Südostasien zählt zu den vielseitigsten Reiseregionen der Welt. Tropische Strände, lebendige Städte, historische Tempel und eine unglaublich vielfältige Küche machen die Region zu einem meiner liebsten Reiseziele – du kannst hier einfach nichts falsch machen!
Bist du auf der Suche nach langen Traumstränden und türkisblauem Wasser in Thailand? Dann solltest du dir diese Insel nicht entgehen lassen: Koh Kradan ist ein wahres Paradies! In diesem Artikel verrate ich dir, wie du am besten nach Koh Kradan kommst und was du alles dort erleben kannst!
Koh Kradan gehört, wie Koh Mook, zum Had Chao Mai Nationalpark in der Andamanensee und ist nur sage und schreibe zweieinhalb Quadratkilometer groß. Die Insel liegt nur 10 Kilometer Luftlinie vom Festland im Süden Thailands entfernt und ist auch für Einheimische ein beliebtes Ausflugsziel.
Koh Kradan: Einer der schönsten Strände der Welt
Richtig gelesen: Auf Koh Kradan findest du einen der schönsten Strände der Welt! Jedenfalls wählte 2016 die britische Tageszeitung “The Guardian” Koh Kradan in die Top 10 der schönsten Strände überhaupt – und hat damit den Bekanntheitsgrad von Koh Kradan ziemlich gesteigert.
Bekannt ist Koh Kradan übrigens auch für seine Unterwasserhochzeiten am Valentinstag, zu denen Heiratswillige aus ganz Thailand extra anreisen.
Paradiesisch: Der Paradise Beach auf Koh Kradan.
Strände auf Koh Kradan
Der berühmte Paradise Beach liegt an der Ostküste der Insel; dort befinden sich auch die meisten Resorts. Hier kannst du direkt losschnorcheln und die Unterwasserwelt erkunden.
Weitere gute Schnorchelmöglichkeiten findest du auch im Südosten der Insel. Gehe dazu einfach den Paradise Beach Richtung Süden entlang, vorbei an der Anlegestelle der Fähranbieter und dem Stützpunkt der Nationalpark-Ranger: Am Ao Nieng Beach legen nicht so viele Ausflugsboote an und es gibt nicht so viele Resorts wie am Paradise Beach.
Zum Sunset Beach führt ein Dschungelpfad durch die Mitte der Insel zur Westküste. Hier soll man einen tollen Sonnenuntergang erleben können. Der Strand selbst ist wohl leider etwas vermüllt. Unterwegs kommst du auch an den Paradise Lost Bungalows* vorbei, dem einzigen Low-Budget-Resort der Insel.
Auf Koh Kradan findest du nur eine Handvoll Unterkünfte. Das spiegelt sich auch in den Preisen wider: Im Allgemeinen ist alles hier wesentlich teurer als in anderen Urlaubsregionen Thailands und auch bei Unterkünften ist das Preis-Leistung-Verhältnis eher mau.
Koh Kradan Beach Resort
Suchst du etwas Solides, kann ich dir das Koh Kradan Beach Resort empfehlen. Die Bungalows haben größtenteils Strand- bzw. Meerblick, stabil gebaut und für den, der’s braucht, auch mit Klimaanlage ausgestattet.
Das Koh Kradan Beach Resort liegt direkt am Paradise Beach in Koh Kradan
Leider ist das dazugehörige Restaurant nicht besonders; das inkludierte Frühstück ist westlich orientiert und ziemlich lieblos. Aber das sind grundsätzliche Abstriche, die man auf der sehr touristischen Insel Koh Kradan wohl machen muss.
Bungalows mit Meerblick: Im Koh Kradan Beach Resort schläft man mit sanftem Meeresrauschen ein.
Kalume‘ Eco Boutique Resort
Sehr beliebt ist das Kalume‘ Eco Boutique Resort*, eine kleine von Italienern geführte Anlage. Zum Resort gehört auch ein italienisches Restaurant, das wirklich gute italienische Küche von Pizza bis zu hausgemachter Pasta bietet.
Ob das jetzt auf einer entlegenen kleinen Insel in Thailand wirklich sein muss, ist wohl Geschmacksache. Angesichts der ansonsten mauen Verpflegungssituation auf der Insel (die meisten Restaurants sind nicht besonders) ist es jedenfalls eine gute Alternative. Die Anlage ist sehr schön, und bestimmt hat man hier eine gute Zeit, wenn man zu den Freunden des Hauses gehört, deren Erinnerungen die sehr schön dekorierte Bar zieren. Alle anderen haben es leider ein bisschen schwer und müssen um die Gunst des Services kämpfen.
Koh Kradan ist wirklich wunderschön, leider mittlerweile aber auch alles andere als ein Geheimtipp. Manchmal nimmt die Stimmung im Ferienresort etwas überhand, und unter lauter westlichen Touristen vergisst man mitunter, dass man gerade in Thailand ist. Wer Koh Samui oder ähnliche Orte in Thailand liebt, wird es trotzdem mögen; anderen reichen dann ein, zwei Nächte. (Ich gehöre zur letzteren Gruppe.)
Unter den Trang-Inseln gibt es allerdings noch eine andere Insel, die Koh Kradan sehr ähnelt und auf der man ein paar relaxte Tage verbringen kann.
Koh Ngai ist ebenso ein kleines Inselparadies: Auto- und rollerfrei, ruhig und perfekt zum Schnorcheln und Entspannen.
Tipp: Traumhafte Strände findest du auch auf Koh Ngai
Wenn du nicht viel Zeit hast und dich lieber für eine Insel entscheiden möchtest, würde ich dir daher Koh Ngai empfehlen. Koh Ngai wird etwas weniger von Tagesausflüglern besucht als Koh Kradan und ist daher ruhiger.
Außerdem gibt es hier mit dem Coco Cottage* eine wirklich tolle Boutique-Unterkunft, die mir wesentlich besser gefallen hat als das ähnliche Kalumé Beach Resort auf Koh Kradan. Da es auf beiden Inseln nicht wirklich viel zu tun gibt, verbringt man doch relativ viel Zeit in und um sein Resort, und da ist es von Vorteil, wenn man sich gleich etwas Hübsches sucht.
Koh Ngai: Die Alternative zu Koh Kradan
Anreise nach Koh Kradan
Der nächstgelegene Hafen auf dem Festland ist der Pak Meng Pier. Von hier aus starten Boote regelmäßig nach Koh Kradan. Die Fahrt dauert ca. 45 Minuten.
In der Hochsaison von November bis April liegt Koh Kradan ebenfalls auf der Speedboot-Route aller großen Fähranbieter, die viele Inseln in der Andamanensee von Phuket über Koh Lanta bis hinunter zu Koh Lipe miteinander verbindet. Die Speedboote sind oft sehr voll, laut und relativ teuer, jedoch auch eine gute Möglichkeit, von Insel zu Insel zu hüpfen.
Hilfreiche Tipps für deinen Aufenthalt auf Koh Kradan
Wie auf vielen kleinen Inseln solltest du auch hier einiges an Bargeld dabei haben. Kreditkarten werden oft nur unter Schwierigkeiten oder gar nicht akzeptiert. Geldautomaten sowie die in Thailand allgegenwärtigen 7Eleven-Shops suchst du hier vergebens. Einige Resorts haben kleine Shops, mit denen du dich mit dem Nötigsten versorgen kannst. Am besten aber du bringst alles schon mit.
In jedem Fall wird dir Koh Kradan gut gefallen, wenn du dich nach Entspannung und Ruhe sehnst!
Nützlich sind:
Moskitoschutzmittel mit DEET (du lebst hier sozusagen mitten in der Natur mit entsprechend vielen Tierchen), alternativ natürliche Mittel wie Citronella-Öl
eigenes Schnorchel-Equipment (je nach Unterbringung kann man sich Brille und Schnorchel auch kostenlos ausleihen, aber eigenes ist natürlich angenehmer)
Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor (achte auf ein korallenfreundliches Produkt)
ein gutes Buch (hier hast du bestimmt die Muße, endlich mal das eine Buch anzufangen, was du schon immer lesen wolltest!)
Suchst du nach einer entspannten Insel in Thailand mit langen Stränden und chilligem Dorfleben? Koh Jum (oder Ko Jum, manchmal auch Ko Pu genannt) liegt südlich der Provinzhauptstadt Krabi und könnte die perfekte Insel für dich sein! Was du auf Koh Jum unternehmen kannst, erfährst du hier im Beitrag.
➜ Quick-Tipp: Wo übernachten auf Koh Jum? Auf Koh Jum findest du hauptsächlich kleine Bungalow-Resorts. Perfekt für Individualreisende, wenn du das Inselleben mit der tollen Natur voll genießen möchtest! Hier findest du die besten Unterkünfte auf Koh Jum
Relaxtes Inselleben: Autos gibt es auf Koh Jum so gut wie keine.
Koh Jum: Die Insel in Thailand für Backpacker?
Ursprünglich waren es klassische Backpacker, die den Weg nach Koh Jum gefunden haben. Der Tourismus war nicht besonders ausgeprägt, Annehmlichkeiten wie ein ausgebautes Stromnetz gab es nicht und die Unterkünfte beschränkten sich auf ein paar einfache Bungalows.
Diese Zeiten sind lang vorbei, auch der Mainstream hat Koh Jum entdeckt – und doch blieb der einfache Backpackercharme erhalten. Die ehemalige Schotterstraße, die die Hauptverkehrsachse über die Insel bildet, ist mittlerweile asphaltiert. Die Bungalowresorts sind etwas größer und komfortabler, aber dennoch kann man hier noch authentisches Inselfeeling erleben. Die Stimmung ist im Allgemeinen superentspannt, die Menschen sind ausgesprochen herzlich und freundlich.
Ein Bungalow im Grünen: Auf Koh Jum kein Problem.
Strände auf Koh Jum
Liebst Strände genauso wie ich, wirst du auf Koh Jum auf deine Kosten kommen. Nach meinem Aufenthalt auf der benachbarten Insel Ko Siboya, die mir zwar ansonsten gut gefallen hat, aber nicht über besonders schöne Strände verfügt, war ich auf Koh Jum im Himmel. Der Golden Pearl Beach zum Beispiel ist mehrere Kilometer lang und zum Teil menschenleer!
Golden Pearl Beach auf Koh Jum
Alle Strände befinden sich an der Westküste der Insel und bieten daher die traumhaftesten Sonnenuntergänge über dem Meer mit Blick auf Koh Phi Phi.
Meine Lieblingsspots: Restaurants & Cafés auf Koh Jum
Auf den ersten Blick könnte man meinen, Koh Jum sei eine charmante, aber dennoch etwas verschlafene Insel, die über keine besonderen Hotspots verfügt. Und doch habe ich das ein oder andere Highlight entdeckt, das mich absolut begeistert hat!
Luboa Café
Früher im Dorf gelegen, ist das Luboa Café mittlerweile ein Stück weiter mitten ins Grüne gezogen. Der Eingang liegt direkt an der Straße, aber durchquerst du das große Holztor, landest du mitten in einem Dschungelparadies! Im Luboa Café gibt es den besten Kaffee und eine absolute Seltenheit – jeden Morgen frisch gebackene Brötchen aus eigener Produktion! Falls du also mal Lust auf ein westlicheres Frühstück hast, bist du hier richtig. Aber Achtung: Die Brötchen sind sehr beliebt und schnell ausverkauft. Früh zu kommen lohnt sich.
Wenn du den Dschungelvibe mit den vielen Pflanzen und umherschwirrenden Schmetterlingen nicht loslassen magst, kannst du auch auf dem Gelände übernachten (und dann jeden Morgen deine Brötchen sichern) – Besitzer Frank und seine Frau haben im Garten mit viel Geschmack ein kleines, zuckersüßes Tiny House errichtet! Eine absolut außergewöhnliche Unterkunft!
Möchtest du dir dein Abendessen selbst angeln? Bei Mr. Boy ist das kein Problem: Vom Pier, auf dem sich die Location befindet, kannst du deinen Tintenfisch fangen und ihn dann bei Mr.Boy fangfrisch zubereiten lassen. Ich stehe ja nicht so sehr auf Tintenfisch und mit Angeln habe ich auch so meine Probleme.
Absolutes Highlight: Das atmosphärische Café von Mr. Boy auf Koh Jum.
Aber der außergewöhnliche Vibe bei Mr. Boy macht das alles wieder wett: Das Café auf dem hölzernen Pier ist ein Sammelsurium aus Kunstgalerie, Restaurant, Bio-Garten und Hostel! Wie überall auf Koh Jum ist die Atmosphäre absolut gechillt und der Blick auf das ruhige Wasser und die Karstfelsen der Umgebung tut sein Übriges.
Vom Mr. Boy Café hast du eine tolle Aussicht über das Wasser.
Koh Jum: Entspannte Abende mit Panoramaausblick
Wenn du exzessive Raves am Strand suchst, wird dich das Nachtleben auf Koh Jum eher enttäuschen. Aber mit der Rock Bar am Ende des Golden Pearl Beach gibt es auf der Insel eine weitere außergewöhnliche Location, die dir unvergessliche Abende bescheren wird.
Ziemlich versteckt: Der abenteuerliche Weg zur Rock Bar auf Koh Jum. Kreativ gestaltet: Die Rock Bar besteht aus angeschwemmtem Treibholz.
Thailand ist so ein tolles Reiseziel! Klicke dich durch meine Thailand Artikel und sammle noch mehr Inspiration für deinen nächsten Trip!
Zum einen kannst du hier den freien Blick auf die beeindruckendsten Sonnenuntergänge genießen, zum anderen ist der versteckte Spot zwischen den Felsen einmalig. Aus Treibholz wurde hier auf mehreren Ebenen eine cosy Bar zusammengezimmert, in der du dich wie in einem riesigen, gemütlichen Nest fühlen wirst. Der ein oder andere Cocktail dazu – und das Urlaubsfeeling ist perfekt!
Dorfleben pur auf Ko Jum
Auf Koh Jum gibt es insgesamt drei Dörfer: Ban Ko Pu im Norden, Ban Ting Rai in der Mitte und Ban Koh Jum im Süden der Insel. Insgesamt hat Koh Jum nur 1000 Einwohner, die Dörfer sind entsprechend klein. Große Geschäfte findest du hier nicht, sogar Geldautomaten gibt es nicht.
Das Leben ist einfach, die Menschen sind umso herzlicher und du kommst schnell ins Gespräch, auch wenn es manchmal Sprachbarrieren gibt. Einmal hat mich auf dem Rad ein Taxifahrer mit seinem Roller erst überholt, wild gewunken und dann fast ausgebremst – nur um mir auf der anderen Straßenseite die riesige Gruppe von Äffchen zu zeigen, die am Baum auf und ab turnte. Und die zugegeben, wirklich süß waren. Ich, als mit allen Wassern gewaschenes Großstadtkind, habe sofort irgendeine Art von Scam vermutet, aber es war tatsächlich nur reine Nettigkeit.
Wie auch schon auf Ko Siboya winken dir hier nämlich Einheimische auf der Straße zu, fragen, woher du kommst, oder sind einfach nur wohlgesonnen. Das macht auch das Touristenleben relativ sorglos. Ich habe mich jedenfalls immer irgendwie gut aufgehoben gefühlt.
Während man sich auch im Rest von Thailand um Dinge wie Taschendiebstahl weniger Gedanken machen muss, hat meine Sorglosigkeit auf Koh Jum ungeahnte Dimensionen erreicht: Beim Warten auf das nächste Boot am Pier habe ich am Abreisetag mein gesamtes Gepäck inklusive Kamera-Equipment einfach am Straßenrand an einer Garküche einer älteren Dame stehen lassen und bin drei Häuser weiter essen gegangen, weil sie leider nichts mehr da hatte und mir einen anderen Stand empfohlen hat. Auf Koh Jum alles kein Problem.
Was ich dir außerdem unbedingt empfehlen würde, ist, den Tag mit einem Frühstück in einer dieser Garküchen zu beginnen. Das Frühstück ist in vielen einfacheren Unterkünften nicht besonders erwähnenswert. Meist wird versucht, irgendetwas Westliches anzubieten. Das ist oft lieb gemeint, persönlich kann ich aber auf geschmacksneutrales Toastbrot verzichten und halte mich lieber an die lokale Küche; und da gibt’s auf Koh Jum genug Möglichkeiten.
