Schlagwort: Städtereisen in Asien

Asiatische Städte sind aufregend: Groß, laut, chaotisch. Städtereisen in Asien sind daher nicht immer einfach. Trotzdem liebe ich es auch dort, fremde Städte zu erkunden, exotische Gerichte zu probieren und interessante Locations abzuklappern. Hier teile ich meine besten Reisetipps für viele asiatische Metropolen!

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  • Khao San Road in Bangkok: Straße der Sehnsüchte und großen Reisen

    Khao San Road in Bangkok: Straße der Sehnsüchte und großen Reisen

    Jede gute Backpackerreise durch Thailand beginnt genau hier: Die Khao San Road ist das Einfallstor für alle, die Thailand oder ganz Südostasien mit dem Rucksack erkunden wollen. In diesem Artikel zeige ich dir, was es mit dem Mythos der Khao San Road auf sich hat und verrate dir ein paar Geheimtipps, wenn du mehr erleben willst, als morgendliche Kater von durchzechten Nächten und gegrillte Skorpione am Straßenrand.

    Khao San Road Bangkok Nullpunkt-Denkmal bei Nacht
    Kilometer Null: Auf der Khao San Road ist schon so manche Thailand-Reise erst richtig gestartet.

    Wo liegt die Khao San Road?

    Die Khao San Road liegt im Stadtteil Banglamphu in Bangkok, der Hauptstadt Thailands. Ein wirkliches Stadtzentrum ist in der Megametropole Bangkok zwar schwer auszumachen, dennoch befindet sich die Khao San Road relativ zentral und in der Nähe beliebter Sehenswürdigkeiten wie des Großen Palastes mit dem berühmten Tempel Wat Phra Kaeo, dem Tempel Wat Pho oder dem weniger bekannten Tempel Wat Suthat.

    Ein weiterer schöner Tempel in Bangkok ist übrigens der Wat Traimit mit seinem Goldenen Buddha!

    Khao San Road Bangkok Garden
    Laute Musik gehört nachts auf der Khao San dazu.

    Warum die Khao San Road so berühmt ist

    Irgendwie war die Khao San Road schon immer ein Anziehungspunkt in Bangkok. Die Mischung aus Geschäften, Streetfood-Ständen, Bars und Restaurants füllt die Straße rund um die Uhr mit Leben. Richtigen Zulauf als Must-See für jeden Backpacker bekam die Khao San Road aber erst 1996 mit dem Roman “The Beach” von Alex Garland. Der Protagonist beginnt in dem Buch seinen Thailand-Trip nämlich genau hier inmitten des Gewusels billiger Bars und des ausschweifenden Nachtlebens. Die spätere Verfilmung mit Leonardo DiCaprio tat noch ihr Übriges und der Mythos rund um die Khao San Road war geboren.

    Planst du auch gerade eine Reise durch Südostasien?
    Hier findest du alle meine Artikel über Bangkok und Thailand

    Khaosan Palace Hotel Bangkok bei Nacht beleuchtet
    Vor allem bei Backpackern war die Khao San Road früher der erste Anlaufpunkt in Bangkok.

    Khao San Road: Früher eher für Backpacker, heute für alle

    Ursprünglich eher ein Treffpunkt für Low-Budget-Urlauber und Backpacker, ist die Khao San Road heute eigentlich eine Sehenswürdigkeit für jeden Bangkok-Besucher. Die Stimmung reicht abends von Party bis geselligem Zusammensein, tagsüber findet man hier Einkaufsmöglichkeiten ohne Ende. Streetfood gibt es ohnehin rund um die Uhr. Besonders beliebte Fotomotive sind Imbissstände mit gegrillten Insekten, Würmern oder Skorpionen, die immer wieder für kulinarische Mutproben herhalten müssen. Sogar diverse Tattoostudios finden sich hier. Ich möchte nicht wissen, wie viele Partygänger morgens früh mit einem Tattoo als Souvenir wach geworden sind: Denn die Nächte auf der Khao San Road können wild werden!

    Belebte Outdoor-Bar mit feiernder Menschenmenge bei Nacht
    Nightlife auf der Khao San Road in Bangkok

    Stehst du nicht so auf durchtanzte Nächte, kannst du es rund um die Khao San Road auch ruhiger angehen. Zwischen den Bars gibt es immer wieder einzelne Massagesalons, in denen du dir in gemütlichen Sesseln direkt auf der Straße z.B. die Füße massieren lassen kannst. Persönlich finde ich das nicht besonders ansprechend und immer irgendwie ein bisschen unhygienisch, aber wer’s mag!

    Rambuttri Road: Die entspannte Alternative

    Wesentlich ruhiger geht es auch auf der Parallelstraße, der Rambuttri Road (oder auch Rambuttri Alley) zu. Dort findest du mittlerweile nicht nur abgerockte Touri-Schuppen, sondern auch sehr gemütliche Bars und unerwartet hippe Food-Locations!

    Belebte Nachtstraße in Thailand mit Restaurant und Laternen
    Sehenswert: Die Rambuttri Road ist wesentlich atmosphärischer als die Khao San Road.

    Von der Molly Bar aus kannst du perfekt das Treiben auf der Straße beobachten, Musik hören und das Nachtleben bei einem Cocktail genießen. Und bei Camp Burger gibt es richtig gute Burger, falls du mit der thailändischen Küche nichts anfangen kannst.

    Geheimtipp: Samsen Road

    Ich war schon mehrere Male in Bangkok und gehöre nicht unbedingt zu den Leuten, die eine Thailand-Reise zwangsweise in der Nähe der Khao San Road beginnen müssen. Für viele gehört das nämlich einfach dazu. Was ich auch irgendwie verstehen kann, ist, dass die Vibe rund um die Khao San Road schon besonders ist. Bei meinem letzten Bangkok-Aufenthalt bin ich auch eher zufällig dort gelandet, denn ich hatte so spontan ein Hotel gebucht, dass ich gar nicht so richtig mitbekommen habe, wo es liegt. Bis zur Khao San Road waren es aber noch 20 Minuten zu Fuß. Dabei habe ich noch einen richtigen Geheimtipp entdeckt!

    Wenn dir nach einem lauschigen, tropisch-warmen Abend mit gutem Essen ist und du mal kurz dem Trubel der Khao San Road entfliegen willst, brauchst du nur ein paar Straßen weiter in Richtung Samsen Road zu gehen. Rund um die Soi 2 (die Seitenstraßen einer Hauptstraße sind oft nur durchnummeriert) findest du ein süßes, kleines Viertel mit netten Restaurants, wie dem So Samsen, das wirklich hübsch eingerichtet ist. Entlang der Samsen Road selbst gibt es dazu noch einige weniger touristische, spannende Locations wie das Neighbourhood (Adresse: 59, 61 Samsen Rd) für abends/nachts oder das Ganja Café für tagsüber.

    Belebter thailändischer Nachtmarkt mit Straßenrestaurants und Essensständen
    Geheimtipp: Samsen Road

    Shopping auf der Khao San Road

    Auf der Khao San Road und in ihrer Umgebung kannst du einkaufen ohne Ende. Allerdings sind die Geschäfte sehr auf Touristen ausgerichtet. Solltest du also die berühmt-berüchtigten Elephant Pants auch nicht mehr sehen können, empfehle ich dir einen Besuch auf dem Chatuchak Market oder auf den Nachtmarkt The One Ratchada, der den früher so beliebten Ratchada Train Night Market nach der Pandemie ersetzt hat.

    Modernes Lifestyle-Geschäft mit Schmuck und rotem Bus im Hintergrund
    Shopping-Tipp: Something about us

    Wenn du keine Zeit hast, um dich durch die riesigen Märkte zu wühlen, habe ich aber noch einen kleinen Shopping-Tipp in der Nähe der Khao San Road für dich: Bei something about us findest du schöne Kleinigkeiten wie Modeschmuck, Accessoires und feine Papeterie von lokalen Künstlern.

    Übernachten in der Khao San Road

    In der unmittelbaren Nähe der Khao San Road findest du vor allem Low-Budget-Unterkünfte, mittlerweile aber auch typische Touristenhotels. Wenn du gerne mitten im Party- und Touristentrubel wohnen willst, bist du hier richtig!

    → Hotels rund um die Khao San Road

    Ich finde aber, dass es so viele tolle Viertel und spannende Locations zum Übernachten in Bangkok gibt, dass ich die direkte Gegend rund um die Khao San Road eher meide.

    Mit meinem Hotel, das etwas weiter von Khao San entfernt auf der Samsen Road lag, war ich super zufrieden. Überhaupt fand ich die Gegend zum Übernachten überraschend cool, sehr local und safe (aber unsicher fühle ich mich, ehrlich gesagt, in Bangkok sowieso selten). Und das Lost in BKK kann ich als Hotel oder Hostel (gibt sowohl Privat- als auch Mehrbettzimmer) nur empfehlen: Angenehme Leute und super bemüht!

    → Buche hier das Lost in BKK

    So kommst du zur Khao San Road

    Sowohl vom großen Flughafen Suvarnabhumi, auf dem alle Langstreckenflüge landen, als auch vom Flughafen Don Mueang, der oft von Low-Cost-Airlines angeflogen wird, gibt es direkte Busverbindungen zur Khao San Road. Alternativ kannst du aber auch ein Taxi oder das thailändisches Pendant zu Uber, Grab, nehmen.

    Der Flughafen Suvarnabhumi ist auch noch mit dem Airport Rail Link, einem Skytrain, an die City angebunden. Dieser ist zwar super praktisch und schnell, allerdings verfügt er nur über wenige Stationen. Um damit zur Khao San Road zu kommen, müsstest du an der Station Phaya Thai aussteigen, und dann auf Bus oder Taxi umsteigen.

  • Suzhou: Sehenswürdigkeiten, Tipps & die schönsten Gärten

    Suzhou: Sehenswürdigkeiten, Tipps & die schönsten Gärten

    Suzhou im Osten Chinas, ganz in der Nähe von Shanghai, ist bekannt für seine malerischen Gärten und seine pittoreske Altstadt mit den vielen Wasserstraßen. Über 2500 Jahre ist Suzhou alt und gilt im ganzen Land als Ort der Dichter und Denker. Vor allem aber ist Suzhou auf dieser China Reise für mich eins: Eine ziemliche Überraschung. Ich verrate dir hier, welche tolle Sehenswürdigkeiten in Suzhou auf dich warten!

    Suzhou Kanal rote Lampions
    Viele Häuser an den Kanälen in Suzhou sind mit roten Lampions geschmückt: China pur.

    Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Suzhou

    Wegen seiner vielen kleinen Kanäle, die den recht großen Altstadtkern durchziehen, wird Suzhou auch oft und gerne als das Venedig des Ostens bezeichnet. Und spätestens bei diesem Ausdruck schaudert es mich.

     Suzhou Sehenswürdigkeiten China Venedig des Ostens
    Suzhou: Eine Bootsfahrt durch die romantischen Kanäle muss einfach sein.

    ➜ Tipp: In Suzhou findest du zahlreiche große Hotels westlicher Ketten mit entsprechendem Komfort. Leider sind diese oft in uninspirierten Hochhäusern oder großen Komplexen untergebracht. Am besten du schaust für das authentische Flair nach einer Unterkunft nahe der Altstadt wie z.B. das Garden Hotel*.

    Garden Hotel in Suzhou buchen*

    „Venedig des…“ (wie übrigens auch „Mekka des …“ und „Paris des…“) – das schreibt man als Autor oder Werbetexter immer nur dann, wenn einem nun wirklich nichts Besseres an Vergleichen einfallen will. Hauptsache ein paar Boote, ein paar Kanäle, und schon lässt sich die Analogie zu Venedig bilden. Wie bei den Wasserstraßen in Suzhou im Yangtse-Delta im Osten Chinas bei Shanghai.

    Suzhou Sehenswürdigkeiten Shantang Street Brücke

    Alles Venedig, obwohl sich eigentlich nichts mit Venedig vergleichen lässt, auch nicht Suzhou. Aber wer einmal dort war, wird sich fragen, warum Suzhou überhaupt einen Vergleich braucht – denn Suzhou ist ein wahrer Goldschatz.

    Suzhou erreichst du übrigens bequem ab Shanghai. Und das sogar ohne Visum für China. Der Trick: Bei einem Aufenthalt von unter 72 Stunden in Shanghai und Umgebung ist die Einreise für deutsche Staatsbürger ohne Visum möglich. Und von Shanghai aus ist man in Windeseile in Suzhou und den umliegenden sehenswerten Wasserstädten wie Zhouzhuang und Tongli.

    Übrigens: Die nahegelegene Wasserstadt Zhouzhuang ist ebenfalls sehr sehenswert. Mehr dazu findest du in meinem Artikel:

    Wasserstadt Zhouzhuang

    Suzhou und seine Gärten: Der Garten des bescheidenen Beamten

    Der Garten des bescheidenen Beamten trägt einen ziemlich irreführenden Namen. Bescheidenheit ist nämlich der letzte Begriff, der einem beim Anblick des wohl berühmtesten Gartens in Suzhou in den Sinn kommt. Der Garten ist in Wirklichkeit eine riesige Parkanlage mit lauschigen Pavillons und mit Bedacht angelegten Seen und Bäumen.

    Suzhou Sehenswürdigkeiten Garten des bescheidenen Beamten
    Einer der beliebtesten Gärten in Suzhou: Der Garten des bescheidenen Beamten.

    Gemäß der chinesischen Gartenbaukunst liegt das Hauptaugenmerk weniger auf Blumen und Farben, sondern auf dem harmonischen Zusammenspiel der sogenannten „sieben Elemente“: Erde, Himmel, Wasser, Steine, Gebäude, Lebewesen und Pflanzen, wobei hier eher Bäume und Grünpflanzen gemeint sind.

    Suzhou Garten des bescheidenen Beamten Teich mit Lotusblüten
    Sonst nur viel Grün: Lotusblüten zählen zu den wenigen Farbklecksen im Garten des bescheidenen Beamten in Suzhou.

    Und wie harmonisch der Garten des bescheidenen Beamten ist, zeigt sich schnell: Obwohl hoffnungslos von Touristen überlaufen, überstrahlt den Garten trotzdem eine Aura der Ruhe und Entspannung. Sehr beeindruckend. An vielen Ecken trifft man auf Maler und Zeichner, die ihrer Kreativität freien Lauf lassen und sich von der Atmosphäre des Gartens inspirieren lassen. Ich hab’ mich kurz geärgert, dass ich meine Aquarellsachen nicht dabei hatte – zu gerne hätte ich mich einfach daneben gesetzt und mitgemalt. Aber es gab eh noch viel mehr in Suzhou zu sehen, dass die Zeit ohnehin knapp war.

    Suzhou Sehenswürdigkeiten Garten des bescheidenen Beamten Maler und Künstler
    Maler und Zeichner lassen sich im Garten des bescheidenen Beamten gerne inspirieren.

