Kategorie: Polen

Städte wie Breslau, Danzig oder Posen eignen sich hervorragend für einen kurzen Städtetrip am Wochenende – oder du wagst dich gleich in die pulsierende Hauptstadt Warschau! Polen ist jung, hip und weltoffen und das Beste: Es gibt überall leckeres Essen!

  • Danzig Sehenswürdigkeiten: 10 Tipps für die polnische Hafenstadt

    Danzig Sehenswürdigkeiten: 10 Tipps für die polnische Hafenstadt

    Ein Altstadtkern gespickt mit Sehenswürdigkeiten und mittelalterlichen Vibes, dazu das pulsierende Leben einer modernen polnischen Stadt und die Nähe zur Ostsee: Jedes Mal, wenn ich in Danzig bin, erlebe ich die Stadt von einer anderen Seite. Weil Danzig einfach so vielfältig ist! In diesem Artikel stelle ich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Danzig vor, damit du gleich mit dem Sightseeing vor Ort loslegen kannst!

    ➜ Danzig und die Ostseebäder Sopot und Gdynia an nur einem Tag sehen*
    ➜ Günstig in Danzig übernachten
    ➜ Ausflugstipp: Mit dem Piratenschiff zur Westerplatte

    1. Historisches Zentrum Danzigs: Die Rechtsstadt

    Die meisten Sehenswürdigkeiten findest du in der Rechtstadt. Hier ist das historische Zentrum Danzigs. Die Rechtstadt beherbergt das beliebteste touristische Ziel der Stadt: Die Langgasse (Ulica Długa) ist die Hauptschlagader, auf der das Leben tobt!

    2. Langgasse/Ulica Długa

    Die Langgasse führt vom Goldenen Tor bis zum Langen Markt und ist wirklich eine Augenweide. An den Häuserfassaden entlang der Langgasse lässt sich gut erkennen, welche wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung die ehemalige Hansestadt Danzig hatte. Schon im Mittelalter war Danzig durch die Lage an der Ostsee ein wichtiger Handelshafen, und viele Kaufleute und Adelige siedelten sich hier an.

    Danzig Sehenswürdigkeiten Langgasse

    Was nicht auf den ersten Blick auffällt, weil’s einfach zu schön und gut gemacht ist: Die schönen mittelalterlich wirkenden Fassaden sind nicht ganz echt. Im Zweiten Weltkrieg wurden nämlich über neunzig Prozent der Häuser an der Langgasse zerstört. Nach dem Krieg wurden alle Fassaden wieder aufgebaut, allerdings wurden die Hinterhöfe und dahinterliegenden Blocks nach modernen städtebaulichen Prinzipien konstruiert.

    Danzig Sehenswürdigkeiten bunte Häuser Langgasse
    Nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut: Die Häuserfassaden auf der Langgasse
    Neptunbrunnen Danzig Sehenswürdigkeiten
    Neptunbrunnen vor dem Rechtstädtischen Rathaus

    3. Langer Markt

    Der Lange Markt am Ende der Langgasse ist besonders während der Hochsaison von Frühjahr bis Herbst und an Wochenenden immer gut besucht. Zwar kann man hier in den umliegenden Cafés schön sitzen und dem ganzen Treiben zugucken, aber Danzig hat noch so viel mehr an tollen Cafés und Restaurants zu bieten, dass ich dir empfehle, auch mal in die kleinen Seitenstraßen zu schauen. Guten Kaffee gibt es z.B. im Café Oficyna.

    Langer Markt und Grünes Tor in Danzig

    Polnische Städte sind eine Reise wert, und vor allem schnell zu erreichen! Hier findest du mehr Inspirationen für einen Kurztrip nach Polen:
    ➜ Alle Artikel über Polen

    Cafe Oficyna Danzig
    Tipp: Café Oficyna in Danzig

    4. Grünes Tor

    Das Ende des Langen Marktes bildet unübersehbar das Grüne Tor. Für mich eines der schönsten Fotomotive Danzigs! Übrigens befindet sich hier auch ein Ableger des Nationalmuseums, dort finden finden in unregelmäßigen Abständen wechselnde Ausstellungen statt. Es lohnt sich, mal vor Ort vorbeizuschauen.

