Kategorie: Vietnam

Traumhafte Landschaften und die köstliche vietnamesische Küche haben es mir angetan. Für Vietnam nimmt man sich am besten Zeit und reist einmal von Norden nach Süden durch das Land.

Wenn du auf der Suche nach einem tollen Reiseziel in Südostasien bist, dann solltest du unbedingt Vietnam ins Auge fassen: Auf meinem Blog findest du viele Tipps und interessante Orte in Vietnam.

Saigon  |  Hoi An  |  Hanoi  |  Hue  |  Mekong Delta

  • Mit dem Zug von Hanoi nach Hue

    Mit dem Zug von Hanoi nach Hue

    Eine meiner bleibenden Erinnerungen meiner ersten Vietnam Reise ist wohl die Zugreise durch Nordvietnam. Ein Erlebnis, das bei keiner großen Vietnam Reise fehlen sollte! Von Hanoi aus wollte ich weiter nach Hue, um mir dort die Kaiserstadt anzuschauen. Mit dem Zug durch Vietnam zu rollen, das schien mir eine schöne Idee, das Land auch unterwegs zu erkunden. Am besten sollte da der Nachtzug sein, der einmal vom Norden Vietnams bis runter in den Süden fährt, von Hanoi bis nach Saigon.

    Als ich mich aber so in den lauten und mit Rollern überfüllten Straßen von Hanoi verlor, fiel mir bei einem Blick in eine vermeintlich ruhige Seitenstraße dieses kuriose Bahngleis mitten in der Stadt auf:

    Bestimmt von einer kleinen Bimmelbahn, einer alten Mini-Straßenbahn oder ähnlichem, dachte ich. Komisch – mitten durch die dicht bewohnte Stadt schlug dieses Gleis seine Schneise, ohne Rücksicht auf Anwohner. Welche Bahn hier wohl noch lang fuhr? Oder vielleicht war die Strecke schon vor Jahren stillgelegt worden. Das musste es sein. Tatsächlich aber fahren hier tagtäglich Fernzüge entlang. Die Anwohner haben sich mit dem Zug arrangiert, es gibt keine Sicherheitsvorkehrungen, man passt einfach ein bisschen besser auf, sobald der Zug vorbeifährt. Mittlerweile ist das kuriose Gleis auch zu einer festen Touristenattraktion in Hanoi geworden – es gibt jetzt auch Cafés und Shops mit Sitzgelegenheiten direkt am Gleis (dort, wo noch etwas Platz ist).

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    Zug fahren in Vietnam: Ein Erlebnis für sich auf der Strecke von Hanoi nach Hue!

    Abends stieg ich dann am Bahnhof in Hanoi in den grossen Nachtzug nach Hue (SE3). Der Zug rollte los, nahm an Fahrt auf, ich schaute aus dem Fenster – und direkt in diverse Wohnzimmer hinein. Der Zug bretterte über genau jenes Bahngleis in Hanoi, über das ich am Vortag noch gestaunt habe. Ein besonderes Erlebnis.

    Keine Hektik, kein Stress: Abends in Hanoi fährt der Nachtzug los in Richtung Süden – bis hinunter nach Saigon.

    Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals in meinem Leben mit einem Nachtzug gefahren bin – warum eigentlich? Denn die Zugfahrt durch halb Vietnam war wirklich klasse. Ein Abteil besteht aus vier Betten, zwei oben, zwei unten, im Etagenbett-Style. Gut, die Betten oben waren nur mittels einer Akrobatikeinlage zu erreichen – zum Glück hatte mir meine Reiseberatung aus meinem Hostel in Hanoi ein Bett unten organisiert. Scheinbar traute sie mir die nötige Gelenkigkeit für ein Bett oben wohl nicht ganz zu. Recht hatte sie.

    Schlafen im Nachtzug: Liegewagen im Zug Vietnam

    Kissen und Decken waren für jeden Gast ausgelegt, wobei ich mich eh in mein eigenes Schlafequipment aus Kissen und Schlafsack gehüllt habe. (Und das ich wärmstens empfehle – auf Reisen hat die Kombination mir als extrem pingeligem Hostel-/Hotelgast mir unendlich gute und saubere Dienste geleistet 😉  Ab und zu gab’s noch Bordverpflegung mit Instantsüppchen und -Kaffee vom Servicewägelchen des Zugbegleiters, der charmant den schmalen Gang an den Abteilen auf und ab fuhr  – verhungern oder verdursten musste niemand.

    Sogar eine vietnamesische Zeitung und Wasser gibt es gratis: Im Liegewagen mit vier Betten kann man es sich ziemlich gemütlich machen.

    Nachts von Hanoi nach Hue mit dem Zug

    Der Zug rollte sich also durch das nächtliche Vietnam und ich schlief und schlief. Zugfahren gefiel mir und ich machte mir eine innere Notiz, doch mal mehr auf die Bahn umzusteigen. Ganz entgegen meiner Erwartungen war das leichte, rhythmische Schaukeln des Zuges gar nicht so störend, sondern eher beruhigend. (Und ich bin mittlerweile nach Jahren voller Hotelübernachtungen wirklich ein ganz pingeliger Schläfer.) In Hue verließ ich schließlich den Zug – und Vietnam hatte mich wieder. Denn trotz meines festen Vorsatzes, am Bahnhof nicht auf windige Taxifahrer hereinzufallen, die auf naives Frischfleisch aus dem Nachtzug lauerten, passierte eben genau das. Und zack, saß ich mitsamt Gepäck für teuer Geld in einem unlizensierten, abgerissenen „Taxi„. Ab und zu mal in eine Touristenfalle gehört eben zum Reisen auch dazu.

    Infos zum Zugfahren in Vietnam: Tickets & Tipps

    Viele Touristen reisen in Vietnam von Norden nach Süden oder umgekehrt – einmal von Hanoi nach Saigon oder umgekehrt. Als Transportmöglichkeiten gibt es in Vietnam ein gut ausgebautes Fernbusnetz, oder auch günstige Flüge in größere Städte wie Da Nang, um gut von A nach B zu kommen.

    Wolkenpass
    Am Wolkenpass fährt der Zug am Meer entlang – schöne Aussicht inklusive.

    Lohnt sich eine Zugfahrt in Vietnam?

    Die Zugfahrt war wirklich komfortabel (unbedingt 1.Klasse buchen) und entspannt. Die Landschaft morgens an sich vorbeiziehen zu lassen, hatte schon etwas für sich. Für diejenigen, die mit knappem Budget unterwegs sind, liegt auch ein Vorteil darin, dass man sich eine Hostel-/Hotelübernachtung spart, wenn man mit dem Nachtzug fährt.

    Sicherlich gibt es auch Nachtbusse. Persönlich versuche ich die immer zu vermeiden, da mir Nachtbusse grundsätzlich unsicherer erscheinen, was potentiellen Taschen-/Gepäckdiebstahl etc. angeht. Im Zug dagegen habe ich mir darüber keine Gedanken gemacht, er hält unterwegs nicht oft, und auch das Gepäck bleibt immer in der Nähe im Abteil.

  • Saigon: Der große Street Food Guide

    Saigon: Der große Street Food Guide

    Saigon Street Food – das ist mittlerweile sogar zu Hause in Berlin ein Begriff. Da lag eine Street Food Tour in Saigon* bzw. Ho Chi Minh City ziemlich nah! Die vietnamesische Küche ist so vielfältig, so frisch, so voller neuer Aromen und innerhalb Südostasiens eine ganz eigene Geschmacksrichtung. Besonders in Saigon ist die Auswahl an Street-Food-Ständen, kleinen Imbiss-Restaurants und Garküchen am Straßenrand schier unendlich.

    Vietnamesen sind gesellig und lieben Essen, andauernd wird irgendwo auf irgendetwas gekaut, wechseln mit Leckereien gefüllte (leider Einweg-)Schälchen die Besitzer und man fragt sich wirklich, wie der Großteil der Bevölkerung hier immer noch gertenschlank sein kann. Denn die vietnamesische Küche ist nicht immer leicht! Auch in Vietnam wird frittiert, was das Zeug hält, und Zucker wird ebenso exzessiv verbraucht.

    Street Food Tour Saigon

    Street Food in Vietnam – ein kulinarisches Abenteuer

    Eins vorab: Vielleicht wirst Du viele Gerichte, die in den Straßen Saigons serviert werden, generell nicht probieren wollen. Es sei denn, Du bist wirklich sehr experimentierfreudig. Oft wird die vietnamesische Küche für ihre französischen Einflüsse und dadurch spannenden Kombinationen gelobt – und beim Vietnamesen zu Hause in Deutschland ist es ja auch immer lecker. Was aber oft unterschlagen wird: In Vietnam wird wirklich alles gegessen.

    Vietnamesen lieben Fleisch, und zwar so doll, dass es Vegetarier manchmal schwer haben, ein vegetarisches Gericht zu finden. Veganer erst recht. Und einerseits sehr löblich, aber für den europäischen (oder zumindest meinen) Gaumen recht ungewohnt, wird hier wirklich alles von Rind, Schwein, Huhn, Fisch, Meeresfrüchten, und sogar Frosch oder Schlange gegessen: Vom Filet bis zu den bizarrsten Innereien.

    Street Food Tour Saigon

    An den wirklich authentischen Ständen kommt man mit Englisch nicht weit, eine Karte gibt es auch auf Vietnamesisch nicht. Oft traut man sich nicht, etwas zu probieren – man weiß ja nie… Aus diesem Grund und weil ich trotzdem unbedingt mal etwas (aber eben doch nicht ganz so) exotisches Street Food in Saigon probieren wollte, habe ich eine Street Food Tour in Saigon* unternommen – und es war großartig! Sam, die mit mir unterwegs war, hat mir die abgefahrensten Ecken Saigons gezeigt und mich fantastisches Essen (ohne unliebsame Überraschungen) probieren lassen.

    Was ist der Unterschied zwischen Sommerrollen und Frühlingsrollen?

    Während hierzulande Frühlingsrollen frittierte Röllchen sind und die in weichem, hellen Reispapier gerollten Sommerrollen genannt werden, sind für Vietnamesen alles einfach Frühlingsrollen! Sommerrollen scheinen wohl eher eine Erfindung des Westens. Den Anfang machte also eine der frischesten Frühlingssommerrollen zum Selberrollen, die ich je gegessen habe. Frische Kräuter und Salat, dass es nur so knackte.

    Street Food Tour Saigon

    Bánh Tráng Nướng: Vietnamesische Pizza

    Vietnamesen haben ihre ganz eigene Version von Pizza erfunden. Die hat zwar außer der Form eigentlich nichts mit einer italienischen Pizza zu tun, ist aber trotzdem ein beliebter Snack. Reispapier, eine Creme, die Käse darstellen soll, diverse Soßen und Mayonnaisen, in Scheiben geschnittene Würstchen – irgendwie kommt alles Mögliche auf die Bánh Tráng Nướng Pizza. Die erstaunlicherweise dann sogar schmeckt! Dazu gab’s dann Nem nướng, gegrillte Würstchen – garniert mit den obligatorischen frischen Kräutern, die nirgends fehlen dürfen.