    Auf den Geschmack gekommen? Hier findest du noch mehr Inspirationen für eine Reise nach China

    Suzhou Sehenswürdigkeiten Garten des bescheidenen Beamten Zeichnung

    Wieviel Geschichte in Suzhou steckt, zeigt sich auch hier: Seit fast 900 Jahren existiert an dieser Stelle ein Garten, der durch viele Hände ging, bis diesen im 16. Jahrhundert ein hochrangiger Beamter zu seinem Altersruhesitz erkor und dem Garten seinen Namen verlieh. Heute ist der Garten des bescheidenen Beamten in staatlichem Besitz, UNESCO-Weltkulturerbe und einer der schönsten Gärten Chinas.

    Suzhou Sehenswürdigkeiten Garten des bescheidenen Beamten Pavillons
    Der Garten des bescheidenen Beamten in Suzhou ist auch ein echter Instagram Hotspot: Very instagrammable!

    Shantang Street: Eintauchen in das Alte China

    Bei Temperaturen um die 35 Grad (ja, es kann sehr, sehr heiß werden!) und gefühlten 100 Prozent Luftfeuchtigkeit ist eine Bootsfahrt immer eine willkommene Abwechslung, erst recht in Suzhou mit seinen malerischen Kanälen. Wäscheleinen, die im Wind flattern, Kinder, die begeistert den fremden Touristen zuwinken (als westlicher Besucher ist man in Suzhou immer noch etwas Besonderes) oder heimliche Einblicke in fremde Küchen: Meine Augen wußten gar nicht, wohin sie zuerst schauen sollten.

    Shantang Street Suzhou Sehenswürdigkeiten China
    Brücke Shantang Street Suzhou Sehenswürdigkeiten China
    Suzhous Kanäle lassen sich auch per Boot erkunden.
    Suzhou Sehenswürdigkeiten Bootsfahrt Kanäle Shantang Street
    Suzhou Brücken Shantang Street Suzhou
    Einige Brücken sind besonders kunstvoll in der Altstadt von Suzhou.
    Suzhou Sehenswürdigkeiten Bootsfahrt durch Kanäle
    Konzentriert steuert unser Kapitän das Boot durch die Kanäle von Suzhou.

    Auch zu Fuß war die Shantang Street (Shāntáng Jiē) das China, was ich suchte: Rote Lampions, kleine Häuser mit altem Holzgebälk – und überall entspannte, freundliche Gesichter. Auf 7 Meilen findet man hier alles auf einmal: Touristenkram, Kultur, Geschichte, Imbisse und Cafés mit allerlei exotischen Köstlichkeiten und tatsächlich echtes Straßenleben. Biegt man in die etwas verlasseneren Gassen ab, so findet man sich schnell in lokalem Treiben wieder, ganz ohne Touri-Gedöns. Ein echtes Erlebnis.

    Suzhou China Sehenswürdigkeiten Shantang Street Shopping
    Shoppingmeile: Shantang Street in Suzhou.
    Shantang Street Suzhou Souvenirs kaufen
    Bunte Souvenirs im touristischen Teil der Shantang Street.
    Suzhou Sehenswürdigkeiten Kartenspieler in der Shantang Street
    Mitten auf der Straße: Konzentriertes Kartenspiel.
    Shantang Street Suzhou

    Shantang Street Suzhou
    Street Food in Suzhou: Keine Hemmungen, probieren lohnt sich!
    Shantang Street Suzhou Markt Obst und Gemüse
    Auch Obst und Gemüsehändler finden sich in der Shantang Street.
    Hund in der Shantang Street Suzhou
    Suzhou Sehenswürdigkeiten Köchin in Garküche in der Shantang Street
    In den Seitenstraßen der Shantang Street findet man authentischen Alltag: In einer kleinen Garküche wird gerade paniert.

    Pingjiang Road: Teehäuser, Kanalboote und Nightlife

    Noch mehr authentisch-chinesisches Flair findet sich auf der Pingjiang Road (Píngjiāng Lù), ähnlich der Shantang Street eine Straße mit vielen Geschäften und Restaurants. Hier ist es noch ein klein wenig lauschiger als auf der Shantang Street. Die Boote sind kleiner, die Brücken noch ein wenig hübscher.

    Suzhou Sehenswürdigkeiten Pingjiang Road Bootsfahrt
    Fröhliche Touristinnen an der Pingjiang Road: Eine Bootsfahrt ist hier noch idyllischer.

    Mein Highlight war das Teehaus, ein kleines Café am Kanal, mehr Holzverschlag als Haus, bei dem wir bei einer Tasse Tee dem 80jährigen(!) Herrn Wang lauschten, der uns in kleiner Runde original Pingtan Musik vorspielte. Chinesischer konnte es kaum werden! Die Pingjiang Road ist übrigens auch abends sehr belebt und ein schöner Nightlife-Spot in Suzhou.

    Suzhou Sehenswürdigkeiten Pingjiang Road Tür Kalligraphie
    Pingjiang Road Suzhou Café
    Ausgefallene Kreationen: In den vielen kleinen Cafés entlang der Pingjiang Road gibt es die kuriosesten Getränke.

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    Suzhou Oper im Garten des Meisters der Netze

    Überhaupt spielt Musik wie alle anderen Künste eine große Rolle in Suzhou. Irgendwie liegen Kreativität und die Wertschätzung von Kunst und Kultur hier in der Luft, und es wunderte mich dann auch gar nicht, als ich erfuhr, dass Suzhou in China als „sehr elegante“ Stadt gilt. Fand ich treffend – und ich hätte vorher nie gedacht, dass ich einen Ort in China als elegant empfinden könnte. Für mich war China groß, voll und beizeiten rauh – aber diese Reise hat mir wieder einmal mehr gezeigt, wie unfair Vorurteile sein können. Plötzlich war China klein, pittoresk und warmherzig (hach, die Menschen!).

    Sogar einen Opernabend würde ich hier jedem ans Herz legen, auch wenn man zu den Menschen gehört, bei denen Opern eher Fluchtreize auslösen. Oder wo schaut sonst man sich eine Oper in einem der schönsten Gärten an?

    Suzhou Sehenswürdigkeiten Oper im Garten des Meister der Netze
    Bei Nacht bunt beleuchtet: Der Garten des Meisters der Netze in Suzhou.

    Im Garten des Meisters der Netze gibt es jeden Abend eine Vorstellung einer Kunqu Oper. Die Oper besteht aus mehreren Teilen: Komödie, Gesang, Musik und Tanz. Das Besondere: Jeder Teil wird an einem anderen Ort innerhalb des Gartens aufgeführt, so dass man zwischen den einzelnen Darbietungen im Garten entlang spaziert.

    Suzhou Sehenswürdigkeiten Kungqu Oper Garten des Meisters der Netze

    Suzhou Sehenswürdigkeiten Oper Komödie im Garten des Meisters der Netze
    Die Vorstellung im Garten des Meisters der Netze besteht aus mehreren Teilen: Schauspiel, Gesang, Tanz, Musik.

    Echte chinesische Seide: Ein Besuch in der Seidenfabrik

    Suzhou ist bekannt für seine Seide – und die Region bildete seit jeher das eine Ende der Seidenstraße, von wo aus das schöne Stöffchen seinen Weg in die Welt fand. Die Seidenfabrik, die ganz bescheiden No.1 heißt, steht daher bei vielen Touren durch Suzhou auf dem Plan. Das sollte man sich vorher gut überlegen – denn was viele nicht bedenken: Hier kann man den Produktionsprozess (zumindest einen Teil davon) beobachten. Das heißt eben auch: Raupen beim Krabbeln zusehen. Und später wird es noch weniger etwas für schwache Gemüter, denn der Seidenfaden wird aus dem Kokon der Seidenraupen gewonnen. Um diesen nicht zu beschädigen, werden die Kokons inklusive Raupen in kochendes Wasser geworfen. Muss man mögen.

    Suzhou Sehenswürdigkeiten Seidenfabrik Seidenraupen auf Blättern
    Hübsch im Körbchen drapiert: Seidenraupen für die Seidenproduktion.
    Suzhou Sehenswürdigkeiten Seidenfabrik Seidenraupen Kokons
    Von Raupen zu Kokons: Die nächste Phase der Seidenproduktion in der Seidenfabrik in Suzhou.
    Suzhou Sehenswürdigkeiten Seidenfabrik Kokons der Seidenraupen
    Suzhou Sehenswürdigkeiten Seidenfabrik Kokons Seidenraupe
    Aus den Kokons wird später Seide.

    Ich persönlich habe eh eine Affinität zu Stoffen (ich hatte ja tatsächlich mal einen Stoffladen in Berlin) und Seide sowieso (den Part mit den gekochten Raupen verdränge ich immer ganz gern), daher fand ich den Besuch an sich interessant. Leider wird der Produktionsprozess nur verkürzt dargestellt (es wird hier nicht gewoben oder gefärbt), und kurz nachdem man dem Spinnen der Fäden zugeschaut hat, steht man auch in einer riesigen Verkaufshalle mit Bekleidung aus Seide für (fast) jeden Geschmack. War nicht meins, aber ich habe mich hinterher doch ein bisschen geärgert, nicht bei der Meterware gestöbert zu haben. Für alle SchneiderInnen also: In Suzhou Seide nicht vergessen!

    Suzhou Sehenswürdigkeiten Seidenfabrik Maschine
    Auf dieser Maschine werden die Seidenfäden gesponnen.

    Das Suzhou Museum

    Das Suzhou Museum fällt vor allem durch seine Architektur auf – irgendwie kantig und so gar nicht traditionell chinesisch. Entworfen wurde es vom chinesischen Star-Architekten Ieoh Ming Pei, der u.a. auch die berühmte Glaspyramide im Innenhof des Louvre in Paris und das Museum für Islamische Kunst in Qatar geplant hat – und er ist in Suzhou geboren und aufgewachsen.

    Suzhou Sehenswürdigkeiten Suzhou Museum Ieoh Ming Pei
    Suzhou Sehenswürdigkeiten Kalligraphie Ausstellung Suzhou Museum

    Hier findet sich ein Abriss der langen Geschichte Suzhous in Form von Kunstwerken und Artefakten, von Kalligraphie über Porzellan bis Kunsthandwerk. Sehenswert, aber vielleicht nicht unbedingt für jeden interessant. Was aber wirklich faszinierend ist, ist der Umgang der größtenteils chinesischen Besucher mit der Ausstellung: So viele Jugendliche, die sich so intensiv für Geschichte interessieren und sich vor lauter Wissensdurst die Nasen an den Vitrinen platt drücken, habe ich in deutschen Museen noch nie gesehen.

    Suzhou Sehenswürdigkeiten Suzhou Museum Ausstellung Kunsthandwerk
    Bestaunt: Ausstellungsstücke im Suzhou Museum.

    Der moderne Teil von Suzhou

    Gate of the Orient & Jinji-See

    Außerhalb der weitläufigen Altstadt sieht Suzhou ein bisschen mehr so aus, wie man sich chinesische Großstädte vorstellt. Über 10 Millionen Einwohner hat die Stadt derzeit und so gut, wie sich Suzhou entwickelt, ist kein Ende in Sicht. Große Firmen produzieren und forschen hier. Die gute Verkehrsanbindung und die Nähe zu Shanghai sorgen dafür, dass Suzhou zu den aufstrebenden Städten Chinas gehört. Die Aufbruchstimmung zeigt sich auch in der mutigen Architektur im modernen Teil: Das Wahrzeichen des neuen Suzhous ist das Gate of the Orient (Dongfang Zhimen) oder Gate of the East, der zweithöchste Wolkenkratzer in Suzhou. Am Jinji-See gelegen, soll es als Tor zum Osten fungieren – doch die Locals gaben dem Gebäude auf Grund der ungewöhnlichen Form liebevoll den Spitznamen „die Hose“.

    Suzhou Sehenswürdigkeiten die Hose Gate of the Orient Dongfang Zhimen
    Sieht aus wie eine Hose: Das Gate of the Orient in Suzhou.

    Suzhou Supertower

    Überragt wird die „Hose“ vom Suzhou Supertower mit 450 Metern Höhe – und da fängt es langsam an, wirklich futuristisch auszusehen. Jedes Mal, wenn wir daran vorbeifuhren, konnte ich es kaum glauben, dass wir nur wenige Kilometer weiter auf kleinen Holzbooten über romantische Kanälen geschippert sind. Wie hier Altes und Futuristisches miteinander kombiniert wird, ist atemberaubend.

    Suzhou Industrial Park & Suzhou Culture and Arts Centre

    Im Suzhou Industrial Park gibt es weitere Beispiele für das moderne Suzhou: Das Suzhou Culture and Arts Centre ist ein gigantisches Kulturzentrum mit einem (kostenlosen) Museum für moderne Kunst, diversen Ausstellungsräumen, einem Musicaltheater und einem kleinen Vergnügungspark mit Riesenrad, Cafés und Restaurants. Bei gutem Wetter hat man von hier aus einen fantastischen Blick über den Jinji-See auf die Skyline von Suzhou.

    Shopping in Suzhou – Einkaufen von Seide bis Designerkleidung

    In Suzhou kann man Einkaufen bis zum Umfallen. Ich habe mir seit langem eine strikte No-Shopping-Policy auferlegt, an die ich mich meistens halte, denn sonst wäre ich bei den ganzen Reisen, die ich so unternehme, längst verarmt. Meine Souvenirs sind meine Fotos – aber an Orten wie Suzhou fällt es doch ganz schön schwer, sich zu beherrschen.

    Beliebte Souvenirs aus Suzhou

    Beliebte Mitbringsel aus Suzhou sind neben Seide in allen Variationen grüner Tee (Bi Leo Chun), Fächer in allen Formen, und jede Menge Kunsthandwerk wie Stickereien und Obstkernschnitzereien. Auf der Shantang Street und um die Pingjiang Road gibt es außerdem jede Menge kleiner Läden, die ziemlich hippes Kunsthandwerk verkaufen – nix mit langweiligem Tourikrempel!

    Suzhou Shopping Blan Bunny Teeladen Shantang Street

    Tipp für Designliebhaber

    Totshoppen können hätte ich mich auch im Chengpin Eslite, eigentlich eine riesige Buchhandlung. Mit schönen Buchhandlungen habe ich es ja eh, und diese hier ist eingebettet in ein topmodernes Einkaufszentrum mit unzähligen kleinen Designerstores. Normalerweise schrecken mich Shopping Malls ab, aber das Eslite hat mich sehr an Trendtempel wie das Terminal 21 in Bangkok erinnert! Zwischen den Stores gibt es immer wieder kleine Imbisse und Cafés, so dass man sich hier durch sämtliche Köstlichkeiten der Region probieren kann, wenn man sich an Streetfood nicht herantraut.

    Suzhou Sehenswürdigkeiten Chengpin Eslite Bookstore
    Nicht nur riesiger Buchladen, sondern auch Einkaufszentrum mit vielen innovativen Designerläden: Chengpin Eslite.

    Essen & Trinken in Suzhou

    Exotische Gerichte: Was ist man in Suzhou?

