Schlagwort: Städtereisen in Europa

Suchst du Ideen für einen Kurztrip am Wochenende? Oder willst du einfach mal eine andere Stadt erkunden? Städtereisen sind innerhalb Europas super praktisch. Mit Zug, Flugzeug, Bus oder Auto sind viele Reiseziele schnell und günstig zu erreichen.

Hier auf dem Blog findest du viele Tipps und ungewöhnliche Locations für einen erlebnisreichen Städtetrip.

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  • Barcelona: Tipps für die Sagrada Familia

    Barcelona: Tipps für die Sagrada Familia

    Ich bin die perfekte Touristin. Also, rein wirtschaftlich gesehen. Ich besuche die überfülltesten und schwachsinnigsten Touristenfallen. Solange sie nur unter den Top 10 der Must-See-Sehenswürdigkeiten sind. Koste es, was es wolle. An einen Ort fahren und die wichtigsten Spots auszulassen – wo kämen wir denn da hin? Ballonfahren in Mexiko? (War auch wirklich einmalig!) Für schlappe vierzig Dollar aufs Rockefeller Center in New York? (Traum. Bester Sonnenuntergang ever.) Egal. Man lebt ja nur einmal. Und wer weiß, wann man nochmal wiederkommt? So lasse ich mich immer wieder breitschlagen, selbst, wenn die Vernunft (oder die Geldbörse) sagt, es lohnt sich nicht.

    barcelona

    Dazu leide ich noch an akuter FOMO: Fear of missing out, der immerwährenden Angst, etwas zu verpassen. Im Reiseführer schlage ich immer als erstes die Top 10 Seiten auf, und dann wird mehr oder weniger so geplant, dass ich auch alles erwische. Ich will ja das Wichtigste gesehen haben.

    Barcelona als perfekter Citytrip?

    So war auch der Plan für Barcelona. Das ich eigentlich gut kenne, aber mein letzter Besuch ist schon so lange her, dass es eigentlich wieder Zeit für eine komplette Sightseeingrunde war. In meiner Erinnerung war Barcelona diese energetische Stadt voller Leichtigkeit, Sonnenschein, Lebensfreude und den besten Taschendieben Europas (ich erinnere mich noch zu gut an einen tränenreichen Besuch auf einem Polizeirevier, das vor lauter anderen Opfern aus allen Nähten platzte). Dazu ist Barcelona auch noch schnell für ein paar Tage zu erreichen und dabei relativ günstig. Dachte ich.

    Das bekannteste Wahrzeichen Barcelona (und Dauerbaustelle): Die Sagrada Familia

    Wie einen die eigene Erinnerung täuschen kann: Selbst im graukalten Januar ist Barcelona an den touristischen Highlights viel zu gut besucht, als dass Freude aufkommen könnte. Und das zu Preisen, die selbst mich als unerschütterlichen Touristenfallenreinfaller erschrecken. So gerne hätte ich nochmal die Sagrada Familia von innen gesehen, Gaudis ewige Baustelle (und hier in Berlin lachen alle über den Hauptstadtflughafen – schaut doch mal nach Barcelona, das ist ’ne Bauzeit mit über 130 Jahren!). Das Wahrzeichen der Stadt. Eine Kathedrale, anders als alles andere dagewesene. Ein architektonisches Gesamtkunstwerk. Der Plan: Einmal bei Sonnenuntergang auf einen der Türme hinauf und Barcelona im weichen Licht der Abendsonne sehen.

    barcelona

    Problem nur, wenn man nicht rechtzeitig sein Ticket für die begehrte Sonnenuntergangsphase kauft, nur noch die blödesten Uhrzeiten übrig sind – und dann am Ende doch nicht die Skrupel besitzt, 32 Euro für den Eintritt in eine Kirche hinzublättern, erst recht zu einer Uhrzeit, mit der man nichts anfangen kann. Ich meine: 32 Euro – Hallo? Ohne mich. Jawoll. Weil’s einfach mal reicht. Und man auch mal Nein sagen muss. Selbst wenn die Top 10 Liste dann unvollständig bleibt.

    Tipps für die Sagrada Familia

    • Unbedingt vorher online Tickets für die gewünschte Uhrzeit kaufen. Auch in der Nebensaison!
    • Gute Uhrzeiten sind morgens (soll weniger los sein) und nachmittags/abends während der Dämmerung. Das einfallende weiche Licht lässt den Innenraum strahlen und Fotografen freuen sich über die Megaaussicht auf Barcelona von den Türmen.
    • Beim Ticketkauf wird man gefragt, auf welchen der zwei geöffneten Türme man möchte!
    • Turm an der Geburtsfassade – Diese Seite der Kathedrale wurde noch zu Lebzeiten gaudís gestaltet. Und man kann die obere Brücke zwischen den Türmen betreten.
    • Turm an der Passionfassade – Dieser Turm ist höher und bietet einen unversperrten Blick auf die Stadt. Diese Seite der Kathedrale wurde erst nach Gaudís Tod gebaut. Größtenteils wird aber dieser Turm als der „bessere“ empfunden.
    • Wer nur in die Kathedrale möchte, kann sich auch ein Einzelticket ohne Turmaufstieg für 15 Euro kaufen.

    ➜ Tickets für die Sagrada Familia hier kaufen*

  • Betrunken in Porto: Der Portwein und ich.

    Betrunken in Porto: Der Portwein und ich.

    Vinho do Porto heißt er so schön auf Portugiesisch. Und wenn man schon gerade dort ist, was liegt da näher als eine Portweinprobe bzw. Portweinverkostung in Porto? Portwein ist ja einer der ältesten Exportschlager Portos und DAS Produkt der Stadt. Porto liegt am Douro und weiter östlich am Douro befindet sich das Douro-Tal. Hier werden die Trauben für diesen speziellen Wein angebaut und gekeltert. Früher transportierten Schiffe, die sogenannten Rabelos, den Wein nach Porto zu den schönsten Portweinkellereien in Vila Nova de Gaia. Dort reifen die Weine weiter, je nach Qualität Jahre oder Jahrzehnte. Auf den Rabelos schippern heute übrigens die Touristen statt Portwein den Douro entlang – und ich hab‘ mir sagen lassen, es sei echt sehenswert.

    portwein porto fässer in graham's weinkellerei
    Die jüngeren Jahrgänge Portwein werden in großen Holzfässern gelagert.

    Planst du eine Reise nach Porto?
    Dann empfehle ich dir unbedingt meinen Porto Travel Guide!

    Was ist Portwein?

    Eigentlich bin ich kein Portwein-Fan. Portwein gehört zu den Süßweinen, sagt man, aber mir zieht er übelst die Schuhe aus, weil er so kräftig ist und mich eher an Cognac erinnert. Und weintechnisch bin ich generell kein Experte. Obwohl ich schon genug Gelegenheiten hatte, gute Weine zu probieren, kommen meine Weinkenntnisse über ein simples „Schmeckt mir“ oder „Schmeckt mir nicht“ nicht hinaus. Ich bin mir sicher, man könnte mir Wein aus dem Tetrapak unterjubeln und als teuersten Wein überhaupt verkaufen. Aber ich lerne gerne Neues auf Reisen kennen, und Porto ohne Portwein: Geht irgendwie nicht.

    portwein porto Graham's Weinkellerei Flaschen
    Gehütet wie ein Schatz: Manche Jahrgänge sind richtig wertvolle Portweine.

    Wann und wie trinkt man Portwein?

    Klassischerweise trinkt man Portwein als Digestiv und Begleitung zu einer Käseplatte oder einem Dessert. Serviert wird Portwein in tulpenförmigen Gläsern, die etwas kleiner sind als herkömmliche Rot- oder Weißweingläser. Da Portwein einen hohen Alkoholgehalt besitzt, werden in der Regel auch nur kleinere Mengen von ca. 80 bis 120ml serviert. Portwein eignet sich aber auch gut gekühlt als Apéritif, zur Begleitung während des Essens oder als Ingredienz für Cocktails.

    Portwein probieren in Porto: Wohin zur Portwein-Probe?

    Die nette Mitarbeiterin im Hotel empfahl mir die Kellerei Graham’s. Denn wenn man am Ufer des Douro steht und auf die andere Seite nach Vila Nova de Gaia schaut, offenbart sich das Dilemma: Eine Portweinkellerei reiht sich an die andere. Ob Sandeman, Graham’s, Ferreira, Taylor’s oder Calem – eine Leuchtreklame streitet mit der anderen um die Wette. Alle Kellereien bieten Führungen mit anschließender Probe an, auf dem Gelände von Sandeman befindet sich sogar ein Hotel bzw. Hostel.

    portwein porto Fässer kellerei Weinprobe
    Graham in Vila Nova de Gaia: In dieser Portweinkellerei kannst du Portwein kaufen und probieren

    Führung durch die Graham’s Lodge

    Die Tour durch die Kellerei Graham’s wird in verschiedenen Sprachen angeboten und ist wirklich informativ: Nach einem kurzen Film über die Produktion im Douro-Tal führt ein Tourguide durch die Kellerei.

    portwein porto Portugal Holzfässer Kellerei
    Portwein probieren bei Graham’s in Porto

    Portweinprobe mit Tawny und Ruby

    Ich landete übrigens mit einer Handvoll Brasilianer in der portugiesischsprachigen Führung. Was das ganze umso amüsanter machte, denn wir Brasilianer sind von Natur aus kommunikativ und erst recht nach drei Portwein. Im Sommer muss es hier oben noch schöner sein: Vom hauseigenen Lokal hat man den besten Blick über Porto! Im übrigen konnte ich trotz meines untrainierten Gaumens Unterschiede rausschmecken: Ich bin eher Tawny als Ruby. Weitere Erkenntnis: Drei Portwein – und ich bin blau.

    portwein porto drei Gläser Portwein Probe kostenlos
    Tawny oder Ruby? Bei Portwein gibt es so einige Unterschiede.

    Die Führung beinhaltet 3 verschiedene Sorten, Kenner können es aber auch krachen lassen und sich durch die Crème de la Crème der Portweine probieren – wenn sie das nötige Kleingeld mitbringen, denn nur die Weinprobe kann da schon mal 200€ kosten.

    Eine vorherige Reservierung ist in der Hochsaison unbedingt empfohlen!

    ➜ Tickets für die Graham’s Port Lodge* (mit Foodpairing)

    Wie kommst du zur Graham’s Lodge in Vila Nova de Gaia?

    Vila Nova de Gaia liegt auf der anderen Seite des Douro. Wenn du dich im Zentrum Portos aufhältst, ist es von dort aus mit den öffentlichen Verkehrsmitteln schon eine kleine Reise bis zur Graham’s Lodge. Mit der Porto Card* kannst du aber den öffentlichen Nahverkehr mit Metro und Bussen umsonst nutzen. Es gibt viele Portweinkellereien in Porto, aber die Graham’s Lodge ist mit ihrer beeindruckenden Aussicht auf Porto besonders schön.