    Street Food Tour Saigon

    Trứng Cút Nướng Phô Mai: Gegrillte Wachteleier mit Käse

    Warum Wachteleier in Vietnam so beliebt sind, hat einen ganz einfachen Grund, verriet mir Sam. Ein ganzes Hühnerei wäre als Portion für ein kleines Küchlein wie in den Mini-Schälchen viel zu viel – und würde zu sehr sättigen. Langsam kam ich dann doch hinter das Ernährungsgeheimnis der Vietnamesen, die dauernd zu essen schienen: Immer kleine Portionen statt riesige Gerichte.

    Street Food Tour Saigon

    Im fahlen Schein von Straßenlaternen saßen wir nun irgendwo mitten in Saigon am Straßenrand auf unseren Kindergartenhockern, wie sie in Vietnam zuhauf an Streetfoodständen genutzt werden und aßen unsere Wachteleiermuffins namens Trứng Cút Nướng Phô Mai und Bánh Xèo, gefüllte Pfannkuchen. Und auch hier wieder jede Menge frische Kräuter, die Sam mir einzeln erklärte (und deren Namen ich auch sofort wieder vergaß, weil ich nur noch mit Staunen beschäftigt war).

    Chè Bưởi: Dessert auf Vietnamesisch

    Keine Ahnung, was Sam mir da in die Hand drückte – es nannte sich Chè Bưởi und sie übersetzte es mit „süße Grapefruitsuppe“. Irgendwie war es süß, cremig, fruchtig und frisch zugleich; genau das richtige bei nächtlichen 30 Grad Lufttemperatur.

    Street Food Tour Saigon

    Street Food Tour in Saigon buchen

    Street Food Touren wie diese führen an ganz entlegene Winkel der Stadt, die ich ohne Sam wahrscheinlich nie zu Gesicht bekommen hätte. Meist werden sie beworben mit „Studenten zeigen dir Street Food in Saigon“ und tatsächlich war Sam Studentin, die sich hauptsächlich deswegen in Sachen Street Food gut auskennt, weil sie nur in einem kleinen Zimmer wohnt und eigentlich dauernd auswärts isst – wie eben viele Studenten in Ho Chi Minh City.

    Street Food Tour Saigon

    Die Spots sind über die ganzen Stadt verteilt und man fährt wird auf dem Roller von Spot zu Spot gefahren. Helme werden gestellt. Eine gute Gelegenheit, den verrückten Straßenverkehr in Ho Chi Minh City hautnah zu erleben! Außerdem sind die Touren dadurch sehr individuell und persönlich, da auf jeden Gast ein Guide bzw. Fahrer kommt.

    Authentische Street Food Touren durch Saigon hier buchen*

  • Mekong Delta in Vietnam: Die schwimmenden Märkte von Cai Rang

    Mekong Delta in Vietnam: Die schwimmenden Märkte von Cai Rang

    Von Saigon ging es weiter Richtung Süden – und hatte mir Ho Chi Minh City schon gut gefallen – im Mekongdelta sollte es noch besser werden. Einen Abstecher in das Mekong Delta von Saigon aus kann ich nur empfehlen! Hier gibt es buntes Leben auf den schwimmenden Märkten auf dem Mekong und das echte, ursprüngliche Vietnam. Eine Mekong Delta Bootstour ist ein einmaliges Erlebnis. Wenn man es richtig anstellt, kann man tief in die lokale Kultur eintauchen und das Leben der Einheimischen kennenlernen. Wie das am besten klappt, verrate ich euch in diesem Artikel. 

    Mekong Delta

    Homestays im Mekong Delta: Ab in die Natur

    Oft entscheide ich spontan vor Ort, wohin ich weiterreisen will und nach dem geschäftigen und mitunter lauten Ho Chi Minh City, schien mir ein bisschen Natur eine gute Abwechslung. Im Mekong Delta findet man jede Menge Homestays. Dort übernachtet man bei Einheimischen auf deren Grundstück oder in deren Haus, mal mehr, mal weniger einfach.

    Per Zufall bin ich auf ein Homestay mit vielen kleinen Bungalows gestossen: Kleine Bambushütten, mit Blick auf den Fluss, einem Seitenarm des Mekong, so wie es sie hier zu Hunderten gibt. Ganz einfach eingerichtet, ohne Klimaanlage und Schnickschnack, dafür mit echtem Tropenfeeling mitten im  südvietnamesischen Dschungel. Zirpende Grillen, quakende Geckos und Frösche, krähende Hähne. Richtiges Landleben eben, fernab jeglicher Zivilisation, so fühlt es sich zumindest an. In Wirklichkeit ist die nächste Großstadt Can Tho nur wenige Kilometer entfernt – aber das scheint einfach unglaublich. 

    ➜ Hier geht’s zum Homestay mitten im Dschungel*

    Mekong Delta

    Auf den Geschmack gekommen?
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    Mit dem Boot durch das weit verzweigte Mekong Delta

    Individuell reisen ist oft anstrengend, alles planen, alles organisieren – nach Urlaub sieht das selten aus. Dafür wird man mit den beeindruckendsten Erlebnissen beschenkt. Mit einem kleinen Motorboot aus Holz, mehr Nussschale als Boot schipperten wir um halb sechs dem Sonnenaufgang entgegen, in unserem Minigrüppchen, durch die verzweigten, schmalen Seitenarme des Mekong hindurch.

    Rechts und links dicht bewucherte Flussufer voller Palmen und tropischen Bäumen. Lucy, unser Tourguide, schneidet beherzt mit einem riesigen Messer ein Palmenblatt herunter und bastelt uns mit bewundernswerter Fingerfertigkeit Ringe und kleine Tiere aus den Blättern, um uns die Zeit zu vertreiben. Dabei ist das gar nicht nötig, die Fahrt über den fast noch schlafenden Fluss inmitten dieses Dschungelpanoramas ist schon Zeitvertreib genug. 

    Mekong Delta

    Der schwimmende Markt von Cai Rang: Sonnenaufgang auf dem Mekong

    Pünktlich zum Sonnenaufgang, die aufgehende Sonne im Rücken biegen wir mit unserer kleinen Bootstour auf den schwimmenden Markt von Cai Rang, der Cai Rang Floating Market. Richtig, ein schwimmender Markt: Wie so viele Märkte hier im Mekongdelta befindet sich der Markt von Cai Rang mitten auf dem Fluss.

    Mekong Delta

    Händler tauschen Waren direkt von Boot zu Boot, dazwischen alte Frauen in ihren Mini-Booten, auf denen sie kleine Garküchen installiert haben und damit die Arbeiter versorgen – und je nach Tageszeit auch das ein oder andere Touristen-Boot. Wir in unserer kleinen Nussschale waren früh dran, noch vor dem großen Touristenansturm. Den schwimmenden Markt von Cai Rang bei Sonnenaufgang zu erleben, wenn das Marktleben noch in vollem Gang ist, ist einmalig. 

    Mekong Delta

    Marktleben auf den schwimmenden Mekong Märkten

    Wir hüpften von Boot zu Boot, frühstückten bei Karaokemusik (Vietnamesen lieben Karaoke, ganz ungeachtet der eigenen Gesangskünste, was sowohl skurril als auch sympathisch ist), hangelten uns aus unserer Nussschale an steilen Bootswänden hoch, um dort frisch geschnitzte, pappsüße Ananas zu knabbern – und um uns herum das pure Marktleben. Knatternde Dieselmotoren, herumfliegende Gemüse- und Getreidesäcke, hart arbeitende Menschen. Irgendwie surreal, dass dies alles auf dem Wasser stattfindet – aber so ist Vietnam im Mekongdelta: Der Mekong ist die Lebensader, ohne die hier nichts funktionieren würde.

    Mekong Delta

    Rund um den schwimmenden Markt von Cai Rang gibt es außerdem zahlreiche Manufakturen. Wie diese hier zum Beispiel, die in mühevoller Kleinarbeit Reisnudeln herstellt. Erst wird aus dem Teig ein Fladen gebacken, der wird dann auf Bambusmatten getrocknet und gestapelt und schließlich durch eine Nudelpresse gedreht. Alles per Hand, ohne große Maschinen und fast unter freiem Himmel. Genauso wie die Kokosbonbons, die es überall zu kaufen gibt. Die sind zwar nichts für lockere Plomben oder dritte Zähne, aber schmecken dafür sehr lecker und kokosnussig! 

    Bootstour ins Mekong-Delta ab Saigon bzw. Ho Chi Minh City

    Ab Saigon gibt es zahlreiche Anbieter, die Tagestouren in das Mekongdelta zu den schwimmenden Märkten anbieten. Gerne werden von den Anbietern die Märkte von Cai Rang und Cai Be angesteuert, meist auch mit einem kleinen Rahmenprogramm. Wenn man nur wenig Zeit hat, und ab Saigon nicht mehr Richtung Kambodscha oder Phu Quoc weiterreist, sondern lieber Richtung Norden will, ist eine solche Tagestour eine gute Möglichkeit, wenigstens etwas vom Mekongdelta zu sehen. 

    ➜ Buche hier eine Tagestour ab Saigon zu den schwimmenden Märkten im Mekongdelta*

    Mekong Delta

    Nachteil: Zum Markt geht es zum Großteil per Bus. Die Fahrt dauert ca. 3 Stunden, man verbringt also viel Zeit mit An- und Abreise. Die meisten Touren sind zwar sehr günstig, dafür halten die meisten auch an Einkaufsmöglichkeiten mit Kaffeefahrtcharakter. Außerdem sind die Gruppen meist recht groß und man kommt relativ spät auf den Märkten an – dann ist der Großteil des Markttreibens schon verschwunden. (Ich habe dir oben eine etwas teurere Tour verlinkt, dafür ist die Gruppe kleiner, und das Programm klingt netter. In den Reisebüros in Saigon werden häufig Touren für einen Bruchteil des Preises angeboten, alle Reisenden, die ich gesprochen habe, waren ausnahmslos enttäuscht von diesen Touren!)

    Ich würde daher eine mehrtägige Tour ins Mekongdelta wählen, wenn es denn schon eine organisierte Tour sein soll.