    Essen kann generell in China ganz schön exotisch sein. Und mit dem China-Restaurant aus der deutschen Provinz hat es so gar nichts zu tun. Vegetarier haben es oft schwer, irgendwo ist dann doch Fleisch drin oder mit Fischsoße gewürzt. Fleischesser wie ich müssen mit den abgefahrensten Gerichten wie Entenzungen oder geschmorten Innereien klarkommen. Grundsätzlich wird bei westlichen Touristen schon darauf geachtet, nicht die allerungewöhnlichsten Gerichte anzubieten, aber auf Grund von Kommunikationsschwierigkeiten sollte man für alles gewappnet sein.

    Suzhou Küche Essen Spezialitäten chinesische Küche beste Restaurants

    Jiangsu-Küche

    Die Jiangsu-Küche (so heißt die Provinz in der Suzhou liegt) ist allerdings so ausgefeilt und variantenreich, dass ich mir oft gewünscht hätte, ich könnte noch mehr über meinen Schatten springen und Gerichte wie Schweineschnäuzchen oder Hühnerfüße probieren – nur leider bin ich da echt fies vor, wie man bei uns im Ruhrpott sagt. Denn wenn man schon Fleisch isst, ist es nur konsequent, das ganze Tier zu verwerten. Speziell die Küche in Suzhou ist ein wahres Paradies für Feinschmecker!

    Suzhou Küche Süßkartoffel Püree

    Vegetarische Küche

    Vegetarier müssen aber nicht verhungern, es gibt auch hier jede Menge Exotisches wie Wasserspargel, Lotuswurzeln oder lila Süßkartoffeln. Nicht alles ist scharf, aber vieles fettig und durch die fremden Gewürze und das andere Klima braucht der eine oder andere Magen etwas, um sich an die neue Küche zu gewöhnen. Grundsätzlich aber habe ich in den ganzen Tagen so viel Neues und Leckeres probiert, dass ich mich gar nicht mehr an alles erinnern kann!

    Gerichte werden immer geteilt, d.h. sitzt man in einer großen Runde, kann man noch viel mehr probieren!

    Spezialitäten der Suzhou Küche

    Mandarin-Fisch

    Früher oder später wirst Du ihn in Suzhou serviert bekommen, dieser speziell zubereitete Fisch ist DAS Gericht in Suzhou. Der Fisch wird komplett entgrätet, raffiniert in Form eines Eichhörnchens drapiert und dann frittiert. Zum Schluss kommt eine süß-saure Soße darüber, die süß-sauer für mich nochmal auf ein anderes Level gehoben hat!

    Suzhou Küche Mandarin Fisch in Eichhörnchen Form chinesische Spezialität

    Suzhou Nudeln

    Nudelsuppe ist Nudelsuppe könnte man behaupten. Aber die frischen Nudeln bei Zhuhongxing in hausgemachter Brühe mit zartem Rindfleisch waren so göttlich, dass ich heute noch manchmal daran denke. Tipp: Nicht zu lange beim Essen staunen und genießen, denn die Nudeln saugen sich in der Schüssel so mit Brühe voll, dass der Nudelberg immer größer statt kleiner wird. Der Profi schlürft schnell! (Keine Angst vor Tischmanieren: Über der Schüssel hängen und laut schlürfen wird in China nicht so eng gesehen wie bei uns.)

    Suzhou Küche Nudeln und Nudelsuppe bei Zhuhongxing

    Tangbao

    Teigtaschen in allen Varianten dürfen nicht fehlen! Die Tangbao sind nochmal eine spezielle Sorte, die zusätzlich zu dem meist fleischhaltigen Inhalt mit Brühe gefüllt sind. Diese wird vorher mit einem Strohhalm herausgeschlürft, ähnlich der Xiaolongbao, die es im benachbarten Shanghai gibt.

    Suzhou Küche auf der Shantang Street Tangbao mit Strohhalm

    Streetfood in Suzhou

    Trau‘ Dich immer auch an das Streetfood! Manchmal kann es auch überraschend sein, wie das Teilchen rechts, was ich in einer Bäckerei gekauft habe. Lecker sah’s aus, so haarig paniert – aber was ich mir süß vorstellte, war letztendlich eine Panade aus fein gemahlenem Schweinefleisch. War nicht meins – aber probieren mag ich Fremdes trotzdem gern. Die Teigtaschen aber waren göttlich!

    Unterkunft in Suzhou

    Unsere Unterkunft in Suzhou hätte besser nicht sein können. Zentral gelegen, mit jeglichem Schnickschnack wie Pool und Tennisplatz ausgestattet und mit einem Frühstücksbüffet zum Niederknien war das Garden Hotel* perfekt. Das Hotel besteht aus mehreren kleineren Gäste- und zwei Haupthäusern, eingebettet – passender konnte es in der Stadt der Gärten nicht sein – in eine wunderschöne, ruhige Gartenanlage. Wer sich etwas gönnen und dabei stilecht in Suzhou übernachten möchte: Absolute Empfehlung!

    ➜ Garden Hotel in Suzhou buchen*

    Suzhou Garden Hotel China
    Mitten in einer Gartenanlage und trotzdem zentral: Das Garden Hotel in Suzhou.

    Anreise & Fortbewegung in Suzhou: So planst du deine Reise!

    Lage & Anreise

    Suzhou liegt nur 80 Kilometer von Shanghai entfernt, und liegt direkt an der Schnellzugstrecke, die von Shanghai bis nach Peking führt. Ist man also ein paar Tage in Shanghai, ist Suzhou definitiv eine gute Wahl für einen mehrtägigen Ausflug: Mit dem Zug ist man innerhalb von 90 Minuten in Suzhou.

    Shanghai ist zwar sehr schön, ich persönlich finde aber Suzhou geschichtlich und kulturell gesehen viel reizvoller – und immer nur Mega-Großstadt kann auch sehr anstrengend sein. Zugfahren ist in China übrigens tausend Mal organisierter als ich dachte. Allerdings kann es auch hier zu Verständigungsproblemen kommen, da Englisch nicht sehr weit verbreitet ist.

    ➜ Hier kannst du eine komplette Tagestour mit dem Hochgeschwindigkeitszug von Shanghai nach Suzhou buchen* (inkl. Guide, Zugtickets, Eintrittskarten und Mittagsessen vor Ort)

    Bahnhof Suzhou Schnellzüge Bahnfahren Zugfahren in China
    Erst 10 Minuten darf man hinunter auf die Gleise, die Tickets sind personalisiert und die Identität wird an der Zugangskontrolle überprüft: In China hat beim Zugfahren alles seine Ordnung.

    Individuell reisen vs. Gruppenreise

    Wir waren in einer kleinen Reisegruppe unterwegs. Obwohl ich sonst in Asien immer individuell reise und alles selbst plane, war ich so manches Mal froh, einen Reiseleiter dabei zu haben, der vieles erklärt und zur Not übersetzen kann. Gerade weil die Region um Suzhou noch nicht besonders vertraut mit westlichen Touristen ist, wird nicht viel Englisch gesprochen und in den meisten Sehenswürdigkeiten gibt es keine Informationen in englischer Sprache, so dass einem sonst vieles an interessanten Informationen entgeht.

    Einzelne Reisebausteine statt kompletter Rundreise

    Komplette China-Rundreisen sind aber oft sehr teuer, und mal ehrlich, einen Flug nach Shanghai buchen und ein paar Tage dort verbringen schafft man zur Not allein. Für „exotischere“ Ziele wie Suzhou kann man aber bei China Tours einzelne Bausteine buchen, was ich wirklich nur empfehlen kann.

    Wir haben während unserer Reise durch mehrere Orte rund um Shanghai drei Reiseführer verschlissen, die allesamt höchst professionell waren, sogar sehr gut Deutsch (!) sprachen und zu jedem Thema absolut fundiertes Wissen vorweisen konnten. Gerade bei einem so komplexen Reiseziel wie China mit so viel Kultur und Geschichte, über die ich zugegebenermaßen vorher nicht besonderes viel wußte, war eine professionelle Begleitung Gold wert.

    Suzhou Sehenswürdigkeiten Pingjiang Road Boote auf Kanal

    Fortbewegung innerhalb Suzhous

    Bist du lieber individuell unterwegs, kannst du vor Ort in Suzhou längere Strecken gut mit dem Taxi zurücklegen oder eine der Touristenbuslinien nehmen. An vielen Stellen gibt es Leihfahrräder. Das U-Bahn-Netz wird gerade ausgebaut.

    Lohnt sich eine Reise nach Suzhou?

    Suzhou hat mir wirklich sehr gut gefallen und ich habe mich oft gefragt, warum es unter westlichen Touristen nahezu unbekannt ist. Gerade, wenn man Shanghai besucht, bietet sich ein Ausflug (Sportliche schaffen es auch in einem Tag) nach Suzhou förmlich an. Shanghai ist zwar faszinierend, dennoch fehlte mir dort immer ein wenig Patina. Mit einem Abstecher nach Suzhou lässt sich das gut ergänzen. Auch ist die Stadt wesentlich entspannter und überall wird man als exotischer Tourist aus dem Westen herzlich empfangen, das hat mir nochmal eine ganz neue Seite Chinas gezeigt.

    Hinweis: Ich wurde von den Fremdenverkehrsämtern Suzhou und Nanjing sowie von China Tours auf diese Recherchereise eingeladen.

  • Saigon: Der große Street Food Guide

    Saigon: Der große Street Food Guide

    Saigon Street Food – das ist mittlerweile sogar zu Hause in Berlin ein Begriff. Da lag eine Street Food Tour in Saigon* bzw. Ho Chi Minh City ziemlich nah! Die vietnamesische Küche ist so vielfältig, so frisch, so voller neuer Aromen und innerhalb Südostasiens eine ganz eigene Geschmacksrichtung. Besonders in Saigon ist die Auswahl an Street-Food-Ständen, kleinen Imbiss-Restaurants und Garküchen am Straßenrand schier unendlich.

    Vietnamesen sind gesellig und lieben Essen, andauernd wird irgendwo auf irgendetwas gekaut, wechseln mit Leckereien gefüllte (leider Einweg-)Schälchen die Besitzer und man fragt sich wirklich, wie der Großteil der Bevölkerung hier immer noch gertenschlank sein kann. Denn die vietnamesische Küche ist nicht immer leicht! Auch in Vietnam wird frittiert, was das Zeug hält, und Zucker wird ebenso exzessiv verbraucht.

    Street Food Tour Saigon

    Street Food in Vietnam – ein kulinarisches Abenteuer

    Eins vorab: Vielleicht wirst Du viele Gerichte, die in den Straßen Saigons serviert werden, generell nicht probieren wollen. Es sei denn, Du bist wirklich sehr experimentierfreudig. Oft wird die vietnamesische Küche für ihre französischen Einflüsse und dadurch spannenden Kombinationen gelobt – und beim Vietnamesen zu Hause in Deutschland ist es ja auch immer lecker. Was aber oft unterschlagen wird: In Vietnam wird wirklich alles gegessen.

    Vietnamesen lieben Fleisch, und zwar so doll, dass es Vegetarier manchmal schwer haben, ein vegetarisches Gericht zu finden. Veganer erst recht. Und einerseits sehr löblich, aber für den europäischen (oder zumindest meinen) Gaumen recht ungewohnt, wird hier wirklich alles von Rind, Schwein, Huhn, Fisch, Meeresfrüchten, und sogar Frosch oder Schlange gegessen: Vom Filet bis zu den bizarrsten Innereien.

    Street Food Tour Saigon

    An den wirklich authentischen Ständen kommt man mit Englisch nicht weit, eine Karte gibt es auch auf Vietnamesisch nicht. Oft traut man sich nicht, etwas zu probieren – man weiß ja nie… Aus diesem Grund und weil ich trotzdem unbedingt mal etwas (aber eben doch nicht ganz so) exotisches Street Food in Saigon probieren wollte, habe ich eine Street Food Tour in Saigon* unternommen – und es war großartig! Sam, die mit mir unterwegs war, hat mir die abgefahrensten Ecken Saigons gezeigt und mich fantastisches Essen (ohne unliebsame Überraschungen) probieren lassen.

    Was ist der Unterschied zwischen Sommerrollen und Frühlingsrollen?

    Während hierzulande Frühlingsrollen frittierte Röllchen sind und die in weichem, hellen Reispapier gerollten Sommerrollen genannt werden, sind für Vietnamesen alles einfach Frühlingsrollen! Sommerrollen scheinen wohl eher eine Erfindung des Westens. Den Anfang machte also eine der frischesten Frühlingssommerrollen zum Selberrollen, die ich je gegessen habe. Frische Kräuter und Salat, dass es nur so knackte.

    Street Food Tour Saigon

    Bánh Tráng Nướng: Vietnamesische Pizza

    Vietnamesen haben ihre ganz eigene Version von Pizza erfunden. Die hat zwar außer der Form eigentlich nichts mit einer italienischen Pizza zu tun, ist aber trotzdem ein beliebter Snack. Reispapier, eine Creme, die Käse darstellen soll, diverse Soßen und Mayonnaisen, in Scheiben geschnittene Würstchen – irgendwie kommt alles Mögliche auf die Bánh Tráng Nướng Pizza. Die erstaunlicherweise dann sogar schmeckt! Dazu gab’s dann Nem nướng, gegrillte Würstchen – garniert mit den obligatorischen frischen Kräutern, die nirgends fehlen dürfen.

    Street Food Tour Saigon

    Trứng Cút Nướng Phô Mai: Gegrillte Wachteleier mit Käse

    Warum Wachteleier in Vietnam so beliebt sind, hat einen ganz einfachen Grund, verriet mir Sam. Ein ganzes Hühnerei wäre als Portion für ein kleines Küchlein wie in den Mini-Schälchen viel zu viel – und würde zu sehr sättigen. Langsam kam ich dann doch hinter das Ernährungsgeheimnis der Vietnamesen, die dauernd zu essen schienen: Immer kleine Portionen statt riesige Gerichte.

    Street Food Tour Saigon

    Im fahlen Schein von Straßenlaternen saßen wir nun irgendwo mitten in Saigon am Straßenrand auf unseren Kindergartenhockern, wie sie in Vietnam zuhauf an Streetfoodständen genutzt werden und aßen unsere Wachteleiermuffins namens Trứng Cút Nướng Phô Mai und Bánh Xèo, gefüllte Pfannkuchen. Und auch hier wieder jede Menge frische Kräuter, die Sam mir einzeln erklärte (und deren Namen ich auch sofort wieder vergaß, weil ich nur noch mit Staunen beschäftigt war).

    Chè Bưởi: Dessert auf Vietnamesisch

    Keine Ahnung, was Sam mir da in die Hand drückte – es nannte sich Chè Bưởi und sie übersetzte es mit „süße Grapefruitsuppe“. Irgendwie war es süß, cremig, fruchtig und frisch zugleich; genau das richtige bei nächtlichen 30 Grad Lufttemperatur.

    Street Food Tour Saigon

    Street Food Tour in Saigon buchen

    Street Food Touren wie diese führen an ganz entlegene Winkel der Stadt, die ich ohne Sam wahrscheinlich nie zu Gesicht bekommen hätte. Meist werden sie beworben mit „Studenten zeigen dir Street Food in Saigon“ und tatsächlich war Sam Studentin, die sich hauptsächlich deswegen in Sachen Street Food gut auskennt, weil sie nur in einem kleinen Zimmer wohnt und eigentlich dauernd auswärts isst – wie eben viele Studenten in Ho Chi Minh City.

