Vilnius ist die Hauptstadt Litauens und gehört definitiv zu den eher unterschätzten Zielen für eine Städtereise. Die Altstadt zählt zu den größten erhaltenen historischen Zentren Europas und ist geprägt von barocker Architektur, lauschigen Gassen und zahlreichen Kirchen.
Vilnius ist nicht nur eine interessante Stadt mit einer außergewöhnlichen Geschichte, sondern auch ein absoluter Geheimtipp für Foodies. In diesem Artikel zeige ich dir ein paar meiner Favoriten unter den zahlreichen Cafés, Restaurants und Bars der litauischen Hauptstadt, aber vorab schon mal eine Triggerwarnung: Dir wird das Wasser im Mund zusammenlaufen!
Vegan essen in Vilnius: Rosehip Vegan
Schräg gegenüber vom MO Museum gelegen, befindet sich das Rosehip Vegan ohnehin schon in einer ziemlich coolen Nachbarschaft. Für mich die perfekte Adresse zum After-Art-Lunch, wenn man sich nicht an den tollen Ausstellungen satt sehen konnte! Im Rosehip Vegan gibt es, wie der Name schon vermuten lässt, leckere vegane Küche, die zudem ziemlich fotogen ist. Einziges Manko sind die riesigen Portionen, die einen davon abhalten, sich nicht gleich sofort durch die komplette Karte zu probieren.
Tipp: Zum Kaffee empfehle ich dir einen Umzug ins auf der gegenüberliegenden Straßenecke gelegene Raštinė!
Frisch und lecker: Das vegane Restaurant in Vilnius.
Vilnius ist ein spannendes Reiseziel: Was du sonst noch alles in Vilnius unternehmen kannst, erfährst du in meinem großen Vilnius Guide!
Das süße Teehaus: Pinavija
Der eisige Wind peitschte durch die Straßen, mir war kalt, die Füße taten weh vom vielen Sightseeing (denn wer hätte gedacht, dass es wirklich so viel in Vilnius zu sehen gibt!) und eigentlich wollte ich nur mal kurz eine kleine Pause einlegen, als ich ins Pinavija hineingestolpert bin.
Hätte ich mir aber gleich denken können, dass da ein weiteres Highlight auf mich wartet, denn ehrlich: In Vilnius reiht sich eine tolle Location an die nächste. Das Pinavija ist ein Teehaus, Mädchentraum und Törtchenhimmel zugleich. Ich kann die Mini-Quiche jedenfalls wärmstens empfehlen, habe mich hinterher aber doch geärgert, nicht bei den süßen Törtchen mit der kunstvoll gezwirbelten Baiserhaube zugeschlagen zu haben – vielleicht magst du das ja für mich nachholen?
Törtchentraum: Das Teehaus Pinavija.
Frühstücken in Vilnius: Mein Favorit
Ich würde an dieser Stelle liebend gerne mit einer ganz besonderen Frühstückslocation auftrumpfen, aber die Wahrheit ist: Ich habe es nicht einmal aus meinem Hotel rausgeschafft. Aber das ist auch kein Wunder, denn das Frühstück im Hotel Pacai* gehört wirklich zu der Art Hotelfrühstück, die beeindruckt.
Cozy & elegant: Hotel Pacai in Vilnius.
Zum einen ist da der wirklich aufmerksame und herzige Service und die legere Atmosphäre trotz der Luxus verheißenden fünf Sterne, die am Eingang prangen, zum anderen das Angebot aus einem kleinen, feinen Buffet und diversen à-la-carte-Gerichten.
Wenn es nämlich um Buffets geht, gehöre ich mittlerweile zum Team “Weniger ist mehr”: Lieber wenige, dafür gute Produkte, und ich bin im Frühstückshimmel. Überhaupt wollte ich das Hotel Pacai nicht wieder verlassen, und kann es dir nur wärmstens empfehlen, wenn du dir mal etwas gönnen möchtest.
Was Süßes für zwischendurch, guter Kaffee oder nur ein Ort, an dem man ein bisschen in netter Atmosphäre einige Mails am Laptop beantworten kann? Im gemütlichen Italala Caffè findest du alles auf einmal.
Sugamour: Süßes für Nachteulen
Vielleicht solltest du dir den Jieper auf etwas Süßes, aber doch noch etwas aufsparen, denn nur ein paar Häuser weiter findest du eine von sechs Filialen von Sugamour. Ist schon die Fassade pompös dekoriert – innen geht es mit den feinsten Petit Fours und Törtchen weiter!
