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Hoi An gehört zu den schönsten Städten Vietnams. Die historische Altstadt mit ihren bunten Laternen, alten Handelshäusern und kleinen Cafés zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Hier findest du meine Tipps für Sehenswürdigkeiten, Foodspots und besondere Orte in Hoi An.

  • Hoi An: 8 Tipps für eine der schönsten Städte Vietnams

    Hoi An: 8 Tipps für eine der schönsten Städte Vietnams

    Hoi An ist die Touristenfalle in Vietnam überhaupt. Und ich fand’s trotzdem toll, obwohl ich normalerweise für solche Orte selten zu begeistern bin. Hoi An war ganz anders als das, was ich bisher von Vietnam gesehen hatte. Auf den ersten Blick ist die Altstadt von Hoi An eine Mischung aus überfüllter Touristenhochburg und hochglanzpolierter Sehenswürdigkeit, die mit dem Rest von Vietnam nur wenig zu tun hat.

    Altes vietnamesisches Gebäude mit Fahrrad und Vintage-Schild
    Schöne Motive finden sich in der Altstadt von Hoi An an jeder Ecke.

    Nachdem ich bisher durch die Halong Bucht geschippert bin, mich durch Hanois Gewusel gekämpft hatte und mit dem Motorrad eine einmalige Tour von Hue aus unternommen hatte, war dieser Stopp etwas völlig anderes.

    Trotzdem: Ich hatte solche entspannten Tage. In diesem Artikel teile ich daher mit euch meine schönsten Tipps und Locations für Hoi An und liefere euch 8 Gründe, warum ihr euch Hoi An auf eurer Vietnamreise nicht entgehen lassen solltet!

    1. Hoi An: Das Paradies in Vietnam

    Wahrscheinlich wirst du auf deiner Vietnamreise der üblichen Reiseroute folgen, das heißt entweder von Norden nach Süden oder umgekehrt. Hoi An liegt fast genau in der Mitte Vietnams. Damit ist es perfekt für ein paar ruhige Tage nach einem anstrengenden Trip durch Städte wie Hanoi oder Ho-Chi-Minh-Stadt.

    Solltest Du schon einige Zeit in Vietnam unterwegs gewesen sein, wird Dir der laute Lärmpegel auf der Straße auffallen und unter Umständen auf die Nerven gehen. Denn die Vietnamesen lieben ihre Hupe! Dauert wird gehupt, beim Überholen, an der Ampel, beim Abbiegen. Und die Straßen sind voll mit Motorrollern, die in Vietnam besonders beliebt sind.

    Traditionelle vietnamesische Laternen hängen vor altem Gebäude Hoi An

    Hoi An ist da eine willkommene Ausnahme: Im Altstadtkern sind nur Fahrräder und unmotorisierte Rikschas erlaubt, Autos und Motorroller sind verboten. Die ganze Altstadt ist eine einzige Fußgängerzone! Ganz in Ruhe kann man so zu Fuß die Altstadt erkunden, ohne befürchten zu müssen, vom nächstbesten Rollerfahrer umgenietet zu werden.

    Frau mit Strohhut spaziert durch belebte vietnamesische Altstadt

    Die Altstadt ist recht übersichtlich. Alle Sehenswürdigkeiten in Hoi An liegen nah beieinander. Gemütlich kann man durch die Straßen schlendern und in den hübschen Cafés und Restaurants Halt machen. Viele Häuser sind auch für die Öffentlichkeit zugänglich: In den Innenhöfen stehen oft Bänke: Einfach hinsetzen und sich treiben lassen.