    Falls du keine Lust hast, dir Adresse und Wege rauszusuchen, dann kannst du dich auch einer Walking Tour anschliessen und so an einem Tag auch gleich mehrere Kellereien auf einmal kennenlernen:

    ➜ Walking Tour durch Vila Nova de Gaia mit mehreren Portweinkellereien*

    Weitere Portweinkellereien in Vila Nova de Gaia

    Wenn du keine Lust oder Zeit hast, um bis zu Graham’s hinauszufahren (ich bin mit dem Bus hin und abends am Douro entlang zurückgeschlendert – ist aber schon ein Stück), kannst du auch die Kellereien von Calem besuchen, und dort auch Portwein probieren! Calem befindet sich ebenfalls auf der anderen Douro-Seite, allerdings direkt am Ufer und in der Nähe der Ponte Dom Luis I.

    ➜ Zum Fado-Abend mit Portweinprobe bei Calem*

    portwein porto Graham's Aussicht
    Portweinkellerei und Weinlokal mit Ausblick auf Porto: Schon allein deshalb lohnt ein Besuch.
  • Breslau: Top 10 Sehenswürdigkeiten & Lieblingsspots

    Breslau: Top 10 Sehenswürdigkeiten & Lieblingsspots

    Polen ist ja generell eine immer beliebter werdende Destination für Städtetrips, ob’s nun Posen, Warschau, Krakau, Danzig oder eben Breslau bzw. Wroclaw ist. Welche ungewöhnlichen Sehenswürdigkeiten Wroclaw so zu bieten hat, verrate ich euch hier!

    Breslau Sehenswürdigkeiten: 10 Tipps für eine Städtereise

    Leider ist Polen im November wettertechnisch nicht besonders einladend, der Winter naht und oft ist es schon klirrend kalt. Wie man trotzdem in Breslau auch bei kälteren Temperaturen ’ne schöne Zeit haben kann (und es nebenbei geniessen kann, dass die Stadt nicht ganz so voll von Touristen ist wie im Sommer), verrate ich euch in diesen Tipps für euren nächsten Trip nach Breslau: 10 Sehenswürdigkeiten, die Breslau im Winter so schön machen!

    Tipp: Günstige Hotel-Deals in Breslau

    #1 Rynek – der Marktplatz

    Wie in vielen polnischen Städten ist der Rynek, der Marktplatz, das Zentrum und das Herz der Altstadt. Hier gibt es zahlreiche Lokale und abends ist hier immer etwas los. Breslau ist auch Studentenstadt, daher gibt es viele günstige Bars und Kneipen und ein reges Nachtleben. Gute Restaurants finden sich ebenfalls ohne Ende.

    Breslau Sehenswürdigkeiten Rynek Markt

    #2 Krasnale: Die Breslauer Zwerge

    In der ganzen Stadt sind sie verteilt: Kleine Zwerge aus Bronze, gerade mal 30 Zentimeter groß, die irgendeinen Quatsch verzapfen oder eine lustige Geschichte erzählen. Da werden Eistüten aus Eisdielen geklaut, mit voller Plauze Siesta vor Restaurants gehalten oder am eigens aufgebauten Zwergenautomat an der Bank Geld abgehoben. Und immer wieder tauchen neue, frechere auf. Über 600 gibt es mittlerweile in der Stadt!

    Ursprünglich aus der antikommunistischen Bewegung stammend, sind die Zwerge mittlerweile ein Wahrzeichen der Stadt. Die Krasnale, so heißen die Breslauer Zwerge auf polnisch, haben sogar eine eigene Website, auf der man auch mehr über die interessante Hintergrundgeschichte erfährt. 

    Website der Krasnale von Breslau

    #3 Aussichtturm der Elisabethkirche

    Fast am Rynek gelegen, ist es nur ein Katzensprung vom Marktplatz zur Elisabethkirche. Für nur fünf Zloty (ca. 1,25 €) hat man vom Turm der Elisabethkirche einen fantastischen Ausblick über die Stadt. Der Turm hat allerdings nur von April bis Oktober geöffnet.

    #4 Zeitreise im Museum of Games and Computers

    Wahrscheinlich können jüngere Generationen gar nichts damit anfangen. Oder es fühlt sich echt nach Museum mit verstaubten, ollen Dingen aus einer fernen Zeit an.

    Aber wir drei Kinder der Achtziger, die wir im Computerspielemuseum gelandet sind, waren beim Anblick von Gameboys, Super Mario &Co. sofort wieder zwölf Jahre alt. Das Beste: Die meisten Konsolen und Spiele kann man nach Lust und Laune ausprobieren und solange spielen, bis man viereckige Augen bekommt. Oder die Tür aufgeht und Mutti zum Hausaufgaben machen ruft.

    Museum of Games and Computers of a past era

    #5 Kolejkowo: Breslau im Miniaturformat

    Um die Ecke vom Spielemuseum liegt Kolejkowo. Kolejkowo ist eine Miniaturwelt mit Eisenbahnen und zeigt ein unterhaltsame Nachbildung von Breslau und Niederschlesien. Ursprünglich vielleicht eher für Kinder konzipiert, aber nach tagelangem Frühdienst und entsprechender giggeliger Stimmung war das genau das Richtige an leichter Unterhaltung. Die Figuren und Landschaften sind bis ins kleinste Detail und mit Augenzwinkern gestaltet – echt was für Groß und Klein. 

    #6 Vegane Köstlichkeiten in Breslau

    Dass man in Polen gut essen kann, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Nur Vegetarier und Veganer haben es manchmal mit der deftigen polnischen Küche mit viel Wurst und Fleisch schwer. In Städten wie Breslau mit viel jungem Publikum wird das Angebot aber immer besser. Es gibt immer mehr gute rein vegetarische oder sogar vegane Restaurants und die Qualität ist wirklich gut. Ein veganes Paradies ist z.B. das Vega auf zwei Etagen direkt am Marktplatz. (Tipp: Oben sitzen, da ist es gemütlicher!). 

    Keine Lust, Breslau auf eigene Faust zu erkunden?
    Dann buche hier eine Stadtführung mit einem einheimischen Tourguide!*

    Vielleicht ein Grund dafür, dass trotz vieler deftiger Fleischgerichte in Polen auch vegetarische Gerichte so beliebt sind, sind die Bar mlecznys, die Milchbars, aus der Zeit des Sozialismus. Milchbars waren kantinenähnliche Gaststätten, in denen für kleines Geld hauptsächlich hausgemachte, vegetarische Gerichte serviert wurden. Milchbars gab es früher statt privater Gaststätten an jeder Ecke und mittlerweile erleben die Milchbars von früher eine Renaissance. Also Ausschau halten nach Milchbars!

    Auf meinem Polen Blog findest Du noch viel mehr Tipps für coole polnische Städte!

    #7 Marktleben in der Hala Targowa

    Die Markthalle von Breslau ist auch im Winter ein Anlaufpunkt. Hier gibt es alles Mögliche: Blumen, Obst, Gemüse, Lebensmittel und in der oberen Etage Haushaltswaren und Kunsthandwerk zu kleinen Preisen. Architektonisch sehenswert ist die schiffförmige Dachkonstruktion. Gut und günstig essen kann man in der Hala Targowa natürlich auch, sogar eine Milchbar gibt’s hier. Unbedingt ausprobieren!

    #8 Georgisch essen in Breslau 

    Nicht nur polnische Küche ist lecker, in Breslau gibt es noch jede Menge mehr zu erkunden. Per Zufall landeten wir im Chinkalnia mit echt georgischer Küche. Von Georgien habe ich schon viel Gutes gehört, auch von der georgischen Küche, und im Chinkalnia wurde ich nicht enttäuscht. Nicht nur, dass es richtig gut geschmeckt hat, der wirklich aufmerksame Service sorgt auch für eine komplette Einführung in die georgische Esskultur! Das war die perfekte Vorbereitung auf meine spätere Reise nach Tiflis: Travel Guide Tiflis

    #9 Kaffeekultur in Breslau

    Draußen isses kalt, was liegt da näher, als von Café zu Café zu hüpfen? In Breslau kein Problem. Ein paar meiner Favoriten: Charlotte – Mitten im Studentenviertel von Breslau gelegen, in einem Innenhof, der mich mit den schönen Fliesen total an die Hackeschen Höfen in Berlin erinnert hat. Französisch angehaucht, gibt es hier den ganzen Tag frisch gebackenes Brot und duftende Croissants, die man mit hausgemachten Schokoladencremes und Marmeladen serviert bekommt. Lecker! Und perfekt für ein zweites Frühstück. Ab dem frühen Abend öffnet die Weinbar – und schon fühlt man sich wie mitten in Paris!

    Chocolate Lounge E.Wedel – E.Wedel ist sowas wie das polnische Lindt: Feine Schokolade und Pralinen. Im Café am Rynek gibt es alles, was das Schokoladenherz begehrt. Unbedingt die Pralinen probieren!

    Giselle – Kleines gemütliches Café, auch wieder mit Pariser Flair. Hier kann man stundenlang bei angenehmer Hintergrundmusik sitzen,lesen, den Tag ausklingen lassen. Und die Omelettes sind großartig!

    Ein alternativer Reiseführer für Breslau

    In ihrem alternativen Reiseführer geben Ewa und Mirko ungewöhnliche Tipps abseits der Touristen-Trampelpfade. Beide schreiben auch einen lesenswerten Blog mit vielen Tipps über Breslau – schaut mal rein: WroclawGuide.com

    #10 Weihnachtsmarkt und dampfende Kürtőskalács

    Wer noch im Dezember nach Breslau kommt, erlebt auf dem Rynek noch den schönen Weihnachtsmarkt, der ist klein, aber dafür wie oft in Polen sehr gemütlich. Irgendwie kommen mir Weihnachtsmärkte in Polen noch nicht ganz so schrecklich kommerzialisiert vor.

    Es gibt immer noch viele kleine Büdchen mit schönem Kunsthandwerk oder Leckereien wie den ungarischen Kürtőskalács,  das ist eine Art Baumkuchen, auch Baumstriezel genannt. Die sind wirklich der Hammer, wenn man sie dampfend warm vom Spieß serviert bekommt!

  • Aix-en-Provence: Meine besten Tipps für den Traumort in der Provence

    Aix-en-Provence: Meine besten Tipps für den Traumort in der Provence

    Ein kleiner Besuch in der Provence kann Wunder wirken: laue, mediterrane Luft, der Geruch von Lavendel und die Welt ist wieder in Ordnung. Ich zeige dir hier meine ganz persönlichen Tipps für Aix-en-Provence.

    Tipp: Günstig in Aix-en-Provence übernachten

    Aix-en-Provence: Die romantische Kleinstadt in Südfrankreich

    Wahrscheinlich bin ich wohl das, was man allgemein frankophil nennt. Während andere sich beschweren, dass Franzosen sich ja immer weigern würden, auch nur ein Wort einer anderen Fremdsprache zu sprechen, freue ich mich. Mal wieder das Schulfranzösisch rauszukramen tut gut. Das ist zugegebenermaßen eingerostet, aber für einen kurzen Schnack reicht es allemal. Französisch ist eine schöne Sprache, und ehrlich, den Stolz der Franzosen auf ihre Kultur und Sprache kann ich schon gut nachvollziehen.