    ➜ Hier kannst Du mehrtägige Touren in das Mekong Delta buchen*

    Mekong Delta

    Mekong Delta Tour selbst organisieren: Unterkünfte & hilfreiche Tipps

    Man kann aber auch seine Mekong Delta Tour selbst organisieren! Das ist aufwendiger, aber durchaus lohnenswert! Hier ein paar Tipps:

    • Mit dem Open Bus von Saigon nach Can Tho -> am besten mit den orangefarbenen Bussen von Futa Travel und von dort aus mit dem Taxi weiter
    • Homestay in Can Tho, mitten im Dschungel Homestay Mekong Can Tho* (von dort aus kannst du für 15$ die Bootsfahrt zum Sonnenaufgang auf dem schwimmende Markt von Cai Rang buchen, sowie einen Bootsausflug zum Sonnenuntergang für 8$ mit einem Besuch bei privaten Obstgärten) Achtung: durch die Lage gibt es viele Mücken, es lohnt sich, vorher aus Saigon ein Mückenschutzmittel mit DEET mitzubringen!
      ➜ Hier kannst Du Deinen Aufenthalt im Homestay Mekong Can Tho buchen
    • Wer es städtischer mag: Supernettes und komfortables Homestay eines australisch-vietnamesischen Schwesternpaares – Hier wäre ich gerne noch länger geblieben, die beiden sind wirklich sehr herzlich und so hilfsbereit! Ein absoluter Tipp von Herzen!
      ➜ Hier kannst Du Deinen Aufenthalt im The Mag buchen*

    Tipp: Von Can Tho aus kannst Du ebenfalls selbst Bootsausflüge zu den schwimmenden Märkten organisieren! Laufe einfach am Pier entlang und Du wirst innerhalb weniger Minuten von diversen Damen angesprochen. Für eine Mekong Tour Boote mieten geht den ganzen Tag über, morgens früh vor Sonnenaufgang hin lohnt sich aber trotzdem, um das richtige Marktleben mitzubekommen!

    Mekong Delta
  • Saigon: Die besten Sehenswürdigkeiten & Tipps

    Saigon: Die besten Sehenswürdigkeiten & Tipps

    Planst Du während Deiner Reise nach Vietnam einen Stopp in Ho Chi Minh City bzw. Saigon? Da bist Du hier genau richtig: In diesem Artikel verrate ich meine besten Saigon Tipps und welche Saigon Sehenswürdigkeiten Du nicht verpassen darfst! Ob das beste Street Food, die coolsten Restaurants und die besten Unterkünfte: In diesem Guide für Ho Chi Minh City (offizieller Name von Saigon!) wirst Du fündig.

    Straße im Ho Thy Ky Flower Markt Blumenmarkt Saigon

    Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Saigon

    Saigon ist zwar die größte Stadt Vietnams, aber erschlägt einen längst nicht so wie Bangkok oder Hongkong. Das einzige, was wirklich sehr gewöhnungsbedürftig ist (und das gilt aber generell für ganz Vietnam) ist der Verkehr mit Trillionen von Rollern, von denen jeder Vietnamese mindestens einen besitzen zu scheint. Hupen ist eine Form, sich im Verkehr bemerkt zu machen, geblinkt wird dafür nicht – also ist der Verkehr in einer Stadt wie Saigon einfach eine riesige, laute Welle aus hupenden Rollern.

    Beliebt sind auch sogenannte Mototaxis, Roller als Taxi, auf die man einfach aufhüpft. Gerne genutzt wird dafür auch Grab, ein Taxi-Service ähnlich Uber, bei dem man zwischen Motoroller oder normalem Taxi wählen kann. Bei 40 Grad habe ich allerdings meist das Auto genommen – und die Klimaanlage genossen. Überhaupt ist Grab eine optimale Möglichkeit, von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit zu kommen, es ist günstig, und wesentlich einfacher, als die Strecken mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen. 

    Saigon gehört zu jeder Vietnam-Reise!

    Vier Jahre ist es nun her, dass ich das letzte Mal in Vietnam war. Das Land habe ich damals sehr zwiespältig verlassen – die volle Begeisterung blieb irgendwie aus. Ich kannte vorher in Südostasien nur Thailand, ein Land, dass es westlichen Touristen sehr einfach macht, sich sofort wohl zu fühlen. In Vietnam habe ich das damals etwas anders empfunden. Aber dazu später mehr. Da ich beim letzten Mal die wichtigsten Orte in Nordvietnam wie Halong Bay, Hanoi, Hoi An, Hue und Da Nang besucht hatte und für den Süden die Zeit fehlte, wollte ich diesmal Saigon, das Mekongdelta und noch einiges mehr kennenlernen und es nochmal mit Vietnam versuchen.

    Planst Du eine Vietnam-Reise?
    Hier findest Du alle Artikel und hilfreiche Tipps für Vietnam!

    1. Das Hauptpostamt & die Kathedrale Notre-Dame

    Saigon wartet mit wenigen wirklich spektakulären Sehenswürdigkeiten auf, dennoch sind viele Orte interessant. Das Hauptpostamt zum Beispiel wurde während der französischen Kolonialzeit erbaut, und die Stahlkonstruktion im Inneren wurde von Gustave Eiffel konzipiert. Groß am Kopf der Haupthalle hängt ein Porträt von Ho Chi Minh. Skurril: In den Seitenflügeln sowie in der Mitte der Halle sind Souvenirshops untergebracht und das gesamte Postamt ist mit Touristengruppen gefüllt, während rundherum an den Postschaltern der ganz normale Betrieb mit dem Kaufen von Briefmarken und dem Abholen von Paketen weitergeht. 

    Sehenswürdigkeiten in Saigon Hauptpostamt
    Das Hauptpostamt in Saigon stammt aus der französischen Kolonialzeit.
    Saigon Sehenswürdigkeiten Bild von Ho Chi Minh im Hauptpostamt Saigon
    Regulärer Betrieb im Hauptpostamt von Saigon unter dem übergroßen Porträt von Revolutionsführer Ho Chi Minh.
    Saigon Sehenswürdigkeiten Uhr und Karte im Hauptpostamt von Saigon
    Französische Spuren findet man überall in Saigon.

    Den großen architektonischen Einfluss der Franzosen sieht man auch an einer anderen Sehenswürdigkeit Saigons, der Kathedrale Notre-Dame (ja, auch hier gibt’s eine!), gleich gegenüber vom Hauptpostamt. Zur Zeit wird sie renoviert. 

    Kathedrale Notre-Dame in Ho Chi Minh City Saigon Vietnam
    Auch die Notre Dame Kathedrale ist ein Relikt aus der französischen Kolonialzeit in Saigon.

    2. Ho Chi Minh City People’s Committee und Saigon Opera House

    Zwei weitere Sehenswürdigkeiten aus der französischen Kolonialzeit sind das Ho Chi Minh City People’s Committee, das Rathaus von Saigon, sowie das Opernhaus von Saigon. Während das Rathaus nicht besichtigt werden kann, lässt sich das Opernhaus bei Aufführungen besuchen: Die Akrobatikshow mit südvietnamesischen Einflüssen soll sehr sehenswert sein!

    ➜ Hier geht’s zur A-O- und Teh Dar Show im Saigon Opera House*

    Saigon Sehenswürdigkeiten Rathaus im Abendlicht Ho Chi Minh City People's Committee
    Könnte so auch in Kalifornien stehen: Das Rathaus von Saigon.
    Saigon Sehenswürdigkeiten Statue von Ho Chi Minh
    …bis auf die riesige Ho Chi Minh Statue davor natürlich.
    Saigon Sehenswürdigkeiten Opera House
    Manchmal sogar mit rotem Teppich: Das Saigon Opera House.

    3. Aussichtsplattformen auf dem Bitexco Financial Tower & Landmark 81

    Der Bitexco Financial Tower ist nach dem brandneuen Landmark 81 etwas außerhalb der Stadt der zweithöchste Wolkenkratzer Saigons. Auffällig ist die große, herausragende Plattform oben auf dem Turm. Das ist aber nicht die Aussichtsplattform, sondern ein Helikopterlandeplatz. Viel genutzt wird er scheinbar nicht – und es scheint eher wie ein Prestigeobjekt. Das Skydeck etwas darunter in der 49. Etage ist die öffentlich zugängliche Aussichtsplattform, für umgerechnet ca. 8 Euro hat man hier einen Ausblick über Saigon. Weiter oben befindet sich noch ein Restaurant bzw. eine Bar, ohne Eintritt, dafür muss man hier verständlicherweise etwas konsumieren. 

    Sehenswürdigkeiten in Saigon Bitexco Tower  aus Hinterhof
    Größer kann der architektonische Kontrast kaum sein. Aus einem alten Hinterhof schaut man direkt auf den Bitexco Tower.

    Das Landmark 81 besitzt ebenfalls eine Aussichtsplattform. Ich habe mir den Ausblick von beiden Locations allerdings geschenkt, da die Zeit knapp geworden ist – und ich schon vom Flugzeug aus einen fantastischen Blick auf die Stadt hatte. Vom Ufer gegenüber ist die Aussicht auf Saigon ebenfalls grandios!

    Skyline von Ho Chi Minh City bei Nacht
    Die Skyline von Saigon bei Nacht: Ein bisschen wie Shanghai.

    Tipp: Abends ist hier der Treffpunkt der Locals. Es gibt die obligatorischen Street-Food-Stände und improvisierte Cocktailbars, und den Tag hier auf einem der Klappstühle mit bester Sicht auf die Skyline von Saigon ausklingen zu lassen, ist perfekt! Und das Beste: Kein Tourist-Gedöns!

    3. Ben Thanh Markt

    Märkte steuere ich in fremden Städten immer gerne an – mich im Gewusel verlieren und dabei besonders in fernen Ländern Exotisches entdecken, das ist genau meins. Der Ben-Thanh-Markt liegt mitten in der Stadt – eine große, überdachte Markthalle mit Obst, Gemüse, Klamotten, Souvenirs und Streetfood-Ständen. Allerdings ist er auch totaler Touristenmagnet, wer es lieber etwas einheimischer mag, der sollte einen Markt wie den Tan Dinh Markt oder den An Dong Markt ansteuern.

    Saigon Sehenswürdigkeiten Ben Thanh Markt mit Marktständen
    Auf dem Ben Thanh Markt gibt es alles: Essen, Handtaschen, Maßanzüge, falsche Wimpern im Sparpack.
    Schnecken, Langusten und Meeresfrüchte im Ben Thanh Markt, Sehenswürdigkeit in Saigon
    Schneiderei im Ben Thanh Markt in Saigon
    Maßanzüge in einem Tag: In Vietnam kein Problem.

    Gleich neben dem Ben-Thanh-Markt gibt es auch ein bekanntes Pho-Restaurant, das Pho 2000. Pho ist eines der Nationalgerichte Vietnams, das man unbedingt einmal probieren sollte! Pho ist eine Nudelsuppe, der am Tisch noch frische Kräuter, Chili und Limettensaft hinzugefügt werden. Es gibt sie traditionell mit Huhn- oder Fleischeinlage, oft auch noch mit Tofu als vegetarische Variante. Pho 2000, ein einfaches Restaurant, ist vor allem zur Berühmtheit gelangt, nachdem hier im Jahr 2000 Bill Clinton auf Staatsbesuch eine Pho geschlürft hat. 