    2. Die Geschichte Hoi Ans und die historische Altstadt

    Hoi An wurde von den Cham im 4.Jh. gegründet – so alt ist die Stadt schon! Zwischen dem 16. und 19.Jh. gewann die Stadt mehr an Bedeutung. Der Hafen wurde zu einem der wichtigsten Handelshäfen im Südchinesischen Meer, bis er vom nahegelegenen Da Nang ersetzt wurde. Die alten Gebäude blieben jedoch erhalten, und da Hoi An seine strategische Bedeutung vollständig verloren hatte, blieb die Altstadt auch im Vietnamkrieg völlig unberührt. Schön für uns, denn so ist Hoi An heute ein magischer Ort voller Geschichte.

    Traditionelles vietnamesisches Tor in Hoi An mit vietnamesischer Flagge

    Obwohl die alten Holzhäuser in der Altstadt mehrfach von Hochwasser heimgesucht wurden, sind sie in sehr gutem Zustand. Die meisten befinden sich seit Generationen im Familienbesitz, und viele der Häuser lassen sich auch von innen besichtigen. Die meisten Häuser in der Altstadt von Hoi An sind sogar bewohnt, was man bei der Kleiderwahl berücksichtigen sollte. Vietnamesen sind nicht sehr freizügig: Bedeckte Schultern und Knie sind immer eine gute und respektvolle Wahl beim Betreten eines Privathauses.

    hoi an

    Über die Altstadt verteilt befinden sich kleine Ticketverkaufsstellen, an denen du dir ein 3-Tages-Ticket kaufen kannst. Mit diesem Ticket hat man freien Eintritt zu allen Sehenswürdigkeiten in Hoi An.

    backyard in old house
    old house in hoi an

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    3. Essen in Hoi An: Vietnamesische Küche vom Feinsten!

    Hoi An ist wohl der Traum aller Foodies! Für jeden Geldbeutel gibt es hier gutes Essen an jeder Ecke. Ob kleine Snacks auf der Straße oder ausgeklügelte Menüs in einem der zahlreichen schickeren Restaurants, ich habe nicht einmal schlecht in Hoi An gegessen! Die vietnamesische Küche ist sowieso sehr frisch und aromatisch, aber in Hoi An gibt es noch eine Menge innovativer Cafés und Restaurants mit tollen Interpretationen vietnamesischer Spezialitäten.

    Kochkurs in Hoi An

    Wenn du wissen willst, wie du die Gerichte zu Hause nachkochen kannst, buche einfach den passenden Kochkurs. Auch viele Restaurants bieten solche Kurse an, meist ist noch ein Besuch auf dem Markt inklusive. So kannst du dich gleich mit den Zutaten vertraut machen.

    Kochkurs in Hoi An buchen

    Kochkurse wirst du in vielen Ländern Südostasiens finden. Du lernst viel über die exotischen Zutaten und das Nachkochen zu Hause ist dann gar nicht mehr so schwer.
    Hier findest du einen detaillierten Bericht über meinen Kochkurs in Thailand

    Restaurant Tipps für Hoi An

    Im Green Mango gibt es leckere Fusionküche, die vietnamesische Basis mit westlichen Elementen verbindet. Etwas experimenteller wird es in den Mango Rooms, wo ungewöhnliche Kombinationen auf tropisches Flair treffen. Und wenn du nur ein Restaurant in Hoi An besuchst, dann das Morning Glory – dort habe ich das beste Bánh Mì mit Schweinefleisch überhaupt gegessen.

    Es muss aber auch nicht immer ein Restaurant sein: auch Street Food in Hoi An ist überall superlecker!

    Bunter Marktstand mit tropischen Früchten wie Drachenfrucht und Mango
    Street Food in Hoi An
    street food hoi an
    hoi an

    4. Cafés in Hoi An: Ca phe sua da & Co.

    So sehr ich auch wollte, den ganzen Tag zu essen ging nun doch noch nicht. Aber bei über 35 Grad im Schatten entwickelte ich eine ziemlich große Vorliebe für Cà phê sữa đá, den typisch vietnamesischen Kaffee mit Eis. Und Cafés gibt es in Hoi An nicht wenige. Meine Favoriten sind Hoi An Roastery und Coco Box.