    Danzig Sehenswürdigkeiten Grünes Tor
    Das Grünes Tor am Ende der Langgasse

    5. Uferpromenade

    Durch das Grüne Tor hindurch kommt man direkt zur Uferpromenade an der Mottlau, und hier wird’s richtig maritim! Ein bisschen spürt man hier schon die frische Ostseebrise, und ein paar ältere Schiffe sorgen für das richtige Flair. Unter anderem auch ein richtiges Piratenschiff!

    Piratenschiff auf der Mottlau in Danzig
    Das Piratenschiff auf der Mottlau
    Frauentor Danzig Sehenswürdigkeiten
    Frauentor an der Uferpromenade

    6. Krantor

    Zwischen den vielen Lokalen an der Uferpromenade ragt übrigens das riesige Krantor hervor. Hier wurden einst seit dem 15. Jahrhundert Schiffe be- und entladen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es wie so viele Gebäude in Danzig zerstört, aber danach wieder komplett aufgebaut.

    Heute ist das Krantor eine der bekanntesten Postkartenmotive und Sehenswürdigkeiten in Danzig. Die einzelnen, großen Räder des Krans kann man auch von der Uferpromenade aus durch die Konstruktion sehen. Im Krantor selbst ist aber auch ein Museum (derzeit wegen Renovierung geschlossen), in dem man sich den Mechanismus von nahem ansehen kann und mehr über das Leben im mittelalterlichen Danzig erfährt.

    Aktuelle Infos Museum im Krantor

    Krantor Danzig Sehenswürdigkeiten
    Eine der markantesten Sehenswürdigkeiten Danzigs: Das Krantor

    7. Mariacka/Frauengasse

    Noch vor dem Krantor geht es durch das Frauentor hindurch auf die Frauengasse (Mariacka), die für mich die schönste Straße im Zentrum von Danzig ist. Die Frauengasse ist gesäumt mit stilvollen Bürgerhäusern und gleichzeitig das Zentrum des Bernsteinhandels. Danzig ist nämlich berühmt für seinen Bernstein! Modisch zwar nicht meins, und Souvenirgeschäfte auch nicht so, aber die Strasse selbst ist so romantisch hübsch – absolute Fotoempfehlung!

    Bernstein Straße in Danzig
    Hier gibt’s Bernstein ohne Ende: Frauengasse
    Frauengasse Danzig

    Exkurs: Was ist Bernstein?
    Bernstein ist kein Edelstein, sondern fossiles Harz. Es wird auch „baltisches Gold“ genannt, weil es im Ostseeraum rund um Danzig und im Baltikum die größtes Vorkommen gibt. Achtung beim Kauf: Mittlerweile gibt es auch synthetisch hergestellte Fälschungen!

    ➜ Hier kannst du unechten Bernstein erkennen lernen & selbst Bernstein verarbeiten! (Material inklusive)*

    8. Marienkirche

    Die Frauengasse führt zur unübersehbaren Marienkirche, die auch für Nicht-Kirchengänger interessant ist. Vom Kirchturm aus hat man nämlich einen perfekten Ausblick über Danzig!

    (Alternativ kannst du auch vom Riesenrad „Amber Sky“ auf der Speicherinsel den Ausblick über die Stadt genießen.)

    Sehenswürdigkeiten in Danzig Marienkirche
    Beste Aussicht: Vom Turm der Marienkirche
    Königliche Kapelle Danzig mit Brunnen

    9. Speicherinsel

    Die Speicherinsel gegenüber der Altstadt wurde erst in den letzten Jahren so richtig erschlossen. Noch immer wird hier viel gebaut, Neues entsteht und die Atmosphäre ist hier jünger und frischer als in der historischen Rechtstadt. Ich bin gespannt, was hier noch so alles entsteht!

    Neu ist übrigens auch die Fußgängerdrehbrücke, die die Speicherinsel mit der gegenüberliegenden Uferpromenade der Rechtstadt verbindet.

