Kategorie: Japan

Um Japan richtig kennenzulernen, braucht man ein gutes Reisebudget und. wohl mehr als nur ein paar Tage. Denn der Inselstaat vor der Küste Ostasiens ist einfach zu faszinierend!

  • Tokio: Meiji-Schrein in Shibuya

    Tokio: Meiji-Schrein in Shibuya

    Mit dem Reisen ist das ja so eine Sache. Manchmal stellen sich einem Fragen, an die man vorher nie gedacht hat. In Tokio machte ich mich auf zum Meiji-Schrein, und da fing es auch schon an. Der Meiji-Schrein ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Tokio und liegt im Yoyogi Park.

    Zur Kirschblüte ist dieser Park einer der wichtigsten Anlaufstellen für Kirschblüten-Touristen. Alles ist in rosa Blüten getaucht und Japaner und Touristen drehen gleichsam ob so viel Natur durch. Ich hoffte, auch noch ein bisschen Kirschblütenhype mitzukriegen, aber leider hatte der starke Wind am Vorabend so ziemlich alle Reste der schwindenden Kirschblüte weggefegt.

    eingang zum meiji schrein in tokyo japan

    Religionen in Japan: Was ist Shinto?

    Egal, auf zum Schrein. Unvorbereitet, wie ich mal wieder war, wusste ich darüber: Nichts. Schrein? Musste wohl irgendwas Religiöses sein. Aber wie ist das eigentlich mit Religionen in Japan? Ich fühlte mich selten dämlich, weil ich überhaupt keine Ahnung hatte. Christlich geprägt waren Japaner nicht, und alles was in Richtung Asien ging, war für mich Kulturbanausen immer irgendwie Buddha und so. Nach Buddhismus sah das hier aber nicht aus.

    meiji schrein

    Ein Blick auf Wikipedia, Reiseführer und ein paar Hinweisschilder später wusste ich: Der Meiji-Schrein heißt so, weil er einem der letzten Kaiser, Kaiser Meiji, und seiner Frau gewidmet ist. Und: Nix mit Buddhismus, hier ist Shinto zu Hause. Shinto ist eine urjapanische Religion und Kulturphilosophie – und wenn ich ehrlich bin, selbst nach Besuch und langer Lektüre mir immer zu komplex, als dass ich echt verstanden hätte, worum es geht.

    ➜ Mehr Reiseberichte aus Japan findest du hier auf dem Blog!

    Shinto im Meiji-Schrein in Tokio

    Aber man muss ja unterwegs auch nicht alles verstehen – die neuen Eindrücke genießen und bestaunen ist mir schon mehr als genug. Zum Beispiel gilt es für Gläubige bei Betreten des Schrein-Areals ein bestimmtes Handwaschtritual zu absolvieren, wie gewohnt, japanisch-kompliziert und nach einer höchst festgelegten Abfolge.

    händewaschen im shinto schrein

    Auch das Gebet: speziell. Und wieder eine feste Reihenfolge: Anstellen. Beten. Münzwurf. Zwei Mal feste in die Hände klatschen (ja, klatschen!). Beten. Abgang. Japaner sind einfach in allem genau.

    gebetsritual im shinto schrein japan

    Wer mag, kann an einem Baum Holzbrettchen mit seinen persönlichen Wünschen aufhängen – kostet ein kleines bisschen, ist aber eine schöne Erinnerung. Und manche der anderen Bretter sind einfach nur rührend.

    holztafeln im meiji schrein in tokyo japan

    Heiraten im Shinto-Schrein

    Zur emotionaler Erinnerung on top gab’s dann noch diverse originale Shinto-Hochzeiten, die vor Ort stattfanden – und Bräute sowie Hochzeitsgäste sahen so kunstvoll schön aus, ich hätte mich am liebsten selbst sofort an Ort und Stelle in einen Kimono geworfen.

    Meiji Jing Gyoen – der japanische Garten

    Kommt man aus der Richtung Harajuku zum Meiji-Schrein, sollte man sich unbedingt noch den Meiji Jing Gyoen anschauen, eine separate Gartenanlage mitten im Park. Kostet 500 Yen Eintritt, aber dafür kann man wirklich spektakuläre Ruhe genießen. Kaum zu glauben, dass man sich mitten in einer riesigen Großstadt befindet.

    meiji jingu gyoen japanischer garten

    Die Sake-Fässer am Meiji-Schrein

    Ebenfalls nahe dem Eingang zum Garten steht eine riesige Wand aus Sake-Fässern – alles Spenden, die Glück bringen sollen. Und allen Besuchern ein 1A-Fotomotiv!

    Meiji Schrein
  • Shibuya, Tokio: Die berühmte Shibuya Kreuzung in Japan

    Shibuya, Tokio: Die berühmte Shibuya Kreuzung in Japan

    Im Stadtteil Shibuya in Tokio findet man eine der faszinierendsten Kreuzungen der Welt. Als ob in Tokio nicht schon alles andere faszinierend genug wäre. Überall blinkt und leuchtet es, die Japaner sind gleichermaßen verrückt nach Verrücktem und dann doch wieder bemüht, in der Masse nicht aufzufallen. Aber jeder denkt bei Tokio wohl an diese große Kreuzung in Shibuya, über die täglich Millionen Menschen gehen.

    Shibuya Kreuzung Tokio Japan Überqueren
    Jeder will ein Foto: Die Shibuya Kreuzung ist einfach faszinierend.

