und unsere Unterkunft perfekt an der Promenade gelegen. Guter Ausgangspunkt, wenn man ohnehin tagsüber viel unterwegs ist, fernab der Massen übernachten möchte, es aber doch zentral liebt mit Strand und kleinen Restaurants.
Genau genommen liegt Salerno nicht mehr an der Amalfiküste. Aber ich fand Salerno so spannend, dass ich dir einen Abstecher hierhin unbedingt empfehle. Ohnehin kommst du von hier aus gut mit dem Zug nach Neapel oder weiter in den Süden Italiens, dass dich dein Weg vielleicht eh hierhin führen wird.
Der Dom von Salerno
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Salerno
Salerno ist touristisch noch etwas verschlafen, hat aber dafür eine richtig schöne Altstadt. Und wenn du abends nach dem Sightseeing Meeresluft schnuppern möchtest, kannst du den Sonnenuntergang bei einem langen Spaziergang an der Promenade mitten in der Stadt genießen!
Entspannt: Flanieren an der Strandpromenade in Salerno
Absolutes Must-See in Salerno ist der Dom. Der ist nämlich über 1000 Jahre alt! Auch als nicht besonders großer Kirchen-Fan wirst du beeindruckt sein. Außerdem befindet sich der Dom mitten in der Altstadt, die mit ihrem rauhen Charme wirklich sehenswert ist
Rustikaler Charme: Die authentische Altstadt von Salerno
Mein Lieblings-Tipp für Salerno ist der Giardino della Minerva. Salerno gilt mit seiner ersten Universität als die Wiege der Schulmedizin! Ein bisschen abgelegen, findest du hier eine Gartenanlage über den Dächern Salernos, in der schon im Mittelalter Heilkräuter und -pflanzen angebaut wurden.
Beste Aussicht auf Salerno hast du vom Giardino della Minerva
Anreise: So kommst du am besten zur Amalfiküste
Mit dem Flugzeug reist du am besten in Neapel an. Der Flughafen in Neapel wird von vielen großen Airlines wie z.B. Lufthansa* angeflogen.
Von dort aus gibt es mehrere Möglichkeiten zur Amalfiküste zu gelangen:
Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln
Mit der Regionalbahn Circumvesuviana kannst von Neapel bis nach Sorrent fahren. Von dort aus kannst du mit dem SITA-Bus die gesamte Amalfiküste bereisen. Achtung: Im Sommer wird es sehr voll!
Online die offiziellen Fahrpläne zu finden, ist abenteuerlich. Daher verlinke ich sie euch gleich hier:
Fahrpläne SITA Bus (nur italienisch, am besten oben als Region gleich “Campania” wählen)
Viele Anbieter bieten ab Neapel Tagestouren an die Amalfiküste an. Wenn du keine Zeit hast, ist das natürlich eine gute Option. Allerdings ist ein einziger Tag wirklich sehr, sehr wenig, um die volle Schönheit der Amalfiküste zu erkunden.
Wenn du nicht selbst fahren willst, keine Lust auf eine Tagestour hast und dir das mit den öffentlichen Verkehrsmittel zu kompliziert ist, kannst du dir von Neapel aus einen privaten Shuttle in viele Orte der Amalfiküste organisieren. Das ist super praktisch, denn damit bist du einfach ohne viel Orgakram direkt in deinem Wunschort und trotzdem individuell unterwegs.
Für mich bei weitem die schönste Möglichkeit, die Amalfiküste zu bereisen! Die Küstenstraße entlang der Amalfiküste ist nämlich eine der spektakulärsten Straßen der Welt.
Perfektes Auto für eine Fahrt entlang der Amalfiküste
Mit ihren vielen engen Kurven an schwindelerregenden Klippen entlang ist ein Roadtrip dort aber nicht für jeden etwas. Das Fahren ist anstregend, Parkplätze sind überall Mangelware – aber trotzdem: Ich würde es jederzeit wieder so machen. Die Aussichten sind einfach atemberaubend, und die Flexibilität mit einem eigenen Auto ist Gold wert.
Es gibt allerdings einiges zu beachten! Am besten du liest dir dazu meinen Roadtrip Guide für die Amalfiküste durch: Mit dem Auto die Amalfitana entlang
Saison ist an der Amalfiküste von ca. April bis Oktober. In den Hochsommermonaten Juli und August wird es überall sehr voll, die Temperaturen sind sommerlich heiß; in den Orten wie Ravello oben in den Bergen ist es etwas kühler. Strände gibt es zwar an der Amalfiküste, z.B. in Positano oder Maiori, aber persönlich würde sie nicht als “Traumstrände” einordnen. Ich empfehle dir daher lieber etwas kühlere Monate, z.B. April/Mai (außer Ostern) oder September/Oktober! Das Wetter ist dann angenehm warm, es sind nicht ganz so viele Touristen unterwegs und Hotels sind erschwinglicher.
Allgemeine Tipps zur Planung
Die Amalfiküste ist gar nicht so lang, aber es gibt einfach viele schöne Orte zu entdecken. Durch die abenteuerlich kurvige Küstenstraße kommt man nicht ganz so schnell von einem Ort zum anderen, wie man vielleicht denken mag. Plane daher genug Zeit ein! Ich fand es sehr praktisch, immer 1-2 Nächte an einem Ort zu übernachten und dann weiterzufahren. So hat man genug Zeit, die schönsten Sehenswürdigkeiten zu erkunden und arbeitet sich einfach von Ort zu Ort vor.
Übernachten an der Amalfiküste
Tipp: Buche früh, denn die günstigen & guten Unterkünfte sind immer schnell ausgebucht! Spontan buchen ist an der Amalfiküste schnell mit hohen Preisen verbunden!
Bist du mit dem Auto unterwegs? Wenn du z.B. in und um Positano übernachten möchtest, achte unbedingt auf die Parkmöglichkeiten. Manche Unterkünfte bieten Parkplätze and und das ist bei der häufig schwierigen Parkplatzsituation wirklich Gold wert.
Wenn du schon einmal über die Brennerautobahn in den Urlaub gefahren bist, dann bist du zumindest schon einmal durchgefahren: Das Eisacktal (italienisch: Valle d’Isarco) liegt nämlich südlich des Brenners und ist nach dem gleichlautenden Fluss Eisack benannt. Hier kannst du dich in der Natur erholen, Wanderwege erkunden, das Alpenpanorama genießen oder die Südtiroler Gastlichkeit genießen! Ich habe ein paar Tage im dort verbracht und dir ein paar Tipps für das Eisacktal in Südtirol mitgebracht!