    Gemütliches vietnamesisches Café mit Gästen bei Nacht
    Eines meiner Lieblingscafés in Hoi An: Cocobox.

    Noch mehr Reiseinspirationen für Vietnam findest du hier

    5. Shopping in Hoi An: Maßschneidereien an jeder Ecke

    Hoi An ist berühmt für seine Maßschneidereien. In der ganzen Altstadt findet man immer wieder kleine Ateliers, in denen man sich Anzüge und Kleider auf den Leib schneidern lassen kann. Gekauft habe ich dort nichts, weil ich mal wieder an Gewicht im Gepäck sparen wollte.

    Hoi An Schneider Maßschneider Stoffe

    Was ich aber gehört habe, ist, dass die Schneider in Hoi An teurer sein sollen als in anderen Orten – ist ja auch ein megatouristischer Ort. Außerdem würde ich einen genauen Blick auf die Qualität der Stoffe werfen: Ich hatte oft den Eindruck, dass dort auch gespart wird, und nichts ist enttäuschender, als wenn man Geld und Mühe in ein schönes Teil investiert, das dann am Ende nur durch schlechte Stoffqualität aussieht, als käme es aus dem Discounter.

    Hoi An Schneider Maßschneider Stoffe

    Was Souvenirs anging, habe ich mich dann auf Tee beschränkt, wiegt weniger – und der Tee war wirklich toll. Und mit Glück kann man sich sogar bei einer original vietnamesischen Teezeremonie durch jede Menge verschiedener Sorten probieren.

    Vietnamesische Teeprodukte in einem traditionellen Teegeschäft
    Beliebtes Mitbringsel aus Vietnam: Tee in allen Variationen.

    6. Das Nachtleben in Hoi An: Laternen, Street Food und laue Nächte

    Wirklich schön wird Hoi An abends, wenn überall in der Altstadt die bunten Lampions leuchten. Die Straßen füllen sich, und alle genießen die lauen Nächte bei einem frischen Cocktail oder beim Abendessen in einem der zahlreichen fantastischen Restaurants. Wer mag, kann sich dann noch seine eigenen Papierlaternen auf dem Nachtmarkt kaufen.

    Bunte leuchtende asiatische Laternen hängen dekorativ bei Nacht
    Abends besonders schön: Die vielen Stände mit bunten Papierlaternen.
    Leuchtende Laternen über belebter Straße in Hoi An bei Nacht
    Ganz Hoi An ist mit Laternen geschmückt.
    Hoi An Altstadt bei Nacht mit Laternen und Booten
    Leuchtende rote Papierlaternen mit Kerzen bei nächtlichem Festival

    7. Relaxen am Strand – An Bang Beach

    Genug von der Altstadt? Ganz in der Nähe, nur 20 Minuten mit dem Rad entfernt, liegt An Bang Beach – und hier lässt sich wunderbar vom ganzen Sightseeing entspannen. Der Strand ist sauber und breit, das Wasser ist warm. Und wie auch in der Altstadt, braucht man sich um Essen und Trinken keine Gedanken zu machen: Der Strand ist voll mit Verkäufern, die einen unaufdringlich und für kleines Geld mit Snacks und eiskaltem Wasser versorgen.

    Ruhiger Sandstrand mit Strohdach-Sonnenschirmen und Liegestühlen
    Hoi An An Bang Strand Sonnenuntergang

    8. Ab aufs Land!

    Wer Lust auf Landluft hat und ein bisschen das Leben rund um Hoi An kennenlernen möchte, sollte eine der vielen Tagestouren buchen, die in der ganzen Stadt angeboten werden.

    Traditionelles Boot am Flussufer in Hoi An, Vietnam

    Viele Touren werden mit dem Rad unternommen, und man kann teilweise auch die kleinen Produktionsstätten besuchen, in denen zum Beispiel die bekannten Papierlaternen hergestellt werden. Oder man nutzt die Gelegenheit, um mal ein paar Wasserbüffel zu streicheln!

