Kategorie: Roadtrips

Roadtrips sind die perfekte Möglichkeit, Land und Leute so richtig kennenzulernen! Hier findest du Inspiration für deine nächste Reisen und spannende Routenvorschläge.

  • Lubbock, Texas: Tipps für die Musikstadt in den High Plains

    Lubbock, Texas: Tipps für die Musikstadt in den High Plains

    Inmitten der Weiten von Texas gelegen, stösst du in Lubbock auf eine überraschend kreative Stadt, geprägt von Cowboyromantik, Street Art und Musik. Ich habe drei Tage in Lubbock verbracht und zeige dir in diesem Artikel meine Lieblingsspots, die du nicht verpassen solltest.

    Ein anderes Texas: Weite Horizonte und das Herz der High Plains

    Lubbock liegt im Nordwesten von Texas, in den sogenannten High Plains. Diese Region ist hauptsächlich von weiten Landschaften und riesigen Feldern geprägt. Auf unserem Roadtrip durch Texas sind wir durch so spärlich besiedelte Gegenden gefahren, dass es mir wirklich vorkam, als ob wir in einem Hollywood-Roadmovie wären: Der Himmel hier scheint größer, das Licht klarer, die Horizonte weiter. Lubbock selbst liegt auf rund 1.000 Metern Höhe und hat ein trockenes, sonniges Klima – im Frühsommer perfekt.

    Mobile Home auf Landstraße in Texas, USA

    Geografisch befindest du dich hier abseits der großen Metropolen wie Austin oder Dallas. Aber genau deswegen hat Lubbock seinen Reiz: Hier ticken die Uhr ein bisschen langsamer und du hast die Gelegenheit, in das echte Texas abseits der typischen Touristenziele einzutauchen.

    Lubbock & Musik: Mit Buddy Holly begann hier der Rock’n’Roll

    Lubbock ist untrennbar mit dem Namen Buddy Holly verbunden – einem der ersten großen Rock’n’Roll-Stars der Musikgeschichte. Geboren 1936 in Lubbock, prägte Holly mit seinem einzigartigen Stil und seiner markanten Brille Generationen von Musikern. Noch heute spürt man seinen Einfluss in der Stadt, etwa im Buddy Holly Center, das sich seiner Musik und seinem Leben widmet.

    Werkstattwand mit Vintage-Schildern und Schränken

    Die Musikszene ist auch heute noch sehr lebendig. Besonders im Umkreis der Texas Tech University finden regelmäßig Live-Konzerte statt – von Country über Jazz bis Indie. Du solltest abends unbedingt in eine der kleinen Bars oder Musiklounges schauen, denn oft stehen dort lokale Künstler auf der Bühne, die noch echte Geheimtipps sind.

    Gemütliche Sitzecke im La Diosa Cellars Lubbock mit Lampe und Blumen

    Wofür ist Lubbock noch bekannt?

    Was viele nicht wissen: Lubbock ist eines der weltweit größten Anbaugebiete für Baumwolle. Die Landwirtschaft prägt die Region seit Jahrzehnten und hat nicht nur das Landschaftsbild, sondern auch die Kultur stark beeinflusst. In den Herbstmonaten, wenn die Baumwollernte beginnt, sieht man überall die weißen Felder leuchten – ein faszinierender Anblick.

    Weg durch blühenden Garten im National Ranching Heritage Center in Lubbock

    Gleichzeitig hat die Region in den letzten Jahren begonnen, sich breiter aufzustellen: Weinanbau, neue Technologien und kreative Start-ups entwickeln sich rund um die Universität. Diese Kombination aus Tradition und Aufbruch fand ich in Lubbock sehr besonders – einerseits texanisch bodenständig, andererseits jung und progressiv.

    Cowboyhüte an einer Wand in verschiedenen Farben

    Hotel-Tipp: Im The Cotton Court Hotel* treffen Tradition des Baumwollanbaus und modernes Design aufeinander. Sehr ästhetisch, ziemlich trendy und es gibt sogar einen großen Pool im Innenhof, in dem du dich an heißen Sommertagen abkühlen kannst.

    Sehenswürdigkeiten & interessante Locations in Lubbock

    In Lubbock kannst du locker einen entspannten Tag verbringen. Wie für viele US-amerikanische Städte typisch, bist du hier am besten mit dem Auto unterwegs, da die einzelnen Locations schon etwas voneinander entfernt und öffentliche Verkehrsmittel selten sind. Es gibt aber auch Uber, falls du abends unterwegs bist und einen Drink mitnehmen möchtest.

    National Ranching Heritage Center

    Das National Ranching Heritage Center ist ein großes Freilichtmuseum, in dem du eine kleine Zeitreise durch die texanische Geschichte machen kannst. Auf dem Gelände wurden über fünfzig originale Gebäude aus dem 18. bis frühen 20. Jahrhundert detailgetreu wieder aufgebaut, die du dir in eigenem Tempo anschauen kannst.

    Lehmbauhaus mit Ofen und Garten im National Ranching Heritage Center Lubbock, Texas

    Hier spazierst du durch historische Ranchhäuser, Stallungen, Blockhütten und Saloons und fühlst dich plötzlich wie in einem Westernfilm. Besonders interessant: Die authentischen Möbel, Werkzeuge und kleinen Details lassen dich nachempfinden, wie hart und entbehrungsreich das Leben in dieser Gegend damals war.

    Suchst du noch mehr Tipps für deinen Trip?
    Hier findest du alle Artikel über Texas

    Töpferkurs im LHuca

    Mitten in Downtown Lubbock liegt das „Louise Hopkins Underwood Center for the Arts“, kurz LHuca – eine kreative Organisation, die mit ihren offenen Ateliers, Ausstellungen und Workshops so gar nicht in diese abgelegene Region von Texas zu passen scheint. Besonders empfehlen kann ich euch das Clay Studio, in dem regelmäßig Töpferkurse stattfinden.

    Keramikwerkstatt mit Materialien und Regalen

    Passionierte Keramikerin werde ich wohl in diesem Leben nicht mehr – ich bin in dieser Hinsicht absolut untalentiert – aber die kreative Atmosphäre dort war allgemein sehr angenehm und inspirierend. Wenn du also mal das Töpfern ausprobieren möchtest und gerne auch auf Reisen neue kreative Erfahrungen sammelst, nur zu!

    Person töpfert auf Drehscheibe in Werkstatt

    Wild Honey Hats

    Eigentlich finde ich es immer ein bisschen unangenehm, in fremden Ländern die lokale Mode zu imitieren – aber die Cowboykultur ist gerade einfach zu en vogue, um sich nicht ein kleines Souvenir mitzubringen.

    Cowboy Hut wird mit Vintage-Spielkarten und Tuch verziert

    Wenn du dir einen echten Cowboyhut zulegen willst, bist du in Texas natürlich genau richtig. Richtig gute, klassische Exemplare bekommst du zum Beispiel in den Filialen von Cavenders, einer großen Kette mit typischer Western-Wear, die besonders im Süden der USA und in Texas weit verbreitet ist.

    Sollte es dich auf deinem Roadtrip durch Texas nach Lubbock verschlagen, empfehle ich dir mit dem Hut-Shopping zu warten und einen Abstecher zu Wild Honey Hats zu machen. Hier kannst du dir mit Accessoires wie Vintage-Streichholzschachteln, Patches, Spielkarten, Bändern und Tüchern in allen Variationen deinen ganz persönlichen DIY-Cowboyhut zusammenstellen. Du brauchst dafür übrigens nicht handwerklich begabt zu sein: Der Hut wird für dich live vor Ort von den Girls von Wild Honey Hats gefertigt.

    Vintage Spielkarten mit Kreuz und Karo Symbolen.

    Eine super süße Idee, mit der du zum Schluss nicht nur ein einzigartiges Texas-Souvenir in den Händen hältst, sondern auch ein von jungen, kreativen Frauen gegründetes kleines Business unterstützt.

    Caprock Canyons State Park

    Wenn du von Lubbock aus auf deinem Roadtrip weiter in Richtung Norden (zum Beispiel nach Amarillo) unterwegs bist, solltest du unbedingt einen Abstecher zum Caprock Canyons State Park einplanen. Nur etwa 90 Minuten von Lubbock entfernt, erwartet dich dort eine spektakuläre Landschaft aus roten Sandsteinfelsen, weitläufigen Canyons und sogar freilebenden Bisons.

    Bisons grasen auf einer Wiese, durch Autofenster gesehen.

    Die Scenic Drive Route im Park führt dich durch dramatische Felsformationen, vorbei an Aussichtspunkten und kleinen Wanderwegen, auf denen du die Natur ganz für dich hast. Ein echtes Naturhighlight – besonders in den frühen Morgenstunden oder zum Sonnenuntergang.

    Mehr Informationen über den Caprock Canyons State Park

    Rote Felsklippen in grüner Landschaft im Caprocks Canyon State Park in Texas
    Bisons grasen in grüner Landschaft am Flussufer im Caprocks Canyon State Park

    Essen & Trinken in Lubbock

    Brulee Bakery

    Die Brulee Bakery ist eine schöne Location, um in den Tag zu starten. Hier findest du frisches Gebäck, Croissants, Scones oder Zimtschnecken. Die Auswahl wechselt oft, und der Kaffee kommt von Monomyth Coffee, einem lokalen Kaffeeröster.

    Bunte Pop-Tarts mit Beschriftung auf Teller

    Evie Mae’s Pit BBQ

    Für Vegetarier ist Texas schon ein schwierigeres Reiseziel. Ein echtes Barbecue mit Unmengen an Fleisch gehört zu einem authentischen kulinarischen Erlebnis in Texas einfach dazu. Das Evie Mae’s in der Nähe von Lubbock gilt dabei als eine der besten Adressen im Bundesstaat. Das Restaurant liegt ein wenig außerhalb in Wolfforth, aber der Weg hierhin lohnt sich wirklich.

    Tresen des Restaurants Evie Mae’s Pit BBQ

    Saftiges Brisket, würziger Truthahnbraten und so butterzarte Spare Ribs, dass sie fast von allein vom Knochen fallen: Wenn du gerne grillst, wirst du hier im Barbecue-Himmel landen. Ergänzt wird das Fleischfest mit Beilagen wie Mac’n’Cheese, Jalapeño-Grits oder Green Beans.

    Übrigens: Gesmoked und gegrillt wird direkt nebenan – dort wird das Fleisch über Stunden hinweg langsam gegart, um ihm den so typisch rauchigen Grill-Geschmack und die zarte Konsistenz zu verleihen. Du kannst auch so wie wir einfach den Barbecue-Profis über die Schulter schauen – herzlich und offen wie Texaner nun mal sind, bekommst du bestimmt bei Interesse ebenso eine kleine private Einführung in das Geheimnis des Smokens.

    Papierverpacktes Fleisch auf einem Grill

    Offen ist ab 11 Uhr bis alles ausverkauft ist – plane das Evie Mae’s also am besten für ein Mittagessen ein.

    La Diosa Cellars

    Wenn du schon länger in Texas unterwegs bist und ein bisschen Pause von der doch sehr barbecue-lastigen texanischen Küche brauchst, dann empfehle ich dir das La Diosa Cellars. Allein die schon die Location in einer alten Lagerhalle in einem Gewerbegebiet ist außergewöhnlich, aber auch das Interieur ist farbenfroh, kreativ und einfach speziell.

    Bunte Bar mit dekorativen Wandgemälden und Flaschen im La Diosa Cellars in Lubbock.

    Kulinarisch bewegt sich die Küche irgendwo zwischen mediterran und lateinamerikanisch. Serviert wird in Tapas-Portionen, so kannst du dich nach Herzenslust durch die wirklich leckeren Gerichte probieren.

    La Sirena

    Tapas sind ja nicht unbedingt jedermanns Sache, vor allem wenn man sich schon an die riesigen texanischen Portionen gewöhnt hat (und das geht manchmal schneller, als dir auf der Waage lieb ist!).

    Eine schöne Alternative für ein ebenso atmosphärisches Dinner ist das La Sirena: Elegant, gute Küche, aber trotzdem lockeres Ambiente. Die Küche ist mexikanisch geprägt, aber modern interpretiert: frische Zutaten werden kreativ kombininiert und sorgfältig angerichtet. Und die Cocktailkarte ist ebenso ausgewählt.

    Terrasse des Restaurants La Sirena in Lubbock bei Nacht mit Lichterketten
    Vielfältige Tapas auf kleinen Tellern serviert.

    Cast Iron Grill

    Suchst du etwas für ein typisch texanisches Frühstück, dann empfehle ich dir den Cast Iron Grill. Hier gibt es große Portionen, herzliche Bedienung und nonstop heißen Kaffee frisch aus der gläsernen Kugelkanne – wie im Film.

    Volles Restaurant mit Menschen und Dekoration in Texas
    Verschiedene Wandkreuze und religiöse Schilder im Cast Iron Grill in Lubbock, Texas

    Neben den üblichen Brunchgerichten wie Pancakes, Biscuits & Gravy, Bacon, Eiern in allen Variationen und French Toast solltest du hier unbedingt die hausgemachten Torten probieren. Die cremigen Versuchungen werden nach einem geheimen Rezept des Hauses jeden Tag frisch hergestellt und bildeten den Grundstein des Erfolgs des Cast Iron Grill. Aber Vorsicht, ein Stück reicht locker für drei Personen 🙂

    Übernachten in Lubbock

    Eine Reise steht und fällt oft mit der Unterkunft, wie ich finde. Wenn dich Lubbock jetzt noch nicht überzeugt hat, dann vielleicht spätestens mit diesem süßen Boutiquehotel: Das Cotton Court Hotel* ist nämlich eine absolute Augenweide, und für sich allein schon einen Stopp in Lubbock wert. Gute und dabei auch bezahlbare Boutiquehotels zu finden ist in manchen Regionen der USA nämlich nicht einfach!

    Moderner Pool mit Bar und Liegen im Cotton Court Hotel in Lubbock, Texas
    Midcentury-Sofa im Hotelzimmer
    Kleiderschrank mit Bademantel und Kleiderbügeln im Cotton Court Hotel in Lubbock, Texas

    Die Zimmer im Cotton Court Hotel* sind in Anlehnung der Geschichte Lubbocks als Zentrum des Baumwollanbaus gestaltet. Die hohen Holzdecken erinnern an die großen Scheunen, in denen die Ernte gelagert wurde und die kleinen Vintage-Details versetzen dich zurück in die Zeit des Baumwollbooms.

    An heißen Tagen kannst du dich im großzügigen Patio im kühlen Pool erfrischen; abends gibt es in der hoteleigenen Bar auch Live-Musik – wie es sich für das Musikmekka Lubbock gehört.

    Checke hier Preise & Verfügbarkeit des The Cotton Court Hotel in Lubbock*

    Beste Reisezeit für die High Plains in Texas

    Die besten Monate für einen Besuch in Lubbock sind Frühling (März bis Mai) und Herbst (September bis November). Dann sind die Temperaturen angenehm, die Luft ist trocken, und es gibt zahlreiche Veranstaltungen – vom Weinfest über Musikreihen bis zu historischen Reenactments im National Ranching Heritage Center.

    Der Sommer kann heiß werden, mit Temperaturen deutlich über 35 Grad, während der Winter zwar kühl, aber meist trocken und sonnig ist. Regen ist insgesamt selten.

    Planst du einen Trip in die USA? Hier findest du jede Menge Inspiration für die verschiedensten Reiseziele im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

    Hinweis: Meine Reise erfolgte auf Einladung von Travel Texas.