    Pho 2000 in Saigon
    Pho 2000: Bill Clinton war hier.
    Pho Suppe im Pho 2000, Restaurant Tipp in Saigon
    Vietnamesische Pho: Nudelsuppe mit vielen frischen Kräutern. Eine Spezialität!

    5. Wiedervereinigungspalast

    Der Wiedervereinigungspalast war vor dem Vietnamkrieg der Sitz des südvietnamesischen Präsidenten. Mit dem Fall von Saigon am 30.April 1975 durch die Vietnamesische Volksarmee und deren Panzern, die hier über die Zäune rollten, wurde der Vietnamkrieg beendet. Heute können das Gelände sowie einige Räume besichtigt werden. 

    Propaganda Plakat Kriegsende vor Wiedervereinigungspalast, Saigon, Vietnam
    Jedes Jahr wird das Kriegsende groß gefeiert. Überall in der Stadt hängen Plakate wie aus einer anderen Zeit.

    6. War Remnants Museum (Kriegsmuseum)

    Das Kriegsmuseum war wohl meine größte Enttäuschung in Saigon. Viele Touristen, mit denen ich zuvor gesprochen habe, waren hellauf begeistert vom Kriegsmuseum, das als eines der größten und besten seiner Art in Asien gilt. Ich habe mir wirklich alles von oben bis unten (das Museum verteilt sich über drei Etagen) angesehen, in der Hoffnung, etwas mehr über die geschichtlichen Zusammenhänge und Hintergründe des Vietnamkriegs zu erfahren.

    Die Möglichkeit, dass die Darstellungen parteiisch sind, fand ich durchaus spannend und habe irgendwie auch damit gerechnet. Obwohl ich vielfach gehört hatte, dass die Ausstellung durchaus neutral gehalten sei. Meiner Erfahrung nach ist sie das allerdings null! Zudem ist die Ausstellung technisch sehr schlecht gestaltet. Besonders hat mich die Fotoausstellung berühmter Kriegsfotografen interessiert – nur sind die eigentlich beeindruckenden Bilder so schlecht ausgeleuchtet, dass man sich besser einen guten Bildband zu Hand nimmt.

    War Remnants Museum, Sehenswürdigkeit in Saigon

    Wie erwartet, ist die Ausstellung anti-amerikanisch und lässt die Hintergründe der Gegenseite vollständig aus. Bis zu einem gewissen Grad verständlich. Dabei aber Neutralität vorzugaukeln, ist doch sehr gewagt. Geschichtliche Hintergründe werden ebenfalls nur am Rande beleuchtet, sodass ich beim Verlassen des Museums nicht das Gefühl hatte, schlauer zu sein, was die Geschichte Vietnams angeht.

    Weiterhin fand ich die selbstverständliche Präsentation amerikanischer Kriegsgeräte wie Maschinengewehre, Panzerfäuste und Bomben an jeder Ecke sehr martialisch und verstörend. Gehört zum Thema, aber die Form und Menge waren irgendwie zu viel. 

    Kriegsflugzeuge im War Remnants Museum, Saigon
    Plakat Solidarität mit Vietnam aus Vietnamkrieg im War Remnants Museum, Saigon

    Mein ganz persönlicher Tiefpunkt waren allerdings zwei andere Dinge: Zum einen der Souvenirshop, der völlig unpassende Souvenirartikel von Kartenspielen über amerikanische Hollywood-Filmposter bis zur Biografie von Michelle Obama anbietet (wenn hier doch sonst alles anti-amerikanisch ist) – zum anderen die Tatsache, wie Besucher sich freudestrahlend mit den Panzern vorm Museum fotografieren lassen. Bei den beiden Mädchen, offensichtlich Touristinnen aus dem Westen, die sich von einem Freund bei ihrer fröhlichen Cheerleading-Tanz-Choreographie zwischen Panzern und Kriegshubschraubern filmen ließen, fiel mir dann endgültig die Kinnlade herunter. 

    Souvenirshop im War Remnants Museum, Saigon

    7. Ho Thy Ky Blumenmarkt

    Vietnamesen lieben Blumen. Oft werden Blumen als Dekoration bei den zahlreichen Festivals im Jahr oder als religiöse Opfergabe genutzt. Auf dem Ho Thy Ky Flower Market kann man in ein Meer von Blumen eintauchen und dabei leckeres Street Food probieren. Die meisten Blumen hier kommen aus der Bergregion weiter nördlich um Dalat oder aus dem Mekongdelta. Ich habe übrigens vergeblich versucht rauszufinden, was genau dem Blumenwasser hinzugefügt wird, damit sie so unfassbar frisch bleiben. Vor allem bei Lufttemperaturen von knapp 40 Grad… Die Chemiekeule lässt wohl grüßen. Im Übrigen habe ich gelesen, dass man in Vietnam die Finger von Äpfeln lassen sollte, weil sie dort so unfassbar stark gespritzt werden – also Vorsicht.

    Saigon Sehenswürdigkeiten: Blumen auf dem Ho Thy Ky Flower Market

    8. Tan Dinh Kirche / Pink Church

    Das Besondere an dieser Kirche ist eigentlich – der Name lässt es erahnen – ihre Farbe. Von oben bis unten in Pink, auch innen, ist diese Kirche der heilige Ort aller asiatischen Instagrammerinnen. So scheint es zumindest, wenn man die Horden junger Mädchen vor der Kirche posieren sieht; alle auf der Suche nach dem besten Fotospot. (Sucht mal auf Instagram nach #pinkchurch!) Ich hätte mir die Kirche auch gerne von innen angesehen – leider war gerade Gottesdienst. 

    Saigon Sehenswürdigkeiten Rosa Kirche Tan Dinh Pink Church
    Eine pinkfarbene Kirche in Saigon: Schon schön.
    Mädchen vor Pink Church, Ho Chi Minh City
    Selfie-Alarm vor der pinken Kirche in Saigon.

    9. Sri Mariamman Tempel 

    Die hinduistische Community in Vietnam ist nicht besonders groß, daher ist der Sri-Mariamman-Tempel in der Nähe des Ben-Thanh-Marktes auch nicht so spektakulär. Wenn man eh in der Nähe ist, lohnt sich ein Besuch. Achtung: Schuhe aus! 

    Sri Mariamman Tempel von innen, Saigon

    10. Pham Ngu Lao – Backpacker Street mit Nachtmarkt

    Nach Einbruch der Dunkelheit tobt hier das Nachtleben. Wummernde Bässe, Street-Food-Verkäufer mit ihren Wägelchen, einschlägige Mädchen, westliche Touristen von Backpackern bis Neckermann Reisen, aber auch Einheimische – die Pham Ngu Lao muss man erlebt haben.

    Während des Vietnamkriegs haben sich hier entlang der Straße Lokale und Unterkünfte angesiedelt, von teuer bis billig. Hier konnten sich die amerikanischen Truppen mit allem eindecken, was sie brauchten. Irgendwie ist der westliche Einfluss bis heute geblieben und man findet immer noch zahlreiche Bars und Unterkünfte rund um die Pham Ngu Lao. 

    Saigon Sehenswürdigkeiten Nachtleben auf der Pham Ngu Lao
    Party jeden Tag: Die Pham Ngu Lao erinnert ziemlich an die Khao San Road in Bangkok.

    Ausflüge ab Saigon: Was kann man sich noch ansehen? 

    Ab Saigon lassen sich eine Reihe von Ausflügen unternehmen. Beliebt ist ein Besuch der Cu-Chi-Tunnel. Während des Vietnamkrieges wurde das bereits zu Kolonialzeiten bestehende Tunnelsystem von den Vietcong so erweitert, dass eine komplette Infrastruktur mit Wohneinheiten, Krankenhäusern und Schulen entstand.

    Besonders an den Verbindungstunneln ist die Größe: 80 Zentimeter Höhe, 60 Zentimeter Breite. Ein Tunnelstück ist bis heute erhalten (und für die riesigen Touristen aus dem Ausland auch etwas vergrößert worden) und kann besichtigt werden. 

    ➜ Hier kannst Du Deine Tour zu den Cu-Chi-Tunneln buchen*

    Ein weiterer beliebter Ausflug ist eine Tagestour ins Mekongdelta, um dort die schwimmenden Märkte auf dem Mekong zu besuchen. Allerdings ist eine Tagestour wirklich sehr knapp bemessen, und die Wahrscheinlichkeit, dass man in einer Massentour mit Kaffeefahrtcharakter landet, ist hoch. Mehr Tage zu buchen scheint mir ratsam.

    ➜ Mehrtägige Touren durch das Mekongdelta*

    Ich war nach Saigon auch im Mekongdelta. Da ich aber vorerst nicht zurück nach Saigon wollte, bin ich auf eigene Faust dorthin:

    ➜ Hier geht’s meinem Artikel über die schwimmenden Märkte im Mekongdelta

    Meine ganz persönlichen Saigon Tipps: Street Food & Cafés

    Von den typischen Sehenswürdigkeiten, die auch so in jedem Saigon Reiseführer zu finden sind, abgesehen, fand ich noch einiges mehr in Saigon spannend! Besonders interessant fand ich die vielen wirklich tollen und einzigartigen Cafés und Restaurants, die sogar mich als in dieser Hinsicht verwöhntem Berliner begeistert haben. Und das leckere Street Food, das ich wohl ohne eine tolle Street Food Tour niemals so entdeckt hätte.

    Aber am allerbesten waren die tollen Locals, die meine schlechten Erfahrungen vom letzten Mal sofort vergessen ließen und mir eine Menge toller Tipps gegeben haben. Ich denke oft, dass man einem Land unbedingt noch ein zweites Mal besuchen sollte, auch wenn das erste Mal nicht besonders schön war. Manchmal erschließt sich ein Land einem erst bei einem zweiten Besuch.

    Wo bekommt man das beste Street Food in Saigon? Was ist typisch vietnamesisches Street Food?
    Mehr über Street Food in Saigon

    Saigon Sehenswürdigkeiten Katinat Café
    Es gibt unzählige Cafés in Saigon – und eines schöner als das andere.

    Praktische Tipps für Saigon – Informationen für deine Reise

    Vom Flughafen in die Stadt

    Wenn du mit dem Flugzeug am Flughafen ankommst, kannst du entweder ein reguläres Taxi, Grab oder den öffentlichen Airport-Bus in die Stadt nehmen. Der Flughafen ist nur 7 Kilometer von der Innenstadt entfernt, ein Taxi wird also nicht ganz so teuer. Ich habe die ganze Zeit Grab benutzt, da ich einiges über getürkte Taxameter und falsche Taxis gelesen habe. Mir war Grab lieber, da dort, wie bei Uber, der Preis von vornherein feststeht. Von der Stadt aus zum Flughafen habe ich einmal ca. 90.000 Dong bezahlt, das sind ca. 4,50€. Günstiger ist nur der Flughafenbus, der über den Ben-Thanh-Markt zum Busbahnhof in der Nähe der Pham Ngu Lao fährt: 20.000 Dong, knapp 1 €. 