    Brunnen Place d'Albertas Aix Frankreich
    Rustikaler Charme: Mitten in der Altstadt von Aix-en-Provence befindet sich der Place d’Albertas.

    Wobei sich in den letzten Jahren einiges geändert hat. Ich kann mich noch gut erinnern, wie es in meinen ersten Fliegerjahren auf Frankreichflügen kaum ein Franzose gab, der ein bisschen Englisch sprach. Da war die Kommunikation ohne Französischkenntnisse ziemlich lustig. Kommt heutzutage gar nicht mehr vor, fast jeder spricht ein paar Brocken Englisch, und wenn nicht, dann wird auch kein Französisch vom Gegenüber erwartet. Ganz schön modern geworden, die Franzosen. Und ich freue mich immer wieder auf unsere mittlerweile selten gewordenen Übernachtungen in Frankreich – zum Beispiel in Aix-en-Provence.

    Aix-en-Provence: Tipps für einen Nachmittag

    In Aix-en-Provence war ich gefühlt schon hundert Mal, in echt wahrscheinlich um die fünfzig Mal. Ganz schön oft. Mich erschreckt es selbst immer, was so über die inzwischen 18 Jahre Fliegerei zusammenkommt. Und trotzdem verlaufe ich mich immer wieder im hübschen Altstadtkern von Aix-en-Provence, der zugegebenermaßen gar nicht mal groß ist. Mein Orientierungssinn ist wirklich unterirdisch. Macht aber nichts, es gibt immer etwas Neues zu entdecken – und Altes zu genießen.

    Aix ist eine der teuersten Städte Frankreichs, dafür aber auch eine mit der höchsten Lebensqualität. Verständlich. Die Stadt ist überschaubar, klein, beschaulich – und eine Studentenstadt, und damit so gar nicht schnarchig, wie man bei den vielen historischen Gebäuden und der großen Geschichte vielleicht meinen könnte. Immer wieder erfindet sich die Stadt neu, ohne auch nur ein bisschen vom alten Charme zu verlieren.

    Und in den Gassen finden sich lauter schöne kleine Geschäfte, Cafés und Restaurants. Kein Wunder, dass ich mich immer freue, dort einen Nachmittag zu vertrödeln. Ein paar Tipps:

    Suchst du nach mehr Inspiration für eine Reise nach Frankreich?
    ➜ Mehr Tipps findest Du in meinem Frankreich Blog

    Essen & Trinken in Aix-en-Provence

    Pâtisserie Weibel – Ein Konditorei-Klassiker in Aix! Bisschen teuer, aber dafür gibt’s megageile Törtchen, Macarons, Éclaires und so ziemlich alles an französischen Konditorschweinereien, was man sich vorstellen kann. Und seit der letzten Renovierung ist das angeschlossene Café auch optisch ein absoluter pastellfarbener Zuckertraum!

    Törtchen mit Erdbeeren und Feigen
    Törtchen mit Erdbeeren und Feigen

    Burger Bar – Rund um die Uhr geöffnet, was in meinem Fall bei Frühdienst ganz praktisch ist! Ansonsten öffnen die allermeisten Restaurants in Aix nämlich klassisch-französisch erst zur Abendessenszeit um 19 Uhr, und da werfe ich mich meistens schon in meinen Pyjama.

    Shopping in Aix-en-Provence

    Auch wenn Aix eine Kleinstadt ist, gibt es doch jede Menge Shoppingmöglichkeiten, und das praktischerweise auf kleinem Raum. Sogar ein Apple Store findet sich am Ende des Cours Mirabeau! Nebenan, in der neuen kleinen Einkaufstrasse finden sich auch die größeren Filialketten, wie Zara, Zara Home, Sephora und fnac die im Altstadtkern nicht vertreten sind. Und es gibt eine Filiale von Maisons du Monde, meinem Deko-Favoriten. Mit Glück ist auch gerade der Bauernmarkt auf dem Place Richelme. Oder am Wochenende auf dem Flohmarkt am Cours Mirabeau mit schönen Antiquitäten – echtes Provence-Feeling.

    Aix en Provence Bilderrahmen und Geschirr auf Flohmarkt
  • Graz: Sonnenuntergang auf dem Schlossberg

    Graz: Sonnenuntergang auf dem Schlossberg

    Graz ist seither eine meiner Lieblings-Destinations on duty. Für österreichische Verhältnisse eine recht große Stadt, ist Graz für mich als Berliner klein und beschaulich. Trotzdem gibt es von allem ein bisschen: Natur (an der Mur kann man wunderbar entlang spazieren), eine ziemlich gute Auswahl an großen und kleinen Geschäften (falls einen der Shoppingtrieb überkommt), jede Menge schöne Cafés und Restaurants und sogar tolle Kunstausstellungen!

    Ansicht Graz Rathaus

    Schade nur, dass es Montag war, und mein Lieblingsmuseum, das Kunsthaus Graz, Ruhetag hatte. Schade eigentlich, denn egal, welche Ausstellung gerade läuft, ich gehe immer gerne hin und staune über die außergewöhnliche Architektur, so organisch geformt und skurril. Gar nicht passend zur traditionellen Altstadt drumherum und doch gerade aufgrund des Kontrastes interessant.

    Rauf auf den Schlossberg in Graz

    Was übrigens immer geht: Rauf auf den Schlossberg und sich Graz von oben anschauen. Die Aussicht über die Stadt und die Berge im Hintergrund ist einmalig schön – und glücklicherweise hat uns das Wetter mit einem goldenen Novembertag belohnt.

    Turm Uhr Berg Graz

    Um hinaufzukommen, gibt es drei Möglichkeiten: zu Fuß (nach mehreren Tagen Frühdienst mit wenig Schlaf für mich keine Option), mit der Schloßbergbahn oder dem Schloßberglift. Die Schloßbergbahn ist eine Standseilbahn und ein einfaches Ticket kostet nur 2,40€. Praktisch: Tickets des öffentlichen Nahverkehrs gelten hier ebenfalls. Der Schloßberglift kostet nur 1,60€ für eine einfache Fahrt und hat dafür nicht die schöne Aussicht unterwegs. Mit dem gläsernen Lift durch den massiven Felsen zu rasen, hat allerdings auch was für sich. Die Tickets der Grazer Linien sind hier nicht gültig.

    Alle Tipps zu Österreich gibt es übrigens hier

    Schlossberg Graz Herbst Sonnenuntergang
    Blick auf die Mur und Graz

    Oben angekommen, kann man in diverse Lokale einkehren: Ganz oben liegt das Restaurant Schlossberg mit angeschlossenem Biergarten, direkt neben dem Schlossberglift das stylische Aiola upstairs und mein absoluter Favorit, das Starcke Weinhaus, das mit seinen verwunschenen Terrassen auf mehreren Ebenen den allerbesten Ausblick über Graz bietet. Ich hätte noch Stunden lang diesen Blick genießen können.

    Starcke Haus Schlossberg Graz Herbst
    Karte Starcke Haus Graz

    Übernachtungstipps für Graz

    Zwei Hoteltipps für Graz an dieser Stelle:

    Hotel Daniel – Die Lage neben dem Hauptbahnhof ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber es ist beeindruckend, was aus diesem eher hässlichen Nachkriegs-Betonklotz entstanden ist: ein verdammt cooles, junges Hotel in tollem Design.

    Grand Hôtel Wiesler – Mitten in der Altstadt, an der Mur gelegen, ein altes Hotel mit Tradition, das nach einer Komplettrenovierung vor Jahren in modernem Glanz erstrahlt. Tolle Atmosphäre, und eine gelungene Verbindung aus Alt und Neu.

  • Dresden: Ein Abend in der Semperoper

    Dresden: Ein Abend in der Semperoper

    Letztens war ich in Dresden. Und da fiel mir ein, dass ich immer schon mal die Semperoper Dresden von innen sehen wollte, statt nur von außen – etliche Male war ich schon in Dresden, sowohl beruflich als auch privat, aber an der Semperoper bin ich bisher nur vorbeigelaufen. Nicht, dass ich normalerweise ein großer Operngänger wäre. Irgendwie gehört das zu den Dingen, was man von zu Hause mitbekommen haben muss – aber in meiner Familie hat sich niemand so recht für Opern interessiert. War auch nicht schlimm. In die Oper gehen, das war nur für Besserverdiener.

    Semperoper Dresden Theaterplatz
    Semperoper Dresden mit König Johann Denkmal auf Theaterplatz

    Semperoper Dresden: Beste Plätze für kleines Geld

    Eigentlich Quatsch. Oper ist für alle da. Sogar für kleines Geld. Und es muss auch kein feiner Smoking oder die schönste Abendrobe sein. Ein bisschen hübsch machen tut’s auch, irgendwas Schwarzes hat man ja immer im Schrank. Dann gehört etwas Glück dazu: In der Semperoper Dresden gibt’s an der Abendkasse zu jeder (auch zu ausverkauften!) Vorstellung Karten. Für die billigen Plätze. Im wahrsten Sinne des Wortes. 22 Euro, ganz oben rechts in der Ecke – und mit ein bisschen Recken und Strecken waren es richtig gute Plätze. Die Story von Carmen kannte ich nur so ungefähr, machte aber nichts, war trotzdem beeindruckend schön. Das Bühnenbild, die Musik, die Kostüme, der Gesang. Ich war fasziniert. Klassik muss eben nicht langweilig sein.

    Semperoper Dresden Ränge Innenraum Bühne
    Ränge und Sitzplätze in der Semperoper Dresden

    Noch mehr Ideen für Reiseziele innerhalb Deutschland findest du hier

    Führung durch die Semperoper Dresden

    Vom Drumherum nicht zu schweigen: Die Semperoper gehört zu den markantesten Gebäuden Dresdens. Und die Säulengänge innen sind traumhaft schön! Die Decken sind komplett filigran bemalt und man möchte sich gar nicht ausmalen, wie lange es wohl gedauert, die Verzierungen so hinzubekommen.

    Semperoper Dresden Führung Besichtung Innen

    Wer die Semperoper noch besser erkunden will, kann vor der Aufführung noch an einer Führung teilnehmen – wobei es dann aber knapp wird, wenn man noch einen der günstigen Plätze an der Abendkasse ergattern will. Aber man kann sich auch die Semperoper ohne Oper anschauen, tagsüber gibt es ebenso Führungen. Es lohnt sich wirklich, die Semperoper von innen zu sehen!

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    Übernachten in Dresden

    Von unserem Hotel am Altmarkt war es bis zur Semperoper nicht weit, das kann ich sehr empfehlen: Zentraler geht’s nicht. Ansonsten gibt es auf Seiten wie booking.com immer wieder gute Angebote – wenn nicht gerade Großevents wie der Dresdener Striezelmarkt vor Weihnachten ins Haus stehen.