Genau neben meinem Resort gab’s zum Beispiel einen ganz tollen Straßenstand mit allerlei Köstlichkeiten. Die Kommunikation lief ein bisschen mit Händen und Füßen, aber die Herzlichkeit hat mich auch dort wieder umgehauen, und ich habe mich gewundert, warum der Standort nicht voller Touristen ist. Falls du auch oft Bedenken bei Streetfood hast, trau dich einfach und vertraue deinem guten Menschenverstand! Dort zum Beispiel wurde mit den einfachsten Mitteln gearbeitet, und dennoch war alles super sauber und gepflegt.
Was du auf Ko Jum sonst noch unternehmen kannst
Koh Jum ist nicht besonders groß und mit dem Roller kannst du die Insel locker an einem Tag erkunden. Die meisten Straßen und Wege sind asphaltiert, der Verkehr entspannt. Falls es dir lieber ist, kannst du in einigen Shops am Straßenrand auch Fahrräder ausleihen. Oder du nimmst eines der Rollertaxis. Diese sind nicht wirklich markiert, aber meistens reicht es auch, verloren am Straßenrand rumzustehen, und du wirst schon im Vorbeifahren angesprochen.
Mitten auf der Insel befindet sich auch ein Aussichtspunkt auf dem höchsten Berg der Insel, dem Mount Pu mit 422 Metern Höhe. Wenn du den Weg nicht allein antreten willst, kannst du dich auch einer geführten Tour mit einem einheimischen Guide anschließen.
Werbung / *Affiliatelink
Die besten Unterkünfte auf Koh Jum
Ich habe im Golden Pearl Beach Resort* übernachtet. Das war okay, aber auch wenig charmant. Vielleicht hast du Glück und kannst noch einen der wenigen Bungalows direkt am Strand abstauben! Morgens aufwachen und direkt mit dem ersten Schritt den nackten Fuß in den warmen feinen Sand zu dippen ist nämlich einmalig. Die meisten Bungalows befinden sich allerdings auf der anderen Straßenseite und durch den Rollerverkehr ist es nicht ganz so idyllisch, wie es sein könnte.
Etwas komfortabler und naturnaher ist es dafür in den OonLee Bungalows* etwas außerhalb.
Anreise nach Koh Jum
Koh Jum liegt zwar noch nicht ganz auf dem allgemeinen Touristenradar, aber die Anreise ist nicht so kompliziert. Von Krabi aus gibt es mehrere Möglichkeiten:
Du kannst mit dem Taxi oder Songthaew bzw. Bus zum weiter entfernten Laem Kruad Pier fahren, um dort ein Boot zum Mu Tu Pier auf Koh Jum zu nehmen. Diese Bootsverbindung wird eher von Einheimischen und zum Warentransport genutzt, ist günstig (120 Baht) und persönlich fand ich die Fahrten damit wesentlich angenehmer als auf einem vollgepackten Speedboot.
Ab dem besser zu erreichenden Chao Fah Pier im Zentrum von Krabi kannst du eines der Speedboote nehmen, die zur Hauptsaison von November bis April in der Andamanensee verkehren. Ein Ticket kostet ca. 1500 Baht.
Auch von Koh Lanta, Koh Phi Phi oder Phuket gibt es Verbindungen nach Koh Jum.
Tipp: Auf 12go.asia* kannst du nicht nur Bootstickets, sondern auch komplette Verbindungen mit Bustransfer zum nächstgelegenen Pier auf dem Festland buchen!
Koh Jum Pier: Von hier aus fahren Speedboote zu vielen benachbarten Inseln.
Wann ist die beste Reisezeit für Koh Jum?
Die beste Reisezeit für Koh Jum ist von November bis April. Außerhalb dieser Monate ist das Wetter schon mal schlechter, und die Bootverbindungen sind weniger, bzw. werden auf aufgrund der Wetterverhältnisse auch mal eingestellt. Dezember und Januar zählen zur absoluten Hauptsaison, beliebte Unterkünfte können hier schon mal ausgebucht sein. Daher lohnt sich frühes Buchen!
Was muss ich bei einem Trip nach Koh Jum beachten?
Koh Jum ist wirklich eine verschlafene, entspannte Insel mit nicht besonders ausgebauter Infrastruktur. Dinge des täglichen Bedarfs findest du allerdings in kleinen Läden. Suchst du dir eine sehr naturnahe Unterkunft und mögen dich die Viecher genauso doll wie mich, bietet es sich aber an, von vornherein Mückenschutz mit DEET parat zu haben. Geldautomaten gibt es auf der Insel nicht, und Kreditkarten werden auch in vielen Unterkünften nicht akzeptiert.
Allerdings gibt es einige Shops, die Euro oder Dollar tauschen; im Dorf Ban Koh Jum gibt es auch ein paar kleine Reisebüros, die dir problemlos gegen eine Gebühr von ca. 4% Bargeld und Belastung deiner Kreditkarte Bargeld auszahlen; auch höhere Beträge sind möglich. Zur Not bekommst du also, entgegen den Informationen in vielen Reiseführern, auch auf Koh Jum Bargeld.
Für wen eignet sich Koh Jum?
Partygänger werden Koh Jum eher langweilig finden; Clubs und durchtanzte Nächte suchst du hier vergeblich. Ist dir aber nach Entspannung, liebenswerten Menschen, endlos langen Stränden und einem entspannten Inselleben, wirst du nicht mehr weg wollen! Auch Familien mit Kindern sind hier sehr willkommen.
Du suchst eine ursprüngliche Insel in Thailand? Dann solltest du unbedingt mal Ko Siboya besuchen! Die Insel ist Teil der Inselgruppe Ko Siboya Tambon vor Krabi, zu der auch Ko Jum gehört. Im Gegensatz zu Koh Jum ist Ko Siboya touristisch fast vollkommen unerschlossen und perfekt, wenn du ein paar Tage Entspannung in absoluter Natur suchst!
Dafür, dass die Strände auf Ko Siboya nicht ganz so einladend sein sollen, ist es doch ganz hübsch dort! 🙂
Das authentische Thailand auf Ko Siboya
Schon auf dem Weg in das einzige Resort der Insel recken sich die Köpfe am Straßenrand an den einfachen Imbissständen, Kinder winken fröhlich, und irgendwie sind alle neugierig, wer sich da jetzt wohl gerade auf die Insel verirrt hat. Englisch sprechen hier die wenigsten und so muss man sich bei Besuchen im Dorf auf Google Translate verlassen oder es einfach mit Händen und Füßen versuchen. In der Regel lebt die vorwiegend muslimische Bevölkerung nämlich nicht vom Tourismus, sondern von der Arbeit auf den Kautschukplantagen, die sich über die gesamte Insel verteilen.
Unterkunft auf Ko Siboya gesucht? Da brauchst du nicht lange zu vergleichen! Es gibt nur ein einziges Resort und das ist richtig schön: SiBoya Bungalows
In den Siboya Bungalows schläfst du mitten in der Natur
Viele Familien halten Hühner, Ziegen, Katzen und noch viel mehr; meistens läuft alles an Getier frei herum und zusammen mit den wild lebenden Tieren wie Affen und Leguanen bekommt man hier das volle Programm an Natur.
Tourismus auf Ko Siboya
Auf Ko Siboya spielt Tourismus so gut wie keine Rolle. In die SiBoya Bungalows verirren sich Langzeitreisende oder Thailand-Veteranen, die irgendwann einmal die Insel für sich entdeckt haben und seitdem zumeist hier überwintern. Einige haben sich sogar ihren eigenen Bungalow auf dem Gelände des Resorts gebaut.
Auf den ersten Blick hört sich das ein bisschen nach eingeschworener Gemeinschaft ein, zumal es ja durch die isolierte Lage nicht besonders viele äußere Einflüsse gibt. Allerdings muss ich sagen, dass die Stimmung sehr positiv und offen war. Auch Neuankömmlinge und Erstbesucher wie ich werden nicht nur vom Resort-Inhaber Mr.Chung und seinem Team, sondern auch von den anderen Gästen herzlich aufgenommen, so dass man schnell Anschluss findet und sich sofort heimisch fühlt.
Was du auf Ko Siboya unternehmen kannst
Die Strände sind wahrscheinlich der Hauptgrund dafür, dass Ko Siboya noch nicht von Touristenmassen gestürmt worden ist. Es gibt sicherlich Inseln mit schöneren Stränden wie zum Beispiel Koh Kradan oder Koh Ngai. Durch die starken Gezeiten ist Schwimmen eher nur bei Flut möglich und puderzuckerweiße Strände sucht man vergebens. Zum Schnorcheln gibt es ebenfalls interessantere Spots.
Bei Ebbe kann man auf Ko Siboya nicht so gut schwimmen. Bei Flut dafür umso besser!
Dafür wird man abends aber mit den schönsten Sonnenuntergängen über der Andamanensee belohnt.
Ansonsten gibt es auf Ko Siboya nicht viel zu tun, außer zu entspannen und die Natur ringsum zu genießen. In den sehr kleinen, dafür aber sehr gepflegten, einfachen Bungalows wohnt man mitten im Dschungel, ohne auf weltlichen Kram wie Strom oder Mobilfunknetz verzichten zu müssen. Auf vielen kleinen Inseln ist das ein Problem, auf Ko Siboya nicht, was die Insel vielleicht auch für diejenigen interessant macht, die mal zwischendurch ein bisschen Internet brauchen.
Allerdings kann man hier auch gut die Zeit nutzen, sich in eine der zahlreichen Hängematten zu legen und mal das Buch in die Hand zu nehmen, dass man immer schon mal lesen wollte.
Essen & Trinken auf Ko Siboya
Für das leibliche Wohl muss man mangels Alternativen relativ oft auf das resorteigene Restaurant zurückgreifen. Dort werden die üblichen Western-Food-Touristenmenüs angeboten (nicht so doll), aber die thailändischen Optionen sind richtig, richtig gut, und den höheren Preis definitiv wert. Hier habe ich die beste Khao Tom (Reissuppe) ever geschlürft und mit Glück organisiert Mr. Chung auch mal Spezialitäten außer der Reihe, wie Hor Mok mit Barracuda, eine in Bananenblättern gegarte Fisch-Curry-Pastete.
Nicht nur zum Essen lohnt sich aber auch mal ein Ausflug mit dem Roller über die Insel. Offiziell verleiht das Resort weder Räder noch Roller, aber irgendwie konnte man sich doch dann immer den sehr guten Roller des Resorts gegen eine kleine Gebühr ausleihen. Die ganze Insel hat man in ca. 15 bis 20 Minuten umrundet; die Straßen sind in der Regel gut asphaltiert.
Am Straßenrand findest du hier und da kleine, einfache Restaurants, in denen du für kleines Geld essen kannst und dabei noch Kontakt zu den absolut herzlichen Locals knüpfen kannst. Die Neugier und das Bemühen, den Besuchern eine gute Zeit zu bereiten, ist allgegenwärtig und wirklich herzerwärmend. Bist du morgens früh wach, kannst du im Hauptdorf ab sechs oder sieben Uhr lecker frühstücken.
Kein Wunder, dass hier viele Reisende einfach hängenbleiben oder immer wieder kommen – Ko Siboya ist ein echter Geheimtipp und einfach ein schöner, relaxter Ort!
Anreise nach Ko Siboya ab Krabi
Um nach Ko Siboya zu kommen, musst du erstmal nach Krabi. In Krabi gibt es beliebte Orte wie Ao Nang Beach oder Railay Beach; außerdem kommst du von dort aus auch gut auf bekannte Inseln wie Koh Lanta oder Koh Phi Phi. Krabi ist nur eine gute Flugstunde von Bangkok aus entfernt.
Im Gegensatz zu anderen Inseln ist die Anreise von Krabi nach Ko Siboya etwas komplizierter, aber auch nicht komplett unmöglich. Ko Siboya zählt einfach nicht zu den Inseln und Reisezielen, die jedes der zahlreichen Reisebüros in der Umgebung im Angebot hat. Nach Koh Lanta oder Koh Phi Phi zum Beispiel findet man an jeder Ecke Angebote mit Abholung an der Unterkunft und nahtlosem Transport bis zum Ziel (wie so oft in Thailand üblich), so dass man sich um nichts kümmern muss. Bei Ko Siboya ist ein wenig Eigeninitiative gefragt.
Mit dem Taxi nach Laem Kruat
Die beste Bootsverbindung nach Ko Siboya legt am Laem Kruat Pier ab. Dieser liegt etwas außerhalb von Krabi und die Fahrzeit ab Krabi Town dorthin beträgt etwa eine Stunde. Die einfachste Lösung ist mit dem Taxi dorthin zu fahren. In Krabi gibt es zwar auch Grab, das asiatische Pendant zu Uber, aber die Wahrscheinlichkeit, dass deine Fahrt angenommen wird, ist aufgrund der Entfernung ziemlich gering.
Günstiger kommst du mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Laem Kruat. Dazu nimmst du ab Krabi Town ein Songthaew (eines der thailändischen Sammeltaxis) bis zum Busbahnhof, der etwas außerhalb der Stadt in Richtung Flughafen liegt. Von dort aus gibt es Busse oder Sammeltaxis bis zum Laem Kruat Pier.
Mit dem Boot nach Ko Siboya
Von Laem Kruat nimmst du einfach eines der Boote nach Ko Siboya. Achte nur darauf, bis 16 Uhr am Pier zu sein, danach fährt kein Boot mehr nach Siboya. Hier fahren nicht viele Touristen ab, wahrscheinlich wirst du ein wenig Orientierungsschwierigkeiten haben, welches Boot denn nun das Richtige ist. Frag dich einfach durch, die Menschen sind sehr hilfsbereit und du wirst schon auf dem richtigen Boot landen. Die Fahrt selbst dauert ca. 20 Minuten und kostet 70 Baht.
Transport auf Ko Siboya
Da Ko Siboya nicht besonders touristisch ist, wartet am Pier dort keine Armada von Taxis, wie du es vielleicht von anderen Inseln in Thailand kennst. Du kannst aber die Mitarbeiter von SiBoya Bungalows vorher kontaktieren und Bescheid sagen, wenn du in Laem Kruat bist. Dann holt dich jemand ab. Wie gut das funktioniert habe ich selbst erlebt: Ich habe noch nicht einmal Bescheid gesagt, weil ich wirklich in letzter Minute noch auf das Boot gehüpft bin, und trotzdem war wundersamerweise schon jemand am Pier, um mich abzuholen.
Weiterreise ab Ko Siboya
Wenn du von Ko Siboya auf eine andere Insel weiterreisen willst, musst du in der Regel wieder zurück aufs Festland zum Laem Kruat Pier und dann mit einem anderen Boot weiter, z.B. nach Koh Jum. Alternativ kannst du auch ein Longtailboot chartern, das lohnt sich, wenn man mit mehreren Leuten unterwegs ist. Oder man schließt sich einfach einem Tagesausflug an und bleibt vor Ort. Das kannst du im Resort organisieren, frag einfach herum und vielleicht findest du Gleichgesinnte, mit denen du die Kosten teilen kannst.
Türkisblaues Wasser, pure Natur und ein Schnorchelparadies wortwörtlich vor der Haustür: Koh Ngai (auch Koh Hai genannt) zählt zu den schönsten Inseln der südlichen Andamanensee in Thailand. Wenn du Ruhe suchst und einmal richtig ausspannen willst, dann bist du hier richtig!
Wo liegt Koh Ngai?
Die kleine Insel Koh Ngai ist noch ein echtes kleines Naturparadies. Sie ist nur knuffige 5 Quadratkilometer groß und liegt südlich der Insel Koh Lanta in der Andamanensee. Hier liegen einige der schönsten Inseln Thailands und Koh Ngai gehört definitiv dazu! Bis zum nächstgelegenen Pier auf dem Festland, dem Pak Meng Pier, sind es nur 15 Kilometer. Die nächstgrößere Stadt auf dem Festland ist Trang.