  • Eine Woche Roadtrip durch Texas: Cowboys, Canyons & Culture

    Eine Woche Roadtrip durch Texas: Cowboys, Canyons & Culture

    Eigentlich war eine Reise in die USA immer eine sichere Bank: Überaus freundliche Menschen, spannende Superlative und ausgefallene kulinarische Leckereien, bei deren Nährstoffwerten man letztendlich doch froh ist, dass man ihnen zu Hause nicht zu oft begegnet.

    Hähnchen und Pommes mit Dip in Korb

    Aber die Welt steht Kopf und so höre ich neuerdings Reaktionen wie: “Was, du reist ausgerechnet jetzt in die USA?” und “Hast du keine Angst vor der Einreise?” – meine two cents dazu erfahrt ihr am Ende dieses Artikels. In jedem Fall pflege ich immer noch eine Vorliebe für exotische Reiseziele und, Überraschung, für mich zählt Texas definitiv dazu.

    Sattel vor einer Texas-Karte an einer Holzwand.

    Eine gute Woche bin ich mit Travel Texas durch einen der prominentesten Bundesstaaten der USA gereist und zugegeben, es war nicht immer einfach. Die angespannte politische Lage hängt wie ein Damoklesschwert in der Luft. Dennoch: Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille. Gerade bei Reisezielen wie Texas lohnt es sich, sich einen offenen Geist zu bewahren und eine Reise als das zu nehmen, was sie letztendlich in diesem Fall auch war: ein ziemlich wildes Abenteuer.

    Bunter Baldachin mit Streifen und Sternenmuster.

    Episches Entertainment in Grand Prairie

    Grand Prairie liegt genau zwischen den beiden texanischen Metropolen Dallas und Fort Worth – und damit auch in der Nähe vom Dallas/Fort Worth International Airport (DFW), einem der größten Flughäfen der Welt.

    Zavala’s Barbecue

    Unser Roadtrip startet mit einer eindrucksvollen Einführung in die texanische Barbecue-Kultur: Bei Zavala’s Barbecue erwartet uns preisgekröntes Brisket, dem aber auch die anderen hauseigenen Spezialitäten wie Rippchen oder Jalapeño-Cheddar-Würstchen in nichts nachstehen.

    Leuchtreklame "Lone Star Beer" im Fenster von Zavala's Barbecue in Grand Prairie, Texas.
    Zwei große gemischte Fleischteller auf Papier bei Zavala's Barbecue.
    Personen essen Barbecue mit Beilagen und Getränken.

    Epic Central

    Bestimmt wird mein Eindruck von Grand Prairie durch Epic Central, einem kürzlich geschaffenen, familienfreundlichen Entertainmentkomplex mit einem Indoor-Wasserpark, einer Boulderhalle, Hotels wie dem Hilton Garden Inn at Epic Central*, Grünanlagen und einem Gastronomiebereich.

    Menschen schwimmen im sonnigen Pool im Epic Central Water Park in Grand Prairie.
    Menschen gehen durch futuristischen LED-Tunnel bei Nacht in Epic Central in Grand Prairie, Texas.

    Traders Village

    In Grand Prairie findest du übrigens auch das Traders Village, den größten Flohmarkt der USA. Mit vielen Street-Food-Ständen, einer großen Showbühne für Live-Musik und zahlreichen Fahrgeschäften kommt hier jeden Samstag und Sonntag richtige Jahrmarktstimmung auf. Willst du aber in Ruhe durch das endlose Angebot der über 3500 Verkäufer stöbern, solltest du so früh wie möglich kommen!

    Verschiedene Früchte auf einem Marktstand ausgestellt.
    Im Traders Village findest du wirklich alles von Lebensmitteln…
    Traditionelle indianische Kunst und Handwerk im Traders Village bei Grand Prairie, Texas.
    …bis zu ausgefallenen Mitbringseln.
    Ladenstraße im Traders Village mit Wasserturm im Hintergrund.
    So leer ist es im Traders Village in Grand Prairie nur frühmorgens.

    Essen & Trinken in Grand Prairie

    Meine Food-Tipps für Grand Prairie: Vidorra für gehobenere mexikanische Küche in sehr coolem Ambiente, Chicken N Pickle für Snacks und Drinks nach einer Runde Pickleball auf den angeschlossenen Courts. Wenn du eine kulinarische Brunch-Location fernab von Restaurantketten suchst, empfehle ich dir das Good Day Café – aber Vorsicht, hier sind die Portionen texanisch riesig!

    Mehr Tipps für Grand Prairie: Hier geht’s zum kompletten Guide für Grand Prairie

    Gegrilltes Fleisch auf Holzkohlegrill serviert bei Vidorra in Epic Central
    Moderne mexikanische Küche im Vidorra.

    Grapevine: Perfekter Stopover in Dallas

    Falls du einmal in die Verlegenheit kommen solltest, Zeit am Flughafen Dallas/Fort Worth totschlagen zu müssen, aber keine Lust auf die immer gleiche Flughafenatmosphäre hast, kannst du auch für ein paar Stunden oder vielleicht sogar eine Übernachtung nach Grapevine verschwinden.

    Straßencafé auf der Main Street in Grapevine mit gestreiftem Sonnenschirm und Autos

    Der Trinity Metro TEXRail bringt dich in nur 10 Minuten direkt vom Flughafen in das historische Zentrum von Grapevine, wo du entlang der Main Street einige süße Boutiquen, Cafés und Restaurants findest.

    Eingang der Farmer's Markets in Grapevine mit Blumen.

    Harvest Hall

    Gleich am Bahnhof solltest du einen Stopp in der Harvest Hall einlegen, einem großen Gastronomiebereich mit vielen Foodständen. Die Harvest Hall ist Teil eines Nachbaus des ehemaligen Bahnhofsgebäudes, der übrigens auch ein ziemlich hübsches Boutiquehotel, das Hotel Vin*, beherbergt. Mein persönlicher Tipp, falls du einmal in Flughafennähe übernachten musst!

    Lieber direkt in der Stadt übernachten? Hier findest du Hotels in Downtown Dallas*

    Innenraum der Harvest Hall in Grapevine mit Food Court.

    Vintage Railroad Tour

    Vom Bahnhof aus kannst du auf eine kleine Tour mit dem historischen Zug umsteigen, der dich durch die weite Landschaft des Cotton Belt fährt und dich auf eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit Grapevines schickt.

    Hier kannst du Tickets für die Vintage Railroad Tour buchen*

    Mehr Tipps für Grapevine findest du hier: Hier geht’s zum kompletten Guide für Grapevine

    Waggon der Cotton Belt Vintage Railroad am Bahnhof in Grapevine
    Rote Lokomotive mit der Nummer 2016 der Cotton Belt Vintage Railroad am Bahnhof in Grapevine, Texas
    Wasserturm in Grapevine, Texas, mit Windmühle und Aufschrift: Cotton Belt Route

    Lubbock: Kunst & Kultur im Panhandle von Texas

    Gut 560 Kilometer von Dallas entfernt liegt Lubbock, das vor allem als Zentrum einer der größten Baumwollregionen der Welt bekannt ist. Dass die Gegend landwirtschaftlich geprägt ist, fällt schon auf dem Weg in die sogenannten South Plains von Texas auf. Die Straße scheint ewig geradeaus zu führen und die Weite der Felder rechts und links ist schier unendlich. Unterbrochen wird die Landschaft nur dann und wann durch winzige Ortschaften, die so klein sind, dass man sie fast zu spät bemerkt.

    Lust auf noch mehr spannende Reisetipps für die USA?
    Hier auf dem USA Blog findest du interessante Reiseziele im Land der unbegrenzten Möglichkeiten

    Stoffabzeichen mit Cowgirl-Spruch und Cowboy-Stiefelbild

    Art District

    Obgleich Lubbock sehr abgelegen scheint, überrascht die Stadt mit einer jungen, kunstinteressierten Szene: Dass ich mal mitten im sogenannten Panhandle von Texas einen Töpferkurs im neu geschaffenen Art District in Lubbock besuche, hätte ich wohl so auch nie für möglich gehalten.

    Künstlerwerkstatt mit Regalen und Materialien
    Lubbock: Arty und jung.
    Hand mit dekoriertem Hut und Streichholzschachtel
    Bei Wild Honey Hats in Lubbock habe ich mir einen Cowboyhut individuell designen lassen.

    Übernachten in Lubbock

    Hoteltipp: The Cotton Court Hotel* – ein sehr hübsches Boutiquehotel, in dem du stilecht in alten Baumwollscheunen nachempfundenen Zimmern übernachtest.

    Poolbereich im Cotton Court Hotel, Lubbock.
    Tipp: The Cotton Court Hotel in Lubbock

    Übrigens: Hier findest du meinen kompletten Guide für Lubbock

    Caprocks Canyon State Park

    Ist dir eher nach Natur, empfehle ich dir einen Abstecher in den Caprocks Canyon State Park. Dort kannst du nicht nur die wilde Natur rund um den Canyon mit seinen beeindruckenden roten Steilwänden bewundern, sondern auch wild lebende Bisons beobachten.

    Grüne Landschaft mit roten Felsen im Caprocks Canyon State Park in Texas.

    Achtung: In den Sommermonaten wird es hier wirklich sehr heiß – achte auf die Warnungen der Parkranger. Meide heiße Tage und statte dich gut mit Wasser und Sonnenschutz aus. Die Gefahr eines Sonnenstichs oder gar Hitzschlags ist nicht zu unterschätzen. Alternativ zu verschiedenen Trails gibt es auch einen Scenic Drive, der dich per Auto durch einen Teil des Parks führt.

    Bisons im Caprocks Canyon State Park, aus Autofenster betrachtet.
    Bisons weiden auf einer Wiese am Flussufer im Caprocks Canyon State Park in Texas.

    Amarillo: Route 66 & Cowgirl Momente

    Eigentlich fiel mir vor meinen Trip zu Amarillo nur der alte Schlager von Tony Christie ein: „Is this the way to Amarillo?“ Aber wusstest du, dass Amarillo auch ein Stopp auf der berühmten Route 66 ist? Nachdem ich in Illinois bereits einige Orte entlang dieser ehemals wichtigen Hauptverkehrsader erkundet habe, war ich umso überraschter!

    Hier findest du alle Artikel über die Route 66

    Zum kompletten Guide über Amarillo

    Oldtimer auf der Route 66 in Amarillo.

    Historical Route 66

    Die historische Route 66 liegt inzwischen mitten in Amarillo und ist gesäumt von kleinen Antiquitätenläden, ausgefallenen Second-Hand-Stores und hübschen Cafés.

    Dort findest du so interessante Geschäfte wie das atmosphärische Aunt Eeks oder Chapterhouse Books, deren Betreiberin sich für die Rechte der LGBTQ+- und der migrantischen Community in der Umgebung einsetzt und marginalisierten Gruppen damit einen wichtigen Safe Space anbietet.

    Straßenszene mit Vintage VW Bus und blauem Wasserturm mit Route 66 Aufkleber in Amarillo.
    Buchhandlung Chapterhouse Books in Amarillo, Texas, mit Regalen und Büchern auf einem Tisch.

    Cadillac Ranch

    Ebenfalls eine Hommage an die wichtige Bedeutung der Route 66 ist die Cadillac Ranch, die sich neben dem heutigen Interstate Highway I-40 befindet.

    Bunte, bemalte Autowracks in der Wüste auf der Cadillac Ranch in Amarillo, Texas.

    Die bunte Kunstinstallation besteht aus zehn hochkant in den Boden eingelassenen Cadillacs, die kostenlos besichtigt werden können. Jeder Besucher darf sich auf den Karosserien mit eigenen Graffitis künstlerisch verewigen – somit verändert sich das Aussehen der Installation ständig.

    Cowgirls & Cowboys in the West

    Möchstest du dein inneres Cowgirl oder deinen inneren Cowboy channeln, empfehle ich dir einen Ausflug zu Cowgirls and Cowboys in the West vor den Toren der Stadt.

    Inhaberin Phyllis hat sich nach einer erfolgreichen Karriere in der Hotellerie dazu entschieden, das Businessleben gegen ein Leben auf ihrer Los Cedros Ranch zu tauschen. Das Besondere: Auf der Farm arbeiten fast ausschließlich waschechte Cowgirls statt Cowboys.

    Mehrere gesattelte Pferde von Cowgirls und Cowboys in the West am Zaun.

    Nach einer kurzen Einführung kannst du hier wie ein echtes Cowgirl bzw. echter Cowboy auf Pferden reiten, die Inhaberin Phyllis liebevoll zum Teil von anderen Ranches gerettet hat und ihnen jetzt ein neues Heim gibt. Nebenbei genießt du spektakuläre Aussichten auf den Palo Duro Canyon, den zweitgrößten Canyon der USA.

    Cowgirl reitet auf geschecktem Pferd vor Scheune.
    Zwei Cowgirls mit weißen Hüten vor Pferdern auf der Los Cedros Ranch bei Amarillo, Texas.
    Touristen reiten mit einer Tour von Cowgirls and Cowboys in the West entlang des Palo Duro Canyon.

    Hilfreiches für deinen Roadtrip durch Texas

    Braucht man unbedingt ein Auto?

    Absolut. Spätestens wenn du die Großstädte wie Dallas, Houston oder Austin verlassen willst, kommst du ohne Auto nicht zurecht. Die USA sind Autofahrer-Land, Texas umso mehr.

    Was muss man bei Mietwagen in Texas beachten?

    Zum Anmieten eines Fahrzeugs reicht der EU-Führerschein, in der Regel verfügen Mietwagen über ein Automatikgetriebe und entspanntes Autofahren sowie Parken sind sogar in Großstädten problemlos möglich.

    Hier kannst du Mietwagen in Texas buchen*

    Klassischer goldener Cadillac mit Nummernschild "Eat Beef".

    Wie ist die Einreise in die USA?

    Ich bin über den Flughafen Dallas-Fort Worth in die USA eingereist und kann wirklich nichts Aufregendes berichten, außer dass die Einreise so verlief, wie jedes Mal: Lange Wartezeiten, sehr ernst schauende Immigration Officer mit noch ernsteren Fragen und kurz bevor ich vor lauter Respekt total die Nerven verliere, fällt die Maske, ich werde angelacht, mein Gegenüber macht vielleicht sogar noch einen kleinen Scherz, wünscht mir in jedem Fall aber amerikanisch-freundlich einen schönen Aufenthalt und schwupps, bin ich eingereist. Die Einreise war absolut kein Problem.

    ESTA oder Visum: Das musst du vor deiner Einreise beantragen

    Ich besitze ein Touristenvisum für die USA, ist aber nur nice to have und kein Muss. Mit einem deutschen Pass musst du ansonsten nur eine ESTA beantragen. Geht unkompliziert online, kostet derzeit 21 US-Dollar und ist für zwei Jahre gültig, falls dein Reisepass nicht vorher abläuft.

    Werkstatt mit Vintage-Straßenschild und Schließfächern im Cast Iron Grill in Lubbock, Texas

    Persönlich finde ich die derzeitige Diskussion über die Einreise in die USA ein bisschen zu sehr von der aktuellen politischen Lage getrieben. Die Einreise war allerdings noch nie ein lustiges Highlight – selbst unter anderen Regierungen.