    ➜ Hier findest Du günstige Hotels in Dresden

    Budgettipp für Dresden

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  • Venedig: Die Buchhandlung Libreria Acqua Alta

    Venedig: Die Buchhandlung Libreria Acqua Alta

    „Und hier gibt’s wirklich Katzen?“ fragte der amerikanische Tourist aufgeregt, nachdem er sich durch die engen Bücherstapel zur Kasse gequetscht hatte. Die Mitarbeiterin bejahte ganz gelassen. Katzen im Buchladen, als wäre es das Normalste der Welt. Aber was ist in der Libreria Acqua Alta in Venedig schon normal?

    Tipp: Die besten Locations & Sehenswürdigkeiten in Venedig

    Libreria Acqua Alta Venedig Buchhandlung Eingang
    Versteckt: Der Eingang zur Libreria Acqua Alta liegt in einem kleinen Hof.

    Libreria Acqua Alta: Ein Kuriosum in Venedig

    Ganz klein versteckt sich der Eingang zu dieser anderen Welt in einer Gasse Venedigs, ein bisschen abseits des üblichen Touristenstroms, nach hinten versetzt. Würden nicht diverse Stapel mit alten Karten, Drucken und Büchern chaotisch vor der Tür rumliegen, würde man hier kaum diesen Schatz für Büchernerds wie mich vermuten. Buchhandlungen und Büchereien haben für mich ja immer etwas Besonderes an sich – so beruhigend, so inspirierend.

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    Libreria Acqua Alta Venedig Buchladen Bücher
    Bücher über Bücher: Hier finden sich auch antiquarische Bücher.

    Und die Libreria Acqua Alta ist nicht nur das: Sie ist magisch. Ein Gesamtkunstwerk. Tausende Stapel von Büchern, alt, neu, ein Durcheinander, es ist eng, dunkel, aber dennoch faszinierend schön. Als wäre man mitten in einem Harry Potter Buch gelandet. Zwischen all den Büchern immer wieder ein Schälchen mit Katzenfutter, die (ich glaube) acht Katzen wollen ja auch gefüttert werden.

    Noch mehr Dolce Vita findest Du in meinem Italien Blog!

    Libreria Acqua Alta Venedig Buchhandlung Antiquariat

    Acqua Alta: Der Name der ungewöhnlichsten Buchhandlung in Venedig ist Programm

    Überall werden Bücher gestapelt, ob in einer alten Gondel, oder in einer Badewanne – die Ideen, wie man Bücher lagern kann, sind unendlich. Kreatives Chaos an allen Ecken und Enden. Der Name Acqua Alta erschließt sich einem sofort, wenn man den „Notausgang“ sieht: Mit einem Hops landet man im Kanal, der an der Hinterseite des Ladens entlangführt. Nur ein bisschen typisches Venedig-Hochwasser – und der Buchladen wird geflutet.

    Libreria Acqua Alta Venedig Tür Aussicht auf Kanal
    Direkt am Kanal: Bei Hochwasser wird die Libreria Acqua Alta regelmäßig überflutet.

    Leider ist die Libreria Acqua Alta kein wirklicher Geheimtipp mehr, sodass man sich zu Stoßzeiten mit zig anderen Touristen durch den Laden drängeln muss – und wer dann auch noch ein Instagram-Foto in den besonders instagrammable Ecken schießen will, muss mindestens schon mal eine Viertelstunde anstehen. Verrückt, oder? Trotzdem: Ein Besuch lohnt sich!

    Adresse: Libreria Acqua Alta, Calle Longa Santa Maria Formosa 5176 – Castello, 30122 Venedig
    Öffnungszeiten: täglich von 9-20 Uhr

     ***

    Lesetipp:

    Hier findest noch einen besonderen Buchladen: Livraria Lello – Die Harry Potter Buchhandlung in Porto

  • Rom: Tipps für die 5 großen Klassiker

    Rom: Tipps für die 5 großen Klassiker

    Zum ersten Mal in Rom? Für alle Rom-Anfänger habe ich hier ein paar Tipps zusammengetragen: Was du gesehen haben musst, ein paar wichtige und weniger wichtige Sehenswürdigkeiten, wichtige Hinweise und erste Eindrücke.

    Rom Tipps in Kürze:
    ➜ Eintritt umsonst & Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel mit dem Roma Pass
    ➜ Schneller ins Kolosseum
    ➜ Übernachten: Generator Rom

    Rom Klassiker No.1: Das Kolosseum

    Irgendwie dachte ich immer, dass das Kolosseum mitten im Stadtzentrum von Rom steht. Stimmt aber gar nicht so. Von meiner Unterkunft in der Nähe des Hauptbahnhofs konnte man aber gut hinlaufen, für alle anderen gibt’s eine U-Bahn-Station direkt davor.

    Unglaublich, wie groß schon damals gebaut wurde und wie sehr die Bauweise auch heutige Stadien geprägt hat. Die massiven Steine überall, die Größe überhaupt: Wer sich in Rom nicht das Kolosseum anschaut, hat was verpasst.

    Rom Sehenswürdigkeiten Kolosseum
    Das Kolosseum in Rom: absolutes Must-See, aber leider auch sehr überlaufen.

    Im Sommer sind die Warteschlangen unendlich. Auch, wenn man wie ich meint, eine halbe Stunde nach Öffnung um 8 Uhr wäre schon früh genug. Tickets kann man beim offiziellen Ticketverkauf bestellen – allerdings sind diese oft ausverkauft.

    Unbedingt beachten: Neben dem offiziellen Ticketshop gibt es auch diverse kommerzielle Touranbieter, die sowohl online als auch vor Ort Tickets mit bevorzugtem Einlass verkaufen, damit man nicht Schlange stehen muss.

    Ich habe mich tatsächlich in meiner Verzweiflung direkt vor Ort für diese Variante entschieden und am Ende 30 € (mittlerweile bestimmt mehr) bezahlt, was schon der runtergehandelte Preis war (ja, unbedingt verhandeln!). Warten muss man trotzdem, bis die ganze Gruppe zusammen ist. Dafür kriegt man auch ein paar Extra-Infos vom Tourguide.

    Insgesamt ist die Ticketsituation ziemlich undurchsichtig und vor Ort alles andere als stressfrei. Kaufe dein Ticket also besser im Voraus! Falls du kein Ticket mehr beim offiziellen Vorverkauf bekommst, dann versuche es online bei diesem Touranbieter:

    Powered by GetYourGuide

    Tipp: Wenn du noch mehr Sehenswürdigkeiten in Rom besuchen möchtest, lohnt sich vielleicht der Kauf des Roma Pass für 48 oder 72 Stunden. Damit bekommst du in einer bzw. zwei Sehenswürdigkeiten deiner Wahl freien Eintritt, und du hast freie Fahrt in den öffentlichen Verkehrsmitteln.

    ➜ Zum Roma Pass

    Rom Sehenswürdigkeit No. 2:  Der Petersdom

    Für den Petersdom gilt ebenfalls: Schlange stehen ist vorprogrammiert (zumindest im Sommer). Nachmittags soll die Wartezeit kürzer sein, dennoch: Am Ende waren es 40 Minuten in sengender Hitze. Die Zeit kann man sich aber damit vertreiben, den Petersplatz in seiner vollen Pracht zu bewundern: Die riesige, von Kolonnaden umrahmte Fläche ist beeindruckend. Und innen – naja, bei so viel Kunst, Gold und Prunk bleibt niemand ungeflasht.

    Besuch im Petersdom: Das musst du beachten!

    Der Eintritt in den Petersdom ist frei. Allerdings muss man vor dem Hineingehen eine Sicherheitskontrolle passieren. Der Petersdom ist eine religiöse Stätte, daher vor allem im Sommer auf die richtige Kleidung achten: Schultern und Knie sollten bedeckt sein, dafür aber keine Kopfbedeckung!

    Wenn du Zeit hast, dann schaue dir auch noch die Sixtinische Kapelle mit den Deckenmalereien Michelangelos und die Vatikanischen Museen mit ihrer riesigen Kunstsammlung an!

    ➜ Tickets für die Sixtinische Kapelle & Vatikanischen Museen im voraus kaufen

    Rom Sehenswürdigkeiten Petersdom Vatikan
    Der Petersdom im Vatikan ist gigantisch. Mit Glück sorgen die einfallenden Sonnenstrahlen für eine noch mystischere Atmosphäre.

    Rom Klassiker No. 3: Fontana di Trevi

    Wer kennt ihn nicht, den riesigen Trevi-Brunnen, in dem einst Anita Ekberg badete? Kann man sich heute noch in Fellinis Film La Dolce Vita ansehen. Der Brunnen wirkt übrigens live noch viel spektakulärer, zum einen durch die wirklich riesigen Menschenmassen, die sich um ihn scharen, aber auch, weil er im Vergleich zur kleinen Piazza di Trevi monströs ist.

    fontana di trevi rom

    Die Fontana di Trevi erstreckt sich über die gesamte Fassade eines Palazzo und ist so detailreich aus Marmor gearbeitet, dass man immer wieder neue Seiten entdecken kann.

    fontana di trevi rom

    Wer das Rom-Erlebnis komplett machen will, wirft eine Münze über die Schulter in den Brunnen. Aber Achtung: Im Sommer direkt an den Brunnen zu kommen, ist dank der Menschenmassen nahezu unmöglich, es sei denn, man scheut nicht davor zurück, sich mit seinem Selfie-Stick den Weg durch die Menge zu stochern.

    Rom Sehenswürdigkeit No.4: Die spanische Treppe

    In der Nähe der Fontana di Trevi befindet sich die Scalinata di Trinità dei Monti – so heißt die Spanische Treppe im Original, benannt nach der Kirche, zu der sie hinaufführt.

    spanische treppe rom

    Der deutsche Name leitet sich ab vom Platz unten, der Piazza di Spagna. Und eigentlich ist die Spanische Treppe nur eine Treppe – dafür aber riesengroß, überwindet einen ziemlichen Höhenunterschied und ist Treffpunkt und Abhängeort zugleich. Platz ist ja auf der Treppe genug.

    spanische treppe rom

    Rom Klassiker No.5: Das Pantheon

    Seit über 1500 Jahren ist das Pantheon eine katholische Kirche – allein das ist ja schon unglaublich. Noch unglaublicher, dass es noch viel älter ist, nämlich schon fast 2000 Jahre und damals höchstwahrscheinlich ein Tempel für alle möglichen Gottheiten war.

    romDas Pantheon ist ein Kuppelbauwerk und war Inspiration für so einige bekannte Bauwerke, zum Beispiel für das Kapitol in Washington. Mitten in der Kuppel klafft ein großes Loch als einzige Lichtquelle – und wenn es regnet, tja, dann regnet’s einfach mitten ins Pantheon rein. Wobei der Boden so konstruiert wurde, dass sämtliches Regenwasser einfach abläuft. Ziemlich faszinierend.

    rom

    Übernachten in Rom

    In Rom unterzukommen ist nicht schwer, selbst oder vor allem mitten im Sommer. In vielen Artikeln und Reiseführern von der Gegend um den Bahnhof Termini abgeraten. Dort befinden sich jede Menge Hotels, allerdings sind viele Leute nicht gerade begeistert vom Bahnhofsflair drumherum. Ich gebe zu, wenn man wie ich in Berlin-Neukölln wohnt, hat man wahrscheinlich andere Maßstäbe; ängstlich war ich dort aber auch abends nicht.

    spanische treppe rom

    Empfehlen kann ich sehr das Generator Hostel (gibt auch günstige Doppelzimmer): Sauber, nett, stylisch.