Die Aktivitäten auf Koh Ngai sind schnell aufgelistet. Schnorcheln, Sonnen, entspannen und die Seele baumeln lassen: Viel mehr gibt es nicht zu tun. Du kannst den schönen Strand auf und ab laufen oder die Unterwasser erkunden. Direkt vor dem Strand finden sich nämlich bereits kleine Korallenriffe. Das Wasser ist glasklar und türkisblau.
Die beeindruckenden Nashornvögel wohnen ganz in der Nachbarschaft
Wenn du etwas Bewegung brauchst, kannst du dir auch fast überall ein Kajak ausleihen. Bei ruhigem Wasser kannst du auch zu einer der gegenüberliegenden Mini-Inseln paddeln.
Den Paradise Beach auf der anderen Seite der Insel erreichst du nach einer kurzen Wanderung durch den Dschungel. Dort gibt es einen kleinen Strand. Das einzige Resort dort hat allerdings geschlossen. Denk also daran, dir genug Wasser und Verpflegung mitzunehmen. Festes Schuhwerk ist hilfreich.
Tagesausflug nach Koh Ngai
Hast du nur wenig Zeit, kannst du auch einen Tagesausflug nach Koh Ngai unternehmen. Von mehreren Inseln rund um Koh Ngai sowie vom Festland werden Touren angeboten. Diese umfassen meist auch weitere Stopps. Entweder buchst du einen Platz bei einer dieser Touren oder du charterst vor Ort ein ganzes Boot. Das lohnt sich aber meist erst in einer größeren Gruppe.
Ist man auf Koh Ngai untergebracht, können die Ausflügler die paradiesische Stimmung je nach Wochentag schon mal etwas trüben. Am Wochenende können mehrere Boote hintereinander anlegen. Der Hauptstrand ist jedoch sehr weitläufig und es sind immer Longtailboote mit kleinen Gruppen, die Koh Ngai anfahren. Es verteilt sich also sehr gut.
Störender sind die vor der Küste auf und ab fahrenden lauten Longtailboote, die einen daran erinnern, dass man sich doch noch relativ nah an der Zivilisation befindet — das Festland ist von Koh Ngai gut zu sehen.
Thailand ist wirklich ein traumhaftes Reiseziel und unglaublich vielfältig. Stöbere am besten doch einmal durch meine anderen Thailand Artikel und überzeuge dich selbst!
Wie teuer ist Koh Ngai?
Koh Ngai zählt zu den teureren Urlaubsdestinationen in Thailand. Das beschert der Insel auch eine Art Exklusivität und nach wie vor ist Koh Ngai nicht überlaufen wie so manch andere Insel. Diese Exklusivität hat aber auch seinen Preis.
Das Preisniveau ist höher als anderswo in Thailand (z.B. eine Portion Frühlingsrollen 140 THB, ca. €, eine große Flasche Wasser für den Tag 40 THB). Üblicherweise wird in den Restaurants dann noch eine Servicepauschale von 10% und eine Steuer von 7% auf den Endpreis aufgeschlagen.
Übernachten auf Koh Ngai
Da die Insel relativ klein ist, gibt es nicht viele Übernachtungsmöglichkeiten. Im Gegensatz zu anderen Inseln solltest du dir auch hier am besten vorher überlegen, wo du übernachten möchtest, und gleich buchen. Zum einen sind in der Hochsaison die Unterkünfte hier schnell ausgebucht, zum anderen wirst du bei der Ankunft mit dem Boot direkt vor deinem Resort abgesetzt.
Es gibt zwar einen Pier, aber wenn dein Resort etwas weiter den Strand hoch liegt, wäre die einzige Möglichkeit, dorthin zu gelangen, mit Sack und Pack den Strand entlang zu laufen. Die hochpreisigeren Resorts finden aber meist eine bequeme Lösung, dich inklusive Gepäck vom Boot abzuholen. Denn auf Koh Ngai gibt es keine Straßen, Roller oder irgendein anderes Fortbewegungsmittel. Am besten setzt du dich nach der Buchung noch einmal mit deiner Unterkunft in Verbindung.
Koh Ngai Seafood
Das Koh Ngai Seafood besteht aus wenigen, kleinen Bungalows am Strand. Die Bungalows sind einfach, aber sind alle dem Meer zugewandt und selbst aus den beiden in zweiter Reihe gelegenen Hütten hat man morgens Meerblick. Es gibt kein Warmwaser (das ist bei den tropischen Temperaturen aber wirklich nicht schlimm) und Strom gibt es auch nur ab ca. 18 Uhr bis morgens früh um ca. 8 Uhr.
Lass dir nur nicht den allerersten Bungalow neben dem Restaurant geben, das ist dann von der Lautstärke her nicht mehr ganz so paradiesisch.
Hätte ich das Coco Cottage vorher gesehen, ich hätte direkt hier gebucht! In natura fand ich die kleine Anlage nämlich noch viel hübscher und atmosphärischer. Ich würde sogar sagen, ich hätte hier einen ganzen 2-wöchigen Urlaub verbringen können, ohne wirklich viel zu unternehmen und hätte mich erholt wie nie. Das Restaurant ist relativ teuer, aber zu den anderen Locations eine angenehme Abwechslung, und der Service so nett, dass ich hier ziemlich schnell zum Stammgast mutiert bin, obwohl ich zwei Resorts weiter gewohnt habe.
Denk unbedingt daran, dass du auf eine nahezu einsame Insel fährst! Hier gibt es keinen 7Eleven wie sonst in Thailand, der rund um die Uhr geöffnet hat und der dich mit allem versorgt. Manche Resorts haben kleine „Shops“, in denen du dich mit dem allernötigsten versorgen kannst, z.B. mit Wasser für den Tag oder wenn mal die Zahnpasta alle sein sollte. Am besten ist aber, du bringst alles vorher mit.
Hier eine Liste von Dingen, die du einpacken solltest:
Sonnenschutz (am besten korallenfreundlich)
Mückenschutz mit DEET (du bist mitten im Dschungel, und bei Windstille gibt es abends schon einige nervige Mosquitos)
Schnorchelequipment wie Brille und Schnorchel (die Resorts verleihen auch Equipment, aber es sind meist nur die einfachsten Modelle, die natürlich auch schon sehr benutzt sind. Bei den Brillen hat man da nicht unbedingt die beste Sicht.)
Anreise nach Koh Ngai
Koh Ngai ist an das Schnellboot-Netz der größeren Fähranbieter zwischen Phuket und Ko Lipe angeschlossen. Die Boote verkehren auf dieser Strecke zwischen November und April und fahren unterwegs so ziemlich jede Insel an; zum Beispiel Koh Kradan, Koh Jum oder Koh Mook. Zu den Anbietern dieser Linie gehören Bundhaya, Tigerlinetravel, Phuketferry oder Satun Pakbara. Wie für alle Transportmittel in Asien kannst du die Tickets unkompliziert auch im Voraus auf 12go kaufen.
Bei meiner Buchung konnte ich noch angeben, ob ich vom Pier einen Transfer mit dem Longtailboot für 100 Baht zusätzlich buchen wollte, aber letztendlich hat das Speedboat selbst am Strand vor dem Koh Ngai Seafood angelegt. Bei der Abreise wurde ich dann aber erst mit einem Longtailboot zum Speedboat gefahren. Das Gepäck wird wie immer für einen ausgeladen, man selbst hüpft dann einfach vom Boot in den Sand und bekommt, wenn nötig, auch Hilfe beim Aussteigen.
Wenn du Parties suchst und richtig feiern willst, ist Koh Ngai nichts für dich. Auch mildere Formen von abendlichem Entertainment wie z.B. Feuershows wirst du hier vergeblich suchen.
Nightlife auf Koh Ngai
Wanderer & Outdoorenthusiasten
Willst du viel erkunden und erwandern, wird es auf Koh Ngai schwierig. Im Prinzip gibt es nur den Hauptstrand, an dem sich die meisten Resort befinden und den Paradise Beach im Süden, den du über einen Wanderpfad erreichen kannst. Das einzige Resort dort allerdings hat seit der Pandemie geschlossen.
Der Rest der Insel ist komplett dicht bewaldet, komplett unerschlossen und zum Teil bergig. Dafür ist Koh Ngai die perfekte Insel, um zu entspannen und die Natur rundherum zu genießen. Du kannst hier Nashornvögel ohne Ende, Seeadler und viele andere exotische Vögel beobachten.
Familien mit Kindern
Familien mit kleineren Kindern würde ich Koh Ngai nur bedingt empfehlen: Zwar fällt der Strand an den meisten Stellen relativ flach ab, aber das Korallenriff beginnt relativ nah am Ufer und es kann schwer sein, eine Stelle ohne unebenen Untergrund zu finden. Auch werden immer wieder Glasscherben angespült, manche stumpf, aber andere noch sehr scharf. Größere Kinder werden aber sicherlich an der faszinierenden Unterwasserwelt ihre Freude haben.
Alleinreisende
Bei all der Paradieshaftigkeit könnte man meinen, Koh Ngai wäre vor allem etwas für verliebte Paare. Aber auch als Alleinreisende habe ich mich hier sehr wohl gefühlt und war auch nicht die einzige alleinreisende Person.
Koh Ngai ist einfach perfekt, wenn du mal ein paar Tage Ruhe vom Herumreisen brauchst und entspannen willst. Aber Achtung, der ein oder andere ist auf dieser traumhaften Insel länger hängengeblieben als geplant 🙂
Träumst du auch von einem Inselurlaub mit weiten Sandstränden, türkisblauem Wasser und exotischen Cocktails? Ich jedenfalls in Dauerschleife! Bei meinem letzten Trip habe ich mir diesen Traum mit einem Inselhopping in Thailand durch die südliche Andamanensee und die Trang-Inseln mehr als erfüllt. Welche Inseln mir dabei besonders gut gefallen haben, und welche Insel noch ein richtiger Geheimtipp ist, verrate ich dir hier.
Inselhopping in Thailand: Ab Krabi von Insel zu Insel
Krabi ist der perfekte Startpunkt für das Inselhopping. Von Bangkok aus landest du nach einer guten Stunde Flugzeit in einer ziemlich unaufgeregten thailändischen Küstenstadt, die aber auch einen kleinen Stopp wert ist. Viele Urlauber verbringen sogar ihren gesamten Thailand-Aufenthalt hier, denn etwas außerhalb liegt der beliebte Ao Nang Beach mit vielen Hotels und touristischer Infrastruktur. Das Partyvolk hält sich eher an Railay Beach, einen von hohen Karstfelsen umschlossenen Strandabschnitt mit einem kleinen Ort, der nur per Boot zu erreichen ist.
Krabi Town, also die Stadt selbst, ist weniger überlaufen, aber solltest du hier einen Zwischenstopp einlegen müssen, z.B. weil der Flieger so spät gelandet ist und das letzte Boot schon abgelegt hat, kannst du dir z.B. in tollen Cafés, mit einem Aufstieg auf den Tiger Cave Temple oder einem Bummel über den atmosphärischen Nachtmarkt die Zeit vertreiben.
“How many times have you been to Siboya?” fragt mich mein Taxifahrer neugierig, und es scheint, als wäre das die Standardfrage für alle Touristen, die sich auf den Weg dorthin machen. Die Insel Ko Siboya ist nämlich unglaublicherweise noch wie ein schwarzer Fleck auf der touristischen Landkarte rund um Krabi. Entweder man kennt die Insel überhaupt nicht, oder aber, wenn man sie einmal für sich entdeckt hat, kommt man immer wieder.
Einziges Resort der Insel: Ko Siboya Bungalows.
Und tatsächlich, im einzigen, wenig besuchten Resort der Insel finden sich fast nur Wiederholungstäter, von älteren Thailand-Veteranen, die sich sogar zum Teil ein eigenes Häuschen auf dem Grundstück der Anlage gebaut haben, bis hin zu Individualtouristen, die irgendwann einmal hier gestrandet und dem Charme des süßen Nichtstun am Rande der Zivilisation erlegen sind. Ich war jedenfalls sehr erstaunt, dass sich dieser absolute Geheimtipp in Thailand noch nicht herumgesprochen hat!
Must-Do: Sich bei Flut mittags ins Meer direkt vorm Resort stürzen, mit dem Roller oder zu Fuß die Insel erkunden und mit den Locals am Straßenrand Eistee schlürfen.
Koh Jum (auch Ko Jum oder Ko Pu genannt) war früher eher als reine Backpacker-Insel bekannt. Die meisten Besucher, die die Insel noch aus dieser Zeit kennen, schwärmen von der Einfachheit und dem authentischen Inselleben von damals, als es noch nicht einmal asphaltierte Straßen gab. Mittlerweile hat sich das ein bisschen geändert; die Hauptstraße über die gesamte Insel ist gut befahrbar. Teure Resorts gibt es hier mittlerweile auch – aber den dörflichen Charme hat sich Koh Jum immer noch bewahrt.
Mittlerweile asphaltiert: Die Hauptstraße auf Koh Jum
Must-Do: Sich im skurillen Pier-Restaurant von Mr. Boy’s guter Laune anstecken lassen & sich bei einem Spaziergang an den endlosen Stränden verlieren
Tipp: Luboa Hut*, ein Tiny House mitten im Dschungel & lauschigem Coffeeshop direkt vor der Tür
Endloser Strand: Auf Koh Jum gibt’s keine Platzprobleme.
Koh Mook
Auch auf Koh Mook findet man noch das authentische, ländliche Thailand. Im Gegensatz zu Koh Jum ist Koh Mook allerdings etwas lebhafter und verfügt sogar über eine kleine Shoppingmeile im Hauptdorf. Irgendwie ist die ganze Insel furchtbar charmant und die Locals sind wirklich herzlich. Obwohl hier westliche Touristen nun wirklich keine Seltenheit mehr sind, wird man fast an jeder Ecke mit einem Lächeln gegrüßt, wenn man an den einfachen Wohnhäusern vorbeigeht oder auf dem Rollertaxi über die zum Teil noch ungeteerten Straßen rauscht.
Auf Koh Mook kannst du zu einem spektakulären Aussichtspunkt wandern.
Koh Mook hat leider auch wie so manche andere Inseln Probleme: Abfälle und Abwasser sind ein Problem, das auffällt, wenn man einmal den Blick in andere Richtungen wendet. Allerdings verfügt Koh Mook mit dem Sivalai Beach über einen der beeindruckendsten Strände der Region, und wenn du dich ein bisschen ablenken möchtest, buchst du dir einfach ein paar Nächte im Sivalai Beach Resort* in einem Häuschen direkt am weißen Traumstrand ein und lässt dich verwöhnen.
Auf Koh Ngai bin ich länger geblieben als geplant, denn die Insel ist einfach zu schön! Eigentlich gibt es außer Schnorcheln und am Strand rumgammeln nicht wirklich etwas zu tun, aber genau das macht Koh Ngai aus. Hier kannst du richtig entspannen und einfach nur die Natur rund um dich herum genießen.
Jeden Abend versammeln sich die Nashornvögel in den hohen Bäumen direkt am Strand, Zikaden kreischen um die Wette und selbst ein kleiner Gecko hat sich mal in meinem Kulturbeutel verirrt. Von der Unterwasserwelt direkt vor der Haustür ganz zu schweigen: Auf Koh Ngai kannst du direkt vom Strand aus losschnorcheln.
Die exotischen Nashornvögel kannst du auf Koh Ngai von ganz nah beobachten.
Koh Kradan
Von der britischen Zeitung “The Guardian” einst zu den schönsten Stränden Thailands gewählt, findest du mit dem Traumstrand von Koh Kradan ein absolutes Inselparadies. Ähnlich wie auf Koh Ngai konzentriert sich hier alles an einem Strand, und die Freizeitaktivitäten beschränken sich auf Schnorcheln, in der Sonne aalen oder einfach nur auf das unwirklich schöne Panorama starren.
Der Strand auf Koh Kradan zählt zu den schönsten in ganz Thailand.
Getrübt wird das Inselvergnügen leider ein wenig durch die einfallenden Tagestouristen, wobei Koh Kradan noch etwas beliebter ist als Koh Ngai. Grundsätzlich würde ich auch hier empfehlen, mindestens eine Nacht auf der Insel zu verbringen. Wenn du dich jedoch zwischen Koh Kradan und Koh Ngai entscheiden musst, würde ich persönlich das ruhigere Koh Ngai wählen.