    Street Food Tour Saigon

    Die Spots sind über die ganzen Stadt verteilt und man fährt wird auf dem Roller von Spot zu Spot gefahren. Helme werden gestellt. Eine gute Gelegenheit, den verrückten Straßenverkehr in Ho Chi Minh City hautnah zu erleben! Außerdem sind die Touren dadurch sehr individuell und persönlich, da auf jeden Gast ein Guide bzw. Fahrer kommt.

    Authentische Street Food Touren durch Saigon hier buchen*

  • Saigon: Die besten Sehenswürdigkeiten & Tipps

    Saigon: Die besten Sehenswürdigkeiten & Tipps

    Planst Du während Deiner Reise nach Vietnam einen Stopp in Ho Chi Minh City bzw. Saigon? Da bist Du hier genau richtig: In diesem Artikel verrate ich meine besten Saigon Tipps und welche Saigon Sehenswürdigkeiten Du nicht verpassen darfst! Ob das beste Street Food, die coolsten Restaurants und die besten Unterkünfte: In diesem Guide für Ho Chi Minh City (offizieller Name von Saigon!) wirst Du fündig.

    Straße im Ho Thy Ky Flower Markt Blumenmarkt Saigon

    Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Saigon

    Saigon ist zwar die größte Stadt Vietnams, aber erschlägt einen längst nicht so wie Bangkok oder Hongkong. Das einzige, was wirklich sehr gewöhnungsbedürftig ist (und das gilt aber generell für ganz Vietnam) ist der Verkehr mit Trillionen von Rollern, von denen jeder Vietnamese mindestens einen besitzen zu scheint. Hupen ist eine Form, sich im Verkehr bemerkt zu machen, geblinkt wird dafür nicht – also ist der Verkehr in einer Stadt wie Saigon einfach eine riesige, laute Welle aus hupenden Rollern.

    Beliebt sind auch sogenannte Mototaxis, Roller als Taxi, auf die man einfach aufhüpft. Gerne genutzt wird dafür auch Grab, ein Taxi-Service ähnlich Uber, bei dem man zwischen Motoroller oder normalem Taxi wählen kann. Bei 40 Grad habe ich allerdings meist das Auto genommen – und die Klimaanlage genossen. Überhaupt ist Grab eine optimale Möglichkeit, von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit zu kommen, es ist günstig, und wesentlich einfacher, als die Strecken mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen. 

    Saigon gehört zu jeder Vietnam-Reise!

    Vier Jahre ist es nun her, dass ich das letzte Mal in Vietnam war. Das Land habe ich damals sehr zwiespältig verlassen – die volle Begeisterung blieb irgendwie aus. Ich kannte vorher in Südostasien nur Thailand, ein Land, dass es westlichen Touristen sehr einfach macht, sich sofort wohl zu fühlen. In Vietnam habe ich das damals etwas anders empfunden. Aber dazu später mehr. Da ich beim letzten Mal die wichtigsten Orte in Nordvietnam wie Halong Bay, Hanoi, Hoi An, Hue und Da Nang besucht hatte und für den Süden die Zeit fehlte, wollte ich diesmal Saigon, das Mekongdelta und noch einiges mehr kennenlernen und es nochmal mit Vietnam versuchen.

    Planst Du eine Vietnam-Reise?
    Hier findest Du alle Artikel und hilfreiche Tipps für Vietnam!

    1. Das Hauptpostamt & die Kathedrale Notre-Dame

    Saigon wartet mit wenigen wirklich spektakulären Sehenswürdigkeiten auf, dennoch sind viele Orte interessant. Das Hauptpostamt zum Beispiel wurde während der französischen Kolonialzeit erbaut, und die Stahlkonstruktion im Inneren wurde von Gustave Eiffel konzipiert. Groß am Kopf der Haupthalle hängt ein Porträt von Ho Chi Minh. Skurril: In den Seitenflügeln sowie in der Mitte der Halle sind Souvenirshops untergebracht und das gesamte Postamt ist mit Touristengruppen gefüllt, während rundherum an den Postschaltern der ganz normale Betrieb mit dem Kaufen von Briefmarken und dem Abholen von Paketen weitergeht. 

    Sehenswürdigkeiten in Saigon Hauptpostamt
    Das Hauptpostamt in Saigon stammt aus der französischen Kolonialzeit.
    Saigon Sehenswürdigkeiten Bild von Ho Chi Minh im Hauptpostamt Saigon
    Regulärer Betrieb im Hauptpostamt von Saigon unter dem übergroßen Porträt von Revolutionsführer Ho Chi Minh.
    Saigon Sehenswürdigkeiten Uhr und Karte im Hauptpostamt von Saigon
    Französische Spuren findet man überall in Saigon.

    Den großen architektonischen Einfluss der Franzosen sieht man auch an einer anderen Sehenswürdigkeit Saigons, der Kathedrale Notre-Dame (ja, auch hier gibt’s eine!), gleich gegenüber vom Hauptpostamt. Zur Zeit wird sie renoviert. 

    Kathedrale Notre-Dame in Ho Chi Minh City Saigon Vietnam
    Auch die Notre Dame Kathedrale ist ein Relikt aus der französischen Kolonialzeit in Saigon.

    2. Ho Chi Minh City People’s Committee und Saigon Opera House

    Zwei weitere Sehenswürdigkeiten aus der französischen Kolonialzeit sind das Ho Chi Minh City People’s Committee, das Rathaus von Saigon, sowie das Opernhaus von Saigon. Während das Rathaus nicht besichtigt werden kann, lässt sich das Opernhaus bei Aufführungen besuchen: Die Akrobatikshow mit südvietnamesischen Einflüssen soll sehr sehenswert sein!

    ➜ Hier geht’s zur A-O- und Teh Dar Show im Saigon Opera House*

    Saigon Sehenswürdigkeiten Rathaus im Abendlicht Ho Chi Minh City People's Committee
    Könnte so auch in Kalifornien stehen: Das Rathaus von Saigon.
    Saigon Sehenswürdigkeiten Statue von Ho Chi Minh
    …bis auf die riesige Ho Chi Minh Statue davor natürlich.
    Saigon Sehenswürdigkeiten Opera House
    Manchmal sogar mit rotem Teppich: Das Saigon Opera House.

    3. Aussichtsplattformen auf dem Bitexco Financial Tower & Landmark 81

    Der Bitexco Financial Tower ist nach dem brandneuen Landmark 81 etwas außerhalb der Stadt der zweithöchste Wolkenkratzer Saigons. Auffällig ist die große, herausragende Plattform oben auf dem Turm. Das ist aber nicht die Aussichtsplattform, sondern ein Helikopterlandeplatz. Viel genutzt wird er scheinbar nicht – und es scheint eher wie ein Prestigeobjekt. Das Skydeck etwas darunter in der 49. Etage ist die öffentlich zugängliche Aussichtsplattform, für umgerechnet ca. 8 Euro hat man hier einen Ausblick über Saigon. Weiter oben befindet sich noch ein Restaurant bzw. eine Bar, ohne Eintritt, dafür muss man hier verständlicherweise etwas konsumieren. 

    Sehenswürdigkeiten in Saigon Bitexco Tower  aus Hinterhof
    Größer kann der architektonische Kontrast kaum sein. Aus einem alten Hinterhof schaut man direkt auf den Bitexco Tower.

    Das Landmark 81 besitzt ebenfalls eine Aussichtsplattform. Ich habe mir den Ausblick von beiden Locations allerdings geschenkt, da die Zeit knapp geworden ist – und ich schon vom Flugzeug aus einen fantastischen Blick auf die Stadt hatte. Vom Ufer gegenüber ist die Aussicht auf Saigon ebenfalls grandios!

    Skyline von Ho Chi Minh City bei Nacht
    Die Skyline von Saigon bei Nacht: Ein bisschen wie Shanghai.

    Tipp: Abends ist hier der Treffpunkt der Locals. Es gibt die obligatorischen Street-Food-Stände und improvisierte Cocktailbars, und den Tag hier auf einem der Klappstühle mit bester Sicht auf die Skyline von Saigon ausklingen zu lassen, ist perfekt! Und das Beste: Kein Tourist-Gedöns!

    3. Ben Thanh Markt

    Märkte steuere ich in fremden Städten immer gerne an – mich im Gewusel verlieren und dabei besonders in fernen Ländern Exotisches entdecken, das ist genau meins. Der Ben-Thanh-Markt liegt mitten in der Stadt – eine große, überdachte Markthalle mit Obst, Gemüse, Klamotten, Souvenirs und Streetfood-Ständen. Allerdings ist er auch totaler Touristenmagnet, wer es lieber etwas einheimischer mag, der sollte einen Markt wie den Tan Dinh Markt oder den An Dong Markt ansteuern.

    Saigon Sehenswürdigkeiten Ben Thanh Markt mit Marktständen
    Auf dem Ben Thanh Markt gibt es alles: Essen, Handtaschen, Maßanzüge, falsche Wimpern im Sparpack.
    Schnecken, Langusten und Meeresfrüchte im Ben Thanh Markt, Sehenswürdigkeit in Saigon
    Schneiderei im Ben Thanh Markt in Saigon
    Maßanzüge in einem Tag: In Vietnam kein Problem.

    Gleich neben dem Ben-Thanh-Markt gibt es auch ein bekanntes Pho-Restaurant, das Pho 2000. Pho ist eines der Nationalgerichte Vietnams, das man unbedingt einmal probieren sollte! Pho ist eine Nudelsuppe, der am Tisch noch frische Kräuter, Chili und Limettensaft hinzugefügt werden. Es gibt sie traditionell mit Huhn- oder Fleischeinlage, oft auch noch mit Tofu als vegetarische Variante. Pho 2000, ein einfaches Restaurant, ist vor allem zur Berühmtheit gelangt, nachdem hier im Jahr 2000 Bill Clinton auf Staatsbesuch eine Pho geschlürft hat. 

    Pho 2000 in Saigon
    Pho 2000: Bill Clinton war hier.
    Pho Suppe im Pho 2000, Restaurant Tipp in Saigon
    Vietnamesische Pho: Nudelsuppe mit vielen frischen Kräutern. Eine Spezialität!

    5. Wiedervereinigungspalast

    Der Wiedervereinigungspalast war vor dem Vietnamkrieg der Sitz des südvietnamesischen Präsidenten. Mit dem Fall von Saigon am 30.April 1975 durch die Vietnamesische Volksarmee und deren Panzern, die hier über die Zäune rollten, wurde der Vietnamkrieg beendet. Heute können das Gelände sowie einige Räume besichtigt werden. 

    Propaganda Plakat Kriegsende vor Wiedervereinigungspalast, Saigon, Vietnam
    Jedes Jahr wird das Kriegsende groß gefeiert. Überall in der Stadt hängen Plakate wie aus einer anderen Zeit.

    6. War Remnants Museum (Kriegsmuseum)

    Das Kriegsmuseum war wohl meine größte Enttäuschung in Saigon. Viele Touristen, mit denen ich zuvor gesprochen habe, waren hellauf begeistert vom Kriegsmuseum, das als eines der größten und besten seiner Art in Asien gilt. Ich habe mir wirklich alles von oben bis unten (das Museum verteilt sich über drei Etagen) angesehen, in der Hoffnung, etwas mehr über die geschichtlichen Zusammenhänge und Hintergründe des Vietnamkriegs zu erfahren.

    Die Möglichkeit, dass die Darstellungen parteiisch sind, fand ich durchaus spannend und habe irgendwie auch damit gerechnet. Obwohl ich vielfach gehört hatte, dass die Ausstellung durchaus neutral gehalten sei. Meiner Erfahrung nach ist sie das allerdings null! Zudem ist die Ausstellung technisch sehr schlecht gestaltet. Besonders hat mich die Fotoausstellung berühmter Kriegsfotografen interessiert – nur sind die eigentlich beeindruckenden Bilder so schlecht ausgeleuchtet, dass man sich besser einen guten Bildband zu Hand nimmt.

    War Remnants Museum, Sehenswürdigkeit in Saigon

    Wie erwartet, ist die Ausstellung anti-amerikanisch und lässt die Hintergründe der Gegenseite vollständig aus. Bis zu einem gewissen Grad verständlich. Dabei aber Neutralität vorzugaukeln, ist doch sehr gewagt. Geschichtliche Hintergründe werden ebenfalls nur am Rande beleuchtet, sodass ich beim Verlassen des Museums nicht das Gefühl hatte, schlauer zu sein, was die Geschichte Vietnams angeht.

    Weiterhin fand ich die selbstverständliche Präsentation amerikanischer Kriegsgeräte wie Maschinengewehre, Panzerfäuste und Bomben an jeder Ecke sehr martialisch und verstörend. Gehört zum Thema, aber die Form und Menge waren irgendwie zu viel. 

    Kriegsflugzeuge im War Remnants Museum, Saigon
    Plakat Solidarität mit Vietnam aus Vietnamkrieg im War Remnants Museum, Saigon

    Mein ganz persönlicher Tiefpunkt waren allerdings zwei andere Dinge: Zum einen der Souvenirshop, der völlig unpassende Souvenirartikel von Kartenspielen über amerikanische Hollywood-Filmposter bis zur Biografie von Michelle Obama anbietet (wenn hier doch sonst alles anti-amerikanisch ist) – zum anderen die Tatsache, wie Besucher sich freudestrahlend mit den Panzern vorm Museum fotografieren lassen. Bei den beiden Mädchen, offensichtlich Touristinnen aus dem Westen, die sich von einem Freund bei ihrer fröhlichen Cheerleading-Tanz-Choreographie zwischen Panzern und Kriegshubschraubern filmen ließen, fiel mir dann endgültig die Kinnlade herunter. 

    Souvenirshop im War Remnants Museum, Saigon

    7. Ho Thy Ky Blumenmarkt

    Vietnamesen lieben Blumen. Oft werden Blumen als Dekoration bei den zahlreichen Festivals im Jahr oder als religiöse Opfergabe genutzt. Auf dem Ho Thy Ky Flower Market kann man in ein Meer von Blumen eintauchen und dabei leckeres Street Food probieren. Die meisten Blumen hier kommen aus der Bergregion weiter nördlich um Dalat oder aus dem Mekongdelta. Ich habe übrigens vergeblich versucht rauszufinden, was genau dem Blumenwasser hinzugefügt wird, damit sie so unfassbar frisch bleiben. Vor allem bei Lufttemperaturen von knapp 40 Grad… Die Chemiekeule lässt wohl grüßen. Im Übrigen habe ich gelesen, dass man in Vietnam die Finger von Äpfeln lassen sollte, weil sie dort so unfassbar stark gespritzt werden – also Vorsicht.