    ➜ Infos & Preise für Generator Hostel Rom

    Die Nähe zum Bahnhof Termini, von dem man auch schnell und gut zum Flughafen und überall sonsthin kommt, machten die Lage für mich perfekt. Verkehrstechnisch hätte es nicht besser sein können. Gerade bei wenigen Tagen Aufenthalt!

  • Venedig im Sommer: Die besten Locations!

    Venedig im Sommer: Die besten Locations!

    Man muss schon wirklich sehr nach Venedig wollen, wenn man eine Reise dorthin im August wagt. Überhaupt steht ganz Italien um den 15. August herum, dem für Reisen allerwichtigsten und bedeutsamsten aller italienischen Feiertage, vor dem absoluten Ferienkollaps. An Maria Himmelfahrt, dem „Ferragosto“, ist ganz Italien in den Ferien – und das bleibt auch in Venedig nicht unbemerkt. Kleine Geschäfte lassen die Rolläden herunter, schnell geschriebene Zettelchen kündigen Betriebsferien an („siamo di ferie“) und wünschen einen schönen Sommer.

    ferien in italien

    Venedig im August: Ferienstimmung in Italien

    Dafür ist der Rest Italiens dann in Venedig zu Besuch, oder zumindest ein Teil davon. Die fallen aber eigentlich gar nicht auf, denn neben italienischen Touristen ist noch die halbe Welt aus nah und fern zu Gast. Die Tagestouristen der riesigen Kreuzfahrtschiffe nicht zu vergessen, die jeden Tag – ja, man muss es einfach so sagen – in Venedig einfallen. Alles muss gesehen werden, bevor das Schiff abfährt, schnell noch ein Foto zwischen den Tauben auf dem Markusplatz, eine kurze Gondelfahrt mit einem der schönen Gondoliere und unbedingt noch ein Eis, in der Waffel, mit so hoch aufgetürmten Kugeln, dass das Foto davon besonders instagrammable wird  – obwohl es viel zu viel Eis für so wenig Zeit ist.

    Kanal Gruppe Gondoliere
    Vaporetto an der Haltestelle San Marco mit Campanile

    Mehr Tipps für Italien findest Du im Italien Blog

    Erst recht, wenn die Masse an Besuchern und die Sommerhitze das Sightseeing noch beschwerlicher machen. Venedig in einem Tag ist ohnehin ein Ding der Unmöglichkeit. Den Hochsommer würde ich daher als Reisemonat nicht gerade empfehlen – aber immerhin: Selbst Touristenmassen und Sommerhitze konnten mir Venedig nicht madig machen. Ich wollte einfach so sehr nach Venedig – denn obwohl ich beruflich und privat schon ziemlich in Italien rumgekommen bin, kannte ich die Stadt nur aus Erzählungen.

    Sightseeing in Venedig – die Tipps: Wo fängt man an?

    In Venedig gibt es viel zu entdecken, Kunst, Geschichte, Architektur; und die faszinierende geographische Lage mit all den Kanälen tut ihr übrigens. Alles in ein paar Tagen zu sehen, ist ein anspruchsvolles Vorhaben, gibt es doch noch die Inseln um Venedig herum wie Burano oder Murano oder den Stadtstrand auf dem Lido zu entdecken.

    Möwe Ecke Dogenpalast

    Markusplatz, Markusdom und Dogenpalast in San Marco

    Das Zentrum Venedigs – ein unbedingtes Muss. Bei Tag wie auch bei Nacht. Viele Vaporetto-Linien halten hier, die Wahrscheinlichkeit ist also groß, dass man ohnehin vorbeikommt.

    venedig san marco

    Am Markusplatz befinden sich der Markusdom (Achtung, Eintritt umsonst, aber Schlange stehen muss man trotzdem je nach Besucheraufkommen), der Dogenpalast mit seiner wunderschön romantischen Fassade, der Campanile (den man für einige Euro besteigen kann) und diverse alteingesessene Cafés wie das Caffé Florian, wo man den wahrscheinlich teuersten Cappuccino seines Lebens genießen kann und abends noch von hauseigenen Orchestern mit rührigen Schnulzen beschallt wird. Hört sich schmalzig an, ist es auch. Aber es hat einfach einen unbestreitbaren Charme, auf diesem prunkvollen Platz zu sitzen und den Streichern bei Schlageroldies zuzuhören. Wer sich den Sitzplatz übrigens nicht leisten möchte, stellt sich einfach an den Rand.

    Tauben Laternen Dogenpalast
    Markusdom mit Markusplatz

    Auf der anderen Seite des Dogenpalasts befindet sich übrigens die Seufzerbrücke, eine der bekanntesten Brücken Venedigs. Und das will bei den Hunderten von Brücken schon was heißen.

    ➜ Dogenpalast ohne Anstehen besichtigen*

    Seufzerbrücke Nacht Gondeln
    San Marco Promenade Nacht

    Den Weg zum Markusplatz zu finden ist innerhalb Venedigs auch ohne Google Maps ganz einfach: An vielen Straßenecken und in vielen Gassen ist der Weg zur Piazza San Marco angeschlagen, „La Piazza“ ist einfach der zentrale Orientierungspunkt im Dickicht der venezianischen Gassen und Kanäle.

    Gondoliere allein
    Schild Pfeil Rialto San Marco

    Canal Grande: Venedigs größte Straße

    Die Lebensader Canal Grande: In Venedig gibt es statt Straßen nur Kanäle, und das Hauptverkehrsmittel sind Boote in allen Variationen. So gesehen ist der Canal Grande die Schnellstraße, die sich durch die gesamte Stadt zieht. Wahrscheinlich fährt man hier so oder so irgendwann entlang, aber es lohnt sich, einmal früh einen Vaporetto zu nehmen und den ganzen Canal Grande entlangzufahren und zu beobachten, wie die Stadt erwacht.

    Venedig ist entgegen meiner Erwartungen ja eine Frühaufsteher-Stadt, nix mit italienischer Behäbigkeit. Auch in den Nachtstunden ist Venedig eher ruhig, Nachdem die Tagesbesucher entschwunden sind, ist nicht mehr viel mit rauschendem Nachtleben. Auch schön auf dem Canal Grande: Sonnenuntergänge gucken.

    blick auf canal grande

    Tipp: Am besten man passt den Zeitpunkt genau ab, und geht zum Sonnenuntergang hinauf auf die Terrasse des Fondaco dei Tedeschi gleich neben der Rialtobrücke. Der Eintritt ist frei, aber man darf nur 15 Minuten auf der Terrasse bleiben – Timing ist also alles. Als ich dort war, konnte man auch einfach so, ohne Ticket, auf die Dachterrasse gehen. Nur ein bisschen Wartezeit musste ich in Kauf nehmen. Aber der fantastische Blick über den Canal Grande ist es definitiv wert.

    Tickets kannst du vorher hier online buchen

    Dachterrasse Canal Grande
    Blick Canal Grande Dachterrasse

    Das (Luxus-)Kaufhaus ist von innen übrigens auch wunderschön, das Gebäude war früher, wie der Name schon vermuten lässt, Handelsplatz der deutschen Kaufleute in Venedig und später das Hauptpostamt der Stadt.

    Rialtobrücke und Rialtomarkt

    Die Rialtobrücke ist Brücke und Geschäftstraße zugleich, ähnlich der Ponte Vecchio in Florenz. Rechts und links säumen kleine Geschäfte die Brücke. An den Außenseiten hat man einen tollen Blick über den Canal Grande – wenn einem nicht Hunderte Selfie-Sticks die Sicht versperren.

    Rialto Brücke Geschäfte Treppe
    Gondoliere Gondel Rialtobrücke

    Gleich in der Nähe der Rialtobrücke befindet sich der Rialtomarkt, wo man ganz klassisch Obst und Gemüse einkaufen kann. Alles sehr traditionell, sehr schön anzusehen. Und die Fischhalle erst, direkt am Kanal, unter jahrhundertealten Arkaden – früh kommen lohnt sich.

    Rote Pepperoni in Papier Markt
    Leere Fischmarkt Halle

    Nebenan kann man bei Naranzaria direkt am Wasser und mit der Rialtobrücke genau um die Ecke bei einem Aperol Spritz eine Pause einlegen und den Gondolieri beim Hin- und Hergondeln auf dem Canale Grande zuschauen. Mehr Venedig geht fast nicht.

    Verpassen solltest du auch nicht dieses verwunschene Highlight in Venedig: Die Buchhandlung Acqua Alta

    Dorsoduro: Punta della Dogana, Basilica di Santa Maria della Salute und jede Menge Museen

    Genau gegenüber vom Dogenpalast befindet sich die Landzunge Punta della Dogana – und hier sieht man auch am besten die Größe der Einfahrt des Canal Grande, durch die früher alle Handelsschiffe einfuhren. Nebenan liegt die Basilica di Santa Maria della Salute, in der Werke von Tizian hängen.

    santa maria della salute venedig

    Auch wenn man kein Kirchenfan ist, kommt man in Venedig doch nicht drumherum, sich ein paar dieser imposanten Kirchen von innen anzusehen. Viele beherbergen Werke der bekanntesten venezianischen Maler – da kriegt man den Museumsbesuch gleich umsonst mit dazu.

    kirche innen venedig

    Hier in Dorsoduro gibt es überhaupt jede Menge Museen, und wer kunstinteressiert ist, kann sich hier auf kleinstem Raum mindestens einen ganzen Tag beschäftigen.

    Die wichtigsten Museen in Dorsoduro:

    • Peggy Guggenheim Museum
    • Academia dell’Arte
    • Punta della Dogana

    Giudecca – die Insel der Venezianer

    Abends bei einem Glas Rotwein an der Promenade sitzen, das venezianische Wasser zu Füßen und den Blick auf die im Meer versinkende Sonne – definitiv einer der Highlights, die eine Fahrt nach Giudecca lohnen. Im übrigen sind hier die Restaurants und Cafés um einiges günstiger und besser als in San Marco – trotz spektakulärer Aussicht.

    Promenade Giudecca Generator Hostel

    Giudecca ist eine der Inseln vor Venedig, eigentlich eher ein Wohngebiet. Mittlerweile haben sich hier auch einige Hostels angesiedelt. Die Verbindung mit den Vaporetti zu San Marco ist super, es lohnt sich trotz extra Kosten für eine Vaporettokarte, auch auf Giudecca zu übernachten, um ein bisschen dem Touristentrubel zu entfliehen und den venezianischen Alltag zu beobachten.

    Neben Giudecca sind Murano und Burano zwei weitere Inseln, die man gesehen haben sollte!