    Neue Fußgängerbrücke in Danzig über die Mottlau
    Fussgängerbrücke über die Mottlau
    Riesenrad in Danzig

    10. Street Art in Zaspa

    Ein bisschen abseits des Touristentrubels kann man im eigentlich weniger pittoresken Stadtteil Zaspa spannende Murals und Street Art bestaunen. Eine Übersicht aller Murals findest du hier:

    Murale Gdansk Zaspa

    Essen & Trinken in Danzig

    Goldwasser wird dir an jeder Ecke begegnen, der Gewürzlikör mit sagenhaften 40 Umdrehungen ist der Signature-Schnaps Danzigs. Der Name kommt übrigens tatsächlich vom Blattgold, mit dem der Likör versetzt ist! Mir ist es zu hart, aber zum Glück hat Danzig noch viel mehr zu bieten als olles Goldwasser. Wie in den meisten polnischen Städten ist die Auswahl an guten, modernen Restaurants und Cafés groß!

    Steak auf heißem Stein in Restaurant Whiskey in a Jar Danzig
    Tipp: Whiskey in the Jar auf der Speicherinsel

    Bier ist ohnehin beliebt in Polen und in Danzig umso mehr! Wenn du also gerne Bier trinkst und Craft-Bier aus kleinen, lokalen Brauereien, die du so vielleicht nie finden würdest, kennenlernen willst, dann ist das hier vielleicht etwas für dich:

    ➜ Private Bierverkostung mit lokalem Craft-Bier*

    Ausflüge ab Danzig

    Wenn du genug von Stadt hast, und dich noch mehr nach Ostseeflair sehnst, dann kannst du ab Danzig ein paar tolle Ausflüge unternehmen.

    Westerplatte

    Geschichtsnerds auf der Suche nach den historischen Hotspots wird es sowieso hierhin ziehen: Hier begann 1939 mit dem Überfall Polens durch Deutschland der Zweite Weltkrieg. Ein großes Denkmal für die damaligen Kämpfer erinnert heute an diese ersten Gefechte.

    Aber auch die Lage an der Ostsee und der breite Strand machen die Halbinsel zu einem tollen Ausflugsort! Mit dem Piratenschiff, das an der Uferpromenade liegt, kannst du hierhin übrigens einen Ausflug unternehmen – und ja, es ist mit Musik und Animation ziemlich touristisch; aber eben auch einfach schön gemacht.

    Uferpromenade Danzig an der Mottlau

    Alternativ gibt es aber auch im Sommer Wassertrams der Danziger Verkehrsbetriebe. Die Linie F5 fährt ebenfalls vom Grünen Tor ab und hält an der Westerplatte. Der Aufenthalt auf der Westerplatte bei einer frischen Brise sind ein schönes Kontrastprogramm zur quirligen Danziger Altstadt.

    Überhaupt solltest du in Danzig eine Bootstour unternehmen – es ist wirklich günstig, und eine schöne Gelegenheit, die Geschichte der Stadt vom Wasser aus kennenzulernen!

    ➜ Stadtrundfahrt auf einem historischen Holzboot*
    ➜ Bootstour durch die Kaiserliche Werft bei Sonnenuntergang*
    ➜ Mit einem kleinen Motorboot über die Mottlau*

    Eine Bootsfahrt zur Westerplatte führt außerdem an den riesigen Kränen der Danziger Werft vorbei: Hier entstand in den 80er Jahren die Solidarnosc-Bewegung um Lech Welesa, dem späteren Friedensnobelpreisträger und polnischen Präsidenten. Die Danziger Werft, heute eher unbedeutend, baute damals hier riesige Frachter und Passagierschiffe. Eines der ersten Schiffe, die in der Danziger Werft fertiggestellt wurden, liegt heute als Museumschiff auf der Mottlau, gegenüber dem Krantor.

    Museumsschiff Soldek

    Museumsschiff Soldek in Danzig
    Museumsschiff Soldek

    Sopot

    Ganz in der Nähe von Danzig liegt Sopot, ein altes Ostseekurbad, das auch heute ncho beliebtes Ausgehziel für viele Danziger ist. Dort kannst du die belebte Hauptstraße Monte Cassino bis zur Mole von Sopot entlangspazieren, einem Holzsteg, der hunderte Meter in die Ostsee hineinragt.

    Mit dem Regionalzug ab dem Danziger Hauptbahnhof (Gdańsk Główny), der etwas außerhalb der Altstadt liegt, bist du in weniger als einer halben Stunde dort. Alternativ kannst du auch relativ günstig ein Uber nehmen.