Die Inneneinrichtung mit abertausenden Teddybären ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber irgendwie auch ziemlich cute. Und perfekt für Nachtvögel: Die Dependance an der Vokiečių gatvės ist täglich bis 23 Uhr, am Freitag und Samstag sogar bis Mitternacht geöffnet!
Süße Köstlichkeiten bis spät in den Abend: Sugamour in Vilnius.
Alchemikas: Booze & Co.
Im Alchemikas bin ich mit ein paar netten Bekanntschaften versackt – obwohl es beinahe nicht dazugekommen wäre. Die umfangreiche Karte dieser klassischen Cocktailbar für gemütliche Abende füllt nämlich wortwörtlich ein ganzes Buch, und die Entscheidung zwischen den ganzen köstlichen, klingelnden Cocktails fiel mir schwer. Das Gute: Irgendwie klang alles sehr, sehr gut und ich war mit meiner Wahl letzten Endes mehr als zufrieden!
Amandus: Junge, wilde Sterneküche
An sich ist es schon ungewöhnlich, dass ein Sterne-Restaurant wie das Amandus mitten im alternativen Künstlerviertel Uzurpis liegt – aber nach einem Abend dort wirst du sowieso aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Spätestens als Chefkoch Deivydas Praspaliauskas meine ohnehin schon sehr appetitlich aussehende Entenbrust vor meiner Nase am Tisch in die ultimative Perfektion flambiert hat, war ich überzeugt: Unbedingt ist ein Abend im Amandus mein absoluter Vilnius-Tipp für wirklich jeden, der nur ein bisschen was für gutes Essen übrig hat. Und ja, es ist wirklich bezahlbar!
Das Tasting Dinner kostet 70 Euro, eigentlich nichts im Vergleich zu dem, was man in so manch anderer europäischen Hauptstadt für ein Essen in dieser Qualität bezahlen würde – und für einen Aufschlag gibt es eine ausladende Weinbegleitung dazu.
Falls du aber bei der Sterneküche ein paar Vorurteile bezüglich der Menge auf dem Teller und des ganzen Brimboriums hast, kann ich dich beruhigen: Erstens war ich nach den zig Gängen und Geschmacksexplosionen mehr als satt und zweitens ist die Atmosphäre im Amandus angenehm unprätentiös!
Wann: Mittwoch bis Samstag, Beginn 19 Uhr, nur mit Reservierung (hier)
Ich will wieder mehr reisen, neue Orte kennenlernen und alte wieder entdecken. Hast du dir das auch vorgenommen? Dann ist meine Ideenliste für ein paar tolle Städtetrips in Europa bestimmt was für dich! Speichere dir diesen Post einfach irgendwo und du kannst dir im Laufe des Jahres immer wieder Ideen für die nächste spontane Städtereise holen!
Wieder mehr unterwegs: Es wird gereist, was das Zeug hält.
Was soll ich sagen? Bevor ich dir von den kleinen Geheimtipps in Rom vorschwärme, solltest du einmal auch die Klassiker in Rom gesehen haben. Diese Stadt ist einfach so bombastisch und interessant, dass man schon allein mit den üblichen Sehenswürdigkeiten wie dem Kolosseum, dem Trevi-Brunnen oder dem Petersdom gut genug beschäftigt ist.
Spanische Treppe in Rom
#2 Sevilla
Spanier sind ja im Allgemeinen mediterran-herzlich und offen, aber Andalusier reißen da nochmal richtig was raus. “Hola reina”, “como estás reina”, “aqui tiene reina” – diese andalusische Angewohnheit, immer sehr liebevoll mit “reina”, also “Königin”, angesprochen zu werden, gefällt mir richtig gut. Wenn du Lebensfreude und positive Energie suchst, ist Sevilla jedenfalls der passende Ort für dich!
Tipp: An der Plaza de España den Flamencotänzern zuschauen und sich von der leidenschaftlichen Atmosphäre einer Stadt treiben lassen, die vor Wärme nur so strotzt.
Suchst du eine Unterkunft in Sevilla, empfehle ich dir das Boutique Hotel La Parada de Marques. Relativ neu, wirklich toll designt, nette Leute – du wirst es lieben.
Stilecht im andalusischen Altbau: Mein Hotel-Tipp für Sevilla
#3 Paris
Oh Paris! Diese Stadt ist einfach so ein Klassiker. Auch wenn es superteuer ist und die meisten auf die unwirschen und überstolzen Franzosen schimpfen. Kann ich zwar gar nicht verstehen, weil ich Franzosen und auch Pariser selten als unhöflich empfinde (gut, ich wohne auch in Berlin, da hat man andere Relationen) und wenn ich Französin wäre – hey, ich wäre auch ziemlich stolz auf diese geile Stadt!