Suchst du eine entspannte Atmosphäre, ein bisschen Natur und Reggae-Vibes, dann solltest du dir Koh Lanta ansehen. Koh Lanta ist mit mehreren Fährverbindungen gut an das naheliegende Festland angebunden und daher eine gute Option, wenn du nicht ganz so viel Bootfahren willst oder weniger Zeit hast.
Besonders bei schwedischen Familien ist Koh Lanta sehr beliebt, aber kurioserweise auch bei Cannabisliebhabern, schon vor der Legalisierung in Thailand. Die langen Stränden sind gespickt mit entspannten Reggaebars.
Lange Strände: Koh Lanta ist auch bei Familien sehr beliebt.
Koh Phi Phi
Eine der beliebtesten Inseln Thailands darf hier nicht unerwähnt bleiben: Neben Koh Lipe ist Koh Phi Phi einer der großen Touristen-Hotspots. Leider ist die Insel selbst umso kleiner, und wird, vor allem nachdem die auf der Nachbarinsel Ko Phi Phi Leh liegende Maya Bay durch die Verfilmung des Romans “The Beach” zu Ruhm gelangte, von Touristen nur so überrannt.
Ich finde Koh Phi Phi natürlich wunderschön, aber die negativen Effekte des überbordenden Tourismus auf der Insel will ich persönlich gar nicht sehen und daher war mir ein kurzer Besuch genug. Wenn du aber zum ersten Mal in der Gegend bist, dann solltest du vielleicht auch einen Abstecher nach Koh Phi Phi machen.
Erwarte allerdings keine einsame Trauminsel! Die Dichte an 7-Elevens (die in Thailand fast allgegenwärtige Kette kleiner Convenience Stores ist immer ein guter Gradmesser) ist erschreckend hoch, und vor lauter Feuershows sieht man manchmal nachts den Strand nicht mehr.
Wann ist die beste Reisezeit für Thailands Inseln?
Wann die beste Reisezeit in Thailand ist, um von Insel zu Insel zu hüpfen, hängt vor allem davon ab, in welcher Region du dich aufhältst. Die Regenzeit mit monsunartigen Regenfällen solltest du meiden. Die Fähr- und Bootsverbindungen sind dann eh stark eingeschränkt, und im Dauerregen auf einer kleinen Insel zu hocken (wenn du überhaupt hinkommst) macht keinen Spaß. Im Golf von Thailand, wo z.B. die Inseln Koh Phangan, Ko Tao und Koh Samui liegen, ist die Regenzeit etwas kürzer und dauert nur von ca. Oktober bis Dezember.
In der Andamanensee an der Westküste Thailands ist die beste Reisezeit ca. von Dezember bis April, wobei es ab März/April schon heißer wird. Außerdem verkehren die Speedboote, die die meisten Inseln von Phuket aus über Koh Lanta bis hinunter nach Koh Lipe miteinander verbinden aufgrund der Wetterlage nur von November bis April.
Wie komme ich von Insel zu Insel?
In der Hauptreisezeit kommst du am besten mit den Speedbooten von Insel zu Insel, die in der Regel nur Touristen transportieren. Für weniger erschlossene Inseln wie z.B. Ko Siboya reist du einfach wie die Locals mit Longtailbooten bzw. etwas größeren Booten, die so ziemlich alles transportieren, was so auf der Insel gebraucht wird. Das ist wesentlich günstiger und auch ein wenig aufregender!
Tickets für die Speedboote kannst du im Voraus auf 12go.asia* buchen (dann freue ich mich, dass du diesen Blog mit deiner Buchung unterstützt!), aber auch nach Bedarf vor Ort. Die meisten Unterkünfte verkaufen auch Tickets für Fähren, Speedboote, Busse und Überlandtransfer. Außerdem findest du auf Inseln mit ein bisschen touristischer Infrastruktur wie Koh Jum oder Koh Mook kleine Reisebüros, wo du alles buchen kannst.
Welche Bootsanbieter sind sicher?
Beliebte Bootsgesellschaften in der südlichen Andamanensee sind Bundhaya, Satun Pakbara, Phuketferry oder Tigerlinetravel. Viele Ticketverkäufer arbeiten mit Tigerlinetravel nicht zusammen, weil dieser Anbieter wohl einen sehr schlechten Ruf hat, was Pünktlichkeit angeht, ich konnte da auf meinem Trip aber keinen wesentlichen Unterschied feststellen. Ein bisschen unpünktlich waren alle mal, sei es aufgrund des Wetters oder ungeplanter Stopps unterwegs.
Gut organisiert sind jedenfalls alle, auch wenn es zunächst nach Chaos aussieht. Umsteigen auf andere Boote klappt immer problemlos; Koh Lanta dient oft als eine Art Drehkreuz, und von manchen kleinen Inseln aus muss man erst ein Longtailboot zum Speedboot nehmen und dann etwas abenteuerlich auf dem Wasser umsteigen. Das Gepäck wird immer von der Crew verladen (wie so oft bei Reisen in Südostasien sind Rucksäcke hier wesentlich praktischer) und beim Ausstieg wieder ausgeladen. Für mein Kameraequipment hatte ich zusätzlich einen kleinen Koffer dabei, der immer besonders behutsam behandelt wurde, wenn ich Bescheid gesagt hatte – richtig toll.
Speedboate sind schnell beim Inselhopping in Thailand, aber nicht immer bequem.
Auf deutsche Sicherheitsstandards sollte man aber besser nicht pochen. Die Speedboote werden in der Hochsaison bis zum letzten Platz ausgebucht. Einmal habe ich mein Ticket online gekauft und hatte daher auch kein Papierticket, das ich am Pier gegen den obligatorischen Sticker mit meinem Ziel eintauschen konnte. So wirklich kontrolliert hat das niemand, und jedes Mal, wenn Fragen aufkamen, habe ich darauf verwiesen, dass ich mein Ticket online gekauft habe. Dann war alles okay. Ich hatte dennoch den Eindruck, mit dem Online-Ticket irgendwie als blinder Passagier mitgefahren zu sein, da das Speedboot hoffnungslos überfüllt war und andere Passagiere und ich teilweise auf dem engen Boot stehen mussten.
Wie du die Fahrt mit dem Speedboat am besten überstehst
Leider stellt man sich Inselhopping in Thailand oft romantischer vor, als es wirklich ist. Die Speedboote bringen dich zwar relativ schnell von einer kleinen Insel zur anderen, aber die Fahrten sind nicht angenehm. Zum einen sitzt man so tief, dass man von dem schönen Panorama draußen mit den vielen kleinen Inseln und aus dem Wasser ragenden Karstfelsen nichts hat, zum anderen ist die Lautstärke der Motoren ohrentäubend. Und der Gestank nach Diesel macht es nicht besser. Bei etwas rauherer See kann es auch schon mal schaukeln.
Wenn du also schnell seekrank wirst, stecke dir besser ein paar Reisetabletten und für den ganz schlimmen Fall auch eine Spucktüte ein (gibt es nirgends an Bord). Fahre nicht mit einem Kater, einem leeren oder einem zu vollen Magen. Ich werde zum Glück nicht ganz so schnell seekrank, bin aber ziemlich geräuschempfindlich, was Motoren angeht, und war mehr dankbar als einmal für meine Ohrstöpsel, die immer irgendwo in meiner Handtasche rumflogen. Hilfreich ist auch Musik auf den Ohren, also denke auch an Kopfhörer und ein aufgeladenes Handy (Mobiles Netz gibt es unglaublicherweise auch auf dem Wasser, die Netzabdeckung in Thailand ist einfach ein Traum. Ich empfehle dir sowieso, dir für deinen Aufenthalt in Thailand eine SIM-Karte zuzulegen!)
Mehr Tipps für Thailand gesucht? Stöbere doch einfach durch meine Thailand Artikel
Alternative: Longtailboot chartern
Eine Alternative kann es sein, selbst ein kleineres Longtailboot zu chartern. Bei einer größeren Gruppe oder Familie kann sich das lohnen, zumal du dann selbst bestimmen kannst, wann du fahren möchtest. Vielleicht findest du auch noch andere Reisende, die mitfahren wollen! Sprich dazu einfach vor Ort mit den Leuten in deiner Unterkunft oder frage am Pier oder in Reisebüros nach. Longtailboote chartern kannst du übrigens auch für Ausflüge vor Ort, z.B. an schönen Plätzen zum Schnorcheln. An gut besuchten Orten kann das von Vorteil sein, wenn du größeren Ausflugsgruppen aus dem Weg gehen willst!
Longtailboote kannst du auch komplett chartern
Was muss ich mitnehmen
Auf einigen der genannten Inseln wie z.B. Koh Ngai oder Koh Kradan gibt es außer den Resorts wirklich nichts. Manche Anlagen haben kleine Verkaufsecken, in denen du das Nötigste wie Zahnpasta, Kekse oder Mückenschutzmittel findest. Besser ist jedoch, du bringst alles mit, was du brauchst. Equipment zum Schnorcheln kannst du dir aber überall ausleihen. Geldautomaten gibt es auch auf größeren Inseln wie Koh Jum nicht, dafür kannst du aber in vielen kleinen Shops Geld wechseln oder dir gegen Vorlage deiner Kreditkarte Bargeld auszahlen lassen. Dafür wird dir allerdings eine Gebühr von ca. 6% berechnet.
Geschäfte wie hier auf Koh Mook wirst du auf den kleineren Inseln wie Koh Kradan und Koh Ngai nicht finden: also gut eindecken!
In den meisten Resorts auf den kleineren Inseln wie Koh Ngai oder Koh Kradan kannst du außerdem nur mit Bargeld bezahlen, selbst bei vorheriger Online-Buchung. In Ausnahmefällen werden auch Kreditkarten akzeptiert, was jedoch einen größeren Aufwand und eine vorherige Anmeldung erfordert – jemand muss dann speziell kommen oder informiert werden. Bargeldzahlung ist da einfach problemlos. Also denk am besten schon auf dem Festland daran, genug Bargeld abzuheben. Ich nutze dafür immer meine DKB-Kreditkarte. Das geht relativ günstig und problemlos an jedem Geldautomaten weltweit.
Wie viel Zeit muss ich für ein Inselhopping in Thailand einplanen?
Generell hat Thailand unglaublich viele schöne Inseln. Alle auf einer Reise zu sehen, wird dir kaum gelingen. Ich rate dir außerdem, dich auf eine einzige Region zu konzentrieren. Willst du z.B. Koh Phi Phi und gleichzeitig aber auch Koh Phangan sehen, das vor der anderen Seite des Landes liegt, wirst du ziemlich viel Zeit im Bus, bestenfalls im Flugzeug nach Koh Samui, und auf Fähren verbringen. Gerade, wenn du nur 2-3 Wochen Zeit hast, ist das eher kontraproduktiv.
Kleinere Inseln wie zum Beispiel Koh Ngai oder Koh Kradan kannst du auch per Tagesausflug besuchen. Das hat in einer großen Gruppe natürlich weniger Robinson-Crusoe-Vibes, dafür ist es vielleicht praktischer, ein paar Tage länger eine Base auf einer Insel wie z.B. Koh Lanta zu haben.
Zwei Wochen sind aber absolutes Minimum – auch, weil ein direkter Langstreckenflug nach Bangkok oder Phuket von Deutschland schon über 10 Stunden dauert. Und vielleicht willst du dir ja noch ein paar Tage Bangkok ansehen? In jedem Fall gilt: Je mehr Zeit du hast, desto besser!
Jede gute Backpackerreise durch Thailand beginnt genau hier: Die Khao San Road ist das Einfallstor für alle, die Thailand oder ganz Südostasien mit dem Rucksack erkunden wollen. In diesem Artikel zeige ich dir, was es mit dem Mythos der Khao San Road auf sich hat und verrate dir ein paar Geheimtipps, wenn du mehr erleben willst, als morgendliche Kater von durchzechten Nächten und gegrillte Skorpione am Straßenrand.
Kilometer Null: Auf der Khao San Road ist schon so manche Thailand-Reise erst richtig gestartet.
Wo liegt die Khao San Road?
Die Khao San Road liegt im Stadtteil Banglamphu in Bangkok, der Hauptstadt Thailands. Ein wirkliches Stadtzentrum ist in der Megametropole Bangkok zwar schwer auszumachen, dennoch befindet sich die Khao San Road relativ zentral und in der Nähe beliebter Sehenswürdigkeiten wie des Großen Palastes mit dem berühmten Tempel Wat Phra Kaeo, dem Tempel Wat Pho oder dem weniger bekannten Tempel Wat Suthat.
Ein weiterer schöner Tempel in Bangkok ist übrigens der Wat Traimit mit seinem Goldenen Buddha!
Laute Musik gehört nachts auf der Khao San dazu.
Warum die Khao San Road so berühmt ist
Irgendwie war die Khao San Road schon immer ein Anziehungspunkt in Bangkok. Die Mischung aus Geschäften, Streetfood-Ständen, Bars und Restaurants füllt die Straße rund um die Uhr mit Leben. Richtigen Zulauf als Must-See für jeden Backpacker bekam die Khao San Road aber erst 1996 mit dem Roman “The Beach” von Alex Garland. Der Protagonist beginnt in dem Buch seinen Thailand-Trip nämlich genau hier inmitten des Gewusels billiger Bars und des ausschweifenden Nachtlebens. Die spätere Verfilmung mit Leonardo DiCaprio tat noch ihr Übriges und der Mythos rund um die Khao San Road war geboren.
Planst du auch gerade eine Reise durch Südostasien? Hier findest du alle meine Artikel über Bangkok und Thailand
Vor allem bei Backpackern war die Khao San Road früher der erste Anlaufpunkt in Bangkok.
Khao San Road: Früher eher für Backpacker, heute für alle
Ursprünglich eher ein Treffpunkt für Low-Budget-Urlauber und Backpacker, ist die Khao San Road heute eigentlich eine Sehenswürdigkeit für jeden Bangkok-Besucher. Die Stimmung reicht abends von Party bis geselligem Zusammensein, tagsüber findet man hier Einkaufsmöglichkeiten ohne Ende. Streetfood gibt es ohnehin rund um die Uhr. Besonders beliebte Fotomotive sind Imbissstände mit gegrillten Insekten, Würmern oder Skorpionen, die immer wieder für kulinarische Mutproben herhalten müssen. Sogar diverse Tattoostudios finden sich hier. Ich möchte nicht wissen, wie viele Partygänger morgens früh mit einem Tattoo als Souvenir wach geworden sind: Denn die Nächte auf der Khao San Road können wild werden!
Nightlife auf der Khao San Road in Bangkok
Stehst du nicht so auf durchtanzte Nächte, kannst du es rund um die Khao San Road auch ruhiger angehen. Zwischen den Bars gibt es immer wieder einzelne Massagesalons, in denen du dir in gemütlichen Sesseln direkt auf der Straße z.B. die Füße massieren lassen kannst. Persönlich finde ich das nicht besonders ansprechend und immer irgendwie ein bisschen unhygienisch, aber wer’s mag!
Rambuttri Road: Die entspannte Alternative
Wesentlich ruhiger geht es auch auf der Parallelstraße, der Rambuttri Road (oder auch Rambuttri Alley) zu. Dort findest du mittlerweile nicht nur abgerockte Touri-Schuppen, sondern auch sehr gemütliche Bars und unerwartet hippe Food-Locations!
Sehenswert: Die Rambuttri Road ist wesentlich atmosphärischer als die Khao San Road.
Von der Molly Bar aus kannst du perfekt das Treiben auf der Straße beobachten, Musik hören und das Nachtleben bei einem Cocktail genießen. Und bei Camp Burger gibt es richtig gute Burger, falls du mit der thailändischen Küche nichts anfangen kannst.