    Mit dem Bus weiter

    Willst Du von Saigon aus mit dem Bus weiter, so hilft Dir in der Regel jedes Hotel oder jede Reiseagentur weiter. Beliebt und gut sind die meist orangefarbenen Überlandbusse von FUTA Travel. Diese unterhalten Büros in der ganzen Stadt, auch in der Nähe der Pham Ngu Lao. Dort kannst Du ein Ticket kaufen und wirst mit einem Minibus zum Busbahnhof gefahren, der sich außerhalb des Stadtzentrums befindet. Preise sind sehr günstig, Komfort ist okay – die Sleeper-Busse mit ihren halbflachen Liegesitzen auf 2(!) Etagen haben mir mit 1,60 m Körpergröße vollkommen ausgereicht. Ausgewachsene europäische Männer haben es da schwerer. 

    Fortbewegen innerhalb der Stadt

    Innerhalb Saigons kann ich Grab nur empfehlen! Obwohl es gutes WLAN an jeder Ecke gibt und du die App nutzen kannst, würde ich dir den Kauf einer lokalen SIM-Karte ans Herz legen, die du gleich am Flughafen kaufen kannst. Oder du kaufst bereits im Voraus eine eSIM; ich nutze dazu gerne eSIMs von Saily oder Holafly.

    Sicherheit in Saigon: Ist es gefährlich?

    Ich bin mehrfach von Einheimischen vor Taschen- und Handydiebstahl gewarnt worden. Anscheinend werden Handys gerne mal von Taschendieben, die auf Rollern vorbeifahren, aus der Hand gerissen. Ähnliches passiert wohl auch mit Handtaschen oder Rucksäcken, die man nur auf einer Schulter trägt. Auf beiden Schultern getragen ist man da wohl safe. Ich habe mich allerdings als Alleinreisende jederzeit relativ sicher gefühlt, auch nachts. Das ist allerdings auch einer der Gründe, warum ich immer eine lokale SIM-Karte kaufe und das Handy immer parat habe – wenn es mir unangenehm wird, ist in wenigen Minuten ein Grab-Taxi da.

    Beste Reisezeit für Saigon: Wann reist man am besten nach Südvietnam?

    Im Prinzip gliedern sich die Jahreszeiten in Vietnam in eine Trockenzeit (November bis April) und eine Regenzeit (Mai bis Oktober). Die  für Europäer ist im europäischen Winter. Kurz vor der Regenzeit wird es dann nochmal richtig heiß und feucht. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Das ist nur was für Hartgesottene! Hardcore-Sightseeing-Programme müssen da schon etwas zurückstehen – ansonsten bieten sich häufige Pausen an.

    Katze in Bastkorb

    Unterkunft in Saigon 

    Die meisten Touristenhotels befinden sich rund um die Pham Ngu Lao (mit vielen Backpackerunterkünften) oder mitten im Zentrum. Rund um die Pham Ngu Lao kann es aber sehr laut werden, wer da auf entspannte Nachtruhe hofft, ist vielleicht mit einer anderen Unterkunft besser beraten. 

    Ich habe mich für eine Unterkunft etwas außerhalb des Trubels, aber dennoch sehr zentral entschieden. Das Common Room Project* ist eher ein Wohnprojekt als ein Hotel – wirklich sehr nette Mitarbeiter und alles in allem eine sehr warmherzige und einladende Atmosphäre. Es gibt sowohl Dorms als auch Privatzimmer.

    ➜ Buche dein Zimmer im Common Room Project am besten im Voraus (es gibt nur wenige Privatzimmer)

    Als ich einmal sehr spät zurückkam, sprang der Rezeptionist ganz erleichtert und aufgeregt zugleich von seinem Stuhl auf – er hätte sich schon Sorgen um mich gemacht, weil er mich die ganze Zeit nicht gesehen hatte. Das habe ich so auch noch nie erlebt.

    Legendär ist auch die Dachterrasse, auf der auch gerne Kinoabende veranstaltet werden. Und was mich als Brasilianerin umso mehr freute: Die Caipirinha-Bar macht die wohl besten Caipirinhas in Vietnam! 

    Caipifruta mit Maracuja in Rooftop Bar in Saigon Vietnam

    Sagt man Saigon oder Ho Chi Minh City?

    Die erste Frage, die sich mir stellte, war: Sage ich jetzt nun Ho Chi Minh City oder Saigon? Schließlich will ich ja nicht in irgendwelche Fettnäpfchen treten. Schon beim letzten Mal ist mir in Vietnam aufgefallen, dass (zumindest gegenüber Touristen) politische Themen gerne vermieden werden. Vietnam ist ein kommunistisches Land, aber wie auch in China, verschwimmen oberflächlich gesehen die Grenzen zum Kapitalismus sehr stark und mit einem Starbucks oder H&M vor der Nase ist man ziemlich irritiert, was denn nun hier kommunistisch sein soll.

    Katinat Café an Kreuzung in Ho Chi Minh City Vietnam

    Nach dem Ende des Vietnamkriegs und der Machtübernahme der kommunistischen Vietcong im Süden Vietnams verlor Saigon seinen Namen, der noch aus der französischen Kolonialzeit stammte, und wurde 1976 nach dem zu diesem Zeitpunkt bereits verstorbenen (kommunistischen) Revolutionsführer Ho Chi Minh benannt. Mit dem Namen ist also ein gewaltiges Stück Geschichte verbunden.

    Ich habe mich dann mehrmals vorsichtig erkundigt, die Einheimischen sagen allerdings auch immer noch Saigon – nur bei offiziellen Anlässen wird Ho Chi Minh City benutzt. (Im Übrigen ist die politische Geschichte Vietnams sehr komplex. Ich gebe mir Mühe, das hier wahrheitsgemäß und korrekt wiederzugeben. Schliesslich sollte auch ein Reiseblogger, der nur oberflächlich Orte besucht, auf geschichtliche Zusammenhänge achten. Wer aber mehr Ahnung hat oder Korrekturen anmerken will – bitte sehr gerne in die Kommentare. Ich freue mich sehr.)

  • Hoi An: 8 Tipps für eine der schönsten Städte Vietnams

    Hoi An: 8 Tipps für eine der schönsten Städte Vietnams

    Hoi An ist die Touristenfalle in Vietnam überhaupt. Und ich fand’s trotzdem toll, obwohl ich normalerweise für solche Orte selten zu begeistern bin. Hoi An war ganz anders als das, was ich bisher von Vietnam gesehen hatte. Auf den ersten Blick ist die Altstadt von Hoi An eine Mischung aus überfüllter Touristenhochburg und hochglanzpolierter Sehenswürdigkeit, die mit dem Rest von Vietnam nur wenig zu tun hat.

    Altes vietnamesisches Gebäude mit Fahrrad und Vintage-Schild
    Schöne Motive finden sich in der Altstadt von Hoi An an jeder Ecke.

    Nachdem ich bisher durch die Halong Bucht geschippert bin, mich durch Hanois Gewusel gekämpft hatte und mit dem Motorrad eine einmalige Tour von Hue aus unternommen hatte, war dieser Stopp etwas völlig anderes.

    Trotzdem: Ich hatte solche entspannten Tage. In diesem Artikel teile ich daher mit euch meine schönsten Tipps und Locations für Hoi An und liefere euch 8 Gründe, warum ihr euch Hoi An auf eurer Vietnamreise nicht entgehen lassen solltet!

    1. Hoi An: Das Paradies in Vietnam

    Wahrscheinlich wirst du auf deiner Vietnamreise der üblichen Reiseroute folgen, das heißt entweder von Norden nach Süden oder umgekehrt. Hoi An liegt fast genau in der Mitte Vietnams. Damit ist es perfekt für ein paar ruhige Tage nach einem anstrengenden Trip durch Städte wie Hanoi oder Ho-Chi-Minh-Stadt.

    Solltest Du schon einige Zeit in Vietnam unterwegs gewesen sein, wird Dir der laute Lärmpegel auf der Straße auffallen und unter Umständen auf die Nerven gehen. Denn die Vietnamesen lieben ihre Hupe! Dauert wird gehupt, beim Überholen, an der Ampel, beim Abbiegen. Und die Straßen sind voll mit Motorrollern, die in Vietnam besonders beliebt sind.

    Traditionelle vietnamesische Laternen hängen vor altem Gebäude Hoi An

    Hoi An ist da eine willkommene Ausnahme: Im Altstadtkern sind nur Fahrräder und unmotorisierte Rikschas erlaubt, Autos und Motorroller sind verboten. Die ganze Altstadt ist eine einzige Fußgängerzone! Ganz in Ruhe kann man so zu Fuß die Altstadt erkunden, ohne befürchten zu müssen, vom nächstbesten Rollerfahrer umgenietet zu werden.

    Frau mit Strohhut spaziert durch belebte vietnamesische Altstadt

    Die Altstadt ist recht übersichtlich. Alle Sehenswürdigkeiten in Hoi An liegen nah beieinander. Gemütlich kann man durch die Straßen schlendern und in den hübschen Cafés und Restaurants Halt machen. Viele Häuser sind auch für die Öffentlichkeit zugänglich: In den Innenhöfen stehen oft Bänke: Einfach hinsetzen und sich treiben lassen.

    2. Die Geschichte Hoi Ans und die historische Altstadt

    Hoi An wurde von den Cham im 4.Jh. gegründet – so alt ist die Stadt schon! Zwischen dem 16. und 19.Jh. gewann die Stadt mehr an Bedeutung. Der Hafen wurde zu einem der wichtigsten Handelshäfen im Südchinesischen Meer, bis er vom nahegelegenen Da Nang ersetzt wurde. Die alten Gebäude blieben jedoch erhalten, und da Hoi An seine strategische Bedeutung vollständig verloren hatte, blieb die Altstadt auch im Vietnamkrieg völlig unberührt. Schön für uns, denn so ist Hoi An heute ein magischer Ort voller Geschichte.

    Traditionelles vietnamesisches Tor in Hoi An mit vietnamesischer Flagge

    Obwohl die alten Holzhäuser in der Altstadt mehrfach von Hochwasser heimgesucht wurden, sind sie in sehr gutem Zustand. Die meisten befinden sich seit Generationen im Familienbesitz, und viele der Häuser lassen sich auch von innen besichtigen. Die meisten Häuser in der Altstadt von Hoi An sind sogar bewohnt, was man bei der Kleiderwahl berücksichtigen sollte. Vietnamesen sind nicht sehr freizügig: Bedeckte Schultern und Knie sind immer eine gute und respektvolle Wahl beim Betreten eines Privathauses.

    hoi an

    Über die Altstadt verteilt befinden sich kleine Ticketverkaufsstellen, an denen du dir ein 3-Tages-Ticket kaufen kannst. Mit diesem Ticket hat man freien Eintritt zu allen Sehenswürdigkeiten in Hoi An.

    backyard in old house
    old house in hoi an

    Unterkunft in Hoi An gesucht?
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    3. Essen in Hoi An: Vietnamesische Küche vom Feinsten!