Apfelblüte im Eisacktal
Richtig Glück hatte ich, dass ich genau zur Apfelblüte im Eisacktal angekommen bin. Die Apfelblüte dauert nur wenige Wochen im Frühjahr. Dann sind alle Apfelwiesen übersät mit rosafarben blühenden Apfelbäumen! Aus Südtirol kommt nämlich der Großteil aller italienischen Äpfel. Besonders im Eisacktal hat der Apfelanbau eine lange Tradition.
Von Natz-Schabs aus kannst du den Apfelweg entlanglaufen und besonders im Frühling das Blütenspektakel bewundern.
Das Raier Moos ist ein geschütztes Biotop und Heimat vieler Tiere und seltener Pflanzen. Rund um das Raier Moos führt ein Wanderweg, der viele Informationen über die besondere Flora und Fauna bereithält.
Von Natz kannst du übrigens eine kurze Wanderung nach Neustift einlegen. Wer unterwegs schwächelt, dem sei eine kleine Pause im Pacherhof empfohlen. Der Pacherhof ist nicht nur Hotel und Restaurant, sondern auch Weingut. Der Hof selbst existiert seit 1142 und ist seit jeher in Familienbesitz. An den sonnenverwöhnten Hängen des Pacherhofs werden mit Herzblut Trauben angebaut, die dann zu mehrfach prämierten Weißweinen gekeltert werden.
Die modernen Weinkeller, die auch architektonisch einen interessanten Kontrast zum geschichtsträchtigen Hof bilden, kann man im Rahmen einer Verkostung besichtigen.
Überhaupt gelingt die Verbindung von Tradition und Moderne, ob Designermöbel oder rustikale Stube, alles greift ineinander.
Im Pacherhof kannst du im übrigen auch übernachten und dann am Pool mit Bergblick weiter den ganzen Tag lang Weißweine schlürfen, denn einer ist wirklich köstlicher als der andere!
Ganz in der Nähe findest du eine weitere Sehenswürdigkeit im Eisacktal. Das Kloster Neustift ist die größte Klosteranlage in Tirol und ist in weiten Teilen der Öffentlichkeit zugänglich. Besonders hübsch ist die Stiftskirche mit ihren beeindruckenden Fresken.
Und wer vom vielen Wandern eine Pause braucht: Im Biergarten des Stiftkellers kannst du entspannen und dabei stiftseigene Produkte probieren. Wie zum Beispiel die Stiftsweine, denn auch hier im Kloster wird Wein gekeltert!
Brixen
Der größte Ort im Eisacktal, Brixen, verfügt über eine der schönsten Altstadtkerne der Region. Sehenswert sind hier der Brixner Dom, der Brixner Kreuzgang und die Hofburg.
Tolle Tipps für Brixen findest du bei Lea von Escape Town:
Ich habe im Seehof Nature Retreat übernachtet, ein Wellnesshotel mit wirklich herausragendem Spa-Bereich. Wenn du also länger in der Region bist und dich nach kompletter Erholung sehnst, kann ich dir ein paar Tage hier nur empfehlen: Die perfekte Kombination aus Wellness und Natur!
Einfach mal die Seele baumeln lassen, dem Alltagstress entfliehen und neue Energie tanken: Wer wünscht sich das in anstrengenden Zeiten nicht? Im Seehof Nature Retreat in Südtirol jedenfalls habe ich ein Komplettprogramm aus totaler Entspannung und richtiger Erholung genossen.
Rund um das Seehof Nature Retreat: Eisacktal in Südtirol
Südtirol: Äpfel, frische Luft und viele, viele Berge
Pünktlich zur Apfelblüte treffe ich in Südtirol ein. Wusstest du, dass die meisten italienischen Äpfel in unseren Supermarktregalen aus Südtirol stammen? Der Apfelanbau hat hier eine lange Tradition. Ursprünglich nur zur eigenen Versorgung gedacht, exportierten ab Ende des 19. Jahrhunderts die Südtiroler Bauern ihre Äpfel quer durch Europa – der Apfel war damals absolutes Luxusgut.
Apfelblüte im Eisacktal
Heute sind viele Gegenden an meinem Ziel, dem Eisacktal, im Frühling übersät mit hellrosa blühenden Apfelbäumen. Und wie der Zufall es so will, zum nächsten Apfelbauern ist es vom Seehof Nature Retreat in Natz bei Brixen nur ein klitzekleiner Katzensprung! Frühlingsgefühle sind also vorprogrammiert.
Immer den Apfelweg entlang: Südtirol ist bekannt für den Apfelanbau
Cocooning im Zimmer mit Aussicht
Nach einer entspannten Anreise beziehe ich eine Junior Suite. Das Bad ist offen gestaltet: Normalerweise nicht so meins, aber hier ist es perfekt integriert und passt einfach zum Cocooning-Style des restlichen Zimmers. Die Junior Suite verfügt zudem über einen Balkon und eine Fensterfront mit zwei Flügeltüren über die komplette Breite: Wie im Film werde ich morgens im gemütlichen Bett von feinen Sonnenstrahlen geweckt, öffne beide Flügeltüren und genieße den unverbauten Blick auf das schönste Bergpanorama und den hoteleigenen See.
Entspannung pur: Zimmer & Suiten im Seehof Nature Retreat
Ganz dem Wellnessgedanken entsprechend, finden sich im Zimmer kleine Details, die den Aufenthalt noch schöner machen. Wer zum Beispiel als gestresster Großstadtmensch in der Eile des Aufbruchs seine Spa-Ausrüstung vergessen hat (hellooo!), findet auf dem Zimmer alles, was man braucht: Bademantel, Flip-Flops und ein Saunatuch liegen in einer großen Badetasche bereit. Ein weiteres schönes Gimmick: Für Wanderungen hängt ein praktischer Rucksack im geräumigen Schrank.
Keltische Druiden wissen, wie man entspannt
Mit dem Erholen auf Knopfdruck ist das so eine Sache, manche Menschen können mit Leichtigkeit entspannen, anderen wiederum fällt es schwer, einfach nichts zu tun. Im Seehof erholt sich jeder auf seine Art, und obwohl hier an Qualität und Service nicht gespart wird, ist die allgemeine Stimmung unprätentiös und einladend. Für die Aktiveren gibt es ein kleines Sport- und Wanderprogramm, mitunter mit ungewöhnlichen Angeboten wie Wyda, dem Yoga der keltischen Druiden, bei dem statische Posen mit ziemlich viel Urschrei und Ommm-Gesängen kombiniert werden. Klingt kurios? Ist es auch. Kommt man sich zunächst wie ein übermotivierter isländischer Schlachtenbummler auf dem Weg zur nächsten Fussball-EM vor, fühlt man sich nach dem gemeinsamen lauten Gröhlen in der Gruppe seltsam befreit. Ausprobieren!