    So kommst du nach Murano und Burano: Buche hier eine Halb-Tagestour!*

    Sonnenuntergang rote Sonne Giudecca

    Unterkünfte in Venedig

    Mit den Unterkünften in Venedig ist das ja so eine Sache: Es ist teuer, es ist nicht besonders schön, und gerade in der Hochsaison überhaupt schwierig. Wobei ich ja hoffe, dass ich euch mit diesem Post eher dazu inspiriere, Venedig außerhalb der Hochsaison zu besuchen, denn im Sommer braucht Venedig wirklich nicht noch mehr Besucher. Ich würde auch nicht noch einmal im August hin.

    gondoliere von oben

    Viele Venedig-Besucher schlafen daher lieber in Mestre, auf dem Festland, da man dann jeden Tag mit dem Zug nach Venedig fahren muss. Kann man machen, aber ich wollte unbedingt authentisches Venedig-Feeling – und letztlich war es unendlich praktisch, sich nicht jeden Morgen oder Abend noch auf eine große Reise begeben zu müssen.

    Auch mit einer täglichen Vaporetto-Fahrt verbunden, dafür aber mit echt venezianischem Ambiente, empfand ich Giudecca als wesentlich bessere Wahl. Dort gibt es Unterkünfte für ’nen schmalen Geldbeutel, wie zum Beispiel das neue hippe Generator Hostel oder das im Sommer umfunktionierte Studentenwohnheim Sunny Terrace Hostel. Aber man findet auch gehobenere Unterkünfte wie das Hilton Stucky, ein neues Hilton-Hotel in einer alten Fabrik – beste Aussicht und Flair ohne Ende. Noch ist Giudecca ein ziemlicher Geheimtipp, aber das scheint sich gerade zu ändern.

    tau am boot

    In San Marco ist man mittendrin. Das Hotel Alla Fava* ist zwar nichts Besonderes, aber die Lage ist durch die Nähe zur Rialtobrücke fantastisch. Und sehr ruhig gelegen, ganz lauschig zwischen einer Kirche und einem kleinen Kanal. Fast unglaublich, dass nur zwei Straßen das Touristenleben toben.

    Das Boutique-Hotel Donà Palace im typisch venezianischen Pomp liegt ebenfalls fantastisch, obgleich natürlich viel teurer, aber noch besser liegt deren Bar Venixino, die auch mein absoluter Geheimtipp für einen abendlichen Drink ist:

    Tipp: Direkt am Kanal, der ein paar Meter weiter unter der Seufzerbrücke hindurchführt, sitzt man hier in einem romantischen Garten, ganz versteckt, und kann bei einem der hervorragenden Cocktails der hoteleigenen Bar den Gondeln zusehen, wie sie auf dem Kanal vorbeiziehen. Die Bar ist übrigens nicht nur für Hotelgäste geöffnet.

  • Kirchenstadt Salzburg: Mystische Tipps für die schönsten Kirchen in Salzburg

    Kirchenstadt Salzburg: Mystische Tipps für die schönsten Kirchen in Salzburg

    Ich bin zwar nicht besonders religiös, aber Kirchen und religiöse Stätten sind auch immer einer meiner Anlaufpunkte bei Sightseeingtouren durch fremde Orte – erzählen sie doch viel über Kultur und Gesellschaft. Und in Salzburg, da kommt man bei 800 Jahren Kirchengeschichte an Kirchen einfach nicht vorbei. In diesem Artikel stelle ich euch daher einige Highlights der Kirchenstadt Salzburg vor. Und zum Schluss wird es sogar richtig mystisch!

    Tipps für die Salzburg Reise:
    ➜ Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Salzburg
    ➜ Salzburg Card zum Eintritt sparen & Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel
    ➜ Food Guide Salzburg
    ➜ Unterkünfte in Salzburg

    Größte Kirche in Salzburg Dom zu Salzburg mit Festung Hohensalzberg im Hintergrund
    Aus dem berühmten Panorama nicht wegzudenken: Der Dom zu Salzburg.

    Salzburg: Das Rom des Nordens

    Erste Lektion: Wegen seiner wirklich vielen Kirchen wird Salzburg auch „Rom des Nordens“ genannt. Was ich wiederum sehr lustig fand, kam ich doch just von einer Reise durch Venedig und Rom. Und konnte direkt vergleichen: Salzburg hat tatsächlich italienische Züge. Nicht nur aufgrund der Architektur, die der damalige Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau (1559-1617) maßgeblich beeinflusst hat, sondern auch durch die Lebensfreude der Salzburger und dem Hauch Dolce Vita, der durch die Stadt weht. Musik und nochmals Musik, jede Menge Kunst und Kultur, gute Stimmung trotz des häufigen Salzburger „Schnürlregens“ und natürlich, wie es sich für eine fast-italienische Stadt gehört, ein Hang zu leckerem Essen garniert mit einer Prise Frömmigkeit: Italien ist echt nicht mehr weit weg.

    Frau mit Schirm bei Schnürlregen in der Getreidegasse in der Altstadt von Salzburg
    Wichtiges Accessoire in Salzburg: Der Regenschirm für den berühmten Salzburger Schnürlregen

    Der geheime Schatz des Fürsterzbischofs Wolf Dietrich von Raitenau – und was Salzburger Nockerln damit zu tun haben

    Überhaupt war besagter Fürsterzbischof ein ziemlicher Schlingel. Für uns wurde im Rahmen des Programms eine kleine Schnitzeljagd organisiert: Wir sollten den alten Schatz des Fürsterzbischofs finden und sausten dafür einen Tag lang quer durch Salzburg – um letztendlich herauszufinden, dass Wolf Dietrichs heimlicher Schatz seine Geliebte Salomé war, mit der er 15(!) Kinder gezeugt hat. Von wegen Zölibat und so. Damals ging’s in der Kirche wilder zu als bei Dallas und Denver-Clan zusammen! Ich will aber mal nix sagen – Salomé soll nämlich die Salzburger Nockerln erfunden haben, und ohne Salomé und den umtriebigen Wolf Dietrich hätte ich wohl jetzt ein Lieblingsdessert weniger! (Mehr über Salzburger Nockerln im Food Guide.)

    Salomé ist außerdem ganz klitzeklein in der Kuppel des ansonsten pompösen Mausoleums von Wolf Dietrich von Raitenau verewigt, davon durften wir uns dann selbst überzeugen. Leider darf man das Mausoleum regulär von innen nicht besichtigen, aber der Friedhof St. Sebastian, auf dem es sich befindet, ist ebenfalls sehenswert.

    Noch mehr Geheimtipps für Salzburg & Tipps für Sehenswürdigkeiten findest du in meinem Salzburg Blog

    mausoleum wolf dietrich salzburg
    Das Mausoleum auf dem Friedhof St.Sebastian

    Die Katakomben von St. Peter: Tod durch Kitzeln?

    Der ultimative Friedhofsgänger bin ich nicht – ein wenig gruselt es mich, andererseits machen mich Friedhöfe immer traurig – aber ein bisschen Friedhofskultur gehört im Kirchen-Salzburg dann doch dazu. Vor allem, wenn dabei so kuriose Geschichten auftauchen, wie die des Salzburgers, der jede seiner sieben Frauen zu Tode gekitzelt haben soll. Die Grabmale der Frauen befinden sich auf dem Friedhof St.Peter, gleich hinter dem Salzburger Dom und am Fuße der Festung Hohensalzburg.

    Katakomben von st peter in salzburg

    Mal abgesehen davon, dass sich hier außerdem noch die Gräber von Mozarts ebenso musikalischer Schwester Nannerl, von Johann Michael Haydn, dem Wegbereiter geistlicher Musik, und sämtlicher Salzburger Prominenz befinden, lohnt sich ein Besuch schon allein der Katakomben wegen. Die sind streng genommen keine richtigen Katakomben, da die in den Fels geklöppelten Höhlen nie als Gräber dienten, aber es klingt einfach gut, whatever. Und ein bisschen nach Katakomben sehen die Höhlen über dem St.Peter-Friedhof dann doch aus. Übrigens hat man von hier aus die schönsten Ausblicke auf Salzburg!

    Der Dom zu Salzburg mit Dom-Museum: Ein Geheimnis, an dem Millionen einfach vorbeilaufen

    Fast nebenan liegt der Dom zu Salzburg, einer DER Touristenattraktionen Salzburgs. Nicht ohne Grund, denn der riesige Dom beeindruckt sogar Nicht-Kirchengänger wie mich, wie ich schon bei meinem ersten Besuch in Salzburg im Frühjahr feststellen konnte. Will man die Touristenströme umgehen, geht man einfach nebenan ins Dom-Museum. Das kostet zwar Eintritt, aber wenn man sich vorher eine Salzburg Card gegönnt hat, schlüpft man einfach an der Kassenschlange vorbei und kommt einfach so rein.

    Die Salzburg Card, die für 24, 48 oder 72 Stunden erhältlich ist, kostet zwar auch – lohnt sich aber, wenn man vorher weiß, dass man einige Sehenswürdigkeiten wie die Festung Hohensalzburg, die Museen oder den Mönchsberg auf jeden Fall besuchen will.

    Hier kannst du die Salzburg Card kaufen

    Saal im Domquartier in Salzburg

    Ins Dom-Museum rauf geht es über auffällig flache, breite und langgezogene Treppen – und das etwa nicht, um den damaligen Damen in ihren Wallekleider einen möglich eleganten Aufstieg zu ermöglichen: Die Stallungen der Pferde befanden sich nämlich im oberen Stockwerk und die mussten dann doch tatsächlich tagein, tagaus die Treppen rauf und wieder runter. Was die armen Pferdchen damals aushalten mussten…

    Den Pferden waren die pompösen Räumlichkeiten dann wohl auch herzlich egal, aber der Prunk ist für unsereins doch ziemlich beeindruckend. Durch das Dom-Museum geht es dann über eine Terrasse mit fantastischem Ausblick (Hallo Mega-Fotospot!) und ein paar versteckten Treppen rüber in den Dom – wo man plötzlich dann auf der Empore gleich hinter der antiken Dom-Orgel steht! Scheinen auch nicht viele Leute zu wissen, so ist man dort oben recht ungestört und kann von dort den großartigen Ausblick in das Dom-Innere genießen, während sich unten die Massen durch die Gänge pressen.

    Orchester auf der Empore im Dom zu Salzburg
    Dom zu Salzburg Innenansicht
    Orgel im Dom zu Salzburg

    Die laufen an einem der kleinen, feinen Geheimnisse des Doms auch einfach vorbei: Direkt am Hauptportal sind feine Kritzeleien zu sehen, wohl von gelangweiltem Wachpersonal vor hunderten Jahren ins Gestein geritzt – sozusagen mittelalterliche Street Art!