    Hoi An ist wohl der Traum aller Foodies! Für jeden Geldbeutel gibt es hier gutes Essen an jeder Ecke. Ob kleine Snacks auf der Straße oder ausgeklügelte Menüs in einem der zahlreichen schickeren Restaurants, ich habe nicht einmal schlecht in Hoi An gegessen! Die vietnamesische Küche ist sowieso sehr frisch und aromatisch, aber in Hoi An gibt es noch eine Menge innovativer Cafés und Restaurants mit tollen Interpretationen vietnamesischer Spezialitäten.

    Kochkurs in Hoi An

    Wenn du wissen willst, wie du die Gerichte zu Hause nachkochen kannst, buche einfach den passenden Kochkurs. Auch viele Restaurants bieten solche Kurse an, meist ist noch ein Besuch auf dem Markt inklusive. So kannst du dich gleich mit den Zutaten vertraut machen.

    Kochkurs in Hoi An buchen

    Kochkurse wirst du in vielen Ländern Südostasiens finden. Du lernst viel über die exotischen Zutaten und das Nachkochen zu Hause ist dann gar nicht mehr so schwer.
    Hier findest du einen detaillierten Bericht über meinen Kochkurs in Thailand

    Restaurant Tipps für Hoi An

    Im Green Mango gibt es leckere Fusionküche, die vietnamesische Basis mit westlichen Elementen verbindet. Etwas experimenteller wird es in den Mango Rooms, wo ungewöhnliche Kombinationen auf tropisches Flair treffen. Und wenn du nur ein Restaurant in Hoi An besuchst, dann das Morning Glory – dort habe ich das beste Bánh Mì mit Schweinefleisch überhaupt gegessen.

    Es muss aber auch nicht immer ein Restaurant sein: auch Street Food in Hoi An ist überall superlecker!

    Bunter Marktstand mit tropischen Früchten wie Drachenfrucht und Mango
    Street Food in Hoi An
    street food hoi an
    hoi an

    4. Cafés in Hoi An: Ca phe sua da & Co.

    So sehr ich auch wollte, den ganzen Tag zu essen ging nun doch noch nicht. Aber bei über 35 Grad im Schatten entwickelte ich eine ziemlich große Vorliebe für Cà phê sữa đá, den typisch vietnamesischen Kaffee mit Eis. Und Cafés gibt es in Hoi An nicht wenige. Meine Favoriten sind Hoi An Roastery und Coco Box.

    Gemütliches vietnamesisches Café mit Gästen bei Nacht
    Eines meiner Lieblingscafés in Hoi An: Cocobox.

    Noch mehr Reiseinspirationen für Vietnam findest du hier

    5. Shopping in Hoi An: Maßschneidereien an jeder Ecke

    Hoi An ist berühmt für seine Maßschneidereien. In der ganzen Altstadt findet man immer wieder kleine Ateliers, in denen man sich Anzüge und Kleider auf den Leib schneidern lassen kann. Gekauft habe ich dort nichts, weil ich mal wieder an Gewicht im Gepäck sparen wollte.

    Hoi An Schneider Maßschneider Stoffe

    Was ich aber gehört habe, ist, dass die Schneider in Hoi An teurer sein sollen als in anderen Orten – ist ja auch ein megatouristischer Ort. Außerdem würde ich einen genauen Blick auf die Qualität der Stoffe werfen: Ich hatte oft den Eindruck, dass dort auch gespart wird, und nichts ist enttäuschender, als wenn man Geld und Mühe in ein schönes Teil investiert, das dann am Ende nur durch schlechte Stoffqualität aussieht, als käme es aus dem Discounter.

    Hoi An Schneider Maßschneider Stoffe

    Was Souvenirs anging, habe ich mich dann auf Tee beschränkt, wiegt weniger – und der Tee war wirklich toll. Und mit Glück kann man sich sogar bei einer original vietnamesischen Teezeremonie durch jede Menge verschiedener Sorten probieren.

    Vietnamesische Teeprodukte in einem traditionellen Teegeschäft
    Beliebtes Mitbringsel aus Vietnam: Tee in allen Variationen.

    6. Das Nachtleben in Hoi An: Laternen, Street Food und laue Nächte

    Wirklich schön wird Hoi An abends, wenn überall in der Altstadt die bunten Lampions leuchten. Die Straßen füllen sich, und alle genießen die lauen Nächte bei einem frischen Cocktail oder beim Abendessen in einem der zahlreichen fantastischen Restaurants. Wer mag, kann sich dann noch seine eigenen Papierlaternen auf dem Nachtmarkt kaufen.

    Bunte leuchtende asiatische Laternen hängen dekorativ bei Nacht
    Abends besonders schön: Die vielen Stände mit bunten Papierlaternen.
    Leuchtende Laternen über belebter Straße in Hoi An bei Nacht
    Ganz Hoi An ist mit Laternen geschmückt.
    Hoi An Altstadt bei Nacht mit Laternen und Booten
    Leuchtende rote Papierlaternen mit Kerzen bei nächtlichem Festival

    7. Relaxen am Strand – An Bang Beach

    Genug von der Altstadt? Ganz in der Nähe, nur 20 Minuten mit dem Rad entfernt, liegt An Bang Beach – und hier lässt sich wunderbar vom ganzen Sightseeing entspannen. Der Strand ist sauber und breit, das Wasser ist warm. Und wie auch in der Altstadt, braucht man sich um Essen und Trinken keine Gedanken zu machen: Der Strand ist voll mit Verkäufern, die einen unaufdringlich und für kleines Geld mit Snacks und eiskaltem Wasser versorgen.

    Ruhiger Sandstrand mit Strohdach-Sonnenschirmen und Liegestühlen
    Hoi An An Bang Strand Sonnenuntergang

    8. Ab aufs Land!

    Wer Lust auf Landluft hat und ein bisschen das Leben rund um Hoi An kennenlernen möchte, sollte eine der vielen Tagestouren buchen, die in der ganzen Stadt angeboten werden.

    Traditionelles Boot am Flussufer in Hoi An, Vietnam

    Viele Touren werden mit dem Rad unternommen, und man kann teilweise auch die kleinen Produktionsstätten besuchen, in denen zum Beispiel die bekannten Papierlaternen hergestellt werden. Oder man nutzt die Gelegenheit, um mal ein paar Wasserbüffel zu streicheln!

    Traditionelle Bambus-Fischreusen im ruhigen Flussdelta
    Wasserbüffel wälzt sich im Schlamm zwischen grünem Gras
    Bauer mit Strohhut führt Wasserbüffel durch Fluss
  • Echter Geheimtipp: Die Marmorberge (Marble Mountains) in Vietnam.

    Echter Geheimtipp: Die Marmorberge (Marble Mountains) in Vietnam.

    Der Motorradtrip über den Wolkenpass in Vietnam hielt so manche Überraschung für mich bereit. Alle paar Kilometer hielten wir an. Mein Fahrer erzählte mir eine Geschichte, zeigte mir die schönsten Aussicht und lud mich irgendwo zum Essen oder zum Kaffee ab. In Da Nang hielten wir dann plötzlich an einem Aufzug, der mitten im Nichts zu stehen schien. Schnell stellte sich heraus, dass der Aufzug hoch auf die Marmorberge führte.

    Für mich einer der absoluten Geheimtipps in Vietnam: Die Marmorberge bei Da Nang (besser bekannt unter dem englischen Namen Marble Mountains) haben mich wirklich beeindruckt und waren eine absolute Überraschung auf dieser Vietnam-Reise!

    Marble Mountains Vietnam Da Nang
    Die Marble Mountains bei Da Nang: Ein echter Geheimtipp in Vietnam.

    Mein Fahrer Duc würde nicht mit rauf, kauft mir jetzt aber ein Ticket und dann könnte ich ja wieder runterlaufen. (Was sich jetzt hier in einem Satz zusammenfassen lässt, war auf Grund seines fantastischem Englisch und meinem nicht minder fantastischem Vietnamesisch eine viertelstündige pantomimische Showeinlage.)

    Da Nang Strand

    Die Marmorberge bzw. Marble Mountains in Da Nang: Eine absolute Überraschung!

    Mehr brachte ich aus Duc nicht heraus, also fuhr ich einfach hoch. Wahrscheinlich waren die Marble Mountains nur eine öde Touristenfalle für ein paar Souvenirs aus Marmor, dachte ich, und suchte oben angekommen sofort den schnellsten Weg nach unten. Gar nicht so einfach – Schilder gab es nicht, ich wusste nicht mal, wo ich da gelandet war; und viele verschlungene Wege führten zu ein paar Tempeln und Buddhastatuen – aber nicht nach unten zu Duc.

    marmorberge

    Ein paar Touristen waren jedenfalls unterwegs, also war das hier wohl tatsächlich eine Art Touristenattraktion. Von einer der alten Damen vorm Tempel ließ ich mir ein paar Räucherstäbchen aufschwatzen und genoss kurz die Stille, bis ich mich weiter auf den Weg nach unten machen wollte.

    marmorberge
    marmorberge

    In meinem Vietnam Blog findest du noch mehr interessante Reiseberichte!

    Dank der fehlenden Beschilderung irrte ich ein wenig umher, bis mir ein paar Vietnamesen zwischen den dicht bewachsenen Wegen um den Tempel „here, here!“ zuriefen. Ich also einfach hinterher. (Hm. Als Alleinreisende sollte ich wohl an diesem naiven Reflex wohl noch etwas arbeiten – fremde Männer rufen „hier entlang“ und ich Schaf latsche einfach drauflos. Auch etwas leichtsinnig.)

    Die Marble Mountains / Marmorberge in Vietnam: Höhlen ohne Ende

    Der Weg führte hinter dem Tempel entlang und wurde immer dunkler. Der ein oder andere Tourist irrte ebenfalls umher. Meine Neugier war geweckt. Plötzlich stand ich in einer riesig hohen und dabei dicht bewachsenen Höhle – und fühlte mich wie Indiana Jones. Was sollte das hier sein? Ich blickte kurz in die dunklen, schummrigen Ecken der Höhle. Da standen doch tatsächlich die schönsten Buddhastatuen. Einfach so.

    Marmorberge-51

    Vorsicht vor den „Tourguides“ in den Marmorbergen!