Wanderwege rund um Natz & im Eisacktal
Wer noch mehr Natur genießen möchte, braucht im Seehof Nature Retreat nur einfach vor die Tür zu treten. Die Wanderwege im Eisacktal sind gut ausgeschildert. Wer lieber in Gesellschaft und mit einem Ortskundigen wandert, schließt sich einfach einer Gruppe an. Das Hotel verfügt über eigene Wanderführer, die Touren zu Sehenswürdigkeiten in der Umgebung wie dem Kloster Neustift oder Spaziergänge durch die idyllische Altstadt von Brixen anbieten.
Ein Retreat wäre kein Retreat ohne klassische Wellness. Wäre die Natur drumherum nicht so schön, ich hätte gut und gerne auch einen ganzen Tag im Spabereich des Seehof Nature Retreat verbringen können. Dort gibt es nämlich alles, was das Wellness-Herz begehrt! Neben einem Dampfbad verfügt der Seehof über gleich zwei Saunen, davon eine milde Bio-Sauna und eine finnische Sauna mit einer spektakulären Aussicht über Berge und den hauseigenen See. Wer heiße Sauna-Temperaturen nicht lange aushält, muss hier wirklich auf seinen Kreislauf aufpassen: Vor lauter Starren auf das Bergpanorama durch die bodentiefe Fensterfront kann man hier schon mal die Zeit vergessen!
Zwischen den Saunagängen kann man im beheizten Infinity-Pool oder sogar im See ein paar Bahnen schwimmen, und sich danach mit der Frage beschäftigen, wo man denn nun am liebsten chillen möchte. Ob auf dem begrünten Dach in der Sonne, auf einer der fluffigen Loungeliegen am Seeufer oder indoor im orientalisch angehauchten Séparée bei entspannenden Trance-Klängen – überall kann man dem süßen Nichtstun frönen, ohne dabei zu sehr aufeinander zu hocken. Denn Platz ist ebenfalls ein Luxus, von dem im Seehof genug eingeplant wurde.
Der Wellnessbereich befindet sich im Anbau, der durch seine besondere Architektur aber nahezu mit der grünen Umgebung zu verschmelzen scheint. Und so fällt von außen gar nicht auf, wie viel Platz es im Seehof zum Entspannen gibt. Im Untergeschoss des Hotels befinden sich die Räumlichkeiten für Massagen und Behandlungen, von dort aus geht weiter in den Sauna- und Poolbereich.
Wahre Erholung beginnt bei gutem Essen
Foodies werden übrigens bei Vollpension und ganzen 4 Mahlzeiten am Tag mit Südtiroler Köstlichkeiten besonders verwöhnt. Serviert werden Frühstück, ein leichtes Mittagessen, eine Jause bzw. Kaffee und Kuchen am Nachmittag und ein fulminantes 5-Gänge-Menü am Abend. Für das Hauptgericht stehen immer 3 Gerichte zur Auswahl (Fisch, Fleisch oder vegetarisch) und am liebsten hätte ich sie immer alle probiert, weil’s so fantastisch geschmeckt hat.
Der Abend lässt sich bei einem guten Drink in der lauschigen Bar mit überraschend gut ausgestatteter Bibliothek beschliessen.
Überhaupt bilden Bar und Restaurant neben dem Wellnessbereich das Herzstück des Hotels: Von morgens bis abends kann man sich hier auf der Sonnenterrasse mit Getränken und kleinen Snacks verwöhnen lassen; der Service stets unaufdringlich, aber bestens gelaunt, und immer irgendwie da, wenn man so wie ich einen Wunsch hegt. „Prego, signorina“, und vor mir steht die perfekt gekühlte Coke im Kristalltumbler mit Eis und Zitrone, dazu ein Schälchen mit kleinen Aperitivi, Kartoffelchips und hausgebackenem Salzgebäck, einfach so, und ich genieße die Sonne und den Blick auf die postkartenreife Landschaft, die sich vor mir ausbreitet.
Für wen ist das Seehof Nature Retreat geeignet?
Das Seehof Nature Retreat ist ein Adults-Only-Hotel. Gäste müssen daher mindestens 14 Jahre alt sein. Ob romantisches Wochenende zu zweit, allein reisend oder als Mädelsurlaub, bei dem alle mal richtig entspannen können und wieder nach Herzenslust gequatscht werden kann – das Seehof Nature Retreat spricht eine große Bandbreite an Gästen an. Bis auf die Restriktion für Kinder waren bei meinem Aufenthalt alle Altersgruppen vertreten, von jung bis alt.
Besonders wohl werden sich hier Naturliebhaber und Entspannungssuchende mit einem Hang zu Ästhetik und Sinn für kleine und feine Details fühlen.
Obwohl das Seehof Nature Retreat so in die Natur eingebettet ist, ist es doch sehr gut angebunden. Sogar wenn du von weiter weg anreist, so wie ich aus Berlin, gibt es sehr gute Anreisemöglichkeiten.
Das Seehof Nature Retreat liegt in Natz-Schabs im Eisacktal in Südtirol, zwischen Innsbruck und Bozen.
Mit dem Auto
Ab München: ca. 3 Stunden Fahrt (über den Brenner) Ab Innsbruck: ca. 1 1/2 Stunden Fahrt
Mit dem Flugzeug
Die nächsten Flughäfen sind Bozen und Innsbruck, dorthin gibt es aber nur wenige Verbindungen. Von Berlin aus gibt es z.B. ein paar Mal die Woche eine Direktverbindung mit Skyalps, einer kleinen Südtiroler Airline mit Sitz in Bozen.
Die nächstgrößeren Flughäfen sind Verona und München, allerdings wirst du von beiden aus einen Mietwagen brauchen oder mit dem Zug weiterreisen müssen.
Mein persönlicher Tipp! Ich bin aus Berlin mit dem Zug angereist. Das dauert zwar (ca. 9 Stunden Fahrzeit), war aber mit nur einem perfekten abgestimmten Umstieg in München für mich die stressfreieste Option. Das Seehof Nature Retreat bietet zum nächsten Bahnhof in Franzensfeste einen kostenlosen hoteleigenen Shuttle an (einfach anrufen, Fahrtzeit 10 Minuten). Franzensfeste liegt genau an der EC-Strecke München-Innsbruck-Venedig und ist somit perfekt mit dem Zug erreichbar.
Buchst du rechtzeitig, kannst du hier mit einer Anreise per Zug ein richtiges Schnäppchen machen und sparst dir stressige Autofahrten!
Ravello liegt zwar nicht direkt an der Amalfitana, gehört aber trotzdem zu den sehenswertesten Orten der Amalfiküste. Ein halber Tag in dem malerischen Dorf in den Bergen mit glasklarer Bergluft und einer frischen Meeresbrise – und die Batterien sind wieder aufgeladen! Ich zeige dir hier die wichtigen Sehenswürdigkeiten in Ravello und gebe dir ein paar Tipps für einen schönen Ausflug!