    Shibuya Kreuzung: Die wohl verrückteste Kreuzung der Welt

    Tokio hat ja kein richtiges Stadtzentrum. Trotzdem fühlt sich die berühmte Kreuzung vor dem Bahnhof Shibuya an wie das Epizentrum Tokios. Das denken auch viele andere Touristen und klettern auf Blumenkästen für die bessere Fotoperspektive oder versuchen, einen der Fensterplätze im Starbucks in der zweiten Etage eines Eckgebäudes zu ergattern, von denen man die perfekte Draufsicht auf die krasseste Kreuzung Tokios, wenn nicht sogar der Welt, hat. (Übrigens: das mit dem Fensterplatz im Starbucks kann man bei wenig Zeit knicken, versucht es erst gar nicht.)

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    shibuya krezung tokio japan
    Menschenmasse warten tagtäglich an der berühmten Shibuya Kreuzung.

    Bis zu 15.000 Menschen laufen pro Ampelphase über diese Kreuzung in Tokio

    Hört sich alles lächerlich an, aber ich bin auch ein paar Mal über die Kreuzung hin und her gelaufen. Weil Japaner einfach faszinierend sind. Wie choreografiert laufen alle bei grün los, zügig, aber nicht hektisch. Sogar diagonal, weil die Kreuzung eine sogenannte Alle-Gehen-Kreuzung mit Diagonalqueren ist. Trotz der Menschenmengen wird nicht geschubst, nicht gerempelt, nicht genervt. Alles fließt. Keiner der Autofahrer hupt oder drängelt. Und bei rot? Ist die komplette Straße schlagartig wieder frei von Fußgängern, und Autos schwirren sanft über die Kreuzung. Japaner sind halt einfach elegant.

    Mann mitten auf Kreuzung in Shibuya Tokio
    Stillhalten fürs Foto, während auf der Kreuzung in Shibuya das Leben tobt.

    Wo befindet sich die berühmte Kreuzung in Tokio?

    Die Kreuzung findest du zwischen der Westseite des Bahnhof Shibuya und dem Ende der ebenfalls sehr spannenden Einkaufsstraße Center-Gai. Diese Shoppingmeile gehört nebenbei zu den beliebtesten in Tokio!

    Menschen Kreuzung Japan Shibuya
    Trotz vieler Menschen kein Gedränge: Japaner bleiben höflich und rücksichtsvoll, auch auf der wohl größten Kreuzung der Welt in Shibuya, Tokio.

    Hachiko – der berühmteste Hund Japans

    Der Bahnhof Shibuya ist übrigens genauso gigantomanisch, hunderte Bahngleise auf mehreren Ebenen, ein wahres Labyrinth. Sollte man sich mal anschauen. So wie den Hund Hachiko, der als Bronzestatue über den Bahnhofsvorplatz wacht. Hachiko holte in den 30er Jahren sein Herrchen immer vom Bahnhof ab, bis dieser irgendwann starb. Hachiko kam aber trotzdem weiter täglich zum Bahnhof, und das über zehn Jahre lang. Wahre Hundeliebe eben.

    Meine Tipps für Shibuya

    Shopping in Shibuya

    In wohl allen Bereichen kommen die ausgeklügelsten Produkte aus Japan – ich habe mich zum Beispiel als großer Papierfan mit ungefähr zwanzig Kilo Schreibwaren eingedeckt. So schönes, hochwertiges Papier findet man sonst nirgendwo. Und ich habe ein ausgesprochen großes Faible für 100-Yen-Läden (100 Yen sind ca. 85 Cent) in Tokio entwickelt, die so ziemlich alles an Dingen führen, die man nicht braucht – aber für 100 Yen, und dann noch aus Japan, dann doch wieder unbedingt. Wahrscheinlich hätte ich tagelang in den Konsumtempeln Tokio versacken können, hätte da nicht meinen üblichen Auftrag gehabt: Tokio sehen. In 24 Stunden.

    Tokyu Hands – ein riesiges Kaufhaus, mehr für Einrichtungsgegenstände und Bastelkram, aber allein durch die Größe und das riesige Sortiment sehenswert!
    Daiso – einer dieser Krimkrams-Läden, in denen man immer etwas findet. Filialen gibt es auch in vielen anderen Stadtteilen Tokios. Die größte Filiale gibt es in Harajuku.
    Can Do – ebenfalls eine Krimskrams-Kette mit vielen japanischen Produkte zum kleinen Preis. Qualität auch hier oft besser, als man denkt!

    fröhliche junge Japanerinnen beim Shopping in Shibuya Tokio

    Nightlife in Shibuya

    Ein Tag in Tokio kann sehr anstregend sein! All die Eindrücke, die vielen Menschen, die vielen Farben – aber nachts ist Tokio ebenso sehenswert. Wer keine Kapazitäten hat, sich noch selbständig um das Abendprogramm zu kümmern, der kann sich einer organisierten Tour zum Bar-Hopping durch Shibuya anschließen:

    ➜ Bar Hopping durch Shibuya*

    Weitere Sehenswürdigkeiten in Shibuya:
    Ganz in der Nähe (15-20 Minuten zu Fuß oder eine Station weiter bis Harajuku Station) befindet sich der Yoyogi-Park mit dem Meiji-Schrein!
    ➜ Mehr zum Meiji-Schrein in Tokio

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