    Saigon Sehenswürdigkeiten: Blumen auf dem Ho Thy Ky Flower Market

    8. Tan Dinh Kirche / Pink Church

    Das Besondere an dieser Kirche ist eigentlich – der Name lässt es erahnen – ihre Farbe. Von oben bis unten in Pink, auch innen, ist diese Kirche der heilige Ort aller asiatischen Instagrammerinnen. So scheint es zumindest, wenn man die Horden junger Mädchen vor der Kirche posieren sieht; alle auf der Suche nach dem besten Fotospot. (Sucht mal auf Instagram nach #pinkchurch!) Ich hätte mir die Kirche auch gerne von innen angesehen – leider war gerade Gottesdienst. 

    Saigon Sehenswürdigkeiten Rosa Kirche Tan Dinh Pink Church
    Eine pinkfarbene Kirche in Saigon: Schon schön.
    Mädchen vor Pink Church, Ho Chi Minh City
    Selfie-Alarm vor der pinken Kirche in Saigon.

    9. Sri Mariamman Tempel 

    Die hinduistische Community in Vietnam ist nicht besonders groß, daher ist der Sri-Mariamman-Tempel in der Nähe des Ben-Thanh-Marktes auch nicht so spektakulär. Wenn man eh in der Nähe ist, lohnt sich ein Besuch. Achtung: Schuhe aus! 

    Sri Mariamman Tempel von innen, Saigon

    10. Pham Ngu Lao – Backpacker Street mit Nachtmarkt

    Nach Einbruch der Dunkelheit tobt hier das Nachtleben. Wummernde Bässe, Street-Food-Verkäufer mit ihren Wägelchen, einschlägige Mädchen, westliche Touristen von Backpackern bis Neckermann Reisen, aber auch Einheimische – die Pham Ngu Lao muss man erlebt haben.

    Während des Vietnamkriegs haben sich hier entlang der Straße Lokale und Unterkünfte angesiedelt, von teuer bis billig. Hier konnten sich die amerikanischen Truppen mit allem eindecken, was sie brauchten. Irgendwie ist der westliche Einfluss bis heute geblieben und man findet immer noch zahlreiche Bars und Unterkünfte rund um die Pham Ngu Lao. 

    Saigon Sehenswürdigkeiten Nachtleben auf der Pham Ngu Lao
    Party jeden Tag: Die Pham Ngu Lao erinnert ziemlich an die Khao San Road in Bangkok.

    Ausflüge ab Saigon: Was kann man sich noch ansehen? 

    Ab Saigon lassen sich eine Reihe von Ausflügen unternehmen. Beliebt ist ein Besuch der Cu-Chi-Tunnel. Während des Vietnamkrieges wurde das bereits zu Kolonialzeiten bestehende Tunnelsystem von den Vietcong so erweitert, dass eine komplette Infrastruktur mit Wohneinheiten, Krankenhäusern und Schulen entstand.

    Besonders an den Verbindungstunneln ist die Größe: 80 Zentimeter Höhe, 60 Zentimeter Breite. Ein Tunnelstück ist bis heute erhalten (und für die riesigen Touristen aus dem Ausland auch etwas vergrößert worden) und kann besichtigt werden. 

    ➜ Hier kannst Du Deine Tour zu den Cu-Chi-Tunneln buchen*

    Ein weiterer beliebter Ausflug ist eine Tagestour ins Mekongdelta, um dort die schwimmenden Märkte auf dem Mekong zu besuchen. Allerdings ist eine Tagestour wirklich sehr knapp bemessen, und die Wahrscheinlichkeit, dass man in einer Massentour mit Kaffeefahrtcharakter landet, ist hoch. Mehr Tage zu buchen scheint mir ratsam.

    ➜ Mehrtägige Touren durch das Mekongdelta*

    Ich war nach Saigon auch im Mekongdelta. Da ich aber vorerst nicht zurück nach Saigon wollte, bin ich auf eigene Faust dorthin:

    ➜ Hier geht’s meinem Artikel über die schwimmenden Märkte im Mekongdelta

    Meine ganz persönlichen Saigon Tipps: Street Food & Cafés

    Von den typischen Sehenswürdigkeiten, die auch so in jedem Saigon Reiseführer zu finden sind, abgesehen, fand ich noch einiges mehr in Saigon spannend! Besonders interessant fand ich die vielen wirklich tollen und einzigartigen Cafés und Restaurants, die sogar mich als in dieser Hinsicht verwöhntem Berliner begeistert haben. Und das leckere Street Food, das ich wohl ohne eine tolle Street Food Tour niemals so entdeckt hätte.

    Aber am allerbesten waren die tollen Locals, die meine schlechten Erfahrungen vom letzten Mal sofort vergessen ließen und mir eine Menge toller Tipps gegeben haben. Ich denke oft, dass man einem Land unbedingt noch ein zweites Mal besuchen sollte, auch wenn das erste Mal nicht besonders schön war. Manchmal erschließt sich ein Land einem erst bei einem zweiten Besuch.

    Wo bekommt man das beste Street Food in Saigon? Was ist typisch vietnamesisches Street Food?
    Mehr über Street Food in Saigon

    Saigon Sehenswürdigkeiten Katinat Café
    Es gibt unzählige Cafés in Saigon – und eines schöner als das andere.

    Praktische Tipps für Saigon – Informationen für deine Reise

    Vom Flughafen in die Stadt

    Wenn du mit dem Flugzeug am Flughafen ankommst, kannst du entweder ein reguläres Taxi, Grab oder den öffentlichen Airport-Bus in die Stadt nehmen. Der Flughafen ist nur 7 Kilometer von der Innenstadt entfernt, ein Taxi wird also nicht ganz so teuer. Ich habe die ganze Zeit Grab benutzt, da ich einiges über getürkte Taxameter und falsche Taxis gelesen habe. Mir war Grab lieber, da dort, wie bei Uber, der Preis von vornherein feststeht. Von der Stadt aus zum Flughafen habe ich einmal ca. 90.000 Dong bezahlt, das sind ca. 4,50€. Günstiger ist nur der Flughafenbus, der über den Ben-Thanh-Markt zum Busbahnhof in der Nähe der Pham Ngu Lao fährt: 20.000 Dong, knapp 1 €. 

    Mit dem Bus weiter

    Willst Du von Saigon aus mit dem Bus weiter, so hilft Dir in der Regel jedes Hotel oder jede Reiseagentur weiter. Beliebt und gut sind die meist orangefarbenen Überlandbusse von FUTA Travel. Diese unterhalten Büros in der ganzen Stadt, auch in der Nähe der Pham Ngu Lao. Dort kannst Du ein Ticket kaufen und wirst mit einem Minibus zum Busbahnhof gefahren, der sich außerhalb des Stadtzentrums befindet. Preise sind sehr günstig, Komfort ist okay – die Sleeper-Busse mit ihren halbflachen Liegesitzen auf 2(!) Etagen haben mir mit 1,60 m Körpergröße vollkommen ausgereicht. Ausgewachsene europäische Männer haben es da schwerer. 

    Fortbewegen innerhalb der Stadt

    Innerhalb Saigons kann ich Grab nur empfehlen! Obwohl es gutes WLAN an jeder Ecke gibt und du die App nutzen kannst, würde ich dir den Kauf einer lokalen SIM-Karte ans Herz legen, die du gleich am Flughafen kaufen kannst. Oder du kaufst bereits im Voraus eine eSIM; ich nutze dazu gerne eSIMs von Saily oder Holafly.

    Sicherheit in Saigon: Ist es gefährlich?

    Ich bin mehrfach von Einheimischen vor Taschen- und Handydiebstahl gewarnt worden. Anscheinend werden Handys gerne mal von Taschendieben, die auf Rollern vorbeifahren, aus der Hand gerissen. Ähnliches passiert wohl auch mit Handtaschen oder Rucksäcken, die man nur auf einer Schulter trägt. Auf beiden Schultern getragen ist man da wohl safe. Ich habe mich allerdings als Alleinreisende jederzeit relativ sicher gefühlt, auch nachts. Das ist allerdings auch einer der Gründe, warum ich immer eine lokale SIM-Karte kaufe und das Handy immer parat habe – wenn es mir unangenehm wird, ist in wenigen Minuten ein Grab-Taxi da.

    Beste Reisezeit für Saigon: Wann reist man am besten nach Südvietnam?

    Im Prinzip gliedern sich die Jahreszeiten in Vietnam in eine Trockenzeit (November bis April) und eine Regenzeit (Mai bis Oktober). Die  für Europäer ist im europäischen Winter. Kurz vor der Regenzeit wird es dann nochmal richtig heiß und feucht. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Das ist nur was für Hartgesottene! Hardcore-Sightseeing-Programme müssen da schon etwas zurückstehen – ansonsten bieten sich häufige Pausen an.

    Katze in Bastkorb

    Unterkunft in Saigon 

    Die meisten Touristenhotels befinden sich rund um die Pham Ngu Lao (mit vielen Backpackerunterkünften) oder mitten im Zentrum. Rund um die Pham Ngu Lao kann es aber sehr laut werden, wer da auf entspannte Nachtruhe hofft, ist vielleicht mit einer anderen Unterkunft besser beraten. 

    Ich habe mich für eine Unterkunft etwas außerhalb des Trubels, aber dennoch sehr zentral entschieden. Das Common Room Project* ist eher ein Wohnprojekt als ein Hotel – wirklich sehr nette Mitarbeiter und alles in allem eine sehr warmherzige und einladende Atmosphäre. Es gibt sowohl Dorms als auch Privatzimmer.

    ➜ Buche dein Zimmer im Common Room Project am besten im Voraus (es gibt nur wenige Privatzimmer)

    Als ich einmal sehr spät zurückkam, sprang der Rezeptionist ganz erleichtert und aufgeregt zugleich von seinem Stuhl auf – er hätte sich schon Sorgen um mich gemacht, weil er mich die ganze Zeit nicht gesehen hatte. Das habe ich so auch noch nie erlebt.

    Legendär ist auch die Dachterrasse, auf der auch gerne Kinoabende veranstaltet werden. Und was mich als Brasilianerin umso mehr freute: Die Caipirinha-Bar macht die wohl besten Caipirinhas in Vietnam! 

    Caipifruta mit Maracuja in Rooftop Bar in Saigon Vietnam

    Sagt man Saigon oder Ho Chi Minh City?

    Die erste Frage, die sich mir stellte, war: Sage ich jetzt nun Ho Chi Minh City oder Saigon? Schließlich will ich ja nicht in irgendwelche Fettnäpfchen treten. Schon beim letzten Mal ist mir in Vietnam aufgefallen, dass (zumindest gegenüber Touristen) politische Themen gerne vermieden werden. Vietnam ist ein kommunistisches Land, aber wie auch in China, verschwimmen oberflächlich gesehen die Grenzen zum Kapitalismus sehr stark und mit einem Starbucks oder H&M vor der Nase ist man ziemlich irritiert, was denn nun hier kommunistisch sein soll.

    Katinat Café an Kreuzung in Ho Chi Minh City Vietnam

    Nach dem Ende des Vietnamkriegs und der Machtübernahme der kommunistischen Vietcong im Süden Vietnams verlor Saigon seinen Namen, der noch aus der französischen Kolonialzeit stammte, und wurde 1976 nach dem zu diesem Zeitpunkt bereits verstorbenen (kommunistischen) Revolutionsführer Ho Chi Minh benannt. Mit dem Namen ist also ein gewaltiges Stück Geschichte verbunden.

    Ich habe mich dann mehrmals vorsichtig erkundigt, die Einheimischen sagen allerdings auch immer noch Saigon – nur bei offiziellen Anlässen wird Ho Chi Minh City benutzt. (Im Übrigen ist die politische Geschichte Vietnams sehr komplex. Ich gebe mir Mühe, das hier wahrheitsgemäß und korrekt wiederzugeben. Schliesslich sollte auch ein Reiseblogger, der nur oberflächlich Orte besucht, auf geschichtliche Zusammenhänge achten. Wer aber mehr Ahnung hat oder Korrekturen anmerken will – bitte sehr gerne in die Kommentare. Ich freue mich sehr.)

  • Singapur: Gardens by the Bay bei Nacht

    Singapur: Gardens by the Bay bei Nacht

    Singapur muss nicht immer teuer sein: Die Gärten rund um das Marina Bay Sands, das berühmte Hotel in Singapur, sind kostenlos!. In den Gardens by the Bay kann man hier gut einige Stunden verbringen und sich vom Großstadt-Stress erholen.

    Leuchtende Supertrees in den Gardens by the Bay in Singapur bei Nacht

    Die Gärten von Singapur

    Tagsüber kann man in die anliegenden Gewächshäuser gehen und die tollen Pflanzen bestaunen. Nachts werden die berühmten Bäume in den Gardens by the Bay beleuchtet. Wenn die bepflanzten Supertrees mit der Gardens by the Bay Lightshow so richtig in Szene gesetzt werden, sind die Gärten in Singapur erst richtig beeindruckend. Die Lightshow ist wirklich ein einmaliges Erlebnis! Kein Wunder, dass viele Leute sich einfach nur einen ruhigen Platz suchen und fasziniert in den leuchtenden Himmel starren.

    Ticket für die Gewächshäuser in den Gardens by the Bay kaufen*

    Marina Bay Sands: Der berühmteste Infinity Pool der Welt

    Nebenan wird einem sofort dieses bekannte futuristische Gebäude auffallen. Wer kennt ihn nicht, den mittlerweile weltweit berühmten Postkartenausblick vom Infinity Pool des Marina Bay Sands in Singapur?

    2010 eröffnet, ist das Marina Bay Sands und das Gebiet rundherum schnell zur neuen Attraktion Singapurs geworden. Vorher gab es hier nichts. Jetzt ist auf dem leeren Grundstück ein komplettes Freizeitresort entstanden.

    Das Hotel selbst ist nicht nur Hotel, sondern auch Shoppingcenter und Spielkasino. Das Luxus-Einkaufszentrum beherbergt Marken von Dior über Louis Vuitton bis Dolce&Gabbana.

    Marina Bay Sands Hotel mit Infinity Pool in Singapur

    Ich bin mir sicher, vor dem Marina Bay Sands wusste niemand so richtig etwas mit dem Begriff „Infinity Pool“ anzufangen. Bis die ersten Bilder des Pool auf dem Dach des schiffförmigen Marina Bay Sands Hotels in Singapur auftauchten. Nachdem dann wirklich jeder Instagrammer, der etwas auf sich hielt, am Beckenrand des höchsten Pools der Welt hing, war auch der Ausdruck „Infinity Pool“ jedem ein Begriff. Zutritt bekommt man übrigens nur als Hotelgast. Reinschmuggeln ist zwecklos. Mit Glück gibt’s das günstigste Zimmer ungefähr ab 350 Euro die Nacht. Das ist also schon eine höhere Investition. Nachgucken lohnt, die Preise variieren stark.

    ➜ Preise & Verfügbarkeit Marina Bay Sands in Singapur

    Wer das nicht ausgeben will, der kann die Aussichtsplattform nebenan besuchen, die gegen Eintritt der Öffentlichkeit zugänglich ist, und den Blick auf Singapur ohne Pool genießen.