    Traditionelle Bambus-Fischreusen im ruhigen Flussdelta
    Wasserbüffel wälzt sich im Schlamm zwischen grünem Gras
    Bauer mit Strohhut führt Wasserbüffel durch Fluss
  • Echter Geheimtipp: Die Marmorberge (Marble Mountains) in Vietnam.

    Echter Geheimtipp: Die Marmorberge (Marble Mountains) in Vietnam.

    Der Motorradtrip über den Wolkenpass in Vietnam hielt so manche Überraschung für mich bereit. Alle paar Kilometer hielten wir an. Mein Fahrer erzählte mir eine Geschichte, zeigte mir die schönsten Aussicht und lud mich irgendwo zum Essen oder zum Kaffee ab. In Da Nang hielten wir dann plötzlich an einem Aufzug, der mitten im Nichts zu stehen schien. Schnell stellte sich heraus, dass der Aufzug hoch auf die Marmorberge führte.

    Für mich einer der absoluten Geheimtipps in Vietnam: Die Marmorberge bei Da Nang (besser bekannt unter dem englischen Namen Marble Mountains) haben mich wirklich beeindruckt und waren eine absolute Überraschung auf dieser Vietnam-Reise!

    Marble Mountains Vietnam Da Nang
    Die Marble Mountains bei Da Nang: Ein echter Geheimtipp in Vietnam.

    Mein Fahrer Duc würde nicht mit rauf, kauft mir jetzt aber ein Ticket und dann könnte ich ja wieder runterlaufen. (Was sich jetzt hier in einem Satz zusammenfassen lässt, war auf Grund seines fantastischem Englisch und meinem nicht minder fantastischem Vietnamesisch eine viertelstündige pantomimische Showeinlage.)

    Da Nang Strand

    Die Marmorberge bzw. Marble Mountains in Da Nang: Eine absolute Überraschung!

    Mehr brachte ich aus Duc nicht heraus, also fuhr ich einfach hoch. Wahrscheinlich waren die Marble Mountains nur eine öde Touristenfalle für ein paar Souvenirs aus Marmor, dachte ich, und suchte oben angekommen sofort den schnellsten Weg nach unten. Gar nicht so einfach – Schilder gab es nicht, ich wusste nicht mal, wo ich da gelandet war; und viele verschlungene Wege führten zu ein paar Tempeln und Buddhastatuen – aber nicht nach unten zu Duc.

    marmorberge

    Ein paar Touristen waren jedenfalls unterwegs, also war das hier wohl tatsächlich eine Art Touristenattraktion. Von einer der alten Damen vorm Tempel ließ ich mir ein paar Räucherstäbchen aufschwatzen und genoss kurz die Stille, bis ich mich weiter auf den Weg nach unten machen wollte.

    marmorberge
    marmorberge

    In meinem Vietnam Blog findest du noch mehr interessante Reiseberichte!

    Dank der fehlenden Beschilderung irrte ich ein wenig umher, bis mir ein paar Vietnamesen zwischen den dicht bewachsenen Wegen um den Tempel „here, here!“ zuriefen. Ich also einfach hinterher. (Hm. Als Alleinreisende sollte ich wohl an diesem naiven Reflex wohl noch etwas arbeiten – fremde Männer rufen „hier entlang“ und ich Schaf latsche einfach drauflos. Auch etwas leichtsinnig.)

    Die Marble Mountains / Marmorberge in Vietnam: Höhlen ohne Ende

    Der Weg führte hinter dem Tempel entlang und wurde immer dunkler. Der ein oder andere Tourist irrte ebenfalls umher. Meine Neugier war geweckt. Plötzlich stand ich in einer riesig hohen und dabei dicht bewachsenen Höhle – und fühlte mich wie Indiana Jones. Was sollte das hier sein? Ich blickte kurz in die dunklen, schummrigen Ecken der Höhle. Da standen doch tatsächlich die schönsten Buddhastatuen. Einfach so.