Falls du Zeit hast: Unbedingt in den Louvre – ebenfalls ein Must in Paris!
#4 Zagreb
In Zagreb habe ich wohl den einprägsamsten Museumsbesuch meines Lebens erlebt: Im Museum of Broken Relationships finden sich Fundstücke aus zerbrochenen Beziehungen. Hört sich verrückt an, und ein bisschen auch nach diesen lustig wirken sollenden Touri-Museen, in denen man sich am Ende doch nur über das rausgeschmissene Geld ärgert. Ist aber dort ganz anders, und nicht nur einmal haben mir die Ausstellungstücke die Tränen in die Augen getrieben, ob aus Freude oder aus trauriger Rührung. Unbedingte Empfehlung. Und Zagreb als Stadt eh.
An dem wunderschönen Dach der St.-Markus-Kirche in Zagreb kann man sich kaum satt sehen, oder?
#5 Graz
Okay, Österreicher werden jetzt mit den Augen rollen, aber für mich gehört Graz neben Salzburg zu den kleinen Schwestern von Wien. Weniger voll, weniger überfordernd, aber trotzdem ein Mix aus Tradition, Kultur und ziemlich guter Küche. Und dank der malerischen Lage an der Mur und des grünen Umfelds ist Graz perfekt für eine erholsame Städtereise! Übrigens: Richtig perfekt wird es mit einem Aufenthalt im Grand Hôtel Wiesler, das in der Stadt direkt an der Mur liegt und einfach furchtbar hübsch ist!
Tipp: Die aktuelle Ausstellung im Kunsthaus Graz besuchen (nebenbei das beeindruckende futuristische Gebäude bewundern!) und dann bei einem Glas Wein auf dem Schlossberg das Panorama genießen.
Aussicht vom Schlossberg auf Graz
#6 Vilnius
Vilnius war in einem ein Jahr sozusagen meine letzte Station (hier findest du meinen Artikel über Vilnius). Als ich nach Vilnius kam, stand der Winter schon vor der Tür und das war für mich als ausgewiesene Frostbeule eine ganz besondere Challenge. Trotzdem war der Mix aus Geschichte, Kultur und junger, offener Atmosphäre sehr spannend. Und im Hotel Pacai hatte ich einen der schönsten Hotelaufenthalte seit langem. Im Winter war’s relativ ruhig, aber aus früheren Besuchen (zugegeben schon eine halbe Ewigkeit her) kann ich mich noch erinnern, wie lebhaft es hier im Sommer wird.
Tipp: Vilnius ist die einzige Stadt in Europa, in der du mit dem Heißluftballon über die Innenstadt schweben kannst.
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Verrückt: Das ehemalige Lukiskies-Gefängnis in Vilnius beherbergt heute einen Event-Space
#7 Venedig
Venedig geht immer, und auch wenn Venedig im Sommer von Touristen gekapert wird – es ist immer noch eine unglaublich faszinierende Stadt. Die Lage in der Lagune, die alten Palazzi, die viele Kunst: Ich war tatsächlich erst einmal dort, aber bestimmt nicht das letzte Mal!
Mein persönlicher Tipp: Zum Sonnenuntergang auf die Terrasse des Fondaco dei Tedeschi & in der Libreria Acqua Alta durch die Regale stöbern.
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Traumhafte Aussicht über den Canal Grande von der Dachterrasse des Fondaco dei Tedeschi
#8 Prag
Letztes Jahr bin ich ganz unverhofft mal wieder in Prag gelandet und war einfach super happy über den Tag, den ich dort verbracht habe. Prag ist einfach eine dieser Städte voller Glanz und Gloria aus alten Tagen und hat einen ganz besonderen Vibe.
Auf der Karlsbrücke kann’s im Sommer schon mal eng werden, obwohl sie so breit ist!
#9 London
Ich weiß nicht, ob es an der anstehenden Krönung von King Charles III. liegt oder überhaupt am Hype um Harry und Meghan, aber London beherrscht neuerdings meinen Instagram-Feed, was Großstädte in Europa angeht! Naja, London geht ja eigentlich sowieso immer – also warum nicht mal ins Auge fassen für dieses Jahr?
Tipp: Am Gleis 9 3/4 im Bahnhof Kings Cross das Londoner Harry-Potter-Feeling abholen & danach gleich nebenan im Bahnhof St.Pancras an der Bar Champagner schlürfen.
Très chic: Die Champagner Bar im Bahnhof St.Pancras
#10 Danzig
In Danzig war ich ein paar Mal und habe dort einiges an tollen Locations neu entdeckt. Ich war zum Beispiel zum ersten Mal auf dem Gelände der alten Danziger Werft – und das war so spannend! Ich hoffe, dass ich im Frühjahr oder im Sommer nochmal hinkomme. Dann ist nämlich auch der riesige Kran geöffnet, von dem man eine richtig gute Sicht über die Stadt hat.