    ➜ Tickets für das Marina Bay Sands Observation Deck online kaufen*

    Gardens by the Bay: Die leuchtenden Bäume von Singapur

    Ebenso beeindruckend sind auch die Supertrees bei Nacht, wenn die Lightshow einsetzt. Die Show ist gut besucht, aber das Gelände ist relativ weitläufig und man tritt sich nicht auf den Füßen herum. Viele legen sich einfach auf Decken, Jacken oder auch einfach nix auf den blanken Boden und beobachten so ganz gechillt die Lightshow – hab‘ ich auch genauso gemacht: man kommt einfach aus dem Staunen nicht heraus!

    Leuchtende Supertrees in den Gardens by the Bay in Singapur bei Nacht

    Wann findet die Lightshow in den Gardens by the Bay statt?

    Die Show findet zwei Mal täglich statt: 19.45h und 20.45h. Der OCBC Skyway der die verschiedenen Supertrees in der Höhe verbindet, kann während der Lightshow ebenfalls betreten werden.

    Marina Bay Sands Hotel in den Gardens by the Bay bei Nacht beleuchtet
  • Tiong Bahru: Der Szene-Stadtteil von Singapur

    Tiong Bahru: Der Szene-Stadtteil von Singapur

    Wenn du einmal eine andere Seite von Singapur kennenlernen willst, dann kann ich dir einen Spaziergang durch Tiong Bahru nur wärmstens empfehlen. Ich hatte mir schon im Vorfeld eine Unterkunft in Tiong Bahru für einen Teil meines Singapur-Trips ausgesucht, und habe es nicht bereut, zwei Tage etwas abseits der üblichen Touristenpfade zu verbringen.

    Tiong Bahru Singapur

    Tiong Bahru in Singapur: Ein Stadtteil für Insider

    Singapur ist ein Schmelztiegel der verschiedensten Kulturen. Ein bisschen so wie Hong Kong, nur kam mir Singapur dabei noch vielfältiger, noch enger auf kleinstem Raum dabei vor. Inder, Chinesen, Malaien, Briten, irgendwas hat jede Kultur hiergelassen und dabei diesen multikulturellen Ort gezaubert, von dem es mir immer noch schwerfällt, ihn einzuordnen.
    Wahrscheinlich waren die paar Tage, die ich in Singapur verbracht habe, doch zu wenig, habe ich mich nicht nur mit den üblichen Sehenswürdigkeiten wie Chinatown und Marina Bay mit seinen Gardens by the Bay befasst, sondern auch mit etwas unüblicheren Ecken wie Tiong Bahru.

    Tiong Bahru Singapur

    Tiong Bahru: Wohnviertel in Singapur mit Geschichte

    Genau genommen gibt es keine richtigen Sehenswürdigkeiten in Tiong Bahru, dazu ist es einfach zu sehr Wohnviertel. Aber dafür ein ganz besonderes. Tiong Bahru ist das erste soziale Wohnungsbauprojekt in Singapur und wurde schon in den 1930er Jahren erbaut. Da in Singapur wegen des Platzmangels oft Gebäude abgerissen werden, um neuen, besseren und höheren Wolkenkratzern zu weichen, ist Tiong Bahru heute das älteste Wohnviertel der Stadt.

    Tiong Bahru Singapur
    Tiong Bahru Singapur

    Ehemals ein Friedhof, dann ein reines Wohnviertel und jetzt einer der trendigsten Stadtteile Singapurs. Sozialer Wohnungsbau hat in Singapur übrigens eine lange Tradition. Das hat mich sehr gewundert, denn bei Singapur denkt man meist nur an große Banken in hohen Wolkenkratzern und spektakulärer Architektur wie z.B. dem Marina Bay Sands Hotel in den Gardens by the Bay.

    Ohne sozialen Wohnungsbau könnten sich viele Singapurer keine Wohnung leisten: Da ist Singapur in der Vergangenheit sehr weitsichtig gewesen. Das ganze Viertel Tiong Bahru mit seinen Wohnhäusern steht mittlerweile unter Denkmalschutz. Zu Recht, denn die Häuser im Art-Déco-Stil sind wirklich besonders: Runde Formen prägen die Bauweise der Gebäude und erinnern an Bauhaus oder Miami South Beach.

    Mehr Infos & Tipps über Singapur

    Tiong Bahru Singapur

    Durch Tiong Bahru führt auch der Tiong Bahru Heritage Trail und erzählt mit Schautafeln ein wenig über die Geschichte dieses besonderen Stadtteils. Hier kommt man auch am Tiong Bahru Air Raid Shelter vorbei, dem letzten noch vorhandenen Bunker in Singapur aus dem Zweiten Weltkrieg. Hinein kommt man allerdings nur im Rahmen von Führungen.

    Tiong Bahru Singapur

    Das neue Hipster Viertel in Singapur

    In den letzten Jahren haben Hipster das bis dahin verschlafene Tiong Bahru erobert und dem Viertel neues Leben eingehaucht. Ich war in jedem Fall sehr überrascht über den Kontrast zu den anderen Teilen Singapurs, die ich mir bis dahin angeschaut habe.

    Die Atmosphäre in Tiong Bahru ist einfach besonders. Abends kann man zum Beispiel bei schwülen Temperaturen in einer der gemütlichen Bars oder Restaurants sitzen, halb draußen unter Arkaden, über einem surrt friedlich der Deckenventilator. Dazu gibt es gutes Essen oder beste Cocktails, alles in einem tropischen Ambiente mit viel Grünpflanzen und den hellen Häusern rundherum: Tiong Bahru ist ein echter Geheimtipp.

    Tiong Bahru Singapur

    Tagsüber empfiehlt sich übrigens ein Gang in den Tiong Bahru Market. Vor kurzem renoviert, gehört er zu einem der beliebtesten Hawker Centre in Singapur. Und die sind ja bekanntlich in Singapur nie verkehrt, wenn man auf der Suche nach gutem, preisgünstigem Essen ist.

    Hawker Centre sind Food Courts in überdachten Einkaufszentren. Dort findet man echte kulinarische Highlights. Es gibt sogar einen Stand in Singapur, der so gut ist, dass er sogar einen Michelin-Stern trägt.

    Tiong Bahru Singapur

    Tipps für Tiong Bahru: Shopping, Cafés und Restaurants

    Tiong Bahru Bakery Eine DER Institutionen in Tiong Bahru. Bäckerei mit Küche, für Kaffee oder den kleinen Hunger zwischendurch.

    Plain Vanilla Bakery Berühmt für seine fantastischen Cupcakes, gelegen in einer kleinen Straßen mit einigen anderen schönen Cafés und Geschäften wie Books Actually.

    Tiong Bahru Singapur

    Café Pandan – Einfaches Ambiente, dafür aber sehr gepflegt und günstig. Der Char Siew Rice (nach kantonesischer Art im Barbecue-Style mariniertes Schweinefleisch auf Reis) ist göttlich. Eine Spezialität, die man in Singapur unbedingt probiert haben muss!

    Hotel Tipp | Tiong Bahru

    Ich habe zwei Nächte im COO Boutique Hostel* übernachtet. Ziemlich hip, saubere Zimmer, nur leider klein und eng – aber das ist eben auch Singapur. Ich kann es aber trotzdem sehr empfehlen, vor allem, wenn du auf der Suche nach einer budgetfreundlichen Unterkunft bist. Gerade bei Unterkünften ist das Preisniveau in Singapur sehr hoch.

    ➜ Preise & Verfügbarkeit COO Boutique Hostel*

  • Ipoh, Malaysia: Sehenswürdigkeiten & Tipps von Food bis Street Art

    Ipoh, Malaysia: Sehenswürdigkeiten & Tipps von Food bis Street Art

    Oft sind es ja die Orte, die eigentlich kein Schwein kennt, die den Unterschied machen. Nicht, dass Kuala Lumpur auf meiner Reise durch Malaysia im letzten Oktober nicht interessant gewesen wäre. Oder Singapur, wo ich später war. Hat ja auch seinen Grund, warum Tausende Touristen aus aller Welt hinpilgern. Aber am Ende sieht man auch nur das, was man schon aus etlichen Reiseführern oder neuerdings immer öfter aus seinem Instagramfeed kennt. Das mal live und in Farbe zu sehen, ist natürlich auch spannend – aber am Ende haben auch Orte wie Ipoh in Malaysia seinen Reiz, eben genau weil diese noch nicht so durchgenudelt sind.

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    Wenn ich länger unterwegs bin, dann mache ich also gerne Halt an nicht ganz so überlaufenen Orten. Einfach, um mal vom üblichen Touristenstrom abzuweichen. Ganz so untouristisch ist Ipoh auch nicht – allerdings stammt die große Mehrheit der Besucher aus China, westliche Touristen scheinen Ipoh kaum zu kennen. Und das, obwohl Ipoh ein echt schöner Zwischenstopp für 1-2 Tage ist, wenn man in Malaysia unterwegs ist.

    Auf meinem Malaysia Blog kann du noch viel mehr über Malaysia erfahren

    Die Altstadt von Ipoh

    Die Altstadt ist klein, aber fein, mit vielen Gebäuden aus der Kolonialzeit. Und einigem an Street Art – was schon mal eine schöne Einstimmung auf Georgetown ist, falls man sich auf dem Weg dorthin befindet. Die meisten Murals sind leicht zu finden, sogar über Google Maps. Oder man besorgt sich eine Karte beim Fremdenverkehrsbüro. Die sind sowieso in Malaysia sehr gut organisiert – auch was, womit ich nicht gerechnet hätte.

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    Über den Ipoh Heritage Trail kommt man an allen sehenswerten Gebäuden der Stadt vorbei – aus einer Zeit, in der Ipoh wegen seiner nahen Zinnvorkommen noch so reich war, dass es die „Stadt der Millionäre“ genannt wurde. Und immer wieder gibt’s kleine Gassen und schöne Details zum Erforschen und Entdecken. Gerade der Umstand, dass Ipoh eben nicht so glatt poliert ist und an vielen Stellen immer noch einen leicht morbiden Vintage-Charme hat, macht die Altstadt so besonders.

    ipoh
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    Die Concubine Lanes

    Das Touristen-Epizentrum von Ipoh ist die Concubine Lane, eine schmale Gasse gespickt mit Geschäften, Restaurants und Straßenständen. Von den Concubine Lanes gibt es eigentlich drei; in grauer Vorzeit hat ein Zinnbaron jeder seiner drei Frauen eine Straße geschenkt, und ließ sie dort für ihre eigene Kasse die Mieten eintreiben – daher auch drei Concubine Lanes. Heute spielt sich das Treiben hauptsächlich auf einer einzigen Straße ab, der Lorong Paglima, die gemeinhin als Concubine Lane bekannt ist.

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    Auf der heutigen Market Lane, der Second Concubine Lane, findet man zwar keine Geschäfte, kann sich aber in Ruhe Street-Art-Murals und mit gutem Auge hindrapierte Accessoires wie zum Beispiel einen uralten Käfer anschauen. Nur das mit den Schirmen… ist irgendwie auch schon oll… im wahrsten Sinne des Wortes.

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    Wohl am detailreichsten errichtetes Schmuckstück in der Altstadt von Ipoh ist der Kong Heng Square, ein kleiner Häuserblock mit Geschäften und Cafés. Und wirklich toll gemacht. Die Bäume, die einfach so seit Jahrhunderten im Innenhof wachsen und einfach in die Neugestaltung der Gebäude integriert wurden, lassen einen sich fühlen wie in Angkor Wat.

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    Ein bisschen zu sehr auf das Hipster-Publikum abgestimmt, trotzdem kann man hier schön in den kleinen Shops handgemachte Mitbringsel shoppen und gut in den Cafés und Restaurants essen und trinken.

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    Street Art in Ipoh

    Was in Georgetown auf der malaysischen Insel Penang funktioniert, muss auch in Ipoh funktionieren. Muss sich wohl irgendjemand gedacht haben. Georgetown ist mittlerweile nämlich bekannt für seine größtenteils interaktiven Murals, die vor allem durch den Litauer Ernest Zacharevic bekannt geworden sind. Der hat sich mit einigen Werken in Penang sogar den Spitznamen „Banksy aus Malaysia“ eingehandelt und vor seinen Murals in Georgetown stehen Touristen sogar endlos Schlange, um auch mal ein Foto zu ergattern.

    Soweit ist es in Ipoh noch nicht. Aber Street Art findet sich trotzdem überall. Es gibt sogar neben der bekannteren Market Lane auch eine komplette Gasse nur mit Street Art, die Mural Arts Lane. Teils schön, teils weniger, in jedem Fall aber nicht so überlaufen wie in Georgetown. Da die Altstadt auch sehr übersichtlich ist und viele Werke zentral liegen, kann man sich in nur kurzer Zeit eigentlich alle interessanten Murals anschauen.

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    Night Market: Das Nachtleben von Ipoh

    Wie es sich für Südostasien gehört, gibt’s auch in Ipoh einen Nachtmarkt. Der befindet sich aber außerhalb der Altstadt, und wenn man wirklich nach Einbruch der Dunkelheit hinwill, nimmt man sich besser ein Taxi. Uber oder Grab (das ist meist noch etwas günstiger als Uber und außerdem beliebter). Der Weg zu Fuß ist zwar nicht weit, aber die Straßen unterwegs sind eher düster – und das war mir die Ersparnis nicht wert.

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    Der Markt an sich ist leider nicht besonders spektakulär, hauptsächlich wird gefälschter China-Schnickschnack und belangloser Klimbim angeboten. Wer also auf der Suche nach einheimischem Kunsthandwerk oder sonstigen authentischen Mitbringseln ist, wird hier wohl eher nicht fündig.

    Dafür gibt es hier aber spannendes Street Food: An einer Straßenecke gibt’s ein Restaurant namens Lou Wong, das wohl für sein Hühnchen mit Reis und Sojabohnensprossen bekannt ist. Jedenfalls ist der Laden der vollste und größte weit und breit, und eine Karte gibt’s auch nicht. Denn es gibt eh nur das eine Gericht auf einfachem orangefarbenem Plastikgeschirr, wahlweise Hühnchen oder die vegetarische Variante (was wahrscheinlich dann einfach das Ganze ohne Hühnchen ist). Bestellt wird mit Händen und Füßen, Englisch spricht niemand. Ist aber auch egal. Hauptsache lecker – und eine Empfehlung ist das Lokal für abenteuerlustige Esser allemal wert.

    ipoh

    Ipoh fand ich wirklich ganz hübsch, und hätte ich nicht nur drei Wochen insgesamt für die gesamte Reise Zeit gehabt, wäre ich wahrscheinlich noch etwas länger geblieben. Auch, um das Umland zu erkunden. Ich denke, gerade für Langzeitreisende ist Ipoh bestimmt eine gute Abwechslung, um mal vom vielen Reisen runterzukommen und einfach nur mal ein paar Tage durchzuhängen.

    ipoh

    Von und nach Ipoh

    Ipoh liegt nördlich der Cameron Highlands auf dem Weg nach Penang/Georgetown und bietet sich auch daher perfekt als Zwischenstopp an. Außerdem ist Ipoh absolut verkehrsgünstig gelegen: Es gibt eine Zugverbindung nach Kuala Lumpur, einen Flughafen mit Verbindungen innerhalb Malaysias und nach Singapur sowie einen großen Busbahnhof außerhalb der Stadt, von dem man in alle Landesteile kommt. Busfahren ist in Malaysia überhaupt sehr empfehlenswert, günstig und viel komfortabler, als man sich vorstellt!