    Marmorberge-51

    Vorsicht vor den „Tourguides“ in den Marmorbergen!

    Leider konnte ich den Moment nicht ganz geniessen, einer der „here, here“-Männer hatte schon seine Chance gewittert, rannte auf mich zu und entriss mir meine letzten Räucherstäbchen, die ich eigentlich als Souvenir behalten wollte. Ich rannte hinterher, und was zunächst als versuchter Handtaschendiebstahl erschien, war wohl eher als Höhlenführung gedacht.

    marmorberge

    „Here, to get lucky, get lucky!“ zündete mein neugewonnener Höhlenführer ein Räucherstäbchen an, drückte es mir in die Hand und bedeutete mir hektisch, es vor einer Buddhastatue einzustecken. „Buddha good, Buddha good!“ rief er schrill. Zeit zum näheren Hinsehen blieb mir nicht, denn mein Tourguide hatte schon längst das nächste Räucherstäbchen angezündet und scheuchte mich zur nächsten Statue

    Wir müssen ein tolles Bild abgegeben haben; der offensichtlich mit zu vielen aufputschenden Drogen abgefüllte angebliche „Tourguide“, der manisch mit mir von einer dunklen Ecke zur anderen rannte, und ich, naives Schaf, dem die Situation langsam unheimlich wurde, das aber trotzdem dafür entschied, die „Führung“ erstmal mitzuspielen, und hinter dem mit meinen Räucherstäbchen wedelnden Höhlenführer auf Speed hinterher rannte.

    Statue Höhle Marmorberge Marble Mountains Vietnam
    Düstere Atmosphäre: Viele der Höhlen in den Marble Mountains sind begehbar.

    Zum Glück war meine Packung Räucherstäbchen bald komplett abgefackelt, die „Führung“ durch einen Teil der Marble Mountains war zu Ende, und ich drückte dem guten Mann ein paar Dong in die Hand, die er mir schon ganz selbstverständlich entgegenstreckte. In meine Hand nahm ich dann ganz schnell meine Beine, denn ich hatte wirklich Bedenken, ob ihm sein Trinkgeld reichen würde… Nun denn. Wieder was gelernt. In den Marmorbergen muss man sich also vor herumlungernden „Tourguides“ in Acht nehmen.

    Höhlen & Altare

    Der Weg hinunter gestaltete sich allerdings entspannter, plötzlich tauchten riesige Touristengruppen auf – mir war jetzt nicht mehr mulmig zumute – und irgendwie hatte ich halbwegs eine Orientierung. Unterwegs entdeckte ich eine Höhle nach der anderen, große und kleine, manchmal so klein, dass man sie nur durch Klettern und Krabbeln erreichen konnte. (Ich empfehle gutes Schuhwerk!) Jede Höhle war ein Erlebnis für sich!

    marmorberge
    marmorberge

    Praktische Informationen für die Marmorberge

    • Der Aufzug ist kostenpflichtig, genauer Preis ist mir entfallen – war aber nicht der Rede wert 😉
    • Die Marmorberge befinden sich relativ zentral in Da Nang, Reiseveranstalter bieten diverse Touren dorthin an.
    • Unbedingt festes Schuhwerk einpacken, der Abstieg ist nichts für High Heels, und die steinernen Treppen und Höhlen sind oft rutschig. 
    • Achtung vor vermeintlichen Tourguides (s.o.) und vor Verkäufern nach dem Verlassen des Berges. Sobald man die letzte Stufe hinter sich gebracht hat, heften sich diese sofort an Deine Fersen und wollen Dir zuerst ein nettes Gespräch und danach ihre Marmorsouvenirs unterjubeln.
    marmorberge

    Was du noch in Da Nang unternehmen kannst

    Wenn Du nicht so wie ich nach Hoi An weiterfährst, kannst Du auch in Da Nang gut einen Zwischenstopp einlegen. Da Nang hat einen breiten Sandstrand mit einigen Strandbars – perfekt, um einen Tag zu entspannen. Außerdem wurde vor einiger Zeit die Golden Bridge in Da Nang eröffnet, ein echtes Kunstwerk, die sollte auch mit aufs Programm. Eine Übernachtung in Da Nang bietet sich also an, um die Gegend in Ruhe zu erkunden!