Ravello ist ein beliebtes Ziel an der Amalfiküste
Von der Amalfitana in das Bergdorf Ravello
Wenn man an der Amalfiküste mit dem Auto unterwegs ist, ist man ja schon einiges gewöhnt. Nachdem wir uns schon über mehrere Kilometer über die schwindelerregende Küstenstraße geschlängelt haben, konnte es nicht schlimmer kommen. Aber die Straße rauf nach Ravello ist umso abenteuerlicher. Schmal, kurvig und noch viel mehr große Reisebusse darauf, die ebenfalls das lauschige Bergdorf zum Ziel haben. Irgendwie haben wir es dann doch geschafft, und oben in Ravello wartete Ruhe, Entspannung und viel Musik!
Romantisch: Die Anlage der Villa Rufolo in Ravello
Duomo & Piazza Duomo
Der Duomo von Ravello und die davor liegende Piazza Duomo ist das Herz des romantischen Ortes. Die anliegenden Lokale schienen mir eher Touristenfallen zu sein. Allerdings ist die Location zu schön, um sich nicht doch hier einen Aperol Spritz oder einen Cappucino zu gönnen und das fantastische Bergpanorama rundum zu geniessen.
Duomo in RavelloRavello zieht seit jeher Künstler und Kunstliebhaber an
Von der Piazza Duomo aus kannst du außerdem einen kleinen Spaziergang durch den übersichtlichen Ortskern starten. Hier findest du Ateliers, Galerien und kleinere Läden mit Kunsthandwerk: Besonders die bunten Teller haben es mir angetan!
Die Villa Rufolo ist eine der schönsten Sehenswürdigkeiten in Ravello, und die solltet ihr euch wirklich nicht entgehen lassen! Der Sitz der gleichnamigen reichen Adelsfamilie wurde bereits im 13.Jahrhundert errichtet und verfügt über eine der schönsten Aussichten über die Amalfiküste. Der Garten ist traumhaft bepflanzt und so eine Augenweide, dass er eine beliebte Location für Hochzeitsshootings ist.
Die schönste Aussicht in Ravello: Villa Rufolo
Torre Maggiore
Vom Torre Maggiore hat man eine noch bessere Aussicht, allerdings sind hier aus Sicherheitsgründen Glasscheiben angebracht – zum Aussicht fotografieren ist es also von der Gartenseite besser. Im Turm selbst gibt es aber noch eine interessante Ausstellung zur Geschichte Ravellos und der Villa Rufolo.
Wagner & die Villa Rufolo
Schnell wird euch die klassische Musik auffallen, mit der die Gärten der Villa Rufolo leise beschallt werden. Auch wenn man kein Fan klassischer Musik ist: Hier passt es dann schon. Auf wundersame Art verbindet sich die Musik mit der grandiosen Aussicht, dem Blick auf das tiefblaue Mittelmeer und der klaren Bergluft. Für mich war Ravello einer der entspanntesten Orte der Amalfiküste.
Diese magische Verbindung ist nicht neu: Schon seit jeher zieht Ravello nicht nur alte italienische Adelsfamilien, sondern auch Künstler an! Der Komponist Richard Wagner soll sich von den Gärten der Villa Rufolo für das Bühnenbild der Klingsorgärten in Parsifal inspirieren haben lassen.
Ihm ist auch ein Musikfestival gewidmet, das jedes Jahr auch in der Villa Rufolo stattfindet: Das Ravello Festival erstreckt sich jeden Sommer über zwei Monate und bietet viele musikalische Konzerte und Veranstaltungen, die sich über den ganzen Ort verteilen.
Ebenfalls sehenswert: Die Gärten der Villa Cimbrone. Genau wie in der Villa Rufolo wird hier Eintritt fällig, und vielleicht möchtest du dich lieber für nur eine der beiden Gärten entscheiden.
Wenn aber du tiefer in die Atmosphäre Ravellos eintauchen und die Eleganz dieses besonderen Dorfes ganz einsaugen willst, kannst du dort sogar stilvoll übernachten:
Eher etwas für Architekturfans, aber mich hat es mit meiner familiären Verbindung nach Brasília, dem Lebenswerk von Oscar Niemeyer, schon sehr fasziniert. Klare Linie, ein moderner Bau und doch schmiegt sich das für die zahlreichen Events 2010 erbaute Auditorium perfekt in die blaue Kulisse des Mittelmeers. Großartiger Fotospot.
Moderne Architektur mitten in Ravello: Das Oscar-Niemeyer-Auditorium
(Oscar Niemeyer war zeitlebens ein Visionär, sein Stil und seine Sicht auf die Dinge waren wirklich sehr beeindruckend! Bei mehr Interesse empfehle ich dir diese Dokumentation*.)
Ravello & die Amalfiküste
Die Amalfiküste ist ja gespickt mit tollen Orten und Sehenswürdigkeiten. Da fällt es schon einmal schwer, sich zu entscheiden. Ravello aber würde ich dir wirklich ans Herz legen! Es ist dort zwar sehr touristisch (lässt sich in dieser Region halt nicht vermeiden), aber es ist doch ein schöner Kontrast zu den anderen beliebten Spots! Ein Tagesausflug reicht völlig, aber wenn dir die Stimmung hier gut gefällt, kannst du auch überlegen, hier einen Zwischenstopp einzulegen, wenn du mehrere Tage an der Küste unterwegs bist. Entspannend ist es in Ravello allemal!
Positano ist Instagrams Liebling. Nicht, dass der Rest der Amalfiküste mit Orten wie Amalfi und Ravello genauso sehenswert wäre: Positano ist eine andere Liga. Wirklich viele Sehenswürdigkeiten in Positano gibt es nicht. Allein die spezielle Atmosphäre des bekanntesten Ortes der Amalfiküste ist schon Sehenswürdigkeit genug. Ob sich ein Aufenthalt dort wirklich lohnt? Und was ist, wenn man in Positano eigentlich nur eine schöne Zeit haben möchte, anstatt den nächsten Hotspots nachzujagen? Seht selbst.
Positano, das ist das kleine italienische Küstendorf mit den hübschen Häuschen, die an steilen Hängen eine Bucht umrahmen. An der Amalfiküste ist Positano wohl der bekannteste Ort und das Highlights einer jeden Reise durch die Region. Die Anreise ist abenteuerlich: Auf verschlungenen, engen Straßen fährt man auf Positano zu. In den Ortskern selbst und den Hang hinunter zur Bucht geht es am besten zu Fuß. Und Positano gehört definitiv zu den Orten auf der Welt, die durch Instagram nochmal an Popularität gewonnen haben.