Geheimtipp: Samsen Road
Ich war schon mehrere Male in Bangkok und gehöre nicht unbedingt zu den Leuten, die eine Thailand-Reise zwangsweise in der Nähe der Khao San Road beginnen müssen. Für viele gehört das nämlich einfach dazu. Was ich auch irgendwie verstehen kann, ist, dass die Vibe rund um die Khao San Road schon besonders ist. Bei meinem letzten Bangkok-Aufenthalt bin ich auch eher zufällig dort gelandet, denn ich hatte so spontan ein Hotel gebucht, dass ich gar nicht so richtig mitbekommen habe, wo es liegt. Bis zur Khao San Road waren es aber noch 20 Minuten zu Fuß. Dabei habe ich noch einen richtigen Geheimtipp entdeckt!
Wenn dir nach einem lauschigen, tropisch-warmen Abend mit gutem Essen ist und du mal kurz dem Trubel der Khao San Road entfliegen willst, brauchst du nur ein paar Straßen weiter in Richtung Samsen Road zu gehen. Rund um die Soi 2 (die Seitenstraßen einer Hauptstraße sind oft nur durchnummeriert) findest du ein süßes, kleines Viertel mit netten Restaurants, wie dem So Samsen, das wirklich hübsch eingerichtet ist. Entlang der Samsen Road selbst gibt es dazu noch einige weniger touristische, spannende Locations wie das Neighbourhood (Adresse: 59, 61 Samsen Rd) für abends/nachts oder das Ganja Café für tagsüber.
Geheimtipp: Samsen Road
Shopping auf der Khao San Road
Auf der Khao San Road und in ihrer Umgebung kannst du einkaufen ohne Ende. Allerdings sind die Geschäfte sehr auf Touristen ausgerichtet. Solltest du also die berühmt-berüchtigten Elephant Pants auch nicht mehr sehen können, empfehle ich dir einen Besuch auf dem Chatuchak Market oder auf den Nachtmarkt The One Ratchada, der den früher so beliebten Ratchada Train Night Market nach der Pandemie ersetzt hat.
Shopping-Tipp: Something about us
Wenn du keine Zeit hast, um dich durch die riesigen Märkte zu wühlen, habe ich aber noch einen kleinen Shopping-Tipp in der Nähe der Khao San Road für dich: Bei something about us findest du schöne Kleinigkeiten wie Modeschmuck, Accessoires und feine Papeterie von lokalen Künstlern.
Übernachten in der Khao San Road
In der unmittelbaren Nähe der Khao San Road findest du vor allem Low-Budget-Unterkünfte, mittlerweile aber auch typische Touristenhotels. Wenn du gerne mitten im Party- und Touristentrubel wohnen willst, bist du hier richtig!
Ich finde aber, dass es so viele tolle Viertel und spannende Locations zum Übernachten in Bangkok gibt, dass ich die direkte Gegend rund um die Khao San Road eher meide.
Mit meinem Hotel, das etwas weiter von Khao San entfernt auf der Samsen Road lag, war ich super zufrieden. Überhaupt fand ich die Gegend zum Übernachten überraschend cool, sehr local und safe (aber unsicher fühle ich mich, ehrlich gesagt, in Bangkok sowieso selten). Und das Lost in BKK kann ich als Hotel oder Hostel (gibt sowohl Privat- als auch Mehrbettzimmer) nur empfehlen: Angenehme Leute und super bemüht!
Sowohl vom großen Flughafen Suvarnabhumi, auf dem alle Langstreckenflüge landen, als auch vom Flughafen Don Mueang, der oft von Low-Cost-Airlines angeflogen wird, gibt es direkte Busverbindungen zur Khao San Road. Alternativ kannst du aber auch ein Taxi oder das thailändisches Pendant zu Uber, Grab, nehmen.
Der Flughafen Suvarnabhumi ist auch noch mit dem Airport Rail Link, einem Skytrain, an die City angebunden. Dieser ist zwar super praktisch und schnell, allerdings verfügt er nur über wenige Stationen. Um damit zur Khao San Road zu kommen, müsstest du an der Station Phaya Thai aussteigen, und dann auf Bus oder Taxi umsteigen.
Saigon Street Food – das ist mittlerweile sogar zu Hause in Berlin ein Begriff. Da lag eine Street Food Tour in Saigon* bzw. Ho Chi Minh City ziemlich nah! Die vietnamesische Küche ist so vielfältig, so frisch, so voller neuer Aromen und innerhalb Südostasiens eine ganz eigene Geschmacksrichtung. Besonders in Saigon ist die Auswahl an Street-Food-Ständen, kleinen Imbiss-Restaurants und Garküchen am Straßenrand schier unendlich.
Vietnamesen sind gesellig und lieben Essen, andauernd wird irgendwo auf irgendetwas gekaut, wechseln mit Leckereien gefüllte (leider Einweg-)Schälchen die Besitzer und man fragt sich wirklich, wie der Großteil der Bevölkerung hier immer noch gertenschlank sein kann. Denn die vietnamesische Küche ist nicht immer leicht! Auch in Vietnam wird frittiert, was das Zeug hält, und Zucker wird ebenso exzessiv verbraucht.
Street Food in Vietnam – ein kulinarisches Abenteuer
Eins vorab: Vielleicht wirst Du viele Gerichte, die in den Straßen Saigons serviert werden, generell nicht probieren wollen. Es sei denn, Du bist wirklich sehr experimentierfreudig. Oft wird die vietnamesische Küche für ihre französischen Einflüsse und dadurch spannenden Kombinationen gelobt – und beim Vietnamesen zu Hause in Deutschland ist es ja auch immer lecker. Was aber oft unterschlagen wird: In Vietnam wird wirklich alles gegessen.
Werbung / *Affiliatelink
Vietnamesen lieben Fleisch, und zwar so doll, dass es Vegetarier manchmal schwer haben, ein vegetarisches Gericht zu finden. Veganer erst recht. Und einerseits sehr löblich, aber für den europäischen (oder zumindest meinen) Gaumen recht ungewohnt, wird hier wirklich alles von Rind, Schwein, Huhn, Fisch, Meeresfrüchten, und sogar Frosch oder Schlange gegessen: Vom Filet bis zu den bizarrsten Innereien.
An den wirklich authentischen Ständen kommt man mit Englisch nicht weit, eine Karte gibt es auch auf Vietnamesisch nicht. Oft traut man sich nicht, etwas zu probieren – man weiß ja nie… Aus diesem Grund und weil ich trotzdem unbedingt mal etwas (aber eben doch nicht ganz so) exotisches Street Food in Saigon probieren wollte, habe ich eine Street Food Tour in Saigon* unternommen – und es war großartig! Sam, die mit mir unterwegs war, hat mir die abgefahrensten Ecken Saigons gezeigt und mich fantastisches Essen (ohne unliebsame Überraschungen) probieren lassen.
Was ist der Unterschied zwischen Sommerrollen und Frühlingsrollen?
Während hierzulande Frühlingsrollen frittierte Röllchen sind und die in weichem, hellen Reispapier gerollten Sommerrollen genannt werden, sind für Vietnamesen alles einfach Frühlingsrollen! Sommerrollen scheinen wohl eher eine Erfindung des Westens. Den Anfang machte also eine der frischesten Frühlingssommerrollen zum Selberrollen, die ich je gegessen habe. Frische Kräuter und Salat, dass es nur so knackte.
Bánh Tráng Nướng: Vietnamesische Pizza
Vietnamesen haben ihre ganz eigene Version von Pizza erfunden. Die hat zwar außer der Form eigentlich nichts mit einer italienischen Pizza zu tun, ist aber trotzdem ein beliebter Snack. Reispapier, eine Creme, die Käse darstellen soll, diverse Soßen und Mayonnaisen, in Scheiben geschnittene Würstchen – irgendwie kommt alles Mögliche auf die Bánh Tráng Nướng Pizza. Die erstaunlicherweise dann sogar schmeckt! Dazu gab’s dann Nem nướng, gegrillte Würstchen – garniert mit den obligatorischen frischen Kräutern, die nirgends fehlen dürfen.
Trứng Cút Nướng Phô Mai: Gegrillte Wachteleier mit Käse
Warum Wachteleier in Vietnam so beliebt sind, hat einen ganz einfachen Grund, verriet mir Sam. Ein ganzes Hühnerei wäre als Portion für ein kleines Küchlein wie in den Mini-Schälchen viel zu viel – und würde zu sehr sättigen. Langsam kam ich dann doch hinter das Ernährungsgeheimnis der Vietnamesen, die dauernd zu essen schienen: Immer kleine Portionen statt riesige Gerichte.
Im fahlen Schein von Straßenlaternen saßen wir nun irgendwo mitten in Saigon am Straßenrand auf unseren Kindergartenhockern, wie sie in Vietnam zuhauf an Streetfoodständen genutzt werden und aßen unsere Wachteleiermuffins namens Trứng Cút Nướng Phô Mai und Bánh Xèo, gefüllte Pfannkuchen. Und auch hier wieder jede Menge frische Kräuter, die Sam mir einzeln erklärte (und deren Namen ich auch sofort wieder vergaß, weil ich nur noch mit Staunen beschäftigt war).
Chè Bưởi: Dessert auf Vietnamesisch
Keine Ahnung, was Sam mir da in die Hand drückte – es nannte sich Chè Bưởi und sie übersetzte es mit „süße Grapefruitsuppe“. Irgendwie war es süß, cremig, fruchtig und frisch zugleich; genau das richtige bei nächtlichen 30 Grad Lufttemperatur.
Street Food Tour in Saigon buchen
Street Food Touren wie diese führen an ganz entlegene Winkel der Stadt, die ich ohne Sam wahrscheinlich nie zu Gesicht bekommen hätte. Meist werden sie beworben mit „Studenten zeigen dir Street Food in Saigon“ und tatsächlich war Sam Studentin, die sich hauptsächlich deswegen in Sachen Street Food gut auskennt, weil sie nur in einem kleinen Zimmer wohnt und eigentlich dauernd auswärts isst – wie eben viele Studenten in Ho Chi Minh City.
Die Spots sind über die ganzen Stadt verteilt und man fährt wird auf dem Roller von Spot zu Spot gefahren. Helme werden gestellt. Eine gute Gelegenheit, den verrückten Straßenverkehr in Ho Chi Minh City hautnah zu erleben! Außerdem sind die Touren dadurch sehr individuell und persönlich, da auf jeden Gast ein Guide bzw. Fahrer kommt.
Von Saigon ging es weiter Richtung Süden – und hatte mir Ho Chi Minh City schon gut gefallen – im Mekongdelta sollte es noch besser werden. Einen Abstecher in das Mekong Delta von Saigon aus kann ich nur empfehlen! Hier gibt es buntes Leben auf den schwimmenden Märkten auf dem Mekong und das echte, ursprüngliche Vietnam. Eine Mekong Delta Bootstour ist ein einmaliges Erlebnis. Wenn man es richtig anstellt, kann man tief in die lokale Kultur eintauchen und das Leben der Einheimischen kennenlernen. Wie das am besten klappt, verrate ich euch in diesem Artikel.
Homestays im Mekong Delta: Ab in die Natur
Oft entscheide ich spontan vor Ort, wohin ich weiterreisen will und nach dem geschäftigen und mitunter lauten Ho Chi Minh City, schien mir ein bisschen Natur eine gute Abwechslung. Im Mekong Delta findet man jede Menge Homestays. Dort übernachtet man bei Einheimischen auf deren Grundstück oder in deren Haus, mal mehr, mal weniger einfach.
Per Zufall bin ich auf ein Homestay mit vielen kleinen Bungalows gestossen: Kleine Bambushütten, mit Blick auf den Fluss, einem Seitenarm des Mekong, so wie es sie hier zu Hunderten gibt. Ganz einfach eingerichtet, ohne Klimaanlage und Schnickschnack, dafür mit echtem Tropenfeeling mitten imsüdvietnamesischen Dschungel. Zirpende Grillen, quakende Geckos und Frösche, krähende Hähne. Richtiges Landleben eben, fernab jeglicher Zivilisation, so fühlt es sich zumindest an. In Wirklichkeit ist die nächste Großstadt Can Tho nur wenige Kilometer entfernt – aber das scheint einfach unglaublich.
Mit dem Boot durch das weit verzweigte Mekong Delta
Individuell reisen ist oft anstrengend, alles planen, alles organisieren – nach Urlaub sieht das selten aus. Dafür wird man mit den beeindruckendsten Erlebnissen beschenkt. Mit einem kleinen Motorboot aus Holz, mehr Nussschale als Boot schipperten wir um halb sechs dem Sonnenaufgang entgegen, in unserem Minigrüppchen, durch die verzweigten, schmalen Seitenarme des Mekong hindurch.
Rechts und links dicht bewucherte Flussufer voller Palmen und tropischen Bäumen. Lucy, unser Tourguide, schneidet beherzt mit einem riesigen Messer ein Palmenblatt herunter und bastelt uns mit bewundernswerter Fingerfertigkeit Ringe und kleine Tiere aus den Blättern, um uns die Zeit zu vertreiben. Dabei ist das gar nicht nötig, die Fahrt über den fast noch schlafenden Fluss inmitten dieses Dschungelpanoramas ist schon Zeitvertreib genug.
Der schwimmende Markt von Cai Rang: Sonnenaufgang auf dem Mekong
Pünktlich zum Sonnenaufgang, die aufgehende Sonne im Rücken biegen wir mit unserer kleinen Bootstour auf den schwimmenden Markt von Cai Rang, der Cai Rang Floating Market. Richtig, ein schwimmender Markt: Wie so viele Märkte hier im Mekongdelta befindet sich der Markt von Cai Rang mitten auf dem Fluss.
Händler tauschen Waren direkt von Boot zu Boot, dazwischen alte Frauen in ihren Mini-Booten, auf denen sie kleine Garküchen installiert haben und damit die Arbeiter versorgen – und je nach Tageszeit auch das ein oder andere Touristen-Boot. Wir in unserer kleinen Nussschale waren früh dran, noch vor dem großen Touristenansturm. Den schwimmenden Markt von Cai Rang bei Sonnenaufgang zu erleben, wenn das Marktleben noch in vollem Gang ist, ist einmalig.
Marktleben auf den schwimmenden Mekong Märkten
Wir hüpften von Boot zu Boot, frühstückten bei Karaokemusik (Vietnamesen lieben Karaoke, ganz ungeachtet der eigenen Gesangskünste, was sowohl skurril als auch sympathisch ist), hangelten uns aus unserer Nussschale an steilen Bootswänden hoch, um dort frisch geschnitzte, pappsüße Ananas zu knabbern – und um uns herum das pure Marktleben. Knatternde Dieselmotoren, herumfliegende Gemüse- und Getreidesäcke, hart arbeitende Menschen. Irgendwie surreal, dass dies alles auf dem Wasser stattfindet – aber so ist Vietnam im Mekongdelta: Der Mekong ist die Lebensader, ohne die hier nichts funktionieren würde.
Rund um den schwimmenden Markt von Cai Rang gibt es außerdem zahlreiche Manufakturen. Wie diese hier zum Beispiel, die in mühevoller Kleinarbeit Reisnudeln herstellt. Erst wird aus dem Teig ein Fladen gebacken, der wird dann auf Bambusmatten getrocknet und gestapelt und schließlich durch eine Nudelpresse gedreht. Alles per Hand, ohne große Maschinen und fast unter freiem Himmel. Genauso wie die Kokosbonbons, die es überall zu kaufen gibt. Die sind zwar nichts für lockere Plomben oder dritte Zähne, aber schmecken dafür sehr lecker und kokosnussig!
Bootstour ins Mekong-Delta ab Saigon bzw. Ho Chi Minh City
Ab Saigon gibt es zahlreiche Anbieter, die Tagestouren in das Mekongdelta zu den schwimmenden Märkten anbieten. Gerne werden von den Anbietern die Märkte von Cai Rang und Cai Be angesteuert, meist auch mit einem kleinen Rahmenprogramm. Wenn man nur wenig Zeit hat, und ab Saigon nicht mehr Richtung Kambodscha oder Phu Quoc weiterreist, sondern lieber Richtung Norden will, ist eine solche Tagestour eine gute Möglichkeit, wenigstens etwas vom Mekongdelta zu sehen.