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  • Wolkenpass Vietnam: Ein Motorrad, ein Easy Rider und ich.

    Wolkenpass Vietnam: Ein Motorrad, ein Easy Rider und ich.

    Der Wolkenpass in Vietnam trennt Nord- und Südvietnam. Und da musste ich hinüber. Als ich im Hotel nach der besten Möglichkeit gefragt habe, von Hue nach Hoi An zu kommen, riet mir die hilfsbereite Rezeptionistin zum Motorrad mit Fahrer. Okay, dann halt mit dem Motorrad. Hätte ich nicht schon vorher in Hanoi auf einer Bootstour durch die Halong Bucht zwei englische Mädels, die den gleichen Trip in umgekehrter Richtung hinter sich hatten und total begeistert waren, getroffen – ich hätte mich wohl dagegen entschieden.

    Mit dem Motorrad über den Wolkenpass in Vietnam: Ein Abenteuer.

    Auf ein Motorrad? Mit 18 Kilo Gepäck (jaja, ich reise wie ein totales Mädchen)? So, wie die hier fahren? Niemals. Aber die Begeisterung der beiden Mädels ging mir nicht aus dem Kopf – und ich beruhigte mich mit dem Gedanken, dass sie ja die Fahrt immerhin unverletzt überlebt hatten.

    Wolkenpass Vietnam Straße Kurve Haarnadelkurve im Gebirge

    Der Wolkenpass (oder Hai Van Pass): Serpentinen ohne Ende

    Die Versuchung war da. Die Strecke von Hue nach Hoi An ist nämlich sehr malerisch, weil sie genau über den Wolkenpass führt; ein Gebirgszug, der wie eine Schneise durchs Land zieht und sowohl geographisch als auch meteorologisch den Norden vom Süden Vietnams trennt.

    Alternativ kann man die Strecke mit dem Zug, Bus oder privaten Auto zurücklegen. Zug kannte ich ja schon, Auto war allein zu teuer und der Bus fährt schnöde und ohne Panoramablick durch den Tunnel unter den Bergen hindurch.

    Ein Motorrad mit Fahrer in Vietnam mieten: Sicherheit & Organisation

    Meine Sorgen bezüglich der Sicherheit erwiesen sich als unbegründet. Mein Fahrer Duc verzurrte gewissenhaft mein Gepäck auf dem Gepäckträger, eingepackt in festes Plastik zum Schutz vor Staub und fuhr mitteleuropäisch umsichtig über den Wolkenpass.

    Wolkenpass

    Gut, der mitgebrachte Helm hatte nur eine Kinnschließe, und Schutzkleidung kennt in Vietnam auch keiner. Da ist man als Motorradfahrer daheim anders unterwegs. Egal, bei 36 Grad ist man sowieso froh über jedes Stück weniger am Körper. Wie mir Duc nachher erzählte, sind wohl wir Deutschen am schüchternsten, was eine Fahrt mit ihm oder generell mit dem Motorrad angeht: Sicherheit und so. Daher möchte ich hier euch besonders ans Herz legen: Falls ihr mal in Vietnam vor der Wahl steht… Macht einfach!

    Bist Du auf den Geschmack gekommen? Im Vietnam Blog findest Du noch viel mehr Reiseberichte und allgemeine Tipps für eine Vietnam Reise!