    Oder du buchst dir gleich einen ganzen Tag mit einem Reiseführer, der dir nicht nur Sopot, sondern auch Danzig im Schnelldurchlauf und Gdynia zeigt. Für den Preis wirklich eine gute Investition, mehr von der Umgebung zu erfahren und gleichzeitig brauchst du dich nicht um Transport etc. zu kümmern:

    ➜ Danzig, Sopot & Gdynia an einem Tag*

    Tipps zur Reiseplanung

    Übernachten in Danzig

    Danzig gehört zu den beliebtesten Reisezielen in Polen. Daher gibt es hier auch ein riesiges Angebot an Unterkünften. Übernachtungen sind vor allem in der Nebensaison relativ günstig, so dass du bestimmt eine schöne Unterkunft findest.

    Ein paar tolle Tipps habe ich hier für dich:

    Radisson Blu Hotel & Suites – Neu renoviert auf der Speicherinsel und im cleanen skandinavischen Midcentury-Style eingerichtet. Beste Lage, um alle Sehenswürdigkeiten fussläufig zu erreichen!

    ➜ Mehr Unterkünfte in Danzig

    Vor Ort unterwegs

    Das Zentrum Danzigs kannst du perfekt zu Fuß erkunden. Alles liegt nah beieinander und öffentliche Verkehrsmittel wirst du dort ohnehin weniger finden. Um z.B. zur Westerplatte, Sopot oder das ebenfalls nahegelegene Gdynia zu kommen, kannst du Bus, Bahn oder im Sommer auch die Wassertram nehmen.
    Fahrpläne und Zeiten (nur polnisch): [https://ztm.gda.pl/]

    Weniger abenteuerlich, dafür aber auch nicht sehr teuer, ist Uber; funktioniert in Danzig problemlos.

    Beste Reisezeit für Danzig

    Ich glaube, ich war schon zu so ziemlich jeder Jahreszeit in Danzig. Im Sommer ist Danzig sehr belebt und touristisch, vor allem an Wochenenden, das mag dem einen zu viel sein. Allerdings sind dann die Temperaturen auch perfekt für einen Badeausflug an die Ostseeküste.

    Im Frühjahr und Herbst ist es in Danzig ruhiger, und für einen kurzen Städtetrip perfekt. Im Winter finde ich den morbiden Charme zwar sehr spannend, besonders die Rechtstadt ist da komplett leer, mir persönlich ist das Ostseeklima im Winter aber einfach zu kalt – aber ich bin ja eh ein Fan wärmerer Temperaturen 😉 Je nach Vorliebe kannst du also Danzig ganzjährig bereisen.

    Gasse in der Danziger Altstadt

    Anreise nach Danzig

    Nach Danzig kommst du aus Deutschland bequem mit dem Zug, per Flugzeug oder mit dem eigenen Auto. Busverbindungen gibt es ebenfalls, aber das zieht sich zumindest ab Berlin für meine Begriffe ziemlich (ca. 9 Stunden).

    Der Flughafen ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Er ist zudem auch nur 10 Kilometer von der Innenstadt entfernt – Taxi und Uber sind also auch eine gute Alternative.

    Geld & Währung

    Die Währung in Polen ist der polnische Zloty (PLN). Der Umrechnungskurs liegt mehr oder weniger bei 1:4, d.h. 4 Zloty sind umgerechnet 1 Euro.

    Kartenzahlung ist weit verbreitet, manchmal kannst du sogar in Euro bezahlen und bekommst das Rückgeld in Zloty. (Ist aber dann in der Regel ein schlechtes Geschäft.) Beim Bezahlen mit Kreditkarte wähle unbedingt die Bezahlung in Zloty statt Euro, so bekommst du den tagesaktuellen Umrechnungskurs.

    Ganz so ohne lokales Bargeld geht es aber nie, finde ich. Daher hebe ich in Polen immer noch etwas Bargeld mit meiner DKB Kreditkarte* ab, damit kann ich an fast jedem Geldautomaten gebührenfrei Bargeld abheben und bin für alle Eventualitäten gerüstet.

    Hier kannst du dich über die DKB Kreditkarte informieren*

    In der Stadt findest du auch einige unabhängige Wechselstuben, allerdings ist der Kurs dort entsprechend schlechter.