    Vielleicht ist man aber auch mit einem Pass wie dem deutschen, mit dem einem so ziemlich alle Länder der Welt offen stehen, etwas irritiert, wenn es zu Schwierigkeiten kommt. Ich selbst wurde (mit meinem deutschen Pass) zwei Mal bei der Ein- und Ausreise in einem anderen Land richtig auseinandergenommen; ich vermute bis heute auf Grund von Racial Profiling, weil man mir ansehen kann, dass mein Stammbaum divers ist. Seitdem kann ich jede Person verstehen, der sich dem potentiellen Risiko einer eingehenden Befragung durch Grenzbeamte nicht aussetzen möchte. Mach dir also selbst ein Bild und beurteile die Situation nach deinen persönlichen Gegebenheiten.

    Original Cowboy-Stiefel in einem Regal

    Sollte man jetzt in die USA oder speziell Texas reisen?

    Wenn deine politische Haltung ein Grund ist, warum du dir diese Frage stellst, solltest du dir genau überlegen, ob eine Reise in einen ziemlich konservativen Bundesstaat wie Texas etwas für dich ist. Manchmal kommt in Gesprächen mit Locals doch die Gesinnung zu Tage und wenn du da eine eigene starke Meinung (und/oder wie ich eine latein-/südamerikanische/generelle Migrationsgeschichte) hast, kann das schon eine Herausforderung werden.

    Ich denke allerdings, dass es immer auch Gegenbewegungen gibt, unter die man sich mischen kann – und die lohnt es sich zu entdecken und zu unterstützen.

    Alternative Hefte mit bunten Covern auf einem Ständer bei Auntie Eeks in Amarillo, Texas.

    Aus rein logischer Sicht ist meiner Meinung nach jetzt sowieso die beste Zeit für eine Reise in die USA. Dort, wo sich üblicherweise sehr viele ausländische Touristen aufhalten, ist es bedeutend leerer und der Dollar ist günstig: Beste Voraussetzungen für einen entspannten Urlaub.

    In jedem Fall aber solltest du ein Auge auf aktuelle Geschehnisse haben und deine Reisepläne danach ausrichten. Konsultiere die Seiten des Auswärtigen Amts, schaue Nachrichten, sei wachsam – aber das gilt ja auch für so ziemlich jedes andere Reiseziel.

    Hier findest du alle Artikel zu Texas auf einen Blick

    Disclaimer: Die offizielle Tourismusorganisation des Bundesstaat Texas, Travel Texas, hat mich auf diese Reise zu Recherchezwecken eingeladen.

  • Roadtrip durch Nova Scotia:  Route & Geheimtipps

    Roadtrip durch Nova Scotia: Route & Geheimtipps

    Nova Scotia ist die zweitkleinste Provinz Kanadas und zugegeben, manchmal steht sie bei der Reiseplanung ein wenig im Schatten anderer Regionen des Landes. Warum das so ist, kann ich dir nach einem Roadtrip durch Nova Scotia aber immer noch nicht sagen: Denn ich war ziemlich begeistert!

    Fantastisches Essen, ungewöhnliche Unterkünfte und die allgegenwärtige Lässigkeit der Nova Scotians haben diese Rundreise ab Halifax zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht. In diesem Artikel verrate ich dir die Highlights der Route und einige ziemlich geniale Geheimtipps für deinen Trip.

    Ruhiger See mit Wolkenspiegelung und grünen Hügeln

    Nova Scotia: Ein Roadtrip für Genießer

    Für Wanderer, Outdoorsportler und Naturliebhaber ist das grüne Nova Scotia mit seinen unendlich langen Küsten natürlich ein wahres Paradies. Aber zugegeben, nicht immer will ich auf Stromschnellen im Kajak durch Flüsse jagen, tagelang wandern oder die wildesten Sportarten ausprobieren. Ich will Land und Leute kennenlernen, den Alltag hinter mich lassen und einfach Inspiration fürs Leben und alles andere sammeln – und wenn es richtig gut läuft, Gefallen an der lokalen Küche finden (Spoiler: in Nova Scotia überhaupt kein Problem!).

    Paniertes Gericht mit Pilzen und buntem Gemüse auf weißem Teller

    Auf diesem etwas anderen Roadtrip, der uns hauptsächlich rund um die Südküste Nova Scotias, aber auch nach Halifax und etwas weiter nördlich geführt hat, haben wir es uns daher ziemlich gut gehen lassen und wirklich tolle Spots entdeckt.

    Peggy’s Cove: Leuchtturmliebe & Fischeralltag

    Peggy’s Point Lighthouse

    Gleich vor den Toren von Halifax befindet sich eine der wichtigsten und schönsten Sehenswürdigkeiten Nova Scotias: Der Leuchtturm von Peggy’s Cove, Peggy’s Point Lighthouse, ist einer der meistfotografiertesten Leuchttürme der Welt.

    Frau geht bei Sonnenuntergang auf Leuchtturm am Meer zu

    Leuchttürme werden dir übrigens in Nova Scotia mit seiner endlosen Atlantikküste immer wieder begegnen – die beliebtesten wie Peggy’s Point Lighthouse kannst du ganz einfach entdecken, wenn du dich an die ausgeschilderte “Lighthouse Route” hältst.

    Weißer Leuchtturm mit roter Laterne auf Felsen am Meer

    Tipp: Wenn du die Gelegenheit hast, besuche Peggy’s Point Lighthouse zum Sonnenauf- oder -untergang. Dann wird es hier besonders stimmungsvoll.

    Peggy’s Cove

    Einen Katzensprung vom Leuchturm entfernt kannst du den eigentlichen Fischerort Peggy’s Cove besuchen. Hier leben das ganze Jahr über nur 30 Einwohner, aber dennoch ist der kleine Hafen mit seiner maritimen Atmosphäre einer der schönsten an der Südküste Nova Scotias.

    Malerisches Fischerdorf mit bunten Booten im ruhigen Hafen

    Außerdem kannst du hier durch wirklich hübsche Souvenirshops und einzigartige Kunsthandwerkerateliers bummeln: Suchst du original maritime Dekostücke wie alte Bojen oder Treibholz bist du hier genau richtig. Und selbst wenn du keinen Platz im Gepäck hast: Allein ein Besuch bei The Buoy Shack ist ein Erlebnis für sich.

    Altes Holzhaus-Fenster mit Fischernetzen und Seestern-Dekorationen
    Malerisches Fischerdorf mit rotem Holzhaus am Pier
    Rotes Fischerboot im malerischen Hafen von Peggy's Cove

    Übernachten in & um Peggy’s Cove

    Um Peggy’s Cove bei Sonnenaufgang zu sehen, bietet sich eine Unterkunft in der Nähe an. Empfehlen kann ich dir dafür das Oceanstone Seaside Resort and Spa, das nur wenige Autominuten von Peggy’s Cove entfernt liegt. Das lauschige Resort mit eigenem Strand war unsere erste Anlaufstelle direkt nach unserer Ankunft am Flughafen in Halifax – und das war die beste Entscheidung!

    Zwei Frauen entspannen auf weißen Stühlen vor Strandhaus
    Weiße Adirondack-Stühle am felsigen Meeresküste mit Kiefern

    Hier kannst du direkt entspannt in den Roadtrip starten, denn das Oceantime Seaside Resort and Spa verfügt über einen Outdoor-Spa-Bereich mit Aromatherapie-Sauna, Dampfbad, Kneipp-Bachlauf, verschiedenen Pools und Feuerstellen zum Aufwärmen bei kühleren Temperaturen.

    Hier kannst du Preise & Verfügbarkeit im Oceanstone Seaside Resort and Spa checken

    Eingang zum Spa at Oceanstone mit blühenden Gartenanlagen
    Graues Küstenhaus mit Meerblick und üppiger Vegetation

    Mahone Bay: Herbstvibes & Hollywood

    Von Peggy’s Cove geht es weiter Richtung Mahone Bay, einer Kleinstadt wie aus dem Bilderbuch. Die große Sehenswürdigkeit sind hier eigentlich die drei Kirchen an der gleichnamigen Bucht, deren drei Kirchtürme das Panorama von Mahone Bay prägen – aber der Ort selbst ist noch viel fotogener.

    Hummerfallen am Ufer mit kanadischer Kleinstadt im Hintergrund

    Das lag bestimmt auch am jährlich im Oktober stattfindenden Scarecrow Festival, bei dem kunstvoll gebastelte Vogelscheuchen die Straßen säumen. Fast schon skulpturenhaft werden berühmte Personen, Filmfiguren oder sogar Monarchen wie der britische King Charles I. zu Vogelscheuchen gestaltet und sorgen zusammen mit dem sich langsam verfärbenden Laub für ein buntes Straßenbild in Mahone Bay.

    Mahone Bay Schild mit Vogelscheuchen und Herbstdekoration

    Überhaupt ist mir hier zum ersten Mal so richtig aufgefallen, dass der Herbst die eigentliche perfekte Jahreszeit für einen Trip nach Nova Scotia ist: Mit ein bisschen Glück sind die Tage sonnig und trocken – und die herbstliche Kleinstadtatmosphäre wirkt wie aus einem romantischen Hollywoodfilm entsprungen.

    Idyllische Kleinstadt-Straße im Herbst mit bunten Bäumen
    Blaues Holzhaus am Kanal mit Herbstbäumen im Hintergrund
    Blaue Holzgebäude mit orangefarbenen Akzenten im Herbst

    Was du in Mahone Bay unternehmen kannst

    In Mahone Bay findest du einige hübsche Locations, in denen du die Herbststimmung so richtig genießen kannst: Im The Barn kannst du dich mit einem warmen Pumpkin Spice Latte in einen der gemütlichen Sessel kuscheln und die gemütliche Atmosphäre eines authentischen Coffee House genießen. Magst du lieber Tee, empfehle ich dir die Tea Brewery mit ihrer wirklich sehr guten Auswahl an losem Tee.

    The Barn Coffee and Social House mit orangefarbenen Blumen und Open-Schild
    Vintage Regal mit Messingkerzenhaltern, Kürbis und altem Foto
    Gemütlicher Laden mit Pflanzen, Kerzen und Naturkosmetik auf Holzregalen

    Noch mehr Lust auf Kanada?
    Hier findest du weitere Artikel.

    Lunenburg: Kunst, Kultur & gutes Essen

    Lunenburg ist eine wahre Wundertüte: Von zumeist deutschen Siedlern Mitte des 18.Jahrhunderts gegründet, kann die einst wichtigste Hafenstadt der Region auf eine lange Geschichte zurückblicken.

    Buntes Hafenstädtchen mit Holzsteg und Segelschiff am Wasser

    Du findest hier also jede Menge Architektur aus dieser Zeit, wie zum Beispiel schmucke Kapitänsvillen oder bedeutsame Sehenswürdigkeiten wie die Bluenose II, einen Nachbau des berühmten Segelschoners Bluenose, der durch seine enorme Größe und Wendigkeit zum Nationalheiligtum Kanadas geworden ist.

    Frau spaziert auf Holzdeck eines historischen Segelschiffs mit Flaggen

    Tipp: Die Bluenose II liegt im Hafen von Lunenburg und kann mit einem Ticket für das Fisheries Museum of the Atlantic besichtigt werden.

    Warum du Lunenburg nicht verpassen darfst

    So viel Geschichte hat sogar dazu geführt, dass Lunenburg 1995 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurde. Aber auch abseits der wichtigen Geschichte findest du hier ein ziemlich hübsches Örtchen, das viel zu bieten hat: Kulinarisch und kulturell gibt es einiges zu entdecken!

    Fish Shack Restaurant in Lunenburg, Nova Scotia mit Blumendekoration

    Ob bunte Fischbuden mit fangfrischem Lobster (The South Shore Fish Shack), eine spanische Tapas-Bar (Bar Salvador) oder lauschige Coffee Shops (No.9 Coffee Bar) über und über mit Werken lokaler Künstler tapeziert – in Lunenburg hätte ich locker noch ein paar Tage mehr verbringen können, auch, um durch die vielen kleinen Galerien und Vintage-Läden zu bummeln.

    Frische Meeresfrüchte auf Eis in kanadischem Fischrestaurant
    Spanische Tapas in Tonschalen mit Zitronengetränk
    Frau posiert vor buntem Lunenburg-Wandgemälde in Kanada

    Wo übernachten in Lunenburg

    Am besten übernachtest du hier mittendrin, denn abends hier durch die Lokale zu ziehen, solltest du dir nicht entgehen lassen. Wir haben in den B2 Lofts übernachtet – inklusive traumhaften Ausblicks auf die Bucht von Lunenburg.

    Mehr über Lunenburg & alle genauen Tipps erfährst du hier.

    Gemütliches Wohnzimmer mit hellem Fenster und weißen Vorhängen

    Von Lunenburg bis Yarmouth: Traumhafte Strände, wilde Haustiere und ein Wohnparadies

    Die nächste Etappe hielt etwas mehr an Kilometern bereit – die Entfernungen sind, wie überall in Kanada, auch in einer kleinen Provinz wie Nova Scotia nicht ohne. Und schöne Stopps gibt es bei der überwältigenden Küstenlandschaft im Süden Nova Scotias genug, sodass es wirklich schwer fällt, nicht alle paar Kilometer anzuhalten.

    Meine liebsten Spots auf dem Weg von Lunenburg zu unserem nächsten längeren Halt Yarmouth:

    Liverpool

    Fast wären wir durchgefahren, aber manchmal sind es eben genau diese Orte, die für die größten Überraschungen auf einem Roadtrip sorgen. Von großen Sehenswürdigkeiten eher entfernt, ist Liverpool eine kleine, leicht zu übersehende Kleinstadt. Dennoch empfehle ich dir, hier einen kleinen Stopp einzulegen.

    Straßenschild Liverpool und Brooklyn vor viktorianischem Gebäude

    Zum einen kannst du in Liverpool richtiges Local Life erleben, zum anderen kannst du ein echtes kulinarisches Kleinod entdecken. Im Main & Mersey wird japanisch-kanadische Fusionsküche serviert: Wirklich, wirklich gut, absolut einzigartig und sprengt dabei noch nicht mal die Reisekasse. Unbedingt ausprobieren!

    Gemütliches Café-Interieur mit Pflanzen, Holzmöbeln und Rattanlampen
    Knusprige Krokette mit cremiger Sauce und Bonito-Flocken
    Main & Mersey Café mit Außensitzplätzen in Backsteingebäude

    Summerville Beach

    Entlang der zerklüfteten, weitläufigen Südküste Nova Scotias gibt es traumhaft wilde Strände – einer davon ist Summerville Beach. Der knapp ein Kilometer lange Sandstrand mit türkisblauem Wasser gilt als einer der schönsten Nova Scotias.

    Felsiger Sandstrand mit ruhigem Meer und Horizont
    Einsamer Strand bei Ebbe mit Herbstwald im Hintergrund

    Den besten Ausblick auf den Strand und zugleich eine gute Option für einen kulinarischen Zwischenstopp hast du vom Quarterdeck Grill.

    Gelbe Barhocker auf Holzterrasse mit Meerblick

    In den angeschlossen Quarterdeck Beachside Villas kannst du übrigens auch gut übernachten – Meerblick inklusive.

    Cape Sable Island: Eine wilde Überraschung

    Ein Abstecher zum südlichsten Zipfel Nova Scotias bringt dich über den Cape Sable Island Causeway nach Cape Sable Island, einer kleinen, bewohnten Insel mit endlosen, rauhen Atlantikstränden. Perfekt, um sich die frische Brise um die Nase wehen zu lassen.

    Helle Kieselsteine am Strand mit ruhigem Meer im Hintergrund
    Treibholz am Kiesstrand mit Leuchtturm in der Ferne

    Aber Cape Sable Island birgt noch eine Überraschung: Im südlichen Teil, The Hawk genannt, lebt eine kleine Population von Rehen, die sich hier irgendwann einmal auf der Insel angesiedelt hat, obwohl hier nicht wirklich Wald zu sehen ist. Auf der Suche nach Essbarem jedoch streifen sie ganz selbstverständlich durch die Vorgärten der wenigen Häuser der Insel – und die Anwohner haben sich so sehr an sie gewöhnt, dass sie sie immer mal wieder mit Möhren und anderem Futter versorgen.