    Wolkenpass Vietnam: Abenteuerliche Serpentinen und atemberaubende Aussichten

    Gebucht hatte ich nur die Fahrt. Dachte ich. Aber ich muss zugeben, ich hatte Duc vorher nicht nochmal gefragt, wo wir eigentlich entlang fahren und wie sich der Tag gestaltet – die Kommunikation auf Englisch war noch schlechter als mit der Rezeptionistin, bei der ich auch nur die wichtigsten Eckdaten verstand, so dass ich es einfach auf sich beruhen ließ. Ich würde schon in Hoi An ankommen.

    Wolkenpass

    Von Hue nach Hoi An: Beeindruckende Landschaft auf dem Wolkenpass

    In der Tat entpuppte sich die einfache Fahrt nach Hoi An über den Wolkenpass (oder auch Hai Van Pass) als totales Überraschungspaket. Duc hielt mit mir an den schönsten Orten unterwegs, machte Fotos und Späßchen, und ich versuchte, mir aus seinen englischen Wortfetzen Infos über Land und Leute zusammenzubasteln.

    Hai Van Pass Vietnam Blick Motorrad Fahrt
    Wolkenpass Vietnam Strand von Da Nang
    Der megabreite Strand von Da Nang.

    Fazit des Tages: Einfach mal die Dinge auf sich zukommen lassen tut so gut! Hätte ich die vermeintlich „sichere“ Variante der Busfahrt gewählt, hätte ich so viele schöne Dinge verpasst. Der Tag war einmalig schön und jeden Cent wert!

    Informationen über die Motorradtour über den Wolkenpass

    Die Motorradtour von Hue nach Hoi An führt dich über den Hai Van Pass, den sogenannten Wolkenpass. Fahrer und Motorrad sind inklusive – du sitzt also hinten drauf und musst dich um nichts kümmern außer ums Schauen.

    Plane für die Strecke etwa sechs bis sieben Stunden ein. Die reine Fahrzeit ist deutlich kürzer, aber unterwegs wird immer wieder gestoppt: oben in den Bergen, in Da Nang und bei den Marmorbergen. Genau diese Stopps machen die Tour aus. Deshalb solltest du spätestens um 9:30 Uhr losfahren, damit du nicht am Ende hetzen musst. Die genaue Abfahrtszeit kannst du nämlich oft selbst festlegen.

    Vietnam Fischerboote Wolkenpass
    Auf einem Fischerboot wohnten(!) früher ganze Familien – bis zu 8 oder 9 Personen!

    Abgeholt wirst du direkt an deinem Hotel in Hue, abgesetzt an deiner Unterkunft in Hoi An. Dein Gepäck kommt mit aufs Motorrad; mein schwerer Rucksack wurde vom Fahrer fest auf dem Gepäckträger verzurrt und ist so den ganzen Weg mitgefahren. Wie das bei Koffern oder sperrigerem Gepäck läuft, kann ich dir nicht sagen, das würde ich vorab beim Anbieter erfragen. Es ist aber erstaunlich, wie viel Gepäck auf so ein Motorrad passt!

    Wenn du noch Zeit hast, kannst du gegen einen kleinen Aufpreis die Kaisergräber in Hue in die Tour einbauen – die liegen ohnehin auf dem Weg stadtauswärts.

    Hier kannst du eine vergleichbare Tour mit einem Easy Rider buchen

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    Alternative zum Motorrad

    Du magst nicht mit dem Motorrad fahren? Die Strecke über den Wolkenpass ist wirklich schön, aber falls dir ein anderes Transportmittel lieber ist, rate ich dir zu einer Fahrt mit dem Panoramazug statt mit dem Bus. So kannst du unterwegs die Landschaft ebenso genießen.

    Buche hier dein Ticket für die Fahrt mit dem Panoramazug über den Wolkenpass

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    Wolkenpass Vietnam Zug
    Die Bahngleise gehören zum Zug, der von Hanoi bis runter nach Ho Chi Minh City fährt – fantastische Aussicht inklusive.
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