Positano allerdings fand ich auf Bildern schön, aber es war nicht der Ort, der auf meiner Wunschliste für unseren Roadtrip entlang der Amalfiküste ganz oben stand. Zu heftig war mir der Instagram Hype. Aber da wir schon mal dort waren, habe ich ein paar schöne Instagram Hotspots in Positano recherchiert:
#1 Der Strand von Positano & Fornillo Beach
Positano hat zwei Strände, beide sind für echte Strandliebhaber eher enttäuschend. Die Strände sind relativ klein. Liegestühle sind teuer, und der Sand dunkelbraun statt puderzuckerweiß. Aber die wahre Attraktion ist die Kulisse drumherum: Die steilen Hänge mit den schnuckeligen Häusern umrahmen die Strände. Positano Beach ist der Strand direkt unterhalb des Ortskerns, Fornillo Beach liegt etwas abseits des Zentrums und ist weniger überlaufen.
In der Blu Bar kann man bei einem Cocktail das Strandleben in erster Reihe geniessen, allerdings gilt hier wie überall in Positano: Nicht auf die Preise schauen!
#2 Santa Maria Assunta Kirche
Die Santa Maria Assunta Kirche gehört zum Panorama von Positano. Die Kuppel mit ihren Majolikafliesen ist einer der markanten Punkte des Ortes. Von der Treppe hinunter zum großen Vorplatz hat man sogar einen Blick auf das Meer.
#3 Aussichtspunkt: Restaurant Il Capitano
Vom Restaurant Il Capitano hat man eine perfekte Aussicht über die Bucht von Positano. Wer allerdings nicht unbedingt hier essen möchte: Vom Weg darüber ist der Ausblick mindestens genauso schön.
Nochmehr Dolce Vita? Hier findest du auch viele Tipps zu Neapel und der Amalfiküste ➜ Zum Italien Blog
#4 Lunch Tipp: Casa E Bottega
Per Zufall entdeckten wir die Casa E Bottega, der perfekte Lunch-Spot in Positano und: Very instagrammable! In der Casa E Bottega wird auf Frische und gute Qualität besonderen Wert gelegt. Für Veganer und Vegetarier gibt es einige Optionen. Die Gerichte sind okay, die Portionen klein, aber für Positano definitiv eine gute Wahl, wenn man auf die üblichen Touristenfallen keine Lust hat. Und spätestens beim Anblick des Hund des Hauses war ich sowieso Fan. Das Casa E Bottega ist übrigens das günstigere Schwesterlokal des Next 2 etwas weiter die Straße hoch.
#5 Die Gassen von Positano
Ein Tipp für die Outfitwahl für Positano: Sneaker sind von Vorteil! Über viele Treppen und schmale Gassen geht es hinunter in den Ortskern und zum Strand. Highheels sind da fehl am Platz. Dafür tauchen in den romantischen Häuserschluchten die schönsten Insta-Motive auf.
Praktische Tipps für Positano
Nun: Positano ist tatsächlich sehr pittoresk. Wirklicher Fan wurde ich allerdings nicht. Selbst in der Nebensaison im Oktober quetschen sich Tagestouristen und Reisegruppen durch die engen Gassen. Nach einigen Tagen Amalfiküste und Orten, an denen es unerwarteterweise ebenfalls ziemlich voll war, mochte ich keine Menschenmengen mehr sehen. Und die Preise erst! Positano ist ein teures Pflaster, ein Restaurantbesuch eine kleine Investition, von einer Hotelübernachtung ganz zu schweigen.
Übernachten in Positano
Früh buchen lohnt sich vor allem in der Hochsaison! Positano und die Amalfiküste sind dann so überlaufen, dass die günstigsten Möglichkeiten längst ausgebucht sind. Reist du mit dem Mietwagen an, achte auf gute Parkmöglichkeiten an der Unterkunft. Ansonsten kann es teuer und schwierig werden, in den engen und kurvigen Straßen einen Parkplatz zu finden. Parkplätze sind rar!
Tipp: Im Sommer sind Unterkünfte in Positano knapp! Und sich nicht vor den hohen Preisen scheuen – es wird nicht günstiger, und wer zuerst bucht, liegt klar im Vorteil.
Nach Positano kommst du mit dem SITA Bus, dem öffentlichen Verkehrsmittel an der Amalfiküste, mit einigen Fähranbietern, die die kleine Bucht von Positano von mehreren Häfen in der Nähe aus anfahren oder mit dem Auto/Mietwagen (was auf Grund der schönen Strecke meine persönliche Empfehlung ist!).
Fährst du nur für einen Tag in die Stadt, empfehle ich dir, direkt einen der bezahlten Parkplätze am Ortseingang anzusteuern. Die Parkmöglichkeiten werden nicht besser, viel laufen muss man in Positano sowieso (und viele Treppen steigen!) und du sparst dir jede Menge Stress. Außerdem ist die Hauptstraße eine Einbahnstraße, so dass du nicht einfach wenden und zum Parkplatz zurückfahren kannst.
Bezahlte Parkplätze sind oft privat betrieben und haben bei unserem Besuch 5 Euro/Stunde gekostet. Die Fahrzeuge werden von den Mitarbeitern vor Ort geparkt, um jeden kleinsten Zentimeter auszunutzen, daher muss man seine Autoschlüssel abgeben. Ich war erst misstrauisch, aber es ist alles gut gegangen. Allerdings hatte ich auch für den Mietwagen wie immer eine Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung abgeschlossen, da musste ich mir über Parkschäden keine Sorgen machen.
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Mehr Artikel rund um Neapel und die Amalfiküste findest du hier:
Entlang der Amalfiküste verläuft die Amalfitana, offiziell Strada Statale 163 Amalfitana (SS 163) genannt. Ein Roadtrip auf einer der aufregendsten Straßen Italiens steht wohl auf so mancher Bucketlist. Die Amalfitana führt von Sorrent an so berühmten Orten wie Positano, Minori, Amalfi und Maiori vorbei. Immer an der Steilküste entlang, immer mit dem Blick auf das blau funkelnde Mittelmeer. Die Amalfitana ist nur 50 Kilometer lang, aber diese kurze Strecke hat es in sich! Mit ein paar Tipps allerdings wird eine Fahrt an der Amalfiküste mit dem eigenen Auto oder dem Mietwagen zum unvergesslichen Erlebnis!
Wie lange braucht man für einen Roadtrip entlang der Amalfiküste?
Für die Amalfiküste sollte man sich Zeit nehmen und mindestens eine Übernachtung einplanen! Du kannst auch gut mehrere Tage oder einen ganzen Urlaub hier verbringen. Die Strecke ist zwar kurz, aber es gibt einfach sehr viel zu sehen. Doch Achtung: Im voraus buchen ist super wichtig, sonst wird es während der Saison richtig, richtig teuer!
Kaum eine gerade Strecke: Mühsam windet sich die Amalfitana über 50 Kilometer die Amalfiküste in Italien entlang.
Amalfitana: Die schönste Straße Italiens?