    Leider konnte ich den Moment nicht ganz geniessen, einer der „here, here“-Männer hatte schon seine Chance gewittert, rannte auf mich zu und entriss mir meine letzten Räucherstäbchen, die ich eigentlich als Souvenir behalten wollte. Ich rannte hinterher, und was zunächst als versuchter Handtaschendiebstahl erschien, war wohl eher als Höhlenführung gedacht.

    marmorberge

    „Here, to get lucky, get lucky!“ zündete mein neugewonnener Höhlenführer ein Räucherstäbchen an, drückte es mir in die Hand und bedeutete mir hektisch, es vor einer Buddhastatue einzustecken. „Buddha good, Buddha good!“ rief er schrill. Zeit zum näheren Hinsehen blieb mir nicht, denn mein Tourguide hatte schon längst das nächste Räucherstäbchen angezündet und scheuchte mich zur nächsten Statue

    Wir müssen ein tolles Bild abgegeben haben; der offensichtlich mit zu vielen aufputschenden Drogen abgefüllte angebliche „Tourguide“, der manisch mit mir von einer dunklen Ecke zur anderen rannte, und ich, naives Schaf, dem die Situation langsam unheimlich wurde, das aber trotzdem dafür entschied, die „Führung“ erstmal mitzuspielen, und hinter dem mit meinen Räucherstäbchen wedelnden Höhlenführer auf Speed hinterher rannte.

    Statue Höhle Marmorberge Marble Mountains Vietnam
    Düstere Atmosphäre: Viele der Höhlen in den Marble Mountains sind begehbar.

    Zum Glück war meine Packung Räucherstäbchen bald komplett abgefackelt, die „Führung“ durch einen Teil der Marble Mountains war zu Ende, und ich drückte dem guten Mann ein paar Dong in die Hand, die er mir schon ganz selbstverständlich entgegenstreckte. In meine Hand nahm ich dann ganz schnell meine Beine, denn ich hatte wirklich Bedenken, ob ihm sein Trinkgeld reichen würde… Nun denn. Wieder was gelernt. In den Marmorbergen muss man sich also vor herumlungernden „Tourguides“ in Acht nehmen.

    Höhlen & Altare

    Der Weg hinunter gestaltete sich allerdings entspannter, plötzlich tauchten riesige Touristengruppen auf – mir war jetzt nicht mehr mulmig zumute – und irgendwie hatte ich halbwegs eine Orientierung. Unterwegs entdeckte ich eine Höhle nach der anderen, große und kleine, manchmal so klein, dass man sie nur durch Klettern und Krabbeln erreichen konnte. (Ich empfehle gutes Schuhwerk!) Jede Höhle war ein Erlebnis für sich!

    marmorberge
    marmorberge

    Praktische Informationen für die Marmorberge

    • Der Aufzug ist kostenpflichtig, genauer Preis ist mir entfallen – war aber nicht der Rede wert 😉
    • Die Marmorberge befinden sich relativ zentral in Da Nang, Reiseveranstalter bieten diverse Touren dorthin an.
    • Unbedingt festes Schuhwerk einpacken, der Abstieg ist nichts für High Heels, und die steinernen Treppen und Höhlen sind oft rutschig. 
    • Achtung vor vermeintlichen Tourguides (s.o.) und vor Verkäufern nach dem Verlassen des Berges. Sobald man die letzte Stufe hinter sich gebracht hat, heften sich diese sofort an Deine Fersen und wollen Dir zuerst ein nettes Gespräch und danach ihre Marmorsouvenirs unterjubeln.
    marmorberge

    Was du noch in Da Nang unternehmen kannst

    Wenn Du nicht so wie ich nach Hoi An weiterfährst, kannst Du auch in Da Nang gut einen Zwischenstopp einlegen. Da Nang hat einen breiten Sandstrand mit einigen Strandbars – perfekt, um einen Tag zu entspannen. Außerdem wurde vor einiger Zeit die Golden Bridge in Da Nang eröffnet, ein echtes Kunstwerk, die sollte auch mit aufs Programm. Eine Übernachtung in Da Nang bietet sich also an, um die Gegend in Ruhe zu erkunden!

    Finde hier günstige Unterkünfte in Da Nang

  • Wolkenpass Vietnam: Ein Motorrad, ein Easy Rider und ich.

    Wolkenpass Vietnam: Ein Motorrad, ein Easy Rider und ich.

    Der Wolkenpass in Vietnam trennt Nord- und Südvietnam. Und da musste ich hinüber. Als ich im Hotel nach der besten Möglichkeit gefragt habe, von Hue nach Hoi An zu kommen, riet mir die hilfsbereite Rezeptionistin zum Motorrad mit Fahrer. Okay, dann halt mit dem Motorrad. Hätte ich nicht schon vorher in Hanoi auf einer Bootstour durch die Halong Bucht zwei englische Mädels, die den gleichen Trip in umgekehrter Richtung hinter sich hatten und total begeistert waren, getroffen – ich hätte mich wohl dagegen entschieden.

    Mit dem Motorrad über den Wolkenpass in Vietnam: Ein Abenteuer.

    Auf ein Motorrad? Mit 18 Kilo Gepäck (jaja, ich reise wie ein totales Mädchen)? So, wie die hier fahren? Niemals. Aber die Begeisterung der beiden Mädels ging mir nicht aus dem Kopf – und ich beruhigte mich mit dem Gedanken, dass sie ja die Fahrt immerhin unverletzt überlebt hatten.

    Wolkenpass Vietnam Straße Kurve Haarnadelkurve im Gebirge

    Der Wolkenpass (oder Hai Van Pass): Serpentinen ohne Ende

    Die Versuchung war da. Die Strecke von Hue nach Hoi An ist nämlich sehr malerisch, weil sie genau über den Wolkenpass führt; ein Gebirgszug, der wie eine Schneise durchs Land zieht und sowohl geographisch als auch meteorologisch den Norden vom Süden Vietnams trennt.

    Alternativ kann man die Strecke mit dem Zug, Bus oder privaten Auto zurücklegen. Zug kannte ich ja schon, Auto war allein zu teuer und der Bus fährt schnöde und ohne Panoramablick durch den Tunnel unter den Bergen hindurch.

    Ein Motorrad mit Fahrer in Vietnam mieten: Sicherheit & Organisation

    Meine Sorgen bezüglich der Sicherheit erwiesen sich als unbegründet. Mein Fahrer Duc verzurrte gewissenhaft mein Gepäck auf dem Gepäckträger, eingepackt in festes Plastik zum Schutz vor Staub und fuhr mitteleuropäisch umsichtig über den Wolkenpass.

    Wolkenpass

    Gut, der mitgebrachte Helm hatte nur eine Kinnschließe, und Schutzkleidung kennt in Vietnam auch keiner. Da ist man als Motorradfahrer daheim anders unterwegs. Egal, bei 36 Grad ist man sowieso froh über jedes Stück weniger am Körper. Wie mir Duc nachher erzählte, sind wohl wir Deutschen am schüchternsten, was eine Fahrt mit ihm oder generell mit dem Motorrad angeht: Sicherheit und so. Daher möchte ich hier euch besonders ans Herz legen: Falls ihr mal in Vietnam vor der Wahl steht… Macht einfach!

    Bist Du auf den Geschmack gekommen? Im Vietnam Blog findest Du noch viel mehr Reiseberichte und allgemeine Tipps für eine Vietnam Reise!

    Wolkenpass Vietnam: Abenteuerliche Serpentinen und atemberaubende Aussichten

    Gebucht hatte ich nur die Fahrt. Dachte ich. Aber ich muss zugeben, ich hatte Duc vorher nicht nochmal gefragt, wo wir eigentlich entlang fahren und wie sich der Tag gestaltet – die Kommunikation auf Englisch war noch schlechter als mit der Rezeptionistin, bei der ich auch nur die wichtigsten Eckdaten verstand, so dass ich es einfach auf sich beruhen ließ. Ich würde schon in Hoi An ankommen.

    Wolkenpass

    Von Hue nach Hoi An: Beeindruckende Landschaft auf dem Wolkenpass

    In der Tat entpuppte sich die einfache Fahrt nach Hoi An über den Wolkenpass (oder auch Hai Van Pass) als totales Überraschungspaket. Duc hielt mit mir an den schönsten Orten unterwegs, machte Fotos und Späßchen, und ich versuchte, mir aus seinen englischen Wortfetzen Infos über Land und Leute zusammenzubasteln.

    Hai Van Pass Vietnam Blick Motorrad Fahrt
    Wolkenpass Vietnam Strand von Da Nang
    Der megabreite Strand von Da Nang.

    Fazit des Tages: Einfach mal die Dinge auf sich zukommen lassen tut so gut! Hätte ich die vermeintlich „sichere“ Variante der Busfahrt gewählt, hätte ich so viele schöne Dinge verpasst. Der Tag war einmalig schön und jeden Cent wert!

    Informationen über die Motorradtour über den Wolkenpass

    Die Motorradtour von Hue nach Hoi An führt dich über den Hai Van Pass, den sogenannten Wolkenpass. Fahrer und Motorrad sind inklusive – du sitzt also hinten drauf und musst dich um nichts kümmern außer ums Schauen.

    Plane für die Strecke etwa sechs bis sieben Stunden ein. Die reine Fahrzeit ist deutlich kürzer, aber unterwegs wird immer wieder gestoppt: oben in den Bergen, in Da Nang und bei den Marmorbergen. Genau diese Stopps machen die Tour aus. Deshalb solltest du spätestens um 9:30 Uhr losfahren, damit du nicht am Ende hetzen musst. Die genaue Abfahrtszeit kannst du nämlich oft selbst festlegen.

    Vietnam Fischerboote Wolkenpass
    Auf einem Fischerboot wohnten(!) früher ganze Familien – bis zu 8 oder 9 Personen!

    Abgeholt wirst du direkt an deinem Hotel in Hue, abgesetzt an deiner Unterkunft in Hoi An. Dein Gepäck kommt mit aufs Motorrad; mein schwerer Rucksack wurde vom Fahrer fest auf dem Gepäckträger verzurrt und ist so den ganzen Weg mitgefahren. Wie das bei Koffern oder sperrigerem Gepäck läuft, kann ich dir nicht sagen, das würde ich vorab beim Anbieter erfragen. Es ist aber erstaunlich, wie viel Gepäck auf so ein Motorrad passt!

    Wenn du noch Zeit hast, kannst du gegen einen kleinen Aufpreis die Kaisergräber in Hue in die Tour einbauen – die liegen ohnehin auf dem Weg stadtauswärts.

    Hier kannst du eine vergleichbare Tour mit einem Easy Rider buchen

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    Alternative zum Motorrad

    Du magst nicht mit dem Motorrad fahren? Die Strecke über den Wolkenpass ist wirklich schön, aber falls dir ein anderes Transportmittel lieber ist, rate ich dir zu einer Fahrt mit dem Panoramazug statt mit dem Bus. So kannst du unterwegs die Landschaft ebenso genießen.