    Junges Reh steht auf Rasen neben rotem Holzhaus

    Füttern aus dem Auto heraus ist allerdings verboten, wohl, damit sich die Tiere nicht an Autos gewöhnen und die Unfallgefahr steigt. Offen und entspannt wie die Bewohner Nova Scotias aber sind, dauerte es nicht lange, und wir fanden uns bei einem lustigen Plausch auf der Veranda eines Ehepaares wieder, vor uns ein Sack voller Möhren und umzingelt von wilden Rehen.

    Reh steht vor einer Hausveranda und schaut neugierig hin
    Zwei Hirsche grasen im Garten vor rotem Holzhaus

    Falls ihr selbst mal vorbeifahrt: Die Anwohner freuen sich über Futterspenden. Gerade in der Jagdsaison findet ihr überall Straßenverkäufe mit großen Mengen Gemüse wie z.B. Möhren (die dann aber anders genutzt werden, nämlich als Lockmittel) – einfach mitbringen, in The Hawk findet ihr Spendenkisten, die ihr befüllen könnt.

    Yarmouth

    Eher etwas ruhig und unscheinbar, entpuppte sich Yarmouth als absoluter Übernachtungs-Geheimtipp: Die Rennesouth Apartments befinden sich in einem Ensemble historischer Handelshäuser, die sich bis zur Sanierung in einem schlechten Zustand befanden und unbewohnbar waren – unvorstellbar, wenn man die einzelnen Apartments heute sieht!

    Helle moderne Küche mit Marmorarbeitsplatte und Blumendekoration

    Das gesamte Renovierungsprojekt war so beeindruckend, dass der Prozess in einer eigenen Fernsehshow des Senders HGTV dokumentiert wurde.

    Industrielles Wohnzimmer mit Chesterfield-Sofa und Backsteinwand
    Elegantes Badezimmer mit freistehender weißer Badewanne und Kunstgemälde

    Was du in Yarmouth unternehmen kannst:
    Yarmouth Farmer’s Market Jeden Samstag gibt es einen kleinen Farmer’s Market mit viel Kunsthandwerk und Leckereien aus kleiner Produktion. Hier findest du die besten und außergewöhnlichsten Souvenirs.
    Rudder’s Brew Pub Gemütlicher Pub mit unzähligen Biersorten. Perfekt, um in das Kleinstadtleben einzutauchen.
    Warehouse 87 Antiques Emporium Kleines Antiquitätenparadies für Vintageliebhaber, direkt auf der Water Street

    Farbenfrohes Straßenkunst-Mural einer Meerjungfrau an Gebäudewand
    Hände reichen Teller mit käseüberbackenen Pommes frites

    Digby: Hauptstadt der Jakobsmuscheln

    Nachdem ich zwar schon ziemlich leckere Lobstergerichte, aber immer noch keinen kompletten Lobster verputzt hatte (ich habe mich einfach nicht herangetraut), musste eine andere Meeresfrüchte-Spezialität Nova Scotias ran. Digby nennt sich selbst „scallop capital of the world„, und wenn nicht hier zum ersten Mal Jakobsmuscheln probieren, wo dann?

    Gebratene Jakobsmuscheln mit Zitronenscheibe auf Muschelschale
    Willkommensschild Digby Crows Nest mit maritimen Dekorationen

    Zugegeben, wirklicher Fan von Jakobsmuscheln bin ich zwar nicht geworden, aber das rustikale Ambiente des The Crow’s Nest mit Blick auf den Hafen von Digby und die Bay of Fundy ist den Besuch wert. (Und ansonsten wirst du hier auch als Nicht-Meeresfrüchte-Esser oder Vegetarier auf der Karte fündig.)

    Kanadische Uferpromenade mit Flaggen, Kanone und Leuchtturm
    Fischerboote im ruhigen Hafen unter bewölktem Himmel
    Holzschnitzerei mit Meerestieren an weißer Hausfassade

    Harbourville: Der Natur ganz nah

    Harbourville besteht hauptsächlich aus einem kleinen Hafen und steht womöglich gar nicht so oft auf dem Programm von Besuchern in Nova Scotia. Aber nur ein paar Autominuten entfernt findest du einen richtigen Geheimtipp, wenn du einfach mal entspannen und die Natur genießen willst.

    Kleiner Fischerhafen mit blauen Booten bei Ebbe
    Roter Harbourville Fish Market mit Boot unter blauem Himmel

    Mit der Harbourville Villa West hast du hier den perfekten Ort, um deine Batterien aufzuladen. Rund um das Gebäude mit 2 großen Maisonettewohnungen gibt es weit und breit nichts außer Natur: Die unverbaute Aussicht auf die Bay of Fundy ist atemberaubend, und tagsüber siehst du hier sogar Weißkopfseeadler über dem Haus fliegen.

    Adler fliegt über graues Meer mit Küste im Hintergrund
    Grüne Wiese mit Holzstapel und Meerblick durch Bäume
    Wildblumenwiese mit Bäumen und Meeresblick im Herbst

    Das gesamte Haus ist sehr offen und hell gestaltet, was ein echter Segen ist; nachts im Bett liegen zu können und dabei in den funkelnden Sternenhimmel zu schauen, der hier rundherum ganz frei von ablenkenden Lichtquellen ist, ist einfach magisch.

    Gemütliche Fensterbank mit Patchworkdecke und Meerblick
    Gemütliches Wohnzimmer mit Frühstückstisch und Obst

    Wolfville: Saftige Äpfel und ein bisschen Magie

    In Wolfville sind wir noch einmal richtig in die Herbststimmung in Nova Scotia eingetaucht: Pünktlich zur Erntesaison trudelten wir in diese hübsche Kleinstadt ein, die ein bisschen mein Herz gestohlen hat.

    Besucher pflücken bunte Kürbisse auf einem Herbst-Kürbisfeld

    In der Gegend um Wolfville gibt es viel Landwirtschaft. Daher findest du viele Straßenverkäufe mit frischem Obst und Gemüse, aber auch Pumpkin Patches, das sind große Wiesen mit den schönsten Kürbissen in allen Farbvariationen. Oder du pflückst dein Obst einfach selbst – Körbchen im kleinen Markt vorne an der Straße holen und im Dickicht der Obstbäume verschwinden. Selbst gepflückte Äpfel sind einfach die leckersten!

    Frisch geerntete rote Äpfel in einer Holzkiste
    Frau pflückt frischen Apfel vom Baum im Obstgarten

    In Wolfville selbst kannst du durch die kleinen Pubs ziehen, gemütliche Coffee Shops wie das Charts Café oder ausgefallene Shops wie das Realm entdecken.

    Café-Speisekarte mit Kaffee-, Tee- und Speisenangebot
    Verschiedene Edelsteine und Mineralien in Glasschalen auf Markt

    Wallace Bay: Wein & Wellness

    Wir hatten noch ein wenig Zeit auf unserem Roadtrip und haben daher noch einen Abstecher in eine andere Gegend von Nova Scotia gemacht: Die Northumberland Shore ist bekannt für seine langen Strände, an denen durch die geographische Lage das Wasser wärmer ist als an anderen Orten (einzigartig bei den sonst eher kalten Atlantiktemperaturen) und eines der bekanntesten Weingüter Nova Scotias.

    Bunte Adirondack-Stühle mit Blick auf Golfplatz und Meer

    Bei Jost Vineyards kannst du über das Weingut spazieren und einen der besten Weine Nova Scotias probieren.

    Vier Holzstühle vor grünem Weinberg im Herbst

    Zum Baden im Meer war es im Herbst allerdings schon zu kalt; dafür haben es uns im luxuriösen Fox Harb’r Resort direkt am Meer gut gehen lassen. Mitten auf einem Golfplatz gelegen (absoluter Tipp für Golfer und die, die es werden wollen – leider reichte unsere Zeit nicht) bist du hier von Grün umgeben und kannst tagsüber zum Entspannen das große Spa mit Meerblick nutzen und dich abends im Restaurant verwöhnen lassen.

    Elegantes Hallenbad mit Holzgewölbedecke und klarem Wasser
    Elegante Hotelbar mit Ledersesseln und beleuchtetem Spirituosenregal
    Lammkotelett mit Gemüse, Kartoffelpüree und Beerensauce

    Halifax: Großstadt mit viel Herz

    Als Hauptstadt ist Halifax natürlich viel geschäftiger als andere Städte der Provinz. Hier erwartet dich eine Großstadt mit unzähligen Einkaufsmöglichkeiten und tollen Cafés und Restaurants. Dennoch verfügt auch Halifax über den lässigen Charme Nova Scotias, sodass wir hier unseren erlebnisreichen Roadtrip entspannt ausklingen lassen konnten.

    Blick auf den Hafen von Halifax mit kanadischen Flaggen vom Fenster aus.
    Veganes Café mit Kreidetafeln und Backwaren auf Theke
    Buntes Blumen-Wandgemälde auf Backsteinmauer neben weißer Tür

    Lass dir daher unbedingt etwas Zeit für eine kleine Sightseeingtour durch die Stadt und erkunde edgy Vintage-Shops wie Elsie’s Consignment Clothing, bunte Street Art wie am Canadian Museum of Immigration at Pier 21 oder innovative Gastro-Konzepte wie die lateinamerikanische Bar Sofia.

    Hotel-Tipp für Halifax: Muir*

    Hier geht’s zum ausführlichen Halifax-Guide mit all meinen Tipps

    Frau im Bademantel sitzt lächelnd in weißem Hotelbett
    Vintage-Secondhand-Shop mit Kleidung, Möbeln und Accessoires
    Gemischter Grillteller mit Fleisch, Gemüse und Pommes

    Karte mit allen Locations

    Damit du dir nicht alle Orte einzeln notieren musst, habe ich dir alles auf dieser Karte abgespeichert. Du kannst sie dir auch in deine Google Maps App laden – so hast du alle Locations auch unterwegs zur Hand.

    Frisch geerntete rote Äpfel in einer Holzkiste

    Praktische Tipps für deinen Trip nach Nova Scotia

    Wie kommt man am besten nach Nova Scotia?

    Wenn du von Deutschland aus nach Nova Scotia willst, gibt es gute Neuigkeiten: Von Frankfurt aus kannst du direkt mit Condor nach Halifax, der Hauptstadt Nova Scotias, fliegen. Und der Flug ist für einen Transatlantikflug mit maximal nur 7 Stunden richtig kurz! Am frühen Nachmittag sind wir in Frankfurt gestartet, zum Sonnenuntergang sind wir in Halifax gelandet und direkt losgefahren.

    Condor-Flugzeug mit Streifenlackierung am Flughafengate

    Condor fliegt mit einem brandneuen A330neo nach Halifax, und selbst in der Economy Class ist das Serviceangebot sehr gut, was Komfort und Bordverpflegung angeht. Es lohnt sich aber auch, ein Auge auf mögliche Upgrades zu haben.

    Manchmal ist der Preisunterschied zur Premium Economy Class oder zur Business Class nicht so hoch, wie man denkt. Wenn du dich nicht direkt bei der Buchung festlegen willst, ist das auch kein Problem. Je nach Buchungslage kannst du sogar noch kurz vor dem Flug spontan am Gate ein Upgrade buchen (und manchmal ein gutes Schnäppchen machen!).

    Flugzeugfenster mit reflektiertem Gesicht.
    Hand rührt Kaffee in Condor-Pappbecher mit Holzstäbchen

    Was ist die beste Reisezeit für Nova Scotia?

    Gute Monate für einen Trip nach Nova Scotia sind von Juni bis September. Das Klima ist dann mild bis sommerlich warm. Wenn du einen beeindruckenden Indian Summer erleben willst, bietet sich auch der Oktober als Reisemonat an.

    Die Landschaft Nova Scotias verfärbt sich dann in den leuchtendsten Farben und in den einzelnen Ortschaften kannst du dich mit Events wie dem Scarecrow Festival in Mahone Bay oder den Vorbereitungen auf Halloween in Herbststimmung bringen.

    Orangene und weiße Kürbisse mit bunten Herbstblumen

    Braucht man unbedingt einen Mietwagen?

    Tatsächlich ja. Ohne Mietwagen durch Nova Scotia zu reisen, ist beschwerlich. Es gibt Busverbindungen, aber die Entfernungen sind nicht zu unterschätzen. Außerdem sind einige der erwähnten Orte nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

    Allerdings ist das Autofahren in Nova Scotia sehr easy. Der Verkehr ist entspannt und selbst in größeren Orten ist Parken nie wirklich ein Problem. In Kanada wird das metrische System genutzt, sodass du auch im Gegensatz zu Reisen in den USA keine Probleme mit der Umrechnung von Meilen in Kilometer hast.

    Selbst in Halifax kannst du relativ entspannt durch die Stadt cruisen; in der Innenstadt musst du vielleicht nur je nach Unterkunft schauen, wo du den Wagen über Nacht am besten parken kannst – unser Hotel bot gegen Aufpreis einen Platz in der hoteleigenen Tiefgarage.

    Es macht übrigens Sinn, das Auto auch für Halifax zu nutzen. Der Flughafen liegt nämlich etwas außerhalb, und allein mit dem Auto benötigt man 35 bis 40 Minuten bis in die Innenstadt. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln dauert die Fahrt mehr als eine Stunde. Es lohnt sich also, einen Mietwagen für den gesamten Aufenthalt zu reservieren, auch wenn man ihn zum Sightseeing in Halifax nicht unbedingt benötigt.

    Für die Anmietung reicht übrigens der deutsche/EU-Führerschein.

    Hier kannst du Mietwagen ab Halifax buchen*

    Rote Äpfel in Kartons mit Aufschrift Product of Canada

    Braucht man für Kanada ein Visum?

    Mit einem deutschen Pass musst du vor der Einreise nach Kanada eine elektronische Reisegenehmigung (eTA) beantragen. Die eTA kostet 7 € und ist bis zu fünf Jahren gültig, je nach Ablaufdatum deines Reisepasses. Du kannst sie damit auch für spätere Reisen nach Kanada nutzen.

    Zusätzlich kannst du dir die App ArriveCAN ( iOS / Android ) für die Zollabfertigung herunterladen. Damit kannst du dir unter Umständen längere Wartezeiten bei der Einreise sparen.

    Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Zusammenarbeit mit Tourism Nova Scotia.

  • Amalfitana Roadtrip: Mit dem Auto die Amalfiküste entlang

    Amalfitana Roadtrip: Mit dem Auto die Amalfiküste entlang

    Entlang der Amalfiküste verläuft die Amalfitana, offiziell Strada Statale 163 Amalfitana (SS 163) genannt. Ein Roadtrip auf einer der aufregendsten Straßen Italiens steht wohl auf so mancher Bucketlist. Die Amalfitana führt von Sorrent an so berühmten Orten wie Positano, Minori, Amalfi und Maiori vorbei. Immer an der Steilküste entlang, immer mit dem Blick auf das blau funkelnde Mittelmeer. Die Amalfitana ist nur 50 Kilometer lang, aber diese kurze Strecke hat es in sich! Mit ein paar Tipps allerdings wird eine Fahrt an der Amalfiküste mit dem eigenen Auto oder dem Mietwagen zum unvergesslichen Erlebnis!