Nachteil: Zum Markt geht es zum Großteil per Bus. Die Fahrt dauert ca. 3 Stunden, man verbringt also viel Zeit mit An- und Abreise. Die meisten Touren sind zwar sehr günstig, dafür halten die meisten auch an Einkaufsmöglichkeiten mit Kaffeefahrtcharakter. Außerdem sind die Gruppen meist recht groß und man kommt relativ spät auf den Märkten an – dann ist der Großteil des Markttreibens schon verschwunden. (Ich habe dir oben eine etwas teurere Tour verlinkt, dafür ist die Gruppe kleiner, und das Programm klingt netter. In den Reisebüros in Saigon werden häufig Touren für einen Bruchteil des Preises angeboten, alle Reisenden, die ich gesprochen habe, waren ausnahmslos enttäuscht von diesen Touren!)
Ich würde daher eine mehrtägige Tour ins Mekongdelta wählen, wenn es denn schon eine organisierte Tour sein soll.
Mekong Delta Tour selbst organisieren: Unterkünfte & hilfreiche Tipps
Man kann aber auch seine Mekong Delta Tour selbst organisieren! Das ist aufwendiger, aber durchaus lohnenswert! Hier ein paar Tipps:
Mit dem Open Bus von Saigon nach Can Tho -> am besten mit den orangefarbenen Bussen von Futa Travel und von dort aus mit dem Taxi weiter
Homestay in Can Tho, mitten im Dschungel Homestay Mekong Can Tho* (von dort aus kannst du für 15$ die Bootsfahrt zum Sonnenaufgang auf dem schwimmende Markt von Cai Rang buchen, sowie einen Bootsausflug zum Sonnenuntergang für 8$ mit einem Besuch bei privaten Obstgärten) Achtung: durch die Lage gibt es viele Mücken, es lohnt sich, vorher aus Saigon ein Mückenschutzmittel mit DEET mitzubringen! ➜ Hier kannst Du Deinen Aufenthalt im Homestay Mekong Can Tho buchen
Wer es städtischer mag: Supernettes und komfortables Homestay eines australisch-vietnamesischen Schwesternpaares – Hier wäre ich gerne noch länger geblieben, die beiden sind wirklich sehr herzlich und so hilfsbereit! Ein absoluter Tipp von Herzen! ➜ Hier kannst Du Deinen Aufenthalt im The Mag buchen*
Tipp: Von Can Tho aus kannst Du ebenfalls selbst Bootsausflüge zu den schwimmenden Märkten organisieren! Laufe einfach am Pier entlang und Du wirst innerhalb weniger Minuten von diversen Damen angesprochen. Für eine Mekong Tour Boote mieten geht den ganzen Tag über, morgens früh vor Sonnenaufgang hin lohnt sich aber trotzdem, um das richtige Marktleben mitzubekommen!
Planst Du während Deiner Reise nach Vietnam einen Stopp in Ho Chi Minh City bzw. Saigon? Da bist Du hier genau richtig: In diesem Artikel verrate ich meine besten Saigon Tipps und welche Saigon Sehenswürdigkeiten Du nicht verpassen darfst! Ob das beste Street Food, die coolsten Restaurants und die besten Unterkünfte: In diesem Guide für Ho Chi Minh City (offizieller Name von Saigon!) wirst Du fündig.
Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Saigon
Saigon ist zwar die größte Stadt Vietnams, aber erschlägt einen längst nicht so wie Bangkok oder Hongkong. Das einzige, was wirklich sehr gewöhnungsbedürftig ist (und das gilt aber generell für ganz Vietnam) ist der Verkehr mit Trillionen von Rollern, von denen jeder Vietnamese mindestens einen besitzen zu scheint. Hupen ist eine Form, sich im Verkehr bemerkt zu machen, geblinkt wird dafür nicht – also ist der Verkehr in einer Stadt wie Saigon einfach eine riesige, laute Welle aus hupenden Rollern.
Beliebt sind auch sogenannte Mototaxis, Roller als Taxi, auf die man einfach aufhüpft. Gerne genutzt wird dafür auch Grab, ein Taxi-Service ähnlich Uber, bei dem man zwischen Motoroller oder normalem Taxi wählen kann. Bei 40 Grad habe ich allerdings meist das Auto genommen – und die Klimaanlage genossen. Überhaupt ist Grab eine optimale Möglichkeit, von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit zu kommen, es ist günstig, und wesentlich einfacher, als die Strecken mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen.
Saigon gehört zu jeder Vietnam-Reise!
Vier Jahre ist es nun her, dass ich das letzte Mal in Vietnam war. Das Land habe ich damals sehr zwiespältig verlassen – die volle Begeisterung blieb irgendwie aus. Ich kannte vorher in Südostasien nur Thailand, ein Land, dass es westlichen Touristen sehr einfach macht, sich sofort wohl zu fühlen. In Vietnam habe ich das damals etwas anders empfunden. Aber dazu später mehr. Da ich beim letzten Mal die wichtigsten Orte in Nordvietnam wie Halong Bay, Hanoi, Hoi An, Hue und Da Nang besucht hatte und für den Süden die Zeit fehlte, wollte ich diesmal Saigon, das Mekongdelta und noch einiges mehr kennenlernen und es nochmal mit Vietnam versuchen.
Saigon wartet mit wenigen wirklich spektakulären Sehenswürdigkeiten auf, dennoch sind viele Orte interessant. Das Hauptpostamt zum Beispiel wurde während der französischen Kolonialzeit erbaut, und die Stahlkonstruktion im Inneren wurde von Gustave Eiffel konzipiert. Groß am Kopf der Haupthalle hängt ein Porträt von Ho Chi Minh. Skurril: In den Seitenflügeln sowie in der Mitte der Halle sind Souvenirshops untergebracht und das gesamte Postamt ist mit Touristengruppen gefüllt, während rundherum an den Postschaltern der ganz normale Betrieb mit dem Kaufen von Briefmarken und dem Abholen von Paketen weitergeht.
Das Hauptpostamt in Saigon stammt aus der französischen Kolonialzeit.Regulärer Betrieb im Hauptpostamt von Saigon unter dem übergroßen Porträt von Revolutionsführer Ho Chi Minh.Französische Spuren findet man überall in Saigon.
Den großen architektonischen Einfluss der Franzosen sieht man auch an einer anderen Sehenswürdigkeit Saigons, der Kathedrale Notre-Dame (ja, auch hier gibt’s eine!), gleich gegenüber vom Hauptpostamt. Zur Zeit wird sie renoviert.
Auch die Notre Dame Kathedrale ist ein Relikt aus der französischen Kolonialzeit in Saigon.
2. Ho Chi Minh City People’s Committee und Saigon Opera House
Zwei weitere Sehenswürdigkeiten aus der französischen Kolonialzeit sind das Ho Chi Minh City People’s Committee, das Rathaus von Saigon, sowie das Opernhaus von Saigon. Während das Rathaus nicht besichtigt werden kann, lässt sich das Opernhaus bei Aufführungen besuchen: Die Akrobatikshow mit südvietnamesischen Einflüssen soll sehr sehenswert sein!
Könnte so auch in Kalifornien stehen: Das Rathaus von Saigon.…bis auf die riesige Ho Chi Minh Statue davor natürlich.Manchmal sogar mit rotem Teppich: Das Saigon Opera House.
3. Aussichtsplattformen auf dem Bitexco Financial Tower & Landmark 81
Der Bitexco Financial Tower ist nach dem brandneuen Landmark 81 etwas außerhalb der Stadt der zweithöchste Wolkenkratzer Saigons. Auffällig ist die große, herausragende Plattform oben auf dem Turm. Das ist aber nicht die Aussichtsplattform, sondern ein Helikopterlandeplatz. Viel genutzt wird er scheinbar nicht – und es scheint eher wie ein Prestigeobjekt. Das Skydeck etwas darunter in der 49. Etage ist die öffentlich zugängliche Aussichtsplattform, für umgerechnet ca. 8 Euro hat man hier einen Ausblick über Saigon. Weiter oben befindet sich noch ein Restaurant bzw. eine Bar, ohne Eintritt, dafür muss man hier verständlicherweise etwas konsumieren.
Größer kann der architektonische Kontrast kaum sein. Aus einem alten Hinterhof schaut man direkt auf den Bitexco Tower.
Das Landmark 81 besitzt ebenfalls eine Aussichtsplattform. Ich habe mir den Ausblick von beiden Locations allerdings geschenkt, da die Zeit knapp geworden ist – und ich schon vom Flugzeug aus einen fantastischen Blick auf die Stadt hatte. Vom Ufer gegenüber ist die Aussicht auf Saigon ebenfalls grandios!
Die Skyline von Saigon bei Nacht: Ein bisschen wie Shanghai.
Tipp: Abends ist hier der Treffpunkt der Locals. Es gibt die obligatorischen Street-Food-Stände und improvisierte Cocktailbars, und den Tag hier auf einem der Klappstühle mit bester Sicht auf die Skyline von Saigon ausklingen zu lassen, ist perfekt! Und das Beste: Kein Tourist-Gedöns!
3. Ben Thanh Markt
Märkte steuere ich in fremden Städten immer gerne an – mich im Gewusel verlieren und dabei besonders in fernen Ländern Exotisches entdecken, das ist genau meins. Der Ben-Thanh-Markt liegt mitten in der Stadt – eine große, überdachte Markthalle mit Obst, Gemüse, Klamotten, Souvenirs und Streetfood-Ständen. Allerdings ist er auch totaler Touristenmagnet, wer es lieber etwas einheimischer mag, der sollte einen Markt wie den Tan Dinh Markt oder den An Dong Markt ansteuern.
Auf dem Ben Thanh Markt gibt es alles: Essen, Handtaschen, Maßanzüge, falsche Wimpern im Sparpack.Maßanzüge in einem Tag: In Vietnam kein Problem.
Gleich neben dem Ben-Thanh-Markt gibt es auch ein bekanntes Pho-Restaurant, das Pho 2000. Pho ist eines der Nationalgerichte Vietnams, das man unbedingt einmal probieren sollte! Pho ist eine Nudelsuppe, der am Tisch noch frische Kräuter, Chili und Limettensaft hinzugefügt werden. Es gibt sie traditionell mit Huhn- oder Fleischeinlage, oft auch noch mit Tofu als vegetarische Variante. Pho 2000, ein einfaches Restaurant, ist vor allem zur Berühmtheit gelangt, nachdem hier im Jahr 2000 Bill Clinton auf Staatsbesuch eine Pho geschlürft hat.
Pho 2000: Bill Clinton war hier.Vietnamesische Pho: Nudelsuppe mit vielen frischen Kräutern. Eine Spezialität!
5. Wiedervereinigungspalast
Der Wiedervereinigungspalast war vor dem Vietnamkrieg der Sitz des südvietnamesischen Präsidenten. Mit dem Fall von Saigon am 30.April 1975 durch die Vietnamesische Volksarmee und deren Panzern, die hier über die Zäune rollten, wurde der Vietnamkrieg beendet. Heute können das Gelände sowie einige Räume besichtigt werden.
Jedes Jahr wird das Kriegsende groß gefeiert. Überall in der Stadt hängen Plakate wie aus einer anderen Zeit.
Werbung / *Affiliatelinks
6. War Remnants Museum (Kriegsmuseum)
Das Kriegsmuseum war wohl meine größte Enttäuschung in Saigon. Viele Touristen, mit denen ich zuvor gesprochen habe, waren hellauf begeistert vom Kriegsmuseum, das als eines der größten und besten seiner Art in Asien gilt. Ich habe mir wirklich alles von oben bis unten (das Museum verteilt sich über drei Etagen) angesehen, in der Hoffnung, etwas mehr über die geschichtlichen Zusammenhänge und Hintergründe des Vietnamkriegs zu erfahren.
Die Möglichkeit, dass die Darstellungen parteiisch sind, fand ich durchaus spannend und habe irgendwie auch damit gerechnet. Obwohl ich vielfach gehört hatte, dass die Ausstellung durchaus neutral gehalten sei. Meiner Erfahrung nach ist sie das allerdings null! Zudem ist die Ausstellung technisch sehr schlecht gestaltet. Besonders hat mich die Fotoausstellung berühmter Kriegsfotografen interessiert – nur sind die eigentlich beeindruckenden Bilder so schlecht ausgeleuchtet, dass man sich besser einen guten Bildband zu Hand nimmt.
Wie erwartet, ist die Ausstellung anti-amerikanisch und lässt die Hintergründe der Gegenseite vollständig aus. Bis zu einem gewissen Grad verständlich. Dabei aber Neutralität vorzugaukeln, ist doch sehr gewagt. Geschichtliche Hintergründe werden ebenfalls nur am Rande beleuchtet, sodass ich beim Verlassen des Museums nicht das Gefühl hatte, schlauer zu sein, was die Geschichte Vietnams angeht.
Weiterhin fand ich die selbstverständliche Präsentation amerikanischer Kriegsgeräte wie Maschinengewehre, Panzerfäuste und Bomben an jeder Ecke sehr martialisch und verstörend. Gehört zum Thema, aber die Form und Menge waren irgendwie zu viel.
Mein ganz persönlicher Tiefpunkt waren allerdings zwei andere Dinge: Zum einen der Souvenirshop, der völlig unpassende Souvenirartikel von Kartenspielen über amerikanische Hollywood-Filmposter bis zur Biografie von Michelle Obama anbietet (wenn hier doch sonst alles anti-amerikanisch ist) – zum anderen die Tatsache, wie Besucher sich freudestrahlend mit den Panzern vorm Museum fotografieren lassen. Bei den beiden Mädchen, offensichtlich Touristinnen aus dem Westen, die sich von einem Freund bei ihrer fröhlichen Cheerleading-Tanz-Choreographie zwischen Panzern und Kriegshubschraubern filmen ließen, fiel mir dann endgültig die Kinnlade herunter.
7. Ho Thy Ky Blumenmarkt
Vietnamesen lieben Blumen. Oft werden Blumen als Dekoration bei den zahlreichen Festivals im Jahr oder als religiöse Opfergabe genutzt. Auf dem Ho Thy Ky Flower Market kann man in ein Meer von Blumen eintauchen und dabei leckeres Street Food probieren. Die meisten Blumen hier kommen aus der Bergregion weiter nördlich um Dalat oder aus dem Mekongdelta. Ich habe übrigens vergeblich versucht rauszufinden, was genau dem Blumenwasser hinzugefügt wird, damit sie so unfassbar frisch bleiben. Vor allem bei Lufttemperaturen von knapp 40 Grad… Die Chemiekeule lässt wohl grüßen.Im Übrigen habe ich gelesen, dass man in Vietnam die Finger von Äpfeln lassen sollte, weil sie dort so unfassbar stark gespritzt werden – also Vorsicht.
8. Tan Dinh Kirche / Pink Church
Das Besondere an dieser Kirche ist eigentlich – der Name lässt es erahnen – ihre Farbe. Von oben bis unten in Pink, auch innen, ist diese Kirche der heilige Ort aller asiatischen Instagrammerinnen. So scheint es zumindest, wenn man die Horden junger Mädchen vor der Kirche posieren sieht; alle auf der Suche nach dem besten Fotospot. (Sucht mal auf Instagram nach #pinkchurch!) Ich hätte mir die Kirche auch gerne von innen angesehen – leider war gerade Gottesdienst.
Eine pinkfarbene Kirche in Saigon: Schon schön.Selfie-Alarm vor der pinken Kirche in Saigon.
9. Sri Mariamman Tempel
Die hinduistische Community in Vietnam ist nicht besonders groß, daher ist der Sri-Mariamman-Tempel in der Nähe des Ben-Thanh-Marktes auch nicht so spektakulär. Wenn man eh in der Nähe ist, lohnt sich ein Besuch. Achtung: Schuhe aus!
10. Pham Ngu Lao – Backpacker Street mit Nachtmarkt
Nach Einbruch der Dunkelheit tobt hier das Nachtleben. Wummernde Bässe, Street-Food-Verkäufer mit ihren Wägelchen, einschlägige Mädchen, westliche Touristen von Backpackern bis Neckermann Reisen, aber auch Einheimische – die Pham Ngu Lao muss man erlebt haben.
Während des Vietnamkriegs haben sich hier entlang der Straße Lokale und Unterkünfte angesiedelt, von teuer bis billig. Hier konnten sich die amerikanischen Truppen mit allem eindecken, was sie brauchten. Irgendwie ist der westliche Einfluss bis heute geblieben und man findet immer noch zahlreiche Bars und Unterkünfte rund um die Pham Ngu Lao.