Besonders im Sommer ist die Lage an der Ostsee Gold wert: In Danzig kannst du Sightseeing & einen Strandtag perfekt an einem Wochenende verbinden
#11 Palma de Mallorca
Eigentlich ist meine zweite Heimat, Palma, im Sommer schon gut genug besucht. Jedes Jahr gibt es aufs Neue Diskussionen darüber, dass die Zahl der anlegenden Kreuzfahrtschiffe und damit auch die Menschenmassen, die tagsüber die Straßen der Altstadt fluten, begrenzt wird.
Wie dem auch sei, die Kreuzfahrttouristen strömen meist in die gleiche Richtung und ich habe noch so viele Tipps für tolle Locations in Palma (wie z.B. mein Lieblingsstadtteil Molinar), die der Mainstream nicht kennt. Also mach dich gefasst auf mehr Geheimtipps für Palma hier auf dem Blog!
Mein absoluter Lieblingsstrand in Palma, aus Gründen 🙂
#12 Hamburg
Hamburg ist von Berlin aus nur eine ICE-Fahrt entfernt. Mit der Bahn fahre ich ja ohnehin gerne, und da lasse ich mich auch von dauernden Verspätungen oder einer unterirdischen Servicekultur nicht abhalten! (Übrigens gibt es mit dem Flixtrain aber in Berlin noch eine gute Alternative zur Deutschen Bahn; auch nicht immer perfekt, aber mal was anderes.)
Ein Madrid-Fan war ich nie. Aber nachdem ich von meiner Bloggerbestie Sandra das ganze letzte Jahr von so vielen Tipps in Madrid vorgeschwärmt bekommen habe, sollte ich der Stadt doch mal wieder eine Chance geben und selbst auf die Suche nach den besten Tortillas in Madrid gehen.
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#14 Dresden
Mein Geheimtipp für Dresden: Das Bio-Café im Japanischen Palais, mit eigenem kleinen Garten im Innenhof!
Semperoper in DresdenKleine Oase: Das Café im Japanischen Palais in Dresden
Dresden ist eigentlich schon immer ein schönes Reiseziel. Ich empfehle dir neben den üblichen Sehenswürdigkeiten wie Zwinger, Semperoper und Frauenkirche einen Abstecher in die Neustadt: Dort ist Dresden ein bisschen wilder und alternativer.
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#15 Timisoara
Zugegeben, Timisoara und ich sind nicht wirklich Freunde. Ich war wahrscheinlich zu oft dort und das schon zu einer Zeit, in der Timisoara und eigentlich auch der Rest von Rumänien alles andere als hip und trendy waren. Oder aber es lag an der ziemlich freizügigen Nachtklub-Werbung im Aufzug unseres Crewhotels, die Gäste in die Hotelbar im Untergeschoss locken sollte. Und ich wette, viele (zumeist männliche) Gäste auf Geschäftsreise haben sich sehr über den Hinweis gefreut. Schon ein sehr ungewöhnliches Flair für eines der besseren Hotels der Stadt. Wie dem auch sei, in den letzten Jahren wurde Timisoara richtig herausgeputzt, und vielleicht verschwinden bald auch die letzten windigen Glücksritter.
#16 Lissabon
Mit Schrecken ist mir aufgefallen, wie lange ich schon nicht mehr in Lissabon war. Dabei ist die portugiesische Hauptstadt mein absoluter Kraftort; vor allem im Winter, wenn es in Deutschland grau und trist ist, ist ein sonniger Tag in Lissabon Gold wert. Ich weiß nicht, was es ist, aber das Licht, das Wasser drumherum, der Wind des Atlantiks machen die Stadt zu einer meiner Lieblingsstädte in Europa. Und natürlich die Portugiesen, das leckere Essen, die tolle Altstadt und, und, und.
Von den vielen Miradouros in der Stadt kann man Lissabon am besten überblicken
#17 Faro
Nach meiner Algarve-Reise wäre ich doch beinahe in Faro hängengeblieben. Ich wollte einfach nicht mehr zurück nach Berlin. Woran es liegt, keine Ahnung, aber möglicherweise ist Faro einfach die perfekte Mischung aus portugiesischer Lebensart, relaxten Cafés und atemberaubenden Stränden vor den Toren der Stadt.