    Übernachten in Ipoh

    In Ipoh gibt es einige nette Übernachtungsmöglichkeiten. Individuell, stylisch und doch bezahlbar:

    M Boutique Hotel – Etwas außerhalb der Altstadt, aber dank Uber, das auch in Ipoh super funktioniert, absolut problemlos erreichbar.
    De Café & Rest House – Nicht nur sehr empfehlenswertes Café, sondern auch neues Kapselhotel. Ideal für Alleinreisende. Leider keine Privatzimmer, dafür aber einmalige Lage in der Altstadt!
    The Happy 8 Retreat @ Old Town Ipoh – Ebenfalls mitten in der Altstadt, schönes Boutiquehotel mit einmaliger Inneneinrichtung im Dschungelstyle.

  • Shopping-Tipp für Bangkok: Der Chatuchak Markt

    Shopping-Tipp für Bangkok: Der Chatuchak Markt

    Du willst das ultimative Shoppingerlebnis während Deines Bangkok-Aufenthaltes? Dann musst Du zum Chatuchak Markt. Günstige Klamotten und Mitbringsel finden sich ja in Bangkok nahezu an jeder Ecke, aber der Chatuchak Markt ist allein auf Grund seiner Größe echt sehenswert.

    Einkaufen auf dem Chatuchak Markt Bangkok

    Der Chatuchak Markt am Wochenende

    Hier kann man den ganzen Tag vertrödeln, denn der Markt ist einfach riesig (und nebenbei der weltgrößte Wochendendmarkt)! Größtenteils überdacht kann man sich richtig in den schmalen, vollgestellten Gängen verlieren und dem Kaufrausch hingeben.

    Was kann man auf dem Chatuchak Markt einkaufen?

    Am besten man fragt, was es dort nicht gibt! Denn von Kleidung über Haushaltswaren über lebende Haustiere kann man auf dem Chatuchak Markt hier fast alles einkaufen! Damit ihr mal einen Eindruck bekommt, wie groß der Markt ist – hier der Standortplan (kann man an der Marktinfo auch kostenlos als Faltplan mitnehmen – und ja, es ist hilfreich!):

    Map of Chatuchak Market, Bangkok

    Street Food auf dem Chatuchak Markt

    Zum Glück ist der gesamte Markt ordentlich nach Branchen unterteilt, wer also nach Bestimmten wie Vintage-Klamotten, Kunst, Seifen oder so sucht, weiß dann direkt, wohin. Essen kann man hier natürlich auch – an den Außenseiten steht ein Streetfood-Stand nach dem anderen.

    Street Food at Chatuchak Market, Bangkok

    Im Thailand Blog findest du noch mehr Tipps & Tricks für deine Thailand Reise

    Street Food atChatuchak Market, Bangkok

    Teilweise gibt auch richtige Bars, wie das Viva 8, wo man sich vom Live-DJ und Showcooking berieseln lassen kann, wenn einem vom Powershoppen die Füße brennen:

    ChatuchakMarktBangkokVivaBar
    ChatuchakMarktBangkokBarViva
    VivaChatuchakMarktBangkokThailand

    Öffnungszeiten des Chatuchak-Markts

    Der Chatuchak-Markt hat samstags und sonntags von 6–18 Uhr geöffnet und ist super mit dem Bus oder der Metro zu erreichen.

    Tipp: Früh kommen, denn mittags kann’s richtig heiß werden, besonders innerhalb des Marktes in den schmalen Gängen. Und wie immer: Vieeeeeel trinken!

    Website des Chatuchak Markts

  • Die 10 besten Sehenswürdigkeiten in Kuala Lumpur

    Die 10 besten Sehenswürdigkeiten in Kuala Lumpur

    Malaysia, wo fängt man da nur an? Ich bin ja die beste Reiseplanerin überhaupt. Nicht. Während andere sich schon Monate vorher ausgeklügelte Routen ausgedacht und ganze Tage durchgeplant haben, weiß ich ungefähr mit Glück drei Tage vorher, in welche Richtung ich überhaupt aufbreche. Ich hasse Planen. Und so wusste ich über Malaysia auch nur das, was ich noch im Schnelldurchgang aus dem Reiseführer rauslesen konnte. War nicht viel. Egal, ganz unvorbelastet mit eigenen Augen erleben ist eh spannender und so erkundete ich die schönsten Sehenswürdigkeiten in Kuala Lumpur.

    kuala lumpur

    Kuala Lumpur Sehenswürdigkeiten & ein paar Facts

    Ein paar grobe Fakten über Kuala Lumpur, bevor ich euch mit ein paar wirklich coolen Tipps für euren Kuala-Lumpur-Besuch versorge:

    • Kuala Lumpur ist die Hauptstadt Malaysias und ist für eine asiatische Großstadt mit ca. 1,6 Millionen Einwohner eher mini
    • Die Petronas Towers sind DAS Wahrzeichen der Stadt und WAREN mal das höchste Gebäude der Welt, sind dafür aber immer noch die höchsten Zwillingstürme der Welt
    • Multikulti: In Kuala Lumpur leben wie auch im Rest Malaysias die verschiedensten Kulturen und Religionen auf engstem Raum: Chinesen, Malaien, Inder, Araber, Buddhisten, Muslime, Christen, Hindus – hier findet jeder seinen Platz.

    Petronas Twin Towers

    In Kuala Lumpur kommt man an den Petronas Towers nicht vorbei. Blitzblank poliert und mit interessanten Formdetails sind die Zwillingstürme ein außergewöhnliches Stück Architektur. Von der riesigen Höhe ganz abgesehen. Rauf kann man übrigens auch.

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    kuala lumpur

    Planst du eine Malaysia Reise?
    Dann solltest du dir auch meinen Malaysia Blog mit vielen Infos & Inspirationen ansehen!

    Merdeka Square

    Ein bisschen was für Geschichtsinteressierte: Hier wurde 1957 erstmals die malaiische Flagge gehisst und die Unabhängigkeit von Großbritannien gefeiert. Eigentlich nur ein großer Rasen, war ja auch mal ein Cricket-Feld. Aber das Gebäude am Platz, das Sultan Abdul Samad Building, ist mit seinem riesigen Uhrturm, seinen ungewöhnlichen Wendeltreppen und seinen Arkaden ganz sehenswert.

    kuala lumpur

    Außerdem sind die beiden Touristeninformationen ein guter Grund, hier direkt vorbeizuschauen. Einmal das nationale Touristenbüro für ganz Malaysia im Sultan Abdul Samad Building und ein paar Meter um den Platz herum die Touristeninformation für Kuala Lumpur. Hier kann man sich mit wirklich sehr informativen Broschüren eindecken und die Mitarbeiter sind durchweg sehr nett und helfen gern mit Tipps.

    Chinatown

    In der Welt gibt es garantiert chinesischere und aufregendere Chinatowns als die in Kuala Lumpur. Trotzdem gibt’s hier einige tolle Tempel und ’nen schönen Indoormarkt, sollte man nicht verpassen:

    Central Market

    Hier gibt’s einige schöne Souvenirläden und -stände und in der oberen Etage einen guten und günstigen Foodcourt.

    Sri Mahamariamman Tempel

    Mitten im chinesischen Chinatown ein Hindu-Tempel – das ist Malaysia. In Multikulti macht denen keiner mehr was vor. Am Eingang gibt man die Schuhe ab, auch in Hindutempeln läuft man nur barfuß herum, und dann kann man sich den Tempel auch von innen anschauen. Auch hier gilt: Die klatschengen Hotpants werden besser verhüllt. Saris kann man sich vor Ort leihen.

    kuala lumpur
    kuala lumpur
    sri mahamariamman tempel kuala lumpur

    Guan Di Tempel

    Ein paar Meter weiter weg vom Hindutempel taucht man in eine ganz andere Welt ein. So schnell springt man hier in Malaysia von einer Weltreligion in die andere. Der Guan-Di-Tempel ist ein taoistischer Schrein, gewidmet dem Gott Guan Di, dem Schutzpatron der Kampfsportarten. Polizisten und Triaden kommen angeblich gleichermaßen hierher, um Schutz zu erbitten.

    chinesischer tempel in chinatown kuala lumpur malaysia
    chinesischer tempel in kuala lumpur
    chinesischer tempel in chinatown kuala lumpur

    Petaling Street

    Ich fand’s nicht so spektakulär, aber wer noch China-Schnickschnack, Teddy-Plastikblumensträuße und original unoriginale Louis-Vuitton-Taschen einkaufen will, der besucht noch die Petaling Street, eine überdachte Einkaufsmeile mitten in Chinatown und im Herzen des Viertels.

    Jalan Alor Food Street

    Der beste Ort für nächtliche Street-Food-Abenteuer ist die Jalan Alor. Hier gibt’s alles – vor allem aber auch viel chinesische Küche. Ein Restaurant reiht sich an das andere, Essensstände ohne Ende und ab und zu Livemusik.

    street food in japan alor kuala lumpur

    Wer genug probiert hat, zieht danach weiter zur Changkat Bukit Bintang – eine Straße in der Nähe mit vielen Bars, Musik und Nightlife.

    Batu Caves

    Das absolute Tempel-Highlight! Ein Hindutempel mitten in eine riesige Felsspalte hineingeklöppelt! Die imposante Statue am Eingang weist den Weg: Steile Treppen führen hinauf in das Innerste der Batu Caves. Entlang der Treppen in den Bäumen leben Unmengen von Affen: Nicht füttern, kleine Teile (Kameras etc.) gut festhalten (Affen können echt gut klauen) und süß finden!

    kuala lumpur

    Im Tempel wurde übrigens gerade gebaut, und die Arbeiter freuen sich über Mithilfe, da der Tempel spendenfinanziert ist und keinen Eintritt kostet – am Eingang oben einfach einen Eimer Sand mitnehmen, an der Baustelle abstellen und beim Rausgehen einen leeren Eimer mitnehmen.

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    kuala lumpur

    Heli Lounge Bar: Die beste Rooftop-Bar

    Rooftop-Bars sind immer eine gute Idee. Aber die Heli Lounge Bar ist echt einzigartig, nicht nur für Flieger. Ein ECHTER Helikopterlandeplatz (!) mitten in Kuala Lumpur auf einem unscheinbaren Hochhaus mit spektakulärem, unversperrtem Blick auf die funkelnden Petronas Twin Towers. Geländer? Gibt’s nicht. Frei wie ein Vogel über Kuala Lumpur – dazu Drinks vom Feinsten. Tagsüber wird der Helipad tatsächlich benutzt, aber nachts wird der Landeplatz zur ungewöhnlichsten Rooftopbar in Kuala Lumpur.

    heli lounge kuala lumpur

    Ein bisschen teurer, etwas schwierig zu finden, da am Eingang unten kaum beschildert – lohnt aber definitiv. Unten ist die eigentliche Lounge Bar, aber über Treppen und schmale Metallstiegen geht’s rauf auf den Helipad mit der besten Aussicht überhaupt. Cooler geht’s wirklich nicht.

    Adresse: auf dem Menara KH Hochhaus, 34.Etage, Jalan Sultan Ismail, geöffnet von montags bis samstags ab 18.00

    petronas tower von heli lounge bar aus
    heli lounge in kuala lumpur

    Praktische Tipps für Anreise und Transport in Kuala Lumpur

    • Kuala Lumpur hat zwei Flughäfen: den Kuala Lumpur International Airport (KUL), KLIA genannt, und den Sultan Abdul Aziz Shah Airport (auch Subang Airport). Letzterer ist der ältere von beiden und liegt näher an der City, wird aber nur noch von drei kleineren malaysischen Airlines angeflogen (Berjaya Air, Malindo Air, Firefly). Von Deutschland aus gibt keinen Direktflug nach Kuala Lumpur (KUL) – ich bin ab Berlin mit Qatar Airways über Doha geflogen, das war die kürzeste Verbindung.
    • Das öffentliche Nahverkehrssystem in Kuala Lumpur ist mit U-Bahnen und Bussen sehr gut ausgestattet – allerdings habe ich es echt wenig genutzt, da ich in Kuala Lumpur endgültig zum totalen Uber- und Grab-Fan mutiert bin. Die beiden Dienste sind unschlagbar günstig und superpraktisch.
  • Tokio: Meiji-Schrein in Shibuya

    Tokio: Meiji-Schrein in Shibuya

    Mit dem Reisen ist das ja so eine Sache. Manchmal stellen sich einem Fragen, an die man vorher nie gedacht hat. In Tokio machte ich mich auf zum Meiji-Schrein, und da fing es auch schon an. Der Meiji-Schrein ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Tokio und liegt im Yoyogi Park.

    Zur Kirschblüte ist dieser Park einer der wichtigsten Anlaufstellen für Kirschblüten-Touristen. Alles ist in rosa Blüten getaucht und Japaner und Touristen drehen gleichsam ob so viel Natur durch. Ich hoffte, auch noch ein bisschen Kirschblütenhype mitzukriegen, aber leider hatte der starke Wind am Vorabend so ziemlich alle Reste der schwindenden Kirschblüte weggefegt.

    eingang zum meiji schrein in tokyo japan

    Religionen in Japan: Was ist Shinto?

    Egal, auf zum Schrein. Unvorbereitet, wie ich mal wieder war, wusste ich darüber: Nichts. Schrein? Musste wohl irgendwas Religiöses sein. Aber wie ist das eigentlich mit Religionen in Japan? Ich fühlte mich selten dämlich, weil ich überhaupt keine Ahnung hatte. Christlich geprägt waren Japaner nicht, und alles was in Richtung Asien ging, war für mich Kulturbanausen immer irgendwie Buddha und so. Nach Buddhismus sah das hier aber nicht aus.

    meiji schrein

    Ein Blick auf Wikipedia, Reiseführer und ein paar Hinweisschilder später wusste ich: Der Meiji-Schrein heißt so, weil er einem der letzten Kaiser, Kaiser Meiji, und seiner Frau gewidmet ist. Und: Nix mit Buddhismus, hier ist Shinto zu Hause. Shinto ist eine urjapanische Religion und Kulturphilosophie – und wenn ich ehrlich bin, selbst nach Besuch und langer Lektüre mir immer zu komplex, als dass ich echt verstanden hätte, worum es geht.

    ➜ Mehr Reiseberichte aus Japan findest du hier auf dem Blog!