Party jeden Tag: Die Pham Ngu Lao erinnert ziemlich an die Khao San Road in Bangkok.
Ausflüge ab Saigon: Was kann man sich noch ansehen?
Ab Saigon lassen sich eine Reihe von Ausflügen unternehmen. Beliebt ist ein Besuch der Cu-Chi-Tunnel. Während des Vietnamkrieges wurde das bereits zu Kolonialzeiten bestehende Tunnelsystem von den Vietcong so erweitert, dass eine komplette Infrastruktur mit Wohneinheiten, Krankenhäusern und Schulen entstand.
Besonders an den Verbindungstunneln ist die Größe: 80 Zentimeter Höhe, 60 Zentimeter Breite. Ein Tunnelstück ist bis heute erhalten (und für die riesigen Touristen aus dem Ausland auch etwas vergrößert worden) und kann besichtigt werden.
Ein weiterer beliebter Ausflug ist eine Tagestour ins Mekongdelta, um dort die schwimmenden Märkte auf dem Mekong zu besuchen. Allerdings ist eine Tagestour wirklich sehr knapp bemessen, und die Wahrscheinlichkeit, dass man in einer Massentour mit Kaffeefahrtcharakter landet, ist hoch. Mehr Tage zu buchen scheint mir ratsam.
Meine ganz persönlichen Saigon Tipps: Street Food & Cafés
Von den typischen Sehenswürdigkeiten, die auch so in jedem Saigon Reiseführer zu finden sind, abgesehen, fand ich noch einiges mehr in Saigon spannend! Besonders interessant fand ich die vielen wirklich tollen und einzigartigen Cafés und Restaurants, die sogar mich als in dieser Hinsicht verwöhntem Berliner begeistert haben. Und das leckere Street Food, das ich wohl ohne eine tolle Street Food Tour niemals so entdeckt hätte.
Aber am allerbesten waren die tollen Locals, die meine schlechten Erfahrungen vom letzten Mal sofort vergessen ließen und mir eine Menge toller Tipps gegeben haben. Ich denke oft, dass man einem Land unbedingt noch ein zweites Mal besuchen sollte, auch wenn das erste Mal nicht besonders schön war. Manchmal erschließt sich ein Land einem erst bei einem zweiten Besuch.
Wo bekommt man das beste Street Food in Saigon? Was ist typisch vietnamesisches Street Food? Mehr über Street Food in Saigon
Es gibt unzählige Cafés in Saigon – und eines schöner als das andere.
Praktische Tipps für Saigon – Informationen für deine Reise
Vom Flughafen in die Stadt
Wenn du mit dem Flugzeug am Flughafen ankommst, kannst du entweder ein reguläres Taxi, Grab oder den öffentlichen Airport-Bus in die Stadt nehmen. Der Flughafen ist nur 7 Kilometer von der Innenstadt entfernt, ein Taxi wird also nicht ganz so teuer. Ich habe die ganze Zeit Grab benutzt, da ich einiges über getürkte Taxameter und falsche Taxis gelesen habe. Mir war Grab lieber, da dort, wie bei Uber, der Preis von vornherein feststeht. Von der Stadt aus zum Flughafen habe ich einmal ca. 90.000 Dong bezahlt, das sind ca. 4,50€. Günstiger ist nur der Flughafenbus, der über den Ben-Thanh-Markt zum Busbahnhof in der Nähe der Pham Ngu Lao fährt: 20.000 Dong, knapp 1 €.
Mit dem Bus weiter
Willst Du von Saigon aus mit dem Bus weiter, so hilft Dir in der Regel jedes Hotel oder jede Reiseagentur weiter. Beliebt und gut sind die meist orangefarbenen Überlandbusse von FUTA Travel. Diese unterhalten Büros in der ganzen Stadt, auch in der Nähe der Pham Ngu Lao. Dort kannst Du ein Ticket kaufen und wirst mit einem Minibus zum Busbahnhof gefahren, der sich außerhalb des Stadtzentrums befindet. Preise sind sehr günstig, Komfort ist okay – die Sleeper-Busse mit ihren halbflachen Liegesitzen auf 2(!) Etagen haben mir mit 1,60 m Körpergröße vollkommen ausgereicht. Ausgewachsene europäische Männer haben es da schwerer.
Fortbewegen innerhalb der Stadt
Innerhalb Saigons kann ich Grab nur empfehlen! Obwohl es gutes WLAN an jeder Ecke gibt und du die App nutzen kannst, würde ich dir den Kauf einer lokalen SIM-Karte ans Herz legen, die du gleich am Flughafen kaufen kannst. Oder du kaufst bereits im Voraus eine eSIM; ich nutze dazu gerne eSIMs von Saily oder Holafly.
Werbung / *Affiliatelink
Sicherheit in Saigon: Ist es gefährlich?
Ich bin mehrfach von Einheimischen vor Taschen- und Handydiebstahl gewarnt worden. Anscheinend werden Handys gerne mal von Taschendieben, die auf Rollern vorbeifahren, aus der Hand gerissen. Ähnliches passiert wohl auch mit Handtaschen oder Rucksäcken, die man nur auf einer Schulter trägt. Auf beiden Schultern getragen ist man da wohl safe. Ich habe mich allerdings als Alleinreisende jederzeit relativ sicher gefühlt, auch nachts. Das ist allerdings auch einer der Gründe, warum ich immer eine lokale SIM-Karte kaufe und das Handy immer parat habe – wenn es mir unangenehm wird, ist in wenigen Minuten ein Grab-Taxi da.
Beste Reisezeit für Saigon: Wann reist man am besten nach Südvietnam?
Im Prinzip gliedern sich die Jahreszeiten in Vietnam in eine Trockenzeit (November bis April) und eine Regenzeit (Mai bis Oktober). Die für Europäer ist im europäischen Winter. Kurz vor der Regenzeit wird es dann nochmal richtig heiß und feucht. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Das ist nur was für Hartgesottene! Hardcore-Sightseeing-Programme müssen da schon etwas zurückstehen – ansonsten bieten sich häufige Pausen an.
Unterkunft in Saigon
Die meisten Touristenhotels befinden sich rund um die Pham Ngu Lao (mit vielen Backpackerunterkünften) oder mitten im Zentrum. Rund um die Pham Ngu Lao kann es aber sehr laut werden, wer da auf entspannte Nachtruhe hofft, ist vielleicht mit einer anderen Unterkunft besser beraten.
Ich habe mich für eine Unterkunft etwas außerhalb des Trubels, aber dennoch sehr zentral entschieden. Das Common Room Project* ist eher ein Wohnprojekt als ein Hotel – wirklich sehr nette Mitarbeiter und alles in allem eine sehr warmherzige und einladende Atmosphäre. Es gibt sowohl Dorms als auch Privatzimmer.
Als ich einmal sehr spät zurückkam, sprang der Rezeptionist ganz erleichtert und aufgeregt zugleich von seinem Stuhl auf – er hätte sich schon Sorgen um mich gemacht, weil er mich die ganze Zeit nicht gesehen hatte. Das habe ich so auch noch nie erlebt.
Legendär ist auch die Dachterrasse, auf der auch gerne Kinoabende veranstaltet werden. Und was mich als Brasilianerin umso mehr freute: Die Caipirinha-Bar macht die wohl besten Caipirinhas in Vietnam!
Sagt man Saigon oder Ho Chi Minh City?
Die erste Frage, die sich mir stellte, war: Sage ich jetzt nun Ho Chi Minh City oder Saigon? Schließlich will ich ja nicht in irgendwelche Fettnäpfchen treten. Schon beim letzten Mal ist mir in Vietnam aufgefallen, dass (zumindest gegenüber Touristen) politische Themen gerne vermieden werden. Vietnam ist ein kommunistisches Land, aber wie auch in China, verschwimmen oberflächlich gesehen die Grenzen zum Kapitalismus sehr stark und mit einem Starbucks oder H&M vor der Nase ist man ziemlich irritiert, was denn nun hier kommunistisch sein soll.
Nach dem Ende des Vietnamkriegs und der Machtübernahme der kommunistischen Vietcong im Süden Vietnams verlor Saigon seinen Namen, der noch aus der französischen Kolonialzeit stammte, und wurde 1976 nach dem zu diesem Zeitpunkt bereits verstorbenen (kommunistischen) Revolutionsführer Ho Chi Minh benannt. Mit dem Namen ist also ein gewaltiges Stück Geschichte verbunden.
Ich habe mich dann mehrmals vorsichtig erkundigt, die Einheimischen sagen allerdings auch immer noch Saigon – nur bei offiziellen Anlässen wird Ho Chi Minh City benutzt. (Im Übrigen ist die politische Geschichte Vietnams sehr komplex. Ich gebe mir Mühe, das hier wahrheitsgemäß und korrekt wiederzugeben. Schliesslich sollte auch ein Reiseblogger, der nur oberflächlich Orte besucht, auf geschichtliche Zusammenhänge achten. Wer aber mehr Ahnung hat oder Korrekturen anmerken will – bitte sehr gerne in die Kommentare. Ich freue mich sehr.)
Eigentlich hatte ich mir die Anreise auf die paradiesischen Perhentian Islands in Malaysia anders vorgestellt. Immer härter schlugen die Wellen gegen die kleine Nussschale, in der wir saßen, und ich dachte mittlerweile daran, von wieviel Kameraequipment ich mich verabschieden musste, wenn die nächste Welle ins Boot schwappte oder gar schlimmer, wir alle aus dem Boot fielen.
Traumstrände direkt vor der Tür: Das Coral View Island Resort liegt am Strand.
Angst um mein Leben oder zu ertrinken hatte ich komischerweise nicht. Das mag daran liegen, dass ich mich im Wasser immer sicher fühle und dank jahrelangem Schwimmunterricht in jungen Jahren mich auch ganz gut darin bewegen kann (wenigstens eine Sportart, die mir leichtfällt!). Oder aber daran, dass die Überfahrt von den Perhentian Islands zurück zum Festland nur vierzig Minuten dauert und über ziemlich übersichtliche und gut befahrene Gewässer führt – irgendwer würde uns schon aus dem Wasser fischen, wenn alle Stricke reißen. Und mit Schwimmweste (die gab’s zum Glück) und bei 27 Grad Badewannen-Wassertemperatur könnte man es doch einige Zeit im Wasser aushalten.
Die scheinbar raue See war ja auch nicht das Problem, sondern die nicht wirklich hochseetauglichen Boote, die als Wassertaxi oder Fährservice die Perhentians mit dem Festland verbinden. Auf einer großen Fähre hätte man wahrscheinlich nichts gemerkt. Aber die kommen erst gar nicht an die Perhentians ran. Denn einen Hafen gibt’s nicht. Asphaltierte Straßen? Auch nicht. Busse? Autos? Nein. Nix von alldem. Und so liegen die beiden Perhentian Islands, Perhentian Besar (die große Insel) und Perhentian Cecil (die kleine Insel), wie zwei verlorene Inseln vor der Küste Ost-Malaysias.
Perhentian Islands: Das Tauchparadies in Malaysia
Laut Lonely Planet sollen die Perhentians das fünftschönste Tauchrevier der Welt sein. Das wusste ich als Tauchbanause vorher gar nicht. Überhaupt war mir Tauchen immer suspekt. Wasser an sich ist zwar mein Element, aber dann richtig abtauchen, nur mit einer Sauerstoffflasche zum Atmen, und dann noch die Sache mit dem Druck! Nachher vertrage ich den Druckunterschied nicht, kriege Probleme mit dem Druckausgleich, meine Ohren spielen verrückt, ich drehe durch, mir platzt das Trommelfell, das sich nicht mehr erholen will – und zack, hallo Fluguntauglichkeit forever.
Ziemlich blöd als Flugbegleiterin, die eigentlich keinen Bock hat, auf ihre alten Tage nochmal umzuschulen. Gut, vielleicht jetzt dramatisch, aber so bin ich halt mit dem Tauchen. Irgendwann in den letzten Jahren habe ich mich auf Koh Phangan dem Schnorcheln genähert – und da dachte ich zum ersten Mal beim Anblick bunter Korallenriffe und süßer Fischchen: Tauchen wäre vielleicht doch was.
Die Perhentian Islands haben Strände wie aus Robinson Crusoe: In der Nebensaison ist man fast allein auf Perhentian Besar.
Aber es brauchte noch einmal Schnorcheln auf den Perhentians, um mir wirklich sicher zu sein – ich komme wieder, und dann mit mehr Zeit zum Tauchen! Leider habe ich unter Wasser keine Bilder gemacht. Dafür habe ich die schönsten in meinem Kopf, und das ist ja auch was wert: Auf unserem Schnorchelausflug haben wir so ziemlich alles an Unterwasserleben gesehen, was die Riffe direkt vor Perhentian Besar zu bieten haben: leuchtende Clownfische, riesige und unfassbar schnelle Meeresschildkröten und anderthalb Meter lange Haie.
Und da gerade Saisonende war, waren wir eh nur zu dritt auf dem Boot. Man hatte auch nicht das Gefühl, überfallartig die Unterwasserwelt zu stören, sondern konnte sich einfach an der Natur erfreuen. Leider heißt Saisonende auch beginnende Regenzeit, und so war das Wetter nicht mehr ganz so strahlend und unser Guide versicherte uns, dass das für mich schon spiegelglatte Wasser in der Saison noch glatter, klarer und überhaupt toller wäre. Das muss ich mir wohl doch nochmal selbst anschauen. Denn sogar mit schlechtem Wetter waren die Perhentians doch schon ganz schön beeindruckend.
Auch eine komplette Malaysia Rundreise lohnt sich! Mehr Reiseberichte findest du im Malaysia Blog
Perhentian Kecil oder Perhentian Besar? Große oder kleine Insel?
Die Wassertaxis fahren beide Inseln an, und auf Grund der beschränkten Kapazitäten vor Ort bietet es sich auf den Perhentians entgegen der allgemeinen Reisegewohnheiten in Südostasien an, sich schon im voraus um eine Unterkunft zu bemühen. Relativ teuer ist es auch, Malaysia ist sowieso nicht das Unterkunftsparadies Thailand, aber hier auf den Inseln ist Übernachten nochmals etwas teurer. Dazu kommt auch, das man sich essenstechnisch nicht wirklich selbst versorgen kann, außer ein paar kleinen resorteigenen Buden mit Chips und Kräckern habe ich nicht viel gesehen. Einsame Insel halt.
Ich hatte übrigens ja das Vergnügen, Unterkünfte auf beiden Inseln zu testen. Eigentlich war ich ja nur auf Perhentian Besar und habe einen Tag Bekannte auf der Nachbarinsel Perhentian Kecil besucht – und gemerkt, das das mit den Wassertaxis, die die Insel verbinden, gegen Saisonende gar nicht so einfach ist. Oder auch mal komplett nicht funktioniert, weil der Wellengang zu hoch ist. So habe ich dann eine ungeplante Nacht auf der anderen Insel einlegen müssen – mit nix als meinem Strandbeutel. Aber so entstehen ja die schönsten Geschichten, nicht wahr? Jedenfalls hat die spontane Strandparty unter Einheimischen mit ein paar verlorenen Touristen wie uns, die jetzt schon eindeutig in der Minderheit waren, es wieder rausgerissen. Und ein bisschen Abenteuer im Paradies ist nie verkehrt.
Auf welcher Insel bleiben? Perhentian Besar oder Perhentian Kecil?
Mein Tipp ist also: Unbedingt Unterkünfte vorher auskundschaften und reservieren. Frage dich dann, was du eher möchtest: Ruhe und eine familienfreundlich Umgebung? Dannempfehle ich dir eine Unterkunft auf Perhentian Besar. Oder ist dir eher nach entspanntem Hippie-Style und Backpacker-Atmosphäre mit gelegentlichen nächtlichen Feuershows am Strand bei billigem Fusel aus der improvisierten Kühlbox-Strandbar? Dann lieber Perhentian Kecil. Mir hat übrigens beides gefallen!
Kurz vor Saisonende auf den Perhentian Islands kann das Wetter schon mal umschlagen. Die Farben des Wassers am Long Beach auf Perhentian Kecil sind trotzdem genial.