    Häuser in der Altstadt von Danzig

    Sprache & Kommunikation

    An vielen Stellen gibt es Informationen nur auf Polnisch, und auch wenn ich schon so oft in Polen war – die Sprache schafft mich einfach. Es sind einfach zu viele Konsonanten 🙂 Irgendwann habe ich es aufgegeben, über „Guten Tag“ und „Danke“ hinauszukommen und mich meinem Schicksal ergeben. Zum Glück sprechen viele jüngere Polen mittlerweile Englisch, so dass man gerade an besonders touristischen Orten wie Danzig auch mit englischen Sprachkenntnissen zurechtkommt.

    Mehr über Polen findest du auch hier:

  • Breslau: Top 10 Sehenswürdigkeiten & Lieblingsspots

    Breslau: Top 10 Sehenswürdigkeiten & Lieblingsspots

    Polen ist ja generell eine immer beliebter werdende Destination für Städtetrips, ob’s nun Posen, Warschau, Krakau, Danzig oder eben Breslau bzw. Wroclaw ist. Welche ungewöhnlichen Sehenswürdigkeiten Wroclaw so zu bieten hat, verrate ich euch hier!

    Breslau Sehenswürdigkeiten: 10 Tipps für eine Städtereise

    Leider ist Polen im November wettertechnisch nicht besonders einladend, der Winter naht und oft ist es schon klirrend kalt. Wie man trotzdem in Breslau auch bei kälteren Temperaturen ’ne schöne Zeit haben kann (und es nebenbei geniessen kann, dass die Stadt nicht ganz so voll von Touristen ist wie im Sommer), verrate ich euch in diesen Tipps für euren nächsten Trip nach Breslau: 10 Sehenswürdigkeiten, die Breslau im Winter so schön machen!

    Tipp: Günstige Hotel-Deals in Breslau

    #1 Rynek – der Marktplatz

    Wie in vielen polnischen Städten ist der Rynek, der Marktplatz, das Zentrum und das Herz der Altstadt. Hier gibt es zahlreiche Lokale und abends ist hier immer etwas los. Breslau ist auch Studentenstadt, daher gibt es viele günstige Bars und Kneipen und ein reges Nachtleben. Gute Restaurants finden sich ebenfalls ohne Ende.

    Breslau Sehenswürdigkeiten Rynek Markt

    #2 Krasnale: Die Breslauer Zwerge

    In der ganzen Stadt sind sie verteilt: Kleine Zwerge aus Bronze, gerade mal 30 Zentimeter groß, die irgendeinen Quatsch verzapfen oder eine lustige Geschichte erzählen. Da werden Eistüten aus Eisdielen geklaut, mit voller Plauze Siesta vor Restaurants gehalten oder am eigens aufgebauten Zwergenautomat an der Bank Geld abgehoben. Und immer wieder tauchen neue, frechere auf. Über 600 gibt es mittlerweile in der Stadt!

    Ursprünglich aus der antikommunistischen Bewegung stammend, sind die Zwerge mittlerweile ein Wahrzeichen der Stadt. Die Krasnale, so heißen die Breslauer Zwerge auf polnisch, haben sogar eine eigene Website, auf der man auch mehr über die interessante Hintergrundgeschichte erfährt. 

    Website der Krasnale von Breslau

    #3 Aussichtturm der Elisabethkirche

    Fast am Rynek gelegen, ist es nur ein Katzensprung vom Marktplatz zur Elisabethkirche. Für nur fünf Zloty (ca. 1,25 €) hat man vom Turm der Elisabethkirche einen fantastischen Ausblick über die Stadt. Der Turm hat allerdings nur von April bis Oktober geöffnet.

    #4 Zeitreise im Museum of Games and Computers

    Wahrscheinlich können jüngere Generationen gar nichts damit anfangen. Oder es fühlt sich echt nach Museum mit verstaubten, ollen Dingen aus einer fernen Zeit an.

    Aber wir drei Kinder der Achtziger, die wir im Computerspielemuseum gelandet sind, waren beim Anblick von Gameboys, Super Mario &Co. sofort wieder zwölf Jahre alt. Das Beste: Die meisten Konsolen und Spiele kann man nach Lust und Laune ausprobieren und solange spielen, bis man viereckige Augen bekommt. Oder die Tür aufgeht und Mutti zum Hausaufgaben machen ruft.