Ich denke bei Manchester und Englisch immer nur an die heiße Kartoffel, die wohl jeder Mancunian beim Sprechen im Mund hat. Der breite Akzent ist einfach zu abgefahren! Und überhaupt fühle ich mich in Manchester ein bisschen wie zu Hause, wohl auch, weil es da zwischen Manchester als alter Industriestadt und meiner ursprünglichen Heimatregion, dem Ruhrgebiet, ziemliche Parallelen gibt. Und hey, da labern wa oft auch wat komisch, ne?
Experten-Tipp für Manchester: Tib Street im hippen Northern Quarter mit Street Art, Specialty Coffee Cafés und Craft Beer Pubs bis zum Umfallen
#19 Basel
Okay, Basel liegt in der Schweiz, das macht es nochmal extra teuer, und überhaupt muss man sich in Schweizer Städten immer fragen, ob es das wert ist, bei jeder Rechnung im Café einen halben Herzinfarkt zu erleiden. Aber Basel im Sommer ist einfach allein schon wegen seines Rheinschwimmens geil: Klamotten in den Wickelfisch (ein wasserdichter Plastikbeutel), Badesachen an, ab in den Rhein gehüpft und sich auf dem Wickelfisch mit der doch recht flotten Strömung treiben lassen. Immer wieder genial!
Wenn man nicht schwimmen will: Am Rhein kann man in Basel auch bestens so chillenRheinschwimmen in Basel: Nur echt mit Wickelfisch 🙂
#20 Poznan
Eigentlich hatte ich in den letzten Jahren eine ziemliche Überdosis an Aufenthalten in Polen, denn beruflich bedingt bin ich dort immer wieder. Aber das heißt auch, dass sich eine beträchtliche Anzahl an Tipps angehäuft hat, die ich noch unbedingt mit euch hier auf dem Blog teilen muss – von den besten Martinshörnchen bis zum echten Dschungel habe ich für Poznan noch einiges auf Lager. Und wenn du nach einem schönen und gut zu erreichenden Ziel für einen Kurztrip suchst, das dir nicht gleich ein riesiges Loch in die Reisekasse reisst, dann ist Poznan perfekt!
Schöne Fassaden: Der Marktplatz in der Altstadt von Poznan
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#21 Turin
Omg ich vermisse einfach Overnights in Norditalien, Mann! Mittlerweile habe ich die Hoffnung aufgegeben, doch mal wieder beruflich nach Mailand, Bologna oder auch Turin zu kommen. Ob zum lässigen Cappuccino oder Tangotanzen unter Arkaden – irgendwie muss ich dann wohl privat hin.
Reus war letztes Jahr neben Tarragona eine meiner Neuentdeckungen in Spanien! Nur hundert Kilometer von Barcelona entfernt, lässt es sich für einen Tagesausflug von dort aus perfekt mit dem Zug erreichen! Was du alles dort erleben kannst, erfährst du in meinem Travel Guide für Reus!
Tipp: Überhaupt lohnt sich ein Trip nach Katalonien. Hier findest du meine Katalonien Geheimtipps!
Die Casa Navas in Reus ist so wunderschön – eine absolute Entdeckung!
#23 Berlin
An meiner derzeitigen Heimatstadt, mit der ich zwar ständig hadere, aber die auch in vielen Dingen einfach einmalig ist, scheiden sich die Geister. Berlin ist laut, chaotisch und dreckig – trotzdem solltest du dich von solch banalen Kleinigkeiten nicht abhalten lassen!
Außerdem gibt es in Berlin so viel zu sehen, da ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich groß, dass es noch genug zu entdecken gibt. Wenn ich mit Leuten spreche, denen die Stadt nicht so gut gefallen hat, merke ich oft, dass sie einfach in den falschen Ecken unterwegs waren. Damit dir das nicht passiert, habe ich mir vorgenommen, dieses Jahr auch mehr Tipps für Berlin hier auf dem Blog zu teilen!
Ein Städtetrip nach Vilnius ist easier, als du denkst: Anderthalb Stunden Flugzeit und schon landest du in der litauischen Hauptstadt, die außer einer turbulenten Geschichte auch ziemlich viel Modernes zu bieten hat! Vilnius ist nämlich jung, ein bisschen wild und ziemlich innovativ! Ich zeige dir, was du besonders im Winter hier erleben kannst – und warum du unbedingt nach Vilnius solltest!
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Vilnius + Geschichte der Stadt
Kathedralenplatz & Kathedrale St.Stanislaus
Woran du bei einer Sightseeingtour in Vilnius unbedingt vorbeikommst, ist der Kathedralenplatz mit der Kathedrale St.Stanislaus. Auf dem Kathedralenplatz siehst du auch ein großes Denkmal für Gedeminas, ab 1316 Großfürst von Litauen und Gründervater von Vilnius (der Name wird dir nämlich öfter in der Stadt begegnen!). Direkt neben der Kathedrale befindet sich der Glockenturm, von dem du einen guten Ausblick auf die Umgebung hast.