    Tipp: Die Amalfiküste ist ein super beliebtes Reiseziel und kleine Mietwagen, mit denen man gut durch schmale Straßen kommt, sind schnell weg! Buche am besten im Voraus!
    ➜ Finde hier einen Mietwagen für deinen Roadtrip an der Amalfiküste*

    Wie lange braucht man für einen Roadtrip entlang der Amalfiküste?

    Für die Amalfiküste sollte man sich Zeit nehmen und mindestens eine Übernachtung einplanen! Du kannst auch gut mehrere Tage oder einen ganzen Urlaub hier verbringen. Die Strecke ist zwar kurz, aber es gibt einfach sehr viel zu sehen. Doch Achtung: Im voraus buchen ist super wichtig, sonst wird es während der Saison richtig, richtig teuer!

    ➜ Finde hier die passende Unterkunft an der Amalfiküste

    ➜ Hier findest du Tipps für die schönsten Orte an der Amalfiküste

    Straße Amalfiküste mit Kurven und Auto
    Kaum eine gerade Strecke: Mühsam windet sich die Amalfitana über 50 Kilometer die Amalfiküste in Italien entlang.

    Amalfitana: Die schönste Straße Italiens?

    Wenn man von schönen Auto-Strecken innerhalb Italiens spricht, ist die Amalfitana immer dabei. Kein Wunder, ist sie doch ein absolutes Kunstwerk des modernen Straßenbaus. Dass sie überhaupt konstruiert wurde, ist eine Meisterleistung: Hier an der Amalfiküste fallen die massiven Felsen fast senkrecht ins Meer, kurvig dazu, und zum Teil mussten für die Amalfitana Tunnel in das Gestein geschlagen werden.


    Noch mehr Tipps für Italien?
    Zum Italien Blog mit Städtereisen von Rom bis Neapel


    Fünfzig Kilometer findet sich fast keine einzige gerade Strecke, hin und her schlängelt man sich mit dem Auto die Kurven entlang, auf einer Seite Felsgestein, unter sich das Meer. Fahrerisch schon anspruchsvoll. Oder wer hat in unseren Breitengraden Erfahrung mit Serpentinen?

    Amalfitana Blick auf Mittelmeer

    Autofahren entlang der Amalfiküste: Ist es schwierig?

    Ich habe seit mindestens zehn Jahren keinen eigenen Wagen mehr, braucht man in Berlin ja auch nicht. Ich war auch nie begeisterte Fahrerin. Trotzdem fahre ich immer noch von Zeit zu Zeit Auto, und ich habe kein Problem damit, mich schnell in Mietwagen oder fremden Autos zurecht zu finden. Angst vorm Autofahren ist mir ebenfalls fremd, trotzdem war mir vor dem Roadtrip über die Amalfitana doch etwas mulmig. Die vielen Kurven, die steilen Klippen ins Meer, der wilde italienische Verkehr – ob das gut geht?

    Amalfitana Bucht mit Strand
    Immer wieder spektakuläre Aussichten: Wie man wohl an diesen ungewöhnlichen Strand kommt?

    Es ging. Mit einer kleinen Eingewöhnungsphase. Denn unerwarteterweise war mir nach dem ersten Tag und zahlreichen Kurven ziemlich schlecht, obwohl ich selbst gefahren bin! Dafür war das Fahren an sich gar nicht so schrecklich, wie erwartet, und ich habe ein paar Tipps mitgebracht, die euch helfen werden, wenn ihr einen Trip mit dem Auto oder mit dem Mietwagen an die Amalfiküste plant. 

    Tipps für einen Roadtrip entlang der Amalfitana (mit dem eigenen Auto oder Mietwagen)

    • Meide die Hochsaison! Die Amalfiküste ist eine der beliebtesten Urlaubsregionen Italiens. Im Sommer wird es richtig voll! Das sorgt nur für zusätzlichen Stress und weniger Fahrspaß.
    • Die richtige Richtung wählen: Wirklich Spaß macht eine Fahrt entlang der Amalfiküste nur von Sorrent aus Richtung Salento. So hat man das Meer immer auf der rechten Fahrseite und kann die phänomenale Aussicht geniessen. Außerdem finde ich persönlich es wesentlich angenehmer, nah an der steilen Küste anstatt nah an den schroffen Felswänden entlang zu fahren.
    • Die Parkbuchten nutzen: Entlang der Amalfitana gibt es immer wieder kleine Parkbuchten, an denen man kurz für Fotos eine Pause einlegen kann. Haltet an, sobald ihr eine Lücke seht. Nicht immer ist nämlich etwas frei, es könnte sein, dass ihr bei der nächsten Möglichkeit leer ausgeht und warten ist aufgrund der engen Straße und dem nachfolgenden Verkehr keine Option.
    • Viel trinken und Zitronenbonbons lutschen: Am Ende des ersten Tages, nach ein paar Kilometern auf der Amalfitana, war mir tatsächlich übel und schummrig, obwohl ich gar nicht so empfindlich bin. Die vielen Kurven haben es echt in sich! Vielleicht kam dann auch noch die Höhenveränderung dazu.
      Wie gut allerdings, dass die Amalfiküste bekannt für ihre besonders aromatischen Zitronen ist und die Amalfitana gespickt ist mit kleinen Verkaufsständen. Am Straßenrand kann man dort Zitronen und allerlei Produkte wie Zitronenbonbons kaufen. Einmal die Schale einer Zitrone aufgekratzt und daran gerochen, oder ein Zitronenbonbon gelutscht, und der flaue Magen beruhigt: Altes Hausmittel gegen Reiseübelkeit! Hilft wirklich! Gegen die veränderte Höhe hilft viel trinken. 
    Zitronen in Holzkiste aus Amalfi
    • Am besten hinter einem SITA-Bus fahren! Das sind die öffentlichen Linienbusse, die die Amalfitana entlangfahren, und ich fand es sehr praktisch, genau dahinter zu fahren. Zum einem kennen die Busfahrer die Amalfitana wie ihre Westentasche und wissen, wie eng die nächste Kurve wird, zum anderen konnte ich mich gut an deren Geschwindigkeit orientieren: Wenn der Bus das schafft, schaffen wir mit unserem geliehenen Cinquecento das auch.
    • Dränglern aus dem Weg gehen: Die Parkbuchten sind auch eine hervorragende Möglichkeit, Drängler an sich vorbeiziehen zu lassen! Lasst euch nicht aus der Ruhe bringen, auf der Amalfitana braucht man zum Fahren schon mehr Konzentration.
    • Abstand wahren: Vor allem hinter einem Bus! Wenn plötzlich in der Kurve oder einem Tunnel ein anderer Bus entgegenkommt, kann es eng werden. Solche Probleme werden auf der Amalfitana ganz einfach gelöst, in dem der Bus dann einfach ein paar oder auch ziemlich viele Meter zurücksetzt – da ist es schon praktisch, wenn man nicht direkt dahinter gehalten hat.

    Mit dem Mietwagen oder dem eigenen Auto?

    Mit dem eigenen Auto fahren fiel bei mir schon mangels Auto flach. Von Deutschland aus ist es außerdem noch ein ganzes Stück hinunter bis nach Kampanien und der Amalfiküste. Das bietet sich dann eher an, wenn man mehr Zeit zu Verfügung hat. Mit dem Wohnmobil, Wohnwagen oder größeren Fahrzeugen wird es übrigens an der Amalfiküste schwierig. Wohnmobile zum Beispiel dürfen nur von Mitternacht bis 6.30h morgens die Amalfitana entlang fahren, und selbst das stelle ich mir nicht einfach vor.

    Positano Amalfitana Amalfiküste Häuser
    Parkplatzsuche in Positano? Man kann es sich fast schon denken: Es wird abenteuerlich.

    Wichtige Tipps bei der Wahl eines Mietwagens

    Achte bei der Anmietung eines Mietwagen auf jeden Fall auf eine Vollkasko-Versicherung ohne Selbstbeteiligung! Nicht, dass dauernd Unfälle passieren (ist uns nicht begegnet). Aber durch die engen Straßen in Orten wie Positano und die meist schwierige Parkplatzsituation kann es schnell zu Kratzern kommen.

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    Also besser etwas mehr ausgeben, bevor es später zu größeren Rechnungen kommt! Das Auto haben wir dann nach unserem Aufenthalt in Neapel in der Stadt abgeholt und sind direkt losgefahren.

    Tipp: Miete kein Auto für Neapel! Dort Auto zu fahren kann sehr anstrengend sein und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bzw. Taxi oder Uber kommt man viel besser durch die Stadt. Außerdem verlangen viele Autovermieter, den Wagen aufgrund der Diebstahlgefahr nur auf bewachten Parkplätzen abzustellen, was das Parken in der Innenstadt komplizierter macht.

    Amalfiküste mit Fiat 500 Mietwagen
    Stilecht & praktisch: Mit einem weißen Fiat Cinquecento die Amalfiküste entlang.

    Alternative Roadtrips ohne Mietwagen

    Falls es dir doch zu heikel ist, die Amalfitana selbst entlang zu fahren: Schliesse dich doch einfach einer Tour an. Besonders, wenn du nicht viel Zeit hast – z.B. bei einem kurzen Aufenthalt in Neapel – kannst du so auch noch etwas von der schönen Amalfiküste sehen.

    Von Neapel bis Salerno: Noch mehr Tipps für die Amalfiküste

    An der Amalfiküste, aber auch in der Umgebung, findest du viele tolle Orte für einen Zwischenstopp oder einen kleinen Aufenthalt. Hier findest du Inspirationen für einen Trip zur Amalfiküste mit Tipps von Neapel bis Salerno:

    Travel Guide Neapel: Die besten Tipps und Sehenswürdigkeiten
    Die beste Pizza Neapels: Wo du die echte Pizza Margherita findest
    Pompeji: Was du dir unbedingt anschauen musst
    Ausflug ab Sorrent (oder Neapel): Ein Tag auf Capri
    Positano: Tipps für einen Tag

  • Pontiac, Illinois: Tipp an der Route 66

    Pontiac, Illinois: Tipp an der Route 66

    Pontiac war eine weitere Station auf unserem Roadtrip entlang der legendären Route 66 durch Illinois. Auf den ersten Blick eine ruhige amerikanische Kleinstadt, kann man sich in Pontiac die volle Ladung Route 66 Atmosphäre abholen. Im örtlichen Route 66 Museum erfährt man so ziemlich alles über die berühmte Straße.

    Noch besser aber sind die Gespräche mit den Menschen vor Ort: Jeder hat seine persönliche Route 66 Geschichte und erzählt sie voller Stolz. Und dass, obwohl die Route 66 als offizielle Landstraße längst durch moderne Interstate Highways ersetzt wurde. Was man in dem kleinen Örtchen Pontiac in Illinois alles erleben kann, lest ihr hier!

    Pontiac: Route 66 Association Hall of Fame & Museum

    Das Route 66 Museum ist die Sehenswürdigkeit in Pontiac, die man auf einem Route 66 Roadtrip in Illinois definitiv mitnehmen muss. So viele Erinnerungsstücke, Fotos und Exponate über das Leben an der Route 66 wurden hier zusammen getragen, dass man sich in einer Zeitmaschine wähnt. Stundenlang hätte ich hier noch stöbern können!

    fridge route

    Walldogs: Street Art Künstler der ersten Stunde

    Besonderes Highlight: Im Innenhof des Route 66 Museums findet man beeindruckende Murals! Diese sollen an die Walldogs erinnern: So wurden die Künstler genannt, die Geschäfte, Werbetafeln und Wände kreativ mit Werbebotschaften bemalten, bevor Massenmedien Einzug hielten. Heute versucht Pontiac diese Tradition wieder aufleben zu lassen, in der ganzen Stadt findet man immer wieder die schönsten Route 66 Murals.

    pontiac illinois walldog mural

    Mehr Inspiration gesucht? In meinem USA Blog findet ihr noch mehr Reiseberichte aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

    Das allerschönste (und absolut instagrammable) Mural befindet sich an der Rückseite des Route 66 Museums! Das kunstvolle Route 66 Emblem ist legendär!

    ➜ Komplette Route für einen Route 66 Roadtrip durch Illinois

    pontiac illinois route  mural walldog

    Bob Waldmire: Mein Held der Route 66

    Noch bevor es digitale Nomaden und Vanlife gab, zog es Bob Waldmire (1945-2009) in die Ferne: In seinem umgebauten Van fuhr er sein halbes Leben die Route 66 auf und ab, schrieb Geschichten, zeichnete und illustrierte. Sein gelber VW Bulli, der heute mitten im Museum steht, stand sogar Pate für Fillmore aus dem Pixar-Film „Cars“! Mit diesem Bulli fuhr Bob Waldmire durch die USA, immer entlang der Route 66. Seine kunstvollen Route 66 Karten sind heute noch aktuell und definitiv ein tolles Mitbringsel, zu kaufen im Museumsshop.

    pontiac illinois bob waldmire karten
    pontiac illinois bob waldmire postkarten

    Ein noch tolleres Souvenir ist allerdings das Lebensgefühl, das die Faszination rund um die Person Bob Waldmire ausmacht: Die Leidenschaft für ein Leben nach seinen Vorstellungen, abseits vom Mainstream, in völliger Freiheit, hat mich sehr beeindruckt.

    bob waldmire route

    Wenn er nicht auf Reisen war, lebte er in einem umgebauten Schulbus, der meist irgendwo in seiner Heimatstadt Springfield parkte. Der Schulbus steht auf dem Innenhof des Route 66 Museums, komplett eingerichtet, so wie Bob Waldmire darin gelebt hat: Ein gemütliches Sammelsurium aus Andenken und Souvenirs mehrerer Jahrzehnte auf der Route 66.

    school bus bob waldmire
    bob waldmire van pontiac illinois route

    Fun Fact: Bob Waldmire war der Sohn von Ed Waldmire Jr., Gründer des legendären Cozy Dog Drive-In in Springfield, Illinois! Hier kann man neben den berühmten Cozy Dogs auch Bob Waldmires Werke erstehen.

    Museum of the Gilding Arts & Pontiac-Oakland Automobile Museum

    Pontiac ist zwar nach einem Indianerhäuptling und nicht nach der bekannten US-Automarke benannt, trotzdem gibt es nebenan im Pontiac-Oakland Automobile Museum jede Menge Pontiac-Oldtimer zu sehen.

    Nicht weit entfernt ist das Museum of the Gilding Arts – Ende des 19. Jahrhunderts waren die Herstellung und Veredelung mit Blattgold sehr populär. Hier im Museum kann man mehr über diese Technik erfahren. Beide Museen sind kein unbedingtes Muss – aber wenn man schon mal in Pontiac ist, kann man schon mal einen Blick hineinwerfen.

    Pontiac Illinois Museum of the Gilding Arts
    Pontiac Illinois Museum of the Gilding Arts

    Für alle drei vorgestellten Museen (Route 66, Gilding Arts und Automobile Museum) ist der Eintritt übrigens kostenlos, Spenden werden aber gerne entgegengenommen.

    Essen & Trinken in Pontiac

    Italienische Küche in riesigen Portionen gibt es im Bernardi’s, dem wohl besten Italiener der Stadt. Die Gerichte waren okay, viel interessanter war aber das Ambiente.

    Coffee Shop, der auch gleichzeitig Treffpunkt im Städtchen ist: Im The Cup and The Scone findet man sofort Anschluss.

    Alle Locations sind im kleinen Pontiac fußläufig zu erreichen, also einfach Mietwagen abstellen und die Stadt zu Fuß erkunden!

    *Disclaimer: Diese Recherchereise wurde unterstützt von Enjoy Illinois.