    Museum of Games and Computers of a past era

    #5 Kolejkowo: Breslau im Miniaturformat

    Um die Ecke vom Spielemuseum liegt Kolejkowo. Kolejkowo ist eine Miniaturwelt mit Eisenbahnen und zeigt ein unterhaltsame Nachbildung von Breslau und Niederschlesien. Ursprünglich vielleicht eher für Kinder konzipiert, aber nach tagelangem Frühdienst und entsprechender giggeliger Stimmung war das genau das Richtige an leichter Unterhaltung. Die Figuren und Landschaften sind bis ins kleinste Detail und mit Augenzwinkern gestaltet – echt was für Groß und Klein. 

    #6 Vegane Köstlichkeiten in Breslau

    Dass man in Polen gut essen kann, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Nur Vegetarier und Veganer haben es manchmal mit der deftigen polnischen Küche mit viel Wurst und Fleisch schwer. In Städten wie Breslau mit viel jungem Publikum wird das Angebot aber immer besser. Es gibt immer mehr gute rein vegetarische oder sogar vegane Restaurants und die Qualität ist wirklich gut. Ein veganes Paradies ist z.B. das Vega auf zwei Etagen direkt am Marktplatz. (Tipp: Oben sitzen, da ist es gemütlicher!). 

    Keine Lust, Breslau auf eigene Faust zu erkunden?
    Dann buche hier eine Stadtführung mit einem einheimischen Tourguide!*

    Vielleicht ein Grund dafür, dass trotz vieler deftiger Fleischgerichte in Polen auch vegetarische Gerichte so beliebt sind, sind die Bar mlecznys, die Milchbars, aus der Zeit des Sozialismus. Milchbars waren kantinenähnliche Gaststätten, in denen für kleines Geld hauptsächlich hausgemachte, vegetarische Gerichte serviert wurden. Milchbars gab es früher statt privater Gaststätten an jeder Ecke und mittlerweile erleben die Milchbars von früher eine Renaissance. Also Ausschau halten nach Milchbars!

    Auf meinem Polen Blog findest Du noch viel mehr Tipps für coole polnische Städte!

    #7 Marktleben in der Hala Targowa

    Die Markthalle von Breslau ist auch im Winter ein Anlaufpunkt. Hier gibt es alles Mögliche: Blumen, Obst, Gemüse, Lebensmittel und in der oberen Etage Haushaltswaren und Kunsthandwerk zu kleinen Preisen. Architektonisch sehenswert ist die schiffförmige Dachkonstruktion. Gut und günstig essen kann man in der Hala Targowa natürlich auch, sogar eine Milchbar gibt’s hier. Unbedingt ausprobieren!

    #8 Georgisch essen in Breslau 

    Nicht nur polnische Küche ist lecker, in Breslau gibt es noch jede Menge mehr zu erkunden. Per Zufall landeten wir im Chinkalnia mit echt georgischer Küche. Von Georgien habe ich schon viel Gutes gehört, auch von der georgischen Küche, und im Chinkalnia wurde ich nicht enttäuscht. Nicht nur, dass es richtig gut geschmeckt hat, der wirklich aufmerksame Service sorgt auch für eine komplette Einführung in die georgische Esskultur! Das war die perfekte Vorbereitung auf meine spätere Reise nach Tiflis: Travel Guide Tiflis

    #9 Kaffeekultur in Breslau

    Draußen isses kalt, was liegt da näher, als von Café zu Café zu hüpfen? In Breslau kein Problem. Ein paar meiner Favoriten: Charlotte – Mitten im Studentenviertel von Breslau gelegen, in einem Innenhof, der mich mit den schönen Fliesen total an die Hackeschen Höfen in Berlin erinnert hat. Französisch angehaucht, gibt es hier den ganzen Tag frisch gebackenes Brot und duftende Croissants, die man mit hausgemachten Schokoladencremes und Marmeladen serviert bekommt. Lecker! Und perfekt für ein zweites Frühstück. Ab dem frühen Abend öffnet die Weinbar – und schon fühlt man sich wie mitten in Paris!

    Chocolate Lounge E.Wedel – E.Wedel ist sowas wie das polnische Lindt: Feine Schokolade und Pralinen. Im Café am Rynek gibt es alles, was das Schokoladenherz begehrt. Unbedingt die Pralinen probieren!