Eine schöne Aussicht hast du aber auch vom Gedeminas-Turm nebenan. Dort hinauf führt auch eine kleine Seilbahn, falls du vom vielen Sightseeing lauffaul bist. Der Gedeminas-Turm ist Teil des litauischen Nationalmuseums.
Facts über Vilnius:
ganz Litauen hat 2,8 Mio. Einwohner, davon wohnen 570.000 in Vilnius
die Altstadt ist UNESCO-Welterbe, die größte in Osteuropa und berühmt für seine vielen barocken Kirchen
Vilnius ist die Hauptstadt von Litauen
Großfürstliches Schloss
Am Kathedralenplatz liegt auch das Großfürstliche Schloss von Vilnius, das eigentlich zu Beginn des 19. Jahrhunderts zerstört wurde und erst kürzlich wieder komplett rekonstruiert wurde. Hier findest du auch die dabei gefundenen archäologischen Ausgrabungen, die in einem schönen Museum wirklich toll aufbereitet sind.
Um die Kathedrale konzentriert sich also einiges an geschichtsträchtigen Orten. Spätestens jetzt hast du einen echt einen guten Überblick über Vilnius und seine Entstehung!
Tor der Morgenröte
Nicht verpassen wirst du bei einer Erkundung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Vilnius auch das Tor der Morgenröte. Eigentlich ist es ein Stadttor der alten Stadtmauer rund um die Altstadt. An der Seite befindet sich ein kleiner Eingang, von dem aus du über eine Treppe genau über dem Torbogen landest. Dort befindet sich eine wirklich schöne kleine Kapelle mit einer Madonna. Das Tor der Morgenröte ist ein wichtiger Wallfahrtsort und wird von vielen Gläubigen besucht. (Fotos machen ist daher hier oben auch nicht erlaubt.)
St.Johanneskirche & Universität Vilnius
Kirchen, Kirchen, Kirchen. Daran wirst du in Vilnius nicht vorbeikommen, denn die vielen Barockkirchen gehören einfach zum Stadtbild. Wahrscheinlich bist du jetzt schon ein bisschen müde von soviel Geschichte und schwerer Kirchenkost.
Aber eine Kirche solltest du dir noch anschauen: Die St.Johanneskirche ist Teil des Gelände der Universität Vilnius (übrigens eine der ältesten Europas!) und der Altar mit seinen vielen Säulen zeigt sehr gut, warum die barocken Kirchen in Vilnius als ziemlich einzigartig gelten. Im Sommer kannst du hier übrigens auch für kleines Geld den Glockenturm besteigen. Besonders hieran: Der Glockenturm ist das höchste Bauwerk in der Altstadt und so hast du eine perfekte Sicht!
Bester Ausblick auf die Altstadt von Vilnius: Der Glockenturm der St. Johanneskirche
Tipp: Wenn du ganz diskret bist, kannst du dich wochentags auch unter die Studenten mischen und die alte Uni erkunden. In der philologischen Fakultät bin ich so dank meiner ortskundigen Begleitung auch auf eine Halle mit beeindruckenden Wandmalereien gestossen!
Überraschend, wie viel Geschichte doch in Vilnius steckt, oder? Dafür, dass Litauen schon ziemlich lange zur EU gehört, gehört es doch zu den Ländern in Europa, von denen ich ganz schön wenig wusste und ich wette, ich bin da nicht allein. Aber so interessant die Geschichte von Litauen und Vilnius sein mag, die Gegenwart rockt es dafür ebenso: Durch Vilnius weht wirklich ein spezieller kreativer Wind, die Stadt ist jung, im stetigen Umbruch und dabei gerne kreativ. Vilnius selbst bewirbt sich zum Beispiel mit dem Slogan „Vilnius: Amazing wherever you think it is“ und soviel Selbstironie lässt schon vermuten, dass dahinter eine ziemlich lässige Stadt steckt.
Das Künstlerviertel Užupis
Einmal von der Altstadt aus über die Vilnia gehüpft, landet man schon in Užupis. Was irgendwie mit einer Ansammlung von mehreren Künstlern in den 1990er Jahren begann, ist heute ein Must-See bei jedem Vilnius-Besuch.
In Užupis findest du Galerien, Ateliers, Street Art und viele kleine Läden. Besonders im Sommer sind die Lokale hier gut besucht. Užupis wurde 1998 von einigen Bewohnern zur Republik mit einer eigenen Verfassung und einem eigenen Parlament ausgerufen; wohl ein bisschen mit einem Augenzwinkern, dennoch hat man ein bisschen das Gefühl, man betritt eine andere Welt.