  • Illinois: 8 Stopps für einen Roadtrip auf der Route 66

    Illinois: 8 Stopps für einen Roadtrip auf der Route 66

    Route 66, das ist eine jener Straßen, deren Mythos niemanden kalt lässt. Freiheit, Weite, pures Amerika: Das kam auch mir als erstes in den Sinn, als wir in Chicago zu unserem Roadtrip auf der Route 66 durch Illinois aufbrachen. Route 66 und Illinois? Richtig, die berühmteste und älteste Ost-West-Verbindung der USA beginnt eben nicht an der Ostküste, wie ich fälschlicherweise immer dachte, sondern in Chicago, Illinois, und führt durch Bundesstaaten wie Missouri und Texas bis nach Kalifornien.

    In diesem Artikel nehme ich euch mit auf unseren USA Roadtrip auf der Route 66 in Illinois – und ich kann vorab verraten: Nach so vielen wunderbaren Begegnungen auf unserem Weg durch Illinois wäre ich am liebsten einfach endlos weitergefahren wie Bob Waldmire, mein heimlicher Held der Route 66!

    #1 Chicago: Der Beginn der Route 66 in Illinois

    Die Route 66 beginnt tatsächlich mitten in Chicago gegenüber dem Art Institute Chicago, unweit der berühmten Skulptur The Bean. Auf der East Adams Street zwischen der Wabash Avenue und der Michigan Avenue befindet sich der Anfang der Route 66.

    Wenn man es nicht weiß, läuft man an dem diskreten Straßenschild, in den Hochhausschluchten von Chicago glatt vorbei! In der Nähe ist übrigens schon der erste Pflichtsstopp auf der Route 66:

    lou mitchells chicago route 66 illinois

    Im legendären Lou Mitchell’s, dem ältesten Diner der Stadt, kann man sich in originaler Vintage-Diner Atmosphäre auf den Roadtrip einstimmen. Das Essen ist typisch amerikanisches Diner-Food: Schwer und viel. Geschmacklich hat es mich nicht vom Hocker gerissen, aber die rustikale Atmosphäre hat alles wett gemacht.

    Chicago ist übrigens eine der wenigen amerikanischen Städte, die mein Herz im Sturm erobert haben!

    Mehr über Chicago findest du in folgenden Beiträgen:

    Powered by GetYourGuide

    #2 Joliet: Blues Brothers & Old State Prison an der Route 66 in Illinois

    Echtes Roadtrip-Feeling schon wenige Autominuten später beim Verlassen der Stadt: die Weite des Mittleren Westen kommt schon ein wenig zum Vorschein. Die Route 66 in Illinois ist sowas von gespickt mit interessanten Sehenswürdigkeiten, dass der erste Halt nur 77km von Chicago entfernt ist. Joliet, Illinois, ist der Auftakt zu einer Reise voller Überraschungen und herzlicher Begegnungen: Die Route 66 lebt von ihren Geschichten!

    Wie viele Geschichten die Old State Prison in Joliet wohl erzählen könnte? Das über 150 Jahre alte Staatsgefängnis, das bis 2002 noch in Betrieb war, ist nicht zu übersehen. Lange Zeit war der Zutritt verboten, die riesige Anlage verfiel.

    Gefängnis Joliet Lost Place USA Illinois

    Facts über die Route 66

    • 1926 eröffnet
    • Länge: knapp 4000 km
    • Anfang: Chicago, Illinois – Ende: Santa Monica, Kalifornien
    • zieht sich durch Illinois, Missouri, Kansas, Oklahoma, Texas, New Mexico, Arizona, Kalifornien
    • heute komplett durch Interstate Highways ersetzt, die parallel zur alten Route 66 verlaufen
    • viele Teile sind heute verlassen
    • in Illinois wurde rund um die Route 66 viel restauriert
    Gefängnis Lost Place Joliet Illinois USA

    Heute finden dort Events und Führungen statt. Fun Fact: Das Gefängnis diente in vielen Serien (z.B. Prison Break) und Filmen (Blues Brothers) als Kulisse. Die Zelle aus dem Film Blues Brothers kann sogar besichtigt werden.

    Mehr über unseren Besuch in der Joliet Prison, kurz bevor das Gefängnis der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde:
    Lost Place an der Route 66

    Weitere Sehenswürdigkeiten in Joliet:

    Im Joliet Area Historical Museum and Route 66 Welcome Center mit vielen Informationen zur Route 66 kann man sich perfekt auf die Fahrt einstimmen

    Das Rialto Square Theatre von 1926 ist ein prachtvolles Theater, das auch tagsüber besichtigt werden kann.

    Essen & Trinken in Joliet

    Für einen Mittagsnack hielten wir in der MyGrain Brewery (man beachte das Wortspiel!), das sich im kürzlich restaurierten alten Bahnhof von Joliet befindet. Nicht-Fahrer und Bier-Liebhaber freuen sich über das im Haus gebraute Bier! Die kleine Brauanlage kann übrigens auf Nachfrage auch näher angeschaut werden, persönliche Führung inklusive: Wie überall in Illinois sind die Menschen unglaublich nett und aufgeschlossen!

    Planst du eine Reise in die USA?
    In meinem USA Blog findest du viele Tipps & Inspirationen

    #3 Wilmington: Gemini Giant & The Launching Pad

    Kurz nach Joliet, in Wilmington, befindet sich der berühmte Gemini Giant! Der Gemini Giant ist einer der sogenannten „Muffler Men“, riesige Statuen, die als Werbefiguren für Geschäfte, Tankstellen und Lokale entlang der Route 66 genutzt wurden. Nebenan befindet sich das Launching Pad, ein ehemaliges Route 66-Lokal.

    Nachdem es lange leer stand, haben die neuen Besitzer dort ein sehr charmantes Route 66 Welcome Center eingerichtet, in dem man mit Hilfen von vielen originalen Fotos und Exponaten in den Erinnerungen an die gute alte Route 66 schwelgen kann.

    Wie überall sind die Menschen hier stolz und erzählen gerne von ihrem Leben an der Route 66, so auch Launching-Pad-Besitzer Tully, der sofort mit seiner Begeisterung ansteckt. Für ein echtes Tourifoto tauchte dann zum Abschluss sogar noch der örtliche Sheriff auf, der sofort bereitwillig und fröhlich mit uns fotografieren ließ – die amerikanische Herzlichkeit ist einmalig.

    #4 Pontiac: Route 66 Sehenswürdigkeiten, Street Art & mein Held Bob Waldmire

    Pontiac hat zwar viel mit der Route 66 und Autos zu tun – dennoch leitet sich der Name nicht von der Automarke, sondern von einem Indianerhäuptling ab. Auf den ersten Blick eine etwas verschlafene Kleinstadt, dennoch gab es so viel zu sehen, dass wir hier fast einen kompletten Tag verbrachten! Was man sich in Pontiac anschauen sollte:

    Route 66 Hall of Fame Museum

    Im Route 66 Hall of Fame Museum machte ich Bekanntschaft mit der Geschichte um Bob Waldmire – den man in Instagram-Zeiten wohl am besten mit dem Hashtag #vanlife beschreiben könnte.

    bob waldmire van pontiac illinois route
    Der Van von Bob Waldmire: Ein absolutes Unikat!
    bob waldmire van pontiac illinois route
    Auch innen noch im Originalzustand: Kreatives Chaos voller Route 66 Andenken.
    bob waldmire van pontiac illinois route
    Der ältere VW Bulli von Bob Waldmire, der auch im Museum zu sehen ist, schaffte es sogar in einen Pixar Film.

    In seinem Van, der auf dem Hof des Museums besichtigt werden kann, fuhr er Zeit seines Lebens die komplette Route 66 von Illinois bis Kalifornien auf und ab. Er lebte einfach und im Einklang mit der Natur und verdiente Geld mit seiner Kunst. In mühevoller Kleinarbeit kritzelte er u.a. Route 66 Reiseführer, bis er im hohen Alter an Krebs verstarb. Sein Wahlspruch:

    I didn’t want to learn anything, so I became a traveling artist.

    Bob Waldmire

    International Walldog Mural & Sign Art Exhibit

    Die Murals der Walldogs, einer Gruppe von Street Art-Künstlen, sind in ganz Pontiac zu sehen. Eine interessante Ausstellung dazu ist im Route 66 Museum integriert. Das berühmteste Mural befindet sich an der Rückseite des Route 66 Museums: Nicht verpassen!

    pontiac illinois route

    Pontiac-Oakland Automobile Museum

    Hauptsächlich wunderschöne Oldtimer aus der goldenen Zeit der Route 66, aber auch jede Menge Vintage-Flair. Wer noch etwas Zeit hat, sollte auch noch einen Blick in das Pontiac Automobile Museum werfen!

    Dongbai International Airbrush Art School

    Vor einigen Jahren kam Dong Bai, ein chinesischer Künstler, aus Peking nach Pontiac – und blieb, weil es ihm so gut gefiel. Heute gibt er in seinem Atelier Airbrush-Kurse, verkauft seine Bilder, malt aber auch Porträts, wie das des Bürgermeisters, der uns voller Stolz ob so viel Internationalität nach Ladenschluss Dongs Atelier präsentierte – er hat ja auch den Schlüssel, die beiden sind befreundet. Ganz easy ist das hier. Amerikanische Kleinstadtidylle pur – da geht einem das Herz auf.

    Essen & Trinken in Pontiac

    Bei Bernardi’s, schräg vom Livingston County Courthouse, gibt es Italienische Küche – amerikanisch serviert: Die Gänge sind breit, nicht ohne Grund, denn zum Hauptgang für mehrere Personen wird ein riesiger Klapptisch herangetragen, auf dem die riesigen Teller drapiert und zwischengeparkt werden. Portionen gigantisch.

    Im The Cup and the Scone gibt es Kaffee mit Familienanschluss: Die Inhaber sind unglaublich herzlich, und wer mag, ist auch immer gern zu den regelmäßigen stattfindenden Spieleabenden eingeladen.

    #5 Springfield, Illinois: Abraham Lincoln & die originale Route 66

    Für Amerikaner ist Springfield sowas wie ein Wallfahrtsort der Moderne: Hier wirkte Abraham Lincoln, einer der beliebtesten US-Präsidenten überhaupt und Vater des modernen Amerika. Unter ihm wurde die Sklaverei abgeschafft! In Springfield gibt es aber nicht nur Abraham Lincoln Sehenswürdigkeiten zu sehen, sondern auch sonst hält die Haupstadt von Illinois (nein, es ist nicht Chicago!) viel Route 66- und Midwest-Flair bereit!

    Lincoln Sehenswürdigkeiten in Springfield

    Nicht verpassen sollte man Abraham Lincoln’s Haus und das Mausoleum (an der Nase der Lincoln-Statue davor zu reiben, soll Glück bringen!) Im Abraham Lincoln Presidential Museum erhält man einen sehr guten geschichtlichen Überblick (das Kino besuchen – sehr faszinierend!).

    Springfield Illinois State Capitol

    Original Route 66: Historic Brick Road bei Springfield

    Etwas außerhalb von Springfield (Snell Road and Curran Road, Auburn, IL) befindet sich zwischen Maisfeldern noch ein original erhaltenes Teilstück der Route 66! Unglaublich, dass die Route 66 ursprünglich nur mit dicken Backsteinen gepflastert war. Das Stück ist übrigens befahrbar. Unbedingt anschauen für echtes Route 66 Feeling!

    Essen & Trinken in Springfield

    Außerdem wichtig: Platz lassen im Magen für Springfield’s berühmte Spezialitäten: Cozy Dogs und Horseshoe Sandwiches sind typisches Route 66 Essen.

    Springfield Illinois Horseshoe Sandwich

    Einen umfangreichen Guide für Springfield habe ich euch hier zusammengetragen:
    Springfield: Zwischen Abraham Lincoln, Route 66 und Illinois Makern

    #6 Pink Elephant Antique Mall in Livingston, IL: Vintage Shopping an der Route 66

    Spätestens jetzt ist man wirklich im Route 66 Fieber – und da kommt ein Shoppingparadies wie die Pink Elephant Antique Mall gerade recht! Hier gibt es alles an Vintagezeug und Route 66 Memorabilia, was man sich nur erträumen kann. Alte Werbeschilder, Langspielplatten, Möbel… die Liste ist endlos. Ich habe dort eine funktionstüchtige, pastellfarbene Schreibmaschine zum Schnäppchenpreis erstanden und die verwunderten Blicke der Security-Mitarbeiter am Flughafen, als ich meine Schreibmaschine neben dem Macbook auf das Laufband packte, waren Gold wert.

    pink elephant antiques mall livingston illinois
    pink elephant antiques mall livingston illinois
    pink elephant antiques mall livingston illinois

    Tipp: Fasziniert dich das Route 66 Flair? Dann wird dir dieser Artikel über Amarillo, Texas, gut gefallen – denn auch dort verläuft die historische Route 66!

    #7 Cahokia Mounds: Ein präkolumbisches Rätsel

    Lange blieben die Cahokia Mounds unentdeckt. Man wunderte sich einfach nicht über die gleichmäßigen, hohen Hügel in der ansonsten flachen Landschaft – waren sie ja schon immer da. Bis Archäologen in den 1960er Jahren hier eine der größten präkolumbischen Städte nördlich von Mexiko fanden: Tausende Menschen lebten damals in Cahokia. Die Bedeutung der Hügel, der Cahokia Mounds, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Zum Teil dienten die flachen Hügel als Baugrund für herrschaftlichere Behausungen, aber auch als Begräbnisstätten.

    cahokia mounds historic site illinois
    cahokia mounds historic site illinois
    cahokia mounds historic site illinois

    #8 Alton: Berühmte Männer & die größte Ketchup-Flasche der Welt

    Alton ist die letzte Station an der Route 66 in Illinois. Für seine Größe hat das kleine Alton am Mississippi (ja, hier fühlt es schon richtig nach Südstaaten und Mississippi-Flusskreuzfahrten auf Raddampfern an!) schon jede Menge berühmte Söhne: Der eine, Miles Davis, war zwar recht klein, aber einer der größten Jazz-Trompeter der Welt und der andere, Robert Wadlow, war mit 2,72m tatsächlich der größte je lebende Mensch der Welt. Noch größer allerdings ist die größte Ketchup-Flasche (oder wie man hier sagt: Catsup) der Welt! Die Wassertürme sind typisch für den Mittleren Westen der USA und eine damalige Ketchup-Fabrik in Collinsville baute ihren einfach in Form einer Ketchup-Flasche!

    Alton Illinois Route

    Übrigens: Alton wird von vielen als spritueller Ort angesehen. Mark Twain bezeichnete Alton einmal als düstere Kleinstadt am Mississippi! Hohe Kriminalität und die Wirren des Bürgerkrieges (in der Region verlief die Grenze zwischen Norden und Südstaaten) taten ihr übriges.

    Von düster ist heute nichts mehr zu sehen – aber man kann sich heute mittels einer geführten Tour auf die Spuren des „Haunted Alton“ begeben. In der McPike Mansion werden Führungen und Geisterbeschwörungen angeboten – hört sich skurril an, aber spätestens im atmosphärischen Gewölbekeller fand ich, dass man die besondere Energie des Hauses nicht abstreiten kann.

    Essen & Trinken in Alton

    Fast Eddie’s Bon Air Ob für feucht-fröhliche Junggesellenabschiede oder ein gemütliches Nachmittagsbier: Das Fast Eddie’s Bon Air ist eine Institution! Das Essen ist gut günstig und die Bierauswahl riesig.