Wenn man von schönen Auto-Strecken innerhalb Italiens spricht, ist die Amalfitana immer dabei. Kein Wunder, ist sie doch ein absolutes Kunstwerk des modernen Straßenbaus. Dass sie überhaupt konstruiert wurde, ist eine Meisterleistung: Hier an der Amalfiküste fallen die massiven Felsen fast senkrecht ins Meer, kurvig dazu, und zum Teil mussten für die Amalfitana Tunnel in das Gestein geschlagen werden.
Fünfzig Kilometer findet sich fast keine einzige gerade Strecke, hin und her schlängelt man sich mit dem Auto die Kurven entlang, auf einer Seite Felsgestein, unter sich das Meer. Fahrerisch schon anspruchsvoll. Oder wer hat in unseren Breitengraden Erfahrung mit Serpentinen?
Autofahren entlang der Amalfiküste: Ist es schwierig?
Ich habe seit mindestens zehn Jahren keinen eigenen Wagen mehr, braucht man in Berlin ja auch nicht. Ich war auch nie begeisterte Fahrerin. Trotzdem fahre ich immer noch von Zeit zu Zeit Auto, und ich habe kein Problem damit, mich schnell in Mietwagen oder fremden Autos zurecht zu finden. Angst vorm Autofahren ist mir ebenfalls fremd, trotzdem war mir vor dem Roadtrip über die Amalfitana doch etwas mulmig. Die vielen Kurven, die steilen Klippen ins Meer, der wilde italienische Verkehr – ob das gut geht?
Immer wieder spektakuläre Aussichten: Wie man wohl an diesen ungewöhnlichen Strand kommt?
Es ging. Mit einer kleinen Eingewöhnungsphase. Denn unerwarteterweise war mir nach dem ersten Tag und zahlreichen Kurven ziemlich schlecht, obwohl ich selbst gefahren bin! Dafür war das Fahren an sich gar nicht so schrecklich, wie erwartet, und ich habe ein paar Tipps mitgebracht, die euch helfen werden, wenn ihr einen Trip mit dem Auto oder mit dem Mietwagen an die Amalfiküste plant.
Tipps für einen Roadtrip entlang der Amalfitana (mit dem eigenen Auto oder Mietwagen)
Meide die Hochsaison! Die Amalfiküste ist eine der beliebtesten Urlaubsregionen Italiens. Im Sommer wird es richtig voll! Das sorgt nur für zusätzlichen Stress und weniger Fahrspaß.
Die richtige Richtung wählen: Wirklich Spaß macht eine Fahrt entlang der Amalfiküste nur von Sorrent aus Richtung Salento. So hat man das Meer immer auf der rechten Fahrseite und kann die phänomenale Aussicht geniessen. Außerdem finde ich persönlich es wesentlich angenehmer, nah an der steilen Küste anstatt nah an den schroffen Felswänden entlang zu fahren.
Die Parkbuchten nutzen: Entlang der Amalfitana gibt es immer wieder kleine Parkbuchten, an denen man kurz für Fotos eine Pause einlegen kann. Haltet an, sobald ihr eine Lücke seht. Nicht immer ist nämlich etwas frei, es könnte sein, dass ihr bei der nächsten Möglichkeit leer ausgeht und warten ist aufgrund der engen Straße und dem nachfolgenden Verkehr keine Option.
Viel trinken und Zitronenbonbons lutschen: Am Ende des ersten Tages, nach ein paar Kilometern auf der Amalfitana, war mir tatsächlich übel und schummrig, obwohl ich gar nicht so empfindlich bin. Die vielen Kurven haben es echt in sich! Vielleicht kam dann auch noch die Höhenveränderung dazu. Wie gut allerdings, dass die Amalfiküste bekannt für ihre besonders aromatischen Zitronen ist und die Amalfitana gespickt ist mit kleinen Verkaufsständen. Am Straßenrand kann man dort Zitronen und allerlei Produkte wie Zitronenbonbons kaufen. Einmal die Schale einer Zitrone aufgekratzt und daran gerochen, oder ein Zitronenbonbon gelutscht, und der flaue Magen beruhigt: Altes Hausmittel gegen Reiseübelkeit! Hilft wirklich! Gegen die veränderte Höhe hilft viel trinken.
Am besten hinter einem SITA-Bus fahren! Das sind die öffentlichen Linienbusse, die die Amalfitana entlangfahren, und ich fand es sehr praktisch, genau dahinter zu fahren. Zum einem kennen die Busfahrer die Amalfitana wie ihre Westentasche und wissen, wie eng die nächste Kurve wird, zum anderen konnte ich mich gut an deren Geschwindigkeit orientieren: Wenn der Bus das schafft, schaffen wir mit unserem geliehenen Cinquecento das auch.
Dränglern aus dem Weg gehen: Die Parkbuchten sind auch eine hervorragende Möglichkeit, Drängler an sich vorbeiziehen zu lassen! Lasst euch nicht aus der Ruhe bringen, auf der Amalfitana braucht man zum Fahren schon mehr Konzentration.
Abstand wahren: Vor allem hinter einem Bus! Wenn plötzlich in der Kurve oder einem Tunnel ein anderer Bus entgegenkommt, kann es eng werden. Solche Probleme werden auf der Amalfitana ganz einfach gelöst, in dem der Bus dann einfach ein paar oder auch ziemlich viele Meter zurücksetzt – da ist es schon praktisch, wenn man nicht direkt dahinter gehalten hat.
Mit dem Mietwagen oder dem eigenen Auto?
Mit dem eigenen Auto fahren fiel bei mir schon mangels Auto flach. Von Deutschland aus ist es außerdem noch ein ganzes Stück hinunter bis nach Kampanien und der Amalfiküste. Das bietet sich dann eher an, wenn man mehr Zeit zu Verfügung hat. Mit dem Wohnmobil, Wohnwagen oder größeren Fahrzeugen wird es übrigens an der Amalfiküste schwierig. Wohnmobile zum Beispiel dürfen nur von Mitternacht bis 6.30h morgens die Amalfitana entlang fahren, und selbst das stelle ich mir nicht einfach vor.
Parkplatzsuche in Positano? Man kann es sich fast schon denken: Es wird abenteuerlich.
Wichtige Tipps bei der Wahl eines Mietwagens
Achte bei der Anmietung eines Mietwagen auf jeden Fall auf eine Vollkasko-Versicherung ohne Selbstbeteiligung! Nicht, dass dauernd Unfälle passieren (ist uns nicht begegnet). Aber durch die engen Straßen in Orten wie Positano und die meist schwierige Parkplatzsituation kann es schnell zu Kratzern kommen.
Also besser etwas mehr ausgeben, bevor es später zu größeren Rechnungen kommt! Das Auto haben wir dann nach unserem Aufenthalt in Neapel in der Stadt abgeholt und sind direkt losgefahren.