Mit etwas Glück kannst du in Užupis auch Künstlern bei der Arbeit zusehen
MO Museum
Wenn du dir wie ich auch gerne mal zeitgenössische Kunst ansiehst, dann solltest du unbedingt auch ins MO Museum. (Aber überhaupt solltest du dir die Ecke um das Museum anschauen, hier findest du einige spannende Läden und Café wie zum Beispiel Raštinė oder das Urban Garden.) Das privat finanzierte Museum wurde von Daniel Libeskind entworfen und bietet neben einer interessanten Dauerausstellung auch interaktive Wechselausstellungen. Sehr schön gestaltet.
Gefängnis 2.0: Strange Dinge in Lukiškės
Ich laufe durch das offene, große Tor, rechts und links hohe, dunkle Backsteinfassaden mit klitzekleinen Fenstern. Wenn jetzt hinter mir das Tor zufallen würde: ich weiß nicht. Wäre ziemlich beklemmend. Ein sehr dominant wirkender, breitschultriger Sicherheitsmann mit Glatze ermahnt mich, Fotos mit einer großen Kamera seien nicht erlaubt (ich hatte das Minischild am Eingang übersehen) und für einen kurzen Moment halte ich ihn für einen Teil der Inszenierung – denn das Lukiškės-Gefängnis 2.0 ist kein Gefängnis mehr, sondern gehört mittlerweile zur kreativen Szene von Vilnius.
Lukiškės & Stranger Things
Wenn du Stranger Things auf Netflix gesehen hast (ist an mir leider vorbeigegangen), wird dir es bekannt vorkommen: In der vierten Staffel der Serie diente das ehemalige Lukiškės-Gefängnis als Drehort. Überhaupt ist das alte Gefängnis ein besonderer Ort, und wie ich finde, ziemlich bezeichnend für den allgemeinen Vibe in Vilnius. Die Stadt ist jung, lebendig und aufgeschlossen gegenüber neuen Konzepten: In einem alten Gefängnis einen Eventspace und kreatives Zentrum zu schaffen ist schon sehr einmalig.
Lukiškės 2.0: Ein Ort für Kreative
In den alten Trakten befinden sich heute zum Teil Ateliers, Ausstellungssräume, Konzertbühnen oder sogar eine Bar. Die ehemaligen Zellen können bei einer Führung besichtigt werden – und hierbei erfährt man auch mehr über die Geschichte des Gefängnisses. Der Innenhof wird ebenfalls neu genutzt: Diesen Winter wurde eine große Schlittschuhbahn eröffnet und wer sich dabei zu doll verausgabt hat, der kann sich danach an einem der Streetfood-Stände draußen mit Snacks stärken.
Ich empfehle aber, dir vorher gut darüber Gedanken zu machen, wann und ob du dir Lukiškės 2.0 anschaust. (Meine Stimmung war zumindest danach leicht getrübt; gewisse Orte machen eben was mit einem.)
Die Geschichte von Lukiškės
Das Lukiškės-Gefängnis war über 100 Jahre eine der berüchtigsten Strafvollzugsanstalten des Landes; bis 1996 wurden hier noch Hinrichtungen durchgeführt, da die Todesstrafe erst dann in Litauen abgeschafft wurde. Die unwürdigen Verhältnisse sowie internationaler Druck (nicht zuletzt durch den Beitritt Litauens in die EU) führten schließlich dazu, dass das Gefängnis 2019 geschlossen wurde.
Und wenn man erst einmal die kargen Zellen, den modrigen Geruch in den dunklen Fluren, die schaurigen Kellerzellen für Isolationhaft (Fotos waren in den Zellentrakten sowie den Einzelzellen nicht erlaubt, aber mir war ohnehin nicht danach) oder die 10 Quadratmeter großen Außenzellen live erlebt hat, in denen die Gefangenen ihre einzige Stunde außerhalb der Zelle zum Hofgang verbringen konnten (gemeinsam mit dem Zellengenossen wohlgemerkt, mit dem man schon die anderen 23 Stunden aufeinander gehangen hat), dann fragt man sich: Erst 2019??
Der flapsige Ton der Führung macht es nicht besser, und so sehr ich kreative Konzepte mag, den sehr lockeren Umgang mit der Vergangenheit dieses Ortes (die eben noch gar nicht so lange her ist) und den damit verbundenen Schicksalen fand ich persönlich sehr befremdlich. Ohne Führung kannst du dir die meisten Teile des Gefängnisses aber nicht ansehen, also musst du durch so Peinlichkeiten wie einem Polaroid-Mugshot zum Abschied einfach durch. Kann man lustig finden, ich fand’s (Achtung, schlechter Wortwitz!): Strange.