Grundsätzlich sind aber beide Inseln sehr ruhig, es gibt nicht viel außer Strand, Schnorcheln und Tauchen – Essen gehen beschränkt sich meist auf die resorteigenen Lokale, die aber frei zugänglich sind. Und leider meist nicht besonders gut, wie ich fand. Aber wahrscheinlich war ich einfach nur noch vom Foodiehimmel in Georgetown verwöhnt, wo ich vor den Perhentians war.
Anreise & Tipps
Wie kommt man auf die Perhentian-Inseln?
Die famosen Wassertaxis bringen einen vom Anleger in Kuala Besut auf die Inseln. Kommt man mit dem Flugzeug wie ich, ist der nächste Flughafen Kota Bharu, der von Kuala Lumpur und Penang direkt angeflogen werden kann.
Von dort aus dauert es noch eine etwa einstündige Taxifahrt, um den Bootsanleger zu erreichen. Direkt am Gepäckband steht auch sofort ein Stand, an dem Taxitickets verkauft werden. Es gibt bestimmt auch noch günstigere Lösungen, aber meist findet sich jemand, mit dem man sich ein Taxi teilen kann. Trotz der relativ langen Strecke kostet es in meiner Erinnerung nicht die Welt. Flüge finden sich immer wieder auch spontan zu guten Preisen.
Übernachten auf den Perhentians
Unterkünfte sind so eine Sache auf den Perhentians. Malaysia gehört grundsätzlich nicht zu den günstigsten Ländern für Budget-Traveller. Auf den Perhentian-Inseln ist das Preisniveau noch einmal etwas höher. Und die Kapazitäten sind limitiert.
Gerade in der Hochsaison, dem europäischen Sommer, bietet es sich an, seine Unterkunft im Voraus zu buchen. Mir persönlich fällt das in Südostasien immer schwer; ich buche selten weit im Voraus, aber auf den Perhentians können die besseren Optionen schnell ausgebucht sein. Man darf sich allerdings keine Illusionen machen, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist nicht besonders.
Vor allem die Essenssituation auf Perhentian Besar fand ich schwierig, ich habe außer einem kleinen Shop im Perhentian Islands Resort mit einsamen Chipstüten keine Möglichkeit gefunden, mich auch mal selbst zu versorgen. So ist man rund um die Uhr auf die Restaurants der Resorts angewiesen, die leider nicht besonders gut sind. Klar, ist ja auch eine Insel, zu der alles extra angeliefert werden muss. Auf Perhentian Kecil schien mir die Situation etwas besser, dafür ist es dort nicht ganz so ruhig und beschaulich wie auf Perhentian Besar.
Meine Hotel-Tipps für die Perhentian Islands
Ich habe im The Barat Perhentian übernachtet, einfache Hütten in Strandnähe. Wer keinen Luxus braucht, sollte zufrieden sein. Auf Perhentian Kecil wurde zu meinem Aufenthalt sehr viel am Long Beach gebaut, dort habe ich spontan eine Nacht im Rock Garden Resort verbracht. Das ist wirklich mega basic, aber durch die Hanglage irgendwie auch sehr hübsch. Das ist allerdings nur etwas für dich, wenn dir Treppensteigen nichts ausmacht, denn die Hütten befinden sich auf einem steilen Hang. Rundherum befinden sich neue und bessere Anlagen. So wie es mir aber schien, könnte es in Zukunft auch etwas zu viel werden.
Beste Reisezeit für die Perhentian Islands
Unbedingt zu beachten ist die Saison auf den Perhentian-Inseln, die nur von März bis Oktober dauert – ich war gegen Ende Oktober dort und während die Hinfahrt noch okay war, war die Rückfahrt mit dem Boot doch schon um einiges abenteuerlicher als oben beschrieben. Außerhalb der Saison schließen alle Resorts, und es wird monsunbedingt ungemütlich – die Perhentians sind also kein Ganzjahresparadies.
Wenn du aber auf paradiesische Strände und eine tolle Unterwasserwelt stehst und dich mal so richtig entspannen möchtest, dann kann ich dir einen Trip auf die Perhentians nur empfehlen.
Eigentlich war Vang Vieng in Laos mal als laotische Ballermann-Variante für Backpacker bekannt. Aber Vang Vieng hat noch so viel mehr zu bieten: Natur pur und eine Landschaft, die jede Menge Aktivitäten und beeindruckende Sehenswürdigkeiten bereithält.
Aktivitäten in Vang Vieng
Ich weiß nicht, ob meine Partyzeit nicht vielleicht doch schon vorbei ist – aber zumindest steht fest: Billiger Alkohol in dreckigen Bars und nachts lange aufbleiben dürfen, weil Mama und Papa tausend Kilometer weit weg sind, reizen mich nicht. Manche Dinge ändern sich doch, wenn man älter wird. Aber nach Ballermann sah Vang Vieng gar nicht aus.
In meinem Laos Blog findest du noch mehr Reiseberichte über das faszinierende Laos
Schon die Ankunft war irgendwie anders. Ich kam mir vor wie in einem Roadmovie, in dem einen ein abgewrackter Überlandbus an einer improvisierten Haltestelle ausspuckt und in einer Staubwolke an der nicht asphaltierten Strasse einfach stehen lässt. Ich kam gerade aus Luang Prabang und die meisten Touristen fahren einfach weiter nach Vientiane und kümmern sich einfach nicht um Vang Vieng. Nachdem sich dann die Staubwolke gelichtet hatte, sah es dementsprechend aus. Ein paar Häuser, aber dann, hinter mir: Das absolut wunderschöne Karstfelsenpanorama von Vang Vieng. Natur ohne Ende.
Ich lief in Richtung Dorf wie ein Cowboy in einem schlechten Western, verschwitzt, müde und hungrig – und es war einer dieser Reisemomente, die man zwar währenddessen total ätzend findet – aber die man später nie wieder vergisst. Weil’s einfach so skurril war.
Wie sich herausstellte, ist Vang Vieng eher ein Chill-out als eine wilde Party. Mag sein, dass es an der Nebensaison lag, aber viele Leute haben mir versichert, dass es sich in letzter Zeit tatsächlich etwas beruhigt hat. Zu viele Party People dachten, es wäre eine super Idee, Sonne mit Wodka und Tubing (an vielen Stellen in Laos beliebt: man legt sich in einen aufgeblasenen LKW-Reifen und lässt sich so mit der Strömung den Fluss hinuntertreiben) zu kombinieren. Es ging nicht immer gut, wie so manche Unfälle zeigten.
#1 Tubing (oder Kajak fahren) auf dem Nam Song
Sich den Nam Song hinuntertreiben lassen und einfach das schöne Panorama auf sich wirken lassen. (Und am besten ohne Alkohol.)
#2 Höhlenwanderungen um Vang Vieng
An jeder Ecke kann man Ausflüge zu den Höhlen rund um Vang Vieng buchen – sollte man sich nicht entgehen lassen. Besonders beliebt ist dabei die Blaue Lagune! Am besten ist es, wenn du dich einer der angebotenen Touren mit einem ortskundigen Führer anschließt.
#3 Flashback in die Neunziger
Was ich persönlich richtig skurril fand: In Vang Vieng kann man sich den ganzen Tag in eine der vielen Backpacker-Bars legen (ja, legen!) und bei bester Versorgung mit Essen und Trinken so lange „Friends“ in Endlosschleife gucken, bis man wirklich denkt, man wäre wieder zurück in den Neunzigern.
#4 Natur in Vang Vieng
Oder man mietet sich einfach ein Rad oder einen Roller, fährt auf eigene Faust los und genießt die grandiose Natur um einen herum!
Oft sind es ja die Orte, die eigentlich kein Schwein kennt, die den Unterschied machen. Nicht, dass Kuala Lumpur auf meiner Reise durch Malaysia im letzten Oktober nicht interessant gewesen wäre. Oder Singapur, wo ich später war. Hat ja auch seinen Grund, warum Tausende Touristen aus aller Welt hinpilgern. Aber am Ende sieht man auch nur das, was man schon aus etlichen Reiseführern oder neuerdings immer öfter aus seinem Instagramfeed kennt. Das mal live und in Farbe zu sehen, ist natürlich auch spannend – aber am Ende haben auch Orte wie Ipoh in Malaysia seinen Reiz, eben genau weil diese noch nicht so durchgenudelt sind.
Wenn ich länger unterwegs bin, dann mache ich also gerne Halt an nicht ganz so überlaufenen Orten. Einfach, um mal vom üblichen Touristenstrom abzuweichen. Ganz so untouristisch ist Ipoh auch nicht – allerdings stammt die große Mehrheit der Besucher aus China, westliche Touristen scheinen Ipoh kaum zu kennen. Und das, obwohl Ipoh ein echt schöner Zwischenstopp für 1-2 Tage ist, wenn man in Malaysia unterwegs ist.
Auf meinem Malaysia Blog kann du noch viel mehr über Malaysia erfahren
Die Altstadt von Ipoh
Die Altstadt ist klein, aber fein, mit vielen Gebäuden aus der Kolonialzeit. Und einigem an Street Art – was schon mal eine schöne Einstimmung auf Georgetown ist, falls man sich auf dem Weg dorthin befindet. Die meisten Murals sind leicht zu finden, sogar über Google Maps. Oder man besorgt sich eine Karte beim Fremdenverkehrsbüro. Die sind sowieso in Malaysia sehr gut organisiert – auch was, womit ich nicht gerechnet hätte.
Über den Ipoh Heritage Trail kommt man an allen sehenswerten Gebäuden der Stadt vorbei – aus einer Zeit, in der Ipoh wegen seiner nahen Zinnvorkommen noch so reich war, dass es die „Stadt der Millionäre“ genannt wurde. Und immer wieder gibt’s kleine Gassen und schöne Details zum Erforschen und Entdecken. Gerade der Umstand, dass Ipoh eben nicht so glatt poliert ist und an vielen Stellen immer noch einen leicht morbiden Vintage-Charme hat, macht die Altstadt so besonders.
Die Concubine Lanes
Das Touristen-Epizentrum von Ipoh ist die Concubine Lane, eine schmale Gasse gespickt mit Geschäften, Restaurants und Straßenständen. Von den Concubine Lanes gibt es eigentlich drei; in grauer Vorzeit hat ein Zinnbaron jeder seiner drei Frauen eine Straße geschenkt, und ließ sie dort für ihre eigene Kasse die Mieten eintreiben – daher auch drei Concubine Lanes. Heute spielt sich das Treiben hauptsächlich auf einer einzigen Straße ab, der Lorong Paglima, die gemeinhin als Concubine Lane bekannt ist.
Auf der heutigen Market Lane, der Second Concubine Lane, findet man zwar keine Geschäfte, kann sich aber in Ruhe Street-Art-Murals und mit gutem Auge hindrapierte Accessoires wie zum Beispiel einen uralten Käfer anschauen. Nur das mit den Schirmen… ist irgendwie auch schon oll… im wahrsten Sinne des Wortes.
Wohl am detailreichsten errichtetes Schmuckstück in der Altstadt von Ipoh ist der Kong Heng Square, ein kleiner Häuserblock mit Geschäften und Cafés. Und wirklich toll gemacht. Die Bäume, die einfach so seit Jahrhunderten im Innenhof wachsen und einfach in die Neugestaltung der Gebäude integriert wurden, lassen einen sich fühlen wie in Angkor Wat.
Ein bisschen zu sehr auf das Hipster-Publikum abgestimmt, trotzdem kann man hier schön in den kleinen Shops handgemachte Mitbringsel shoppen und gut in den Cafés und Restaurants essen und trinken.
Street Art in Ipoh
Was in Georgetown auf der malaysischen Insel Penang funktioniert, muss auch in Ipoh funktionieren. Muss sich wohl irgendjemand gedacht haben. Georgetown ist mittlerweile nämlich bekannt für seine größtenteils interaktiven Murals, die vor allem durch den Litauer Ernest Zacharevic bekannt geworden sind. Der hat sich mit einigen Werken in Penang sogar den Spitznamen „Banksy aus Malaysia“ eingehandelt und vor seinen Murals in Georgetown stehen Touristen sogar endlos Schlange, um auch mal ein Foto zu ergattern.
Soweit ist es in Ipoh noch nicht. Aber Street Art findet sich trotzdem überall. Es gibt sogar neben der bekannteren Market Lane auch eine komplette Gasse nur mit Street Art, die Mural Arts Lane. Teils schön, teils weniger, in jedem Fall aber nicht so überlaufen wie in Georgetown. Da die Altstadt auch sehr übersichtlich ist und viele Werke zentral liegen, kann man sich in nur kurzer Zeit eigentlich alle interessanten Murals anschauen.
Night Market: Das Nachtleben von Ipoh
Wie es sich für Südostasien gehört, gibt’s auch in Ipoh einen Nachtmarkt. Der befindet sich aber außerhalb der Altstadt, und wenn man wirklich nach Einbruch der Dunkelheit hinwill, nimmt man sich besser ein Taxi. Uber oder Grab (das ist meist noch etwas günstiger als Uber und außerdem beliebter). Der Weg zu Fuß ist zwar nicht weit, aber die Straßen unterwegs sind eher düster – und das war mir die Ersparnis nicht wert.
Der Markt an sich ist leider nicht besonders spektakulär, hauptsächlich wird gefälschter China-Schnickschnack und belangloser Klimbim angeboten. Wer also auf der Suche nach einheimischem Kunsthandwerk oder sonstigen authentischen Mitbringseln ist, wird hier wohl eher nicht fündig.
Dafür gibt es hier aber spannendes Street Food: An einer Straßenecke gibt’s ein Restaurant namens Lou Wong, das wohl für sein Hühnchen mit Reis und Sojabohnensprossen bekannt ist. Jedenfalls ist der Laden der vollste und größte weit und breit, und eine Karte gibt’s auch nicht. Denn es gibt eh nur das eine Gericht auf einfachem orangefarbenem Plastikgeschirr, wahlweise Hühnchen oder die vegetarische Variante (was wahrscheinlich dann einfach das Ganze ohne Hühnchen ist). Bestellt wird mit Händen und Füßen, Englisch spricht niemand. Ist aber auch egal. Hauptsache lecker – und eine Empfehlung ist das Lokal für abenteuerlustige Esser allemal wert.
Ipoh fand ich wirklich ganz hübsch, und hätte ich nicht nur drei Wochen insgesamt für die gesamte Reise Zeit gehabt, wäre ich wahrscheinlich noch etwas länger geblieben. Auch, um das Umland zu erkunden. Ich denke, gerade für Langzeitreisende ist Ipoh bestimmt eine gute Abwechslung, um mal vom vielen Reisen runterzukommen und einfach nur mal ein paar Tage durchzuhängen.
Von und nach Ipoh
Ipoh liegt nördlich der Cameron Highlands auf dem Weg nach Penang/Georgetown und bietet sich auch daher perfekt als Zwischenstopp an. Außerdem ist Ipoh absolut verkehrsgünstig gelegen: Es gibt eine Zugverbindung nach Kuala Lumpur, einen Flughafen mit Verbindungen innerhalb Malaysias und nach Singapur sowie einen großen Busbahnhof außerhalb der Stadt, von dem man in alle Landesteile kommt. Busfahren ist in Malaysia überhaupt sehr empfehlenswert, günstig und viel komfortabler, als man sich vorstellt!
Übernachten in Ipoh
In Ipoh gibt es einige nette Übernachtungsmöglichkeiten. Individuell, stylisch und doch bezahlbar:
M Boutique Hotel – Etwas außerhalb der Altstadt, aber dank Uber, das auch in Ipoh super funktioniert, absolut problemlos erreichbar. De Café & Rest House – Nicht nur sehr empfehlenswertes Café, sondern auch neues Kapselhotel. Ideal für Alleinreisende. Leider keine Privatzimmer, dafür aber einmalige Lage in der Altstadt! The Happy 8 Retreat @ Old Town Ipoh – Ebenfalls mitten in der Altstadt, schönes Boutiquehotel mit einmaliger Inneneinrichtung im Dschungelstyle.
This site is registered on wpml.org as a development site. Switch to a production site key to remove this banner.