Tipp: Miete kein Auto für Neapel! Dort Auto zu fahren kann sehr anstrengend sein und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bzw. Taxi oder Uber kommt man viel besser durch die Stadt. Außerdem verlangen viele Autovermieter, den Wagen aufgrund der Diebstahlgefahr nur auf bewachten Parkplätzen abzustellen, was das Parken in der Innenstadt komplizierter macht.
Stilecht & praktisch: Mit einem weißen Fiat Cinquecento die Amalfiküste entlang.
Alternative Roadtrips ohne Mietwagen
Falls es dir doch zu heikel ist, die Amalfitana selbst entlang zu fahren: Schliesse dich doch einfach einer Tour an. Besonders, wenn du nicht viel Zeit hast – z.B. bei einem kurzen Aufenthalt in Neapel – kannst du so auch noch etwas von der schönen Amalfiküste sehen.
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Von Neapel bis Salerno: Noch mehr Tipps für die Amalfiküste
An der Amalfiküste, aber auch in der Umgebung, findest du viele tolle Orte für einen Zwischenstopp oder einen kleinen Aufenthalt. Hier findest du Inspirationen für einen Trip zur Amalfiküste mit Tipps von Neapel bis Salerno:
Capri im Golf von Neapel ist die Insel der Capri-Fischer, der Capri-Hosen und Heimat der berühmten blauen Grotte – und nicht zu vergessen, Inspiration für einen der beliebtesten Nachkriegsschlager („Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt…“). Was du alles an einem Tag bei einem Ausflug auf die Insel erleben kannst und welche Capri Sehenswürdigkeiten sich wirklich lohnen, verrate ich dir in diesem Artikel!
Wo liegt Capri?
Capri ist eine Insel im Golf von Neapel und ist mit der Fähre in nur 45 Minuten von Neapel zu erreichen. Seit jeher ist die Insel mit der berühmten Blauen Grotte Anziehungspunkt für Reiche und Intellektuelle – aber wenn du einmal auf Capri warst, wirst du schnell wissen warum: Das mediterrane Flair ist einfach einzigartig und erinnert an Orte wie Positano!
Mit der Fähre von Sorrent oder Neapel nach Capri
Die meisten Fährverbindungen gibt es von Neapel aus, aber auch kleinere Häfen entlang der Amalfiküste sind mit Capri verbunden. Von Sorrent aus dauert die Fahrt mit der Fähre nur 25 Minuten. Capri eignet sich also perfekt für einen Tagesausflug, wenn du zum Beispiel eine Städtereise nach Neapel machst oder dir auf einem Roadtrip die schönsten Locations der Amalfiküste anschaust.
Tickets lassen sich ganz einfach online kaufen. Man sollte nur eine Stunde vor Abfahrt am Ticketschalter sein, um das Online-Ticket in ein reguläres umzutauschen (geht aber schneller, als wenn man vor Ort kauft). Man erhält auch gleich das Rückfahrticket, so dass man abends einfach nur an der Fähre erscheinen muss.
Noch vor Besteigen der Fähre preist ein weiterer Verkäufer Tickets für eine Bootsfahrt rund um Capri an. Klingt erstmal nach Nepp, aber die Preise sind überall gleich. Und eine Bootstour rund um die Insel sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen, um die volle Schönheit der Insel zu sehen.
Das Praktische, wenn man noch vor der Abfahrt ein Ticket für die Rundfahrt kauft: Man kann nach der Ankunft in Capri direkt auf das kleinere Boot umsteigen. Die Capri-Rundfahrt kostet 18€. Oder du ersparst dir das ganze Gedränge und die Verkaufsveranstaltung vor Ort und kaufst dein Ticket für die Insel-Rundfahrt mit Stopp an der Blauen Grotte (bei gutem Wetter) gleich online!
Möchte man noch die Blaue Grotte besuchen, hält das Boot kurz vor der Grotte. Dort kann man bei entsprechendem Wasserstand (ist gezeiten- und wetterabhängig) auf ein Ruderboot umsteigen und gegen einen Aufpreis sich in die Blaue Grotte hinein rudern lassen.
Türkisblaues Wasser überall: Man möchte am liebsten sofort ins Meer springen.
Tipps für die Blaue Grotte in Capri
Die Blaue Grotte ist eine Höhle, die ihren Namen dem besonders blauen Wasser verdankt. Die Höhle ist nur von Meeresseite zu erreichen und sehr niedrig. Nur kleine Ruderboote können hineinfahren. Der Eintritt bzw. die Fahrt mit einem Ruderboot hinein kostet 14€. Ob man aber wirklich hineinfahren kann, ist wetterabhängig. Wie an unserem Tag kann der Meeresspiegel so hoch sein, dass der Eingang verschlossen ist.
Die dunkle Stelle im Felsen links: Der Eingang der Blauen Grotte auf Capri bei Hochwasser.
Die Faraglioni von Capri
Unabhängig vom Wetter sieht man auf der Rundfahrt auf jeden Fall einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Capris. Mit dem Boot fährt man genau zwischen den Faraglioni, den markanten Felsen vor der Küste Capris, hindurch.
Imposant: Die Faraglioni vor Capri.
Vom Boot aus sieht man übrigens auch die Via Krupp, die aus abenteuerlich in den Fels gehauenen Serpentinen besteht. Um 1900 ließ der deutsche Großindustrielle Friedrich Alfred Krupp diesen Weg bauen, um schneller von seinem Luxushotel in der Nähe der hinunter ans Meer zu gelangen.
Von Marina Grande nach Capri Stadt
Die Rundfahrt endet wieder in Marina Grande. Wer sich erstmal in einem der Cafés am Hafen niederlässt, kann sich gleich mit dem Preisgefüge auf Capri vertraut machen. Eine Cola für fünf Euro? Auf Capri ganz normal.
Die Fahrt mit der Funicolare erspart einem den mühsamen Aufstieg nach Capri Stadt.
Um ins höhergelegene Capri-Stadt zu kommen, gibt es mehrere Möglichkeiten:
Taxi
öffentlicher Bus
Seilbahn
Für den Bus und die Seilbahn gibt es je einen Ticketschalter gegenüber der Bar Azzura, am besten man kauft sich gleich ein Seilbahnticket und ein oder mehrere Bustickets für die späteren Fahrten.
Tipp: Tagestouren nach Capri
Keine Lust oder Zeit, alles selbst zu planen? Mit diesen organisierten Touren hast du alles inklusive, Transfer von der Unterkunft zum Hafen, die Fahrt nach Capri und die Insel-Rundfahrt selbst mit optionalem Besuch der blauen Grotte.