    Geheimtipp: Die Scala Santa in der Kajetanerkirche

    Ein Geheimtipp für das Kirchen-Salzburg ist die Kajetanerkirche mit ihrer Scala Santa, einem jahrhundertealtem Nachbau des berühmten Vorbilds in Rom, das angeblich aus dem Palast von Pontius Pilatus stammt und das Jesus damals vor seinem Prozess betreten haben soll. Wie auch immer, die Salzburger Scala Santa darf so wie das große Vorbild nur auf Knien betreten werden, und darauf wird vor Ort auch geachtet.

    Die Scala Santa befindet sich in einem Nebenraum der auch sonst sehr hübschen Kajetanerkirche und darf nur innerhalb einer Stunde pro Woche besichtigt (oder auf Knien hochgerutscht) werden: Jeden Samstag von 10 bis 11 Uhr – und keine Minute früher oder später. Wohl auch deshalb ist die Scala Santa einer der Geheimtipps in Salzburg.

    scala santa in der kajetanerkirche salzburg

    Stift Nonnberg: Choräle zum Sonnenaufgang

    Richtig mystisch wurde es dann, als wir im Morgengrauen zum Nonnberg aufbrachen, genauer gesagt zum Benediktinerstift Sankt Nonnberg. Nicht nur, dass hier ebenfalls einer der Schauplätze des alten Hollywood-Film „Sound of Music“ war, auch in der heutigen Zeit verbirgt sich hier ein Salzburger Geheimnis, dass noch nicht mal alle Einheimische kennen.

    Stift Nonnberg in Salzburg
    Bis auf die mystischen Choräle der Nonnen absolute Stille: Morgens im Stift Nonnberg

    Im Stift Nonnberg beginnen die Benediktinerinnen-Nonnen ihren Tag nämlich immer und ohne Ausnahme mit dem Gesang von Chorälen, denen man im Kirchenschiff unten bei schummriger Beleuchtung lauschen kann. Einfach hineingehen, die andächtige Stimmung geniessen und der Musik lauschen. Und zusätzlich wird man danach draußen mit einem postkartenreifen Sonnenaufgang über dem Nonntal belohnt. Sehr sehenswert und hörenswert: ein Geheimtipp in Salzburg!

    Traumhafte Aussicht: Sonnenaufgang auf dem Nonnberg

    Wallfahrtskirche Maria Plain: Bergidylle pur.

    Gläubige Katholiken wallfahrten nach Maria Plain – und die anderen? Die genießen, wie ich, die Mega-Aussicht auf Salzburg, die Berge, das viel Grün und das traditionelle Brauchtum.

    aussicht auf salzburg von maria plain

    Die Wallfahrtskirche Maria Plain wurde im 17. Jahrhundert erbaut, weil das Gnadenbild Maria Plain bei einem schweren Hausbrand als einziger Gegenstand unversehrt blieb – und das war für die damaligen Gläubigen ein so großes Wunder, dass es eine Kirche verdiente. Heute ist Maria Plain Wallfahrtsort und liegt sogar auf dem österreichischen Jakobsweg.

    Wallfahrtskirche Maria Plain Bergheim

    Übrigens: Kommt man zum sonntäglichen Gottesdienst, bekommt man noch jede Menge Lokalkolorit mit – alle Besucher hüllen sich in die feinste Tracht, und zusammen mit der traumhaften Bergkulisse draußen und der prachtvoll restaurierten Kapelle innen kann man tief in alpenländische Kultur eintauchen!

    Anreise: Am besten man leiht sich in Salzburg in der Stadt ein E-Bike (dann isses bergauf nicht ganz so schlimm) und bindet einen Besuch in Maria Plain in eine Radtour entlang der Salzach ein. Pause machen kann man bei Mega-Panoramablick entweder zünftig im Plainer Ansitz bei Brotzeit und Stiegl-Bier oder gehobener nebenan im Gasthof Maria Plain.

    Übernachten in Salzburg: Mystische Orte.

    Wenn ich nach Unterkünften suche, bleibe ich auch immer gerne beim Thema des Ortes, an dem ich mich gerade befinde. Denn nichts hilft besser, in die Stimmung vor Ort einzutauchen, als auch entsprechend zu übernachten. Was liegt da näher, als in einer Stadt wie Salzburg mit einer solch großen Kirchengeschichte auch an einem religiösen Ort zu übernachten?

    Innenhof im Gaestehaus Priesterseminar Salzburg

    Insgesamt gibt es in Salzburg 6 sogenannte religiöse Unterkünfte: das Johannes-Schlößl der Pallotiner, das Hotel St.Virgil Salzburg, das Gästehaus Wolf Dietrich und Thomas Michels, das Haus St. Benedikt, das Institut St. Sebastian und das Gästehaus im Priesterseminar.

    Alle Unterkünfte sind in der Hand von kirchlichen Trägern und bezahlbar. Das Gästehaus im Priesterseminar zum Beispiel berechnet den Zimmerpreis nach der Personenanzahl, so bezahlt man als Alleinreisende für ein Doppelzimmer weniger als zu zweit, was ich besonders sympathisch und fair finde. Die Location ist total zentral und beeindruckend, die Zimmer super gepflegt und sauber, und von der Waschmaschine bis zur Gemeinschaftsküche ist die Ausstattung perfekt.

  • Salzburg Food Guide: Die besten Restaurants und Cafés

    Salzburg Food Guide: Die besten Restaurants und Cafés

    Ob dieser Reiseblog nicht doch zum Foodblog mutiert? Jedenfalls sind mir in Salzburg wieder jede Menge leckere Köstlichkeiten über den Weg gelaufen. Bei so vielen guten Cafés und Restaurants in Salzburg mit leckerer Küche fällt die Wahl schwer. Daher habe ich hier einmal ein paar sehr beeindruckende Salzburg Restaurants und Locations zusammengestellt – hungrig bleibt man in Salzburg nicht lange!

    Übrigens: Wenn du eine Reise nach Salzburg planst, dann solltest du dir auch meinen großen Guide mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten anschauen!
    ➜ Zum großen Salzburg Guide

    Form des Geisberg in Salzburg ist Vorlage für Salzburger Nockerln

    Die Mozartkugel: Rund, süß und typisch Salzburg

    In Salzburg dreht sich alles um Mozart – und um die Mozartkugel. Während man in Deutschland sofort die Mozartkugeln in der roten Prunkverpackung im Sinn hat, gibt es in Salzburg ein paar alteingesessene Konditoreien, die Mozartkugeln nach eigenem Rezept und zum Teil noch in kompletter Handarbeit vor Ort herstellen.

    Die wirklich originale Ur-Mozartkugel gibt es in der Konditorei Fürst, deren Stammhaus sich am Alten Markt direkt gegenüber dem altehrwürdigen Café Tomaselli, dem ältesten Kaffeehaus Österreichs, befindet. Aber auch das kleine Café Habakuk in der Linzergasse zum Beispiel fertigt leckerste Mozartkugeln, 100% handmade.

    Mozartkugeln auf Silbertablett
    mozartkugel salzburg

    Salzburger Nockerln: 3 Berge als Dessert

    Salzburg ist umgeben von drei Hausbergen, dem Kapuzinerberg, dem Gaisberg und dem Mönchsberg – und wer sich das nicht merken kann, der bestellt einfach mal in einem Lokal Salzburger Nockerln. Spätestens nach dem Anblick dieses puderzuckerbestäubten Baiserschaumsoufflémonsters auf einer Kirschsauce wird man sich auf ewig daran erinnern. Jede Nockerl steht nämlich für einen verschneiten Hausberg. Aber Vorsicht: Salzburger Nockerln werden immer nur in einer Größe serviert, angeblich für zwei Personen, reichen als Dessert aber locker für neun! Salzburger geizen eben nicht mit ihren Essensportionen!

    Hier findest du noch mehr Infos & Geheimtipps über Salzburg:
    Alles, was du über Salzburg wissen musst

    K+K am Waagplatz

    Ein bisschen gehobener, dafür aber bodenständig-moderne Küche: Im K+K am Waagplatz gibt’s Klassiker wie Wiener Schnitzel, aber auch vegane Curries. Oben sitzt man lauschig-nett in traditionellem Ambiente mit viel Holz, unten gibt’s eine frisch renovierte Bar im gemütlichen Kellergewölbe – warm, mit viel Kupfer, ein Traum!

    Die Portionen sind nicht ganz so spektakulär wie andernorts, dafür aber qualitativ sehr hochwertig und raffiniert zubereitet.

    kk waagplatz

    Seven Senses im Hotel Stein

    Das Hotel Stein, gegründet 1399, ist das älteste Hotel Salzburgs und wurde vor kurzem komplett renoviert, mit viel Liebe zum Detail und jeder Menge Kunst. Salzburg wird auch oft als die italienischste Stadt nördlich der Alpen beschrieben, dazu hat im 17. Jahrhundert auch ein venezianischer Architekt beigetragen. Im Hotel Stein wird diese Verbindung zwischen Salzburg und Venedig unter dem Motto „Salzburg meets Venice“ wieder aufgefrischt – und klar, dass ich mich da vor Begeisterung nicht mehr einkriegen konnte, wo ich doch vor zwei Wochen erst in Venedig war und mich so in die Stadt verliebt habe.

    Wer das nötige Kleingeld hat, der sollte hier mal übernachten – das Hotelkonzept ist wunderbar individuell und abseits des üblichen Hotelketten-Bla-Blas in dieser Preisklasse.

    Hotel Stein in Salzburg hier buchen

    Wer sich dagegen nicht ganz so doll in Unkosten stürzen will, genießt einfach bei einem Airone Spritz (ein italienischer Bitter irgendwo zwischen Ramazzotti und Aperol, den es in Salzburg und Umgebung nur hier gibt!) die herrliche Aussicht auf der Terrasse der hoteleigenen Rooftopbar Seven Senses. Ihr werdet es nicht bereuen!

    Bärenwirt für den Bärenhunger

    Urig, klassisch, lecker. Der Name lässt es fast schon erahnen, aber der Zusatz „für den Bärenhunger“ bei einigen Gerichten  auf der Karte macht schnell klar: Wer im Bärenwirt nicht satt wird, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Meine Empfehlung: Rindsgulasch mit Knödel in Fussballgröße. Für den Bärenhunger.

    Augustiner Bräustübl im Kloster Mülln

    Groß geworden im Ruhrgebiet, zwischen Kohleöfen und Brauereien, ist Bier mein absolutes Heimatgetränk. Total unmädchenhaft, aber an heißen Sommertagen liebe ich ein frisch gezaptes, kühles Bier genauso wie einen feinen Aperol Spritz. Brauche ich ja dann nicht zu erwähnen, dass ich im Augustiner Bräustübl sofort zu Hause war.