    Buche hier dein Ticket für die Fahrt mit dem Panoramazug über den Wolkenpass

    [thj_promo slug=“zug-wolkenpass-vietnam“]

    Wolkenpass Vietnam Zug
    Die Bahngleise gehören zum Zug, der von Hanoi bis runter nach Ho Chi Minh City fährt – fantastische Aussicht inklusive.
  • Hue: Highlights in der alten Kaiserstadt Vietnams

    Hue: Highlights in der alten Kaiserstadt Vietnams

    Da war ich nach einer äußerst interessanten Zugfahrt nun in Huế. Tja. Eins muss ich vorneweg sagen: Ich bin nur einen Tag in Huế geblieben. Und das, obwohl Huế in diversen Reiseführern, die ich verschlungen hatte, als sehenswerter Stopp auf dem Touristen-Trampelpfad von Hanoi nach Ho Chi Minh City auftaucht.

    Irgendwie hatte ich mir doch mehr oder zumindest anderes versprochen, so dass ich die Zitadelle und mein Hotelviertel erkundet habe und danach beschloss, schon am nächsten Tag weiter zu reisen. Auf Huế wollte ich mich nicht weiter einlassen. Shame on me. Von wegen Land und Leute kennenlernen, abseits der Touristenpfade in das Leben der Locals eintauchen, sich so richtig mit einem Reiseziel auseinandersetzen und so weiter. Ich warf alle guten Vorsätze über Bord. Die Erkenntnis kam: Manchmal kann man eben einfach nicht mit einem Ort. Is‘ so.

    hue sehenswürdigkeiten zitadelle
    Hue Sehenswürdigkeiten Zitadelle
    Hue Sehenswürdigkeiten

    Die Verbotene Stadt in Hue

    Die Zitadelle schien mir als Hauptattraktion eher so… naja. Vielleicht bin ich historisch doch nicht interessiert genug. Allerdings hat sich Huế mit seiner Zitadelle auch keine Mühe gegeben, das zu ändern. Obwohl der Eintritt mit 150.000 Dong (ca. 6,20€) für vietnamesische Verhältnisse schon sehr hoch angesiedelt ist, erwartet den Besucher wenig.

    Hue Sehenswürdigkeiten Verbotene Stadt Rote Türen
    Prachtvoll: Einige Gebäude in der Verbotenen Stadt sind in den letzten Jahren restauriert worden.

    Gut, der Wiederaufbau nach den Zerstörungen während des Vietnamkrieges, der wohl erst vor einigen Jahren so richtig Fahrt aufgenommen hat, findet an vielen Ecken noch statt – aber es wird wenig erklärt, es gibt keine oder nur wenig Hinweisschilder (und wenn, dann auf Vietnamesisch), so dass man ohne extra gemieteten Tourguide oder mitgebrachten Reiseführer nichts über die Anlage erfährt und ziellos durch das Gelände stolpert.

    Kaiserstadt Hue Vietnam
    Hue Sehenswürdigkeiten Tor Verbotene Stadt

    Du planst eine Reise nach Vietnam?
    ➜ Hier findest Du wertvolle Tipps für deine Vietnam Reise

    Zitadelle Hue Verbotene Stadt

    In der Verbotenen Stadt: Eindrücke & Bilder

    Im Hauptgebäude habe ich dann schließlich in einer Ecke einen Fernseher gefunden, auf dem in Endlosschleife eine kleine Simulation lief, wie die Anlage im kaiserlichen Vietnam ausgesehen hat – das war schon mal etwas. Leider hat mich auch die Mittagssonne leicht dahingerafft – es gibt wenig Schattenplätze und die Sonne brannte mir nur so auf den Schädel. Gut, dass ich heiße Temperaturen gerne mag. Für ein paar schöne Impressionen hat’s dann aber doch noch gereicht.

    Zitadelle Hue Vietnam Palast
    Hue Sehenswürdigkeiten Verbotene Stadt
    Hue Verbotene Stadt Teich Koi Karpfen

    Verkleiden in der Verbotenen Stadt: Kostümverleih & Fotosessions

    Wer an Kostümspielen Gefallen findet, kann sich außerdem in einem der Gebäude im kaiserlichen Outfit mit Thron und allem erdenklichen majestätischem Klimbim fotografieren lassen:

    Informationen & Eintrittspreise

    Die Zitadelle mit der Verbotenen Stadt liegt am Nordufer des Parfümflusses und gehört seit 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Eintritt kostet 200.000 VND für Erwachsene, Kinder zwischen 7 und 12 Jahren zahlen 40.000 VND, für Kinder unter 7 ist der Besuch kostenlos.

    Geöffnet ist täglich, im Sommer von 6:30 bis 17:30 Uhr, im Winter von 7:00 bis 17:00 Uhr. Achtung: Das Gelände ist riesig und zwischen den Palästen und Höfen gibt es kaum Schatten. In der Mittagssonne kann es sehr heiß werden; frühmorgens ist ein Besuch angenehmer.

    Wenn du zusätzlich die Kaisergräber sehen willst, lohnt sich das Kombiticket: Dann kostet der Eintritt 530.000 VND und du hast zwei Tage Zeit, um dir beide Orte anzusehen. Oder aber du buchst eine Tour, die dich direkt an einem Tag zu beiden Locations führt. Dort sind dann sowohl die Tickets als auch die Abholung an deiner Unterkunft inklusive und du brauchst dir über die ganze Logistik keine Gedanken zu machen.

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  • Halong Bucht: Tour ab Hanoi – Erfahrungen & Tipps

    Halong Bucht: Tour ab Hanoi – Erfahrungen & Tipps

    Kein Hanoi Besuch ohne eine Tour zur Halong Bucht, soviel stand schon mal fest. Irgendwie ist so ein Stempel wie „Unesco-Weltnaturerbe“ schon mal ein entscheidender Hinweis, dass hier man etwas Sehenswertes verpasst, lässt man diesen Ort bei der Reiseplanung sausen. Und wer schon mal in Vietnam ist, sollte die Halong Bucht mit ihren imposanten Karstfelsen nicht verpassen.

    2 Tage in die Halong Bucht ab Hanoi

    Ich entschied mich für eine 2-Tages-Tour in die Halong Bucht mit Übernachtung auf dem Boot, Verpflegung inklusive. Da ich alleine unterwegs war, bekam ich sozusagen nur ein „halbes“ Doppelzimmer – bei großer Nachfrage hätte ich es mit einer anderen Person teilen müssen. Es war aber am Ende kein Problem; ich und noch eine andere Alleinreisende hatten letztendlich doch jeweils eine eigene Kabine – die im Übrigen auch gar nicht so übel aussah. Kreuzfahrt-Feeling kam auf.

    Kabine auf Kreuzfahrt Halong Bucht Vietnam
    Das Interieur der Kabine auf dem Schiff in der Halong Bucht: Gar nicht so schlecht!

    Mit der Dschunke durch die Halong Bucht in Vietnam

    Morgens früh um 8 ging’s los. Die Busfahrt im rustikalen vietnamesischen Minivan dauerte gute vier Stunden und zu sehen, außer einer Pipipause an einer Raststätte mit angeschlossener Touristenfalle in Form einer überdimensionierten Souvenir-Verkaufshalle, gab es: nichts.

    Halong Bucht Vietnam Dschunke

    Im Hafen von Halong City gingen wir dann an Bord eines Zubringerboots, das uns zu unserer Dschunke brachte. Wir bezogen unsere Zimmer, und bis zum Mittagessen konnten wir das Boot erkunden und auf dem Sonnendeck dösen. Langsam nahm die Dschunke Fahrt auf und unsere Gruppendynamik ebenfalls.

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    Niemand hatte irgendwie die Fahrt bekommen, die er gebucht hatte, das eigentliche Boot war entweder doch ausgebucht oder irgendwie nicht verfügbar. Dafür gab es dann ein tolles Upgrade auf dieses, bessere Schiff – wie sich schnell herausstellte, waren unsere Geschichten da ähnlich. Meine Vermutung ist ja eher, dass versucht wird, eine passende Gruppe zusammenzustellen, statt den einzelnen Bootswünschen nachzukommen. In unserem Fall war die Zusammenstellung jedenfalls gelungen, ein bunter Strauß Menschen aus allen Ecken der Welt – die Gruppe war schon mal gut. Und langsam lichtete sich auch der anfängliche Nebel in der Halong-Bucht.

    Wir hatten Glück: Der Himmel klarte immer mehr und mehr auf, bis kein Wölkchen mehr zu sehen war, und alle freuten sich wie Bolle. Wir besichtigten eine Tropfsteinhöhle – groß, aber wer da schon andere Höhlen besucht hat, wird vielleicht nicht ganz so geflasht sein –, wir fuhren Kajak, wir gingen in der Abendsonne schwimmen und erklommen einen megahohen Aussichtspunkt.

    Halong Bucht Tour Bootsfahrt Vietnam

    Dank Alex und Maria, zweier gut vorbereiteter Engländerinnen mit einem schier unerschöpflichen Vorrat an gutem Gin, haben wir auch den obligatorischen Karaokeabend auf dem Boot hinter uns gebracht und ließen alle zusammen den Abend auf dem Sonnendeck unter sternenklarem Himmel in der spiegelglatten Bucht ausklingen.

    Nachteile einer Tour durch die Halong-Bucht

    Die komplette riesengroße Halong-Bucht durchfährt man bei dieser Tour natürlich nicht, aber vielleicht ist es auch besser so. Mit dem Umweltschutz ist es in Vietnam so eine Sache. Dreckiges Spülwasser (über die anderen Sachen denke ich hier lieber nicht nach) landet zum Beispiel einfach aus der offenen Kombüsentür hinten am Schiff raus ins Meer. Bei der Menge an Schiffen kommt da einiges zusammen.

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    ➜ Alle Artikel über Vietnam

    Welche Tour soll man für die Halong-Bucht wählen?

    Großartig planen muss man einen Trip ab Hanoi nicht – genug Veranstalter bieten in Agenturbüros Bootstouren durch die Halongbucht an. Auch jedes Hotel hilft gerne weiter und fungiert als Tourbüro. Wahlweise kann man Bootstouren aber auch im Voraus online buchen:

    Wie viele Tage braucht man?

    Es bietet sich an, sich die Zeit zu nehmen und eine 3-Tages-Tour mit einer zweiten Übernachtung auf der Insel Cat Ba zu buchen – laut vielen Mitreisenden, die ich unterwegs getroffen habe, sehr lohnenswert. Von der 1-Tages-Tour kann ich nur abraten. Die Busfahrt ist mit 4 Stunden wirklich endlos. Diese Strecke an einem Tag sowohl hin als auch zurück zu fahren ist echt eine Tortur. Und für die Bucht selbst bleibt kaum Zeit.

    Buche hier die 2-Tages-Tour zur Halong Bucht

    Buche hier die 3-Tages-Tour mit Cat Ba

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