    Shinto im Meiji-Schrein in Tokio

    Aber man muss ja unterwegs auch nicht alles verstehen – die neuen Eindrücke genießen und bestaunen ist mir schon mehr als genug. Zum Beispiel gilt es für Gläubige bei Betreten des Schrein-Areals ein bestimmtes Handwaschtritual zu absolvieren, wie gewohnt, japanisch-kompliziert und nach einer höchst festgelegten Abfolge.

    händewaschen im shinto schrein

    Auch das Gebet: speziell. Und wieder eine feste Reihenfolge: Anstellen. Beten. Münzwurf. Zwei Mal feste in die Hände klatschen (ja, klatschen!). Beten. Abgang. Japaner sind einfach in allem genau.

    gebetsritual im shinto schrein japan

    Wer mag, kann an einem Baum Holzbrettchen mit seinen persönlichen Wünschen aufhängen – kostet ein kleines bisschen, ist aber eine schöne Erinnerung. Und manche der anderen Bretter sind einfach nur rührend.

    holztafeln im meiji schrein in tokyo japan

    Heiraten im Shinto-Schrein

    Zur emotionaler Erinnerung on top gab’s dann noch diverse originale Shinto-Hochzeiten, die vor Ort stattfanden – und Bräute sowie Hochzeitsgäste sahen so kunstvoll schön aus, ich hätte mich am liebsten selbst sofort an Ort und Stelle in einen Kimono geworfen.

    Meiji Jing Gyoen – der japanische Garten

    Kommt man aus der Richtung Harajuku zum Meiji-Schrein, sollte man sich unbedingt noch den Meiji Jing Gyoen anschauen, eine separate Gartenanlage mitten im Park. Kostet 500 Yen Eintritt, aber dafür kann man wirklich spektakuläre Ruhe genießen. Kaum zu glauben, dass man sich mitten in einer riesigen Großstadt befindet.

    meiji jingu gyoen japanischer garten

    Die Sake-Fässer am Meiji-Schrein

    Ebenfalls nahe dem Eingang zum Garten steht eine riesige Wand aus Sake-Fässern – alles Spenden, die Glück bringen sollen. Und allen Besuchern ein 1A-Fotomotiv!

    Meiji Schrein
  • Shibuya, Tokio: Die berühmte Shibuya Kreuzung in Japan

    Shibuya, Tokio: Die berühmte Shibuya Kreuzung in Japan

    Im Stadtteil Shibuya in Tokio findet man eine der faszinierendsten Kreuzungen der Welt. Als ob in Tokio nicht schon alles andere faszinierend genug wäre. Überall blinkt und leuchtet es, die Japaner sind gleichermaßen verrückt nach Verrücktem und dann doch wieder bemüht, in der Masse nicht aufzufallen. Aber jeder denkt bei Tokio wohl an diese große Kreuzung in Shibuya, über die täglich Millionen Menschen gehen.

    Shibuya Kreuzung Tokio Japan Überqueren
    Jeder will ein Foto: Die Shibuya Kreuzung ist einfach faszinierend.

    Shibuya Kreuzung: Die wohl verrückteste Kreuzung der Welt

    Tokio hat ja kein richtiges Stadtzentrum. Trotzdem fühlt sich die berühmte Kreuzung vor dem Bahnhof Shibuya an wie das Epizentrum Tokios. Das denken auch viele andere Touristen und klettern auf Blumenkästen für die bessere Fotoperspektive oder versuchen, einen der Fensterplätze im Starbucks in der zweiten Etage eines Eckgebäudes zu ergattern, von denen man die perfekte Draufsicht auf die krasseste Kreuzung Tokios, wenn nicht sogar der Welt, hat. (Übrigens: das mit dem Fensterplatz im Starbucks kann man bei wenig Zeit knicken, versucht es erst gar nicht.)

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    shibuya krezung tokio japan
    Menschenmasse warten tagtäglich an der berühmten Shibuya Kreuzung.

    Bis zu 15.000 Menschen laufen pro Ampelphase über diese Kreuzung in Tokio

    Hört sich alles lächerlich an, aber ich bin auch ein paar Mal über die Kreuzung hin und her gelaufen. Weil Japaner einfach faszinierend sind. Wie choreografiert laufen alle bei grün los, zügig, aber nicht hektisch. Sogar diagonal, weil die Kreuzung eine sogenannte Alle-Gehen-Kreuzung mit Diagonalqueren ist. Trotz der Menschenmengen wird nicht geschubst, nicht gerempelt, nicht genervt. Alles fließt. Keiner der Autofahrer hupt oder drängelt. Und bei rot? Ist die komplette Straße schlagartig wieder frei von Fußgängern, und Autos schwirren sanft über die Kreuzung. Japaner sind halt einfach elegant.

    Mann mitten auf Kreuzung in Shibuya Tokio
    Stillhalten fürs Foto, während auf der Kreuzung in Shibuya das Leben tobt.

    Wo befindet sich die berühmte Kreuzung in Tokio?

    Die Kreuzung findest du zwischen der Westseite des Bahnhof Shibuya und dem Ende der ebenfalls sehr spannenden Einkaufsstraße Center-Gai. Diese Shoppingmeile gehört nebenbei zu den beliebtesten in Tokio!

    Menschen Kreuzung Japan Shibuya
    Trotz vieler Menschen kein Gedränge: Japaner bleiben höflich und rücksichtsvoll, auch auf der wohl größten Kreuzung der Welt in Shibuya, Tokio.

    Hachiko – der berühmteste Hund Japans

    Der Bahnhof Shibuya ist übrigens genauso gigantomanisch, hunderte Bahngleise auf mehreren Ebenen, ein wahres Labyrinth. Sollte man sich mal anschauen. So wie den Hund Hachiko, der als Bronzestatue über den Bahnhofsvorplatz wacht. Hachiko holte in den 30er Jahren sein Herrchen immer vom Bahnhof ab, bis dieser irgendwann starb. Hachiko kam aber trotzdem weiter täglich zum Bahnhof, und das über zehn Jahre lang. Wahre Hundeliebe eben.

    Meine Tipps für Shibuya

    Shopping in Shibuya

    In wohl allen Bereichen kommen die ausgeklügelsten Produkte aus Japan – ich habe mich zum Beispiel als großer Papierfan mit ungefähr zwanzig Kilo Schreibwaren eingedeckt. So schönes, hochwertiges Papier findet man sonst nirgendwo. Und ich habe ein ausgesprochen großes Faible für 100-Yen-Läden (100 Yen sind ca. 85 Cent) in Tokio entwickelt, die so ziemlich alles an Dingen führen, die man nicht braucht – aber für 100 Yen, und dann noch aus Japan, dann doch wieder unbedingt. Wahrscheinlich hätte ich tagelang in den Konsumtempeln Tokio versacken können, hätte da nicht meinen üblichen Auftrag gehabt: Tokio sehen. In 24 Stunden.

    Tokyu Hands – ein riesiges Kaufhaus, mehr für Einrichtungsgegenstände und Bastelkram, aber allein durch die Größe und das riesige Sortiment sehenswert!
    Daiso – einer dieser Krimkrams-Läden, in denen man immer etwas findet. Filialen gibt es auch in vielen anderen Stadtteilen Tokios. Die größte Filiale gibt es in Harajuku.
    Can Do – ebenfalls eine Krimskrams-Kette mit vielen japanischen Produkte zum kleinen Preis. Qualität auch hier oft besser, als man denkt!

    fröhliche junge Japanerinnen beim Shopping in Shibuya Tokio

    Nightlife in Shibuya

    Ein Tag in Tokio kann sehr anstregend sein! All die Eindrücke, die vielen Menschen, die vielen Farben – aber nachts ist Tokio ebenso sehenswert. Wer keine Kapazitäten hat, sich noch selbständig um das Abendprogramm zu kümmern, der kann sich einer organisierten Tour zum Bar-Hopping durch Shibuya anschließen:

    ➜ Bar Hopping durch Shibuya*

    Weitere Sehenswürdigkeiten in Shibuya:
    Ganz in der Nähe (15-20 Minuten zu Fuß oder eine Station weiter bis Harajuku Station) befindet sich der Yoyogi-Park mit dem Meiji-Schrein!
    ➜ Mehr zum Meiji-Schrein in Tokio

  • Seoul: Tour zur Grenze nach Nordkorea

    Seoul: Tour zur Grenze nach Nordkorea

    Einmal nach Nordkorea reisen. Seitdem ich ein paar Dokumentationen über Nordkorea verschlungen habe, will ich dorthin. Gut, man kann darüber streiten, ob man ein doofes Regime mit Devisen unterstützen sollte, während sein Oberhaupt die Welt mit seinen Atomprojekten in Atem hält. Denn mit Reisen nach Nordkorea ist es wohl ein bisschen wie damals mit Ausflügen in die DDR. So wirklich hat nur der Staat was von dem hereingespülten Westgeld, und man selbst wird während der staatlich organisierten und überwachten Reise mit Propaganda überhäuft. Von Seoul aus ist es zur Grenze zu Nordkorea nicht weit, die demilitarisierte Zone (DMZ) an der Grenze liegt sozusagen um die Ecke.

    zaun mit bunten schleifen in der dmz südkorea

    Nordkorea Grenze: Die demilitarisierte Zone bei Seoul und ihre Sehenswürdigkeiten

    Von Seoul aus bieten einige wenige Anbieter Touren in die DMZ an. Selbst hinfahren ist eher schwierig – die DMZ ist ein mehrere Kilometer breiter Grenzstreifen vor der eigentlichen Grenze und militärisches Sperrgebiet. Von wegen demilitarisiert. Nur für Reisegruppen werden Ausnahmen gemacht. Mit allen Vor- und Nachteilen: An manchen Stopps des Ausfluges haben wir mehrfach angehalten, um andere Reisegruppen aufzugabeln oder abzusetzen oder beides. Ein paar „Highlights“ der Tour waren auch keine – zum Beispiel der Halt an einem Supermarkt mit angeblichen lokalen Produkten. Zwischen Oreos, Pringles und Kaugummis standen ein paar verstaubte Flaschen mit eingelegtem Ginseng. Super. Inklusive war auch ein 1a Tourguide, der jeden Satz geschlagene fünf Mal wiederholte und dabei nur die Satzstellung variierte. Muss man auch erstmal hinkriegen.

    Wie weit ist Seoul von der nordkoreanischen Grenze entfernt?

    Ein Besuch der Grenze zwischen Nord- und Südkorea ist von Seoul aus ganz leicht möglich. Die Entfernung von Seoul zur Grenze zu Nordkorea beträgt nur ca. 50 Kilometer. Ein Ausflug lässt sich also bequem an einem Tag in Seoul planen – und ist wirklich empfehlenswert, um ein Gefühl für die Geschichte Korea zu bekommen.

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    Imjingak Park

    Im Imjingak Park treffen sich seit jeher Exil-Nordkoreaner, um ihren zurückgebliebenen Verwandten zu gedenken. Irgendwann kam wohl Volksfeststimmung auf, und um die noch zu krönen, hat man mitten im Nichts einen Riesenparkplatz, eine kleine Dauerkirmes und paar Gedenk-Ecken eingerichtet. Besonders beeindruckend fand ich die viele bunten beschrifteten Schleifchen, die an den Maschendrahtzaun zum Sperrgebiet geknüpft waren. Ein Zeichen der Farbe und Hoffnung in dieser skurril-kargen Umgebung.

    Dora Observatory: Krieg durch Musik

    Musik schallt ohrenbetäubend laut aus Riesenlautsprechern über den Aussichtspunkt, in Richtung Grenze. Ich höre etwas von Frank Sinatra und dann wieder was mit „freedom“ im Liedtext. Hier wird nicht nur mit Waffen und Militär Stellung bezogen. Die Nordkoreaner machen das mit der Musik wohl ähnlich und irgendwie finde ich es skurril, dass sich zwei Länder mit Musikbeschallung bekriegen.

    Fernglas Grenze Nordkorea

    Vom Aussichtspunkt, dem Dora Observatory, sieht man die Grenze und zwei Vorzeigedörfer, eins von Nord- , eins von Südkorea, von denen das nordkoreanische laut unserem Tourguide nur aus Propagandazwecken aufgehübscht wird, leben tut in der Siedlung niemand. Auch das danebenliegende Gewerbegebiet, was ein erster Anfang der Zusammenarbeit zwischen Nord- und Südkorea sein sollte, liegt nun aufgrund der wiederaufkeimenden politischen Spannungen brach. Alles wirkt wie eine Geisterstadt – auch aus der Entfernung. Mich gruselt.

    Dorasan: Der Geisterbahnhof nach Nordkorea

    Gespenstisch geht es am nächsten Stopp weiter – ab dem Bahnhof Dorasan könnte man von südkoreanischem Boden aus direkt bis nach Pjöngjang durchfahren. Könnte. In Wirklichkeit liegt der nigelnagelneue Bahnhof mitten im Nichts brach. Fahrkarten gibt’s trotzdem zu kaufen, machen wir auch, denn so kommt man auf den verwaisten Bahnsteig. Und dann stehen wir da, auf dem leeren Bahnsteig, zwei Minuten, denn die Zeit drängt. Alles sehr merkwürdig.

    Für den Lacher des Tages sorgen aber die amerikanischen Mitreisenden. Drinnen gibt’s Stempel zur freien Benutzung, echten Ein- und Ausreisestempeln nachempfunden. Als Souvenir. Nicht ohne den Hinweis „Don’t stamp your passports!“… und alle stempelten sich den eigenen echten Reisepass mit den Fakestempeln voll. Trump wird begeistert sein.

    Geheime Tunnel unter der Grenze zwischen Nord- und Südkorea

    Im Laufe der Trennung zwischen Nord- und Südkorea wurden mehrere Tunnel auf südkoreanischer Seite entdeckt, die wohl Nordkorea gegraben hat, um entweder Truppen zur Invasion oder Agenten zu Infiltrationszwecken einzuschleusen. Muss man sich mal vorstellen! Kilometerlange Tunnel, gerade mal so hoch, dass ein schmaler Koreaner aufrecht durchpasst! Die Nordkoreaner sagen natürlich, das stimme alles gar nicht, die Tunnel haben die Südkoreaner doch selbst gegraben. Ganz schön verrückt. Fotos drinnen sind leider verboten, strengstes Grenzgebiet, da man im Tunnel wirklich sehr nach an die Demarkationslinie kommt. Aber bei 300 Meter Ab- und wieder Aufstieg bei 11 Prozent Steigung hat man eh andere Sorgen – nichts für Herzpatienten. Und auch nichts für extreme Klaustrophobiker, eine Viertelstunde lang durch einen engen Tunnel so tief in der Erde – muss man mögen.

    soldaten am dritten tunnel zu nordkorea

    Die Tour zur DMZ in Korea – lohnt es sich?

    Die gesamte Tour war sehr mit (natürlich süd-)koreanischer Propaganda gespickt, was zeitweise nerven konnte, obwohl die Verteilung der Rollen von Gut und Böse in diesem Fall ohnehin recht einleuchtend sind. Und zum Abschluss wurden wir noch butterfahrtmäßig durch einen Fabrikverkauf geschleppt, Einspruch war zwecklos. Keiner wollte, aber wenigstens durften wir uns aussuchen, ob man uns Ginseng oder Amethysten aufschwatzen sollte.

    grenze zu nordkorea

    Trotzdem: Wenn man schon mal in Seoul ist – definitiv ein guter Tagesausflug!

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    Was man sonst noch so in Seoul erleben kann:
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    Seoul: Eintritt frei im Gyeongbokgung Palast

    Wer mal auf die andere Seite der Grenze nach Nordkorea möchte, kann sich hier erste Eindrücke verschaffen:
    Blogbeitrag auf Movin‘ Groovin‘

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