    Giselle – Kleines gemütliches Café, auch wieder mit Pariser Flair. Hier kann man stundenlang bei angenehmer Hintergrundmusik sitzen,lesen, den Tag ausklingen lassen. Und die Omelettes sind großartig!

    Ein alternativer Reiseführer für Breslau

    In ihrem alternativen Reiseführer geben Ewa und Mirko ungewöhnliche Tipps abseits der Touristen-Trampelpfade. Beide schreiben auch einen lesenswerten Blog mit vielen Tipps über Breslau – schaut mal rein: WroclawGuide.com

    #10 Weihnachtsmarkt und dampfende Kürtőskalács

    Wer noch im Dezember nach Breslau kommt, erlebt auf dem Rynek noch den schönen Weihnachtsmarkt, der ist klein, aber dafür wie oft in Polen sehr gemütlich. Irgendwie kommen mir Weihnachtsmärkte in Polen noch nicht ganz so schrecklich kommerzialisiert vor.

    Es gibt immer noch viele kleine Büdchen mit schönem Kunsthandwerk oder Leckereien wie den ungarischen Kürtőskalács,  das ist eine Art Baumkuchen, auch Baumstriezel genannt. Die sind wirklich der Hammer, wenn man sie dampfend warm vom Spieß serviert bekommt!

  • Danzig: Tipps im Winter

    Danzig: Tipps im Winter

    Die Altstadt von Danzig ist wohl einer der schönsten mittelalterlich anmutenden Stadtkerne Polens – dazu wurde sie in den letzten Jahren noch aufwändig saniert. Die schmalen Patrizierhäuser, die die Hauptstraße der Altstadt, die Langgasse oder Lange Gasse (Ulica Dluga), säumen, zeugen vom früheren Glanz Danzigs.

    Lohnt sich Danzig im Winter?

    Im Winter ist die Altstadt von Danzig oft wie ausgestorben. Ganz im Gegensatz zum Sommer, wenn sich Touristenmassen durch die Straßen schieben. Dazu kommt meist klirrende Kälte – nichts für empfindliche Gemüter. Aber die Stimmung ist einmalig. Du solltest nur gut einpacken.

    Bunte historische Bürgerhäuser in der Danziger Altstadt

    Winter in Danzig: Auch bei kalten Temperaturen schön

    Alles dämmert im Winterschlaf vor sich hin, überall fröstelt es – eine ganz besondere Atmosphäre breitet sich aus. Immerhin liegt Danzig fast an der Ostsee, ganz im Norden Polens; der kalte Wind pfeift einem überall um die Ohren. Etwas aus der Altstadt herausspaziert, wird die Umgebung noch rauher, aber auch interessanter. Von alten Kriegsschiffen im Hafenbecken bis hin zu grauen Mietskasernen – Danzig hat auch im Winter schöne Seiten.

    Historische Altstadt Danzig mit bunten Häusern und Fußgängern

    Hier findest Du mehr über Polen:
    Reiseberichte & Tipps für Polen

    Anreise nach Danzig

    Nach Danzig gibt es zahlreiche Flugverbindungen. Der Flughafen ist außerdem nah an der Innenstadt und gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln angebunden.

    Je nachdem, aus welcher Ecke Deutschlands du anreist, kann sich aber auch eine Anreise mit einem Fernbus wie Flixbus (finde ich persönlich auf so langen Strecken allerdings zu anstrengend) oder mit dem Zug anbieten. Von Berlin aus gibt es z.B. eine direkte Zugverbindung nach Danzig, mit der du nur 6 Stunden brauchst.

    ➜ Flüge nach Danzig gibt es z.B. bei Eurowings, Lufthansa, Lot, Wizz Air, Ryanair

    Blaues Tor mit bunten Graffiti zwischen alten Backsteinmauern im Winter

    Unterkünfte in Danzig

    Das Zentrum von Danzig ist recht übersichtlich, und das meiste Leben spielt sich in der Rechtsstadt oder auf der naheliegenden Speicherinsel statt. Dort findest du auch Unterkünfte für jeden Geldbeutel.

    ➜ Unterkünfte in Danzig findest du hier

    Historisches Backsteingebäude in Danzig mit Ausstellungsplakat


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