Trotzdem würde ich dir einen Besuch empfehlen, denn das Lukiškės 2.0 ist wirklich ein bewegender Ort. Pass‘ halt einfach nur auf dich auf. <3
Adventszeit & Winter in Vilnius
Sagen wir es so: Der Winter ist eine ziemlich exotische Reisezeit für Vilnius. Es kann sehr, sehr kalt werden; vor allem im Januar, und manchmal muss man an den ohnehin schon kurzen Tagen die Sonne unter der dicken Wolkendecke schon regelrecht suchen. Aber in der Adventszeit kann es auch gemütlich in Vilnius werden: Viele Geschäfte und Lokale schmücken ihre Fassaden festlich und auf dem Kathedralenplatz sorgt ein riesiger, beleuchteter Weihnachtsbaum für die passende Stimmung.
Weihnachtlich geschmückt: Die Altstadt von Vilnius
Und überhaupt sind kalte Temperaturen eine hervorragende Entschuldigung, um gefühlt alle zehn Meter in ein anderes Café oder Restaurant einzukehren: Die Gastro-Szene ist so einmalig in Vilnius, dass ich noch einen kleinen Food Guide für euch auf Lager habe!
Eins vorweg: Eine Städtereise nach Vilnius ist super unkompliziert. Ich würde sogar sagen, du kannst dich auch einfach spontan in den Flieger setzen und hier ein paar Tage verbringen, ohne dir großartig irgendwelche organisatorischen Gedanken zu machen. Trotzdem habe ich ein paar Tipps für dich, die dir vielleicht helfen können!
Übernachten in Vilnius
In der Nebensaison findest du einige gute Angebote in Vilnius; es gibt Unterkünfte für jeden Geschmack. Ich habe in einem alten Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert übernachtet, das mit viel Liebe zum Detail vor einigen Jahren zu einem Designhotel umgebaut wurde.
Hotel-Tipp: Hotel Pacai – es ist so traumhaft, wie es aussieht!
Ich genieße gute Hotels ja ohnehin (obwohl ich eh schon so viel Zeit in Hotelzimmern verbringe), aber das Hotel Pacai ist wirklich eine absolute Empfehlung. Sicherlich nicht für jeden Geldbeutel, aber für ein, zwei Nächte vielleicht doch noch drin – ich verspreche dir, dieses Highlight wirst du so schnell nicht vergessen.
Die Währung in Litauen ist Euro, du brauchst dir also um Geld wechseln etc. keine Sorgen machen!
Kartenzahlung ist weit verbreitet, viel Bargeld brauchst du nicht.
Unterwegs in Vilnius
Öffentliche Verkehrsmittel gibt es (Straßenbahn, Bus, Zug), aber ich habe sie bei meinem Aufenthalt gar nicht genutzt. Die Altstadt kannst du ohnehin am besten zu Fuß erkunden und für weitere Strecken habe ich Bolt genutzt (gibt es in Vilnius statt Uber). Auch zum Flughafen ist Bolt eine gute Wahl, Kosten ca. 15€ für eine Strecke.
Die Flugzeit nach Vilnius beträgt z.B. von Frankfurt aus ca. 1:40h, von Berlin nur 1:10h – Vilnius ist also gar nicht sooo weit entfernt.
Sprache
In Litauen wird Litauisch gesprochen, was ich als Sprache super faszinierend finde. Litauisch gehört als baltische Sprache zur indogermanischen Sprachfamilie, aber lass dich vom “germanisch” nicht täuschen, man versteht nichts 🙂 Ich habe immer versucht, zumindest ein paar Brocken herauszuhören, aber über mehr als “Hallo” und “Danke” bin ich nicht hinausgekommen.
Die heimische Sprache wird in Litauen sehr gepflegt. Ähnlich wie in Frankreich mit seiner Radioquote gibt es in Litauen eine Art Sprachgremium, das darauf achtet, dass die litauische Sprache z.B. nicht mit Anglizismen durchsetzt wird. So werden alle englischen Wörter sozusagen litauisiert, aus “Computer” wird z.B. “kompiuteris”.
Jüngere Litauer sprechen aber oft Englisch, besonders in Sehenswürdigkeiten, Cafés, Restaurants etc. Ältere dagegen sprechen bzw. verstehen auch Russisch; aber auf Grund der geschichtlichen Hintergründe und aktuellen Situation sollte man dieses Thema besser umschiffen.
Transparenz: Meine Reise nach Vilnius erfolgte auf Einladung von Go Vilnius.
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