    Fast Eddies Bon Air Alton Illinois

    Gentelin’s on Broadway Das Kontrastprogramm für den Abend: Das Gentelin’s on Broadway bietet feine Küche und die besten Cocktails, die in einem Mini-Shaker am Tisch serviert werden.

    Übernachten in Alton

    Für Alton habe ich einen ganz besonderen Tipp: In der Beall Mansion übernachtest du in einer eleganten Stadtvilla, liebevoll eingerichtet und bei bester Verpflegung. Ein indivuelles Spa-Programm mit Massage kann ebenfalls gebucht werden. Absolute Empfehlung für das romantische Flair und gelungener Abschluss eines aufregenden Roadtrips.

    Hier kannst du dein Zimmer in der Beall Mansion buchen

    Beall Mansion Alton Illinois
    Beall Mansion Alton Illinois
    Beall Mansion Alton Illinois
    Beall Mansion Alton Illinois
    Beall Mansion Alton Illinois

    Transparenz: Dieser Roadtrip wurde unterstützt von Enjoy Illinois.

  • Joliet, Illinois: Old Joliet Prison an der Route 66

    Joliet, Illinois: Old Joliet Prison an der Route 66

    Was es auf der Route 66 in Illinois alles zu sehen gibt! Ich hätte noch Wochen damit verbringen können, „The Mother of Roads“ entlang zu fahren und kleine und große Städte und ihre Geschichten zu entdecken. Diese Reise war einfach voller Überraschungen, so wie in Joliet, wo ich mich plötzlich ganz unerwartet in einem faszinierenden Lost Place wiederfand: Im alten Gefängnis von Joliet, der Old Joliet Prison.

    old joliet prison

    Joliet, der Heritage Corridor und die Route 66

    Unser allererster Stopp ab Chicago, wo die berühmte Route 66 startet, war Joliet, nur wenige Kilometer entfernt. Joliet ist Teil des Heritage Corridors, eines Gebiet rund den Illinois-and-Michigan-Kanal, der die Großen Seen ab Chicago mit dem Mississippi verbindet. Der Heritage Corridor ist vor allem beliebtes Naherholungsgebiet mit vielen Möglichkeiten für Outdooraktivitäten. Im Joliet Area Historical Museum und dem dazugehörigen Route 66 Welcome Center, das die Geschichte der Gegend zeigt, kann man sich übrigens wunderbar auf eine Fahrt entlang der Route 66 einstimmen.

    Lost Place: Der Geheimtipp Old Joliet Prison

    Die eigentliche Attraktion aber – und wirklich erst seit kurzer Zeit für Besucher überhaupt offiziell zugänglich – ist das alte Joliet Correctional Center (auch: Illinois State Penitentiary), ein 1858 erbautes Gefängnis, das bis sage und schreibe 2002 noch in Betrieb war. Dann eröffnete das neue Gefängnis gegenüber, Insassen und Wärter zogen um. Zurück blieb ein verlassenes Gebäude, dem Verfall überlassen – und mittlerweile ein Traum für alle Fotografen auf der Suche nach stimmungsvollen Lost Places.

    altes gefängnis joliet illinois usa

    Das alte Gefängnis in Joliet – Wie kommt man rein?

    Das Betreten ohne Erlaubnis ist natürlich streng verboten, aber mittlerweile hat die Stadtverwaltung dem steigenden Interesse nachgegeben und bietet geführte Touren an.

    Zur Tourbuchung für die Old Joliet Prison

    treppenhaus in der old joliet prison

    Old Joliet Prison und Hollywood

    Die Old Joliet Prison, war aber auch schon zu Betriebszeiten eine beliebte Kulisse, nicht nur für Fotos, sondern auch für große Hollywood-Filme und Serien! Stolz zeigte uns unserer Tourguide die Zelle von John Belushi aus Blues Brothers, und wir durften nicht weiter, ohne vorher ein Tourifoto von uns in der Zelle schiessen zu lassen. Aber auch in neueren Produktionen ist die Old Joliet Prison ein beliebter Drehort!

    Wenn du die Serie „Prison Break“ geschaut hast, wird dir die Gefängnisanlage bekannt vorkommen: Die Old Joliet Prison diente auch hier als Set! In der Serie bekam das Gefängnis den Namen „Fox River State Penitentiary„, in der eine der beiden Hauptfiguren Lincoln Burrows zu Unrecht eine Haftstrafe verbüßt, während sein Bruder Michael Scofield alles daran setzt, ihn zu befreien.

    Altes Gefängnis – viele Geschichten

    An vielen Stellen spürt man noch immer eine bedrückende Atmosphäre. Viele Zellen sind noch im Originalzustand, wie sie verlassen wurden, Gitterstäbe und die kalte, metallene Sanitäreinrichtung sind in den Zellen noch vorhanden. Und wenn man überlegt, dass hier noch vor nicht mal 20 Jahren noch Häftlinge einsaßen, läuft einem ein Schauer über den Rücken.

    alte zelle in der old joliet prison illinois usa

    Zusammen mit der ruinenartigen Abrissstimmung in der gesamten Anlage entsteht eine wirklich düstere Umgebung, und man möchte gar nicht wissen, wie viele gruselige Geschichten diese dicken Gemäuer schon miterlebt haben.

    Old Joliet Prison: Lohnt es sich?

    Als Fotokulisse sowieso einmalig, war der Besuch der Joliet Prison absolut sehenswert. Aufgrund des maroden Zustandes und der unklaren weiteren Nutzung des riesigen Areals erkundigt euch vorher unbedingt über den derzeitigen Stand der Dinge. Und: Kommt nicht auf dumme Ideen, das Gefängnis auf eigene Faust zu besuchen, das Gelände wird durch die örtliche Polizei überwacht. Sonst könnt ihr das aktuelle Staatsgefängnis gegenüber gleich mitbesichtigen, da kennen die Amerikaner keinen Spaß 🙂

    zaun um die old joliet prison illinois usa
  • Springfield: Die besten Sehenswürdigkeiten in der Hauptstadt von Illinois, USA

    Springfield: Die besten Sehenswürdigkeiten in der Hauptstadt von Illinois, USA

    300 Kilometer von Chicago entfernt liegt Springfield, Illinois, einer der geschichtsträchtigsten Ort der USA überhaupt. Und nein, es ist nicht das Springfield der Simpsons: Das heißt nur so, weil Springfield einer der häufigsten Namen für Kleinstädte in den USA ist. Dieses Springfield hier ist zum einen die Hauptstadt des Bundesstaates Illinois (nicht Chicago, wer hätte das gedacht?) und zum anderen die Wirkungsstätte des wohl bedeutendsten US-Präsidenten: Abraham Lincoln. Durch Springfield führt auch die historische Route 66, da war ein Stopp in Springfield auf unserem Route 66 Roadtrip ein absolutes Muss für die volle Ladung amerikanische Geschichte.

    Springfield Illinois: Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

    Geschichte klingt sowieso schon immer so dröge – und was hat man als Europäer schon mit amerikanischer Geschichte am Hut? Ganz Springfield, Illinois, dreht sich um Abraham Lincoln, da gibt es kein Entkommen, und auf den ersten Blick scheint die Stadt, die für Amerikaner so bedeutungsvoll ist, nur mäßig interessant für unsereins. Von wegen!

    Erstens: Lincoln war echt eine tolle Persönlichkeit, die nicht nur Amerika, sondern auch die Welt verändert hat. Und zweitens: Springfield, Illinois, ist eine charmante Stadt und die Lincoln-Attraktionen sind so wunderbar gestaltet, dass man selbst als Kulturbanause begeistert ist. Und nebenbei lernt man auch noch was. (Übrigens habe ich wie so oft auf dieser Reise gedacht, dass so ein Roadtrip auch eine schöne Reise für Familien ist: Viele Museen und Sehenswürdigkeiten sind kinderfreundlich gestaltet und Kinder sind im familienorientierten Illinois sowieso immer willkommen!)

    Springfield Illinois Sehenswürdigkeiten Abraham Lincoln Museum

    Abraham Lincoln Presidential Library & Museum

    Das ausschließlich dem Leben und Wirken Abraham Lincolns gewidmetem Museum ist eine Mischung aus interaktiver Ausstellung und Multimedia-Vorführungen. Mag anfangs vielleicht sehr amerikanisch nach Walt Disney aussehen, ist aber sehr informativ und toll gemacht.

    Die Vorführung „Ghosts of the Library“ im Holavision Theatre nicht verpassen – und nachher darüber rätseln, ob der Erzähler ein Hologramm war oder doch in echt auf der Bühne stand. Und unbedingt nach kostümierten Wärtern Ausschau halten: die sind Teil der Ausstellung und tragen spontan im Museum verteilt Stücke vor!

    Zur Webseite der Abraham Lincoln Presidential Library & Museum

    Old State Capitol

    Im Old State Capitol in Springfield, das von 1840 bis 1876 als Abgeordnetenhaus von Illinois fungierte, ging Abraham Lincoln Zeit seines Lebens als Politiker und Anwalt ein und aus. Heute kann man dort noch alle Säle inklusive Einrichtung aus der damaligen Zeit besichtigen. 1858 kündigte genau hier Abraham Lincoln seine Präsidentschaftskandidatur an, und 2007 folgte ihm der damalige Senator von Illinois: Barack Obama.

    Zur Webseite des Old State Capitol

    Springfield Illinois Sehenswürdigkeiten Old State Capitol Saal

    Lincoln Home National Historic Site

    Hier kann man sich in einer Art Freilichtmuseum das Wohnhaus von Abraham Lincoln ansehen, in dem er bis zu seiner Wahl zum Präsidenten wohnte. Das Wohnhaus wurde aufwendig restauriert und in den Zustand zu Lincolns Lebzeiten versetzt. Aber nicht nur das Wohnhaus von Lincoln wurde erhalten, sondern auch der ganze Straßenzug von Springfield, Illinois.

    Springfield Sehenswürdigkeiten Abraham Lincoln Wohnhaus

    Und mithilfe der allgegenwärtigen Schauspieler, die das Leben zur damaligen Zeit zeigen, ist das ganze Gelände wie eine Zeitreise! Mit Glück begegnet man sogar einem täuschend echten Abraham Lincoln, der immer mal wieder die Straße entlang spaziert.

    Zur Webseite des Lincoln Home National Historic Site

    Lincoln’s Grab

    Abraham Lincoln wurde auf dem Oak Ridge Cemetery begraben, welcher dadurch einer der meistbesuchten Friedhöfe der USA ist. Nicht vergessen: Unbedingt die Nase der Lincoln-Büste vor dem Eingang des Mausoleums rubbeln, das soll Glück bringen! Der blank geschrubbten Nase nach ist das wohl richtig beliebt und für kleine Leute wie mich gibt’s sogar noch ’nen Hocker davor, damit man auch gut rankommt!

    Zur Webseite des Lincoln’s Tomb

    Springfield Illinois USA Sehenswürdigkeiten Abraham Lincoln Büste mit Nase
    Springfield Illinois Abraham Lincoln Nase Glücksbringer
    Vom vielen Reiben blank: Die Nase von Abraham Lincoln.

    Ein paar Lincoln Facts:

    • Abraham Lincolm war von 1861 bis 1865 Präsident der USA
    • der erste US-Präsident, der bei einem Attentat starb
    • Gegner der Sklaverei, was zum Sezessionskrieg zwischen dem liberalen Norden und den Sklaven haltenden Südstaaten führte (hallo Fackeln im Sturm mit Patrick Swayze – na, wer erinnert sich?)
    • gewann den Bürgerkrieg, führte Norden und Süden wieder zusammen und sorgte für das Ende der Sklaverei in allen Staaten
    • lebte mit seiner Familie in Springfield, Illinois, wo er sich als Anwalt und Politiker seine Karriere begann

    Springfield hat aber auch außerhalb der Lincoln-Stätten einiges zu bieten, so dass man mindestens einen vollen Tag dafür einplant, besser noch zwei Tage! Was man sonst noch alles gesehen haben sollte:

    Illinois State Capitol

    Springfield Illinois State Capitol Saal Parlament Abgeordnetenhaus

    1877 eingeweiht, dient das Illinois State Capitol noch immer als Abgeordnetenhaus von Illinois. Die schon von weitem sichtbare Kuppel ist über 100 Meter hoch (sogar höher als das Kapitol in Washington, DC!) und wirklich spektakulär, gerade auch durch die niedrige Bebauung der Kleinstadt Springfield. (Obwohl Springfield die Hauptstadt von Illinois ist, hat es nur schnuckelige 115.000 Einwohner!)

    Den ganzen Tag über finden Touren statt, bei denen man die Abgeordnetenkammer mit den beeindruckendsten Kristalllüstern besichtigen kann – je nach Verfügbarkeit. Auch die riesige Kuppel ist von innen noch einmal sehenswerter – ich konnte nach so viel Kleinstadtidylle unterwegs auf der Route 66 gar nicht fassen, plötzlich so viel pompöse Architektur zu sehen. Wirklich beeindruckend.

    Zur Webseite des Illinois State Capitol

    Mehr über Illinois findest du auch in meinem USA Blog

    Dana Thomas House von Frank Lloyd Wright

    Frank Lloyd Wright war einer der bekanntesten amerikanischen Architekten des letzten Jahrhunderts: Er entwarf zum Beispiel das Guggenheim Museum in New York. Mit seinen „Prairie Houses“ schuf er den Begriff der „organischen Architektur“, bei der sich Häuser und Gebäude nahtlos in Landschaft, Kunst und Kultur einfügen sollten.

    Springfield Illinois Dana Thomas House Tisch

    Eines dieser Prairie Houses ist das Haus von Susan Lawrence Dana: Viel Holz, unerwartet dunkel, aber für sein Baujahr (1902) ungeheuer visionär. 35 Zimmer, verteilt auf 3 Etagen und 16 Zwischenetagen insgesamt. Wilde Partys sollen hier stattgefunden haben. Ach ja, und ’ne Bowlingbahn gibt auch noch, direkt hinterm Hauseingang.

    Zur Webseite des Dana Thomas House

    Springfield Illinois Dana Thomas House Fenster
    Springfield Illinois Dana Thomas House Schreibtisch
    Springfield Illinois Dana Thomas House Teller Dekoration

    Essen und Trinken in Springfield: Die besten Locations

    In Springfield, Illinois, gibt es so einige Locations, die man unbedingt auf seinem Route-66-Trip mitnehmen sollte! Amerikanischer wird’s nämlich nicht. Und wie auch im Rest von Illinois findet man hier zahlreiche „Maker“: Kreative Kleinunternehmer aus Handwerk, Handel und Landwirtschaft – fair produziert, lokal und nachhaltig. Alle sind zusammengeschlossen in einem öffentlichen Programm namens Illinois Made.

    Auf unserem Roadtrip durch Illinois haben wir immer mal wieder einige kennengelernt, Café- und Restaurantbetreiber, Mikrobrauereien oder Handwerker – und es ist beeindruckend, mit welchem Enthusiasmus diese kleinen Unternehmen bei der Sache sind.

    Custom Cup Coffee

    Hier wird der Kaffee vor Ort geröstet – und man kann sogar dabei zuschauen! Bei Interesse werden alle Fragen zum Thema Kaffee beantwortet. Die Betreiber von Custom Cup Coffee legen Wert auf fair gehandelten Kaffee und kennen einen Großteil der Lieferanten aus aller Welt persönlich. Und neben fantastischem Kaffee und sympathischem Service gibt es die geilsten Apfel-Zimt-Bacon-Taschen überhaupt.