    Getrunken wird aus eimergroßen Tonkrügen, die man selbst aus einem Regal fischt und nochmal unter kühles Wasser hält, damit das Bier schön kalt bleibt. Essen kauft man an einem der Stände drinnen, dort gibt es alles von Leberkäse über fein gehobelten Radi bis Schaumrollen – oder bringt es selbst von zu Hause mit, was ich absolut genial finde. Nur Bier muss nämlich vor Ort gekauft werden, ansonsten kann hier auch frei Schnauze gepicknickt werden. Und die Stimmung im Biergarten könnte besser nicht sein: Hier sitzt jung neben alt, Ur-Salzburger neben Touris, Trachtenträger neben Modepüppchen, und alle erfreuen sich am äußerst süffigen Augustiner.

    eingang augustiner bräu mülln

    Herr Leopold

    Sonntags ein geöffnetes Kaffeehaus abseits der üblichen Touristenattraktionen zu finden, ist gar nicht so einfach. Salzburger lieben ihr Kaffeehaus, aber offensichtlich nicht an Sonntagen. So nimmt man das, was kommt, und das Herr Leopold ist die schönste Notlösung überhaupt. Foodies freuen sich über Buchteln und Strudel, frisch aus dem Ofen und in cremig-warmer Vanillesauce gebadet – und Designjunkies werfen nach der wunderbaren Inneneinrichtung mal einen Blick auf die stylische Tapete in der Damentoilette. Ein Interiortraum.

    herr leopold salzburg

    Ludwig Burger

    Bei Ludwig Burger bekommt man die wohl besten Burger der Stadt. Alles hausgemacht, vom Burger bis zum Ketchup(!). Und der vegane Pilzpatty ist so gut, dass sogar ich als absoluter Fleischliebhaber ’nen normalen Burger sofort dafür stehen lasse.

    Café Würfelzucker: Der Strudelhimmel

    Nachdem ich ja schon bei meinem ersten Besuch hier gelandet bin, musste nochmal ein Apfelstrudel im Café Würfelzucker her: Handgezogen, frisch aufgedampft und in das in gemütlichstem Ambiente direkt an der Salzach serviert. Lecker.

    café würfelzucker salzburg

    Pauli Stubm: Urig und gemütlich

    Urgemütlich kultig und ganz versteckt in einer kleinen Altstadtgasse gibt’s in den Pauli Stubm richtig zünftige Küche!
    Zwei Häuser weiter ist übrigens ein Nacht-Établissement, wenn ihr wisst, was ich meine… und das erwähne ich deshalb, weil selbst solche Lokale hier im pittoresken Salzburg einfach nur hübsch aussehen.

    Nochmal ein paar Häuser weiter, mit der Nummer 30, ist übrigens das Haus des letzten Henkers von Salzburg, nur mal so nebenbei, für die, die sich gerne ein bisschen gruseln möchten.

    Mehr Geheimtipps für Salzburg

    Übrigens: Salzburg als alte Kirchenstadt hat noch mehr gruselige Geschichten auf Lager! Wer sich interessiert, bucht einfach eine Gruselführung bei Sabine, die hat so ziemlich alle morbiden Mittelalterstories auf Lager und präsentiert sie äußerst kurzweilig bei einem Rundgang der etwas anderen Art, nur zu empfehlen!

    Interessierst du dich mehr für die kleinen und skurrilen Geheimnisse Salzburgs? Davon gibt es in dieser geschichtsträchtigen Stadt nämlich jede Menge; ich war auch ziemlich erstaunt! Dann hüpf mal zu meinem Artikel über Kirchen in Salzburg – da gibt’s so einige interessante Spots, die du nicht so schnell im Reiseführer findest!

    Falls du nur einen Tag in Salzburg bist, dann empfehle ich dir meinen Guide Salzburg an einem Tag – und du siehst entspannt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Salzburg!

    Hinweis: Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Tourismus Salzburg.

  • Salzburg an einem Tag: Die besten Tipps

    Salzburg an einem Tag: Die besten Tipps

    Was macht man mit einem freien Tag in Linz? Den Tag in Salzburg verbringen! Nach Salzburg dauert es mit dem Zug eine gute Stunde, perfekt also für einen Tagesausflug. Salzburg – da wollte ich schon immer mal hin. Wegen der Geschichte. Kultur. Mozart. Berge. Und überhaupt. Millionen von Touristen, die jährlich um einen Tagestrip Salzburg ihre Europareise planen, können ja nicht irren. Außerdem ist Salzburg an einem Tag wirklich gut zu erkunden! Was man alles in einem Tag in Salzburg sehen kann, zeige ich dir in diesem Artikel und verrate dir gleichzeitig ein paar hilfreiche Tipps!

    salzburg goldene kugel
    Der Mann auf der Goldenen Kugel vor der Festung Hohensalzburg: In Salzburg trifft Neu auf Alt.

    Salzburg an einem Tag entdecken: Start in der Altstadt

    Das Schöne an Salzburg für einen Tagestrip: Alles ist fussläufig zu erreichen. Perfekt, wenn man eh ohne Auto, sondern wie ich mit der Bahn unterwegs ist. Der Hauptbahnhof liegt außerhalb der Altstadt auf der anderen Seite der Salzach, aber mit dem Bus ist man in 10 Minuten mitten in der Stadt. Mittendrin in diesem lieblichen Altstadttraum in Pastellfarben. Die Gassen der Altstadt sind klein und eng, mal wie befürchtet überfüllt, mal überraschenderweise leer, aber immer gepflegt und hübsch anzusehen.

    Tipp: Mit der Salzburg Card für 24 Stunden sparst du dir den Eintritt für die meisten Sehenswürdigkeiten und kannst den ÖPNV, den Mönchsbergaufzug und die Festungsbahn (beide bringen dich zu den besten Aussichtspunkten über Salzburg) kostenlos nutzen.

    Mitten in der Altstadt: Der Dom zu Salzburg

    In der Altstadt findest du grandiose Bauten wie den Salzburger Dom – den man auch als Nicht-Kirchenfan von innen gesehen haben sollte. Die restaurierten Deckengemälde sind wirklich beeindruckend.

    Kaufe dein Ticket für den Dom zu Salzburg hier

    Salzburg Dom
    salzburg dom

    Mozart und Salzburg: Das Geburtshaus

    Mozart. Mozart. Überall Mozart. Wer so null mit klassischer Musik kann, für den ist Salzburg vielleicht auch nur halb so interessant. Salzburg lebt vom berühmtesten Sohn der Stadt und an jeder Ecke wird man mit der Nase drauf gestossen. Mozartkugeln, Mozart-Kühlschrankmagnete, Mozart-Postkarten, Mozart-wasauchimmer findet man in jedem Geschäft, jedem Lokal, jedem Supermarkt.

    Salzburg Mozart Geburtshaus

    Ein bisschen Mozart musste also auch noch in meinen Tag rein. In Salzburg lassen sich sowohl das Geburts- als auch das spätere Wohnhaus Mozarts besichtigen und ich entschied mich für ersteres. Obwohl ich Sorge hatte, mich am Ende für teuer Geld zusammen mit asiatischen Reisegruppen auf Ganz-Europa-in-fünf-Tagen-Tournee durch ein kleines Fachwerkhaus schieben zu müssen.

    Mehr Orte in Salzburg für Mozart-Fans findest du hier: Mozart in Salzburg

    salzburg mozart geburtshaus

    War aber am Ende doch nicht so. Das Haus/Museum ist ziemlich geräumig (waren wohl keine armen Leute, die Mozarts), und der asiatischen Reisegruppe blieb nur Zeit für Fotos vor dem Haus. Mit 11 Euro ist der Eintritt auch ziemlich heftig, aber was soll’s. Muss man in Salzburg mal gesehen haben. Die Ausstellung lohnt sich.

    Suchst du noch mehr Tipps für Salzburg? Hier geht es zum Salzburg Blog

    Salzburg Altstadt

    Mit der Salzburg Card hat man dort aber freien Eintritt, wie in vielen anderen Sehenswürdigkeiten auch – das habe ich nur leider hinterher erfahren. Es lohnt sich, einmal zu vergleichen – es lässt sich so jede Menge Geld sparen!

    Salzburg von oben: Mönchsberg oder Festung Hohensalzburg?

    „Du musst unbedingt rauf auf den Mönchsberg„, gab mir noch eine Freundin als ultimativen Tipp mit auf den Weg. Wäre wohl schöner als oben auf der Festung Hohensalzburg, die wohl auch immer gut besucht ist. Menschenmassen sind ja privat eh nicht meins – also: rauf auf den Mönchsberg. Und, wie praktisch: Man kann einfach mit dem Aufzug hoch. Was in meinem Fall eine schöne Zeitersparnis war, da ich langsam wieder zurück nach Linz musste.

    Salzburg Mönchsberg

    Der Blick vom Mönchsberg auf Altstadt und Festung und schneebedeckte Berge im Hintergrund lohnt aber wirklich. Außerdem gibt’s dort oben noch ein sehenswertes Museum für moderne Kunst, das sehr imposant und mit viel Beton auf den massiven Felsen geklöppelt wurde.

    Wenn Du beides machen willst: Dann lohnt sich erst recht der Kauf der Salzburg Card, mit der kommst Du nämlich umsonst mit der Festungsbahn auf die Festung Hohensalzburg und Du kannst kostenlos den Aufzug auf den Mönchsberg nutzen!

    Café-Tipp für Salzburg

    Das mit dem Kaffee bestellen in Österreich habe ich immer noch nicht raus. Kleiner Brauner, Einspänner… keine Ahnung, was nun was ist. Aber ich habe dafür ein lauschiges Café gefunden, um meinen plötzlichen Hunger nach original österreichischer Küche zu stillen: Im Café Würfelzucker gibt’s handgemachten Apfelstrudel! In alpinem Flair kannst du zudem den perfekten Blick auf die Salzach genießen.

    Mehr tolle Locations findest du auch in meinem großen Salzburg Food Guide.

    Lohnt sich Salzburg?

    Salzburg ist wirklich hübsch. Kann man nicht anders sagen. Ich würde mit Sicherheit nochmal wiederkommen, wenn es sich ergibt. Auch, um mal das sagenhaft schöne Umland zu erkunden. Und nochmal in Ruhe durch die Gassen von Salzburg zu schlendern, die so wunderbar fotogen sind, dass ich mich geärgert habe, nicht doch meine große Kamera mitgebracht zu haben und stattdessen nur mit dem Smartphone durch die Gegend gerannt bin.

    festung hohensalzburg

    Übernachten in Salzburg

    Willst du doch länger als einen Tag in Salzburg bleiben? Passende Unterkünfte kannst du hier vergleichen:
    Unterkünfte in Salzburg

    In Salzburg gibt außerdem 6 sogenannte religiöse Unterkünfte, die von kirchlichen Trägern betrieben werden. Hört sich ungewöhnlich an, aber hier kann man oft günstig (Salzburg ist ja sonst eher teurer) und gut übernachten. Mehr über diese Unterkünfte erfährst du in meinem Artikel Salzburg und seine Kirchen: Das Rom des Nordens.

    Mehr Tipps für Salzburg

    Du hast mehr Zeit in Salzburg? Dann gibt es noch einiges mehr, was du dir anschauen kannst. Hier findest du die schönsten Sehenswürdigkeiten in Salzburg sowie mystische Geheimtipps in Salzburg.

    Tipp: Eintrittsgelder in Salzburg können ganz schön happig sein. Spare Geld mit der Salzburg Card und erhalte in vielen Sehenswürdigkeiten freien Eintritt

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