Ist Marina Grande zwar ganz hübsch, aber nicht weiter spannend, zeigt Capri-Stadt genau das Flair, was es so berühmt gemacht hat. Capri ist vor allem in den 50er und 60er Jahren zum beliebten Ziel von Stars und Sternchen geworden, viele Hollywoodfilme wurden hier gedreht.
Die Gassen von Capri-Stadt
Die kleinen, engen Gassen in Capri-Stadt, das mildes Klima, eingebettet in die schöne Natur der Insel: Die Stimmung auf Capri ist wirklich perfekt, wären da nicht die vielen anderen Touristen, die auch genau das suchen.
Am schönsten ist es, einfach durch die klitzekleine Gassen abseits der Piazza zu schlendern und das lauschige Ambiente auf sich wirken zu lassen.
In Capri-Stadt findet man die Giardini di Augusto, von denen man über die Via Krupp hinunter zum Meer gelangt. (Ist man entspannt unterwegs, würde ich die Via Krupp bei einer Tagestour auslassen.)
Carthusia: Die Parfums mit dem Duft von Capri
Mit Capri verbindet man auch die Parfums von Carthusia: Klassische Parfums, mit typischen Mittelmeer-Noten. Es werden nur hochwertige Duftstoffe verwendet und die Produktion geschieht immer noch in kompletter Handarbeit. Die Parfums kann man zwar auch online kaufen – aber vor Ort kann man natürlich besser probieren und hat direkt ein typisches Capri Souvenir.
Restaurant-Tipp für Capri-Stadt
Essen gehen in Capri-Stadt ist ein kleines Abenteuer: Es gibt viele Touristenfallen, und teuer ist es auch dazu. Ein Blick in die weniger belebten kleinen Gassen lohnt sich. So haben wir auch das E‘ Divino gefunden. Versteckt und von außen unscheinbar, gibt es hier leckere italienische Küche in schönem Ambiente. Und für hiesige Verhältnisse bezahlbar.
Anacapri: Das stillere Capri
Die Menschenmengen in Capri-Stadt können einem schon zu schaffen machen. Wer Capri etwas entspannter erleben möchte, sollte weiter nach Anacapri fahren. Von Capri-Stadt aus kommt man mit dem öffentlichen Bus nach Anacapri, Abenteuer inklusive. Denn wie sich die kleinen, vollgepackten Busse über die schmalen Straßen winden, ist ein Erlebnis!
Die Altstadt von Anacapri ist recht übersichtlich, einfach treiben lassen und die mediterrane Atmosphäre geniessen.
Anacapri: Capri von seiner ruhigeren Seite.
Monte Solaro: Die beste Aussicht
Direkt in Anacapri steht auch die Sesselliftstation des Monte Solaro, des höchsten Bergs der Insel. Den Monte Solaro kann man auch zu Fuss erklimmen, von Anacapri dauert die kleine Wanderung ca. eine Stunde. Oder man nimmt eben den Sessellift, der einem ganz nebenbei noch den schönsten Panoramablick über Capri bietet.
Vom Aussichtpunkt des Monte Solaro hat man nochmals einen schönen Ausblick auf die Faraglioni.
Die Faraglioni vom Monte Solaro aus
Zurück geht es wieder mit dem Sessellift nach Anacapri. Von dort aus kann man direkt mit dem Bus zurück nach Marina Grande, wo die Fähre zum Festland wartet.
Suchst du noch mehr Inspirationen für eine Reise nach Kampanien oder den Golf von Neapel?Hier findest du alle Artikel:
Nicht, dass man nicht nahezu überall in Italien gute Pizzerien findet. Aber einmal in Neapel, sollte man unbedingt in der L’Antica Pizzeria Da Michele vorbeischauen. Hier gibt es die beste Pizza in Neapel, ach, sogar die beste Pizza der Welt! Behaupten zumindest Pizza-Kenner. Ein Geheimtipp für die beste Pizza in Neapel ist Da Michele nun wirklich nicht mehr: In dieser traditionsreichen Pizzeria speisten schon Persönlichkeiten wie Maradona, Bill Clinton und Julia Roberts. Letztere aß hier Pizza für den Film „Eat, Pray, Love“, und genauso wie die Insel Bali, die ebenfalls darin vorkommt, bekam auch die Pizzeria Da Michele in Neapel durch den Film einen erneuten Popularitätsschub.
Neapolitanische Pizza in der L’Antica Pizzeria Da Michele
Die neapolitanische Pizza unterscheidet sich ein wenig von der herkömmlichen Pizza: Die Ränder sind zwar noch relativ knusprig, aber generell ist der Teig viel weicher. Auch an der Tomatensoße wird nicht gespart. Das kann das Essen schon mal etwas abenteuerlicher werden. Besonders, wenn man typisch italienisch seine Pizza mit den Händen in großen Stücken essen möchte, statt Stück für Stück mit Messer und Gabel.
Qual der Wahl: Pizza Margherita oder Pizza Marinara
Die Karte in der Pizzeria Da Michele in Neapel ist übersichtlich: Es gibt keine! Warum auch, gibt es doch nur zwei Pizzasorten! Seit fast hundert Jahren werden hier nur zwei traditionelle neapolitanische Pizzen serviert: Pizza Marinara und Pizza Margherita. Die Pizza Marinara enthält keine Meeresfrüchte, dafür Tomatensauce, Knoblauch, Oregano und Olivenöl. Die Pizza Margherita besteht aus Tomatensauce, Mozzarella, ein bisschen frischem Basilikum und Olivenöl. Diese beiden Sorten sind die traditionellsten, originalen Pizzen in Neapel. Und speziell bei Da Michele kommt auch nichts anderes auf den Tisch.
Die beste Pizza Margherita der Welt?
Und zum Geschmack: Muss man probiert haben! Die Tomatensauce ist saftig und fruchtig, dazu der leichte Mozzarellakäse und der in der Mitte weiche Teig… und alles zusammen schmeckt so leidenschaftlich sonnengeküsst! Schon faszinierend, wie man aus nur so wenigen Zutaten eine so leckere Pizza zaubern kann.
In der L’Antica Pizzeria Da Michele in Neapel kann man den Pizzaiolos beim Pizza backen zuschauen.
Zwanglose Atmosphäre: Pizza essen wie ein Neapolitaner
Trotz Hype, trotz manchmal langer Warteschlangen vor der Tür: Die Atmosphäre ist unprätentiös, es wird laut gerufen, gequasselt, Pizza gebacken, Teig geknetet und man quetscht sich einfach an einen der einfachen Imbissbuden-Tische, notfalls auch einfach zu anderen dazu. Das Ambiente ist wie das Menü: Einfach, aber gut! Und bezahlbar.
Ein Tisch kann nicht im voraus reserviert werden. Sind alle Tische belegt, bekommt man am Eingang von einem der Kellner eine Wartenummer und wartet einfach draußen vor dem Lokal. Die Nummern werden dann lauthals ausgerufen.