    Route 66 Motorheads Bar

    Die Route 66 Motorheads Bar ist nicht nur die klassische Route 66 Trucker Bar am Straßenrand, sondern gleichzeitig auch ein Museum mit Oldtimern vor der Tür, Vintageschildern innen und außen und viel Neon. Im Schuppen nebenan kann man nicht nur noch mehr Stücke bewundern, sondern auch beim Restaurieren zusehen. Übrigens: Ein absolut fantastischer Fotospot!

    SpringfieldIllinoisMotorheadsBarRouteMemorabilia
    SpringfieldIllinoisRouteMotorheadsVintageSchilderMotel
    Springfield Illinois grauer Oldtimer Motorheads

    Cozy Dog Drive In

    Wirkliches Must-See auf der Route 66: Im Cozy Dog Drive In wurde der Cozy Dog erfunden, ein im Teigmantel frittiertes Hotdog-Würstchen am Spieß. Hört sich skandalös fettig an, isses auch, aber auch irgendwie lecker. Eine Portion mit Pommes für zwei reicht – wie auch sonst überall – locker für vier. Die Portionen sind riesig.

    SpringfieldIllinoisCozyDogsRouteCornDogs

    Der Cozy Dog Drive In ist eine Route-66-Institution. Hierhin kommen seit 1949 Jung und Alt, und nicht nur Touristen! Die Atmosphäre ist herzlich-familiär, jeder kennt jeden, und alle kennen Bob Waldmire: Die Route-66-Legende, über die es im Route-66 Hall of Fame and Museum in Pontiac eine ganze Ausstellung gibt, ist der Sohn des Gründers, Ed Waldmire. Der Cozy Dog Drive In ist übrigens immer noch in Familienhand und wird mittlerweile von einem der Enkel Eds betrieben.

    Springfield Illinois Cozy Dog Drive In

    Engrained Brewery & Restaurant

    Bei Engrained wird gebraut, was das Zeug hält: Wer mag, bestellt sich direkt eine Kollektion aus mehreren Bieren, fünf Stück, auf einem Holzbrett serviert. Ich kann es nur empfehlen, denn eins ist leckerer als das andere. Aus den Getreideüberbleibseln aus der Bierproduktion macht Engrained übrigens den Teig für ihre Flatbread Pizzas, da wird nix verschwendet!

    Springfield Illinois Bier Verkostung Engrained

    Und hier gibt es ebenfalls das für Springfield, Illinois, typische Horseshoe Sandwich: Ein Toastbrot mit einem fetten Burgerpatty, darüber Pommes ohne Ende und das Ganze getoppt mit Käsesauce. Die Portion wie immer: riesig. Wem das zu viel ist, der bestellt einen Ponyshoe. Nicht, dass es einen großen Unterschied machen würde: So oder so, von der Diät muss man sich auf der Route 66 bei Bier, Horseshoes und Cozy Dogs eh langsam verabschieden.

    Springfield Illinois Horseshoe Sandwich

    Praktische Tipps für einen Besuch in Springfield, Illinois

    Für Springfield sollte man genug Zeit einplanen, es gibt viel zu sehen. Es lohnt sich also, in Springfield einen Zwischenstopp einzulegen und hier zu übernachten. In der Stadt gibt es einige große Hotels mit guten Übernachtungsmöglichkeiten, darunter das Wyndham Springfield City Centre. Von außen ein auffälliges Hochhaus, dem einige Bürger in Springfield dafür einen anzüglichen Spitznamen verliehen haben, hat es einen großen Vorteil: Von hier aus hat man in den oberen Etagen den besten Blick über die Stadt und das State Capitol. Unbedingt nach dem Zimmerblick in Richtung Zentrum fragen.

    Springfield lässt sich übrigens von Chicago auch mit dem Zug erreichen, falls man kein Auto mieten möchte – aber vor Ort ist man tatsächlich oft besser mit dem Auto unterwegs, da die öffentlichen Verkehrsmittel nicht besonders gut ausgebaut sind und einige Locations ziemlich weit voneinander entfernt sind.

    Diese Recherchereise wurde von Enjoy Illinois unterstützt.

  • Roadtrip auf der Route 66: Eine legendäre Straße und ihre Geschichten.

    Roadtrip auf der Route 66: Eine legendäre Straße und ihre Geschichten.

    Route 66. Schon allein der Name ruft die verschiedensten Assoziationen hervor: Ich träume von Freiheit, endlosen Straßen durch den Mittleren Westen Amerikas und fahren, fahren, fahren in die Weite eines Landes, das mir mit jedem Besuch rätselhafter und faszinierender zugleich erscheint. Wusstet ihr eigentlich, dass die Route 66 mitten im Herzen von Chicago startet? Bei The Bean um die Ecke sozusagen? So lassen sich ein paar Tage Chicago perfekt mit einem kurzen Ausflug entlang der Route 66 verbinden: Ein richtig amerikanischer Roadtrip! Wie im Film halt. Das stand schon immer irgendwie auf meiner Muss-ich-unbedingt-im-Leben-gesehen-haben-Liste.

    historic route  sign

    Der Charme des Mittleren Westens

    Ab Chicago kann man durch ganz Illinois der alten Route 66 folgen, und es fühlt sich an wie eine Zeitreise durch das Amerika des letzten Jahrhunderts. Jeder Ort entlang der Route 66 in Illinois hat seinen eigenen Charme und seine eigene Geschichte in Verbindung mit der Straße, die nicht nur das Land, sondern auch das Leben der Menschen durchkreuzte. Und diese waren es auch, die diesen Roadtrip so besonders gemacht haben.

    alte tankstelle an der route

    Schon in Chicago fiel mir die unvergleichliche Freundlichkeit der Leute auf. Der ruppige Berliner in mir war ganz irritiert, als sich mehr als nur einmal wildfremde Menschen vor mich warfen, nur um mir die Tür aufzuhalten. Oder spontane High-Fives mit Schuhverkäufern, die meine Schuhe bewunderten. Oder fremde Frauen, die einem mitten auf der Straße zurufen: „I love your skirt!“ Einfach so. Weil man was Nettes ja auch laut sagen kann, statt nur verstohlen zu gucken. Überhaupt: Nett sein ist hier die Grundausstattung fürs Leben. Und dabei waren wir immer noch in einer anonymen Großstadt!

    maisfeld in illinois

    Das Ganze sollte aber noch erstaunlicher werden, als wir auf unserem Roadtrip die Stadt verliessen. Erschreckend schnell wurde aus Großstadt Land: Chicago selbst hat nur 2,7 Millionen Einwohner, und der Rest drumherum verteilt sich so gut, dass man relativ schnell das Gefühl hat, bereits auf dem platten Land zu sein, wenn man mit dem Auto die Stadt verlässt.

    auf der historic route  in illinois

    Und hier erreicht einen wirklich die positive Energie und Lebensfreude des Mittleren Westens. Nicht einmal, nicht ein verdammtes einziges Mal, hatte ich auf unserem Roadtrip das Gefühl, auf schlecht gelaunte oder unfreundliche Menschen zu treffen. Es war verrückt, nahezu unwirklich. Im Gegenteil, die Freude, seine Stadt, seine Route 66, seinen Mittleren Westen zu zeigen, war allen ein Herzensgeste – und dieser Ausbund an positiver Lebenseinstellung und reiner, echter Freude war so mitreißend, dass ich zum ersten Mal wirklich verstand, warum Menschen von Amerika so fasziniert sind.

    Route 66 – eine Straße voll amerikanischer Geschichte

    Eigentlich gibt es die Route 66 als offizielle Straße gar nicht mehr. Denn irgendwann hatte niemand mehr Lust auf fast 4000 Kilometer Kopfsteinplaster und/oder einspurige Landstrassen: Die Route 66 wurde schon 1926 als wichtigste Ost-West-Verbindung in Betrieb genommen.

    ➜ Mehr über die Route 66 und was man dort alles erleben kann findest du hier

    alte motel schilder in illinois

    Was damals eine Revolution für die Infrastruktur war, reichte irgendwann dem zunehmendem Verkehr nicht mehr aus. Die Route 66 wurde mehrfach verlegt und umgebaut, bis sie an den meisten Stellen durch Interstate Highways ersetzt wurde. Was blieb, war der Mythos. Zusammen mit den skurrilen Geschichten, den herzlichen Menschen und den vielen Raststätten und Läden entlang der Straße, die mit den auffälligsten Schildern und verrücktesten Bauten vorbeifahrende Autos lockten.

    cozy dog diner preisliste

    *Transparenz: Ich wurde zu Recherchezwecken von Enjoy Illinois auf diese Reise eingeladen.

  • Wolkenpass Vietnam: Ein Motorrad, ein Easy Rider und ich.

    Wolkenpass Vietnam: Ein Motorrad, ein Easy Rider und ich.

    Der Wolkenpass in Vietnam trennt Nord- und Südvietnam. Und da musste ich hinüber. Als ich im Hotel nach der besten Möglichkeit gefragt habe, von Hue nach Hoi An zu kommen, riet mir die hilfsbereite Rezeptionistin zum Motorrad mit Fahrer. Okay, dann halt mit dem Motorrad. Hätte ich nicht schon vorher in Hanoi auf einer Bootstour durch die Halong Bucht zwei englische Mädels, die den gleichen Trip in umgekehrter Richtung hinter sich hatten und total begeistert waren, getroffen – ich hätte mich wohl dagegen entschieden.

    Mit dem Motorrad über den Wolkenpass in Vietnam: Ein Abenteuer.

    Auf ein Motorrad? Mit 18 Kilo Gepäck (jaja, ich reise wie ein totales Mädchen)? So, wie die hier fahren? Niemals. Aber die Begeisterung der beiden Mädels ging mir nicht aus dem Kopf – und ich beruhigte mich mit dem Gedanken, dass sie ja die Fahrt immerhin unverletzt überlebt hatten.

    Wolkenpass Vietnam Straße Kurve Haarnadelkurve im Gebirge

    Der Wolkenpass (oder Hai Van Pass): Serpentinen ohne Ende

    Die Versuchung war da. Die Strecke von Hue nach Hoi An ist nämlich sehr malerisch, weil sie genau über den Wolkenpass führt; ein Gebirgszug, der wie eine Schneise durchs Land zieht und sowohl geographisch als auch meteorologisch den Norden vom Süden Vietnams trennt.

    Alternativ kann man die Strecke mit dem Zug, Bus oder privaten Auto zurücklegen. Zug kannte ich ja schon, Auto war allein zu teuer und der Bus fährt schnöde und ohne Panoramablick durch den Tunnel unter den Bergen hindurch.

    Ein Motorrad mit Fahrer in Vietnam mieten: Sicherheit & Organisation

    Meine Sorgen bezüglich der Sicherheit erwiesen sich als unbegründet. Mein Fahrer Duc verzurrte gewissenhaft mein Gepäck auf dem Gepäckträger, eingepackt in festes Plastik zum Schutz vor Staub und fuhr mitteleuropäisch umsichtig über den Wolkenpass.

    Wolkenpass

    Gut, der mitgebrachte Helm hatte nur eine Kinnschließe, und Schutzkleidung kennt in Vietnam auch keiner. Da ist man als Motorradfahrer daheim anders unterwegs. Egal, bei 36 Grad ist man sowieso froh über jedes Stück weniger am Körper. Wie mir Duc nachher erzählte, sind wohl wir Deutschen am schüchternsten, was eine Fahrt mit ihm oder generell mit dem Motorrad angeht: Sicherheit und so. Daher möchte ich hier euch besonders ans Herz legen: Falls ihr mal in Vietnam vor der Wahl steht… Macht einfach!

    Bist Du auf den Geschmack gekommen? Im Vietnam Blog findest Du noch viel mehr Reiseberichte und allgemeine Tipps für eine Vietnam Reise!

    Wolkenpass Vietnam: Abenteuerliche Serpentinen und atemberaubende Aussichten

    Gebucht hatte ich nur die Fahrt. Dachte ich. Aber ich muss zugeben, ich hatte Duc vorher nicht nochmal gefragt, wo wir eigentlich entlang fahren und wie sich der Tag gestaltet – die Kommunikation auf Englisch war noch schlechter als mit der Rezeptionistin, bei der ich auch nur die wichtigsten Eckdaten verstand, so dass ich es einfach auf sich beruhen ließ. Ich würde schon in Hoi An ankommen.

    Wolkenpass

    Von Hue nach Hoi An: Beeindruckende Landschaft auf dem Wolkenpass

    In der Tat entpuppte sich die einfache Fahrt nach Hoi An über den Wolkenpass (oder auch Hai Van Pass) als totales Überraschungspaket. Duc hielt mit mir an den schönsten Orten unterwegs, machte Fotos und Späßchen, und ich versuchte, mir aus seinen englischen Wortfetzen Infos über Land und Leute zusammenzubasteln.

    Hai Van Pass Vietnam Blick Motorrad Fahrt
    Wolkenpass Vietnam Strand von Da Nang
    Der megabreite Strand von Da Nang.

    Fazit des Tages: Einfach mal die Dinge auf sich zukommen lassen tut so gut! Hätte ich die vermeintlich „sichere“ Variante der Busfahrt gewählt, hätte ich so viele schöne Dinge verpasst. Der Tag war einmalig schön und jeden Cent wert!

    Informationen über die Motorradtour über den Wolkenpass

    Die Motorradtour von Hue nach Hoi An führt dich über den Hai Van Pass, den sogenannten Wolkenpass. Fahrer und Motorrad sind inklusive – du sitzt also hinten drauf und musst dich um nichts kümmern außer ums Schauen.

    Plane für die Strecke etwa sechs bis sieben Stunden ein. Die reine Fahrzeit ist deutlich kürzer, aber unterwegs wird immer wieder gestoppt: oben in den Bergen, in Da Nang und bei den Marmorbergen. Genau diese Stopps machen die Tour aus. Deshalb solltest du spätestens um 9:30 Uhr losfahren, damit du nicht am Ende hetzen musst. Die genaue Abfahrtszeit kannst du nämlich oft selbst festlegen.

    Vietnam Fischerboote Wolkenpass
    Auf einem Fischerboot wohnten(!) früher ganze Familien – bis zu 8 oder 9 Personen!

    Abgeholt wirst du direkt an deinem Hotel in Hue, abgesetzt an deiner Unterkunft in Hoi An. Dein Gepäck kommt mit aufs Motorrad; mein schwerer Rucksack wurde vom Fahrer fest auf dem Gepäckträger verzurrt und ist so den ganzen Weg mitgefahren. Wie das bei Koffern oder sperrigerem Gepäck läuft, kann ich dir nicht sagen, das würde ich vorab beim Anbieter erfragen. Es ist aber erstaunlich, wie viel Gepäck auf so ein Motorrad passt!

    Wenn du noch Zeit hast, kannst du gegen einen kleinen Aufpreis die Kaisergräber in Hue in die Tour einbauen – die liegen ohnehin auf dem Weg stadtauswärts.

    Hier kannst du eine vergleichbare Tour mit einem Easy Rider buchen

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    Alternative zum Motorrad

    Du magst nicht mit dem Motorrad fahren? Die Strecke über den Wolkenpass ist wirklich schön, aber falls dir ein anderes Transportmittel lieber ist, rate ich dir zu einer Fahrt mit dem Panoramazug statt mit dem Bus. So kannst du unterwegs die Landschaft ebenso genießen.

    Buche hier dein Ticket für die Fahrt mit dem Panoramazug über den Wolkenpass

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    Wolkenpass Vietnam Zug
    Die Bahngleise gehören zum Zug, der von Hanoi bis runter nach Ho Chi Minh City fährt – fantastische Aussicht inklusive.
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